i) om | | O55 Botanische Jahrbücher | 3 fiir Systematik, Pflanzengeschichte und Pflanzengeographie herausgegeben von A. Engler. Dreizehnter Band. e Mit 9 Tafeln und 1 Holzsehnitt. Leipzig Verlag von Wilhelm Engelmann 1891. ç X & ^ Inhalt. I. Originalabhandlungen. Seite M. Raciborski, Über die Osmundaceen und Schizaeaceen der Juraformation. (Mit Tafel I). . . . . e o e e f E) D. Christ, Euphorbia Berthelotii C. Bolle. s.l. 2... 40- 44 F. Simon, Beitrüge zur vergleichenden Anatomie der Epacridaceae und Erica- ceae. (Mit Tafel II) . . . . 72. 48- 46 J. Briquet, Recherches sur la Flore du district s savoisien et du district j jurassi- que franco-suisse, (Avec Tab. [IL et IV). . . . . done ee ue à à à 41-405 G. Lindau, Monographia generis Cocgolobae. (Mit Tafel V)... s.l... 106-229 O. Warburg, Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora . . . . . . . 230-455 A. Garcke, Über anfechtbare Pflanzennamen .. . 456-470 S. Korzchinsky, Über die Entstehung und das Schicksal der Eichenwälder im mittleren Russland . . . . . . . 411-485 U. Dammer, Zur Kenntnis von Podopterus ` mexicanus Humb. “Bonpl. (Mit 4 Holzschnitt) . . . . . 2... . 486-494 A. Pfeiffer, Die Arillargebilde der Pflanzensamen. (Mit Tafel VI). 2... s. 492-540 E. Gilg, Beitrüge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae. (Mit Tafel VH—IX). . . . 2 2 . . m 5... DÄI DD IL Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. (Besondere Paginierung.) A. Systematik (incl. Phylogenie) . MM 83-96 Allgemeine systematische oder zur Systematik in Be- ziehung stehende Werke und Abhandlungen. . . . . . 33-34 A. Myxomycetes (Mycetozoa). . . . . . . . . . . . . . . .. 34 B. Thallophytae ML SV . Schizophyta ..................... 2... 84-85 n Algae . .. oos om n s s. s s o. s. s. s. à s... . 86-39 III. Fungi (incl. Lichenes). Room os e s s s s s s à à à s. s. s. . 89-46 C. Embryophyta zoidiogama e os n n ns n s. n n à à à s. « « 46-49 I. Bryophyta . . .. . jo] s s s. f n. s. s. s. à à à à s. s. 46-47 II. Pteridophyta . . . ..................... 47-49 a. Filicinae. . oo .. ........2.2.2..2.2.25.2.25.2.. 41-48 b. Equisetinae . . . . Con 48 c. Lycopodiinae . . . . T 49 D. E mpryophyta siphonogama So s s n n f s. n à à s. s. s. 49-94 . Gymnospermae............... 2... 4. . . . 49-54 . Angiospermae ... MEIN a. Monocotyledoneae nn 54-68 b. Dicotyledoneae . . . nn. 68-94 Anordnung der Familien in alphabetischer Reihenfolge. ) IV Inhalt. Seite Anhang. Schriften, welche sich auf mehrere Pflanzen- familien beziehen. . 94- 96 B. Artbegriff, Variation, Hybridisation, Biologie. 96- 97 c. Allgemeine Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte . 97- 98 D. Specielle Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte . 99-159 I. Nördliches extratropisches Florenreich 99-447 Flora von Europa e 99 A. Arktisches Gebiet. 99 Aa. Ostliche Provinz . 99 Ab. Westliche Provinz . 99 B. Subarktisches Gebiet. . 100-103 Ba. Nordeuropüische Provinz . . 100-102 Island und Faröer . 100 Skandinavien . 100-401 Nordrussland. 104 Ganz Russland . 102 Bb. Nordsibirische Provinz . . 402 Be. Nordamerikanische Seenprovinz . . 402-403 C. Mitteleuropüischesund aralo- caspisches Gebiet . . . 103-132 Ca. Atlantische Provinz . 403-108 Südliches Norwegen . . 103 England, Schottland, Irland nebst Inseln. . 103-105 Frankreich . D 106-108 Belgien . 108 Cb. Suballantische Pr ovine . 108-441 Niederlande . 108-109 Niedersachsen. 109 Schleswig- Holstein und Dünemark . 110 Mecklenburg und Pommern. 144 Südliches Schweden . 441 Bornholm. . . 111 Ce. Sarmatische Provinz . . 444-444 Baltischer Bezirk . . 414-112 Polen und Mittelrussland . . 149-443 Mürkischer Bezirk . 113 Schlesien . . 413-144 Cd. Provinz der europäischen Mittelgebirge | . 414-149 Südfranzösisches Bergland . 114 Vogesenbezirk . 144 Schwarzwaldbezirk . 144-445 Niederrheinisches Bergland . 115 Bezirk des schweizer Jura . . 115 Deutsch-jurassischer Bezirk. . 145-116 Hercynischer Bezirk . . 416-417 Obersüchsischer Bezirk . . 147 Böhmisch-mährischer Bezirk . 447-448 Riesengebirgsbezirk . 118 Flora von Deutschland . . 448-449 Ce. Danubische Provinz . . 419-124 Bayrischer Bezirk . . 419-120 Mührisch-ósterr. Bezirk . 420-124 Ungarischer Bezirk . 422-123 humünischer Bezirk . . 493-124 Cf. Russische Steppenprovinz . ER Cg. Provinz der Pyrenäen . . 425 Ch. Provinz der Alpenliinder . . 125-129 Inhalt. V Seite Ci. Provinz der Apenninen. . . . N lee 129 Ck. Provinz der Karpathen. . . . . nee 130-134 Cl. Provinz der bosnisch-herzegowin. Gebirge. "EDU MEME 434 Cm. Provinz des Balkan . . . . M 131 Cn. Provinz des Kaukasus und Elbrus MM 132 D. Centralasiatisches Gebiet... . . . . . . . . . . . . . 139 E. Makaronesisches Übergangsgebiet .. . . . . . . . . . 132 F. Mittelmeergebiet. . . ................ s . 132-140 Fa. Iberische Provinz . . . 2e e e ns n n n sn n sn sS s. + 132-435 Fb. Ligurisch-tyrrhenische Provi INE ee ee à à n s. . 138-136 Ganz Italien . . . . o ae S s s s. s s s s 136-187 Fc. Marokkanisch- algerische Provinz MM LT 437 Fd. Östliche Mediterran-Provinz . . . >: vn 4 4 nn nenn. 335-440 Fal. Adriatische Zone. 2 0 > 2 . 2m nn ee s s s 437-139 Fall, Pontische Zone, 139-440 Kreta... . . dou ee ee a 440 Fd Ill. Anatolisch-per sische und südliche Zone . IDEM ee 440 G. Mandschurisch-japanisches Gebiet und nórdliches China... . ou MM 20. 140-141 H. Gebiet des pacifischen ? Nor damerika oss sS s s s à 441-148 J. Gebiet des atlantischen Nordamerika. . . . 20. 443-145 Schriften, die sich auf ganz Nordamerika beziehen. . 445-147 IH. Das palüotropische Florenreich oder das tropische Florenreich der alten Welt. ......... 147-152 A. Westafrikanisches Waldgebiet......... s VAT B. Afrikanisch-arabisches Steppengebiet. . . . s 147-149 C. Malagassisches Gebiet. . . .. u un a a a 149 D. Vorderindisches Gebiet .^. . . . . . . . . 2s s s s 449-450 E. Gebiet des tropischen Himalaya. . . . . . 2... . 150 F. Ostasiatisches Tropengebiet. .. . . . . . . . . . . .. 450 G. Malayisches Gebiet ... . . . . . , . . . . . . . . . . 150-151 H. Araucarien-Gebiet . . . . . nn . 4 s . 4. oro . . 454 J. Polynesisches Gebiet. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 151-152 K. Gebiet der Sandwich-Inseln ....... . . . . . . . 152 lll. Südamerikanisches Florenreich . . . .. .. .. . . . . 452-455 A. Gebiet des mexicanischen Hochlandes .. ,. . . . . . . 452-153 B. Gebiet des tropischen Amerika . . . . . . . . . s . . . 153-154 Ba. Provinz Westindien . . >: > 2 4 4 4 4 0 4 4 a 458 Bb. Subandine Provinz . . . MM 453 Bc. Nordbrasilianisch- -guyanensische Provins S 453 Bd. Südbrasilianische Provinz . . . ess. s. n sr à s. s. s 153-154 Ganz Brasilien oder ganz Südamerika MM ee ee 454 C. Gebiet desandinen Amerika. . . . . . . . . . . . .. . 454-455 IV. Altoceanisches Florenreich ............. . . 455-459 A. Antarktisches Waldgebiet Südamerikas ........, 455 B. Neuseelündisches Gebiet ............ . . . . 455-156 C. Australisches Gebiet. . . .. . 456-157 Du. E. Gebiet der Kerguelen und de r Amsterdaminseln . 157 F. Gebiet des Kaplandes. . . . . TM 157 G. H. Gebiet von Tristan d’ Acunha und St. Helena . . .. 157 Geographie der Meerespflanzen . 2. 22 . . . . . . . . . . 457-458 Geschichte der Kulturpflanzen. . .. . . . . . . . . . . . . 458-159 VI Inhalt. III. Verzeichnis der besprochenen Schriften. (Paginierung wie bei II.) Ascherson, P., und P. Prahl: Anemone nemorosa L. var. coerulea DC., S. 28. Baker: Ferns of North West Madagaskar, S. 28. — Beck, G. v.: Flora von Nieder- Österreich, S. 31. — Britton, N. L.: Catalogue of plants found in New Jersey, S. 48. — Burck, W.: Eenige bedenkingen tegen de theorie van WEISMANN aan- gaande de beteekenis der sexueele voortplanting in verband met de wet von KNiGur- Darwin, S. 6. Celakovsky: Über eine neue mitteleuropäische Daphne, S. 3. — Cogniaux, A.: Cucurbitacearum novum genus et species, S. 7. — Collettand Hemsley: On a collection of plants from Upper Burma and the Shan States, S. 29. — Correns, C.: Beiträge zur Biologie und Anatomie einiger Blüten, S. 5 Drude, 0.: Handbuch der Pflanzengeographie, S. 22. Feer: Campanularum novarum decas prima, S. 4. — Forbes and Hemsley: Enume- ration of all the plants known from China Proper, Formosa, Hainan, Corea, the Luchu Archipelago and the Island of Hongkong, S. 2. Hackel: Descriptiones Graminum novorum, S. 29. — Haussknecht: Referat über die auf der Frühjahrshauptversammlung zu Rudolstadt 1890 vorgelegten und. be- sprochenen Pflanzen, S. 2. — Huth, E.: Revision der Arten von Adonis und Knowl- lonia, S, 19. Jensen, Chr.: De danske Sphagnumarter, S. 24. Kellogg and Greene: Illustrations of West American Oaks, S. 27. — Koch, L.: Zur Entwickelungsgeschichte der Rhinanthaceen, S. 5. Massee: New Fungi from Madagaskar, S. 28. — Mortensen, H.: Tisvilde Hegn, S. 2. Potter, C.: On the increase in thickness of the stem of the Cucurbitaceae, S.7; Additio- nal note on the thickening of the stem in the Cucurbitaceae, S. 7. — Poülse n, V.A.: Om Bulbildannelsen hos Malaxis paludosa Sw., S. 22. Rabenhorst's Kryptogamenflora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Aufl., S. 4. — Richter, K.: Plantae europaeae, S. 1; Culturpflanzen und ihre Bedeutung für das wirtschaftliche Leben der Völker, S. 28. — Rostrup, E.: Ustilagineae Daniae (Danmarks Brandswampe), S. 24. Sadebeck, R.: Kritische Untersuchungen über die durch Taphrinaarten hervor- gebrachten Baumkrankheiten, S. 18. — Sagorski, E., und G. Schneider: Flora der Centralkarpathen mit specieller Berücksichtigung der in der hohen Tatra vor- kommenden Phanerogamen und GefüBkryptogamen, S. 7. — Schimper, A. F. W.: Über Schutzmittel des Laubes gegen Transpiration , bosonders in der Flora Java’s, 5.19. — Schumann, C.: Cactaceae, in der Flora bras., S. 10. 0. — Stebler, F.G., und C. Schröter: Beiträge zur Kenntnis der Matten und Weiden der Schweiz, S. 43. Vasey and Rose: Plants collected in 4889 at Socorro and Clarion Islands, Pacific Ocean, S. 4. IV. Beiblätter. (Besondere Paginierung.) Seite Beiblatt Nr. 29: L. Wittmack, I. Bromeliaceae Schimperianae, . . . . . . . 4- 7 do. II. Bromeliaceae Schenckianae . . . 2... 8-25 F. Krasan, Ergebnisse der neuesten Untersuchungen über die Formelemente der Pflanzen . . . 25-39 H. Ross, Über Helleborus Bocconi Ten. und H. ‘siculus Se hiffner 40-45 HL. Kr ause, Die Westgrenze der Kiefer auf dem linken Elbufer. 000 oo aaa a a o 46-59 A. G. Nathorst, Bemerkungen über Professor Dr. O. Daupr’s Aufsatz: Betrachtungen über die hypothetischen vegetations- losen Einóden im temperierten Klima der nórdlichen Hemi- sphüre zur Eiszeit . . . . . . , . , . . . . . . . . . . 53-65 = V MEN S, ive Go eee ty Botanische Jahrbücher fiir und Pflanzengeographie herausgegeben von A. Engler. Dreizehnter Band. I. Heft. Mit 4 Tafeln. ` Leipzig Verlag von Wilhelm Engelmann 1890. Systematik, Pflanzengeschichte Ausgegeben den 15. Juli 1890. Inhalt. Seite M. Raciborski, Uber die Osmundaceen und Schizaeaceen der Juraformation. (Mit Tafel I) . 1 D. Christ, Euphorbia Berthelotii C. Bolle. .............. 10 F. Simon, Beitrüge zur vergleichenden Anatomie der Epacridaceae und Erieaceae. (Mit Tafel ID ..,....,.....,........ 15 J. Briquet, Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse avec aperçus sur les Alpes occidentales en general. (Avec Tab. III et IV... 00 oo AN G. Lindau, Monographia generis Coecolobae. ............. . 106 Bemerkung. Die Herren Mitarbeiter erhalten bei Abhandlungen, welche hono- riert werden, 20 Separata, bei solehen, welche nicht honoriert werden, 40 Separata gratis. Ausser den Freiexemplaren werden Separata in grósserer Zahl hergestellt, für welche der Autor Druck und Papier zu zahlen hat und zwar: bis 40 Expl. in Umschlag pro Druckbogen .# 3.50, pro einfarb. Tafel 80 # —.50. » 50 » » » » » » 4,.— » » » 80 » —,60, » 60 » » » » » » 4.50 » » » 89» — HU. » 10 » » » » » » Fe » » » 80 » —,80, » 80 » » » » » » 5.50 » » » 89 » —.90. » 90 » » » » » » 6.— » » » 80» TH, Über 100 Separatabdriicke werden nur von Dissertationen bzw. Habilitationsschriften hergestellt, ein Honorierung soleher Abhandlungen kann jedoch nicht erfolgen. Referate für den Litteraturbericht werden mit .# 40 pro Bogen honoriert. Die Zahlung der Honorare erfolgt stets bei Absehluss eines Bandes. — Alle Sendungen für die »Botanischen Jabrbücherc werden an den Herausgeber, Herrn Prof. Dr. Ad. Engler in Berlin W. Potsdamerstr. 73 erbeten. Im Interesse einer raschen und sicheren Veröffentlichung liegt es, dass dieManuscripte völlig druckfertig eingeliefert werden, da mit nachträglichem Einschieben und ausge- dehnten. Abänderungen während der Correctur Zeitverlust und sonstige Unzuträglichkeiten verbunden sind. | auf das nn Mit 380 in den Text gedruckten Figuren. pflanzenphysiologischen Institut zu Berlin. und am botanischen Institut der und angewandte Morphologie u. Systematik der Pflanzen mit besonderer Rücksicht bearbeitet von Dr. Carl Müller, Assistenten am Eine Einführung in die allgemeine Zu beziehen durch jede Buchhandlung. Medicinalflora. Verlag von Julius Springer in Berlin N. königlichen landwirthschaftlichen Hochschule Preis M. 8,— ; in Leinwand gebd. M. 9,—. Selbststudium für Pharmaceuten, Mediciner und Studirende Soeben erschien: der Universitüt Uber die Osmundaceen und Schizaeaceen der J uraformation von M. Raciborski. (Mit Tafel I.) Gedruckt im April 4890. Die Farnflora des mesozoischen, speciell jurassischen Zeitalters ist wegen Mangels an gut erhaltenen Fructificationen wenig bekannt. Wir kennen zwar über hundert jurassische Farnarten, doch ist von denselben größtenteils nur die Gestalt der sterilen Blattspreite bekannt und in den wenigen Fällen, wo die Sori sichtbar sind, sind nicht immer die einzelnen Sporangien kenntlich. Deswegen müssen manche blos auf die Sorusgestalt basierte Gattungsbestimmungen als zweifelhaft betrachtet werden, so z. B. zahlreiche von O. Hrer und Anderen mit Asplenium L. und Thyrsopteris Knze. verglichene Arten. Unter solchen Umständen ist die fossile Flora der feuerfesten Thone der Krakauer Umgebung insofern sehr interessant, als dieselbe einerseits an Arten und Exemplaren sehr reich ist, andererseits viele gut erhaltene Abdrücke von Sporangien tragenden Farnen enthält. Die erwühnten Thone sind von Sanden und Sandsteinen bedeckt, die ihrerseits unter den infolge ihres Cephalopodenreichtums wohlbekannten Baliner Oolithen liegen. In den Oolithen sind nach den Untersuchungen M. Neymayr’s u. A. die Faunen mehrerer Zonen des oberen braunen Jura vertreten (obere Bath- und Callovienfauna). Die Sande enthalten keine Petre- fakten, in den Sandsteinen sind die Ammoniten selten, doch ist mir von denselben ein fuBbreiter Macrocephalites sp. bekannt. Unter den feuerfesten Thonen befinden sich versteinerungslose Sande und weiter Muschelkalk oder mitteltriassische Dolomitschichten. . Besser als durch die angegebene Lage wird das Alter der feuerfesten Thone durch die in denselben erhaltene reiche Flora von ausgepriigt jurassi- schem Charakter bestimmt. Dieselbe besitzt neben vielen aus dem engli- schen Bath bekannten Arten andere, die bisher nur aus ülteren Schichten, nämlich aus der rhätischen und der Liasformation bekannt waren, z. B. zahl- reiche Exemplare von Schizoneura hoerensis (His.) Schimp., Thinnfeldia Botanische Jahrbücher. XIII. Bd. 1 9 M. Raciborski, rhomboidalis Etth. u. a.; darnach scheint diese Flora etwas älter zu sein als die englische Flora von Searborough, jünger aber als die unterliassische wenig bekannte Flora von Steyerdorf im Banate. Über die Erhaltungsweise dieser fossilen Reste lässt sich im allgemeinen folgendes angeben. An manchen Localitäten ist die Blattlamina verkohlt und schwarz, für mikroskopische Epidermisuntersuchung nach Maceration in der Scnurze’schen Mischung zugänglich. Unter solchen Exemplaren habe ich viele Cycadeen, aber nur wenige Sporophylle von Filieineen gefunden (60- nalosorus Nathorstii n. sp., Microdictyon Woodiardii Leckenby sp., Gleichenia hostafinskii n. sp., Dictyophyllum cracoviense n. sp.). An anderen Stellen ist die Blattsubstanz durch Verwesung bis auf wenige Kohlenspuren verschwun- den. Findet sich dann als Inerustationsmittel weicher, sandloser Thon, so sind auf der Platte und Gegenplatte viele Einzelheiten der Oberflächen- sculptur sichtbar, besonders wenn man den Abdruck im auffallenden Lichte unter dem Mikroskop beobachtet. Man kann z. B. in einigen Fällen die Ge- stalt und Lage der Zellen des Sporangiumringes erkennen und dieser Um- stand ermüglichte mir eine genauere l'amilienbestimmung dieser interessan- ten Flora, welche unter anderen auch Repräsentanten der Osmundaceen und Schizaeaceen besitzt. Die Osmundaceen. In Grojee bei Krakau findet man nicht selten Sporophylle, welche ich Osmunda Slurii nenne. Obwohl dieselben recht háufig vorkommen, so konnte ieh doch auf keinem einzigen Exemplar den Zusammenhang steriler und fertiler Blätter erkennen, vielleicht weil beide von einander getrennt waren, wie dies auch bei manchen recenten Formen (Osmunda cinnamomea L.) der Fall ist. Die sterile Form unserer Osmunda ist unter den in Grojec zahlreich vertretenen Cladophlebis-Arten zu suchen, in deren Gesellschaft die Sporophylle ausschließlich gefunden werden. Es sind dies folgende neun sterile Species: Cl. whitbyensis Brongn., Cl. recentior Phill. sp., Cl. solida n. sp., Cl. aurita n. sp., Cl. insignis L. & H., Cl. denti- culata Brongn., Cl. Huttoniana, Cl. Bartoneci Stur sp., Cl. subalata n. sp. Manche von diesen Farnen besitzen eine den recenten Osmundaceen ähn- liche Blattspreite, es ist z. B. die Cl. denticulata Brongn. der Todea barbara Moore sehr ähnlich. Die Sporophylle der Osmunda Sturii sind doppelt ge- fiedert, die Mittelspindel bis 4 m dick, ohne Haare, oben mit einer deutlichen Rinne versehen. Die wechselstehenden Abschnitte sind abstehend, nach oben gerichtet, fast cylindrisch, bis 10 m lang, 1—2 m dick, dicht mit Spo- rangien besetzt. Von oben erscheinen die Sporangien dicht gedrängt, ein- ander berührend, sodass ihre Anheftungsweise nicht zum Vorschein kommt. Doch kann man an manchen Abdrücken sehen, dass die Sporangien zu meh- reren von einigen Randpunkten des reducierten Blättchens hervorwachsen. Die Sporangien sind birnförmig, 0,5—0,7 m lang, länger als breit, am Fuß bis 0,1 m dick, mit bloßem Auge zu unterscheiden. Die Structur der Spo- 'angiumwand wird erst unter dem Mikroskope bei schwachen Vergrößerungen Uber die Osmundaceen und Schizaeaceen der Juraformation. 3 im auffallenden Lichte sichtbar. Die Zellen der Sporangiumwand sind un- gleich groß und von verschiedener Gestalt. An der Rückseite jedes Sporan- giums, nicht weit unter dem Scheitel, sieht man einige nebeneinander trans-- versal gelegene, kleine, nach oben convergierende Zellen. Diese Zellen stellen den rudimentiren transversalen Ring des Osmundaceensporangiums dar. Die Zellen, welche den Ring mit dem SporangiumfuB verbinden, sind klein, etwas verlängert; noch mehr verlängert sind die über dem Ringe lie- genden Zellen, sowie auch diejenigen, welche an der entgegengesetzten Bauch- seite eine schmale Zone, das Stomium, bilden. Die übrigen und besonders die apicalen Seitenzellen sind von ansehnlicher Größe, isodiametrisch , po- lygonal, bis 120 u breit. Geiffnete Sporangien erscheinen in den Ab- drücken, von der Bauch- oder der Dorsalseite gesehen, am Gipfel herzförmig ausgeschnitten, zweiklappig, durch einen vertiealen Lüngsriss über den Scheitel und die ganze Bauchseite zerrissen. Die constatierte zweiklappige verticale Scheitel- und Ventraldehiscenz unterscheidet unseren Farn von ähnlichen Angiopteris-Sporangien, die sich mit einem verticalen Ventralrisse öffnen. Das wichtigere Unterscheidungsmerkmal, die Einschichtigkeit der Sporangiumwand, kann an Abdrücken selbstverständlich nicht constatiert werden. | Den beschriebenen Kennzeichen gemäß kann man, wie ich glaube, unsere Pflanze nur für eine Osmundacee halten. In dem feuerfesten Thone habe ich aber noch vier andere Sporangien tragende Osmundaceen gesam- melt, die nicht so häufig als Osmunda Sturii vorkommen. Es sind Osmunda sp., der O. Sturi ähnlich, O. microcarpa n. sp., Todea Williamsonis Brongn. sp. und Todea princeps Presl sp. Von der als Osmunda sp. bezeichneten Species besitze ich nur ein Gipfel- fragment des Sporophylls, welches sich von der vorigen Species durch ihre breiteren, aber kurzen, mehr abstehenden Segmente unterscheidet. Ob es sich wirklich um eine besondere Art handelt, oder aber vielleicht nur um eine individuelle Abänderung, kann bei der Unvollständigkeit meines Materiales nicht entschieden werden. Eine distincte Species stellt Osmunda microcarpa dar, welche jedoch im feuerfesten Thon sehr selten und nicht sehr gut abgedrückt vorkommt. Die Sporophylle (oder primäre Segmente eines doppelt gefiederten Sporo- phylls) sind sehr schmal, bis 6 m breit, die Segmente bis 4 m lang, 0,75 m breit, sehr dicht beisammenstehend, einander mit den Rändern berührend. Die Sporangien, welche mit zweiklappiger Dehiscenz zerreißen, sind oblong, klein, bis 250 u lang, 180 u breit, also um die Hälfte kleiner als bei den zwei oben beschriebenen fossilen Arten und allen recenten, die ich unter- suchen konnte. Leider ist an den wenigen Abdriicken das Zellnetz der Sporangienmembran nur sehr unvollkommen zu sehen. Von Osmundaceen sind bisher nur wenige fossile Arten beschrieben worden und es giebt darunter auch Species, deren Osmundaceencharakter 1* 4 M. Raciborski, noch festzustellen wäre. Wenn Srernpera vor langer Zeit manche carboni- sche Neuropteris als Osmundaceen betrachtete, so war das eine Auffassung, die leider ganz unbegründet geblieben ist. Mit mehr Wahrscheinlichkeit gehören hierzu die beiden obercretacischen Arten Grönlands, welche O. Herr als Osmunda Oberbergiana und O. petiolata nach sehr unvollständigen Exem- plaren beschrieben hat. Die Sporophylle der ersteren von diesen Arten bil- den »eine gedrüngte Ahre, die Sporangien stehen in zwei Zeilen, haben einen Durchmesser von A m; einige scheinen oben ein kleines Wärzchen zu be- sitzen« (O. Herr, Kreideflora der arktischen Zone, p. 57). Wegen des Sporangienbaues hat man in den letzten Jahren zwei fossile Jurassische Farnarten als Todea bestimmt. B. HENavLT erkannte in der Alethopteris australis Morris aus Queensland und Tasmanien eine Todea (Comptes rendus 1883; Cours de botanique fossile, Année III, 1883, p. 84, Tab. 14); A. Scuenk (Die während der Reise des Grafen Szechenyi in China gesammelten fossilen Pflanzen, 1884, p. 168, Tab. 15, Fig. 3) bildet die Sporangien des Acrostichites Williamsonis Brongn. ab, welche er ebenfalls als Todea erkannte. Nach den Zeichnungen von Scnexk könnte man aber die Art für eine Schizaeacee halten, man sieht nämlich einen vollständigen, von radial gestellten Zellen gebildeten Ring, gien als apical gezeichnet ist, an anderen dorsal zu sein scheint. Von der- selben besitze ich aber aus den Krakauer feuerfesten Thonen Exemplare, die sich nur durch ihre etwas kleineren Blüttchen von den englischen Exem- plaren unterscheiden und den Osmundaceencharakter der Art vollständig beweisen. Die Sporangien stehen so dicht beisammen an der Unterfläche der Blüttehen, dass ihre Anheftungsstelle gar nicht zu sehen ist, sie sind oblong oder fast kugelig, bis 530 y lang, bis 410 y breit, ihr Zellennetz und die Dehiscenz sind der von Osmunda Sturii ganz ühnlich, an einigen noch nicht geüffneten kann man die schmale verticale Zone von 2—3 Reihen schmaler verlüngerter Zellen (das Stomium) ganz genau sehen. Eine andere Todea aus dem feuerfesten Thone ist der Sphenopteris prin- ceps Presl so ähnlich, dass ich sie T. princeps Presl nenne. Die Blättchen sind verlängert und erinnern vielmehr an die echte Form der rhätischen Forma- tion als an die jüngere Sphenopteris modesta Leckenby aus dem braunen Jura Englands. Nach den Untersuchungen A. G. Narnorsr's sind die heiden Formen identisch. Die Sporangien stehen dicht an der Unterfläche der Blätt- chen; man kann genau sehen, dass sie an den secundiiren Nerven hervor- wachsen. Sie sind kurz gestielt, birnförmig, wenig länger als breit, mit einem unvollstindigen transversalen Ringe versehen, bis 250 y lang, bis 200 p breit, also kleiner als bei recenten Arten und gleichgroß als bei Os- munda microcarpa aus denselben Schichten. Die Schizaeaceen. Pecopteris exilis Phill. wurde schon von PuiLLIPs (Geology of Yorkshire, T, p. 119, Tab. 8, Fig. 16) nach fructificierenden Exemplaren abgebildet, später haben auch Lixprey und Hurron (The fossil welcher an manchen Sporan- Uber die Osmundaceen und Schizaeaceen der Juraformation. 5 flora of Great Britain, Vol. IH, p. 17, Tab. 158) ebenfalls Zeichnungen von Sporophyllen geliefert. Leider ist in diesen Zeichnungen die Fructification in der Weise angedeutet, dass man nicht einmal wissen kann, ob es sich um einzelne Sporangien oder aber um Sporangienhäufchen handelt. Erst Bunsury hat in seiner gründlichen kleinen Abhandlung »On fossil plants from the Yorkshire coast« in: Quarterly Journ. Geol. Soc. Vol. V, p. 118, Tab. 13, Fig. 5 die Fructification dieser Pecopteris ganz genau beschrieben, ein Spo- rangien tragendes Blattsegment vergrößert abgebildet und dabei die Meinung geäußert, dieser Farn stehe unter den lebenden der Aneimia und Mohria am nächsten. Bunsury’s interessante Entdeckung ist fast unberücksichtigt geblieben. Zino (Flora foss. oolithica, Vol. I, p. 444—145) citiert zwar seine Worte, lässt aber den Farn in Verbindung mit andern Pecopterideen ; von Scnmper (Traité paléon. vég., Vol. I, p. 536) wird die Entdeckung Bun- pury’s nicht erwähnt, dafür aber eine Ähnlichkeit der Sporangien tragenden Pec. exilis mit Aspidium hervorgehoben, später (Zırrer’s Handbuch, Vol. I, p. 86) wird bei der Besprechung fossiler Schizaeaceen Pecopteris exilis nicht berücksichtigt. Erst vom Grafen zu Sorns-Laupacn wird in der vortrefflichen »Einleitung in die Phytopaläontologie«, p. 152 die Fructification dieser Art erwähnt und »eine Nachuntersuchung des Originalexemplares empfohlen «. In Grojec kommt Pecopteris exilis Phillips in zahlreichen Sporophyllen vor. An einigen Stellen ist der untere sandige Teil der pflanzenführenden Schicht fast allein von ihr erfüllt. Die Blättchen stimmen in Gestalt, Größe und Nervation mit den Zeichnungen von Dn ts, Linptey & Hurron und Buxsury gänzlich überein und Abdrücke der Sori im weichen Thone zeigen gewühnlieh den apicalen Ring der Sporangien so deutlich abgedrückt, dass man in unserem Farn sogleich eine Schizaeacee erkennen kann. Die Richtig- keit der Beobachtung von Buxnvny wird durch diese Exemplare vollkommen bewiesen, und da dieselben wohl besser als die englischen von Redcliffe erhalten sind, so mag hier die folgende genauere Beschreibung dieser älte- sten erkannten Schizaeacee, der ich den Gattungsnamen Alukia gebe, Platz finden. Die Blätter waren sehr groß, jedenfalls über 4 m. lang, dreifach oder sogar vierfach gefiedert. Die Mittelspindel bis 12 cm dick, oben platt, unten deutlich gekielt. Die Segmente zweiter Ordnung waren lanzettlich, bis 20 em lang, 60 cm breit, Segmente dritter Ordnung verlängert lanzettlich bis 40 m lang, 8 m breit. Die Blättchen waren gedrängt, mit ihrer ganzen Basis sitzend, 3,5—4,5 m lang, 1,5—2 m breit, gleichbreit, am Gipfel abgerundet und stumpf, ganzrandig, ziemlich abstehend. Der Mittelnerv deutlich, die secundären in der unteren Blättchenhälfte gegabelt, näher dem Blättchen- gipfel einfach, alle abstehend, den Rand erreichend. Die Sporangien stehen auf beiden Seiten des Mediannerven einzeilig, ziemlich dicht beisammen, auf größeren Blättchen findet man bis sechs Sporangien in einer Reihe, auf kleineren entsprechend weniger. Die 6 M. Raciborski, Befestigungsstelle einzelner Sporangien, so wie auch die Befestigungsweise derselben ist nicht mehr deutlich zu sehen, immer liegen die Sporangien an den, den Gabelungsstellen der Secundärnerven entsprechenden Stellen, Die einzelnen Sporangien sind eifórmig, etwa 0,5 m lang, 0,35 m breit, ihrer Liingsrichtung nach aufrecht. abstehend, an dem dünneren unteren, dem Mittelnerven zugewendeten Ende mit einem deutlichen, vollständigen, api- calen Ringe versehen. Die Spuren der großen (bis 130 v langen, bis 40 y. breiten) Ringzellen sind sehr deutlich und fast in allen Abdrücken mehr oder weniger gut sichtbar. Die Zahl derselben in einem Ringe betriigt 14 bis 20; sie sind bis 130 u lang, etwa 40 p breit, verlängert viereckig, nach dem Gipfelpunkte des Sporangiums convergierend. Andere Zellen derSporangien- membran sind nicht immer sichtbar, viel kleiner, unregelmäßig polygonal. Der Lüngsriss der reifen Sporangien ist an allen Abdrücken als eine gerade und erhabene, in der Mitte des apicalen, turbanartigen Ringes beginnende, bis zum anderen Ende des Sporangiums verlaufende Leiste sichtbar. Kluhia exilis Phill. sp. hatte im mesozoischen Zeitalter einen sehr eroBen Verbreitungsbezirk, ist aber nirgends in so zahlreichen Exemplaren wie in Grojee gefunden worden. Außer der Yorkküste in England ist sie vom Cap Boheman in Spitzbergen bekannt, von wo O. Heer (Beiträge zur foss. Flora Spitzbergens p. 29) ein sehr kleines Fragment abgebildet hat; sie wird auch durch Herrn Yokonawa unter den japanesischen Jurapflanzen aufgeführt. Ich glaube, dass man auch die Pecopteris recta Schmalhausen vom kusneskbasin im Altaigebirge als synonym unserer Species zu betrach- ten hat. Aus dem unteren Lias von Steyerdorf im Banate ist eine vielleicht nahe verwandte (nur steril bekannte) Species Cyatheites decurrens Andrae bekannt, die ich auch von Grojee besitze, aber wegen Mangels von Sporangien als Pecopleris zwischen die »Filices incertae sedis« versetze. Neben der gewöhnlichen Form der Alukia exilis Phill. sp. habe ich in meiner Sammlung von Grojee noch eine Varietas parvifolia unterschieden, welche sich von der Hauptform zwar wenig, aber constant dureh etwas schmälere Blättehen unterscheidet. Dieselben sind 2—3 m lang, doch nicht über 4 m breit, auch am unteren Blattteile nieht breiter. Kine andere Species der Gattung Alukia besitze ich von demselben Fundort zwar in wenigen, aber deutlich fructificierenden Exemplaren. Die sterilen Blatter sind mir nicht bekannt, doch irre ich vielleicht nicht, wenn ich diese Art fiir identisch mit Pecopteris Phillipsii Brongniart aus Cayton bei Scarborough halte. Von der Bronentart’schen Species wurde nur die sterile Blattspreite abgebildet, mit dieser Abbildung stimmen die Grojecer Exemplare in Form und Größe ebenso des ganzen Blattes, als auch der Blüttehen sehr gut überein. Von Alukia eailis Phill. unterscheidet sich die K. Phillipsü Brongn. sp. leicht durch die längeren mehr abstehenden Blättchen, und die viel zahlreicheren Sporangien. In einer Reihe neben dem Mittel- nerven stehen dicht beisammen 8—12 Sporangien, an welchen der api- Uber die Osmundaceen und Schizaeaceen der Juraformation, 7 cale, vollständige Ring, sowie der ganze Längsriss deutlich zu sehen sind. Dic Sporangien stehen so dicht, dass die Seeundärnerven verdeckt bleiben; die Nervation der Blätter ist mir also unbekannt geblieben und die Identität unserer Art mit der von BroxGxiarr beschriebenen kann nicht festgestellt werden. Zu der Gattung Alukia gehört zweifellos noch eine dritte Art von Grojec, welche in ihren unteren Blattteilen mit Pecopteris acutifolia Lindley & Hutton übereinstimmt. Die Blättehen des Gipfels der Blattspreite erinnern bei dieser Alukia acutifolia L. & H. sp. sehr an Sphenopleris serrata L. & H. An dem einzigen Sporophyll meiner Sammlung sind nur einige wenige Blattsegmente mit Sporangien versehen. Dieselben stehen in zwei Reihen an der Unter- seite der lanzettlichen Blättchen, sind aber nicht so gut erhalten wie bei den vorigen, in weicherem Thone vorkommenden Arten. Diese mesozoischen Alukia-Arten zeigen eine auffallende Ähnlichkeit im Bau der Sporangien und der Sporangiumringe mit recenten Schizaeaceen. Auch in der Größe der Sporangien unterscheiden sich die fossilen Arten von den lebenden nicht. Hervorzuheben ist aber die vollständige Gestalt- ähnlichkeit der sterilen und fertilen Blüttchen bei der Alukia, wie sie unter den lebenden Gattungen selbst bei Mohria nicht vorkommt, ferner die An- ordnung der Sporangien, welche ganz nackt stehen, bei Mohria Sw. aber von dem umgebogenen Blattrande teilweise bedeckt werden. Andere re- cente Schizaeaceen-Genera sind von Alukia noch mehr als die Mohria Sw. verschieden. In der Flora der Krakauer feuerfesten Thone haben wir nun die ältesten Schizaeaceen und Osmundaceen kennen gelernt. Die betreffenden Repräsen- tanten beider Familien erscheinen aber schon in einem so hohen Grade differenziert, dass wir wohl berechtigt sind, die Entstehung dieser Familien in ein früheres Zeitalter, als das der Krakauer feuerfesten Thone zu ver- legen und ist eine von den oben besprochenen Arten, die Todea princeps Presl sp. auch in rhätischen Ablagerungen vorhanden. In der schon ziem- lich gut bekannten Farnflora der Carbonzeit finden wir die erwähnten Familien noch nicht. Senftenbergia Corda und Renaultia Stur nähern sich im Baue ihrer Sporangien den erwähnten Familien, gehóren aber zu den Marattiaceae. Auch aus der reichen Farnflora des unteren Keupers, welche von Scuenk, lleer, und besonders von W. Fontaine und D. Srur studiert wurde, sind keine diesbezüglichen Reste bekannt geworden. Jedenfalls besitzt die jurassische Farnflora der feuerfesten Thone eine ganz andere, an die Jetztzeit mehr erinnernde Zusammensetzung, als die erwähnte des unteren. Keupers. Man vergleiche in dieser Beziehung das von Herrn Director D. Srur vor einigen Jahren veröffentlichte Verzeichnis der Farne der Lunzer und Raibler Schichten mit der Liste meiner Farnsammlung aus den Krakauer feuerfesten Thonen. 8 M, Raciborski, In den feuerfesten Thonen habe ich 52 Farnspecies gefunden, mehrere mir nur in Bruchstücken bekannte nicht mitgerechnet, darunter 97 fructifi- cierende, 25 sterile. Bei einem Teile der fructificierenden Farne ist die Frue- lification so ungenügend erhalten, dass eine Familienbestimmung nicht mög- lich erscheint, so bei Thinnfeldia rhomboidalis Ett. und drei Ctenis species. Unter den übrigbleibenden findet sich nur eineeinzige Marattiacee: Danaea microphylla n. sp. an Taeniopteris parvula Neer erinnernd, von den Os- mundaceen die drei oben beschriebenen Osmunda- und zwei Todea-Arten, von Schizaeaceen drei Alukia-Arten, von Cyatheaceen sieben Arten, von Matonien {Sporangienhäufchen aus wenigen in bestimmter Zahl vorkommenden Sporangien zusammengesetzt, Ring schief, Receptakel vor- handen), Microdictyon Woodwardii und zwei Laccopteris-Arten (eine steril), von Gleicheniaceen eine einzige, Gleichenia Boslafinskii mit gabelig verzweigten Blättern, in dem Gabelungswinkel sitzender langer Knospe mit gut erhaltenen Sporangien zu 3—6 in einem Sorus, von P rotopoly- podiaceen (Sporangienhäufchen nackt, ohne Receptakel, Sporangien mit schiefem Ringe, wenige in einem Sorus) cin fructificierendes Dictyophyllum, ein anderes steril, zwei fragliche IH ymenophyllaceen mit langen eylin- drischen Sorusindusien sind jedoch nicht in so feinem Thone erhalten, dass die Receptakel oder Sporangienringe erkannt werden kónnten, und ist des- wegen nicht ausgeschlossen, dass es sich um eine Eudavallia handelt, endlich eine einzige aber sehr häufige Davallia Saportana von den Poly- podiaceen. Die Farnflora der obertriassischen Lunzer Schichten mit ihren 30 Arten zeigt eine ganz andere Zusammensetzung. Zwischen den beiden Floren finden wir einen überraschenden Unterschied; während in den Lunzer Schichten die Marattiaceen 70 % der gesamten Farnflora ausmachen, erinnert die Flora der Krakauer feuerfesten Thone in ihrer Zusammen- setzung (4% Maraltiaceae, 20 4; Osmundaceae, 19 % Schizaeaceae, 28 % Cyatheaceae, 12% Matonieae, 4 % Gleicheniaceae, 8% Protopolypodiaceae, 8 % Hymenophyllaceae?, & % Polypodiaceae) vielmehr an die jetzigen Ver- hältnisse der Tropengegenden. Während aber in der Jetztzeit die Poly- podiaceen den größten Procentsatz der Farnarten ausmachen, treten in der jurassischen Formation die Osmundaceae und die Cyatheaceae mit den ver- wandten Familien (Matonieae, Protopolypodiaceae) in den Vordergrund, in fast so hohem Grade wie die Marattiaceae in der Carbonzeit. IK: SC ENTM ui ube E Pk OT VIRO A AA Ae ui m E le AE un Uber die Osmundaceen und Schizaeaceen der Juraformation, 9 Erläuterung der Tafel I. Fig. 1—5. Osmunda Sturii. . Fig. 1, 3. Abdrücke der Sporophylle in nat. Gr.; Fig. 2. Sporangienhäufchen 2/,; Fig. 4. Abdruck eines Sporangiums von vorne 65/, ; Fig. 5. Abdruck eines Sporangiums von der Dorsalseite gesehen 6/1. Fig. 6. O. microcarpa. Sporophyll nat. Gr. Fig. 7—10. Todea Williamsonii. Fig. 8. Abdruck der Unterseite eines Sporangien tragen- den Blüttchens 4/,; Fig. 8 nat. Gr. Fig. 9. Abdruck eines ungeöffneten Spo- rangiums von vorn und von der Seite ®/,; Fig. 40. Ein verkohltes Sporan- gium von oben und hinten ®/,. Fig. 4114—15. Todea princeps Presl. Fig. 44. Ein Blättchen; Fig. 42. Anordnung der Sporangien an den Secundärnerven, Fig, 13—15 Sporangienabdrücke in drei verschiedenen Lagen "oi, Fig. 16, Klukia Phillipsii 6/1. Fig. 17—19. Klukiaewilis, Vig.47. Sporangientragende Blättchen vergrößert ui: Fig. 48. Sterile Blattchen nat. Gr. Fig. 49, Fertile Blüttchen nat, Gr, Euphorbia Berthelotii €. Bolle. D. Christ, Basel. (Gedruckt im April 1890.) Die erste Kunde dieser seltenen und bisher so gut als unbekannt ge- bliebenen Baum-Wolfsmilch giebt C. Borte in seiner trefflichen Arbeit: Die canarischen Inseln (Zeitschrift für allgem. Erdkunde, neue Folge, Bd. XII, 1862, S. 234) bei Anlass der Schilderung der Insel Gomera, der einzigen Fundstätte unserer Pflanze. Er sagt: » Die nüchste Umgebung der Stadt S. Sebastian ist aufs sorgfaltigste angebaut, nur die der Cultur durch Steilheit und felsige Beschaffenheit sich entziehenden Lehnen be- kleidet noch Buschwald von arborescierenden Echien (Echium aculateum Poir.) und Tabayben (canarischer Name für die Baumeuphorbien), von letzteren eine noch un- beschriebene hüchst merkwürdige Species, welche, geselligen Wuchses, auf jedes nicht an sie gewóhnte Auge den Eindruck von etwas hóchst Exotischem hervorbringen muss. Das etwa mannshohe Báumchen niimlich wólbt, fast breiter als hoch, seine candelaber- artige Krone über dem Sockel eines kurzen, am Grunde unmäßig verdickten und dabei geringelten Stammes. Wie die meisten seiner Stammesgenossen von giftigem Milchsaft strotzend und deswegen gefürchtet, ja sogar frisch ungern berührt, starrt es, im Herbst vollkommen blattlos, mit sparrigen, aschgrau gerindeten Zweigen, deren obere Enden angeschwollen und blutrot gefürbt sind, in die Lüfte, dem Beobachter ein Erstaunen darüber abnütigend, wie ein derartig auffallendes Gewiichs solange dem Spüherblick der Wissenschaft verborgen bleiben konnte, Sobald dasselbe übrigens sich belaubt und zu blühen anfängt, verliert es viel von der Fremdartigkeit seiner Er- scheinung. Ich nenne es meinem teuren Freunde BERTHELOT zu Ehren Euphorbia Berthelotii, Als eine der würmsten Pflanzen der Insel reicht es von den Falaisen des Ufers an, wo es sich mit dem Cardon (Euphorbia canariensis L.) verschwistert, nicht gar weit Barranco-aufwärts, sondern räumt bald der es ablósenden viel hóhern und schlankern Tabayba salvaje (Euphorbia obtusifolia Poir.) das Feld. In dem binnen kurzem zu er- wartenden Bande des De Candollischen Prodromus, welcher die Euphorbiaceen ent- halten soll, wird eine Diagnose dieser Tabayba geliefert werden.« In der That giebt Botsster in dem 1862 erschienenen Bande des Pro- dromus unter No. 425 diese Diagnose, aber als Species imperfecte nota ex auctoritate C, L. Borre, aber sie erstreckt sich nur auf Stamm, Zweige und Blütter; die Blütenteile und die Frucht sind dem Entdecker also wohl un- bekannt geblieben. Es wird blos gesagt: umbellae radiis 6—10 bifidis, in- florescentia eam E. Regis Jubae referens. Leider war es mir versagt, auf meiner canarischen Reise 1884 die Go- mera zu besuchen, und alle meine vielfachen Bitten an Reisende und Ein- Euphorbia Berthelotii C, Bolle. 11 heimische, dies merkwürdige Gewächs im Blüten- und Fruchtstande einzu- sammeln, blieben erfolglos, bis endlich Prof. Dr. O. Simony auf seinem zweiten, so resultatreichen Besuch des canarischen Archipels 1889, die Güte hatte, nicht nur Zweige der Pflanze mitzubringen, sondern auch eine wunderbar schüne Photographie des obern Barranco de 8. Sebastian mit einem lichten Bestande dieser Wolfsmilch aufzunehmen. Das Bild ist vom 13. September und zeigt die Bäumchen gänzlich blattlos. Der Stamm ist kurz, dick; von der Ringelung der Rinde, die Botte schildert, ist — wohl wegen der Ent- fernung des Bildes vom Augenpunkt oder weil diese Erscheinung nicht allge- mein ist — nichts wahrzunehmen. Die Verästung ist sparrig, vom dicken obern Stammende abstehend, eher sparsam und locker, die Krone fast ebenso breit als hoch. Die Ortsangabe des Hrn. Simony lautet: Häufig im mittleren und obern Teil des Barranco de la villa (de S. Sebastian) und zu beiden Seiten der Gehänge des Barranco de los Balos (Balo ist die Plocama pendula Ait, eine strauchige Rubiacee vom Aussehen einer hängenden Casuarina), in einigen Exemplaren auch auf dem Gipfelplateau der Fortaleza 1215 m. Nach den Exemplaren Smony’s ergänze ich die Diagnose des Prodromus wie folgt (die Zusätze sind mit gesperrter Schrift gedruckt). Arbuseula 5—7 pedalis glabra trunco brevi crasso conico, ramis patenti- bus, angulo obtusissimo dichotomis, cinereis apice lev i ter incrassatis rubes- centibus comam diametro 5—6 pedalem laxam formantibus, post anthesin aphyllis, cicatricosis, foliis ad apicem rami dense rosulatis, nu- mero 45 ad 92, sessilibus lanceolato-linearibus basi lata insi- dentibus bipollicaribus 5—6 lineas latis, basi apiceque attenuatis, mar- vine leviter curvato-involutis nee planis, obtusis, apice retusis, glaucescenti-viridibus subtus pallidioribus, autumno deciduis; umbellae radiis 6—10, 2 ad 3 pollices longis, bifidis, foliis umbellaribus ovato-oblongis acuminatis pollicaribus, aut 11/, pollicaribus, floralibus binis, inferioribus late ovato-rotundatis acumi- natis 2, pollicem longis paulum angustioribus, superioribus involuero aequantibus late ovatis 4 lineas longis mucronu- latis, omnibus glaberrimis, flavicantibus. Involucro bre- viter pedunculato glabro campanulato 2!/; lineas longo, lobis ovatis minimisintus albo-lanatis, glandulis truncato-retu- sis vix cornutis, stylis 9 lineas longis basi fere ad medium coalitis egregie bifidis non incrassatis, germine parvo lineam longo ovato; capsula matura pedunculata (pedunculo capsulae longitudine) obtusa globoso-trigona, angelis rotundatis pro- funde trisulcata, piso dimidio minore, subglabra sub lente levissime rimosa, valvis osseis crassis, semine ovato laevi sed opaco cinereo-fusco nigro-maculato, caruncula alba sub- conica obtusa. Aus dieser Beschreibung ergiebt sich nun, dass wir es mit einer 12 D. Christ. ungefähr zwischen Euphorbia Regis Jubae Webb und E. Tuckeyana Steud. in der Mitte stehenden Baum-Wolfsmileh zu thun haben, was von groBem Interesse ist, indem erstere Art den Canaren, die letztere den Gapverden ausschließlich zugehört, und sich nur im heißesten Teil der kleinen eana- rischen Inseln Gomera eine verbindende Form nachweisen lässt. Die FE. Regis Jubae hat anderen Wuchs: ihr Stamm ist schlank, an der Basis zwar 5—8 Zoll dick, aber in eine 44 Fuß und höher ansteigende, ovale, oben flache Krone von aufstrebenden, sehr zahlreichen, wirteligen, zuletzt dünnen Zweigen verästelt. Die Blätter sind nicht rosettenförmig am Ende der Zweige gehäuft, sondern bekleiden sie in längerer Spirale abwärts; sie sind flach, lineal und bedeutend schmaler. Die Dolde hat in der Regel weniger (6—7) Strahlen, und die folia floralia sind doppelt kleiner als bei E. Berthelotii, was habituell sehr ins Gewicht fällt. Die Involueren sind um die Hälfte kleiner, die Griffel tiefer herunter frei, die Gabelteilung der Griffelenden viel schwächer. Die Kapsel ist im Verhältnis zur Höhe breiter, die Samen sind rauh. E. Tuckeyana dagegen ist eine 6—8 Fuß hohe, von unten verzweigte Strauchform von 3—4 Zoll Stammdicke; sie hat noch größere und breitere Blätter als E. Berthelotii, die aber flach und nicht rosettenartig zusammen- gedrängt sind; die Dolde ist blos 4—5strahlig, die Stützblätter der Dolde sind groß und fast so lang als die Strahlen, die folia floralia so groß als bei E. Berlhelotii und daher der Habitus sehr ähnlich; die Samen ebenfalls glatt. Von beiden Arten unterscheidet sich E. Bertheloti sehr namhaft durch den günzlichen Laubfall nach der Ausbildung der Blüte und Frucht und gleicht hierin der E. dendroides des Mittelmeeres. Als physiognomisch sehr hervortretende Vertreter der altafrika- nischen und altoceanischen Flora sind die baumartigen Wolfsmilche der atlantischen Inseln hüchst beachtenswert. Sie zerfallen in 3 Gruppen (siehe Band IX, 1887, S. 105 dieser Zeit- schrift): 1. Cactiforme (Sect. Diacanthium Boiss.). Dahin gehürt E. canariensis L., die den Canaren eigen und daselbst in der heißen Küstenzone durch Masse und Anzahl dominierend ist: einer der größten Repräsentanten der in Capland, in Abessinien, Arabien und Vorder- indien verbreiteten blattlosen, kantigen und dornigen Säulen- und Cande- laberform der cactusartigen Euphorbien. Räumlieh am nächsten kommen schon im südwestlichen Maroeco mehrere ähnliche, aber nicht so große Arten vor: nämlich E. resinifera Berg. Schm., E. Beaumieriana Coss. und eine dritte von Cosson beschriebene Species (Hooker u. Barr, Marocco, 1878, S. 337). 2. Kleinia-fórmige (Sect. Tirucalli Boiss.). Dahin £. aphylla Brouss., eine niedrige Strauchform der heißesten Stellen von Teneriffa und Gomera, welche fleischige, stielrunde, wirtelig geglie- Euphorbia Berthelotii C, Bolle, 13 derte Zweige hat, die denen der canarischen und afrikanischen Kleinien durchaus gleichen, aber blos Blattnarben tragen, ohne je Blätter zu ent- wickeln. Am nächsten kommt ihr die von Drie und Zxmer in Capland ge- sammelte, viel kleinere, aber auch fleischige und fast blattlose E. spicata E. Meyer. 3. Diekzweigige, blatttragende Sträucher (Sect. Tithymalus Subsect. Pachycladae Boiss.). Diese Gruppe ist nach den Blütenteilen von den krautartigen Wolfs- milchen der Mittelmeer- und allgemeinen europäischen Flora nicht wesent- lich verschieden, aber dureh den strauchigen bis baumartigen Wuchs mit corallenartig regelmäBiger, wirteliger Verzweigung, die glatten mit Blatt- narben besetzten Zweige und die gegen deren Ende gehäuften, zuweilen Rosettenform zeigenden Blätter, endlich die oft sehr entwickelten und ge- färbten folia floralia habituell sehr abweichend und die Physiognomie der Gegend bestimmend. Sie haben in der afrikanischen Flora keine Analogie, wohl aber in der oceanischen Flora von Java bis Norfolk, wo E. plumieri- oides Teysm. und norfolkica Boiss. eine sehr ühnliche Gestalt zeigen. Diese Gruppe besteht aus folgenden Gliedern : E. mellifera Ait., eine eigentliche Baumform mit großen oleanderartigen Blüttern und gewaltigen, rispenartigen, verlüngerten Blütenstünden, die auf den Bergen von Madeira nicht selten ist und auch auf Palma und Tenerife nachgewiesen wurde, wo sie in einer Form mit kleineren Organen (v. cana- riensis Boiss.) Bäume bis zu 30 Fuß Höhe bildet. Nahe verwandt ist E. stygiana Watson, die sich durch kleinere Blätter und stärkere Pubescenz unterscheiden lässt. Sie bewohnt die Crater der Azoren. Die folgenden Arten zeigen einen doldigen Blütenstand und kleinere, meist lineale oder schmallanzettförmige Blätter. Die auffallendste ist die E. atropurpurea Brouss. von S. Tenerife, ein diekgliederiger Strauch mit großen Dolden , deren folia floralia durch dun- kelpurpurne Farbe sich auszeichnen, Die ühnliche, ebenfalls S. Tenerifische E. Bourgaeana J, Gay hat citrongelbe Blütenstützblätter. An diese schlieBen sich die mit ebenfalls ansehnlichen Hüllen versehe- nen E. Tuckeyana Steud. der Capverden und E. Berthelotii Bolle der Gomera. Sehr ühnlich unter einander sind 4 schmalblättrige und in ihrer Inflores- cenz den krautartigen Mittelmeerarten am nächsten stehende Arten: E. Regis Jubae Webb auf den Canaren die gemeinste, und ganzen Thilern den grünen Anflug verleihende, hohe Strauchform, E. piscatoria Ait. von Madeira, E. obtusifolia Poir. der Canaren, und E. dendroides L. der Mittelmeerzone von Catalonien über die Riviera di Ponente, die Inseln, den Argentario und das littorale Algerien. Letztere Pflanze, die einen mannshohen, sehr stattlichen, im Herbst ausschlagenden, im Mirz blühenden, im Mai fructificierenden, aber im Sommer blattlos dastehenden, gerundeten, stammlosen Strauch bildet, 14 D. Christ. Euphorbia Berthelotii €. Bolle. gehört ganz zu der insularen und altoceanischen Wolfsmilehgruppe, was nicht verwundern kann, da noeh mehrere andere Arten des Mittelmeer- beckens sowohl altafrikanischen als altoeeanischen Ursprungs sind (Davallia canariensis, Aeonium arboreum (L.), dem eanarischen Subgenus Aeonium von Sempervivum angehürig, Callitris quadrivalvis Vent., mit den Widdringtoniae des Caplandes und Madagaskars verwandt, etc.) Zuletzt noch eine Art mit einblütiger Inflorescenz, mit einem einzigen terminalen Involuerum und besonders kurzen Blättern. Dies ist E. balsa- mifera Ait., ein niedriger, nur selten hoher, hóchst gedrungener Strauch der trockensten Teile der Canaren, und von allen anderen, sehr giftigen Arten durch einen unschädlichen Milchsaft ausgezeichnet. Die reiche Gliederung der Euphorbia-Form nach 3 ganz abweichenden Gruppen, innerhalb deren die doldentragende Gruppe in nicht weniger als 8 gut unterschiedene Arten sich spaltet, geben das Bild einer sehr vollstän- digen Erhaltung und weiteren Ausbildung einer sehr alten Pflanzenform an diesem äußersten, durch das Meer abgetrennten Randgebiet der alt- afrikanischen Flora. Ahnliche Beziehungen zu dieser Flora bietet die auf der entgegenge- setzten Seite des Continents liegende Insel Socotra, wie dies B. BALFOUR sehr schön nachgewiesen hat, Beiträge zur vergleichenden Anatomie der Epacridaceae und Ericaceae von F. Simon. [Mit Tafel IT.) Die Aufgabe der vorliegenden Arbeit ist, festzustellen, ob sich in dem anatomischen Bau der Epacridaceae und Ericaceae, im besonderen in dem ihrer Laubblätter, Züge einer Verwandtschaft auffinden lassen. Die Untersuchung konnte mit um so größerer Aussicht auf Erfolg unternommen werden, als die nahen Beziehungen zwischen beiden Familien schon darin zum Ausdruck gelangen, dass dieselben in allen Systemen neben einander gestellt oder zu der größeren Gruppe der Bicornes zusammengefasst worden sind, wie es Enpricner und Bıeurer gethan haben. Auch Pavert) hebt die Verwandtschaft beider Familien hervor und glaubt, dass ein erneutes Stu- dium der Epacridaceae die Gattung Epacris und nahe stehende Formen den Ericaceae als Unterabteilung einreihen werde. Der abweichenden Ansicht Braun's, dass die Epacridaceae von den Bicornes auszuschließen seien, wider- spricht Eıcnter?) und betont ausdrücklich die nahe Verwandtschaft zwischen beiden Familien: »Wäre nicht die eigentümliche Antherenstructur und -Dehiscenz, so könnte man sie (die Epacridaceae) geradezu mit den Ericaceae in ein und dieselbe Familie verschmelzen, mit denen sie ja auch habituell viel Gemeinsames haben«. I. Epacridaceae. 1. Hautsystem. Die Gestalt der Epidermiszellen ist nur in wenigen Fällen eine flach tafelförmige; meist zeigen sie auf dem Blattquerschnitt quadratische Form oder die Höhe der Zellen übertrifft ihre Breite. In der Flächenansicht weisen die Epidermiszellen der Blattoberseite alle Übergänge von der genau recht- ockigen Form (viele Dracophyllum) bis zur scharf ausgeprägten Spindelge- 1) J. B. Paver: Traité d'organogénie comparée de la fleur. Paris 4857, p. 575. 2) Eıcuter: Blütendiagramme, I. Teil, p. 339 u. 340. Leipzig 1875. 16 F. Simon. stalt auf; durch die große Länge ihrer Epidermiszellen im Verhältnis zu ihrer Breite fallen namentlich Cyathodes acerosa R. Br. und Conostephium pendulum Benth. auf; so fanden sich bei der erstgenannten Pflanze Zellen, die bei einer Länge von 212 y nur 16 p breit waren, ja bei der letzteren Art ergab eine Messung 456 p Länge und 20 y Breite. Der gewöhnlich linealen Gestalt der Blätter entsprechend sind die Zellen fast durchweg in der Lüngsrichtung des Blattes gestreckt; nur bei Dracophyllum muscoides Hook. f. haben sie isodiametrische Form. Auch die Neigung, sich in Lüngs- reihen zu stellen, hiingt wohl mit der Blattform zusammen ; besonders typisch ist die reihenférmige Anordnung über den Bastbelegen ausgebildet. Die Epidermiszellen der Blattunterseite entsprechen in ihrer Form fast stets denen der Oberseite, nur ist ihre Längsausdehnung meist geringer. Drei Aufgaben hat die Epidermis zu erfüllen!): ihre Hauptfunction ist der Schutz der unter ihr liegenden zarten Gewebe gegen übermäßige Ver- dunstung; alsdann dient sie mechanischen Zwecken und drittens ist sie als Wasserversorgungssystem für die assimilierenden Zellen von Bedeutung. Bei allen Pflanzen, welche stürkeren Schwankungen in Temperatur und Feuchtigkeit ausgesetzt sind, werden die Schutzeinrichtungen gegen verderbliche Wasserverluste in erster Linie zur Ausbildung gelangen; das Gewebe , welches vornehmlich diese Aufgabe zu erfüllen hat, ist bekannt- lich die Epidermis. Dieselbe erhilt eine sehr wesentliche Unterstützung dadurch, dass die meisten xerophilen Pflanzen ihre Verdunstungsoberfläche auf ein möglichst geringes Maß herabsetzen. Auch bei den Epacridaceae, die fast ausschließlich Bewohner des austra- lischen Festlandes und der umliegenden Inseln sind, zeigt sich eine der- artige Einwirkung des Klimas auf die Gestalt der Laubblätter, zumal da dieselben ausdauernd sind und somit den Anforderungen der trocknen Jahreszeit gewachsen sein müssen. Wir finden daher fast durchweg breite Blattspreiten vermieden und an ihrer Stelle schmal lineale oder lanzettliche Formen, häufig in eine scharfe Spitze auslaufend. Am weitesten geht die Reduetion der Blattfläche beiden nadelförmigen oder eylindrischen Blättern?), wie sie uns in vielen Gattungen entgegentreten. Die Blätter der auf Neusee- land und Tasmanien , also unter bedeutend günstigeren Bedingungen, ge- deihenden Arten sind gleichfalls schmal lineal; auch ihr anatomischer Bau, besonders die zuweilen sehr starke Oberhaut, lässt erkennen, dass sie Trok- kenheit und Hitze unbeschadet würden überdauern können. Im Gegensatz zu diesen schmalen Blattformen steht allein Trochocarpa laurina R. Br., deren ovale Blätter bei einer Länge von ungefähr 5—6 cm eine Breite von 3 em erreichen ; doch scheint die Pflanze einen Ersatz für diese ungünstigen 1) WESTERMAIER: Über Bau und Function des pflanzlichen Hautgewebesystems, PRINGSHEIWS Jahrbücher XIV. p. 45. 2) Tscmincu: Uber einige Beziehungen des anatomischen Baues der Assimilations- organe zu Klima und Standort, Linnaea IX. 4880—82. p.157 ff. fier Maggele Mée? Be dl, ui aa Beiträge zur vergleichenden Anatomie der Epacridaceae und Ericaceae. (dH Verhältnisse in der Stellung der Blätter zu finden, indem sich dieselben an den Enden der Zweige dicht zusammen drängen !), ein Verhalten, wie es Voıkens?) bei zahlreichen Wüstenpflanzen beobachtet hat. Auch sonst trägt die Stellung der Blätter viel zur Herabsetzung der Verdunstung bei: die Blätter von Lysinema elegans Sond. und vielen anderen Arten liegen mit ihrer etwas concaven Oberseite dem Stamme dicht an; zugleich wird ihr unterer Teil von dem tieferstehenden Blatte bedeckt, sodass also nur ein kleiner Teil der unteren Blattseite dem ungehinderten Zutritt von Luft und Licht ausgesetzt ist. Eine ähnliche Wirkung erzielen andere Pflanzen da- durch, dass ihre Blütter mit dem unteren breiten Teil den Stamm scheiden- artig umfassen, während der obere, frei in die Luft ragende Teil meist nadelartig ausgebildet ist. Dass durch diese Lage der Blätter zu einander und zum Stamm in der That eine Herabsetzung der Verdunstung erreicht wird, gelangt aueh in dem Bau der Epidermiszellen zum Ausdruck, worauf wir unten zurückkommen werden. Gehen wir nun auf den Bau der Epidermiszellen näher ein, so tritt uns zunächst fast überall eine starke Cuticula entgegen, die bei ihrer ge- ringen Durchlässigkeit für Gase am meisten zur Herabsetzung der Verdun- stung beiträgt. Einzelne Arten, welche durch ihr Vorkommen an feuchten und sumpfigen Orten besonderer Vorrichtungen gegen Wasserverlust ent- behren können, zeigen nur eine schwache Cutieula (2—3 u), wie Epacris paludosa R. Br., E. obtusifolia Smith, Leucopogon australis R. Br., Lysinema lasianthum R. Br.3); bei allen Formen dagegen, die unter ungünstigeren Verhältnissen gedeihen, nimmt die Dicke der Cuticula bedeutend zu und erreicht z. B. bei Richea scoparia Hook. f. und Cyathodes parvifolia R. Br. eine Stärke von 44—12 u. Die Cuticula der Blattunterseite ist im allge- meinen schwächer als die der Oberseite, jedoch findet sich auch hier in einzelnen Fällen eine Dicke von 6—8 y. (Coleanthera myrtoides Stschegl.). Wiihrend bei der eben genannten Art die Cuticula auf beiden Seiten des Blattes ungeführ gleich stark ist, übertrifft bei Leucopogon virgatus R. Br. die Cutieula der Blattunterseite die der Oberseite um einige p. Trotzdem sind die Blätter aller bisher genannten Arten deutlich bilateral gebaut. Die- jenigen Blütter, welche sich dem Stamme dicht anschmiegen, sind natürlich auf der dem direeten Sonnenlichte und der trocknen Atmosphäre ausgeselz- ten Unterseite mit einer bedeutend stärkeren Cuticula ausgerüstet, als auf der geschützten Oberseite, wo ihre Dicke zuweilen nur 4—2 y erreicht. Verstiirkt wird die Wirkung der Cuticula durch Auflagerung von Wachs, die sich bei mehreren hierher gehörigen Pflanzen findet. Die Wanddicke der Epidermiszellen der oberen Blattseite nimmt in 4) Bentuam, Flora australiensis, Bd. IV, p. 166. 2) VoLkENs, Flora der ägyptisch-arabischen Wüste, p. 42. Berlin 4887. 3) De CANDOLLE, Prodromus system. natur. regni veget. Bd. VIT, p. 763. Benruam, Flora australiensis, Bd. IV, p. 237, 187, 243. Botanische Jahrbücher XIII. Bd. 2 18 F. Simon, demselben Maße zu, wie sich die Ansprüche auf die Steifigkeit des Blattes erhühen. Es sind daher Pflanzen, denen meist eine gentigende Feuchtigkeits- menge zu Gebote steht, der Ausbildung einer starkwandigen Epidermis überhoben ; wir finden bei ihnen die Zellen mit einem großen, weiten Lu- men, umgrenzt von Wänden, deren Dicke 3—4 u nicht wesentlich über- schreitet; die Außenwand ist wie gewöhnlich meist etwas stärker als die übrigen Wände. Einen solchen Bau der Epidermiszellen zeigen alle oben genannten, an feuchten Orten wachsenden Arten, deren Cuticula nur schwach ausgebildet ist. Sind aber die Lebensbedingungen nicht so günstig, und müssen die Blätter auch Trockenheit und Hitze ertragen, so tritt eine Verstärkung der Wände der Epidermiszellen ein, die in vielen Fällen so weit geht, dass das Lumen nur noch als schmale Linie erscheint. Um zwischen den einzelnen Zellen einen Saftverkehr zu ermöglichen, sind dann die Wände meist von zahlreichen Poren durchsetzt; namentlich gehen von dem der Außenwand zugekehrten Ende des Lumens häufig nach beiden Seiten ziemlich breite Porencanäle ab. Wie schon oben erwähnt wurde, ist die Außenwand ge- wöhnlich am stärksten verdickt. Eine auffällige Ausnahme macht Needhamia pumilio R. Br., deren kleine, noch nicht 2 mm lange Blätter dem Stamme dicht anliegen. Der Bau des Blattes ist vollkommen isolateral, mit Palissa- den und Spaltöffnungen auf beiden Seiten; abgesehen von den etwas schwächer gebauten Zellwänden auf der Blattoberseite ist die Epidermis ringsum gleichartig ausgebildet: die Außenwand bleibt verhältnismäßig zart, auch die Innenwand ist nicht allzu stark, wenn schon dieker als die Außenwand; am stärksten ist die Radialwand, deren Dicke die der Außen- wand um das Zwei- bis Dreifache übertrifft. Ein eigentiimliches Bild ge- währen auch die Epidermiszellen von Pentachondra pumila R. Br.; auf dem Querschnitte scheint die Außenwand so stark verdickt zu sein, dass das Lumen nur als ein ziemlich schmaler Streifen erkennbar ist (Fig. 8); schein- bar durch diese Verdickungsmassen hindurch lässt sich die Radialwand bis ziemlich dicht an die Cutieula als eine scharf begrenzte Lamelle verfolgen, in welcher sich hin und wieder Porencanile finden; letztere scheinen nur diese Lamelle zu durchsetzen und an der Grenze der Verdickungsmassen zu endigen, ohne also mit dem Zelllumen irgendwie in Verbindung zu ste- hen. Bei der Betrachtung eines Obertfliichenschnittes (Fig. 9) ergiebt sich aber, dass die Verdickung von den Radialwänden ausgeht; es zeigt sich dann nämlich bei tiefer Einstellung in der Mitte der Zelle ein längs verlau- fender Spalt, von welchem sich seitlich in die Buchten der weiter unten zu besprechenden Wellungen der Radialwände kleinere Canále abzweigen; bei hóherer Einstellung erkennt man, wie sich die schmalen Spalten nach der AuBenwand zu trichterfórmig erweitern. Es liegen also an den Radial- wänden dicht neben einander zahlreiche Verdiekungsmassen, die sich nach außen zu stark verjüngen ` ihre dem Blattinneren zugekehrte Seite ist eben, Dg PE PE. eS UTE F£€ÉÓ Beiträge zur vergleichenden Anatomie der Epacridaceae und Ericaceae. 19 wührend die der gegenüber liegenden Radialwand zugekehrte Flüche stark gewülbt ist. Das Lumen der Epidermiszellen zeigt sieh: demnach auf dem Querschnitt als ein Rechteck von sehr geringer Höhe; aus seiner Mitte aber geht ein feiner Canal aufwärts, der sich bald triehterfórmig erweitert. Die oben erwähnten Poren in den Radialwiinden münden stets in den zwischen zwei Verdickungsmassen befindlichen Teil des Lumens, was auf dem Quer- schnittsbilde bei der dicht gedriingten Lage der Verdickungen und dem sehr schmalen Lumen zwischen ihnen nicht sogleich deutlich erkennbar ist. Die Epidermis der Blattunterseite ist bei der Mehrzahl der Epacridaceae schwächer gebaut; jedoch finden sich auch einzelne Ausnahmen. So wurde schon oben kurz erwähnt, dass bei den dem Stamm anliegenden oder bei den scheidenförmigen Blättern die Epidermis auf der Unterseite stärker aus- gebildet ist. Abweichend gebaut ist auch die Epidermis der Blätter von Styphelia elegans Sond. (Fig. 13): während die Epidermiszellen der Ober- seite an allen Wiinden ziemlich gleich stark verdickt sind, haben in den Zellen der unteren Blattseite nur die Innenwiinde und der innere Teil der Radialwände eine Verstärkung erfahren ` die Dicke der Außenwand beträgt durchschnittlich 5—6 u, die der Innen- und Radialwand 10—20 p. Dicht an der Außenwand verdünnen sich die Radialwände ziemlich plötzlich, so- dass das Lumen der Zelle Trichterform annimmt, mit der weiten Offnung nach außen. Dass die Innen wand stärker ist als die Außenwand, ist eine bei den Epacridaceae ziemlich verbreitete Erscheinung; namentlich schwillt die erstere an der Grenze der Atemhóhlen oft bedeutend an, worauf ich spiiter bei der Besprechung der Spaltóffnungen noch ausführlicher zurück- kommen werde. Von hoher Bedeutung für die Festigkeit des Blattes ist die Wellung der Radialwände, indem durch dieselbe eine bedeutend größere Verwachsungs- fläche der einzelnen Zellen mit einander erzielt wird. Wie WESTERMAIER !) nachgewiesen hat, findet ein ZerreiBen der Epidermis nicht in der Mitte der Zellen statt, sondern nur an ihrer Berührungsfliche; wird diese ver- größert, so steigert sich auch die Festigkeit der ganzen Epidermis, und die Blätter der Pflanze können stärkere Zerrungen in tangentialer Richtung er- tragen, ohne Schaden zu leiden. Die Epacridaceae zeigen nun durchweg die Radialwände der Epidermis der Blattoberseite gewellt; einige Arten weisen nur flache Wellungen auf, bei der Mehrzahl dagegen sind dieselben außer- ordentlich steil und eng (Cystanthe sprengelioides R. Br., Cosmelia rubra R. Br. u. v. al. Auch zahlreiche Arten der Gattung Dracophyllum sind in dieser Beziehung ausgezeichnet; die Blätter, deren Bau auch sonst ein äußerst fester ist, sind meist schmal und lang (oft bis zu 40 cm und mehr, wie bei D. latifolium Sol.) und infolge dessen stärker auf Biegung bean- sprucht. Auch die Epidermis der Blattunterseite besitzt bei fast allen Arten 4) WESTERMAIER, l. c. p. 76. 20 F, Simon, gewellte Radialwände; die Stärke der Wellungen steht in einigen Fällen der auf der Oberseite nicht nach, meist ist sie aber weniger scharf ausgebildet. Eine Wellung der Radialwände fehlt gänzlich nur Dracophyllum muscoides Hook. f., das dadurch von allen andern Epacridaceae auffallend abweicht; denn wenn auch ganz vereinzelt bei Slyphelia leucopogon F. v. Muell., Coleanthera myrloides Stschegl. und Leucopogon polystachyus R. Br. die Epidermis der Blattunterseite keine Wellung zeigt, so ist sie doch stets auf der Oberseite vorhanden. Die Epacridaceae weichen also in diesem Punkte von der Mehr- zahl der Dikotylen ab, welche gewöhnlich nur auf der Unterseite des Blattes derartige Wellungen aufweisen!). HamrnLAwDT ist geneigt anzunehmen, dass die Pflanze in ihnen einen Ersatz für die durch die zahlreichen Spalt- öffnungen bewirkte Verringerung der Festigkeit der unteren Blattseite fin- det; für die Epacridaceae dürfte dies nicht zutreffen, da ja die Wellungen auf der spaltöffnungsfreien Oberseite meistens stärker entwickelt sind. Die Außenwände der Oberhautzellen sind an ihrer Innenseite öfters noch mit Verdickungsleisten versehen, wie es schon Ampronn 1) bei einigen Epacridaceae beobachtet hat. Diese Verdickungen treten entweder nur an der Oberhaut der einen Blattseite auf oder beiderseits; nur auf der Blatt- oberseite fand ich sie bei Epacris petrophila Hook. f. und Leucopogon austra- lis R. Br. ; nur auf der Unterseite bei Lysinema conspicuum R. Br. : auf bei- den Seiten bei Epacris obtusifolia Sm., Lysinema lasianthum R. Br. und Dracophyllum rosmarinifolium Forst. | Die Function der Epidermis als Wasserversorgungssystem ist bei den Epacridaceae dureh die Stärke der Radialwände gar nicht oder doch nur in ganz geringem MaBe müglich. Durch die Ausbildung einer mehrschichtigen Epidermis tritt bei den Epacridaceae nur in sehr wenigen Füllen eine Erhóhung der Leistungsfühig- keit ihres Hautgewebes ein. Bei Cyathodes acerosa R. Br. zeigen sich auf der oberen Flüche des Blattes inselartige Zonen von verschiedener Ausdeh- nung, die aus kleinen kubischen Zellen bestehen, während die anderen Epidermiszellen langgestreckte Form besitzen; wohl deuten die zahlreichen Poren in den Wanden auf einen regen Saftverkehr zwischen den kleinen Zellen; doch können die letzteren wohl nicht als Wassergewebe fungieren, da sie auf allen Seiten von ziemlich starken Wänden umschlossen sind; übrigens fand ich derartige Zonen einer mehrschichtigen Epidermis nicht an allen Blättern. Dieselbe Erscheinung zeigt auch Lissanthe strigosa R. Br. Zu speciell mechanischen Zwecken vermehrt die Epidermis häufig die Zahl ihrer Schichten bei den Gattungen, welche sich durch den Besitz I-förmiger, durchgehender Trüger auszeichnen (Richea, Dracophyllum); die Verstärkung 1) HABERLANDT, Physiologische Pflanzenanatomie, p. 72. 2) Ampronn, Uber Poren in den AuBenwinden von Epidermiszellen. Pringsheim’s Jahrbücher XIV. p. 105 ff. Beiträge zur vergleichenden Anatomie der Epacridaceae und Ericaceae, 21 tritt aber in der Regel nur über den Bastrippen auf, die auf diese Weise einen Anschluss an die eigentliche Epidermis erreichen; nur bei Draco- phyllum latifolium Soland. ist die zweite Schicht mit größerer Regelmäßig- keit ausgebildet und wird blos an wenigen Stellen von einzelnen Palissaden- zellen unterbrochen. Als Anhangsgebilde der Epidermis sind noch die Triehome zu erwähnen. Dieselben zeigen bei den Epacridaceae eine überraschende Einfórmigkeit ; es finden sich nümlich nur einzellige Haare, abgesehen von ganz vereinzel- ten Ausnahmen (Astroloma Drummondit Sond. und Leucopogon villosus R. Br.), wo einige Haare ziemlich dicht über der Epidermis durch eine Querwand geteilt sind; auch am Blattrande finden sich in seltenen Fällen mehrzellige Haare. Ein Vorkommen von Drüsenhaaren konnte ich bei keiner Art be- obachten. Unter den einzelligen Haaren lassen sich, wenn auch nicht scharf, zwei Gruppen erkennen. Bei der einen sind die Wände sehr stark verdickt und das fadenförmige Lumen zeigt nur am Grunde eine Erweiterung, die ziemlich plötzlich eintritt; die Oberfläche ist glatt oder mit kleinen warzen- förmigen Erhebungen besetzt. Die Länge der Haare ist meist unbedeutend. In ihrem Vorkommen sind sie bei fast allen untersuchten Arten auf die Ober- seite beschränkt, zuweilen finden sie sich auch beiderseits; während sie ge- wöhnlich ziemlich zerstreut stehen, kleiden sie bei Melichrus rotatus R. Br., Lissanthe strigosa R. Br. und einigen Leucopogon-Arten die Rinnen auf der Blattunterseite dicht aus, bei Monotoca empetrifolia R. Br. die ganze untere Blattfläche. Dass sie hier wesentlich zur Herabsetzung der Verdunstung beitragen, ist unzweifelhaft. Dasselbe gilt von fast allen untersuchten Arten der Gattung Cyathodes, deren schwache Epidermis der Blattunterseite von einem dichten Haarbesatz bedeckt ist. Im Gegensatz zu den oben beschrie- benen Haaren ist hier das Lumen ziemlich weit; die Haare selbst sind haken- förmig gekrümmt und zwar stets nach der Blattspitze zu. Nur an den Spalt- öffnungen ist ihre Stellung abweichend, indem sich die umstehenden Haare über die Spalte wülben und so die Verbindung zwischen dieser und der Atmosphäre erschweren. Einen ähnlichen Bau besitzen die Haare der Gat- tung Dracophyllum, sie finden sich meist zerstreut auf der Ober- und Unter- seite des Blattes und liegen demselben dicht an; zuweilen sind die unter ihnen liegenden Epidermiszellen etwas eingesenkt, sodass die Haare, in dieser Vertiefung liegend, nicht über die Oberfläche des Blattes hervorragen; auch sie weisen mit ihrer Spitze nach der Blattspitze hin. Die Haare der beiden letztgenannten Gattungen bilden den Übergang von den dickwandi- gen Haaren mit fadenförmigem Lumen zu denen mit großem Lumen und zarten Wänden. Bei dieser Form nimmt hiufig die Wandstärke des Haares am Grunde zu, sodass dort das Lumen nur als ein feiner Canal sichtbar ist (Lysinema ciliatum R. Br., L. elegans Sond., L. pentapetalum R. Br.). Wie schon oben erwähnt wurde, sind diese Haarformen durch zahlreiche Uber- gänge verbunden; auch ist ihr Vorkommen im allgemeinen nicht auf 22 F. Simon. bestimmte Gruppen beschränkt. SchlieBlich mógen noch die kleinen, warzen- fórmigen Ausstülpungen der Epidermiszellen Erwähnung finden, die der Oberhaut ein welliges Ansehen verleihen ; die Gattungen Styphelia und Leu- copogon zeichnen sich besonders durch das häufige Vorkommen solcher Aus- stülpungen aus. 2. Assimilationssystem. Die Zellen des Assimilationssystems sind meist typische Palissaden- zellen; ihre Linge erreicht oft das Zehn- bis Fünfzehnfache ihrer Breite (Leucopogon reflexus R. Br.), jedoch werden in der Mehrzahl der Fälle so hohe Werte nicht erreicht. Zuweilen ist ein eigentliches Palissadenparen- chym nicht ausgebildet; so sind z. B. die assimilierenden Zellen einzelner Arten der Gattung Dracophyllum von isodiametrischer Gestalt. Die Wände der Palissadenzellen sind zart und führen keine Poren; wenn es mitunter auch den Anschein hat, als seien die Wände mit netzfórmigen Verdickungen versehen, so beruht dies auf einer Täuschung, die durch die Faltungen und Wellungen der Wände infolge des Trocknens hervorgerufen wird. Die Stellung der Palissadenzellen zur Oberfläche des Blattes ist gewöhnlich senkrecht, nur in einzelnen Fällen neigen sie mit ihrem oberen Ende der Blattspitze zu. Die Abhängigkeit des assimilierenden Gewebes von der Stärke der Durchleuchtung spiegelt sich in der wechselnden Mächtigkeit der Palissadenschichten wieder; dieselben nehmen meistenteils nur einen mäßigen Teil des Blattquerschnittes ein; in einigen Füllen (Cyathodes oxy- cedrus R. Br., Coleanthera myrtoides Stschegl.) ist aber ihre Zahl so groß, dass nur der fünfte bis sechste Teil des ganzen Querschnittes für das Schwamm- parenchym bleibt. Bei den Blittern mit deutlicher Spreite liegen die Palis- saden, wie es gewühnlich der Fall ist, auf der besonnten Blattoberseite ; sind die Beleuchtungsverhültnisse für beide Blattseiten gleich günstig, so ist das Palissadenparenchym ringsum gleichmäßig ausgebildet. Es besitzen daher die rundlichen, aufrecht stehenden Blätter auf allen Seiten ein aus- geprágtes Palissadengewebe ; die kleinen, anliegenden oder scheidigen Blät- ter der Gattungen Lysinema und Andersonia zeigen durchweg einen derarti- gen Bau. Bei mehreren kleinblättrigen Arten hat das Palissadenparenchym eine so starke Ausbildung erfahren, dass ein eigentliches Schwammgewebe nicht vorhanden ist; überall finden sich Zellen, die in der Richtung senk- recht zur Epidermis gestreckt sind und deren Reihen von der einen Seite des Blattes zur anderen durchgehen, nur die dicht an den Gefäßbündeln liegenden biegen nach diesen ab. Die Intercellularriume zwischen den Palissadenzellen sind eng und verlaufen parallel der Längsrichtung der as- similierenden Zellen. Beiträge zur vergleichenden Anatomie der Epacridaceae und Ericaceae. 23 3. Durchlüftungssystem. Die Zellen des Schwammgewebes sind in der Regel von sternförmiger Gestalt und lassen größere Zwischenräume zwischen ihren Fortsätzen für den Verkehr der Gase frei. Die Intercellularräume sind weit oder enger, je nachdem die Pflanze stets mit einer genügenden Wassermenge versehen oder einem öfteren Wechsel von Feuchtigkeit und Dürre ausgesetzt ist. Die an der Küste oder an Flussufern waclisenden Epacridaceae haben daher einen lockeren Bau; die Zellen des Schwammparenchyms lassen große Lücken zwischen sich, und die Spaltöffnungen zeigen keine oder nur geringe Schutz- einrichtungen. Anders bei den Bewohnern des dürren Inneren; die Inter- cellularräume werden eng und klein, und das Schwammgewebe rundet seine Zellen zu polygonalen Formen ab; zuweilen verdicken sich auch die Zellen, wodurch sowohl der Durchtritt des Wassers etwas erschwert, als auch die Festigkeit des Blattes erhöht wird. Zur Erleichterung des Saftver- kehrs sind alsdann die Wände mit Poren versehen; gewöhnlich ist die Berührungsfläche zweier Zellen von einem großen, rundlichen Tüpfel ein- genommen, oder es liegen mehrere kleine neben einander; in letzterem Falle gewährt die poröse Wand sehr häufig das Bild eines Rades, indem von dem Mittelpunkt der Zellwand Verdickungsstreifen radienartig ausstrahlen, zwischen sich die keilförmigen Poren einschließend. Auch hier treten uns wieder die Blätter der Gattungen Richea und Dracophyllum als besonders fest gebaut entgegen: die Zellen des Schwammgewebes sind polygonal, schließen dicht an einander und lassen nur an den Ecken die Intercellular- räume als feine Canäle erkennen. Eine eigentümliche Verstärkung des Schwammparenchyms an den Atemhöhlen zeigen die kleinen, ovalen, 1—2 em langen Blätter von Brachyloma ericoides Sond. (Fig. 6). Die Spaltöfl- nungen liegen auf der Unterseite des Blattes und zeigen, abgesehen von der etwas emporgezogenen Cuticularleiste, keine besonderen Schutzvor- richtungen; zwischen den großen Gefäßbündeln, deren Bastbelege direet an die Epidermis der Unterseite stoßen, liegen gewöhnlich kleinere, die rings von Schwammgewebe umschlossen sind. Es ist von vornherein klar, dass die an die Atemhöhle grenzenden Zellen des Schwammparenchyms der Verdunstung am meisten ausgesetzt sind; eine Verdickung ihrer Wände, besonders an den Stellen, wo sie an Intercellularräume stoßen, wird, wenn auch nur in geringem Maße, zur Herabsetzung der Wasserverluste bei- tragen. Die Zellen des ziemlich locker gebauten Schwammparenchyms der oben genannten Pflanze zeigen nun dicht unter den Spaltóffnungen ganz ge- waltige Verdickungen, weiter von der Atemhöhle entfernt werden die Wände schwächer; am größten sind die Verstärkungen in der Regel an den Wän- den, welche unmittelbar an die Atemhöhle grenzen; ihr Querschnitt zeigt entweder ein kleines punktfürmiges Lumen in der Mitte der Zelle, wenn alle Wiinde gleich stark sind, oder es liegt auf der dem Blattinneren 24 F, Simon, zugewendeten Seite, wenn sich die Verdickung nur auf einen Teil der Zelle erstreckt. Betrachtet man einen Oberflichenschnitt von innen, so legen sich über die Atemhóhle meist mehrere unter sich parallele Zellreihen, die senk- recht zur Richtung der Spalte verlaufen und ein ziemlich engmaschiges Gitter rings um die Atemhóhle bilden; häufig sind diese Reihen gerade unter der Spalte dureh kleine Zellen mit einander verbunden. Erstere über- brücken auf dem Querschnittsbilde die Atemhöhle, von ihnen abgehend zeigen sich die lelzteren querdurchschnitten. Die Lücken zwischen den einzelnen Zellreihen sind schmal und erschweren mithin den Durchtritt der Gase. Außer der Herabsetzung der Verdunstung bei den an die Atemhöhle stoßenden Zellen und der Erschwerung des Gasverkehrs wird noch etwas anderes erreicht. Schon Westermar’) macht auf ähnliche Bildungen bei Eriophorum alpinum und E. vaginatum aufmerksam und weist auf ihre Be- deutung für die Erhaltung der Querschnittsform und für die Festigung des tangentialen Verbandes zwischen den Bastrippen hin. Ein Verschmelzen der verschiedenen Atemhöhlen zu einem Canale wie bei den angeführten Eriophorum- Arten. findet bei Brachyloma ericoides Sond. nicht statt; es sprechen aber doch zwei Umstiinde dafür, dass den verdickten Zellen auch eine mechanische Function zukommt, Verfolgt man nämlich, wie weit sich die derartig verdickten Zellen in tangentialer Richtung erstrecken, so findet man, dass die unter der Epidermis liegende Zellschicht bis an die subepi- dermalen Bastbelege hin ihre Wände verstürkt. Es geht also dicht unter der Epidermis von einem Bastbeleg bis zu dem nächsten eine ununter- brochene Brücke starker Zellen; indem nun diese in Gemeinschaft mit der Epidermis selbst die Bastbelege in derselben Enfernung von einander hal- ten, werden das zartwandige Parenchym und wohl auch die SchlieBzellen des Spaltöffnungsapparates vor Zerrungen und Pressungen geschützt. Wenn auch diese Verdiekungen an den dicht unter der Epidermis liegenden Zellen am stiirksten auftreten, so sind sie doch auch bei tiefer liegenden Zellen vorhanden; häufig erfahren nun alle Zellen, welche zwischen der Epider- mis und einem der oben erwähnten, im Schwammparenchym eingebetteten, kleineren Gefäßbündel liegen, eine Verstärkung ihrer Wände. Die Bündel besitzen an ihrer der Blattunterseite zugekehrten Leptomseite einen wenn auch nur kleinen Beleg von mechanischen Zellen, an welche sich die stark- wandigen Zellen des Schwammgewebes anlehnen. Es geht somit von diesen kleinen Gefäßbündeln nach der Epidermis ein meist keilförmiger Träger, der aus den starkwandigen Zellen des Schwammparenchyms gebildet ist und einem Einsinken der Epidermis in radialer Richtung entgegentritt. Die Ausgänge des Durchlüftungssystems sind die Spaltöffnungen. Die- selben sind bei den Epacridaceae meist auffallend klein; die Höhe ihrer 4) WESTERNAIER, Beiträge zur Kenntnis des mechanischen Gewebesystems, Monats- berichte der Berliner Akademie, 4881, p. 75. Beiträge zur vergleichenden Anatomie der Epacridaceae und Ericaceae, 95 SchlieBzellen erreicht die der Epidermiszellen gewóhnlich nicht. Wie es bei bilateralen Blättern die Regel ist, liegen auch hier bei den meisten Arten, deren Blütter eine deutliche Spreite aufweisen, die Spaltóffnungen auf der beschatteten Unterseite des Blattes; auf beiden Blattseiten führt sie die Mehrzahl der Dracophyllum-Arten, sowie eine groBe Zahl anderer Arten aus der Tribus der Epacreae. Es sind dies zumeist Pflanzen, deren Blätter dem Stamme dicht anliegen oder ihn scheidig umfassen. Die untersuchten sieben Arten der Gattung Andersonia zeigten ausnahmslos die Spaltóffnungen beiderseits ausgebildet. Ausschließlich auf der oberen Blattseite fanden sich die Spaltöffnungen bei Leucopogon cucullatus W. Br., L. cymbiformis A. Cunn., L. obtusatus Sond. und L. oppositifolius Sond.; dieselben liegen bei allen vier Arten sehr geschützt; denn da die Blätter dem Stamm dicht angeschmiegt sind, ist der Raum zwischen der oft mit Haaren besetzten Blattoberseite und dem Stamme vor schnellem Würmewechsel und Feuch- tigkeitsänderungen bewahrt. Eine ähnliche Wirkung erzielt die Pflanze dadurch, dass die Spaltóffnungen auf der Blattunterseite in Rillen stehen, welche in vielen Fällen mit reichem Haarbesatz versehen sind; die Zahl der Rillen ist verschieden; bei den kleinen schmalen Blättern von Stenanthera pinifolia R. Br., Leucopogon tetragonus Sond. u. a. sind gewöhnlich nur zwei vorhanden, während die größeren Formen wie Conostephium pendulum Benth., Lissanthe strigosa R. Br., Melichrus rotatus R. Br. zahlreiche Rinnen aufweisen. Die Richtung der Spalten ist bei der Mehrzahl der Dikotylen keine bestimmte, während sie bei den Monokotylen meistens mit der Längs- achse des Blattes zusammenfällt. Bei den Epacridaceae verläuft die Spalte durchweg in der Richtung der Längsachse der gewöhnlich langgestreckten, schmalen Blätter; nur eine Gattung macht eine auffällige Ausnahme: bei den Arten der Gattung Lysinema nümlich sind die Spalten senkrecht zur Lüngsachse des Blattes gerichtet, sodass ein Querschnitt durch das Blatt nur lings durchschnittene Spaltüffnungen zeigt; dabei weicht die Form dieser Blätter nicht von der vieler anderer Epacridaceae ab; dieselben erreichen bei einer ungefähren Länge von 4 cm gewöhnlich nur eine Breite von 4 bis 2 mm und liegen dem Stamme mehr oder weniger dicht an; es ist ferner noch für diese Gattung charakteristisch, dass trotz dieser Stellung der Blatter die Spaltöffnungen nur auf der Unterseite des Blattes zu finden sind, wäh- rend wir sie doch sonst bei anliegenden Blättern beiderseits oder nur auf der Oberfläche zu finden gewohnt sind. Eingesenkte Spaltöffnungen habe ich bei keiner Art beobachtet; sie liegen stets mit der Epidermis in der- selben Höhe, nur in wenigen Fällen sind sie über die Oberfläche emporge- wülbt (Cyathodes empetrifolia Hook. f., Melichrus rotatus R. Br. und Lissanthe strigosa R. Br.). Bei allen drei Arten liegen die Spaltóffnungen auf der Unterseite der Blätter in ziemlich tiefen Rillen, die mit zahlreichen Haaren besetzt sind; es ist dies eine Erscheinung, die sich bei den meisten Pflanzen wiederfindet, deren Blätter auf der Unterseite einen dichten Haarbesatz 26 F. Simon, tragen. Schon in einem früheren Capitel habe ich auf die dichte Behaarung der Blattunterseite bei den Cyathodes-Arten hingewiesen und zugleich das Verhalten derjenigen Haare berührt, welche in der nächsten Umgebung der Spaltóffnungen stehen. Dadurch, dass dieselben sich über der Spalte zu- sammen neigen und namentlich die an den Polen stehenden sich weit und dicht über dieselben legen, tragen sie zur Verminderung der Verdunstung bei, da nur kleine Zwischenräume für den Durchtritt der Luft frei bleiben. Eine starke Ausbildung der äußeren Cutieularleiste zur Herstellung eines windstillen Raumes vor den Spaltöffnungen kehrt bei fast allen Epacrida- ceae wieder. Von größerer Bedeutung und hohem Interesse sind diejenigen Schutzvorrichtungen, welche innerhalb der Spalte liegend den Verkehr mit der Atmosphäre erschweren; dieselben gehen von den an die Schließzellen grenzenden Epidermiszellen aus und schieben sich zwischen die Atemhöhle und die Spalte. Da die Schließzellen, wie ich schon oben erwähnte, meisten- teils kleiner sind, als die Epidermiszellen und an dem äußeren Teile der- selben liegen, so bleibt das untere Stück der radialen Wände frei und be- grenzt einen Schacht, der die Atemhöhle mit der Spalte verbindet. Diese freien Wandstücke nun erscheinen in zahlreichen Fällen auf dem Quer- schnittsbilde (Fig. 4) so gewaltig verdickt, dass sich die gegenüberliegenden Wände berühren und die Spalte von dem Inneren des Blattes trennen; nur eine kleine Stelle dicht an der Schließzelle bleibt zart und setzt, wie ein Gelenk, die Schließzelle in Verbindung mit dem verdickten Teil der Wand; unter diesem Gelenk springen die verdickten Membranen beiderseits weit vor. . Übertreffen die Epidermiszellen die Schließzellen des Spaltöffnungs- apparates bedeutend an Höhe, so stehen die starken Wände auf eine größere Strecke hin, ungefähr bis zum Ansatz der Innenwand, in enger Berührung mit einander; besteht dagegen in der Höhe beider kein wesentlicher Unter- schied, so berühren sich die Wände der Epidermiszellen nur aufeiner kurzen Strecke, auch wird dann der Verschluss durch eine kolbenartige Anschwel- lung derInnenwand der Oberhautzellen herbeigeführt (Oligarrhena micran- (ha R. Br.). Betrachtet man einen Oberflächenschnitt von innen, so erkennt man, dass der Verschluss auf zweierlei Weise zu Stande kommen kann. In dem einen Falle (Fig. 5) scheinen sich über die Spalte mehrere, in der Regel vier bis fünf, knopfartige Verdickungen zu legen, die sich dicht be- rühren und den Schacht verschließen oder die Communication zwischen dem Blattinneren und der Atmosphäre nur erschweren, wenn sie unvoll- kommen in einander greifen; es drängt sich nämlich gewöhnlich die Wand- verdiekung der einen Seite in die Lücke zwischen zwei der gegenüber- liegenden, so dass bei genügend starker Verdickung ein tiefes Ineinander- greifen und ein fester Verschluss erzielt wird. Aus der Vergleichung der Bilder, die uns Quer- und Oberflächenschnitte geben, erhellt, dass die Ver- stärkung nur an den Kanten auftritt, in denen zwei Radialwände zusammen- stoßen und welche an den Schacht zwischen Spalte und Atemhöhle grenzen. Beiträge zur vergleichenden Anatomie der Epacridaceae und Ericaceae, 27 Derartige Verschlussvorrichtungen sind vornehmlich in der Tribus der Epa- creae verbreitet und besonders bei Pflanzen mit kleinen, dem Stamme an- liegenden Blättern (Lysinema pentapelalum R. Br., Andersonia brevifolia Sond., A. heterophylla Sond., A. parvifolia R.Br., Needhamia pumilio R. Br. u. a.). Sind die Spaltöffnungen auf beiden Blattseiten vorhanden, wie es an- liegende Blatter meist zeigen, so ist in vielen Fallen der Verschluss auf der geschützten Oberseite weniger fest als auf der Lichtseite, der morpholo- gischen Blattunterseite. Während bei den oben genannten Pflanzen der Verschluss des Schachtes nur durch einzelne Verdickungspfosten her- beigeführt wurde, nimmt bei Epacris petrophila Hook. f., Archeria eriocarpa Hook. f. und auch bei Oligarrhena micrantha R. Br. die gesamte Fläche der den Schacht begrenzenden Radialwiinde an der Verdickung teil. Der Quer- schnitt gewäbrt uns natürlich dasselbe Bild wie oben, in der Flächenansicht (Fig. 7) liegen aber über der Spalte nicht einzelne knopfartige Verdickun- gen, sondern es treten zwei gegenüberliegende, starke Wände in mehr oder weniger innige Berührung mit einander. Der Durchgang von der Atemhöhle zur Spaltóffnung ist nur noch als feiner Spalt erkennbar, dessen Richtung mit der der Spalte zusammenfällt. Zusammengesetzter sind die Verschluss- vorrichtungen in dem Blatte von Dracophyllum latifolium Soland. (Fig. 10 und 14), das sich auch sonst durch festen Bau auszeichnet. Dicht unter der Spalte treten die Wände der hohen Epidermiszellen eng an einander und verstopfen den Schacht in der bei Archeria eriocarpa Hook. f. angegebenen Weise; auBerdem ragen noch in den unteren Teil des Schachtes handschuh- fingerformige Ausstülpungen vor, die gewöhnlich an der unteren Grenze der benachbarten, schmalen Epidermiszellen ihren Ursprung nehmen. Ihre Wände sind stark und das fadenfórmige Lumen lässt gewöhnlich deutlich den Zusammenhang mit dem der Epidermiszelle erkennen; ihre Zahl ist sehr wechselnd, bald trägt eine Wand des Schachtes nur eine einzige Aus- stülpung, bald liegen ihrer fünf oder mehr dicht gedrängt neben einander. Da sie verhältnismäßig kurz sind und nicht in einander greifen oder sich berühren, so kónnen sie den Gasaustauschzwischen dem Inneren des Blattes und der umgebenden Luft nur in geringerem Maße erschweren. Übrigens will ich noch erwähnen, dass sich beide Arten der Verstopfungsvorrich- tungen nicht immer zugleich an derselben Spaltöffnung finden, namentlich fehlt öfter die Verdickung der Begrenzungswände des Schachtes. Durch diese von den benachbarten Epidermiszellen ausgehenden Schutzeinrich- tungen zwischen der Atemhöhle und der Spalte zeichnen sich die Epacri- daceae vor allen anderen Pflanzen aus; die ähnlichen Einrichtungen, welche Tscuircu !) bei Xanthorrhoea hastile beobachtet hat, sind nicht wie bei den Epacridaceae Gebilde der anstoßenden Epidermiszellen, sondern gehen von den die Atemhöhle begrenzenden Bastzellen aus. 4) Tscuincu ` Der anatomische Bau des Blalles von Aingia australis, Abh. des botan. Vereins der Prov. Brandenburg, 1881, p. 14. 28 F. Simon. 4. Leitsystem. Die Ähnlichkeit der Epacridaceae-Blätter mit denen der Monokotylen hin- sichtlich ihrer Nervatur betont schon Linpiey!). Wir finden bei ihnen zahl- reiche unter sich ziemlich parallel laufende Bündel, von denen sich keines durch stärkere Ausbildung als Mittelnerv geltend macht. Der Bau der ein- zelnen Gefäßbündel bietet keine Abweichungen; nach der Oberseite des Blattes zu liegt das Hadrom, darunter das Leptom. Ausnahmslos sind die größeren Bündel, gewöhnlich auch ihre kleinen Verzweigungen, von Bast- belegen begleitet, die entweder nur den Leptomteil sichelförmig umschlies- sen (Fig. 1) oder auf beiden Seiten des Bündels verlaufen (Fig. 9). Im Hadrom fallen bei vielen Arten die Gefäße durch die geringe Weite ihres Lumens auf; so beträgt das Lumen der Gefäße in den stärksten Bündeln der Blätter von Brachyloma ericoides Sond. nur 2,7—3 p. Gefäße mit größerem Lumen zeichnen manche Dracophyllum-Arten aus ; dieselben haben gewühn- lich einen Durchmesser von 8 y, bei D. latifolium Soland. sogar von 13 y, während er bei Dr. uniflorum Hook. f. nicht über 4—5 y hinausgeht. An der Grenze zwischen dem Leptom und dem Bastbeleg liegt fast bei allen Arten eine Reihe weitlumiger parenchymatischer Zellen, welche schwach chlorophyllhaltig sind. Über dem Hadrom ist eine Gefäßbündelscheide in manchen Fallen nieht typisch ausgebildet ; bei mehreren Arten scheint sie so- gar ganz zu fehlen oder nur stellenweise die Verbindung der Palissaden mit dem Gefäßbündel herzustellen, sodass mitunter die Palissadenzellen unmittelbar an die Gefäße zu stoßen scheinen. Die Bündel, welche ein der- artiges Verhalten zeigen, sind in der Regel von mittlerer Größe, da bei den stärkeren meist mechanische Zellen an der oberen Grenze des Mestoms lie- gen. Leider standen mir solche Pflanzen, von denen ich Styphelia tri- flora R. Br. und Leucopogon cymbiformis A. Cunn. nennen will, nur in ge- trockneten Exemplaren zur Verfügung, sodass sich nicht mit Bestimmtheit eine directe Berührung von Palissaden und Gefäßen erkennen ließ. 5. Mechanisches System. Von specifisch mechanischen Zellen finden sich in den Blittern der Epacridaceae nur echte Bastzellen. Dieselben treten stets zu größeren Ver- bünden zusammen und begleiten in der Regel die GefäBbündel: nur zu- weilen kommen zwischen diesen zerstreut (Conostephium pendulum Benth.) oder als Verstärkung des Blattrandes (Melichrus rotatus R. Br.) selbständig verlaufende Bastrippen vor. Einzelne in das Blattparenchym eingestreute mechanische Zellen sind nirgends vorhanden. Nach der Lage der Baststrünge und des mit ihnen vereint laufenden Mestoms im Blattgewebe lassen sich 1) Lisprey, The vegetable kingdom. London 1853. p. 448. Beiträge zur vergleichenden Anatomie der Epacridaceae und Ericaceae. 29 drei Gruppen unterscheiden , bei deren Aufstellung aber nur die stürkeren Blattnerven maBgebend waren, da die kleineren überall eingebettet sind: 1. Die Nerven sind in dem Blattgewebe eingebettet und stehen an keiner Stelle mit der Epidermis in Berührung, weder direet noch durch Brücken von farblosem Nervenparenchym (Fig. 1). Der obere Teil stößt meist an die untere Grenze der Palissaden, während die anderen Seiten von Schwammparenchym umgeben sind. Der Querschnitt der Nerven ist un- geführ kreisfórmig, nur bei einigen sehr flachen Blättern sind sie in tangen- tialer Richtung etwas stärker gedehnt. Das Mestom nimmt gewöhnlich nur einen kleinen Teil ein und wird auf der Unterseite von dem sichelfórmigen Bastbeleg weit umfasst; bei den stürkeren Nerven liegt in der Mehrzahl der Fülle auch noch der Oberseite ein kleiner Beleg mechanischer Zellen auf, sodass dann für den Verkehr zwischen dem Mestom und dem Blattge- webe nur kleine Zugangsstellen frei bleiben. Die Stärke der mechanischen Belege ist meist ziemlich bedeutend, bei einzelnen Arten dagegen im Ver- hältnis zu dem Blattquerschnitt und dem Mestom eine außerordentliche. Die Herstellung der Biegungsfestigkeit für das Blatt ist wohl nicht ihre eigentliche Aufgabe; dagegen spricht ihre ungünstige Lage inmitten des zarten Blattgewebes. Auch werden die Ansprüche in dieser Hinsicht nur gering sein, da die Blätter in der Regel klein sind und in sehr vielen Fällen dem Stamme dicht anliegen. Ihre Hauptfunction scheint vielmehr die zu sein, das Leptom vor Zerrungen zu schützen. Unter diese Gruppe fallen sámtliche untersuchten Arten der Gattungen Epacris, Lysinema, Archeria, Prionotes , Lebetanthus , Cosmelia, Sprengelia und Ponceletia ohne Ausnahme. Einige Arten wie Ponceletia sprengelioides R. Br., Andersonia sprengelioides R. Br. und A. micrantha R. Br. machen scheinbar eine Ausnahme, indem ihre breit elliptischen Nerven direet durch die Bastzellen oder durch starkwandige parenchymatische Zellen mit der Epidermis der Oberseite in Verbindung stehen; jedoch beschrünkt sich diese Lagerung nur auf den Teil des Blattes, der den Stamm scheidig umfasst; der obere, abstehende Teil zeigt stets eingebettete Fibrovasal- stránge. 2. Die Nerven stoßen mit ihren mechanischen Belegen direct an die Epidermis der Blattunterseite ; häufig schieben sich einzelne Zellen zwischen ein, die, Krystalle von Kalkoxalat führend, die Bastbelege an ihrer Außenseite umkleiden (Fig. 2). Die gesamte Tribus der Siyphelieae besitzt derartig gelagerte Blattnerven. Als Ausnahmen sind Needhamia pumilio R. Br. und Oligarrhena micrantha R. Br. zu erwähnen; dieselben besitzen eingebettete Nerven und entsprechen demnach der ersten Gruppe; ihre Blätter sind isolateral gebaut mit typischen Palissaden auf beiden Seiten. Diesen beiden Ausnahmen schließt sich noch Trochocarpa laurina R. Br. an. Die stärksten Nerven in den Blättern von Leucopogon amplexicaulis R. Br. und L. Cunninghamii DC. zeigen gleichfalls eine Abweichung und nühern sich 30 F. Simon, schon dem dritten Typus; dieselben besitzen nämlich auch auf der Ober- seite des Mestoms einen ziemlich starken Bastbeleg, der bei der geringen Dicke des Blattes die Epidermis der Oberseite berührt oder von ihr nur dureh eine Schicht krystallführender Zellen getrennt ist. Auch bei anderen Arten findet sich an den stärkeren Nerven noch ein Bastbeleg auf der Ha- dromseite, doch erreicht er gewöhnlich nur eine Mächtigkeit von 1—2 Schichten. Hinsichtlich der Gestalt der Fibrovasalstränge auf dem Quer- sehnitt und des Verhältnisses von Mestom zu Bast gilt dasselbe wie bei dem ersten Typus. Durch besonders starke Bästrippen zeichnet sich Leucopogon cymbiformis A. Cunn. aus; dieselben liegen der Epidermis breit an und sind durchschnittlich 3—4 mal breiter wie hoch; sehr häufig verschmelzen auch die Belege mehrerer benachbarter Rippen zu einem breiten Bande, das an seiner Oberseite die Mestomstrünge führt, getrennt durch keilfórmige Vorsprünge der Belege. Die Mehrzahl der hierher gehürigen Pflanzen zeich- net sich dureh scharf bilateral gebaute Blätter und durch eine äußerst starke Epidermis auf der Oberseite aus, die oft einen bedeutenden Teil des ganzen Blattquerschnittes einnimmt, z. B. bei Monotoca scoparia R. Br. ungefiihr ein Drittel der gesamten Dicke. Diese starke Ausbildung der Epi- dermis im Verein mit den subepidermalen Blattnerven dürfte dem Blatte eine große Festigkeit verleihen. 3. Die Blattnerven sind in der Richtung senkrecht zur Oberflüche ge- streckt und gehen fast stets von der Oberseite des Blattes bis zur Unter- seite (Fig. 3). Es sind also I-fórmige Träger, welche in großer Zahl neben einander liegen und dem Blatt eine außerordentliche Festigkeit verleihen. Diese Abteilung umfasst die Gattungen Cystanthe, Pililis , Richea , Draco- phyllum und auch Sphenotoma. Bei Dracophyllum rosmarinifolium Forst. und D. uniflorum Hook. f. sind die Träger zwar auch langgestreckt, stehen aber nur mit der unteren Epidermis in Zusammenhang. Die Blätter der erstge- nannten Art sind ziemlich kurz (ca. 4 em) und dem Stamme etwas ange- schmiegt; ein Bastbeleg findet sich nur auf der Leptomseite. Derselbe ist keilfórmig , mit dem schmalen Ende an die untere Blattseite stoßend, und gabelt sich oben, sodass das Mestom ziemlich weit umfasst wird. Die Bast- zellen berühren, wie es auch bei anderen Arten sehr háufig der Fall ist, die Epidermiszellen nicht unmittelbar, sondern stehen mit ihnen durch 1—2 Reihen diekwandiger, parenchymatischer Zellen mit großem Lumen in Verbindung. Die Träger in den nadelförmigen Blättern von Dracophyllum uniflorum Hook. f. ähneln in ihrer Querschnittsform den eben beschriebenen ; nur spitzen sie sich nach der Epidermis nicht zu, sondern legen sich an dieselbe mit breitem Fuße an; der Hauptnerv zeigt auch auf der Oberseite cinen kleinen Bastbeleg. Mit Ausnahme der beiden eben beschriebenen Arten zeichnen sich alle anderen durch den Besitz I-förmiger, durchgehen- der Träger aus. Dieselben zeigen querdurchschnitten öfters in der Mitte, wo das Mestom liegt, eine ungefähr kreisförmige Anschwellung, wiihrend Beitrâge zur vergleiehenden Anatomie der Epacridaceae und Ericaceae. 31 die Verbindungen nach der Epidermis beiderseits schmal bandförmig sind; gewöhnlich berührt der runde Beleg um das Mestom die untere Epidermis, und nur nach der Oberseite des Blattes zu setzt sich ein schmaler Streifen von mechanischen Zellen an. In anderen Fällen ist eine scharfe Trennung des eigentlichen Bündelbelegs und der Verbindungsstücke mit der Epi- dermis nicht vorhanden; der Querschnitt der Träger ist alsdann rechteckig oder tonnenförmig (Dracophyllum latifolium Soland.). Außerordentlich fest gebaut ist das Blatt von Dracophyllum scoparium Hook. f.: von dem Mestom nach der Blattunterseite gehen sehr starke Bastrippen, aus durchschnittlich 40 neben einander liegenden Zellreihen bestehend ; die Baststrünge zwi- schen der Hadromseite des Bündels und der oberen Blattflüche vereinigen sich nahe über dem Mestom zu einer starken Bastplatte, die nur in der Ge- gend des Blattrandes den chlorophyllführenden Zellen den Zutritt zu denen der Oberhaut gestattet. Für den Verkehr zwischen dem vom Bast umschlos- senen Mestom und dem Blattgewebe ist der Bastbeleg an den Seiten des Hadroms gewöhnlich von parenchymatischen, ziemlich stark wandigen Zellen unterbrochen. Die kleineren Träger sind in zahlreichen Fällen nicht voll; das Mestom liegt dann gewóhnlich mit seinem starken, sichelfórmigen Be- leg im Schwammparenchym eingebettet, und von ihm durch wenige grüne Zellen getrennt läuft nach der Epidermis der oberen Blattseite ein langge- streckter Träger von Bastzellen. Zwischen den vollen, I-fórmigen Trägern finden sich fast regelmäßig kleinere Gefäßbündel, die an ihrer Leptomseite einen nicht sehr starken Bastbeleg besitzen und im-Schwammgewebe ein- gebettet liegen. Auch bei dieser Gruppe finden sich einzelne Ausnahmen. Zunächst fällt Dracophyllum muscoides Hook. f. durch die abweichende Ausbildung seines mechanischen Gewebesystems auf; statt der langgestreckten , I-för- migen Träger legen sich hier um das Mestom nur kleine sichelförmige Be- lege von wenigen Zellen, die nirgends mit der Epidermis in Berührung treten. Es sind also Fibrovasalstränge, wie wir sie im 4. Typus kennen gelernt haben. Bei Sphenotoma gracile Sweet und S. squarrosum R. Br. liegen alle Nerven des Blattes der unteren Epidermis an; nur die stärkeren unter ihnen stehen zuweilen mit der Epidermis der Blattoberseite durch ziemlich starkwandige parenchymatische Zellen in Verbindung. Die dritte untersuchte Art dieser Gattung S. dracophylloides Sond, besitzt die gewöhn- lichen vollen, I-fórmigen Träger. Ich gehe mit Absicht jetzt erst auf eine nähere Beschreibung der ein- zelnen mechanischen Zellen ein, weil den Bastzellen der Epacridaceae nicht allein eine mechanische Aufgabe zuzukommen scheint, und weil bei der Besprechung dieser zweiten Function eine Bekanntschaft mit der Lage der mechanischen Zellen zum Mestom und dem chlorophyliführenden Gewebe wünschenswert erschien. 32 F. Simon. Als charakteristische Merkmale der mechanischen Zellen führt Scuwen~ DENER !) die prosenchymatische Form, eine meist bedeutende Länge, die links- schiefe Anordnung der Moleküle und damit im Zusammenhange linksschiefe, spaltenfórmige Poren an. Die prosenehymatische Form ist bei unseren Bastzellen sehr scharf aus- gebildet; die Zellen laufen an beiden Enden ganz allmiihlich in feine Spitzen aus. Macerierte Bastzellen aus dem Blatte von Epacris obtusifolia Sm. hatten beispielsweise in der Mitte einen Durchmesser von 15—30 u, an den Enden war derselbe selten größer als 6 p. Die Länge der einzelnen Zellen ist sehr verschieden; mehrere Messungen an Zellen der eben genannten Pflanze er- gaben als Maximum ca. 3!/; mm, Zellen von 3 mm Länge fanden sich in großer Zahl. Die Länge ist also eine recht bedeutende, da das Blatt selbst nur wenig über 1 em lang ist. Die Wand der Bastzellen ist ringsum gleich- mäßig verdickt, oft so stark, dass das Lumen nur als ein feiner Punkt er- scheint; in anderen Fillen sind die Wünde schwiicher und das Lumen weit, sodass es das der Gefäße übertrifft. So ergaben Messungen bei Epacris ob- lusifolia Sm. für das Lumen der Bastzellen einen Durchmesser von 5—7 p, für das der Gefäße 3—4 u, bei E. impressa Labill. und Lysinema lasianthum R. Br. die entsprechenden Werte von 9 p und 4—5 p; die Wanddicke be- trug bei der letzten Art 4», bei den beiden erstgenannten 6—9 y. Bei Be- handlung mit Phloroglucin und Salzsäure färben sich die Bastzellen rötlich: da sie aber bei Zusatz von Chlorzinkjodlésung sich deutlich violett färben, kann die Verholzung nur eine schwache sein. Ein sehr wichtiges Merkmi | der Bastzellen sind die spaltenfürmigen Poren, die in linksschiefen Schrau- benlinien angeordnet sind. Der Zweck eines jeden echten Porus ist, den Saftverkehr zwischen den Zellen zu erleichtern, auf deren gemeinsamer ` Wand er sich findet. Auch für die Poren der Bastzellen müssen wir eine gleiche Function annehmen; führen diese Zellen im ausgewachsenen Zu- stande Luft, wie es sehr häufig der Fall ist, so künnen die Poren für die Zelle eine Bedeutung nur so lange gehabt haben, als dieselbe noch im Wachs- tum begriffen war und eine Zufuhr von Baustoffen nötig hatte; anders bei den Bastzellen, die stets einen lebenden Plasmainhalt führen Wenn auch hier die Poren zunächst für die Zufuhr von Baustoffen, für den Ausgleich von Differenzen im Turgor und in der Zusammensetzung des Zellinhaltes in Betracht kommen, so deutet doch häufig ihre große Zahl und die knopf- oder trichterfórmige Erweiterung an den Diffusionsflächen darauf hin, dass durch die Bastzellen hindurch ein lebhafter Saftstrom seinen Weg nimmt. Die Bastzellen in den Blättern der Epacridaceae zeichnen sich nun durch ihre Poren in ganz hervorragender Weise aus; wir finden nümlich an ihnen deutlich ausgebildete Hoftüpfel. Wie ich schon oben erwähnte, zeigen die 4) SCHWENDENER, Das mechan. Princip im anatom. Bau der Monokotylen. Leipzig Beitrige zur vergleichenden Anatomie der Epacridaceae und Ericaceae. 33 Poren häufig knopf- oder trichterförmige Erweiterungen, und anfangs zwei- felte ich, ob hier nur derartig erweiterte Tüpfelcanäle oder echte Hoftüpfel ausgebildet seien. Eine scharfe Unterscheidung zwischen beiden Tüpfel- formen ist ja mit Schwierigkeiten verknüpft, und ich will hier beide Arten einer etwas eingehenderen Besprechung unterziehen. Die Poren mit trichter- fórmigen Erweiterungen zeichnen sich im allgemeinen dadurch aus, dass der Canal im Verhältnis zu der Erweiterung ziemlich breit ist; der Über- gang zwischen beiden ist ein allmählicher, indem der Canal gewöhnlich nach der Erweiterung zu langsam an Breite zunimmt, um dann im Bogen in den eigentlichen Trichterraum einzubiegen; es entsteht also an der Grenze von Canal und Erweiterung keine scharfe Ecke. Die Erweiterungen zweier aufeinander stoBender Tüpfel zeigen im Querschnitt gewöhnlich die Gestalt eines Parallelogramms, dessen größere Diagonale in der Regel senkrecht zur Mittellamelle liegt. Bei dem typischen Hoftüpfel ist der Canal meist eng; der Hof stößt in einer scharfen Ecke mit dem Canal zusammen und hat meistenteils die Form einer flachen, biconvexen Linse. In der über- wiegenden Mehrzahl der Falle zeigten nun die Tüpfel der Bastzellen alle letztgenannten charakteristischen Merkmale, sodass ein Zweifel, ob wir es hier mit Hoftüpfeln oder trichterfórmig erweiterten Poren zu thun haben, nicht lange bestehen konnte; nur bei einigen Arten war eine Entscheidung mit Schwierigkeiten verknüpft, die hier und da noch durch die Kleinheit der Poren und ihr vereinzeltes Vorkommen vermehrt wurden. Deutliche Flächenansichten an Längsschnitten oder macerierten Zellen zu erhalten, gelang mir nicht, was vielleicht mit der bedeutenden Wandstärke und der Kleinheit der Poren zusammenhängen mag. Die Stellung der Hoftüpfel ent- spricht, wie stets an Bastzellen, einer linksläufigen Spirale. Die Weite des Hofes parallel zur Mittellamelle betrug nur selten 4—5 p, die Regel war 2—3 y, die des Canals blieb fast stets unter 4 p. Die Schließhaut mit ihrer charakteristischen Verdickung, dem Torus, mit Sicherheit zu erkennen, war mir nicht méglich; wohl sah ich hin und wieder, z. B. bei Leucopogon gra- cillimus DC. und Dracophyllum rosmarinifolium Forst., den linsenförmigen Raum von einer feinen Linie durchzogen, deren dunkler gefürbte Mitte ver- dickt zu sein schien, doch ist bei der sehr geringen Größe der Tüpfel eine Táuschung nur zu leicht müglich. Die Zahl der Tüpfel auf den einzelnen Zellen ist bei den verschiedenen Arten sehr wechselnd; einzelne Pflanzen gaben auf dem Querschnitte nur ziemlich selten ein deutliches Bild eines Hoftüpfels und nur der Längsschnitt konnte ihr Vorhandensein bezeugen, bei anderen fanden sich häufig Zellen, die auf dem Querschnitt 4—5 bei derselben Einstellung aufwiesen; auf dem Lüngsschnitt zeigen derartige Zellen dasselbe Bild, wie es uns poröse Gefäße oder Tracheiden häufig geben, ein Tüpfel dicht neben dem andern. Eine Anhäufung der Poren an einzelnen Teilen der Zelle, aus welcher auf eine Leitung in einer bestimmten Rich- tung hátte geschlossen werden kónnen, war nicht zu erkennen. Dagegen Botanische Jahrbücher. XIII. Bd. 3 34 F. Simon, zeichneten sich einzelne Zellen des ganzen Belegs ziemlich häufig durch die große Zahl ihrer Tüpfel aus; es waren dies bei den größeren Bündeln die Zellen, welehe an den Spitzen der sichelfórmigen Bastbelege seitlich vom Leptom liegen, oder sämtliche mechanische Zellen, welche die kleinen, zwischen den Hauptnerven liegenden GefiBbündel begleiten. Wenn eine größere Anzahl einfacher spaltenfórmiger Poren auf irgend eine Beteiligung der Bastzellen am Saftverkehr schließen lässt, die in der Ausbildung trichter- förmig erweiterter Poren noch deutlicher zum Ausdruck gelangt, so werden wir mit vollem Recht annehmen können, dass den hofgetüpfelten Bastzellen eine hervorragende Rolle bei der Bewegung der Säfte zufällt. Behöftporige Zellen sind stets als die Bahnen der Wasserbewegung im Inneren der Pflanze angesehen worden, wenn auch öfters diese Leitung nicht ihre einzige Aufgabe war; so geben die Tracheiden der Coniferen dem Stamme allein seine Festig- keit, das Libriform der Dikotylen, das in sehr vielen Fällen, bei den Epa- eridaceae durchweg hofgetüpfelt ist, beteiligt sich auch an der Wasserleitung, während seine Hauptaufgabe eine mechanische ist. Es ließe sich also von vornherein annehmen, dass sich die Bastzellen in den Blättern der Epacri- daceae neben ihrer mechanischen Function an der Leitung des Wassers be- teiligten, eine Annahme, die auch insofern viel für sich zu haben scheint, als die Zahl und Größe der Gefäße und Tracheiden in den Blattrippen häufig eine sehr geringe ist. Da alle wasserleitenden Organe tot sind, also keinen lebenden Plasmaschlauch besitzen, so war natürlich zunächst festzustellen, ob die Bastzellen lebend oder tot sind. Als Versuchsobjekt diente ein fri- sches Exemplar von Epacris obtusifolia Sm., und zwar benutzte ich nur vor- jährige oder noch ältere Blätter, da ja die Bastzellen diesjähriger Blätter noch im Waehstum und daher mit Plasma erfüllt sein konnten. Die Bast- zellen dieser Pflanze besitzen ein weites Lumen und sind mit verhältnis- mäßig zahlreichen Hoftüpfeln ausgestattet. Längs- oder Flächenschnitte durch das Blatt ließen in den Bastzellen gewöhnlich keine Luftblasen er- kennen, vielmehr waren sie mit körnigem Inhalt erfüllt; unter Wasser an- gefertigte Schnitte zeigten niemals Luft in den Bastzellen. Da die Zellen durch den Schnitt stets verletzt wurden, so schnitt ich, um unversehrte Zellen zu erhalten, aus dem Blatt einzelne Rippen vom Blattgrunde bis zur Spitze heraus, sodass nur an der Basis die Bastzellen verletzt waren. Nach der Behandlung mit dem Scnutrze’schen Macerationsmittel erhielt ich zahl- reiche unverletzte Bastzellen: bei einigen, deren Zahl allerdings nur sehr klein war, konnte ich einen collabierten Plasmaschlauch auf längere Strecken hin deutlich sehen; bei der Mehrzahl der Zellen dagegen fanden sich im Inneren nur kleine, stark lichtbrechende Tropfen, die von zahlreichen Vacuo- en durchsetzt schienen. In sehr vielen Zellen war nun eine große Zahl solcher Kügelchen durch feine Fiiden von gleichem Aussehen mit einander verbunden, zuweilen enthielt eine einzige Zelle 5—6 solcher Binder mit kugeligen Auftreibungen. In den zu gleicher Zeit macerierten zartwandigen Beiträge zur vergleichenden Anatomie der Epacridaceae und Ericaceae, 35 Parenchymzellen des Blattgewebes fand sich nun genau derselbe Inhalt, welcher wohl nur als der Rest ihres früheren Plasmabeleges gedeutet wer- den konnte. Es lieBe sich demnach auch für die Bastzellen annehmen, dass die kugeligen Massen, die sich nach der Maceration in ihrem Lumen finden, zerstörtes Plasma seien. Auf Schnitten waren die Zellen gleichmäßig von feinkörnigem Inhalt erfüllt, nach der Maceration gab ihr Inhalt genau das- selbe Bild wie der der grünen Zellen des Blattes; es dürfte demnach die Annahme nicht unberechtigt erscheinen, dass die Bastzellen einen leben- den Plasmaschlauch behalten; nur bleibt die Thatsache auffällig, dass in einzelnen Zellen diese Plasmareste nur in sehr geringer Menge vorhanden waren. Die Versuche, den Plasmaschlauch durch Glycerin und andere Was- ser entziehende Mittel zum Abheben zu bringen, sein Vorhandensein also direct nachzuweisen, misslangen, auch der Nachweis durch Reagentien ge- lang mir nicht; bei der Behandlung mit salpetersaurem Quecksilberoxydul erhielt ich in vielen Fällen sehr deutliche Bilder eines eontrahierten Plasma- schlauchs. Ich suchte nun die Zellen durch hohe Temperatur zu töten, in der Hoffnung, dann einen collabierten Plasmabeleg in ihnen zu finden. Zu dem Zwecke setzte ich frische Blätter im Wasserbade längere Zeit der Siede- hitze aus. Das Resultat war nicht durchweg befriedigend; wohl fanden sich in den meisten Bastzellen kürzere oder längere Stücke eines zusammen- gefallenen Plasmaschlauchs, dagegen war in anderen gar kein Inhalt oder nur kleine Körnchen zu sehen. Es deuten also auch diese Resultate darauf hin, dass viele Bastzellen lebend bleiben; ob dies aber für alle oder nur einen Teil derselben gilt, bleibt unentschieden, da sich eben Zellen fanden, in denen nur äußerst geringe oder gar keine Plasmareste sichtbar waren. Stärke ließ sich in den Bastzellen ebensowenig nachweisen wie Gerbstolf; trotzdem letzterer in der Epidermis, dem chlorophyllhaltigen Gewebe und dem Mestom sehr verbreitet ist, auch in den Zellen, die unmittelbar an die Bastzellen stoßen, waren diese selbst stets frei davon. Ein Durchtritt des Gerbstoffes durch die Bastzellen oder eine Leitung desselben in ihnen ist mithin ausgeschlossen. Nach alledem scheinen die Bastzellen von Epacris obtusifolia Sm. unter allen anderen behöftporigen Zellen eine Sonderstellung einzunehmen; denn das Vorhandensein lebenden Plasmas in ihnen ist nach den angestellten Versuchen, wenn auch nicht sicher, so doch ziemlich wahrscheinlich. Lebende Zellen sind nun für die Leitung des Wassers auf längere Strecken hin untauglich; es bleibt daher nur die Möglichkeit, dass die mechanischen Zellen dem Transport plastischer Stoffe dienen. Wir würden also in den Hoftüpfeln der Bastzellen nur eine Vervollkommnung der trichterfórmig er- weiterten Poren zu sehen haben, die in so vielen Füllen, auch an Bastzellen, zur Erleichterung der Stoffwanderung ausgebildet sind. Da ich lebendes Material nur an der einen Pflanze untersucht habe, so ist selbstverstiindlich die Frage unentschieden, ob die hofgetüpfelten 3* 36 F. Simon Bastzellen der übrigen Epacridaceae lebend bleiben und sieh gleichfalls an der Leitung plastischer Stoffe beteiligen. Im Folgenden will ich aber einige Thatsachen besprechen, welche dies wahrscheinlich machen. Zuniichst zeigen sich in vielen Füllen die Bastzellen mit einem braunen Inhalt erfülit, wie er sich auch in den übrigen Zellen des Blattes vorfindet. Ferner sei hier noch einmal auf die Verteilung der reichlich hofgetüpfelten Bastzellen hingewiesen; schon früher erwähnte ich, dass besonders die kleinen, im grünen Gewebe eingebetteten GefiBbündel auf der Leptomseite einen Bast- beleg von geringer Stärke tragen, dessen Zellen durch besonderen Reichtum an Hoftüpfeln hervortreten; an seine AuBenseite legen sich nur selten krystallführende Zellen an, die hingegen regelmäßige Begleiter der Belege der großen Bündel sind. Es stoßen also hier die chlorophyllreichen Zellen des Schwammparenchyms unmittelbar an die mechanischen Zellen und legen sich gewöhnlich mit einem breiten Fuß an dieselben. Bei Epacris obtusifolia Sm. sind auch die Seiten der Belege an den großen Bündeln von einem Netzwerk stark chlorophyllhaltiger Zellen umgeben, die in der Längs- richtung des Blattes gestreckt sind und mit den anderen Zellen des Schwammparenchyms durch einen oder mehrere kurze Fortsätze in Ver- bindung stehen; mit ihren Längswänden legen sie sich lückenlos an die Bastzellen, während sie sich unter einander mit den Querwänden berühren. Eine merkwürdige Verteilung der reichgetüpfelten Bastzellen findet sich in den Rippen des Blattes von Dracophyllum latifolium Soland.: die Blätter sind von zahlreichen I-förmigen Trägern durchsetzt, in deren Mitte das Mestom rings umgeben von Bastzellen liegt; nur seitlich neben den Ge- fäßen finden sich Durchgangsstellen, indem sich zwischen die Bastzellen parenchymatische Zellen mit größerem Lumen, aber immer noch ziemlich bedeutender Wandstärke einschieben. Die Zellen der unteren Bastgurtung, welche unterhalb dieser Durchgangsstellen, also an den Seiten des Leptoms liegen, zeigen im Querschnitt auffallend viele Hoftüpfel; ein radialer Längs- schnitt, welcher die Träger gerade an den Seiten trifft, lässt die Verhältnisse noch klarer erkennen; die Bastzellen, welche nahe der Epidermis liegen, zeigen nur hin und wieder Poren, während nach der Mitte zu die Zahl der- selben sich stetig steigert; die Zellen seitlich vom Leptom sind, wie die Bastzellen der kleinen eingebetteten Bündel, dicht mit Hoftüpfeln besetzt. ès scheint also an diesen Stellen zwischen dem Leptom und dem Blatt- parenchym ein besonders reger Verkehr stattzufinden. Auch auf das Ver- halten des Palissadenparenchyms zu den mechanischen Zellen will ich noch kurz eingehen. Bei vielen stärker gebauten, rundlichen Blattrippen liegt auch dem Hadrom ein Beleg mechanischer Zellen auf; erreicht nun das Assimilationsgewebe eine größere Mächtigkeit, so gehen in vielen Fällen die Palissadenzellen bis an die Gefüflbündel; die Zellen streben nun nicht nach den Zugangsstellen zum Mestom zwischen den beiderseitigen Bastbe- legen: sondern stoßen direct an die mechanischen Zellen, welche dem Beiträge zur vergleichenden Anatomie der Epacridaceae und Ericaceaez- 37 Hadrom aufliegen und einen Beleg von 4—2 Schichten bilden. Eine nähere Betrachtung verdienen ferner noch diejenigen Blatter, welche auf beiden Seiten Palissaden führen und deren Gefäßbündel eingebettet sind. Es legen sich hier bei mehreren Arten, von denen ich Lysinema elegans Sond., L. ci- liatum R. Br., L. conspicuum R. Br. und Needhamia pumilio R. Br. nennen will, die Palissaden der Blattunterseite an die mechanischen Zellen oder an die kleinen krystallführenden Zellen an, welche die Bastbelege an ihrer Außenseite umsäumen, von kubischer Gestalt und kaum dünnwandiger als die Bastzellen selbst sind. Die Palissaden der beiden letztgenannten Arten zeigen deutlich das Bestreben, einen Anschluss an die Zellen des Beleges zu erreichen; es biegen zu dem Zwecke die Zellen der zweiten oder dritten Schicht unter einem ziemlich bedeutenden Winkel nach dem Belege ab, den sie nicht erreichen würden, wenn sie dieselbe Richtung innehielten wie die über ihnen liegenden Palissaden; es scheint also gleichgültig zu scin, ob die Zellen direct mit dem Mestom oder nur mit den Zellen des Be- leges in Verbindung stehen. Auch aus dem Verlaufe der die Assimilate ab- leitenden Schwammparenchymzellen lässt sich nicht erkennen, dass ihr eigentliches Ziel allein das Mestom sei ; sie legen sich gewöhnlich in gleichem MaBe dem mechanischen Belege an wie dem eigentlichen Leitbündel. Das mechanische Gewebesystem hat sich im Vorangehenden sowohl für die Charakterisierung der gesamten Familie der Epacridaceae als auch für ihre Einteilung von großer Bedeutung gezeigt. Die Hoftüpfelung der mecha- nischen Zellen ist ein Merkmal, das naeh meinen Beobachtungen allen Gat- tungen zukommt; die Function der Zellen konnte ich nicht mit Sicherheit feststellen, doch sprechen viele Umstiinde dafür, dass sie sich an der Leitung der plastischen Stoffe beteiligen; eine eingehendere Untersuchung in dieser Hinsicht behalte ich mir für eine spätere Arbeit vor. Die Lagerung der mechanischen Elemente in Verbindung mit dem Mestom ermüglichte die Einteilung der Epacridaceae in drei scharf gesonderte Gruppen. Diese auf anatomischen Merkmalen beruhende Einteilung der Epacridaceae steht im Widerspruch mit derjenigen, welche sich in den meisten systematischen Werken findet; in denselben zerfallen die Epacridaceae in 2 Abteilungen: Styphelieae und Epacreae. In dem eben erschienenen Heft der » Natür- lichen Pflanzenfamilien«!) teilt Drupe die Epacridaceae in 3 Gruppen: Prionoteae, Epacrideae und Styphelieae. Auch in 2 älteren Arbeiten fand ich eine abweichende Einteilung: Payer?) unterscheidet 3 Gruppen, deren 4) ENGLer u. PrantL, Natürliche Pflanzenfamilien, IV. Teil, I. Abteilung p. 72. 2) J. B. Paver, Traité d’organogénie comparée de la fleur. Paris 1857. p. 575. Payer charakterisiert die 3 Gruppen folgendermaßen: 4. les Epacris »ressemblent beaucoup aux Erica, et n'en different que par la déhiscence de leurs anthéres, dont les deux loges confluentes par leur sommet simulent une anthère uniloculaire«. 2. les Leucopogon »ont de véritables antheres uniloculaires, dont la déhiscence est extrorse, et un ovaire à loges uniovulées«, 3. les Dracophyllum vont également des anthères uni- 38 F. Simon, Vertreter die Gattungen Epacris, Leucopogon und Dracophyllum sind. Genau die gleiche Einteilung giebt Battion.!) Es decken sich diese Einteilungen genau mit derjenigen, welche sich aus den anatomischen Verhältnissen er- giebt. Die Tribus der Styphelieae ist auch anatomisch einheitlich gebaut rücksichtlich der Lage der mechanischen Rippen, welche mit der Epider- mis der Blattunterseite unmittelbar in Berührung stehen. Die Spaltóffnun- gen liegen mit Ausnahme von zwei Arten (Needhamia pumilio R. Br. und Leucopogon gracilis R. Br.) ausschlieBlich auf der Unterseite des Blattes im Gegensatz zu den beiden folgenden Gruppen, deren Blatter häufig auf bei- den Seiten Stomata fübren. Ferner sind wellige Ausstülpungen der Epider- miszellen und ericoide Blattformen ausschlieBlich in dieser Gruppe vor- handen. Die Tribus der Epacreae zerfällt nach dem Bau und der Lagerung der Blattnerven in zwei Abteilungen : die eine ist ausgezeichnet durch ein- gebettete, im Querschnitt ungefähr kreisfórmige Blattrippen und umfasst die Gattungen Epacris, Lysinema, Archeria, Prionotes, Lebetanthus, Cosmelia, Sprengelia, Andersonia; die zweite besitzt durchgehende, I-fórmige Träger ; hierher gehóren die Gattungen Cystanthe, Pilitis, Richea, Dracophyllum, Sphenoloma. Nachdem wir die einzelnen Gewebesysteme einer eingehenden Be- trachtung unterzogen haben, wollen wir noch einmal die anatomischen Merkmale zusammenfassen, welche für die Familie der Epacridaceae charak- teristisch sind. Zunächst ist die Gleichmäßigkeit im Bau der Haare zu er- wühnen; Küpfchen- oder Drüsenhaare, sowie mehrreihige Haare finden sich nirgends; auch mehrzellige, aber einreihige Haare kommen nur vereinzelt vor; dagegen besitzen fast alle Gattungen kleine, einzellige Haare, auf die schon VrsQuE?) aufmerksam macht. Die stark gewellten Radialwände der Epidermiszellen finden sich gleichfalls bei allen Arten (ausgenommen nur Dracophyllum muscoides Hook. f,). Alsdann wäre nur noch die Hoftüpfelung der Bastzellen zu nennen, die für alle Epacridaceae ein charakteristisches Merkmal zu bieten scheint, und zwar sind nicht nur die Bastzellen in den Blüttern durch diese Hoftüpfelung ausgezeichnet; ich habe sie auch bei den wenigen Arten, die ich in dieser Hinsicht untersucht habe, an den Bast- zellen in der Rinde gefunden. Die leiterfórmige Perforation der Gefäßquer- loculaires, mais introrses, et un ovaire, dont chaque loge porte dans son angle interne un placenta suspendu couvert d'ovules sur l'une de ses faces «, 1) Recherches surl'organisation etle développement des Éricoidées, in Adansonia, Tome I. p. 207. Paris 1860—61. 4. Loges multiovulées, placenta axile: Epacris. 2. Loges multiovulées, placenta suspendu: Dracophyllum. 3. Loges uniovulées, ovule suspendu : Leucopogon. 2) Vesque, Caractères des principales familles Gamopétales (Ann. d. sc. nat., Série VII, Tome I, p. 244). Beiträge zur vergleichenden Anatomie der Epacridaceae und Ericaceae, 39 winde im Stamme ist wohl bei sehr vielen Arten vorhanden, doch nicht durchgehends, wie schon Sorereper !) erwähnt; die Hoftüpfelung des Libri- formes scheint aber allen Epacridaceae zuzukommen. II. Ericaceae. Der anatomische Bau der Laubblätter der zu den Ericaceae gehörigen Tribus ist schon in mehreren Arbeiten eingehend behandelt worden, unter denen namentlich die Abhandlungen von Niepenzv?) über die Arbutoideae und Vaccinioideae und von Bretrretp?) über die Rhododendroideae hervor- zuheben sind. leh werde mich daher im Folgenden kürzer fassen, da ich auf diese früheren Untersuchungen vielfach Bezug nehmen kann. 1. Hautsystem. Die Zellen der Oberhaut sind bei den Ericaceae meist von kubischer oder flach tafelförmiger Gestalt, ohne in einer bestimmten Richtung beson- ders stark gestreckt zu sein; nur die Epidermiszellen einiger Leucothoë- Arten (L. nummularia, L. subrotunda, L. oleifolia) zeigen im Querschnitt hochrechteckige Form. Eine reihenförmige Anordnung der Zellen findet sich nur über den Blattnerven. Cuticula und Außenwand sind in vielen Fällen sehr stark auf beiden Seiten des Blattes, während gewöhnlich die Außenwand auf der Oberseite die auf der Unterseite an Dicke übertrifft. Bei einzelnen Arten, besonders aus der Gattung Cassiope, deren Blätter dem Stamme dicht anliegen, ist die der Sonne und dem freien Zutritt der Luft ausgesetzte Unterseite mit einer außerordentlich starkwandigen Epi- dermis versehen, die Epidermiszellen der geschützten Oberseite sind da- gegen zart. Eine eigentümliche Erscheinung tritt uns häufig in der Faltung der Cuticula entgegen; die Falten erscheinen im Querschnitt entweder als kleine spitze Erhebungen (Fig. 12), oder sie sind so stark ausgebildet, dass sie ungefähr ebenso hoch sind wie die Epidermiszellen und die Oberhaut mit einem dichten Schleier überziehen. Während sich die erstgenannten kleinen Falten auf der Cuticula beider Blattseiten finden, ist das Vorkom- men der hohen Leisten auf die Cuticula der Blattunterseite beschränkt; in besonders starker Ausbildung treten sie uns bei Befaria phyllireae/olia und B. grandiflora entgegen. Die Falten gehen hier sowohl wie bei vielen Eri- ceae namentlich von den einzelligen Haaren auf der unteren Blattseite aus 4) SOLEREDER, Über den systematischen Wert der Holzstructur bei den Dikotyle- donen, p. 163. 2) Nivpenzu, Über den anatom. Bau der Laubblätter der Arbutoideae und Vac- cinioideae, in ExcLER's Jahrbüchern XI, p. 134 fI. 3) BrerrreLp, Der anatom. Bau der Blätter der Rhododendroideae, in ENGLERS Jahr- büchern, IX p. 319 ff. 40 F. Simon, und verbinden zuweilen, wie es Gruser!) schon für mehrere Erica angiebt und wie es sich auch bei der Gattung Grisebachia findet, die einzelnen Haare, ungeführ von der Mitte derselben abgehend, in Gestalt hoher Sáume. Eine netzartige Verdickung der Außenwände, die uns bei den Epacridaceae ziemlich häufig begegnete, konnte ich nur bei Leucothoë pulchra auf der Blattunterseite beobachten; an den Radialwänden der Epidermiszellen fand sie sich auf der oberen Blattseite von Ramischia secunda; die Verdickungs- leisten zeigten sich hier in der Flüchenansicht als rundliche Auftreibungen der schwach gewellten Wände, hin und wieder ragten sie faltenartig weiter in das Lumen der Zelle vor. Die Radial- und Innenwiinde sind fast durch- schends schwach, nur Lyonia Hartwegiana wies eine stärkere Verdickung der letzteren auf. Die bei den Epacridaceae überall vorhandene Wellung des äußeren Teiles der Radialwände findet sich auch bei vielen Ericaceae, nur sind die Wellungen stets weiter und flacher; sie fehlen den Arbuteae mit Ausnahme von Arctostaphylos alpina, wo sie auf der Unterseite des Blattes sehwach entwickelt sind. Eine Beschrünkung dieser Festigungsvor- richtung auf die untere Seite der Blätter findet sich bei den Ericaceae eben- sowenig wie bei den Epacridaceae. Ist eine Wellung überhaupt vorhanden, so tritt sie in der Regel auf beiden Blattseiten auf; in vielen Füllen sind nur die Radialwände der oberen Epidermis gewellt (Lyonia ferruginea, Kalmia glauca u. a.); nur in vereinzelten Ausnahmen findet sie sich nur auf der Unterseite. Die Verschleimung der Innenwand der Epidermiszellen ist in den Tribus der Ericeae und Rhodoreae sehr verbreitet; bei den Arbuteae, Andromedeae und Piroleae beobachtete ich sie nirgends. Gewöhnlich kommt sie in den Epidermiszellen beider Seiten des Blattes vor; bei den ericoiden Blattformen sind die in den Rillen liegenden Oberhautzellen ohne quellbare Innenwände, bei den Rhodoreae zuweilen sämtliche Zellen der Unterseite. In vielen Fällen bleiben einzelne Zellen frei von der Quellung, z. B. bei Blaeria ericoides die über dem Hauptnerv gelegenen, auch ist die Stärke der Quellung in den einzelnen Zellen öfters verschieden. Bei den Gattungen kalmia und Befaria tritt die Quellung in einzelnen Zellen außerordentlich stark auf, so dass die Länge der gequollenen Wand ihre Breite oft um das Doppelte bis Dreifache übertrifft. Eine mehrschichtigé Epidermis ist bei den Andromedeae und Rhodoreae sehr verbreitet, sie fehlt den Ericeae und Piroleae; unter den Arbuteae kommt sie nur der Gattung Pernettya zu. Gewöhnlich liegen zwei, in einzelnen Fällen drei Schichten über einander. Eine überaus große Mannigfaltigkeit zeigt sich in der Ausbildung der Trichome, im Gegensatz zu den Epacridaceae, bei denen uns fast ausnahms- los einzellige Haare begegneten. Dieselben einzelligen Haare treffen wir auch bei fast allen Gattungen der Ericaceae und zwar meist auf beiden 1) Gruner, Anatomie und Entwicklung des Blattes von Empetrum nigrum und ähnlicher Blattformen einiger Ericaceae. p. 29. Beitrâge zur vergleichenden Anatomie der Epacridaceae und Ericaceae, 41 Blattseiten; bei den ericoiden Blattformen ist in der Regel die ganze Rille auf der Blattunterseite mit derartigen Haaren erfüllt, die sich oft mit einan- der verflechten und an der Oberfläche größere oder kleinere Cuticularleisten erkennen lassen; hierher gehören sehr viele Ericeae, von den Andromedeae nur Cassiope tetragona und von den Rhodoreae die Gattungen Loiseleuria, Bryanthus, Phyllodoce, Daboecia und Ledothamnus; dagegen waren bei Erica brevifolia und E. articularis die Haare nur am Eingang zur Rille ausgebildet, ähnlich wie bei den Empetrum-Arten. Mehrreihige und mehrzellige Borsten- haare finden sich gleichfalls sehr häufig, namentlich bei den Andromedeae, auch bei den Arbuteae und Rhodoreae, wenn auch weniger häufig; die Eri- ceae besitzen sie nur ziemlich selten und dann meist am Blattrande, den Piroleae fehlen sie. Die Form der Drüsenhaare ist außerordentlich ver- schieden; auf eine genauere Beschreibung will ich nieht eingehen, da Nir- pEnzu und Breirretp sie für die Arbuteue, Andromedeae und Rhodoreae sehr ausführlich behandelt und vielfach abgebildet haben, und sie den Piroleae und Ericeae fast durchweg zu fehlen scheinen. Nur an drei Arten der letzt- genannten Tribus sind Kópfchenhaare beobachtet worden: Gruner !) erwähnt, dass Calluna vulgaris sehr hinfällige Kópfehenhaare besitzt, Liunastrém ?) bildet einen Querschnitt durch das Blatt von Erica stricta ab, wo sich am Blattrande ein einfach gebautes Kópfchenhaar findet; außerdem fand ich sie noch bei Grisebachia incana in der Rille auf der Blattunterseite; es sind kleine Haare, deren Stiel aus wenigen, in zwei Reihen angeordneten Zellen besteht, das Köpfchen ist kugelfórmig und ungefähr von derselben Hóhe wie der Stiel. 2. Assimilationssystem. Typische Palissadenzellen finden sich fast bei allen Ericaceae. Bei den bifacialen Blüttern liegen sie auf der dem Lichte zugekehrten Oberseite des Blattes, häufig in mehreren Schichten über einander; bei den dem Stamme angeschmiegten Blüttern, wie sie namentlich bei den Ericeae vorkommen, ist die Unterseite des Blattes die Lichtseite und wir sehen daher auch die Palissaden an dieser Seite allein oder doch in gleicher Stärke wie auf der Oberseite ausgebildet, natürlich nur auf der Strecke zwischen den Rillen und dem Blattrande. 3. Durchlüftungssystem. Das Schwammparenchym ist bei den Ericaceae in der Regel ziemlich mächtig ausgebildet und von großen Intercellularräumen durchsetzt. Die Wände der Zellen sind meist zart, nur bei Loiseleuria procumbens waren sie stärker; Tüpfelung der Wände zur Erleichterung des Saftverkehrs fin- det sich häufig. 1) GRUBER l. c. p. 26. 2, Luuncstrom, Bladets bygnad inom familjen Ericineae. Tafel I, Fig. 6. 42 F, Simon. Die Schließzellen der Spaltóffnungen sind in keiner Beziehung abwei- chend gebaut; auch bei Arctostaphylos Uva ursi weisen sie den gewühn- lichen Bau auf, obwohl sich nach den Abbildungen Nizpenzu’s!) eine unge- wühnliche Ausbildung erwarten lieBe. Die Spaltóffnungen liegen in der Regel auf der Unterseite der Blütter, bei den ericoiden Blattformen aus- schließlich in der Rille ; auf beiden Seiten des Blattes waren Spaltöffnungen vorhanden bei Arctostaphylos tomentosa, Epigaea repens und Pirola minor, nur auf der Oberseite bei Cassiope lycopodioides, deren Blütter dem Stamme anliegen und allein auf der Unterseite Palissaden führen. Die einzelnen Spaltöffnungen selbst schützen sich bei sehr vielen Arten durch die starke Ausbildung der oberen Cuticularleisten, die sich auf dem Querschnitt schnabelartig über die eigentliche Spalte wólben. Wie bei den Epacridaceae kommen auch bei Ericaceae eingesenkte Spaltóffnungen nicht vor, nur bei Pieris formosa liegen sie etwas unter der Oberflüche; dagegen sind sie in sehr vielen Fällen über die Epidermis vorgewölbt. Dies ist stets der Fall, wenn sie in Rillen liegen. Häufig werden die Spaltóffnungen dadurch geschützt, dass sich die umstehenden Haare über sie neigen, wie es GRUBER bei Erica Tetralix fand; ähnliche Erscheinungen bieten uns Cassandra calyculata, Befaria phyllireaefolia und B. grandiflora. Bei der erstgenann- ten Art (Fig. 12) sind die neben den SchlieBzellen liegenden Epidermis- zellen wulstartig ausgestülpt und die beiden gegenüber liegenden, mit zahlreichen Cuticularfalten versehenen Wülste nühern sich über der Spalte fast bis zur Berührung; ähnlich verhalten sich die beiden Befaria-Arten : es legen sich hier die Ausstülpungen der Epidermiszellen weniger weit über und berühren sich auch nicht; dagegen treten die hohen Cuticularfal- ten, welche die Wülste überziehen, dicht an einander. Interessant ist das Auftreten einer Schutzvorrichtung, der wir bei den Epacridaceae öfters be- gegnet sind: bei Lyonia ferruginea schwellen nämlich die starken Innen- wiinde der Epidermiszellen der Blattunterseite da, wo sie an den Eingang zur Atemhöhle grenzen, so bedeutend an, dass der Zugang mehr oder weni- ger fest verschlossen wird; von der Unterseite betrachtet giebt ein Flüchen- sehnitt. genau dasselbe Bild, wie wir es bei Archeria eriocarpa getroffen haben. 4. Leitsystem. Die Gefäßbündel in den Blättern der Ericaceae sind durchaus regel- mäßig gebaut: wir sehen das Hadrom nach der Blattoberseite zu gelagert, darunter das Leptom, welches sich gewöhnlich sichelfürmig an das Hadrom legt. Die Bündel sind meist von mechanischen Belegen begleitet, die ent- weder auf beiden Seiten auftreten oder nur auf der einen, in welchem Falle dann die Leptomseite die bevorzugte ist. Die starken Hauptnerven der untersuchten Arten von Kalmia und Lyonia ähneln in der Anordnung 4) NikpkNzU, |. c. Tafel IV, Fig. 7, Beiträge zur vergleichenden Anatomie der Epacridaceae und Ericaceae. 43 ihrer Elemente den Biindeln im Blattstiele: um ein starkwandiges Mark legt sich das Hadrom ringfórmig und wird selbst vom Leptom umgeben : letzteres wird gewöhnlich an den Seiten vom Hadrom in zwei halbmond- fórmige Teile getrennt. Die Querschnittsform der einzelnen GefäBbündel ist rundlich oder in der Richtung senkrecht zur Blattfläche gestreckt; erstere Form findet sich bei den Ericeae und Piroleae, den Arbuteae kommen die I-förmigen Träger zu, unter den Andromedeae und Rhodoreae sind beide Formen vertreten. Die I-fórmigen Träger stoßen nur in wenigen Fällen direct, d. h. mit den mechanischen Zellen an die Epidermis , gewöhnlich wird die Verbindung durch farbloses, starkwandiges Nervenparenchym vermittelt. Eingebettete Bündel finden wir bei den Ericeae und Piroleae, durchgehende bei allen Arbuteae. Die Lagerung der Gefäßbündel in den Blättern der Andromedeae und Rhodoreae ist in den Arbeiten NigpENZU'S und BreitFELy’s eingehend behandelt und im Verein mit der Querschnitts- form bei der Charakterisierung der einzelnen Sectionen verwertet worden. 5. Mechanisches System. Das mechanische System ist bei den Ericaceae im allgemeinen weniger stark ausgebildet als bei den Epacridaceae. Von mechanischen Zellen finden wir typische Bastzellen und zuweilen Collenchym ; letzteres liegt stets in der Umgebung der Hauptnerven und verbindet das GefäBbündel mit der Epidermis; die Bastzellen sind gewöhnlich zu Strängen vereint, die ge- meinschaftlich mit den Mestom verlaufen. Zuweilen liegen auch im grünen Gewebe des Blattes zerstreut mechanische Zellen, so namentlich bei vielen Arten der Gattungen Gaultheria, Pernettya und Diplycosia; ich fand sie ferner noch bei Rhododendron Griffithianum , wo sie durch ihr sehr großes Lumen auffallen. Die Gestalt der einzelnen Bastzellen entsprieht völlig derjenigen bei den Epacridaceae; die Wände sind in der Mehrzahl der Fille sehr stark, die Enden der Zellen spindelartig zugespitzt. Überraschend ist die Thatsache, dass die Bastzellen der Ericaceae gleichfalls hofgetüpfelt sind; es ist dies ein äußerst charakteristisches Merkmal, das die Epacrida- ceae und Ericaceae vor allen übrigen Familien auszeichnet und in dem die Verwandtschaft beider Familien deutlich zum Ausdruck gelangt. Bei den Arbuteae, Andromedeae und einigen Ericeae sind die behöften Poren auber- ordentlich reich und typisch ausgebildet, besonders zeichnen sich die Bast- zellen vieler Gaultheria- und Pernettya-Arten (Fig. 14 u. 15) durch den groBen Reichtum an Hoftüpfeln aus, und es ist zu verwundern, dass die Hoftüpfelung bisher übersehen worden ist; auch Nipexzu !, der die Tüpfe- lung der Bastzellen erwähnt, spricht nicht von behöften Poren. Bei einigen Ericeae, deren mechanische Belege gewöhnlich klein sind oder deren Blät- ter überhaupt keine mechanischen Zellen enthalten, konnte ich die Hof- 1) NIEDENZU: |. C. p. 170. 44 F, Simon. tiipfelung an den in dem Rindengewebe liegenden Gruppen von Bastzellen feststellen; dagegen kann ich nicht sagen, ob den Piroleae behöftporige Bastzellen zukommen, da die von mir untersuchten Arten in ihren Blättern keine mechanischen Zellen besaßen. Bei den Rhodoreae habe ich lange ge- schwankt, ob die Poren wirkliche Höfe oder nur trichterférmige Erweite- rungen besitzen; ich glaube aber doch, dass es typisehe Hoftüpfel sind, namentlich naeh den Bildern, die ich bei Rhododendron ponticum erhielt. Die Verteilung der Poren an den Wiinden der einzelnen Zellen war in der Regel eine gleichmäßige; nur bei Andromeda japonica beobachtete ich eine auffällige Häufung der Poren an den Enden einzelner Zellen, was auf eine Leitung in der Langsrichtung hindeuten dürfte, doch steht dieser Fall ganz vereinzelt da. Dass aber die Bastzellen irgendwie bei dem Austausch der Sifte zuweilen in hervorragendem MaBe beteiligt sind, dafür scheint mir die groBe Zahl der Poren bei verschiedenen Arten (z. B. Gaullheria fragran- lissima, G. hispida, G. Shallon, Pernettya mucronata, P. ilicifolia) zu sprechen, die für die Versorgung der einzelnen Zelle mit Baustoffen während ihres Wachstums wohl nicht erforderlich gewesen wire. Um festzustellen, ob die Bastzellen absterben oder am Leben bleiben, verfuhr ich nach denselben Methoden, welche ich bei den Epacridaceae angewendet hatte, und benutze auch hier stets vorjährige Blätter. Zunächst untersuchte ich Blätter von Andromeda japonica, deren Bastzellen ich einen lebenden Plasmaschlauch glaube zusprechen zu müssen ; auch hier gelang es mir vorzugsweise durch Kochen in Wasser den Plasmaschlauch streckenweise zum Collabieren zu bringen. Erfolglos fielen alle Versuche aus, die ich an der einzigen, in le- bendem Zustande mir zugänglichen Gaultheria-Art, G. Shallon, anstellte ; auch in den ebenso reichlich getüpfelten Bastzellen von Pernetiya mucronata, von welcher mir gleichfalls frisches Material zur Verfügung stand, gelang es mir nicht, einen Plasmaschlauch nachzuweisen. Die Reaction auf Gerb- stoff ergab überall die gleichen Resultate, wie bei den Epacridaceae: der Inhalt der Bastzellen blieb ungefärbt, obgleich siimtliche anstoBenden Zellen und ebenso die dickwandigen parenchymatischen Durchgangszellen, die zwischen den Bastzellen eingestreut liegen, eine deutliche Färbung auf- wiesen. Einen Schluss auf die Function der hofgetüpfelten Bastzellen kann ich mir nach diesen Resultaten nicht erlauben ; jedenfalls dürften aber die Bastzellen von Andromeda japonica nicht an der Wasserleitung teilnehmen, vielleicht verrichten sie dieselbe Aufgabe, wiesie die Bastzellen von Epacris obtusifolia zu erfüllen scheinen. Wie ich schon erwühnte, behalte ich mir eine genauere Untersuchung dieser Punkte vor. Beitrige zur vergleichenden Anatomie der Epacridaceae und Ericaceae. 45 Uberblicken wir nun den im Vorhergehenden nüher besprochenen ana- tomischen Bau der Laubblütter der Ericaceae noch einmal, so finden wir zwischen den einzelnen Tribus mancherlei Unterschiede, die auf der Lage- rung uud Querschnittsform der Gefäßbündel, der verschiedenartigen Aus- bildung der Haare, auf dem geraden oder welligen Verlauf der Radialwände, der Quellbarkeit der Innenwiinde der Epidermiszellen und auf der Zahl der übereinander liegenden Schichten der Oberhautzellen beruhen. Cha- rakteristisch, wenn auch nicht für die Gesamtheit der Ericaceae, so doch ` für die überwiegende Mehrzahl der Arten sind die einzelligen Haare auf der Oberseite der Blätter und vor allem die Hoftüpfelung der Bastzellen. Wir sehen, es sind dieselben Merkmale den Ericaceae eigen, durch deren Besitz sich auch die Epacridaceae auszeichneten, und in ihnen gelangt die Verwandtschaft zwischen den beiden Familien der Epacridaceae und Ericaceae zum Ausdruck ; namentlich möchte ich auf die eigenartige Tüpfe- lung der Bastzellen besonderes Gewicht legen, denn dieses Merkmal trennt die beiden Familien von allen anderen ebenso scharf, wie es sie selbst eng mit einander verbindet. Die Untersuchungen zu der vorstehenden Arbeit wurden wihrend des Wintersemesters 1888/89 und des Sommersemesters 1889 im Königl. bo- tanischen Institut der Berliner Universitit unter Leitung des Herrn Prof. Dr. S. ScuwkNpENER ausgeführt. Diesem meinem hochverehrten Lehrer er- laube ich mir an dieser Stelle meinen ehrerbietigsten Dank für die mir stets in freundlichster Weise erteilten Ratschläge und Anregungen auszu- sprechen. Figurenerklürung der Tafel II. Fig. 4. Querschnitt durch einen Blattnerv von Epacris impressa Labill. Vergr. 200. Fig. 2. Querschnitt durch einen Blattnerv von Styphelia tubiflora Sm. Vergr. 260. Querschnitt durch einen Blattnerv von Richea dracophylla R. Br. Vergr. 200, = T ds de d > H Querschnitt durch eineSpaltóffnung von Ponceletia sprengelioides R. Br. Vergr. 320. Das Lumen der Zellen ist schattiert, Flüchenansicht einer Spaltóffnung von Poneeletia sprengelioides R. Br. von innen. Vergr. 320. Das Lumen der Zellen ist schattiert. Fig. 6. Querschnitt durch das Blatt von Brachyloma ericoides Sond. (untere Blattseite). Die Intercellularrüume sind schattiert. Rechts und links Teile der Bast- belege zweier Hauptnerven, in der Mitte unten der Bastbeleg eines kleinen Bündels. Vergr. 320. Fig. 7. Flächenansicht einer Spaltöffnung von Archeria eriocarpa Hook. f. von innen. Die punktierten Linien geben den Umriss der SchlieBzellen an. Zelllumina schattiert. Vergr. 500, = Géi ge ct Fig, Fig. 8. g. 9. . 10, . 44. g. 13. g. 44. F. Simon. Beiträge zur vergleichenden Anatomie der Epacridaceae und Ericaceae, Querschnitt durch die Epidermis der Blattoberseite von Pentachondra pumila R. Br. | Zelllumina schattiert. Verger, 320. | Flüchenansicht derselben; Die Verdickungsmassen, die stets über den Wellen- bergen liegen, sind bei tieferer Einstellung gezeichnet. Vergr. 260. Querschnitt durch eine Spaltöffnung von Dracophyllum latifolium Soland.; in der Atemhóhle eine handschuhfingerfórmige Ausstülpung der Wand der hinter- liegenden Epidermiszelle von vorn gesehen. Zelllumina schattiert. Vergr. 320. Dieselbe im Längschnitt; die Ausstülpungen teils làngsdurchschnitten, teils von vorn gesehen. Zelllumina schattiert. Vergr. 320. Querschnitt durch eine Spaltöffnung von Cassandra calyculata. Zelllumina schattiert. Vergr. 500. Querschnitt durch die Epidermis der Blattunterseite von Styphelia elegans Sond.; Zelllumina schattiert. Vergr. 320. Bastzellen aus dem Beleg des Hauptnerven im Blatte von Pernettya mucronata im Querschnitt. Vergr. 500. Stück einer Wand einer längsdurchschnittenen Bastzelle aus dem Blatt von Gaultheria Shallon. Vergr. 960. Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse avec apercus sur les Alpes occidentales en général par John Briquet. (Avec Tab. IH et IV.) Un probléme digne de toute l'attention des géologues et des botanistes, est la recherche des conditions dans lesquelles s'est accomplie l'odyssée post- glaciaire des plantes alpines. VEZIAN. Il n'est pas une de nos régions botaniques, bien plus, une de nos flores locales, qui ne puisse offrir des traces appréciables des agissements du passé, SAPORTA et Manion. L'étude que nous soumettons aujourd'hui au jugement des phyto- géographes est la premiere d'une série de petites monographies, dans les- quelles nous tenterons d'élucider, autant que faire se peut, l'histoire phyto- géographique récente des Alpes occidentales. Elle devait primitivement constituer le chapitre d'introduction de notre travail sur les Alpes Léma- niennes. Mais il nous a paru judicieux de ne pas méler les recherches purement locales avec les questions d'un intérét plus général, et avantageux par conséquent de publier à part ces dernières. Nous nous bornerons à esquisser l'histoire générale du district savoisien et du district jurassique franco-suisse, en appelant plus particulicrement l'attention des spécialistes sur les méthodes suivies. Quant aux recherches de détail, elles doivent étre laissées à la floristique monographique. Nous sommes bien loin, du reste, d'avoir parcouru ces deux districts dans leur ensemble, et ne pouvons done que par ci par là combler les lacunes existantes dans nos connaissances sur la dispersion actuelle des espéces par des observations personnelles. Leur flore est heureusement suffisamment homogéne pour que ce travail de synthése, qui s'appuie sur les études consciencieuses de plusieurs générations de botanistes, puisse aborder et résoudre dans leurs grandes lignes les divers problèmes qui se rattachent à leur histoire. Sans doute, les travaux ultérieurs auront à introduire:bien 48 John Drouet, des améliorations dans la délimitation des divisions de flore subordonnées, et la caractéristique de plusieurs d'entre elles, encore mal connues, devra étre modifiée. La phytogéographie systématique n'en est qu'à ses débuts et elle est soumise aux mémes lois que toute les autres classifications: elle doit se transformer avec les progres de la science. Enfin les nombreux renvois aux mémoires originaux consignés en notes au bas des pages, permettront au lecteur de se mettre au courant de la littérature phytogéographique moderne, qui est fort éparpillée. I. La zone des Alpes septentrionales extérieures. — Les anciennes classifications de flore en Europe ne distinguaient guére que des régions altitudinaires: les faits de dispersion connus étaient alors trop peu nom- breux pour que l'on püt tenter autre chose. Cependant en 1849 déjà, un botaniste et géologue suisse, Jutes Tuurmann, développa pour la chaine jurassique franco-suisse des recherches de phytogéographie comparée qui sont encore aujourd'hui des modéles!). Il caractérisa nettement la végé- tation de cette chaine comme constituée par une flore naturelle, et signala le massif de la G Chartreuse comme le point où cette flore se fond avec celle des Alpes caleaires de la Savoie. Du cóté du nord, il sépara com- plètement, d’accord avec Moucror, le Jura des Vosges dont la flore est radicalement différente. Les auteurs qui suivirent, Raurin ?) et PugL ë), se bornèrent à répéter ce que l'on savait déjà sur la séparation du Jura et des Vosges. CHABERT dans son premier travail sur la Savoie‘), se borne comme les anciens botanistes à distinguer: 1? une émanation de la flore méditer- ranéenne; 2° une végétation des plaines et des montagnes; 3° une flore alpine. Dans sa seconde étude, par contre, il entre dans les vues de THURMANN et indique les rapports étroits qui relient les alpes calcaires de la savoie et du Jura5). Tl caractérise le massif de la Gie Chartreuse (Gentiana an- gustifolia, Hypericum nummularium); il retrouve là de nombreux traits 4) Tuurmass, Essai de phytostatique appliqué à la chaine du Jura, 4849 t. I p. 455 et seq. 2) Ravurin, Essai d'une division de la France en régions naturelles et botaniques (Bull. Soc, Linn. de Bordeaux t. XVIII). 3) Purr, Etudes sur les divisions géographiques de la Flore francaise (Bull. Soc. bot. de France t. V et VI, 1858 et 1859). 4) CHABERT, Etude sur la géographie botanique de la Savoie (Bull. Soc. bot. de France VI, 4859). 5) Cuasert, Esquisse de la végétation de la Savoie (Bull. Soc. Bot. de France VII, 1860). Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse, 49 jurassiques et, de méme que Tuurmann avait parlé d'un Jura sarde, il n'hésite pas à décrire un Jura de Savoie, qui se rattache intimement à la vraie chaine jurassique par le Mt. du Chat. Il place méme la limite des deux flores à la grotte des Echelles. C'est en 1863 que parut le mémoire classique de PERRIER DE LA BATHIE et SONGEON, dans lequel, faisant un grand pas en avant, ces deux savants établirent d'une facon définitive les bases de la classification phytogéographi- que des Alpes occidentales !). Ils montrèrent qu'il y avait lieu de distin- guer trois zones alpines distinctes représentées en partie sur territoire francais. L'une, surtout calcaire, se divise à partir de la G** Chartreuse en deux branches, le Jura et les Alpes savoisiennes (qu'ils appellent chaine calcaire centrale). La seconde, située à l'est de la précédente, con- stitue la zone granitique, elle correspond dans le sous-sol à un grand développement des terrains primitifs. La troisième, ou quatrième si on compte le bras jurassique à part, occupe la partie sud-est de la Savoie, c'est la plus riche; elle a simplement été qualifiée de l'epithéte: zone du sud-est. Les travaux de Herm. Curist sur le Jura?) n'ont pu que confirmer les données de ses devanciers sur les rapports de cette division avec la Savoie. Un examen attentif de la partie septentrionale du Jura, comparée au pro- longement nord de la chaine calcaire de Savoie en Suisse, c'est à dire la Gruyère, la chaine du Stockhorn etc., l'amenerent à constater des ana- logies frappantes que TaurMANN avait déjà esquissées. Quelques années auparavant, MicHaLer avait fixé la limite des flores jurassiques et savoisiennes au sud du Mt. du Chat, mais sans donner de raisons?). GRENIER qui examina de près la question ?), trouva arbitraire de faire rentrer le Mt. du Chat dans la chaine jurassique, estimant que si on faisait cette adjonction il n'y avait plus de raisons pour s'arréter là. Il proposa de fixer la limite à Culoz. In 1878, Carriscn qui s'appuyait sur les importants travaux de SENDTNER (travaux d'une nature purement phytostatique), caractérisa la suite de notre chaine calcaire dans l'Allemagne du sud et créa diverses divisions secon- daires; il parle peu des analogies de la région inférieure de la chaine cal- caire et du Jura de Souabe et de Franconie 5). 4) PERRIER et SoNGEON, Aperçu sur la distribution des espèces végétales dans les Alpes de la Savoie (Bull. Soc. bot. de France X, 1863). C'est évidemment par un lapsus que M. Gaston Bonnier attribue ce travail au Dr. Bouvier qui n'a jamais traité la question. 3) Cunist, Über die Pflanzendecke des Juragebirges, 1868. — Idem, Observations sur l'origine des espèces jurassiques, spécialement sur celle des espèces disjointes (Bull. Soc. Bot. de France XVI, 1869). 3) MicHALET, Botanique du Jura, 4864, p. 44. 4) Ca. GRENIER, Flore de la chaine jurassique, 1865—75, introduction p. 5. 5) E. CarriscH, Excursionsflora für das südöstliche Deutschland. Augsburg 1878, introd. Botanische Jahrbücher. Xlll. Bd. 4 50 John Briquet. L'excellente flore de Martens et KEMMLER rattacha le Jura bavarois à la chaine franco-suisse et aux parties du Jura situées entre l'Aar et le Rhin !). Il restait encore à mettre en rapport les parties allemandes de la chaine calcaire avec les parties savoisiennes. C'est ce qu'a heureusement opéré le Dr. Curisr en établissant sa chaine suisse septentrionale qui s'étend du lac Léman au lae de Constance. On doit lui rattacher quelques groupes de montagnes que le savant phytogéographe balois a discutés ailleurs ?). Enfin, en 4882, paraissait le 2° volume du grand ouvrage du prof. ExcLER?) dans lequel, sous le nom de zone des alpes septentrionales extérieures, nous trouvons la synthèse générale des travaux antérieurs et l'établissement d'une flore naturelle qui court de la Gi Chartreuse en Dauphiné jusque dans les Alpes autrichiennes. Malheureusement, le Jura est mis dans une autre province, celle des mon- tagnes moyennes de l'Europe, avec les Vosges, la Forét Noire, dont il diffère complètement. Si donc nous faisons rentrer le Jura dans son cadre naturel, comme tous les auteurs précédents l'avaient fait sans hésiter, nous nous trouvons après 30 ans de tatonnements avoir compris et saisi une des grandes unités qui composent le système phytogéographique des montagnes européennes. Avant d'aller plus loin, nous profiterons de l'occasion pour recom- mander aux phytogéographes de mettre fin à un désordre incroyable qui regne dans les ouvrages au sujet de la nomenclature des groupes géographi- ques. Ce que l'un appelle district, l'autre l'appelle province; ce qui pour celui-ci porte le nom de zone, sera pour celui-là une région ete. La premiere nécessité pour se comprendre, c'est d'employer des termes à sens précis. Nous croyons que l'ouvrage de M. ENGLER, qui a été conséquent avec son principe, est suffisamment connu et important pour pouvoir servir de norme à cet égard. On réservera donc avec lui le nom de région pour les distinetions altitudinaires; pour les divisions en longitude et en latitude, M. ENarrR a introduit la série suivante, qui va en se subordonnant: règne, territoire, province, zone, district et sous-district. On aura soin de se servir de ces termes d'une facon toujours la méme et de ne point les prendre les uns pour les autres. Si nous comparons la zone des Alpes septentrionales extérieures avec 4) von Martens und KEMMLER, Flora von Württemberg und Hohenzollern, éd.3, Heilbronn 4882, introduction. 2) Herm. Cunisr, La Flore de la Suisse et ses Origines, 1883 p. 446 (éd. allemande 1879). Parmi les massifs qui rentrent dans la chaine septentrionale, nous citerons une partie de l'Oberland bernois, une petite partie des Alpes vaudoises (telles que les com- prend M. Cunisr), et le prolongement sur territoire suisse des Alpes du Chablais qui est classé dans le Valais avec lequel il n'a aucun rapport. 3) ENGLER, Versuch einer Entwicklungsgeschichte der Pflänzenwelt seit der Tertiär- periode. Leipzig, 1882. L IT, p 337. ee à 4 ni es ans Ad, ide à ct dl" Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse. 51 la zone granitique centrale qui la touche sur une quantité de points, nous serons conduits à noter des caractères distinctifs positifs et négatifs, con- sistant les premiers dans la présence d'espèces particulières, les seconds dans l'absence d'espèces qui sont caractéristiques pour la zone granitique centrale. Nous traiterons brièvement des premiers. Ils sont fournis par les espèces suivantes, classées d'apres les formations auxquelles elles ap- partiennent !). Région subalpine inférieure?). Pelouses: Carex montana. Taillis: Carex ornithopoda, C. montana. Région subalpine supérieure. Paturages: Crepis succisaefolia. Pentes pierreuses: Sesleria caerulea, var. calcarea Cel., Lasiagrostis, calamagrostis, Coronilla montana, C. vaginalis. Rochers arides: Helianthemum canum, Potentilla caulescens, Saxifraga mutata, Athamantha cretensis, Laserpitium Siler, Hieracium glaucum, Teu- crium montanum, Lasiagrostis Calamagrostis. — Rochers humides et abrités: Aspidium rigidum. | Bois humides et épais: Aposeris foetida. Région alpine inférieure. Pentes pierreuses: Globularia nudicaulis. Rochers arides: Rhamnus pumila, Sorbus Chamaemespilus, Pinus mon- tana. — Rochers gazonnés: Dianthus caesius, Hieracium bupleuroides, 4) Voyez pour la méthode à suivre dans la distinction des formations: O. DRUDE, Über die Principien in der Unterscheidung von Vegetationsformationen, erläutert an der centraleuropäischen Flora (ExcrEw's bot. Jahrbücher XI, 4889). En phytogéographie, il est entierement inutile de poursuivre les distinctions aussi loin que l'a fait M. DRUDE : c'est là la tache de la floristique monographique. Cette derniére ne fait que préparer le cadre pour des recherches de biologie beaucoup plus exactes. 1l nous suffit de grouper ensemble les végétaux appartenant à une méme classe de conditions biologiques; on obtient ainsi les formations principales et les comparaisons sont facilitées, 2) Nous nous rattachons en général à la division en régions de M. Gaston BONNIER, dans son travail: Quelques observations sur la Flore alpine d'Europe (Ann. sc. nat. 6*série X, 1880). La division de la région subalpine en deux, est celle de M. Cuaisr. L'inférieure correspond aux foréts de hétre, la supérieure est celle des Coniféres. Quoique les variations locales soient souvent trés considérables, on peut donner les limites d'alti- tude suivantes comme moyennes. Région sub. inf. 500—1300 m; région sub. sup. 1300— 1600 m; rég. alp. inf. 1600—2000 m; rég. alp. sup. 2000—2700 m. — Beaucoup d'especes se trouvent du reste suivant les localités au dessus ou au dessous de leur région habituelle. Ainsi la plupart des espéces de la région sub. sup. auraient pu étre citées à propos de la région subalp. inf. 4* 52 John Briquet. Veronica fruticulosa. — Rochers abrités, souvent à l'ombre: Primula auri- cula, Heliosperma quadrifidum. — Rochers humides: Carex tenuis. Région alpine supérieure. Eboulis: Papaver alpinum. Rochers: Draba tomentosa, Saxifraga caesia. Arétes rocailleuses: Petrocallis pyrenaica. Parmi ces espèces, les unes ont une dispersion irrégulière et manquent sur de grands espaces; les autres, au contraire, et c'estleplusgrand nombre, sont répandues presque sans interruption, sont trés abondantes, et servent à donner à la végétation son caractere particulier. Ces 29 types ont ceci en commun que, d'une maniere générale, ils croissent d'un bout à l'autre de la zone des Alpes septentrionales extérieures et font défaut dans toute l'étendue de la zone granitique centrale; ils peuvent done servir de dia- gnose géographique. Mais outre cela, chaque district ou groupe de districts offre des particularités qui, sans étre générales pour la zone extérieure, ne se retrouvent pas dans la zone granitique et servent à augmenter la diffé- rence que l'on observe entre ces deux grandes divisions. C’est ainsi que les districts du Tyrol, du Salzbourg, de la Bavière, de l’Allgäu etc. possè- dent des formes spéciales qui ne se retrouvent pas plus à l'ouest; d'autres se retrouvent dans les deux districts suisses qui suivent; une série enfin, et non la moindre est particuliere au district jurassique franco-suisse et au district savoisien, ou à tous les deux à la fois!). Voici la diagnose diffé- rentielle pour ces deux derniers districts; les espéces sont toujours classées par formations. Région subalpine inférieure. Pàturages: Heracleum alpinum, Centaurea Seuzana. Pelouses. Polygala calcarea, Anthyllis montana, Inula montana, Gen- liana ciliata. Graviers: Braya supina, Hulchinsia petraea. Pentes rocailleuses et arides: Arabis brassicaeformis, A. saxatilis, A. stricta, Hutchinsia petraea, Alsine Bauhinorum, Anthyllis montana, Laser- pitium latifolium, Anthericum Liliago, Physalis Alkekengi, Stipa pennata ; — pentes rocailleuses et herbeuses: Bupleurum longifolium. Eboulis arides: beris saxatilis, Centranthus angustifolius, Scrophu- laria juratensis; — éboulis humides: Erinus alpinus ; à l'ombre, entre les gros bloes: Daphne alpina, Anthriscus alpina. 1) C'est pour avoir accordé trop d'importance à ces analogies que nous avons créé une zone jurano-savoisienne. Si du reste on voulait conserver celle derniere division, il faudrait la qualifier de sous-zone, pour être d'accord avec la nomenclature exposée plus haut. Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse. 53 Rochers bien exposés, dans les fentes: Sisymbrium austriacum, Aethio- nema saxatile, Cotoneaster tomentosa, Potentilla petiolulata, Hieracium Jac- quini, Hier. andryaloides, Kernera saxatilis; — au pied des parois, les racines plongeant dans une terre plus abondante: Serratula nudicaulis, Scorzonera austriaca. Taillis rocailleux: Cytisus Laburnum, Cerasus Mahaleb, Taxus baccata; — dans les parties exposées: Arclostaphylos officinalis ; — entre les pierres humides: Viola mirabilis, Carex pilosa, C. Halleriana, Limodorum abor- tivum; dans les gorges accidentées: Lunaria rediviva. Lisières ou clairières des bois: Asphodelus Villarsii, Coronilla emerus, Buphtalmum salicifolium, Campanula latifolia, Gentiana ciliata, Physalis Alkekengi, Carex alba, Euphorbia verrucosa, Epipactis microphylla. Bois, surtout de hêtres, à sol riche en humus et peu peuplé: Orobus vernus, Daphne Laureola ; — hétres et conifères: Crepis praemorsa. Marais: Eriophorum gracile. Tourbières: Betula nana, Alsine stricta, Saxifraga hirculus, Andromeda polifolia, Carex chodorrhiza, C. Heleonastes, Eriophorum gracile. Région subalpine supérieure. Päturages gras: Ranunculus Thora, Heracleum alpinum ; — plutôt secs: Aconitum Anthora. Pentes rocailleuses souvent herbeuses, mais bien exposées et sèches : Arabis coenisia, Thlaspi montanum, Erysimum ochroleucum, Bupleurum longi- folium, Carduus defloratus, Sideritis hissopifolia, Androsace villosa, A. lactea. Eboulis secs: Thlaspi montanum, Erysimum ochroleucum ; — éboulis humides: Erinus alpinus. Taillis rocailleux et plutót exposés: Arctostaphylos alpina; — sur les lisieres: Carex alba. Creux marécageux : Carex ferruginea. Ges deux espéces se trou- Gorges abritées et herbeuses: Carex, vent dans les mêmes localités sempervirens. de la région suivante. Région alpine inférieure. Pentes rocailleuses et exposées: Potentilla nitida, Scutellaria alpina; — endroits moins secs: Ranunculus Sequieri; — places plus herbeuses: Agrostis Schleicheri, Avena setacea, Ligusticum ferulaceum, Eryngium alpinum. Paturages : Rhododendron hirsutum, Gentiana angustifolia, Cephalaria alpina, Carlina longifolia, Avena montana. 54 John Briquet, Région alpine supérieure. Rocailles, prés des neiges fondantes : Ranunculus alpestris ; — endroits moins humides: Ranunculus parnassifolius, Arabis coerulea, Androsace chamaejasme. Eboulis: Viola coenisia, Achillea atrata, Crepis pygmaea. Päturages: Pedicularis Barrelieri, Gentiana angustifolia. Ces 92 espèces manquent dans la zone granitique; les suivantes y sont fort rares, tandis que la plupart sont trés communes dans la zone granitique. Région subalpine inférieure. Pelouses: Platanthera bifolia, P. montana. Pentes pierreuses: Helleborus foetidus, Rumex scutatus, Epipactis lati- folia, E. atrorubens. Taillis rocailleux et exposés: Amelanchier vulgaris, Lactuca perennis, Lithospermum purpureo-coeruleum, Digitalis lutea; — endroits moins arides : Salix grandifolia, Cephalanthera rubra, C. Xyphophyllum, C. grandiflora. Bois humides: Dentaria pinnata, D. digitata. Région subalpine supérieure. Paturages: Anemone narcissiflora, Narcissus radiflorus, N. pseudo- narcissus (descendant souvent au dessous de cette région). Rochers bien exposés: Helianthemum alpestre ; — endroits plutót frais: Campanula pusilla. Région alpine inférieure. Paturages: Anemone narcissiflora. Rochers bien exposés: Helianthemum alpestre. Arétes rocailleuses: Arenaria ciliata. Région alpine supérieure. Arétes rocailleuses: Arenaria ciliata, Anemone baldensis. Et une série d’autres que nous laissons de cété pour ne pas trop allon- ger la liste. Parmi les Prothallogames, outre le Polystichum rigidum cité dans la diagnose générale, on trouve exclusivement dans la partie de la zone ex- térieure que nous étudions les Asplenium Halleri et A. viride. Si nous passons à l'embranchement des Brianthogames, nous aurons pour les Mousses: Gymnostomum calcareum , G. curvirostrum, Eucladium verticillatum, Weisia mucronata, Seligeria pusilla, S. tristicha, Pottia carifolia, Barbula € Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse. 55 rigidula, B. inclinata, Grimmia crinita, G. orbicularis, Eucalypta vulgaris, Funaria calcarea, Musea tristicha, M. longiseta, Cylindrothecium concinnum, Homalothecium Philippeanum, Ptychodium plicatum, Thamnium alopecurum, Amblystegium confervoides, Hypnum incurvatum, H. sulcatum, H. Vaucheri, H. trifarium. Pour les Hépatiques: Plagiochila interrupta, Scapania aspera, S. irri- qua, Aplosia riparia, A. nana, Jungermannia Miilleri, Cephalozia catenu- lata, C. curvifolia, Lophocolea bidentala, L. minor, Lejeunea calcarea, Pellia calicina, Aneura pinguis, A. latifrons, Hepatica conica, Asterella hemi- sphaerica, Riccia sorocarpa. On remarquera, surtout en parcourant la liste des phanérogames, que la plus grande partie de ces plantes sont caractéristiques pour les formations de rocher, c'est du reste le cas pour les29 types répandus dans toute la zone; en outre la grande majorité d'entre elles est ealeicole. Un petit nombre seu- lement, souvent des plantes de tourbières, sont notoirement silicicoles. La zone des Alpes granitiques centrales. — Nous passons mainte- nant à une flore fort différente. Ce qui frappe tout d'abord, c'est la pré- sence du mélèze (Larix decidua) formant forêt. Dans les pays que nous ve- nons d'étudier il n'apparait en petits groupes que fort pres de la frontiere; il ne forme guère de forêts étendues que dans les Alpes du Salzbourg à l'autre extrémité de la zone extérieure. Avec lui apparait Parole (Pinus Cembra) qui cependant ne jouit que d'une dispersion extrémement spora- dique et ne forme jamais de bois comme dans la zone des Alpes austro-occi- dentales. Un autre trait caractéristique, c'est l'abondance des Sempervivum, surtout des groupes arachnoideum et montanum, qui forment de vastes tapis blanchátres dans les régions subalpines. Dans la zone extérieure ces plan- tes sont de grandes raretés. Enfin le hétre est devenu fort rare tandisque l'épieea prend sa place dans les vallées. L'élément particulier est représenté par les espéces suivantes: Région subalpine inférieure. Bruyeres: Viola collina, Hieracium Peleterianum. Taillis, elairières des bois: Viola ambigua. Région subalpine supérieure. Rochers frais: Saxifraga Cotyledon, Primula hirsuta All. (non Vill.). Région alpine inférieure. Rochers frais: Saxifraga Cotyledon, Hieracium albidum, Primula hir- suta All. (non Vill.). Pentes rocailleuses, éboulis: Rhaponticum scariosum. 56 4 John Briquet. Région alpine supérieure. Détritus eristallins: Sisymbrium pinnatifidum'), Polygala alpina, Are- naria biflora, Pedicularis rostrata, Bupleurum stellatum, Senecio incanus, Achil- lea nana?), Achillea moschatd. , Arétes rocailleuses: Draba fladnizensis, Silene exscapa, Potentilla fri- gida, Androsace carnea?), Poa laxa, Arenaria biflora. Eboulis: Adenostyles leucophylla. Pelouses: Gentiana brachyphylla. Päturages: Pedicularis recutita; — endroits humides: Carex bru- nescens. Rocailles humides, bord des torrents: Salix glauca, S. helvetica, S. Myrsinites, Juncus triglumis, J. trifidus. On voit par cette liste que dans les régions inférieures la zone grani- tique est caractérisée par des traits négatifs: l'absence d'une centaine d'es- pèces communes dans la zone extérieure; et dans les régions supérieures par des traits positifs: la présence de plusieurs espéces manquant à la zone extérieure. Pour cette derniére c'est le contraire qui a lieu. Ces 30 espéces phanérogames sont sans doute trés intéressantes, mais elles sont lein de compenser la longue liste de déficits que présente la zone granitique comparée avee la zone extérieure. Méme en admettant que des découvertes ultérieures viennent enrichir, cette flore devra toujours étre considérée comme relativement pauvre. Surtout si on remarque que plu- sieurs des 26 espèces citées plus haut sont localisées de facon à fournir d'intéressantes florules pour certains endroits particuliers sans contribuer beaucoup à la physiognomie de l'ensemble. Le sous-sol étant presque en- tiérement constitué par des terrains primitifs, on assiste à un grand déve- loppement des espèces silicicoles. D'un autre cóté, les rochers arides et les stations séches sont diminuées; les localités fraiches, à sol offrant un detritus abondant et conservant l'humidité, sont trés multipliées. Il en résulte que nous trouvons des cryptogames hygrophiles en nombre considérable; ils compensent par leur abondance et la variété de leurs formes, les défauts de la végétation phanérogamique. Voici les espéces caraetéristiques qui manquent totalement dans la partie occidentale de la zone extérieure. Parmi + 1) Le Sisymbrium pinnatifidum a été trouvé dans une unique localité du district savoisien, au sommet de la Pte Percée (sous-district d'Annecy). 2) L'indication des Bupleurum stellatum , Senecio incanus et Achillea nana dans la zone extérieure (sous district des Alpes Lémaniennes) est trés douteuse, de méme que pour le Juncus trifidus; nous ne les avons jamais apercus dans nos nombreuses ex- plorations. 3) L'indication de l'Androsace carnea sur une basse sommité du district savoisien, la Pointe de Nivolet (sous-district des Bauges), repose sur une erreur de détermination, jamais on n’a vu cette Primulacée dans la chaine extérieure. Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse. 57 les Prothallogames: Woodsia hyperborea avec le rare W. ilvensis, Asplenium Breynit, Allosurus crispus, puis très rares et très localisés les Botrychium simplex et rutaefolium. Les Bryanthogames sont trés richement représentés, comme on peut en juger par les deux intéressantes listes suivantes. Mousses: Anoectangium compactum, Dieranoweisia compacta, D. Brun- loni, Cynodontium gracilescens, Dicranum fulvellum, D. falcatum, D. albi- cans, Blindia acuta, Campylosteleum saxicola, Didymodon rufus, D. alpi- genus, Grimmia apiculata, G. contorta, G. torquata, G. Mühlenbeckit, G. mon- tana, G. alpestris, G. mollis, G. elongata, G. unicolor, G. atrata, G. trifor- mis, G. anceps Boulay, Racomitrium protensum, R. fasciculare, Amphoridium Mougeotii, A. lapponicum, Dissodon Froelichianus, Tetraplodon angustatus!), Webera polymorpha, W. carinata Boulay, W. commutata, Bryum alpinum, B. Mühlenbeckii, B. tenue Ravaud, B. Blindii, B. Duvalii, B. filiforme, Mni- um spinulosum, Conostomum boreale, Oligotrichum hercynicum, Orthothecium chryseum, Brachythecium Tauriscorum, B. collinum, B. glaciale, B. Payoti- anum, Eurhynchium myosuroides, E. Stokesü, Thuidium decipiens, Hypnum hamulosum, H. Haldanianum, H. alpestre, H. molle, H. ochraceum, H. arc- ticum, H. Guoulardi, H. sarmentosum, H. nivale, Andraea petrophila, A. al- pestris, A. rupestris, A. nivalis, A. crassinervia. Hépatiques: Acolea concinnata, A. obtusa, A. coralloides, Marsupiella emarginata, M. sphacelata, M. densifolia, M. commutata, M. alpina, M. spar- sifolia, M. conferta, M. capillaris, Alicularia geoscypha, A. compressa, Sca- pania undulata, S. resupinata, Diplophylleia saxicola, Aplozia cordifolia, Jungermannia polita, Cephalozia albescens, Anthelia pilacea, Bazzania trilo- bata, Radula germana, Dilaena Blyttii, Pellia epiphylla, Blasia pusilla, Riccia Hübeneriana. En outre, les espèces suivantes ont une dispersion très restreinte en dehors de la zone granitique: Dicranella crispa, Brachyodus trichodes, Lepto- trichum tortile, Didymodon cylindricus, Racomitrium sudeticum, Plerygophyllum lucens, Heterocladium dimorphum, Hypnum callichroum (Mousses) et Soutbya obovata, Aplozia tersa, Jungermannia alpestris (Hépatiques). Le Dicranum fulvum, de méme que l' Asplenium septentrionale se retrouve hors de la zone sur les blocs erratiques. Dans tout ce que nous venons de dire, nous avons eu en vue les par- ties de la zone granitique qui se groupent autour du Mt. Blanc, car le reste est encore trop mal différencié pour se préter à de semblables analyses. PERRIER et SONGEON (I. c.) ont indiqué avec beaucoup de précision ses limites dans la partie qui nous oecupe. La ligne qui la sépare de la zone extérieure passe par Arvillars, Aiguebelle, Albertville, Ugines, les Contamines, Servoz, Evionnaz. La frontiére orientale passe par Allemont, la Chambre, le col 4) Croit sur les excréments et les cadavres d'animaux. 58 John Briquet. de la Madeleine, Petit Coeur, Naves, Roselein, le col du Bonhomme, le col de la Seigne, le sommet du Mt. Fréty, le col Ferret et Martigny. Le Dr. Curist a retrouvé la suite de cette zone dans l'Oberland bernois!) où elle occupe d'assez vastes espaces. Les limites occidentales sont généralement trés nettes, on peut étudier le constraste du passage d'une zone dans l'autre lorsque l'on fait l'ascension du Buet (3109 m) en partant de la Pierre-à-Bé- rard; on voit à mesure que l'on quitte les terrains primitifs pour gagner les schistes calcaires, disparaitre très rapidement les Pedicularis rostrata, Are- naria biflora, Primula hirsuta, Achillea nana, A. moschata et Senecio incanus, qui font place aux Viola coenisia, Ranunculus parnassifolius, Primula au- ricula, Achillea atrata, accompagnés de belles espèces communes aux deux zones, telles que: Thlaspi rotundifolium, Geum reptans et Campanula coeni- sia?). On observera les mêmes contrastes, si on étudie d'une facon comparée la Dt. du Midi et le Salentin, le Mt. Joly et le glacier de Tré la Téte, le Mt. Mirantin et la De des Arces etc. etc. La zone des Alpes austro-occidentales. — La limite entre la zone austro-occidentale et la zone granitique centrale n'est pas toujours trés claire et exigera encore de longues études avant d'étre bien connue. La zone elle-méme comprend les districts du Dauphiné, des Alpes Graies (pié- montaises et savoyardes) et du Valais?); elle différe abondamment des deux précédentes par ses vallées à nombreux éléments méditerranéens et par sa flore alpine extrémement riche. Cette derniére ne comprend pas seulement un grand nombre des types des deux zones précédentes mais encore une foule d'espéces inconnues dans celles-ci. Parmi ces formes magnifiques, ci- tons les suivantes communes, ou peu s'en faut, aux districts du Valais et des Alpes Graies: Anemone Halleri, Callianthemum rutaefolium, Alyssum alpestre, Erysimum helveticum, Viola pinnata, Silene Vallesia, Alsine recurva, Viscaria alpina, Saponaria lutea, Geranium rivulare, Astragalus leontinus, Oxytropis neglecta*), O. foetida, Potentilla multifida, Herniaria alpina, Saxi- 4) Curist, La Flore de la Suisse et ses origines p. 438. 2) La haute vallée de Bérard a été aussi étudiée par M. J. VALLoT, voy.: Influence chimique du sol sur la végétation des sommets des Alpes (Bull. Soc. bot. de France t. XXXIV 1887). Les différences qui existent entre ses observations et les nôtres, pro- viennent probablement, pour le Buet du moins, de ce que M. VALLoT a commencé encore trop bas le recensement des espèces calcicoles. La question du lambeau calcaire du Belvédère dans la chaine des Aiguilles Rouges doit être traitée à part; nous n'avons pas encore eu l'occasion d'étudier nous-même le terrain. 3) M. ExGLEr (l. c. II p. 328) place le Valais avec les Alpes Rhétiennes dans une zone à part; mais le Dr. Cunisr a démontré depuis, d'une manière peremptoire et sur laquelle il n'y a plus à revenir, que le Valais se rattache aux Alpes Graies et au Dauphiné. D'autre part les Alpes Rhétiennes telles qu' on les comprend en géographie physique ne forment pas une division botanique naturelle (voy. Cunisr, la Flore de la Suisse et ses origines, p. 491 et seq.). 4) Souvent confondu avec l'O. montana var. sericea Greml. d' où les indications de la vallée de Chamonix. Recherches sur la Flore du distriet savoisien et du district jurassique franco-suisse, 59 fraga diapensioïdes, Valeriana celtica, Artemisia nana, A. glacialis!), Senecio uniflorus, Crepis jubata, Phyteuma pauciflorum, P. Halleri, Eritrichium na- num?), Gregoria Vitaliana, Scirpus alpinus), Carex microglochin, Carex bicolor, C. rupestris, C. lagopina etc. ete. — Pour en revenir à la frontiére, qui forme une importante ligne de végétation, nous ajouterons que le Dr. Curist sur sa carte No. IV l'a tracée exactement comme nous venons de l'indiquer, suivant en cela les données de Perrier et Soncron. Il ne faut pas oublier qu'en 1863, époque à laquelle les savants auteurs francais pu- blièrent leur mémoire ce n'était encore qu'une hypothèse on une probabi- lité, appuyée sur l'expédition de ParLaToRE au versant sud du Grammont. L'exploration de ces régions a fait fort peu de progrès depuis lors, et les bases réclamées par Perrier et Sonceon pour une démonstration complète de leur thése, savoir une exploration approfondie, d'une part des massifs compris entre le col de la Galise et le col de la Seigne, d'autre part de la chatne comprise entre le Crammont et le Gd. St. Bernard, sont encore ce qu'elles étaient alors: de simples desiderata. Malgré cette lacune, il n'est plus permis de considérer la continuité de la flore austro-occidentale comme une simple hypothése. En effet, les recherches faites depuis 1863 ont montré que cette flore était caractéristique non seulement pour la vallée de Cogne, mais encore à des degrés divers pour l'ensemble des Alpes Graies‘). Dans une excursion faite en 1886 aux col et val Ferret, nous nous sommes convaincu de l'exactitude des indications de Gaupin sur le passage de la Puellaz et le voisinage dans la direction du col de Fenétre, qui sont assez riches; nous avons retrouvé l’Oxytropis neglecta au pied du glacier du Mt. Dolent. De plus nous avons pu étudier en 1889 le Crammont sur ses versants septentrionaux encore inconnus, aussi bien que sur ses versants méridionaux, nous y avons relevé toutes les plantes indiquées par PARLATORE et Perroup, avec un certain nombre d'autres dans le détail desquelles nous ne pouvons entrer ici. Suivant, à partir du col du Bonhomme, la ligne tracée par PERRIER et SONGEON, nous avons, malgré un temps défavorable, noté dans l'Allée Blanche plusieurs espèces de la zone austro- occidentale, entre 4) L'indication de l'Artemisia glacialis au Montanvert (Vallée de Chamonix) est certainement inexacte. ' 2) Les indications se rapportant à la chaine des Aravis sont fantaisistes; celles du Buet et du Brévent, quoique moins invraisemblables, ne sont rien moins que certaines. Nous n'avons malgré beaucoup d'attention pu trouver au Buet qu'une forme naine de Myosotis alpestris qui a peut-être donné lieu à un quiproquo. 3) Le signalement de cette espèce dans la vallée de Chamonix est dû à des con- fusions avec le Scirpus caespitosus L.; nous n'avons jamais vu un exemplaire authentique de S. alpinus provenant de la zone granitique centrale. 4) Les versants méridionaux des Alpes Graies qui sont encore presque inconnus, en tous cas fort mal explorés, seraient moins riches que les vallées septentrionales (d'après une communication verbale du Dr. Beyer de Berlin, qui doit publier prochaine- ment un intéressant compte rendu de ses expéditions dans ces montagnes remarquables). ^ 60 John Briquet. autres le Cirsium heterophyllum. L'abbé CREVALLIER avait déjà découvert auparavant le Juncus arcticus et le Carex bicolor au bord du lac Combal. Aux environs de Courmayeur, comme cela était à prévoir, une exploration attentive nous a conduit à relever une partie de la riche flore des hautes vallées des Alpes Graies, nous mentionnerons particulièrement: Erysimum helveticum, Sisymbrium strictissimum, Onobrychis arenaria, Ononis rotundi- folia, O. natrix, Oxytropis pilosa, Astragalus Onobrychis, Campanula spi- cata, Onosma helveticum, Nepeta lanceolata, Hissopus officinalis, Chenopodium Botrys, Trisetum Gaudiniunum, Juniperus Sabina, Thalictrum foetidum, Hie- racium lanatum ete. etc. Enfin, rentrant dans la vallée de Chamonix par le col du Géant, nous avons vu cette flore remonter au delà de La Saxe sous forme du Silene Vallesia et du Sisymbrium strictissimum qui y sont très abondants; puis plus haut couvrir les prairies de Colchicum alpinum et es- calader les flanes du Mt. Fréty avec les Hieracium lanatum, Thalictrum foe- lidum, Scutellaria alpina, Alsine Bauhinorum ete. Au dessus du Pavillon, les calcaires et la dolomie sont remplacés par la protogine; du méme coup ces plantes s’arrétent et cèdent le pas aux Pedicularis rostrata, Achillea nana, Artemisia Mulellina, Senecio incanus, qui ne tardent pas eux-mémes avec quelques touffes de Ranunculus et d'Androsace glacialis à étre supplantés par les neiges éternelles. Nul doute que les recherches ultérieures machèveront la démonstration, dejà, comme on le voit, fort avancée. En définitive, l'impression qui nous est restée de ces études sur la haute vallée d'Aoste, c'est la nécessité abso- lue, si l'on veut faire avancer l'histoire phytogéographique de cette partie des Alpes, de posséder un manuel complet de la flore des Alpes Graies. vest à l'aceomplissement de cette tâche que nous consacrerons tous nos efforts aussitót que nous en aurons fini avec les Alpes Lémaniennes. II. Origine préglaciaire des flores des Alpes occidentales. — Ayant fait connaissance avec les trois zones qui se partagent les alpes occidentales et avant d'entrer dans les parties de leur histoire qui sont directement acces- sibles à nos investigations, il est nécessaire d'examiner briévement les no- tions, souvent hypothétiques et vagues, que nous possédons sur leur origine. La majorité des phytogéographes modernes, sauf Barr et Cunisr, ad- mettent que la flore alpine n'est que la résultante de lentes différenciations altitudinaires qui se sont produites pendant les longues périodes de l'époque tertiaire, aux dépens des différentes flores qui se succédaient dans les plaines. Toutefois, beaucoup font une réserve pour les espéces communes aux alpes et à la flore arctique. Tous, sauf encore le Dr. Curist, en retran- chent aussi les végétaux alpins dont l'origine date évidemment de la période xérothermique. * Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse. 61 La conception regnante sur la différenciation et l'adaptation progressive de la flore alpine dans le courant de l'époque tertiaire est trés logique et infiniment probable. Tous ceux qui sont familiarisés avec les ouvrages de Darwin comprendront aisément comment on y a été amené; elle a été ex- posée par les représentants les plus autorisés de la phytogéographie et de la paléobotanique: nous ne saurions mieux faire que de renvoyer le lecteur aux ouvrages originaux!). Disons deux mots cependant des sententiae discrepantes émises par Barr et Cunist. Barr fait remonter l'origine de la flore alpine aux périodes secondaires, et admet méme que ce sont les plaines qui ont été tributaires de la montagne, et non l'inverse comme on le croit généralement. Il n'y a pas d'objeetion directe à faire à Barr sur l'origine peut-étre aussi ancienne de plusieurs formes, puisque certaines parties des Alpes remontent à un àge fort reculé. Il n'a pas de pièces paléontologiques à l'appui, c'est vrai; mais on n'a pas le droit de les lui réclamer, car ses adversaires n'en ont pas non plus. Quiconque connait les Alpes sait que la formation de dépôts fossilifères végétaux y est presque impossible, aussi doit-on renoncer à l'espoir de recevoir des éclaireisse- ments tant soit peu importants de ee cóté-là. Pour le reste de sa theorie, on a déjà montré l'invraisemblanee d'une époque où les vents ne trouble- raient pas la sérénité de l’atmosphere, et permettraient à l'acide carbonique qui a une densité plus grande que l'air d’oceuper tranquillement les plaines, tandisque les sommets s’eleveraient dans l'air pur. Une semblable sup- position supprimerait les effets du jour et de la nuit, exclurait toute varia- tion de température, la présence de toute saison, ete. On ne saurait par conséquent s'y arrêter longtemps ?). Le Dr. Curist fait une exception pour toute la flore endémique des parties méridionales des Alpes, en particulier par ex. de notre zone austro- occidentale, qui, selon lui. ne se serait développée qu'après la période glaciaire?). 1l est évident pour tous ceux qui considerent la création des espèces comme s'étant opérée lentement par dérivation, en vertu de lois déterminées, que cette hypothèse est invraisemblable et inutile. Si une série de plantes alpines sont confinées aux Alpes méridionales, ou y atteig- nent leur maximum de densité, tant pour le nombre des stations que pour 4j Voyez, en allemand: ENGLER, Entwicklungsgeschichte der Pflanzenwelt seit der _ Tertiiirperiode vol. I, au chapitre: Allgemeinere Betrachtungen über die Hochgebirgs- floren, p. 89. En francais: SAPORTA et Manion, Evolution des Phanérogames, vol. II, au chapitre: Les Migrations et les localisations, p. 480 et suivantes. 3) Batt, On the Origin of the Flora of the european Alps, 1879; traduit par NAUDIN dans les Ann. des Sc. nat. 6me Série, t. IX. 3) Herm. Curist, La Flore de la Suisse et ses Origines, passim, mais sourtout p. 454 et suiv. M. ENGLER qui a formulé son opinion sur cette question (l. c. I p. 102) d'une facon analogue, ne peut en réalité pas étre cité comme partisan de l'idée du Dr. Cungisr parce qu'il fait à-peu-pres les mêmes réserves que nous, 62 John Briquet. l'abondance dans chacune d'elles, c'est parce qu'elles y trouvent l'optimum des conditions biologiques nécessaires à leur existence: on en a conclu avec raison, en tenant compte de tous les autres facteurs connus, que c'est là qu'elles s'étaient différenciées. Si comme le veut notre savant compatriote, cette différenciation s'était produite aprés la période glaciaire, alors que les types silvatiques et plus tard des formes plus thermophiles entouraient le pied des montagnes, nous devrions trouver d'innombrables rapports de parenté entre la plaine et la montagne. Il y a, en effet, une catégorie de plantes comme par ex. les Aethionema Thomasii, Artemisia nana, Colchicum alpinum, dont les noms seuls suffisent pour évoquer à l'esprit l'image de leurs homologues Aethionema saxatile, Artemisia campestris, Col- chicum autumnale. Plusieurs de ces formes sont certainement d'origine postglaciaire, ce qui est prouvé par leur distribution géographique. Il y en a dont la différenciation se poursuit visiblement actuellement et qui sont encore plus ou moins reliées au type par des chainons intermédiaires: nous les appellerions volontiers des »types à l'ébauche«. De méme, nous verrons qu'une série d'espèces datent de la période xérothermique ` sans leur attri- buer directement cette origine, M. Curisr en a lui-méme énuméré plusieurs. Mais à part ces réserves, tout le monde sait que c'est précisément dans les Alpes méridionales que nous rencontrons le plus de formes singulières dont les proches parents doivent étre cherchés trés loin, souvent dans d'autres chaines de montagnes, par ex. de l'Asie ou de l'Amérique, qui font complètement défaut dans les plaines de l'Europe, du bassin méditerranéen, et ne se trouvent parfois nullepart à l'époque actuelle. Aux dépens de quels types est-ce que les nombreux Saxifraga de nos trois zones, ou des Pyrénées et des Alpes orientales, se seraient différenciés depuis la période glaciaire? Où sont les homologues du Pleurogyne carinthiaca, du Scirpus alpinus, de Y'Eritrichium nanum, du Gregoria vitaliana et méme du Cam- panula excisa?!) On le voit les faits impartialement observés viennent à l'encontre de la théorie, ce sont là des formes trés isolées et par consé- quent trés anciennes et ces formes sont trés nombreuses. Ces raisons nous semblent suffisantes pour trancher la question; aussi, concédant au Dr. Cmusr l'origine postglaciaire d'une série de formes dont la dérivation des types de la plaine se laisse aisément retracer, et reservant encore les formes dont l'origine est évidemment xérothermique, nous concluons avec les 1) On sait que le Campanula excisa a été indiqué par Scaur en Transsilvanie et que cette indication a méme été relevée par Nyman dans son Conspectus. D'apres les ren- seignements obligeants de MM. Mauınvaun et Barnarre à Paris, la plante manque dans l'herbier de Scuur conservé dans les collections Cosson. Mais le M. pe Borsas à Buda- Pesth nous a appris depuis, que l'indication de Scuur se base sur une determination erronée, Il importe de relever cette correction alors qu'il s'agit d'une forme aussi extra- ordinaire que le C, excisa. Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse. 63 principaux phytogéographes modernes, en admettant l'origine pré- glaciaire des flores alpines'). En étudiant brièvement la période xérothermique, nous aurons l'occa- sion de voir comment on peut expliquer la rentrée du contingent adapté au climat continental dans le Valais et la Hir Engadine après le retrait des glaciers; ces pays étaient alors et sont encore séparés des grands foyers de dispersion de ce eontingent par d'assez hautes chaines de montagnes. Théorie classique sur l'origine de l'élément dit aretique ou glaciaire. — Nous avons dit plus haut que beaucoup de phytogéographes faisaient une exception pour les végétaux communs aussi à la flore arctique lorsqu'ils proclamaient l'origine préglaciaire par différenciation altitudinaire des flores alpines. Possédant dans les zones que nous étudions une série de types qui se retrouvent dans le nord, nous ne pouvons laisser de côté cette grave question. On a remarqué dés longtemps que les Alpes et les régions artiques ont un grand nombre d'espèces en commun, ainsi H. Curist a relevé 64 espèces circompolaires et boréales qui font en méme temps partie des 294 types caractéristiques des hautes régions alpines en Suisse; de méme Hooker ne signale dans la flore du Groenland que 6 espèces qui ne croissent pas en Europe ou dans le nord de l'Asie. C'est le géologue anglais Forges qui eut le premier l'idée d'une théorie ingénieuse pour expliquer ces rapports d'identité. — Cette théorie recut immédiatement une consécration générale par le fait que Darwin l'admit intégralement dans son ouvrage classique sur l'origine des espèces. Elle consiste à établir que pendant la période glaciaire, le froid et la glace chassèrent petit à petit les plantes alpines et arctiques dans les plaines de l'Europe. Là, un mélange entre les deux flores s'opéra. Le climat s'amélio- rant, ces végétaux psychrophiles remonterent dans les montagnes ét se retirérent dans le nord par voie de migration passive. Les analogies, con- elut Darwin, sont entierement expliquées par ce mélange. Hooker qui de- vint le principal chef de cette école, enseigna d'une facon plus précise en- core, que la Scandinavie était le berceau de la flore arctico-alpine et fit du refroidissement de la période glaciaire la base de ses raisonnements pour expliquer l'immigration passive de cette flore dans les Alpes. Le Dr. Curisr, reprenant les études de Hooker avec un plus grand soin d'analyse montra que Altai offre infiniment plus d'analogies avec la flore des Alpes que la Lapponie. Sur 693 espèces alpines, 422 ne se trouvent pas au nord et 44 y croissent d'une facon isolée et avec une distribution tellement sporadique, que, selon M. Curisr, on peut les considérer comme d'origine alpine. Restent 230 espèces arctico-alpines qui peuvent être envisagées d’après leur distribution, le nombre de leurs stations et leur abondance comme 4) Consultez aussi les objections analogues de: Batt, l. c. et de: FRANÇOIS CRÉPIN, La flore suisse et ses origines (analyse du livre de M. Curtst) . 64 John Briquet. citoyennes du nord. Mais tandis que 182 de ces espèces se trouvent dans l'Altar et que 54 de ces dernières manquent en Scandinavie, ce dernier pays n'en possède que 171; de plus 16 croissent dans le nord de l'Europe et 30 en Amérique!). D'où le Dr. Cnnisr n'hésita pas à conclure que l'Asie septentrionale avait été le centre de formation de la flore aretique et d'une partie de la flore alpine. Tous les auteurs qui suivirent, adoptèrent cette théorie avec des variantes de détail; on en vint méme avec le temps à la traiter à l'égal d'une vérité demontree?). Batt et Kerner ont présenté des idées plus spéciales qu'il faut men- tionner ici. Pour ce qui est du premier?), on doit avouer que son mémoire est fort obscur. Parlant de la théorie classique adoptée par Darwin, Hooker, et Lag. il commence d'abord par exposer les craintes qu'il éprouve à aborder une question »sur laquelle, dit-il, je vais étre obligé de me séparer de ceux que je considére comme mes maitres«. Mais plus loin reprenant le méme sujet, il en dit: »Je n'ai pas de raisons absolues pour contredire, sur ce point, les hypothèses émises par des hommes comme Darwin, LyeLL et Hooker, non plus que celles du Dr. Cnrisr ...«. Enfin à la page suivante on lit: »il faut regarder comme absolument impro- bable que le climat de l'Europe moyenne se soit refroidi au point de permettre aux plantes alpines d'y descendre et de s'y établir«. En pré- sence de ces contradictions et de ces obscurités qui ne sont suivies d'aucune conclusion, on nous pardonnera de l'avoir mal compris et d'avoir considéré Batt dans un récent travail comme possédant la priorité des vues 1) On voit d'après les raisonnements de Cunisr, combien sont peu fondés les repro- ches de M. Gaston Bonnier de » n'avoir tenu aucun compte de la proportion relative des individus d'une méme espece«. Les auteurs ont méme peut-étre trop donné de valeur à cette proportion actuelle en elle-méme dans les questions d'origine, car elle peut varier avec le temps et les circonstances. 2) Littérature: — Forges, Report on the meeting of the British association held al Cambridge (Ann. of nat. hist. 46 p. 126). — Danwis, Origin of species, 1859, p. 365. — Hooker, Outlines of the distribution of arctic plants (Trans. of the Linn. Soc. 1861). — Idem, Distribution géographique des plantes dans l'Amérique du Nord (Ann. des Sc. Nat. 6. série, t. VI, 4877). — Herm. Cunisr, Die Verbreitung der Pflanzen in der alp. Region der europ. Alpenkette (Denkschr. der Schweiz. naturf. Gesell. 1867). — Idem, La Flore de la Suisse et ses Origines, 4883, — CHARLES Martins, Les études sur l'origine glaciaire des tourbières (Bull. soc. bot. de France XVIII, 4874). — O. Heer, die Urwelt der Schweiz, 4864 e4879, — Idem , Über die nivale Flora der Schweiz, 1884. — ENGLER, Entwicklungsgeschichte der Pflanzenwelt I. 4879. — Sınvıo Cartoni, Notes sur la géo- graphie botanique du Tessin meridional (Arch. des Sc. phys. et nat, Genève 1884). — SCHRÖTER, Die Flora der Eiszeit, 1882. — O. DnupE, Über die Vermischung der arktisch- alpinen Flora während der Eiszeit (Sitzungsber. der Naturf. Gesellsch. Isis in Dresden, 1883). — NiàcELI & PETER, Die Hieracien Mitteleuropa's (Piloselloiden), Münch. 1883, dans l'introduction. — Arescnoue, Bitrag till den skand. Veget. Hist,, Lund, 1866. - A. Biytr, Essay on the immigration of the Norwegian Flora. Christiania, 1876. — GRISEBACH, La végétation du globe (trad. francaise) I, p. 73 et 92. 3) BALL, l. €, passim. Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franeo-suisse. 65 exposées par Saporta et Marion !). On ne peut en réalité tirer de son travail aucune opinion positive sur la question. KrnwER?) qui a fort bien senti les objections que l'on peut faire à la théorie classique et que l'on trouvera au paragraphe suivant, a adopté l'intervention d'une série de périodes glaciaires qui se seraient accom- plies dans les époques géologiques antérieures et à chacune desquelles auraient correspondu certains apports à la flore alpine. Mais l'idée d'une série périodique d'àges glaciaires développée avec prédilection ces derniers temps nous parait en désaccord avee ce que nous savons du développement des flores et des faunes pendant les époques secondaire et tertiaire au voisinage méme des régions arctiques; elle est de plus pour le moment entièrement dépourvue de preuves matérielles et positives, Les faits géologiques peu nombreux que l'on a donnés à l'appui, sont tous plus ou moins susceptibles d'étre interprétés différemment. Nous ne pouvons pas non plus nous rattacher à M. Kerner lors qu'il pense que c'est la géologie qui doit recevoir de la phytogéographie des instructions sur ce chapitre. Objections à cette théorie; ce que fut la période glaciaire, — II est bon de garder en mémoire qu'à l'époque oü la théorie classique fut établie, on considérait l'extension considérable des glaciers comme générale et due à un fort abaissement de température. Depuis lors les études sur les gla- ciers ont progressé et ces deux thèses ont dù être modifiées: l'extension des glaciers n'a pas été générale; et cette derniere est due, moins à un abais- sement trés sensible de température, qu'à une augmentation dans la moy- enne des précipitations aqueuses. Citons de suite deux exemples. La Sibérie sous les mémes latitudes que l'Europe ne présente aucune trace de phéno- mène erratique, l'Oural ne parait jamais avoir eu de glaciers, ce n'est qu'en Russie que commence l'apparition des reliques d'anciens champs de glace. D'autre part sur le haut plateau du Thibet au sud du lac Tengri-Nor par exemple, on rencontre des sommités de 6000 à 7280 m. dont les plus hautes cimes montrent un peu de neige mais rien qui ressemble à un gla- cier. La raison en est dans la sécheresse du climat; il ne tombe parfois aucune neige en hiver et dans certains endroits la moyenne annuelle des pluies ne dépasse pas 3 cm. A des altitudes moyennes, vers 3300 m. par exemple, le bois se déchire souvent de sécheresse et les cadavres restent momifiés, l'air est si transparent que l'on perd completement la faculté d'apprécier les distances; et cependant sous le 30° lat. N. les fleuves gelent souvent pendant la nuit. Par contre les versants les plus méridionaux des chaines de l'Himalaya situées bien plus au sud, au dessus d'une végétation 1) Briguet, Notes floristiques sur les Alpes Lémaniennes, p. 4 (Bull. Soc. bot. de Genève, V, 1889). 2) Kerner, Studien über die Flora der Diluvialzeitin den üstlichen Alpen (Sitzungsber. der kais. Akademie der Wissensch. in Wien, Mathem -naturw. Classe, t. XCVII, Januar 1888). Botanische Jahrbücher. XIII, Bd. 5 66 John Briquet, subtropicale, mais qui sont beaucoup plus rapprochés de la mer, présen- tent des glaciers magnifiques. — C'est là l'exemple extréme d'un phéno- méne que l'on peut constater en petit dans nos alpes aprés une série d'an- nées séches!). Lorsqu'on eut appliqué ces principes à la période glaciaire, on fut amené de différents cótés et pour différentes raisons à formuler des objections à la théorie classique. Passons-les rapidement en revue. 1? On a fait observer que si la détérioration de la température avait permis aux plantes arctiques et alpines de s'étendre dans le midi de la France pour envahir les Pyrénées, une quantité de types méridionaux comme le figuier, le Ceratonia Siliqua, le myrte ete. etc. n'auraient pu sub- sister avec eux mais auraient dù être chassés de leur territoire et n'auraient pu y reparaitre que dans des conditions de dispersion géographique extré- mement différentes? . 2? L'abondance des débris fossiles appartenant à de grands mammi- feres tels que Elephas primigenius, Rhinoceros tichorinus, Equus Caballus, Bos primigenius, Bison priscus, Cervus elaphus ete. dans les régions laissées libres en aval des glaciers entraine avec elle l'existence non seulement d'une abondante végétation herbacée mais encore de foréts à essences possé- dant des feuilles caduques: phénoméne incompatible avec la migration des Silene acaulis, Ranunculus rutaefolius ou R. glacialis dans les plaines?). 3° L'étude de la phytogéographie comparée des grandes chaines de montagnes de l'hémisphère boréal montre que la Corse, qui est séparée de- puis l'époque tertiaire du midi de la France, possède 9 espèces arctico- al- pines et 14 espèces se retrouvant dans d'autres montagnes de l'Europe. Le Caucase dont les glaciers n'ont jamais dépassé l'extrémité des vallées ne possede pas moins de 87 espèces arctico-alpines; les montagnes du nord de la Perse 8; celles de l'Arménie 18; on en trouve dans le sud de la Perse 9, dans le Taurus de Cilicie qui n'offre aucune trace de glaciation actuelle ou antérieure 9. Les chaines afghanes possèdent 9 espèces glaciaires, et enfin celles de l'Himalaya 75; il est vrai que les chaines Sibériennes posse- dent 55 espèces qui se retrouvent dans les Alpes, la Scandinavie etc. mais tous ces massifs sont séparés les uns des autres par d'immenses espaces comptant par centaines, parfois par milliers de kilométres, qui n'offrent aueun vestige de glaciation antérieure et pour lesquels on ne concoit aucune 1) Voyez pour plus de détails: A. Herm, Handbuch der Gletscherkunde, Stuttgart 4885, 2) SAPORTA, Les temps quaternaires (Revue des deux Mondes t. 47me 4881, p. 367, 848), — Saporta et Manion, Evolution des Phanérogames II, p. 210, 211, 3) Saporta, Les temps quaternaires (l. c. p. 838). — Farsan, La période glaciaire 4889, au chapitre, climat, flore et faune de la période glaciaire p. 249 et seq. — Mrcu, Uber die Zeit des Mammut im Allgemeinen und über einige Lagerplätze von Mammut- jägern in Niederösterreich, passim (Mittheil. der anthropol. Gesellsch. in Wien XI. 4881, p. 48 et seq.). Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse. 67 cause d'immigration de végétaux montagnards. Les espéces qui comme le Trisetum subspicatum se trouvent autour des deux pôles rentrent dans cette catégorie !). Les idées émises par différents auteurs pour répondre à ces objections nous laissent à mi-chemin. Ainsi l'hypothèse de M. Exser d'échanges entre chaines voisines par voie de migration passive dans la lutte pour l'existence ne peut absolument s'appliquer, et sans étre pour cela vérifiable, qu'à des phénomènes trés locaux; dés que les espaces qui séparent deux massifs deviennent un peu considérables, on ne concoit plus comment la théorie pourrait se réaliser?. L'action des oiseaux dans le transport des graines au sein des hautes montagnes est fort obscur; le peu que nous en savons, surtout pour les espèces des hautes régions, n'est pas fait pour encourager les suppositions d'apres lesquelles ils joueraient un róle actif dans la dispersion de ces végétaux à de grandes distances. Enfin, on sait que l'effet des vents sur la distribution des plantes ne s'exerce que sur des espaces restreints?). Vues modernes sur le probléme. — Une théorie a été tout récemment proposée pour supprimer les difficultés. Elle se base sur ce fait, démon- tré par plusieurs études monographiques, qu'une méme et unique va- riété peut naitreaux dépens d'un type en deux ou plusieurs points éloignés de son aire, pourvu que les différences morphologiques produites par les mémes causes internes soient entretenues et accentuées par des conditions biologi- ques extérieures simplement analogues. ll nous est arrivé fré- quemment à nous-méme dans le cours de nos études sur les Labiées de constater l'apparition des mémes variétés sur des points fort distants les uns 1) Voyez pour plus de details sur ces flores: Exeter, Entwicklungsgeschichte I, p. 120 et suiv. oü elles sont magistralement analysées, 2) ENGLER, Entwicklungsgeschichte t. I, p. 87. 3) Voyez: A. Kerner, Der Einfluss der Winde auf die Verbreitung der Samen im Hochgebirge (Zeitschrift des deutschen Alpenvereins, v. II 4874. p.474). Les résultats obtenus récemment par M. Gaston Bonnier ne sont pas aussi différents qu'il semblerait à premiere vue de ceux du botaniste autrichien. En effet l'Anemone vernalis qu'il cite comme transportée d'assez loin au nord du Mt, Blanc, se trouve dans la vallée de Chamonix au dessous de la cime du Brévent, au Mt. Lachat, au col dela Voza et au col de Balme. Les Ranunculus alpestris et parnassifolius sont caractéristiques pour les hautes sommités des AlpesLémaniennes depuis l'Aiguille de Varens jusqu’ à la Dt du Midi en passant parle Buet. La très grande proximité de ces sommets explique aisément leur transport qui n'est effectué que sur une trés petite distance à vol d'oiseau. Quant au Callianthemum, M. BONNIER nous pardonnera de nous montrer un peu sceptique. La germination de cette plante présen- terait-elle des caractères tels, qu'il n'y ait aucune chance de confusion avec d'autres renoncules alpines? Nous en doutons; d'autant plus que M. Bonnier ne signale rien de ce genre dans son travail sur les Renoncules. Voy. G. Bonnier, Etudes sur la végétation de la vallée de Chamonix, et: Observations sur les Renonculacées de la Flore de France (Revue générale de Botanique I, 4889 p. 210 et 256), 5* 68 John Briquet. des autres et beaucoup de monographes sont dans le méme cas!). Voici donc le raisonnement que l'on a fait. La végétation de l'Europe pendant les différentes périodes de l'époque tertiaire ayant été plus uniforme qu'elle ne l'est actuellement, il put se former à ses dépens dans les montagnes cir- compolaires et dans les chaines continentales des variétés altitudinaires à peu prés identiques ou semblables, du moins suffisamment telles pour que nous les considérions comme appartenant à la méme espèce. Ces formes se sont peu-à-peu adaptées à une végétation courte et à un climat rude. Les différences que l'on observe dans les conditions physiques des espaces cir- compolaires et les Alpes sont sans doute assez considérables, mais les résul- tats sont les mémes puisque, sans différences d'organisation, une seule et méme forme peut vivre dans les zones arctiques et dans les différentes zones des montagnes continentales. Les types ancestraux des plaines terti- aires ayant disparu, il ne nous reste actuellement que leurs variétés loca- lisées au nord et dans les montagnes. Cette théorie, dans ce qu'elle a de plus général, était déjà esquissée en 1872 par Werrernan lors qu'il disait: »Obendrein sieht man gar nicht ein, warum nicht auch das Hauptagens Darwin’s, die langsame Modification durch vorzugsweise Erhaltung vorteilhafter, geringfügiger Abänderungen auf dieselbe Species an verschiedenen Orten, z. B. im arktischen und im alpinen Gebiete, in gleicher Weise einwirken künnte«. De méme en 1880 M. Gaston Bonnier écrivait: »On pourrait supposer, en adoptant les idées de M. Darwin, que deux formes semblables peuvent étre le résultat de sélections séparées mais opérées dans des conditions analogues de milieu et de lutte pour l'existence. Il ne serait done nullement nécessaire d'admettre que deux plantes ont une origine commune et d'époque peu éloignée parce- qu'elles sont voisines dansleurstructure«. M. Exciter lui-même avait proposé quoique avec des réserves le méme raisonnement pour expliquer l'apparition des mêmes espèces en Grèce et dans l'Italie méridionale ainsi que la distri- bution du Gregoria vitaliana. Toutefois on développa peu cette idée et ce n'est qu'en 1881 qu'elle fut reprise par le Dr. Mvcu, qui n'arrivait pas à mettre d'accord ses découvertes paléontologiques et préhistoriques avec la théorie en vogue auprès des botanistes et des zoologistes. Enfin SAPORTA et Marion l'ont adoptée et exposée d'une facon très claire dans leur manuel, où on la trouvera sous sa forme actuelle?). 1) Voyez, surtout au point de vue théorique: Nier, Uber den Einfluss der äußeren Verhältnisse auf die Varietätenbildung im Pflanzenreich (Sitzungsber. der kgl. bayr. Akademie der Wissenschaften, 48. Nov. 1865). Nous ne sommes pas d'accord avec lauteur sur bien de points, mais on trouvera dans son travail des idées intéres- santes et beaucoup de faits instructifs. 2) Littérature:— Werrennan, Uber die allgemeinen Gesichtspunkte der Pflanzen- geographie (Berichte der Senckenb. Gesellsch. in Frankf. a./M., 1872). — Esetrn, Ent- wicklungsgeschichte t. I, 1879, p. 74, 100—404. — Gaston Bonnier, Les études sur l'ori- gine de la flore arctique et de la flore alpine (Revue scientifique, 19 Juin 1880). — Much, Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse, 69 Conclusions. — Il importe dans la théorie classique de séparer ce qui est hypothèse de ce qui est certain. Les faits positifs se rangent sous deux chefs: 4° Le développement destourbières à l'époque glaciaire, etàlafaveurdece développement, l'extension de nombreux types alpins et arctiques dans les plaines de l'Europe. — Ceci est irrévocablement établi par les belles recherches de Narnorst. Ce savant a poursuivi, surtout en Suisse, en Suede, en Prusse et en Angle- terre, la tourbe jusque dans les horizonts diluviaux et a déterminé les empreintes d’une série de types psychrophiles dont un bon nombre ont aujourd'hui une dispersion tout autre et bien plus localisée soit au nord, soit dans les Alpes, soit dans ces deux divisions à la fois !). 9? Le maintien danscertaines stations appropriées dela plaine, decoloniesisolées, ou d'associations de ces types al- pins et arctiques. — Ces reliques de la période glaciaire se trouvent dans une série de localités où les végétaux alpins et arctiques ont pu lutter avantageusement contre ceux des plaines environnantes. C’est ainsi que les tourbiéres avec leur régime froid tout particulier donnent droit d'asile à des plantes qui ne pourraient pas exister en dehors de leur périmétre. Tels sont en général en Prusse les Rubus Chamaemorus, Cornus suecica, Sweertia perennis, Empetrum nigrum, Salix myrtilloides, Betula nana et humilis etc. Un autre mode de conservation est dü au fait que certaines espèces sont entièrement adaptées à un sol d'une certaine composition chimique; elles peuvent alors sur ce terrain lutter avantageusement contre les formes de la plaine malgré un climat peu favorable. Pour prendre un exemple en France, nous citerons les Arnica montana et Nardus stricta des plaines de la So- logne, le Sedum villosum des plaines du Forez et de la Bresse etc. Ces ilóts ont été constatés un peu partout et plus ou moins rares, en Autriche, Über den Ursprung der europäischen Alpenvegetation (Mitteil. der anthrop. Gesellsch. in Wien, XI, 1889, p. 193). — Mucu, Über die Zeit des Mammut im Allgemeinen und über einige Lagerplütze von Mammutjägern in Niederösterreich (Ibid. p.18 et seq.). — SAPORTA et Marion, l. c. II p. 209 et seq. — 4) Schröter, Flora der Eiszeit, 4882. — NarnHonmsr: Om några arktiska vaxtlem- ningar i en sótvattenslera vid Alnarp i Skáne (Acta Universitatis Lundensis, t. VIT, 1870). — Om arktiska växtlemningar i Skanes sótvattensbildningar (Ofversigt af Vetenskaps Akademiens Fórhandlingar, 4872, No.2). — Om den arktiska vegetationens utbredning öfver Europa (Ibid. 4873. No. 6). — On the distribution of arctic plants during the post glacial epoch (Journ. of Bot. XI, 4873). — Arktiska vextlemningar i óstra Skàne (Geo- logiska Füreningens i Stockholm Fórhandlingar t. II, 4874). — Nya Fyndorter for ark- tiska vüxtlemningar i Skane (Ibid. t. III, 1877). — Uber neue Funde von fossilen Glacial- pflanzen (ExcLEm's bot. Jahrbücher, t.I, 1884 p. 431). — Förberedande meddelande om floran i nagra norrländska Kalktuffer (Geologiska Fóreningens i Stockholm Fórhand- lingar t. VII, 4805, p. 762). — Ytterligare om floran i Kalktuffen vid Lüngsele i Dorotea soeken (Ibid. t. VIII, 4886, p.24), — Om lemningar of Dryas octopetala i Kalktuff vid Rangillorp nåra Vadstena (Ofversigt of Vetenskaps Akademiens Förhandlingar, 1886, No. 8, p. 229). 70 l John Briquet, en Allemagne, en France; ils sont plus nombreux au pied des Alpes comme aussi en Livonie et dans la Russie baltique !). Si nous rapprochons maintenant ces deux catégories de faits des dé- couvertes paléontologiques de grands mammifères herbivores et des autres constatations paléobotaniques et phytogéographiques précitées, nous serons amenés à résumer létat actuel de nos connaissances comme suit: 1° La période glaciaire a été caractérisée par un climat très humide accompagné d’un abaissement de température suffisant pour permettre d'abondantes chutes de neige sur les montagnes. 29 A une grande extension des glaciers a eorrespondu un refoulement vers le bas des espèces nivales et alpines conti- nentales; vers le sud des espèces arctiques et alpines du nord. Un bon nombre de ces espèces ont acquis dans l'Europe cen- trale une certaine dispersion surtout à la faveur des tourbiéres et des marais et ont pu ainsi pénétrer dans des pays où ils manquaient auparavant. D'autre part, en dehors des tour biéres et des marais existait une flore silvatique, représentée par de rares débris fossiles mais qui explique la présence d'une faune de mammifères très variée. La juxtapposition de ces divers éléments est un des caracteres les plus singuliers de la période glaciaire. 39 De nombreux faits phytogéographiques cependant, ne peuvent pas être expliqués par des migrations passives dans les pays qui n'ont point été soumis à une glaciation (ex. Asie sibérienne); il faut admettre dans ces cas que les espéces disjoin- tesne sont que des variétés semblables créées en divers lieux aux dépens d'un aneétre commun, type généralement aujour- d'hui disparu. 4° On doit discuter pour chaque espèce en particulier la- quelle de ces deux alternatives est la plus vraisemblable, mais dans l’état actuel dela science on ne peut, pour la plupart des eas, donner le résultat de cette discussion que comme une pro- babilité. 1) Le sujet a déjà depuis longtemps été étudié avec soin en Allemagne, on en trou- vera le résumé dans: ENGLER, Entwicklungsgeschichte I, p. 155 et suiv. — Pour la France on pourra se servir du travail de: CuariN, Les plantes montagnardes de la Flore Pari- sienne (Bull. soc. bot. de France XXXIV, 4887). Beaucoup des plantes énumérées ne sont pas des espèces de la montagne, néanmoins en opérant un triage on finira par en trouver une certaine quantité, dont les stations et localités sont toujours indiquées très soigneusement. Quant aux conclusions que l'auteur en tire, elles sont tellement forcées et les faits qui les contredisent sont si nombreux, qu'il est inutile de songer à vouloir les réfuter. Pour la Suisse voyez les ouvrages cités de HEER, CHRIST, SCHRÖTER etc, Pour l'Autrichée: Kerner, Pflanzenleben der Donaulünder. Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse. 71 III. L'extension des glaciers et l'exode des flores savoisienne et juras- sique. — Il était indispensable de discuter brièvement les idées émises sur l'histoire de nos flores avant la période glaciaire, nous allons passer main- tenant à des phénomènes plus directement accessibles à nos recherches et dont la base est positive. Au moment où les glaciers commencèrent à s'étendre dans les vallées, les grands traits de nos flores étaient sans doute esquissés. Comme aujour- d'hui on aurait pu reconnaitre une zone extérieure et une zone austro-occi- dentale; la zone granitique était vraisemblablement beaucoup moins pauvre; enfin les Alpes calcaires de la Savoie ressemblaient certainement beaucoup plus aux chaines extérieures de Suisse et d'Allemagne qu'aujourd'hui. Or, lesremarquables stations de plantes jurassiques du district savoisien font défaut dans les distriets plus septentrionaux. Pourquoi? Les stations appropriées ne manquent pas, la structure orographique avec son cortege de conséquences pour le monde végétal est la méme; comment done se fait-il que précisément le district savoisien ait presque plus d'affinite, à altitude égale et en ne tenant compte que des especes indépendamment de leur abon- dance, pour le district jurassique franco-suisse que pour le district de la Suisse occidentale, alors que celui-ci est souvent très rapproché? C'est ce que vont nous apprendre les conséquences, poursuivies avec la dernière logique, de ce que nous savons sur la période glaciaire et la période xéro- thermique. | Un premier point qu'il est nécessaire de constater, c'est que la végé- tation a été décidément chassée de la vallée du Rhóne par la glace; on ne saurait admettre qu'en Valais elle ait pu se maintenir pendant la période glaciaire. C'est ce que prouve l'étude de l'extension du glacier du Rhone. Ce dernier qui commenca dans le cirque formé par le Galenstock, le Schnee- stock, le Thierülplistoek et le Gelmer-Horner dont les altitudes oscillent entre 3181 et 3597 mètres, s'etendit peu-à-peu dans tout le Valais, recevant des deux côtés de nombreux affluents à mesure qu'il progressait. Il atteignit de la sorte l'étroit portique de St. Maurice. Au point maximum de la pé- riode glaciaire il déposait des blocs erratiques sur les pentes de l'Eggis- horn à 2700 m. et sa puissance au Mt. Arpille prés de Martigny était encore de 2082 m). Il est clair qu'avec des altitudes semblables et des névés de taille à nourrir de pareilles masses de glace, il n'a pu exister d'espaces libres entre la ligne des neiges éternelles et la surface du glacier. Le portique dépassé, les niveaux baissent rapidement; ils sont de 1650 m. à la Dt. de 1) A. Favre, Notice sur la conservation des blocs erratiques et sur les anciens glaciers du revers septentrional des Alpes (Arch. des sciences phys. el nat., Genéve, t. LVII, 1876). 72 John Briquet, Morcles, et au Chasseron dans le sous-district central du Jura de 1357 m. Là notre glacier se partagea en deux branches dont l'une alla au nord re- joindre les glaciers de l'Aar et du Rhin, l'autre continua à envahir la vallée du Rhóne. Dans le bassin du Léman il est déjà plus facile de comprendre que des plantes alpines aient pu se maintenir sur certains points. Pour ce qui concerne les alpes Lémaniennes, les études de A. Favre ont montré que, alors que le glacier du Rhóne remontait jusqu'à 1980 m. au Mt. Bonnaz pres de Bernex et envahissait la vallée d’Aulph jusqu’au dela de St. Jean d’Aulph, le petit glacier local de la Dt. d'Oche avait sa moraine terminale à 1680 m. Il est évident que dans ces conditions particulières il a pu se maintenir cer- taines espèces nivales entre les deux niveaux. Dans le Jura, on a reconnu une série de petits glaciers locaux; l'étendue des névés enlève par eonsé- quent la probabilité d'une flore alpine bien considérable. Cela toujours, non pas pour des raisons de température, mais pour une cause mécanique et physique, le fait de la rareté du terrain non recouvert par la neige. Lorsque le glacier du Rhóne eut atteint l'extrémité de la chaine du Colombier de Culoz, recu ses affluents de l'Arve, du Fier ete. et recouvert le Mt. de Sion, l'aspect de cette partie du bassin du Rhóne était celle d'une vaste nappe de glace bombée vers le nord et dominée par une mer de pies et de sommités. Plus au sud après avoir comblé le bassin du lac du Bour- get, il se déversa dans le »cirque« de Belley et recouvrit méme de ses dé- tritus plusieurs petits glaciers locaux du Jura méridional!), Puis le pla- teau d'Inimont fut dépassé et le Molard-de-Don entouré de glaces, de même aussi le massif de la Chartreuse, qui, en plus, développa une série de gla- ciers locaux a moraines calcaires trés reconnaissables dans les vallées. Se répandant ensuite dans les Dombes, Terres Froides et le Petit Bugey, il sétala de là en un immense éventail dont les franges extrêmes touchaient à Vienne, Lyon et Bourg. L'exode des plantes des plaines d'abord, puis des Alpes et du Jura, s'opéra par voie de migration passive en aval des morai- nes frontales des glaciers; mais il est hors de doute que ce fut le signal de la disparition d'un trés grand nombre d'individus d'abord, cela va sans dire, ensuite de formes. Cela devient surtout évident si on considère les étroits passages libres laissés à la végétation en certains points. Que l’on réfléchisse à la cluse de St. Maurice pour le Valais, au portail de Sallanches pour les vallées au nord du Mt. Blanc! Ce qui échappa, suivit deux routes d'exode: Pune n'était autre que la vallée du Rhone comprise entre les Alpes savoi- siennes et les cimes neigeuses du Jura, l'autre correspondit à un refoule- ment vers le bas sur tous les flanes occidentaux de la chaine jurassique pour les espèces de ces montagnes. Une des affirmations les plus malheu- 4) Benorr, Notes sur les dépôts erratiques alpins dans l'intérieur et sur le pourtour du Jura méridional (Bull. soc. géol. de France t. XX, 1863). — Idem, Sur la provenance et la dispersion des galets silicatés et quarlzeux dans l'intérieur et sur le pourtour des monts Jura, 1886. Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse. 73 reuses de O. Heer a été celle que la végétation du Jura était valaisanne. Le Dr. Cunisr a déjà montré qu'au point de vue phytogéographique cela était insoutenable; mais au point de vue géologique aussi, Ja glaciation du Jura du nord au sud et les quantités énormes de neiges qui ont dü étre accu- mulées sur ses pentes en hiver excluent l'existence simultanée des 179 espèces valaisannes ou 198 jurassiques de Heer, d'autant plus qu'un tres petit nombre d'entre elles sont des plantes de haute montagne !). Nous résumerons donc ce paragraphe ainsi: La géologie de la période glaciaire nous apprend qu'une flore nivale a pu exister lors de la grande extension des gla- ciers dans certaines localités appropriées du district savoi- sien, comme par ex. au dessous duglacier de la Dt. d’Oche, et dans les oasis libres du Jura. Ces oasis étaient de plus en plus nombreux à mesure que l'on serapprochait du massif de la 6% Chartreuse. Le reste de la flore a été ou détruit ou refoulé par migration passive aux abords immédiats des moraines terminales par la vallée du Rhone et sur les pentes occiden- tales du Jura. Conditions d'existence des flores savoisienne ef jurassique pendant la période glaciaire. — Le phénomène que nous venons de décrire se passa aussi d'une facon analogue pour le plateau suisse et les glaciers du Rhin et de l'Aar, d'une manière générale avec des variations locales dans la plupart des vallées de la chaine des Alpes. Nous serons brefs au sujet des conditions d'existence des plantes alpines pendant l'époque glaciaire. Les espéces les plus psychrophiles étaient resserrées en aval des moraines frontales; les formes alpines les entouraient, mais en tous cas la vigoureuse végétation des plaines ne les laissait pas couvrir de bien grands espaces de terrain. C'est surtout à la faveur des tourbières et des marais, comme nous l'avons vu, que la flore alpine put avoir une certaine extension; c'est trés certainement par cette voie qu'arrivèrent aussi un certain nombre d'espèces arctiques, mais il est bien difficile d'indiquer lesquelles et quel fut leur nombre. Ce qui est certain, c'est que les individus durent se livrer entre eux dans ces conditions biologiques spéciales une lutte acharnée pour l'existence. C'est en vain que nous chercherions dans l'Europe actuelle un phénomène qui puisse nous donner une idée exacte de celui qui s'est accompli pendant la période glaciaire. On a cité plusieurs fois comme exemple ce qui se passe de nos jours en Nouvelle Zélande; le Mt. Cook atteint 4) Voyez: O. Heer, Die Urwelt der Schweiz, 2me éd. 1879, p.584, et: Herm. CHRIST, Über die Pflanzendecke des Juragebirges, 1868; — Idem , Observations sur l'origine des especes jurassiques, spécialement sur celle des especes disjointes (Bull. soc. bot. de France XVI, 1869). — Nous ne serions pas revenu sur cette idée qui n'a plus qu'un intérét histori- que, si elle n'avait été reproduite telle quelle dans plusieurs travaux géologiques méme récents, 74 John Briquet. 4063 m., la ligne des neiges est en moyenne à 1830 m., plusieurs glaciers descendent à 214 m., la moyenne annuelle de température y est d'environ 109, et les détritus terminaux portant des plantes altitudinaires sont entou- rés d'une végétation subtropicale remarquable par ses fougères arbores- centes et ses Fuchsia. L'exemple est en effet fort instructif; on pourrait en citer un second pris dans une autre partie du monde. Dans les Andes chi- liennes, le Rio de los Cipreses sort du glacier à 1800 m. seulement. Déjà sous le 46? 50' lat. S. les glaciers descendent jusque dans la mer, tan- dis que les foréts montent jusqu'à la ligne des neiges qui est à 2000 m. Mais pourquoi ne pas prendre des exemples moins caractéristiques et plus rapprochés de nous? Ne voyons-nous pas que dans l'Oberland bernois la glace peut descendre avec des plantes alpines et nivales jusqu'auprés du cerisier? Ne récolte-t-on pas dans la vallée de Chamonix des espéces ni- vales au dessous de l'extrémité de la mer de glace alors que les épicéas et les mélézes remontent en forét jusque pres du Montanvert, de 800 à 900 mètres plus haut? D'un autre côté, et pour montrer la juxtapposition immé- diate de la glace et des arbres, nous pourrions citer la magnifique moraine terminale du glacier de Miage sur le versant italien; cette moraine n'est autre chose qu'un admirable parterre dans lequel le vert tendre des mélézes au délieat branchage se méle constamment sur une longueur de deux à trois kilomètres au rose pale de l'Armeria alpina ou aux couleurs éclatantes des Sempervivum. Nous n'avons pas à nous préoccuper dans le bassin du Rhône de la plu- ralité des périodes glaciaires, car rien n’ y est moins prouvé que celles-ci. Les conclusions que MonLor et Herr, et à leur suite, surtout en Allemagne et en Angleterre, plusieurs savants ont voulu tirer des soit-disafites cou- ches interglaeiaires de Thonon et du bois de la Bathie ne se basent que sur une hypothése. Les géologues genevois A. et E. Favre qui ont étudié de près les couches en litige n'y voient que le résultat d'une oscillation du glacier quaternaire ou d'un glissement local! En tous cas l'unité de la période glaciaire dans le bassin qui nous oceupe est un fait bien établi et qui n'exelut nullement que dans d'autres pays il y ait eu plusieurs phases de recul et d'avance des glaciers ?). 1) E. Favre, Revue géologique suisse, VIII, 1877, p. 61. — A. Favre, Recherches géologiques dans les parties de la Savoie etc. t. I, p. 197 et atlas p.5 fig. 4. 2) Voyez à ce sujet la critique sévère mais parfaitement justifiée de M. ALBERT FALsAN dans son bel ouvrage: La période glaciaire p. 210 et seq. — Chaque époque a ses exagérations. A peine eut-on fait la découverte d'une période glaciaire en Europe et dans l'Amérique du nord que l'on s'est háté de l'étendre au monde entier. Observe-t- on quelque part dans cette période une phase interruptive? On en conclut vite à la présence de 2 époques glaciaires, puis on s'efforce d'en trouver 3, 4 et on considere le phénomène comme périodique! C'est par une généralisation analogue que NaTHORsT, un des savants qui a le plus fait pour avancer l'histoire phytogéographique de l'Europe, constatant dans les tourbes glaciaires du Nord de l'Allemagne et de la Suisse des types Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse, 75 Au surplus, méme là où ces phases ont été constatées, elles sont de fort peu d'intérét pour le phytogéographe, car le résultat est pour lui tou- jours le méme : c'est l'od y ssée des plantes alpines qui l'intéresse. L'étude des terrains déposés ca et là entre les couches diluviales ont cependant pour nous une importance, en ce sens que, si elles contiennent des fossiles, ces fossiles pourront confirmerouinfirmerles dé- ductions que nous avons faites sur le climatet la flore des ré- gions laissées libres en aval des moraines. A ce point de vue il est extrémement intéressant de remarquer que les résultats obtenus con- firment entièrement ce que nous avons dit plus haut. Les plantes nous ont été conservées soit dans le lehm inférieur, soit dans des lignites et des tufs. A côté de types montagnards comme Pinus montana, Abies excelsa, Larix decidua, Vaccinium Vitisidaea à Dürnten, Alnus vi- ridis, Pinus montana, Pinus sibirica et Elyna sibirica à la ligne de refoulement des espéces jurassiques à Nancy, on a trouvé dans le haut bassin du Rhin les Acer Pseudo-platanus, Quercus Robur, Corylus Avellana, Holopleura vic- toria Casp., Rhamnus Frangula, Ligustrum vulgare, Viburnum Lantana, Cornus sanguinea ete. Les faits nous semblent suffisamment éloquents par eux-mémes, pour pouvoir se passer de commentaires !). Quant à la question de savoir combien de temps l'exil des plantes al- pines a duré, on ne peut donner actuellement aucune réponse, si ce n'est que la puissance des eouches quaternaires autorise une évaluation par mil- liers d'années. IV. Le retrait des glaciers et les conditions de réimmigration des plan- tes alpines dans la vallée du Rhóne. — Au moment du retrait définitif du glaeier du Rhóne, trois éléments se trouvaient mélangés autour de ses mo- raines ou sur les cimes de la partie inférieure de la vallée: 1? un reste, sans doute peu considérable, de la flore des alpes du Valais, 2° les élé- ments des parties de la zone granitique qui rentrent dans le bassin du Rhone, enfin la flore du district savoisien et du district jurassique franco- suisse jusqu'au Mt. Tendre à-peu-près. Le glacier se retira trés lentement, comme nous l'attestent les nom- arctiques, en tire la conséquence que non seulement toute l'Europe possédait lors du retrait des glaciers un climat semblable au climat local des tourbiéres, mais encore jouis- sait d'une température et d'une flore arctiques! 1) Consultez: Heer, Die Urwelt der Schweiz, 1879. — SCHRÖTER, Die Flora der Eiszeit, 1882. — DE Saporta, La Flore des tufs quaternaires de la Provence (Comptes rendus de la 33™e session du congrés scientifique tenu a Aix, 1867). — Idem, Sur l'existence constatée du figuier aux environs de Paris etc, (Bull. soc. géol. de France, ame serie, t. II, 4874), — Saporta et Marton, Evolution des Phanérogames II, p.210 et seq. — À, Farsan, La période glaciaire, p. 230 et suiv., 1889. 76 ` John Briquet, breuses moraines terminales qu'il a laissées sur son chemin. Comment s'opéra la colonisation des moraines abandonnées par le glacier? Nous ne saurions assez recommander aux phytogéographes d'étudier sur place eux- mémes la gradation qui s'établit entre les différentes espéces, lorsque le terrain stérilisé est envahi par la végétation; rien n'est plus instructif. Les glaciers de la vallée de Chamonix forment un trés bon sujet d'observation, peut-étre plus encore ceux de l'Allée Blanche sur le versant italien. Comme l'a très bien indiqué M. Gaston Bonnter!), les colons les moins exigeants sont les Lichens. Mais bientôt il s'y ajoute des Algues, et quelques Mousses. Presque en méme temps apparaissent le Ranunculus glacialis, le Saxifraga stellaris, le Linaria alpina, souvent accompagnés de vulgaires espèces ubi- quistes telles que: Thymus Serpyllum, Hieracium Pilosella et Anthyllis Vul- neraria. Dans les endroits sablonneux ce sont les Epilobium Fleischer, Campanula pusilla, Hieracium staticaefolium, Saxifraga aïzoïdes. C'est sur- tout sur les pentes bien exposées de la moraine plutót loin de l'eau que les colonies naissent, ou encore entre les gros blocs épars ca et là. A l'abri de ceux-ci, il se forme bientót de petits tapis constitués par des saules nains Salix herbacea, S. retusa et plus tard S. reticulata. Au dessous de ces for- mations on voit que les colonies éparses sont réunies par des coussinets de gazon court qui hebergent des Gentianes, des Primevères, le Geum mon- tanum, des Arabis etc. Déjà dans les endroits rocailleux où l'humus a pu s’aceumuler, on apercoit de petits buissons de Rhododendron ferrugineum, avec des fougères, qui bientôt forment un vrai manteau et se mélangent aux mélèzes. De telle sorte que les détritus qui les dix ou quinze premieres années apres la disparition de la glace ne nourrissaient que des crypto- games et de rares phanérogames, peuvent aprés cent cinquante ou deux cents ans servir de sous-sol à une abondante forét. Telle a été la marehe générale de la colonisation. Quant au mode de transport, toutes nos observations s'aecordent avec celles de Kerner pour affirmer que ce sont les végétaux directement avoisinants qui fournissent les graines ou les spores des colons; les rares exceptions signalées par M. Gaston Bonnier ne sont pas encore suffisamment étudiées. C'est done pas à pas que la végétation a envahi l’espace laissé libre par la glace, opérant ainsi un double mouvement; car d'une part elle pre- nait possession des flanes des montagnes, d'autre part elle remontait la vallée principale et s'insinuait dans les vallées latérales dés qu'une de celles-ci devenait libre. Entre ces deux mouvements, l'analyse de ce qui 4) G. Bonnier, Etude sur la végétation de la vallée de Chamonix et de la chaine du Mont Blane (Revue générale de botanique, t. I, 4889 p. 208 et suiv.) — Voyez en outre: Kerner, Der Einfluss der Winde auf die Verbreitung der Samen im Hochgebirge (Zeit- schrift des deutschen Alpenvereins v. II, 1874). — Idem, Studien über die Flora der Diluvialzeit in den östlichen Alpen (Sitzber, der kais. Akademie der Wissensch. in Wien, Math.-naturw. Classe, t. XCVII, Januar 1888). Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse. 77 se passe encore aujourd’hui nous en indique un troisiéme, savoir le long des flancs de la montagne au dessus du glacier; en effet, ce dernier descend toujours sensiblement au dessous de la ligne des neiges permanentes. Avant d'aller plus loin et comme nous traitons ici de matiéres nouvelles, définissons quelques termes dont nous aurons 4 nous servir pour éviter de longues périphrases. — Nous appellerons voies (d’immigration) valléeulaires, les vallées par lesquelles l'immigration dans un massif s'est opérée, par opposition aux autres modes de migration passive dont La premiere localité à partir des on a à s'occuper en phytogéographie. moraines glaciaires extrémes dans laquelle une espèce aura été observée portera le nom de station initiale ou simplement initiale. — Par contre le dernier endroit pour un bassin d'immigration dans lequel une espece aura été signalée s'appellera le terminus de cette espéce pour le Enfin, on designera sous le nom d'inter valles, bassin en question. les espaces situés sur le parcours des voies valléculaires entre l'initiale et le terminus, dans lesquels une espece fera défaut. Voyons un peu maintenant quelle est la nature du pays dans lequel cette végétation pénétra et quelles furent les principales voies valléculaires. Directement aecessibles à la végétation furent tout d'abord les mon- tagnes de Crémieux et les abords occidentaux du sous-distriet de la Gir Chartreuse, par le Rhóne, puis par une série de petites voies valléculaires situées plus au sud et dont la principale est celle du Bourbre. En méme temps, vu les analogies d'altitude, se dégagèrent les chaines situées à l'ouest du Bugey. C’est ce que nous avons indiqué sur l'esquisse qui aecompagne ce travail par la ligne ponctuée rouge qui commence un peu au dessous du 45"* parallele (PI. III). Si maintenant nous nous placons à Grenoble, point occidental et méridional extréme de la zone septentrionale extérieure, nous observons qu'à partir de la G3? Chartreuse les chaines divergent en deux branches, ou ce qui revient au méme, que la vallée du Rhóne s'élargit insen- siblement du cóté du nord-est. Nous avons indiqué cet élargisse- ment remarquable de la grande voie valléeulaire sur notre esquisse par une ligne rouge. On se rendra compte de sa progression par les chiffres suivants. La largeur entre leJura bugésan et le sous-district de la G% Chartreuse reste souvent au dessous de . . . . . . 5 kil. » ` » le Gê Colombier et les cimes ultra-rhodaniennes est de... ........... ee) A0 kil. » » » le Crédoz et le Mt. Parmelan est de . 30&35 kil. ` » » le Noirmont et le Mt. Billiat est de . . . 40 kil. ) » » le Mt. Tendre et la Dt. de Jaman est de . 50 kil. La branche la plus septentrionale fait partie du district jurassique franco-suisse. Ce sont de longues chaines de montagnes dirigées du sud- 78 John Briquet, ouest au nord-est laissant entre elles des vallées paralléles assez monotones. La structure orographique de ces chaines est trés uniforme; ce sont géné- ralement des chaines en voütes !) caractérisées par des contours arron- dis, peu accidentés, offrant rarement ces grandes parois verticales et ces bizarres échafaudages de rochers que l'on voit constamment dans les Alpes. Les parties les plus élevées sont celles qui regardent le Rhóne, elles s'abaissent insensiblement du cóté de la Bresse. Ca et là on trouve des cluses ou vallées transversales qui offrent de chaque cóté des parois en précipice fort caractéristiques. Parfois il s'est produit dans les voütes une rupture qui laisse appercevoir des couches plus profondes, tandis que les parois de la cavité appelée combe sont formées par les couches super- fieielles ou créts. Les créts en se réunissant en demi lune donnent parfois naissance à des cirques. Mais ces deux phénoménes sont moins fréquents dans les parties du district jurassique que nous étudions, que plus au nord. On se trouve presque partout sur du calcaire; seules les couches à chailles ou rognons siliceux de l'oxfordien ainsi que la boue glaciaire des tourbieres et les sables ferrugineux des anciens geysers font exception. Le point cul- minant de la chaine est au Crét de la Neige prés du Reculet à 1720 m. La somme des conditions biologiques différentes est peu considérable. Les principales voies valléculaires ont été l'Ain qui traverse les sous-districts du Jura occidental et du Jura bugésan sur une longueur de 130 kil., puis le Surran, l'Ize et l'Albarine. Plus au nord ce sont le Seran et la cluse de Silan. Outre les flanes de la montagne du fort de l'Ecluse au Mt. Tendre, le sous-district genevois a encore été desservi par la vallée de la Serine. La branche méridionale qui constitue le district savoisien est bien diffé- rente. »Des cimes émoussées, des pyramides tronquées aux flanes abrupts, couronnées par des escarpements verticaux qui en défendent le sommet, dont la hauteur atteint et dépasse quelquefois 2000 métres, caractérisent cette chaine composée au point de vue géologique par les terrains jurassi- ques, néocomiens et nummulitiques, bordés par le lias à leur point de con- tact avec le terrain cristallin«?). La structure orographique tourmentée des cimes défie parfois toute tentative de description sans cependant atteindre en général les formes bizarres que l'on rencontre dans la zone granitique centrale; c'est pour cette raison que M. Véziax a appelé ees montagnes des types à strates infléchies et recourbées. Nous donnons ci-joints les profils orographiques de deux chaines caractéristiques prises dans le distriet jurassique et dans le district savoisien, la comparaison fera tout de suite voir l'extréme différence qui existe entre les deux types (PI. IV). 1) Nous employons ici les termes de M. VÉziaN qui nous paraissent très bien choisis, sans nous engager pour les théories orogéniques qu'ils doivent accompagner; car nous sommes sur la question de la cause de ces formes, d'une opinion diamétralement opposéealasienne. Voyez: A. Viziay, Lestypesorographiques (Ann. du C, A.F. XII, 1886). 2) PERRIER et SONGEON, l. c. (1863). Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse. 79 Malgré les nombreuses irrégularités, on observe que généralement les mon- tagnes sont construites suivant une loi fort importante à connaitre lorsque l'on veut étudier la flore en détail. Cette loi peut se résumer ainsi: Les voütes et les strates inclinées sont tournées du cóté des noyaux granitiques, soit du cóté du midi: les découpures, les couches mises à nu et les parois perpendiculaires regardent le nord. Il serait trop long ici d'énumérer et de décrire la variété énorme de conditions biologiques qui résulte de cette struc- ture. Disons seulement que toutes les stations jurassiques s'y retrouvent, mais souvent extrémement réduites. Ainsi l'architecture des montagnes et des vallées se préte tres mal à la formation des tourbieres qui descendent à un minimum et sont peu étendues. Les stations seches des créts et bords de falaises du Jura regardant le midi, sont bien moins nombreuses. Les prés secs des voûtes ne se retrouvent pas aussi fréquemment ete, Par contre les gorges, les foréts, les vallées, tout cela est bien plus accidenté, bien plus varié. En outre l'altitude atteint 3285 metres au sommet de la Dt. du Midi, et avec la région nivale et les glaciers nous trouvons un monde nouveau. Mentionnons enfin que des couches de gres assez répandues, ainsi que les montagnes à formations de molasse tertiaire du côté du Rhône offrent de nom- breuses stations aux plantes silicicoles, fait sur lequel nous reviendrons. Les voies valléculaires principales ont été les suivantes. Pour le sous- district de la G% Chartreuse: le Guter et le lae d'Aiguebelette; ensuite à un moindre degré la »trouée« de Chambéry dans laquelle est situé le lae du Bourget, voie qui par la vallée de l'Hiere pénètre assez avant. Mais ce fut peu de chose, car la chaine du Mt du Chat et la montagne de l'Epine avaient dejà été peuplés par la voie valléculaire du lae d'Aiguebelette quand les plantes se répandirent en nombre dans ce bassin. De méme que le massif de la G?* Chartreuse manque de voies valléculaires du côté de l'Isère et que par conséquent l'immigration par les pentes abruptes a été peu im- portante, de méme encore le sous-district des Bauges est privé de débouchés du côté de la Tarentaise. Par contre du côté du nord il offre une vallée largement ouverte qui le traverse sur une longueur de 35 kil., celle du Cheran; les voies valléculaires du côté des lacs d'Annecy et du Bourget sont peu importantes, nommons cependant celle de la Laise au dessus de Chambéry. Plus complexe que les précédents est le sous-district d’Annecy qui a eu deux voies valléculaires principales, celle du Fier et celle de l'Arve. Le Fier agissant par les vallées de Thónes et de la Pilliere, PArve par l'intermédiaire du Borne. Les pentes abruptes à l'ouest et au sud devaient peu se préter à une colonisation en grand, citons pourtant une voie valléculaire d'une certaine valeur, l'Arondine au sud de la chaine des Aravis. Le sous-district des Alpes Lémaniennes dépend directement de trois voies importantes, le Giffre, la Dranse, et le val d’Illiez. Enfin le sous-distriet des Alpes vaudoises a été envahi par une série de vallées plus ou moins parallèles dont la plus importante est celle de la G% Eau. 80 John Briquet. V. Lois de la répartition des flores dans la voie valléculaire formée par le glacier rhodanien quaternaire. — Connaissant les conditions d'im- migration des plantes alpines, on peut en déduire une série de lois aux- quelles la répartition des flores a fatalement dü étre soumise. Ce sont ces lois ou principes généraux que nous allons étudier maintenant, leur vérification par les faits servira de contrepreuve pour les mouvements de la flore alpine pendant la période glaciaire tels que nous les avons décrits. Par le mot juranien nous entendrons dans ce qui suit la flore du Jura depuis le Bugey méridional jusqu'au Mt. Tendre, à l'exclusion des districts du Jura central et occidental qui ont eu en général d'autres voies vallécu- laires que la vallée du Rhóne. 19 A hauteur égale et en tenant compte des stations, le fond de la végétation juranienne et du district savoisien est le méme. Raisons. — Malgré les nombreuses différences qui ont dù naitre de migrations aussi compliquées, comme toutes les stations juranienne se retrouvent dans le district savoisien, la flore a dû en remontant la vallée du Rhóne et en s'infiltrant à droite et à gauche dans les voies valléculaires latérales, se fixer d'une manière générale, lorsque les conditions biologi- ques voulues se présentaient, aussi bien dans les chaines juraniennes que dans les chaines savoisiennes. Verification. — Nous comptons 680 espèces phanérogames et pro- thallogames dans les 4 régions des districts jurassique et savoisien. Sur ces 680 espèces, 543 sont communes au district savoisien et aux chaines juraniennes. Mais comme il faut tenir compte de l'altitude, nous retran- cherons 135 espèces propres aux régions supérieures. Il reste donc 22 espèces seulement des régions inférieures qui se trouvent d'une facon exclusive dans l'une ou dans l'autre des 2 divisions. Tout compte fait la flore des chaines juraniennes se retrouve intégralement sauf 14 espèces dans le distriet savoisien. 20 Au point de vue de la distribution verticale, le maxi- mum d'identité entre les chaines juraniennes et le district savoisien se trouve dans les deux régions inférieures. Raisons. — Le plus haut sommet des chaines juraniennes atteint seulement 1720 m, ce qui exclut presque toute la flore de la région alpine supérieure. Les espèces nivales ont dù périr et ne laisser que de très rares représentants. Les conditions biologiques des régions inférieures par contre sont trés analogues. Vérification. — L'étude des formations inférieures des chaines jura- niennes démontre que toute la flore silvatique se retrouve dans le district savoisien sauf l’Asperula taurine qui habite uniquement les bois du Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse. 81 versant sud du Gd Colombier (sous-district bugésan). Les prés humides et les päturages présentent le méme phénomène ; chez les premiers il n'y a d'exception que pour le Cineraria campestris (du sous-district genevois), chez les seconds pour le Centaurea Seuzana qui croit isolé dans les paturages au dessus de Nantua. Seules les tourbières, qui sont réduites à un mini- mum dans le district savoisien, présentent fréquemment deux spécialités dans les chaines juraniennes : les Oxycoccos vulgaris et Saxifraga hirculus, auxquels s'ajoute le Galium uliginosum, qui croit aussi dans les marais. C'est une régle générale fournie par l'observation que, à hauteur égale, les Alpes savoisiennes sont numériquement plus riches en espéces que les chaines juraniennes, sans qu'il soit toujours possible d'expliquer le fait par des conditions biologiques plus variées. Ici en particulier nous trouvons 16 espèces des régions inférieures qui manquent aux districts bugésan et genevois; ce sont les Atragene alpina, Corydalis fabacea, Alsine mucronata, Geranium nodosum, Cytisus supinus, Rosa montana, R. pomifera, Peuceda- num austriacum, Achillea macrophylla, Mulgedium Plumieri, Gentiana as- clepiadea, Calamintha grandiflora, Salvia verticillata, Erica carnea, Aspho- delus Villarsii, Athyrium rigidum. Il est fort probable que pour une série de cas la distribution géographique régulière a été dérangée et changée par la période xérothermique. 3" Au point de vue de la distribution horizontale, le maxi- mum d'identité entre la flore des chaines juraniennes, celle du distriet savoisien et celle deleur point de départ com- mun est en raison directe du rapprochement de ce point de départ initial; autrement dit, l'identité diminue à mesure que l'on s'éloigne de la G* Chartreuse et augmente lors- qu'on s'en rapproche. Raisons. — En divergeant, les chaines juraniennes et savoisiennes deviennent de plus en plus différentes l'une de l'autre; les premiéres restent peu élevées, les secondes deviennent de plus en plus accidentées et por- tent des pies dépassant 3000 mètres: les stations directement comparables deviennent par conséquent de plus en plus rares. En outre, pour les distriets savoisiens extrémes la période xérothermique a du avoir pour effet d'introduire quelques éléments qui n'en faisaient pas primitivement partie. Vérification. — On l'obtient aisément en faisant l'étude des initia- les et des terminus. Il n'y a pas moins de 482 espèces qui possèdent leur initiale dans le sous-district de la G@® Chartreuse: c'est le fond de la végé- tation juranienne et savoisienne. De ces 482 types, 13 y trouvent déjà leur terminus absolu, ce sont les Ranunculus Seguieri, Polygala calcarea, Hypericum nummularium, Cytisus supinus, Potentilla nitida, P. delphinensis, Galium argenteum, Gentiana angustifolia, Pedicularis gyroflexa, Stachys Alo- pecuros, Asphodelus Villarsii, Orchis pallens, Avena setacea, A. montana. Botanische Jahrbücher. XIII, Bd. 6 892 John Briquet, Outre ces terminus absolus, il y a un certain nombre de types à ca- ractère juranien qui n'ont pas pénétré plus avant dans les alpes, ils sont au nombre de 8: Erysimum ochroleucum, Alyssum montanum, Dianthus mons- pessulanus, Rhamnus saxatilis , Peucedanum carvifolium, Androsace villosa, Daphne Cneorum, Fritillaria Meleagris. Une seconde série, beaucoup plus nombreuse puis qu'elle ne comprend pas moins de 40 espèces, embrasse les types alpins qui s'arrêtent là du côté du Jura. Ce sont les Anemone baldensis, Ranunculus Thora, Corydalis fabacea, Petrocallis pyrenaica, Biscutella laevi- gata, Thlaspi rotundifolium, Silene acaulis, Geranium nodosum, Rhamnus pumila, Trifolium spadiceum, Rosa pomifera, Sorbus scandica, Epilobium Fleischeri, Sempervivum montanum, S. arachnoideum, Saxifraga androsacea, Imperatoria Ostruthium, Valeriana saliunca, Erigeron Villarsii, E. uniflorus, Aronicum scorpioides, Cirsium spinosissimum, Hieracium andryaloides, Cam- panula barbata, Azalea procumbens, Primula Auricula, Gentiana punctata, Veronica bellidioides, Pedicularis Barrelieri, Calamintha grandiflora, Beto- nica hirsuta, Scutellaria alpina, Globularia nudicaulis, Rumex alpinus, Alnus viridis, Lilium croceum, Gagea Liottardi, Poa distichophylla, Festuca violacea, Festuca pumila. Dans le sous-district des Bauges nous ne trouvons qu'un nombre plus restreint d'initiales. Ce sont celles des Draba tomentosa, Trifolium alpinum, Lathyrus heterophyllus, Orobus luteus, Onobrychis montana, Phaca alpina, Hedysarum obscurum, Potentilla petiolulata, Saxifraga mutata, Eryngium alpinum, Bupleurum longifolium, Erigeron Villarsu, Gnaphalium carpathi- cum, Leontopodium alpinum, Leontodon pyrenaicus, Sonchus Plumieri, An- drosace helvetica, A. pubescens, Gentiana purpurea, G. asclepiadea, Euphra- sia minima, Pedicularis comosa, Tulipa Celsiana, Asphodelus delphinensis, soit 24 espèces. Les Tulipa Celsiana, Bupleurum longifolium et Asphodelus delphinensis y trouvent déjà leur terminus. Près de 80 espèces semblent laisser un intervalle d'une cinquantaine de kilomètres dans ce sous-district, ee phénomène est évidemment dù au fait que le pays a été très mal exploré. Avec le sous- district d'Annecy nous ne trouvons pas moins de 92 ini- tiales nouvelles fournies par les Atragene alpina, Pulsatilla vernalis, Aqui- legia alpina, Delphinium elatum, Arabis caerulea, A. bellidifolia, A. pumila, Cardamine alpina et resedifolia, Draba carinthiaca, Viola palustris, V. are- naria, Polygala Chamuebuaus, Sagina glabra, Alsine mucronata, A. Villarsii, Cherleria sedoides, Moehringia polygonoides, Arenaria grandiflora, Cerastium latifolium, Trifolium pallescens, Oxytropis campestris, Phaca frigida, Phaca australis, Potentilla grandiflora, Comarum palustre, Rosa Sabini, R. cinna- momea, R. montana, Alchemilla fissa, A. pentaphyllea, Sedum alpestre, Saxi- fraga stellaris, S. cuneifolia, S. caesia, Peucedanum austriacum, Meum Mu- tellina, Gaya simplex, Astrantia minor, Senecio cordatus, Petasites niveus, Artemisia Mutellina, Leucanthemum alpinum, Achillea macrophylla, Gnapha- lium norvegicum, G. Hoppeanum, G. supinum, Centaurea nervosa, Serratula Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse, 83 nudicaulis, Leontodon Taraxaci, Crepis pygmaea, C. succisifolia, C. grandi- flora, C. montana, Hieracium glaciale, H. aurantiacum, H. piliferum, H. al- pinum, Phyteuma hemisphaericum, P. betonicifolium, Campanula Scheuch- zeri, C. cenisia, Erica carnea, Pyrola media, Androsace obtusifolia, Gentiana bavarica, G. nivalis, Pedicularis verticillata, P. tuberosa, Ajuga pyramidalis, Oxyria digyna, Salix hastata, S. herbacea, Allium sibiricum, Epipactis micro- phylla, Juncus filiformis, Luzula spadicea, Eriophorum capitatum, Elyna spicata, Carex foetida, C. atrata, C. nigra, C. aterrima, C. firma, Agrostis alpina, Avena versicolor, A. distichophylla, Poa minor, Festuca Halleri, Lyco- podium Selago, L. annotinum, L. clavatum, Selaginella helvetica. — Les terminus y sont au nombre de 11, ce sont ceux des Atragene alpina, Clypeola Jonthlaspi, Aethionema saxatile, Acer monspessulanum, Coronilla montana, Potentilla petiolulata, Rosa cinnamomea, Saxifraga mutata, Centranthus an- gustifolius, Serratula nudicaulis, Pyrola media. Si les Alpes Lémaniennes nous fournissent encore quelques initiales avec les Silene alpina, Saxifraga aspera, S. bryoïdes, Laserpitium Panas, Meum athamanthicum, Achillea atrata, Carlina longifolia, Hieracia nonnulla, Andromeda polifolia, Androsace Chamaejasme, Sweertia perennis, Salvia ver- ticillata, Salix repens, S. arbuscula, Lilium croceum, Luzula lutea, Eriopho- rum gracile, Carex capillaris, C. frigida, Trisetum subspicatum, 20 espèces qui se maintiennent en général dans le sous-district vaudois, en revanche, nous trouvons ici les terminus de presque toutes les espèces juraniennes. Citons comme terminus capitaux, les 44 suivants: Aconitum Anthora, Are- naria grandiflora, Helianthemum canum, Alsine mucronata, A. Villarsu, A. Bauhinorum, Sagina repens, Dianthus caesius, Cytisus Laburnum, Anthyllis montana, Hypericum Richeri, Sorbus scandica, Pedicularis comosa, Sideritis hyssopifolia. Déjà les parties orientales extrèmes des Alpes Lémaniennes ne con- tiennent plus les espèces susnommées et ont un caractère neutre. Les Alpes vaudoises ont encore ce caractère a un degré plus haut encore, c'est sur leur territoire que se mélent les éléments de diverses flores. Ainsi elles possèdent le Rhododendrum hirsutum qui est caractéristique pour les dis- triets suivants de la chaine extérieure, le Hieracium cruentum qui ne croit guere ailleurs dans le district savoisien, et un nombre relativement grand de types de la flore austro-occidentale qui empiétent à la limite de la zone extérieure et de la zone austro-occidentale (district valaisan). Les critiques nous feront peut-étre observer que dans l'étude des ini- tiales et des terminus que nous venons de faire, nous aurions dü séparer des listes les éléments dont l'origine est évidemment xérothermique, comme par ex. Oxytropis campestris, Leontopodium alpinum, Hedysarum obscurum ete. ete. C'est intentionellement que nous l'avons négligé et pour la raison suivante. Si un certain nombre de types sont facilement reconnaissables, il en est d'autres ot la distinction devient tres difficile. En operant un 6* 84 John Briquet. choix il serait devenu trés facile dans l'état actuel de nos connaissances de tomber dans l'arbitraire; nous avons donc préféré laisser les données de l'exploration telles quelles pour le moment, quitte à les reprendre pour les épurer plus tard. Tous ceux qui ont des connaissances quelque peu éten- dues en systématique reconnaitront facilement les formes xérothermiques bien caractérisées, et sauront en faire abstraction. Si nous passons au Jura, nous voyons dans le sous-distriet bugésan les initiales et en même temps les terminus de quelques espèces particulières, comme Asperula taurina et Centaurea seuzana. Le climat chaud particuliè- rement favorable au maintien des colonies méditerranéennes a fait dispa- raitre une série de types alpestres au nombre de #4, série qui se retrouve dans le sous-district genevois. Comme ce phénomène a été fort bien étudié par le Dr. Saivr-Laarn et que le Dr. Curis et Taurmany ont décrit également la décroissance du nombre des types de la G% Chartreuse à mesure que l'on se rapproche du Mt. Tendre, je me borne à renvoyer le lecteur à leurs ou- vrages). Ainsi, alors que l'on constate encore une grande homogénéité entre les parties extrémes du district de la G% Chartreuse comme le Mt. du Chat et le Mt. Grenier, on voit peu-à-peu cette homogénéité s'effacer avec l'élargissement de la voie valléculaire rhodanienne. Le sous-district des Bauges et le Bugey ont encore dans leur flore alpine une certaine ressem- blance, surtout à cause de la pauvreté de la flore alpine du premier. Mais à partir de là les analogies perdent leur généralité et aux extrémités on ne trouve plus guére de commun aux deux flores, que ce qui fait précisément le fond de la végétation dans les parties occidentales de la zone extérieure (Ex. Dent de Jaman comparée au Mt. Tendre). 40 En dehors desrègles ci-dessus posées, les partiesdu distrietsavoisien qui offrentle plus d'analogieavec la flore juranienne sont celles qui en sont le moins éloignées, donc leschainonsseptentrionaux latéraux. Raisons. — En général ce sont ces chainons qui rappellent le plus les chaines juraniennes par leurs stations, ce sont aussi les moins élevés. Les espèces les plus juraniennes, c'est-à-dire xérophiles et montagnardes, ont dü s'y fixer de préférence laissant les massifs intérieurs aux plantes alpines. Vérification. — On peut déjà observer ce phénomène au Semnoz et dans les montagnes voisines du sous- district des Bauges qui ont beaucoup moins de plantes alpines que les parties orientales, tandis que les for- mations de rocailles plutót juraniennes avee les Bupleurum longifolium, Trinia vulgaris et Rosa pimpinellifolia prennent plus de développement. Dans le sous-distriet d'Annecy ce n'est que dans les parties septentrionales 4) Sr. LAGER, Notice sur la végétation de la forêt d’Arvieres et du Colombier du Bugey (Ann. de la Soc. bot. de Lyon III, 1876). — Cnnisr, La Flore de la Suisse et ses Origines, p. 459 et seq. — TnvRwANN, Essai de Phytostatique I, p. 487 et suiv. Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse. 85 et occidentales que croissent les Aethionema saxatile, Clypeola Jonthlaspi, Dianthus caesius, Anthyllis montana. Seul le Sideritis hyssopifolia parait lutter avantageusement contre les especes des massifs orientaux, lorsque des stations favorables se présentent; ainsi on le trouve sur les pentes ro- cailleuses de la chaine des Aravis dans la vallée du Reposoir, et à une alti- tude bien plus grande encore au pied des grands escarpements de la chaine des Fiz dans les Alpes Lémaniennes. Dans ce dernier sous-district enfin, on cherchera en vain les Arenaria grandiflora, Pedicularis comosa, Anthyllis montana, Dianthus caesius, Helianthemum canum, Cotoneaster tomentosa, Stipa pennata, Viola mirabilis, ailleurs que dans les massifs les plus rapprochés du lac Léman. 5° Les espèces qui croissent d'une part dans le district jurassique, d’autre part dans la zone granitique se retrouvent à-peu-prés toutes dans le district savoisien. Raisons. — L'immigration par la vole valléculaire rhodanienne s'est opérée lentement et les végétaux ont été localisés d'une facon passive au moyen de la lutte pour l'existence dans les stations qui leur convenatent le mieux. Il est done possible que des espèces de la zone granitique aient pu s'établir dans les chaines juraniennes: ce sont celles qui sont le plus indiffé- rentes à la nature chimique du sous-sol et aux conditions physiques du milieu. Mais si le fait a eu lieu pour le Jura, à plus forte raison a-t-il dû se passer en méme temps dans le distriet savoisien qui offre des conditions chimiques de sous-sol et des stations beaucoup plus variées. Vérification. — Nous ne connaissons pas d'exception à cette régle pour les phanérogames et les prothallogames. Par contre nous attirons l'attention sur les Muscinées suivantes qui ne s'y eonforment pas. La liste a été établie pour le district jurassique entier, mais méme diminuée, elle n'en constitue pas moins un fait extraordinaire, Les Brianthogames suivantes eroissent dans le district jurassique et la zone granitique à l'ex- elusion du district savoisien. Mousses: Dicranoweisia cirrhata, Dicranella Schreberi, Dicranum Star- kii, D. Blyttü, D. viride, D. neglectum, D. palustre, Trichodon cylindricus, Pottia latifolia, Didymodon cylindricus, Cinclidotus riparius, Grimmia funalis, G. trichophylla, Splachnum ampullaceum, Webera albicans, Bryum inclina- tum, B. fallax, B. Funkii, Bartramia pomiformis, Fontinalis squamosa, Les- kea nervosa, Heterocladium heteropterum, Brachythecium laetum, Eurhynchium strigosum, Plagiothecium silvaticum, Hypnum revolvens, H. irrigatum, H. cordifolium. Hepatiques: Lepidozia setacea, Aneura multifida. De ces 30 espéces on peut d’abord retrancher les Dicranum palustre, Hypnum revolvens, H. cordifolium qui sont des plantes de tourbiere, cette derniere formation n'étant que fort peu représentée dans le district savoi- sien. Il s'agira d'étudier avec soin d'une facon comparative les stations de 86 John Briquet. celles de ces 27 espèces qui jusqu'ici ne se trouvent que dans les sous- districts juraniens et la zone granitique, peut-étre y trouvera-t-on la so- lution du probléme. Pour notre compte personnel nous considérons le prin- cipe qui nous occupe comme découlant d'une facon si naturelle de la théorie générale des mouvements de nos flores alpines pendant la période glaciaire, que nous ne pouvons nous résoudre à croire que nos connaissances actuelles sur la question soient l'expression exaete de la vérité. S'il nous est permis de raisonner par induction aprés l'étude consciencieuse que nous avons faite . de la dispersion géographique des phanérogames et des prothallogames, nous dirons que la plupart des espèces juraniennes de la liste donnée plus haut se retrouveront dans le district savoisien, lorsque celui-ci aura été soumis à une exploration méthodique et détaillée. C'est une question que nous recommandons vivement aux bryologues qui s'intéressent à l'histoire géographique de l'embranchement qu'ils étudient, 6° Les parties de la zone granitique situées dans le bassin valléculaire rhodanien sont plus pauvres en espèces que le distriet savoisien. Raisons. — Avant d'atteindre la zone granitique qui n'apparait qu'au fond dela vallée de l'Arve, la flore immigrante a dà franchir le district sa- voisien. Ce distriet possédant de nombreux terrains siliceux, les couches en question ont dù, comme un filtre, retenir au passage une quantité d'es- pèces silicicoles et s'enrichir d'autant. Par contre l'absence ou la grande rareté des terrains caleaires dans la zone centrale, prive cette derniere de la majorité des types adaptés à une vie calcicole. Vérification. — Le district savoisien possede 85 espèces qui man- quent à la zone granitique centrale, celle-ci n'a dans les parties qui nous occupent que 30 types particuliers, il y a done une différence de 55 espèces au bénéfice du district savoisien !). On nous objeetera peut-étre que l'image du filtre que nous employons iei, si heureuse qu'elle soit pour expliquer les faits, n'est qu'une pétition de principe, attendu que les adaptations aux différents sols sur lesquels elle se base ne sont pas prouvées. A cela nous ne pouvons faire qu'une réponse, c'est de donner la liste des espèces que de nombreuses observations sur le terrain nous ont montré étre adaptées à un sol particulier dans la zone extérieure elle-méme. Se sont toujours montrés calcicoles exclusifs, les Ranunculus Thora, R. alpestris, R. Seguieri, R. parnassifolius, Sisymbrium austriacum, Arabis saxatilis, A. auriculata, A. stricta, Thlaspi montanum, Aethionema saxatile, Helianthemum alpestre, H. canum, Viola mirabilis, V. cenisia, Polygala cal- carea, Silene saxifraga, S. quadrifida, Dianthus caesius, Alsine Bauhinorum, Cytisus Laburnum, Anthyllis montana, Orobus vernus, Coronilla montana, 1) Voyez les listes données au chapitre 1. Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse. 87 C. vaginalis, Cerasus Mahaleb, Potentilla nitida, P. caulescens, P. petiolulata, Cotoneaster tomentosa, Laserpitium latifolium, L. Siler, Athamantha cretensis, Libanotis montana, Bupleurum longifolium, Eryngium alpinum, Centranthus angustifolius, Achillea atrata, Buph thalmum salicifolium, Serratula nudicaulis, Crepis praemorsa, C. pygmaea, Hieracium Jacquini, H. andryaloides, Rhododen- dron hirsutum, Primula Auricula, Androsace villosa, A. lactea, Physalis Alke- kengi, Scrophularia juratensis, Veronica fruticulosa, Erinus alpinus, Pedicularis Barrelieri, Sideritis hyssopifolia, Scutellaria alpina, Teucrium montanum, Globularia cordifolia, Daphne alpina, Pinus montana, Taxus baccata, Buxus sempervirens, Limodorum abortivum, Carex alba, C. pilosa, C. Halleriana, C. ferruginea, C. sempervirens, C. tenuis, Sesleria caerulea var. calcarea, Agrostis Schleicheri, Lasiagrostis argentea, Avena setacea, Athyrium rigidum, Asplenium Halleri, A. viride. Total 74 espèces. Se sont toujours montrés exclusivement silicicoles, les Anemone sul- furea, Polygala depressa, Silene rupestris, Cerasus Padus, Sibbaldia pro- cumbens, Epilobium collinum, Scleranthus perennis, Sedum annuum, S. villosum, S. alpestre, Saxifraga stellaris, S. aspera, S. bryoides, S. biflora, Meum Mutellina, M. athamanthicum, Gaya simplex, Astrantia minor, Arnica montana, Senecio silvaticus, Phyteuma hemisphaericum, Oxycoccos vulgaris, Andromeda polifolia, Calluna vulgaris, Saxifraga Hirculus, Azalea procum- bens, Rhododendron ferrugineum, Veronica montana, Alnus viridis, Juncus filiformis, Luzula lutea, Aira flexuosa, Nardus stricta, Pteris aquilina. Total 34 espèces. Dans ces deux énumérations nous avons laissé de cóté les formes pré- férentes et toutes celles sur lesquelles nous avions des doutes ou pour les- quelles nous manquions d'observations suffisantes, elles offrent donc toutes les garanties d’exactitude possible. Il est aisé de se rendre compte que les caracteres mécaniques des sous-sols ne concordent pas avec cette division, lorsqu'on étudie d'une facon comparée les différents terrains. D'autre part, il est certain que les propriétés calorifiques des différentes roches jouent un role assez important; nous avons surtout ici en vue les caleaires. Quant à l'influence chimique, elle s'exerce évidemment très différemment suivant les espèces. Les unes recherchent certains terrains plutôt siliceux avec vraisemblance à cause de leur teneur en potasse, les autres pour éviter un exces de sels de calcium etc. C'est pour ces raisons que, apres avoir été partisan de la nomenclature en calcicoles et calcifuges, nous nous rendons aux arguments du Dr. St. Lager et nous reprenons les anciens termes calcicoles et silicicoles qui ne préjugent rien au point de vue physiologique et expriment le fait pur et simple de l'adaptation d'une espéce à une catégorie de roches. Une tout autre question est celle de savoir si une seule et méme espèce a pu en divers points de son aire s'adapter à des classes minéralogi- ques différentes. Le Dr. Sr. Lacer avait déjà dù reconnaitre que T Asplenium 88 John Briquet, Halleri, qui est calcicole exclusif dans les alpes, croit dans le centre de la France sur le granit. Toutefois il serait trés difficile de citer de nom- breux exemples de ce genre absolument certains. Ceux que M. BONNIER a donnés sont trés remarquables, en supposant que les observations aient été très étendues et soient rigoureusement exactes !). Tout le monde est d’accord sur ce point qu'il faut chercher dans la lutte pour l'existence, la cause de ces adaptations minéralogiques. Mais pourquoi, lorsque le caractére physiologique a été acquis, ne se maintiendrait-il pas sans l'intervention de la concurrence entre individus, comme les caractères morphologiques, par hérédité? Nous croyons que beaucoup de faits peuvent étre cités à l'appui de l'adaptation héréditaire se conservant indépendemment de la lutte pour l'existence. Comme preuve que des silicicoles et des calci- coles bien prononcées ne se maintiennent pas sans l'intervention de la con- currence entre espèces voisines, on se complait à répéter les deux exemples de Nigext, les Achillea moschata et atrata, les Rhododendron ferrugineum et hirsutum?). Nous n'avons jamais vu I’ Achillea moschata que sur des sols cris- 1) G. Bonnier, Observations sur la flore alpine d'Europe, chap.I (Ann, Sc. Nat, 6? série t, X, 1880). La découverte du Teucrium montanum sur des schistes dépourvus de caleaire est une des plus intéressantes. Toutefois, lorsqu'il s'agit de questions aussi délicates que celles-ci, on est en droit de réclamer beaucoup plus d'exactitude que l'auteur n'en a mis dans son travail. Nos observations ont été faites en Suisse, en Savoie et dans la vallée d'Aoste; mais nous avons tenu à les corroborer du témoignage du Dr. Sr. LAGER dont le catalogue comprend toute la flore du bassin du Rhône et qui indique soigneusement quand une plante se montre silicicole ou calcicole. Or, sur 39 espèces données par M. Bossier comme calcifuges exclusives, presque exclusives ou habitant les schistes et les granits, il n'y en a pas moins de 24 qui, d'apres le Dr. Sr. LAGER, ses collaborateurs et nous-méme, sont ind ifférentes, Il est clair qu'en citant des localités ou elles croissent sur le calcaire dans d'autres parties des alpes, on décrit là un phéno- mène tout naturel. Comme nous avons constaté d'une facon absolument certaine les Ranunculus glacialis et Draba tomentosa que le Dr. Sr. LAGER et M. BoxsIER. s'accordent à considérer comme silicicoles exclusives, sur le calcaire, cela réduit à 44 les 39 espèces silicicoles ou silicicoles préférentes. Si les observations faites sur ces espèces, ainsi que sur nos types indifférents, que M. Bonnier assure être calcicoles ou silici- coles dans d'autres parties des alpes, ont été tres étendues et poursuivies avec plus de rigueur, on pourra en tirer des conclusions de valeur. Nous croyons pour le moment que la question est tres loin d'étre liquidée. — Quant à l'argument qui, d'apres le dernier travail de M, Bonnier (Etudes sur la végétation de la vallée de Chamonix, Rev. gén. de bot. I p. 206), doit »réduire à néant« les théories chimiques qu'il désapprouve, il est à son tour annéanti par un fait trés important. Le savant auteur francais nous affirme que le Geum reptans est en Dauphiné exclusivement silicicole, tandisqu'il est en Savoie exclusivement calcicole. Nous n'avons fait en Savoie aucune observa- tion qui nous autorise à admettre que ce Geum soit constamment lié à un sol calcaire. Nous citerons a l'appui de notre dire, comme dépourvue de toute ambiguité, la localité découverte par Personnat, le glacier de Tré-la-Téte dans la zone granitique, à 3000 metres, en pleine protogine ! ! 2) Niceu, Über die Bedingungen des Vorkommens von Arten und Varietüten innerhalb ihres Verbreitungsbezirks (Sitzungsber. der kgl. bayr. Akademie der Wissen- schaften, 45. Dec. 1865.) Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse, 89 tallins et l’ Achillea atrata que sur le calcaire. On dit que dans le Jura où le R. hirsutum manque, le R.ferrugineum peut croitre sur le calcaire; or tous ceux qui ont observé en quantité le R. ferrugineum dans de nombreuses localités savent que cette espèce est calcifuge dans le vrai sens du mot. C'est-à- dire qu'on la trouve non seulement sur les terrains silieeux, mais aussi sur le calcaire, pourvu que les rochers ou les fissures soient recouverts d'une quantité d'humus ou de terre végétale suffisante, comme c'est le cas sur plusieurs points du Jura. Ajoutons que l'examen de la dispersion géographique des 30 espèces particulieres à la zone granitique nous a montré que leur présence était liée à un sous-sol constamment siliceux. 79 Les restes de l’ancienne flore austro-occidentale rho- danienne et valaisanne ont laissé sur leur passage dans la voie valléculaire rhodanienne des débris plus ou moins isolés. Raisons. — Si réduite que l'on se représente l'ancienne flore austro- occidentale dans le bassin du Rhone par la période glaciaire, et si liée qu'elle puisse étre à un climat alpin trés continental et à des condi- tions physiques spéciales, il est inadmissible cependant, que cette flore n'ait pas laissé s'infiltrer dans les vallées latérales une grande partie de ses éléments, dont quelques représentants se sont maintenus lorsque les condi- tions du milieu et la lutte contre les espéces ordinaires le leur permettaient. Vérification. — Nous relèverons ces espèces et leurs stations a partir de la G% Chartreuse. Rhodiola rosea. — Uniquement au Gd Som et au Charmant Som (Gde Chartreuse). Actuellement dans la zone austro-occidentale aux sources de l'Are, près de Bonneval, au col des Fours et à partir de là dans les Alpes Graies; en Valais abondant surtout dans les vallées de Zermatt et de Saas. Valeriana saliunca. — Uniquement à Chamechaude (Gd? Chartreuse) et au Mt. Méry /Alpes d'Annecy). Répandu dans les trois districts de la zone austro-occidentale. Armeria alpina, — Cinq petites aires: Tournette et Vergy (Alpes d'Annecy), Haut- forts, Cornette de Bise et chaine des Fiz (Alpes Lémaniennes). Cette magnifique Plom- baginée ne se trouve pour la zone austro-occidentale que dans les districts des Alpes Graies et du Dauphiné oü elle abonde, mais elle manque au Valais. Colchicum alpinum. — Trois localités: près de Chamonix, à Nantborant (sous-dis- trict du Mt. Blane de la zone granitique), aux Hautforts (Alpes Lémaniennes). Espèce répandue dans les trois districts de la zone austro-occidentale. Saussurea depressa, — Uniquement au Mt. Méry (Alpes d'Annecy). Répandu dans la zone austro-occidentale. Saussurea alpina. — Uniquement au glacier de Tré-la-Téte (sous-district du Mt. Blanc de la zone granitique). Répandu dans la zone austro-occidentale. Lychnis Flos Jovis. — Vallée du Reposoir (Alpes d'Annecy), Creux de Novel et Mt. Buet (Alpes Lémaniennes), Aiguille à Bochard (sous-district du Mt. Blanc de la zone granitiqueJ. Répandu dans la zone austro-occidentale. Trifolium saxatile. — Sources de l'Arvéron, moraines du glacier de Bois et de Taconnaz (sous-district du Mt. Blanc de la zone granitique). En Valais au Simplon et dans les vallées de Saas et de Zermatt; Dauphiné dans le massif de l'Oisans. 90 John Briquet. Arabis cenisia. — Colombier de Gex (sous-district genevois du district jurassique). Mt. Cenis (Alpes Graies); rarissime ou douteux dans le reste de la zone austro-occidentale. Ligusticum ferulaceum. — Reculet et Colombier de Gex (sous-district genevois du district jurassique). Dauphiné, Alpes Graies, manque actuellement dans le Valais. Hugueninia tanacetifolia. — Glacier de Tré-la-Téte (sous-district du Mt. Blanc de la zone granitique). Répandu dans la zone austro-occidentale. Cirsium heterophyllum, — Prairies au dessous de Graidon dans le massif du Roc d'Enfer (Alpes Lémaniennes). Répandu dans les trois districts de la zone austro-occidentale. Linnaea borealis. — Bois du Creux de Novel (Alpes Lémaniennes), autrefois pres d’Argentiéres (sous district du Mt. Blanc de la zone granitique). Répandu en Valais, Lloydia serotina. — Lapias du sommet de la Cornette de Bise (Alpes Lémaniennes). Répandu dans les trois districts de la zone austro-occidentale. Enfin dans les Alpes vaudoises, une serie d'espèces telles que Geranium bohemicum, Carex rupestris, microstyla, bicolor, Salix myrsinites, glauca, helvetica etc. possedent déjà des stations isolées sur le versant extérieur des chaines frontiéres, de sorte que la limite entre la zone extérieure et la zone austro-occidentale y est difficile à tracer. VI. La période xérothermique. — De toutes les phases de l'histoire récente de la flore d'Europe, il en est peu qui soient mieux établies et dont on saisisse plus facilement les conséquences que la période xérothermique; et pourtant, sa découverte date à peine de quelques années! C'est qu'elle repose sur un ensemble de faits extrérnement imposant. Voyons d'abord les découvertes paléontologiques. On sait que l'origine du loess a donné lieu chez les géologues à d'interminables diseussions, les uns comme A. Braun, F. vox SANDBERGER, KINKELIN et presque tous les géologues francais y voyant le produit du lavage des fins détritus en aval des glaciers, les autres avec von RICHTHOFEN et son école le considérant comme le résultat de l'action prolongée des agents météoriques sur les roches friables, comme ]e sable des steppes sibériennes. Cette discussion assez oiseuse, attendu que suivant les localités ees deux causes ont pu produire des effets ana- logues, a cependant eu ceci de bon qu'elle a appelé l'attention sur les terrains en litige. Or, tandisqu'en France les fossiles que l'on y a signalés, re- montent tous à la période glaciaire (Mammut, Cervus sp., Bison priscus etc. etc.), on a trouvé en Allemagne des gisements où ces types du climat pluviaire sont mélangés à des types correspondant à un climat plus sec. Finalement, surtout dans les couches plutôt supérieures, NenrinG a découvert une série de débris d'animaux appartenant à une faune des steppes des plus caractérisées. Ainsile Lagomys pusillus qui vit dans les régions comprises entre l'Oural et l'Obi, au sud du Wolga, l'Arctomys Bobac quiest répandu de la Galicie aux parties méridionales de la Sibérie, de méme les Scirtetes Jaeulus, Spermophilus altaicus, S. rufescens etc. qui sont tous des animaux exclusivement adaptés aux conditions d'existence des steppes. On en tira trop vite la conclusion qu'apres la période glaciaire le climat de l'Europe Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse. 91 était devenu entierement sec, et que celle-ci, au moins au nord des alpes, ne formait qu'une vaste steppe, ce qui a entrainé les justes critiques du Dr. Much. Mais très rapidement les découvertes se multiplièrent et don- nèrent de nouveaux aperçus. Von SanpperGer en particulier découvrit en Allemagne et dans la Suisse septentrionale toute une série deClausilies telles que Clausilia parvula, C. pumila, C. laminata, C. gracilis, C. cruciata etc. ete. dans les gisements en question. Or comme la présence de ces mollusques entraine celle des bois et des taillis, on en arriva finale- ment à considérer la période dans laquelle les dits fossiles ont vécu comme caractérisée par un elimat simplement chaud et sec, accompagné d'une faune et d'une flore correspondantes. Nenring du reste a reconnu lui-même qu'un climat chaud et sec, permettant l'existence. d'une faune et d'une flore comme celle des steppes, n’excluait nullement la présence de prairies hu- mides au bord des fleuves et de forèts surtout dans les régions accidentées. Les faits tirés de la phytogéographie comparée, sans être aussi palpables que des fossiles, n'en sont pas moins tout aussi éloquents. Deja en 1871, Kerner était amené à postuler l'existence d'une période plus chaude apres la période glaciaire pour expliquer la présence de colonies de végétaux méridionaux et orientaux dans les vallées des alpes orientales. Quatre ans plus tard, Näet sans connaitre les travaux de Kerner disait aussi: » Es gibt verschiedene Thatsachen, welche darauf hindeuten, dass seit der Eiszeit einmal ein würmeres Klima geherrscht hat als jetzt«!). Seulement ses con- clusions étaient accompagnées d'opinions trés hasardées, comme celle que la période ehaude s'était encore prolongée pendant les temps lacustres, basée uniquement sur la découverte faite par Heer de mauvaises herbes comme Setaria italica et Silene cretica dans les débris de cette époque. H ajoutait méme qu'elle avait duré jusque dans les temps historiques récents, ce qui est absolument insoutenable. Cest Lorw qui, en phytogéographie, a fourni un des documents les plus importants pour établir l'extension des végétaux orientaux et méridio- naux dans le nord apres la période glaciaire. Dans une analyse magistrale il a étudié en détail l'origine des types des steppes localisés par ci par là dans le nord de l'Allemagne, et à force de sagacité a méme pu indiquer avec assez de vraisemblance les principaux mouvements de cette flore xérophile. 4) Voyez aussi: Herm. Carıst, La Flore de la Sujsse et ses origines, p. 501 et sui- vantes. Lorsque le Dr. Cunisr a voulu réfuter les idées de Nick! dont le fond était exact, il a confondu deux classes de faits très différents. Il est évident qu'il n'y a aucun rap- port entre des plantes erratiques et d'immigration récente comme Tulipa silvestris, Lina- ria Cymbalaria, Lepidium Draba, et des formes isolées strictement localisées comme les Ephedra helvetica et Astragalus exscapus du Valais, les Astragalus alopecuroides et Hypo- glottis du Dauphiné. — Nous n'entreprendrons pas du reste une critique des vues de M. Curist parceque son ouvrage date de 1879 et que depuis lors les nombreux travaux paléontologiques et phytogéographiques ont entierement transformé la question ; il est done probable que lui-méme a déjà modifié ses idées sur ce point. 99 John Briquet, Enfin Kerner tout récemment a fort bien étudié cette flore datant de la période chaude, et qu'il appelle flore aquilonaire, dans les alpes orien- tales. Il serait inutile de citer tous ceux qui intentionellement ou incon- sciamment ont apporté une pierre à l'édifice : la liste n'en finirait pas, méme les botanistes appartenant aux écoles diamétralement opposées à la nótre sont arrivés aux mêmes résultats). Mentionnons seulement que les belles études de M. Louis Crit sur la flore de l'ouest de la France aboutissent au fond à des conclusions identiques, attendu qu'elles reportent l'immigration des types méditerranéens, cantabriques et armoricains dans le midi de l'Angleterre et de l'Irlande, à une époque qui cadre avec la période que, à cause de son climat particulier, nous appelons période xérothermi- que ?). Les végétaux de la période xérothermique sont restés localisés dans nos alpes occidentales de même que dans les alpes orientales dans quelques vallées à climat continental très abritées. Ce sont, pour ne parler que de celles qui sont rapprochées du Mt. Blanc, le Valais, la vallée d'Aoste, la Tarentaise et la Maurienne. C'est dans ces localités privilégiées que l'on retrouve les Vesicaria utri- culata, Dictamnus Fraxinella, Astragalus Onobrychis, Herniaria incana, Po- dospermum laciniatum, Erodium Ciconium, Trigonella monspeliaca, Leuzea conifera, Salvia aethiopis, Nepeta lanceolata, et de nombreux autres types méditerranéens, plus rarement orientaux. C’est en Valais, aprés avoir re- 1) Voyez par ex. Vivianp-MoreL, Note sur l'acclimatation des especes adventives (Ann. de la Soc. bot. de Lyon, X, 1883 p. 185, ligne 25). 2) Littérature. — Nous n'indiquons que les travaux intéressant les phyto- géographes. — Neurinc, Die quaternüren Faunen von Thiede und Westeregeln nebst Spuren des vorgeschichtlichen Menschen (Archiv für Anthropologie t. X et XI, Braun- schweig, 1878). — Idem, Die quaternüren Ablagerungen der Gypsbrüche von Thiede und Westeregeln (Verhandl. der geol. Reichsanstalt, 1878, p. 271—272). — Idem, in Zeitschrift der deutsch. geol. Gesellschaft, 1880, p. 471. — Idem, Verhandl. derBerliner anthrop. Gesellsch. 1882, Heft 4. — vox SANDBERGER, Verhandl. der naturf. Gesellsch. Basel VIII, 3. 4889. — F. KixkELIN, Der Pliocänsee des Rhein- und Mainlandes und die ehemaligen Mainläufe, ein Beitrag zur Kenntnis der Pliocün- und Diluvialzeit des west- lichen Mitteldeutschlands (Bericht über die Senckenb. naturf. Gesellschaft in Frankfurt a./M., 1889). — Kerner, Der Einfluss der Winde etc. (Zeitschrift des deutschen Alpen- vereins v. II, 1871). — Nier, Über Pflanzencultur im Hochgebirge (Ibidem. VI, 1875), — EwNcrLER, Entwicklungsgeschichte t. I, p.161, — Loew, Über Perioden und Wege ehe- maliger Pflanzenwanderungen im norddeutschen Tieflande, au chapitre: Die Wanderung von Steppenpflanzen (Linnaea, t. 42, 4879), — L., Cni£, Le centre de végélation armori- cain, — Idem, La végétation des cótes et des iles bretonnes, 1887. — AREsCHOUG, Bi- traeg till den Skand. Veget. Hist., Lund, 1866. — VALLOT, Sur une période chaude sur- venue entre l'époque glaciaire et l'époque actuelle (Journal de Botanique I, p. 464—169, 4887). — KERNER, Studien über die Flora der Diluvialzeit in den östlichen Alpen (Sitzungsber. der kais. Akademie der Wissensch. in Wien, Math.-nat. Classe, t. XLVII, Januar 1888). — Perri, Die Vegetationsverhältnisse des Kyffhäusergebirges, Halle, 4889. Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse. 93 monté la vallée du Rhône sur un parcours de 200 à 300 kilomètres pen- dant lequelles plantes du midi deviennent de plus en plus rares et isolées, que l'on rencontre tout-a-coup Ranunculus gramineus, Helianthemum salici- folium, Silene Armeria, Lonicera etrusca, Linosyris vulgaris, Stipa capillata etc. etc. D'autres localités remarquables sont le Bugey et Crémieux avec les Convolvulus cantabricus, Psoralea bituminosa, Squamaria Lamarcki, Pistacia Terebinthus, Acer monspessulanum, Osyris alba etc, ete. Les rochers d'Aise dans le bassin du Léman offrent encore les Hiera- cium lanatum, Astragalus monspessulanus, Stipa pennata et méme Lychnis Coronaria, mais tout cela est bien isolé, bien rare, et ce n'est qu'à partir de la eluse de St. Maurice que l'on rentre dans une flore méridionale. Nous n'avons pas ici à reconstituer l'histoire de cette période, mais seu- lement à voir quelles ont été ses conséquences pour nos flores alpines. La période glaciaire après nous avoir expliqué les ressemblances des chaines juraniennes et du district savoisien, ne nous à pas dit pourquoi le district jurassique tout entier ressemblait aux alpes de Savoie. En second lieu, la flore valaisanne, qui devait être très pauvre après la période glaciaire, est au contraire très riche actuellement. Il n'y a aucun doute que les analogies de la chaine jurassique tout entière avec les alpes de Savoie ne soient dues aux effets de la période xérothermi- que. Faisons par la pensée abstraction des espèces xérophiles juraniennes qui se retrouvent dans les parties septentrionales du district jurassique franco-suisse et comparons les chaines qui s'étendent du Mt. d'Or auRhin avec le district occidental suisse de la chaine extérieure. Nous trouvons alors une ressemblance entre ces deux divisions tout aussi grande qu'entre les chaines juraniennes et savoisiennes. La raison en est que, avec des différences de détail dues à ce que la eonfiguration topographique n'est pas la méme, plusieurs des lois d'immigration de la voie valléculaire formée par la branche orientale du glacier rhodanien sont semblables à celles que nous avons établies pour la branche occidentale. Des deux côtés de la ligne médiane de la voie valléculaire on trouve, non seulement les Ranunculus Thora, Arabis brassiciformis, Kernera saxatilis, Cotoneaster tomentosa, Gentiana asclepiadea, Erinus alpinus, Primula Auricula, Asplenium Halleri etc., mais encore de grandes raretés comme: Nuphar pumilum, Cardamine trifolia, Androsace lactea. On voit que la méthode historique, que nous menons de front avec les méthodes de comparaison, nous amène à envisager certains faits trés différemment du Dr. Cunisr.. Ainsi I’ Androsace lactea au lieu de se rattacher par un saut incompréhensible de plusieurs centaines de kilométres à l'aire dauphinoise de cette espéce dans la zone austro-occidentale, se relie au contraire à l'aire orientale de cette espèce dans l'Allemagne du sud d'une facon trés naturelle. C'est de la ligne de refoulement des espèces alpines 94 John Briquet, par les glaciers du Jura, du Rhône, de l'Aar, du Rhin ete. en Bavière, en Württemberg etc. que cette espèce a repeuplé par migration passive divers points de la zone septentrionale. Avec le changement de climat, les espéces xérophiles ont pu peu-à-peu par migration passive s'étendre du cóté du nord. Or, ce sont précisément ces espèces qui manquent au district occidental suisse, les Alsine Bauhino- rum, Arenaria grandiflora, Erysimum ochroleucum, Androsace villosa, Aco- nitum Anthora, Centranthus angustifolius, Anthyllis montana, Scrophularia iuratensis, Sideritis hyssopifolia, et qui constituent l'élément juranien. Pourquoi, nous demandera-t-on, cette migration passive ne s'est-elle pas opérée à un méme degré du distriet savoisien dans le district occiden- tal suisse? Parceque dans le Jura nous avons une série de chaines qui s'étendent régulièrement du SO. au NE.; déjà les cluses transversales, comme H. Cunisr l'a reconnu, exercent une certaine influence sur la dis- persion !), mais que sera-ce lorsqu'une chaine est entièrement coupée par la plaine! C'est précisément ee qui arrive pour le district savoisien. Dans les Alpes Lémaniennes, le point à caractères jurassiques extrême, c'est Je Grammont. Au delà du val d’Illiez nous trouvons une chaine dont les cimes dépassent 3000 mètres, cette chaine descend sur la cluse de St. Maurice par le sauvage entonnoir du Bois Noir et n'offre nullepart de caractères jurassiques; en réalité le Grammont est donc le vrai point final du district savoisien, le reste n'a que des stations alpines ou neutres. Or le Grammont est séparé des Alpes vaudoises par le lac de Genève et la plaine du Bou- veret. Les alpes Chablaisiennes et les alpes Vaudoises ont différé les unes des autres au point de vue du nombre des types juraniens lors du retrait du glacier rhodanien, à cause de la position géographique isolée de ces dernières. Elles étaient séparées du Chablais par le lac beaucoup plus étendu qu'au- jourd'hui, et du Jura par des chainons molassiques incapables de trans- porter la végétation calcicole exclusive du Jura. Mais avec l'élévation de la température et de la sécheresse, cet obstacle devint infranchissable; et le point culminant de la période xérothermique, qui fut le moment de la plus grande extension de la flore xérophile sur les sommets du Jura, devint le signal de l'arrét complet de la propagation de cette flore dans la chaine ex- térieure. Voici les preuves. Le Hypericum Richeri a son terminus absolu au col de Chézery; le Sisymbrium austriacum au pied de la Cornette de Bise; l'Anthyllis montana au Mt. Chaufle; l'Aconitum Anthora au Mt. Hau- tigny; l'Arabis stricta à la Cornette de Bise; l'Helianthemum canum au Mt. Chaufle; le Dianthus caesius aux rochers de Darbon; l'Alsine Bauhinorum à la Dt. d’Oche; PArenaria grandiflora à la Dt. d'Oche; le Sideritis hys- sopifolia aux rochers des Fiz. Tous ces terminus sont situés en arrière du Grammont. Nous coneluons donc : 1) Herm. Cunrsr, La Flore de la Suisse et ses origines p. 480, Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse. 95 L’extension des espéces juraniennes xérophiles dans tout le district jurassique franco-suisse et leur maintien dans les limites du district savoisien sont les conséquences de l'aetion de la période xérothermique dans les Alpes occidentales. Passons à la question du Valais. On sait que dans ce district, un des plus intéressants de la zone austro-oceidentale, les régions subissent une hausse. Tandisque dans la zone extérieure la limite supérieure de l'épicéa varie entre 1400 et 1500 mètres, et que les foréts ne dépassent guère 1700 mètres, ces arbres montent dans le Valais au dessus de 2000 mètres; les aroles et les mélezes atteignent 2300 metres, tandis qu'on trouve encore la vigne entre 800 et 900 metres; la ligne des neiges au lieu d'osciller autour de 2700 mètres comme dans nos alpes, remonte à 3000 metres. Si l'on se transporte en pleine période xérothermique alors que le climat permettait à la flore méditerranéenne d'envahir le bassin du Léman, on pourra, pour le Valais, faire hausser la ligne des neiges de 300 mètres au minimum. Au St. Théodule à 3333 m., Martins a recueilli 13 phanérogames, nous-méme nous en avons retrouvé une partie un peu au dessous de ce col. Au G St. Bernard, à l'autre extrémité du Valais, à 2478 m. la flore est très variée. Entre ces deux passages on ne trouve que des cols très élevés qui ne des- cendent jamais aussi bas que le G? St. Bernard et qui en moyenne dé- passent 3000 mètres; c'est à ces dépressions qu'aboutissent le Val d'Ollo- mont, la vallée de Valpelline, le Val St. Barthélemy et le Val Tournanche; le Simplon qui descend sur Gondo est de nouveau peu élevé. C'est par ces passages, trés dégagés alors, que s'est effectuée pendant la période xéro- thermique l'invasion passive des éléments de flore de la zone austro-occi- dentale. Une conséquence de ce fait c’est que les vallées méridionales, comme on peut le prévoir, sont les plus riches du Valais, et que parmi ces vallées mémes, les moins riches sont celles qui sont les plus garanties du côté des alpes Graies!). Nous nous résumerons par conséquent de nou- veau en disant: La richesse de la flore valaisanne est due principalement à uneimmigration passive de la flore austro-occidentale pen- dant la période xérothermique par les passages de la chaine méridionale. Les pays qui aujourd'hui encore n'ont pas le climat continental du Va- lais, du val d'Aoste, de l'Engadine ete. comme l'Oberland Bernois, la vallée de Chamonix et en général les différentes parties de la zone granitique cen- trale, possedent des glaciers descendant tres bas. A Chamonix les glaciers descendent de 500 à 700 mètres plus bas qu'à Zermatt. En tenant compte 4) Voyez pour les détails de ces flores: HERM. CHRIST, La flore de la Suisse et ses origines p. 408 et suivantes, oü ils sont fort bien analysés. 96 John Briquet. de ces circonstances locales, les glaciers pendant la période xérothermique ont dü y remonter d'un nombre de métres moins considérable qu'en Valais par exemple, et l'élément austro- occidental n'a pas pu y faire son apparition. Du reste s'il l'avait fait, le climat actuel qui y régne lui serait fort peu favorable. Si on se reporte à la 5"* loi de la répartition des flores dans la voie valléculaire rhodanienne, on pourra tenir compte des deux propositions pour rendre compte de la pauvreté relative de la zone grani- tique centrale comme suit: La pauvreté de la zone granitique centrale est due à l'ac- tion combinée de l'influence du sous-sol et du maintien trés étendu de la glaciation depuis l'époque glaciaire. Ce dernier principe dans ce qu'il a de plus général était déjà soutenu par M. Arrn, pr CaNnoLLe en 1876; la découverte de la période xérother- mique lui donne une grande valeur et le met vivement en relief!). Enfin sans vouloir parler des formes alpines évidemment devenues telles pen- dant la période xérothermique, et en partie citées par ENGLER et CHRIST, nous terminerons ce chapitre en mentionnant quatre espéces qui, par leur distribution actuelle, nous permettent de comprendre comment ce phéno- mene adaptatif a pu s'accomplir. Aphyllanthes monspeliensis. — Bords de la méditerranée; col du Fréne dans la région subalpine. Tulipa Celsiana. — Bords de la méditerranée; Mt. Rachais (1000 m.): G1 Colombier (1531 m.); Mt. Galoppaz (1800 m.); Orizan sur Cléry (2000 m.). Clypeola Jonthlaspi. — Midi; St. Eynard (1000 m.); Mt. Parmelan (1800 m.). Bulbocodium vernum. — Vallées basses et brülées du soleil dans les Alpes maritimes, le Dauphiné et le Valais; Mt. Vuache (800 m.); col de Buchille (1626 m.). Mais la raison physiologique qui autorise cette adaptation progressive n'est pas plus élucidée de nos jours qu'à l'époque du mémoire de PERRIER et SONGEON. VII. Abrégé de la classification phytogéographique des Alpes occi- dentales. — Les temps qui suivirent la période xérothermique et qui nous amènent jusqu'à nos jours ont été caractérisés par un ehangement dans le climat qui est devenu plus pluvieux et moins chaud. Les flores aquilonaire (des steppes) et méditerranéenne se sont retirées dans leurs limites actuelles, laissant derrière elles dans les stations particulièrement favorisées des 1) ALPH. DE CANDOLLE, Sur les causes de l'inégale distribution des plantes rares dans la chaine des Alpes (Atti del Congresso internazionale botanico tenuto in Firenze, 1876). Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse, 07e. temoins isolés de leur ancienne extension. Nous appellerons cette période caractérisée par une trés grande extension des foréts, — qui depuis notre ere ont surtout diminué en Europe, et en particulier dans les territoires que nous étudions, par l’action de l'homme, — nous l'appellerons, disons-nous, la période silvatique. Il nous reste à examiner brièvement, aprés avoir vu les vicissitudes qu'ont éprouvées nos flores alpines depuis le pliocene, comment nos éléments de flore se laissent classer. Nous indiquerons à la suite les ouvrages et mémoires prineipaux auxquels le lecteur devra remonter s'il veut étudier monographiquement la composition (phanérogamique) des différentes sub- divisions. Les Alpes occidentales à la latitude du Mt. Blane se divisent en trois zones. I? Zone des Alpes septentrionales extérieures (Exer.). — Synonymes: Province des montagnes moyennes d'Europe (Exar. p. p.); Chaine calcaire centrale (Perr. et Soxc. sensu lato]. — Limites. Plaines du Franche-Comté, de la Bresse et du Lyonnais à l'Ouest; ligne passant par Arvillars, Aiguebelle, Albertville, Ugines, les Contamines, Servoz, Evion- naz au sud-est; limite occidentale à Grenoble; limites orientales extrémes dans les alpes caleaires septentrionales d'Autriche. — Caractéristique. Epicéa et hêtre formant forét. Mélèze rare. Sempervivum rares. Végéta- tion surtout calcicole. 2° Zone des Alpes granitiques centrales (Perr. et Soxe.). — Synonyme: Zone desAlpes centrales médianes (Exar. p.p.). — Limites. Au nord-ouest la zone extérieure; au sud-est une ligne passant par Alle- mont, la Chambre, le col de la Madeleine, Petit-Coeur, Naves, Roselein, le eol du Bonhomme, le col de la Seigne, le Mt. Fréty, le col Ferret et Mar- tigny; point de départ au sud-ouest mal connu; reprend dans l'Oberland bernois, mais limites et extension inconnues. — Caractéristique. Hétre rare. Mélèze formant forét accompagné de l'arole. Sempervivum formant souvent tapis. Vegetation éminemment silicicole. 3° Zone des Alpes austro-occidentales. — Synonymes: Région du sud-est (Perr. et Sona.); zone des alpes centrales occidentales (ENGL.); zone des alpes centrales médianes (Exar. p. p.). — Limites. Au nord-ouest la zone granitique centrale, puis la zone extérieure; au sud les alpes Maritimes, (le Briançonnais et les alpes Vaudoises ?); à l'est, le Gothard et les plaines du bassin du Pó. — Caractéristique. Vegetation à nom- breux éléments méditerranéens et aquilonaires dans les vallées, Limites des forêts très élevées. Flore alpine très riche. Climat relativement continental. Sous-sol très varié. A l'intérieur de la zone des Alpes septentrionales extérieures nous distinguons dans les Alpes occidentales : 1? Distriet des Alpes Savoisiennes. — Synonymes: Alpes Sardes (Tuurm.); chaine calcaire centrale (Perr. et Soxc.); district occi- Botanische Jahrbücher XIII. Bd. 7 98 John Briquet. dental (Exar.). — Limites. Au sud-est la zone granitique centrale; au sud l'Isère; à l'ouest et au nord-ouest la vallée et les plaines du Rhône et du Léman. Au nord-est la ligne de séparation des eaux de la Sarine et du Rhóne, le Valais. — Caractéristique. Flore alpine partout trés déve- loppée. Flore silicicole assez riche. Päturages supérieurs possédant en abondanee le Pedicularis Barrelieri. Eléments juraniens nombreux. Tour- bieres rares. Littérature. — Trés pauvre, On se tirera généralement d'affaireavec les ouvrages suivants, un travail spécial et complet faisant défaut: Gavpry, Flora helvetica. 1828— 1833. — Bouvier, Flore des Alpes de la Suisse et de la Savoie, 4878. — GREMLI, Flore analytique de la Suisse, trad. VETTER, 1886. — Comparez en outre les rares mémoires phytogéographiques cités au chapitre I. 2° District de la Suisse occidentale. — Synonyme: district central (Exar.p. p.). — Limites. Mal connues au sud-est. Au sud-ouest la ligne de partage des eaux du Rhóne et de la Sarine; à l'ouest et au nord le plateau suisse; au nord-est le Pilate. — Caraetéristique. Flore alpine développée. Disparition progressive et rapide du SO au NE du Pedicularis Barrelieri qui est remplacé par le P. Oederi. Elément juranien presque nul. Tourbières moins rares que dans le district précédent. Présence des Rhododendron hirsutum, Draba incana, Oxytropis Halleri. Littérature, — Très pauvre; pas d'ouvrage général. Outre GAUDIN et GREMLI, consultez le catalogue de la Flore de l'Oberland bernois du prof. Fischer qui remplit une grande partie de la lacune. — H. Prrrign, Notice botanique sur les Alpes du Pays d'Enhaut (Bull. Soc. Mur. du Valais, fasc. XII, p.8—45, 1884). — Idem, The Flora of the Pays d'Enhaut, Château-d'Oex, 4886. — Duraxp et Pirtier, Catalogue de la Flore Vaudoise, fasc. III, p. 478 et sequ., 1887. 3" District jurassique franco-suisse. — Limites. A l'ouest les plaines de la Bresse, du Franche-Comté, de la Lorraine; au nord les Vosges; au nord-est l'Aar; au sud-est le plateau suisse, les bassins du lae de Neuchatel et du lac Léman, le Rhóne. — Caractéristique. Flore alpine presque pas ou peu développée. Flore silicicole pauvre. Absence totale des Pedicularis Barrelieri et Oederi. Elément juranien répandu d'un bout à l'autre de la chaine, atteignant son maximum dans les parties méri- dionales. Présence de l'Heracleum alpinum, du Thlaspi montanum, et du Scrophularia juratensis. Tourbiéres nombreuses. Littérature. — Trés riche: Basry, Flora Jurassienne, 4 vol. in 80, 4845, — GODET, Flore du Jura (avec supplément). — GRENIER, Flore de la chaine jurassique, 1865—75. — TuurMAnn, Essai de phytostatique appliqué à la chaine du Jura, 2 vol. in 8°, 1849. — Con- sultez en outre les travaux phytogéographiques cités au chapitre I. Passons aux subdivisions du district savoisien. In Sous-district dela G® Chartreuse. — Limites. Le Rhône, l'Isère, au sud-ouest la plaine du Rhône, au nord-est la trouée de Cham- béry et le lae du Bourget. — Caractéristique. Climat plutétchaud, assez nombreuses colonies méditerranéennes dans les plaines environnantes. Elé- ment juranien trés richement représenté. Flore alpine assez riche. Présence Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse. 99 des Ranunculus Seguieri, Polygala calcarea, Hypericum nummularium, Cy- tisus supinus, Potentilla nitida, P. delphinensis, Galium argenteum, Gentiana angustifolia, Pedicularis gyrofleaa, Stachys Alopecuros, Asphodelus Villarsii, Orchis pallens, Avena setacea, Avena montana. La plupart se rencontrent sur les cimes de Chamechaude, du G* Som et du Charmant-Som, localités devenues classiques. A remarquer la distribution du Hypericum nummu- larium qui dans toute la chaine des Alpes ne se retrouve que dans les alpes maritimes et possède une seconde aire de dispersion dans les Pyrénées. De méme le Potentilla nitida qui sauf une ou deux stations dauphinoises voi- sines ne se retrouve que dans le massif du Laurenti. Les divisions botani- ques qui forment la suite de la zone extérieure plus au sud se distinguent par la présence d'une série d'espèces particulières, telles que Bupleurum petraeum, Eryngium Spina alba, Heracleum minimum, Galium megalosper- mum, Berardia subacaulis, Campanula Allionii ete. ete. Au nord le Rhone forme une limite trés naturelle; il n’est plus permis maintenant de rattacher le Mt. du Chat au district jurassique, à cause de la présence du Hypericum nummularium et de plusieurs espèces alpines, en particulier de l’Erigeron uniflorus. Littérature. — Canror, Catalogue des plantes de la Gde Chartreuse, 1858. — DuvERGIER DE HaunaxsE, Herborisation à la Gde Chartreuse (Bull. Soc. bot. de France VII, 4860). — Vertor, Les herborisations des environs de Grenoble (Ibidem). — Lespt- nasse, Rapport sur une herborisation faite au Mt. Rachais (Ibidem). — L. Cusix, Herbori- sation à la Gde Chartreuse (Ann. Soc. bot. de Lyon I, 4873, p. 67 et V, 1878, p. 195). — MATTHIEU, Rapport sur une herborisation aux environs de Crémieux (Ibidem-II p. 103, 4875). — JacquarT, Observations sur la topographie et la flore de la vallée d'Aix (Proc. Verb. Soc. bot. de Lyon, 40 Février 1876). — Bouttu, Coup d'oeil sur la végétation de Janeyriat à Crémieux (Ann. Soc. bot. de Lyon VII, 4881, p. 249). — MaGnix, Observa- tions complémentaires sur la végétation des environs de Crémieux (Bull. Soc. bot. de Lyon, 2me série I, 1883, p. 81), — F. Moret, Compte-rendu d'une excursion botanique au Char- mant-Som (Ibidem IT, 1884, p. 80). — Sr. Lager, Excursion botanique au col du Frêne, au dessus d'Apremont et dans la vallée d'Entremont (Ibidem IIT, 1883, p. 78). — Los Brasc, Excursion au Mt, Grenier (Ibidem VI, 1889, p. 24). — Idem, Excursion au col de la Ruchere (Ibidem, p. 40). — Idem, Excursion à la forêt des Eparres (Ibidem, p.50). — Ravaup, Guide du botaniste dans le Dauphiné, 7me excursion, les montagnes de la Char- treuse, in 8°, Grenoble, 4886. 29 Sous-distriet des Bauges. — Limites. A l'ouest la trouée de Chambéry et le lae du Bourget; au nord la vallée du Rhóne; à l'est le lac d'Annecy; au sud l'Isére. — Caractéristique. Climat ordinaire de la zone extérieure; peu de colonies méridionales dans la plaine. Flore des vallées triviale. Flore alpine très pauvre. Le Mt. Trelod possède une florule intéressante, on y rencontre les Draba tomentosa, Eryngium alpinum, Leontopodium alpinum, Erigeron Villarsit, Papaver alpinum, Dianthus caesius, Leontodon pyrenaïcus, et Festuca pumila. Comme on trouve les Asphodelus delphinensis et Tulipa Celsiana à la montagne de Galoppaz et à Orizan sur Cléry, comme en outre le Pedicularis comosa a été signalé sur deux ou trois points et que l'élément juranien est assez développé, il y a lieu de eroire 7* 100 John Briquet, que les recherches ultérieures modifieront sensiblement la caraetéristique de ce sous-distriet, le plus mal connu de tous. C’est prés de Chambéry que commence l'aire d'une petite plante de rocher bien curieuse, qui s'arréte déjà dans le sous-distriet suivant, le Potentilla petiolulata Gaud. Littérature, — Très pauvre. Les anciennes indications sont relevées d'une facon assez complète dans: St. LAGER, Catalogue des plantes vasculaires de la Flore du bassin du Rhone, 1883, passim, — Voyez en outre: PERRIER et SONGEON, Indication de quel- ques plantes nouvelles, rares ou critiques observées en Savoie (Ann, de la Soc. d'hist. nat, de Savoie 1855) passim, — Pucer, Résumé de quelques herborisations des environs d'Annecy (Bull. Soc. Bot. de France, XIII, 4866. — Bouvier, Flore des Alpes de la Savoie, 1878, passim, — Jacquarr, Observations sur la topographie et la flore de la vallée d'Aix- les- Bains (Proc. Verb. de la Soc. bot. de Lyon, 10 Févr. 4876). — Perroup, Quelques herbori- sations dans l'Ardéche, la Dróme et les Bauges (Ann. de le Soc. bot. de Lyon XI, 1884, p. 95). — N. Roux, Herborisation au Grand-Revars, 1889. 3° Sous-distriet des Alpes d'Annecy. — Limites. A l'ouest le lac d'Anneey; au nord le plateau des Bornes; à l'est la vallée de l'Arve; au sud-est l'Arly et le plateau de Mégève, le col Joly et la vallée de Mont- joie. Enclave: la chaine du Saleve. — Caractéristique. Climat ordi- naire de la chaine extérieure avec rareté trés grande de colonies méditer- ranéennes. Elément juranien développé. Flore alpine fort riche; on trouve dans cette division 92 initiales de plantes alpines tandis qu'on y compte seulement 14 terminus. Plusieurs espèces sont entierement localisées dans ce sous-distriet et ne se trouvent pas ailleurs dans la zone savoisienne, ce sont les Atragene alpina, Rosa cinnamonea, Serratula nudicaulis et Pyrola media. Le Serratula nudicaulis existe uniquement dans l'enclave du Saleve: elle se retrouve au Mt. Vuache dans le sous-distriet bugésan du district jurassique. Le Pyrola media ne se trouve également que dans la chaine du Saléve, de méme qu'une rare Muscinée, le Leptodon Smithii qui y compte trois stations. A l'inverse des auteurs qui se sont jusqu'ici occupé de la flore jurassique, .nous rattachons le Saléve aux alpes d'Annecy pour les raisons suivantes. 1° Ses plantes rares sont savoisiennes et non jurassiques (Alnus viridis, Potentilla petiolulata, Erica carnea, Geum montanum). 2° Il est dé- pourvu des deux espèces montagnardes qui caractérisent partout le district jurassique d'une facon exclusive (Thlaspi montanum, Scrophularia juratensis) et de plusieurs autres non moins importantes (Erysimum ochroleucum, An- drosace villosa ete.). La chaine des Aravis qui, sur une longueur de près de 50 kilometres, porte des rangées de citadelles dont la plus élevée, la P'* Pereée du Reposoir, atteint 2760 m., n'est explorée que sur quelques points qui se sont montrés extrêmement riches. C'est là que croissent les Viola cenisia, Campanula cenisia, Ranunculus parnassifolius, Crepis pyg- maea, Eryngium alpinum ete., on peut s'attendre à y faire encore bien des trouvailles intéressantes. Le Mt. Joly entierement isolé dans la partie méridionale est pauvre et peu intéressant; nous n'avons pourtant vu que là le Phyteuma hemisphaericum qui se trouve dans certains esearpements de la face septentrionale; il est répandu dans les alpes Lémaniennes (chaine de Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse. 101 faite). Nous y avons cherché en vain le Potentilla nitida qui y a été indi- qué; il est fort probable que l'on a fait encore là quelque erreur de déter- mination, les stations du Mt. Joly offrant peu d'analogie avee celles des sommités de la G?* Chartreuse. Littérature. —Reuter, Catalogue des plantes vasculaires des environs de Geneve, 4864, passim, — Cuarin, Excursion botanique dirigée en Savoie et en Suisse (Bull. Soc. bot, de France VIII, 1864). — Fournier, Rapport sur une herborisation faite au Pont St. Clair (Bull. Soc. bot. de France XIII, 4866). — GowriER, Rapport sur une herborisa- tion faite au Calvaire (Ibidem). — Bouvier, Rapport sur une herborisation faite au Mt. Charvin (Ibidem). — Branche, Rapport sur une herborisation faite au Mt. Chatillon (Ibidem), — Pucer, Sur la végétation du Salève et du territoire qui s'étend de cette mon- tagne au Mt. du Vuache (Ibidem). — Dormer, Rapport sur les herborisations faites dans les montagnes du Brezon, du Vergy et du Méry (Ibidem) — Puget, Herborisations sur la chaine de montagnes qui s'étend de Bonneville à Sallanches (Ibidem). — Puget, Ré- sumé de quelques herborisations des environs d'Annecy (Ibidem). — Bouvier, La chaine des Aravis, 1866. — ScuwipELy, Annotations au catalogue des plantes vasc. des environs de Genève, passim (Bull. Soc. bot. de Genève III, 1884). — Fauconnet, Herborisations au Salève, in-80, 4867 (avec supplément 1868). 40 Sous-district des Alpes Lémaniennes. — Limites. A l'ouest la vallée de l'Arve; au nord la plaine du lae Léman: à l’est la vallée du Rhóne; au sud la lisiere triasique qui sépare les ealcaires jurassiques et liasiques de la protogine au nord des Aiguilles Rouges. — Caractéris- tique. Climat ordinaire de la chaine extérieure avee disparition presque complete des colonies méridionales. Elément juranien encore fortement représenté. Flore alpine fort riehe. Rien n'est plus intéressant que d'étudier dans ce sous-district le mélange des types juraniens et des types alpins. C'est de tout le district ici que les aiguilles atteignent leur plus haute alti- tude; à peu pres toutes les espéces alpines du sous-distriet précédent s'y retrouvent.@De plus en abordant l'Aiguille de Varens, on rencontre le Silene alpina, et le Laserpitium Panax. Le Meum athamanthicum est localisé non loin de la station du Cirsium heterophyllum au col du Petit-Souvre. Les éboulis à Viola cenisia et Ranunculus parnassifolius font une nouvelle acquisition sous forme de l' Achillea atrata. Ce n'est que dans les parties orientales de la chaine de faite, à partir des massifs du Ruan et de la Tour-Saillières, pres des neiges éternelles que l'on voit apparaitre l'Androsace Chamaejasme tandisque le Sagina glabra ne dépasse pas les parties occidentales. Lors- que l'on escalade les flanes méridionaux du Pie de la Corne, on marche dans de vastes päturages constellés de Centaurea nervosa, auquel se mêle le Carlina longifolia, remarquable Composée qui se trouve aussi dans le sous- district vaudois et le district de la Suisse ‘occidentale. Les genres parti- culigrement polymorphes comme Rosa et Hieracium sont représentés d'une facon extrémement riche. Enfin signalons l'apparition du Salvia verticillata qui possède une ou deux stations dans la vallée de Bellevaux et devient une vulgarité dans la vallée d'Abondance; il se maintient aussi dans le sous-district vaudois. 102 John Briquet. Littérature. — Comre et Ducommun, Notice botanique sur une course faite a la Dt. du Midi en Valais (Bull. Soc. Hallerienne IV, p. 172—176). — Pucer, Résumé de quelques herborisations dans l'arrondissement de Thonon et dans le canton de la Roche (Bull. Soc. bot. de France X, 1863). — Payor, Guide du botaniste dans les Alpes Pennines, Phanérogames, (in-42, Paris, sans date). — Perroup, Herborisation dans le Chablais et dans le Valais (Ann. Soc. bot. de Lyon, 1883, X). — Jaccanp, Notice botanique sur les environs de Salvan, 1885. — Briguet, Notes floristiques sur les Alpes Lémaniennes (Bull. Soc. bot. de Genève, V, 1889). — Fauconnet, Promenades botaniques aux Voirons, in-80,, 4868. — Voyez en outre les observations éparses de Spiess, WoLr, Jaccanp etc. dans les bulletins de la Soc. Mur. du Valais, 59 Sous-district des Alpes Vaudoises, — Synonyme: district rhodanien (Dur. et Prrr. p. p.). — Limites. A l'ouest le plateau suisse; au sud la vallée du Léman; au nord la ligne de partage des eaux du Rhóne et de la Sarine; à l'est une ligne encore vague serpentant entre la Dt. de Morcles et l'Oldenhorn. — Caractéristique. Climat ordinaire de la chaine extérieure avee rareté excessive d'éléments méditerranéens dans la plaine. Elément juranien presque disparu. Flore alpine trés riche; il est difficile de dire quels types elle possède en plus des Alpes Lémaniennes, à cause du mélange des végétations de la zone extérieure et du Valais entre l'Olden- horn et la Dt. de Morcle. La presence de l'A/sine biflora à cette limite est trés remarquable, on sait que cette plante est une des plus rares des Alpes. Remarquablement répandu est déjà le Rhododendron hirsutum qui est carac- téristique pour le distriet de la Suisse occidentale. On sera peut-étre tenté pour cette raison et à cause de la disparition de l'élément juranien de rat- tacher les Alpes vaudoises à cette derniere division. C'est là une affaire de pure convention. Le caractere neutre de la flore et les raisons historiques développées plus haut nous font incliner à la classer plutót dans le district savoisien; ce n'est qu'avee le sous-distriet sarinien qu'apparaissent l'Oxy- tropis Halleri, le Pedicularis Oederi, et le Draba incana qui servent d'éti- quettes au district de la Suisse occidentale. Littérature. — Duranp et Pirtier, Catalogue de la Flore Vaudoise, trois fas- cicules, 549 p., 1882—1887. Excellent travail dans lequel on trouvera l'historique de ce sous-district, Voyez en outre l'article de M. Prrrigg sur la découverte du Cardamine trifolia à Rossinieres dans le Bull. de la soc, vaud. des sciences nat., 1887. Voyons maintenant les subdivisions du district jurassique. 10 Sous-distriet du Bugey. — Synonyme: Jura méridional (Tuurm.) — Limites. A l'ouest les plaines du Lyonnais et de la Bresse ; au sud et à l'est le Rhóne; au nord une ligne partant du Crédo, passant au dessus du lac de Nantua, traversant l'Ain et les sources de la riviere Surran pour aboutir dans la plaine à la hauteur du 45? 30' Jat. Enclave: Mt.Vuache. — Caratéristique. Climat chaud; assez nombreux éléments méditer- ranéens et méridionaux dans les parties inférieures, et cela non seulement à la périphérie comme à Belley (Pistacia Terebinthus, Lonicera etrusca, Osyris alba, Lavandula ete. ete.), mais encore à un moindre degré dans l'intérieur mème du sous-district, comme à Tenay, à Hostiaz et à Hauteville (Clypeola \ Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse. 103 Jonthlaspi, Ononis natrix, Hieracium lanatum, Ruscus aculeatus, Artemisia Absinthium etc.). Flore alpine pauvre. Asperula taurina et Centaurea seu- sana isolés. Heracleum alpinum répandu dans une bonne partie du sous- district. Elément juranien très richement représenté. L'enclave du Vuache se rattache au sous-district proprement dit par Pintermédiaire du fort de l'Ecluse; il n'y a aucun doute que par sa végétation tres méridionale (Aethionema saxatilis, Salvia Sclarea, Artemisia camphorata, Acer mons- pessulanum etc.) cette montagne ne doive pas rentrer dans le sous-distriet genevois. Vu la présence du Geranium lucidum et du Serratula nudicaulis elle sert aussi un peu à faire la transition, par l'intermédiaire du Salève, avec les Alpes d'Annecy. Littérature. — Pucer, Sur la végétation du Salève et du territoire qui s'étend de cette montagne au Mt, du Vuache (Bull. Soc. bot. deFrance, 1866, t. XIII). — A. MAGNIN, Herborisation à Hauteville en Bugey (Ann. Soc. bot. de Lyon I, 4873, p. 43). — Sr. LAGER, Herborisation à Tenay (Ibidem, II, 1875, p. 54 et 88). — Idem, Herborisation à St. Rambert en Bugey (Ibidem, lI, 1875, p. 96), — A. Ménu, Herborisation faite de Tenay à Hauteville, dans la forét de Mazicres et au Vély (Ibidem, III, 1876, p. 146). — Sr. Laser, Notice sur la végétation de la forêt d'Arvieres et du Colombier du Bugey (Ibidem, III, 1876, p. 128). — GRENIER, Herborisation dans les environs de Tenay (Proc. Verb. de la Soc. bot. de Lyon, 18 Févr. 4875). — A. GacoGxe, Rapport sur une excursion à Nantua (Ann. Soc. bot. de Lyon VI, 1879, p. 89). — E. Guicnanp, Her- borisation de Nantua à Apremont et dans la forét de Montreal (Ibidem, VI, 1879, p. 202). — N. Roux, Herborisation a Belley (Bull. Soc. bot. de Lyon, 2me série I, 1883, p. 75 et 95), — A. Massın, Coup d'oeil sur la végétation du bassin de Belley (Ibidem p. 76). — Viviaxp-MonEL, Herborisation a Serrieres de Briord (Ibidem, III, 1885, p. 72). — Sırvıo Cattont, Florule des environs de Nantua (Ibidem p. 124). — GiLLor, Rapport sur une herborisation faite dans le Bugey et le Valromey (Bull. Soc. bot. de France XXIII, 1876). — CHENEVIÈRE, Note additionnelle sur la flore du Bugey (Ibidem). — SCHMIDELY, Annotations au catalogue des environs de Geneve (Bull. Soc. bot. de Geneve III, 1884), — A. MAGNIN, Statistique botanique du département de l'Ain, in-80, Arepartie, 1883 (ouvrage en cours de publication). 2° Sous-district du Jura genevois. — Limites. A l’ouest le sous-district bugésan; au sud les plaines de l'ancien comté du Genevois; au nord une ligne suivant les flanes de la chaine du Cret de Chalame jusqu'au dessus du lac des Rousses, traversant la depression du cóté de St. Cergues, et suivant de là les flanes de la chaine de faite jusqu'au Mt. Tendre qui forme l'extrémité orientale du sous-district. — Garactéristique. Climat ordinaire de la chaine extérieure, colonies méridionales au pied des mon- tagnes trés rares. Flore juranienne atteignant son maximum de richesse. Flore alpine la plus riche du district jurassique, comptant 44 types de plus que le sous-district bugésan, entre autres l'Arabis cenisia du Colombier de Gex dont la station la plus rapprochée est au Mt. Cenis, le Ligusticum feru- laceum qu'on ne retrouve également qu'au Mt. Cenis. Absence de l'Hera- cleum alpinum. Absence de l'Androsace lactea; par contre assez grande abondance de PA. villosa que l'on ne trouve guère qu'au Mt. Vuache dans le sous-district précédent. 104 John Briquet. Littérature. — Retter, Catalogue des plantes vasculaires des environs de Geneve, 2me éd, 1864. — ScHMIDELY, Annotations au catalogue des environs de Genéve (Bull. Soc. bot, de Genève III, 4884). -— Max. Cornu, Rapport sur une herboriation faite à la Dole (Bull. Soc. bot, de France XVI, 1869). — PErsonxar, Rapport sur une herbori- sation faite au Reculet (Ibidem). — F. Lacroix, Compte-rendu d'une excursion au Mt. Jura, 4876. — MicuaLET, Botanique du Jura, 1864, passim. — MICHALET, Sur la végé- tation du Jura, passim (Bull. Soc. bot. de France VII, 4860). — Voyez aussi les Bull. de la Soc. Hallérienne, passim. — Duranp et Pirtier, 1. C., passim. 3° Sous-district du Jura occidental. — Limites. Au sud les sous-distriets du Bugey et du Jura genevois; à l'ouest les plaines de la Bresse et de la Lorraine; au nord une ligne allant de Montbelliard à St. Hypolite; à l'est une ligne passant par Morteau, Pontarlier, Hautes- Joux, St. Laurent et Morey. — Caractéristique. Climat ordinaire de la zone extérieure. Colonies méridionales dans la plaine trés rares; on en trouve pourtant quelques unes à la lisière extérieure (Cytisus decumbens, C. capi- tatus, Telephium Imperati etc.). Elément juranien médiocrement représenté. Flore alpestre pauvre, les plus hautes cimes dépassant à peine 1000 m. Présence de l'Androsace lactea. Absence de l'Heracleum alpinum. Spécialités peu nombreuses: l'une d'elles est trés remarquable, c'est le Saxifraga spon- hemica Gmel. qui reparait plus au nord en Belgique, puis une dernière fois isolé en Irlande; on ne le connait ailleurs que dans l'Allemagne du sud et en Hereynie. Li tté rature. — Voyez surtout l'ouvrage capital de MicnaLET : Botanique du Jura, in 89, 1864. — Ensuite les observations plus récentes de: Viviaxp-MonEL, Herborisation à Baume-les-Messieurs (Ann. Soc. bot. de Lyon III, 1876, p. 83). — A. Macis, Note sur quelques plantes rares du Jura septentrional (Bull, Soc. bot. de Lyon, 2me série, III, 4885, p. 77). — Idem, Note sur la flore des environs de Longemaison et de Morteau (Ibidem, IV, 4886, p.57. — Idem, Note sur la flore des environs d'Arbois (Ibidem, IV, Août 1886), — Idem, Note sur la flore des environs deSalins (Ibidem, 4887, p.73), — Idem, Note sur quelques plantes intéressantes du Haut-Jura (Ibidem p. 74). 4° Sous-district du Jura central. — Limites. Au sud le Jura genevois; à l'ouest la ligne encore mal connue et délimitée qui le sépare du Jura occidental; à l'est le bassin du lae de Neuchatel et le plateau suisse; au nord une ligne encore vague partant de St. Hypolite pour aboutir à Bienne. — Caractéristique. Climat ordinaire de la zone extérieure, colonies méridionales au pied des montagnes trés rares (Glaucium luteum, Achillea nobilis, Hieracium lanatum, Koeleria valesiaca ete.). Flore alpine assez riche (Cerinthe alpina, Meum athamanticum). Présence de l'Heracleum alpinum. Présence de l'Androsace lactea. C'est dans les parties neuchateloises (Brévine) que l'Orobus ensifolius termine son aire de dispersion jurassique commencée dans le sous-distriet précédent. Ce fait ajouté à une série d'autres nous fait penser que les dites parties se rattachent au Jura occi- dental. Nous laissons l'étude et la solution de ces questions délicates aux botanistes jurassiens. Spécialité: Cardamine trifolia. Littérature, — Outre les travaux bien connus des botanistes suisses GODET, Christ, TRIPET etc., voyez encore les séries d’herborisations décrites par ANDREAE, Recherches sur la Flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse. 105 Caapuis, POURTIER, GRENIER, PAtLLoT, Fournier, dans le Bull. de la Soc. bot. de France, t. XVI, 4869). — Duranp et PITTIER, l. c., passim. 59 Sous-district du Jura septentrional. — Limites. Al'ouest le Jura central; au nord la plaine du Rhin et les Vosges; au sud le bassin du lac de Bienne et le plateau suisse; à l'est l'Aar. — Caractéristique. Elément juranien tres diminué, offrant encore pourtant des types bien re- connaissables comme Scrophularia juratensis, Dianthus caesius etc. Flore alpine pauvre, vu l'abaissement des chaines. Présence de l'Heracleum al- pinum. Présence de l'Androsace lactea. Spécialités: Anthriscus torquata Thom. trouvé jusqu'ici uniquement dans le cirque du Mt. Terrible: à la frontiere du sous-district précédent dans l'intéressante localité du Pavillon l'Ophrys Botteroni Ghod. décrit tout récemment. En outre l’Iberis saxatilis qui avait déjà une station dans le sous-district occidental, se retrouve dans celui-ci. Ces recherches ont été en grande partie exposées dans plusieurs con- férences faites à la Société botanique de Genève en 1888 et 1889. M. Arr. DE CANDOLLE a bien voulu nous faire part de ses observations; nous ne pouvons que le remercier de tout coeur de ses conseils et des encourage- ments qu'il nous a accordés. Nous profitons de l'occasion pour faire parvenir aussi l'expression de notre gratitude à tous ceux qui d'une manière on d'une autre nous ont aidé dans ce travail. MM. le Dr. Mucn à Vienne: le prof. nr Borsas à Buda-Pesth: les prof. ExGLER et Ascnersox, Gürke à Berlin; le Dr. WansunG à Hambourg: Marivvavp et BARRATTE à Paris; le prof. MAGNIN à Besancon; Farsaw à St. Cyr; le Dr. Sr. Lacer à Lyon; le prof. PERRIER DE LA Batu à Albertville; Bovcuanp à Chamonix; Ernest Favre et PAuL CHENE- varD à Genève; le Dr. Curist à Bale; enfin le fidèle collaborateur dont j'ai mis si souvent le dévouement à l'épreuve, mon frère CHARLES BRIQUET. Notre excellent collègue et ami, M. Avavsrr Guiner à Genève, bryologue expérimenté et bien connu, est l’auteur des listes de Muscinées que nous avons utilisées. C’est lui qui, à notre demande, s'est soumis pour cet em- branchement au travail fastidieux des longues statistiques, et c'est grace à ses recherches consciencieuses que nous avons pu étendre nos conclusions à une grande série de plantes inférieures. Puisse-t-il voir dans l'usage méme que nous avons fait de ses études l'expression de notre profonde reconnaissance ! P. S. — Apres avoir revu nos notes sur le Buet et relu attentivement l'article de M. VaLLor, dont nous avons fait mention au chap. I, nous devons reconnaitre que les précautions d'altitude prises par le savant francais paraissent suffisantes. Par contre, cette nouvelle comparaison de nos observations respectives nous a convaincu qu'une autre cause d'erreur très tangible, négligée par M. VarLor, explique aisément le mélange des types calcicoles et silicicoles dans ses listes: savoir la présence de détritus calcaires descendus des crétes jusqu'assez bas dans l'entonnoir de Bérard. Ces détritus portent plusieurs espèces calcicoles qu'il faut soigneusement distinguer des silicicoles environ- nantes,ce* qui n'a pas été fait dans le travail auquel nous faisons allusion. Monographia generis Coccolobae von Dr. G. Lindau. (Mit Tafel V.) Vorwort. Vorliegende Arbeit bildet das Resultat einer monographischen Unter- suchung der Gattung Coccoloba (mit Einschluss der Gattung Campderia); sie wurde auf Anraten des Herrn Prof. Dr. J. Ursan unternommen, dem ich für seine stete Hilfe und Unterstützung in schwierigen Fällen zum größten Danke verpflichtet bin. Die hauptsächlichsten Sammlungen des Continents haben mir vor- gelegen, die der Museen von Berlin (mit Herb. Wırıdexow), Brüssel, Göttingen (mit Herb. Grisesacu), Kopenhagen, Leipzig, München, St. Petersburg, Stockholm (mit Herb. Swanrz), Turin (Herb. Casa- RETTO) und Wien, von Privatsammlungen die Herbarien von Botsstrr-Bar- BEY, DE CANDOLLE, DELESSERT, ENGLER, Krug und URBAN, SCHENCK, SCHWACKE und Warning. Ferner sah ich durch die Güte der Herren Taisezron, Dyer, Ouiver, Bureau und Poisson aus dem Kew-Herbar und dem Pariser Museum, deren reiche Schätze an Ort und Stelle zu durchforschen mir leider nicht vergónnt war, viele äußerst interessante Exemplare. Leider stand mir lebendes Material zur Blütenuntersuchung nicht zu Gebote und meine Bemühungen, solches zu erhalten, sind bis jetzt ohne Erfolg geblieben. Infolge dessen konnte ich mich nur auf trocknes Herbar- material beschrünken. Es sind daher gewisse Ungenauigkeiten in den Be- schreibungen, welche sich bei frischen Blüten leicht vermeiden lassen, diesem Umstande zuzuschreiben. Für die Verarbeitung der sehr zerstreuten Litteratur gewährte mir der von Herrn Consul L. Krus gütigst zur Verfügung gestellte Katalog der west- indischen Flora willkommene Hilfe. Die Untersuchung stellte ieh in den Rüumen des kónigl. botanischen Museums zu Berlin an; für die Erlaubnis hierzu spreche ich den Herren Prof. Dr. A. ExcrER und Prof. Dr. A. Garcke meinen verbindlichsten Dank aus, desgleichen den Herren Directoren und Besitzern der obengenannten Sammlungen für die Überlassung derselben wührend der Zeit meiner Studien. Monographia generis Coccolobae. 107 A. Morphologisches. I. Vegetationsorgane. a. Stamm und Zweige. Die Vertreter der Gattung Coccoloba sind von auBerordentlich verschie- denem Habitus. Wir finden unter ihnen Sträucher von niedrigem Wuchs (C. geniculata), mit sehr dichter Verzweigung der Aste (Sectio Rhigia), und solche, die sich dem Aussehen des Unterholzes unserer Wälder nähern (C. ilheensis, C. microstachya, C. Persicaria, C. pirifolia ete.). Oft treffen wir von der Strauch- bis zur Baumform bei derselben Art alle Übergünge (C. declinata, Krugü, populifolia ete.). Die Bäume der Gattung sind meist nied- rig, 5—12 m hoch (C. barbadensis , caracasana, laurifolia, uvifera etc.), nur wenige erreichen eine größere Höhe und Stammesdicke (C. latifolia, poly- stachya, pubescens, rugosa, tiliacea). Die reiche Kronenbildung, die wir bei unsern Dikotylenhólzern bewun- dern, ist mir nur von einer Art bekannt (C. tiliacea), bei den meisten andern tritt erst weit über dem Boden eine spärliche Zweigbildung ein (C. pubes- cens, rugosa). ` Sehr häufig sind endlich in Guyana und Brasilien die kletternden Coc- coloben (C. excelsa, lucidula, Moseni, sticticaulis ete.); doch kommen, wenn ich mich auf die Angaben der Sammler verlassen darf, viele aus dieser Kategorie auch als aufrechte Sträucher vor (C. crescentüfolia, guyanensis, striata). Auffallige Korkbildung habe ich nirgends angetroffen. b. Blatter. Die Stellung der Blätter ist stets eine spiralige, meist nach der Diver- genz 3/,. Uber das Zustandekommen der Blattspirale bei den jüngsten Keim- pflanzen war mir aus Mangel an Material eine Untersuchung nicht möglich. Die Vorblätter sind, wie bei allen Polygonaceen, zu einer Scheide ver- wachsen, die hier auf der dem Blatte abgewandten Seite gewöhnlich ein- geschnitten ist, an der zugewandten in eine Spitze ausgezogen erscheint. Im allgemeinen verschwinden die Ochreen sehr bald spurlos oder persistieren nur mit ihrer Basis längere Zeit. Bei C. striata, deren Ochréen von dicken Rippen durchzogen werden, erhalten sich diese einige Zeit nach dem Ver- schwinden des zwischen ihnen liegenden Gewebes. Der Blattstiel ist entweder unter der Ochrea am Zweig inseriert, oder es rückt die Insertionsstelle in auffülliger Weise oft beinahe bis zur Spitze der Ochreen hinauf (C. cordata, Schwackeana). Die Blätter sind von sehr verschiedener Stärke, von membranöser bis zu dick lederartiger Beschaffenheit. Wahrscheinlich ist ihre wechselnde 108 G. Lindau. Dicke auf eine mehr oder minder mächtige Ausbildung des Wassergewebes zurückzuführen, worüber ich mir noch nähere Mitteilung vorbehalte. Drüsenartige Bildungen am Blatt oder Blattstiel kommen nicht vor. Die Natur eigentiimlicher feiner Wärzchen auf der Blattunterseite von C. verruculosa muss mir erst die spätere anatomische Untersuchung zeigen. Die Nervatur ist stets netzaderig. Die Blattoberseite ist meist unbehaart, die Unterseite selten ohne irgend eine Haarbildung. Beiderseits behaart sind die Blatter von C. pubes- cens und Liebmanni. Auf der Unterseite finden wir alle Übergänge von der vollständigen Haarbekleidung (C. polystachya var. pubescens, acrostichoi- des ete.) bis zu den Haarbüscheln in den Achseln der Seitennerven (viele Vertreter der Sectio Campderia). Die dick lederartigen, starren Blätter sind fast immer haarlos (C. brasiliensis, Schomburgkü, Sintenisii etc.), doch ist dies auch bei dünneren Spreiten der Fall (z. B. C. excoriata). c. Blütenstand. Der einfachste, bei der Gattung häufige Fall ist eine einfache, viel- blütige Traube (C. longifolia) oder durch Verkürzung der Pedicellen eine Ahre. Bei der Section Paniculatae sind die Trauben verzweigt, und es ent- steht so eine Rispe. Gehen alle Verzweigungen von einem einzigen Punkte an der Basis der Inflorescenz aus, so entstehen fasciculierte Trauben (C. fallax, fastigiata). Ein Übergang zwischen beiden lässt sich bei C. Plumieri nachweisen, indem hier die Einzeltrauben oft etwas an der Mittelachse in die Hóhe rücken und so das Bild einer Rispe mit einfachen, sehr tief von der Hauptachse ausgehenden Verzweigungen gewähren. Kine Complication tritt ein, wenn, wie es bei vielen der Fall ist, an einer Stelle der Inflorescenzachse mehrere Pedicellen hervorwachsen, deren jeder mit einer Ochreola am Grunde umgeben ist. Bei näherer Betrachtung, namentlieh bei dünnen Querschnitten, lässt sich eine sehr verkürzte Schein- achse nachweisen, welche an ihrer Spitze eine Zeit lang neue Pedicellen an- legt. so z. B. bei C. rugosa (Fig. 1, 2), wo der äußerste Pedicellus bereits seine Frucht verloren hat, während der innerste noch eine ganz junge Knospe trägt. Mit Leichtigkeit lässt sich hier Wickelstellung der Blütenstiele fest- stellen, wie es bereits bei andern Polygonaceen bekannt ist.!) Dem ent- sprechend ist auch bei den auf einander folgenden Blüten eines Nodulus die Knospendeckung naeh verschiedenen Seiten gedreht. Diese verkürzten Scheinachsen kónnen, wie bei C. acuminata, mehrere Millimeter lang werden und über 20 Pedicellen tragen; die dicht anliegenden Ochreolen gewähren bei dieser Art nach der Blütezeit das Bild eines kleinen Tannenzäpfchens (Fig. 3). 4) Eıcater, Blütendiagramme II, 75; Dauwrn, Zur Morphologie der Eriogoneen in Ber. d. D. Bot. Ges. VII, 383 etc. Monographia generis Coecolobae. 109 Nach der Analogie von Rheum und Rumex (Eichler l. c.) ist anzu- nehmen, dass die Ochreola nicht von den beiden Vorblüttern durch Ver- wachsung, sondern nur vom fertilen Vorblatt gebildet ist, das hier sich zu einer den Pedicellus umgebenden Scheide umformt. Entwicklungsgeschicht- lich konnte ieh aus Mangel an geeignetem Material die Sache nicht prüfen; ieh muss deshalb die Frage noch offen lassen !). Die Nebenachsen der Rispen und die verkürzten Wickelachsen sind von je einer Bractee gestützt. Ebenso findet sich am Grunde der Haupt- inflorescenzachse eine Ochrea, die manchmal durch ihre Gestalt und Con- sistenz ein wenig von den Blattochreen abweicht. Im allgemeinen wird durch das Hervorwachsen der Inflorescenz diese Ochrea in einer Spalte zer- sprengt, doch konnte ich eine Ausnahme davon bei C. coriacea constatieren. Hier wird nümlich von der dicken, lederartigen Ochrea, die weit bauschig ist, die Spitze abgehoben und findet sich häufig noch bei schon lang aus- gewachsenen Inflorescenzen als Hut auf ihrer Spitze. Über die Behaarung der Blütenstünde lässt sich Zusammenfassendes nicht sagen, da sie sehr variabel ist. II. Bau der Blütenorgane. a. Blüte. Der Blütenbau der Gattung ist von einer ermüdenden Einförmigkeit bei sámtlichen Arten. Der Perianthtubus beginnt bei der Gliederung des Pedicellus und ist häufig an der Basis verjüngt, wodurch der Anschein erweckt wird, dass der Pedicellus unterhalb der Spitze gegliedert sei. Seine Gestalt variiert nur wenig; wir finden alle Übergünge von der kegelfórmigen bis zur ring- fórmigen Gestalt. Bei der Section Campderia ist er meist sehr kurz, ein Umstand, der mit der Fruchthüllenbildung zusammenhängt. Am Tubus sitzen 5, meist ovale Zipfel, deren Knospendeckung stets quincuncial (im Sinne Ercnrgn's, Blüten-Diagramme I, 7) ist. Im Inneren des Tubus sitzen etwas unterhalb der Zipfel die Stamina auf, welche unten zu einem niedrigen Ringe verwachsen. Ihre Zahl beträgt stets 8, nur sehr selten fand ich 7 oder 9. In der Knospe sind die Fila- mente von alternierender Linge, während dieser Unterschied bei der Blüte verschwindet?). Die Erklärung dieser Erscheinung ist sehr leicht. Die schon in der Knospe unverhältnismäßig großen Antheren würden, wenn sie auf gleicher Hóhe inseriert wären, sich gegenseitig drücken; indem sie 4) Dass ich trotz dieser Wickelbildung den Ausdruck racemosus für diese Inflores- cenzen angewandt habe, darüber vergleiche die Bemerkung am Schluss des allgemeinen Teils. 2) In diesem Sinne, als Knospenzeichnungen, sind alle Figuren in der Flora Brasi- liensis V, 1 tab. 7—24 aufzufassen, welche ungleich lange Stamina zeigen, 110 G. Lindau, sich zwischen einander schieben, nutzen sie den Platz, der ihnen zur Ver- fügung steht, gleichmäßig aus. Die Antheren sind fast immer weit vorstehend, da die Perianthzipfel zur Blütezeit meist zurückgeschlagen sind, und besitzen 2 Fächer, welche sich mit einem beinahe seitlich stehenden Spalt öffnen. Die Pollenkörner sind länglich, beiderseits acut, dreikantig und mit sehr feinen, nur bei stärkerer Vergrößerung sichtbaren Wärzchen besetzt. Das Ovar sitzt ganz im Grunde des Tubus und bleibt bis zur Mitte der Blütezeit etwa sehr klein. Seine Form ist wenig veränderlich, meist ei- förmig, dreikantig, bei der Section Campderia scharf dreikantig. Die Griffel sind immer in der Dreizahl vorhanden, selten beobachtete ich als Ausnahmen 2 oder 4. Dagegen scheint es bei C. longipendula Regel zu sein, dass nur 2 Griffel ausgebildet werden. Die Narbenlappen, meist 3, öffnen sich erst spät, während sie in der Knospe noch zusammengelegt sind und deshalb eine kopfförmige Verdick- ung am Griffelende bilden. Die diagrammatischen Verhältnisse gebe ich, da ich junges Blütenmaterial in frischem Zustande nicht zu Gebote hatte, nach EICHLER, zugleich mit einer vergleichenden Übersicht über die Modification des Blü- tengrundrisses bei den übrigen Polygonaceen; indessen verwahre ich mich ausdrücklich dagegen, dass ich den morphologischen Ausdrücken Alternanz, Dedoublement eine andere Bedeutung zuerkenne, als die einer bequemen Be- zeichnung für Vorgänge, zu deren Erklärung die heutige Morphologie kaum die ersten Anläufe genommen hat. Eicher nimmt an, dass die normale Polygonaceenblüte 3 zählig sei, wie z.B. Pterostegia dymarioides, deren Blüte aus 2 alternierenden Perigon-, 2 Staminalkreisen und dreigriffligem Ovar besteht. Als Fortbildung dieses Normaltypus erscheinen die Blüten von Rheum, Ruprechtia ete., deren äußerer Staminalkreis dedoubliert ist. Im Gegensatz hierzu ist bei Rumex der innere Kreis unterdrückt. Neben diesen gehen Typen her, welche denselben Bau wie die geschilderten besitzen, aber deren Quirle nur 2 zäh- lig sind. Endlich repräsentiert die Gattung Polygonum den am weitesten vorge- schrittenen Typus. Ich übergehe die Fälle, wo nur 7 Stamina oder 2 + 2 oder 3 + 3 zühliges Perigon auftreten, und beschäftige mich nur mit dem, welcher eine unmittelbare Anwendung auf Coccoloba gestattet. Hier ist das Perigon nach ?/, gestellt. (Fig. 4, 5.) Alle übrigen Kreise sind als 3 zählig vorausgesetzt. Der äußere Staminalkreis besteht aus 5 Gliedern, was durch das Dedoublement der 2 über die äuBeren Perigon- zipfel fallenden Stamina zu erklären ist. Dadurch kommen die 5 Stamina in scheinbare Alternanz mit den Perigonzipfeln. Der innere Kreis ist regel- mäßig 3 zühlig und mit dem angenommenen 3zähligen äußeren alternierend. Monographia generis Coccolobae. 111 Die inneren Stamina sind bei Polygonum extrors, bei Coccoloba dagegen (wie die äußeren) intrors. Das Ovar ist mit seinen 3 Kanten ebenfalls nach dem Grundsatz der Alternanz orientiert. b. Frucht. Durch ihre eigentümliche Fruchthüllenbildung unterscheidet sich Coc- coloba von allen anderen Gattungen der Polygonaceen. (Vergl. die Abbild. der Früchte.) Das Wachstum des Tubus und der Lappen des Perianths ist nach er- folgter Befruchtung des Ovulums noch nicht abgeschlossen, sondern be- ginnt jetzt von neuem, um dem mit nur dünner Testa versehenen Ovulum eine bald fleisehige, bald mehr oder weniger trockenháutige Hülle zu ver- leihen. Wir müssen in der Hüllenbildung 2 Fille unterscheiden, die durch Übergünge verbunden sind : Im ersten Falle wird nur der Tubus durch erneutes Wachstum gefördert und schlieBt sich über der Spitze des Ovars zusammen. Er liegt der Testa fest an und scheint manchmal an der Spitze auf eine kurze Strecke mit ihr verwaehsen. Die Perianthlappen werden über die Spitze hinausgehoben und bilden ein oft ziemlich langes Krénchen an der reifen Frucht (C. bar- badensis, obovata, pirifolia, Urbaniana ete.). Bei einigen stellt der Tubus sein Lingenwachstum zeitiger ein, so dass die Lappen nur bis zur Spitze der Frucht emporsteigen. Sie liegen entwe- der sehr fest oder nur locker an, und ihre Grenzlinien sind oft bis beinahe zur Hälfte der Frucht sichtbar. (C. armata , Humboldti, laurifolia , striata, uvifera etc.). Denken wir uns jetzt die Grenzlinien der Lappen bis zum Grunde der Frucht sichtbar, so bekommen wir den 2. Fall, wie er bei der Sectio Campderia die Regel ist. Hier bleibt der Tubus minimal, wie er von vorn herein ist, und nur die Lappen wachsen am Ovar hinauf, um dort zusammen- zuschlieBen oder aber die Spitze frei zu lassen (C. caracasana). Auf Grund dieser Bildung hat Bexrnan die Gattung Campderia geschaffen. Die Unterschiede von Coccoloba sind aber so gering (scharf 3kantiges Ovar, Fruchthüllenbildung, schwärzliche Bracteen, laxe Ochreolen und nach der Blütezeit meist wenig auswachsende Pedicellen) und so mannigfach durch Übergänge verbunden, dass ich es für das Beste hielt, die neugeschaflene Gattung zu einer bloßen Section von Coccoloba zu machen, zumal ich mich genötigt gesehen hätte, viele bisher unzweifelhaft zu Coccoloba gestellte Species der Brxrüaw'schen Gattung einzuverleiben (C. caracasana, ex- coriata). Das Fruchtfleisch und der Same einiger Arten sind essbar (C. excoriata, uvifera). Das äuBere Integument ist als horn- bis papierartige Testa ausgebildet, 112 G. Lindau. die meist 3 kantig, oben zugespitzt und unten abgeflacht ist, eine glänzend hell- oder dunkelbraune Oberflüche hat und im Innern 3 oder 6, oft ziemlich lange, falsche Scheidewände besitzt, während das innere nur eine braune, mit kleinen Wärzchen versehene Haut bildet, welche das Eiweiß in allen seinen Faltungen und Zerklüftungen umgiebt. Das Eiweiß hat gewöhnlich 3 tiefere und 3 oder mehrere flache Fur- chen oder Falten (Fig. 23b). Mitten darin mit den beiden Lappen der eng aufeinander liegenden Kotyledonen nur etwa ein Drittel des Eiweißes um- schlieBend, liegt der Embryo mit centraler, aufrechter, die Kotyledonen meist überragender Radicula. Dieselbe bildet zwischen den beiden gewöhn- lich querovalen, oben und unten ausgerandeten Kotyledonen die Verbin- dungsbrücke, so dass letztere häufig bis zur Basis, oft nur bis zur Hälfte durch Vermittlung der Radieula verwachsen sind. Der Rand der Kotyledonen ist gewöhnlich etwas eingerollt, da ihr Querdurchmesser fast immer größer ist, als der des Eiweißes. B. Biologisches. Die Bestäubung der Blüten findet wohl nur durch Insecten statt. Da- rauf deutet die rote, gelbe oder blendend weiße Blütenfarbe vieler Arten hin, die bei rotblühenden noch auffälliger durch die gleiche Färbung der übrigen Inflorescenzteile wird (C. rugosa, Sintenisii); ferner der Blüten- duft, der bei einigen Arten angegeben wird (C. nitida, uvifera) und die rauhe Oberfläche der Pollenkürner, endlich noch die von mir bei fast allen Arten eonstatierte Proterandrie. Merkwürdig ist, dass bei C. laurifolia auf dem einen Individuum nur proterogyne, auf dem anderen nur proterandrische Blüten vorkommen. Meissner hatte auf Grund dieser Thatsache seine C. floridana abgetrennt. Die Erscheinung dieser Doppelanpassung an Insectenbefruchtung steht im Pflanzenreiche ziemlich vereinzelt da. Indessen lieBe sich diese Thatsache noch anders erklüren. Bei allen Coccoloben ragen nach dem Verstäuben die gereiften Griffel aus der halbge- schlossenen, schon etwas vergrößerten Blüte hervor, während die Staubge- fäße zusammengeschrumpft sind. Wenn wir nun annehmen, dass Griffel und Staubgefäße etwa gleichzeitig zur Reife kommen, so ist die Entschei- dung, ob eine Blüte proterogyn oder proterandrisch ist, antrocknem Material sehr schwer, wenn nicht unmöglich. Es wäre ja denkbar, dass diese Vor- aussetzung bei unserer Species zutrifft. Das Vorkommen beider Modifica- tionen der Pflanze an denselben Localitäten scheint fast dafür zu sprechen. Ich empfehle Allen, die Gelegenheit haben, die Pflanze in der Natur zu sehen, diesen Punkt zur weiteren Beobachtung. Von nectarabsondernden Drüsen im Innern der Blüte ist mir nichts bekannt geworden; doch ist es nicht unwahrscheinlich, dass Honigtrópfchen Engler, Bot. Jahrb AM Bd. M. Raciborski n.d. Nat gez. Ver]; 5 v Wilh Engelmann, Leipzig Lith Anst. Julius Ninkhardt Leipzig Fig. 1-5 Osmunda Sturii, Fig. 6. 0. microcarpa, Fig. 7-10. Todea Williamsonii, Fig. 11-15. T. princeps, Fig. 16 Klukia Phillipsii, Fig, 17-19. K. exilis. Simon, del. Verlag v. Wilh. Engelmann, Leipzig Lith.Anst. Julius Klinkhardt Leipzig — Engler, Bot. Jahrb, XII Bd. 4 QN { LONS-LE-SAUNIER . EN P E “a i M! Suchet d r : | ^t N M! Mol ep iat gt. _OLAUSANNE ` : N = = Cas d S Leman - p ES Án j / | Yd . IN e GENEVE, d A. 14 y Gina |: M fad ESQUISSE GÉOGRAPHIQUE DU DISTRICT SAVOISIEN ET DES PARTIES MERIDIONALES DU DISTRICT JURASSIQUE. AC - Alpes dela Chartreuse AB -Alpes desBauges AA ` Alpes d'Annecy AL -Alpes Lémaniermes ` AN Alpes Vaudoises JB - Jura Bugésan JG - Jura Genevois JO -Jura Occidental JC : Jura Central. Limites dela zone Linutes des Sous-distriets Voir le texte pour le reste. | i Verlag v.Wilh.Engelmann. Leipzig hes EI Ok TEEN: cO D HET CT BO, Taf. IV. Engler, Bot. Jahrb. XIIl. Bd. yonbııg so[1207) op sassinbsa so[ saıde,g — "(pof mm np asad ona) SIABIY sop oureo vp op oabiydeusoue jyoug 6 — ‘(o104eS vp ap asııd INA) SIOAQUGS vane np apeajudo erj1ed e| op onbıydeasoao [goaq A J? > CUm a | ST . | NT ag Verlag von Wilhelm Engelmann in Leipzig. Die Entwicklungsgeschichte des mechanischen brut?" er Pflanzen Dr. G. Haberlandt, Mit 9 lithographirten Tafeln. 4. 1879. 10.—. ~ Physiologische Pflanzenanatomie im Grundriss dargestellt von Dr. G. Haberlandt. Mit 140 Holzschnitten. gr. 8. 1884. æ 9.—. Das reizleitende Gewebesystem der Sinnpflanze. Eine anatomisch - physiologische Untersuchung von Dr. G. Haberlandt o. 0. Professor der Botanik an der Universität Graz, Mit 3 lithographirten Tafeln. gr. 8. 1890. 4 4. — Grundlinien zu einer Physiologie des Gerbstoffs ` von Gregor Kraus Professor der Botanik in Halle. gr. 8. 1888. Æ 3.—. Pflanzenphysiologie. Ein Handbuch des Stoffwechsels und Kraftwechsels in der Pflanze von Dr. W. Pfeffer Professor an der Universität Tübingen. Zwei Bünde. Mit 82 Holzsehnitten. gr. 8. 1881. geh. .# 18.—. geb. M 20.—. I. Band: Stoffwechsel. Mit 39 Holzschnitten. geh. # 8.—. II. Band: Kraftweehsel. Mit 43 Holzschnitten. geh. .# 10.—. Erfahrungen über die Behandlung chlorotischer Gartenpflanzen J ulius Sachs. (Separatabdruck aus »Arbeiten aus dem botanischen Institut in Würzburg« III. Bd.) gr. 8. 1888. Æ —.60. Druck von Breitkopf & Hartel in Leipzig. . Botanische Jahrbücher für Systematik, Pflanzengeschichte und Pflanzengeographie herausgegeben ` von A. Engler. Dreizehnter Band. II. Heft. ` Mit 1 Tafel. Leipzig Verlag von Wilhelm Engelmann 1890. P Ausgegeben den 28. Oktober 1890. Inhalt. Seite G. Lindau, Monographia generis Coccolobae. (Schluss.) Mit Tafel V. . . . 113 O. Warburg, Beitráge zur Kenntnis der papuanischen Flora... , ...., 230 ETE AUS Bemerkung. Die Herren Mitarbeiter erhalten bei Abhandlungen, welche hono- riert werden, 20 Se parata, bei solehen, welche nicht honoriert werden, 40 Separata gratis. Ausser den Freiexemplaren werden Separata in grösserer Zahl hergestellt, für welche der Autor Druck und Papier zu zahlen hat und zwar: bis 40 Expl. in Umschlag pro Druckbogen .# 3.50, pro einfarb. Tafel g0 AM —.50. » 50 » » » n » 4— » » 80 » — 60, » 60 » » » » n » 450 » » » 80 » —.70. » 70 » » » » » » 5,.— n » » 80 » —,80. » 80 » » » n » » 5,90 » » » BD » — 00. » 90 » » » n » » 6— » » » 80 » 1... Über 100 Separatabdrücke werden nur von Dissertationen bzw. Habilitationsschriften hergestellt, ein Honorierung solcher Abhandlungen kann jedoch nicht erfolgen. Referate fiir den Litteraturbericht werden mit 40 pro Bogen honoriert. Die Zahlung der Honorare erfolgt stets | bei Abschluss eines Bandes. — Alle Sendungen für die »Botanischen | Jahrbücher« werden an den Herausgeber, Herrn Prof. Dr. Ad. Engler in Berlin W. Potsdamerstr. 73 erbeten. Im Interesse einer raschen und sicheren Veróffentlichung liegt es, dass die Manuseripte vóllig druckfertig eingeliefert werden, da mit nachtriglichem Einschieben und ausge- dehnten Abünderungen wührend der Correetur Zeitverlust und Sonstige Unzutrüglichkeiten verbunden sind. E REDE et CEDERE Verlag von Wilhelm Engelmann in Leipzig. In Kurzem erscheint: Neue Untersuchungen über den Blüthenanschluss von Dr. Karl Schumann Kustos am Kgl. botanischen Museum in Berlin. Mit 10 lithographischen Tafeln. gr..8.. 4. 20.—, Monographia generis Coccolobae. 113 am Grunde des Ovars oder des Staminalringes abgeschieden werden, wo- von freilich im trockenen Zustande nichts mehr zu sehen ist. Man nimmt gewöhnlich an, dass Früchte mit fleischiger Außenhülle durch Vógel verbreitet werden, dureh deren Darmcanal der hartschalige Same unversehrt durchpassiert. Dies mag auch bei unserer Gattung für ein- zelne Arten zutreffend sein, obgleich man gerade bei den am weitesten ver- breiteten Arten, wie C. uvifera, laurifolia, nivea etc., welche häufig in der Nühe der Meeresküste wachsen, mit demselben Recht an Meeresströmungen als Verbreitungsmittel denken könnte. Bei den trockenhäutigen Früchten ist es Regel, dass die Rippen, welche den leder- oder papierartigen Überzug der Testa durchziehen, nach Ent- fernung des Gewebes stehen bleiben, sodass der Same von einem Geflecht trockener Stränge umgeben ist, zwischen dessen Maschen die Testa durch- schimmert. Eine Erklärung, wie sich in diesem Falle der Verbreitungs- bezirk der Art ausdehnt, ist natürlich auch hier nicht schwer zu finden. Warum sollte es nicht denkbar sein, dass Vögel, welche den Samen schmack- haft finden, bei den Versuchen, ihn von der Testa zu lösen, ihn zufällig ver- lieren und so den Fortbestand der Art garantieren? Ich will mich hier nicht auf eine Discussion einlassen, in wie weit man dem Zufall eine Rolle bei wissenschaftlichen Hypothesen zuerteilen darf. Glaubwürdig wird aber obige Ansicht gerade nicht, wenn ich bemerke, dass zwei Drittel sämtlicher bekannter Arten bis jetzt nur an einem einzigen oder mehreren enge an einander liegenden Standorten aufgefunden sind. Überhaupt darf man einzelne Sammlernotizen nicht sofort verallge- meinern wollen. So teilt mir Scawacke die interessante Beobachtung mit, dass die roten Beeren der C. ovata, die in den Urwäldern der brasiliani- schen Provinz Alto Amazonas an den Ufern der Gebirgsbäche vorkommt und mit ihren Zweigen weit über das Wasser hängt, gern von Fischen gefressen werden. Hieraus ließe sich eine interessante Verbreitungsart construieren. Dass vielleicht in einzelnen Fällen dieser Umstand zur Ansiedelung der Art auf einer anderen Uferstelle beitragen mag, will ich gar nicht in Abrede stellen, aber dass ihre Fortexistenz gerade davon abhängig sein sollte, das wird doch wohl niemand zu behaupten wagen. C. Geographische Verbreitung. I. Westindisches Gebiet. Die Arten der Gattung Coccoloba sind überall in den Florengebieten des tropischen Amerika verbreitet. Von den vier Gebieten, die Enger hier unterscheidet, besitzt Westindien allein ein Drittel aller Arten, welche mit denen des Festlandes nur geringe verwandtschaftliche Beziehungen be- sitzen und fast ausschließlich auf die Inseln beschränkt sind. Unter Westindien verstehe ich die sämtlichen Antillen mit Botanische Jahrbücher. XIII. Bd. S 114 G. Lindau. Ausnahme von Trinidad, dessen endemische Arten sich eng an die Guya- nas anschließen. Ferner rechne ich das südliche Florida mit zwei (C. uvifera, laurifolia) sehr weit auf den Inseln verbreiteten Arten und einer endemischen Species, die der laurifolia am nächsten steht, hinzu. Von diesem Gebiet sind bis jetzt 441) Arten bekannt, deren Zahl sich noch leicht erhöhen dürfte, sobald die Flora von Cuba, Sto. Domingo und vieler kleineren Inseln genauer erforscht sein wird. Von diesen 41 Species sind 33 endemisch. Die übrigen Arten sind folgende: . C. uvifera, verbreitet an allen Küsten des tropischen Amerika. 2. C. laurifolia, in Florida und Venezuela. 3. C. pubescens, in Mexico, Guyana und vielleicht Brasilien (?), 4. C. punctata in Venezuela, 5. C. excoriata in Trinidad und vielleicht auch in Venezuela (ein- mal auch bei Rio de Janeiro gefunden), 6. C. Urbaniana in Trinidad, 7. C. ascendens in Goy az in Brasilien, 8. C. barbadensis vielleicht in V enezuela. 1—5 der angeführten Arten sind auf den meisten Antillen sehr háufig. Ihre weite Verbreitung dürfte sich teils durch Verschleppung der Früchte auf Schiffen, teils dureh Meeresstrómungen , endlich durch Vögel erklären, namentlich bei der wvifera mit ihren großen fleischigen Früchten. Das Vorkommen von 5 bei Rio de Janeiro dürfte sich wohl durch Anpflanzung oder zufällige Einschleppung erklären. Von 8 besitze ich keine sichere Nachricht über die Verbreitung in Venezuela. Dagegen ist die Verbreitung von 6 und 7 interessant. C. Urbaniana wurde bisher nur auf Bergen im Innern von Puerto-Rico bei Utua do und von Trinidad gefunden. Ob diese beiden weit entlegenen Standorte als die Reste eines ehemals größeren Wohngebietes aufzufassen sind, weiß ich nicht; viel- leicht bringt auch eine genauere Durchforschung der Flora der dazwischen liegenden Inseln vermittelnde Standorte.?) Ähnlich verhält es sich mit C- ascendens, die, in Westindien auf Guadeloupe und Martinique be- schränkt, von Burenerı in der brasilianischen Provinz Goyaz gesammelt wurde. Von den übrig bleibendon 33 Arten sind 26 nur auf einer Insel, zum Teil nur an einem Standort gefunden worden. Diese 26 Arten verteilen sich so, dass davon 10 auf Cuba, 6 auf Jamaica, 5 auf Sto. Domingo, 3 auf Puerto-Rico, je 4 auf St. Thomas und Florida entfallen. — 4) AuBerdem besitzt das Berliner Herbar von MAYERHOFF ein Exemplar von C. excelsa aus St. Domingo. Die Art ist bis jetzt nur aus Guyana und Nordbrasilien bekannt und in Westindien nie wieder gefunden worden. Ich halte ein Versehen MavEnuorr's beim Verteilen seiner Sammlungen nicht für ausgeschlossen. 2) Nach gütigen Mitteilungen der Herrn KRUG und Unsax steht dieser Fall der Ver- breitung einer Art in Trinidad und Puerto-Rico nicht vereinzelt da. ——— M Monographia generis Coccolobae. 115 Cuba hat überhaupt 14 Arten (davon 40 endemisch), 9 (C. laurifolia, uvifera) sind weitverbreitet, C. costata mit Puerto-Rico, C. retusa mit Sto. Domingo gemeinsam. Indessen bleibt das Vorkommen letzterer Art auf Sto. Domingo zweifelhaft, da ich das von Bertero gesammelte Exem- plar nicht mit voller Sicherheit mit den Grisesacn'schen Originalen identi- ficieren konnte. Von Jamaicas 9 Arten sind nur 3 weiter verbreitet. Von Sto. Domingo sind 14 bekannt (darunter C. barbadensis zweifel- haft). Die 8 verbleibenden Arten nach Abzug der endemischen sind mit anderen Inseln gemeinsam, C. verruculosa nur mit Puerto-Rico. Puerto-Rico hat unter seinen 15 Arten 6 weiter verbreitete, ferner C. Urbaniana mit Trinidad, C. Krugii mit den Bahamas, C. pirifolia mit Jamaica und St. Thomas, C. rugosa mit letzterer Insel gemein- sam. Vielleicht kommen die beiden letzten Arten noch auf anderen In- seln vor. In St. Thomas sind 10 Arten (davon C. Klotzschiana endemisch) nach- gewiesen. Von allen westindischen Arten hat auBer jenen 8 auch in anderen Ge- bieten gefundenen (oder wahrscheinlich vorhandenen) Species nur noch C. microstachya einen sich über mehrere Inseln erstreckenden Verbreitungs- bezirk. II. Andengebiet. In diesem die Andenkette von Mexico bis Peru und die Gebirgs- landschaften von Columbien und Venezuela umfassenden Gebiete lassen sich 3 Regionen, durch endemische Arten charakterisiert, unterscheiden. Die nördliche Region, das mexikanische Gebiet Griserach's, aber mit Einschluss von Yucatan umfassend, besitzt 10 Arten, von denen 7 endemisch sind. Außer den 2 (C. uvifera, pubescens) mit Westindien gemeinsamen Arten hat die dritte (C. floribunda) ebenfalls einen weiteren Verbreitungsbezirk, der sich bis Columbien erstreckt. Von Grazrov ist in Rio de Janeiro ein Exemplar gesammelt worden, das ich ebenfalls hierher ziehe. Das Wohngebiet der Art würde dann dureh die weite Lücke des Tieflandes des Amazonenstroms und des brasilianischen Berglandes in zwei Teile gespalten sein. Die 6 in Mexico endemischen Arten sind mit Ausnahme von C. Schie- deana, die die Gebtische der Savanen bewohnt, auf den tropischen Küsten- strich und die subtropischen Walder im Innern beschrünkt. Die 7. Art, C. yucatana, ist bisher nur in Yucatan gefunden worden. Die mittlere Region umfasst Centralamerika und die Berglandschaf- ten von Columbia und Venezuela. Diese langgestreckte Region wird ganz natürlich durch den einschneidenden Golf von Darien in zwei Teile zerlegt, die sich durch ihre endemischen Arten scharf unterscheiden. g* 116 G. Lindau. Von den 8 in Centralamerika nachgewiesenen Arten sind 3 ende- misch. C. manzanillensis , leptostachya und nematostachya sind unter sich am nüchsten verwandt und bilden mit den westindischen Arten C. jamat- censis und leptostachyoides eine ziemlich scharf umschriebene Gruppe. Die anderen 5 Arten sind C. wvifera, floribunda, nitida (nach MEISSNER in Guate- mala vorkommend [?), acuminata und caracasana (beide in Venezuela verbreitet). Columbien und Venezuela zeichnen sich durch stärkeren Endemis- mus aus. Unter 48 Arten ist die Hälfte endemisch. Davon sind 3 mit Westindien (C. uvifera, laurifolia, punctata), C. floribunda mit Mexico, acuminata und caracasana mit Cent ralamerika, latifolia und ovata mit dem guyanensisch-nordbrasilianischen Gebiet, Candolleana mit Bahia gemeinsam. In der Verbreitung der letzteren Art liegt wieder ein Fall vor, den ich mir vorläufig nicht zu erklären vermag. Endlich wird die dritte, südliche Region des Gebietes von den tropi- schen und subtropischen Anden südlich vom Golf von Darien bis Peru gebildet. Aus diesem weiten, noch wenig durchforschten Gebiete sind 7 Arten bekannt, die simtlich endemisch sind. Aus dem Innern sind bis jetzt nur 3 Arten, C. gracilis im Norden, sphaerococca im östlichen Peru und Persicaria in Bolivia nachgewiesen. C. Barbeyana, Ruiziana, peruviana und nutans wachsen in den Küstenwäldern. Ihre nächsten Ver- wandten haben diese Arten im Gebiet des Amazonenstroms und in Guyana. Besonders bemerkenswert erscheint mir, dass die Arten der Sectio Campderia fast nur im Andengebiet verbreitet sind (in Peru allein 4 Ver- treter). Aus den übrigen Florengebieten sind nur 4 Arten bekannt, die hier nicht schon gefunden sind (C. excoriata in Westindien und Trinidad, Cruegeri in Trinida d, alagonensis in Matto Grosso und Alagoas, para- guayensis in Para guay). Eine ähnliche beschränkte Verbreitung haben auch die Sectionen Rhigia und Paniculatae, von denen erstere nur in Cuba und Sto. Domingo, letztere nur in Guyana und Brasilien vorkommen. III. Guyanensisch-nordbrasilianisches Gebiet. Ich bin leider nicht im Stande, das in Rede stehende Gebiet von dem südbrasilianischen scharf abzugrenzen. Die Standortsangaben in den nörd- lichen Provinzen Brasiliens sind so mangelhaft, dass ich von den meisten Arten nicht weiß, ob sie im Urwald oder im Savanengebüsch, im Thale oder auf Bergen gefunden sind. Wenn ich trotzdem die Trennung beider Gebiete nach den von Ensıer angegebenen Grenzen durchzuführen suche, so be- merke ich von vornherein, dass die Angaben über die Provinzen Ceara, Bahia, Goyaz und Para nur statistischen Wert haben und dass spätere Forschungen die Zugehörigkeit mancher Arten zum anderen Gebiet nach- —— Monographia generis Coccolobae. 117 weisen werden. Dagegen sind die südlichen Provinzen durch ihre endemi- schen Erzeugnisse wohl unterschieden. Trinidad, das wegen der Verwandtschaft der dort vorkommenden Arten zu unserem Gebiete gezogen werden muss, bildet durch mehrere mit Westindien gemeinsame Arten einen Übergang zur Inselflora. Von den 40 dort gefundenen Arten, zu denen vielleicht noch C. barbadensis hinzu- kommt, sind 4 mit Westindien und nur 4 (C. latifolia) mit Guyana ge- meinsam. Die 5 endemischen Arten haben ihre nächsten Verwandten auf dem Festlande. Im festländischen Gebiet finden sich nur 2 westindische Arten wieder (uvifera, pubescens). Die übrig bleibenden 17 sind zum Teil endemisch (10 in Guyana und im nórdlichen Brasilien), zum Teil mit Südbrasilien (5) und mit Venezuela (2) gemeinsam. Statt jeder weiteren Betrachtung, die aus oben angeführtem Grunde doch von geringem Wert sein würde, will ich den Verbreitungsbezirk der Arten kurz angeben. C. excelsa in Guyana und Para im Urwald. C. lucidula in Gu y ana im Savanengebüsch. C. marginata in Guyana. C. Sagotii in Gu y ana. C. Schomburgkii in Guyana. C. bracteolosa in Para, Bahia und Alagoas im Urwald. C. densifrons in Alto Amazonas im Urwald. C. paraensis in Alto Amazonas und Para. C. peltata in Alto Amazonas und Bahia im Urwald. C. sparsifolia in Maranhào im Urwald. C. guyanensis in Guyana und Bahia im Urwald. C. latifolia in Guyana, Trinidad und Venezuela. C. nitida in Guyana, Bahia, Goyaz und Minas Geraés im Ur- wald (nach Meissner auch in Guatemala). C. ovata in Guyana, Columbien, Alto Amazonas, Bahia und Goyaz im Urwald. C. polystachya in Guyana, Alto Amazonas, Bahia, Ceara, Goyaz, Matto Grosso und Rio de Janeiro. C. racemulosa in Guy ana und Minas Geraës. C. striata in Guy ana, Bahia und S. Paulo im Savanengebüsch. 4 IV. Südbrasilianisches Gebiet. Bekannt aus diesem Gebiete sind 42 Arten, von denen 24 endemisch sind. Über C. excoriata, die hier einmal gefunden ist, ist bereits oben das Nótige gesagt. Ein im Berliner Herbar befindliches Exemplar der C. pubes- cens, das angeblich von SezLow gesammelt sein soll, ist hóchstwahrscheinlich bin 118 G. Lindau. von Huwsorpr in Venezuela gefunden und würde dann hier auszu- schlieBen sein. : Ich will wieder die Verbreitung bei den einzelnen, mit Ausnahme von 6 beim vorigen Gebiete bereits erwähnten Arten anführen. C. ilheensis, oblonga, Riedelii, rosea und ramosissima endemisch in Ba- hia, die 4 ersten nur bei Ilheos gefunden; C. cylindrostachya, grandiflora, fastigiata, Glaziovii, parviflora, salicifolia, Schwackeana, Warmingii ende- misch in Rio de Janeiro; C. brasiliensis, racemulosa in Minas Geraés; C. cuyabensis in Matto Grosso; C. Moseni in S. Paulo; C. tiliacea im nórdlichen Argentinien; C. paraguayensis in Paraguay. Die übri- gen Arten sind teils im Gebiet weiter verbreitet, teils greifen sie über das Gebiet hinaus. C. ascendens in Goyaz und Guadeloupe und Martinique. C. Candolleana in Bahia und Columbien. C. floribunda in Rio de Janeiro und im Andengebiet. C. acrostichoides in Rio de Janeiro und Minas Geraés. C. alagoënsis in Matto Grosso und Alagoas. C. cordata in Rio de Janeiro und im nérdlichen Argentinien. C. crescentüfolia in Rio de Janeiro und Bahia. C. declinata in Rio de Janeiro und S. Paulo. C. laevis in Rio de Janeiro und Pernambuco. C. longipendula in Rio de Janeiro und Minas Geraés. C. ochreolata in Rio de Janeiro und Bahia. C. pipericarpa in Rio de Janeiro, Bahia, Minas Novas und Parana. C. populifolia in Rio de Janeiro und Minas Geraés. C. sticticaulis in Rio de Janeiro und Minas Geraés. C. tenuiflora endemisch im Gebiet, Standortsangabe fehltim herb. Petrop. Endlich will ich mit kurzen Worten auf die mir bekannt gewordenen fossilen Pflanzenreste eingehen, die als Coccoloba- Àrten beschrieben wor- den sind. Soweit mir die phytopaläontologische Literatur zugänglich war, finde ich 3 fossile Arten angegeben, von ErrinGsnausen C. bilinica und acu- tangula und von LesqukRnEUX C. laevigata. t) Von der Lesguerreux’schen Art war es mir unmöglich, eine genaue Be- schreibung oder Abbildung zu bekommen. Ich will deshalb ihre Berech- tigung nicht anzweifeln, zumal es nicht ausgeschlossen erscheint, dass in der Tertiärperiode der Verbreitungsbezirk der Gattung sich weiter nach Nordamerika hinein erstreckt hat. Dagegen hat Errixesnausen entschieden Unrecht, wenn er die beiden Blattreste von Bilin zu Coccoloba zieht. Die 4) v. ErriNGSHAUSEN, Die fossile Flora des Tertiärbeckens von Bilin p. 88 u. 59 tab. XXX fig. 4, 2. Lesquerreux in Sillimans Am. Journ, of Sc. 1873 p. 449 aus dem Untereocán. Monographia generis Coccolobae. 119 Nervatur der beiden Blattfragmente hat meines Erachtens mit einer Poly- gonacee nichts zu thun, und die Ähnlichkeit mit 2 lebenden Arten (die noch dazu falsch bestimmt sind), die der Autor hervorhebt, ist durchaus nicht derartig, um eine Bestimmung wahrscheinlich zu machen. Bekannt ist also héchstens eine fossile Art. Der Umstand, dass die fossile Flora desjenigen Gebietes, in dem heutzutage Coccoloba verbreitet ist, noch sehr wenig bekannt ist und ferner, dass die Nervatur mit der bei vielen anderen Familien große Ähnlichkeit besitzt, die die Bestimmung er- schweren muss, lässt es erklürlich erscheinen, dass wir so wenig Reste einer jetzt in so zahlreichen Arten vertretenen Gattung besitzen. Über den Gebrauch der Bestimmungstabellen muss ich noch einiges vorausschicken. Sicher lassen sich die Arten nur durch die Blatter, die durch Behaarung, Nervatur etc. verschieden sind, unterscheiden. In der Tabelle ist daher zwar vorzugs- weise auf sie Rücksicht genommen, aber im Hinblick auf die enormen Schwierigkeiten, eine Blattform bestimmt zu charakterisieren oder die Nervatur auch für den, der nur einzelne Formen bestimmen will, sogleich verständlich zu machen, wird es verzeihlich erscheinen, wenn ich in zweifelhaften Fallen sofort die Beschreibungen zu Rate zu ziehen ersuche, Selbstverständlich lässt sich bei der Beschreibung der Erhebung der Nerven über der Blattfläche kein absolutes Maß anwenden, so dass ich bei sehr großen Blättern Nerven »prominuli« nennen kann, die ich bei kleinen mit gutem Gewissen als »acute expressi« oder »prominentes« bezeichnen würde. Dasselbe trifft für die Dichte der Maschen des Nervennetzes zu. Bei der Untersuchung der Behaarung operiere man mit scharfer Lupe und bei möglichst günstiger Beleuchtung. Man nehme nicht die jüngsten, auch nicht allzu alte Blätter und untersuche namentlich die Seitenwände und die Basis der Mittelrippe unterseits auf die oft minutiöse Behaarung. Dieselbe Sorgfalt muss ich auch für die Rhachis, die man im blütentragenden Zustand nehmen mag, empfehlen. Bei den Ochreen und jungen Ästen möge man die jüngsten mit den älteren Zuständen vergleichen, um beurteilen zu können, ob die Behaarung schnell verloren geht oder sich länger erhält, was dann in den Beschreibungen stets bemerkt ist. In Fällen, wo an einzelnen Blättern die Behaarung fehlt oder die Gestalt der Blattbasis variiert etc., be- stimme man in beiden Abteilungen, man wird dann doch im Verfolgen des einen oder anderen Merkmals die Art treffen. Die lateinischen Ausdrücke accurrens im Gegensatz zudecurrens, ochreola für die den Pedicellus umgebende kleine Ochrea (zu unterscheiden von der Bractee) und nodulus für den Punkt, an welchem bei Ausschluss jeder morphologischen Deu- tung die Blüten scheinbar aus der Rhachis hervorsprossen, bedürfen wohl keiner weiteren Erklärung. Wenn ich für die Inflorescenz von Arten mit vielblütigen noduli den Ausdruck »racemosa« gebrauche, so geschieht dies nur, um die Beschreibung mit derjenigen der Arten, die nur eine Blüte an jedem nodulus tragen, in Übereinstimmung zu setzen. Streng genommen dürfte ich ihn da, woan jedem nodulus eine verkürzte Achse steht, deren Blüten Wickelstellung zeigen, nicht anwenden. Wollte ich ihn aber hier vermeiden, so dürfte ich ihn auch in jenem Falle nicht gebrauchen. Ich will mich aber lieber dem Vorwurf aussetzen, dass ich einen unzutreffenden Ausdruck bei den mehrblütigen ge- braucht habe, als den Glauben erwecken, dass ich bei den einbliitigen in der Idee eben- falls eine Wickeltendenz vorausselze. 120 G. Lindau. Coccoloba L. Linné, Syst. 40. ed. p.1007, 1367 n. 1132, Spec. Pl. 2. ed. p.523, Gen. 6. ed. p. 196; Jaco., hist. Am. Stirp. p. 444 et Observ. I, 48; Juss., Gen. p. 82; WiLLD., Spec. Pl. II, 475; H. B. K. Nov. Gen. II, 140; Kunta, Syn. PI. I, 465; SrRENG., Syst. II, 252; DIETR., Syn. Pl. II, 4234, 1326; ENpLiCH., Gen. p. 308, Enchir. p.188 et suppl. II, 34; LINDL., Veg. King. p. 504; Bot. Mag., tab. 1816, 3130, 3466, 4536; Meıssx. Gen. Pl. p. 346, in Fl. Bras. V, 4 p. 23 et in DC. Prodr. XIV, 150; Grises., Fl. Br. W. I. Isl. p. 461 et Cat. p. 64; Benta. et Hook., Gen. Pl. IIT, 102; HewsLEY, Biol. IIT, 36. Flores hermaphroditi (rarissime abortu unisexuales). Perianthii tubus per anthesin apertus, brevis, postea + accrescens; lobi 5, quincunciales, postea + accrescentes. Stamina 8, rarissime 7 vel 9, filamentis basi in an- nulum connatis, antheris globoso-didymis, dorso affixis versatilibus, exser- tis vel inclusis. Ovarium trigonum, liberum. Styli 3, rarius abortu 2, sae- pissime post anthesin exserti, stigmatibus 4- lobatis. Ovulum basi affixum, orthotropum, unicum. Fructus globosus vel ovoideus, pericarpio carnoso vel sicco, tubo vel lobis perianthii accrescentibus formato, apice lobis peri- anthii coronatus vel + obtusatus. Semen 3-oo-sulcatum, sessile vel + bre- viter stipitatum, testa cornea, + nitida et trigona. Embryo axillaris. Coty- ledones planae, margine + involutae, adpressae; radicula cylindrica, supera. Arbores vel frutices erecti aut volubiles, Americae tropicae vel subtropicae incolae. Truncus erectus, usque ad comam simplex vel ramosissimus. Rami vetustiores + rimosi vel angulati, saepissime albescentes vel grisei. Ramuli striati vel sulcati, canescentes, rarius nigrescentes, lenticellis fuscis vel dilute brunneis, orbicularibus vel ellipticis; novelli glabri vel + pubescentes, ab ochreis vestiti vel nudi. Ochreae membranaceae vel chartaceae vel tantum basi chartaceae, costatae vel laeves, glabrae vel + pubes- centes, in parte postica (folio aversa) + profunde fissae, in parte antica acuminatae vel in acumen longum protractae, ramulis adpressae vel amplae, evanidae vel basi diutius persistentes vel costis post destructionem ochreae persistentibus. Folia alterna ; petiolus supra Æ canaliculatus, glaber vel Æ pilosus, tenuis vel incrassatus, sub ochrea vel ad basin vel usque ad 2/3 altitudinis ochreae insertus; lamina orbicularis vel ovalis vel ovata vel lanceolata vel obovata vel deltoidea, apice rotundata vel + acuminata, basi peltata vel cordata vel rotundata vel angustata, tenuis vel chartacea vel + coriacea, margine integro, plano vel recurvo, glabra vel + pubescens, nervis + ex- vel impressis, nervulis laxe vel dense reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis vel ramulos ab- breviatos terminans ideoque lateralis vel rarius axillaris(?}, solitaria vel fasciculata, race- mosa vel paniculata, foliis longior vel brevior, erecta vel + nutans, nodulis 4-09 floris ; pedunculus varia longitudine, basi ochrea vestitus rhachisque Æ angulata et z pilosa: bracteae ovatae vel Æ triangulares; ochreola membranacea, saepissime biloba, glabra vel pilosa; pedicelli floriferi tenues, patentes vel horizontaliter divaricati, apice arti- culati, glabri vel pilosi, varia longitudine, fructiferi plerumque accrescentes, + in- crassati. Flores albi vel virides vel purpurei vel flavi, regulares, hermaphroditi, rarissime abortu unisexuales. Perianthii tubus conicus vel campanulatus, brevis, in anthesi apertus, basi + in pedicellum protractus, extus glaber vel pilosus, post anthesin + accrescens ; lobi 5, quincunciales plerumque ovati, in anthesi + reflexi, post anthesin + accres- centes. Stamina 8, rarius 7 vel 9; filamenta basi in annulum sub lobis introrsum ad- natum, connexa, erecta, filiformia vel subulata, angulis inter filamenta acutis vel rotun- datis vel in una specie denticulis instructis; antherae globoso-didymae, connectivo Monographia generis Coecolobae. 121 angusto cohaerentes , exsertae vel rarius inclusae, versatiles, rima laterali dehiscentes biloculatae loculis 4-locellatis; pollen oblongum, acute trigonum, verruculis minutissimis obsitum. Ovarium Æ trigonum, ima basi tubo affixum, liberum; styli 3, rarius abortu 2, interdum 4, post anthesin saepius exserti; stigmata + lobata; ovulum unicum, basi affixum, orthotropum, breviter stipitatum, integumentis 2. Fructus ovoideus vel glo- bosus, apice acuminatus vel obtusatus vel lobis perianthii + arcte conniventibus + longe coronatus, basi rotundatus vel in stipitem brevem contractus, tubo accrescentj basi et saepe apice adnatus, lobis accrescentibus non adnatus; pericarpium tubo vel lobis supra ovarium accrescentibus formatum, carnosum vel crustaceum vel siccum, si tubus accrescit, tantum siccum, si lobi accrescunt, laeve vel verruculosum vel Æ costa- tum, coloratum vel nigrum. Semen subglobosum, apice acuminatum, basi planum, 3 vel 6-vel co-sulcatum, sessile vel brevissime stipitatum ; testa cornea, trigona, formam seminis imitans, nifida in sicco, dilute vel nigre fusca, intus dissepimentis spuriis 6 vel pluribus instructa; albumen farinaceum, album, profunde ruminatum. Embryo axillaris ; Cotyledones suborbiculares, utrinque + emarginatae, margine plerumque involutae, ad- pressae; radicula supera, cylindrica, saepe usque ad basin cotyledonum conspicua, apice supra cotyledones + prominens. Conspectus sectionum. 1. Folia parva, 2 cm nunquam superantia. Inflorescentia pauciflora. Frutices ramo- sissimi . . . . . . . 4 . . 4 . . + e . Sectio I, Rhigia. Folia majora, 2 cm superantia. Inflorescentia multiflora. Frutices vel arbores. . 2. 2. Inflorescentia paniculata, racemis composita . . . . . . . Sectio II. Paniculatae. Inflorescentia racemosa vel spiciformis, solitaria vel rarius fasciculata . . . . . 3. 3. Perianthii tubus accrescens fructumque includens. Pedicelli fr. plerumque accres- centes. . . ee ee ee à + os nS s n. n sn - . Sectio III. Eucoccoloba. Perianthii lobi accrescentes fructumque includentes. Bracteae nigrescentes, ochreo- lae laxae, pedicelli fr. non accrescentes . . . . . . . . . Sectio IV. Campderia. Clavis specierum. Sectio I Rhigia Wr. ` Folia orbicularia, utrinque emarginata, circa 3 mm diametro . . . . 3. C. microphylia. Folia suborbicularia, apice saepius emarginata, 7 mm diametro superantia 2. C. subcordata. Folia cordata, apice longe rigideque mucronata, . , . . . . . . . . . 4. C. armata, Seetio II. Panieulatae Meissn. Lamina petiolusque glaberrimi, pedicelli circa 2 mm longi. . . . . . 5. C. latifolia. Lamina petiolusque glabri vel pubescentes, pedicelli subnulli vel brevissimi 4, C, polystachya. G. Lindau. Sectio III. Eucoccoloba Lindau. 1. Species Antillarum (incl. Trinidad) et Floridae . . D. s A Species Americae tropicae continentalis © « . 4 «emere A8, 3. Folia apice breviter rigideque mucronata . . . . . . ee . . s A, C. flavescens. Folia apice non mucronata. . . « + + + + + + + tt" 3. 3. Pedicelli fl. subnulli vel usque ad 3/4 mm longi. . . s . + + + + + + + + - : A. Pedicelli fl. 1—8 mm longi. ee 18. 4. Rhachis glaberrima . . . «++ 5 Rhachis Æ pilis instructa . een 10. 5. Nervuli supra inconspicui . . + + + oo ot + + ttn 6 Nervuli supra Æ prominuli . . . . . . ese T 6. Inflorescentia foliis longior, pauciflora; filamenta : 3mm longa ; fructus lobis perian- thii longe coronatus; folia basi rotundata . . + . s + + + : - : 22. C. pirifolia. Inflorescentia foliis brevior, laxiflora; fructus acuminatus, non coronatus ; folia basi cordata vel rotundata. Spec. puertor. et baham. . . . . + . . . 23. C. Krugii. Inflorescentia foliis brevior; filamenta circa 11/ mm longa; folia profunde cordata. Spec. jamaic. ....- . urn... 408. C, jamaicensis. 7. Flores A mm superantes ; inflorescentia fasciculata nennen. 6. C. Plumieri. Flores minores; inflorescentia solitaria . . . e. e.’ e... 8. $. Folia nervulis tenuiter prominulis densissime reticulato- -venosa 94. C. Grisebachiana. Folia nervulis supra grosse prominulis laxe reticulato-venosa . . . . . . . . 9. 9. Ochreolae circa Lia mm longae; noduli 4—2-flori; pedicelli fr. tenues, usque ad 2 mm longi; folia nitida . . . . . Leu . . . . . 29. C. retusa, Ochreolae circa 2 mm longae ; noduli 2 mm distantes, pluriflori: pedicelli postea 'subaccrescentes . . . . . . + . sss s S 39, C. Swartzii. Ochreolae 21/5 mm longae; noduli 4 ent: pedicel fr. incrassati, non accrescentes ; foliasubnitida . . . s s s s s cnn Denn... 86, C. Urbaniana. 10, Folia rigidissime coriacea, supra scrobiculato- venosa, 3—4 cm longa, 1—4!/, cm lata... . . e MM 2. sss. . 45. C. pallida. Folia chartacea vel coriacea et si rigide coriacea, multo majora . . . . . . M, 16. . Folia tenuia ; rhachis valde elongata, gracilis, foliis longior 110. C. leptostachyoides. Folia chartacea vel + coriacea; rhachis folia aequans (si superans, non gracilis) sub- crassa. . . « + + + + due eme memes eme ee + + 2. . Inflorescentia valde fasciculata. Spec. trinit. . . . s . . . . . + +60. C. fallax. Inflorescentia solitaria. . . . s s eà s Reese EE Folia nervulis paucissimis utrinque grosse prominulis . Jee ee 95. C. costata. Folia nervulis utrinque inconspicuis . . « + «crt + + + + ot 14. Folia nervulis prominulis densiuscule vel laxe retieulato-venosa . . . . . . . 15. . Folia in sicco rufescentia, nervis primariis supra subimpressis. Spec. cub, 20. C.rufescens. Folia in sicco nigrescentia, nervis primariis supra prominulis. Spec. trinit. 90. C. nigrescens. Folia utrinque puberula, apice emarginata. . . . + + + + + + - : 25, C. nodosa. Folia supra glaberrima, apice rotundata vel acuminata . . . . s> e... 46. Folia orbicularia, subtus ad nervos manifeste tomentella; inflorescentia densiflora 98. C. rotundifolia. Folia ovata vel ovalia, subtus ad basin costae minute puberula; inflorescentia laxi- flora .. . ee or o on : . 2... M. Folia ovata, apice obtuso- acuminata, basi rotundata, nervis lateralibus inferioribus angulo 60—70° abeuntibus, dense reticulato-venosa; inflorescentia foliis longior 26. C. Klotzschiana. 21. 24. 26. to -1 28. 30. Monographia generis Coccolobae. 123 Folia ovata, apice obtuso-acuminata, basi subcordata, nerv. later. infer. ang. 45— 60? abeunt. , = laxe reticulato-venosa; inflorescentia foliis longior; fructus sub- :globosus, apice coronatus ..... . . seek ces. + + s. 27. C. barbadensis. Folia ovalia vel suborbicularia vel lanceolato- ovata, nerv. later. infer. ang. 40—60° abeunt., densiuscule reticulato-venosa; inflorescentia folia subaequans , nutans; fructus ovoideus, non coronatus ... . . . . . . H, C. microstachya. Rhachis glaberrima . . 2 2 22 . u more MÀ. Rhachis Æ pilis instructa . . . . . ex... sl sn + + + 28. Nervuli supra inconspicui; infloresc entia ad bracteas geniculata . 47. C. geniculata. Nervuli supra Æ conspicui ; inflorescentia non geniculata . . . . . . . . . . 20. Folia rigide vel crasse coriacea, magna . . . . . . e s e e à 2. Folia coriacea . . . . on 4 4 4 e e e s 4 . 22. Folia crasse coriacea, nervulis paucissimis supra conspicuis impressis; inflorescentia purpurea. Spec. puertor. . . . . . wee we 38. C. Sintenisü. Folia rigide coriacea, ovata, longe acuminata , basi cordata, supra scrobiculato-ve- nosa. Spec. cub. . . . . . . . nenne. 99. C. coriacea, Folia rigide coriacea, | suborbicularia, basi cordata, supra laevia vel subscrobiculato- venosa; fructus 20 mm longus . . . . . e, 407, C. uvifera. Folia nervulis paucissimis supra prominulis vel subscrobiculato- venosa. . . . 23. Folia nervulis supra prominulis laxe vel dense reticulato-venosa . . . . . . . 24. Folia supra laevia vel subscrobiculato-venosa; pedicelli 2—3 mm longi; rhachis Crassa ww ee ke ee D es. s. 107. C. uvifera. Folia nervulis paucissimis supra prominulis 5—7 cm longa, 21/9—31/9 cm lata; pedi- celli 2 mm longi; rhachis tenuis . , . . . . . . . . . . . 33. C, Eggersiana. Folia nervulis paucissimis supra prominulis, 1—11 cm longa, 5—8 cm lata; pedicelli brevissimi vel 1—3 mm longi; rhachis subcrassa . . . . . 34, C. verruculosa, Folia supra nervulis prominulis densissime reticulato-venosa, in sicco fuscescentia ; pedicelli fr. 2—2!/; mm longi. Spec. trini. . . . . . . 94. C. Grisebachiana. Folia supra nervulis prominulis — dense retieulato-venosa; pedicelli fl. 4—5 mm longi. . . .. . . . S. s n n nf 8 n n Zä, Pedicelli fl. 41/5—5 mm longi; folia apice acuminata . . . . e... 26. Pedicelli fl. usque ad 3 mm longi; folia apice et basi rotundata e 27. Folia utrinque angustata; pedicelli 4—5 mm longi; antherae inclusae; bracteae mi- nutae, infimae ad 3 mm longae . . . ernennen. 43. C. punctata, Folia utrinque angustata; pedicelli circa 4 Vo mm long i; antherae exsertae. Spec. cub. | 42. C. cubensis. Folia apice sensim angustata, basi rotundata; pedicelli circa 4 mm longi; bracteae circa !/ mm longae, omnes aequilongae . . . . . . . . . . #4. C. longifolia. Tubus stamineus denticulis filamentis alternantibus instructus. Spec. florid. 44..C. Curtissii. Tubus stamineus sine denticulis. . . . . . s... «+ sn A0, C. laurifolia. Folia suborbicularia, basi cordata, crasse coriacea; fructus 20 mm longus 107. C. uvifera. Inflorescentia ad bracteas geniculata : . : : . : . . : . . . . 47, C. geniculata. Inflorescentia non geniculata . . . . D. . won ee + + we 99. Folia utrinque hirsuto-pubescentia, usque ad 65 cm longa . . . 405. C. pubescens, Folia supra glabra, subtus ad nervos manifeste tomentella, orbicularia, 3—7 cm dia- metro . . 6. ee . . es... eee + s s. s. 28. C. rotundifolia, Folia glaberrima vel subtus minute sub lente valida puberula . . . . . . . . 90. Nervuli supra plani vel inconspieui . . s . 4 . . . . . . . . . . . . . . 91. / H + 124] G. Lindau. 34. 32. 33. 36. 37. 38. 39. 40. 4A. 42, 43. 44. Nervuli supra grosse vel tenuiter prominuli. . . . . . 2 . . . . . . . . . 35. Inflorescentia valde fasciculata . . . . . . . . . . . . . . . . . 60. C. fallax. Inflorescentia solitaria . . . . . + + + + 32, Folia non petiolata, subamplexicaulia, bullata; ramuli profunde sulcati 106, C. rugosa. Folia petiolata. . . . . . eO Ó) es n n nf n n n n n s n s n s. 93. Folia rigide coriacea, margine valde reflexo . eos 4 + AB, C. reflexa. Folia coriacea, margine plano vel subreflexo . . . . e... 834. . Ochreolae minutae; pedicelli 3 mm longi, puberuti folia + 17 cm à longa, + 12 cm lata. Spec. jamaic. . . . ue +... + + 7.0, Zebra. Ochreolae 1/,—3/, mm longae; pedicelli 11/5—2 mm longi; folia 3— —5 cm longa, 21/5— 31/9 em lata. Spec. cub. . . ..... . . . . . . . . . . .« 49. C. praecox. Folia nervulis prominulis supra densissime, subtus dense scrobiculato-venosa. Spec. doming. . . . TD . . + «+ 46. C. scrobiculata. Folia nervulis tenuiter prominulis utrinque dense reticulato-venosa, oblonga, apice acuminata, basi cordata. Spec. trinit. . . . . . 0... 73, C. Trinitatis. Folia nervulis grosse prominulis supra laxe reticulato-venosa vel nervulis paucis- simis supra grosse prominulis. . . s . . . . . . . . . . . . . . . « . 96. Bracteae 4!/; mm, ochreolae 2 mm longae; pedicelli fr. 3—8 mm longi, crassi; fructus immaturus ca. 16 mm longus ... . 2... 9217. C. ascendens. Bracteae, ochreolae aequilongae, breviores; pedicelli fr. 11/5—4 mm longi; fructus multo brevior. . . . . . . . . . soso sus e... 37. Folia nervulis supra prominulis laxe reticulato- -venosa, basi rotundata vel cordata ; inflorescentia foliis brevior (ad var. major foliis longior) . . . . 34. C. venosa. Folia nervulis paucis supra grosse prominulis laxissime reliculate-venoga basi in petiolum angustata; inflorescentia foliis aequilonga . . . . . . 30. C. Wrightii. Folia nervulis paucissimis supra grosse prominulis, basi cordata; inflorescentia folia aequans vel superans . . . . . . . . . . . . s... . . . . 35, C. costata. Rhachis glaberrima . . . e] ee ns es s A8. Rhachis vario modo pilis instrueta . emm e e n f nf n sl n n 7.7 Folia utrinque glaberrima . . . e. ee eo A0, Folia subtus ad nervos vel in axillis vel omnino o pilis instructa . . . . . . . 589. Nervuli supra manifeste plani vel impressi vel inconspicui . . . . . . . . . M. Nervuli supra manifeste + prominuli . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44. Bracteae minutae; ochreolae 21/ mm superantes folia coriacea, nervulis supra impressis. . . . . e.’ 2... 58. C. excelsa var. glabra. Bracteae, ochreolae 1 minimae ; folia coriacea nervulis supra inconspicuis, subtus prominulis eleganter denseque reticulato-venosa . . . . . 109. C. leptostachya. Bracteae usque ad 4 mm, ochreolae usque ad 2 mm longae, nervuli plani, sed si im- pressi, folia rigidissime coriacea. . . . e . . . 42. Pedicelli fr. 31/9 mm longi; folia ovata, apice Æ sensim acriterque acuminata, basi rotundata, Spec. guyan. . . s 2 . . . . . . . . . . . . . . 71, C. Sagotü. Pedicelli fl. 2 mm longi, tenues; inflorescentia laxiflora; folia suborbicularia. Spec. brasil. et columb. . ... ©... s + 103. C. Candolleana. Pedicelli fl. minuti vel usque ad ! 1 mm m longi. Spec. brasil. , . . . . . ... 43. Folia rigidissime coriacea, nervulis supra impressis scrobiculato-venosa 43. C. brasiliensis. Folia coriacea, supra nervulis planis laevia . . . . . . . . . . . . 80. C. laevis. Folia basi manifeste angustata. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . AD, Folia basi manifeste rotundata vel cordata . . . . . . . . . . . . . . . . 47. 45. 46. 41. 48. 50. 51. 58, Monographia generis Coccolobae. 125 Pedicelli fl. 4—5 mm longi; bracteae, ochreolae minutae; folia oblongo ovata, utrinque angustata . ................... 43, 6, punctata. Pedicelli fl. usque ad 4 mm longi; bracteae, ochreolae usque ad 1 mm longae 46. Folia lanceolata, nervulis prominulis laxe reticulato-venosa. Spec. brasil. 65. C. salicifolia. Folia sublanceolato-ovata, apice sensim acuminata, nervulis prominulis dense reti- culato-venosa. Spec. mexic.. . . . . 2 2 . . . . . . . . .- 85. C. Orizabae. Folia ovata, apice breviter acuminata, nervulis prominulis laxe reticulato- -venosa. Spec. brasil. . . , , . . . . . . . . .. soe + + n 5n « 99. C. declinata. Folia ovata vel oblonga, apice acuminata, nerv ulis prominulis dense reticulato-venosa- Spec. peruv. s ....... c... e e o 79. C. Barbeyana. Bracteae, ochreolae 3 mm longae. Spec. venez. . .. .. 57. C. dioica. Bracteae, ochreolae usque ad 2 mm longae, bracteae plerumque ochreolis breviores 48. Bracteae, ochreolae !/; mm longae; foliaobovata ; inflorescentia nutans. Spec.peruv. 49. C. nutans, Bracteae, ochreolae plerumque longiores; folia maxime ovata . . . . . . . An. . Folia apice rotundata . , . .. 2 . . . . A0. C. laurifolia. Folia apice + acuminata. . . ........... , . .. , + « 50. Ochreolae bracteis 4-plo longiores. . . . . e... 98. C. sparsifolia. Ochreolae bracteis aequilongi vel tantum 2-plo longiores . e... DI. Costae ochreas percurrentes diutius post membranae destruclionem persistentes 50. C. striata. Ochreae cum costis omnino evanidae. 2 . m . . . rn e... 52. . Inflorescentia gracilis, valde elongata; folia tenuiter coriacea. Spec. columb. et panam. .... . we ee . 0... « 409. C. leptostachya. Inflorescentia non gracilis; folia tenuia vel coriacea, Spec. mexic., peruv.etbrasil. 53. - Spec. peruv. Foliascrobiculato-venosa . . . . . . . . . . 78. C. sphaerococca. Spec. peruv. Folia dense reticulato-venosa . . . . . . . . . 79. C. Barbeyana. Spec. mexican. et centrali-americ. 2 . ........... AA. Spec, brasil. . . . .......... . .. M -.. 55. . Pedicelli fl. 1 —2 mm longi, ochreolis ca. 4-plo longiores ; nervi laterales omnes sub eodem fere angulo abeuntes; folia saepissime supra subscr obiculato-venosa 82, C. Humboldti. Pedicelli fl. 4 mm longi, ochreolis aequilongi; nervi laterales inferiores sub acutiore angulo abeuntes quam superiores . , . . . . . . . . . . . 88. C. Jurgenseni, Pedicelli fl. subnulli, fr. /g mm longi . . . . . . . . . . . 97. C. barbadensis. 5. Folia oblongo-lanceolata, densissime reticulato-venosa, subtus ad costam sub lente [ra pilosa .. .... 2.’ see ee 59. C. fastigiata var. glabrata. Folia ovata, si oblongo- -ovata laxius reticulato-venosa . . 2 . 2 . . . . . . 56. . Folia basi rotundata, non cordata . . . . . Deren. 57. Folia basi manifeste cordata vel subpeltato- -cordata T. D . Pedicelli fl. ochreolam 3!/,—4-plo superantes . . . . . . . . . 87. C. tenuiflora. Pedicelli fl. ochreola paullo breviores: flores 2!/,—3 mm longi; folia subtus in sicco pallidiora; ochreolaelaxae . . . , . . . . . . 64. C. grandiflora. Pedicelli fl. ochream subaequantes; flores ca. 2 mm longi; folia in sicco subtus aequali colore; ochreolae erectae . . . „22 2 . . . . . . £52. C. declinata. Folia nervulis prominulis dense reticulato-venosa; pedicelli ochireolas 4—21/5-plo superantes , . 22 . . . . sus sou ee e] . C. Glaziovii. Folia nervulis subprominulis vel planis laxiuseule reticulato - venosa; pedicelli ochreolas subaequantes . . . 2 m u m nn sl, C. ilheensis. 126 G. Lindau. 59. 60. 61. 62. 66. 67. 68. 69. 70. TA. 72. 73. Th. Nervuli supra plani vel inconspieui . . . + s + + + + + + + + + + + + +: 60. Nervuli supra prominuli. ....:.... ee + + +... ++ et 61. Folia suborbicularia, coriacea. . . . ess sns s s s 107. C, uvifera. Folia oblongo-ovata, utrinque angustata, tenuia . . . . . 89. C. novogranatensis. Folia subtus omnino puberula. . . . . . . . .. e 62. Folia subtus ad costam et ad nervos laterales pilis instructa . wee se 6B, Bracteae, ochreolae.aequilongae, ca. 1 mm longae; folia cordata 59. C. fastigiata. Bracteae, ochreolae aequilongae, 4!/; mm longae; folia + peltata, Spec. argent. x C. tiliacea. Bracteae minutae, ochreolae ca. 21/ mm longae; folia cordata . . 8. C. excelsa. Petiolus in 1/>—?/3 altitudinis ochreae insertus, . e.. a e soe on s DA, 2 3 Petiolus sub ochrea vel ad basin ochreae insertus . . . . . . . . .. 65. . Folia obovata, apice rotundata, basi leviter cordata . . . . 404. c. Schwackeana. Folia ovata, apice acuminata, basi profunde cordata. . . . . . . 104. C. cordata. . Nervi laterales supra impressi. . . s 4 s e eer +++. 66. Nervi laterales supra & preminentes . . . . . : + . . woe es 67. Folia late obovata vel orbicularia, apice subito breviter acuminata, basi profunde cordata; ochreolae bracteas paullo superantes ... . + + + . 99, C. populifolia. Folia cuneato-obovata, apice subtruncato-rotundata , basi subcordata; ochreolae bracteis paullo breviores, . . . «ert + nn 100. C. Warmingii. Costae ochream percurrentes post membranae destructionem diutius persistentes ; folia cordata . . . .. . . . . Ce ee eu nr s sS s. 50, C. striata. Ochreae omnino evanidae; folia cordata: ernennen. 92. C. obovata. Ochreae omnino evanidae; folia + peltata. Spec. argent. . . . . 98. C. tiliacea. Folia subtus glaberrima >. . . . e. e... 69. Folia subtus omnino vel ad nervos primerios s vel in | axillis + pilis instructa . 103. Folia nervulis supra paullo impressis scrobiculato-venosa, rigide coriacea 4%, €. Schomburgkii. Nervuli manifeste supra impressi . . . . . . . . . . 58. C. excelsa var. glabra. Nervuli supra plani vel inconspieui . . . + . . + + + + + + + + + + + + r 70. Nervuli supra Æ prominuli ................. +... 73. Inflorescentia valde elongata, rhachi tenui, gracili; ochreolae, bracteae minutae ; pedicelli 4 mm longi. . . . . esse ee ee se es A. Inflorescentia foliis longior vel brevior, rhachi non gracili; pedicel 2—3 mm longi ... +... +++ t s n t t n 2... 72. Ramuli glabri; folia ovata, basi oblique rotundata . e... + 409. c. leptostachya. Ramuli incano-pubescentes ; folia obovata, basi subrotundata vel subcordata 442. C. manzanillensis. Bracteae 11/9 mm longae. Spec. brasil. . . . . . . + . . . 66. C. longipendula. Bracteae subnullae. Spec. venez. . . . . . . . . . . . . 102. C. padiformis. Folia basi + peltata , 2 2 2 . . « . . . . 72. C. peltata. Folia basi manifeste angustata `, . . . . . . e . . . . . . . T Folia basi rotundata vel cordata. . . . . . . . . . ED 2.2.2.5. 82. Bracteae minutae; ochreolae 11/ 3—3 mm longae; pedicelli ochreolis breviores Bracteae ochreolas usque ad 2 mm longas aequantes; pedicelli usque ad 2 mm iongi . . . Ce LE . Ochreolae amplae, profunde bilobae, 3 mm longae . . . . . . 55. C. bracteolosa. Ochreolae basi angustae, superne infundibuliformiter ampliatae, 41/2 mm longae 54. C. racemulosa. 76. 78. 79. "81. 82. . 88. 89. 90. 91. ~ 92. Monographia generis Coccolobae, 127 Folia ovata. Spec. Mexic. . 2. . 2 2 . . . , RI. C. Schiedeana. Folia + obovata vel obovato-oblonga, Spec. brasil., venez., guyan. .... 7. . Styli plerumque 2, rarius 3; inflorescentia foliis longior; pedicelli 2 mm longi, ochreolam duplo superantes . . . . . nenne 66, C. longipendula. Styli semper 3; . inflorescentia foliis longior vel brevior; pedicelli varia longi- tudine . e. oHm moo e eo. eos S. ne 718. Inflorescentia densiflora, spicae Plantaginis mediae similis; folia rigide coriacea, nervulis obsolete prominulis; rhachis rufo-tomentella . . . 75. C. plantaginea. Inflorescentia. Æ laxiflora; folia coriacea vel tenuia... . . . ss 79. Inflorescentia foliis 10—13 cm longis, subcoriaceis duplo longior, subfasciculata, Spec. guyan. eo nr rn nr. 69.6, marginata. Inflorescentia solitaria, foliis + longior. Spec. brasil. et venez. . . . . . . 80. . Folia subcoriacea, nervulis prominulis eleganter densissimeque reticulato-venosa. Spec. venez. . 2 . . . 2 eee e... + «+ «+ 46. C. Spruceana. Folia coriacea, nervulis prominulis laxe vel. rarius dense reticulato-venosa. Spec. brasil. e 4 4. 2 4 24 4 4 4 lll 91. Folia 7—20 cm longa, 4—7 cm lata; ochreolae bracteas aequantes 62. C. erescentüfolia. Folia + 5 cm longa, + 21/5 em lata; ochreolae bracteas duplo superantes 63. C. parvifolia. Costae ochreas percurrentes post membranae destructionem diutius persistentes 50. C. striata. Ochreae omnino evanidae . . s s . . . . . . . . . . . . . . . . . , . 83. . Nervuli minores subtus plani vel subobseuri . . . 2 2 . . . . . . . . . BA Nervuli minores manifeste tenuiter vel aéutius prominuli , . . . . . . . . 87. . Bracteae, ochreolae minutae; pedicelli 2—3 mm longi. Spec. brasil. 88. C. laxiflora. Bracteae, ochreolae 3/4,—1 mm longae. Spec. Brasil. non incol. . . . . . . 85. 5. Folia semper ovata, non obovata, Spec. mexic. . . . . . . . 84. C. Schiedeana. Folia ovata vel subobovata vel manifeste obovata. . . 2 s . . 2 2 .... S6. . Ochreae ca. 3 cm longae; folia 8—44 cm longa, 4—71/ cm lata, nitida. Spec, venez. . . . eee Io Spruceana. Ochreae 5—7 mm longae; folia & 7 cm longa; + 3!/ cm lata, opaca. Spec. yucat. . 2 . ... ss. woe ee ee + + «+ 86. C. yucatana. . Folia basi manifeste cordata, numquam rotundata Kennen. S88. Folia basi semper rotundata, numquam cordata . . . . 2 . . . . . . . . 89 Folia basi rotundata vel Æ cordata . . . . 2 2 . . . m . . . . . . . . . 96. Bracteae minutae; ochreolae 2—3 mm longae. Spec. brasil. . 56. C. ochreolata. Bracteae, ochreolae 1/, mm longae; noduli 4-flori. Spec. peruv. . 49. C. nutans. Bracteae, ochreolae 3/4 mm longae; noduli 4-5-flori. Spec. brasil. 48. C. cylindrostachya. Rhachis gracilis, valde elongata. Spec. panam. et columb. . 109. C. leptostachya. Rhachis non gracilis. Spec. brasil., guyan. et columb. . . . . . . . . . . 90. Folia ovata, numquam obovata. . . . ................. 91. Folia ovata vel = obovata. . . . . . m . . . . . . . . . . . . . . . . 92. Ramuli glabri; folia subnitida, non nigrescentia. Spec. columb. 68, C. microneura. Ramuli ferrugineo-tomentelli; folia lucida, nigrescentia. Spec. guyan. 53. C. lucidula. Ochreolae basi angustae, superne infundibuliformiter ampliatae; folia nervulis te- nuissime prominulis dense reticulato-venosa, 4—8 cm longa, 2—4 cm lata we lE DS 128 93. 94. 96. 98. 99. 100. 102, 103. 104. G. Lindau. Ochreolae laxae, superne non ampliatae; folia nervulis acutius mE plerum- que majora s . s «eee + + t + t n + . 2. s.s. 93. Inflorescentia foliis duplo longior, subfasciculata; ochreolae bracteas duplo superan- tes. Spec. guyan. . ..- >... 69, C. marginata. Inflorescentia solitaria, folia subaequans. Spec. ' brasil. MD Folia + 5 em longa, +$ 21/5 em lata. . . . «6s + o C. parvifolia. Folia 7—20 em longa, 91/5—7 em lata. s . . 4 . +. + + ++ rtt tn 95. 5. Folia sensim apice acuminata; nervi laterales supra non magis expressi quam ner- vuli; fructus costatus . . s s s s sos sss oe.. DI, C. Moseni. Folia apice rotundata vel breviter acuminata, subrigidiora ; nervi laterales supra nervulis magis expressi; fructus non costatus . . . . + + 62. C. crescentiifolia. Folia apice + acuminata; nervi laterales supra nervulis magis expressi; fructus non costatus; pedicelli fr. rhachisque valde incrassata . . . . . . 97. C. ascendens. Bracteae, ochreolae minutae; pedicelli 1—2 mm longae; folia apice rotundata, + 51/ em longa, d 5 om lata . . . eer t t n 96, C. ramosissima. Bracteae, ochreolae, pedicelli fl. / mm longi . . . . . . . 27. C. barbadensis. Bracteae, ochreolae !/—2 mm longae; pedicelli 1—1!/;mmlongi . . . . . 97. . Folia apice rotundata, usque ad 5 cm longa, 2 cm lata; inflorescentia folia sub- aequans. + + + + + + + + n . . . . s. 95. C. pipericarpa. Folia apice rotundata vel acuminata, E cm longitudine, 21/5 cm latitudine supe- rantla. s. s.. e oo om oe m on n] e. . … + + 98. Folia laxe reticulato-venosa, apice obtusissima, numquam acuminata 9. C. oblonga. Folia + obovata, laxe vel densius reticulato-venosa, apice subrotundata vel acumi- nata .... . woe 2s s s 62, C. crescentiifolia, Folia laxe reticulato- venosa, 1; apice + acuminata; rhachis fr. valde incrassata 37. C. ascendens. Folia densissime reticulato-venosa, semper acuminata (rarissime in C, nitida sub- rotundata) . . . . . sus se + 99. Bracteae, ochreolae, pedicelli manifeste aequilongi. Spec. Venez. . 45. C. fagifolia. Bracteae, ochreolae, pedicelli non aequilongi. Spec. Venez. non incol. . . . 400. Folia + lanceolato-ovata, longitudine latitudinem 2—3 plo superantia . . . 404. Folia dc ovata . . . . eee eS om m onn onn n S 102. . Bracteae ochreolis manifeste breviores; folia + 13 cm longa, Æ 4 cm lata 70. C. guyanensis. Bracteae ochreolas subaequantes; folia + 7 cm longa, + 21/2 cm lata 59. C. fastigiata var. glabrata. Nervi laterales supra subimpressi, prope marginem in complures arcus procurren- tes; folia &-7 cm longa, = 2!/5 em lata . . . . . 59. C. fastigiata var. glabrata. Nervi laterales supra prominuli vel semiimmersi, prope marginem in unum arcum procurrentes; folia 7—25 cm longa, 31/—13 em lata . . . . . . 71. C. nitida. Folia utrinque omnino pubescentia . . . s «sss + + + + + + + + + + 104. Folia subtus omnino pubescentia . . . . eo.. 105. Folia subtus plerumque ad nervos primarios vel i in à axillis + pilis instructa . 440. Folia oblongo-obovata, lanuginoso-pubescentia, 7—13 cm longa, 31/5—7 cm lata 84. C. Liebmanni. Folia late cordata vel suborbicularia, hirsuto-pubescentia, 12—50 cm longa, 8— 60cmlata. . . . e >... 405. C. pubescens. Folia oblonga vel sublanceolato- oblonga, utrinque praesertim ad nodos pubescen- tia, 42—48 cm longa, 5—7 cm lata . . . ee + 4. + + + 74, C. Lindeniana. 5. Nervuli minores supra prominuli. . . s s 4 sss ot rtt ttc t tg 106. Monographia generis Coceolobae. 129 Nervuli minores supra inconspicui vel impressi . . . . . . . . . . . . . 407. 106. Rhachis sparse pilosa; folia ovalia vel late lanceolata . . . . . . 59. C. fastigiata. Rhachis dense puberula; folia suborbicularia vel ovato-orbicularia 40. C. Riedelii. 107. Rhachis gracilis, valde elongata. Spec. panam. . . . . . . 444. C. nematostachya, Rhachis non gracilis. Spec. brasil. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 408. Folia ad nervos primarios impressos supra pilosa, . . . . . . . .58. C. excelsa. 108. Folia supra glaberrima . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . , 409. 109. Folia apice semper rotundata, rigide coriacea, subtus "rr 1; pedicelli fl. bracteis longiores . . . . e. . se . C. acrostichoides. Folia apice breviter acuteque acuminata, rigide coriacea, kubtus fulvo-tomentella ; pedicelli fl. bracteis breviores... 2 2 . . . . . . . . . . . M. C. rosea. Folia apice acuminata, coriacea, subtus minutissime puberula, supra schistaceo- nitida. . ....................... 76. C. sticticaulis. 410. Nervuli minores supra inconspicui vel plani SE EE Nervuli minores supra Æ prominuli , . . .«. eo. S MB, 111. Bracteae minutae ; ochreolae 4 mm longae; folia ovata, + 19 cm longa, 12 cm lata, Spec. brasil. 2 2 . . . . . . , . . . . . . . . . . . . . . 8. C. paraënsis. Bracteae, ochreolae minutae . . . . . . eser. s n s. s n 12. 112. Rhachis gracilis, valde elongata; pedicelli 1 1 mm | longi. Spec, panam. 112. C. manzanillensis. Rhachis brevis; pedicelli 2—3 mm longi. Spec. brasil. . . . . . 88. C. laxiflora. 113. Folia basi cordata, numquam rotundata vel angustata vel rarius peltata . . . 414. Folia basi rotundata vel angustata, rarissime cordata © . . 2 . . . . . . . MT. 114. Folia subtus ad costam vel in axillis pilis instructa . . . . . . . . . . . . 115. Folia utrinque ad basin costae vel ad nervos primarios sparse pilosa . . . . 116 115. Rhachis obsolete puberula. Spec, columb. . . . . . . . . . . . .92. C. obovata. Rhachis dense ferrugineo-puberula. Spec. brasil. . . . . . . 97. C. cuyabensis. 116. Bracteae, ochreolae minutae; pedicelli 2—3 mm longi; inflorescentia laxiflora 88. C. laxiflora. Bracteae, ochreolae 3/4 mm longae ; pedicelli 4—4 !/; mm longi ; inflorescentia densi- flora . ... . 2. s s AR, C. cylindrostachya. 117. Ochreolae post anthesin strobilulam ı usque ad 8mm long am formantes. Spec. Amer, centr... . . . e sg s e ns sn sr à à + sn 94, C. acuminata, Ochreolae strobilulam 1 non formantes e...’ . ers s s s MS. 148. Styli plerumque 2, rarius 3, folia semper basi angustata, Spec, brasil. 66. C. longipendula. Styli 3; folia basi rotundata vel angustata . . . . . 2 . . . . . . . . . . M9. 119. Bracteae, ochreolae minutae ; pedicelli 4—2 mm longi, Spec. brasil. 96. C. ramosissima. Bracteae, ochreolae !1/5—1 mm longae; pedicelli usque ad (is mm longi. . . 420. 120. Folia apice semper rotundata, folia usque ad 5 cm longa, 2 cm lata. Spec. brasil. 95. C. pipericarpa. Folia apice + acuminata; folia longitudine 6 cm, latitudine 2!/; em superantia 421, 121. Folia oblongo-obovata vel sublanceolato-ovata, subtus ad nervos primarios minute puberula. Spec. brasil. . . . . . Senne. . 04. C. Moseni. Folia subobovata vel ovata. Spec. Brasil. non incol.. os es. s. + 122. 122. Ochreae circa 3 cm longae; folia 8—14 cm longa, 4—71/9 cm lata, nitida, Spec. Venez. ... . RD ss +. 46. C. Spruceana. Ochreae 5—7 mm longae; folia + 7 cm longa, = 31/, em lata, opaca. Spec. yucat. 46. C, yucalanu. | ~~ Jahrbücher. XIII. Bd, Y EN 130 G. Lindau. Seetio IV. Campderia Lindau. . Folia utrinque glaberrima . . . M 7 Folia supra vel subtus — pilis instructa vel subtus in à axillis barbellata 2... D. 2. Petiolus glaber . . . . . . HL . . e s A, Petiolus Æ pilis instructus... . . . . . . . . . . . . . . e . . A, 3. Folia ovata vel suborbicularia, basi subrotundata, nervis lateralibus angulo 60— 70° abeuntibus. Spec. trinit. . . . . . 2. s « 443. C. Cruegeri. Folia oblongo-ovata vel oblongo- obovata, basi angustata et subrotundata vel leviter cordata, nervis lateralibus, angulo 15-90" abeuntibus . . . . 445. C. excoriata. 4^. Rhachis glabra. Spec. columb., guyan. brasil. . . . . , . . . . . 191. C. ovata. Rhachis puberula. Spec. peruv. . , . . . s s s s . . . s . . 420. C. Ruiziana. 5. Rhachis glabra, . 2. . . LE u m nenne Rhachis + puberula . . . . . EE 6. Folia subtus in axillis nervorum barbellata. ee s s H, Folia subtus ad nervos Æ pilosa . . . . . . . . . . . H. 7. Fructus Als mm longus. Spec. columb. . . . . . . . . . . . . 125, C. Billbergi. Fructus 7 mm longus, Spec. parag, . . . . . . . s . . . . 494. C, paragdayensis. 8. Folia ovalia vel ovata, subtus plerumque Æ hispidulo-pubescentia 114. C. caracasana. Folia oblongo-ovata, subtus ad nervos primarios tomentella . . 446. C. peruviana. Folia obovata vel oblongo-subobovata, subtus in axillis et ad costam barbellata 123. C. floribunda. 9. Folia subtus in axillis barbellata . . . . . . . «4 s s s nennen e 10. Folia subtus Æ ad nervos vel omnino puberula. . . . . . eS ss s M. 10.1) Bracteae circa 1 mm, ochreolae 2 mm, lobi perianthii 4 mm longa 132, C. alagoënsis. Bracteae, ochreolae, lobi perianthii longiores . . , . . . . . 4123. C. floribunda. 44. Folia utrinque ad nervos et ad nervulos prope marginem procurrentes minute pube- rula. Spec. columb. . . . . . . . . . . . . 1447. C. Trianaei. Folia subtus ad basin costae pubescentia, n nervis ; lateralibus angulo 75—80? abeunti- bus. Spec. peruv. . . . . . 2. s. s. . 448. C, gracilis, Folia subtus ad nervos puberula, ad costam tomentella, nervis laléralibus angulo 45—60° abeuntibus. Spec. boliv. . .'. . 2s ss s s 449. C. Persicaria. Folia subtus omnino vel praesertim ad nervos + hispidulo- pubescentia, Spec. pa- nam., columb., venez. . . . . . . . . . . . . . . . . . 114, C. caracasana, Sectio I. Rhigia Wr. Rhigia. Wr. in: Grises,, Cat., p. 62. Frutices ramosissimae. Folia parva, 2—13 mm longa et lata. Inflores- centia pauciflora (4—5-flora). Insulas Cuba et Sto. Domingo incol. 1. Coccoloba armata Griseb. Frutex ramulis sub lente puberulis.> Ochreae adpressae, sub lente puberulae. Folia cordata, apice sensim longe rigideque mucronata. In- !) ef. diagnoses harum specierum difficillime distinguendarum. p | Monographia generis Coccolobae. 131 florescentia 2—3-flora. Ochreolae pedicellos ca. 2-plo superantes. Fruc- tus ovoideus, acuminatus, lobis perianthii arcte adpressis usque ad medium conspicuis. Coccoloba armata Grises. Cat., p. 62 et 283; Savy. Fl. Cub. p. 140. Uverillo Cubensibus (ex SAUVALLE!). Frutex 2—3-metralis (ex WRiGnT N), intricato-ramosissimus, ramis teretibus, canes- centibus, lenticellisorbicularibus, fuscis; ramulis sub lente puberulis. Ochreae coriaceae, petiolum aequantes, adpressae, sub lente puberulae, mox evanidae. Folia petiolis ciren 4 mm longis, ima basi annulariter subincrassatis, glabris, ad basin ochreae insertis, Cor- data, apice sensim longe rigideque mucronata , + 44 mm longa, + 7 mm lata, rigide coriacea, margine plano, subnitida, glabra, nervis lateralibus angulo 55—85^ abeuntibus, primariis nervulisque supra inconspicuis vel utrinque prominulis + densiuscule reticu- lato-venosa. In florescentia 2—3-flora , circa 4 mm longa; bracteae triangulares, 1/9 mm longae, membranaceae ; ochreolae usque ad basin fissae, 1 mm longae, margine suberosae ; pedicelli vix 1/; mm longi. Flores viridi-albidi (ex Wricut!). Vidi tantum alabastra non satis evoluta. Lobiovati, Ovarium oblongum, trigonum. Fructus ovoideus, acuminatus, circa 5 mm longus, 3 mm diametro, fuscus, lobis perianthii arcte adpressis usque ad medium conspicuis, pericarpio chartaceo (Fig. 6). Semen 6-sulca- tum, testa cornea, nitida, dilute fusca. Hab. in Cuba: Wmicnr n. 2250. (v. s. in herb. Borss.-BAnn., CANDOLL.; Götting., Holm., KRUG. et Urs., Petrop.) 9. Coccoloba subeordata (D. C.) Lindau. Ramuli minute ferrugineo-puberuli. Ochreae adpressae, minute pube- rulae. Folia suborbicularia vel ovata, apice rotundata vel emarginata, basi cordata, nervis nervulisque utrinque prominulis laxiuscule reticulato- venosa. Erythroxylon subcordatum DC. in: DC., Prodr. I, 575. Frutex ramis laevibus, fuscis, griseo-pruinosis, lenticellis albidis, orbicularibus, verruculosis; ramulis brevibus, lateralibus, regulariter abeuntibus, tenuibus, minute ferrugineo-puberulis, mox glabratis. Ochreae oblique truncatae, 3—5 mm longae, mi- nute ferrugineo-puberulae , adpressae , mox deciduae. Folia petiolis tenuibus, supra plane canaliculatis, circa 2 mm longis, minute puberulis, in superiore parte ochreae in- sertis, suborbicularia vel ovata, apice rotundata vel saepius emarginata vel rarius sub- acuminata, basi cordata, 8—43 mm longa, 6—10 mm lata, utrinque nitida , subtus pal- lidiora, margine subplano, nervis lateralibus angulo 35 —70° abeuntibus, usque ad mar- ginem fere rectis, primariis nervulisque utrinque prominulis laxiuscule reticulato-venosa, glabra, ad costam subtus pilosa. Flores non vidi. Hab. in Sto. Domingo: BERTERO. (v. s. in herb, Berol., Mon.) Obs. Jam Martius, Beitr. zur Kenntn. d. Gatt. Erythroxylon, in: Abhdl. der bayr. c., 111, 303 credit Erythr. subcord. DC. esse Coccolobae spec. 3. Coccoloba microphylla Griseb. Ramuli sub lente obsolete puberuli. Ochreae laxae. Folia orbicularia, utrinque cordato-emarginata, nervis primariis utrinque prominulis, nervulis inconspicuis. Inflorescentia 1—3-flora, rhachi subnulla. Pedicelli subnulli. Coccoloba microphylla GRISES. Cat., p. 62; Savy. Fl. Cub. p. 140. Coccoloba ramosissima WRIGHT (non WEDD.) mss. in herb, Gótting. g* 132 G. Lindan, . Uverillo Cubensibus (ex SavvaLLE N. Frutex squarroso-ramosissimus, ramis subteretibus, subtiliter rimosulis, valde regulariter in eadem planitie alternatim ramulis instructis; ramulis pilis sub lente diffi- culter conspicuis obsitis. Ochreae circa 4 mm longae, mox lateraliter usque ad basin lissae et deciduae. Folia petiolis ochream aequantibus, glabris, tenuibus, basi annula- riter subtumidis , in medio ochreae insertis, orbicularia , utrinque cordato-emarginata, = 3 mm longa et lata, glaberrima , coriacea, nervis lateralibus 4—6 costaque utrinque prominulis, nervulis inconspicuis, Inflorescentia terminalis, 1—8-flora, plerumque 1-flora, pedunculo rhachique subnullis; bracteae minutae; ochreolae usque ad basin fissae, obtuso-bilobae, 4 mm longae; pedicelli subnulli, Perian thii tubus subnullus; lobi ovati, 11/2 mm longi. Filamenta subulata, Ovarium subglobosum, acute tri- sonum; styli 3, stigmatibus sublobatis. Hab. in Cuba: Wnrcnr n. 2249. (V. s. in herb. Boiss.-Bars., CANDOLL,, Götting., Holm.. Kruc. et Ure., Petrop.) Sectio II. Paniculatae Meissn. Paniculatae. MEIssn., in: FI, bras., V, 4, p. 43 et in: DC., Prodr., XIV, 454. Arbores. Folia magna. Inflorescentia paniculata. Guyanam et Bra- siliam septent, incol. 4. Coccoloba polystachya Wedd. Ochreae ferrugineo-pubescentes , amplae. Folia ovata vel oblongo- ovata, apice longe acuminata, basi cordata, nervis primariis supra semi- immersis, subtus prominentibus, nervulis utrinque prominulis dense reti- culato-venosa. Inflorescentia paniculata, nodulis {-floris, rhachi tomen- tella. Pedicelli ochreolis breviores. Fructus ovoideus, lobis perianthii laxe conniventibus coronatus. Coccoloba polystachya Webb. in: Ann. sc, nat, 3. ser. XIII, 264; Warp. Ann. III, 290; Mkıssn, in: Fl. Bras, V, 4, p. 43, tab. 21, Fig. 4 et in: DC. Prodr. XIV, 454. Arbor 3—418- metralis (eX RIEDEL, WEDDEL, KEGEL !) trunco gracili ereclo, ramis patentibus, sulcatis, glabris; ramulis striatis, nigrescentibus, lenticellis oblongis, circa ^ mm longis. Ochreae dimidium petioli aequantes, ferrugineo - pubescentes, basi diu- lius persistentes, amplae. Folia petiolis 11/5—5 cm longis, supra canaliculatis, ad basin ochreae insertis, ovata vel oblongo-ovata, apice longe acuminata, basi cordata, 149— 26 cm longa, 6—14 cm lata vel majora, subcoriacea , margine plano, supra ad nervos minute puberula, nervis lateralibus angulo 55—650 abeuntibus, anguste ad costam de- currentibus, plane arcuatis, primariis supra semiimmersis vel impressis, subtus promi- nentibus, nervulis majoribus laterales conjungentibus utrinque subparallelis et promi- nulis, minoribus minus prominulis dense reticulato-venosa. Inflo rescentia panicu- lata, racemis composita , foliis longior vel aequilonga, nutans (ex Manrio!), terminalis nodulis 1—3-floris, pedunculo Æ 2 em longo rhachique pubescentibus sulcatisque; brac Leae triangulares, aculae, vix 4 mm longae, pubescentes, accurrentes; ochreolae bilobae, lobis semiorbicularibus, bracteam superantes ; pedicelli brevissimi vel subnulli, patentes vel horizontaliter divaricati. Flores albi (ex Riper!) vel viridescentes (ex WEDDELL !), Perianthii tubus subplanus, brevissimus ; lobi ovali, circa 41/ mm longi, in anthesi reflexi. Filamenta subulata, lobos aequantia, erecta, antheris exsertis. O varium ob- longum, trigonum; styli 3, stigmatibus sublobatis. Fructus ovoideus, 9 mm longus, 51/; mm diametro, lobis perianthii laxe conniventibus apice acumine 41/9 mm longo cd- ronalus, pericarpio fusco, crustaceo, strialo (Fig. 7). Testa nitida, dilute fusca. X = FT à T * are 2a, ti "Wr ANN" ee Monographia generis Coccolobae. 133 Var. a glabra Lindau. Ramuli glabriuseuli. Folia petiolis glabris subtus ad nervos primarios minute puberula. Coccoloba paniculata Missy. in: Fl. bras. V, 4 p. 43 tab. 20 et 21 fig. 2 et in: DC. Prodr. XIV, 451. Hab. in Brasiliae prov. Alto Amazonas: PórriG n. 2649; Pour n. 1276; Goyaz: Bunensrı n. 7351, 7352. Var. B pubescens Lindau. Ramuli pubescentes. Folia petiolis pubescentibus subtus imprimis ad nervos sericeo-villosa vel tomentella. Rhachis, bracteae, ochreolae densius tomentellae quam ad var. 4. Coccoloba polystachya Wenn. B mollis Meissx. in: Fl. Bras., V, 1, p. 43 et in: DC. Prodr. XIV, 154. Coccoloba mollis Casan. nov. sirp. Bras. Dec. VIII, 72. Caaussu da mata Brasiliensibus (ex GLAziOU !). Hab. in Brasiliae prov. Alto Amazonas: Spruce n. 956; Bahia: Rıeven n. 628, Sarzmaxx n. 474, Casanerro n. 2248; Ceara: GARDNER n. 1828; Matto Grosso prope Cuyaba: Manrius herb. Fl. bras. n. 1242; Goyaz: Burenere n. 6571; Rio de Janeiro: Graziot n. 11447, Bur- CHELL n, 0912; in Guyana batava prope Mariepaston: KeGez n. 1339 ; gallica: LEPRIEUR n. 278. Floret Julio, Octobri (v. s. in herb. Berol., Borss.-Bans., Brux., DELESS,, Gotling., kew., Lips., Mon., Petrop., Tauriu., Vind.). Obs. Varietates sunt varia pubescentia inter se conjunctae; specimen Pour n. 1276 petiolis pubescentibus gaudet. Ceterum est var. 4 simile ideoque format transitum. 5. Coccoloba latifolia Lam. Ramuli sulcati, glabri. ^ Ochreae glabrae, amplae. Folia suborbi- cularia vel obovata vel subovata, apice rotundata vel brevissime subito acuminata, basi profunde cordata, glabra, nervis primariis supra impressis, subtus acute prominentibus, nervulis majoribus nervos laterales conjun- gentibus supra subimpressis, subtus prominentibus, nervulis minoribus utrinque vix conspicuis punctato-reticulato-venosa, subrugosa. Inflores- centia paniculata, nodulis 1—3-floris, rhachi glabra. Pedicelli ochreola multo longiores. Fructus subglobosus utrinque subattenuatus, | lobis perianthii apice conniventibus conspicuis. Coccoloba latifolia Lam. Encyc. VI, 64 tab. 316, fig. 4; Spreng. Syst. II, 252; Dierk. Syn. PI, II, 1327; Missy. in: Linnaea XXI, 263, in: Fl. Bras. V, I p. 43 tab. 49 et in: DC. Prodr. XIV, 454; Grises. Fl. Br. W. I Is., p. 662; Gnosounpy, El Med. Bot. II, 406; BELLO, Ap. Puert. Ric. n. 658. Coccoloba rheifolia Desr, in: Cat. hort, Par, p. 388. Coccoloba grandis BENTH. in: Hook. Journ. of Bot. IV, 624; Scuons. Faun, et Fl. Br. Guy, p. 1434, 134 G. Lindau, Coccoloba brugmansiifolia Fzu. in hort. Vind. Ortegon Portoricensibus (ex BELLO !). Arbor 9—44-metralis (ex KEGEL et BEvTUAM !) ramis irregulariter rimosis et angu- latis, ochrearum cicatricibus annulatis, ramulis sulcatis glabris, ab ochreis subtectis. Ochreae oblique truncatae, obtuse acuminatae, petiolo subaequantes, amplae, coria- ceae, glabrae, deciduae. Folia petiolis supra canaliculatis, glabris, 1—2 mm longis, ad basin ochreae insertis, suborbicularia vel obovata vel subovata, apice rotundata vel bre- vissime subito obtuso-acuminata vel rarius leviter emarginata, basi cordata, 17—23 em longa, 42—49 cm lata aut majora, coriacea, glabra, supra subnitida, subtus pallidiora, opaca, margine plano, subrugosa, nervis lateralibus angulo 50—70? abeuntibus, sub- decurrentibus, subrectis, ad marginem in complures arcus procurrentibus, primariis supra impressis, subtus acute prominentibus, nervulis majoribus nervos laterales conjungentibus supra subimpressis, subtus prominentibus, minoribus utrinque sub- planis, vix conspicuis punctato- reticulato-venosa, Inflorescentia paniculata, race- mis simplicibus composita, folia aequans, nodulis 1—3-floris, pedunculo universali petiolum subaequante rhachibusque glabris, sulcatis; bracteae minutae, evanidae ; ochreolae brevissimae ; pedicelli tenues, circa 2 mm longi, subhorizontaliter divaricati, Peranthii tubus campanulatus, vix 4 mm longus; lobi ovati, tubum 41),-plo supe- rantes, in anthesi reflexi. Filamenta filiformia, lobos aequantia, antheris exsertis. Ovarium oblongum, acute trigonum, stylis 3 brevissimis. Fructus subglobosus, utrinque subattenuatus, obtuso-trigonus, apice lobis perianthii conniventibus conspicuis, 7 mm longus, 6 mm diametro, pericarpio crustaceo, fusco-brunneo, paucicostato (Fig. 8). Semen acuminatum, profunde 3-sulcatum, partibus leviter 4-sulcatis, testa cornea, fusco-nitida. Cotyledones suborbiculares, utrinque emarginatae, lobis acutis, circa ^ mm diametro; radicula circa 41/3 mm longa, Hab. in insula Trinidad: Eccers n. 912, Locknuanr, Crurcer n. 2690; in Tobago: Ecarns n. 5774; in Venezuela: Funke n. 712 (ex Meissx.! |: in Guyana: GasrieL, Hosrmaxx n.682, KEGEL n. 277, 475, Perrorrer n. 82, Porreau, Sagor n. 486, Rıcn. ScnomeurGk n. 825, WuLLscHLÄGEL, n. 450, 1071; in Brasiliae prov. Ceara: Garpxer n. 825; Rio de Janeiro: GLaztou n. 11446; St. Paulo et Para: Brent, n. 3982, 9414, 9735. Floret Aprili (v. s. in herb. Berol., Boıss.-Bars., Brux., Deress., Gótting., Holm., kew., Kruc. et Urs., Mon., Vind.). Sectio III. Eucoccoloba Lindau. Racemosae Meissw. in: Fl. bras. V, 4, p. 24. Haplostachyae Missy. in: DC; Prodr. XIV, 152. Frutices vel arbores. Folia magna, 2 em superantia. Inflorescentia racemosa simplex vel fasciculata. Fructus tubo accrescente inclusus. Pedi- celli fr. plerumque accrescentes. Americam trop. incol. 6. Coccoloba Plumieri Griseb. Rami glabri. Ochreae oblique truncatae, amplae. Folia ovalia vel ovata apice rotundata vel brevissime acuminata, basi = cordata vel saepe subpeltata, nervis primariis supra prominulis subtus expressis, nervulis utrinque prominulis reticulato-venosa. Inflorescentia fasciculata, nodulis Monograpuia generis Coccolobae. 135 {-floris, rhachi glabra. Ochreolae minutae. Pedicelli sub anthesi sub- nulli. Fructus subovoideus lobis conniventibus coronatus. Coccoloba Plumieri Guises. Fl. Br. West I. Isl. p. 162. Frutex arborescens (ex GnisEBACH!) ramis sul itis, canescentibus, ad nodos subtumidis, glabris, lenticellis ellipticis. Ochreae oblic .etruncatae, + 10 mm longae subcoriaceae, glabrae, amplae, evanidae, cicatricem anni arem relinquentes. Folia pe- tiolis 25—45 mm longis, in sicco sulcatis, glabris, ad be in ochreae insertis, ovalia vel ovata, apice rotundata vel brevissime acuminata, obtusa, basi -- cordata vel saepe sub- peltata, 14—26 cm longa, 40—17 cm lata, subcoriacea, margine plano, utrinque glabra, nervis lateralibus angulo 590—860? abeuntibus, subrectis, prope marginem arcuatim sub- obscure procurrentibus, primariis supra prominulis subtus acute expressis, nervulis utrinque prominulis reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, fasciculata, spici- formis, laxiflora, foliis subaequilonga vel brevior, pedunculo brevi rhachique glabris siccisque angulatis, nodulis 4-floris ; bracteae semiorbiculares, minutae; ochreolae mi- nutae, difficulter conspicuae; pedicelli subnulli, fr. circa (ls mm longi, incrassati. Peri- anthii tubus circa 4!/; mm longus, plane conicus, lobis duplo longioribus, ovatis, per anthesin reflexis. Filamenta circa 4 mm longa, filiformia, erecta, antheris longe ex- sertis. Ovarium oblongum, trigonum, circa 21/4 mm longum; styli 3, 41/2 mm longi, stigmatibus lobatis. Fructus ovoideus basi planus, lobis apice arcte conniventibus coronatus, circa 15 mm longus, 10 mm diametro, pericarpio carnoso, fulvo, subcostato (Fig. 9. Semen subglobosum, obtuso-tetragonum, acuminatum, basi planum, oo-sul- catum, testa nitida, dilute fusca, chartacea. Cotyledones suborbiculares utrinque emarginatae, 6 mm diametro; radicula cylindrica, dimidium cotyledonum aequans. Hab. in Jamaica ad Moneague: Maren n. 1941, herb. Griseb. (v. s, in Herb. Götting., Kruc. et Unn.). 7. Coccoloba Zebra Griseb. Ramuli glabri. Ochreae adpressae. Folia ovata, apice acuminata, basi cordata, nervis primariis supra planis vel prominulis, subtus acute expressis, nervulis utrinque subplanis densissime reticulato-venosa. In- florescentia nodulis 4-floris, rhachi minute pilosa. Bracteae, ochreolae minutae. Fructus ovoideus, utrinque acuminatus, apice lobis perianthii conniventibus conspieuis. Coccoloba Zebra Grises. Fl. Br. W. I. Isl., p. 162; Grosourpy El. Med. Bot. II, 406, Arbor magna materie ad aedificandum maxime idonea (ex Witson!), ramulis striatis, nigrescentibus, glabris, lenticellis suborbicularibus, crassiusculis, dilute fuscis. Ochreae oblique truncatae, 4—11/; cm longae, herbaceae, adpressae. Folia petiolis supra canaliculatis, ochream aequantibus vel superantibus, glabris, ad 1/3 altitudinis ochreae insertis, ovata, apice acuminata, basi cordata, #47 cm longa, Æ 12 cm lata, glabra, subcoriacea, margine anguste subrecurvo, nervis lateralibus angulo 40—65° abe- untibus, decurrentibus, plane arcuatis, in margine obscuris, primariis supra subplanis vel prominulis, subtus acute expressis, nervulis utrinque subplanis densissime reticulato- venosa. Inflorescentia terminalis, solitaria, racemosa, laxiflora, nodulis 1-floris, pedunculo rhachique minutissime pilosis; bracteae squamiformes et ochreolae minutae; pedicelli 3 mm longi, horizontaliter divaricati, sub lente incano-tomentelli. Perian- thii tubuscirca 2 mm longus, subincano-tomentellus; lobi obtuso-triangulares, tubum aequantes, in anthesi reflexi. Filamenta subulata, antheris exsertis, Ovarium ob- longum, trigonum; styli 3, stigmatibus sublobatis. Fructus ei C. Plumieri similis, 136 G. Lindau. ovoideus, utrinque acuminatus, apice lobis perianthii conniventibus conspicuis, circa 17 mm longis, circa 41 mm diametro, pericarpio carnoso, costis post carnis destructionem diutius persistentibus (Fig. 40. Semen oblongum, acuminatum, basi planum, n-sulca- tum, obsolete trigonum, testa nitida, dilute fusca, cornea. Cotyledones suborbicu- lares, circa 6 mm diametro, basi plane, apice profunde emarginatae, non adpressae; ra- dicula circa 3 mm longa. Hab. in Jamaica in Zebra silva: Mancu n. 679; loco non indicato : WILSON. (v. s. in herb. Gétting., Krug. et Uns.) 8. Coccoloba paraënsis Meifsn. Ramuli brevissime tomentelli. Ochreae adpressae, brevissime tomen- tellae. Folia ovata, apice + acuminata, basi cordata, nervis primariis supra semiimmersis, subtus prominentibus, nervulis majoribus utrinque subplanis, minoribus obsoletis. Inflorescentia nodulis 1—2-floris, rhachi brevissime tomentella. Bracteae minutae. Fructus ovoideus, apice at- tenuato-rotundatus, lobis perianthii apice conspicuis. Coccoloba paraénsis Mrissy, in: Fl. bras. V, 1, p. 38 et in: DC. Prodr. XIV, 459. Arbor (?) (ex Meissner!) ramis subrimosis, ramulis eleganter striatis, in sicco ni- grescentibus, brevissime tomentellis, lenticellis parvis, ellipticis, albidis: Ochreae & I em longae, subcoriaceae, ima basi diutius persistente, brevissime tomentellae, ad- pressae. Folia petiolis supra canaliculatis, in sicco striatis, 1—2 cm longis, minutissime pilosis, sub ochrea insertis, ovata, apice + acuminata, basi cordata, + 49 cm longa, + 12 em lata, coriacea, margine plano, undulato, utrinque nitida, supra glaberrima, subtus ad nervos sub lente minute puberula, nervis lateralibus angulo 55—75? abeuntibus, initio subrectis, demum ad marginem arcuatis, primariis supra semiimmersis, subtus prominentibus, nervulis majoribus laterales conjungentibus subparallelis utrinque sub- planis, minoribus subtus obsoletis, supra conspicuis densissime reticulato-venosa. In- florescentia terminalis, solitaria, dimidium foliorum subaequans, laxiflora, racemosa, nodulis 1—2-floris, pedunculo circa 11/2 em longo rhachique brevissime tomentellis ; bracteae minutae, squamiformes, tomentellae; ochreolae subcoriaceae, 4 mm longae, breviter bilobae, lobis rotundatis, tomentellae; pedicelli fr. circa 2 mm longi, crassius- culi, puberuli. Flores non vidi. Fructus ovoideus, apice attenuato-rotundatus, circa 10 mm longus, 5 mm diametro, pericarpio tenui, papyraceo, eleganter striato (Fig. 44). Semen immaturum tetraédrum, stipitatum, testa cornea, fusco-nitida. Mab. in Brasiliae prov. Para in udis ad canalem Igarapé-mirim: Martius; Alto Amazonas in viciniis Manáos: Spruce n. 957, Fruct, Augusto. (v. s. in: herb Boiss.-Banr., Gótting., Kew., Mon., Petrop.) 9. Coccoloba oblonga Lindau spec. nov. Ramuli glabri. Ochreae amplae, minute puberulae. Folia oblonga, apice obtusissima, basi subcordata vel rotundata, nervis primariis supra semiimmersis, subtus acute expressis, nervulis utrinque prominulis dense reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1—oo-floris, rhachi puberula. Pedicelli ochreolas superantes. Frutex subscandens (ex RrEpEL!) ramis rimosis, lenticellis ellipticis, subfuscis, crebris ; ramulis glabris, angulatis. Ochreae circa ! cm longae, amplae, minute pube- Monographia generis Coccolobae. 137 rulae. Folia petiolis sulcatis, supra anguste canaliculatis, circa (la em longis, glabris, oblonga, apice obtusissima, basi subcordata vel rotundata, 14—20 cm longa, 11—15 cm lala, margine recurvo, glaberrima, nervis lateralibus angulo 60° abeuntibus, arcuatis , primariis supra semiimmersis, subtus acute expressis, nervulis majoribus nervos late- rales conjungentibus ulrinque prominulis el subparallelis, minoribus paullo minus pro- minulis subdense reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, solitaria vel subfas- ciculata, racemosa, erecta (ex Rieper !) foliis longior, nodulis 4— oO - floris, pedunculo varia longitudine rhachique minute puberulis et anguste sulcatis; bracteae ovatae, 3/4 mm longae, puberulae ; ochreolae bracteam aequantes , bilobae, puberulae, membranaceae , pedicelli tenues, patentes, circa 4 mm longi. Vidi tantum alabastra non satis evoluta. Hab. in Brasiliae prov. Bahia prope Ilheos: Rieper n. 614. Floret Martio. (v. s. in herb, Petrop.) 10. Coccoloba Riedelii Lindau spec. nov. Ramuli fusco-puberuli. Ochreae amplae, fusco-puberulae. Folia sub- orbieularia vel ovato-orbicularia, apice obsolete acuminata, basi cordata, supra tantum ad nervos impressos, subtus tota fusco-pubescentia, nervulis supra tenuiter prominulis densissime reticulato- venosa. Inflorescentia nodulis 1-floris, rhachi fusco-puberula. Arbor 9—12-metralis (ex Rieper!) ramis griseis, rimosis , angulatis, lenticellis ellipticis, fuscis, sparsis; ramulis in sicco angulatis, fusco- puberulis. Ochreae 10—13 mm longae, amplae, fusco-puberulae, evanidae. Folia petiolis sulcatis, 14—20 mm longis, fusco-puberulis, ad basin ochreae insertis, suborbicularia vel ovato-orbicularia, apice obsolete obtuso-acuminata, basi cordata, 44—19 cm longa, 12—17 cm lata, supra glabra, ad nervos puberula, subtus tota fusco-pubescentia, margine recurvo, coriacea, nervis lateralibus angulo 45—55° abeuntibus, usque ad marginem subrectis, primariis supra immersis, subtus acute expressis, nervulis majoribus laterales conjungentibus supra impressis, subtus subparallelis prominentibus, minoribus utrinque tenuiter pro- minulis (subtus laxius) densissime reticulato- venosa. Inflorescentia terminalis, racemosa, curvata (ex RiepeL !), densiflora, foliis minoribus aequilonga, nodulis 4-floris, pedunculo ca. 4 cm longo rhachique dense fusco-puberulis, eleganter sulcalis ; bracteae ovatae, ca, 41/4 mm longae, puberulae ; ochreolae bracteam aequantes, puberulae; pedi- celli alabastriferi nulli. Vidi tantum alabastra non satis evoluta. Hab. in Brasiliae prov. Bahia prope llheos in silvis: RIEDEL, n. 643. Floret Martio, (v. s. in herb. Petrop.) 11. Coccoloba rosea Meifsn. Ramuli fulvo-tomentosi. Ochreae fulvo-tomentosae, sublaxae. Folia late ovalia vel ovata, apice acuminata, basi cordata, subtus fulvo-tomen- tosa, nervis primariis supra immersis, subtus acute prominentibus, nervulis supra impressis, subtus prominulis dense reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis plurifloris, rhachi fulvo-tomentosa. Pedicelli ochreolis multo breviores. | Coccoloba rosea Meissx. in: Flbras.V,1 p.33 tab. 14 fig.2et in: DC. Prodr. XIV, 157. Arbuseula subscandens (ex Luscunatu!) ramis sulcato-striatis ; ramulis fulvo- tomentosis lenticellis oblongis, brunneis, Ochreae ca, 15 mm longae, fulvo-tomen- tosae, membranaceae, sublaxae, mox evanidae. Folia petiolis tenuibus, supra subplanis 138 G. Lindau. fulvo -tomentosis, ca. 4 em longis, ad basin ochreae insertis, late ovalia vel ovata; apice acuminata, basi cordata, 5—8 cm longa, 3—6 cm lata, coriacea, margine recurvo, supra glabra, subtus fulvo-tomentosa, nervis lateralibus angulo 50—70° abeuntibus, subrectis, ad marginem arcuatis, primariis supra immersis, subtus acute prominentibus, nervulis supra impressis, subtus prominulis dense reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, foliis ca, 2-plo longior, racemosa, solitaria vel subfasciculata, densiflora, nodulis plurifloris, pedunculo brevi rhachique fulvo-tomentosis striatisque; bracteae ovatae, 43/4 mm longae, pubescentes; ochreolae bilobae, ca. 2 mm longae, pubescentes ; pedicelli fl. 3/44, mm longi, pubescentes. Flores rosei (ex Luscunati!). Perianthii Lu bus conicus, 1 mm longus; lobi ovati, tubum aequantes, per anthesin reflexi. Fila- menta filiformia, antheris exsertis, Ovarium ovoideum stylis brevibus. Hab. in Brasiliae prov. Bahia prope Ilheos: Luscunarn s. n. (v. s. in herb. Brux.) Obs, A specie praecedenti tantum foliis multo minoribus habituque graciliore distinguenda. 12. Coccoloba acrostichoides Cham. Ramuli ferrugineo-tomentosi. Ochreae oblique truncatae, subamplae, ferrugineo -tomentosae. Folia ovata utrinque rotundata vel saepius basi leviter eordata, rigide coriacea, subtus ferrugineo-tomentosa, nervis laterali- bus supra impressis subtus prominentibus , nervulis majoribus conspicuis supra impressis subtus prominulis. Inflorescentia rhachi tomentosa, nodulis 1—2-floris. Pedicelli ochreola ca. 4-plo longiores. Coccoloba acrostichoides Cuam. in: Linnaea VIII, 432; Dm. Syn. pl. II, 4327; Messy. in: Fl. bras. V, 4 p. 33, tab. VIII fig. 2 et in: DC. Prodr. XIV, 160. Coccoloba rubiginosa Mart. mss, in herb, Mon. Arbor(?) ramosissima ramis peridermate laciniato asperis, glabris, ramulis sul- calis, ferrugineo-tomentosis, O chreae oblique truncatae, apice rotundatae, folio aversa fere parte ca, 4 mm longae, intra axillam in acumen 2-plo longius protractae, ferrugineo- tomentosae, membranaceae, subamplae. Folia petiolis supra canaliculatis, sub ochrea insertis, 3—5 mm longis, crassiusculis, tomentosis, ovata utrinque rotundata vel basi saepius leviter cordata, 3—9 cm longa, 1!/;—4 cm lata, rigide coriacea, margine re- curvato, costa media supra semiimmersa , subtus prominente, nervis lateralibus angulo 70—80° abeuntibus, plane arcuatis, supra impressis, subtus crasse prominentibus, nervulis majoribus conspicuis supra impressis, subtus obsoletis vel prominulis laxe reti- eulato-venosa, supra glaberrima subtus omnino ferrugineo-tomentosa vel floccoso to- mento in verruculas partito obsita, Inflorescentia terminalis, solitaria vel rarius subfasciculata, racemosa, erecta, foliis longior, nodulis 4—2-floris, pedunculo brevi rhachique tomentosis et sulcatis; bracteae triangulari-acutae, subaccurrentes, ca, 11/9 mm longae, tomentosae; ochreolae bilobae, bracteam subaequantes, membranaceae ; pedi- celli 2 mm longi, tenues, horizontaliter divaricati, ca. 3 mm longi, erassiusculi, Perian- thii tubus subcampanulatus, vix !/ mm longus, glaber ; lobi ovati, tubum duplo supe- rantes. Filamenta subulata, lobos subaequantia, antheris exsertlis(). Ovarium ob- jongum, trigonum, ca. 3/4 mm longum; styli 3, breves stigmatibus sublobatis. Hab. in Brasiliae prov. Rio de Janeiro: Senten, Graziou n. 15356, prope S. Antonio: Seizow n. 1251, B 1393 c 429; Minas Geraés: Graussex n. 330, prope Ouro Preto: Ackermann, prope Garaga: MENDONÇA, n. 904. Floret Novembri, (v. s. in herb. Berol., Boiss.-Bars,, Brux., Lips., Mon., Vind.) Monographia generis Coccolobae, 139 13. Coccoloba brasiliensis Nees et Mart. Frutex ramulis novellis sub lente pilosis. Folia ovalia apice rotundata, basi subeordata, rigide coriacea, glaberrima, supra nervis lateralibus nervulisque impressis subserobieulata, subtus nervis prominentibus ner- vulisque subprominulis obsolete punctato-venosa. Inflorescentia nodulis 4—2-floris, rhachi glabra. Pedicelli ochreolam aequantes. Coccoloba brasiliensis Ners et Marr. in: Nov. Act. XI, 4, p. 30. Mrissx, in: Fl, bras., V, 4 p. 32 tab. XIII fig. 4 et in: DC. Prodr. XIV, 160. Frutex 1,2—1,5 metralis (ex Princ, Neovip.!) ramis subrimosis, glabris; ramulis sul- catis sub lente pilosis, lenticellis ellipticis. Ochreae tomentellae, mox evanidae (non vidi!). Folia petiolis circa 6 mm longis, supra canaliculatis subcrassis, sub ochrea inser- tis, glabris, ovalia vel subobovata, apice rotundata vel leviter emarginata, basi rotundata vel subcordata, + 5!/; cm longa, Æ 3 em lata, rigide coriacea, margine subrecurvo, glaber- rima, costa media supra semiimmersa subtus crasse expressa, supra subscrobiculata, nervis lateralibus angulo 50—75? abeuntibus, ad marginem obscuris nervulisque impres- sis, subtus obsolete punctato-venosa nervis prominentibus nervulisque subprominulis. Inflorescentia terminalis vel lateralis, solitaria vel rarius subfasciculata, racemosa, multiflora, nodulis 1—2-floris, pedunculo circa 5 mm longo rhachique glabris et in sicco profunde sulcatis; bracteae triangulari-acutae, circa 1 mm longae, accurrentes ; ochreolae bracteis subaequilongae, membranaceae; pedicelli circa 4 mm longi patentes vel hori- zontaliter divaricati, Flores flavido-albi (ex Princ. NEovin.!). Perianthii tubus subconicus, circa 1/ mm longus; lobi ovati, tubum 2-plo longiores, in anthesi recurvali. Filamenta ex lata basi subulata, lobos aequantia, erecta, antheris exsertis. Ovarium subglobosum, trigonum; styli 3, dimidium ovarii subaequantes, stigmatibus sublobatis. Hab. in Brasiliae prov. non adnotata prope Valo: Princ. Neovin. ; in deserto prov. Minas Geraés: Martius. Floret Novembri. (v. s. in herb. Brux., Mon., Petrop.) 14. Coccoloba Sehomburgkii Meifsn. Ramuli minutissime puberuli. Ochreae subamplae, minutissime pube- rulae. Folia ovalia vel ovata, utrinque obtusa, rigide coriacea, glaberrima, nervis lateralibus supra impressis, subtus expressis, nervulis supra tenuiter impressis, subtus inconspicuis. Inflorescentia nodulis 1—2-floris, rhachi dense puberula. Pedicelli ochreolis paullo longiores. Coccoloba Schomburgkii Meissx., in: Linnaea XXI, 265, in: Fl. bras. V, 4 p. 33 et in: DC, Prodr. XIV, 160; Warr. Ann. III, 287. Rami striati, lenticellis ellipticis, albidis; ramuli minutissime puberuli. Ochreae oblique truncatae, + 4 cm longae, subamplae, minutissime puberulae, basi diutius per- sistente. Folia petiolis supra canaliculatis, circa 5 mm longis, glabris, sub ochrea in- sertis, ovalia vel ovata, apice rotundata, basi rotundata vel subcordata, 6—10 cm longa, 3—5 cm lata, rigide coriacea, margine recurvo vel rarius subplano, utrinque glaberrima, supra nitida, subtus opaca, costa media supra semiimmersa, subtus prominente , nervis lateralibus angulo 70—80? abeuntibus, arcuatis, supra immersis, subtus expressis, ner- vulis supra tenuiter immersis subscrobiculato-venosa, subtus inconspicuis laevia. In- florescentia terminalis, subsolitaria, racemosa, foliis aequilonga, erecta vel sub- nutans, nodulis 4—2-floris, pedunculo 5 mm longo rhachique dense puberulis; bracteae triangulares, apice obtusae, circa 3/4 mm longae, puberulae; ochreolae circa 4 mm longae, 140 G. Lindau. membranaceae; pedicelli 4*/5 mm longi, horizontaliter divaricati. Perianthii tubus conicus, ! mm longus; lobi tubum 2-plo superantes, subovati, in anthesi reflexi, Fila- menta subulata, lobos aequantia, antheris exsertis. Ovarium oblongum, trigonum; styli 3, stigmatibus sublobatis. Hab. in Guyana anglica in Roraimae montibus: Ricu. Scuow- BURGK n. 640, 981. (V. s. in herb. Berol., Boiss.-Bans., DELESS., Lips., Vind.) 15. Coccoloba pallida Wr. Ramuli glabri. Ochreae subamplae, fulvo-puberulae. Folia oblongo- lanceolata, utrinque obtuso-rotundata, rigide coriacea, nervis nervulisque supra prominulis serobiculato-venosa , subtus magis expressis densiuscule reticulato- venosa. Inflorescentia nodulis 1-floris, rhachi pilosa. Pedicelli ochreolis breviores. Coccoloba pallida Wr. in: Grises. Cat, p. 64; Sauv., Fl. cub. p. 439. Uvero blanco, Uverillo, Calambrena Cubensibus (ex SAS ALLE !), Calambrena Porto- ricensibus (ex GuNpLACH !), Frutex expansus, 2,5—3-metralis, ramulis glabris, canescentibus , subangulatis. Ochreae suboblique truncatae, circa 3 mm longae, subcoriaceae, subamplae, fulvo- puberulae, evanidae, cicatrices annuliformes relinquentes. Folia petiolis ochream sub- aequantibus, sub lente minute puberulis, ad basin ochreae insertis, oblongo-lanceolata, utrinque obtuso-rotundata vel basi subcordata, 3—4 em longa, 1—1 1% em lata, rigide coriacea, margine recurvo, glaberrima, pallide fuscescentia, nervis nervulisque supra prominulis scrobiculato-venosa, subtus magis expressis densiuscule reticulato-venosa, lateralibus angulo 60—709 abeuntibus, rectis, ad marginem plano arcu connexis, In- florescentia terminalis, folia subaequans, racemosa, nodulis 1-floris, pedunculo circa 5 mm longo rhachique minutis pilis canescentibus obsitis; bracteae vix 1/5 mm longae, triangulares, acutae, accurrentes, minute sparseque pilosae; ochreolae bracteam duplo superantes, trilobae, membranaceae , sparse pilosae; pedicelli bracteas subaequantes, horizontaliter divaricati. Flores pallide virentes (ex Wricur!), Perianthii tubus subconicus, 4 mm longus; lobi ovati, tubum 2-plo superantes, in anthesi reflexi. Fila- menta filiformia, circa 2 mm longa, erecta, antheris exsertis, Ovarium subglobosum, trigonum, 1 mm longum; styli 3, 1/2 mm longi, stigmatibus sublobatis. Hab. in Cuba prope S. Marco: Wariant n. 2254. Floret Augusto, (v. s. in herb, Botss.-Bans., CANDOLL., Gótting., Holm., Knuc, et URB., Petrop.) 16. Coccoloba serobienlata Lindau spec. nov. Ramuli evanescenter rufo-puberuli. Ochreae subadpressae, rufo- puberulae. Folia ovata vel ovalia, apice acuminata, basi rotundata, subtus sub lente minutissime tomentella, nervis primariis supra immersis, subtus acute expressis, nervulis supra obsoletis + tenuiter scrobiculato-venosa. subtus prominulis + densiuscule reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1—2-floris, rhachi sub lente minute puberula. Ochreolae pedicellis breviores. Frutex (?) ramis cinerascentibus, striatis vel subangulatis, glabris; ramulis striatis, evanescenter rufo-puberulis, Ochreae + 5 mm longae, membranaceae, rufo-pube- rulae, subadpressae, mox evanidae, Folia petiolis supra canaliculatis, 4—6 mm longis, Monographia generis Coccolobae, 141 evanescenter puberulis, ad basin ochreae insertis, ovata vel ovalia, apice acuminata, basi rotundata vel rarius cordata, 31/,—7 cm longa, 2—4 cm lata, coriacea, supra glabra, rufescenti-nitida, subtus sub lente minutissime tomentella, margine reflexo , interdum bullata, nervis lateralibus angulo 40— 65° abeuntibus, subrectis, ad marginem obscuris, primariis supra immersis, subtus acute expressis, nervulis supra obsoletis Æ+ tenuiter scrobiculato-venosa, subtus prominulis Æ+ densiuscule reticulato-venosa. Inflores- centia terminalis, racemosa, foliis 41!/, —2-plo longior, laxiflora, nodulis 1—2-floris, pedunculo circa 1 em longo rhachique sub lente minute puberulis sulcatisque; bracteae lanceolatae, puberulae, circa 4 mm longae; ochreolae bracteam aequantes, pedicellum = arcte includentes; pedicelli tenues, 1—2 mm longi, horizontaliter divaricati. Peri- anthii tubus conicus, circa 4 mm longus; lobi ovati, 4mm longi. Filamenta lobis breviora, antheris inclusis (?. Ovarium oblongum, trigonum, circa 4 mm longum ; styli 3, dimidium ovarii aequantes, Hab. in Sto. Domingo: Ros. Scaomsurék n. 123 (I) PRENLELOUP n. 492. Floret Aprili. (v. s. in herb. Berol., Kruc. et Urs.) 17. Coccoloba geniculata Lindau spec. nov. Ramuli glabri. Folia ovalia, apice acuminata vel mucronata, basi sub- cordata vol rotundata, rigide coriacea, margine revoluto, nervis lateralibus supra inconspicuis, impressis, subtus prominulis, nervulis utrinque incon- spicuis. Inflorescentia nodulis 5 — oo -floris, rhachi basi + tomentella, ad apicem versus ad bracteas geniculata. Coccoloba punctata Grises. à parvifolia pr. p. Grises. Fl. Br. W. I. Isl. p. 163 et Cat. p. 64; EcckRs, St. Croix p. 442 et St. Cr. et Verg. n. 744; BELLO, Ap. Puert. Ric. n. 659. Coccoloba rufescens WR. pr. p. in Sauvy. Cub. p. 438. Frutex humilis, ramosissima, 0,5-metralis (ex Wricght!), ramis subeinereis, ri- mosulis, lenticellis parvis, orbicularibus; ramulis glabris. Ochreas mox deciduas non vidi. Folia petiolis cirea 3—4 mm longis, supra plane canaliculatis, sparsis pilis in- structis, supra glabris, ovalia, apice acuminata vel mucronata, basi subcordata vel ro- tundata, + 2—4 cm longa, 4—41/ cm lata, rigide coriacea, margine revoluto, glaber- rima, supra rufescenti-nitida, subtus opaca, aequali colore, costa media supra impressa, subtus prominente, nervis lateralibus angulo 50—60° abeuntibus, rectis, ad marginem versus obscuris, supra impressis, inconspicuis, subtus prominulis, nervulis utrinque in- conspicuis. Inflorescentia terminalis, solitaria, interdum subfasciculata, foliis aequilonga vel brevior, racemosa, laxiflora, nodulis 5—oo-floris, pedunculo subnullo vel brevissimo, rhachi basi = sparse tomentella, ad apicem versus ad bracteas genicu- lata; bracteae triangulares, cavatae, circa 11/4 mm longae; ochreolae membranaceae, bracteam aequantes, post anthesin strobilulam circa 2—2!/;mm longam, ei C. acuminatae similem formantes; pedicelli ochreolis cincti, circa 2 mm longi, tenues, horizontaliter divaricati. Flores rubri (ex Wricat!). Perianthii tubus in alabastro jam satis evoluto circa !/; mm longus; lobi ovati, 43/4 mm longi. Filamenta subulata, circa !» mm longa. Ovarium circa 41/ mm longum; styli breves (?). Hab. in Cuba prope Puerto Principe: Wnranr n. 2255. Floret Decembri. (v. s. in herb. Boıss.-Bars., CawpoLr., Götting., Kruc. et Ure., Petrop.) 18. Coccoloba reflexa Lindau spec. nov. Ramuli minute fusco-tomentelli. Ochreae adpressae, fusco-tomentellae. Folia ovalia apice acuminata, basi rotundata vel subcordata, margine 142 G. Lindau, reflexo, rigide coriacea, nervis primariis supra subimmersis, subtus. promi- nentibus, nervulis utrinque inconspieuis. Inflorescentia nodulis 1—2-floris, rhachi puberula. Pedicelli ochreolam 2-plo superantes. Coccoloba Kunthiana Grises. (non Missy.) pr, p. Cat. p. 64 et Carib, n, 329 ; Sauv. Fl. cub, p. 439. Coccoloba praecox fruticosa Grises. mss. in herb. Götting. (Wnianr, n. 2256). Uverillo Cubensibus (ex SAUVALLE !). Frutex humilis 1—2-metralis (ex Wnicur!) ramis cinereis, subrimosis, glabris, lenticellis punctiformibus; ramulis sulcatis, praeserlim ad nodos minute fusco-tomen- tellis. Ochreae + 9 mm longae, adpressae, membranaceae, fusco-tomentellae, mox evanidae. Folia petiolis supra canaliculatis, supra tomentellis, subtus glabris, circa 4 mm longis, sub ochrea insertis, ovalia, apice acuminata, basi rotundata vel sub- cordata, 31/,—7 em longa, 2—31/, cm lata, rigide coriacea, margine reflexo , supra ru- fescenti-nitida, subtus pallidiora, opaca, glaberrima, nervis lateralibus angulo 50—60° abeuntibus, subrectis, primariis supra subimmersis, subtus prominentibus, nervulis utrinque inconspicuis, subtus punctato-venosa. Inflorescentia terminalis, racemosa, foliis brevior, laxiflora, erecta, nodulis 1—2-floris, pedunculo 5—6 mm longo rhachique puberulis, subangulatis ; bracteae ovatae, 3/4,—141 mm longae, puberulae; ochreolae brac- teis breviores, membranaceae; pedicelli tenues, circa 41/4 mm longi, patentes. Flores virides (ex Wrient!). Perianthiitubus in alabastro jam satis evoluto, circa !/ mm longus; lobi ovati, 4!/; mm longi. Filamenta filiformia, basi subdilatata, !/ mm longa. Ovarium oblongum, obtuso-trigonum, circa 1/ mm longum; styli 3. Hab. in Cuba: Wnranr n. 2256. Floret Julio. (v. s. in herb. Borss.-Bans., CANDOLL., Gótting., Kruc, et Urg., Pelrop.). 19. Coecoloba praecox Wr. Ramuli sub lente minutissime puberuli. Ochreae adpressae. Folia ob- longo-ovata vel ovata, apice acuminata, basi rotundata, nervis primariis supra subplanis, subtus prominulis, nervulis subprominulis utrinque den- sissime serobiculato- venosa. Inflorescentia nodulis 1 —3-floris, rhachi mi- nute puberula. Pedicelli ochreolas circa duplo superantes. Coccoloba praecox Wr. mss. in herb, GRISEB. Coccoloba Kunthiana Grises. (non MEissx.) pr. p. Cat. p. 61 et Carib. n. 329; Savvy. Fl. cub. p. 139. Uverillo Cubensibus (ex SAUVALLE!). Arbor 9-metralis (ex Wricur !) ramis cinereo-albis, sublaevibus, lenticellis incon- spicuis; ramulis substriatis, sub lente minutissime puberulis, ad nodos subtumidis. Ochreae circa 4—6 mm longae, membranaceae, adpressae. Folia petiolis supra plane canaliculatis, 6—40 mm longis, supra sub lente minutissime puberulis, novellis omnino minute puberulis, oblongo-ovata vel ovata, apice acuminata, basi rotundata vel rarius sub- cordata, 3—5 cm longa, 21/9—83!/5 cm lata, chartacea, novella membranacea et in sicco ni- grescentia, glabra, margine subplano, in novellis recurvo, nervis lateralibus angulo 50—60° abeuntibus, subrectis, primariis supra subplanis, subtus prominulis, nervulis utrinque subprominulis densissime utrinque scrobiculato-venosa. Inflorescentia racemosa, laxiflora, foliis duplo longior, nodulis 1—3-floris, pedunculo 5—8 mm longo rhachique sub lente minute puberulis angulatisque; bracteae triangulares, !/5—3/, mm longae, mem- branaceae ; ochreolae bracteam aequantes, subrecte truncatae, membranaceae ; pedicelli tenues, 41/,—2 mm longi, sub lente puberuli, horizontaliter divaricati, Perianthii tubus campanulatus, 11/2 mm longus; lobi ovati, tubum aequantes, in anthesi reflexi. Monographia generis Coecolobae. 143 Filamenta filiformia, lobis subaequilonga, antheris longe exsertis, O yarium ovoideum, obtuso-trigonum, circa ?/, mm longum; styli 3, dimidium ovarii aequantes, stigmatibus d LI lobatis. Hab. in Cuba: Wriaur n. 2253. (v. s. in herb. Borss.-Banb., CANDOLL., Götting., Holm., Kruc. et Ures., Petrop.) 20. Coccoloba rufescens Wr. Ramuli novelli rufo-puberuli. Ochreae ad basin fere fissae, rufo-pube- rulae, adpressae. Folia ovata, apice acuminata, basi in petiolum angustata, glaberrima, utrinque rufescentia, nervis primariis supra subimpressis sub- tus prominentibus, nervulis utrinque inconspieuis. Inflorescentia nodulis 4-floris, rhachi rufo-puberula. Pedicelli in ochreola paullo longiore recon- diti. Fructus globosus acumine loborum arcte conniventium dimidium fere longitudinis fructus aequante coronatus. Coccoloba rufescens pr. p. Wr. in: Sauv. Fl. cub. p. 438. Coccoloba punctata Grist}. var. parvifolia pr. p. Grises. Cat. p. 64 et Fl. Br. W. I. Isl. p. 163; Essens, St. Croix p. 142 et St. Cr. et Verg. n. 714; BELLO, Ap. Puert. Ric. n. 659. Coccoloba punctata Grises. var. parvifolia forma foliis supra politis GRISEB., PI. WRIGHT, p. 475, Uvero de costa Cubensibus (ex SAUVALLE !). Fruticosa vel arborescens (ex Waraur!) ramis glabris, subcanescentibus, ob- solete striatis, ramulis novellis rufo-puberulis. Ochreae usque ad basin fere fissae, petiolum aequantes, rufo-puberulae, adpressae, mox evanidae, Folia petiolis supra ca- naliculatis, circa 5 mm longis puberulis, sub ochrea insertis, ovata, apice Æ acuminata, obtusiuscula, basi in petiolum = angustata vel rarius subrotundata, Æ+ 6 cm longa, Æ 31/4 cm lata, novella membranacea, adulta coriacea , margine leviter recurvo , utrinque glaberrima, saepe supra nitida, subtus subopaca, nervis lateralibus angulo 40—60° abeun- tibus, rectis, ad marginem obscuris, primariis supra subimpressis subtus prominentibus, nervulis utrinque inconspicuis, utrinque rufescentia. Inflorescentia terminalis in ramulis, solitaria, racemosa, folia aequans, pedunculo circa 3—4 mm longo rhachique + rufo-puberulis, nodulis 1-floris ; bracteae semiorbiculares, circa 3/4 mm longae, pube- rulae; ochreolae bracteam aequantes, subrecte truncatae, membranaceae; pedicelli vix 1/, mm longi, in ochreola reconditi. Perianthii tubus 11/9 mm longus, plane campa- nulatus; lobi ovati, tubum aequantes, in anthesi recurvati. Filamenta filiformia, erecta, circa 2 mm longa, antheris longe exsertis. Ovarium oblongum, trigonum, circa 1 mm longum, stylis 3 brevioribus, stigmatibus sublobatis, crassiusculis. Fructus globosus apice in acumen circa 41/9 mm longum lobis arcte conniventibus formatum subito pro- tractum, omnino 5!/; mm longus, circa 3!/ mm diametro, pericarpio crustaceo (Fig. 42). Semen formam fructus imitans, basi planum, 6-sulcatum, fusco-nigrum, testa charta- cea, dilute fusca. Cotyledones orbiculares, apice profunde emarginatae, planae, circa 2 mm diametro; radicula circa 41/4 mm longa, supra cotyledones exstans. Hab. in Cuba orientali prope villam Monte Verde dictam ` Won n. 462, 462°, 742 in herb. GRISEB. Forma longifolia Lindau. Folia oblongo-ovata, apice aeuminata vel longe acuminata, basi an- gustata, + 40 em longa, c 4 em lata. 144 G. Lindau, Hab. in Cuba orientali: Wnraur n. 1394. (V. s. in herb. Borss.-Bann., Brux., CANDOLL., DELESS., Götting., Holm., Knua, et Ure., Petrop.) 21. Coccoloba flavescens Jacq. Arbuscula ramulis novellis minute puberulis. Ochreae oblique trun- atae, ima basi diutius annulariter persistente. Folia ovalia vel ovata, utrinque rotundata, apice breviter rigideque mucronata, nervis lateralibus nervulisque utrinque subprominulis densissime reticulato-venosa. Inflores- centia bracteis 4-floris, pedicellis ochreola 4-plo longioribus. Fructus sub- rotundus. Coccoloba flavescens Jaco. hist, Stirp. Am. p.444 tab. 75 et Pict. tab. 442; Am. GEW. tab. 131; Lam., Encyc. VI, 62; Serexc. Syst., II, 252; Derr. Syn. pl. II, 4327; Meıssn, in: DC. Prodr. XIV, 460. C. leoganensis forma ?- Grıser. Fl. Br.-W. L Isl, p. 462. Arbuscula 3,7-metralis (ex JAcQuiN!) ramis striatis, canescentibus, lenticellis sparsis, orbicularibus, novellis in sicco nigrescentibus, minute puberulis, Ochreae oblique truncatae, circa 8 mm longae, membranaceae, laxae, evanidae, ima basi cras- siuscula, diutius annulariter persistente, glabrae, basi minute puberulae. Folia petiolis circa 4 mm longis, minute puberulis, sub ochrea insertis, ovalia vel ovata, utrinque ro- tundata, apice breviter rigideque mucronata, Æ 6 em longa, + 3 em lata, novella mem- branacea, adulta coriacea, margine plano utrinque glaberrima, nervis in novellis planis, costa media supra impressa subtus valde prominente, nervis lateralibus multis angulo circa 70? abeuntibus, reetis, nervulis vix prominulis densissime utrinque reticulato-ve- nosa. Inflorescentia terminalis, solitaria, racemosa, folia subaequans , pauciflora, erecta, nodulis 4-floris, pedunculo 3 mm longo rhachique glabris angulatisque ; bracteae minutae ` ochreolae membranaceae, vix 1/ mm longae; pedicelli 2 mm longi, ad apicem inflorescentiae versus breviores, patentes. Flores et fructus non vidi. Drupae sub- rotundae, atropurpureae, pisi majoris magnitudine, pulpa rubicunda, sapore dulci, edu- les, at vix in usu (ex Jacquin !). Hab. in Ha yti ad Cap Frances Viejo (Cap Francais): Enrensere. (v. s. in herb. Berol.) Obs. Species nervatura ei multarum specierum generis Fici simili ab omnibus aliis speciebus longe diversa. 22. Coccoloba pirifolia Desf. Ramuli glabri. Ochreae adpressae, glabrae. Folia + late ovata, apice + acuminata, basi rotundata, nervis primariis supra immersis vel planis, subtus prominulis, nervulis inconspicuis. Inflorescentia spiciformis, nodu- lis 1-floris, rhachi glabra. Pedicelli subnulli. Fructus globosus, breviter subito stipitatus, apice lobis perianthii longe coronatus. Coccoloba pirifolia Desr. Cat. hort. Par. 3. ed, p. 389. Coccoloba Kunthiana Mxisss. in: DC. Prodr. XIV, 466; EccEns, Fl. St. Cr. et Verg. p. 88. . Coccoloba Kunthiana Grises. (non Meissx.) pr, p. Cat. p. 64 et Carib. n. 329; Savy. Fl. cub. p. 139. Coccoloba excoriata L. var, 3. Pomer in: Lam. Encycl. VI, 62. Monographia generis Coccolobae. 145 Coccoloba punctata Grises. var. a Jacquini Grises. pr. p. Fl. Br. W. I. Isl. p. 463; Eccers, St. Croix p. 442 et St. Cr. et Verg. n. 744. Frutex 3-metralis vel arbor 8—40-metralis vel altior (ex SıntEnis!) ramis striatis, ramulis glabris. Ochreae circa 4 em longae, acuminatae, subcoriaceae, enerviae, gla- brae, adpressae, evanidae. Folia petiolis supra canaliculatis, glabris, ochrea aequilongis, sub ochrea insertis, Æ late ovata, apice longiuscule vel breviter acuminata, obtusa, basi rotundata, 3- 9 em longa, + 5 cm lata, coriacea, glaberrima, opaca vel supra subnitida, supra in sicco fuscescentia, subtus pallidiora, nervis lateralibus angulo 509—860? abeunti- bus, decurrentibus, subrectis, ad marginem plane arcuatis, primariis supra immersis vel planis, subtus prominulis, nervulis utrinque inconspicuis. Inflorescentia termi- nalis, foliis 1—2-plo longior, spiciformis, laxiflora, erecta, nodulis 1-floris, pedunculo vix 4 em longo rhachique glaberrimis; bracteae triangulares, 4!/2 mm longae, subaccur- rentes ; ochreolae bracteam aequantes, membranaceae, plane trilobae; pedicelli subnulli. Flores albi vel viridulo-albi (ex SivrENis!). Perianthii tubus campanulatus, 4 mm longus; lobi ovati 21/ mm longi, in anthesi usque ad tubum recurvati. Filamenta fili- formia, circa 3 mm longa, erecta, ad fructum persistentia, antheris longe exsertis. Ova- rium oblongum, trigonum, 41/; mm longum; styli 3, tenues, 4 mm longi, stigmatibus lobatis. Fructus globosus, basi subito brevissime stipitatus, obtusiuscule trigonus, circa 4 mm diametro, apice lobis perianthii laxis acumine 2 mm longo coronatus, peri- carpio rubro (ex Sintents!), striato (Fig. 43). Semen subglobosum, basi planum, apice breviter acuminatum, 6-sulcatum, obtuso-trigonum, fuscum, testa cornea, dilute fusca, nitida (Fig. 43a), Cotyledones ovati, 2 mm longae, 3 mm latae, apice plane emar- ginatae, arcte adpressae; radicula cotyledonibus dimidio brevior. Hab. in St. Thomas: herb. Berol; in Jamaica: Witson; loco non in- dicato: West; nec non in Puerto Rico frequens in silvis montium: Sın- TENIS n. 238, 990, 4018, 1405, 4504, 2003, 6004, 6118, 6524, Kacers n. 826, 4173, Sraur n. 887, Gunpracu n. 944, 1437, Scnwanecke n. 107. Floret Januario-Majo, Julio-Augusto. (v. s. in herb. Berol, Boiss.-Bars., Brux., CaxpoLL., DrELEss., Hann., Holm., Kew., Kruc. et Urs., Petrop.) 23. Coccoloba Krugii Lindau spec. nov. Ramuli glabri. Ochreae adpressae. Folia suborbicularia vel cordata, apice obtusa vel rotundata, basi cordata, nervis lateralibus supra planis, subtus prominulis, nervulis supra inconspicuis, subtus planis subscrobicu- lato-venosa. Inflorescentia spiciformis nodulis 4-floris, rhachi glabra. Pedi- celli subnulli. Fructus ovoideus, obtuso-trigonus, acuminatus, lobis peri- anthii apice arcte adpressis conspicuis. Frutex vel arbuscula (ex Sinrenis!) vel arbor 2—8-metralis (ex SINTENIS, Eccers!) ramis Æ regulariter striatis vel transversaliter subrimosulis, cinereis vel fus- cescentibus, lenticellis fuscis, orbicularibus; ramulis substriatis, glaberrimis. Ochreae circa 8 mm longae, tenerrimae, costatae, adpressae, statim evanidae. Folia petiolis supra plane canaliculatis, 5—8 mm longis, glabris, basi subtumescentibus, sub ochrea insertis, suborbicularia vel cordata, apice obtusa vel rotundata, basi cordata, 2—5 cm jonga et lata, coriacea, glaberrima, laete viridia, margine subrecurvo, costa media supra semiimmersa, subtus prominente, nervis lateralibus angulo 50—60° abeuntibus, subrectis, lamina pallidioribus, supra planis, conspicuis, subtus prominulis, nervulis supra inconspicuis, subtus planis, manifestis subscrobiculato-venosa. In florescentia spiciformis, folia subaequans vel brevior, laxiflora, nodulis 4-floris, pedunculo 5—10 mm longo rhachique glaberrimis angulatisque , bracteae cavatae, accurrentes, circa 3/4 mm) Botanische Jahrbücher. XII. Bd. 10 | 146 G: Lindau, longae; ochreolae bilobae, acuminatae, membranaceae, bracteis vix longiores; pedicelli fl. subnulli, patenti-erecti, fr, La mm longi. Flores non vidi, Fructus ovoideus, obtuso- trigonus, apice acuminatus, lobis perianthii arcte adpressis, conspicuis, circa 6 mm longus, 5 mm diametro, pericarpio carnoso, nigro (ex Eacers!), subcostato (Fig. 14). Semen 6-sulcatum, acuminatum. Cotyledones orbiculares, utrinque emarginatae, circa 2 mm diametro ; radicula cylindrica, circa 4 mm longa. Hab. in Puerto-Rico in silvis montis Cahana et in Punta de pesca- dores prope Guanica: Sintesis n. 3497, 3776; in Bahama ins. in For- tune Island et Acklins Island in silvestribus: Ecarns n. 3801, 3960. Fruct. Februario. (v. s. in herb. Krug et Ure.) 24. Coccoloba microstachya Willd. Ramuli evanescenter breviter puberuli. Ochreae arete adpressae. Folia ovalia vel ovata vel orbicularia vel lanceolata, basi rotundata vel cordata vel subangustata, nervis primariis utrinque prominentibus, nervulis pro- minulis laxiuscule reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 4-floris, rhachi puberula. Pedicelli subnulli. Fructus ovoideus, basi rotundatus, subito in stipitem brevissimum contractus, apice rotundatus, lobis perianthii adpres- sis conspicuis. Coccoloba microstachya Wun. Spec. Pl. II, 459; Lam, Encycl. VI, 64; SPRENG. Syst. II, 252; Dr, Syn. Pl. II, 4327; Scurkcum. in: Linnaea VI, 760; Miss. in: DC. Prodr, XIV, 4162; Grises. Carib. n. 328; BELLO, Ap. Puert, Ric, n. 660. Coccoloba punctata Grises, (non L.) pr. p. Fl. Br. W. 1. Isl. p. 163. Uvillo Portoricensibus (ex Sintesis !). var. a. ovalifolia Mein. Coccoloba microstachya WiLLp. o ovalifolia MEıssn. in: DC. Prodr. XIV, 462. Coccoloba punctata Grise. (non L.) y microstachya in: Fl. Br. W. I. Isl, p. 163; Essers, Fl. St. Cr. et Verg. n. 744. Coccoloba parvifolia Pom. in: Lam. Encycl. VI, 64; Meissx. in: DC. Prodr. XIV,462. Coccoloba obtusifolia Jaco. Hist. stirp. Am. p. 114, tab. 74 et Picr. tab. 144; Aw. Gew. tab, 430; West, Bidrag p. 281; Law. Encycl, VI, 64; SpenENG, Syst. II, 252; Dirrr. Syn. Pl. TI, 4327; Meıssn. in: DC. Prodr. XIV, 164; Eacers, St. Croix p. 142 et St. Cr. et Verg. n. 743. Frutex vel arbuscula vel arbor 2—8-metralis (ex EGGERS, SiNTENIS!) ramis canescentibus, glabris, substriatis; ramulis sulcatis, evanescenter breviter puberulis, ad nodos tumidis. Ochreae circa 5 mm longae, membranaceae, arcte adpressae, statim evanidae. Folia petiolis supra canaliculatis, circa 4 mm longis, breviter puberulis, sub ochrea insertis, ovalia vel ovata, apice obtusa, basi cordata, 5—9 cm longa, 2!/5—5 cm lata, coriacea, margine recurvo vel plano, in sicco saepe subnigrescentia, glabra, ad basin costae mediae subtus puberula, nervis lateralibus angulo 40—600 abeuntibus, subrectis, primariis utrinque prominentibus, nervulis prominulis laxiuscule reticulato- venosa. Inflorescentia terminalis, racemosa, laxiflora, folia aequans vel superans, nutans (ex Wirtp.!, nodulis 4-floris, pedunculo + 5 mm longo rhachique puberulis; bracteae triangulares, acutae, puberulae, circa !/o mm longae; ochreolae membranaceae, bracteam aequantes, in fructus maturitate ad rhachin reflexae ; pedicelli subnulli. Flo- res albi (ex EccEns, Sıntesis!). Perianthii tubus conicus, circa 3/4 mm longus; lobi ovali, tubum 2-plo superantes, in anthesi reflexi. Filamenta subulata, circa ! mm Monographia generis Coecolobae. 147 longa, erecta, antheris exsertis. Ovarium oblongum, obtuso-trigonum, circa 3/, mm longum; styli 3, stigmatibus sublobatis. Fructus ovoideus, basi rotundatus, subito in brevissimum stipitem contractus, apice obtusus, saepe annulariter sub apice con- strictus, lobis perianthii adpressis conspicuis, circa 5 mm longus, 3 mm diametro, peri- carpio carnoso, laevi, viridi (ex SINTENIS!), nigro (ex Eegers!) (Fig. 45). Semen 6-sul- catum, 3 sulcis profundioribus, testa cornea, nigro-fusca, nitida. Cotyledones orbiculares, apice cordatae, circa 2 mm diametro, adpressae; radicula cotyledonibus 2- plo brevior. Hab. in insulis Antillarum in Puerto-Rieo: Sintesis n. 4858, 3328, 3403, 4837, 4868, 5179, 5498, Kruc n. 934, Sraur n. 1060; in Sto. Domingo: Mavernorr, Essens n. 2674, 33144; in St Thomas: EurexBerG n. 240, Eagers; in St. Croix: Eaakns, Hornemany, Mout, West, Benzon; in Bahama ins.: Eacers n. 4486; loco non indicato: Vaur, Bose, Wun, herb. n. 7703. Floret Januario-Februario, Junio; fruct. Martio (v. s. in herb. Berol., Brux., Can- DOLL., Haun., Kruc. et Urs., Lips., Mon., Petrop., Vind., Win. herb. n. 7703), var. 3. rotundifolia Urb. Coccoloba microstachya Wiizp. var. rotundifolia Urs. mss. in herb. Kruc. et Uns. Arbuscula 3—6-metralis (ex Sintents!), Folia petiolis glabris, orbicularia vel orbiculari-ovata, apice rotundata vel plane emarginata, apice leviter cordata vel rotun- data, 3—5 cm diametro. Flores flavido-albi, fructus niger (ex SiNTENIS!). Caeterum var. æ similis. Hab. in Puerto-Rico: Sintesis n. 545, 3431, 3707, 5543. Fruct. Februario. (v. s. in herb, Krug. et Une.) var. y. lanceolata Meißn. Coccoloba microstachya Wırın. 8 lanceolata Messy. in DC. Prodr. XIV, 462. Coccoloba obtusifolia WıLLD. (non Jaco.) mss. in Wittp, herb. n. 7702. Folia petiolis supra puberulis, oblongo - ovata vel oblongo-lanceolata, apice ob- tuso-acuminata, basi angustata vel subrotundata, Æ 8 em longa, Æ 2!/; em lata vel rarius majora. Fructus 6 mm longus, 4 mm diametro, Caeterum var, a similis. Hab. in Puerto-Rico: Sramın. 74; in St. Thomas: Ecarns n. 124, 135, Mott; in St. Croix: Mort, West, Eacers; loco non indicato: WILLD. herb. n. 7702. Floret Novembri. (v. s. in herb. Berol., Borss.- Bars., Brux., CANDOLL., DELEss., Haun., Krug. et Urg., Petrop., Wizzp. herb. n. 7702). 25. Coccoloba nodosa Lindau spec. nov. Ramuli puberuli, ad insertionem petiolorum nodosi. Ochreae subad- pressae, fusco- puberulae. Folia obreniformia, utrinque puberula, nervis nervulisque utrinque grosse prominulis laxiuscule reticulato-venosa. In- florescentia nodulis 4—3 -floris, rhachi puberula. Pedicelli ochreolas ae- quantes. Rami subrimosuli, ramuli canescentes, teretes, puberuli, ad insertionem petiolo- rum nodosi. Ochreae breves, mox evanidae, subadpressae, fusco-puberulae. Folia petiolis supra plane canaliculatis, puberulis, 2 mm longis, sub ochrea insertis, obreni- 10* 148 G. Lindau. formia, 2—21/; em longa, 2—3!/» em lata, utrinque puberula, coriacea, novella mem- branacea, margine plano, opaca, nervis nervulisque utrinque grosse prominulis laxius- cule reticulato-venosa, lateralibus angulo 35—70? abeuntibus, subrectis, ad marginem bipartitis. Inflorescentia terminalis, solitaria vel subfasciculata, pauciflora, race- mosa, foliis brevior, nodulis 1—3-floris, pedunculo circa 4 mm longo rhachique pube- rulis; bracteae triangulares, obtusae, vix 4 mm longae; ochreolae bracteis paullo lon- giores; pedicelli ochreolas aequantes, tenues, patentes. Flores non vidi. Hab. in Sto. Domingo.: Bertero n, 928. (v. s. in herb. Berol., CANDoLL., Kruc. et Urs., Mon.) 26. Coccoloba Klotzschiana Meifsn. Ramuli glabri. Ochreae subamplae. Folia ovato-oblonga, apice obtuso- subacuminata, basi rotundata, nervis primariis utrinque expressis, nervu- lis prominulis dense reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1— 2 - floris, rhachi puberula. Pedicelli ochreolam subaequantes. Coccoloba Klotzschiana Mkisss. in: DC. Prodr. XIV, 455; Grises. Carib, n. 326 ; Eccers, Fl. St. Cr. et Verg. p. 88. Coccoloba punctata Grises. (non L.) pr. p. Fl. Br. W. I. Isl. p. 163, Rami sulcati, cinerascentes; ramuli in sicco angulati, glabri. Ochreae-t 5mm longae, apice membranaceae, basi diutius persistente, minutissime puberulae, subam- plae. Folia petiolis plane subcanaliculatis, ochream aequantibus, supra sparse pilosis, subtus minutissime puberulis, ad basin ochreae insertis, ovato-oblonga, apice obtuso- subacuminata, basi rotundata, + 8 cm longa, Æ 4 cm lata, glabra, ad costam sparse pilosa, margine leviter recurvo, coriacea, nervis leteralibus angulo 60—70° abeuntibus, subdecurrentibus, plane arcualis, primariis utrinque expressis, nervulis prominulis dense reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, racemosa, laxiflora, foliis circa 2-plo longior, nodulis 1 —2-floris, pedunculo circa 4 cm longo rhachique puberulis, an- gulatis; bracteae subsemiorbiculares, !/; mm longae; ochreolae bilobae, acuminatae, membranaceae, bracteam aequantes, totum pedicellum cingentes ; pedicelli circa !/o mm longi. Perianthii tubus circa (ia mm longus; lobi ovati, circa 2 mm longi. Fila- menta filiformia, lobos aequantia, Ovarium oblongum, trigonum, circa 4 mm lon- gum ; styli 3, tenues, ovarium aequantes, stigmatibus lobatis. Hab. in St. Thomas: herb. Berol; in St. Croix: herb. Petrop. (v. S. in herb. Berol., Petrop.) 21. Coccoloba barbadensis Jacq. Ramuli fulvo-tomentelli, demum glabrati. Ochreae subadpressae. Folia ovata, apice + obtuso-acuminata, basi cordata vel subcordata, nervis pri- mariis utrinque prominentibus, nervulis prominulis laxiuscule reticulato- venosa. Inflorescentia nodulis 4—2-floris, rhachi tomentella. Pedicelli bre- vissimi. Fruetus ovoideus, apice acuminatus, lobis perianthii laxe adpressis longe coronatus. Coccoloba barbadensis Jaco. Enum. p. 37 et Observ. I, 48 tab. 8; Hor, Linn. Pf. Syst. I, 496; WiLLD. Spec. Pl. II, 459; Lam. Encycl. VI, 64; Air, hort. Kew, 2. ed. IT, 422; SPRENG. Syst. IT, 252; Mayc. Barb. p.456; Dierr. Syn. Pl. II, 4327; Cnam. et SCHLECHT. in: Linnaea VI, 368; ScuLkcum. in: Linnaea VI, 760; Scuome. Fl. et Faun. Br. Guy. p. 824; Merissn. in: DC. Prodr. XIV. 453; GiisEn, Carib. n. 325. Monographia generis Coccolobae. 149 Coccoloba diversifolia Jaco. Hist. Stirp. Am. p. 144 tab. 76 et Der, tab. 443; Aw. Gew., tab. 132; West Bidrag, p. 281; Spreng. Syst. I, 252; Lam. Encycl. VI, 62; Desr. Cat. hort. Par. 3. ed. p. 69; Hoox. Ex. Fl. IT tab. 402; Dierk. Syn. Pl. II, 4327; Meissx. in: DC. Prodr. XIV, 159; Essens, St. Croix p. 142, St. Cr. et Verg. n. 742 et Sup. til St. Croix p.19; Errisesu. Apetalen, lab. 21 Fig. 5 et Fl. Bilin in: Denkschr. d. Wien. Ac. 26 lab. 23 Fig. 2. Coccoloba punctata Grises. (non L.) e Jacquini pr. p. Grises. Fl. Br. W. I. Isl. p. 163; EccEns, St. Croix p. 442 et St. Cr. et Verg. n. 714, Coccoloba punctata Grises. (non. L.) 3 barbadensis pr. p. Grises., Fl. Br. W. I. Isl. p. 163. Essens, St. Croix, p. 142 et St. Cr. et Verg., n. 714. Coccoloba punctata Grires. y microstachya Grises, Fl. Br. W. L. Isl, p. 163; EGGERS St. Cr. et Verg. n. 744. Coccoloba punctata Grises. à parvifolia pr. p. Grises. Fl. Br. W. I. Isl. p. 163; Cat. p. 61; Essers St. Croix p. 442 et Cr. et Verg. n. 744; Bro, Ap. Puert. Ric. n. 659. Coccoloba diversifolia Grises. (non Jaco.) pr. p. Fl. Br. W. 1, Isl. p. 163 et Carib, n. 327. Palo bobo Portoricensibus (ex Sintents!). Bois mal téte Dominicensibus (ex RAMAGE !). Bois rouge Martinicensibus (ex Pins Duss!). Arbor habitu C. wviferae, materie rubra (ex JAcguin !), 2—10-metralis (ex EGGERS, SixrENIS !), ramis cinerascentibus, subrimosulo-angulatis; ramulis striatis, praesertim ad nodos fulvo-tomentellis, demum glabratis. Ochreae petiolum aequantes, membra- naceae, subadpressae, fulvo-tomentellae, demum glabratae, evanidae. Folia petiolis supra canaliculatis, 1—14!/? cm longis, + fulvo- tomentellis, demum glabris, ad basin ochreae insertis, ovata, apice + obtuso-acuminata vel rotunda, basi cordata vel subcor- data vel in petiolum subdecurrentia, vėl oblongo-ovata, sensim acuminata, 7—44 cm longa, 4—8 cm lata, ad ramos vetustiores usque ad 46 cm longa, 20 cm lata, coriacea, elaberrima vel ad basin costae mediae subtus tomentella, margine undulato, plano, ner- vis lateralibus angulo 45—60? abeuntibus, decurrentibus, rectae, ad marginem arcuatae, primariis utrinque prominentibus, nervulis prominulis laxiuscule reliculato- venosa. Inflorescentia spiciformis, terminalis, foliis longior, nodulis 1—2-floris, pedunculo cirea 4 em longo rhachique tomentellis; bracteae triangulares, obtusae, accurrentes, circa !/o mm longae, + tomentellae; ochreolae bracteam aequantes, bilobae, membra- naceae, subtomentellae, in fructus maturitate ad rhachin reflexae; pedicelli fl. subnulli, fr. bracteam aequantes, crassiusculi, Flores virides (ex Ramace!). Perianthii tubus plane conicus, circa 3/4 mm longus; lobi ovati, tubo duplo longiores, in anthesi reflexi. Filamenta filiformia, lobis aequilonga vel longiora, erecta, antheris exserlis. Ova- rium oblongum, trigonum, circa 4 mm longum; styli 3, 3/4 mm longi. Fructus ovoi- deus, acuminatus, circa 10 mm longus, 6 mm diametro, fuscus, lobis perianthii laxe adpressis apice longe coronatus, pericarpio subcarnoso (Fig. 46). Semen globosum, basi planum, longe acuminatum, testa cornea, fusco-nitida. Cotyledones orbiculares, apice profunde, basi vix emarginatae, circa 3 mm diametro, arcte adpressis; radicula circa 4 mm longa. Hab. in ins. Antillarum in Puerto Rico: Sraur n. 78, SINTENIS, n. 258, 2258, Essens n. 943, 1193, Bertero, Riev; in Sto. Domingo: Mavernorr; in Jamaica: WurrscuLiaEL n. 988, Marcu n. 1427, ALEXANDER, Eccers n. 3732; in Dominica: Ramace; in St. Croix: West, Banks, Bexzon, Essens; in St. Thomas: Crupy, EHRENBERG, FRIEDRICHSTHAL n. 397; in Montserrat: Ryan; in Martinica: Haun, n. 629, 1187, 1541, Père Duss n. 37,948; in Barbados: Jacquin, Eacers n. 7161, 7290; in Gua de- loupe: Perrorrer, Ducuassaixé, L’Hermisier; in Antigua: WULLSCHLÂGEL E 150 G. Lindau, n. 487,488,489, 490; in Bahama ins., Fortune Island: Eccers n. 3998, Brace n. 142; in Ind. occ. loco non indicato: Ravn, Floret Aprili- Julio et Novembri-Decembri. (v. s. in herb. Berol., Boiss.- BAnn., Brux., CANDOLL., DELEss., Gótting., Haun., Holm., Kew., Krug. et Urs., Mon., Petrop., Vind.) 28. Coccoloba rotundifolia Meifsn. Ramuli minute puberuli. Ochreae adpressae, minute puberulae. Folia orbicularia, apice brevissime otuso-acuminata, basi cordata, nervis prima- riis supra prominulis, subtus prominentibus, nervulis utrinque prominulis densissime reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1-floris, rhachi pube- rula. Pedicelli ochreolas aequantes. Coccoloba rotundifolia Mrissn. in: DC. Prodr. XIV, 454. Coccoloba punctata Grises. (non L.) pr. p. in: Fl. Br. W. I. Isl. p. 163. Arbor 6-metralis (ex EccEns!) ramis glabris, lenticellis orbicularibus; ramulis striatis, minute puberulis. Ochreae oblique truncatae, circa 6 mm longae, membrana- ceae, adpressae, minute puberulae, mox evanidae. Folia petiolis supra subplanis, pu- berulis, circa 40 mm longis, basi subtumidis, ad basin ochreae insertis, orbicularia, apice brevissime obtuso-acuminata vel leviter emarginata vel subrotundata, basi cordata, 3—7 cm longa et lata, subcoriacea, margine plano, glabra, subtus ad costam viridi-fusco- puberula, nervis lateralibus angulo 50—70? abeuntibus, subdecurrentibus, ad marginem irregulariter partitis, primariis supra prominulis, subtus prominentibus, nervulisutrinque prominulis densissime reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, racemosa, folia superans, multiflora, nodis 4-floris, pedunculo 4—7 mm longo, rhachique breviter pu- berulis; bracteae ovatae, accurrentes, circa 1 mm longae, puberulae; ochreolae bracteam aequantes, membranaceae ; pedicelli circa 1 mm longi, patentes. Flores flavo-virides. Perianthii tubus conicus, !/ mm longus; lobi subsemiorbiculares, tubum duplo fere superantes. Filamenta lobos subaequantia, e latiore basi filiformia, antheris exsertis. Ovarium oblongum, trigonum; styli 3, stigmatibus lobatis. Hab. in Sto. Domingo prope Cap Frances Viejo (Cap Francais): EunENBERG; prope Santiago ad Aninigua et ad Cuesta de piedra in silvis: Essens, n. 2376, 2429. Floret Junio. (v. s. in herb. Berol., Caxporr., Kruc. et Urs., Mon.) 29. Coccoloba retusa Griseb. Frutex vel arbor ramulis glabris. Ochreae oblique truncatae. Folia ovalia vel ovali-orbicularia, apice rotundata basi in petiolum anguste decur- rentia, glaberrima, nervis nervulisque paucis grosse prominentibus laxe reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1—2-floris, rhachi glabra. Ochre- olae pedicellis fl. paullo longiores. Coccoloba retusa GRISEB., Cat, p. 61; Sauv. Fl. cub. p. 439. Coccoloba leoganensis Grises, var, parvifolia Grises. Cat. p. 64. Uvero macho, Yarua, Manaté Cubensibus (ex SAUVALLE !). Frutex velarbor humilis 6-metralis (ex Grisesacu!) ramis in sicco subangu- latis, ramulis striatis, glabris. Ochreae oblique truncatae, obtuso-acuminatae, circa 5 mm longae vel longiores, membranaceae, adpressae, mox evanidae. Folia petiolis supra canaliculatis, 6—8 mm longis, glabris, ad basin ochreae insertis, ovalia vel ovali- Monographia generis Coccolobae. 151 orbicularia, apice rotundata, basi in petiolum anguste decurrentia, + 6 cm longa, + 4 cm lata, coriacea, margine plano, utrinque glaberrima et lucida, subtus pallidiora, nervis lateralibus angulo 50—70? abeuntibus, subdecurrentibus, usque ad marginem sub- rectis, arcu simplici connexis, primariis nervulisque paucis utrinque grosse prominenti- bus laxe reticulato-venosa. Inflorescentia in ramulis terminalis, solitaria, spicifor- mis, folia superans vel brevior, pedunculo + 4 cm longo rhachique glabris, teretibus, nodulis 41— 2-floris; bracteae triangulares, apice obtusae, accurrentes, circa 1/; mm longae; ochreolae recte truncatae, bracteam aequantes membranaceae; pedicelli brevis- simi, postea ad 1!/; mm longitudine accrescentes, horizontaliter divaricati, Flores albi (ex Wiicur!). Perianthii tubus subcampanulatus, vix 4 mm longus; lobi sub- semiorbiculares, tubum aequantes vel superantes, in anthesi recurvati. Filamenta subulata, dimidium loborum aequantia, antheris exsertis. O varium oblongum, tri- gonum styli 3 breves post anthesin longe exserti, stigmatibus sublobatis. Hab. in Cuba: Waicur n. 2254, 2252; in Sto. Domingo: Porrgau. (Dubium mihi est, an hoc specimen ad C. retusam pertineat.) Floret Junio. (v. s. in herb. Boiss.-Bans., CANDOLL,, DELESS., Gotting., Holm., Kruc. et Uns., Petrop.) Forma acuminata Lindau. Differt tantum foliis apice breviter acuminatis paullo majoribus et pedi- cellis fructiferis paullo brevioribus, cirea 4 mm longis. Fructus immaturus obovoideus, apice lobis perianthii adpressis subito coronatus (Fig. 17). C. tenuifolia Grises. Fl. Br. W. I. Isl. p. 162 et Cat. p. 61; EccEns, St. Croix p. 142. C. tenuifolia Gwses. var. foliis supra nitidis Grises. Pl. WRIGHT. p. 175. Hab. in Cuba: Waicur n. 1668, 16682, (v. s. in herb. Borss,-Bars., Brux., CANDOLL.) 30. Coccoloba Wrightii Lindau spec. nov. Ramuli fusco-tomentelli. Ochreae fusco-tomentellae, adpressae. Folia ovata, apice obtuso-aeuminata, basi in petiolum angustata, nervis primariis utrinque prominentibus , nervulis paucis grosse prominulis laxissime reti- culato-venosa. Inflorescentia nodulis 1—3-floris, rhachi breviter fusco- tomentella. Pedicelli ochreolam 3-plo superantes. Fructus ovoideus, obtuso- trigonus, basi subcontractus, apice rotundatus, lobis perianthii conniventi- bus conspicuis. Coccoloba tenuifolia Grises. (non L.) pr. p. Cat. p. 64 et Fl. Br. W. I. Isl. p. 162. Frutex ramis longe propendentibus (ex WricHr!), sulcatis, subrimosis, glabris; ra- mulis substriatis, fusco-tomentellis. Ochreae circa 5 mm longae, adpressae, fusco- tomentellae, evanidae. Folia potiolis supra canaliculatis, evanescenter fusco-tomentel- lis, & 5—7 mm longis ad basin ochreae insertis, ovata, apice obtuso-acuminata , basi in petiolum angustata, 6—10 cm longa, 3—6 cm lata, coriacea, novella subcoriacea et nigres- centia, margine subrecurvo, glaberrima, nervis lateralibus angulo 30—40° abeuntibus, decurrentibus, usque ad marginem subrectis, arcu connexis, primariis utrinque pro- minentibus, nervulis paucis grosse prominulis laxissime reticulato-venosa. Inflores- centia terminalis, racemosa, laxiflora, foliis aequilonga, pedunculo 3—8 mm longo, fusco-tomentello, rhachi breviter fusco-tomentella, saepe ad apicem versus glabrata ; bracteae triangulares, acutae, circa ?/, mm longae, puberulae ochreolae bracteis breviores 159 (1. Lindau, vel aequilongae, bilobae; pedicelli fl. circa 41/3 mm longi, puberuli, horizontaliter divaricati, fr. 2—3 mm longi, crassiusculi, glabrati. Flores albi vel viridi-albi (ex Wicnr!) Perianthii tubus campanulatus, circa 4 mm longus; lobi ovati, tubum aequantes. Filamenta subulata, lobis breviora, antheris subexsertis, Ovarium sub- globosum, trigonum, circa 3/4, mm longum; styli 3, dimidium ovarii aequantes, stigmati- bus lobatis. Fructus ovoideus, obtuso-trigonus, basi subcontractus, apice rotundatus, lobis perianthii conniventibus conspicuis, 8—9 mm longus, 5—6 mm diametro, peri- carpio crustaceo , subverruculoso (Fig. 48). Semen 6-sulcatum, acuminatum , fuscum, minutissimis verruculis ellipticis instructum, testa cornea, fusca, apice dilute fusca, laevi. Cotyledones suborbiculares, apice profunde incisae, circa 3 mm diametro; radicula 2 mm longa. Hab. in Guba orientali prope villam Monte Verde dietam: Wricut n. 1395, 2257. Floret Junio. (v. s. in herb. Botss.-Bars., Brux., CAnDoLL,., DELEss., Gôtting., KRUG. et Urs., Petrop.) 31. Coccoloba venosa Griseb. Ochreae adpressae, fusco-tomentellae. Folia oblongo-ovata vel ovata, apice acuminata, basi rotundata vel cordata, nervis primariis supra promi- nulis, subtus magis expressis, nervulis utrinque prominulis laxiuscule re- ticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1—2-floris, rhachi tomentella. Pedi- celli ochreolas circa 4-plo longiores. Fructus ovoideus, obtuso-trigonus, apice acuminatus, lobis perianthii arcte adpressis conspicuis. Coccoloba venosa Grises. mss, in herb, Götting. Coccoloba diversifolia Grises, (non Jac.) pr. p. in Fl. Br. W. 4. Isl. p. 163. Rami rimosi, cinereo-albi, lenticellis parvis, orbicularibus, fuscis; ramuli striati, glabri, subfusci. Ochreae subrecte truncatae, + 4—6 mm longae, adpressae, maxime ad basin fusco-tomentellae, Folia petiolis supra Æ leviter canaliculatis, = 44 mm lon- gis, glabris vel supra pilosis, ad basin ochreae insertis, oblongo-ovata vel sublanceolato- ovata, apice obtuso-acuminata, basi rotundata vel cordata, 8—14 cm longa, circa 5 cm lata, subcoriacea, margine leviter recurvo, glaberrima, nervis lateralibus angulo 50—75° abeuntibus, subdecurrentibus, rectis, multo ante marginem arcu connexis, primariis supra prominulis, subtus magis expressis, nervulis utrinque prominulis laxiuscule reti- eulato-venosa. Inflorescentia terminalis, foliis brevior, racemosa, laxiflora, nodulis 1—2-floris, pedunculo circa 4 mm longo rhachique brevissime tomentellis et in sicco 3 angulatis; bracteae triangulares, obtusae, circa La mm longae, subtomentellae; ochreo- lae subrecte truncatae, bracteam aequantes, membranaccae, basi tomentellae; pedicelli fl, 2 mm longi, brevissime tomentelli, horizontaliter divaricati, Flores sanguinei, Pe- rianthii tubus campanulatus, circa 2 mm longus, extus tomentellus; lobi ovati, tubum aequantes. Filamenta subulata, circa 4 mm longa, antheris inclusis. Ovarium ovoi- deum, trigonum, circa 3/4 mm longum; styli 3 ovario breviores, stigmatibus lobatis. Hab. in Jamaica: Marcu n. 674; prope Moneague: ALEXANDER. Floret Aprili. var. major Lindau. Ramuli crassiores, sulcati, fusco-tomentelli. Ochreae circa 4 cm longae, dense yomentellae, Folia petiolis 2 cm fere longis, tomentellis, ovata, apice obtuso-acuminata, basi cordata, 13—20 cm longa, + 9 cm lata. Inflorescentia foliis longior, pedunculo Monographia generis Coccolobae, 153 rhachique densius tomentellis; bracteae, ochreolae circa 1 mm longae, tomentellae ; pe- dicelli fr. circa 4 mm longi, dense tomentelli. Flores non vidi. Fructus ovoideus, obtuso-trigonus, basi rotundatus, apice Æ sensim acuminatus, lobis perianthii arcte ad- pressis, conspicuis, circa 10 mm longus, 7 mm diametro, pericarpio crustaceo, sangui- neo, costato (Fig. 49). Semen 3-sulcatum, partibus 1—3-sulcatis, testa acuminata, fusca, subnitida. Cotyledones suborbiculares, utrinque plane emarginatae, 3 mm longae, circa 41/9 mm latae; radicula circa 2 mm longa, tenuis, usque ad basin fere libera. Hab. in Jamaica: ALEXANDER. (v. s. in herb. Gótting., Krug. et Urr., Petrop.) 32. Coccoloba coriacea Sagra. Ramuli sub lente (maxime ad nodos) brevissime puberuli. Ochreae adpressae, fusco-tomentellae. Folia ovato-oblonga, apice + obtuso-acumi- nata, basi cordata, nervis primariis supra semiimmersis, subtus prominen- tibus, nervulis utrinque prominulis serobiculato-venosa. Inflorescentia no- dulis 4-floris, rhachi glabra. Ochreolae minutae. Pedicelli longi. Fructus ovoideus, subacuminatus. Coccoloba coriacea R. DE LA SAGRA, Cuba, XI, 184, Coccoloba calobotrys Metssn, in: DC. Prodr. XIV, 457; Sauv. Fl. cub, p. 139. Coccoloba diversifolia Griser. (non Jaco.) pr. p. Cat. p. 64. Uverillo Cubensibus (ex SAUVALLE !). Arborea (ex SacnA!). Rami rimoso-sulcati, glabri, lenticellis orbicularibus, fuscis; ramuli sub lente brevissime (maxime ad nodos) puberuli, in sicco subsulcati, sub- rimosi. Ochreae + 4 em longae, basi coriacea, diutius persistente, fusco-tomentellae, adpressae. Folia petiolis crassis, supra canaliculatis, dimidium ochreae aequantibus, sparse puberulis, in sicco angulatis, ad basin ochreae insertis, ovato-oblonga, apice + obtuso-acuminata, basi cordata, = 44—16 em longa, 5—9 cm lata, crasse coriacea, gla- berrima, subtus ad basin costae mediae sparse pilosa, margine subplano vel revoluto, supra nitida, subtus opaca, nervis lateralibus angulo 65—80? abeuntibus, subrectis vel plane arcuatis, primariis supra semiimmersis, subtus prominentibus, nervulis utrinque prominulis scrobiculato-venosa, ad nervos primarios utrinque majoribus scrobiculis in- structa. Inflorescentia racemosa, terminalis, foliis brevior vel aequilonga erecta (ex Sacra!) 15 nodulis 1-floris, pedunculo + 1 cm longo, ab ochrea puberula coriacea ampla toto cincto rhachique glabris, sulcatis, rubris; bracteae, ochreolae minutae; pedicelli tenues, 6—7 mm longi, patentes, glabri. Flores rubri. Perianthii tubus urceolato- campanulatus, circa 2 mm longus; lobi ovali, tubum acquantes, in anthesi non reflexi. Filamenta subulata, circa 4 mm longa, antheris inclusis. Ovarium ovoideum, ob- tuso-trigonum, circa 2 mm longum; Styli 3, rarius 4. Fructus ovoideus, acuminatus, 7 mm longus, 5 mm diametro, apice lobis perianthii conniventibus coronatus, pericarpio subcostato, rubro (Fig. 20). Hab. in Guba: Wniaur n. 2258; prope Habana: Ramon DE LA SAGRA n. 290, 544. (v. s. in herb, Berol., Boıss.-BArB., CANDOLL., Gótling., Kruc. et Urs., Petrop., Vind.) 33. Coccoloba Eggersiana Lindau spec. nov. Ramuli glabri. Ochreae adpressae, glabrae. Folia ovalia, utrinque ro- tundata, nervis primariis supra expressis, subtus obsoletis, nervulis supra 154 G. Lindau. paucissimis conspicuis, subtus obsoletis. Inflorescentia nodulis 2—5-floris, rhachi glabra. Pedicelli ochreolis longiores. Arbor 4-metralis (ex EGGEnS !), ramis sulcatis vel rimosis, cinereis; ramulis laevi- bus, glabris. Ochreae 3—1! mm longae, glabrae, adpressae, evanidae. Folia petiolis supra planis, incrassatis, 3—4 mm longis, in medio ochreae insertis, glabris, ovalia, apice rotundata, basi rotundata et in petiolum decurrentia, 5—7 cm longa, 2!/,—3!/; cm lata, coriacea, glabra, margine subplano, nervis lateralibus angulo 50—60° abeuntibus, sub- decurrentibus, plane arcuatis, primariis supra expressis, subtus obsoletis, nervulis supra paucissimis conspicuis, subtus obsoletis, supra nitida, subtus opaca, pallidiora, Inflo- rescentia foliis paullo longior, erecta, terminalis, racemosa, laxiflora, nodulis 2—5- floris, pedunculo circa 5 mm longo rhachique glabris, striatis; bracteae semiorbiculares, circa 3/4 mm, ad infimum nodulum 41/5 mm longae ; ochreolae bracteam aequantes, recte truncatae, membranaceae; pedicelli circa 2 mm longi, horizontaliter divaricali. Flores albi (ex Ecckens!). Perianthii tubus conicus, circa 4 mm longus; lobi ovati, tubum aequantes, in anthesi reflexi. Filamenta circa 4 mm longa, erecta, antheris subexser- lis. Ovarium subglobosum, trigonum, circa !/ mm longum; styli 3, breves. Hab. in Sto. Domingo ad Puerto-Plata in fruticetis: EGGERS n. 2731. Floret Julio. (v. s. in herb, CanpoLz., DELESS., Kruc. et Urs., Mon.) 34. Coccoloba verruculosa Lindau spec. nov. Ramuli glabri. Ochreae adpressae, glabrae. Folia ovata, apice obtusa vel rotundata, basi subcordata, nervis primariis utrinque prominentibus, nervulis paucis utrinque grosse prominulis, supra obsolete, subtus mani- festius verrueuloso-punetata. Inflorescentia nodulis 1—5-floris, rhachi glabra. Pedicelli ochreolas superantes. j Frutex vel arbor frutescens ramosissima, 1,5—3-melralis (ex EGGERS, SIN- TENIS!), ramis rimosis; ramulis in sicco angulatis, glabris. Ochreae circa 6 mm longae, glabrae, coriaceae, adpressae, evanidae, Folia petiolis supra profunde canaliculatis, ochream aequantibus, glabris, supra basin ochreae insertis, ovata, apice obtusa vel ro- tundata, basi subcordata vel in petiolum decurrentia, 71—114 cm longa, 5—8 cm lata, co- riacea, margine revoluto, glaberrima, nervis lateralibus angulo 45—60° abeuntibus, de- currentibus, usque ad marginem plane arcuatis, prope marginem arcuatim procurrentibus, primariis utrinque prominentibus, nervulis paucis utrinque grosse prominulis, supra obsolete, subtus manifestius verruculoso-punctata, Inflorescentia terminalis, solita- ria, racemosa, foliis longior, multitlora, nodulis 4—5-floris, pedunculo circa 5 mm longo rhachique glabris sulcatisque; bracteae ovatae, subaccurrentes, 1 mm longae, ad infimum nodulum lanceolatae, 3 mm longae; ochreolae membranaceae, bracteam aequantes; pe- dicelli tenues, horizontaliter divaricati, 1—3 mm longi. Perianthii tubus campanu- latus, 4 mm longus; lobi ovati, 41/9 mm longi, in anthesi reflexi. Filamenta filiformia, erecta, 41/ mm longa, antheris exsertis. Ovarium oblongum, obtuso-trigonum, vix ! mm longum ; styli dimidium.ovarii aequantes, stigmatibus sublobatis. Hab. in Sto. Domin go in fruticetis litoralibus prope Puerto-Plata: EG&ers n. 1762; in Puerto-Rico prope Utuado in scopulosis ad los Angeles: Sıntexis n. 5994. Floret Aprili. (v. s. in herb. Kruc. et Uns.) Monographia generis Coccolobae, 155 35. Coccoloba costata Wr. Ramuli rufo-puberuli. Ochreae ampliatae, rufo-puberulae. Folia ovata aut elliptica, apice obtuso-acuminata, basi cordata, nervis primariis supra prominentibus, subtus acute expressis, nervulis utrinque prominulis ample reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 4-floris, rhachi obsolete rufo-pu- berula. Pedicelli fr. ochreolas 3—4-plo superantes. Coccoloba costata Wrigur in: Savy. Fl. Cub. p. 439. Coccoloba leoganensis GRises. (non Jaco.) var. cordata Gnrises. Cat. p. 64, Frutex arborescens (ex Wricur!) vel arbuscula 3-metralis (ex Sinrenis!) ramis irregulariter subrimoso-subangulatis; ramulis praesertim ad nodos rufo-puberulis. Ochreae subcoriaceae, ampliatae, + 5 mm longae, rufo-puberulae. Folia petiolis ochream aequantibus, supra canaliculatis, puberulis, ad basin ochreae insertis, ovata aut elliptica, apice acuminata plerumque obtusa, basi cordata, Æ 11 cm longa, Æ 5 cm lata, usque ad 27 cm longa, 13 cm lata, utrinque glaberrima, rigide coriacea, margine recurvo, nervis lateralibus angulo 40—90? abeuntibus, subdecurrentibus, plane arcuatis, primariis supra prominentibus, subtus acute expressis, nervulis utrinque prominulis ample reticulato-venosa, supra subverruculoso-punctata. Inflorescentia terminalis, racemosa, foliis aequilonga vel 1!/5—2-plo longior, multiflora, nodulis 4-floris, pedunculo circa 2 cm longo rhachique obsolete rufo-puberulis; bracteae squamiformes, accurrentes, circa !/ mm longae; ochreolae recte truncatae, membranaceae, bracteam aequantes; pedicelli post anthesin 11/—2 mm longi, horizontaliter divaricati vel patentes. Lo bi ovati. Filamenta subulata, in alabastro longitudine varia. Ovarium subglobosum, trigonum, basi attenuatum ; styli 3, stigmatibus sublobatis. Hab. in Cuba orientali prope villam Monte Verde dictam: Wuraur n. 1393; in Puerto-Rico prope Utuado in scopulis ad los An- geles: SINTENIS n. 5934. (v. s. in herb. Borss.-BArs., CANDOLL., Gótting., Holm., Kruc. et Urs.) 96. Coccoloba Urbaniana Lindau spec. nov. hamuli glabri. Ochreae glabrae, adpressae. Folia ovalia vel ovata vel oblongo-ovata, apice obtusa vel acuminata, basi cordata vel rotundata, ner- vis nervulisque utrinque grosse prominentibus laxiuscule reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 4-floris, rhachi glabra. Pedicelli subnulli. Fructus ovoideus, apice lobis perianthii laxis longe coronatus. Arbor40—15-metralis (ex SiwrENis !) ramis leviter sulcatis, ramulis cinereis, stria- lis, glabris. Ochreae oblique truncatae, circa ? cm longae, adpressae, striatae, glabrae. Folia petiolis supra canaliculatis, 11/5—2 cm longis, glaberrimis, ad basin ochreae in- serlis, ovalia vel ovata vel oblongo-ovata, apice obtusa vel acuminata, basi cordata vel rotundata, 44—20 cm longa, 8—414 cm lata, coriacea, glabra, margine plano vel recurvo, nervis lateralibus angulo 50—60° abeuntibus, decurrentibus, usque ad marginem fere subrectis, primariis nervulisque utrinque grosse prominentibus laxiuscule reticulato- venosa. Inflorescentia spiciformis, foliis aequilonga vel longior, nodulis 4-floris; pedunculus ochrea cinctus, brevis, glaber, fr. incrassatus; rhachis glabra, fr. incrassata, alabastrifera teres, in sicco nigrescens, alabastris a bracteis membranaceis, albidis ob- tectis; bracteae ovatae, circa 11/2 mm longae; ochreolae bilobae, lobis semiorbicularibus, circa 2!/ mm longae, fl. erectae, fr. usque ad rhachin reflexae; pedicelli subnulli, fr. in- erassati. Perianthii tubus in alabastro jam salis evoluto 41/2 mm longus; lobi ovati, 156 G. Lindau. 1/5 mm longi. Filamenta subulata, basi dilatata, circa 1 mm longa, antheris exser- lis (2. Ovarium oblongum, obtuso-trigonum , circa 41/9 mm longum; styli 3, 1 mm longi, stigmatibus lobatis. Fructus ovoideus, basi rotundatus, apice acumine lobis pe- rianthii laxe divaricatis formato, circa 2 mm longo coronatus, omnino 10 mm longus, 6 mm diametro, pericarpio carnoso (Fig. 24). Semen profunde 3-partitum, partibus uni- sulcatis, acuminatum, testa cornea, dilute fusca, nitida. Cotyledones suborbiculares, basi leviter, apice magis emarginatis, 3 mm longae, 4 mm latae, arcte adpressae, mar- gine revoluto; redicula 1!/; mm longa. Hab. in Trinidad ad litus maris: Crurcer n. 2694, 2696; in Puerto- Rico in silvis montis Jimenes in Sierra de Luquillo et prope Adjuntas ad La Lucia in monte Cienega: Sintesis n. 1527, 1585, Floret Junio. (v. s. in herb. Krug. et Uns.) 91. Coccoloba ascendens Duss. Ramuli glabri. Ochreae usque ab basin fissae, sublaxae. Folia ovalia vel subobovata, apice + acriter acuminata, basi rotundata vel cordata, ner- vis primariis utrinque prominentibus, nervulis grosse prominulis laxe re- ticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1—2-floris, rhachi sub lente pulve- raceo-puberula. Fructus ovoideus, acuminatus, basi in stipitem brevissi- mum contractus, apice lobis perianthii arctissime adpressis vix conspicuis. Coccoloba ascendens Duss mss. in herb. Kruc. et Urs. Liane tordue Martinicensibus (ex Père Duss!). Frutex ascendens, circa 40-metralis (ex PÈRE Duss!) ramis angulatis cineras- centibus, vel cinereo-fuscis, ramulis in sicco sulcatis, glabris, Ochreae usque ad basin fissac, longe acuminatae, 17—20 mm longae, glabrae vel sub lente pulveraceo-puberulae, sublaxae. Folia petiolis supra canaliculatis, 4—5 cm longis, glabris, ad basin ochreae insertis, ovalia vel subobovata, apice + acriter acuminata, basi rotundata et in petiolum subdecurrentia vel rarius cordata, + 7—19 cm longa, + 5—44 em lata vel in ramis steri- libus circa 35 em longa, 25 cm lata, glabra, margine recurvo, coriacea, nervis lateralibus angulo 60—70° abeuntibus, subdecurrentibus, plane arcuatis, primariis utrinque pro- minentibus, nervulis grosse prominulis laxe reticulato-venosa. Inflorescentia termi- nalis, racemosa, laxiflora, foliis longior, nodulis 1—2-floris, pedunculo 1!/5—2 em longo rhachique sub lente pulveraceo-puberulis, angulatis, fr. valde incrassatis; bracteae ovatae, accurrentes, 1!/; mm longae, herbaceae, pulveraceo-puberulae; ochreolae cirea 2 mm longae, pulveraceo-puberulae; pedicelli fl. circa 4 mm longi, tenues, fr. valde incrassati 3—8 mm longi, pulveraceo-puberuli, Perianthii tubus campanulatus, circa 11/9 mm longus ; lobi ovati, 2 mm longi, sub anthesi reflexi. Filamenta filiformia, lobos aequan- tia, antheris exsertis. Ovarium ovoideum, 4 mm longum, stylis 3, ovario brevioribus. Fructus immaturus ovoideus, apice acuminatus , lobis perianthii arctissime adpressis vix conspicuis, basi in stipitem brevissimum subito contractus, circa 46 mm longus, 44 mm diametro, pericarpio carnoso, nigro-fusco, in sicco verruculoso (Fig. 22). Testa laevis, trigona, dilute fusca. Hab. in Guadeloupe: Ducnassainc; in Martinique: Haun n. 1005; Père Duss n. 36; in Brasiliae prov. Para et Goyaz: BurcnerL n. 8034, 9345; GARDNER n. 3966 (herb. Kew.). (v. s. in herb, Berol., Boiss.-Bann,, Brux., CANDOLL., Kew., Krug. et Uns.) Monographia generis Coccolobae. 157 38. Coccoloba Sintenisii Urb. Ochreae glabrae. Folia cordata, obtuso-acuminata, crasse rigideque coriacea, nervis primariis supra semiimmersis, subtus prominentibus, ner- vulis utrinque planis. Inflorescentia nodulis 1-floris, rhachi glabra. Brac- teae, ochreolae minutae. Coccoloba Sintenisii Urs. mss in herb. Kruc. et Urs. Uvero Portoricensibus (ex SivTENIs !). Rami glabri, rimoso-angulati, lenticellis linearibus. Ochreae glaberrimae, apice membranaceae et mox evanidae, basi diutius persistente, adpressae, 4 cm longae(?). Folia petiolis supra canaliculatis, in sicco angulatis, 2—2!/ cm longis, glabris, ad basin ochreae insertis, cordata, apice obtuso-acuminata, 44—19 cm longa, 8—13 cm lata, rigide crasseque coriacea, glaberrima, margine subplano, nervis lateralibus angulo 55—70° abeuntibus, subdecurrentibus, plane arcuatis, primariis supra semiimmersis, subtus prominentibus, nervulis utrinque planis, supra nitida, subtus opaca, punctato- venosa. Inflorescentia axillaris(?, vel rarius terminalis, multiflora, foliis longior, nodulis 4-floris, pedunculo subnullo rhachique glabris, rubris, profunde angulatis; brac- teae triangulares et ochreolae minutae; pedicelli tenues, glabri, ca. 5 mm longi, rubri, patenti-erecti vel patentes. Flores rubri, Perianthii tubus in alabastro jam satis evoluto conicus, ca. 21/; mm longus; lobi ovati, dimidium tubi aequantes. Fila- menta vix 4 mm longa, basi dilatata, antheris exsertis(?), Ovarium oblongum, ob- tuso-trigonum, ca. 2 mm longum; styli 3, 1 mm superantes, stigmatibus lobatis. Hab. in Puerto-Rico prope Maricao in silvis ad montem Alegrillo : SINTENIS n, 293. Floret Novembri-Decembri. (v. s. in herb. Kruc. et Urs.) 39. Coccoloba Swartzii Meifsn. Ramuli glabri. Ochreae arcte adpressae. Folia ovata, apice obtuso- aeuminata, basi rotundata, nervis primariis utrinque prominulis, nervulis prominulis laxiuscule retieulato-venosa. Inflorescentia nodulis 4-floris, rhachi glabra. | Ochreolae bracteas aequantes. Coccoloba Swartzii Meıssn. in: DC. Prodr. XIV, 459. Coccoloba punctata Grises. (non L.) pr. p. in: Fl. Br. W. I. Isl. p. 463. Frutex ramulis glabris, brunneis, in sicco-sulcatis. Ochreae circa 4 cm longae, arcte adpressae, glabrae, mox evanidae. Folia petiolis supra plane sulcatis, ochream aequantibus, glabris, sub ochrea insertis, ovata, apice obtuso-acuminata, basi rotundata et paullo in petiolum decurrentia, 8—10 cm longa, 41/—6 cm lata, glabra, supra in sicco nigrescentia, subnitida, margine subplano, nervis lateralibus angulo 60—70? abeuntibus, decurrentibus, plane arcuatis, ad marginem arcuatim connexis, primariis utrinque ex- pressis, nervulis prominulis laxiuscule reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, racemosa, solitaria, laxiflora, nodulis 4-floris, foliis longior, pedunculo circa 4 cm longo rhachique glabris; bracteae triangulares, acutae, concavae, 41/2 mm longae; ochreolae biacuminatae, bracteam aequantes; pedicelli alabastriferi subnulli. Vidi tantum ala- bast a cirea 2 mm longa. Perianthii tubus brevis, conicus; lobi ovati, 41/, mm loggi. Filamenta subulata. Ovarium 4 mm longum, ovoideum, obtuso-trigonum ; styli 3, ovarium aequantes, stigmatibus lobatis. Hab. in India occidentali: Swartz, West, Forsyru. (v. s. in herb. CANDOLL.) var. (?) portoricensis Mrissx., in: DC. Prodr., XIV, 160. 158 G. Lindau. Foliorum reticulo densiore utrinque prominulo subtus laxiore, nervis primariis magis patentibus, racemo gracillimo, 46 em longo, rhachi tenuiore distincta. Hab. in Puerto-Rico in montibus altis. (Species adsunt in herb, Caxport,, vidi tantum ic. a cl. DE CANDOLLE commun.) Obs. Species C. laurifoliae et barbadensi affinis, 40. Coccoloba laurifolia Jacq. Ramuli glabri. Ochreae sublaxae, glabrae. Folia oblongo-ovata, utrin- que obtusissima, nervis primariis utrinque prominentibus, nervulis promi- nulis dense reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1—3-floris, rhachi glabra. Bracteae, ochreolae minutae ; pedicelli longi. Fructus ovoideus, basi in stipitem brevem contractus, apice rotundatus, lobis perianthii patulis conspicuis. Coccoloba laurifolia Jaco. Wort. Schoenbr. III, 9 tab. 267; Lam. Encyc. Suppl. IV, 652; Witty. enum. I, 434; Launay, Herb. gen. de l'amat. V, tab. 323; Meıssn. Mon. Pol. Prod, p. 33, tab. II, € et in: DC. Prodr. XIV, 165; Kann. Cat. I, 274; Link, Enum. I, 386; Gnises, Fl. Br. W. I. Isl. p. 462; Essens, Fl. St. Cr. et Verg. n. 714; Errisesn, Ape- talen tab, 27 Fig. 3 et Fl. Bilin in: Denkschr. Wien. Ac, 26 tab. 24 Fig. 4. Coccoloba floridana Myisss. in: DC, Prodr. XIV, 465; Grises, Cat. p. 64; Savy. FL eub. p. 439; Cnaryas, Fl. S. U. St. 2. ed. 392 (vel Curtissii?). Coccoloba tenuifolia EcGkns (non L.) Fl. St. Croix p. 442. Coccoloba leoganensis Essers (non Jaco.) Fl. St, Croix p. 442 et Fl. St. Cr. el Verg. p. 88. Uverillo Cubensibus (ex SAuvALLE!), Uvillo (ex SrAuL! Kruc!), Glateado (ex GUND- Lach!), Uverillo (ex SivrENIS!) Portoricensibus. Frutex (ex EGGERS, SINTENIS!) vel arbor 2,5—412- metralis (ex EGGERS, SINTENIS, Jacguty !}, ramis cinerascentibus, rimoso-angulatis, lenticellis ellipticis, fuscis; ramulis striatis, glabris. Ochreae oblique truncatae, 7—9 mm longae, sublaxae, glabrae, basi coriacea, diutius persistente. Folia petiolis supra plane canaliculatis, - 4 cm longis, glabris, paullo supra basin ochreae insertis, ovata vel oblongo-ovala, utrinque obtu- sissima, rarius apice breviter subacuminata et basi subangustata, coriacea, 5—23 cm longa, 3—15 cm lata, glaberrima, margine subplano, nervis lateralibus angulo 50—70 ° abeuntibus, decurrentibus, usque ad marginem fere subrectae, primariis utrinque pro- minentibus, nervulis prominulis dense reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, racemosa laxiflora, foliis subaequilonga, nodulis 4—3 - floris, pedunculo 4—2 cm longo rhachique glabris, in sicco sulcatis; bracteae squamiformes, minutae, ad infimum no- dulum lineares vel spathulatae, ad 3 mm longae; ochreolae minutae; pedicelli fl. 4— 1!/o mm longi, horizontaliter divaricati, fr. 3 mm longi, crassiusculi, Flores albido- virescentes (ex MEIssNER!). Perianthii tubus campanulato- infundibuliformis, basi stipitiformiter contractus, circa 4!/ mm longus; lobi semiorbiculares, circa 2 mm longi, in anthesi + recurvati, Filamenta subulata, 2 mm longa vel breviora, erecta, antheris exsertis vel inclusis. Ovarium oblongum, trigonum, circa ?/, mm longum; styli 3, filamenta subaequantia vel multo breviora, stigmatibus sublobatis in anthesi exsertis vel inclusis. Fructus ovoideus, basi in stipitem brevem contractus, apice rotundatus, lo- bis perianthii patulis conspicuis, circa 12 mm longo, 7 mm diametro, pericarpio car- noso, viridi (ex Ecckns!), laevi (Fig. 23.. Semen globosum, Æ acuminatum, 3- sul- catum, partibus 4-sulcatis, testa fusca, nitida, crassa, crustacea. (Fig. 23%.) Cotyle- dones obcordatae, basi paullo emarginatae, lobis apice breviter acutis, planae, adpressae, 3 mm longae, 4 mm latae; radicula cotyledonibus circa 2-plo brevior. Monographia generis Coccolobae. 159 Hab. frequens in omnibus Antillarum insulis; in Cuba: Reger n. 609, Wricur n. 142; in Sto. Domingo: Porreau et Turpin, Ecarns n. 1688, 2325, 2387, 2558, Jäger n. 250; in St. Croix: Essens; in Puerto-Rico: Sintesis n. 774, 3507, 3861, 3945, 4894b, Krug n. 938, GuxpLAcu n. 4438, 1449, Sraur n, 428, 428p, 428c, 714, Pavo; in Ba- hama insulis: Essens n. 3850, 3996, 4046; in peninsula Florida: Ruger n. 440, Camaxis; in Venezuela prope Caracas: herb. Dress. et Vind. Floret Martio-Julio, fruct. Januario-Februario, Junio. (v. s. in herb. Berol., Botss.- Bars., DELESS., CANDOLL., ENGLER, Götling., Haun., Krug. et Urs., Mon., Petrop., Vind., Wun. herb. n. 7699.) Al. Coccoloba Curtissii Lindau spec. nov. Ramuli glabri. Ochreae basi breviter fuseo-tomentellae, adpressae. Folia ovalia vel ovata, utrinque obtusa, nervis primariis supra prominulis, subtus prominentibus, nervulis majoribus utrinque prominulis laxe, mino- ribus subprominulis dense reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 4-floris, rhachi glabra. Braeteae, ochreolae minutae. Annulus staminalis inter fila- menta denticulo instruetus. Fructus ovoideus, apice acuminatus, lobis pe- rianthii conniventibus paullo coronatus, basi sensim attenuatus. Arbor(?; ramis strialis vel subangulatis, subrimosulis, cinerascentibus, lenticellis ellipticis, dilute fuscis; ramulis striatis, glabris. Ochreae oblique truncatae, ca. 7 mm longae, membranaceae, basi breviter fusco-tomentellae, adpressae. Folia petiolis supra canaliculatis, 6—9 mm longis, in sieco verruculosis, ad basin ochreae insertis, ovalia vel ovata, apice rotundata vel obtuso-acuminata, basi rotundata, 7—9 cm longa, 4—5cm lata, novella membranacea, adulta coriacea, margine paullo recurvato, glabra, nervis lateralibus angulo 50—65° abeuntibus, subdecurrentibus, usque ad marginem fere rectis, primariis supra prominulis, subtus prominentibus, nervulis majoribus utrinque prominulis laxe, minoribus subprominulis dense reticulato-venosa. Inflorescen tia terminalis, racemosa, laxiflora, foliis subaequilonga, nodulis 4-floris , pedunculo Æ 4 em longo rhachique glabris angulatisque; bracteae squamiformes, minutae; ochreolae subrecte truncatae, minutae; pedicelli fl. 3—4 mm longi, tenues, fr. crassiusculi, horizontaliter divarieati. Perianthii tubus urceolato-campanulatus, ca. 4 mm longus; lobi semi- orbiculares, tubum aequantes. Filamenta lobis breviora, subulata, denticulis brevis- simis in annulo staminali alternantia, antheris inclusis. Ovarium ovoideum, trigonum, ca. 41/; mm longum; styli 3, 1 mm longi, stigmatibus exsertis , sublobatis. Fructus oblongus, apice obtuso-acuminatus, lobis perianthii conniventibus paullo coronatus, basi sensim attenuatus, ca. 42 mm longus, 8 mm diametro , pericarpio carnoso, fusco, laevi (Fig.24). Semen 6 sulcatum, sulcis 3 profundioribus, globosum, acuminatum, fuscum, testa cornea. Cotyledones orbiculares, apice profunde emarginatae, ca, 4 mm dia- metro, arcte adpressae; radicula dimidium cotyledonum aequans. Hab. in Florida in silvis ad Boca Chica Key et in litore in Maritt’s Island, Indian River: Curtiss n. 2440. Floret Majo, fruct. Julio. (v. s. in herb. Berol, Botss.-Bars., ENGLER., Mon., Petrop.) 42. Coccoloba cubensis Meifsn. Ramuli glabri. Ochreae usque ad basin fere fissae, amplae. Folia ovata, utrinque acuminato-angustata, nervis primariis utrinque expressis, ner- 160 ‘G. Lindau, vulis prominulis laxiuscule reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 4-floris, rhachi glabra. Bracteae et ochreolae minutae. Coccoloba cubensis Meissx. in: DC. Prodr. XIV, 162; Grises. Cat. p. 64 et Fl. Br. W. I. Isl. p. 462; Sauv. Fl. cub. p.139. Uverillo Cubensibus (ex SAUVALLE!) Frutex (ex Lixpen!) ramulis albidis, striatis vel subsulcatis, glabris. Ochreae usque ad basin fere fissae, ca. 5 mm longae, chartaceae, amplae, mox evanidae, ima basi diutius persistente. Folia petiolis supra canaliculatis, glabris, ochream aequanti- bus, paullo supra basin ochreae insertis, ovata, utrinque acuminato-angustata, apice obtusiuscula, Æ+ 9 em longa, + 4 cm lata, subcoriacea, glaberrima, margine recurvo, nervis lateralibus angulo 40—60° abeuntibus, subdecurrentibus, usque ad marginem fere subrectae, primariis utrinque expressis, nervulis prominulis laxiuscule reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, racemosa, laxiflora, nodulis 4-floris, pedunculo petiolum aequante rhachique glabris, in sicco angulatis; bracteae ochreolae minutae; pedicelli patentes, 4!/; mm longi. Flores flavidi (ex Linpen!), Perianthii tubus conicus, ca. 4mm longus; lobi ovati, tubum aequantes, in anthesi recurvati, Filamenta subulata, lobos subaequantia, antheris exsertis. Ovarium subglobosum, trigonum, lobis subaequilongum; styli 3, ovarium aequantes, stigmatibus sublobatis. Hab. in Cuba prope Santiago: Linnen n. 2047. Floret Julio. (v. s. in herb. Boiss.-Bars., DeLess., Götting., Kruc. et Ures., Lips., Petrop.) 43. Coecoloba punctata L. Ramuli glabri. Ochreae glabrae, subadpressae. Folia ex ovali oblonga, sensim acuminata vel ovata, apice acuminata, basi angustata vel rarius sub- rotundata, nervis primariis utrinque subprominentibus, nervulis promi- nulis dense retieulato-venosa. Inflorescentia nodulis 4-floris, rhachi glabra. Bracteae, ochreolae minutae. Fructus ovoideus, basi planus, subito in bre- vem stipitem contractus, apice rotundatus, lobis perianthii conniventibus conspicuis. Coccoloba punctata L. Spec. PI, 2. ed. I, 562; Howrr. Lin. PA. Syst. I, 495; Lam. Encyc. VI, 63; Arr. Hort. Kew. 2. ed. Il, 422; SPRENG. Syst. II, 252; Lun. Jam. I, 77; Dinter. Syn. Pl. II, 4327; Link, Enum. I, 386; ENpLiCH, Cat. I, 274, Coccoloba virens Linpt, in: Bot. Mag, XXI tab. 1816; Dirrr. Syn, Pl. II, 4327; Mkısss. in: DC. Prodr. XIV, 469. Coccoloba punctata Grises. (non L.) pr. p. Fl. Br. W. I. Isl, p. 163 et Cat. p. 64; EcGERs, Fl. St. Croix p. 442 et St. Cr. et Verg. n. 744. Coccoloba diversifolia Gmsks, (non. Jaco.) pr. p. in: Fl. Br. W.1. Isl. p. 163. Coccoloba coronata Jaco. hist. Am. stirp. p. 444, tab. 77 et Pict. tab. 444; Am. GEW, tab. 429; Messy, in: DC. Prodr. XIV, 166. Uvifera arbor americana , fructu aromatico punctato PLux. alm. 394 tab. 237 fig. 4, Coccolobis foliis oblongo-ovatis venosis, uvis minoribus punctalis Brown, Jam. 240. Arbor erecta, ramosa, 2—5-metralis (ex Jacquin, PauL pe WünrEM.!) ramis rimoso- angulalis, fusco-cinerascentibus, lenticellis fuscis, ellipticis; ramulis glabris, sulcatis. Ochreae 5—10 mm longae, glabrae, evanidae, basi diutius persistente, subadpressae. Folia petiolis supra canaliculatis , in sicco sulcatis, glabris, 8—20 mm longis, crassius- culis, ad basin ochreae insertis, ex ovali oblonga, apice sensim obtuso-acuminata, vel ovala, apice obtuso-acuminata , basi angustata vel rarius subrotundata aut subcordata, 6—34 em longa, 4—44 cm lata, subcoriacea, glaberrima, margine anguste recurvo, Monographia generis Coccolobae. 161 nervis lateralibus angulo 35—70? abeuntibus, decurrentibus, subrectis, ad marginem arcuatis, primariis utrinque subprominentibus , nervulis prominulis dense reticulato- venosa. Inflorescentia terminalis, racemosa, folia subaequans , laxiflora, nodulis 1-floris, pedunculo varia longitudine rhachique glabris angulatisque in sicco; bracteae minutae, squamiformes, ad infimum nodulum lineares, usque ad 5 mm longae; ochreolae minutae; pedicelli 4—5 mm longi, tenues, patentes. Flores albi (ex JacQuiN !). Perian- thii tubus campanulatus, basi sensim in stipitem protractus, ca. 2 mm longus; lobi ovati, tubum subaequantes, in anthesi subreflexi. Filamenta lobis breviora, antheris inclusis. Ovarium ovoideum, trigonum, ca. 41/2 mm longum; styli 3, ovarium aequantes, stigmatibus in anthesi exsertis. Fructus ovoideus, basi planus, subito in stipitem contractus, apice rotundatus, lobis perianthii conniventibus conspicuis, imma- turus ca, 40 mm longus, 6 mm diametro, pericarpio carnoso (Fig. 25). Hab. in Sto. Domingo: Jicer n. 343, Porreau et Turpin, PAUL pr WiünrEM.; in Martinique: Père Duss n. 35; in Columbia circa Cartha- genam et verisimiliter in omnibus fere insulis Antillarum. Fruct. Junio-Julio. (v. s. in herb. Berol., Brux., DELEss., Krug. et Urs., Lips., Mon., Petrop., Vind.) 44. Coccoloba longifolia Fisch. Ramuli glabri. Ochreae glabrae, laxae. Folia oblongo-ovata, acumi- nata, basi rotundata, nervis primariis supra semiimmersis, subtus promi- nentibus, nervulis utrinque prominulis laxe reticulato-venosa. Inflores- centia nodulis 4-floris, rhachi glabra. Pedicelli ochreolam multo superantes. Coccoloba longifolia FıscHer, Cat. Pl. Razoum. à Gor. p. 25 (sine desc.; Link, Enum. I, 386; SrEUD. Nom.I, 390; Errinesn. Apetalen tab. 27, fig. 2. Coccoloba excoriata Metssy, (non L.) pr. p. in: DC. Prodr. XIV, 168. Arbor (ex SrEUpEL!) ramulis in sicco rimoso-angulatis, glabris. Ochreae sub- coriacae, Æ 11/, cm longae, deciduae, glabrae, laxae. Folia petiolis supra profunde canaliculatis, + 3 cm longis, glabris, ca. in medio ochreae insertis, longe oblongo-ovata, apice obtuso-acuminata, basi rotundata et paullo in petiolum angustata, + 28 em longa, Æ 40cm lata, subcoriacea, glabra, margine anguste subrecurvo, nervis lateralibus angulo 50—70° abeuntibus, subrectis, ad marginem arcuatis, decurrentibus, primariis supra semiimmersis, subtus prominentibus, nervulis utrinque prominulis laxe reticulato- venosa, Inflorescentia terminalis, racemosa, laxiflora, foliis brevior, nodulis 4-floris, pedunculo subnullo vel ca. 4 em longo rhachique glabris, in sicco angulatis; bracteae triangulares, acutae, concavae, accurrentes, ca. 1% mm longae; ochreolae bracteam aequantes, membranaceae; pedicelli = 4 mm longi, minute sub lente fusco-tomentelli horizontaliter divaricati vel patentes. Perianthii tubus campanulatus, ca. 2 mm longus; lobi ovati, tubum subaequantes, in anthesi recurvati. Filamenta subulata, ca. 1/3 mm longa, antheris inclusis. Ovarium oblongum, trigonum, ca. 3 mm longum; styli 3, rarius 4, 43/4 mm longi, stigmatibus lobatis, in anthesi exsertis. Hab. in Jamaica: Cumine n. 49, Purne, WurLscuLiGEL n. 1389; loco non indicato: Sivarr, herb. Petrop. Floret Majo. (v. s. in herb. Berol., ExGLER., Haun., Holm., Kew., Mon., Petrop., Vind.) Obs. Specimina a Cuming et Sivart collecta mihi huc pertinere videntur, quam- quam pedicelli sunt tenuiores et noduli A—3-flori. Botanische Jahrbücher. XIII, Bd. 11 162 G. Lindau. 45. Coecoloba fagifolia Jaeq. Ramuli glabri. Ochreae oblique truncatae, sublaxae. Folia subovata apice acuminata, basi rotundata, glaberrima, nervis primariis supra semi- immersis, subtus prominentibus, nervulis utrinque tenuiter prominulis dense retieulato- venosa. Inflorescentia laxiflora, nodulis 4-floris, rhachi glabra. Pedicelli ochreolis subaequilongi. Coccoloba fagifolia Jaco. hort. Schünbr. III p. 55 tab. 352; EwNpLicH. Catal. I p. 274; Mrissw. in: DC. Prodr. XIV, 465; Wırste. Ofv. Guad. Fl. p. 63; ErriNGsm. Apetalen tab. 25 fig. 3. Truncus 5-pedalis (ex Jacguin!); rami + regulariter striati, glabri, lenticellis verruculosulis; ramuli teretes, glabri. Ochreae oblique truncatae, ca. 5 mm longae, sublaxae, membranaceae, evanidae. Folia petiolis tenuibus, supra canaliculatis, + 41/,cm longis, glabris, ad basin ochreae insertis, ovata vel subovata, apice =Æ acuminata, obtusata, basi' rotundata vel subangustata vel subcordata, + 10—15 cm longa, + 5—6 cm lata, glaberrima, subcoriacea, margine plano, subundulato, nervis lateralibus angulo 50—70? abeuntibus, subrectis, primariis supra semiimmersis, subtus prominenti- bus, nervulis utrinque tenuiter prominulis dense reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, racemosa, laxiflora, foliis longior, nodulis 4-floris, pedunculo petiolum sub- aequante rhachique glabris: bracteae vix 4 mm longae, sublanceolatae, accurrentes ; ochreolae bracteam aequantes, membranacae, bilobae, totum pedicellum cingentes ; pedicelli ca. 4 mm longi, tenues, horizontaliter divaricati vel subreflexi. Flores pallide viridescentes (ex Jacouin!). Perianthii tubus subcampanulatus, ca. 4 mm longus ; lobi tubum duplo superantes, subovati, in anthesi reflexi. Filamenta lobos aequantia vel superantia, filiformia, antheris longe exsertis, Ovarium oblongum, vix 4mm longum; styli 3, dimidium filamentorum aequantes, stigmatibus sublobatis. Hab. in Venezuela prope Caracas: Boos. Floret Aprili in caldario, (v. s. in herb. Vind.) 46. Coccoloba Spruceana Lindau spec. nov. Ramuli breviter puberuli. Ochreae laxae, usque ad basin fissae. Folia subobovata, apice acuminata, basi angustata vel subrotundata, nervis prima- riis supra semiimmersis, subtus acute expressis, nervulis utrinque promi- nulis densissime reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1 —2-floris, rhachi puberula. Pedicelli alabastriferi nulli. Rami rimoso-angulati, grisei, lenticellis ellipticis ; ramuli nigrescentes, sulcati, breviter puberuli. Ochreae usque ad basin fissae, basi puberulae, ca. 3 cm longae, membranaceae, laxae. Folia petiolis sulcatis, ca. 4 cm longis, breviter puberulis, sub ochrea insertis, subobovata, apice acuminata, basi angustata vel subrotundata, 8—14 cm longa, 4—71/9 cm lata, chartacea, glaberrima, sed ad basin costae subtus minute pube- rula, supra nitida, subtus subopaca, margine plano, nervis lateralibus angulo 50— 60? abeuntibus, usque ad marginem initio arcuatis, demum subrectis, primariis supra semi- immersis, subtus acute expressis, nervulis utrinque (supra magis) prominulis densissime eleganterque reticulato-venosa. Infloresce ntia terminalis, foliis subaequilonga, multiflora, nodulis 4—2-floris, pedunculo 410—415 mm longo rhachique puberulis; brac- teae triangulares, acutae, subaccurrentes, ca. ^ mm longae, puberulae ; ochreolae bilobae, ca. 4!/ mm longae, minute puberulae, membranaceae; pedicelli alabastriferi nulli. Vidi tantum alabastra non satis evoluta. Monographia generis Coccolobae. 163 Hab. in Venezuela ad flumina Casiquiari, Vasiva et Pacimoni: Spruce n. 3185. (v. s. in herb, Borss.-Bars., Brux., CAnDoLL,, DELEss., Petrop.) 44. Coccoloba Glaziovii Lindau spec. nov. Ramuli sub lente obsolete puberuli. Ochreae subadpressae. Folia ovata, + subito breviter acuminata, basi subpeltato-cordata, tenuia, utrinque ad nervos primarios brevissime puberula, nervis primariis supra subpro- minentibus, subtus magis expressis, nervulis utrinque tenuiter prominulis dense retieulato-venosa. Inflorescentia nodulis 4—3 - floris, rhachi glabra. Pedicelli ochreolis 1—21/,-plo longiores. Rami subsulcati , lenticellis pallidis, orbicularibus, saepe obsoletis; ramuli regu- lariter sulcati, sub lente obsolete puberuli. Ochreae oblique truncatae, 41—11/; cm longae, ima basi nervosae, mox evanidae, subadpressae. Folia petiolis plane canali- culatis, 2—3 cm longis, minute puberulis, ad basin ochreae insertis, ovata, apice + subito breviter acuminata, basi subpeltato-cordata, 9—19 cm longa, 6—43 cm lata, tenuia, margine plano, glaberrima, utrinque ad nervos primarios supra subprominentes subtus magis expressos brevissime puberula, nervis lateralibus angulo 50—60? abeunti- bus, plane arcuatis, nervulis utrinque prominulis dense reticulato-venosa, paucis majori- bus laterales conjungentibus subtus magis prominulis. Inflorescentia terminalis vel lateralis in ramulis, densiflora, racemosa, patenti-erecta, foliis aequilonga vel brevior, nodulis 1—3-floris, pedunculo ca, 4 cm longo rhachique glabris sulcatisque ; bracteae triangulares, obtusatae, 4 mm longae; ochreolae profunde bilobae, bracteam aequantes, membranaceae; pedicelli fl. tenues , 4—21/9 mm longi, horizontaliter divaricati, paucis pilis instructi, fr. ca. 4 mm longi, incrassati, Perianthii tubus plane conicus, vix 3/4 mm longus; lobi ovati, 11/9 mm longi, in anthesi reflexi. Fila menta e lata basi filiformia, ca. 2 mm longa, erecta, antheris longe exsertis. Ovarium oblongum, ob- luso-trigonum, ca. 3/4 mm longum; styli 3, La mm longi, stigmatibus lobatis. Hab. in Brasiliae prov. Rio de Janeiro loco non indicato: GLaziou n. 8089. (v. s, in herb. Berol., Brux., DELEss. Holm.) 3 48. Coccoloba cylindrostachya Lindau spec. nov. Ramuli eleganter suleati, glabri. Ochreae glabrae, subamplae. Folia petiolis in ?/, altitudinis ochreae insertis ovata, apice acriter acuminata, basi cordata, glabra, utrinque ad nervos primarios parce pilosa, nervis pri- mariis supra prominulis subtus expressis, nervulis utrinque tenuiter pro- minulis densiuscule reticulato-venosa. Inflorescentia densiflora, cylindrica, nodulis 4— 5-floris, rhachi minute puberula. Pedicelli ochreolam circa 2-plo superantes. Rami fusco-cinerei, subangulati, lenticellis orbicularibus, pallidioribus; ramuli cinerei, eleganter sulcati, glabri. Ochreae basi costatae, herbaceae, glabrae, sub- amplae, 7 mm longae vel longiores(?), Folia petiolis sulcatis, tenuibus, ca. 3 cm longis, in ?/5 altitudinis ochreae insertis, glabris vel ad laminam versus supra parce pilosis, ovata, apice acriter acuminata, basi cordata, 40—18 cm longa, 7—11 cm lata, glabra, sed utrinque ad nervos primarios paucis pilis instructa, margine plano, tenuia, nervis 11* y 164 G. Lindau. lateralibus angulo 60—70? abeuntibus, decurrentibus, usque ad marginem fere sub- rectis, primariis supra prominulis, subtus eleganter expressis, nervulis utrinque tenuiter prominulis densiuscule reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, solitaria vel subfasciculata, racemosa, foliis 1—1!/o-plo longior, densiflora, cylindrica, nodulis 1—5-floris, pedunculo 1—1'/y cm longo rhachique minute puberulis, leviter angulatis ; bracteae lanceolatae, puberulae, ca. 3/4 mm longae; ochreolae bracteas aequantes, sub- recte truncatae, membranaceae; pedicelli fl. tenues, 1—1 1/; mm longi, horizontaliter divaricati. Perianthii tubus campanulatus, vix 1 mm longus; lobi ovati, 41/9 mm longi, in anthesi subreflexi. Filamenta subulata, erecta, ca. 11/9 mm longa, antheris exsertis. Ovarium oblongum, trigonum, ca.3/4, mm longum; styli 3, ca. 1/ mm longi, stigmatibus lobatis. Hab. in Brasiliae prov. Rio de Janeiro: Graziou n. 13135. (v. s. in herb, Berol., Brux., DELEss.) 49. Coccoloba nutans H. B. K. Rami glabri. Folia obovata, apice breviter acuminata, basi cordata, nervis primariis utrinque prominentibus, nervulis prominulis dense reti- culato-venosa. Inflorescentia nutans, nodulis 1-floris. Coccoloba nutans H.B.K. in: Nov. Gen. II, 440; Kuntu, Syn. Pl. I, 465; MEıssx. in: DC. Prodr. XIV, 455. Arbor ramis teretibus glabris. Ochreas non vidi. Folia petiolis supra canali- culatis, glabris, ca. 21/2 cm longis, obovata, apice, breviter acuminata, basi cordata, ca. 30 cm longa, 13 em lata, subcoriacea, margine plano, supra nitida, glabra, nervis late- ralibus angulo 50— 70? abeuntibus, subdecurrentibus, subrectis, ad marginem in com- plures arcus procurrentibus, primariis utrinque prominentibus , nervulis prominulis dense reticulato venosa. Inflorescentia densiflora, nutans (ex Humpotpr!), nodulis 4-floris; bracteae triangulares, acutae, accurrentes, ca. ! mm longae; ochreolae bracteam aequantes; pedicelli alabastriferi subnulli. Vidi tantum alabastra non satis evoluta. Hab. in Peru ad litus Oceani Pacifici juxta Truxillo: BoNPLAND. Floret Octobri. (v. s. in herb. Berol.) 50. Coccoloba striata Benth. Frutex ramulis glabris. Ochreae longe acuminatae, basi costatae, costis post membranae destructionem diutius persistentibus. Folia ovata, apice + obtuso-acuminata, basi cordata, nervis primariis supra semiimmersis, subtus acute expressis, nervulis utrinque prominulis eleganter denseque reticulato- venosa. Inflorescentia nodulis 1 —3-floris, rhachi sub lente pube- rula. Pedicelli fl. ochreolas circa !/,-plo superantes. Fructus ovoideus, apice lobis perianthii laxe adpressis conspicuis. Coccoloba striata Bentu. in: Hook. Journ. Bot. IV, 626; SCHOMB. Fl. et Faun. Br. Guy. p. 1131; Messy. in: Fl. bras. V, 1 p. 36 et in: DC. Prodr. XIV, 458. Frutex humilis (herb. Borss.-Bars!), decumbens (ex BrawcuET!), vel scandens (ex ScuENCK !), ramis angulatis; ramulis sulcatis, glabris, ochreis cinctis. Ochreae oblique truncatae, longe acuminatae, ca. 1!/» cm longae, laxae, basi tomentellae, evanidae, basi costatae, costis post membranae destructionem diutius persistentibus, tandem sine ulla cicatrice deciduis. Folia petiolis supra canaliculatis, tenuibus, evanescenter puberulis, W Y Monographia generis Coecolobae. 165 in 1/5—1/, altitudinis ochreae insertis, 5—35 mm longis, ovata vel oblongo-ovata, apice = obtuso-acuminata, basi cordata, 9—20 cm longa, 5—14 cm lata, chartacea, margine leviter recurvo vel plano, glaberrima, utrinque ad nervos primarios evanescenter pilosa, nervis lateralibus angulo 50—60° abeuntibus, usque ad marginem fere subrectis, sub- decurrentibus, primariis supra semiimmersis, subtus acute expressis, nervulis utrinque tenuiter prominulis dense eleganterque reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, racemosa, foliis majoribus aequilonga, nodulis 1—3-floris, pedunculo ca. 4 cm longo rhachique sub lente puberulis; bracteae triangulares, accurrentes, puberulae, 1—2 mm longae; ochreolae bilobae, lobis acutis, bracteam subaequantes, membranaceae, basi puberulae ; pedicelli fl. tenues, bracteam aequantes, sub lente obsolete puberuli, tenues, patentes vel horizontaliter divaricati, fr. ca. 5 mm longi, crassiusculi. Flores sulfurei (herb. Boiss.-Bans.]. Perianthii tubus urceolato-campanulatus, vix 4 mm longus; lobi ovati, 1!/; mm longi, in anthesi reflexi. Filamenta filiformia, ca. 2 mm longa, erecta, antheris exsertis. Ovarium oblongum, obtuso-trigonum, ca, !/ mm longum; styli 3, stigmatibus sublobatis. Fructus ei C. laurifoliae similis, ovoideus, basi in slipitem brevissimum contractus, apice subacuminatus, lobis perianthii laxe adpressis, conspicuis, 44 mm longus, 9 mm diametro, pericarpio crustaceo, costato (Fig. 26). Semen 3-sulcatum, partibus sulcatis, testa cornea, dilute fusca, nitida, acuminata, subtrigona. Hab. in Guy ana anglica prope Roraimae montes in silvaticis pra- torum: Ricn. Scnomgurck n. 929 (II, 1265 (ID; in Brasiliae prov. Bahia prope St. Anna: Beyrich, BrawcuET (ex Metssner!), herb. Botss.-Bars. (in loco humido); S. Paulo prope Sorocaba in locis siccis: Moséx n. 3664; Rio de Janeiro: Gavpicnaup, LANGSDORFF, ÄNDERSSON, WIDGREN n. 442; Pernambuco prope Pernambuco: Scuenck n. 4144. Floret Aprili, (v. s. in herb. Berol., Boiss.-Bars., DELEss., Holm., Lips., Petrop., SCHENCK., Vind.) 51. Coccoloba ilheensis Wedd. Ramuli glabri. Ochreae oblique vel subrecte truncatae, laxae. Folia ovata vel ovalia, apice breviter acuminata, basi cordata, membranacea, ner- vis primariis supra semiimmersis, subtus prominentibus, nervulis utrinque tenuissime prominulis laxe retieulato-venosa. Inflorescentia nodis 4-floris, rhachi glabra. Pedicelli ochreolas subaequantes. Coccoloba ilheensis Web». in: Ann, sc, nat. 3. ser. XIII, 258; Warp. Ann. III, 288; Messy. in: Fl. bras. V, 4 p. 36 et in: DC. Prodr. XIV, 157. Coccoloba membranacea KL. in: Linnaea XIV, 289 (sine descr.). Arbuscula trunco arboreo (ex Martius!) vel frutex 4, 5—6-metralis (ex Lusca- NATH et Manrius !) ramis propendentibus (ex Martius !), ramulis graciliter striatis, cinereo- nitidis, glaberrimis, lenticellis irregulariter dispersis, ellipticis. Ochreae oblique vel subrecte truncatae, Æ+ 4 mm longae, membranaceae, margine subscariosae, laxae, diutius persistentes. Folia petiolis, in sicco sulcatis, 40—15 mm longis, glaberrimis, ad basin ochreae insertis, ovata vel ovalia, apice breviter acuminata, basi cordata, = 44 cm longa, Æ 7!/2 cm lata, membranacea, margine plano, glabra, nervis lateralibus angulo 60—75? abeuntibus, plane arcuatis, primariis supra semiimmersis vel prominulis, subtus prominentibus, nervulis utrinque tenuissime prominulis laxe reticulata-venosa, Inflorescentia terminalis in ramulis, solitaria, nutans, folia aequans vel n-plo longior, racemosa, nodulis 1-floris, pedunculo usque ad 14 cm longo rhachique glabris; 166 G. Lindau. bracteae triangulares, acutae, ca. 4 mm longae, deciduae; ochreolae usque ad basin fissae, membranaceae, pedicellum aequantes; pedicelli ca. 41/2 mm longi, horizontaliter divaricati. Flores albi (ex Manrius!) vel flavo-virides (ex Luscanare!). Perianthii tubus conicus, ca. 3/4 mm longus; lobi ovati, tubum 2-plo superantes, in anthesi recurvati Filamenta filiformia, lobos aequantia, alba (ex Luscuwaru!), antheris exserti. Ovarium oblongum, trigonum ; styli 3, filamentis !/a-plo breviores, stigma- tibus sublobatis. Hab. in Brasiliae prov. Para circa Igarapé-mirim prope Para: Martivs (ex Meıssser !); Bahia in sepibus ad Ilheos: Manrics herb. Fl. bras. n. 1240, Lusconatu n. 42. Floret Novembri—Januario. (v. s. in herb. Berol., Boiss.-Bars., Brux., Lips., Mon., Petrop.). | 52. Coccoloba declinata Mart. Frutex ramulis glabris, striatis. Ochreae subrecte truneatae , subad- pressae, glabrae. Folia ovata, apice acuminata, basi + angustata, glaber- rima, tenuia, nervis primariis utrinque expressis,mervulis tenuiter promi- nulis laxe reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1 —3-floris, rhachi gla- berrima. Pedicelli ochreolas aequantes vel duplo longiores. Fructus ovoi- deus, apice perianthii lobis arcte adpressis conspicuis. Coccoloba declinata Maur. mss. in: herb. Mon; MEissx, in: Fl. bras. V, 1 p. 29 et in: DC. Prodr, XIV, 164. Coccoloba declinata Mant. a. minor, B. Vellosiana Meissx. in: Fl. bras. V, 1 p.30 et in: DC. Prodr, XIV, 164. Polygonum declinatum VELLozo in: Fl. flum. IV tab. 44. Arbor vel frutex subscandens (ex RIEDEL!) vel erectus , 2,5—4 metralis (ex Princ, NEovip., SCHWACKE !) ramis tenuiter striatis, subbrunneis, lenticellis sparsis, orbi- cularibus, ramulis striatis, glabris. Ochreae subrecte truncatae, acutae, ca. 1 cm longae, meinbranaceae, basi chartaceae, saepius diutius persistente, subadpressae. Folia petiolis supra canaliculatis, paullo supra ochreae basin insertis, glabris vel ad laminam versus supra subbarbellatis, ovata vel oblonga, apice obtuso-acuminata, basi + angustata, 5—10 em longa, 2'/,-—6 cm lata, glaberrima, tenuia, margine subreflexo, nervis laterali- bus angulo 60—709 abeuntibus, plane arcuatis, primariis utrinque expressis, nervulis tenuiter prominulis laxe reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, multiflora, racemosa, foliis subaequilonga, nodulis 1—3-floris; pedunculo ad !/gcm longo rhachique glabris angulatisque; bracteae triangulares, acutae, subaccurrentes, ca. 4 mm longae; ochreolae bilobae, membranaceae, ca. 4 mm longae; pedicelli fl. ochreolam aequantes, fr. crassiusculi. Flores albi (ex Princ. NEovip.!), luteo-albi (ex RiEDEL!), virides (ex ScuwackE!), pallide virides (ex RigpEL!). Perianthii tubus campanulatus, vix ! mm longus; lobi ovati, 4 mm longi. Filamenta filiformia, 41/ mm longa, erecta, antheris exsertis. Ovarium oblongum, trigonum, 4 mm longum; styli 3, stigmatibus sublobatis, Fructus ovoideus, 9 mm longus, 5 mm diametro, lobis perianthii apice arcte adpressis conspicuis, pericarpio crustaceo, tenuiter striato (Fig. 27). Semen subglobosum, apice acuminatum , basi planum, breviter stipitatum , 3-sulcatum, partibus 4-sulcatis, fusco- atrum, testa cornea, dilute fusca, nitida. Cotyledones ovatae, apice profunde, basi plane emarginatae, adpressae, 4 mm longae, 5 mm latae, margine involuto; radicula 2 mm longa. Hab. in Brasiliae prov. Rio de Janeiro in umbrosis arenosis humi- diuseulis: Manrivs herb Fl. Bras., n. 66, LuscuvamH, Riepez n. 675. 676, Monographia generis Coccolobae. 167 Princ. NEovin., Graziou n. 3089, Scuwacke n.6476; -S. Paulo: BURCHELL n. 3269. Floret Aprili et Augusto—Septembri. (v. s. in herb. Berol., Brux., ENGLER., Gotting., Petrop., SCHWACKE.) var. major MeiBn. Folia petiolis 14 —1!/; em longis, glaberrimis, ovata vel subobovata, obtuso-aeuminata, basi + angustata, circa 10 cm longa, cirea 6 em lata. Pedunculus 11/, cm longus. Pedicelli fr. 1—2 mm longi, ochreolam duplo superantes. Coccoloba declinata Mart, y. major Meissx. in: Fl. bras. V, 1 p. 30 et in: DC., Prodr. XIV, 164. . Hab. in Brasiliae prov. S. Paulo in udis ad Pendamhongaba, Tau- baté etc.: Martius. (Floret Junio— Julio. (v. s. in herb. Mon.) Obs. Var. major est habitu a forma typica longe diversa et forsan nova species. Sed quod specimen in herb. Mon. miserabile est, id dijudicare non audeo, 53. Coccoloba lucidula Benth. Ramuli ferrugineo-tomentelli. Ochreae puberulae, laxae. Folia ovata vel oblonga, apice + acuminata, basi rotundata, glaberrima, nervis prima- riis supra prominulis, subtus expressis, nervulis utrinque tenuiter promi- nulis laxiuscule reticulato-venosa, utrinque nitida. Inflorescentia nodulis 1—3-floris, rhachi puberula. Pedicelli breves, ochreolis breviores. Coccoloba lucidula Bentu. in: Hoox., Journ. of Bot. IV, 627; Scuows. Fl. et Faun. Br. Guy. p. 1431; Meisen, in: FL bras. V, 4 p.34 et in: DC Prodr. XIV, 161. Coccoloba stricta Kr. in: Scuows. Fl. et Faun. Br. Guy. p. 934 (sine descr.). Frutex scandens (ex SCHOMBURGK!) ramis substriatis, ramulis ferrugineo-tomen- tellis, mox glabratis. Ochreae oblique truncatae, ca. 5 mm longae, puberulae, mox evanidae, laxae. Folia petiolis ochreas subaequantibus, supra canaliculatis, pilis ferru- gineis longioribus sparse obsitis, ad basin ochreae insertis, ovata vel oblonga, apice + acuminata, basi rotundata, 6—10 cm longa, 21/5—5 cm lata, subcoriacea, glaberrima, margine plano, utrinque nitida, in sicco fusco-atra, subtus paullo pallidiora, nervis lateralibusangulos 70—80° abeuntibus, plane arcuatis, primariis supra prominulis, subtus expressis, nervulis utrinque tenuiter prominulis eleganter laxiuscule reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, interdum fasciculata, racemosa, multiflora, foliis aequi- longa vel brevior, nodulis 4—3-floris, pedunculo ca. 5 mm longo rhachique puberulis angulatisque; bracteae triangulares, acutae, !/ mm longae, puberulae; ochreolae brac- team 2-plo superantes, membranaceae ` pedicelli ca. 1/5 mm longi, in ochreola nidulantes, horizontaliter divaricati, Perianthii tubus plane conicus, 3/,mm longus; lobi tubum aequantes, ovati, in anthesi reflexi. Filamenta filiformia basi dilatata, lobis paullo breviora, antheris exsertis. Ovarium oblongum, styli 3, 1/3 longitudinis filamentorum aequantes, stigmatibus sublobatis, Hab. in Guyana anglica in Roraimae montibus: Rica.ScuompurcK n. 947 (ID; in locis silvaticis pratorum: Rica. Scnowsunak n. 1262. Floret Aprili, v. s. in herb. Berol., Brux., DELEss., Lips.. Vind.) 168 G. Lindau. 54. Coccoloba racemulosa Meifsn. Ramuli glabri. Ochreae laxae. Folia ovata vel subobovata, apice + obtuso-acuminata, basi angustata vel subrotundata, membranacea, nervis primariis supra prominulis, subtus prominentibus, nervulis tenuissime pro- minulis utrinque dense reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 4-floris, rhachi sub lente pilosa, Bracteae minutae. Ochreolae infundibuliformes, 3-acuminatae, pedicellos aequantes. Coccoloba racemulosa Metssn. in: Fl. bras, V, 4 p. 30 et in: DC. Prodr. XIV, 464. Frutex volubilis ramis glabris, striatis, flexuosis, subdistiche ramulosis; ramulis brevibus, patentibus, conferte foliosis. Ochreae mox deciduae, usque ad basin fere fissae, in acumen latum petiolo longius extractae, laxae Folia petiolis supra canali- culatis, glabris, + 4 cm longis, ad basin ochreae insertis, ovata vel subobovata, apice = obtuso-acuminata, basi angustata vel subrotundata, 4—8 cm longa, 2—4 cm lata, membranacea, glaberrima, margine plano, utrinque subnitida, nervis lateralibus angulo 45—55° abeuntibus, plane arcuatis, subdecurrentibus, primariis supra prominulis, subtus prominentibus, nervulis utrinque tenuissime prominulis dense reticulato-venosa. In- florescentia terminalis foliis aequilonga vel brevior, racemosa, laxiflora, nodulis 4-floris, pedunculo ca. 5 mm longo rhachique sub lente pilosis; bracteae minutae ; ochreolae infundibuliformes, superne ampliatae, 3-acuminatae, basin pedicelli arcte includentes, 112 mm longae; pedicelli ochreolam aequantes, tenues, horizontaliter divaricati. Perianthii tubus conicus, ?/, mm longus; lobi ovati, tubo longiores, in anthesi reflexi, Filamenta subulata, 4 mm longa, erecta, antheris exsertis. Ova- rium globosum, stipitatum, obsolete trigonum, ca. ^ mm longum; styli 3, 1/; mm longi, stigmatibus sublobatis. Hab. in Guyana gallica: Perrorrer n. 83; in Brasiliae prov. Minas Geraés ad fluvium Carinhanha in silvis interioribus: Martius. Floret Septembri. (v. s. in herb. Berol., CanpoLL., DELEss., Mon.) 55. Coccoloba bracteolosa Meifsn. Ramuli tenuiter sulcati, breviter [puberuli. Ochreae profunde fissae, in longum acumen protractae, sublaxae, minute tomentellae.' Folia ovalia vel ovata, apice obtuso-subacuminata, basi + angustata, glaberrima, nervis primariis supra prominulis subtus expressis, nervulis utrinque prominulis subdense retieulato-venosa. Inflorescentia nodulis 2—3-floris, bracteis subnullis. Pedicelli ochreolis ca. !/4-plo breviores. Coccoloba bracteolosa Mxisss, in: Fl. bras. V, 4 p.30 et in: DC. Prodr. XIV, 464. Frutex(?) ramis sulcatis, albescentibus; ramulis tenuiter sulcatis, breviter pu- berulis. Ochreae profunde fissae, in acumen ca. 31/3 cm longum protractae, minute tomentellae, sublaxae, evanidae. Folia petiolis sulcatis, supra canaliculatis, ca. 41/9 cm longis, ad basin ochreae insertis, glabris tenuibus, ovalia vel ovata, apice obtuso-sub- acuminata, basi + angustata, + 13 cm longa, Æ 71/9 cm lata, glaberrima, margine plano, nervis lateralibus angulo 60—70? abeuntibus, plane arcuatis, primariis supra prominulis subtus expressis nervulisque utrinque tenuiter prominulis subdense reticu- lato-venosa. Inflorescentia terminalis in ramulis lateralibus, solitaria, erecta, laxiflora, foliis brevior, nodulis 2—3-floris, pedunculo ca. 4 cm longo rhachique minute tomentellis; bracteae subnullae; ochreolae bilobae, acutae, 3 mm longae, sub Monographia generis Coccolobae. 169 lente minute puberulae, pedicellos tenues, 2 mm longos, horizontaliter divaricatos, sub lente tomentellos cingentes. Perianthii tubus conicus, ca. 4 mm longus; lobi oblongi, ca. 4!/mm longi, in anthesi recurvati. Filamenta filiformia, lobos aequantia, erecta, antheris longe exsertis. Ovarium ca. Las mm longum, acute trigonum; styli brevissimi, stigmatibus per anthesin minutis, Hab. in Brasiliae prov. Bahia prope Joazeiro ad flumen S. Fran- cisco in silvis inundatis: Martius; Alagoas prope Alagoas: GARDNER n. 1390; Para prope Para: herb. Brux. Floret Martio-Aprili. (v. s. in herb. Brux., Mon., Vind.) 56. Coccoloba ochreolata Wedd. Ramuli striati, tomentelli. Ochreae usque ad basin fere fissae, minute puberulae, laxae. Folia ovata vel rotundato-ovata, apice obtuso-acuminata, basi cordata, nervis primariis supra impressis vel semiimmersis, subtus prominentibus, nervulis utrinque prominulis densissime reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 2—4-floris, rhachi tomentella. Bracteae minutae, ochreolae pedicellos subaequantes, longae. Fructus globosus, utrinque attenuatus, apice lobis perianthii arcte adpressis coronatus. Coccoloba ochreolata Wenn. in: Ann, sc. nat, 3 ser. XIII, 259; War». Ann. III, 289; Meissn. in: Fl. bras. V, 4 p. 40 et in: DC. Prodr. XIV, 453. Coccoloba Blanchetiana Wen». in: Ann.sc. nat. 3 sér. XIII, 257 ; Warp. Ann. III, 288. Frutex scandens (ex WEDDELL et SCHENCK!) ramis subrimosis, ramulis striatis, tomentellis. Ochreae ca. 3 cm longae, usque ad basin fere fissae, longe acuminatae, minute tomentellae, demum glabratae, membranaceae, laxae, deciduae, cicatrices obso- letas relinquentes. Folia petiolis supra canaliculatis, Æ+ 1 cm longis, glabris, ad basin ochreae insertis, ovata vel rotundato-ovata apice breviter obtuso-acuminata, basi cor- data, + 9 em longa, + 51/2 cm lata, chartacea, glaberrima, margine plano, subundulato, nervis lateralibus angulo 60—75? abeuntibus, plane arcuatis, primariis supra semimmersis vel impressis, subtus prominentibus, nervulis utrinque prominulis densissime reticulato- venosa, Inflorescentia terminalis, racemosa, laxiflora, folia subaequans, nodulis 2—4-floris, postea uno fructu evoluto, pedunculo + 6 mm longo rhachique tomentellis ; bracteae squamiformes, minutae, minute tomentellae; ochreolae profunde fissae, in contraria parte breviter bilobae, lobis triangulari-lanceolatis, 21/5—3 mm longae, mem- branaceae, minute tomentellae; pedicelli ochreolam aequantes, horizontaliter divaricati, tenues. Perianthii tubus campanulatus, ca. 4 mm longus; lobi ovati, tubum duplo superantes, in anthesi reflexi. Filamenta subulata, lobis aequilonga, antheris ex- sertis. Ovarium oblongum, trigonum; styli 3, breves, stigmatibus sublobatis. Fructus globosus, apice subito, basi magis sensim attenuatus, ca. 5 mm longus, ca. 3 mm diametro, apice lobis perianthii arcte adpressis coronatus, pericarpio fusco, crustaceo (Fig. 28. Semen immaturum tetraédrum, angulis obtusis, stipitatum, testa cornea, dilute fusca, nitida. Hab. in Brasiliae prov. Bahia: Brawcuer n. 937, 703, 3394, 3410, 34105,3561: Rio de Janeiro: Weren, Scuenck n. 2420; Graziov n. 3088 : Espiritu Santo inter Campos et Victoria: SerLow n. 324, 405. (v. s. in herb. Berol, Boiss.-Bars., Brux., DELEss., ENGLER., Haun., Horm., Lips., Petrop., Vind.) 170 (i, Lindau. 57. Coccoloba dioica Karst. Ramuli regulariter striati, glabri. Ochreae glabrae, basi costis post ochreae destructionem longius persistentibus instructae. Folia obovata vel ovalia, apice + acuminata, glaberrima, subtus ad nervos primarios evanes- center tomentella, nervis primariis supra prominulis, subtus expressis, nervulis utrinque tenuiter prominulis laxiuscule reticulato-venosa. In- florescentia nodulis 1-floris, rhachi glabra. Pedicelli ochreolas aequantes. Coccoloba dioica Karst. mss. in herb. Petrop. Rami subrimosulo-striati, lenticellis dilute fuscis, ovalibus; ramuli regulariter striati, glabri. Ochreae membranaceae basi chartaceae, glabrae, mox evanidae, basi costis post ochreae destructionem longius persistentibus instructae. Folia petiolis supra canaliculatis , circa 41/2 cm longis, glabris, ad basin ochreae insertis, obovata vel ovalia, apice acuminata, obtusata vel acria, basi rotundata vel subcordata, 8—14 cm longa, 31/,—8 cm lata, tenuia, margine plano, glaberrima, subtus ad nervos primarios evanescenter tomentella, nervis lateralibus angulo 50—75° abeuntibus, subrectis, pri- mariis supra prominulis, subtus expressis, nervulis utrinque tenuiter prominulis laxius- cule reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, solitaria, racemosa, laxiflora, foliis brevior, nodulis 4-floris, pedunculo subnullo vel usque ad 5 mm longo rhachique glabris, in sicco sulcatis; bracteae lanceolatae, obtusae, circa 3 mm longae, membranaceae, laxae; ochreolae bracteam aequantes, membranaceae, laxae; pedicelli tenues, ochreolis aequilongi, horizontaliter divaricati. Perianthii tubus in flore jam deflorato cam- panulatus, 4!/.mm longus; lobi 2mm longi, ovati, in anthesi reflexi, Filamenta lobis breviora, filiformia, antheris exsertis. Ovarium oblongum, trigonum, circa (ia mm longum; styli 3, ! mm longi, stigmatibus lobatis. Hab. in Venezuela prope Caracas: Karsten. (v. s. in herb. Petrop.) 58. Coccoloba excelsa Benth. Ramuli ferrugineo-pubescentes vel glabri. Ochreae profunde fissae, amplae, subglabrae. Folia ovata vel ovalia, apice + acuminata, basi cordata, glaberrima vel subtus pubescentia, nervis primariis supra impressis, subtus prominentibus. Inflorescentia foliis brevior, nodulis 1—3-floris, rhachi puberula vel glabra. Bracteae minutae. Pedicelli ochreolas longas aequantes vel superantes. Fructus globosus, utrinque attenuatus, lobis perianthii arete eonniventibus breviter obtuso-coronatus. Coccoloba excelsa BENTH. in: Hook. Journ. Bot. IV, 625; Meissx. in: Fl. bras. V, 4 p. 34 et in DC. Prodr. XIV, 156; Scnons. Faun. et Fl. Br. Guy. p. 934. Coccoloba parimensis Bento. in: Hook. Journ. Bot. IV, 626; Scnuown, Faun. et Fl. Br. Guy. p. 1134. Coccoloba parimensis Benta. var. 8. Hostmanni Mkisss. in: Fl. bras, V, 4 p. 35 et in: DC. Prodr. XIV, 456. Frutex volubilis cum cirrhis longis, sub aquam dependentibus, caule lignoso (ex WuLLscHLAcEL'). Rami obsolete striati; ramuli striati, in sicco nigrescentes, ferrugineo- pubescentes, demum glabrati, lenticellis ellipticis. Ochreae profunde fissae, in acumen 10—415 mm longe protractae, totae 15—20 mm longae, apice membranaceae, amplae, mox evanidae, glabrae, basi tomentellae. Folia petiolis supra canaliculatis, = ! cm Monographia generis Coccolobae. 171 longis, pubescentibus, sub ochrea insertis, ovalia vel ovata, apice + acuminata, basi cordata, vel rotundata, + 17 cm longa, Æ 44 cm lata, coriacea, margine plano, supra ad nervos primarios impressos minute puberula, subtus tota pubescentia, nervis lateralibus angulo 45—70° abeuntibus, ad marginem subrectis, arcu simplici connexis, primariis subtus prominentibus, nervulis laterales conjungentibus supra impressis, subtus pro- minulis, minoribus supra inconspicuis, subtus tenuiter prominulis dense reticulato- venosa. Inflorescentia terminalis vel axillaris(?), foliis brevior, racemosa, multiflora, nodulis 4—3-floris, pedunculo circa 4 cm longo rhachique subpuberulis; bracteae. minutae, squamiformes; ochreolae usque ad medium fissae, biacuminatae, membrana- ceae, circa 21/ mm longae; pedicelli fl. 2 mm longi, tenues, horizontaliter divaricati, fr. 31/9 mm longi. Flores albi (ex WurLscHLAGEL et Kapprer!). Perianthii tubus conicus, !/, mm longus; lobi tubum 3-plo superantes, ovati, per anthesin usque ad tubum reflexi. Filamenta filiformia basi dilatata, circa 2 mm longa, erecta, antheris longe exsertis. Ovarium oblongum, obtuso-trigonum; styli 3, filamentis '/3-plo breviores, stigmatibus sublobatis. Fructus globosus, utrinque attenuatus, 9mm longus, 7 mm diametro, lobis perianthii arcte conniventibus apice obtuso-coronatus, peri- carpio crustaceo, regulariter striato (Fig. 29). Semen globosum, breviter acuminatum, basi planum, 3-sulcatum, partibus paucisulcatis, testa cornea, fusco-nigrescenti, Hab. in Guyana anglica: Rica. Scnowsurek coll. I n. 178, n. 128 et 218 in herb. Berol., coll.I n. 400; gallica: Mëtten n. 734; batava: WULLSCHLÄGEL n. 804, 1660, KarPLER n. 1715, Hosrmaxx n. 245; in Bra- siliae prov. Para: BurcaeLL n. 9150; in Sto. Domingo: Mavernorr. Floret Junio-Julio et Octobri-Novembri. (v. s. in herb, Berol., Borss.-Bann., Brux., DELEss., Gótting., Kew., Vind.) var. glabra Lindau. Tota planta glaberrima. Coccoloba parimensis BEvrH. in: Hook. Journ. Bot. IV, 626. Coccoloba parimensis BENTH. var. a. Schomburgkii Meissx. in: Fl. bras. V, 4 p. 35 et in: DC. Prodr. XIV, 136. Hab. in Guyana anglica ad Rio Parime: Scuomsurck ` prope Pa- nuré ad Rio Maupès: Spruce n. 2732. Floret Aprili. (v. s. in herb. Boiss,-Bars., Brux.) 59. Coccoloba fastigiata Meifsn. Ramuli ferrugineo-pubescentes vel glabri. Ochreae usque ad basin fissae, evanescenter fulvo-puberulae vel glabrae. Folia ovalia vel late lanceolata, apice + obtuso-acuminata, basi rotundata vel subcordata, utrin- que glabra vel subtus + pilosa, nervis primariis supra impressis, subtus acute prominentibus, nervulis utrinque prominulis densissime reticulato- venosa. Inflorescentia nodulis 1—3-floris, rhachi parce pilosa vel glabra. Coccoloba fastigiata Metssn. in: Fl. bras. V, 1 p. 34 et in: DC. Prodr. XIV, 156, Coccoloba Goudotiana MEısss. (non Wenn.) in: Fl. bras, V, ! p. 35 tab. XIII fig.4 et in: DC. Prodr, XIV, 458, Arborea ramulis eleganter sulcatis, ferrugineo-pubescentibus, lenticellis ellipticis, albidis. Ochreae oblique truncatae, usque ad basin fissae, apice membranaceae, basi nervosae, petiolum subaequantes, evanescenter fulvo-puberulae, amplae, evanidae et N 172 G. Lindau. cicatrices relinquentes. Folia petiolis supra canaliculatis, + 42mm longis, praesertim supra ferrugineo-pubescentibus, ad basin ochreae insertis, ovalia vel late lanceolata, apice + obtuso-acuminata, basi subcordata , + 12 cm longa, 5—9 cm lata, coriacea, margine leviter reflexo, supra glabra et ad nervos primarios tomentella, subtus pubes- centia praesertim ad venas, nervis lateralibus angulo 50—75° abeuntibus, plane arcuatis, primariis supra impressis, subtus acute prominentibus, nervulis utrinque prominulis densissime reticulato-venosa, majoribus laterales conjungentibus subtus subparallelis paullo magis expressis. Inflorescentia terminalis, solitaria vel subfasciculata, race- mosa, foliis duplo fere longior, erecta, densiflora, nodulis 4—3-floris, pedunculo + 4 cm longo rhachique parce pilosis; bracteae triangulares, acutae, 4 mm longae; ochreolae bracteam subaequantes, bilobae, membranaceae; pedicelli fl. 41/4 mm longi, horizon- taliter divaricati. Perianthii tubus conicus, 1/2 mm longus; lobi ovati, tubum paullo superantes, in anthesi reflexi. Filamenta in alabastro longitudine inaequalia, in anthesi filiformia, inter se aequalia, antheris exsertis. Ovarium oblongum, trigo- num, circa 4 mm longum; styli 3, saepe 4, stigmatibus lobatis. Hab. in Brasiliae prov. Rio de Janeiro prope Aguacu: Scnorr n. 5540; loco non indicato: Pour, Grazrov n. 7888, 11441, ScHOMBURGK n. 4262 (pr. p. ex. Mrissx.), (v. s. in herb. Berol., Brux., DrLEss,, Kew., Mon., Vind.) var. glabrata Mein. Tota planta glaberrima. Folia petiolis supra in sulco puberulis, subtus glabris, oblonga, apice sensim obtuso-acuminata, basi rodundata vel leviter cordata, + 7 em longa, + 2!/; em lata, subtus ad nervos pilis sub lente conspicuis obsita. Coccoloba fastigiata MEıssx. var. 8. glabrata Metssn. in: Fl. Bras. V, 4 p.84 et in: DC. Prodr. XIV, 456. Hab. in Brasiliae prov. Rio de Janeiro prope Taipu (Itaipu): Scuorr n. 5537; loco non indicato: Pont n. 914. (v. s. in herb. Berol., Vind.) Obs. Scuorr n. 5540 format transitum foliis late lanceolatis, petiolo supra pube- rulo, a forma typica ad varietatem. Specimina praeterea adsunt ramulis glabris, ochreis tomentellis, foliis glabris, tantum subtus in axillis barbellatis, rhachi glabra. 60. Coccoloba fallax Lindau spec. nov. Ochreae grosse costatae, amplae. Folia oblongo-ovata vel oblongo- obovata, apice acuminata, basi in petiolum angustata, nervis lateralibus supra subimmersis, subtus prominentibus, nervulis supra paueis conspicuis planis, subtus planis dense reticulato-venosa. Inflorescentia fasciculata, nodulis 4-floris, rhachi puberula. Bracteae, ochreolae minutae. Coccoloba crescentiifolia Grises. (non CuAn.) in: Fl. Br. W. I. Isl. p. 463. Arbor(?) ramulis crassis, sulcatis, iis C. rugosae similibus, ab ochreis fere omnino cinctis, glabris. Ochreae 2—21/, cm longae, coriaceae, amplae, grosse costatae. Folia petiolis 21/—4 cm longis, profunde sulcatis, glabris, sub ochrea insertis, oblongo- ovata vel oblongo-obovata, apice acuminata, basi in petiolum angustata, = 46—30 cm longa, + 6—13cm lata, glaberrima, margine leviter subreflexo, subcoriacea, costa media Ps a Monographia generis Coccolobae. 173 supra ad basin bisulcata, prominente, subtus acute expressa, nervis lateralibus angulo 45—60° abeuntibus, subrectis, ad marginem arcuatis, supra subimmersis, subtus pro- minentibus, nervulis supra paucis conspicuis planis, subtus planis dense reticulato- venosa, Inflorescentia terminalis, valde fasciculata, racemosa, laxiflora, nodulis {-floris, pedunculo varia longitudine rhachique puberulis; bracteae minutae, pube- rulae; ochreolae minutae; pedicelli tenues, ?/,mm longi. Perianthii tubus in- fundibuliformis, circa 4 mm longus; lobi ovati, circa 11/5 mm longi. Filamenta in alabastro vix !/» mm longa. Ovarium subglobosum, trigonum, 1/ mm longum; styli 3, 1/; mm longi, stigmatibus lobatis. Hab. in Trinidad: Crurcer n. 114. Floret Aprili. (v.s. in herb. Götting., Krus. et Urs.) 61. Coccoloba Moseni Lindau spec. nov. Frutex ramulis minute tomentellis. Ochreae oblique truncatae, apice amplae. Folia oblongo-obovata vel sublanceolato-ovata, apice acuminata, basi rotundata, nervis primariis supra prominulis, subtus expressis, ner- vulis tenuiter prominulis laxiuscule reticulato- venosa. Inflorescentia nodulis 1—3-floris, rhachi puberula. Pedicelli ochreolis longiores. Fructus ovoi- deus, sensim acuminatus, lobis perianthii arcte conniventibus apice con- spicuis. Frutex trunco volubili, rimoso-angulato, ramulis minute tomentellis, sulcatis. Ochreae oblique truncatae, acuminatae, circa 4 cm longae, membranaceae, basi pube- rulae, apice amplae. Folia petiolis supra canaliculatis, 12—15 mm longis, breviter puberulis, sub ochrea insertis, oblongo-obovata vel sublanceolato-ovata, apice acu- minata, basi rotundata, 8—46 cm longa, 21/9—51/9 cm lata, chartacea, glabra, subtus ad nervos primarios minute puberula, margine plano, supra subnitida, nervis lateralibus angulo 45—60°abeuntibus, usque ad marginem fere subrectis, demum arcuatis, primariis supra prominulis, subtus expressis, nervulis utrinque prominulis laxiuscule reticulato- venosa. Inflorescentia terminalis in ramulis, racemosa, laxiflora, 6—10 cm longa, nodulis 4—3-floris, pedunculo 5—10 mm longo rhachique puberulis sulcatisque; brac- teae lanceolatae, acutae, puberulae, 4mm longae; ochreolae bracteam aequantes, acuto- bilobae, puberulae; pedicelli fl. circa 11/5 mm longi, subhorizontaliter divaricati, pube- ruli, fr. 5—6 mm longi, crassiusculi. Perianthii tubus anguste conicus, circa 4mm longus; lobi ovati, 13/4 mm longi, in anthesi subreflexi. Filamenta subulata, 4 mm longa, antheris subexsertis, Ovarium oblongum, trigonum, 11/9 mm longum; styli 3, 1/, mm longi. Fructus ovoideus, sensim acuminatus, basi rotundatus, lobis perianthii arcte adpressis apice conspicuis, 12 mm longus, 8 mm diametro, pericarpio fusco, crus- taceo, longitudinaliter grosse costato (Fig. 30. Semen profunde 3-sulcatum, partibus sulcatis, immaturum longe acuminatum, stipitatum, testa cornea, olivacea, nitida, Hab. in Brasiliae prov. S. Paulo prope Santos ad ripas amnium: Mosén n. 3458, BurcHeLL n. 3844. Floret Januario, fruct. Aprili. (v. s. in herb. Holm., Kew.) 62. Coccoloba erescentiifolia Cham. Frutex ramulis glabris. Ochreae glabrae, amplae. Folia obovata apice acuminata vel rotundata, basi angustata, glabra, nervis primariis supra prominulis, subtus acute prominentibus, nervulis utrinque tenuiter promi- 174 G. Lindau. nulis laxe retieulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1—3-floris, rhachi sub lente puberula. Ochreolae pedicellos fl. longe superantes. Pedicelli fl. multo accrescentes, erassi. Fructus ovoideus, lobis perianthii conniventibus breviter coronatus. | Coccoloba crescentüfolia Cnam. in: Linnaea VIII, 434; Dieter. Syn, Pl, II, 4327; MrissN, in: Fl. Bras. V, 4 p. 26 tab. 8, in: DC. Prodr. XIV, 167 et in: Warm, Symb. 4870 p. 129. Coccoloba crescentiifolia Cnam. 8. obtusata Meısss, in: Fl. bras, V, 4 p. 26 et in: DC. Prodr. XIV, 467, ` Coccoloba fasciculata Web», in: Ann. des, sc. 3 ser. XIII, 258; Warr. Ann. III, 288; Meissn. in Fl, bras, V, 4, 27, in: DC. Prodr. XIV, 166. Coccoloba Vellosiana Cas. Nov. stirp. bras. Dec. VIII, p. 70. Coccoloba Gardneri Missy. in: Fl. bras, V, 4 p. 36 tab. 45 et in: DC. Prodr, XIV, 158. ? Polygonum frutescens VELL. in: Fl. flum. IV, tab. 44. Frutex arborescens (ex Rırper !), 2—5-metralis (ex Princ, NEOvID., SCHWACKE !), scandens (ex WEDDELL, SCHWACKE !), trunco 2—4 cm crasso (ex SCHWACKE!), ramis rugosis, griseis, lenticellis ellipticis adspersis; ramulis leviter sulcatis, glabris, ab ochreis vestitis, dense foliosis. Ochreae peliolis aequilongae, vel breviores, longiuscule acuminatae, membranaceae, glaberrimae, evanidae, amplae. Folia petiolis supra canaliculatis, 5—30 mm longis, ad basin ochreae insertis, glabris vel sparse pilosiusculis, obovata vel oblongo-obovata, apice brevissime acuminata vel rotundata, basi sensim angustata vel subrotundata et in petiolum decurrentia vel rotundata, 7—20 cm longa, 4—7 cm lata vel majora, coriacea, margine subrecurvato, glaberrima, nervis lateralibus angulo 50— 65? abeuntibus, arcuatis, primariis supra prominulis subtus acute prominentibus, ner- vulis utrinque = tenuiter prominulis laxe vel densius reticulato-venosa. Inflore- scentia terminalis vel lateralis, racemosa multiflora, foliisaequilonga vel longior, nodulis 1—3-floris, pedunculo varia longitudine rhachique sub lente puberulis angulatisque; bracteae ovatae, acutae, accurrentes, 3/4, mm longae, brevissime sub lente puberulae; ochreolae bilobae, bracteam aequantes, membranaceae; pedicelli fl. subnulli vel breves, fr. ad 6—7 mm accrescentes, crassi, puberuli. Flores ochroleuci (ex Princ. NEOVID.!), alabastra alba (exScuwackE!). Perianthii tubus subconicus, vix 4 mm longus, extus minutissime sub lente pilosus; lobi ovati, tubum paullo superantes, in anthesi reflexi. Filamenta filiformia, lobis paullo longiora, erecta, antheris exsertis. Ovarium ob- longum, trigonum, circa 4 mm longum; styli 3, dimidium ovarii aequantes, stigmati- bus sublobatis. Fructus ovoideus, obsolete trigonus, 12 mm longus, 8 mm diametro, lobis perianthii apice conniventibus breviter coronatus, pericarpio crusjaceo (Fig. 34). Semen globosum acuminatum, basi planum, 3-sulcatum, partibus 1-sulcatis, testa cornea. Cotyledones suborbiculares, utrinque emarginatae, flexuosae. Hab. in Brasiliae prov. Rio de Janeiro, Bahia, Minas Geraés: SELLOW, BLANcHET n. 796, Scuorr n. 5536, Craussen n. 13, 2043, Pour n. 915, Princ. Neovip., Luscuxarn, Martius herb. fl. bras. n. 65, Rieper n. 568, 674, Grazrov n. 143, 1382, 6013, Menponca n. 479, 1295; GARDNER n. 600; Scuwacke n. 6684. Floret Julio et Decembri-Februario. (v.s. in herb. Berol., Boıss.-Bars., Brux., Devess., ENGLER., Haun., Petrop., Scuwacke., Taurin., Vind.) .Obs. Species forma et longitudine foliorum, petiolorum et pedicellorum valde variabilis. Monographia generis Coccolobae. 175 63. Coccoloba parvifolia Schott. Ramuli glabri. Ochreae subamplae. Folia obovata vel ovali-obovata, apice rotundata vel breviter acuminata, basi rotundata vel angustata, nervis primariis supra semiimmersis, subtus prominentibus, nervulis utrinque prominulis + subdense retieulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1—2-floris, rhachi rufo-tomentella. Pedicelli ochreola longiores. Fructus subglobosus, apice lobis perianthii incrassatis, erectis coronatus. Coccoloba parvifolia SCHOTT in: SPRENG. Syst. IV, 2 p. 405. Coccoloba rigida Meissx. in: Fl. bras. V, 4 p. 29 et in: DC. Prodr. XIV, 169. Frutex scandens (ex Scuexck!) ramis striatis, rimosis, canescentibus, lenticellis suborbicularibus, albidis; ramulis glabris. Ochreae petiolo aequilongae vel breviores, membranaceae, subamplae, mox deciduae. Folia petiolis supra profunde canaliculatis, circa 4 em longis, glaberrimis, sub ochrea insertis, obovata vel ovali-obovata, apice rotundata vel breviter obtuso-acuminata, basi angustata vel rotundata, Æ+ 5 cm longa, — 21/5 cm lata, glaberrima, coriacea, margine recurvo, nervis lateralibus angulo 58— 75° abeuntibus, plane arcuatis, subdecurrentibus, primariis supra semiimmersis, subtus prominentibus, nervulis utrinque prominulis laxe vel subdense reticulato-venosa. In- florescentia terminalis, folia duplo superans, densiflora, racemosa, erecta, nodulis 1—2-floris, pedunculo petiolum aequante rhachique breviter rufo-tomentellis; bracteae triangulares, obtusae, 3/, mm longae, accurrentes, tomentellae; ochreolae bilobae, tomentellae, bracteam duplo superantes, membranaceae; pedicelli fl. 2 mm longi, to- mentelli, horizontaliter divaricati, fr.4 mm longi, incrassati, Perianthii tubus conicus, 11/9 mm longus, sparse tomentellus; lobi ovati, basi extus tomentelli, tubum aequantes, in anthesi reflexi. Filamenta subulata, lobos aequantia, antheris exsertis. Ovarium oblongum, trigonum, 3/4 mm longum; styli dimidium ovarii aequantes, stigmatibus sublobatis. Fructus subglobosus, 7 mm longus in toto, 6 mm diametro, apice lobis perianthii incrassatis, erectis acumine circa 4 mm longo coronatis , pericarpio carnoso, subverruculoso (Fig. 32). Semen 6-sulcatum, globosum, apice acuminatum, basi planum, testa cornea, dilute fusca. Cotyledones suborbiculares, utrinque emarginatae, circa 3 mm diametro; radicula 4 mm (?) longa. Hab. in Brasiliae prov. Rio de Janeiro in arenosis maritimis, quae restinga vocantur: Scott n. 5538, RiEpeL n. 683, Scuenck n. 3939; loco non indicato: Sr. Hiram cat. B (?) n. 138. f Floret Decembri, fruct. Majo. (v. s. in herb. Berol., Kew., Scurwck., Taurin., Vind.) 64. Coccoloba grandiflora Lindau spec. nov. Ramuli glabri, striati. Ochreae glabrae, subamplae. Folia ovata, apice longe acuminata, subobtusata, basi rotundata, glabra, nervis primariis utrinque paullo prominentibus, nervulis utrinque acute prominulis densius- cule reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1-floris, rhachi glabra. Brac- teae ochreolis pedicellos paullo superantibus breviores. Frutex(?) ramis albido-cinereis, substriatis, lenticellis punctiformibus, verru- culosis, ramulis striatis, glabris. Ochreae oblique truncatae, circa 4 cmlongae, mem- branaceae, basi chartaceae, subamplae, glabrae, evanidae. Folia petiolis supra canali- culatis, 7—12 mm longis, glabris, ad basin ochreae insertis, ovata apice longe acuminata, subobtusata, basi rotundata, 4—8 cm longa, 2—4 cm lata, subcoriacea, margine plano, 176 G. Lindau. glabra, supra nitida, in sicco nigrescentia, subtus pallidiora, nervis lateralibus angulo 55—70° abeuntibus, arcuatis, primariis utrinque paullo prominentibus, nervulis utrinque acute prominulis densiuscule reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, race- mosa, erecta, foliis brevior, nodulis 4-floris, pedunculo circa 5 mm longo rhachique glabris angulatisque; bracteae triangulares acutae, accurrentes, membranaceae, 11/9 mm longae ; ochreolae profunde bilobae, amplae, circa 2 mm longae, membranaceae; pedi- celli fl. circa 41/4 mm longi, tenues, patentes, Perianthii tubus subconicus, circa 4 mm longus; lobi ovati, 11/9 mm longi, in anthesi reflexi ?). Filamenta subulata, foliis breviora, antheris exsertis(?). Ovarium oblongum, 1!/,mm; styli 3, Us mm longi, stigmatibus lobatis. Hab. in Brasiliae prov. Rio de Janeiro: Graziou n. 14217; ad montem Corcovado: Mrers n. 4657, (v. s. in herb. Berol., DELEss., Kew.) 65. Coccoloba salicifolia Wedd. Ramuli sub lente minute puberuli. Ochreae adpressae, glabrae. Folia lanceolata, apice obtuso-acuminata, basi angustata, nervis primariis supra semiimmersis, subtus prominentibus, nervulis utrinque prominulis laxius- cule reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1—2-floris, rhachi glabra. Pedicelli ochreolas duplo superantes. Fructus subglobosus, apice arcte conniventibus conspicuis. Coccoloba salicifolia Wenn in: Ann. sc. nat. 3. ser. XIII, 259; Warr. Ann. III, 289; Messy. in: Fl. bras. V, 4 p.25 et in: DC. Prodr. XIV, 169. Frutex seandens (ex WEDDELL, SCHWACKE!) ramis striatis, flexuosis, lenticellis ovalibus, subfuscis; ramulis striatis, sub lente minute puberulis, Ochreae subacu- minatae, circa 5 mm longae, membranaceae, glabrae, adpressae, evanidae. Folia petiolis supra canaliculatis, ochream paullo superantibus, glabris, sub ochrea insertis, lanceolata, apice obtuso-acuminata, basi angustata, + 9 em longa, Æ 21/4 cm lata, sub- coriacea, glaberrima, margine recurvo, nervis lateralibus angulo 60—75? abeuntibus, usque ad marginem fere subrectis, primariis supra semiimmersis, subtus prominentibus, nervulis utrinque prominulis laxiuscule reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis in ramulis, racemosa, foliis brevior, laxiflora, nodulis 1 —2-floris, pedunculo circa 5 mm longo rhachique glabris; bracteae triangulares, circa 1/; mm longae ; ochreolae bracteam aequantes, membranaceae; pedicelli fl. tenues, circa 4 mm longi, horizontaliter divari- cati, fr. circa 5 mm longi. Perianthii tubus in alabastro circa !/ mm longus; lobi ovati, tubum 2-plo superantes, Filamenta subulata, antheris vix exsertis (ex WED- DELL!) Ovarium oblongum, in alabastro Lamm longum; styli 3. Fructus sub- globosus, apice acuminatus, lobis perianthii arcte adpressis conspicuis, circa 8 mm longus, 6!/ mm diametro, pericarpio crustaceo, tenui, laevi (Fig. 33. Semen profunde 3-sulcatum, partibus plurisulcatis, breviter stipitatum, testa cornea, dilute fusca, nitida. Cotyledones orbiculares, basi emarginatae, circa 4 mm diametro, radicula circa 1!/ mm longa. Hab. in Brasiliae prov. Rio de Janeiro ad Morro da Boa, Viagem prope Sao Domingos: Scawacke n. 5801; prope Nuovo Friburgo: CLAUSSEN n. 4, 94, 2002, 2094. Fruct. Augusto. (v. s. in herb. Berol., Borss.-Bams,, DELESS., SCHWACKE., Vind.) Monographia generis Coccolobae. 177 66. Coccoloba longipendula Mart. Frutex ramulis glabris. Ochreae evanescenter tomentellae, subamplae. Folia oblonga vel oblongo-subobovata, utrinque angustata, nervis primariis supra semiimmersis, subtus prominentibus, nervulis utrinque prominulis laxiuseule reticulato- venosa. Inflorescentia nodulis 1—3-floris, rhachi minute puberula, Pedicelli ochreolam 2-plo superantes. Styli plerumque 2. Fructus subglobosus, perianthii lobis conniventibus apice breviter coro- natus. Coccoloba longipendula Marr. mss. in herb. Mon.; Metssy.: in Fl. bras. V, 4 p. 27 tab. 9, in: DC. Prodr, XIV, 167 et in: Warn. Symb. 1870 p. 129. Coccoloba fasciculata Meissx. in: Warm. Symb. 1870 p. 428, Uva do mato, Cipó, Cipó Grande, Cipó Caboclo Brasiliensibus (ex WARMING !), Frutex scandens (ex Manrivs!), valde elongatus, caule interdum diametro 7 em (ex Warning!) ramis tortis et implexis cortice fusco, verruculis albidis (ex Martius!) ramulis striatis, glabris. Ochreae oblique truncatae, petiolo breviores, evanescenter tomentellae, mox evanidae, subcoriaceae, subamplae. Folia petiolis supra profunde sulcatis, & 4 cm longis, minutissimis pilis instructis, ad basin ochreae insertis, oblonga vel oblongo-ovata vel oblongo-subobovata, utrinque angustata, apice acuminata, + 13 em longa, Æ 41/3 em lata, subcoriacea, margine leviter recurvo, glaberrima, subtus ad nervos primarios minute puberula, nervis lateralibus angulo 50— 625? abeuntibus, plane arcuatis, primariis supra semiimmersis, subtus prominentibus, nervulis ulrinque prominulis laxiuscule reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, solitaria, foliis longior, racemosa, nodulis 1—3-floris, subverticillatis, circa 4—5 mm distantibus, pe- dunculo varia longitudine rhachique minutissime puberula; bracteae lanceolatae, acutae, vix 4 mm longae; ochreolae bracteam aequantes, membranaceae; pedicelli circa 2 mm longi, horizontaliter divaricati. Flores virides (ex Martius et Warwine!). Perianthii tubus subconicus, vix 4 mm longus; lobi tubum 2-plo superantes, ovati, in anthesi horizontaliter divaricati, Filamenta filiformia, 7—8, lobis aequilonga, erecta, antheris exserlis, Ovarium oblongum, trigonum, circa 4 mm longum: styli2, rarius 3, breves, stigmatibus sublobatis, Fructus globosus, apice lobis perianthii conniventibus bre- viter coronatus, pericarpio carnoso, circa 8 mm diametro (Fig. 34). Semen plane n- sulcatum, testa cornea, dilute fusca, nitida. Cotyledones suborbiculares, utrinque plane emarginatae, arcte adpressae, cirea 3 mm diametro; radicula tenuis, 4 mm longa. Mab. in Brasiliae prov. Minas Geraés inter Porte do Pa 'aopeba et praedium Chapada in via publica a S. Jodo d'El Rey ad Ouro Preto in silvis: Martius Obs. n. 759; Rio de Janeiro in silvis ad Lagoa Santa: Warming n. 129; ad radices montis Serra da Piedada : WarminG n. 126; ad Caxoeiro do campo: Lunn n. 35. Floret Decembri-Februario. (v.s. in herb, Mon., Warm.) 67. Coccoloba densifrons Mart. Ramuli eleganter striati, glabri. Ochreae glabrae, amplae. Lamina obovata, + acuminata, basi obtusa vel subcuneato-angustata, glaberrima, supra nitida, costa media supra prominente, subtus acute expressa, nervis Botanische Jahrbücher. XIII, Bd. 12 178 G, Lindau. lateralibus supra semiimmersis , subtus prominentibus, nervulis supra in- conspicuis, subtus planis, obsoletis. Inflorescentia laxiflora, nodulis 1—8 floris, rhachi brevissime pilosa. Pedicelli ochreolam duplo superantes, tenues. Filamenta longitudine totum fere florem aequantia, longissime exserta. Coccoloba densifrons Mart. mss. in: herb, Mon.; Meissn. in: Fl. bras. V, 4 p. 26 tab, VIE et in: DC. Prodr. XIV, 467. Rami laxe striati; ramuli eleganter striati, glabri, lenticellis nigrescentibus. Ochreae oblique truncatae, 41/2 em longae, glabrae, membranaceae, amplae. Folia petiolis supra canaliculatis, ochreis subaequilongis, sub ochrea insertis, glabris, obovata, apice + acuminata, basi obtusa vel subeuneato-angustata, +13cm longa, +6 em lata, coriacea, margine subplano, supra nitida, glaberrima, costa media supra prominente, subtus acute expressa, nervis lateralibus angulo 30—40? abeuntibus, usque ad marginem rectis, supra semiimmersis, sublus prominentibus, nervulis supra inconspicuis, subtus planis, obsoletis. Inflorescentia terminalis, solitaria, pendula, racemosa, laxiflora, foliis longior, nodulis 4—8-floris, pedunculo circa 4 cm longo rhachique brevissime fusco-Lomentellis; bracteae sublanceolatae, 41/ mm longae; ochreolae bilobae, 4 mm longae, membranaceae; pedicelli tenues, 2—3 mm longi, horizontaliter divaricati vel patentes Perianthii tubus subconicus, vix 4 mm longus; lobi ovati, tubum duplo superantes, in anthesi usque ad tubum reflexi. Filamenta filiformia, 2!/; mm longa, erecla, antheris longissime exsertis. Ovarium oblongum, trigonum, circa | mm longum; styli 3, breves, stigmatibus lobatis. Hab. in Brasiliae prov. Alto Amazonas prope Ega in marginibus silvarum: Mans, Floret Novembri. (v. s. in herb. Mon.) DN. Coccoloba microneura Meifsn. Ramuli glabri. Ochreae evaneseenter tomentellae, angustae. Folia ovalia vel oblonga, utrinque obtusa, nervis primariis supra semiimmersis, subtus expressis, nervulis utrinque tenuiter prominulis dense reticulato- venosa. Inflorescentia nodulis 4—3-floris, rhachi puberula. Ochreola bracteam 2-plo superans. Coccoloba mieroneura Mess. in: DC, Prodr. XIV, 163. Rami graciles, rimosi, demum exsulci; ramuli substriati, glabri. O chreae petiolum aequantes, evanescenter tomentellae, angustae, subenerviae. Folia petiolis supra canaliculatis, glabris, 7—44 mm longis, ovalia vel oblonga, utrinque obtusa, 8—410!/, cm longa, 2!/4—5 em lala, coriacea, margine subplano, glaberrima, nervis lateralibus angulo 50—55? abeuntibus, basi subrectae, margine arcuatae, primariis supra semiimmersis, subtus expressis, nervulis utrinque tenuiter prominulis dense reticulato- venosa. Inflorescentia axillaris (?) vel in ramulis terminalis, solitaria, foliis longior, filiformis, erecta, densiflora, nodulis 1—3-floris, pedunculo brevi rhachique puberulis angulatisque; bracteae triangulares, apice recte truncatae, subaccurrentes, circa 4 mm longae, puberulae; ochreolae bracteam 2-plo superantes, membranaceae, laxae; pedi- celli alabastriferi bracteam aequantes, patenti-erecti. Perianthii tubus in alabastris non satis evolutis plane conicus; lobi ovati. Ovarium oblongum, acute trigonum; slyli 3. Hab. in Columbia prope St. Martha: Purpte. (v. s. ex herb. Kew. Monographia generis Coccolobae. 179 69. Coccoloba marginata Benth. Ramuli sub lente puberuli. Ochreae amplae, evanescenter puberulae. Folia obovali-oblonga, apice breviter acuminata, basi obtusa, nervis prima- riis supra semiimmersis, subtus expressis, nervulis utrinque prominulis densiuscule reticulato-venosa. Inflorescentia subfaseieulata, nodulis 4—2- floris, rhachi sub lente sparse pilosa. Ochreolae pedicellos 2-plo superantes. Coccoloba marginata Bentu. in: Hook. Journ. of Bot. IV, 626; Scuome. Fl. et Faun. Br. Guy. p. 934; Meissx. in: Fl. bras. V, 4 p. 35 et in: DC. Prodr. XIV, 464. Rami nigro-fusci, obsolete striati, lenticellis ellipticis, dilute fuscis; ramuli sub lente puberuli. Ochreae circa 8 mm (?) longae, amplae, evanescenter puberulae, evanidae. Folia petiolis supra canaliculatis, circa 43 mm longis, glabris, sub ochrea insertis, obovali-oblonga, apice breviter acuminata, basi obtusa, 101/,—14121/, cm longa, 41/—5!/5 cm lata, chartacea, margine in sicco saepe anguste sursum revoluto glabra, nervis lateralibus angulo 60° abeuntibus, arcuatis, primariis supra semiimmersis, subtus expressis, nervulis utrinque prominulis densiuscule reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, subfasciculata, foliis duplo longior, sublaxiflora, nodulis 4—2-floris, pedun- culo rhachique sub lente sparse pilosis; bracteae triangulares, obtusae, accurrentes, circa 3/amm longae, sub lente puberulae; ochreolae bracteam 2-plo superantes, bilobae acuminalae, membranaceae, basi puberulae; pedicelli fl. vix 4/4 mm longi, in ochreola reconditi, subhorizontaliter divarieati. Perianthii tubus conicus, cirea 11/4 mm longus: lobi ovati, tubum aequantes, in anthesi recurvati. Filamenta e lata basi fili- formia, 1!/ mm longa, erecta, antheris longe exsertis. Ovarium oblongum, trigonum, 3/4 mm longum ; styli 2(2, ovario breviores, stigmatibus lobatis. Hab. in Guyana anglieaz Ricu. Scuowsunok n. 81, 448, 216 (2). Floret Decembri, (v. s. in herb. Berol.) 40. Coccoloba guyanensis Meifsn. Ramuli sulcati, ferrugineo-puberuli. Ochreae oblique truncatae, laxae, ferrugineo-puberulae. Folia oblongo-ovata vel lanceolato-ovata, apice ob- tuso-acuminata, basi rotundata, glabra, nervis primariis supra immersis subtus aeute prominentibus, nervulis utrinque subtiliter prominulis densis- sime retieulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1-floris, rhachi sub lente minute puberula. Pedicelli ochreola breviores. Fructus subglobosus, breviter acuminatus, apice lobis perianthii arcte conniventibus coronatus. Coccoloba guyanensis Mkisss. in: Linnaea XXI, 264, in: Fl. Bras. V, 4 p.29 tab. X el in: DC. Prodr. XIV, 465; Warr. Ann. IH, 287, Coccoloba guyanensis MkissN, a. vulgaris, B. angustifolia, y. major Mxissx. in: DC. Prodr. XIV, 465. . Arbor 4, 5—6-metralis (ex KEGEL!) vel frutex scandens (ex WULLSCHLAGEL !) ramis obsolete sulcatis, lenticellis ovalibus, verruculosiformibus, albidis; ramulis sul- catis, in sicco nigrescentibus, praesertim ad nodos ferrugineo-puberulis. Ochreae oblique truncatae, cirea 5 mm longae, ferrugineo-pubescentes, basi coriaceae, apice membranaceae. Folia petiolis supra canaliculatis et brevissime pubescentibus, 5— 13 mm longis ad basin ochreae insertis, oblongo- vel lanceolato-ovata, apice obtuso- acuminata, basi rotundata vel rarius subcordata, + 13 em longa, Æ 41/2 em lata glaberrima, supra nitida, margine subplano, nervis lateralibus angulo 50—80? abeuntibus, 12* 180 G. Lindau. subdecurrentibus, arcu simplici connexis, primariis supra immersis, subtus acute pro- minentibus, nervulis utrinque subtiliter prominulis densissime reticulato- venosa. Inflorescentia terminalis, racemosa, foliis aequilonga vel brevior, nodulis 4-floris, pedunculo brevissimo rhachique sub lente minute puberulis; bracteae squamiformes, vix !/ mm longae ` ochreolae bilobae, 4 mm longae, membranaceae; pedicelli fl. ochreolis breviores. Perianthii tubus conicus, circa 4 mm longus; lobi ovati, 4!/omm longi. Filamenta filiformia, lobis longiora, erecta, antheris exsertis. Ovarium oblongum, trigonum; styli 3, breves, stigmatibus sublobatis. Fructus subglobosus, brevi acu- mine lobis perianthii arcte conniventibus formato coronatus, & 9 mm longus, 61/2 mm diametro, pericarpio carnoso, laevi (Fig. 35). Semen globosum, brevissime acumina- tum, basi subplanum, 3-sulcatum, partibus leviter oo-sulcatis, testa cornea, dilute fusca. Cotyledones laxe adpressae. Hab. in Guyana: Gasnrer, Hosrmanx n. 506, Hostmann und KAPPLER n. 443, Karrier n. 4620, Jetski, KEGEL n. 492, Lestonp, LéPRiEUR, Méri- vox n. 249, Note, Parker, Perrorrer n. 84, Porreau, Sagor n. 487, SpLit- GERBER, WULLSCHLAGEL n. 882; in Brasilia loco non indicato: Pout. Floret Martio-Aprili et Augusto. (v. s. in herb. Berol., Boiss.-Bare., Brux., DELEss. Götting., Holm., Kew., Lips., Petrop., Vind.) 71. Coccoloba nitida H. B. K. Ramuli ferrugineo-pubescentes. Ochreae subadpressae, pubescentes. Folia ovata vel oblonga, apice + acuminata, basi rotundata vel cordata, nervis primariis supra planis vel semiimmersis, subtus acute prominentibus, nervulis utrinque prominulis densissime reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 4—2-floris, rhachi minute puberula. Pedicelli ochreolis breviores. Fructus ovoideus lobis perianthii apice conspicuis. Coccoloba nitida H. B. K. Nov. gen. II, 440; Kuntu, Syn. Pl. T, 466. Coccoloba nitida M. B. K. 4. rotundata, B. cordata Mrissx. in: FL bras. V. 4 p. 38 et in: DC. Prodr. XIV, 459. Coccoloba pendula SALZMANN mss. in. herb. Petr. Coccoloba recurva Newman mss. in herb. DELESS. Coccoloba Martii Mrissn. a. major, B. minor Mkisss. in: Fl. bras, V, 4 p. 37 tab. 16 et in: DC. Prodr. XIV, 454. ? Coccoloba foliis cordato-oblongis PLuw. Pl. am. 437 tab. 446 f. 4. ? Polygonum arborescens VELLoz. Fl. flum. IV, tab. 43. Arbor (ex Huusorpr!) vel frutex subvolubilis (ex SALZMANN !) ramis crasse angu- latis, subcanescentibus, lenticellis ellipticis, albidis; ramulis striatis, ferrugineo-pube- scentibus, Ochreae oblique truncalae, circa 4 em longae, novellae ferrugineo-pube- scentes, deciduae, basi diutius persistente, subadpressae. Folia petiolis supra canali- culatis et minute puberulis; circa 41/, cm longis, ad folia adulta duplo longioribus sub ochrea insertis, ovata vel elliptica vel ovali-oblonga, apice obtuso-acuminata vel sub- rotundata, basi rotundata vel cordata vel rarius subpeltato-cordata, 7—25 em longa, 31/0—413 cm.lata, inferiora multo majora, glaberrima, supra nitida, margine plano vel leviter subrecurvo, nervis lateralibus angulo 530—635" abeuntibus, arcuatis, paullo ad costam decurrentibus, primariis supra planis vel semiimmersis, subtus acule pro- minentibus, nervulis utrinque prominulis densissime reticulato-venosa. Inflore- scentia terminalis, solitaria vel rarius subfasciculata, foliis subaequilonga vel longior, racemosa, multiflora, nodulis 1—2-floris, pedunculo Æ 4 em longo rhachique minute Monographia generis Coccolobae, _ 181 puberulis; bracteae ovatae, accurrentes , vix A mm longae; ochreolae bilobae, mem- branaceae, 411/—2 mm longae; pedicelli fl. circa 4 mm longi, horizontaliter divaricati, fr. 21/5 mm longi, subcrassi. Flores albidi, suaveolentes (ex Huwnorpr!). Perianthii tubus conicus, 1—1!/; mm longus; lobi ovati, tubum aequantes, in anthesi recurvali. Filamenta subulata, lobos aequantia, antheris exsertis (inclusis[?] ex Huwsozpr !). Ovarium oblongum, acute trigonum, 4 mm longum; styli 3, filamentis breviores, stigmatibus sub-3-lobatis. Fructus ovoideus, apice rotundatus, circa 45 mm longus, 12 mm diametro, apice lobis perianthii adpressis conspicuis, pericarpio carnoso, laevi (Fig. 36). Semen 3-sulcatum partibus n-sulcatis, basi planum, apice breviter acu- minalum, tesla cornea, nitida, fusca. Cotyledones orbiculares, apice profunde emarginatae, lobis subrotundatis, 6 mm diametro, arcte adpressis; radicula 2!/; mm longa crassiuscula. Mab. in Brasiliae prov. Goyaz ad Rio Tocantins: Pont n. 2155, BuncurLL n. 7768, 7817, 8009, 8012—14; ad Gamelleira: Pour n. 2354 ; prov. Rio de Janeiro: Luorskv; Minas Geraés in ripa fluminis S. Francisco prope Salgado: Martius; Bahia: Martius (prope Joazeiro), Sarz- MANN n. 475, Brancuer n. 219, 647, 731, 3048, 3049, 3160°; Piauhy: GARDNER n. 2718; loco non indicato: SeLLow, Newman; in Guyana anglica ad Demerara: Parker; batava: Karrcer n. 1620; in Columbia ad flumen Magdalena prope San Bartholomé: Huwsorpr; in Guatemala: Frienricustnan 398 (ex Meissner !). Floret Aprili- Majo. (v. s. in herb. Berol., Boiss.-Bars., DELEss., Holm., Kew., Mon., Petrop., Vind.) 12. Coccoloba peltata Schott. Ramuli minutissime puberuli. Ochreae laxae, glabrae. Folia ovata, apice breviter acuminata, basi + peltata, glaberrima, nervis primariis supra prominulis, subtus magis expressis, nervulis utrinque prominulis laxe reti- culato-venosa. Inflorescentia nodulis 4—2-floris, rhachi puberula. Pedi- celli ochreolas aequantes. Coccoloba peltata Scuotr in: SPRENG. Syst. IV, 2 p.405; Meissx. in: Fl. bras. V, 4 p. 39 et in: DC. Prodr. XIV, 154. Coccoloba scandens Pérrig mss, in herb. Vind. Coccoloba peltigera Myisss, in: Fl. bras. V, 4 p. 39 lab.47 et in: DC. Prodr. XIV, 454. Coccoloba nymphaeifolia hort. Lips. Scuesk in: Zırrer, Paläont. II, 494. Frutex vel suffrutex scandens (ex Martius!) ramis sulcatis; ramulis sulcatis, minulissime puberulis. Ochreae oblique truncatae, usque ad medium fissae, glabrae, laxae, Folia petiolis angulalis, circa 4!/ em longis, glaberrimis, ad basin ochreae insertis, ovata, apice breviter acuminata vel obtusa, basi + peltata, + 18—20 cm longa, = 16 cm lata, margine subreflexo, coriacea, glaberrima, nervis lateralibus angulo 60— 75° abeuntibus, ad costam decurrentibus, plane arcuatis, primariis supra prominulis, subtus magis expressis, nervulis utrinque prominulis laxe reticulato-venosa. Inflore- scentia terminalis, 8—30 em longa, erecta, racemosa, densiflora, nodulis 4—2-floris, pedunculo 1—5!/, cm longo rhachique puberulis sulcatisque; bracteae triangulares, acutae, accurrentes, 2 mm longae, puberulae; ochreolae bilobae, 2 mm longae, pube- rulae; pedicelli fl. ochreolam aequantes, horizontaliter divaricati, fr. circa 4 mm longi, crassiusculi. Flores virides. Perianthii tubus conicus, circa 2 mm longus, extus 182 G. Lindau. puberulus ; lobi tubum subaequantes, ovati, extus puberuli. Filamenta 8, rarius 9, e lata basi filiformia, lobis breviora. Ovarium oblongum, acute trigonum, circa 1!/5 mm longum; styli 3, circa 4 mm longi, stigmatibus sublobatis. Hab. in Brasilia loco non indicato: Cuming; prov. Amazonas ad ‘ga in silvarum marginibus: Pórrig n. 2670; Rio de Janeiro in mon- tosis herbidis montis Corcovado: Martius, Beyricn; loco non indicato: GLaziou n. 144, 14220. Floret Septembri-Novembri. (v. s. in herb. Berol., Brux., DrLEss., Lips., Mon., Petrop.) 19. Coccoloba Trinitatis Lindau spec. nov. Ochreae fusco-tomentellae, subadpressae. Folia ovalia, apice breviter acuminata, basi cordata, nervis primariis supra semiimmersis, subtus acute prominentibus, nervulis utrinque prominulis densissime reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 4-floris, rhacbi minute puberula. Pedicelli ochreolas aequantes. Rami striati, nigrescentes, glabri, lenticellis dilute fuscis, ellipticis; ramuli elabri(?), ramis simillimi. Ochreae oblique truncatae, 40—15 mm longae, fusco- tomentellae, costatae, subadpressae. Folia petiolis supra profunde canaliculatis, in sicco sulcatis, 20—25 mm longis, minute tomentellis(?), sub ochrea insertis, ovalia, apice breviter acuminata, basi cordata, Æ 42—48 cm longa, È 5!/—8 cm lata, glabra, sub- coriacea, margine plano, nervis lateralibus angulo 50—90? abeuntibus, decurrentibus, plane arcuatis, ad marginem arcu connexis, primariis supra semiimmersis, sublus acute prominentibus, nervulis utrinque prominulis densissime reticulato-venosa. Inflore- scentia racemosa, foliis multo brevior, si axillaris (?) est, foliis aequilonga vel longior, si terminalis est, laxiflora, nodulis 4-floris, pedunculo petiolum subaequante rhachique minute puberulis, subrimosis ; bracteae puberulae, circa 1/9 mm longae; ochreolae pro- funde bilobae, 2—2!/; mm longae, membranaceae, basi puberulae; pedicelli fl. ochreo- lam aequantes, fr. circa 3 mm longi, incrassati, horizontaliter divaricati. Perianthii tubus subconicus, circa 4 mm longus; lobi ovati, tubum aequantes. Filamenta lobis paullo breviora, subulata, antheris inclusisi?). Ovarium oblongum, trigonum, circa 4 mm longum; styli 3, circa ?/4 mm longi, stigmatibus lobatis. Hab. in Trinidad in silvis prope Savana Aripo: CRUEGER n. 2693. Floret Aprili. (v. s. in herb. Krug. et Urs.) 14. Coccoloba Lindeniana (Bth.) Lindau. Ramuli fulvo-pubescentes. Ochreae pubescentes, laxae. Folia oblonga vel sublanceolato-oblonga, apice obtuso-acuminata, basi cordata, utrinque pubescentia, nervis primariis utrinque prominentibus, nervulis prominulis dense retieulato-venosa. Inflorescentia nodulis plurifloris, rhachi pube- scenli. Pedicelli ochreolis multo breviores. Campderia Lindeniana Bentu. in: Bentu, et Hook. Gen. Pl. HI, 403. Frutex (ex LixpkN !) ramulis striatis, fulvo-pubescentibus, lenticellis sparsis sub- orbicularibus. Ochreae usque ad 35 mm longae, longe pubescentes, laxae, membra- naceae, mox evanidac, Folia petiolis 109—413 mm longis, supra subplanis, fulvo-pube- Monographia generis Coccolobae. 183 scentibus , sub ochrea insertis, oblonga vel sublanceolato-oblonga, apice obtuso-acu- minata, basi cordata, 12—18cm longa, 5—7 cm lata, subcoriacea, margine plano, utrin- que praesertim ad nervos pubescentia, supra nitida, subtus opaca et pallidiora, nervis lateralibus angulo 60—70° abeuntibus, subrectis, prope marginem in complures arcus procurrentibus, primariis utrinque (praesertim subtus) prominentibus, nervulis pro- minulis dense reticulato-venosa. Inflorescentia racemosa, solitaria, foliis longiori- bus aequilonga, densiflora, nodulis plurifloris, pedunculo circa 1 em longo rhachique pubescentibus angulatisque; bracteae ovatae, acutae, 2 mm longae, pubescentes ; ochreo- lae bracteas aequantes, bilobae, membranaceae, pubescentes; pedicelli fl. subnulli. Flores albi (ex Lispen!). Perianthii tubus plane conicus, !/ mm longus; lobi ovali, 21/% mm longi, extus puberuli, in anthesi reflexi. Filamenta e lata basi subulata, ! mm longa, basi in annulum 41/; mm altum connata, antheris exsertis. Ovarium oblongo-ovoideum, trigonum, 41/, mm longum, styli 3, 1/ mm longi. llab. in Mexico in prov. Tabasco prope Teapa: Linpen n. 1602, Floret Majo. (v. s. in herb. Boiss.-Bars., CANDOLL.) 19. Coccoloba plantaginea Wedd. Ochreae puberulae, laxae. Folia obovato-oblonga, apice subrotundata vel obtuso-subacuminata, basi angustata, glaberrima, nervis primariis utrinque expressis, nervulis majoribus obsolete prominulis punctato-venosa. Inflorescentia spicae Plantaginis mediae similis, nodulis 4-floris, rhachi pubescenti. Pedicelli nulli. Coccoloba plantaginea Wkpp. in: Ann. sc. nat. 3. sér, XII, 257; Warp. Ann. IL, 288; MkisssN. in: Fl. bras. V, 4 p. 24 et in: DC. Prodr. XIV, 469. Frutex scandens ramis cinerascentibus, sulcato-subrimosis, lenticellis ellipticis, dilute fuscis. Ochreae oblique truncatae, membranaceae, puberulae, laxae, mox eva- nidae. Folia peliolis supra canaliculatis, circa 8 mm longis, glabris, ad basin ochreae insertis, obovato-oblonga, apice subrotundata vel obtuso-subacuminata, basi angustata, circa 9 em longa, circa 4 cm lata, coriacea, glaberrima, margine revoluto, in sicco nigre- scentia, subtus pallidiora, utrinque nitida, nervis lateralibus angulo 65—80° abeuntibus, ad costam subdecurrentibus, plane arcuatis, primariis utrinque expressis, nervulis majoribus utrinque obsolete prominulis punctato-venosa. Inflorescentia terminalis in ramulis, foliis longior, spiciformis, densiflora, nodulis 1-floris, pedunculo 8—10 mm longo rhachique pubescentibus sulcatisque; bracteae ovatae, acutae, vix 1 mm longae, pubescentes; ochreolae bilobae, circa 2 mm longae, pubescentes, membranaceae ` pedi- celli nulli. Perianthii tubus subcampanulatus, vix 4mm longus; lobi ovati, tubum subaequantes, extus pubescentes. Filamenta e lata basi subulata, lobis breviora, an- theris inclusis. Ovarium oblongum, trigonum, circa 41/9 mm longum; styli 3, !1/o mm longi, stigmatibus exsertis. Hab. in Brasiliae prov. Bahia: BLancaer n. 1491. (v. s. in herb. Berol., DELEss.) 16. Coccoloba sticticaulis Wedd. Ochreae oblique truncatae, subadpressae. Folia ovalia vel oblongo- ovata, apice acuminata, basi subrotundata, subtus minutissime puberula, supra schistaceo-nitida, nervis primariis supra immersis, subtus pro- 184 G. Lindau. minentibus, nervulis supra obsolete prominulis vel planis, subtus pro- minulis sublaxe reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1—92-floris, rachi obsolete puberula. Pedicelli ochreolas duplo superantes. Fructus ovoi- deus, brevissime stipitatus, apice lobis perianthii conniventibus breviter coronatus. Coccoloba sticticaulis WEnn. in: Ann, sc. nat. 3. sér, XIII, 260; Wate. Ann. HI, 290 ; Mrtssn, in: Fl. bras. V, 4 p. 28 et in: DC. Prodr. XIV, 464. Coccoloba scandens Casar. Nov. Stirp. bras. Dec. VIII, 70; Meıssx. in: Fl. bras. V, 4 p. 25 el in: DC. Prodr. XIV, 162. Frutex scandens (ex RIEDEL, WEDDELL!) ramis flexuosis, glabris, fuscis, in sicco angulatis, lenticellis suborbicularibus, albidis, crebris. Ochreae oblique truncatae, mox evanidae, subadpressae. Folia petiolis supra canaliculatis, circa 4 cm longis, glabris, sub ochrea inserlis, ovalia vel oblongo-ovata, apice acuminata, basi subrotun- data vel acutiuscula, + 8 cm longa, + 4 em lata, coriacea, supra glabra, subtus minu- tissime puberula, margine plano, supra schistaceo-nitida, nervis lateralibus angulo 40— 55° abeuntibus, subdecurrentibus, subarcuatis, primariis supra impressis, subtus acute prominentibus, nervulis supra planis vel obsolete prominulis, subtus magis prominulis laxiuscule reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis in ramulis, foliis longior, racemosa, nodulis 1—2-floris, pedunculo circa 7 mm longo rhachique sub lente obsolete puberulis angulatisque; bracteae ovatae, circa 4 mm longae, sparse pilosae; ochreolae bracteam aequantes, subrecte truncalae; pedicelli fl. circa 2 mm longi, tenues, fr. 7 mm longi, crassiusculi, nigrescentes. Flores albidi (ex RıepeL!. Perianthii tubus campanulatus, circa 4 mm longus; lobi semiorbieulares, tubum aequantes. Fila- menta subulata, 3/4 mm longa, in alabastro longitudine alternantia, antheris inclusis. Ovarium oblongum, trigonum, circa 4 mm longum; styli 3, !/ mm longi, stigmatibus lobatis, subexsertis. Fructus ovoideus, obscure trigonus, apice lobis perianthii conni- ventibus breviter coronatus, basi brevissime stipilatus, circa 40 mm longus, 61% mm diametro, pericarpio carnoso (Fig. 37) E Semen 3-sulcalum, partibus plane sulcatis, basi umbonatum, apice acutum, testa dilute fusca, cornea, acuta. Embryo in superiore parte seminis sita cotyledonibus semiorbicularibus, circa 21/9 mm diametro, apice pro- funde, basi plane emarginatis, arcte adpressis; radicula circa 43/4 mm longa. Hab. in Brasiliae prov. Minas Geraés: Craussen n. 280, 281, 284, 396; Rio de Janeiro in sepibus ad Caxueiro do Campo: Luwb; ad ripam fluminis Parahyba: Bn. n. 2681. Floret Martio, Augusto. (v.s. in: herb. Boiss.-Banr., DELESS., Haun., Holm., Taurin., Wann.) 77, Coccoloba Sagotii Lindau spec. nov. Ramuli glabri. Ochreae glabrae. Folia ovata, apice + sensim acriter- que acuminata, basi rotundata, nervis primariis supra prominulis, subtus tenuiter expressis, nervulis supra obsoletis, subtus tenuiter prominulis sub- scrobiculato-venosa. Inflorescentia rhachi glabra, lenticellis dense instructa. Fructus ovoideus, subaeuminatus, lobis perianthii arcte conniventibus, apice conspicuis. Rami irregulariter rimosulo-angulati, canescentes ; ramuli tenuiter sulcati, glabri, lenticellis ellipticis, crebris. Ochreae oblique truncatae, circa 8 mm (?) longae, sub- amplae (?), membranaceae, glabrae. Folia petiolis supra canaliculatis, tenuibus, glabris, Monographia generis Coccolobae, 185 12—15 mm longis, sub ochrea insertis, ovata, apice + sensim acriterque acuminata, basi rotundata 51/5—9 cm longa, 21/9—41/9 cm lata, glabra, coriacea, margine plano, supra nitida, subtus opaca, nervis lateralibus angulo 80— 85? abeuntibus, plane arcuatis, decurrentibus, primariis supra prominulis, subtus tenuiter expressis, nervulis subtus tenuiter prominulis subscrobiculato-venosa, supra obsoletis subpunctato-venosa, ad nervos primarios subscrobiculato-venosa. Inflorescentia terminalis, racemosa, foliis brevior, laxiflora, pedunculo 4—8 mm longo rhachique glabris, nigrescentibus siccis et lenticellis dilute fuscis dense instructis; bracteae triangulares, acutae, !/ mm longae ; ochreolae bilobae, membranaceae, circa 41/4 mm longae; pedicelli fr. incrassati, circa 31% mm longi, horizontaliter divaricati. Flores non vidi. Fructus ovoideus, sub- acuminatus, lobis perianthii arcte conniventibus apice conspicuis, pericarpio crustaceo, nigro, nitido, in sicco laevi (Fig. 38). Testa cornea. Hab. in Guyana gallica prope Cayenne: Saaor s. n. Fruct. Martio. (v. s. in herb, Berol., Holm.) 48. Coccoloba sphaerococea Lindau spec. nov. Ramuli glabri. Ochreae adpressae, glabrae. Folia oblongo-ovata, apiee obtuso-acuminata, basi rotundata, nervis lateralibus nervulisque utrinque. prominulis plane scrobiculato-venosa. Pedicelli fl. ochreolis paullo longiores. Fructus pulchre globosus, lobis perianthii arctissime ad- pressis apiee vix conspicuis. Ramuli albescentes, striati, glabri, lenticellis parvis, ellipticis, brunneis. Ochreae adpressae, 8—12 mm longae, glabrae, costatae, oblique truncatae, sub- chartaceac. Folia petiolis supra profunde canaliculatis, circa 4 em longis, glabris, sub ochrea inserlis, oblongo-ovata, apice obtuso-acuminata, basi rotundata vel rarius sub- cordata 7—14cm longa, 4—9cm lata, coriacea, glaberrima, opaca, margine plano, costa media supra vix, subtus valde prominente, nervis lateralibus angulo 50—70° abeuntibus, decurrentibus, arcuatis, ad marginem saepe obscuris nervulisque utrinque prominulis dense planeque scrobiculato-venosa. Inflorescentia racemosa, terminalis, solitaria, nodulis 4-floris (?), laxiflora, foliis longior, pedunculo brevi rhachique glabris angulatis- que; bracteae triangulares, obtusae, circa 3/4 mm longae; ochreolae membranaceae, ! mm longae; pedicelli fl. tenues, ochreolis paullo longiores, fr. incrassati, 5 mm longi, horizontaliter divaricati, Flores non vidi. Fructus pulchre globosus, circa 7 mm diametro, lobis perianthii arctissime adpressis apice vix conspicuis, pericarpio crustaceo (Fig. 39). Semen 3-sulcatum, partibus laevibus, testa dilute fusca, nitida. Mab. in Peruvia orientali prope Tarapoto: Spruce. (v. Ss. ex herb Kew.) 19. Coccoloba Barbeyana Lindau spec. nov. Ramuli glabri. Ochreae adpressae, glabrae. Folia ovata vel oblonga, apice acuminata, basi rotundata vel angustata, glabra, nervis primariis utrinque expressis, nervulis prominulis dense reticulato-venosa. Inflore- scentia nodulis plurifloris, rhachi glabra. Pedicelli ochreolas subaequantes. Ramuli glabri striati, lenticellis paucis, minimis. Ochreae usque ad 45 mm longae, glabrae, adpressae, membranaceae, basi coriacea, diutius persistente, Folia petiolis 15 mm longis, striatis, glabris, ad basin ochreae insertis, ovata vel oblonga, apice 186 G. Lindau. acuminata, basi rotundata vel angustala, 410—144 cm longa, 3—7!/5em lata, subcoriacea, utrinque glaberrima, margine plano, nervis lateralibus angulo 50—60° abeuntibus, de- currentibus, rectis, ad marginem arcuatis, subobscuris, primariis utrinque prominenti- bus, nervulis prominulis dense reticulato-venosa. Inflorescentia racemosa, solitaria, foliis longior, multiflora, nodulis plurifloris, pedunculo circa 4 em longo rhachique glabris angulatisque; bracteae triangulares, acutae, circa 4 mm longae; ochreolae bracteam aequantes, acutae, bilobae; pedicelli fl. ochreolis paullo breviores, fr. vix accrescentes, crassiuseuli. Perianthii tubus campanulatus, 2 mm longus; lobi ovati, tubum aequantes, sub anthesi reflexi. Filamenta filiformia, erecta, lobos aequantia, antheris exsertis. Ovarium ovoideum, 11/ mm longum; styli 3, !/o mm longi, stigmatibus sublobatis, Hab. in Peru loco non indicato: Ruiz et Pavon. (v. s. in herb. Boiss.-Bars.) 80. Coccoloba laevis Casar. Frutex ramulis glabris. Ochreae usque ad medium fissae, sub- adpressae. Folia ovata, apice rotundata, basi cordata, glaberrima, nervis primariis utrinque prominentibus, nervulis utrinque planis. Inflorescentia nodulis 1—2-floris, rhachi glabra. Pedicelli fl. minuti in oehreola recon- diti. Fructus globosus lobis perianthii apice conspicuis. Coccoloba laevis Casan, Nov. Stirp. bras, Dec. VIII, 74; Mess. in: Fl, bras. V, 4 p.^! et in: DC. Prodr, XIV, 155. Coccoloba cordifolia Mrissx. in: Fl. bras. V, A p. 37 et in: DC. Prodr. XIV, 155. Coccoloba uvifera SALzMANN (non L.) mss, in herb, DELESS. Frutex erectus, 2,5-metralis, ramosissimus (ex SALZMANN, GARDNER!) ramis pro- funde sulcatis, ramulis eleganter sulcalo-striatis, glabris, lenticellis suborbicularibus. Ochreae oblique truncatae, usque ad medium fissae, circa 5 mm longae, adpressae, membranaceae, evanidae. Folia petiolis supra canaliculatis, ochream aequantibus, ad basin ochreae insertis, glabris, ovata, apice rotundata vel obtuso-subacuminata, basi cordata, Æ 10 cm longa, Œ 7 em lata, coriacea, margine leviter recurvato , glaberrima, nervis primariis utrinque prominentibus, lateralibus angulo 60—85° abeuntibus, decur- rentibus, ad marginem subobscuris, nervulis utrinque planis supra punctato-verruculoso- venosa, subtus densissime reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, solitaria, foliis 23—2!/5-plo longior, multiflora, racemosa, nodulis 4—2-floris, pedunculo + 1 cm longo rhachique glabris; bracteae semiorbiculares, accurrentes, 4 mm longae; ochreolae bilobae, membranaceae, 2 mm longae; pedicelli fl. minuti, in ochreolis reconditi, fr. 4mm longi, Perianthii tubus vix 4 mm longus; lobi ovati, tubum aequantes vel superantes. Filamenta subulata, lobis subbreviora, antheris exsertis. Ovarium oblongum, trigonum; styli 3, breves, stigmatibus sublobatis. Fructus globosus, circa 9 mm diametro, lobis perianthii conniventibus apice conspicuis, pericarpio carnoso (Fig. 40). Testa trigona, dilute fusca, apice obscurior, nilida, Hab. in regione, quae restinga vocatur in Brasiliae prov. Bahia: SALZMANN n. 476; Jacobina: Branener n. 400, 283, 3528; Rio de Ja- neiro: Graziou 14445; Pernambuco prope Pernambuco: SCHENCK n. 4305; loco non indicato: Luorsky n. 100, GARDNER n. 1394. Fruct, Junio, (v. s. in herb. Berol., DELEss., Kew., Lips., Petrop., Scursck., Vind. Monographia generis Coccolobae. 187 81. Coccoloba Schiedeana Lindau spec. nov. Ramuli rufo-tomentelli. Ochreae subamplae, rufo-tomentellae. Folia ovata, apice acuminata, basi cordata vel subangustata, nervis primariis supra subprominentibus, subtus acute expressis, nervulis utrinque pro- minulis laxiuseule reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1—3-floris, rhachi puberula. Pedicelli ochreolas aequantes. Fructus ovoideus, basi rotundatus, apice lobis perianthii adpressis obtuse coronatus. Coccoloba barbadensis Jaco. var. 3. mexicana Meissx. in: DC. Prodr. XIV, 453; HEMSLEY, Biol. IH, 36. Uvero Papantlensibus (ex Sciukpk!), Palo de Carnero (ex GALEOTTI !). Arbor ramis cinerascentibus, striatis vel sulcatis, glabris; ramulis striatis, rufo- tomentellis. Ochreae 5—9 mm longae, evanescenter rufo-tomentellae, subcoriaceae, subamplae, subcostatae, evanidac. Folia petiolis supra profunde canaliculatis, sul- catis, 1—3 cm longis, novellis rufo-puberulis, demum glabratis, ad basin ochreae in- sertis, ovata, apice acuminata, basi cordata vel subangustata, 8—22 cm longa, 9—43 cm lata, novella membranacea, adulta coriacea, glaberrima, novella subtus ad costam minute puberula, margine subrecurvo, subundulato, nervis lateralibus angulo 40—50° abeuntibus, decurrentibus, plane arcuatis, primariis supra subprominentibus, subtus acute expressis, nervulis utrinque prominulis laxiuscule reticulato-venosa. Inflore- scentia terminalis, racemosa, laxiflora, + 10cm longa, nodulis 1—3-floris, pedunculo + 5 mm longo rhachique breviter puberulis; bracteae triangulares, acutae, puberulae, 3/4 mm longae; ochreolae subrecte truncatae, bracteam aequantes, membranaceae, pube- rulae; pedicelli fI. brevissimi, fr. crassiusculi, bracteam aequantes. Flores albi (ex Gatti", Perianthii tubus conicus, circa 4 mm longus; lobi ovati, 2 mm longi, in anlhesi reflexi. Filamenta cirea 21/4 mm longa, erecta, antheris longe exsertis. Ovarium ovoideum, trigonum, vix 4 mm longum; styli 3, 1/ mm longi, stigmatibus lobatis. Fructus immaturus.ovoideus, basi rotundatus, apice acumine obtuso lobis perianthii adpressis formato, 41% mm longo coronatus, omnino 8 mm longus, 6 mm diametro, pericarpio crustaceo (Fig. 41). Hab. in Mexico prope Papantla: Scutepe n. 1451, Liesmann, KAR- winsky n. 735, 735"; prope Oaxaca: Garkorri n. 7218; prope Mirador et Consoquitla: Liesmann; prope Medelin: Wawra n. 44; in Savana de Mata de Don Juan: Karwinsky n. 734. Floret Septembri, fruct. Novembri. (v.s. in herb. Berol., DELEss., Haun., Petrop:, Vind.) 82. Coccoloba Humboldti Meifsn. Ramuli glabri. Ochreae amplae. Folia ovata, apice subrotundata vel breviter acuminata, basi rotundata vel cordata, nervis lateralibus supra prominulis, subtus expressis, nervulis utrinque prominulis dense scrobi- eulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1—3-floris, rhachi glabra. Pedicelli ochreolam circa &-plo superantes. Fructus ovoideus, basi breviter stipi- latus, apice rotundatus, lobis perianthii arcte adpressis conspicuis. Coccoloba Humboldti Myisss. in: DC. Prodr, XIV, 163; Peyrirscu in: Linnaea XXX, 20; HeusLey, Biol. II. 36, 188 G. Lindau, Coccoloba rigida WiLp, (non Metssn.) mss. in herb. WiLLD. n, 7705. Frutex (ex Cunisruan!) vel arbor media altitudine (ex HELLER!) ramis rugoso- striatis, canescentibus; ramulis substriatis, glabris. Ochreae =Œ 1/ cm longae, apice membranaceaae, basi coriacea, diutius persistente, parte superiore basi secedente ramosque ut annulo cingente, juniores obsolete dense tomentellae, amplae. Folia petiolis ochream aequantibus vel paullo longioribus, pubescentibus, demum glabratis, ad basin ochreae insertis, ovata, apice subrotundata vel breviter acuminata, basi rotun- data vel cordata, Æ 8 cm longa, Æ 5 cm lata, coriacea, utrinque glabra, margine sub- plano, costa media supra semiimmersa, subtus prominente, nervis lateralibus angulo 60—70? abeuntibus, decurrentibus, usque ad marginem subrectis, supra prominulis, subtus expressis, nervulis utrinque eleganter prominulis dense scrobiculato-venosa. In- florescentia terminalis, racemosa, solitaria vel interdum subfasciculata, laxiflora, folia subaequans, nodulis 1—3-floris, pedunculo circa 5 mm longo rhachique glabris angulatisque ; bracteae triangulares, minutae ; ochreolae membranaceae, quartam partem pedicelli subaequantes; pedicelli fl. 4—2 mm longi, tenues, horizontaliter divaricati, fr. 3 mm longi. Flores albi (ex HeLLER!). Perianthii tubus vix 4 mm longus; lobi ovati, circa 41/9 mm longi, in anthesi reflexi. Filamenta subulata, lobos aequantia, erecta, antheris exsertis. Ovarium oblongum, trigonum, circa 3/4mm longum; styli 3. Fructus ovoideus, basi breviter stipitatus, apice rotundatus, lobis perianthii arcte ad- pressis conspicuis, circa 6 mm longus, circa 4 mm diametro, pericarpio fusco, crustaceo, subcostato (Fig. 42). Semen subglobosum, breviter acuminatum, 3-sulcatum, partibus leviter n-sulcatis, basi breviter stipitatum, testa cornea, laevi, fusco-nitida. Cotyle- dones orbiculares, 21/3 mm diametro, apice ad medium fere fissis tegentibusque, arcte adpressis; radicula circa 4 mm longa, cylindrica. Hab. in Mexico prope Veracruz: Gouin (ex Hemst.!), Herner n. 185, Wawra n. 43, 444, 628, Mun n. 49 (ex Hensı.!); prope Tampico de Tamaulipas: BEerLANDIER n. 105, 681; prope Pacho: Liesmann; prope Tantoyuca (Mex. meridion.): Ervenpperc (ex Hemsı.!); loco non indicato: Humpoupr n. 4484, GarkorrI n. 7218 (ex Hewsr.!). v. S. in herb. Berol., Boiss,-Bars., Detess., Haun., Lips., Petrop., Vind., WiLLb. n. 7705.) 83. Coccoloba Jurgenseni Lindau spec. nov. D I Ramuli glabri. Ochreae amplae, glabrae. Folia oblonga, apice obtuso-acuminata, basi rotundata vel subcordata, nervis primariis supra prominulis, subtus magis expressis, nervulis supra majoribus conspicuis, obsolete prominulis, subtus pluribus tenuiter prominulis densiuscule reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1—3-floris, rhachi glabra. Pedi- celli ochreolam aequantes. Pinotepa Mexicanis (ex JunGENSEN!). Ramuli cinereo-albi, sulcati, glabri, lenticellis ellipticis, subfuseis. Ochreae oblique truncatae, circa 6 mm longae, glabrae, chartaceae, basi diutius persistente. Folia petiolis Supra canaliculatis, glabris, circa 8 mm longis, ad basin ochreae insertis, oblonga, apice obtuso-acuminata, basi rotundata vel subcordata, 5—9 cm longa, 3—4 cm lata, glabra, opaca, margine leviter recurvo, interdum anguste fusco-colorato, nervis lateralibus angulo 35—70° abeuntibus, rectis vel plane arcuatis, primariis supra pro- minulis, subtus magis expressis, nervulis supra majoribus conspicuis, obselete promi- nulis, subtus pluribus tenuiter prominulis densiuscule reticulato-venosa, Inflores- Monographia generis Coccolobae. 189 centia terminalis, racemosa, folia aequans, laxiflora, nodulis 4—3-floris, pedunculo circa 4 mm longo rhachique glabris angulatisque; bracteae triangulares, acutae, 3/4 mm longae; ochreolae bilobae, membranaceae, 4 mm longae; pedicelli circa 1 mm longi, horizontaliter divaricati. Perianthii tubus conicus, circa 4 mm longus; lobi ovati, 41% mm longi, in anthesi reflexi. Filamenta filiformia, lobos aequantia, erecta, antheris exserlis. Ovarium subglobosum, trigonum, 3/,mm longum; styli 3, dimidium ovarii aequantes, stigmatibus sublobatis, Hab. in Mexico prope Oaxaca: JURGENSEN n. 157. Floret Aprili, (v. s. in herb. DELESs.) 84. Coccoloba Liebmanni Lindau spec. nov. Ramuli dense pubescentes. Ochreae subamplae, pubescentes. Folia oblongo-obovata, apiee rotundata, basi cordata, omnino lanuginoso-pubes- centia, nervis primariis supra prominulis, subtus expressis, nervulis supra subplanis conspicuis, subtus prominulis dense reticulato-venosa. Inflores- centia nodulis 1—oo-floris, rhachi pubescenti. Pedicelli ochreolas 2-plo superantes. Rami subrimosuli, canescentes, lenticellis orbicularibus, punctiformibus ; ramuli striati, dense pubescentes. Ochreae suboblique truncatae, circa 4 mm longae, sub- amplae, pubescentes, evanidae, Folia petiolis supra canaliculatis, ochream aequanti- bus, lanuginosis, sub ochrea insertis, oblongo-obovata vel rarius ovata, apice rotundata vel obtusa, basi cordata, 7—13 cm longa, 3!/0—7 cm lata, coriacea, omnino lanuginoso- pubescentia, margine plano, undulato, nervis lateralibus superioribus angulo 60— 70° abeuntibus, rectis, ad marginem arcuatim connexis, primariis supra prominulis, subtus expressis, nervulis supra subplanis, conspicuis, utrinque prominulis dense reticulato- venosa. Inflorescentia terminalis, solitaria, racemosa, densiflora, foliis 3-plo longior, nodulis 1—O©0-floris, pedunculo petiolum aequante rhachique pubescentibus ; bracteae semiorbiculares, accurrentes, vix 1/9 mm longae, pubescentes; ochreolae bilobae, bracteis paullo longiores, membranaceae, laxae, pubescentes; pedicelli fl. tenues, horizontaliter divaricati, pubescentes, ochreolam 2-plo superantes. Perianthii tubus plane conicus, circa Is mm longus, extus puberulus; lobi tubum 2-plo supe- rantes, extus puberuli, in anthesi reflexi, Filamenta filiformia, erecta, lobis aequi- longa, antheris exsertis. Ovarium subglobosum, trigonum, vix 4 mm longum; styli 3, ovarium acquantes, stigmatibus lobatis. Hab. in Mexico prope Pochutla, S. Agustin, inter Galera et Pochutla: LIEBMANN. | Floret Octobri. (v. s. in herb. Haun.) 85. Coccoloba Orizabae Lindau spec. nov. Ramuli glabri. Ochreae amplae, glabrae. Folia sublanceolato-ovata, apice sensim obtuso-acuminata, basi angustata, nervis primariis supra prominulis, subtus expressis, nervulis utrinque tenuiter prominulis dense retieulato-venosa. Inflorescentia nodulis A-floris, rhachi glabra. Fructus subglobosus, basi subattenuatus, apice rotundatus, lobis perianthii conni- ventibus conspicuis. 190 G. Lindau. Ramuli cinerei, sulcati, glabri. Ochreae subrecte truncatae, 6—7 mm longae, amplae, glabrae, chartaceae, basi annulariter secedentes, evanidae. Folia petiolis supra canaliculatis, glabris, 5—8 mm longis, sub ochrea insertis, sublanceolata-ovata, apice sensim obtuso-acuminata, basi angustata, in petiolum anguste decurrentia, 41/9—10 cm longa, 41/9—4 em lata, glabra, margine reflexo, subcoriacea, nervis lateralibus angulo 60—70? abeuntibus, plane arcuatis, primariis supra prominulis, subtus expressis, ner- vulis utrinque tenuiter prominulis eleganter denseque reticulato-venosa, Inflore- scentia terminalis racemosa, foliis brevior, nodulis 1-floris, pedunculo cirea 4 mm longo rhachique glabris; bracteae triangulares, acutae, 3/4 mm longae, accurrentes ; ochreolae bracteam aequantes, bilobae; pedicelli fr. patentes, tenues, 11/3 mm longi, elabri. Flores non vidi. Fructus subglobosus, basi subattenuatus, apice rotun- datus, lobis perianthii conniventibus conspicuis, 40mm longo, 8 mm diametro pericarpio crustaceo, obsolete costato. Hab. in Mexico prope Orizaba: Bourcrau n. 2822. Fruct. Augusto, (v. s. in herb. Botss.-Bars.) 86. Coccoloba yueatana Lindau spec. nov. Ochreae minute ferrugineo-puberulae. Folia ovata vel oblongo-ovata, + acuminata, basi cordata vel rotundata, nervis primariis supra semiim- mersis, subtus expressis, nervulis utrinque tenuissime prominulis densis- sime reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 4-floris, rhachi obsolete pilosa. Ochreolae pedicellos circa 2-plo superantes. Ramuli striati, Ochreae 5—7 mm longae, minute ferrugineo-puberulae, laxae. Folia petiolis supra canaliculatis, ochream aequantibus vel brevioribus, minutissimis pilis instructis, interdum supra paucis longioribus pilis obsitis ad basin ochreae insertis, ovata vel oblongo-ovata, apice =Æ acuminata, obtusa, basi cordata vel rotundata vel subangustata, Æ 7 em longa, = 31/5 em lata, subchartacea, glaberrima, saepissime subtus ad nervos primarios tomentella, margine leviter recurvo, nervis lateralibus angulo 50—60° abeuntibus, subdecurrentibus, rectis vel plane arcuatis, primariis supra semi- immersis, subtus expressis, nervulis utrinque tenuissime prominulis densissime reti- culato- venosa. Inflorescentia terminalis, racemosa, solitaria, foliis 1 —2-plo longior, densiflora, nodulis 1-floris, pedunculo cirea 5 mm longo rhachique obsolete pilosis ; bracteae triangulares, acutae, circa %/4 mm longae, membranaceae; ochreolae subrecte truncatae, bracteam aequantes, membranaceae ; pedicelli dimidium ochreolae aequantes, horizontaliter divaricati. Perianthii tubus conicus, circa 4 mm longus; lobi ovati, tubum paullo superantes, in anthesi reflexi. Filamenta filiformia, circa 2 inm longa, antheris exsertis. Ovarium oblongum, trigonum, substipitatum, circa 4 mm longum; styli 3, ad finem anthesis ovario aequilongi, stigmatibus sublobatis. Hab. in peninsula Yucatan: Gaumer n. 48. (v. s. in herb. Berol.) 87. Coccoloba tenuiflora Lindau spec. nov. Ramuli glabri, nitidi. Ochreae adpressae, albido-puberulae. Folia oblongo-ovata, apice sensim longe acuminata, basi rotundata, nervis pri- mariis utrinque expressis, nervulis utrinque prominulis dense reticulato- venosa. Inflorescentia tenuiflora, nodulis 1—92-floris, rhachi glabra. Pedi- celli ochreola 4—5-plo longiores. Monographia generis Coccolobae. 191 Frutex caule volubili (herb. Petrop.!), ramis cinereis, sulcatis, lenticellis sub- orbicularibus; ramulis glabris, nitidis, teretibus. Ochreae plane fissae, 6—8 mm longae, membranaceae, albae, albido-puberulae, adpressae, mox evanidae. Folia petiolis supra profunde canaliculatis, 41/,—3 em longis, tenuibus, glabris, sub ochrea insertis, oblongo-ovata, apice sensim longe acuminata, basi rotundata, 5—43 cm longa, 2—41/, em lata, novella membranacea, adulta chartacea, margine plano, undulato, utrinque opaca, glaberrima, nervis lateralibus angulo 65—70? abeuntibus, subarcuatis, anguste decurrentibus, primariis utrinque expressis, nervulis utrinque prominulis dense reticulato-venosa. Inflorescentia tenuiflora, terminalis, racemosa, circa A cm longa, nodulis 1—2-floris, pedunculo brevissimo rhachique gracili glabris sulcatisque; brac- teae triangulares, acutae, accurrentes, circa ?/, mm longae; ochreolae bracteam aequantes vel paullo superantes, membranaceae; pedicelli tenues, horizontaliter divari- cali, 3—3!/ mm longi. Perianthii tubus planus, circa 1/9 mm longus; lobi ovati, 2 mm longi, in anthesi reflexi. Filamenta filiformia, 11/2 mm longa, erecta, antheris exserlis. Ovarium ovoideum, trigonum, circa 4 mm longum; styli 3, ovario 3-plo breviores, stigmatibus lobatis. ‘ Hab. in Brasilia loco et collectore non adnotato. Floret Aprili. (v. s. in herb. Petrop.) ( X 88. Coccoloba laxiflora Lindau spec. nov. Ramuli obsolete puberuli. Ochreae adpressae, novellae obsolete pube- rulae. Folia ovata apice rotundata, basi cordata, nervis primariis supra prominulis, subtus expressis, nervulis utrinque prominulis dense reti- culato- venosa, glabra, utrinque ad costae basin sparse pilosa. Inflore- scentia nodulis 1- vel 2-floris, rhachi minute puberula. Ochreolae minutae. Pedicelli ochreolas longe superantes. Rami cinerei, striati, glabri; ramuli teretes, tenues, in sicco nigrescentes, sub lente pilis difficulter conspicuis instructi. Ochreae oblique truncatae, circa 5 mm longae, membranaceae, adpressae, novellae sub lente evanescenter puberulae, evanidae. Folia petiolis supra canaliculatis, 3—4 mm longis, sub lente minute puberulis, ad 3 cm basin ochreae insertis, ovata, apice rotundata, basi cordata, 4—5 cm longa, 21/2 lata, novella membranacea, adulta subchartacea, margine plano, supra nitida, in sicco nigrescenlia, subtus opaca, fusco-nigra, pallidiora quam supra, glabra, sed utrinque ad costae basin sparse pilosa, nervis lateralibus angulo 55—70? abeuntibus, subrectis, primariis supra prominulis, subtus expressis, nervulis utrinque prominulis dense reti- culato-venosa. Inflorescentia terminalis, racemosa, foliis brevior, laxiflora, nodulis 1-, rarius 2-floris, pedunculo 2—3 mm longo rhachique minute puberulis; bracteae anguste lanceolalae, minutae, puberulae; ochreolae bracteis breviores, minutae, pedi- celli 2—3 mm longi, tenues, patentes vel horizontaliter divaricati, minutissime puberuli. Peranthii tubus planus, brevissimus; lobi circa 41/3 mm longi, ovati, in anthesi reflexi. Filamenta filiformia basi dilatata, circa A mm longa, erecta, antheris ex- sertis. Ovarium oblongum, obtuso-trigonum, circa 3/4 mm longum. Hab. in Brasiliae prov. Rio de Janeiro loco non indieato: Gra- ziou n. 11444. (v. s. in herb, Berol.) 192 G. Lindau. 89. Coccoloba novogranatensis Lindau spec. nov. Ramuli obsolete puberuli. Ochreae usque ad medium fissae, amplae. Folia oblongo-ovata vel oblongo-subobovata, apice sensim acuminata, basi rotundata, nervis primariis supra subplanis, subtus expressis, nervulis supra inconspicuis, subtus manifestis planis dense retieulato-venosa. In- florescentia nodulis 4-floris, rhachi glabra. ^ Ochreolae pedicellis multo longiores, adpressae. Juan gerrote Sabanillensibus (ex KARSTEN !). Rami subrimosi, ramuli striati, sub lente obsolete puberuli. Ochreae usque ad medium fissae, acuminatae, membranaceae, mox evanidae, amplae, sub lente minutissime puberulae. Folia petiolis supra plane canaliculatis, sulcatis, supra sub lente minu- lissime puberulis, 5—7 mm longis, sub ochrea insertis, oblongo-ovata vel oblongo-obo- vata, apice longe sensimque obtuso-acuminata, basi rotundata, 5—9 cm longa, 4!/,— 3cm lata, glabra, sed subtus ad nervos pilosa, margine subplano, tenuia, nervis laterali- bus angulo 45—50^ abeuntibus, usque ad marginem fere rectis, primariis supra sub- planis, subtus expressis, nervulis supra inconspicuis, subtus manifestis planis dense reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, racemosa, foliis brevior, pauciflora, nodulis 4-floris, pedunculo circa 5 mm longo rhachique glabris sulcatisque ; bracteae linguiformes, 2!/; mm longae, membranaceae ; ochreolae bilobae, bracteam aequantes, membranaceae, laxae, in sieco pedicello florique adpressae; pedicelli fl. brevissimi. Flores in ochreola nidulantes, Perianthii tubus conicus, 4 mm longus; lobi ovati, 1!/ mm longi, in anthesi subreflexi. Filamenta filiformia, 4 mm longa, erecta, antheris subexsertis. Ovarium oblongum, apice attenuatum, trigonum, circa 4 mm longum; styli 3, ovario paullo breviores, in anthesi subexserti, Fructus subglobosus, apice lobis perianthii coronatus, totus circa 42 mm longus, 8 mm diametro (ex, ic. a Mus. Par. communic.). Hab. in Columbia prope Sabanilla: Karsten; loco non indicato: Triana n. 978. (v. s. in herb, Berol., Petrop., Vind.) 90. Coccoloba nigrescens Lindau spec. nov. Ramuli novelli pubescentes. Ochreae laxae, basi pubescentes. Folia obovata, apice acuminata, basi euneata, rotundata, glabra, nervis primariis utrinque prominulis, nervulis inconspicuis. Inflorescentia nodulis 1—3- floris, rhachi pubescenti. Pedicelli alabastriferi ochreolis breviores. Rami rugosi, subcanescentes; ramuli novelli pubescentes, Ochreae usque ad 7/3 fissae, longe acutae, usque ad 31/9 cm longae, membranaceae, laxae, ad basin pube- scenles, Folia petiolis supra plane canaliculatis, circa 5 mm longis, supra incano- lomentellis, sub ochrea insertis, obovata, apice acuminata, basi cuneata, rotundata, 41/9—9 cm longa, 21/5— 4 em lata, tenuia, in sicco rigida, fragilia et nigrescentia, glabra, margine, revoluta, nervis lateralibus angulo 60—70? abeuntibus, subrectis, ad marginem obscuris, primariis utrinque prominentibus, nervulis inconspicuis. Inflorescentia terminalis, racemosa, foliis paullo brevior, multiflora, nodulis 1—3-floris, pedunculo circa 6 mm longo rhachique pubescentibus; bracteae triangulares, acutae, puberulae, Monographia ger tris Coccolobae, 193 3/4 mm longae; ochreolae subrecte truncatae, bracteam aequantes; pedicelli alabastri- feri ochreola breviores. Alabastra 41/ mm longa. Hab. in Trinidad: Grusser n. 116. Floret Majo-Junio, (v. s. in herb, Gétting.) 91. Coccoloba acuminata H. B. K. Arbor ramulis novellis glabris vel ferrugineo-pubescentibus. Ochreae + pilosae, adpressae. Folia ovato-lanceolata vel lanceolata, apice longe aeuminata, basi subrotundata vel angustata, subtus in axillis et ad nervos primarios + puberula, nervis primariis supra semiimmersis, subtus ex- pressis, nervulis utrinque prominulis. Inflorescentia rhachi + puberula, nodulis oo-floris. Ochreolae pedicellos omnino eingentes postea strobilulam formantes. Fructus trigono-globosus, lobis perianthii conniventibus usque ad medium fructus conspicuis. Arbor ramulis sulcatis, in sicco nigrescentibus, subnitidis, pendulis (ex Huw- noLpt!), Æ puberulis vel glabris. Ochreae oblique truncatae, Æ 4 cm longae, sub- albescentes, membranaceae, adpressae, mox evanidae. Folia petiolis supra canali- culatis, ochream aequantibus, ad basin ochreae insertis, ovato-lanceolata vel lanceolata, apice sensim acuminata, obtusa, basi subrotundata vel sensim angustata, + 42—20 cm longa, 4—5 cm lata, subcoriacea, margine subplano, supra nitida, subtus opaca, nervis lateralibus angulo 60—70° abeuntibus, subdecurrentibus, usque ad marginem subrectis, primariis supra semiimmersis, subtus prominentibus, nervulis majoribus laterales con- jungentibus subparallelis, ad marginem reticulatis minoribusque utrinque tenuiter pro- minulis laxe reticulato-venosa, subtus in axillis et ad nervos primarios Æ pilosa. In- florescentia spiciformis, laxiflora, folia superans, nodulis pauca alabastra gerentibus, flore unico postea evoluto, pedunculo 2—4 cm longo rhachique Æ pilosis, angulatis ; bracteae triangulares, acutae, subaccurrentes, 4!/omm longae, membranaceae; ochreolae lateraliter usque ad basin fissae, breviter biacuminatae, pedicellum omnino cingentes, membranaceae, postea in quoque nodulo strobilulam usque ad 8 mm longam formantes; pedicelli breves. Flores nidulantes. Perianthii tubus brevissimus; lobi ovali, circa 4 mm longi. Filamenta subulata, longitudine subinaequalia. Ovarium ob- longum, trigonum; styli breves, stigmatibus sublobatis, Fructus subglobosus, tri- gonus, utrinque attenuatus, circa 6 mm longus, circa 5 mm diametro, lobis perianthii conniventibus usque ad medium fructus conspicuis, pericarpio carnoso, subcoslato (Fig. 43). Semen subglobosum, apice acuminatum, basi planum, trigonum, 6 sulcatum, testa cornea, fusco-nitida. Cotyledones suborbiculares utrinque emarginatae, ad- pressae, margine subinvolutae, 3!/; mm longae, 5 latae; radicula cotyledonibus circa 3-plo brevior. var. a. pubescens Lindau. Coccoloba acuminata H. B. K. Nov. Gen. II, 444; Kunta, Syn. Pl. II, 466; Dierk. Syn. Pl. II, 4327; Meıssn. in: FL bras. V, 4 p. 25 et in: DC. Prodr. XIV, 468; Spreng. Syst. II, 252; Bento. in: Bot. Sulph. p. 159. Lyperodendron coccoloboides WiLLp. in: Witko., herb. n. 7693. Papaturillo Nicaraguensibus (ex FRIEDRICHSTHAL!). Ramuli novelli ferrugineo-pubescentes; ochreae ferrugineo-hirtae. Folia petiolis pubescentibus, basi angustata, ad basin costae mediae supra totanische Jahrbücher. XIII. Bd. 13 194 6. Lindau. puberula, subtus ad nervos primarios puberula, in axillis longe barbellata. Peduneulus, rhachis bracteaeque ferrugineo-hirti. Mab. in Nicaragua in insula Ometepee: FmuiEpniCcusTHAL n. 956; in Panama prope Maume et Gorgone: Wagner; ad Isthmum Darien: fide Benruam; in Columbia prope Naré ad flumen Magdalena: Horrow n. 278; in convalli obumbrata fluminis Magdalenae prope Mompox: Huw- BOLDT n. 1479; prope St. Martha: Purp. var. B. glabra Lindau. Coccoloba strobilulifera Meissx, in: Fl. bras. V, 4 p. 44 tab. 25 et in: DC. Prodr. XIV, 469; HemsLey, Biol. IN, 36. Coccoloba acuminata Kr. mss. in herb. Berol. Rami novelli glabri; ochreae minute puberulae. Folia petiolis glabris vel saepius sparsis longioribus pilis ferrugineis obsitis, basi sub- rotundata vel rarius angustata, supra glaberrima, subtus in axillis breviter barbellata. Pedunculus rhachisque subglabra; bracteae basi saepis- sime paullo ferrugineo-puberulae. Hab. in Columbia loco non indicato: Moritz, Goupor n. 3, TRIANA s. n. Floret Aprili. (v. s. in herb. Berol., Boiss.-Bars., Brux., CaNpoLL., Kew., Mon., Petrop., Vind., Wun. herb. n. 7693.) 92. Coccoloba obovata H. B. K. "Arbor ramulis glabris. Ochreae plane oblique truncatae, glabrae adpressae. Folia obovata vel subrotundo-obovata, apice obtuso-acuminata, basi leviter cordata, nervis primariis utrinque prominentibus, nervulis pro- minulis subdense retieulato-venosa. Inflorescentia nodulis 4—4-floris, rhachi obsolete puberula. Pedicelli ochreolis multo breviores. Fructus globosus, apice lobis perianthii arctissime adpressis obtuso-acuminatus. Coccoloba obovata VI. B. K. Nov. Gen. IT, 444; Kuntu, Syn. Pl, I, 466; SenENG. Syst. II, 252; Dierr. Syn. Pl. II, 41327; Meıssn. in: DC. Prodr. XIV, 455. Coccoloba coriacea WILLD, (non Sacra) mss. in: Wirin, in herb. n. 7704. Coccoloba Goudotiana Wenn. in: Ann. sc. nat. 3.séór. XIII, 260; Watt, Ann. III, 289. Arbor ramis teretibus, glabris; ramulis glabris, lenticellis orbicularibus, ab ochreis cinctis, Ochreae plane oblique truncatae, + 7 mm longae, glabrae, mem- branaceae, striatae, adpressae. Folia petiolis striatis, cirea 42 mm longis, glabris, ad basin ochreae insertis, obovata vel subrotundo-obovata, apice obtuso-acuminata, basi leviter cordata, Æ 40 cm longa, - 7 cm lata, coriacea, margine plano, glabra, subtus ad costam tomentella, nervis lateralibus angulo 40—50° abeuntibus, arcuatis, primariis supra expressis, subtus paullo magis prominentibus, nervulis utrinque prominulis sub- dense reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, solitaria, foliis longior, densi- flora, racemosa, nodulis 4—4-floris, pedunculo rhachique pilis minutissimis difficulter conspicuis instructis; bracteae subsemiorbiculares, subaccurrentes, ?/,mm longae; ochreolae bilobae, 41/2 mm longae, membranaceae; pedicelli minuti, in ochreola recon- diti, patentes, Flores albidi (ex Kuyra!), Perianthii tubus campanulatus, 3/4 mm longus; lobi tubum aequantes, ovati, in anthesi recurvati. Filamenta e lata basi fili- Monographia generis Coecolobae. 195 formia, lobis longiora, antheris exsertis. Ovarium breve, oblongum, trigonum. Fruc- tus globosus, obtuso-trigonus, basi rotundatus, apice lobis perianthii arctissime ad- pressis obtuso-coronatus, 6 mm longus, 5!/; mm diametro, pericarpio crustaceo, co- stato (Fig. 44). Hab. in Columbia in calidis subhumidis prope Honda: lluwsorpr; loco non indicato: Gounor n. 4 et s. n.; Triana n. 984. Floret Junio et Octobri. (v. s. in herb. Berol., Wirrp, herb. n. 7704.) 93. Coccoloba sparsifolia Lindau spec. nov. Ramuli minutissime puberuli, demum glabrati. Ochreae glabrae, amplae. Folia ovata, apice obtuso-subacuminata, basi + cordata, nervis primariis supra subprominentibus, subtus acute expressis, nervulis utrin- que prominulis laxe reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1—2-floris, rhachi glabra. Ochreolae pedicellos duplo superantes. Rami grisei, rimosi, lenticellis ellipticis, fuscis; ramuli laterales, sulcati, minu- tissime puberuli, demum glabrati, ochreis cincti. Ochreae oblique truncatae, circa 43 mm longae, glabrae, membranaceae, amplae, evanidae. Folia petiolis tenuibus, supra plane canaliculatis, circa 40 mm longis, supra minute puberulis, sub ochrea in- sertis, ovata, apice obtuso-subacuminata, basi + cordata, 5—9 cm longa, 4—6 cm lata, subeoriacea, supra nitida, subtus pallidiora, glabra, margine plano, nervis lateralibus angulo 50—60? abeuntibus, subdecurrentibus, plane arcuatis, primariis supra subpro- minentibus, subtus acute expressis, nervulis utrinque prominulis laxe reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis in ramulis vel rarius axillaris (?), erecta, racemosa, laxi- flora, foliis subaequilonga, nodulis 41—2-floris, pedunculo 6—8 mm longo rhachique glabris angulatisque; bracteae triangulares, acutae, !/; mm longae; ochreolae 2 mm fere longae, rotundato-bilobae, membranaceae; pedicelli 4 mm longi, in ochreola re- conditi, horizontaliter divaricati. Perianthii tubus urceolato-campanulatus, !/ómm longus; lobi ovati, 2 mm longi, in anthesi reflexi. Filamenta 21/, mm longa, erecta, antheris exsertis. Ovarium oblongum, trigonum, 4 mm longum; styli 3, !/ mm longi, stigmatibus sublobatis. Hab. in Brasiliae prov. Maranhão: Dow n. 141. (v. s. in herb. Brux.) 94. Coccoloba Grisebachiana Lindau spec. nov. Ramuli glabri. Ochreae subadpressae. Folia ovata, apice obtuso- acuminata, basi cordata, nervis primariis supra semiimmersis, subtus ex- pressis, nervulis tenuiter prominulis utrinque eleganter denseque reti- eulato-venosa. Inflorescentia nodulis 4-floris, rhachi glabra. Fructus ovoideus, apice acuminatus, lobis perianthii arctissime adpressis conspicuis. Coccoloba guyanensis Grises. (non Meıssn.) in: Fl. Br. W. I. Isl. p. 163. Ramuli sulcati, canescentes, glabri. Ochreae usque ad medium fissae, apice rotundatae, circa 8 mm longae, subadpressae, costatae, costis post membranae destruc- tionem diutius persistentibus. Folia petiolis supra canaliculatis, glabris, 41/,—2 cm longis, sub ochrea insertis, ovata, apice obtuso-acuminata, basi cordata, 8—14 cm longa, 5—9 em lata, chartacea, supra nitida et fuscescentia, subtus pallidiora, margine anguste subrecurvo, glaberrima, nervis lateralibus angulo 70—85° abeuntibus, plane arcualis, ad 13* 196 G. Lindau. marginem connexis, primariis supra semiimmersis, subtus expressis, nervulis tenuiter prominulis utrinque eleganter denseque reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, racemosa, foliis aequilonga, laxiflora, nodulis 4-floris, pedunculo circa 4 em longo rhachique glabris; bracteae triangulares, 4 mm longae; ochreolae 4!/; mm longae; pedicelli fr. 2—21/, mm longi, crassiusculi, horizontaliter divaricati, Fructus ovoi- deus, obsolete trigonus, apice acuminatus, lobis perianthii arctissime adpressis con- spicuis, pericarpio crustaceo, costato (Fig. 45). Hab. in Trinidad: CnurGER. (v. s. in herb. Gótting.) 95. Coccoloba pipericarpa Mart. Ramuli minute puberuli. Ochreae adpressae, minute puberulae. Folia ovalia vel oblongo-subobovata, basi subeordata, nervis primariis utrinque prominulis, nervulis paullo minus prominulis subdense reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1-floris, rhachi minutissime puberula. Pedicelli ochreolas subaequantes. Fructus globosus, lobis perianthii apice patulis coronatus. Coccoloba pipericarpa Marr. mss. in herb. Mon.; Meıssn. in: Fl, bras. V, 4 p. 32 tab. 42 et in: DC. Prodr, XIV, 161, Frutex 2-metralis (ex Manrius!) ramis irregulariter subrimosis, horizontaliter divaricatis et postea ad apicem versus curvatis et perpendiculariter crescentibus; ramulis striatis, minute puberulis. Ochreae oblique truncatae, circa 5 mm longae, membrana- ceae, minute puberulae, adpressae, deciduae. Folia petiolis supra canaliculatis, circa 3 mm longis, sub lente pilosis, sub ochrea insertis, ovalia vel oblongo-subobovata, apice rotundata, basi rotundata vel saepius leviter cordata, - 35 mm longa, Æ+ 17 mm lata, coriacea, margine plano, glabra, subtus ad nervos sub lente pilosa, nervis lateralibus angulo 60—75° abeuntibus, plane arcuatis, primariis utrinque prominulis, nervulis paullo minus prominulis subdense reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, solitaria, folia subaequans, multiflora, racemosa, nodulis 4-floris , pedunculo 5—10 mm longo rhachique minutissime puberulis; bracteae triangulares, acutae, 1/ mm longae, accur- rentes; ochreolae bilobae, circa 3/4 mm longae, membranaceae; pedicelli vix 4 mm longi, in specimine a cl. GLAziou collecto paullo longiores. Perianthii tubus sub- 'ampanulatus, !/ mm longus; lobi semiorbiculares, tubum aequantes. Filamenta subulata, inaequalia (?), longiora lobos aequantia, minora circa duplo breviora, antheris inclusis. Ovarium subglobosum; styli 3, breves, stigmatibus sublobatis. Fructus subglobosus, immaturus circa 4 mm diametro, lobis perianthii patulis apice coronatus, pericarpio crustaceo, Hab. in Brasiliae prov. Minas novas, Bahia, Parana: Martius; Rio de Janeiro: Grazrov n. 45357. (v. s. in herb. Berol., Mon.) 96. Coccoloba ramosissima Wedd. Ramuli fusco-puberuli. Ochreae minute fusco-puberulae, adpressae. Folia ovata, apice rotundata, basi subcordata, nervis lateralibus nervulisque utrinque prominulis dense reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 4-floris, rhachi tomentella. | Bracteae, ochreolae subnullae. Monographia generis Coccolobae. 197 Coccoloba ramosissima Wenn. in: Ann. sc. nat. 3. ser. XIII, 258; War». Ann. III, 288; Meıssn. in: Fl. bras. V, 4 p. 44 et in: DC. Prodr. XIV, 456. Frutex ramis albidis, divaricatis, geniculis nodosis; ramulis striatis, fusco-pube- rulis. Ochreae usque ad basin emarginatae, circa 3 mm longae, minute fusco-pube- rulae, evanidae, adpressae. Folia petiolis ochream aequantibus, fusco-puberulis, sub ochrea insertis, ovata, apice rotundata, basi subcordata, Æ 5!/5 cm longa, Æ+ 5 cm lata, glabra, ad costam mediam prominentem utrinque ima basi fusco-puberula, margine plano, coriacea, nervis lateralibus angulo 50—60° abeuntibus, usque ad marginem sub- rectis nervulisque utrinque prominulis dense reliculato-venosa. | Inflorescentia terminalis, racemosa, foliis brevior, pauciflora, nodulis 4-floris, pedunculo circa 3 mm longo rhachique gracili tomentellis; bracteae minutissimae; ochreolae subnullae; pedi- celli 4—2 mm longi, obsolete tomentelli, tenues, horizontaliter divaricati. Perianthii tubus campanulatus, circa Us mm longus, extus minute puberulus; lobi ovati, tubum 2-plo superantes, in anthesi horizontaliter divaricati. Filamenta subulata, lobos aequantia, antheris breviter exsertis. Ovarium subglobosum, trigonum, in alabastro 1/2 mm longum; styli 3, ovario aequilongi. Hab. in Brasiliae prov. Bahia: Brawcurr n. 2491. (v. s. in herb. Berol., Botss.-Bars., DELEss.) 97. Coccoloba euyabensis Wedd. Ramuli leviter sulcati, glabri. Ochreae glabrae, subadpressae. Folia |j 5 D ? ovata, apice rotundata, basi cordata, glaberrima, subtus in axillis subbar- bellata, nervis primariis supra prominulis, subtus expressis, nervulis utrin- H H H que prominulis densiuscule reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1- floris, rhachi ferrugineo-puberula. Ochreolae bracteas duplo longiores, laxae. Coccoloba cuyabensis WEnD. in: Ann. des sc. nat. 3. ser. XIII, 259; War. Ann. Ill, 289; Merssn. in: Fl. bras. V, 4 p. 37 et in: DC. Prodr. XIV, 158. Arborescens (ex Martius!) vel frutex scandens (?) (ex WEpDELL!) ramulis leviter sulcatis, canescentibus, glabris. Ochreae oblique truncatae, circa 4 cm longae, membranaceae, subadpressae, glabrae, mox evanidae. Folia petiolis supra plane canaliculatis, in sicco striatis, Æ 11/2 cm longis, sub ochrea insertis, glabris, sed ad laminam versus supra ferrugineo-puberulis, ovata, apice rotundata vel rarius brevissime I o I 3 3 I acuminata, basi cordata, + 12 cm longa, Æ 7 cm lata, coriacea, margine undulato planoque, glaberrima, subtus in axillis costarum subbarbellata et ad nervos obsolete ferrugineo-pilosa, nervis lateralibus angulo 50—60° abeuntibus, subdecurrentibus, ad marginem arcu connexis, primariis supra prominulis, subtus expressis, nervulis utrin- que prominulis densiuscule reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, solitaria, racemosa, foliis brevior, erecta, nodulis 4-floris, pedunculo brevi rhachique ferrugineo- puberulis, angustatis; bracteae lanceolatae, acutae, puberulae, circa 4 mm longae; ochreolae bilobae, bractea duplo longiores, membranaceae, laxae; pedicelli fr. 3 mm longi, tenues, horizontaliter divaricati, convexi, sub lente pilosi. Flores non vidi. Fructus pisiformis, perianthii lobis conniventibus coronati (ex WEDDELL !). Mab. in Brasiliae prov. Matto Grosso prope Guyaba ad Patricio da Silva Manso: Martius, herb. Fl. bras. n. 1244, (v. s. in herb, Brux., Mon., Petrop.) 198 G. Lindau. 98. Coccoloba tiliacea Lindau spec. nov. Arbor ramulis novellis glabris. Ochreae amplae, basi puberulae. Folia ovata, apice acuminata, basi cordata vel peltata, nervis primariis supra pro- minulis, subtus acute expressis, nervulis eleganter prominulis utrinque densissime retieulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1—3-floris , rhachi glabra. Pedicelli ochreolas subaequantes. Fructus globosus, obsolete sub- acuminatus, lobis perianthii apice adpressis conspicuis. Coccoloba peltata Grises. (non Scuorr) Symb. Fl. arg. n. 508. Arbor alta, excelsa, ramis late patentibus (ex Lorentz et Hieronymus !), regulariter sulcatis; ramulis novellis glabris, tenuiter sulcatis. Ochreae circa 4 cm longae, amplae, basi puberulae, membranaceae, evanidae, Folia petiolis in sicco subsulcatis, glabris, 3—6 cm longis, ad basin ochreae insertis, ovata, apice obtuso-acuminata, basi cordata vel cordato-subpeltata vel saepius + peltata, insertione petioli usque ad 2!/ cm a margine distante, 9—16 cm longa, 8—44 cm lata, subcoriacea, margine subplano, supra ad costam evanescenter barbellata, subtus novella omnino pilosa, ad nervos pri- marios dense tomentella, adulta tantum ad nervos laterales et in axillis barbellata, nervis lateralibus angulo 60—70? abeuntibus, usque ad marginem fere subrectis, subdecurrenti- bus, primariis supra prominulis, subtus acute expressis, nervulis utrinque eleganter pro- minulis densissime reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, solitaria, rarius subfasciculata, racemosa, foliis media longitudine aequilonga, nodulis 1—3-floris, pedun- culo 4—2 em longo rhachique glabris sulcatisque; bracteae ovatae, circa 41/9 mm longae ; ochreolae bracteam aequantes, membranaceae; pedicelli fl. tenues, 11/ mm longi, patentes; fr. circa 4 mm longi, crassiuseuli. Perianthii tubus conicus, circa 4 mm longus; lobi ovati, 1!/; mm longi. Filamenta subulata. Ovarium in flore jam deflorato 4 mm longum, oblongum, acute trigonum; styli 3, 4 mm longi, stigmatibus exsertis. Fructus globosus, obsolete trigonus, obsolete subacuminatus, lobis peri- anthii apice arcte adpressis conspicuis, circa 8 mm diametro, pericarpio crustaceo, fusco-nigro, laevi (Fig. 46. Semen plane 3-sulcatum, partibus 1-subsulcatis, testa cornea, fusco-nitida. Gotyledones reniformes, apice profunde emarginatae, 4 mm longae, 7 mm latae, adpressae, margine subrevoluto; radicula 2 mm longa. Hab. in Argentina septentrionali in silvis ad ripas amnium ad S. Antonio prope S. Lorenzo, ad Badohonda prope Oran, ad Cuesta de S. Rosa prope Garapari: Lorentz et Hieronymus n. 378, 446, 499, 658. Floret Octobri. (v. s. in herb. Berol., Caxporr., ENGLER,, Going. 99. Coccoloba populifolia Wedd. Ramuli glabri. Ochreae amplae, glabrae. Folia late obovata vel orbi- eularia, apice breviter acuminata, basi cordata, subbullata, nervis primariis supra profunde impressis, subtus acute prominentibus, nervulis prominulis utrinque densissime retieulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1—2-floris, rhachi glabra. Pedicelli ochreolam subaequantes. Fructus ovoideus, apice subacuminatus, lobis perianthii arcte conniventibus apice conspicuis. Coccoloba populifolia Wenn, in: Ann. sc. nat, 3. ser. XIII, 257; Wate. Ann. HI, 288; Meissx. in: Fl. bras, V, 4 p. 40 tab. 48, in: DC. Prodr. XIV, 453 et in: Warm. Symb. 4870 p. 427. Monographia generis Coecolobae, 199 Coccoloba costata Mart. (non Wr.) mss. in herb. Brux. Coccoloba alnifolia Casar. Nov. Stirp. bras. Dec. VII, 74. Frutex arborescens (ex CAsaretto, RIEDEL!) vel arbuscula ramosissima (ex ScuwACKE!), 2,5—5-metralis (ex RIEDEL!) ramis canescentibus, angulatis; ramulis sub- nitidis, striatis, in sicco nigrescentibus, glabris, lenticellis fuscis. Ochreae acuminatae, 1!/4—2 cm longae, membranaceae, amplae , elabrae, mox evanidae, cicatrices relin- quentes. Folia petiolis striatis, Æ 1!/» cm longis, glabris, supra ferrugineo-villosis, late obovata vel orbicularia, apice subito breviter obtuso-acuminata, basi cordata, 6—12 cm longa et lata, subcoriacea, subbullata, supra glaberrima, subtus ad basin ner- vorum lateralium + ferrugineo-villosa, margine subplano, nervis lateralibus angulo 65—70° abeuntibus, usque ad marginem fere subrectis, primariis supra profunde im- pressis, subtus acute prominentibus, nervulis supra omnibus subtus majoribus laterales conjungentibus subparallelis prominulis, minoribus planis densissime reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, racemosa, densiflora, recta (ex Ripe. !), folia aequans vel paullo superans, nodulis 4 —2-floris, pedunculo +4 em longo rhachique glabris; brac- teae triangulares, obtusae, circa 4 mm longae; ochreolae bilobae, 11/9 mm longae, membranaceae; pedicelli ochreolas subaequantes, horizontaliter divaricati. Flores flavido-albi (ex Martius!) vel albi (ex Rıever, ScuwAcke!) Peria nthii tubus cam- panulatus, 41/2 mm longus; lobi ovati, tubum aequantes , in anthesi reflexi. Fila- menta filiformia, circa 2 mm longa, in alabastro longitudine alternantia, antheris ex- sertis. Ovarium oblongum, trigonum, circa 4 mm longum; styli 3 breves, stigmati- bus sublobatis. Fructus ovoideus, apice subacuminatus, 6 mm longus, 4 mm dia- metro, apice lobis perianthii arcte conniventibus conspicuis, pericarpio carnoso, laevi (Fig. 47). Semen profunde 3-sulcatum, partibus 4-sulcatis, testa fusca, nitida, cornea. Cotyledones suborbiculares, basi plane emarginatae, 2 mm longae, 3 mm latae, ad- pressae; radicula 4 mm longa. Hab. frequens in Brasilia in arenosis maritimis, quae restinga vocan- tur: Mika, n. 1, Scuorr n. 5539, Rieper n. 7, 673, Servow n. 1437, Win- GREN n. 749, Luscuxarn, Casangrro n. 44194, 4270, Martius, WARMING n. 127, Gaupicnaup n. 420, Branener n. 1646, 1486, Scnenck n. 1660, 2266, 3879, Grazrov n. 49, 4208, Scuwacke n. 5590, Pour n. 913. Floret Januario-Aprili-Junio, fruct. Junio-Augusto, (v. s. in herb. Berol., Brux., Deess., Holm., Mon., Petrop., SCHENCK., SCHWACKE,, Taurin., Vind., WARM.) 100. Coccoloba Warmingii Meifsn. Ramuli glabri. Ochreae glabrae, subamplae. Folia cuneato-obovata, apice subtruncato-rotundata, basi subcordata, nervis primariis supra im- mersis, subtus acute prominentibus, nervulis minoribus utrinque tenuis- sime prominulis densissime reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 41- floris, rhachi glabra. Coccoloba Warmingii Meissn. in: Warm. Symb. 1870 p. 428. Frutex ramulis substriatis, fuscis, glabris, lenlicellis 2—3 mm longis, dilute fuscis. Ochreae oblique truncatae, circa 8mm longae, coriaceae, subamplae, glabrae. Folia petiolis sulcatis, glabris, circa 14 mm longis, in medio ochreae insertis, cunealo- obovata, apice subtruncato-rotundata vel obsolete acuminata, basi subcordata, 9—12 cm longa, + 6 cm lata, glaberrima, subtus ad nervos primarios sparse pilosa, margine sub- plano, coriacea, nervis lateralibus angulo 50—70? abeuntibus, plane arcuatis, primariis supra immersis, subtus acute expressis, nervulis majoribus laterales conjungentibus 200 G. Lindau. subparallelis supra impressis, subtus prominulis, minoribus utrinque tenuissime pro- minulis densissime reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis racemosa, foliis longior, nodulis 4-floris, pedunculo circa 1!/; cm longo rhachique glabris angulatisque ; bracteae ovatae, subacutae, circa 2 mm longae; ochreolae bilobae, lobis acutis, mem- branaceae, 11/9 mm longae; pedicelli fr. incrassati, ochreolam aequantes, Vidi nec flores nec fructus, Hab. in Brasiliae prov. Rio de Janeiro in Sierra da Gamba: Wan- MING n. 125, 128. (v. s. in herb. Warm.) 101. Coccoloba Sehwaekeana Lindau spec. nov. Ramuli glabri. Ochreae usque ad medium oblique truncatae, breviter fusco-puberulae. Folia petiolis in medio ochreae insertis obovata, apice rotundata, basi leviter cordata, nervis primariis supra semiimmersis, subtus acute expressis, nervulis utrinque tenuiter prominulis densissime reticulato- venosa. Inflorescentia nodulis 1-floris, rhachi glabra. Fructus ovoideus, lobis perianthii apice arcte adpressis conspicuis. Frutex(?) ramis griseis, subteretibus, lenticellis orbicularibus, albidis; ramulis pallidioribus, in sicco striatis, glabris. Ochreae usque ad medium oblique truncatae, 15—22 mm longae, apice obtusae, breviter fusco-puberulae, subcostatae, evanidae, char- taceae, apice amplae. Folia petiolis supra subplanis, breviter fusco-puberulis, circa 4—5 mm longis, crassiusculis, in media ochrea insertis, obovata, apice rotundata, basi leviter cordata, 4—7 cm longa, 5—7 cm lata, subcoriacea, margine plano, supra glabra, subtus ad nervos puberula, opaca, nervis lateralibus angulo 38—45? abeuntibus, usque ad marginem fere rectis, subdecurrentibus, primariis supra semiimmersis, subtus acute expressis, nervulis utrinque tenuiter prominulis densissime reticulato-venosa. In- florescentia terminalis, racemosa, laxiflora, foliis aequilonga vel longior, nodulis 1-floris, pedunculo brevi rhachique glabris angulatisque ; bracteae triangulares, acutae, circa !/) mm longae; ochreolae bracteam subaequantes, membranaceae; pedicelli fr. 2 mm longi, subcrassati, horizontaliter divaricati. Flores non vidi, Fructus ovoi- deus, 8 mm longus, 6 mm diametro, apice lobis perianthii arcte adpressis conspicuis, pericarpio viridi-nigro apice pallidiore, longitudinaliter striato, crustaceo (Fig. 48). Semen 3-sulcatum, partibus laevibus, acriter acuminatum, testa apice obtusa, dilute fusca, cornea, Cotyledones suborbiculares, basi emarginatae, apice rotundato- emarginatae, circa 5 mm diametro, adpressae; radicula circa 2 mm longa. Hab. in Brasiliae prov. Rio de Janeiro: Graziou n. 14249. (v. s. in herb. Berol., DELEss.) 102, Coccoloba padiformis Meifsn. Ramuli glabri. Ochreae adpressae. Folia oblonga, apice acuminata, basi angustata vel subrotundata, nervis lateralibus utrinque prominulis, nervulis supra ineonspieuis, subtus planis, conspicuis punctato-venosa. Inflorescentia nodulis 1-floris, rhachi tomentella. Bracteae subnullae, pedi- celli ochreolas 4-plo superantes. Coccoloba padiformis Meıssn. in: DC. Prodr. XIV, 466; Ernst in: Seem. Journ, Bot. IX, 497. WE Monographia generis Coccolobae. 201 Arbuscula mediocris (ex Moritz!) ramulis teretibus, cinerascentibus, glabris. Ochreae circa 1cm longae, deciduae, adpressae. Folia petiolis supra canaliculatis, -E 18 mm longis, ad basin ochreae insertis, oblonga, apice acuminata, basi angustata vel subrotundata, circa 43 cm longa, 6 cm lata, coriacea, margine subrecurvo, glaber- rima, supra nitida, costa media utrinque prominente, nervis lateralibus angulo 65" abe- untibus, arcuatis, supra paullo, subtus magis prominulis, nervulis supra obsoletis, sub- tus planis conspicuis tenuissime punctato- venosa. In florescentia terminalis, dimidium foliorum aequans, racemosa, laxiflora, nodulis 4-floris, pedunculo circa 5 mm longo rhachique tomentellis; bracteae subnullae ; ochreolae !/; mm longae, membrana- ceae; pedicelli 2 mm longi, horizontaliter divaricati, tenues. Flores rosei vel purpurei (ex Morırz!). Perianthii tubus subconicus, circa 3/4 mm longus; lobi ovali, 2 mm longi, in anthesi reflexi. Filamenta subulata, 4!/; mm longa, antheris exserlis. Ovarium oblongum, circa 4 mm longum; styli 3, breves, stigmatibus sublobatis. Hab. non frequens in Venezuela prope Caracas ad rivulum Ga- tuche: Monrrz n. 377. Floret Aprili. (v. s. in herb. Berol., Lips.) 103. Coccoloba Candolleana Meifsn. Ochreae tomentellae, tumidae. Folia suborbieularia, apice breviter subaeuminata, basi leviter cordata, glaberrima, nervis primariis supra semiimmersis, subtus prominulis, nervulis utrinque planis densissime punctato-venosa. Inflorescentia nodulis 4-floris, rhachi glabra. Ochreolae minutae, pedicelli tenues bracteis 2—3-plo longiores. Coccoloba Candolleana Missy, in: Fl. bras. V, 4, p. 4 et in: DC. Prodr. XIV, 154. Frutex arborescens(?) ramis cinerascentibus, rimosulis, glabris, lenticellis suborbicularibus, brunneis. Ochreae suboblique truncatae, ciraa 4 cm longae, tomen- tellae, coriaceae, tumidae, deciduae et cicatrices crassas relinquentes. Folia petiolis supra canaliculatis, circa 3 mm longis, minute tomentellis, ad basin ochreae insertis, suborbicularia, apice breviter subacuminata, obtusata, basi leviter cordata, circa 2!/5— 4 cm longa et lata, rigide coriacea, margine plano, opaca, glaberrima, nervis lateralibus angulo 50—75? abeuntibus, ad marginem obscuris, primariis supra semiimmersis, subtus prominulis, nervulis utrinque planis densissime punctato-venosa. Inflorescentia terminalis in ramulis lateralibus, racemosa, foliis circa 2-plo longior, laxiflora, pedun- culo subnullo rhachique glabris, nodulis 4-floris; bracteae lanceolatae, circa %/4 mm longae; ochreolae minutae; pedicelli circa 2 mm longi, tenues, horizontaliter divari- cati. Perianthii tubus conicus, circa 4 mm longus; lobi semiorbiculares, tubum 3-plo superantes, in anthesi reflexi. Filamenta subulata, lobos aequantia, antheris exsertis. Ovarium oblongum, acute trigonum, circa 3/4 mm longum; styli 3, 1/2 mm longi, stigmatibus sublobatis. Hab. in Brasiliae prov. Bahia: Branener 1818; in Nova Granata: GovpoT n. A. (v. s. in herb. Berol., DELESS.) 104. Coccoloba cordata Cham. Arbor vel frutex ramulis obsolete striatis, glabris. Ochreae oblique truncatae, apice amplae, glabrae. Folia petiolis in 2/, altitudinis ochreae insertis cordata, apice obtusa, glaberrima, nervis lateralibus nervulisque UCM 202 G. Lindau. utrinque prominulis densissime reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1-floris, rhachi glabra. Coccoloba cordata Cuan. in: Linnaea VIII, 433; Dem. Syn. pl. Il, 4327; MEISSN. in: Fl. bras. V, 4 p. 44 etin: DC. Prodr. XIV, 453; Grises. Symb. Fl. Arg. n, 509. Arbor satis alta, 4!/o—10-metralis (ex SkzLow, Lorentz et Hieronymus!) coma ampla vel frutex hominis altitudinem aequans (ex Lom. et Hier. !) sapore valde ad- stringente (ex SeLLow!), ramis divaricato-patentibus (ex Lor. et Hıer.!) glabris, sub- canescentibus , ramulis obsolete striatis, glabris. Ochreae oblique truncatae, circa I cm longae, apice membranaceae et amplae, ad basin subcoriaceae, glabrae, in parte petioli subcostatae. Folia petiolis supra canaliculatis, ochream aequantibus, glabris, in ?/5 altitudinis ochreae insertis, cordata vel lanceolato-cordata, apice obtusa, & 6 cm longa, Æ 4 em lala, subcoriacea, margine leviter reflexo, glaberrima, subtus ad basin costae pilosa, costa media supra immersa, subtus prominente, nervis lateralibus angulo 40—55° abeuntibus, usque ad marginem fere subrectis nervulisque utrinque prominulis densissime reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, racemosa, folia aequans vel brevior, erecta (ex Cuamisso !), nodulis 1-floris, pedunculo brevi rhachique breviter tomentellis; bracteae lineares, ?/, mm longae; ochreolae membranaceae, minutae; pedi- celli + 2 mm longi, tenues, horizontaliter divaricati. Perianthii tubus plane coni- cus, circa %/4 mm longus; lobi ovati, tubum 2-plo superantes, in anthesi recurvati. Filamenta lobis aequilonga, ex latiore basi filiformia, antheris exsertis. Ovarium subglobosum, trigonum; styli 3, breves, stigmatibus sublobatis. Fructus immaturus sphaeroideus, circa 5 mm diametro, subgloboso-trigonus, acutus angulis obtusis, facie- bus convexis, laevis, nitidus (ex Cuamisso!), Mab. in Brasilia meridionali: SeLLow n. 978; in prov. Bahia: Luorskv; in Argentina septentrionali prope Oran et ad Rio Negro et Rio Majotoro: Lorentz et Hieronymus n. 414. Floret Octobri. ẹ (v. s. in herb. Berol., Caxnozr., ENcLEn,, Gotting. ) 105. Coccoloba pubescens L. Ramuli longe viridifusco-hirsuti. Ochreae amplae. Folia late cordata, apice obtusa vel suborbicularia, basi cordata, utrinque hirsuto-pubescentia, nervis primariis supra impressis, subtus prominentibus, nervulis utrinque subprominulis dense reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1—3-floris, rhachi minute puberula. Ochreolae bracteam aequantes pedicellis 6-plo breviores. Fructus ovoideus lobis perianthii conniventibus conspicuis. Coccoloba pubescens L. Spec. Pl. 2, ed. p.523; MiLL. Dict. n.2; Ho. Lin. Pf, Syst. I, 492; PLuk. Phyt. t. 222 fig. 8; Win, Spec. Pl. II, 457; SPRENG. Syst. II, 252; Lam. Encyc. VI, 64; Arr. hort. Kew. 2. ed. IL, 420; Lun. hort, Jam. I, 77; Mavc. Barb. p. 155; Link, Enum. I, 386; ENnLicu. Cat. I, 274; Bentu, in: Hook. Journ. Bot. IV, 624; Dietr., Syn. Pl. II, 26; Scuome, Fl. et Faun. Br. Guy. p. 821 et 4434; Meıssn. in: Linnaea XXI, 265, in: Fl. bras. V, p. 42 et in: DC. Prod. XIV, 152; Grises. Carib. p. 47 et FI. Br. W. I. Isl. p. 164; BELLO, Ap. Puert. Ric, n. 657; News. D. Gart. Mag. 1890 Heft I, 47. Coccoloba grandifolia Jaco. hist. Am. stirp. p. 112. Coccoloba spec, ScuLecur. in: Linnaea VII, 394. Moralon Portoricensibus (ex Sıntenis!), Leather Coat Tree Guyanensibus (ex Scnow- BURGK!), Bois à grandes feuilles Caribaeis (ex Jacquin n. Arbor 12—25-metralis (ex Jacquin, EGGERS, SINTENIS !), trunco erecto, glabro, Monographia generis Coccolobae. 203 rimoso, ad comam sine ramificatione, ligno saturate rubro, durissimo, ad aedificandum idoneo (ex JacouiN!). Rami vetustiores angulati, glabri; ramuli regulariter sulcati, novelli longe viridifusco-hirsuti. Ochreae usque ad basin fissae, marginibus sub- rotundatis, usque ad 30 mm longae, apice membranaceae, basi chartaceae, fusco-tomen- tosae, amplae, evanidae. Folia petiolis brevissimis vel ad 10 mm longis, erassiusculis, supra subplanis, pubescentibus, ad basin ochreae insertis, late cordata, apice obtusa vel suborbicularia basi cordata, 12—50 cm longa, 8—60 cm lata vel majora, coriacea, mar- gine plano, utrinque hirsuto-pubescentia vel demum supra glabrata, nervis lateralibus angulo 40—50° abeuntibus, rectis, ad marginem arcualis, primariis supra impressis subtus valde prominentibus, nervulis utrinque subprominulis dense reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, solitaria, racemosa, densiflora, foliis minoribus aequi- longa, sed saepe usque ad 65 cm longa (ex Ecckns !), purpurea (ex Ecckns!), pedunculo circa 45 mm longo rhachique minute puberulis, nodulis 1—3-floris; bracteae triangu- lares, apice obtusae, accurrentes, !/; mm longae, pubescentes; ochreolae bracteam aequantes, membranaceae, bilobac ; pedicelli fl. circa 3 mm longi, horizontaliler divari- cali, minutissime puberuli, Flores albi (ex Ecorrs!). Perianthii tubus circa !/; mm longus, late subcampanulatus ; lobi 4 mm longi, ovati, in anthesi reflexi. Filamenta lobos subaequantia , filiformia , erecta, antheris longe exsertis. Ovarium oblongum, trigonum, ia mm longum; styli 3, ovario breviores, stigmatibus lobatis. Fructus immaturus globosus vel ovoideus, obsolete trigonus, lobis apice conniventibus con- spicuis, circa 5 mm diametro, pericarpio crustaceo. Hab. in Antillarum silvis montosis in Sto. Domingo: EGGERS n. 2559, 2562, Pau pe WünreuserG; Puerto Rico: Krug n. 936, SINTENIS n. 5995, GuxpLAcu n. 1499; Guadeloupe: L'HERMINIER, Ducnassatnc ` Mar- (inique: Béranger, Sieser, herb. Haun.; Antigua: WurssenigeL; Bar- buda: Poxruigv ; Barbados: Eccers n. 7158; in Mexico: Scmepe, herb. Petrop.; in Guyana batava: Kern n. 1339 (ex MrisssER!); loco non indicato: Nysr. n. 677. Floret Aprili. (v.s. in herb. Berol., Boıss.-BArs., CANDOLL., DELESS., Gólting., Haun., Kruc. et Urs., Mon., Petrop., Vind., WiLLp. herb. n. 7696.) 106. Coecoloba rugosa Desf. Ramuli glabri. Ochreae ampliatae, glaberrimae. Folia deltoideo- aut ovato-orbieularia, apice obtusa, basi cordato-amplexicaulia, bullata, nervis supra impressis, subtus valde prominentibus, nervulis supra inconspicuis, subtus subplanis punctato-venosa. Inflorescentia nodulis 2—8-floris, rhachi minute puberula. Pedicelli ochreola multo longiores. Fructus ovoideus, obscure trigonus, basi in stipitem brevem contractus, apice acuminatus, lobis perianthii arcte adpressis, conspicuis. Coccoloba rugosa Desr: Cat. hort. Par, 3.ed. p. 389; Wenn, in: Ann. sc. nat. 3. sér. XIII, 262; Wace. Ann. HI, 290; Messy. in: DC. Prodr. XIV, 452; Grises. Carib. n. 324; Essens, St. Croix et Verg. n. 710; Fr. des serres VII, 160. . Coccoloba macrophylla Desr. in: Bot. Mag. 76 tab. 4536; Warr. Ann. III, 287; Len. Jard. Fl. I fab. 47; Fl. des serres VI p. 267 tab. 617; Linpz. et PAxr. Flow. gard. I, 194 f. 94. | Coccoloba macrantha Sıeun. Nom. I, 390. Coccoloba bullata, magnifolia Desr. in: herb, Mus. Par. (ex WEDDELL !). Ortegon Portoricensibus (ex EGGERS, SINTENIS !). 204 G. Lindau, Arbor vel frutex 10—15-metralis, erecta, usque ad apicem sine ramificatione, trunco 10 cm diametro (ex SivrENIS !), ramis sulcato- acutangulis, fere subalatis; ramulis sulcatis, glabris. Ochreae oblique truncatae, 4—7 em longae, crassae, coriaceae, costatae, glaberrimae, amplae, persistentes. Folia petiolis nullis deltoideo-aut ovato- orbicularia, apice obtusa, basi cordato-subamplexicaulia, 25—60 cm longa, 26—45 cm lala, rigide coriacea, bullata, margine recurvo, utrinque glaberrima, opaca, nervis lateralibus angulo 60—8 0° abeuntibus, subdecurre ntibus, arcuatis, ad marginem obscuris, primariis supra impressis, subtus valde prominentibus, nervulis supra inconspicuis, subtus subplanis punctato-venosa. Inflorescentia terminalis, folia superans, saepe 50 cm longior, racemosa, densiflora , nodulis 2—8-floris, pedunculo 2—7 cm longo rhachique sanguineis (ex SiNTENIS !), sub lente minute puberulis angulalisque; bracteae lanceolatae, acutae, concavae, n mm longae; ochreolae membranac eae, bracteam aequantes; pedicelli tenues, 5—43 mm longi, sub lente minute puberuli, patentes, san- guihei. Flores sanguinei, Perianthii tubus campanulato-urceolatus, circa 2 mm longus; lobi ovati, 41/ mm longi, in anthesi reflexi. Filamenta lobis breviora, fili- formia, antheris exsertis. Ovarium oblongum, acuto-trigonum, circa 4 mm longum ; styli 3, ovario breviores, stigmatibus sublobatis, Fructus ovoideus, obscure trigonus, basi in stipitem brevem contractus, apice acuminatus, lobis perianthii arcte adpressis, conspicuis, circa 6 mm longo, 4 mm diametro, pericarpio sanguineo, crustaceo, sub- costato (Fig. 49). Semen subglobosum , acuminatum, 3-sulcatum, partibus leviter 1-sulcatis, testa laevi, subnitida, brunnea (Fig. 492), Cotyledon es suborbiculares, utrinque emarginatae, planae; radicula dimidium colyledonum aequans (Fig. 495), Hab. in St. Thomas: herb. Deress.; in Puerto Rico frequens: Essens s. n., n. 827; Srauz n. 976, 1057, Sinrenis n. 1280, 2174, 4980, 5178, 5285; loco non indicato: Witty. herb. n. 7695. Verisimiliter in aliis insulis Antillarum reperienda. Floret Aprili, Junio, Septembri. Fruct. Septembri. (v. s. in herb, Berol, Brux., DrLEss., Gölting,, Kew., Krug, et Urs., Lips., Witt. herb. n. 7695.) 107. Coccoloba uvifera (L.) Jacq. Ramuli minutissime puberuli. Ochreae amplae, minutissime pube- rulae. Folia late ovata, apice rotundata vel plane emarginata, basi rotun- data vel cordata, nervis primariis supra semiimmersis, subtus expressis, nervulis prominulis utrinque scrobiculato-venosa. Inflorescentia nodulis 1—4-Iloris, rhachi sub lente evaneseenter puberula. Pedicelli ochreolas circa 2-plo superantes. Fructus ovoideus, basi stipitiformiter contractus, apice subrotundatus, lobis perianthii conniventibus conspicuis. Coccoloba uvifera Jaco. Hist. Am, Stirp. p. 442 tab. 73 et Pict. tab. 110; Am. GEW., tab. 127; Linné, Spec. PL. 2. ed. 523 et Syst, veg. 405; Hourr, Linn. PA, Syst.1, 489; MiLL, Dict. n. ^; Wun. Spec. Ph IT, 457; SPRENG. Syst.II, 252; Arr, hort, Kew. 2. ed. II, 421; Desr. Cat. hort. Par, 3. ed. p. 69; Law. Encyc. VI, tab. 316 fig. 2; Wuar, St. Barthel. p. 420; West, St. Croix p. 281; Gre, Carp. p. 214 tab. 45 fig. 3; Hayne, Arzneigew. X, tab. A: NurrALL, Sylva III, 88; Ropscu. Observ. p. ^7; Descourt, Ant. Il, 77; Nees, Düssel. Suppl. 9; Hoox. in: Bot. Mag. 59 tab. 3430; H.B. K. Nov. Gen, Il, 440; Lux hort. Jam. I, 76; Maxc. Barb. p. 455; La SAGRA XI, 483; Meyer, Prim, Fl. Essequ. I, 159; Cnam. et Scurkcur, in: Linnaea VI, 368; SCHLECHT. in: Linnaea VI, 760 et XXVI, 643; Scnows. in: Linnaea VIII, 280; MiQuEL in: Linnaea XVIII, 242; MkissN.,, Mon. Monographia generis Coccolobae. 205 Pol. Prod. p. 8, 33 tab. I, fig. ^, II, B. V fig. 4, in: Linnaea XXI, 263, in: Fl. bras. V, 4 p. 42 et in: DC. Prodr. XIV, 452; Scuows, Fl. et Faun. Br. Guy. p. 820, 934; SEEMANN, Voy. Herald p. 492; Dm, Syn. PI. II, 4326; Link, Enum. I, 386; EwpLicn. Cat. I, 273; Kontu, Syn. Pl. I, 465; Grises, Carib, n, 322, Cat. p. 64 et Fl. Br. W. I. Isl, p. 161; Eccers, St. Croix p. 442 et St. Cr. et Verg. n. 708; BkrLo, Ap. Puert. Ric, n. 655; Gro- SOURDY, El. Med. Bot. II, 107; Sauv. Fl. cub. p. 438; German, FI. S. U. St. 2. ed. 394; HrwsrEv, Biol. HI, 37; Ernsr in: Seem. Journ. Bot, IH, 320; Du Trerrre, Hist. Ant. II, 186 c. ic. p. 246; Oviepot), Ind. Lib. VIT, cap. XIII tab. 3% fig. 5. Coccoloba leoganensis Jaco. hist. Am. stirp. p. 443, tab. 478 fig. 33 et Pict. tab. 260 fig. 30; Lam. Encyc. VI, 61. Coccoloba uvifera y leoganensis Wun, Spec. Pl. H, 457; Miss. in: DC. Prodr. XIV. 152. Coccoloba uvifera B ovalifolia Mkisss. in: DC, Prodr. XIV, 452. Guiabara racemosa PLum. Pl. Am. tab. 445. Polygonum Uvifera L. Spec. Pl. 4. ed. I, 365. Prunus maritima racemosa SLOANE, hist. ll, 429 tab, 220 fig. 3, 4, 5 et Catal. 183; Caress, Carol. II, 96 tab. 96. Populus americana, rotundifolia BAuu. Pin. 430. Populus americana DALEcu. Hist. p. 1830. Uvifera litorea, foliis amplioribus fere orbiculatis , crassis, americana PLUK. alm, 394 et Phyt. tab. 236 fig. 7. Uvifera arbor occidentalis folio rotundo, obe vulgo Herm. Par. Bat. Pr. p. 385, Coccolobis foliis crassis orbiculatis sinu aperto Brown, Jam. p. 209; Prum. Pl. Am. tab. 145. Guiabara Caribaeis (ex Ovırpo!), Uva de la caleta Cubensibus (ex SAUVALLE !), Uvero, Uva de mar Portoricensibus (ex SivrENIs !), Uva Tecolutensibus (ex ScurgpE!), Uva de Playa Venezuelensibus (ex Enwsr!), Papaturo Thomensibus (ex FriepnicHstuAaL!), Bay Grape Tree, Sea Side Grape Guyanensibus (ex Scuowsunck!), Raisinier, Raisinier bord de mer Guadaloupensibus (ex Ducuassaixa !). Arbor 2—45-metralis (ex Sinrenis, Orro, PórriG!) vel frutex 3,5—4,5-metralis (ex EccEns !) ligno rubro ad tingendum idoneo, ramis canescentibus, obsolete striatis vel subrimosis; ramulis angulatis, minutissime puberulis. Ochreae oblique truncatae, circa 4 cm longae, coriaceae, amplae, minutissime puberulae, basi rigide coriacea diutius persistente, Folia petiolis ochreae aequilongis vel longioribus, supra canaliculatis vel sulcatis, 3—4 mm latis, + puberulis vel subglabris, paullo supra basin ochreae insertis, late ovata, apice rotundata vel plane emarginata vel brevissime obtuso-acuminata aut rarius subobovata, basi subangustata, novella ovalia, basi angustata, 8—14 cm longa, 8—416 cm lata vel majora, recentia nitida, herbacea, adulta rigide coriacea, opaca, glabra, subtus ad costam et in axillis inter nervos primarios et costam Æ barbellata, margine plano, nervis lateralibus angulo 50—85? abeuntibus, subdecurrentibus, subrectis, ante marginem bipartitis, primariis supra semiimmersis, subtus expressis, nervulis prominulis utrinque scrobiculato-venosa. Inflorescentia terminalis, racemosa, folia aequans vel superans, densiflora, nodulis 4—4-floris, pedunculo brevissimo rhachique sub lente minute puberulis vel glabris sulcatisque; bracteae triangulares, acutae, accurrentes, 4 mm longae; ochreolae bracteam aequantes; pedicelli fl, 2—3 mm longi, tenues, fr. 4) Als Curiosität will ich anführen, dass Oviepo unter anderem in diesem Capitel erzählt, dass die Spanier während der Eroberung Westindiens, als Papier und Tinte knapp zu werden anfing, ihre schriftlichen Mitteilungen unter einander auf die Blätter von C. uvifera einritzten. Bei frisch abgepflückten Blättern sollen die mit einer Nadel eingeritzten Buchstaben an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lassen. 206 G. Lindau, usque ad 5 mm longi, horizontaliter divaricati. Flores albi (ex Sıntenıs, Eeeers !), odore florum Cerasi (ex Jacguin!). Perianthii tubus conicus, 2—3 mm longus, basi atte- nuatus; lobi ovati, circa 2 mm longi, in anthesi reflexi. Filamenta filiformia, circa 2 mm longa, erecta, antheris exsertis. Ovarium oblongum, trigonum, circa 4 mm longum; styli 3. Fructus ovoideus, basi stipitiformiter contractus, apice subrotun- datus, lobis perianthii conniventibus conspicuis, 20 mm longus, 42 mm diametro, peri- carpio carnoso, eduli, laevi, purpureo, coerulea-pruinoso (ex GoLLneEr!) (Fig. 50). Semen semiglobosum, basi planum, profunde 3-sulcatum, partibus plane sulcatis, testa nigro- fusca, cornea, nitida (Fig. 50%. Cotyledones suborbiculares, utrinque plane emar- ginatae, circa 6 mm diametro, non adpressis, margine revoluto , radicula circa 4-plo brevior colyledonibus (Fig. 50>), Hab. frequens in litore maris in omnibus insulis Antillarum et Continentis Americae tropicae in Guyana: Meyer, LEBLOND, SPRU- NER, WULLSCHLAGEL, n. 1070, Kecet, WEIGELT, Martin; in Venezuela: Orro n. 424, Mortz n. 4108, HumsoLor, Gottmer; in Panama: FrNpLER n. 287; in Costa Rica et Veragua: Wanscewicz n. 2; in penins. Yucatan: GaumeR n. 76; in Mexico: Scurepe n. 4450, Wawra n. 216, LIkBMANN ; in Florida australi: Curtiss n. 2439, Murray n. 344, Ruger n. 480; in India occidentali loco non indicato: Nvsr, Canori, Boos, Vant, West, Bnp, n. 56, Eagers n. 293, Honenacker n. 812; in Cuba: WhniGur 2259, DE LA Sacra, Liesmann, Mason, PôrriG; in Sto. Domingo: Eacers n. 2744, Jicer n. 279, Worrr n. 4, PrENLELOUP n. 488, 489, Ramage, Porreau et Turpin; in Jamaica: Mancu, Seemann; in Puerto Rico: SINTENIS n. 765, 765", 6849, Krug n. 935, Scuwanecke, Srauz n. 4056; in St. Thomas: Enrenserc n. 197, Wynter n. 44, Moritz n. 34, FRIEDRICHSTHAL n. 228, Hyazmarsson n. 17, Eacers n. 328; in St. Croix: Eccers; in St. Barthelemy: Forsstrom; in Guadeloupe: Ducuassaina, Perrorrer; in Barbados: Wricur, Ros. Scuompurck n. 7, Essens n. 7347, Seemann; in Trinidad: Sger n. 381; in Martinique: B£taNGER n. 199, Hann n. 328, 907, Sigser n. 103; in Antigua: WurLscnLiGEg, n. 485; in Ba- hama ins.: Eccers n. 3843; in St. Vincent: Gur pix. Floret Julio-Aprili. (v. s. in herb. Berol., Boiss.-Bans., Brux., CANDOLL., DELEss., ENGLER., Gôtting., Haun., Holm., Kew., Krug. et Un. Lips., Mon., Petrop., Vind., Wilo. herb. n. 7694.) 108. Coccoloba jamaicensis Lindau spec. nov. Ramuli glabri. Ochreae adpressae. Folia ovato-cordata, apice acu- minata, nervis primariis supra subimmersis, subtus expressis, nervulis supra inconspicuis, subtus planis, manifestis. Inflorescentia nodulis 1—2- floris, rhachi glabra. Coccoloba leoganensis Guiskn, (non. Jaco.) pr. p. Fl. Br. W.I. Isl. p. 162. Rami subangulati, cinerascentes, lenticellis fuscis, verruciformibus , ellipticis ; ramuli striati, glabri. Ochreae circa 45 mm longae, adpressae, membranaceae, mox evanidae, basi diutius persistente, Folia petiolis tenuibus, circa 40 mm longis, supra plane canaliculatis, glabris, sub ochrea insertis, ovato-cordata, apice acuminata, basi Monographia generis Coccolobae. 207 pulchre cordata, 7—8 cm longa, 5—6 cm lata, subcoriacea, supra nitida, subtus opaca, margine plano, glabra, subtus ad costam evanescenter puberula, nervis lateralibus angulo 50—63° abeuntibus, subdecurrentibus, usque ad marginem fere subrectis, ad marginem in arcus 2 fissis, primariis supra subimmersis, subtus expressis, nervulis supra inconspicuis, subtus planis manifestis. Inflorescentia terminalis, foliis aequi- longa vel brevior, racemosa, multiflora, nodulis 1—2-floris, pedunculo circa 5 mm longo, ochrea cincto rhachique glabris angulatisque; bracteae triangulares, acutae, circa 4 mm longae; ochreolae bracteam aequantes, bilobae, membranaceae; pedicelli alabastriferi subnulli Perianthii tubus conicus, circa 41/2. mm longus; lobi ovati, tubum aequantes, in anthesi reflexi, Filamenta lobos aequantia, erecta, antheris longe ex- sertis. Ovarium circa 4mm longum, obtuso-trigonum ; styli dimidium ovarii aequantes, stigmatibus lobatis. Hab. in Jamaica: Marcu. (v. s. in herb, Götting., Knuc. et Urs., Petrop.) 109. Coccoloba leptostachya Benth. Ramuli glabri. Ochreae laxae, evanescenter minute puberulae. Folia ovata vel subobovata, apice rotundata vel breviter obtuseque acuminata, basi rotundata vel eordata, nervis lateralibus nervulisque supra vix, subtus magis prominulis reticulato-venosa. Inflorescentia saepe subpaniculata, nodulis 1—3-floris, rhachi minute puberula. Bracteae minimae. Coccoloba leptostachya Bentu. in: Bot. Sulph. p. 459; Warr. Ann. I, 554; Meıssn. in: DC. Prodr. XIV, 463; Seemann, Voy. of Herald p. 192; Hemstey, Biol. II, 36. Ramuli glabri, irregulariter angulati. Ochreae laxae, circa 4 cm longae, char- laceae, novellae sub lente minute puberulae, adultae glabrae, oblique truncatae, eva- nidae, cicatrices relinquentes, Folia petiolis glabris, 40—13 mm longis, supra canali- culatis, ovata vel subobovata, apice rotundata vel breviter obtuseque acuminata, basi rotundata vel cordata, 7—13 cm longa, 5—9 cm lata, glabra, margine subrecurvo, opaca, coriacea, costa media supra plana, subtus prominente, nervis lateralibus angulo 50—60° abeuntibus, subdecurrentibus, ad marginem subobscuris, supra semiimmersis, subtus prominentibus, nervulis supra obsoletis, vix conspicuis, subtus prominulis ele- ganter denseque reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, foliis longior, race- mosa vel subpaniculata, nodulis 1—3-floris cum fructu unico postea evoluto, pedunculo brevi rhachique fl. subgracili minute puberulis angulatisque; bracteae, ochreolae mini- mae; pedicelli fl. circa 4 mm longi, tenues, horizontaliter divaricati, fr. crassi, aequi- longi. Perianthii tubus in alabastro jam satis evoluto conicus, 4 mm longus; lobi ovati, tubum aequantes. Filamenta filiformia, lobis breviora (?). Ovarium trigonum, 1/2 mm longum; styli 3, ovarium aequantes. Hab. in Columbia prope Libertad: Bot. Sulph. et in Panama et Veragua in savanis: Seemann n. A497 (ex HeusLey!}, 1167 (herb. Kew.) BarcLay (ex SEEMANN!). (v. s. ex herb, Kew.) 110. Coceoloba leptostaehyoides Lindau spec. nov. Ramuli sub lente brevissime puberuli. Ochreae obsolete puberulae, subamplae. Folia ovata, apice acuminata, basi rotundata, tenuia, nervis primariis utrinque prominulis, nervulis subplanis eleganter densissime 208 G. Lindau, reticulato- venosa. Inflorescentia nodulis 4-floris, rhachi minutissime pube- rula, gracili. Bracleae, ochreolae minutae. Rami cinerascentes, angulati, brevibus ramulis alternatim instructi, lenticellis fuscis; ramuli striati, sub lente minutissime puberuli. Ochreae oblique truncatae, apice rotundatae, circa 4 cm longae, membranaceae, obsolete puberulae, subamplae, evanidae. Folia petiolis supra canaliculatis, tenuibus, 8—10 mm longis, minutissime puberulis, ad basin ochreae insertis, ovata, apice acuminata, basi rotundata et in petio- lum decurrenlia, 5—8 cm longa, 3—5 cm lata, tenuia, subtus ad basin costae minute puberula, margine revoluto (?) vel plano, nervis lateralibus angulo 40—60° abeuntibus, subrectis, primariis utrinque prominulis, nervulis subplanis eleganter densissime reticu- lato-venosa. Inflorescentia terminalis, foliis 41/9—2-plo longior, laxiflora, race- mosa, nodulis 1-floris, pedunculo circa 4 em longo rhachique gracili, minutissime pube- rulis angulatisque; bracteae minutae, puberulae; ochreolae recte truncatae, puberulae, minutae; pedicelli !/—3/, mm longi, horizontaliter divaricati, Perianthii tubus conicus, in alabastro jam satis evoluto circa 3/44 mm longus; lobi ovati, tubum aequantes. Filamenta subulata, Ovarium obtuso-trigonum, !/ mm longum; styli 3. Hab. in Jamaica: Marcu n. 1989. (v. s. in herb. Gótting., Knuc, et Urs.) 111. Coccoloba nematostaehya (Gris.) Lindau. Ramuli incano-tomentelli. Ochreae ampliatae, incano-tomentellae. Folia oblongo-ovata, apice acuminata, subobtusa, basi rotundata vel cordata, subtus tota flavido-tomentella, nervis primariis supra impressis, subtus prominentibus, nervulis supra immersis, subtus prominulis. Inflorescentia filiformis, nodulis 1—4-floris, rhachi pubescenti. Bracteae, ochreolae minutae. Campderia nematostachya Grises, in: Bonplandia 4858 p. 4; Heuwszey, Biol. IIT, 37. Rami angulati, cinereo-fusci, glabri; ramuli Æ+ sulcati, incano - tomentelli. Ochreae oblique truncatae, usque ad basin fere fissae, circa 4—4 cm longae ad apicem ramuli versus longiores, membranaceae, incano-tomentellae, ampliatae, evanidae. Folia petiolis supra plane canaliculatis, sulcatis, dense pubescentibus, circa 40—15 mm longis, ad basin ochreae insertis, oblongo-ovata, apice acuminala, subobtusa, basi rotundata vel cordata, 42—20 cm longa, 61/9—81/9 cm lata, chartacea, margine sub- recurvo, supra glabra, ad costam flavido-tomentella, subtus tota flavido-pubescentia, nervis lateralibus angulo 45—60° abeuntibus, plane arcuatis, primariis supra impressis, subtus prominentibus, nervulis majoribus nervos laterales conjungenlibus supra im- mersis, subtus expressis, minoribus supra immersis, subtus obsoletis. Inflorescentia terminalis, racemosa, filiformis, laxiflora, foliis 4!/9—2-plo longior, nodulis 4—4-floris, longe distantibus, pedunculo 4—2 cm longo rhachique gracili dense breviterque pubes- centibus laevibusque; bracteae, ochreolae pubescentes, minutae ; pedicelli tenues, 4!/5— 2 mm longi, pilosi, patentes. Perianthii tubus conicus, circa 4 mm longus; lobi tubum circa 2-plo superantes, ovati, in anthesi reflexi. Filamenta filiformia, erecta, lobis aequilonga, antheris exsertis. Ovarium oblongum, trigonum, circa 4 mm longum; styli 3, ovario paullo breviores, stigmatibus lobatis. Hab. in Panama: ANDERSSON. Floret Aprili. (v. s. in herb. Gótting., Holm.) Monographia generis Coccolobae. 209 112. Coccoloba manzanillensis Beurl. Ramuli incano-pubescentes. Ochreae laxae, fulvo-pubescentes. Folia obovata, apice brevissime acuminata vel saepius rotundata, basi subcon- tracta, subrotundata vel cordata, nervis primariis supra immersis, subtus acute prominentibus, nervulis utrinque fere inconspicuis. Inflorescentia nodulis 1—3-floris, rhachi minute puberula. Bracteae, ochreolae minutae. Coccoloba manzanillensis BEURL. Prim. Fl. Portobello in Kongl. Vetensk. Akad. Handl. 4854 p. 142; HEMsLEY, Biol. III, 36. Arbor excelsa (ex BILLBERG!) ramis striatis, canescentibus, lenticellis ellipticis, 2—3 mm longis, fuscis; ramulis eleganter striatis, incano-pubescentibus, lenticellis in- conspicuis. Ochreae usque ad medium fissae, in acumen longum obtusiusculum pro- tractae, usque ad 41/9 cm longae, basi dense, ad apicem versus minus longe fulvo-pube- scentes, laxae. Folia petiolis in sicco sulcatis, Æ+ 4 cm longis, glabris, ad basin ochreae insertis, obovata, apice brevissime acuminata rel rarius rotundata, basi subcontracta, cordata vel subrotundata, + 43 cm longa, Æ 7 cm lata, tenuia, nigrescentia, margine reflexo, nervis lateralibus angulo 50—70? abeuntibus, subrectis, primariis supra im- mersis, subtus acute prominentibus, nervulis utrinque fere inconspicuis, glaberrima, sed supra ad costam mediam pilis brevissimis instructa, Inflorescentia terminalis, foliis usque ad duplum longior, laxiflora, racemosa, pendula (ex BILLBERG !), nodulis 1—3-floris, pedunculo + 1 em longo rhachique minute puberulis; bracteae, ochreolae minutae; pedicelli tenues, circa 4 mm longi, horizontaliter divaricati. Flores virides (ex BizzsernG!). Perianthii tubus campanulato-urceolatus, stipitiformiter con- tractus, circa 4 mm longus; lobi ovati, tubum aequantes, in anthesi reflexi. Fila- menta circa (ls mm longa, erecta, antheris exsertis. Ovarium oblongo-globosum, acute trigonum, circa 3/4, mm longum; styli 3, ovarium subaequantes, stigmatibus lobatis. Hab. in Panama prope Puerto Belo in declivitate montium ad in- troitum portus insulae Manzanilla: BILLBERG n. 234. Floret Aprili. (v. s. in herb, Berol., Holm.) Sectio IV. Campderia Lindau. Campderia Bentu. in: Bot. Sulph. p. 159; Meissx. in: Fl. bras. V, 4 p. 22 et in: DC. Prodr. XIV, 170; Bentu. et Hook. Gen. PI.III, 102; HewsLEv, Biol. III, 37. Frutices vel arbores. Folia magna, 2 cm superantia. Inflorescentia simplex vel fasciculata. Bracteae semper nigrescentes, ochreolae manifeste laxae, pedicelli fr. non. acerescentes. Fructus lobis perianthii acerescenti- bus inclusus. Americam trop. incol. 113. Coccoloba Cruegeri Lindau spec. nov. Ramuli glabri. Ochreae adpressae, basi sparse pilosae. Folia ovata vel suborbicularia, apice breviter acuminata, basi subrotundata et in petio- lum decurrentia, nervis primariis supra prominulis, subtus prominentibus, nervulis majoribus laterales conjungentibus utrinque prominulis, minoribus Botanische Jahrbücher. XIII. Bd. 14 210 G. Lindau. subprominulis dense reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 4-floris, rhachi obsolete puberula. Pedicelli ochreolis paullo breviores. Rami cinerascentes, striati, lenticellis fuscis, ellipticis; ramuli glabri. Ochreae circa 2 cm longae, membranaceae, basi costatae, adpressae, basi sparse pilosae, evanidae. Folia petiolis supra sulcatis, 2—3 cm longis, glabris, ad basin ochreae insertis, ovata vel suborbicularia, apice breviter acuminata, basi subrotundata et in petiolum decur- rentia, 44—22 cm longa, 44—16cm lata, glabra, coriacea, margine plano, nervis laterali- bus angulo 60—70? abeuntibus, decurrentibus, subrectis, ad marginem arcuatim con- nexis, primariis supra prominulis subtus prominentibus, nervulis majoribus laterales conjungentibus subparallelis utrinque prominulis, minoribus subprominulis dense re- ticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, racemosa, laxiflora, erecta, nodulis 1-floris, pedunculo brevi rhachique tenui sub lente obsolete puberulis angulatisque ; bracteae ovatae, circa 4 mm longae; ochreolae bracteam paullo superantes; pedicelli patentes, ochreolis paullo breviores. Flores non vidi. Fructus immaturus sub- globosus, lobis perianthii usque ad basin conspicuis (Fig. 54). Hab. in Trinidad: Crvrger n. 113, 778. Floret Julio. (v. s. in herb. Gótting., Kroc. et Urs.) 114. Coccoloba earacasana Meifsn. Ochreae amplae, glabrae vel + pilosae. Folia ovalia vel ovata, apice obtusa, basi rotundata vel subcordata, nervis primariis supra paullo, subtus valde prominentibus, nervulis utrinque grosse prominulis subdense reticu- lato-venosa. Inflorescentia nodulis 1—3-floris, rhachi glabra vel + pilosa. Pedicelli ochreola breviores. Fructus subglobosus, breviter acutiusculus, lobis perianthii verticem non involventibus. Coccoloba caracasana Meıssn. in: DC. Prodr. XIV, 457; Hemscey, Biol, III, 36; Potakowsky in: Jahresb. d. Ver. f. Erdk. in Dresd. 1883 p. 91; Enwsr in: Seem. Journ. Bot. III, 320. Uvero Venezuelensibus (ex HumsoLor, KansrEN, Ernst!), Popaturro blanco Costari- censibus (ex HorrwAxNw !) !). Arbor 2,5—23-metralis (ex Kuntn, Orro, WanscEwicz!) ramis sulcatis; ramulis sulcatis, + pubescentibus vel hispidulis. Ochreae usque ad basin fissae, 12—25 mm longae, membranaceae, amplae, + pubescentes vel hispidulae, evanidae. Folia petiolis 1—2 cm longis, supra canaliculatis, Æ+ pubescentibus vel hispidulis, ovalia vel ovata, apice obtusa, basi rotundata vel subcordata, + 20 cm longa, Æ 17 cm lata vel minora , supra glaberrima, subtus + pubescentia vel hispidula, margine subplano, coriacea nervis lateralibus angulo 30—60° abeuntibus, decurrentibus, subrectis, ad marginem arcuatim connexis, primariis supra paullo, subtus valde prominentibus, ner- vulis utrinque grosse prominulis subdense reticulato-venosa, Inflorescentia termi- nalis, racemosa, multiflora, folia superans, nodulis 1—3-floris, pedunculo circa 2 cm longo rhachique, + pubescentibus vel hispidulis, in sicco sulcatis ; bracteae triangulares, acutae, 4mm longae, accurrentes, pilosae, nigrescentes ; ochreolae bilobae, 2 mm longae; pedicelli vix 4 mm longi » tenues, in ochreola reconditi. Flores albo-virescentes (ex KvNTH!), odore pulcherrimo (ex Wansckwicz!. Perianthii tubus conicus, extus pilosus, !/ mm longus; lobi ovati, tubum duplo superantes, in anthesi recurvati. Fila- 1) Falso appellatur a cl. Metssner La Ceiba, qui est locus, ubi Morırz in Vene- zuela plantam collegit (cf. Exnst 1. c.) Monographia generis Coccolobae. 211 menta lobos aequantia, erecta, antheris exsertis. Ovarium oblongum, trigonum ; styli 3, dimidium filamentorum aequantes, stigmatibus sublobatis. Fructus sub- globosus, trigonus, circa 5 mm diametro, apice breviter acutiusculus, lobis verticem non involventibus, usque ad basin fere conspicuis, pericarpio crustaceo, costato (Fig. 52). Semen plane 3-sulcatum, partibus plurisulcatis, edule, dulcissimum (ex HOFFMANN !), testa cornea, fusco-nitida, Cotyledones suborbiculares, circa A mm diametro, non adpressae, radicula vix 2 mm longa. Hab. frequens in Venezuela: Frenn n. 2053, Orro n. 530; in Columbia: Moritz n. 304, 4109, Karsten; in Costa Rica et Veragua: Warscewicz n. 4, Horrmann n. 292; in Panama: Seemann n. 577 (ex Hems- LEY!); Vargas n. 30 et 30* (ex Meıssx.!). Forma glabra Lindau. Coccoloba barbadensis H. B. K. (non Jaco.) Nov.Gen. II, 440; Kunta, Syn. PLI, 465. Tota planta glaberrima vel folia subtus praesertim ad nervos hispidula. Hab. in Venezuela: Huwsorpr n. 732; in Panama: herb. Gótting.; in Costa Rica: Horrmann n. 292; in Nicaragua: Wmiour, Lévy n. 92. Floret Januario-Februario. Fruct. Majo. (v.s. in herb. Berol., Brux., CANDOLL., Götting., Petrop., Vind., WiLL». n. 7706.) Obs. Forma est cum specie typica variatione pubescentiae conjuncta. 115. Coccoloba excoriata L. Ramuli glabri. Ochreae glabrae, laxae. Folia oblongo-ovata vel ob- longo-obovata, apice acuminata, basi angustata et subrotundata vel leviter cordata, nervis primariis supra semiimmersis, subtus acute prominentibus, nervulis utrinque prominulis densiuscule reticulato-venosa. Inflorescentia pendula, nodulis plurifloris, rhachi glabra. Pedicelli ochreolis breviores. Fructus ovoideus, trigonus, apice acutus, basi subito rotundatus, lobis perianthii arctissime conniventibus, usque ad basin fructus fere conspicuis. Coccoloba excoriata L. Spec. Pl.2 ed. I, 524; Mut, Dict. n. 4; Hourr. Lin. Pfl. Syst. I, 494; Am. Gew. tab.428; WiLLp. Spec. PI. II, 458 et enum. Pl. I, 434; Lam, Encyc. VI, 62; Spreng. Syst. II, 452; Arr. hort, Kew. 2. ed. II, 422; Desr. Cat. hort, Par. 3. ed. p. 69; Swartz, Fl. L Occ. II, 694; Linx, enum. I, 386; Lun. hort. Jam. I; 78; Dretr. Syn. Pl. II, 1327; West, Bidrag p. 281; Enpzicu. Cat. I, 274; Scuows. Fl. et Faun. Br. Guy. p. 934; Mzissw. in: DC. Prodr. XIV, 168; Grises. Carib, n. 330; Grosourpy, el Med. Bot. II, 406; ErrinGsu. Apetalen, tab. 25 Fig. 2. Coccoloba nivea Jaco. hist. Am. Stirp. p. 445 tab. 78 et Pict. tab, 445 ; Lam. Encyc. VI, 63; Swartz, Prodr. p. 64 et Fl. I. Occ. I, 693; West, Bidrag p.284; Wıkstk. Ofv. Guad. Fl. p. 63; WILLD. Spec. Pl. II, 458; Spreng. Syst. II, 252; Mayc. Barb. p. 156; Lux. hort, Jam. I, 78; Desr. Cat. hort. Par. 3. ed. p. 69; Dierr. Syn. Pl. H, 1327; DESCOURT. Antill. V, 478 tab. 352; Scnows. Fl. et Faun. Br. Guy, p. 821; Meıssx. in: DC. Prodr. XIV, 468; Grises. Carib. n..334 et Fl. Br. W. I. Isl. p. 463; EccEns, St. Croix p. 443 et St. Cr. et Verg. n. 715; BELLO, Ap. Puert. Ric. n. 656. | Coccoloba ferruginea Exp, Cat. I, 274; Errinesn., Apetalen, tab, 26 Fig. 2. Guiabara alia racemosa, foliis oblongis PLum. H. Mss. Tom. VI, 98. 14* 212 G. Lindau. Coccolobis foliis cordato-oblongis, racemo terminali, caule arboreo PLum. Am. PI. tab. 446 Fig.4. ? Coccolobis montana, major arborea, foliis subrotundis, cortice laevi Brown, Jam. 210. ? Arbor indica, glycyrrhizae foliis subrotundis etc. PLuk. amalth. 22 tab. 363 Fig. 4. 2 Uvifera arbor Americana fructu punctato PLux. Phyt. tab. 237 Fig. 4. Calambrenas Portoricensibus (ex Sintents!); Guarape Domingensibus (ex EcGEns !); Checquered Grape Tree Guyanensibus (ex SCHOMBURGK!); Raisinier de coude (ex Jacquın !); Petit raisinier Marlinicensibus (ex Hans !). Arbor erecta, ligno albido, duro (ex Jacquin !), 5—13-metralis (ex Jacquin, Sis- TENIS, EGGERS, LEJEUNE!), multi-truncatus (ex EccEns!), ramis subrimosulis, cinereis, quasi excorticatis (2), lenticellis orbicularibus, verruculosis; ramulis striatis, glabris, dilute fuscis. Ochreae 1—8 cm longae, longe acuminatae, membranaceae, basi sub- coriacea diutius persistente, glabrae, laxae, evanidae. Folia petiolis supra canalicu- latis, 5—25 mm longis, glabris, paullo supra basin ochreae insertis, oblongo-ovata vel oblongo-obovata, apice acuminata, basi angustata et leviter cordata vel subrotundata, 7—25 cm longa, 4—13 cm lata vel majora, subcoriacea, glaberrima, margine plano vel anguste reflexo, nervis lateralibus angulo 75—90? abeuntibus, subdecurrentibus, arcuatis, ad marginem connexis, primariis supra semiimmersis, subtus acute prominentibus, ner- vulis utrinque tenuiter prominulis densiuscule reticulato-venosa. Inflorescentia in ramulis terminalis, foliis media longitudine aequilonga, racemosa, pendula, nodulis plurifloris, pedunculo brevi rhachique glabrisangulatisque; bracteae triangulares, acutae, accurrentes, nigrescentes, circa 3/4 mm longae; ochreolae bilobae, bracteam duplo supe- rantes, laxae, membranaceae; pedicelli tenues, ochreolis breviores, patentes, subreflexi. Flores flavescentes (ex Sintenis!). Perianthii tubus brevissimus; lobi ovati, circa 11/9 mm longi, in anthesi reflexi. Filamenta subulata, lobis aequilonga, erecta, antheris exsertis, albis (ex SiNTENIS!. Ovarium oblongum, trigonum, 4 mm longum; styli 3, dimidium ovarii aequantes, stigmatibus sublobatis. Fructus ovoideus, trigonus, apice acutus, basi subito rotundatus, perianthii lobis arctissime adpressis, usque ad basin fructus fere conspicuis, 6 mm longus, 5 mm diametro, edulis, dulcis (ex Jacquin !) (Fig. 53), pericarpio crustaceo, albo (ex Knuc!). Semen 3-sulcatum, partibus 4-sulcatis, testa nitida, cornea, dilute fusca. Cotyledones orbiculares, utrinque profunde emarginatae, lobis rotundatis, 3mm longae, 3 mm latae; radicula dimidium cotyledonum aequans. Hab. frequens in India occidentali in Sto. Domingo: EGGERS n. 2682, Porreau et Turpin, Mavrnnorr ; in Puerto Rico: SiNrENIS n. 1942, 2083, 9915, Eaaers n. 425, Krug n. 934, SCHWANECKE, WYDLER n. 347; in St. Thomas: Kress, Orstept, Henpumayr, Crupy, Mott; in St. Croix: Ravn, Porreau, Ecarns; in St. Barthélemy: Forsströn; in Martinique: Haun n. 338, 967, 1082, Betancer n. 1181, Père Duss; in Guadeloupe: L'HERMINIER, BERTERO, Ducnassainc; in Trinidad: Crugcer n. 2688; in Antigua: WurLscHLAGEL n. 491; in Tobago: Eaaers n. 5894; loco non indicato: Vani, EGGers n. 222, Ligpuaxs, Swartz in herb. Caxporr.(?); semel reperta in Brasiliae prov. Rio de Janeiro: WIDGREN. Floret. Junio-Septembri, fruct, Octobri. (v.s. in herb. Berol., Boiss.-Banrs., Brux., CANDOLL., DELEss., Götting., Haun., Holm., Kruc. et Urs., Lips., Mon., Petrop., Vind., Wun. n. 7697.) Monographia generis Coccolobae. 213 116. Coccoloba peruviana Lindau spec. nov. Ramuli evanescenter puberuli. Ochreae basi puberulae, adpressae. Folia oblongo-obovata, apice acuminata, basi angustata, subtus ad nervos dense tomentosa, nervis primariis supra prominulis, subtus expressis, ner- vulis utrinque tenuiter prominulis dense reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 4-floris, rhachi glabra. Pedicelli dimidium ochreolae aequantes. Rami substriati, subcanescentes, lenticellis obsoletis, subellipticis; ramuli'evanes- center puberuli. Ochreae membranaceae, mox evanidae, basi puberulae, adpressae. Folia petiolis supra canaliculatis, 7—13 mm longis, glabris, ad basin ochreae insertis, oblongo-obovata, apice acuminata, basi angustata, 51/5—12 cm longa, 31/—6 cm lata, chartacea, margine subplano, glabra, subtus ad nervos dense tomentosa, nervis laterali- bus angulo 65—80? abeuntibus, plane arcuatis, primariis supra prominulis, subtus ex- pressis, nervulis utrinque tenuiter prominulis dense reticulato-venosa, Inflores- centia terminalis, racemosa, multiflora, nodulis 4-floris, pedunculo brevi rhachique glabris suleatisque; bracteae triangulares, acutae, !/ mm longae, nigrescentes ; ochreo- lae profunde bilobae, circa 3 mm longae, laxae, membranaceae; pedicelli tenues, circa 11/9 mm longi, patentes. Perianthii tubus subplanus, ij mm longus; lobi ovati, circa 21/4 mm longi, in anthesi reflexi. Filamenta circa 1 mm longa, erecta, antheris exsertis, Ovarium oblongum, acute trigonum, circa 41/4 mm longum; styli 3, circa 3/, mm longi, stigmatibus sublobatis. Hab. in Peru: Ruiz et Pavox n. 229, p’Orpiany n. 571. (v. s. in herb. Berol., Boıss.-Bars,, DELESS.) 117. Coceoloba Trianaei Lindau spec. nov. Ramuli puberuli. Ochreae amplae, puberulae. Folia oblongo-ovata vel ovato-sublanceolata, apice obtuso-acuminata, basi rotundata vel sub- cordata, nervis primariis supra semiimmersis, subtus expressis, nervulis utrinque prominulis laxiuscule reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1—oo-floris, rhachi dense puberula. Ochreolae apice minute barbellatae, pedicellos superantes. Rami sulcati, brunnei, lenticellis pallidioribus, suborbicularibus; ramuli striati, puberuli. Ochreae usque ad 4 cm longae, puberulae, membranaceae, amplae, eva- nidae. Folia petiolis supra canaliculatis, puberulis, circa 5 mm longis, sub ochrea in- sertis, oblongo-ovata vel ovato-sublanceolata, apice obtuso-acuminata, basi rotundata vel subcordata, 6—17 cm longa, 3—6 cm lata, subcoriacea, ad nervos primarios et ad nervulos prope marginem procurrentes utrinque minute puberula, margine revoluto, subundulato, nervis lateralibus angulo 45—65° abeuntibus, subrectis, prope marginem arcuatim connexis, primariis supra semiimmersis, subtus expressis, nervulis utrinque prominulis laxiuscule reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, solitaria, sub- fasciculata vel paniculata, racemis foliis brevioribus, erectis, nodulis 4—oo-floris, pe- duneulo 5—10 mm longo rhachique dense puberulis, sulcatis; bracteae lanceolatae, acutae, puberulae, nigrescentes, 4 mm longae; ochreolae membranaceae, bilobae, lobis acutis, 2 mm longae, apice minute barbellatae, laxae; pedicelli fl. tenues, bracteam aequantes, in ochreola reconditi, patentes. Perianthii tubus planus, vix Lin mm longus; lobi ovati, 2 mm longi, in anthesi reflexi. Filamenta filiformia, circa 2 mm 214 G.. Lindau. longa, erecta, antheris exsertis. Ovarium ovoideum, acute trigonum, circa 3/4 mm longum; styli dimidium ovarii aequantes. Hab. in Nova Granata: Triana n. 974. (v. s. in herb. Berol., Brux.) 118. Coecoloba gracilis H. B. K. Ramuli glabri. Ochreae adpressae. Folia ovata apice subacuminata, obtusata, basi rotundata vel subangustata, glabra, subtus ad costae basin pubescentia, nervis primariis supra semiimmersis, subtus paullo ex- pressis, nervulis utrinque subplanis densissime reticulato-venosa. In- florescentia nodulis 1—2-floris, rhachi puberula. Pedicelli ochreolis duplo longiores. Coccoloba gracilis H. B. K. Nov. Gen. Il, 444; Kuntn, Syn. Pl, I, 466; Meissn, in: DC. Prodr. XIV, 163. Coccoloba peruviana Wiko, in: WiLLp. herb. n. 7700. Arbor 3,5—6-metralis (ex Kuyta!) ramulis glabris, sulcatis, cinereis. Ochreae adpressae, membranaceae, deciduae, ima basi diutius persistente, Folia petiolis supra canaliculatis et pubescentibus, circa 8 mm longis, sub ochrea insertis, ovata, apice sub- acuminata, obtusata, basi rotundata vel subangustata Æ 5!/; cm longa, + 2 cm lata, coriacea, glabra, subtus ad costae basin pubescentia, margine reflexo, utrinque opaca, nervis lateralibus angulo 75—80? abeuntibus, subrectis, ad marginem subobscuris, pri- mariis supra semiimmersis, subtus paullo expressis, nervulis utrinque subplanis densis- sime reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, racemosa, erecta, laxiflora, foliis paullo longior, nodulis 1—2-floris, pedunculo + 9 mm longo rhachique puberulis; brac- teae triangulares, acutae, circa 4 mm longae, extus puberulae; ochreolae bilobae, mem- branaceae, bracteam aequantes; pedicelli tenues, circa 2 mm longi, patenti-erecti, postea horizontaliter divaricati. Flores albi (ex KuvrH!. Perianthii tubus bre- vissimus; lobi ovati, circa 41/9 mm longi, in anthesi recurvati. Filamenta filiformia, erecta, lobos aequantia, antheris exsertis, Ovarium subglobosum, trigonum, stylis 3, ovario brevioribus. Hab. in Peru ad rivum Cachiyacu: Huwsozpr. Floret Octobri. (v.s. in herb. WILLD. n. 7700 et 7704.) 119. Coccoloba Persicaria Wedd. Ramuli glabri. Ochreae sublaxae, glabrae. Folia ovata vel ovato- sublanceolata, apice obtuse vel acutiuscule acuminata, basi cordata vel subrotundata, nervis primariis supra prominulis subtus prominentibus, nervulis utrinque prominulis subdense reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1—3-floris, rhachi puberula. Pedicelli subnulli. Coccoloba Persicaria WEnD. in: Ann. sc, nat. 3. ser. XIII, 256; War. Ann. Ill, 287; Meissx. in: DC. Prodr. XIV, 161. Frutex 3—4-metralis (ex WEDDELL!) ramis patulis, brunneo-cinereis; ramulis striatis, glabris. Ochreae suboblique truncatae, membranaceae, sublaxae, glabrae. Folia petiolis supra canaliculatis, 4—6 mm longis, breviter tomentellis, ad basin ochreae insertis, ovata vel ovato-sublanceolata, apice obtuse vel acutiuscule acuminata, basi Monographia generis Coccolobae. 215 cordata, vel subrotundata vel rarius angustata, 3—6 cm longa, 11/5—2!/? cm lata, sub- coriacea, supra glabra, subtus ad nervos praesertim minute puberula, ad costam tomen- tella, margine subplano, nervis lateralibus angulo 45—60° abeuntibus, subrectis, ad marginem arcuatim connexis, primariis supra prominulis, subtus prominentibus, ner- vulis utrinque prominulis subdense reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, racemosa, solitaria, foliis brevior, laxiflora, nodulis 1—3-floris, pedunculo circa 5 mm longo rhachique puberulis angulatisque; bracteae triangulares, acutae, circa 2 mm longae, margine membranaceo, in medio fuscescentes, basi puberulae; ochreolae bilobae, bracteam paullo superantes, membranaceae, alabastra novella omnino vol- ventes; pedicelli fl. subnulli. Perianthii tubus subnullus; lobi ovati, circa 2 mm longi. Filamenta subulata, lobis breviora (2, antheris exsertis 2, Ovarium ovoi- deum, acute trigonum, !/, mm longum; styli 3, ovario aequilongi. Hab. in silvis subhumidis in Bolivia cisandina prov. Yungas cir- citer in alt. 1500 m: Mus. Par. collect. non adnot. n. 4257. Floret Decembri. (v. s. in herb. Berol.) 120. Coceoloba Ruiziana Lindau spec. nov. Ramuli sub lente evanescenter puberuli. Ochreae subadpressae, basi sub lente puberulae. Folia subovata vel obovata, apice rotundata, basi cordata, nervis primariis utrinque subprominentibus, nervulis prominulis laxiuscule reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1—5-floris, rhachi breviter puberula. Pedicelli ochreolas 11/,—2-plo superantes. Liquanco Peruvianis (ex Ruiz et Pavon!). Frutex (?) ramis subsulcatis, griseis, lenticellis orbicularibus, verruculosis, palli- dioribus; ramulis regulariter sulcatis, sub lente obsolete evanescenterque puberulis. Ochreae 3—5 mm longae, membranaceae, basi sub lente obsolete puberulae, sub- adpressae, mox evanidae. Folia petiolis supra plane canaliculatis, 4—10 mm longis, breviter puberulis, sub ochrea insertis, subovata vel obovata, apice rotundata, basi leviter cordata, 3—7 cm longa, 2—5 cm lata, chartacea, margine plano, glabra, nervis lateralibus angulo 60—65? abeuntibus, arcuatis, decurrentibus, primariis utrinque sub- prominentibus, nervulis utrinque prominulis laxiuscule reticulato-venosa. Inflores- centia terminalis, foliis 1!/5—2-plo longior, racemosa , laxiflora, nodulis 4—5-floris, pedunculo Æ+ 6 mm longo rhachique breviter puberulis; bracteae triangulares, acutae, accurrentes, circa 4!/,mm longae, puberulae; ochreolae subrecte truncatae, circa 4 mm longae, membranaceae; pedicelli tenues, 41/>—2 mm longi, patentes vel horizon- taliter divaricati, puberuli. Perianthii tubus plane conicus, vix 4 mm longus; lobi ovati, Als mm longi, in anthesi reflexi. Filamenta circa 4 mm longa, erecta, usque ad variam altitudinem in annulum circa !/; mm altum connata, antheris exsertis. Ovarium oblongum, acute trigonum, circa !/;» mm longum; styli brevissimi. Fruc- tus immaturus ovoideus, obtuso-trigonus, lobis perianthii usque ad basin conspicuis. Hab. in Peru loco non indicato: Ruiz et Pavon n. 228; in Ecuador in litore Maris Pacifici prope Chanduy: Spruce n. 6340, in insula Puna: ANDERSSON. WEE (v. s. in herb. Borss.-Bars., CANDOLL., DELESS., Holm., Petrop., Vind.) 216 G, Lindau, 121. Coccoloba ovata Benth. Ramuli glabri. Ochreae amplae, evanescenter minute puberulae. Folia ovalia vel ovata vel oblongo-lanceolata, apice rotundata vel sub- acuminata, basi rotundata vel cordata, in sicco fuscescentia, nervis primariis utrinque expressis, nervulis prominulis + densissime reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 4—3-floris, rhachi glabra. Pedicelli fl. ochreolis breviores. Fructus ovoideus, lobis aecrescentibus coronatus, carne peri- carpii mox evanido nervis carinalibus nervulisque persistentibus. Coccoloba ovata Benta. in: Hook. Journ. Bot. IV, 627; Scaows. Fl. et Faun. Br. Guy. p. 934 et 4434. Coccoloba ovata Benta. «. major, B. minor, y- lanceolata Metssn. in: Fl. bras. V, 4 p. 34 tab. 44 et in: DC. Prodr. XIV, 164. Coccoloba nitida Mart. (non H. B. K.) mss. in herb, Mon. Coccoloba Moritzii MEissN. a. opaca et B. lucida, Mkissw, in: Fl. bras. V, 4, p. 38 et in: DC. Prodr. XIV, 167. Coccoloba Moritziana Kr. mss. in herb. Berol. Campderia gracilis MEisss. in: Fl. bras. V, 4 p. 23 tab. 6 et in: DC. Prodr. XIV, 470. Maracá Brasiliensibus (ex SCHWACKE!). Frutex arborescens, 4-metralis (ex RIEDEL !), erectus (ex SCHWACKE !), ramosissimus (ex BentHAm!), ramis leviter striatis, subnitidis; ramulis teretibus vel striatulis, glabris. Ochreae oblique truncatae, 4—8 mm longae, membranaceae, amplae, glabrae vel juniores minute puberulae, evanidae. Folia petiolis supra canaliculatis, ochream sub- aequantibus, parce pilosis vel praesertim supra tomentellis, ovalia vel ovata vel oblongo- lanceolata, apice rotundata vel obtuso-acuminata, basi rotundata vel angustata vel cordata, 4—42 cm longa, 3—5 cm lata, subcoriacea, glaberrima, margine plano, un- dulato (ex RiEDEL !), nitida, in sicco fuscescentia, nervis lateralibus angulo 50— 70° abe- unlibus, decurrentibus, arcuatis, primariis utrinque expressis, nervulis prominulis + densissime reticulato-venosa, Inflorescentia terminalis, racemosa, folia aequans vel superans, sublaxiflora, nodulis 1—3-floris, flore unico postea evoluto, pedunculo brevi rhachique glabris sulcatisque; bracteae lanceolatae , accurrentes, nigrescentes, 4 mm longae; ochreolae membranaceae, bilobae, circa 2 mm longae vel bracteam aequantes; fl. !/; mm longi, tenues, fr. ochreolam subaequantes, vix incrassati, sub- reflexi. Flores albi (ex RIEDEL, ScuwAckk!. Perianthii tubus brevissimus; lobi ovali, circa ^ mm longi, in anthesi retlexi. Filamenta filiformia, lobos 2-plo supe- rantia, erecta, antheris exsertis. Ovarium oblongum; styli 3, breves, stigmatibus sublobatis. Fructus ovoideus, circa 45 mm longus, 7 mm diametro, lobis accres- centibus coronatus, demum pericarpii carne evanida nervis carinalibus nervulisque persistentibus, ruber, facile deciduus (ex Scuwacke !) (Fig. 54). Semen 6-sulcatum, testa acriter trigona, cornea, dilute fusca, nitida, tubo tantum basi adnata. Cotyledones suborbiculares, utrinque emarginatae, circa 4 mm longae, 3 mm latae, arcte adpressae, radicula 43/4 mm longa. Hab. in Guyana anglica: Ricu. Scuownunck n. 531, 892, 893 et s. n.; in Brasiliae prov. Bahia: BLancuer n. 2668, 2743, Brengt, n. 1366; Alto Amazonas: Spruce n. 958, Martius, Poprig n. 2617, 2634, Scuwackr n.3519; Goyaz: BurcmeLL n. 8456; in Columbia apud Valencia: Moritz n. 550, loco non indicato: Goupor. Monographia generis Coccolobae. 217 Floret Martio, Aprili, Julio-Septembri, Novembri, Decembri. Fruct. Septembri. (v. s. in herb. Berol., Borss.-Bars., Brux., Deress., Gôtting., Lips., Mon., Petrop., Vind.) 122. Coccoloba alagoénsis Wedd. Ramuli evanescenter sub lente puberuli. Ochreae amplae, tomen- tellae. Folia ovalia, apice obtusa, basi rotundata vel subangustata, subtus in axillis barbellata, nervis primariis utrinque prominentibus, nervulis prominulis laxiuscule reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1—3-floris, rhachi pilosa. Pedicelli ochreolis breviores. Coccoloba alagoénsis WEDD. in: Ann. sc. nat. 3.sér. XIII, 260; Wate. Ann. III, 289; Meissx. in: Fl. bras. V, 4 p.31 et in: DC. Prodr. XIV, 463. Rami sulcati; ramuli striati, evanescenter sub lente puberuli. Ochreae oblique truncatae, usque ad basin fere fissae, + 5 mm longae, membranaceae, amplae, tomen- tellae, deciduae. Folia petiolis supra canaliculatis, 5—8 mm longis, supra ferrugineo- tomentellis, sub ochrea insertis, ovalia, apice obtusa, basi rotundata vel subangustata, 21/—8 cm longa, 11/9—3!/; cm lata, coriacea, supra glaberrima, subtus in axillis bar- bellata, basi ad marginem prope petiolum pilosa, margine plano, nervis lateralibus angulo 40—60° abeuntibus, rectis, ad marginem arcuatim connexis, primariis utrinque prae- sertim subtus prominentibus, nervulis prominulis laxiuscule reticulato-venosa, In- florescentia terminalis, racemosa, densiflora, nodulis 1—3-floris, pedunculo petiolum subaequante rhachique pilosis, sulcatis; bracteae triangulares, acutae, pilosae, circa 1 mm longae, nigrescentes; ochreolae breviter bilobae, bracteam duplo fere superantes, membranaceae, laxae; pedicelli circa 41/9 mm longi, in ochreola reconditi. Perian- thii tubus subnullus; lobi ovati, circa 4 mm longi, in anthesi reflexi. Filamenta lobis breviora, antheris vix exsertis. Ovarium oblongum, filamentis aequilongum; styli 3, ovario breviores, stigmatibus sublobatis. Hab. in Brasiliae prov. Alagoas prope Alagoas: Garpner n. 1389; Matto Grosso prope Cuyaba: Rreper n. 821. Floret Februario. (v. s. in herb. Borss.-Bans., Petrop., Vind.) 123. Coccoloba floribunda (Benth.) Lindau. Ramuli sub lente minute puberuli. Ochreae subadpressae, novellae sub lente minute puberulae. Folia obovata vel oblongo-subobovata, apice rotundata, basi rotundata vel subcordata, nervis primariis utrinque pro- minentibus, nervulis prominulis laxe reticulato-venosa. Inflorescentia no- dulis 1—3-floris, rhachi minutissime puberula. Pedicelli ochreolis bre- viores. Fructus ovoideus, lobis perianthii arcte conniventibus, usque ad basin fructus conspieuis. Campderia floribunda Bentu. in: Bot. Sulphur p.159 tab. 52; War». Ann. I, 551; Messy. in: DC. Prodr. XIV, 470; HEwsLEY, Biol. III, 37. Campderia Mexicana Meıssn. in: DC. Prodr. XIV, 474. Coccoloba alagoënsis Wenn. B. major Meissx. in: DC. Prodr. XIV, 163. Padé ponte vel Tipuiú Brasiliensibus (ex GrAziov !). Rami canescentes, subrimosi vel subteretes, lenticellis punctiformibus, verru- culosis; ramuli striati, sub lente minute puberuli. Ochreae usque ad 8 mm longae, 918 G. Lindau. apice membranaceae, mox evanidae, basi subchartacea, diutius persistente, sub- adpressae, novellae sub lente minute puberulae, postea glabratae, Folia petiolis supra canaliculatis, 3—10 mm longis, subcrassis, sub lente minute puberulis, postea glabratis, sub ochrea insertis, obovata vel oblongo-subobovata, apice rotundata vel obsolete ob- tuso-acuminata, basi rotundata vel subcordata, 5—11 cm longa, 3—5 cm lata, coriacea, margine subplano, subundulato , glabra, subtus in axillis et ad costam barbellata, supra saepe in sicco pallide viridi-opaca, nervis lateralibus angulo 35—55° abeuntibus, decur- rentibus, rectis, prope marginem in complures arcus procurrentibus, primariis utrinque prominentibus, nervulis prominulis laxe reticulato-venosa. Inflorescentia termi- nalis, solitaria, racemosa, foliis aequilonga vel longior, densiflora, pendula, nodulis 1—3-floris, pedunculo 5—6 mm longo rhachique minutissime puberulis angulatisque ; bracteae triangulares, acutae, 2 mm longae, patentes, nigrescentes; ochreolae laxae, bracteam duplo superantes, membranaceae; pedicelli fl. tenues, circa 2!/; mm longi, patentes, subreflexi, in ochreola reconditi, fr. aequales. Perianthii tubus sub- nullus; lobi ovati, 2 mm longi, in anthesi reflexi. Filamenta filiformia, erecta, 2 mm longa, antheris longe exsertis. Ovarium oblongum, 1!/; mm longum; styli 3, !/» mm longi, stigmatibus lobatis. Fructus ovoideus, obtuso-trigonus, 5 mm longus, 4 mm diametro, lobis perianthii usque ad basin fructus conspicuis, arcte conniventibus, pericarpio crustaceo, rufo-nigro (Fig. 55). Semen 3-sulcatum, partibus obsolete 1- sulcatis, testa cornea, nitida, nigra. Cotyledones subreniformes, apice emargina- tae, margine revoluto, 3 mm longae, 4 mm latae; radicula circa 2 mm (?! longa, usque ad basin cotyledonum conspicua. | Hab. frequens in Mexico: Anprırux n. 145, 444, Lresmann; in Hon- duras: Sıncraır (ex BeNTBHAM!); in Nicaragua: Waicatr, Lévy n. 1403; in Guatemala: FmmpurusTHAL; in Nova Granata: Karsten; in Bra- siliae prov. Rio de Janeiro: GLaziou n. 11 443. Floret Septembri, fruct. Novembri. (v. s. in herb. Berol., Cawporr., DELEss , Gótting., Haun., Mon., Vind.) Obs. Specimen a cl. GLaziou collectum mihi huc pertinere videtur, quae res postea dijudicanda est, si fructus adest. 124. Coccoloba paraguariensis Lindau spec. nov. Ramuli glabri. Ochreae adpressae, glabrae. Folia oblongo-sub- lanceolata, apice obtusa, basi rotundata vel subangustata, nervis lateralibus nervulisque paucis utrinque tenuiter prominulis laxe reticulato-venosa. Inflorescentia nodulis 1-floris, rhachi glabra. Pedicelli fl. ochreola breviores. Fructus ovoideus, utrinque attenuatus, lobis perianthii adpressis. Arbuscula 4—2-metralis (ex BaLansa!) ramis sublaevibus, canescentibus, lenti- cellis sparsis, orbicularibus; ramulis glabris. Ochreae circa 4 mm longae, adpressae, glabrae, evanidae. Folia petiolis plane canaliculatis, 4—5 mm longis, sub ochrea in- sertis, glabris, oblongo-sublanceolata, apice obtusa, basi rotundata vel subangustata, 4—5 cm longa, 11/5—2 cm lata, subtus in axillis pilosa, supra subnitida, subtus opaca, subcoriacea, costa media praesertim subtus expressa, nervis lateralibus angulo circa 50? abeuntibus, plane arcuatis nervulisque paucis tenuiter utrinque prominulis laxe reticulato-venosa. Inflorescentia:terminalis, racemosa, folia aequans, multiflora, erecta, pedunculo 5 mm longo rhachique glabris angulatisque; bracteae lanceolatae, obtusae, accurrentes, 1 mm longae, nigrescentes; ochreolae bilobae, acutae, laxae, mem- branaceae, circa 2 mm longae; pedicelli tenues fl. brevissimi, fr. circa 2 mm longi, Monographia generis Coccolobae. 219 patentes, subreflexi, Flores albi (ex Bavansa!), Perianthii tubus brevissimus; lobi ovati, 41/ mm longi, in anthesi reflexi. Filamenta lobos aequantia (?), antheris exsertis, Ovarium oblongum, trigonum, circa 4 mm longum; styli 3, 1⁄3 mm longi, stigmatibus lobatis. Fructus ovoideus, utrinque attenuatus, circa 7 mm longus, 5 mm diametro, lobis perianthii siccis, albis (ex BALANsA!), adpressis, usque ad basin conspicuis (Fig. 56). Semen profunde 3-sulcatum, partibus 4-sulcatis, testa cornea fusco-nigra, nitida. Cotyledones ovatae, apice emarginatae, lobis acutis, 21% mm longae, 2 mm latae, adpressae, margine revoluto. Hab. in Paraguay in praeruptis: Barawsa n. 2060. (v. s. in herb. Gótting.) 125. Coccoloba Billbergii Lindau spec. nov. Ramuli glabri. Ochreae adpressae, glabrae. Folia oblonga vel sub- obovata, apice rotundata, basi rotundata vel subcordata, nervis primariis utrinque tenuiter expressis, nervulis paucis utrinque prominulis laxe reti- culato-venosa. Inflorescentia nodulis 1—2-floris, rhachi glabra. Pedi- celli ochreolis breviores. Fructus ovoideus, apice acuminatus, basi planus, lobis perianthii adpressis. Coccoloba obtusifolia Mrissn. (non Jaco.) in: DC. Prodr, XIV, 161. Rami tenuiter striati, albido-canescentes, lenticellis suborbicularibus, verru- culosis; ramuli striati, glabri. Ochreae 4—5 mm longae, membranaceae, adpressae, glabrae, evanidae. Folia petiolis supra canaliculatis, ochream aequantibus, glabris, sub ochrea insertis, oblonga vel subobovata, apice rotundata, basi rotundata vel sub- cordata, 31/>—7!/, cm longa, 41/5—31/ cm lata, glabra, subtus in axillis pilosa, margine plano, undulato, supra pallide viridi-opaca, nervis lateralibus angulo 60—70? abeunti- bus, arcuatis, primariis utrinque tenuiter expressis, nervulis paucis utrinque prominulis laxe reticulato-venosa. Inflorescentia terminalis, racemosa, foliis aequilonga, multiflora, nodulis 41—2-floris, pedunculo circa 5 mm longo rhachique glabris, angulatis; bracteae triangulares, acutae, nigrescentes, circa ?/,mm longae; ochreolae bilobae, laxae, membranaceae, circa 2 mm longae; pedicelli tl. tenues, vix 4 mm longi, sub- horizontaliter divaricati, fr. non accrescentes, fructibus pendentibus. Perianthii tubus conicus, Ja mm longus; lobi ovati, 41/9 mm longi, in anthesi reflexi. Fila- menta lobis aequilonga(?), antheris exsertis. Ovarium oblongum, acute trigonum, circa 3/4, mm longum ;. styli ovario aequilongi, stigmatibus lobatis. Fructus ovoideus, obtuso-trigonus, apice acuminatus, basi planus, lobis perianthii adpressis, usque ad basin fructus conspicuis, 41/9 mm longus, 4 mm diametro, pericarpio crustaceo, fusco- nigro, subcostato (Fig. 57). Semen profunde 3-sulcatum, partibus 4-sulcatis, testa cornea, fusco-nigra, nitida. Cotyledones subreniformes, apice profunde emargi- natae, lobis subacutis, (ls mm longae, 2 mm latae, adpressae, margine revoluto, radi- cula 4 mm longa. Hab. in Columbia cirea Carthagena: BizzeerG n. 204, 204°. Floret Octobri-Januario. (v. s. in herb. Berol., Holm.) \ 220 G. Lindau, Species dubiae et oblivione dignae. ' C. emarginata Jacg. Enum. p. 37 et Observ. p. 18 tab. 9. C. parvifolia Nurr. N, Am. Sylv. III, 25 tab. 89. z. tenuifolia L. Am. Ac. V, 397. Species excludendae. . adpressa MEIssn. — Polygonum adpressum LABILL. . asiatica Lovr. = Polygonum (?) asiaticum Lovr. . australis Forst. == Mühlenbeckia australis Meissx. C. brasiliensis Spreng. (non Nees et Marr.) == Hedyosmi spec. Cnam. in: Linnaea IV, 36. C. carinata Ruiz = Mühlenbeckia leptobotrys MEIssN. C. crispata Ham. — Polygonum chinense L. C. cymosa Lour. = Polygonum |?) cymosum Lour. C. dioica Sr&vp. (non Karst.) = Mühlenbeckia sagittifolia Mrissx. C. japurana Mrissx. = Alsodeia japurana Bants 3 Aan C. indica Wicur mss. = Polygonum chinense L. C. monoica Ruiz = Mühlenbeckia tamnifolia 8. laxiflora Meissn. C. orbicularis Lonp. = Mühlenbeckia (?) orbicularis Lonbo. C. platyclada F. v. M. = Mühlenbeckia platyclada Lixpav. C. punctata Grises. 8. barbadensis pr. p. = Lagetta lintenaria Lan. C. sagittata Por. C. sagittifolia ORT. C. Totnea Ham. — Polygonum molle Don. = Mühlenbeckia sagittifolia Meıssn. Verzeichnis der Sammlungen, die Coccoloba-Arten enthalten. ANDRIEUX. | BERTERO, 647. C. nitida. 445. C. floribunda. | 928. C. nodosa. 703. C. ochreolata. | 734. C. nitida. BALANSA. BILLBERG. 796. C. crescentiifolia. 2060. C. paraguariensis. 204 1486. C. populifolia. 2048 ! C. Billbergii. 1494. C. plantaginea. BÉLANGER, ` 1646. C. populifolia, 234. C. manzanillensis. 1818. C. Candolleana. 2421. C. ramosissima. 194. C. pubescens. 199, C. uvifera. 4484. C. excoriata. . BLANCHET. 2668. Ir ovate 100. C. laevis. 2718. ` BERLANDIER. 919, C. nitida. 3048. 105. . 237. C: ochreolata. 3049. C. nitida. C. Humboldti. | 681. ! ' 383. C. laevis. 31602, 4) Durch Herrn Prof. Dr. Raptkorer, dem ich hierfür meinen Dank ausspreche, wurde mir diese Bestimmung vor ihrer Veröffentlichung an anderer Stelle bekannt. 3394. - 8440. 34402, 3528. C. laevis. 3564. C. ochreolata. | C. ochreolata. `” BouncEAU. 2892. C. Orizabae. BRACE. 442. C. barbadensis. BREUTEL. 56. C. uvifera. BURCHELL. 3269. C. declinata. 3844. C. Moseni. 3982. C. latifolia. 5912. l C. polystachya var. 6571. pubescens. 7351. | C. polystachya var. 7352. | glabra. 7768. 7817. 8009. | 8012. C. nitida. 8013. 8044, 8034. C. ascendens. * 8456. C. ovata. * 9141. C. latifolia.” 9150. C. excelsa. 9345. C. ascendens. 9735. C. latifolia. CASARETTO. 1194 1870. | C. populifolia. 2218. C. polystachya var. pubescens. 2264. C. laevis. CLAUSSEN. 4. C, salicifolia. 13. C. crescentiifolia. 94. C. salicifolia. 284. | C. sticticaulis. 284. 330. C. acrostichoides. Monographia generis Coccolobae. 396. 2004, 2043. 2094, 113, 144, 778. 2688. 2690. 2693. 2694. 2696. 49. 2439, 2440. 144. C. sticticaulis. C. salicifolia. C. crescentiifolia. C. salicifolia. CRUEGER. C. Cruegeri. C. fallax. C. Cruegeri. . C. excoriata. . C. latifolia. .C. Trinitatis. | C. Urbaniana. CUMING. C. longifolia. CURTISS. C. uvifera. C. Curtissii. Dox. C. sparsifolia. P. Duss. . C. punctata. . C. ascendens. ' | C. barbadensis. EGGERS., . (herb. prop.)) Crucero- stachya . (ed. Töpf.) (var. lan- ceolata. . (herb, prop.) C. ex- . coriala. . (herb. prop.)\: C. uvi- . (ed. Töpf.) J fera. . (ed. Töpf.) C. ex- coriata. . (herb. prop. et ed. Tópf.) C. pirifolia. . (ed. Tópf.) C. rugosa. . (ed. Tüpf:) €. lati- folia. ` . (ed. Tópf.) C. barba- densis. . C. pirifolia. . C. barbadensis. . C. laurifolia. - 221 1762. C. verruculosa. 2325. C. laurifolia. 2376. C. rotundifolia. 2387. C. laurifolia. 2429. C. rotundifolia. 2558. C. laurifolia. ` 2559. 2562. 2674. C. microstachya var. ovalifolia. 2682. C. excoriata. 2714. C. uvifera. 2781. C. Eggersiana. 38142, C. microstachya var. ovalifolia. C. barbadensis. C. Krugii. C. uvifera. C. laurifolia. 3960. C. Krugii. 3996. C. laurifolia. 3998, C. barbadensis. 4046. C. laurifolia, 4486, C. microstachya var. ovalifolia. 5774. C. latifolia. 5894, C. excoriata. : 7158. C. pubescens. - 1464. 7290. 7347. C. wvifera. \ C. pubescens, 3732. 3801. 3843. 3850. l C. barbadensis. EHRENBERG. | 197. C. wvifera. 240. C. microstachya var. ovalifolia. FENDLER. 287. C. uvifera. — 2053. C. caracasana: FRIEDRICHSTHAL: 228. C. uvifera. 397. C. barbadensis. 398. C. nitida. — ` 956. C. acuminata var. pubescens. FUNKE. - ‘742, C. latifolia. GALEOTTL 7948. C. Schiedeana. 222 GARDNER. 600, C. crescentiifolia. 825. C. latifolia. 1389. C. alagoënsis. 4390. C. bracteolosa. 4394. C. laevis, 1828. C. polystachya var. pubescens. 2718. C. nitida. 3966. C. ascendens. GAUDICHAUD, 490. C. populifolia. GAUMER. 18, C. yucatana. 76. C. uvifera. GLAZIOU. 49. C. populifolia. 448. C. crescentiifolia. 144. C. peltata, 4382. C. crescentiifolia. 3086. 3087, | C. spec. | 3088. C. ochreolata, | 3089, C. declinata. 4208, C. populifolia. 6043. C. crescentiifolia. 7888, C. fastigiata. 8089. C. Glaziovii. 11441. C. fastigiata. 11443, C. floribunda, 44444, C. laxiflora. | 11445, C. laevis. | 44446. C. latifolia. 44447, C. polystachya var. pubescens. 434135, C. cylindrostachya. 14247, C. grandiflora. 14219. C. Schwackeana. 44290, C. peltata. 15356. C. acrostichoides, 15357. C. pipericarpa. GOUDOT. 4. C. obovata. 9. C. spec. 3. C. acuminata var. pubescens. 31, C. spec. 4, C. Candolleana. ^ 6. Lindau. GUNDLACH, 941, 1437. 1438. 1449. 4499. C. pubescens. | C. pirifolia, \ C. laurifolia. Hany. 338, C. uvifera. 629, C. barbadensis. 907. C. uvifera. 967. C. excoriata, 1005. C. ascendens. 1082. C. excoriata. 4487, 1544. | C. barbadensis. HELLER. 458. C. Humboldti. HJALMARSSON, 47. C. uvifera, HOFFMANN. 292. C. caracasana, HOHENACKER. 812. C. uvifera. Horrow. 278. C. acuminala var. pubescens. HosTMANN. 245, C. excelsa. 506, C. guyanensis. 682, C. latifolia. HosTMANN et KAPPLER. 143. C. guyanensis. HUMBOLDT. 732, C. caracasana. 4479, C. acuminata var, pubescens, 4484, C. Humboldti. JAGER. 250. C, laurifolia, 279. C. uvifera. 313. C. laurifolia et punc- lata. JURGENSEN. 157. C, Jurgenseni, KAPPLER. 1620. C. nitida et guya- nensis. 4745. C. excelsa. KARWINSKI, 735. | C. Schiedeana. 135v. KEGEL. ` | C. latifolia. 492, C. guyanensis. 1339. C. polystachya var. pubescens. KRUG. 934. C, excoriata, 935, C. uvifera, 936, C. pubescens. 937. C. microstachya var. ovalifolia. 938. C. laurifolia. LEPRIEUR. 278, C. polystachya var. pubescens. Lévy. 92. C. caracasana. 1103, C, floribunda, LHOTSKY. 100, C, laevis. LINDEN, 1602, C. Lindeniana. 2047, C. cubensis. Lorentz et HIERONYMUS. 378. 446. 499. 658. 42. 8120. 135. 479. 904. 1395. 4657. 4. | C. tiliacea. LUND. . C. longipendula. LUSCHNATH. C. ilheensis. MARCH, . C. venosa. C. Zebra. C. Plumieri. C. leptostachyoides. Manrits. . (herb. Fl. br.) C. cres- centiifolia. . (herb. Fl. br.) C. de- clinata. . (observ.) C. longipen- dula. (herb. Fl. br.) C. il- heensis. (herb. Fl. cuyabensis. (herb. FL br.) C. poly- stachya varpubescens. br.) C. MATHEWS. C. spec. MELINON. C. excelsa. MENDONÇA. C. crescentiifolia. C. acrostichoides. C. crescentiifolia. MIERS. C. grandiflora, MIKAN. C. populifolia. 34, 304, 377, 550. 4408. 4409. 3458. 3664, 341. 677. 943. 944, 915. 1276, 2155. 2354. 2647. 2634. 2649, 2670. 488, 489, Monographia generis Coccolobae. Moritz. C. uvifera. C. caracasana. C. padiformis. C. ovata. C. uvifera. C. caracasana, Mos£N. C. Moseni. C. striata. Murray. C. uvifera. Nyst. C. pubescens. D'ORBIGNY. . C. peruviana. Orro. C. uvifera. . C. caracasana. PERROTTET. . C. latifolia. C. racemulosa. C. guyanensis. Pon. C. populifolia. C. fastigiata var, gla- brata. C. crescentiifolia. C. polystachya var. glabra. \ C. nitida. PÖPPIG, | C. ovata. C. polystachya var. glabra. C. peltata. PRENLELOUP, ! C. wvifera. 492, 476, 1660. 2266. 2420. 3879. 3939. 44445, 4305. C. . C. alagoënsis. C. C. 223 C. scrobiculata. RIEDEL. . C. populifolia. . C. guyanensis. . C. crescentiifolia. . C. Riedelit. C. oblonga. . C. polystachya var. pubescens. . C. populifolia. C. crescentiifolia, ' | C. declinata. parvifolia. ovata. sticticaulis. RUGEL. C. laurifolia. C. uvifera. . C. laurifolia. Ruiz et PAvoN. . C. Ruiziana. . C. peruviana, SAGOT. . C. latifolia. . C. guyanensis. DE LA SAGRA., ` 1 C. coriacea. SALZMANN. . C. polystachya var. pubescens, . C. nitida. C. laevis. SCHENCK, \ C. populifolia. C. ochreolata. C. populifolia. C. parvifolia. C. striata. C. laevis. 224 SCHIEDE. 60. C. pubescens. 1150. C. uvifera. 1154. C. Schiedeana. Ricu, SCHOMBURGK. 81, ! . C. marginata. 448. (IL) I 128, \ C. excelsa. 178. (I) 216, (1I) C. marginata, ( 218. (II) C. excelsa. 229, (II) C. striata. ( 640. C. Schomburgkii. 825. C. latifolia. 893, C. ovata. 929, (II) C. striata. 947, (II) C. lucidula. 981, C. Schomburgkii. 1262. (II) C. marginata. 1265. (II) C. striata, Ros. SCHOMBURGK, 7. | C. uvifera. 123. (I) C. scrobiculata. SCHOTT, 5536. C. crescentiifolia, 5537. C. fastigiata var. glabrata. 5588. C. parvifolia. 5539. C. populifolia. 5540. C. fastigiata. SCHWACKE. 3519, C. ovata. 5590. C. populifolia. 5801. C. salicifolia. 6684. C. crescentiifolia. SCHWANECKE. ' 107. C. pirifolia. SEEMANN, 1167. 1497. | C. leptostachya. G. Lindau. SELLOW. 278. C. cordata. 321. 403. | C. ochreolata. 1137. C. populifolia, 1951. | C. acro- B1393., c 429.) stichoides. SIEBER, 103. . 384. l C. uvifera. SINTENIS. 223, C. Sintenisii. 238. C. pirifolia. 258. C. barbadensis. ` 545, C. microstachya var. rotundifolia, 765. . nl C. uvifera. 771. C. laurifolia. 990. | Keint 1018. C. pirifolia. 1280. C. rugosa. 1405. em 1504. | C. pirifolia. 1527. r . 1585. | C. Urbaniana.. 1858. C. microstachya var. ovalifolia. 1942. C, excoriata. 2003. C. pirifolia. 2088: C. excoriata. 2474. C. rugosa. 2215. C. excoriata. 3258. C. barbadensis. : 3328. | C. microstachya 3403. var. ovalifolia. 3434. C. microstachya var. rotundifolia, 3497. C. Krugii. 3507. C. laurifolia. 3707. C. microstachya var. rotundifolia, 3776. C. Krugii, 3828. 3861. | C. laurifolia. 3945. 4837. l 4868. C. microstachya var. ovalifolia. 4894b,C. laurifolia. 4980, 5178. 5179. C. microstachya var. ovalifolia. 5285. C. rugosa. 5498. C. microstachya var. ovalifolia. 5543. C. microstachya var, rotundifolia. 5925. C. pubescens. 5934. C. costata. 5994. C. verruculosa. 6004. 6118. | C. pirifolia. 6524. 6849. C. uvifera. | C. rugosa, SPRUCE. 956. C. polystachya var. pubescens, 957. C. paraoënsis. 958. C. ovata. 2732. C.excelsa var. glabra. 3185. C. Spruceana, 6340, C. Ruiziana, STAHL. 74. C. microstachya var, lanceolata. 18. C. barbadensis. 276, C. rugosa. 428. 438b. 4286. 744. 887. C. pirifolia, C. laurifolia. ST. HILAIRE. cat. B (?) 138. C. parvifolia. TRIANA. 974. C. Trianaei. 975. C. spec. 978. C. novogranatensis, 981. C. obovata. WARMING. 125. C. Warmingii. 126. C. longipendula. 427, C. populifolia. 428, 129. C. longipendula. Fig. C. Warmingii. W ARSZEWICZ. . C. caracasana. 2, C. uvifera. WAWRA. . C. Humboldti. . C. Schiedeana. . C. uvifera. ` ! C. Humboldti. WIDGREN. . C. striata. . C. populifolia. WOLFF. . C. uvifera. Monographia generis Coccolobae, WRIGHT. 112. C. laurifolia. 462. 46223, 1393, C. costata. 1394. C. rufescens f. longi- folia. 1395. C. Wrightü. 1668. | 16683, 3249. C. microphylla. 2250. C. armata. 2254, 2252. 2253. C. praecox. 2254. C. pallida. 2255. C. geniculata. 2256. C. reflexa, 2257. C. Wrightii. 2258. C. coriacea. 2259. C. uvifera. l C. rufescens. C. retusa f. acu- minata. | C. retusa, Figurenerklärung der Tafel V. 225 WULLSCHLAGEL, . C. latifolia. C. uvifera. . C. pubescens. C. barbadensis. . C. excoriata. . C. excelsa. . C. guyanensis.’ C. barbadensis. C. uvifera. C. latifolia. C. longifolia. C. excelsa. W YDLER. C. uvifera. . C. excoriata. (Alle Figuren sind, wo nicht anders bemerkt, natürlicher Größe.) = D ist, k innerste und jüngste Knospe. 2. Querschnitt durch einen Nodulus von C, rugosa, um den Wickelaufbau der Pedicellen an der Scheinachse zu zeigen (Vergr. c. 12). 9. - 10. - - 4A, - 16. - 17. - C. polystachya var. pubescens. C. latifolia. C. Plumieri, C. Zebra. C. paraensis. C. rufescens. C. pirifolia. C. Krugü, C. microstachya var, ovalifolia. C, barbadensis. C. retusa f. acuminata, a. Same. Botanische Jahrbücher. XIII. Bd. Nodulus von C. rugosa, p ültester Pedicellus, dessen Blüte bereits abgefallen 3. Ein Stück der Rhachis von C, acuminata mit abgeblühten Noduli. 4, Theoretisches Diagramm von C. guyanensis nach EICHLER, 5. Querschnitt durch eine Knospe von C. pubescens (Vergr. c. 9). 6.. Frucht von C. armata. 7 8 p 19. - 48. - 49. = C. C. C. C. C. . Curtissü. . punctata, cO00000000000702000,0a0,0000nn18)0 G. Lindau. .18, Frucht von C, Wrightii. venosa var, major. coriacea. Urbaniana. ascendens. laurifolia., a. Same. b. Querschnitt durch den Samen. ` striata. . declinata, . ochreolata. excelsa, . Moseni. . crescentiifolia. . parvifolia. . salicifolia. . longipendula, guyanensis. . nitida. ` sticticaulis. . Sagotii. . Sphaerococca. . laevis. . Schiedeana. . Humboldti, . acuminata var. pubescens. obovata. . tiliacea. . Grisebachiana. . populifolia, . Schwackeana. . rugosa. a. Same, b. Embryo, mit Auslassung des oberen Cotyledons (Vergr. 2). 50. Frucht von C. wvifera, a. Same. b. Embryo. C. C. C. C. C. C. C. Cruegeri. caracasana. excoriata. ovata. floribunda. paraguariensis, Billbergii. Addenda. Ad C. latifoliam p.433. Syn. C. guatemalensis hort. sub hoc nomine cult. in hort, Monast., Par.) Index specierum et synonymum. Arbor indica etc. Pluk. 242. Monographia generis Coccolobae. - Lindeniana Benth, 182. - mexicana Meißn. 217. - nematostachya Griseb. 208. 227 | Coccoloba cylindrostachya Lindau 163. Campderia floribunda Benth. 247. | - , cymosa Lour. 220. - gracilis Meifin, 216. | _- , declinata Mart. 166. a minor Meifin, 466, d Velloziana Meißn. 166, , y major Meißn. 166. Coccoloba spec. (Schlecht.) 203, - densifrons Mart, 177. - acrostichoides Cham. 138. - dioica Karst. 470. - acuminata H. B. K. 193, = dioica Steud. 220. var. pubescens Lindau 193, c diversifolia Jacq. 149. var. glabra Lindau 194. - diversifolia Griseb. 153. 160. - . acuminata Kl, 194. - ` Eggersiana Lindau 153. - adpressa Meifin. 220. -. emarginata Jacq. 320. - alagoensis Wedd, 247. 207 excelsa Benth. 170. Q major Meifin, 217. var. glabra Lindau 170. - alnifolia Casar. 199. - excoriata L. 244, - ., armata Griseb. 130, var. 8 Poir. 144. -. ascendens Duss 456. - , excoriata Meißn. 161. .- . asiatica Lour. 220. - fagifolia Jacq. 162. - australis Forst. 220. - , fallax Lindau 472. - barbadensis Jacq. 448. - fasciculata Wedd. 174. d mexicana Meißn. 187. - fasciculata Meifin. 177. = Barbeyana Lindau 485, - fastigiata Meißn. 174. - Billbergii Lindau 219. var. glabrata Meißn. 472. - . Blanchetiana Wedd. 169. - ferruginea Endlich, 244. - bracteolosa MeiBn, 168. - flavescens Jacq. 444. - brasiliensis Nees et Mart, 439. - . floribunda Lindau 217. - brasiliensis Spreng. 220. | - floridana Meißn. 158. - brugmansiifolia Fzl. 134, | - foliis cordato-oblongis Plum, 180. - bullata Desf. 203. | -. Gardneri Meifjn. 174. - calobotrys Meifin. 153. -. geniculata Lindau 441. - Candolleana MeiBn, 204, - Glaziovii Lindau 463. - . caracasana Meißn. 240. . z Goudotiana Wedd. 194. f. glabra Lindau 214. ir Goudotiana Meißn. 171. - carinata Ruiz 220, z cordata Cham. 204. - cordifolia Meifin. 186. - grandifolia Jacq. 202. - coriacea Sagra 4153. - grandis Benth. 133. - . coriacea Willd. 494. - , Grisebachiana Lindau 195. - coronata Jacq. 160, - costata Wr. 455. - costata Mart. 199. - crescentiifolia Cham. 173, 3 obtusata Meißn. 174. - crispata Ham. 220. - Cruegeri Lindau 209. - . Humboldti Meißn. 187. - cubensis Meißn. 159, - jamaicensis Lindau 206. - Curtissii Lindau 159. - japurana Meifin, 220. - cuyabensis. Wedd. 197. . - ilheensis Wedd. 165. - gracilis H. B. K, 244. - grandiflora Lindau 175. - guatemalensis hort. 226. - guyanensis Meißn. 479, a vulgaris Meifin. 179. B angustifolia Meifin, 179. y major Meifin, 179. 4 guyanensis Griseb. 195. 228 G. Lindau, Coccoloba indica Wight 220. Jurgenseni Lindau 188. Klotzschiana Meifin. 148. Krugii Lindau 145. Kunthiana Meifin. 144. Kunthiana Griseb. 142, 444. laevis Casar. 186. | latifolia Lam, 133. laurifolia Jacq. 158. laxiflora Lindau 191, leoganensis Jacq. 205. leoganensis Griseb, 144, 206, var. cordata Griseb. 155. var. parvifolia Griseb. 150, leoganensis Eggers 158. leptostachya Benth. 207. leptostachyoides Lindau 207, Liebmanni Lindau 189. Lindeniana Lindau 182. longifolia Fisch. 161. longipendula Mart. 477, lucidula Benth, 167. macrantha Steud. 203. macrophylla Desf. 203. magnifolia Desf, 203. manzanillensis Beurl, 209, marginata Benth. 179. Martii Meifin. 180. a major Meifjn. 480, 3 minor Meifin. 180, membranacea. Kl. 165, microneura Meißn. 178, microphylla Griseb. 134. microstachya Willd. 146. var. ovalifolia Mein 146. var. rotundifolia Urb, 447. var. lanceolata Meißn. 447, mollis Casar. 133. monoica Ruiz 220. Moritziana Kl. 246. Moritzii Meifin. 216. a opaca Meifin. 216. 8 lucida Meifin, 216. Moseni Lindau 173. nematostachya Lindau 208. nigrescens Lindau 192, nitida H. B, K. 180, a rotundata Meifin. 180, 8 cordata Meifin. 180. nivea Jacq. 211. nodosa Lindau 147. novogranatensis Lindau 492, Coccoloba nutans H. B. K. 164. nymphaeifolia hort. 184. oblonga Lindau 136, obovata H. B. K. 194. obtusifolia Jacq. 146, obtusifolia Willd. 447. obtusifolia Meifin. 219. ochreolata Wedd, 469. orbicularis Lodd. 220. -Orizabae Lindau 189. ovata Benth, 216, a major Meifin. 216. 8 minor Meifin, 216. y lanceolata. Meifin, 216. padiformis MeiBn. 200, pallida Wr. 140. paniculata Meifin, 433. paraénsis Meißn. 136. paraguariensis Lindau 248. parimensis Benth. 170, ATA. a Schomburgkii Mein, ATA. 8 Hostmanni Meifin. 170, parvifolia Schott 175. parvifolia Poir. 446. parvifolia Nutt. 220. peltata Sehott 184. peltata Griseb. 198. peltigera Meifin. 181. pendula Salzm. 180. Persicaria Wedd. 214. peruviana Lindau 243. peruviana Willd. 244. pipericarpa Mart. 196. pirifolia Desf. 144. plantaginea Wedd. 183. platyclada F. v. M. 220, Plumieri Griseb. 434. polystachya Wedd. 132. var. glabra Lindau 133, var. pubescens Lindau 133. 3 mollis Meißn. 133. populifolia Wedd. 198. praecox Wr. 442. praecox fruticosa Griseb. 142. pubescens L. 202. punetata L. 460. punctata Griseb, 146. 448, 150, 157. 460. a Jacquini Griseb, 445.449. 8 barbadensis Griseb. 149,220, y microstachya Griseb. 446. 149, Monographia generis Coccolobae. 229 à parvifolia Griseb. 444. 443. 449. à parvifolia Griseb. f. foliis supra politis 143. Coccoloba racemulosa Meifin. 168. ramosissima Wedd. 496, ramosissima Wr. 434. recurva Newm. 180. reflexa Lindau 444, retusa Griseb. 450. f. acuminata Lindau 454. rheifolia Desf. 133. Riedelii Lindau 137. rigida Willd. 188. rigida Meifin. 475. rosea Meißn. 437. rotundifolia Meißn, 450. rubiginosa Mart. 438. rufescens Wr. 444, 443, f. longifolia Lindau 143. rugosa Desf. 203. Ruiziana Lindau 245. sagittata Poir. 220. sagittifolia Ort. 220. Sagotii Lindau 484. salicifolia Wedd. 476. scandens Popp, 184. scandens Casar. 484. Schiedeana Lindau 187. Schomburgkii Meißn. 439. Schwackeana Lindau 200, scrobiculata Lindau 4140. Sintenisii Urb. 457. sparsifolia Lindau 495. sphaerococca Lindau 485. Spruceana Lindau 462. sticticaulis Wedd. 183. striata Benth. 464. stricta Kl. 167. strobilulifera Meißn. 494. Coccoloba subcordata Lindau 434. - Swartzii Meißn. 457. var, portoricensis Mein. 158, - tenuiflora Lindau 190. - tenuifolia L. 220. - tenuifolia Griseb. 151, - tenuifolia Eggers 158. - tiliacea Lindau 198. - Totnea Ham. 220. - Trianaei Lindau 243, - Trinitatis Lindau 482, - Urbaniana Lindau 455. - uvifera Jacq. 204. ß ovalifolia Meifin, 205. y leoganensis Willd, 205. - uvifera Salzm. 186. - Velloziana Casar. 174. - venosa Griseb. 452. var. major Lindau 452. - verruculosa Lindau 454. - virens Lindl, 160. - Warmingii Meißn. 499. - Wrightii Lindau 454. - yucatana Lindau 190. - Zebra Griseb. 135. Coccolobis foliis crassis etc. Brown 205. - foliis. cordato-oblongis etc. Plum, 212. - montana etc. Brown 242. Erythroxylon subcordatum DC. 131. Guiabara alia racemosa etc, Plum. 214, - racemosa Plum. 205. Polygonum arborescens Velloz. 180. - frutescens Velloz. 174. - Uvifera L. 205. Populus americana, rotundifolia Bauh. 205. Prunus maritima racemosa Sloane 205. Uvifera arborea etc. Herm. 205. - arbor americana etc. Pluk, 212. - litorea etc. Pluk, 205, Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora von 0. Warburg. Nachfolgende Arbeit bezieht sich auf eine Reise, die im Jahre 1889 nach Neu-Guinea und umliegenden Inseln vom Verfasser unternommen wurde, und zwar von den Molukken aus über Ceram-laut nach Sigar an dem Mac Cluers-Golf in hollándisch Neu-Guinea, den Key- und Aru-Inseln im Südwesten von Neu-Guinea, und später von Queensland aus nach Kaiser- Wilhelmsland und dem Bismarck-Archipel. Die berührten Hauptpunkte auf letzterer Reise sind: in Kaiser Wilhelmsland (von Osten angefangen) Finschhafen mit Umgebung, speciell Bussum und Butauing, beides Dörfer dicht bei Finschhafen und so gut wie am Meere gelegen, sowie der 3000’ hohe Sattelberg, hinter Bussum aufsteigend, ferner Constantinhafen, Ste- phansort, Siar und Bili-Bili, alle 4 an der Astrolabebay, erstere dicht am Meere, die 2 letzteren sehr kleine Inseln dicht bei der Küste, endlich Hatzfeldthafen als westlichste Station; im Bismarckarchipel Nusa an der Nordspitze von Neu- Mecklenburg (= Neu-Irland), Kerawara, Mioko und Ulu, alles 3 kleinere Inseln der Neu-Lauenburggruppe zwischen Neu- Mecklenburg und Neu-Pommern (— Neu-Britannien), Matupi, ein kleines Inselchen in der Blanchebay bei der Gazellenhalbinsel von Neu-Pommern, Ralun auf der Gazellenhalbinsel am Meere. Trotzdem die Aru- und Keyinseln von der Challengerexpedition besucht waren (Moseıky)'), das deutsche Schutzgebiet von der Neu-Guineaexpedition (Horrnuwc), die Gazellenhalbinsel sowie Sigar von der Gazellenexpedition (Naumann), so erwiesen sich doch selbst dieselben Punkte als noch auBer- ordentlich ergiebig sowohl in Bezug auf neue Arten, als Gattungen, indem sich unter den Phanerogamen die Zahl der neuen Species auf 153 beläuft?) unter 753 bestimmbaren Arten, also den hohen Satz von 20% erreicht. Schon auf meiner Reise selbst fiel mir ein gewisser Contrast auf zwischen 1) BEccanr's reiche Schütze aus dieser Gegend sind leider erst zum kleinsten Teile bearbeitet. 2) excl. die noch nicht zum Abschluss gekommenen Palmen, Sapindaceen, Ficus und Sterculia. Beitráge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 931 den vorher von mir besuchten Gegenden von Celebes, Amboina, Batjan, Sumbawa, Philippinen etc. einerseits und Neu-Guinea andrerseits, ohne eigentlich entfernt so groß zu sein, wie ich erwartete. Die lange Abge- schlossenheit der Insel Neu-Guinea im Gegensatz zu den viel länger be- kannten Molukken, sowie die fortwährend vor Augen geführten seltsamen Formen der Paradiesvögel bilden wohl den eigentlichen inneren Grund der Überschätzung der Differenz. Dass die Trennung nicht so sehr scharf ist, war freilich auch schon bei oberflächlicher Betrachtung durch das Auftreten von Casuar und wenigstens einer Sorte von Paradiesvügeln auf den Mo- lukken ersichtlich ; aber immerhin ist die Differenz auf zoologischem Gebiet weit mehr in die Augen springend als auf botanischem. In floristischer Hinsicht bildet Neu-Guinea entschieden einen Teil der südasiatischen Mon- sunflora; die Verwandtschaft zu dem malayischen Florengebiet ist, wie wir im einzelnen sehen werden, eine sehr viel größere als die Verwandtschaft zu Australien und den melanesisch-polynesischen Inseln. Andererseits be- sitzt Neu-Guinea schon nach unserer jetzigen Kenntnis eine ganz auBer- ordentlich große Anzahl endemischer Arten; ja selbst eine stattliche Anzahl endemischer Gattungen sind schon in Neu-Guinea aufgefunden. SCHUMANN allein hat in seiner Flora von Kaiser Wilhelmsland und in Exsıer’s bot. Jahrb. VII zusammen 9 beschrieben, von denen ich 7 wiedergefunden habe; außerdem konnte ich 6 neue hinzufügen, mindestens 11 endemische Gattun- gen sind von Beccari, 3 von F. v. Mürter, je eine von Scuorr, BLUME, ENGLER, BENTHAM, SCHEFFER, TenczANINOW beschrieben, so dass jetzt schon, obgleich die inneren Berggegenden noch so wenig durehforscht sind, dennoch ca. 35 endemische!) Gattungen bekannt sind, selbst wenn wir mit DRUDE einige der Beccarrschen Palmengattungen wieder einziehen?). Hüchstens ein Dutzend dieser Gattungen stammt aus den Bergen, wovon ich z. B. 4 in einer Hóhe von nur 2500—3000' in einem Umkreise von noch keiner Quadratmeile, 3 sogar an einem Tage fand; die übrigen sind alle nahe der 1) Die endemischen Gattungen sind folgende : Xenophia Schott, Anticoryne Turcz. (= Myrtella F. v. M.), Holochlamys Engl., Maniltoa Scheff., Ischnea F. v. M., Decatoca F. v. M., Leptosiphonium F. v. M., Albertisia Becc., Bania Becc., Macrococculus Becc., Arcangelica Becc., Bagnisia Becc., Massoia Becc., Myrmedoma Becc., Geitroa Becc., Polyporandra Becc., Corsia Becc., Sommiera Becc. (ev. 2 andere Palmengattungen), Chaetosus Benth., Melanococca Bl., Antiaropsis K, Sch., Tripetalum K. Sch., Melio- Schinzia K. Sch., Hansemannia K. Sch., Schizoscyphus K. Sch., Pachystylus K. Sch., Calycacanthus K. Sch., Combretopsis K. Sch., Hollrungia K. Sch., Dammaropsis Warbg., Pseudotrophis Warbg., Finschia Warbg., Pentaphalangium Warbg., Schleinitzia Warbg., Hellwigia Warbg. 2) Als Vergleich sei die Anzahl endemischer Gattungen einiger anderer Inseln an- geführt: Fidji 43, Ceylon 21, Neu-Seeland 22, Sandwich-Inseln 32, Mascarenen 34, Neu-Caledonien 38, Japan 48, Madagascar 94, Wir kónnen schon als sicher annehmen, dass Neu-Guinea in Bezug auf endemische Gattungen nur hinter Madagascar zurück- stehen wird. 232 0. Warburg. Kiiste oder wenigstens im Ebenenwalde gefunden. Wir sind demnach be- rechtigt, da im ganzen Monsungebiet im unteren und héheren Bergwald die eigentliche Individualität des Gebietes am schärfsten zum Ausdruck kommt, auch in Neu-Guinea noch eine stattliche Zahl neuer Gattungen er- warten zu dürfen. Hierauf und auf den groBen Procentsatz endemischer Arten gestützt, dürfte es kaum gewagt érscheinen, Neu-Guinea im Verein mit den umliegenden Inseln als Papuasien!) den anderen Teilen der süd- ostasiatischen Inselwelt gegenüberzustellen, welch’ letztere Teile ich der Kürze wegen, ohne die Grenzen hier deutlich zu definieren, als das ma- layische und das pacifische Gebiet bezeichnen will. Es sei hier ausdrücklich betont, dass damit nicht gesagt ist, dass wir diese Gebiete als gleichwertig betrachten; wahrscheinlich wird es sich sogar später herausstellen, dass man gut thut, auch wieder das malayische und pacifische Gebiet in mehrere Teile zu zerlegen; doch für unsere augenblicklichen Zwecke ist dies ziem- lich gleichgiltig, da wir nur die Verwandtschaftsverhältnisse Papuasiens zu den in den verschiedenen Richtungen anliegenden Nachbargebieten be- trachten wollen. Was die Begrenzung des papuanischen Gebietes betrifft, so ist die wichtigste Frage die, wo wir die Westgrenze zu ziehen haben. Warzack vereinigt aus tiergeographischen Gesichtspunkten die ganze Molukkengruppe, Celebes und die kleinen Sundainseln bis auf Bali mit Neu-Guinea zu einer austromalayischen Region, indem er eine scharfe Scheidegrenze zwischen Bali und Lombok macht, andererseits aber Celebes eine Zwitterstellung lässt, und betrachtet diese ganze Region als Unterabteilung des australischen Gebietes. Pflanzengeographisch wurde schon von Grisesacn Neu-Guinea an die indische Monsungebietsflora angeschlossen, von EnsLsr auch der nord- üstlichste Teil von Australien und die melanesische Inselkette bis Fidji mit hinzugefügt, freilich von ihm der östlich von der WarracE'schen Linie liegende Teil als die austro-malayische Provinz des malayischen Gebietes abgetrennt, welchem Beispiel auch Drune gefolgt ist; also im Grunde fast die WarLAcE'sche Einteilung, nur dass die austro-malayische Provinz nicht, wie WaLLace es thut, dem australischen Gebiet, sondern dem Monsungebiet angegliedert wird, und dass Nordostaustralien nicht der australischen Provinz, sondern der austro- malayischen Provinz zugerechnet wird. In beiden Füllen bildet die Warrace'sche Linie eine der Hauptgrenzscheiden. Wenn nun auch, wie anzunehmen, eine Grenze im botanischen Sinne dort besteht, so ist sie jedenfalls sehr verwischt, und zweifellos viel unklarer, als bei den hóheren Tieren; auf zoologischem Gebiet ist diese Grenze 1j Das Wort Papüa dürfen wir deshalb nicht gebrauchen, weil es schon die Insel Neu-Guinea selbst inel. einiger Nebeninseln bezeichnet und in Hollündisch-Indien all- gemein dafür gebraucht wird. Papuasien, analog Malesien, ist keine neue Wortbildung, sondern wurde schon hier und da angewendet; z. B. Miyners p’Estrey’s Buch über Neu- Guinea ist betitelt »La Papouasie«. Beitrige zur Kenntuis der papuanischen Flora. 233 übrigens auch bei niederen Thieren, speciell bei den Insecten, nur sehr wenig ausgeprügt. Der Totaleindruck der Molukken- und Celebesflora ist ein durchaus malayiseher; und, was für unsere Fragestellung hier haupt- sächlich in Betracht kommt, der östliche Teil des Archipels besitzt zu Neu- Guinea nach meiner und House s Sammlung nur wenig nähere Be- ziehungen wie der westliche Teil, d. h. die 3 großen Sundainseln. In meiner Sammlung sind nur 19 Arten, darunter 5 kaum von westmalayischen Arten verschiedene, die auf Neu-Guinea und Ostmalesien gefunden sind, aber nicht in Westmalesien, davon 5 in Timor (2 derselben auch in Australien) und 14 auf den Molukken (A derselben auch im pacifischen Gebiet). 11 der 49 Arten sind von geringem Gewicht, da es Küstenpflanzen oder leicht aus- breitungsfähige Kräuter, Gräser und Gebüsche des secundären Waldes sind; unter den restierenden 8 Pflanzen des primáren Waldes sind nur 4 Baume, und unter diesen nur 2, die am Aufbau des Hochwaldes teilnehmen, wo- von einer selbst bis nach Neu-Caledonien geht. In Horrrung’s Sammlung sind sogar nur 40 Arten Ostmalesiens, die nicht in Westmalesien gefunden sind, darunter 4 aus Timor, 4 aus Timorlaut, die übrigen 5 aus den Mo- lukken, nur 2 Pflanzen des primären Waldes sind darunter und nur ein schlecht charakterisierter Baum. Mit den Gattungen verhält es sich ähnlich, in den genannten 2 Sammlungen sind es nur die Gattungen Tapeinochilus (auch mit einer Art in Australien), und Petraeovitex, die mit je einer Art in die Molukken ausstrahlen, ferner Scnumann’s Gattung Althoffia, die in Timor- laut gefunden ist. Von sonstigen Gattungen sind mir noch bekannt: Riedelia, die in Papuasien und den Molukken vorkommt; ferner noch 3 Palmengattungen der Areceae, Kentia, Ptychococcus und Drymophloeus (nach Dnupk in Natürl. Pflanzenfam.; nach Brccamrs Principien der Gattungseinteilung sind es mehr); dann die Monimiaceengattung Leviera, und endlich Eucalyptus; müglicherweise kann man auch Stackhausia dazu rechnen, die zwar nicht in Ostmalesien, aber auf den Philippinen mit einer Art vertreten ist; also alles zusammen 40 Gattungen. Vergleicht man diese geringe Zahl mit der unten nüher zu besprechenden enormen Zahl der dem papuanischen und pan-malayischen Gebiet gemeinsamen Arten und Gattungen, nämlich in meiner Sammlung schon 527 Arten und 423 Gattungen ; bedenkt man ferner, dass schon wegen der größeren Nähe den Molukken eine größere Verwandt- schaft zu Papuasien naturgemäB zuzukommen hat, selbst wenn Papuasien und Malesien ein zusammenhängendes Gebiet wäre; ferner dass die weni- gen mit Ostmalesien allein gemeinsamen Arten Papuasiens nicht den con- servativen Elementen der Flora angehören, und die geringe Zahl gemein- samer Gattungen groBenteils in Ostmalesien nur durch letzte Ausstrahlungen der papuanischen oder australischen Gattungen vertreten sind; beachtet man endlich, im Gegensatz hierzu, dass der westliche und óstliche Teil des malayischen Gebietes eine außerordentlich große Menge von Arten und namentlich auch Gattungen gemeinsam haben, die in Papuasien wenigstens 234 0. Warburg. bisher nicht aufgefunden sind, und großenteils aus hier nicht zu erörternden Gründen auch nicht mehr gefunden werden dürften: so sieht man ein, dass es mindestens ebenso zweckmäßig ist, Ostmalesien von Papuasien in pflanzengeographischer Hinsicht zu trennen, wie Ostmalesien von West- malesien, und ferner aus den oben angeführten Zahlen, dass wir bei den folgenden vergleichenden Untersuchungen keinen in Betracht kommenden Fehler begehen, wenn wir die malayische Provinz als ein einheitliches Gebiet der dem papuanischen gegenüberstellen. Die Ergebnisse würden in ihrem Gesamtcharakter genau dieselben bleiben, wenn wir Ostmalesien ganz aus dem Spiele lieBen und Papuasien nur mit Westmalesien in Ver- gleich setzten. Haben wir also Ostmalesien von dem papuanischen Gebiete abgetrennt, so sind andererseits die Aruinseln und der Bismarckarchipel sicher mit zu Papuasien zu rechnen, einerseits weil der ganze Habitus der Flora derselbe ist wie der Neu-Guineas!), dann auch, weil schon in meiner Sammlung allein eine ganze Reihe der endemischen Arten Neu-Guinea und den Neben- gebieten gemeinsam ist, selbst die endemische Gattung Hansemannia er- streckt sich sowohl nach den Aruinseln als auch nach dem Bismarckarchipel. Schwieriger ist es schon, die Keyinseln richtig unterzubringen; sie bilden den Schlussstein, oder, genauer gesagt, sie liegen eben außerhalb eines sehr zerstückelten, als Südostinseln bekannten Inselbogens, der die nürdlichen Molukken mit Timor-laut und so mit Timor und den kleinen Sundainseln verbindet, und den man als untermeerische Fortsetzung des Centralrückens von Ceram betrachten kann; und in der That findet man auf den Keyinseln eine merkwürdig grofe Anzahl von Arten, die bisher wenigstens nicht anderswo in Papuasien gefunden worden sind. Andererseits sind die Key- inseln so nahe bei den Aruinseln und Neu-Guinea?) und viel weiter von den eigentlichen Molukken entfernt, dass selbst, wenn ursprünglich auf den Keyinseln der reine Molukkenvegetationscharakter geherrscht haben sollte, doch die Nähe des großen Neu-Guineas nachträglich der Vegetation einen papuanischen Anstrich gegeben hat?). So ist es zu erkliren, dass die Keyinseln mit den im Vergleich zu der gegenüberliegenden Neu-Guinea- küste viel besser bekannten Aruinseln so viele Arten gemeinsam haben, wie meine Aufzählung zeigt, sowie auch die Berichte der Challengerexpe- dition. Wir reehnen deshalb auch die Keyinseln noch zum papuanischen 1) Auf den Aruinseln findet sich bekanntlich auch ein Paradiesvogel, der dem ge- meinen Paradiesvogel Neu-Guineas außerordentlich nahe verwandt ist; hier sowie im Bismarckarchipel auf Neu-Pommern auch ein kleines Künguruh, wie ja auch auf Neu- Guinea; ebenso giebt es Casuarsorten im Bismarckarchipel und auf den Aruinseln (freilich auch noch auf den Molukken). 2) Ich konnte auf der Fahrt nach den Aruinseln an einem Punkte alle 3 Inseln zu gleicher Zeit mit bloBem Auge sehen. 3) Auch das Känguruh der Aruinseln kommt noch hier vor. Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora, 235 Vegetationsgebiet. Die nächstfolgende Insel nach Südwesten, Timor-laut, ist zwar von der Challengerexpedition und von Forges besucht; doch be- stehen die mitgebrachten Sammlungen fast nur aus Pflanzen secundärer Formationen, meist weit verbreitete Arten, die wenig Schliisse zulassen. Eine Myoporumart weist nach Australien, obgleich die Gattung auch sonst in Malesien vorkommt, einige wenige Arten weisen nach dem benachbarten Timor, eine Anzahl sind den Molukken specifisch eigentümlich; aber bei weitem die meisten sind weit im Archipel verbreitet; und bevor wir nicht die Waldbüume etwas besser kennen, lässt sich eine sichere Entscheidung nieht treffen. Doch ist es nach der Lage am wahrscheinlichsten, dass die Insel den kleinen Sundainseln zuzurechnen ist; namentlich spricht auch dafür, dass das Meer zwischen den Keyinseln, den Aruinseln und Neu- Guinea auBerordentlich seicht ist, nur ca. 50 Faden, dagegen zwischen den Keyinseln und Timor-laut 600 Faden gemessen worden sind. Die Inseln, welche die Westspitze Neu-Guineas fortsetzen, nämlich Salawatti, Batanta und hauptsüchlich Waigiu, sind zweifellos zu Papuasien zu rechnen, da sie fast nur durch schmälere StraBen von einander und von Neu-Guinea getrennt sind; auch in faunistischer Beziehung gehóren sie ja zu Neu-Guinea. Misol, welche Insel in der Mitte zwischen Neu-Guinea und Ceram liegt, dürfte gleichfalls sicher zu Papuasien zu rechnen sein, da ihre Fauna, namentlich einige Paradiesvögelarten, darauf hinweist. Botanisch ist diese Insel so gut wie unbekannt; auch ich habe sie nicht besucht; und die wenigen allgemeinen Bemerkungen von Trysmann, Warrace und anderen genügen nicht, um sich ein Urteil darüber bilden zu können. Dagegen botanisierte ich mehrere Tage auf Ceram-laut, einer kleinen Insel dicht vor der südöstlichen Spitze von Ceram. Wie zu erwarten, erwiesen sich die wenigen charakteristischen Formen als durchaus malayisch; doch lässt sich ein sicheres Urteil nicht fällen, da fast die ganze Insel secundären Cha- rakters ist; die Insel ist nur als eine vorgeschobene Klippe Cerams zu betrachten. Des Vergleiches wegen wurden die dort gefundenen Pflanzen im Verzeichnis mit aufgenommen, wenngleich sie in anderer Hinsicht nicht viel interessantes bieten, sich auch nur 2 neue Arten in meiner Collection vorfinden; hingegen eignen sie sich vorzüglich zur Illustration der secun- dären Vegetationsformation von Ostceram. Dass der Bismarckarchipel mit zu Papuasien zu ziehen ist, d. h. wenig- stens Neu-Pommern (Neu-Britannien), die Neu-Lauenburggruppe, Neu- Mecklenburg (Neu-Irland) und Neu-Hannover, wurde schon oben erwähnt. Ebenso werden die Admiralitätsinseln nach ihrer Lage sicher dazu gehören, obgleich die Sammlung der Challengerexpedition, weil fast nur die Küsten- vegetation repräsentierend, wenig Aufschluss giebt. Ebenso wenig können wir über die Salomonsinseln schon jetzt ein sicheres Urteil abgeben, also auch nicht sagen, wo die östlichste Grenze Papuasiens liegt. In Guppy’s sehr interessantem Werk »the Salomon-Islands« ist zwar auf p. 299 ff. eine 236 0, Warburg. Liste dort gesammelter von Ouver bestimmter Pflanzen angegeben, doch sind darin die weniger bekannten und schwieriger zu bestimmenden Pflanzen des Hochwaldes meist nur mit dem Gattungsnamen erwihnt. Nach den Gattungen zu urteilen, steht zwar die Flora der papuanischen sehr nahe, enthält namentlich auch noch 2 Hydnophytum und 4 Myrmecodia-Art, ferner 2 Myristica, À Parinarium, A Curculigo-Art, Gnetum gnemon, ferner an Palmen mehrere Areca, A Cyrtostachys, À Caryota, 1 Licuala und vielleicht eine Drymophloeus-Art, ferner als äußerster östlichster Fund 1 Begonia; doch sind noch zu viele der eigentlich typischen papuanischen Gattungen nicht aufgefunden, auch z. B. noch keine Eiche, da, was man dafür hielt, sich als Lauracee herausgestellt hat (vergl. Challengerexpedition), als dass man schon berechtigt wire, diese Inseln für Papuasien zu reklamieren. An eine direkte Landverbindung der Salomonsinseln mit dem Bismarck- archipel in engerem Sinne aus relativ neuer Zeit ist nach den wichtigen geologischen Ergebnissen von Guppy’s Reise nicht zu denken, da im Gegen- teil die Salomonsinseln in einer auBerordentlich starken Hebungsperiode befindlich zu sein scheinen. Ein Gleiches haben wir nach meinen eigenen Beobachtungen wohl sicher auch für Neu-Pommern sowie den größten Teil von Kaiser Wilhelmsland anzunehmen, wo wir überall gehobenen Corallen- riffen begegnen, was aber freilich Landverbindungen in lünger vergangenen Perioden, wo aber doch schon die Phanerogamen dort geherrscht haben, nicht ausschlieBt. Von den Neu-Hebriden wissen wir auBerordentlich wenig. Es offenbart sieh in diesen Inseln ein langsamer Übergang zu der Vegetation der Fidji- inseln; vielleicht mógen auch schon neucaledonische Typen mit einflieBen. Sicherer ist es jedenfalls, vorläufig sowohl die Salomonsinseln als die Neu- Hebriden vom papuanischen Gebiet auszuschließen. Die gut bekannten Fidjiinseln dagegen dürfen wir wegen der fast durchgängig verschiedenen Waldflora und der Reihe endemiseher Gattungen keinenfalls zu Papuasien hinzuziehen, ebensowenig wie Neu-Caiedonien. Die Carolinen weit im Norden vom Bismarckarchipel, die Marschallinseln etc. besitzen so gut wie gar nichts charakteristisches und dürften wohl ihre spärliche, hauptsächlich aus Küstenformen bestehende Flora der Strómung nach zu urteilen eher von den Philippinen erhalten haben. Australien dagegen, so nahe es auch im Süden mit Cap York an Neu-Guinea herantritt, zeigt doch seltsamer Weise, wie wir des nüheren erürtern werden, recht wenig Beziehungen zu Papuasien; dagegen sind die botanisch bisher unerforschten Luisiaden im Südosten Neu-Guineas sicher zu Papuasien zu rechnen, da sie nämlich nur eine untermeerische Fortsetzung Neu-Guineas darstellen. So haben wir denn Papuasien definiert als ein äuBerlich ziemlich gut begrenztes Gebiet, zwischen dem 130. und 154. östlichen Längengrade und vom Aquator bis zum 11.? südlicher Breite gehend. Nur im südwest- lichen Teil Papuasiens macht der Ceram mit Timor verbindende Molukken- Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 237 bogen, aus wenigen unbedeutenden Inseln bestehend, einen seichten, 2? tiefen bogenförmigen Ausschnitt in unser Gebiet, der sich an seiner tiefsten Stelle direkt an die Keyinseln ansetzt, wührend Timor-laut und Ostceram die beiden einzigen größeren Landcomplexe dieses Ausschnittes dar- stellen. Der Grundcharakter Papuasiens ist demjenigen Malesiens, wie schon oben erwähnt, ziemlich ähnlich. Dies beruht einerseits auf den ähnlichen klimatischen Verhältnissen, indem beide Gebiete noch ins Monsungebiet fallen, ohne dass im allgemeinen die Gegensätze der beiden sich ablösenden Winde sich hier so schroff zeigen, wie in westlicheren Gegenden; anderer- seits auf der inneren Verwandtschaft der Florenbestandteile. In meiner papuanisehen Sammlung sind unter 547 nicht endemischen Arten 527 auch in Malesien gefunden worden; in der Horırung’schen von Scnumann be- arbeiteten Sammlung aus Kaiser Wilhelmsland sind unter359 nicht endemi- sehen Arten 336 auch von Malesien bekannt. Ebenso kommen von 429 nicht endemischen Gattungen meiner Sammlung 423 auch in Malesien vor; in der Hutt ps schen Sammlung sind von 346 nicht endemischen Gattungen nicht weniger als 342 auch malayisch. Wir würden demnach Papuasien sicher mit Malesien zu vereinigen haben, wenn nicht die große Anzahl der endemischen Arten, sowie, wie oben bemerkt, der endemischen Gattungen eine Abtrennung wünschenswert machte. Unter 753 Arten meiner papuani- schen Sammlung sind nämlich 206 Arten endemisch (also 27%), wovon ich, wie oben bemerkt, 153 neu entdeckte; unter den 503 Arten der Hort- rung’schen Sammlung sind 144 Arten endemisch (darunter 118 neue), also 28%. Unter 444 Gattungen meiner Sammlung sind 15 endemisch (darunter 6 neue), also 3,4%, in der Horırung’schen Sammlung sind von 355 Gattun- gen 10 endemisch, also 2,9%. Aber auch unter den nicht endemischen Gattungen giebt es eine Reihe, die in Papuasien ihr Hauptcentrum haben und nur in wenigen Arten in die umliegenden Gebiete ausstrablen. Ich erwähne nur die interessanten Gattun- gen Tapeinochilus, Hydnophytum, Faradaya, Eschweileria, vielleicht auch die eigentümliche Gattung Petraeovitex. Eine andere Anzahl und zwar sehr charakteristiseher Gattungen haben ihr Centrum sowohl in den Mo- lukken als in Papuasien; vor allem möchte ich erwähnen Myristica und Canarium, von denen erstere etwas mehr in Papuasien, letztere mehr in den Molukken verbreitet zu sein scheint, ferner Metroxylon. Sind die Berg- wälder erst besser bekannt, so werden diese Beziehungen noch viel deut- licher hervortreten. Eine noch größere Reihe von Gattungen hat ihr Centrum im westlichen Teile Malesiens und strahlt nur bis nach Papuasien aus, z. B. Quercus, Vateria, Anisoptera, Nepenthes, Begonia, Impatiens und noch viele mehr; während wohl die größte Anzahl der Papuasien und Malesien gemeinsamen Gattungen mehr oder weniger gleichmäßig über das Gebiet verbreitet sind, ohne dass sich Centren genauer bestimmen ließen. 238 0. Warburg. Betrachten wir im Gegensatz dazu die Beziehungen Papuasiens zu Australien, so finden wir, dass sie außerordentlich viel geringer sind. Wührend aus 947 nicht endemischen Arten 527 in Malesien vorkommen (also 96%), sind nur 209 (also 38%) von Australien, und nur 165 (30 %) aus dem pacifisehen Gebiet bekannt, wenn wir die Salomonsinseln vorläufig ausschließen; während in der Hottauna’schen Sammlung von 359 nicht endemischen Arten 336 (94%) in Malesien gefunden sind, kennt man in Australien nur 180 (50%). Ebenso ist es mit den Gattungen, nur natürlich, da die Gattungen größere Gebiete umfassen, nicht so auffällig; nämlich unter 429 nicht endemischen Gattungen kommen 342 in Australien vor (80%), gegen 423 in Malesien (99%). Zwei Einwände sind möglich, nämlich erstens klimatische Verschiedenheiten zwischen Papuasien und Australien, zweitens Unkenntnis der australisehen Flora; beide sind nicht stichhaltig. Die Zone Australiens, auf die es hier ankommt, ist ein schmaler Gürtel tropischen Waldes, der Nord- und namentlich Nordostaustralien (Queens- land) umgiebt, der größtenteils aus Typen zusammengesetzt ist, die im übrigen dem Monsungebiet angehören. Dieser Gürtel steht im schroffsten Gegensatz zu dem bekannten Eucalyptus-Acacienwalde Australiens, der sich in diesen nórdlichen Gegenden Australiens unvermittelt an diesen Gürtel anschlieBt, bis auf schmale Flussthäler die ganzen inneren Plateaus bedeckt und bis an den Rand des Küstengebirges herantritt, ja sich hier und dort sogar an den trockenen Lehnen desselben bis an die Küste hin- zieht. Schon auf grofle Distanzen konnte ich diese 2 verschiedenen Vege- tationsformen an der Fürbung von einander unterscheiden. Diese Küsten- zone ist nun botanisch schon recht gut erforscht, wenigstens sicher so gut wie die malayische Flora im allgemeinen; durch die vielen Zuckerplantagen und Küstenstädte ist dies Gebiet ja auch leicht zugünglich. Was das Klima betrifft, so fällt gerade diese Küste noch innerhalb des Bereichs der Mon- sune; und wenn auch nicht so feucht, wie manche Teile Malesiens, so be- wahrt der Boden des Waldes selbst in der Trockenzeit, auch durch die durchsickernden Gewässer des Plateaus, genug Feuchtigkeit, um ähnliche Pllanzen, wie beispielsweise die Molukken, ernähren zu können, was ja auch durch die Übereinstimmung vieler, durchaus nicht irgendwie Trocken- heit liebender Arten bewiesen wird. Unter den Arten nun, die Papuasien mit Australien gemein hat, sind nur auBerordentlich wenige, die zum primären Walde gehören; fast alles sind Pflanzen, die einer leichten und größeren Verbreitung fähig sind. Unter den 209 Arten, die auch in Australien vorkommen, befinden sich allein 55 Küstenpflanzen, also über 1/, der Gesamtzahl, die ja Wanderungen über das Meer speciell angepasst sind, und namentlich Meeresarme. von der außerordentlich geringen Breite der Torresstraße mit Leichtigkeit über- schreiten können; dabei ist noch speciell an die großen Treibholzmassen zu erinnern, die von den Mündungen der großen Flüsse ausgehen, und Beitrige zur Kenntnis der papuanischen Flora. 239 denen man außerordentlich häufig in diesen ganzen Archipelen begegnet !). 36 Arten dieser Küstenpflanzen kommen auch vielfach in Polynesien vor, erwejsen also schon dadurch ihre Fahigkeit, Seewanderungen zu über- stehen. Unter diesen Küstenpflanzen sind 40 Strandpflanzen, den Sand liebend, 4 an schroffen und waldigen Küsten wachsend, 8 die Mangrove- formation zusammensetzend, 2 Brackwasser und 4 untiefe Stellen des Meeres bewohnend. Interessant ist, dass von den 8 Rhizophoren nur 2 bis- her in Polynesien gefunden sind, was müglicherweise darauf hinweist, dass die schon an der Mutterpflanze keimenden Früchte nicht im Stande sind, allzulange dem Meerwasser Widerstand zu leisten, wofür ja auch der anatomische Bau zu sprechen scheint. Neben diesen 54 Küstenpflanzen sind in der Sammlung unter den australisch-papuanischen Gewüchsen 18 Pflanzen der Graslandschaften, wovon 3 auch in Polynesien bekannt; meistens sind dies sehr weit verbreitete Savannengräser, der Rest einige sehr häufig in den Savannen Südasiens auftretende Kräuter, z. B. Uraria picta, Knoæia corymbosa, Osbeckia chinensis, Buchnera urticifolia etc. Ein zweites Viertel (nämlich 50) unter den Australien und Papuasien gemein- samen Pflanzen sind krautige Pflanzen (25 davon auch im pacifischen Ge- biet), großenteils allgemein verbreitete Unkräuter, einige vielleicht durch den Menschen versehleppte Wiesengrüser und Ruderalpflanzen, nur unge- fihr 6 Feuchtigkeit und Schatten, also auch ev. den Wald liebende Kräuter sowie 3 Süßwasserpflanzen. Ferner eine weitverbreitete Loranthus und eine epiphytische Hoya. Daneben 13 Culturpflanzen (42 davon auch im pacifischen Gebiet), ein Teil derselben, wie einige Cucurbitaceen, wohl freiwillig als Ruderalpflanzen dem Menschen folgend. Endlich 62 Pflanzen des secundären Gebüsches, darunter 27 Kletterpflanzen des Buschdickichts, keine einzige des primiiren Waldes; der Rest meist kleinere Halbsträucher, wie Ormocarpus sennoides, Solanum verbascifolium, oder Bäumchen, wie Morinda citrifolia , Mallotus philippinensis; einige wenige sind hohe, aber gleichfalls ganz außerordentlich weit verbreitete Bäume der Grasland- schaften und des Buschdickichts, wie Alstonia scholaris, Albizzia procera. Alle diese 62 Arten besitzen große Verbreitungsfähigkeit (speciell auch oft eine lange Bewahrung der Keimfähigkeit der Samen), wie leicht im einzelnen zu beweisen wäre; doch genügt der Hinweis darauf, dass es eben Pflanzen des secundären Gebüsches und Buschwaldes sind, d. h. also auf Stellen er- stehen, wo der primäre Wald vernichtet worden ist, oder Kulturflächen verwildern, oder Graslandschaften durch Buschwerk verdrängt werden, alles also Fälle, wo nur Pflanzen, die sich leicht und massenhaft verbreiten, irgend welche Aussicht haben zu gedeihen. Es bleiben nur 9 Arten übrig, bei denen wir zweifeln können, ob sie nieht zur Formation des primären Waldes zu rechnen sein dürften. Es sind dies: 4) Vergl. die Berichte der Challengerexpedition. 940 0. Warburg. 1. Erycibe paniculata Roxb., eine Liane, Waldränder und secundären Buschwald liebend, bis Vorderindien hin verbreitet. 2. Dracaena angustifolia Roxb., im Monsungebiet als Unterholz des primüren Waldes weit verbreitet. 3. Ixora timorensis Desne., ein Unterholz, das sich aber auch im se- cundiren Wald einstellt. 4. Lasianthus strigosus Wight, als Unterholz fast im ganzen Monsun- gebiet verbreitet. 5. Canthium coprosmoides F. v. M., bisher nur vom nördlichen Australien bekannt, von mir auf den Keyinseln im primären Walde gefunden. 6. Parinarium Griffithianum Benth., im Monsungebiet weit verbreitet. 7. Cymometra ramiflora L., im malayischen Archipel bis nach Ceylon und den pacifischen Inseln hin verbreitet. 8. Melia Azedarach L., durch ganz Südasien bis nach Afrika und China hin verbreitet. 9. Aleurites triloba R. und G. Forster, im Monsungebiet von weiter Verbreitung. Von diesen letzten 4 Bäumen wächst Cynometra ramiflora gern nahe dem Meere; Melia Azedarach und Aleurites triloba sind nicht auf den pri- mären Wald angewiesen, sondern finden sich auch häufig in lichterem Secundärwalde; Aleurites triloba wurde von Cnamisso in keimendem Zu- stande an der Küste Javas angetrieben gefunden. Die ersten 5 Arten sowie Melia können ferner leicht durch Vögel verbreitet werden. So bleibt eigentlich nur Parinarium Griffithianum Benth. von der ganzen Sammlung übrig als typischer Waldbaum, dessen Verbreitung über See nach Australien nicht leicht zu erklären ist; doch teilt auch dieser Baum mit dem größten Teil der übrigen dieser Liste die weite Verbreitung im Monsungebiet, muss also entweder ein sehr alter Typus sein, oder doch auf irgend eine Weise sehr gute Verbreitungsfähigkeit haben; auch wurde eine Parinariumfrucht von der Challengerexpedition 70 Seemeilen von Neu-Guinea treibend gefunden. So sehen wir denn, auf wie schwachen Füßen die Annahme stehen würde, aus der Anzahl der Papuasien und Australien gemein- schaftlichen Arten auf eine Landbrücke zu schließen zu einer Zeit, wo die jetzigen Species Australiens und Papuasiens im allgemeinen schon gebildet waren!). Zu demselben Resultate gelangen wir auch noch auf anderem Wege. Eine Sammlung, die p’ALserris am Fly river in englisch Neu-Guinea ge- sammelt hatte, wurde zum Teil von E. v. Mürıer bearbeitet und dann die 1) Nach Pascoe gehört auch die Käferfauna Neu-Guineas ganz entschieden zu der allgemein indischen und unterscheidet sich ungemein scharf von der Käferfauna Neu- Hollands; während gegen ersteres von WaArracE doch einige Bedenken geltend gemacht worden sind, ist letzteres, so viel ich weiß, nicht bestritten worden. Beitrâge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 241 ganze freilich vorläufige Bestimmungsliste von Beccarı dem Buch von p’Arsertis: Neu-Guinea angefügt. Trotzdem der Fly river so nahe bei Australien und fast gerade der Yorkhalbinsel gegenüber liegt, trotzdem sich gerade hier auch größere Flächen offenen Landes finden, ähnlich dem australischen Savannenwalde; so besteht der Baumwuchs derselben doch nur aus Banksia dentata L., auch in Queensland häufig, Eucalyptus papuanus und 2 Acacien, also aus einer erstaunlich geringen Anzahl von Arten, wäh- rend der Australien bedeckende homologe Wald überall außerordentlich mannigfach zusammengesetzt ist. Man ersieht daraus aufs deutlichste, dass der australische Wald in Papuasien ein Fremdling ist, vielleicht erst ge- bildet, als der Mensch anfing, Plantagen anzulegen und dazu den Wald in trockenen Perioden niederzubrennen. Dass Eucalyptus papuanus endemisch ist, ist nicht bewiesen; in Nordaustralien harren zweifellos noch eine Menge Arten dieser überaus formenreichen Gattung der Auffindung resp. Bestimmung. Außer diesen australischen Typen konnte Beccari von wirklich australischen Pflanzen in der Sammlung von v’ALserris nur 4 nachweisen, Elaeocarpus arnhemicus F. v. M., Kentia Wendlandiana F. v. M., Schel- hammera multiflora R. Br. und Cissodendron australianum Seem., wovon wenigstens die 2 ersten zu den Tropenwaldbestandteilen Australiens ge- hören, während Elaeocarpus als Gattung im Monsungebiet weit verbreitet, Kentia dagegen eine ostmalayische und papuanische Gattung ist; die Cisso- dendron ist eine monotype Araliacee des Queenslander Tropenwaldes und nur die Liliacee Schelhammera ist eine kleine, weiter über Australien ver- breitete Gattung. Ist dies das Resultat einer Sammlung am Fly river, so verhält es sich mit den östlich und westlich gelegenen Teilen der Südküste nicht anders. ZiPPEL hat von seiner Reise an der Südküste von Holländisch-Neu-Guinea keine irgendwie charakteristischen australischen Typen mitgebracht; und in der Liste F. v. Mürzer’s, der die ihm von verschiedener Seite zugesandten Pflanzen von Port Moresby und Umgegend in Englisch-Neu-Guinea bestimmt hat, finde ich nur 4 Grevillea, À Arthropodium und 4 Pimelea als typisch australische Gattungen!), obgleich gerade diese Region durch Klima und Boden wie prädestiniert erscheinen könnte, australische Typen aufzunehmen, analog den Torres-straits-Inseln, von denen ich die Thursdayinsel mit mannigfacher australischer Vegetation fast bedeckt fand. In Deutsch- und Holländisch-Neu-Guinea und selbst merkwürdiger- weise auf den Keyinseln ist bisher noch keine einzige Eucalyptus oder Banksia aufgefunden, obgleich ja auf dem benachbarten Timor eine Eu- calyptusart auBerordentlich häufig ist; hier sind deshalb eine Grevillea- 1) Das Vorkommen von einigen Epacrideen und einer Anzahl anderer typisch- australischer Gattungen auf den hohen Gebirgsplateaus dürfte wohl ebenso wenig in alten Landwanderungen die Erklärung finden, wie das Vorkommen europäischer Gewächse auf den javanischen Bergkuppen (vergl. WALLacE, Island Life und Beccari, Malesia). Botanische Jahrbücher. XIII. Bd. 16 242 0. Warburg. frucht, welche die Challengerexpedition von den Aruinseln heimbrachte, die von mir auf Key gefundene Phyllodienacacie!), eine noch unbestimmte andere Art derselben Gattung, von Naumann im Bismarckarchipel gesammelt, ferner eine von der Astrolabeexpedition auf der Insel Waigiu aufgefundene zweifelhafte Restiacee und Styphelia die einzigen dürftigen Andeutungen, dass ein so merkwürdige Pflanzen bergendes Land wie Australien in solch unmittelbarer Nähe liegt?). Wir kommen also zu dem Schluss, dass Neu-Guinea mit Australien nicht mehr in Verbindung gestanden haben kann zu einer Zeit, wo der sogen. australische Savannenwald an die Nordküste Australiens herangerückt war?), ein Resultat, das in der That sehr auffallend ist, da die 2 Länder bei der Torresstraße so außerordentlich nahe an einander herantreten, ebenso nahe wenigstens wie*Neu-Guinea und die vorliegenden Inseln an die vorge- schobensten Stücke Malesiens, und die Torresstraße ferner so seicht ist. Bedenkt man aber, dass, wie die Aru- und Keyinseln einerseits, die Salo- monsinseln und Kaiser Wilhelmsland andererseits beweisen, große Lünder- gebiete um Neu-Guinea herum sicher in der Hebung begriffen sind, dass ferner die Existenz des Barrierenriffes bei Nordostaustralien nach den neueren Forschungen nicht mehr als Beweis einer stattfindenden Senkung gelten kann‘); beachten wir andererseits, dass die Flüsse Neu-Guineas, namentlich der Fly river, riesige Massen Schlamm teils als Delta absetzen, 4) Phyllodienacacien kommen auch sogar noch im malayischen Gebiet vor, sie reichen von den Mascarenen bis nach Formosa und den Sandwichinseln. 3) Nachtrüglich wird mir von Herrn Graf Prem, ehemals Chef der Neu-Guinea- Compagnie im Bismarckarchipel, mitgeteilt, dass er an gewissen Stellen Neu-Pommerns Eucalyptus beobachtet habe, dagegen, ebenso wie die Gazellenexpedition und ich, die Gattung auf der Gazellenhalbinsel nicht gesehen habe. Demnach scheint das Vor- kommen des Eucalyptus auf der Insel nur local zu sein, und dürfte die Vermutung nahe liegen, dass Eucalyptusfrüchte von den angeworbenen Arbeitern aus den Queensland- plantagen absichtlich oder unabsichtlich mitgebracht seien, worüber inlündischer Name und Nachforschungen bei den Eingeborenen, die derartigen Thatsachen große Beachtung schenken, leicht Auskunft geben würde. Dass in all’ den gut bekannten Graslandschaften von Kaiser Wilhelmsland kein Eucalyptus vorkommt, dürfte uns noch in der Vermutung der Einführung des Eucalyptus nach Neu-Pommern durch den Menschen bestärken. 3) Auch die wirkliche Nordküste von Australien wird durchaus nicht völlig von australischem Walde eingenommen, wo Creeks (kleine periodisch wasserarme, d. h. in Ketten von Wasserbecken zerfallende, oder wasserleere Flussláufe) sind, ist auch hier immer etwas echter Tropenwald vorhanden, ja sogar auf der kleinen Thursdayinsel hat sich an schattigen Stellen ein Rest dieses Tropenwaldes erhalten. 4) Einen der wichtigeren Einwände Sewrers gegen die Korallenriff-Senkungstheorie Darwin's bilden die riesigen Korallenblöcke, die sich auf gewissen Riffen der Palauinseln befinden, und zwar an den geschützteren Stellen, und die unmöglich durch Stürme hin- aufgeschleudert sein kónnen; es sind unverwitterte Reste der gehobenen Schichten des Riffes; ganz ühnliche Erscheinungen habe ich am Barrierenriff von Nordqueensland beobachtet, und dürfte dies in Verbindung mit Auswaschungserscheinungen an der felsigen Küste vielleicht auf eine Hebung auch dieses Gebietes hinweisen. Beitrige zur Kenntnis der papuanischen Flora. 243 teils in die Meerenge führen, sie dadurch seichter machend, und schon jetzt ungeheure Gebiete recenten Ursprungs durchschneiden, ehe sie sich ins Meer ergießen: ziehen wir endlich in Betracht, dass Australien nach den geologischen Untersuchungen früher wahrscheinlich in 2 oder mehr gréBere durch Meer getrennte Inseln zerfiel (vergl. Warracr, Island life): so kommen wir zu dem Schluss, dass die Torresstraße früher wohl breiter, das Meer viel tiefer gewesen sein müsse!). Noch deutlicher wird die lange Isolierung Papuasiens von dem austra- lischen und pacifischen Florengebiet, wenn wir die Arten mit größerer Verbreitung ausschlieBen, indem wir nur die Pflanzen betrachten, die Papu- asien nur mit einem der anliegenden Gebiete gemeinsam hat; dann kommen wir zu folgenden tiberraschenden Resultaten. In meiner Sammlung von 547 nicht endemischen Arten sind 273, also 50%, die von den drei umliegenden Gebieten nur Malesien bewohnen, da- gegen nur 6, also 1%, die auBer von Papuasien bisher nur von Australien, und 9, die bisher nur vom pacifischen Gebiet bekannt sind, dazu noch 5, die sowohl australisch als pacifisch, aber nicht malayisch sind. In der Horrruxg’schen Sammlung sind von 359 nicht endemischen Arten nur 15 noch in Australien und 5 nur noch im pacifischen Gebiet, aber nicht in Ma- lesien, wührend 174 (wenn man eine kleine schwer zu sondernde Anzahl, die auBerdem im pacifischen Gebiet constatiert ist, mitrechnet) ausschlieBlich papuanisch-malayisch sind. Diese Zahlen reden ganz außerordentlich deutlich. Die 5 australischen Arten meiner Sammlung bestehen aus einer Cyperacee (Scleria Graeffeana Beklr.), einer kleinen nicht ganz sicher bestimmten Urti- cacee (Elatostemma reticulatum Wedd.), einer Meliacee (Hearnia sapindina F. v. M.), einer strauchigen Euphorbiacee (Actephila latifolia Benth.) und einer Olacacee (Cansjera leptostachya Benth.), alles Pflanzen, die sehr nahe Verwandte in Malesien haben. Unter den 15 australisch-papuanischen Arten der Horrrune’schen Sammlung sind neben einer Reihe vielleicht im malayischen Gebiete nur übersehener Pflanzen (unter andern z. B. 4 Gräser) auch einige wenige recht auffallende, die dann aber wieder kaum, wenn überhaupt, von malayischen Arten verschieden sind (Gmelina macrophylla Benth., wahrscheinlich auch auf den Molukken vorkommend [s. K. Scnux., l. c.], Clerodendron floribundum R. Br., nach K. Scuumann mit der malayi- schen C. tomentosum zu vereinigen, Tetracera Nordtiana F. v. M., da nur in Früchten vorhanden, nach K. Scmumaxw nicht sicher identificiert, und endlich Vitex glabrata R. Br., wohl mit V. bombacifolia Wall. aus dem 4) Prof. Happon aus Dublin, der die Inseln der Torresstraße bereist hat, teilt mir nachträglich eine Notiz aus dem Report der British Association von 4889 mit, worin er zu dem Schluss kommt, dass die genannten Inseln sich in neuerer Zeit nicht gehoben, wahrscheinlich aber auch nicht gesenkt haben. Die langsame Verschmälerung der Meeresenge durch die Anschwemmungen der Neu-Guineaflüsse würde natürlich auch in diesem Falle bestehen bleiben. 16* 944 0. Warburg. Monsungebiet identisch); dazu kommen noch Cansjera leptostachya, Wedelia spilanthoides, Smilax australis, Hearnia sapindina und Hemicyclia lasiogyna mit sehr nahen Verwandten im malayischen Gebiet, so dass als bedeutsam nur bleibt Faradaya splendida, die aber, wie auch fast alle andern eben genannten, keine Pflanze des primären tropischen Waldes ist. Die pacifisch-papuanischen Pflanzen der 2 Sammlungen sind Evodia hortensis, Euphorbia Gaudichaudii, Phyllanthus societatis, Macaranga Har- veyana, Acalypha insulana, Smythea pacifica, Cypholophus heterophyllus, Eranthemum pacificum, Piper methysticum, P. insectifugum?; die australisch- pacifisch-papuanischen (aber nicht malayischen) Pflanzen sind nur Passi- flora aurantia, Clematis Pickeringii, Rhamnus (Dallachya) vitiensis; also auch in diesen beiden Kategorien kein einziger echter Waldbaum, und bis auf die 2 Piperarten überhaupt keine Pflanzen des primären tropischen Waldes. Dasselbe Verhältnis, und in ebenso starkem Grade, wiederholt sich auch bei den Gattungen. Unter 429 nicht endemischen Gattungen meiner Samm- lung ist keine einzige, die außerdem nur noch in Australien gefunden wird, und die Palmengattung Linospadix ist die einzige australisch-papuanische der Horzrung’schen Sammlung; ferner ist in meiner Sammlung nur eine pacifisch-papuanische, die Küstenpflanze Smythea (in HorLLrung’s Sammlung daneben noch Durandea), ferner noch 5 australisch-pacifisch-papuanische (in Horırung’s Sammlung nur 2), nämlich Pseudomorus, Lyonsia, Geitono- plesium, Faradaya und Rhamnus (Dallachya F. v. M.) gegen 86 malayisch- papuanische. Da alle diese Vergleiche völlig übereinstimmen, da die Contraste so stark sind, wie man nur irgend wie erwarten kann; so ergiebt sich mit Sicherheit, dass nach unseren Sammlungen, die groB genug sind, um Schlüsse zu gestatten, namentlich wo so unzweideutige Differenzen vor- liegen, die papuanische Flora aufs engste mit der malayischen verknüpft ist, da sowohl die Gattungs- als auch die Artengemeinschaft außer- ordentlieh stark ist; dass dagegen die Beziehungen zu den pacifischen Inseln und namentlich zu Australien einerseits nicht entfernt so groß, andererseits auch ülteren Datums sind, indem die gemeinschaftlichen Arten fast ausschließlich aus Pflanzen von weitem Verbreitungsgebiet und günsti- gen Verbreitungsmüglichkeiten (auch über See) bestehen; die eigentliche Waldflora, also das conservative Element dieser Regionen, besitzt fast gar keine gemeinsamen Arten, dagegen eine große Menge gemeinsamer Gattun- gen. Aberauch unter den Gattungen sind eine Masse der charakteristischsten papuanischen, oder papuanisch-malayischen Gattungen der Waldflora in der nordaustralischen Waldflora nicht vertreten, ich will nur erwähnen Gnetum, Endospermum, Mangifera, Dracontomelon, Columbia, Anisoptera, Ancistrocladus, Octomeles, Begonia, Pangium, Illipe, Illigera, Cyrtandra, Artocarpus, Gonocaryum , Stelechocarpus, Santiria, Inocarpus und ganz Beitrâge zur kenntnis der papuanischen Flora. 245 außerordentlich viele mehr, während, bis auf die endemischen Gattungen und 8 mit dem pacifischen oder australischen Gebiete gemeinsamen Gattun- gen, alle übrigen wenigstens auch in Malesien vertreten sind. Eine geringere Anzahl von Gattungen der papuanisch-malavischen Waldilora reieht zwar nach Australien hinein, aber nur mit vereinzelten Arten, z. B. Myristica, Canarium, Pothos, Raphidophora, Semecarpus, Casearia, Saurauja, Calo- phyllum, Xanthophyllum, Amomum, Piper ete., und dasselbe ist, soweit die unvollkommene Kenntnis und der Mangel übersichtlicher Zusammen- stellung der polynesischen Inseln Schlüsse erlauben, auch mit dem pa- cifischen Gebiet der Fall, jedenfalls mit Fidji. Da nun Papuasien eine große Masse malayischer oder allgemein im Monsungebiet verbreiteter Gattungen der typischen Waldflora, desgleichen auch viele gemeinsame Arten beherbergt, die umliegenden Gebiete sie aber nicht besitzen; da ferner malayische Gattungen und Arten, die nur sehr schwer über das Meer hinwandern können (ich erinnere nur an Quercus, Begonia) doch ihren Weg nach Neu-Guinea gefunden haben, so muss Neu-Guinea ehemals entweder ganz, oder doch nur durch einen schmalen Meeresarm getrennt, mit Malesien zusammengehangen haben, ist also als die frühere Südostspitze des asiati- schen Continentes zu betrachten. Hing Melanesien und Australien, was ja an sich wahrscheinlich, in einer vergangenen Periode gleichfalls mit Papu- asien zusammen’), so müssen sich diese Verbindungen schon in sehr früher Zeit gelóst haben, bevor die Myristica, Canariumarten und Hansemannia in diesen Gegenden zu solcher Entwickelung gelangt sind. Manche Beziehun- gen weisen ja in der That auf alte directe oder indirecte (über Australien gehende, Verbindungen Papuasiens selbst mit weit entfernten Gebieten hin; so der tropische Bestandteil der Neu-Seeland-Flora (Dammara, Freyci- nelia, Pisonia, Parsonsia und viele mehr), so das Auftreten von Durandea nur in Neu-Caledonien und Neu-Guinea, das Vorkommen von Casuarina nodiflora in Neu-Caledonien, Neu-Guinea und den Molukken, die nachher zu besprechende Gattung Finschia und einiges mehr. Im ganzen gehen aber diese Beziehungen in Bezug auf die eigentliche Waldflora nicht über eine, je nach der Entfernung der Inseln von einander, größere oder kleinere Gattungsgemeinschaft hinaus, und sind verschwindend gering im Ver- hältnis zu der engen Verwandtschaft der papuanischen Flora zu der ma- layischen. Soviel über diese Fragen. Es bleibt noch im einzelnen zu untersuchen, warum es richtig erscheint, Papuasien von Malesien floristisch abzutrennen. Dass der Hauptgrund darin besteht, dass Papuasien so viele endemische 1) Manches spricht für einen doppelten Pflanzenaustausch Australiens mit der Mon- sunflora in längst verflossenen Zeiten, einerseits nach der Gegend von Timor zu, anderer- seits nach Neu-Guinea. Zur genaueren Feststellung müssen die betreffenden Floren erst viel besser bekannt sein; auch ist dies für unsere Fragestellung gleichgültig, da beide Verbindungen sich jedenfalls schon lange gelóst haben. 246 0. Warburg. Arten und eine Reihe endemischer Gattungen besitzt, ist schon erwähnt. Die Wahrscheinlichkeit, diese auch noch in Malesien anzutreffen, ist nicht sehr groß. Einige freilich dürften wohl noch namentlich in Ceram und Halmahera wieder aufzufinden sein, wovon die Möglichkeit ja auch durch die erst vor kurzem mit 2 andern neuen Gattungen entdeckte Petraeovitex, die auch in Neu-Guinea vorkommt, bewiesen wird; der größere Teil wohl aber sicher nicht, da es größtenteils auffällige oder wenigstens leicht auffindbare Arten sind. Von den 153 neuen Arten meiner Sammlung gehóren mindestens 93 dem primären Wald an, davon 11 als Kräuter, eine recht große Anzahl als Lianen und Unterholz, aber auch gegen 40 höhere Waldbäume. Die Zahl dieser letzteren Kategorie wäre unzweifelhaft ganz außerordentlich viel größer, und würde alle anderen Kategorien weit übertreffen, wenn das Sammeln und Auffinden nur die gleichen Schwierigkeiten böte wie bei den übrigen. Macht das Hinaufsehen nach oben schon an und für sich Schwie- rigkeit, falls man sich nicht platt auf den Boden legt, so ist es beim Vor- wärtsgehen im Walde, selbst wenn man einem Pfade folgt, meist unmöglich; auch sind die Blüten meist zu klein, um in der Höhe entdeckt zu werden, oder zu sehr von dem Laubgewirr bedeckt; und hat man sie erspäht, so ist das Erreichen derselben äußerst schwierig; schießt man aber kleine Pröbchen herunter, so fallen so viele Blätter verschiedener Art mit, dass es großen Scharfsinnes und Kenntnisse bedarf, die richtigen herauszufinden !). Das sind die Gründe, warum man in dem Monsungebiet von den allerwe- sentlichsten Florenbestandteilen erst zuletzt Kunde erhält, und oft bin ich, nicht nur in Neu-Guinea, tagelang durch den schönsten Wald gelaufen, ohne zur Gewissheit kommen zu künnen, woraus der Wald im einzelnen besteht, da nur abgefallene Blätter, Blüten und Früchte, Aussehen des Stammes und der Wurzelleisten, Geschmack der Rinde, Harz, Kautschuk und Guttapercha, Aussehen des Holzes und vor allem die Blätter der jungen Bäumchen ein ungefähres Bild liefern konnten. So kommt es auch, dass in der ganzen Horrrung’schen Sammlung von über 500 Phanerogamen, obgleich nur in Kaiser-Wilhelmsland, einem fast ununterbrochenen Waldgebiet, gesammelt wurde, wenn man von den küstenbäumen absieht, kaum 50 hö- here Bäume des primären Waldes zu zählen sind. Von den 153 neuen Ar- ten meiner Sammlung gehören also 93 dem primären Walde an, großen- teils eigene Typen, teils aber auch korrespondierende Arten von solchen des Monsungebiets. Daneben finden sich 47, die dem Busehwald angehören ; und von diesen werden gewiss auch noch manche in Malesien gefunden werden, andere sind korrespondierende Arten, manche auch sehr abweichend. Ferner sind einige neue Grüser darunter und endlich 8 Pflanzen, welche an der Küste wachsen, die Hälfte am Küstensaume des primären Waldes, die 4) Vergl. dazu auch Mosecey’s Schilderung der Aruinseln, Challengerexpedition, Botany. Beitráge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 247 andern 4 am flachen Sandstrande im Küstengebüsch ; die Küstenpflanzen sind fast alle etwas modifizierte Formen von malayischen oder polynesischen Pflanzen. Neben der groBen Zahl endemischer Arten und Gattungen be- weisen gerade diese leichteren Modificationen ühnlicher malayischer Formen bei Pflanzengruppen, die relativ leicht wandern, wie die Pflanzen der Küste und des secundären Busches, am deutliehsten, dass Papuasien schon seit langer Zeit von Malesien getrennt ist. Das ist noch um so eher anzunehmen, da die Molukken ein Gebiet starker Zerklüftung und bedeutender Hebung und Senkung darstellen (Beweis die vulkanische Thätigkeit in der Bandasee, die Korallenbedeckung der offenbar Bergspitzen des untermeerischen Rückens darstellenden Inseln des Molukkenbogens, ebenso der Key- und Aruinseln; die Armlichkeit der Säugetierfauna; vergl. WazLace, Island life). Auffallend ist die groBe Anzahl neuer Arten, die ich auf den Keyin- seln fand, nämlich 32, wovon ich nur 4 in Neu-Guinea und 3 auf den Aru- inseln wiederfand (davon 2 Küstenpflanzen). Daneben sind die Beziehungen zu Australien hier deutlicher als anderswo im papuanischen Gebiet; von 5 Arten meiner Sammlung, die Papuasien mit Australien gemeinsam hat, stammen 3 von den Keyinseln, ebenso finden sich deutliche Beziehungen zu Timor. Sollten vielleicht die Keyinseln als eine seit lange abgerissene und allein für sich dastehende kleine, aber allseitigen Einflüssen preisge- gebene Erdscholle aufzufassen sein, oder wird man alle die endemischen Arten noch in benachbarten Gegenden aufzufinden erwarten dürfen? Dass die jetzigen Keyinseln, auch die bis 700’ hohen Berge von Groß-Key größ- tenteils von metamorphosiertem Korallenkalk überlagert sind, mag wohl als Beweis dienen, dass die Keyinseln in einer Hebungsperiode begriffen und vor nicht allzulanger Zeit erst aus dem Meere aufgetaucht sind oder wenigstens früher noch sehr viel kleiner und noch mehr von Neu-Guinea getrennt waren !); damit wäre dann auch das Fehlen der Paradiesvógel auf den Keyinseln erklärt. Dann freilich wäre auf denselben kein Platz gewesen zur Bildung von neuen Arten, doch ist es andererseits bei den vielfachen lokalen Stórungen dieses Gebietes nicht ganz ausgeschlossen, dass gleich- zeitig in der Nähe größere Landkomplexe, z. B. des wirklichen Molukken- bogens versunken sind, von denen die Keyinseln dann einige endemische Formen übernahmen. _ Auch West-Neu-Guinea selbst ist bekanntlich sehr zerklüftet: der Mac Cluersgolf trennt den nordwestlichen Teil fast als Insel ab, und beinahe ebenso verhält es sich mit dem Stück südlieh der Mac Cluersbay. Vor Neu- Guinea liegen schon, oder wohl besser noch, abgetrennt Salawatti, Batanta 4) Auch die Aruinseln scheinen erst kürzlich aus dem Meere aufgestiegen zu sein, Dafür spricht nach BEccanr die geringe Zahl der meist fleischige Früchte besitzenden und durch Vógel wahrscheinlich hingeschleppten Arten; jener Forscher fand trotz mehr- monatlichen Aufenthaltes nur gegen 400 Species (vergl. N. Gion. botan. ital. 4873, vol. V. p. 330). : 248 0, Warburg, und Waigiu. Wir wissen noch zu wenig näheres über diesen Teil Hollän- disch-Neu-Guineas ; überraschen würde es aber nieht, wenn es sich heraus- stellen sollte, dass auch West-Neu-Guinea ehemals in eine Inselgruppe zersplittert gewesen sei, und auch darin sich eine Verwandtschaft zu den Molukken offenbarte t). Was nun die endemischen Gattungen Papuasiens betrifft, so sind die mir bekannten mit wenigen Ausnahmen (Maniltoa, Tripetalum, die Beccari- schen von Drupe wieder e ngezogenen Palmengattungen etc.) nicht etwa leich- tere Variationen von m dayischen Typen, sondern fast alles entweder ganz eigenartige Formen oder auch Sammeltypen, die mit verschiedenen Gat- tungen oder sogar Gruppen eine gewisse Gemeinschaft haben. Zu ersteren rechne ich z. B. die Glusiaceengattung Pentaphalangium, die Artocarpeen- gattung Dammaropsis, die Acanthaceengattung Calycacanthus, die Meliaceen- gattung Melio-Schinzia, auch die kaum ins molukkische Gebiet eindringende Zingiberaceengattung Tapeinochilus gehört dazu. Zu den Sammeltypen rechne ich die Moracee Antiaropsis, welche die amerikanische Gruppe der Ca- stilloinae an die Antiarinae anschließt; die Proteacee Finschia, die Charaktere der Gattung Helicia mit Charakteren der neukaledonischen Gattung Aer- madecia verbindet, also auch wieder ein uraltes Verbindungsglied der malesisehen, australischen und pacifischen (melanesischen) Flora darzu- stellen scheint; die Artocarpee Pseudotrophis, welche mit der Gattung Para- trophis im Sinne von B. & H., die von Neu-Seeland durch das pacifische Gebiet bis zu den Philippinen geht, und mit der madagassischen Pachytrophe verwandt ist. Auch die Gattung Schleinitzia ist eine Mittelform einer Reihe von Adenanthereengattungen, wenngleich sie der afrikanisch-amerikani- schen Piptadenia am nächsten stehen dürfte; Hansemannia stellt eine Mittel- form der /ngeae dar, in manchen Beziehungen der amerikanischen Gattung Affonsea sich nühernd. Diese wenigen Beispiele genügen, um zu zeigen, eine wie große Masse von alten und eigentümlichen Formen Papuasien be- herbergt, wovon die meisten bisher erst in einer Art gefunden sind, einige wenige, Hansemannia und Tapeinochilus in einer Reihe von Arten. Alle diese Thatsachen zusammen erweisen eine schon ziemlich alte Ab- grenzung Papuasiens vom malavischen Gebiet. Auch der hohe Procentsatz 1) Vergl. auch RosENBERG: » Der malayische Archipel« p. 360 über die Aru- und Südostinseln: »Im höchsten Grade differierend sind die Faunen der bereisten Inseln; denn wührend die Aruinseln zur Fauna von Neu-Guinea und die Goraminseln zu der- jenigen von Ceram gerechnet werden müssen, bilden die Keyinseln mit Koor ein eigenes Gebiet, in welchem Tierarten aus beiden erstgenannten Faunen, aus Timor, ja selbst von Australien angetroffen werden. An Säugetieren sind alle arm« etc. Aus Rosengerg’s Aufzählung geht dann hervor, dass die Verwandtschaft zu den Aruinseln immerhin am gróften ist (auffallende Beispiele dafür unler anderm Paradoxurus hermaphrodita, Sus aruensis, ein kleines Känguruh MacropusBrunii); auch zühlt er eine Reihe von Arten nur von key auf; also von faunistischer Seite eine voll- kommene Bestätigung unserer botanischen Beobachtungen. Beitrige zur Kenntnis der papuanischen Flora. 249 von Gattungen im Verhaltnis zu den Arten (in unserer Sammlung gegen 60%) würde dabei in Betracht kommen, wenn wir nicht bestimmt wüssten, dass eine genauere Kenntnis der Flora diese Zahl bedeutend herabdrücken wird. Da wir Ostmalesien aus geologischen (Vuleanismus) und geogra- phischen (Zerstückelung), aus faunistischen (Armut an Säugetieren) und floristischen Gründen (Mangel an Eigenart) als ein Gebiet mit merkwürdig wenig stabilen Verhältnissen anzusehen haben; so liegt die Möglichkeit nahe, dass Neu-Guinea hüufig mit Teilen der kleinen Sundainseln und Molukken in Verbindung gestanden hat, resp. sehr nahe an sie herangereicht hat, ebenso diese wieder mehrfach mit Celebes und wohl auch mit Mindanao, so dass auf diese Weise vielfache partielle Verbindungen oder Annäherungen zwischen den papuanischen und ostmalayischen Hauptcentren ermöglicht wurden, wodurch dann die alten Beziehungen zwischen Malesien und Papu- asien gewahrt und doch das Fehlen so mancher integrierender Bestandteile beider Gebiete erklärt würde. Die Molukken würden demnach eine Art zusam- mengesetzten, entweder völlig oder nicht ganz schlieBenden Ventils bilden, den Austausch zwar ermöglichend, aber häufig ganz oder fast ganz abschließend und deshalb im Gesamteffekt retardierend wirkend. Wir brauchen hierzu gar nichts zu construieren, sondern nur überhaupt Senkungen und Hebungen anzunehmen, unter der einen sicher zutreffenden Voraussetzung, dass diese Senkungen und Hebungen nicht im ganzen Molukkengebiet mit gleicher Intensität vor sich gehen, demnach auch nicht überall zu gleicher Zeit in die entgegengesetzte Richtung umschlagen. Da die Molukken mit den kleinen Sundainseln einen die zum Teil recht tiefe vulkanische Bandasee um- schließenden Halbkreis bilden, der nur teilweise mit unregelmäßigen Spitzen und Rücken über dem Meere hervorragt, so bedarf es nur weniger Hebungen und Senkungen (unter Umständen würde schon eine genügen), um eine Pflanze, die einzig auf Ceram wächst, auf dem Landwege nach Timor hinüberzuführen, ohne zugleich auf den Zwischenstationen irgend eine Spur zurückzulassen. Da unmittelbar hinter der Höhe des Bogens sich die Kevinseln ansetzen, so bilden diese schon an und für sich, in seltsamem Anklang an den Namen, den Schlüssel für Papuasien, auch selbst vielleicht mit als Ventil wirkend. Vielleicht spielten einige jetzt versunkene die Neu- Guinealandschaft Onin nach Westen fortsetzende Inseln eine ühnliche Rolle; und ebenso mögen die oben erwähnten Inseln Salawatti etc. mit Misol in die Nahe von Ceram gereicht, mit Gebe die Verbindung nach Halmahera erleichtert haben. Unter diesem Gesichtspunkt künnten dann auch die Westteile Neu-Guineas selbst vielleicht als ähnliche Stücke des Ventils be- trachtet werden, die gerade augenblicklich mit dem eigentlichen Neu-Guinea in Verbindung stehen und sich dadurch jetzt mit papuanischen Formen gesättigt haben. Wenn nun auch durch diese Annahme totale Landver- bindungen zwischen dem jetzigen Neu-Guinea und den w estlich angrenzen- den Gebieten nicht ausgeschlossen und auch geologisch dagegen wohl wenig 250 0. Warburg. g, so müssen diese echten Landverbindungen doch schon seit längerer Zeit aufgehört haben zu bestehen; denn sonst wären die papuanischen Arten auch auf den Molukken und kleinen Sundainseln wenigstens hier und da in größeren Mengen anzutreffen. Der Versuch, das Fehlen so vieler papuanischer Arten und Sippen dadurch zu erklären, dass vor kurzer Zeit die Molukken und kleinen Sundainseln total untergetaucht seien, bietet wenig Wahrscheinlichkeit. Erstens sprechen geologische Facta entschieden dagegen; zweitens würde bei der Hóhe der Berge von Ceram, Timor, Buru die spätere Wiedererhebung jedenfalls eine sehr lange Zeit in Anspruch genommen haben; drittens spricht das Vorhandensein so vieler isolierter alter Formen, monotyper Palmengattungen ete. sehr entschieden dagegen; viertens müsste man dann ja annehmen, dass die ganze jetzige Flora der Molukken erst nach dem Untertauchen eingewandert sei, was wiederum nur durch Annahme langer Zeiten möglich wäre. Streng genommen haben wir, vom botanischen Gesichtspunkte aus be- trachtet, überhaupt nicht nótig, totale Landverbindungen zwischen Papu- asien und den Molukken jemals anzunehmen. Würde sich durch Hebung die Küste Neu-Guineas nur noch etwas dem molukkischen Inselbogen nähern, und würde dieser Bogen, anstatt aus verschiedenen zerstreuten, sehr kleinen Inseln zu bestehen, sich durch geringe Hebung zu einigen wenigen, großen, bergigen, Ceram ähnlichen Inseln verbinden; so würde dies wohl schon den Austausch der meisten Formen ermüglichen, wenn man nur lange Zeiten in Rechnung setzt, und nur wenigen Sippen wirkliche Hindernisse bereiten (auch das Vorkommen des trefflich schwimmenden Casuars, sowie das Fehlen der Paradiesvögel auf Ceram würde z. B. schon dadurch hinreichend erklärt werden können, während auch das Auftreten einer gut kletternden Paradoxurusart auf Neu-Guinea durch das Herüber- treiben von Baumstämmen über die schmale Straße erklärlich sein würde). Die geologische Periode der letzten Öffnung des Papuasien zunächst: gelegenen Ventils, d.h. die Zeit der letzten Annäherung oder totalen Land- verbindung festzustellen, wird ganz außerordentliche Schwierigkeiten haben, selbst wenn wir Fossilien von Neu-Guinea erhalten werden. Die Funde von Java, Borneo und Sumatra beweisen ja zur Genüge, dass selbst die ältere Tertiärflora nicht sehr viel verschieden von der jetzigen sein konnte, ein Resultat, das mit den systematischen und pflanzengeographischen Schlussfolgerungen durchaus übereinstimmt. Die vielen vicariierenden Arten der Waldflora (die große Zahl gemeinschaftlicher Arten unter den leichter verbreitungsfähigen Pflanzen beweist weniger! deuten vielleicht darauf hin, dass die größte Annäherung am Ende der Tertiürperiode schon der Vergangenheit angehörte, während die Inseln jetzt wieder in einer neuen Periode der Annüherung stünden, angedeutet durch die Hebungen in den Ostmolukken; doch kann dies natürlich keinen Anspruch darauf machen, erwiesen zu sein. Dagegen ist es sicher, dass Australien und die einzuwenden sein mag Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 251 weiter abliegenden Teile des pacifisehen Gebietes jedenfalls seit einer viel längeren Periode, wenn nicht vielleicht überhaupt dauernd, von Neu-Guinea getrennt gewesen sein müssen. Wenn diese Schlüsse auch auf den ersten Blick mit den Watt AC schen durch zoologische Forschungen gewonnenen Resultaten, dass nämlich Neu- Guinea zu Australien zu ziehen ist, nicht übereinstimmen, so findet sich doch in Wirklichkeit, dass die Differenz eigentlich mehr eine in den Worten als in der Sache liegende ist. Als Hauptreprüsentant der australischen Formen seien die Beuteltiere erwähnt, die aber durchaus keine specifisch- australische Gruppe bilden, sondern früher bis nach Europa verbreitet waren; überall haben sie anderen krüftigeren Formen weichen müssen und nur in Neu-Guinea und Australien, sowie einige in den Molukken (eine recht verschiedene Gruppe auch in Südamerika), haben sich erhalten. Es ist durehaus nicht unwahrscheinlich, dass die Beuteltiere, die sicherlich früher im westlichen Teil des malayischen Gebietes gelebt haben, den jetzt lebenden papuanischen Formen näher standen als die zum Teil recht ver- schiedenen australischen Beuteltiere, und zwar in demselben Verhältnis, wie die malayische Flora der papuanischen nüher steht als die australische. Diese malayischen Beuteltiere wurden dann später ausgerottet resp. starben aus, ohne dass es den an ihre Stelle tretenden Tierformen bisher gelungen ist, bis nach Papuasien vorzudringen, und zwar aus demselben Grunde, warum so viele malayische Pflanzenformen nicht oder kaum (z. B. die Diptero- carpeen) dahin gelangt sind. Als sie nach Borneo, als sie nach Bali gelangten, war ihnen der Weg schon durch das Meer abgeschnitten; einige gelangten noch in geeigneten Momenten nach Celebes; sehr wenige machten es möglich, bis zu den Molukken vorzudringen; ein Paradoxurus kam sogar bis nach Neu-Guinea, sei es über Meer, sei es auf schmalen oder periodischen Land- brücken. Während nun die Beuteltiere so gut wie überall ausgerottet waren, haben sich die gleichfalls früher viel weitere Gebiete beherrschenden Papa- geien auch heute noch eine sehr weite Verbreitung bewahrt. Sie hatten sich gleichfalls schon früher zur Zeit ihrer größten Ausbreitung differenziert und sind natürlich jetzt in dem einen Teile ihres Areales durch diesen, in dem andern durch jenen Formenkreis, so in Ostmalesien, Papuasien und Australien z. B. durch die Cacatus und Loris hauptsächlich vertreten, genau so, wie die in Europa fast ausgestorbenen Palmen in der papuanisch- australisch-pacifischen Region namentlich durch die Areceae vertreten sind, die Rutaceen durch Gattungen wie Evodia ete., die Zingiberaceen durch Tapeinochilus. Papageien und Beuteltiere sind also homolog der echten Waldflora von Neu-Guinea, deren Familien ja auch früher großen- teils bis nach Europa gereicht haben, bis sie in der gemäßigten Zone durch die Folgen der Abkühlung des Klimas besser angepassten Organismen Platz machen mussten. Dass diese Flora sich im Gegensatz zu den Beuteltieren im ganzen Monsungebiete und in anderen Tropenregionen noch erhalten hat, 252 0. Warburg. ist nur dem Umstande zuzuschreiben, dass die Abkühlung noch nicht ge- nügend bis in die Tropen gedrungen ist. Während die Tiere im allgemeinen sich dem langsam veränderten Klima relativ leicht anpassen, dagegen besser als sie selbst ausgerüsteten Tiergruppen gegenüber leicht unterliegen, ist es bei den Pflanzen umgekehrt; sie unterliegen im allgemeinen leicht dem veränderten Klima, lassen sich aber bei gleich gebliebenem Klima durch andere Pflanzengruppen nicht so leicht verdrüngen. Für das Vordringen innerhalb Tropisch-Asiens aber, von Nordwest nach Siidost, homolog z. B. den Raubtieren Südasiens, haben wir jetzt in den Cultur- und Ruderal- pllanzen ein gutes Vergleichsobject; nur dass diese Pflanzen außerordentlich schnell vorrücken, auch über breitere Meeresarme, dagegen nicht so gründ- lich aufräumen. Wäre der Urwald in Indien und Malesien schon vollkommen gefällt, so hätten wir diesen Monsunwald nur noch in Australien und Neu- Guinea (incl, Melanesien), und die Parallelität wäre vollkommen hergestellt. Das Eindringen des Paradoxurus in Neu-Guinea wäre der ersten Brandfackel gleichzustellen, die der Papua in den Urwald Neu-Guineas wirft. Sind also Beuteltiere und Papageien der primären Waldflora Papuasiens vergleichbar, soweit nämlich diese der Flora des sonstigen Monsungebiets nahe steht, entsprechen die Raubtiere Malesiens den Ruderalpflanzen und den weit verbreiteten Gattungen angehörenden Pflanzen des secundiiren Gebüsches. speciell z. B. den Compositen, so haben wir vielleicht mit den Paradies- vögeln die oben besprochenen Sammeltypen unter den Pflanzen zu paralleli- sieren. Freilich sind es bisher bei den Pflanzen nur einzelne Gattungen, keine Familien von so abweichenden Formen ; aber das Princip ist dasselbe : eigene, seit sehr langer Zeit abgetrennte Organismengruppen, die, in Papu- asien ihre Hauptentw ickelung habend, nur nach Australien und den Molukken eben ausstrahlen. Tapeinochilus wäre gerade ein ganz vorzügliches Beispiel und würde in allem diesen Anforderungen entsprechen; auch in Bezug auf das auffällige Äußere brauchte diese Gattung den Vergleich mit den Paradies- vögeln nicht zu scheuen. Wie nun bei den oben erwähnten Tiergruppen, so ist es bei den übri- gen auch; überall lässt sich eine mehr oder weniger gute Übereinstimmung, dem Wesen nach aber eine vollkommene Parallelität zwischen Tieren und Pflanzen in Bezug auf unsere Frage nachweisen. Wenn WALLACE die be- deutendere faunistische Grenze zwischen Celebes, den kleinen Sundainseln und Molukken einerseits, den groBen Sundainseln und Bali andererseits zieht, so geschieht dies im Hinblick auf den faunistischen Gesamtcharakter der hóheren Tiere, ohne damit die Frage zu berühren, ob irgend welche Gren- zen innerhalb des australischen (also des Beuteltier- ) Gebietes nicht viel- leicht von noch viel gréBerem Alter sind. Durch die gänzlich verschiedenen Neuankümmlinge Westmalesiens wurde jedenfalls der äuBere Gegensatz zwischen West- und Ostmalesien viel pragnanter als der zwischen Ostma- lesien und Papuasien, oder zwischen Papuasien und Australien; über das Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 253 relative Alter der Trennung dieser letzteren Gebiete von einander war da- mit natürlich gar nichts gesagt. Denn wenn die von Nordwesten kommenden Tiersorten die erste Landbrücke schon versunken finden, so lässt sich ja daraus kein Schluss ziehen, ob eine jenseits liegende Landbrücke, zu deren beiden Seiten die früheren Tiere noch nicht ausgerottet sind, schon ver- sunken ist oder noch nicht. Während, wie wir sahen, in Bezug auf gewisse Tiergruppen die ursprüngliche Flora des Monsungebietes bis nach West- malesien hin gruße Veränderungen erlitten haben muss, namentlich sich aussprechend in der Vernichtung der Beuteltiere, so hat sich der Monsun- gebietswald im groBen Ganzen noch in seiner alten Form erhalten. Die der Wattace’schen Linie homologe Grenze würden wir also auf floristischem Gebiet in der Gegend des Himalaya und in Yünnan zu suchen haben. wo die Monsungebietsflora ziemlich unvermittelt nordischeren Formen Platz macht; wie in dem einen Falle das Molukkenmeer, so hat dort das heiße Klima der tieferen Gegenden der Verbreitung des andern Typus ein Halt ge- setzt. Man würde nun aber das Unlogische sofort einsehen, wollten wir daraus schließen , dass die Temperaturdifferenz zwischen dem Terai des Himalaya und Kaschmir, resp. dem Thale des Mekong in Hinterindien und Yünnan älteren Datums sei, als die Trennung Australiens von Neu-Guinea durch die Torresstraße; denn der tropische Urwald des Randes von Queensland steht dem Terai und Mekongwald in seiner Zusammensetzung näher, als dieser dem nordisehen Wald von Kaschmir und Yünnan. Das Unlogische besteht darin, dass sich der nordische Wald nicht erst, nachdem die Tem- peraturdifferenz eingetreten, aus dem andern Wald entwickelt hat (in wel- chem Falle nimlich der Schluss berechtigt wire), sondern schon anderswo existierte und nur dann erst den tropischen Wald dort vernichtete, resp. an die Stelle desselben trat. Genau so ist es mit den Beuteltieren. Hatten sich die Raubtiere aus den Beuteltieren nach der Abtrennung Malesiens ven Papuasien erst entwickelt, so würde das natürlich eine lüngere Zeit in Ansprueh genommen haben als die Entwickelung der früheren gemein- samen Voreltern der australischen und papuanischen Beuteltiere bis zu ihren jetzigen Verschiedenheiten einerseits in Australien, andererseits in Neu- Guinea. In Wirklichkeit aber sind die Raubtiere als etwas durchaus frem- des hingekommen, kénnten also, wenn wir nicht das Gegenteil durch von anderer Seite kommende Beweise wiissten, vielleicht erst in allerneuester Zeit auch an die abgebrochene Landbrücke gekommen sein. Es ist demnach klar, dass sich hieraus allein absolut kein Schluss ziehen lüsst, wann die Landbrücke der Torresstraße eingesunken ist. Wazrace selbst hat auch diese Schliisse niemals gezogen, aber es liegt sehr in der Natur der Sache, dass, wenn ein Gebiet faunistisch mit dem Nachbarlande A viel enger ver- 'wandt ist, wie mit dem Nachbarlande B, man auch annimmt, dass es mit A linger verbunden gewesen sei, als mit B. WALLACE zeigte also, dass zwischen Ost- und Westmalesien schon seit 254 0. Warburg. langer Zeit eine Trennung durch Meeresarme stattgefunden haben muss, eine Frage, mit der wir uns hier gar nicht beschäftigt haben. Wir versuch- ten dagegen zu zeigen, dass zwischen Ostmalesien und Papuasien eine lün- gere Trennung bestand, ebenso zwischen Papuasien und Australien, end- lich auch zwischen Papuasien und dem pacifischen Gebiet: dass ferner Australien am längsten, Ostmalesien am wenigsten lange von Papuasien ab- getrennt sein müssen. Ob je eine vollkommene Landverbindung, oder mur Zeiten sehr großer Annäherung bestanden haben, wurde offen gelassen. Auf die Frage, ob und bis wie lange Ostmalesien mit Westmalesien zusammenge- hangen habe, brauchten wir deshalb hier nicht einzugehen, weil wir nach der Pilanzenstatistik in Bezug auf unsere Frage Ost- und Westmalesien als ein Ge- biet behandeln konnten, weil alle unsere Zahlenverhältnisse so gut wie die- selben bleiben, wenn wir statt Malesien im allgemeinen nur Westmalesien. also die 3 größten Sundainseln, in unseren Vergleichen berücksichtigen. Weshalb die WarracE'sche Linie zwar für tiergeographische Fragen in Bezug auf Papuasien, aber nicht für pflanzengeographische in Betracht kommt, haben wir eben kurz angedeutet, und es mit der größeren Be- ständigkeit der Monsungebietsflora im Gegensatz zu den Umwälzungen im Bereich der Fauna Westmalesiens in Zusammenhang gebracht. Die ehemali- gen Formen der Monsunfauna, die früher viel weiter nach Westen verbreitet waren, wurden durch andere Tiergeschlechter auf die unzuginglichen, weil abgetrennten ost-malayischen, papuanischen, australischen und pacifischen Inseln beschränkt. In den Tiergruppen sind aber auch die Umwälzungen von verschiedener Intensität gewesen. Wenn die Entomologen so lange die Wattace’sche Linie nieht anerkannten, so lag es daran, dass wie die Pflan- zen so auch die niederen Tiere sich viel gleichmäßiger durch Westmalesien, Ostmalesien und Papuasien verbreiten. Wohl kamen zu den älteren Sippen von Nordwesten neue Gruppen, die z. T. schon das erste Ventil geschlossen fanden, häufig hinübergelangten, seltener bis nach Neu-Guinea hin sich verbreiteten, unterstützt durch bessere Wanderungsfähigkeit über kleine Meereshindernisse; ebenso scheiterten einige von den endemischen papuani- schen Gattungen beim weiteren Vorrücken nach Westen schon auf den Molukken; im groBen Ganzen aber herrscht die alte, gleichartige Fauna nie- derer Tiere in ganz Malesien und Papuasien. Wir haben also schon hier ganz ähnliche Verhältnisse wie bei den Pflanzen. Beriicksichtigt man aber, dass die Pflanzen im allgemeinen sehr kleine Meereshindernisse noch leich- ter überwinden, dass andererseits an der Himalaya- und hinterindisch-chi- nesischen Grenze klimatische Verschiedenheiten ihnen einen viel grülleren Schutz gegen das Eindringen fremder Elemente gewühren, so findet auch der scheinbare innere Widerspruch, dass tiergeographisch Ost- und West- malesien zu trennen, pflanzengeographisch aber zu verbinden seien, eine naturgemäße und einfache Lösung. Berlin, Juli 1890. Beitráge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 255 Verfasser beabsichtigt, demnächst die besuchten Gegenden Papuasiens einer pflanzengeographischen Analyse zu unterwerfen. Die Lokalitäten sind schon in der Einleitung angeführt, kónnen übrigens auch durch die Be- arbeitung der Sammlungen der Challenger-, Gazellen- und Neu-Guineaex- pedition wenigstens der Lage nach als bekannt betrachtet werden. Es bleibt mir noch übrig, nachstehenden Herren, die mich freundlichst bei der Bear- beitung unterstützt haben, meinen besten Dank auszusprechen. Herr Cos- xıaux in Verviers hat die Melastomaceen und Cucurbitaceen, Herr HackEL in St. Pölten die Gramineen, Herr Krarszuıv in Lichterfelde die Orchi- deen, Herr Rapzkorer in München die Sapindaceen, Herr Drupr in Dresden die Palmen, Herr Briquer in Genf die Gattung Basilicum, Herr Cuopar in Genf die neué Polygalaart und Herr Sentmaxx in Berlin die Cyperaceen sowie die Gattung Sterculia bearbeitet, wihrend ich der Direktion und den Beamten des Berliner botanischen Museums für die Fórderung der Arbeit nach jeder Richtung hin Dank schulde. Ferner will ich es auch nicht unterlassen, an dieser Stelle noch darauf hinzuweisen, dass es mir nur durch die freundliche Unterstützung einer Menge holländischer und deut- scher Beamten und Privatpersonen, namentlich auch der Neu-Guinea-Com- pagnie ermöglicht wurde, in der kurzen Zeit das Material zusammenzubrin- gen, worauf diese Arbeit basiert. Noch müchte ich bemerken, dass in der Aufzühlung meist nur aus dem deutschen Schutzgebiet die früheren Fundorte vollstándig citiertsind; bei den andern Teilen Papuasiens begniigte ich mich mit allgemeineren Bemerkun- gen, wie z. B. Holl.-Neu-Guinea. Die Pflanzen aus Engl.-Neu-Guinea sind alle in den Papuan notes von Fern. v. Mürzer veröffentlicht; wir hoffen, dass der gelehrte Verfasser diese zerstreuten Notizen bald zu einer gróBeren Ein- heit zusammenfassen müge. Wenn Aru- oder Keyinseln ohne Citat ange- führt wurden, so beziehen sich diese Angaben auf Beccarrs Malesia und die Challengerexpedition, Holländisch-Neu-Guinea bezieht sieh auf TrvsuaNN's, von Scuerrer in den Annales du jardin de Buitenzorg veróffent- lichte Sammlung, ferner auf MiqueL’s Flora ind. bat., sowie auf Brccanrs Malesia. Um das faktisch Neue leichter herauszufinden, wurden folgende Bezeiehnungen gebraucht: x. Neu für das ganze papuanische Gebiet. Neu für die Insel Neu-Guinea. + Neu für das deutsche Schutzgebiet. Cycadaceae. -Cycas circinalis Roxb. Cycas Rumphii Miq. C. papuana F. v. Müll., Pap. n. VI, p. 71. ‘Schon von engl. und holl. Neu-Guinea bekannt, in Südasien bis nach Vidji häufig. 256 0, Warburg. - Neu für deutsch Neu-Guinea (Hatzfeldthafen und Bili Bili in der Astrolabebay), Keyinseln, Aruinseln. Auf den Keyinseln findet man die Pflanzen häufig auf den Feldern der Eingeborenen geschont und zwar deshalb, weil die jungen sich entwickelnden Blatter als Beikost zum Reis gegessen werden; das Mehl der Früchte wird seltener benutzt, der Sago des Stammes kaum, da die Insel außerordentlich reich ist.an Sagopalmen. Nirgends sah ich die Cycas in größerer Schönheit und Massenhaftigkeit, als auf den Aruinséln. Da man nämlich dort gleichfalls die Cycas schonte, wührend man das andere Holz zu verschiede- nen Zwecken fällte, hat sich daselbst ein wahrer Cycashain gebildet, in dem Exemplare von 30’ Hóhe standen; einige hatten sich verzweigt, oder batten, nachdem der obere Teil abgestorben war, unten neue Seitentriebe gebildet. Wenn solche Riesen dann noch oben die hässlich- und dumpfriechenden, unförmlich kopfgroßen, männlichen Zapfen ent- wickelten, so konnte man sich in diesem Cycadeenwald in der That in eine vorweltliche Periode versetzt fühlen. ° Coniferae. Podocarpus thevetiaefolia Bl. Rumph. III. p. 213. Ich fand sterile Exemplare an dem Mc. Cluersgolf bei Sigar direct an der Felsenküste, wo die Art kleine Büsche bildet. Schon verschiedentlich in holliindisch Neu-Guinea nahe der Küste gefunden. Meine Exemplare sind steril; doch haben die Blütter die charakteristische Form der Art. Beccari meint, dass sie als Art nicht aufrecht zu erhalten sei, und möchte sie mit poly- stachya R. Br. zusammenbringen; dann wire bis jetzt gar keine endemische Art der Gattung von Neu-Guinea bekannt. +P. Rumphii Bl. Rumph. IL p. 244. Ein hoher Baum an den Abhängen des Sattelberges im primären Walde; meine Exemplare stammen von jungen Pflanzen. Die Blattform meiner sterilen Pflanze vom Sattelberg stimmt vollkommen mit den typischen Exemplaren; da die Arten bisher fast nur nach den Blattformen aufgestellt sind, so sind es, wie schon Beccari hervorhebt, sicher keine natürlichen Gruppierungen. Gnetaceae. Gnetum Gnemon L., Mant. 125. K. Son, Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 13. Schon von Horraung in Hatzfeldthafen und der 4. Augustastation ge- sammelt, auch von holländisch Neu-Guinea bekannt, nach Guppy auch auf den Salomonsinseln. Neue Localitäten: Sattelberg, Hatzfeldthafenim Walde, Stephans- ort an der Astrolabebay im Dorfe, von selbst gewachsen, aber geschont, als Nutzpflanze. Im malayischen Archipel verbreitet, -+6. latifolium Bl. in Tijdsschr. Nat. Gesch. I. p. 160. Becc., Mal. lI. 181. Schon in holland. Neu-Guinea gefunden. Aruinseln, Finschhafen, Sattelberg im primären Walde. Im malayischen Archipel verbreitet, | - Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 257 Pandanaceae. Freycinetia insignis Bl. Rumph. I. p. 158. Schluchten des primären Waldes des Sattelberges bei Finsch- hafen. Die typische Art ist bisher in Java gefunden; da nur 5 Blütenstände vorliegen, ist die Zugebörigkeit nicht mit absoluter Sicherheit zu bestimmen. Die lang zugespitzten Blätter sind nur an derSpitze und Basis gezühnt, die roten Bracteen sind außerordentlich auffallend; die äußeren sind nur an der Basis rotgefärbt und laufen in eine lange drei- kantige, gezühnte Spitze zu. F. scandens Gaud. in Freye., voy. Uran. bot. 432; K. Sen, Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 18. Schon von Timor und holländisch und deutsch Neu-Guinea bekannt. Neu für die Aruinseln und Finschhafen. Auch von dieser im malayischen Archipel sehr verbreiteten Art liegen nur ($ Blüten- stánde vor. Sterile Zweige anderer Arten liegen noch von Sigar und dem Sattel- berg bei Finschhafen vor; beide Arten haben auBerordentlich charak- teristische dünne, stark liniierte und relativ breite Blütter; das mir zu- gängliche Vergleichsmaterial ist aber zu gering, um auch nur die ungefähre Zugehórigkeit herausfinden zu kónnen. Pandanus Kurzianus Solms in Linnaea t. 42. p. 4. P. humilis Kurz. Neu für die Aruinseln, hier sehr viel am Strande, eine der kleinsten und in den Molukken gemeinsten Pandanusarten; auf der Insel Ulu in der Neu-Lauenburggruppe fand ich einen kleinen Strandpandanus, der in Bezug auf Wuchs und Blatter mit dieser Art übereinstimmt. Im ganzen malayischen Archipel verbreitet. --P. dubius Kurz in Srem., Journ. of Bot. V, p. 127. Auf Mioko und Kerawara in der Neu-Lauenburggruppe hüufig, wird von den Eingeborenen »Uom« genannt. Diese sehr schöne große Art ist vom malayischen Archipel und den Marianen bekannt. P. ceramicus Rumph. Bei Hatzfeldthafen an der Küste. Ein stattlicher Baum von den Felsküsten von Ceram-laut. Bekannt von den Molukken. P. sp. e serie P. fascicularis Lam., Encycl. bot. I, p. 372. 4. Früchte und œ Blüten liegen vor von einer Strauchform von Hatzfeldthafen. 2. Früchte, die aber von den eben genannten, wenn auch unbe- deutend, abweichen, liegen vor von Mioko in der Neu- Lauen- burggruppe. 3. Früchte wieder von einer etwas anderen Form liegen vor von Kl. Key, auf den trockenen Kalkrücken, aber nicht am Strande gefunden. Dies ist eine der vielen vorlüufig unter die Sammelspecies P. fascicularis einzureihen- den Arten, die durch ganz Südasien bis zur Südsee und nach Australien gehen, Botanische Jahrbücher. XIII. Bd 11 258 0. Warburg. P. Krauelianus K. Sch., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 17. Am Sattelberg, selbst in hóheren Lagen, viel im Walde; die langen Kolben werden von den Eingeborenen gegessen. Auch auf Mioko giebt es eine essbare Art » Amarite« genannt, mit langen Früchten ; die Blätter, die ich allein zu Gesicht bekam, ähneln denen von P. Krauelianus; auch hier kommt die Art nicht direct am Strande vor, sondern im Buschwald. Gurry erwähnt von den Salomonsinseln gleichfalls eine Art mit langen Früchten aus dem Bergwalde, vielleicht ist es diese Art. Hydrocharitaceae. Enhalus acoroides (L. fil.) Steud., nomencl. I. 554. Neu für die Keyinseln und Ceram-laut. An den kiisten des indischen Oceans bis nach Neu-Holland verbreitet und auch bei Neu-Mecklenburg und der Mc. Cluersbay gefunden. Gramineae. Bestimmt von E. HaACKEL. Paspalum longifolium Roxb. ex Trm., Spec. Gram. II, tab. 138. K. Scuum., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 24. Schon von deutsch und engl. Neu-Guinea bekannt; viel auf Ceram- laut sowie bei Finschhafen. In ganz Südasien verbreitet. P. orbieulare Forst., Prodr. 7. — Paspalum scrobiculatum L. 8 or- biculare Hack. Ceram-laut; schon von Neu-Hannover und engl. Neu-Guinea bekannt. In den Tropen und Subtropen der alten Welt. OPanicum neurodes Schult, P. Roxburghianum A. Br., App. sem. ind. hort. Ber. 4855. Exar. in bot. Jahrb. VII, p. 235. Schon von Naumann in Neu-Hannover gesammelt. Im secundüren Ge- büsch des Sattelberges bei Finschhafen, auch bei Hatzfeldthafen im Gebüsch. Auch in Nepal und Bengalen. »--OP. phleiforme Presl, Rel. Haenk. Finschhafen. Diese Art soll nach Prest. von HAENKE in Mexiko gesammelt sein, was sicher auf Ver- wechslung beruht, wie es auch mit anderen sicher von HAENKE nur auf den von ihm be- suchten Philippinen und Marianen gesammelten Arten der Fall ist (HACKEL). ><--OP. brachyrachys Benth., Fl. austr. VII, p. 490. Exar. in bot. Jahrb. VII, p. 235. Hatzfeldthafen (Waldrand). Eine besonders robuste Form; die Blätter etwas breiter als an authentischen Exemplaren, aber Ährchen ganz identisch (Hacker). In Nordaustralien, Queensland und Timor. OP. ambiguum Trin., Mém. Ac. St. Pét. VI, sér. VIII. p. 243. — Urochloa paspaloides Presl, Rel. H. I. 318. Excr. in bot. Jahrb. VII. p. 234. Beitrige zur Kenutnis der papuanischen Flora. 259 Von Naumann in Neu-Hannover gesammelt. Ich sammelte die Pflanze auf Mioko im Bismarckarchipel und auf Bili Bili in der Astro- labebay, beide Male im secundären Waldbusche. Kommt in Polynesien, den Philippinen und Mauritius vor. P. hermaphroditum Steud. Benrn., Fl. austr. VII. 485. Nur nach der Beschreibung bestimmt, die sehr gut passt; von P. tri- gonum nicht viel, aber doch wohl gut verschieden. Verbreitung von Südasien bis Australien. P. sanguinale L., Sp. pl. ed. I. 57. Ener. in bot. Jahrb. VII. p. 233. var. mierobachne (= Panicum microbachne Presl). Finschhafen und Bili Bili. Andere Varietäten der Art sind von Neu-Hannover und englisch Neu- Guinea bekannt. Eine in Asien, Afrika, Amerika, Polynesien und Australien verbreitete Pflanze. zeck HB trigonum Retz, Observ. III = carinatum Presl. Sattelberg. Offene Stellen des primären Waldes. In Südasien bis zu den Philippinen verbreitet. +P. violascens Kunth, Enum. plant. I. p. 33. Auf der Gazellenhalbinsel. »--O0plismenus setarius Roem. et Schult., Syst. II. p. 481. var. imbecillis Benth. — Orthopogon imbecillis Br. Sattelberg bei Finschhafen im Walde. Südasien bis Australien. 0. compositus Beauv., Agrost. 54. K. Sca., Fl. v. K.- Wilh.-L. p.21; Est. in bot. Jahrb. VII. p. 235. Schon von deutsch Neu-Guinea bekannt. Forma pubescens. Mioko in der Neu-Lauenburggruppe in den kleinen Grasflichen, welche den Cocoshain unterbrechen. Durch Südasien, Polynesien und Australien verbreitet. Pennisetum macrostachyum Trin., Mém. Acad. Pétersb. VI. sér. I. p. 177; K. Sen. in Fl. v. K.-Wilh.-L., p. 24; Ener. in bot. Jahrb. VII. p. 236. Schon von Neu-Hannover, Neu-Pommern und engl. Neu-Guinea be- kannt, sowie von HoLrauxce in Finschhafen und Constantinhafen gefunden. Finschhafen, Sattelberg und Hatzfeldthafen. Cenchrus echinatus L., Sp. pl. ed. I. p. 1050. Schon von engl. Neu-Guinea erwähnt. Neu für die Keyinseln. Diese Küstenpflanze besitzt eine weite Verbreitung in den Tropen, auch von Timor bekannt. ><--ÖThouarea sarmentosa Pers., Syn. I. p. 110. Strand Hatzfeldthafen. Von Afrika bis Polynesien und Australien verbreitet. 17* 260 0. Warburg. Leptaspis urceolata R. Br., Honsr., Pl. Jav. 23. t. 6. Schon von englisch Neu-Guinea bekannt. Aruinseln und Sigar am Mc. Cluersgolf. Im malayischen Archipel verbreitet. »--OCoyx tubulosa Hack. n. sp. Differt a C. Lacryma L. spicularum feminearum involuero subovato- oblongo vel fere tubuloso, apice truncato. Culmus apice florifero-ramosus, ramis 4"5—35"i5 fasciculatis. Foliorum vagina summa inflata. Ligula sub- nulla. Laminae e basi cordatae, lanceolatae, acutiusculae, glabrae, margine scabrae. Spiculae © in singulo ramo saepius 2 superpositae, involucris tubulosis basi leviter dilatatis, apice late truncato foramine rotundo satis magno pertusis, laevibus, nitidulis, coerulescenti-griseis. Inflorescentia c brevis, e spicularum paribus circiter 4 constans. Sattelberg bei Finschhafen. Perotis latifolia Ait., Hort. Kew. I. 85; Kunra, En. I. 470; Eneu. in bot. Jahrb. XII. p. 237. Schon von Neu-Pommern bekannt. Auch ich fand die Pflanze auf der Gazellenhalbinsel, wo sie im Sawannengebüsch häufig ist. Im tropischen und subtropischen Asien und Afrika weit verbreitet. Imperata arundinacea Cyr., pl. rar. Neap. II. 26; Esc. in bot. Jahrb. VII. p. 238. Schon von Neu-Guinea und Neu-Pommern bekannt. Überall, wo sawannenartige Grasflächen sind, trifft man diese Art in Masse, in dem weniger guten Boden sogar einen Hauptbestandteil der Sa- wannen ausmachend, aber im Ganzen doch mehr in Papuasien gegen andere Gräser zurücktretend, im Gegensatz z. B. zu Java, wo das Gras unbedingt als Allang-Allang vorherrscht. Diese Art ist in den Erdleilen der alten Welt sowie Australien in den Tropen und Subtropen gemein. ><+OPollinia spectabilis Trin., in Mém. acad. Pétersb. sér.VI vol. 2. Sattelberg hei Finschhafen. Von den Carolinen bekannt. Rottboellia ophiuroides Benth., Fl. austr. VII. 514; K. Scu., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 22. Schon von HorLRkuNG am Augustafluss gesammelt. Dieses Gras gehórt zu den wichtigsten Bestandteilen der Grasland- schaften bei Finschhafen. Ist aus Südasien, Polynesien und tropisch Australien bekannt. »--olsehaemum chordatum Hack., Spodiopogon chordatus Trin., J. timorense Kunth; 6, chordatum Hack., Monogr. p. 231. Sattelberg bei Finschhafen. Von den Marianen und Carolinen bekannt. Beitrige zur Kenntnis der papuanischen Flora. 261 OI. muticum L., Sp. pl. ed. I. p. 1049; Kunta., Enum. I. p. 512; ExaL. in bot. Jahrb. VII. p. 238. Schon von Naumann auf Neu-Mecklenburg gesammelt. Ceram-laut, Seestrand. Foliis majoribus: Bili Bili in der Astrolabeba y. Ist aus Queensland, Südasien und Polynesien bekannt. »-rl.intermedium Brogn. in Durerr., Voy. Bot. p. 70. Nusa auf Neu-Mecklenburg. Sonst von den Molukken bekannt, | Andropogon serratus Thb., Fl. Jap. 41; Exec. in bot. Jahrb. VII. p. 240. Finschhafen. Ein wichtiger Bestandteil der Graslandschaft. In trop. Australien, Süd- und Ostasien sehr verbreitet. Themeda Forskalii Hack., Monogr, p. 659; K. Scm., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 22. a. vulgaris. Sattelberg, Graslandschaften. B. imberbis. Finschhafen. Diese Art bildet einen sehr wichtigen Bestandteil der Graslandschaften von deutsch Neu-Guinea. Tropen und Subtropen der alten Welt; gemein. T. gigantea Hack., Monogr. p. 670. Anthistiria gigantea Cav., le. PI. V. p. 36. var. genuina. Eins der wichtigsten Gräser der Grasflächen bei Nusa auf Neu-Mecklenburg. In Südasien bis zu den Philippinen häufig, schon von engl, Neu-Guinea bekannt. Apluda mutica L., Sp. pl. ed. 1. 82; K. Sca., Fl. v.K.-Wilh.-L. p. 22. Schon von engl. und deutsch Neu-Guinea bekannt. Die Art ist sehr viel in den Graslandschaften von Finschhafen und Hatzfeldthafen, ohne dort zu solcher Bedeutung zu gelangen wie die eben erwähnten Arten. Von Südasien, Polynesien und dem wärmeren Australien bekannt. ><+OSporobolus elongatus R. Br., Prodr. I. p. 170. Bili Bili in der Astrolabebay und Mioko (Neu-Lauenburg- Gruppe). | Offene Waldstellen. In Südasien bis nach Australien verbreitet. ><+Cynodon Da ct y lon Pers., Synops. I. 85. Bisher noch nicht von unserm Gebiete bekannt. Mioko (Neu-Lauenburggruppe) Grasplätze der Station; auf den Key Inseln; feuchtere Plätze; beide Fundorte beweisen keineswegs, dass die Pflanze einheimisch war. In der alten Welt und Australien verbreitet. ><+-OChloris barbata Swartz, Nov. gen. et sp. pl. 25. Finschhafen: kann gleichfalls eingeführt sein. In Südasien sehr verbreitet, auch aus verschiedenen Stellen von Australien bekannt. 962 0, Warburg. Eleusine indica Gaertn., Fr. I. 7; Exar. in bot. Jahrb. VII, p. 245; K. Scu., Fl. v. K.-W.-L. p. 22. Schon von engl. Neu-Guinea, Neu-Hannover, Neu-Pommern bekannt. Wohl das gemeinste Gras in der Nähe der Ansiedelungen, z. B. bei Finschhafen, am Sattelberg, auf den Aruinseln. Geht durch ganz Südasien, Polynesien und das würmere Australien; auch in Afrika und Amerika. Phragmites Roxburghii Nees, Nov. Act. XIX. suppl. 173; Ene. in bot. Jahrb. VII. p. 245; K. Son., Fl. v. K.- W.-L. p. 22. Schon von Neu-Mecklenburg und Constantinhafen bekannt. Neu für Hatzfeldthafen, wo es im Grasland häufig ist an Stellen, wo sich das Wasser staut. Durch ganz Südasien bis nach Japan, Polynesien und Australien verbreitet. XEragrostis Warburgii Hack. n. sp. Panieula elongato-oblonga lucida, spiculis longe pedicellatis lineari- oblongis, rhachilla fragili, glumis fertilibus obtusis glabris, palea carinis setoso-ciliata. Annua, gracilis. Culmi inclusa panieula circa 50 em alti, teretes, gla- berrimi, simplices. Foliorum vaginae internodiis breviores arctae superne pilis longiuseulis adspersae, ore barbatae, nodis glabris, ligula brevissime ciliaris; laminae lineares (medio parum latiores), tenui-acuminatae, 10— 17 em longae, 3—7 mm latae, planae, flaccidae, virides, glabrae, supra margineque scabrae, tenuinerves. Panicula culmi medium plusve occupans, lineari-oblonga, rhachi laevi, ramis binis v. solitariis tenuissimis patulis scaberulis, in axillis parce longeque barbatis, parce ramulosis. Spiculae quam pedicelli breviores, lineari-oblongae, 8—10-flores, 4 mm longae, ob- tusae, pallidae, densiflorae, glumis fertilibus cum fructu, palea, rhachillae- que internodio decidentes. Glumae steriles subaequales, fertilibus dimidio breviores, lanceolatae, acutae, 1-nerves; fertiles oblongae, obtusae, elevato- 3-nerves, lateribus scaberulae, carina superne aculeolato-scabra; palea gluma sua parum brevior, curvula. Caryopsis 0.7 mm longa, ovali-oblonga, undique convexa, rufescens, macula hilari basilari, punctiformi. Habitat Kl. Key. Affinis E. ciliari Link, quae differt panicula compacta, spiculis brevissime pedi- cellatis glomeratis; etiam E. plumosa Link nostrae affinis est, sed differt spiculis ovali- bus rhachilla persistente. X+OE, plumosa Link, Hort. Ber. I. p. 192; Ene. in bot.Jahrb.VII. p. 245. Hatzfeldthafen. Culturland. In tropisch Asien bis nach Timor und Südchina verbreitet. Centotheca lappacea Desv. in Journ. de Bot. 1813 p. 70, Brauv. Aristogr. t. 14 f. 7; K.Scn., Fl. v. K.-W.-L. p. 23; Ener. in bot.Jabrb. VII. p. 246. Schon von Neu-Hannover, holl. und deutsch Neu-Guinea bekannt. Beitrige zur Kenntnis der papuanischen Flora. 263 Forma glabra, Gazellenhalbinsel (Neu-Pommern) und Finschhafen in secundirem Wald. Forma normalis glumis fertilibus setulosis, Sigar, holl. N.-Guinea. Forma typica, Key Doela. Durch ganz Südasien bis nach Polynesien und Australien verbreitet; auch in Afrika. Polytoca macrophylla Benth. in Journ. Asiat. Soc. 19 p. 54. Lui- siaden. Sattelberg bei Finschhafen. Ein Bestandteil der Graslandschaft. Die Bestimmung ist nicht vollkommen sicher, weil die sehr kurze Diagnose BENT- HAN's zwar stimmt, aber das schóne Merkmal »gluma exterior spiculae © apice trifida «, das an vorliegendem Exemplar auftritt, nicht erwähnt. Die geographische Verbreitung spricht für die Bestimmung (Hacker). Saccharum officinarum L., Sp. pl. ed. I. p. 54. Das Zuckerrohr wird in Neu-Guinea viel angebaut, und verwildert auch ein wenig hier und dort; dass es aber daselbst ursprünglich einheimisch ist, scheint mir wenig wahrscheinlich, da, so viel ich weiß, noch niemand es in größeren Beständen fern von den Plantagen angetroffen hat. S.sp. Von einer anderen wie es scheint zu Saccharum gehörenden Graminee, vielleicht S. edule Hassk., werden die jungen Blütenstände als Blumenkohl gegessen, die Art wird viel am Sattelberg und im Bismarckarchipel in den Dorfhecken cultiviert; da die Blüten noch jung abgepflückt werden, sind ausgebildete Blütenstände schwer zu er- langen; da die Blütenstände ohne Zuthaten am Feuer geröstet werden, so ist der Ge- schmack recht fade, doch war es in Ermangelung von etwas besserem auch uns wieder- holt ein großer Leckerbissen; gut zubereitet dürfte es ein zartes schmackhaftes Gemüse geben, S. edule Hassk. ist in den Molukken verbreitet und wird dort als Blumenkohl gegessen. Schizostachyum aff. Zollingeri sed distinctum vaginarum ore nudo. Deutsch Neu-Guinea, Finschhafen. x8. Zollingeri. Ceram-laut. Diese kleine Bambusart kommt wild dort vor. xS. Warburgii Hack. n. sp. Vaginarum ore nudo, panicula maxima ramosa ramis elongatis bre- viter ramulosis, glumis glabris. Rami foliiferi scabri, non pruinosi, dense foliati. Vaginae glaberrimae. Laminae petiolo 0,6—1 mm longo fultae, e basi cuneata valde inaequilatera oblongae, acuminatae, cire. 25—30 cm longae, 5—6 cm latae, glabrae, subtus scaberulae, margine scabrae, nervis non tesselatis. Paniculae rami 30—50 em longi, spieulae secus ramos ramulosve in glomerulos 5—8-spi- culatos erecto-patentes subcontiguos dispositae, 2 em longae, subulato- conieae, virides. Glumae steriles 4—5, sensim majores, duae (mae trun- catae, reliquae breviter mucronato-acuminatae, omnes scaberulae, floriferae arcte convolutae. Habitat Kl. Ke y. Leider sind die Ahrchen noch in sehr jugendlichem Zustande gesammelt worden; die Blütenteile sind noch nicht entwickelt, so dass sich die Gattung eigentlich nur durch habituellen Vergleich ermitteln ließ. Die vorliegende Art ist aber dem Schizostachyum 264 0. Warburg. brachycladum Kurz, sowie auch dem Sch. longespiculatum Kurz entschieden sehr nahe verwandt, so dass an der Zugehörigkeit zu Schizostachyum nicht gezweifelt werden kann, umsomehr als der Bau der Ahrchen ganz übereinstimmt. Freilich ist er bei Oxytenan- lhera auch ganz ähnlich, und es gehörte eigentlich die Untersuchung der Staubfäden (welche bei Schizostachyum frei, bei Oxytenanthera in eine zuletzt verlängerte Róhre ver- wachsen sind), dazu, um sicher zu entscheiden, welcher der beiden Gattungen die vor- liegende Art angehórt. Die Staubfüden sind aber noch gar nicht vorhanden, die Antheren kaum noch deutlich angelegt. Es ist auffallend, wie sehr bei vielen Bambuseen die Ent- wickelung der Spelzen jener der Bliitenteile vorauseilt; der Sammler glaubt vielleicht die schónsten Blütenexemplare eingelegt zu haben, und doch hat er nichts als leere Spelzen conserviert ! Von den beiden oben genannten Schizostachyum-Arten unterscheidet sich Sch. Warburgii hauptsächlich durch die nicht gefranste Scheidenmündung; von Sch. brachy- cladum auch durch längere Rispenzweige und kahle Spelzen. Eine zweite, von WARBURG gesammelte, dem Schiz sostachyum Zollingeri Steud, habituell sehr ühnliche, von ihm durch nackte Scheidenmiindung unterschiedene, wahrscheinlich gleichfalls neue Art liegt in so unvollständigen Exemplaren vor, dass eine Beschreibung derselben nicht wohl gege- ben werden kann (HACKkEL). Cyperaceae. Bestimmt von K. SCHUMANN. ><+0 C. (Dielidium; manilensis Bcklr., msc. in hb. Berol. Bili-Bili-Insel und Finschhafen. Diese Art scheint von BöckELER nicht veröffentlicht worden zu sein. Ich kenne sie nur noch von Manila (Wıchura) und den Samoainseln (Weser). Das letzterwähnte Exemplar hat Crarke für C. umbellatus Bth. erklärt, von dem sie aber durch die Form der auf dem Rücken stärker gewülbten, dort etwas ausgehóhlten, nur am Rande deutlich skulpturierten Areen der rotbraunen Karyopse, ferner durch vollkommen sitzende Dol- denstrahlen, schräg aufrechte 3-blütige Ahrchen mit breiten Spindelflügeln gut ver- schieden zu sein scheint (SCHUMANN). C. (D.) pennatus Lam., Illustr. I, 144. Feuchte Orte auf den Ar uinseln und bei Mioko auf der Neu- Lauenburggruppe. Beitrige zur Kenntnis der papuanischen Flora. 265 Die erstere, in jugendlicherem Zustande, weicht durch die normale Größe von der letzteren Pflanze, die etwas grüBer ist, ein wenig ab. Erhebliche Verschiedenheiten kann ich indes nicht nachweisen (ScHUMANN). Schon von Naumann auf Neu-Hannover gesammelt. Innerhalb der Tropen der alten und neuen Welt, hier bis Ohio vordringend, ver- breitet. Kyllingia monocephala Rottb., Icon. et descr. 13. t. 4. Fig. 4. K. Scn. Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 24. Aruinseln und Finschhafen; schon vom Augustafluss bekannt. Von Westafrika durch Südasien bis zu den Marianen verbreitet. ><+-Fimbristylis diphylla Vahl, Enum. Il, 289. Sattelberg bei Finschhafen und in der Nühe des letzteren Ortes. XH+OF, Warburgii K. Sch. n. sp. Culmis pluribus erectis rectis vel subcurvatis basi subcomplanato trigo- nis, altero latere sulco altero costa percursis superne complanatis tetragonis aphyllis; umbella composita pluriradiata , radiis nunc spieulas solitarias nune umbellas simplices nunc compositas gerentibus ; phyllis involucri 6—7 maximo inflorescentia duplo breviore, basi haud ciliatis; spiculis oblongo- ovatis acutis multifloris; squamis scariosis arcte imbricatis ovato- oblongis alte convexis haud carinatis acutiusculis glabris; caryopside parvula squama ultra dimidium breviore sessili opaca sub lente validissima sola minute sculpturata. Aus dem dichtrasigen, ausdauernden Grundstocke erheben sich mehrere nur an der untersten Basis beblattete Halme von 45—25 cm Höhe und 4 mm größtem Durchmesser. Die stark, zuweilen fast halbkreisförmig gekriimmten Blätter sind 4—5 cm lang, 4 mm breit, etwas rinnig, spitz, am Rande oben schärflich ; getrocknet sind die älteren rötlich, die jüngeren gelblich. Inflorescenz 3—4 cm lang, aus 7—9 Strahlen zusammengesetzt. Die längsten Involucralblätter sind 4—4,5 cm lang. Ahrchen 4 mm lang, 4,5 mm Durch- messer, gelblichrot, Schuppen 1—1,5 mm lang, 4 mm breit. Griffel bis zur Hälfte 2-, sehr selten 3-spaltig, fadenförmig, nicht gewimpert; Caryopse 0,6—0,7 mm lang und 0,5 mm breit, dunkelbraun. Im Küstensande auf der Gazellenhalbinsel, sowie auf Bili-Bili in der Astrolabebay auf Neu-Guinea. Anmerkung. Die Pflanze gehört wegen der sehr kleinen Samen in die Verwandt- schaft der F. elata und caespitosa R. Br., welche wir im Berliner Herbar nicht besitzen, die aber offenbar sehr von ihr abweichen, die erste durch größere bis centimeterlange Abrchen, die zweite durch fadenförmige Blätter. Die beiden vorliegenden Exemplare stimmen zwar bezüglich der Blütenbeschaffenheit und der Nüsschen überein, das von Neu-Guinea ist aber viel größer und die Blätter sind länger, minder starr und nicht ge- krümmt. Ich möchte mich indes für eine Trennung beider nicht entscheiden (SCHUMANN). ><4Mapania macrocephala K. Sch. Hypolytrum macrocephalum Gaud. in Frevc., voy. 444; Lepironia macrocephala Miq., Illustr. Fl. Arch. Ind. 64; Cephaloscirpus macrocephalus Kurz in Journ. Beng. soc. XXXVIII (2). p. 84. Nusa auf Neu-Mecklenburg. Bisher auf den Molukken und der Insel Batjan gesammelt. 966 0. Warburg. BóckELER hat (Flora LVHI. 116) ein Pandanophyllum macrocephalum als neue Art von der Samoainsel (leg. GnAEFFE) beschrieben, das wahrscheinlich mit dieser Pflanze zusammenfällt. Das von MiQvEL gegebene Diagramm bedarf insofern einer Berichtigung, als die letzten Specialblütenstünde, welche von einzelnen Autoren als Blüten angesehen werden, regelmäßig aus 6 Elementen aufgebaut werden. An den mir vorliegenden Exemplaren stehen die inneren 2 sterilen Schuppen dergestalt in die kahnformigen zwei äußersten eingepresst, wie das PAx'sche Diagramm die Sache darstellt. Natürlich kann aus dieser Disposition noch nicht auf die ursprüngliche Anreihung der Phyllome ge- schlossen werden ; das Vorhandensein von 3 Narbenstrahlen weist vielmehr mit großer Be- stimmtheit darauf hin, dass auch bei dieser Art die von GoEREL nachgewiesene Entstehung der Phyllome ungefähr nach der Disposition von 2 Dreierquirlen statt hat. Die Ursache der secundáren Verdrückung liegt offenbar in der kahnformigen Gestalt der 2 äußersten Blätter. Die StaubgefüBe habe ich nur noch in dem Filamente vorgefunden, sie stellen schmal lineale, oben zugespitzte, unten stark zwiebelig angeschwollene Organe dar. Es würde wünschenswert sein, die Frage zu prüfen, ob die verdickten Basen nicht als Schwellkörper ähnlich den Lodiculis bei den Gräsern für die Öffnung der Blütenständchen von Bedeutung sind. An manchen Blüten waren diese Filamentreste so kurz, dass es mir schien, als ob die Staubgefäße zuweilen steril sein könnten. Der Griffel der Art ist an der Basis außerordentlich stark zwiebelförmig verdickt, an diesem Teile fleischig und auf der Dorsalseite mit einer schwachen Furche versehen, Er hebt sich von dem viel dünnwandigeren, ziemlich langgestielten Fruchtknoten sehr scharf ab. Später flieBen die fleischig werdenden Fruchtknotenwünde mit dem Griffel zusammen und bilden so jenen spindelfórmigen Körper, den MiovEL auf seiner Tafel dargestellt hat. Die Frucht lüst sich endlich von dem Stiel durch eine Querspalte ab. Wollte man aber voraussetzen, dass der ganze angeschwollene Teil des Gebildes den herangereiften Fruchtknoten darstellte, so wire eine solche Auffassung irrtümlich. ` Die grundständigen Blätter der Pflanze sind bis jetzt nicht beschrieben. Ein mir vorliegendes ist 4,20—1,30 cm lang und an der breitesten Stelle 3—3,5 em breit, von dem gewöhnlichen Außeren der Pandanusblätter, welches den verwandten Arten eigen- tümlich ist. Am Rande ist es von kurzen entfernt stehenden Zühnchen scharflich, der Mittelnerv trägt nur an dem zugespitzten, ganz oben gestützten Ende auf dem Rücken einige Zühnchen. Die auf der Oberseite in der Mitte verlaufende Lüngsdepression ist sehr flach (SCHUMANN). Rhynchospora Wallichii K. Sch., Fl. v. K,- Wilh.-L. p. 25. — Morisia Wallichii Nees in Edinb. new phil. Journ. 1834, p. 265. Neu-Guinea: Finschhafen, Nusa auf Neu-Mecklenburg. Von Indien bis China, Japan und Australien verbreitet, soll nach BóckELER auch in Neu-Guinea vorkommen, ><-+OS. tesselata W., Spec. pl. IV (1), p. 315. Sattelberg bei Finschhafen und Sigar in holl. Neu-Guinea. Von Vorderindien über das tropische Asien bis Australien verbreitet. Da Konig die Pflanze bereits als Carex indica erwähnt, so würde der Name Scleria indica vorzuziehen sein. xS. keyensis K. Sch. n. sp. Culmo elato valido acute triquetro angulis serrulato scabriusculis, foliis superne ad 3 congestis; vaginis brevibus late trialatis, alis basi et apice ultra vaginam protraetis superne linearibus angustatis obtusis basi rotun- datis scabris, ligula abbreviata triangulari obtusa setulosa; foliis late line- aribus longe acuminatis nervis 3 prominentibus percursis margine sub- tilissime serrulatis scaberrimis; panicula ampla foliosa primum contracta floribunda, ramis lateralibus patentibus vel erectis; rhachide triangulari ; caryopside parva pisiformi superne subtruncata et rudimento stili mucronu- lata minute foveolata et superne manifeste tuberculata hirtula, perigynio trilobo, lobis triangularibus acutis apice minute denticulatis. Scheiden 4—5 cm lang, an der Basis brüunlich, mit 6—7 cm langen, an der Basis 5 mm, oben 4 mm breiten häubigen Flügeln. Blätter 35—40 cm lang, ausgebreitet 42—14 mm breit, trocken braungelb; Ligula 6—7 mm breit und 2 mm hoch, braun, mit gelblichen, kurzen Borsten bedeckt. Rispe 20—25 cm lang, 5—7 cm im Durchmesser. Bracteen nicht auffällig verlängert. Die schmutzig weiße, stark grubig vertiefte, oben mit kurzen Wärzchen bedeckte Caryopse ist 2,5 mm lang und im oberen Drittel ebenso breit. Der Schnabel ist kurz und an der Spitze schwärzlich. Das Perigynium ist wachs- gelb und sehr fein rötlich gestrichelt. Feuchte Orte auf den Keyinseln. Durch die sehr breiten Flügel und die Beschaffenheit der kleinen birnförmigen Früchte mit an der Spitze schwärzlichem Schnabel scheint mir die Art gut charakteri- siert. Bei dem gegenwärtigen Stande der Kenntnis dieser Gattung ist es aber sehr schwierig zu sagen, ob sie nicht bereits beschrieben oder zu einer der variablen Arten, die gewiss in zu viele Formen gespalten sind, zu ziehen ist (SCHUMANN). Araceae. Rhaphidophora neo-guineensis Engl. in K. Sem, Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 19. Bisher nur von Hottrune bei Hatzfeldthafen gesammelt. Kommt am Viehpark bei Finschhafen viel am Waldrande vor. Pothos papuanus Engl. oder clavatus Engl. in Bull. soc. Tose, dr. orta 1879, 267, in Becc., Mal. I, p. 281. Da steril, nicht mit Sicherheit zu bestimmen. Keyinseln. P. insignis Engl. in Bull. soc. Tose. 1879, p. 267, in Becc., Males. I, 263, in K. Scun., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 19. 268 0. Warburg. Von hollündisch und deutsch Neu-Guinea, sowie von Celebes bekannt. Neu für den Bismarckarchipel, Insel Ulu auf der Neu-Lauen- burg gruppe. P. Zippelii Schott. Wegen mangelnder Blüten nicht mit Sicherheit zu bestimmen. Sigar; Mc. Cluersgolf; dort ganz außerordentlich häufig. Amorphophallus sp. Gazellenhalbinsel auf Neu-Pommern; der auBerordentlich lange Fruchtstand wird von einem 3!/5' hohen Stiel getragen. Colocasia antiquorum Schott; Exar. in Becc. Mal., I, 294; K. Scn., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 20. Überall im Gebiet angebaut und Haupteulturpflanze. Flagellariaceae. Flagellaria indica L., Sp. pl.ed.I, p. 333. Exec. in bot. Jahrb. VII, p. 448; K. Son, Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 15. Neu für holl. Neu-Guinea (Sigar), Aruinseln und Ceram-laut. Diese in Afrika, Südasien, tropisch Australien und Polynesien hiiufige Pflanze ist schon von engl. Neu- Guinea, deutsch Neu-Guinea an mehreren Stellen und Neu- Hannover bekannt. Commelynaceae. Commelyna undulata R. Br., Prodr. 270. K.Sen., Fl. v. K.-Wilh.-L, p. 45. Von House bei Finschhafen, Hatzfeldthafen, Constantinhafen ge- funden. Ich fand sie an denselben Plätzen an feuchten Stellen, ferner auch auf Kl. Key. In Süd- und Ostasien verbreitet. 2-FOC. ensifolia R. Br., Prodr. p. 269. Sattelberg bei Finschhafen. Von Vorderindien, Java und Australien bekannt, auch schon in engl. Neu- Guinea gefunden, X+. cyanea R. Br., Prodr. p. 269. kerawara in der Neu-Lauenburggruppe im Cocoshain. Diese Art ist bisher nur von Australien und Neu-Caledonien bekannt. 2«-FO Cyanotis capitata Cl. in DC., Suites au prodr. III, 243. Bei Finschhafen und am Sattelberg. Bisher von Java, Japan und Cochinchina bekannt. + Pollia thyrsiflora Endl., Gen. pl. 195. Hassk. in Pl. Jungh. 450. Cr. in DC., Suit. au prodr. III, 124. Schon von Trysmann in holl. Neu-Guinea gefunden. Sattelberg bei Finschhafen im primären Wald. Die Art ist im malayischen Archipel verbreitet bis zu den Philippinen. Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 269 P. macrophylla Benth., Fl. austr. VIT, 90. Exer. in bot. Jahrb. VII, p. 448. Sattelberg bei Finschhafen im primären Wald. Von den Philippinen, holl. Neu-Guinea, Salomonsinseln und Australien bekannt. Die Samen meiner Exemplare sind, wie die von Cumine auf den Philippinen ge- sammelten, entgegen der Angabe von Crank deutlich, wenn auch sehr fein, punktiert. +P. Zollingeri Cl. in DC., Suit. au prodr. III, 127. Ich fand sie im Bismarckarchipel auf der Gazellenhalbinsel (Schlucht bei Ralun) und in der Neu-Lauenburggruppe (Kerawara) im Cocoshain. Eine stürker behaarte Form besitze ich vom Sattelberg bei Finschhafen. Diese Art ist von Java, Formosa und der Insel Waigiu bei holland. Neu-Guinea bekannt. ><-+-OA. humile Warbg. n. sp. Foliis oblongo-ovatis utrinque attenuatis apice acutis, supra subglabris, subtus hirtellis scabris, petiolis parvis vaginis haud adhaerentibus supremis imbricatis extus hirtis; panieulis quam folia suprema brevioribus pauci- floris simpliciter ramosis pubescentibus bracteis bracteolisque deciduis; floribus glabris brevissime pedicellatis; staminibus 3 fertilibus, sterilibus nullis; filamentis nudis; capsula triloculari glabra lucida subplumbea, sessili, sepalis persistentibus longiore, oblongo-globosa, apice subacuminata ; loculis 1-spermis, seminibus farinosis valde rugosis. Beitrige zur Kenntnis der papuanischen Flora. 211 Die Blätter sind 6—7 cm lang, 2—231/; cm breit, oben unterhalb der Mitte am breitesten; die Scheiden sind 4 cm lang, der Blattstiel 2 mm; die Inflorescenz ist ca. 3 em lang; die Kapsel ist über 3 mm lang und sitzt auf einem Fruchtstiel von 5 mm; die Samen sind 2!/ mm lang. Hatzfeldthafen primärer Wald. Die Art gehört in die Section Dictyospermum in die Nähe von A. ovatum Wall., unterscheidet sich aber schon durch die 3 fruchtbaren Staubgefäße. Auf dem Sattelberg kommt eine sehr stattliche Art mit weiß ge- zeichnten Blättern vor, die im Habitus an A. Hookeri Cl. erinnert; doch liegen keine Früchte zur genaueren Bestimmung vor. Liliaceae. Dracaena angustifolia Roxb., Fl. Ind. II. p. 155. K. Son, Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 14. Dracaena reflexa Engl. in bot. Jahrb. VII, p. 148 (non Lax.). Schon von engl. Neu-Guinea, Constantinhafen, Hatzfeldthafen, Port Sulphur auf Neu-Mecklenburg bekannt. Ich fand sie in Nusa auf Neu- Mecklenburg, Finschhafen und Sigar in holland. Neu-Guinea. Nirgends wird diese Pflanze angebaut; sie ist dagegen im Ebenenwalde als Unterholz sehr häufig, sie wird ca. 45’ hoch; irrtümlicherweise giebt Schumann an, sie sei bisher nur in Australien und Queensland gefunden. Diese Art ist im Gegenteil in Südasien weit verbreitet. Cordyline terminalis Kth. in Act. Acad. Berol. 1842. Schon von engl. Neu-Guinea, Neu-Irland, Finschhafen, Constantin- | hafen, Augustafluss bekannt. - Diese Art fand ich wild bei Finschhafen, in dem Gipfelwald des Sattelberges und im dichten Gebüsch von Ceram-laut, auch auf den Aruinseln als Hecken. Eine in Südasien und Australien bis nach Vidji verbreitete Art. C. Jacquini Kth. in Act. acad. Berol. 1820, p. 30. Ob dies eine selbstündige Art ist, muss zweifelhaft bleiben. Sie wird in deutsch Neu-Guinea und dem Bismarckarchipel überall culti- viert, da einerseits die Wurzel gegessen wird, andererseits aber die oft bunten Blätter bei den Festen und feierlichen Handlungen als Schmuck die allergrößte Rolle spielen; sie bildet mit den 2 Nothopanaxarten die allergewöhnlichste Heckenpflanze der Dörfer. Auch diese Art ist bis nach Polynesien verbreitet. Dianella ensifolia Redout., Liliae. t. I; K. Scu., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 44. Schon von engl. Neu-Guinea und Finschhafen bekannt. Ich fand die Pflanze am Sattelberg in den Graslandschaften. Durch ganz Südasien bis China, Polynesien und Nordaustralien verbreitet. Geitonoplesium cymosum Cunn., Bot. Mag. t. 3131. Schon von engl. Neu-Guinea bekannt. Mein Exemplar stammt von der Gazellenhalbinsel, Waldgebüschrand. Die Art ist von Australien bis nach den pacifischen Inseln hin verbreitet. 272 | 0. Warburg. ><+OCureuligo recurvata Ait., Hort. Kew. ed. 2. p. 253. Neu für Papuasien. Sattelberg bei Finschhafen, primärer Wald. Diese Art ist durch ganz Südasien bis nach Queensland hin verbreitet. Euryeles amboinensis Loud., Encycl. t. 242. K. Scn. in Exar. bot. Jahrb. IX, p. 194. — Heusıry, Chall. Exped. p. 200. Eurycles sylvestris Salisb. Diese schóne Pflanze ist schon von engl. Neu-Guinea und Constantin- hafen, sowie von Key bekannt. Hüufig auch auf Ceram-laut im Kajeputwalde. Sie reicht von Java bis Queensland und zu den Philippinen. Crinum macrantherum Engl. in bot. Jahrb. VII, p. #48. K. Scn., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 14. Bisher vom Bismarckarchipel und Hatzfeldthafen bekannt. Neu für Finschhafen; im Walde nahe der Küste. Auch am Strande von Aru ist eine Crinumart sehr häufig, gleichfalls auf den Keyinseln, doch konnte ich keine Blüten erlangen. Taccaceae. Tacca pinnatifida Forsk., PL Ex. n. 28, excel. syn. Rumph. Ext. in bot. Jahrb. VII, p. 449. Engler Bot. Jahrb. XU Bd. | Taf V 51. 52. 53. 54 55. 56. 57. Lindau ad nat. del. Verlag v. Wilh. Engelmann, Leipzig. Lith. Anet. Julius Kinkhardt Leipzig Verlag von Paul Parey in Berlin SW., 10 Hedemannstrasse. Soeben erschien: Ueber die Pilzsymbiose der Leguminosen. Dr. B. Frank, Professor an der Kgl. landwirtschaftlichen Hochschule zu Berlin. Mit 12 Tafeln. Preis 5 #. Zu beziehen durch jede Buchhandlung. Soeben erschien: Dr. L. Rabenhorst’s Kryptogamen-Flora von Deutschland, Osterreich und der Schweiz. V. Band, die Characeen bearbeitet von Dr. W. Migula in Karlsruhe, Lieferung 1—4 mit zahlreichen in den Text gedruckten Abbildungen à 2 .# 40 . Die Fortsetzung erscheint in kurzen Zwischenrüumen. Leipzig. Ed. Kummer. Verlag von Wilhelm Engelmann in Leipzig. In Kurzem erscheint: Plantae Europeae. Enumeratio systematica et synonymica plantarum phanerogamiearum in Europa sponte erescentium vel mere inquilinarum Autore Dr. K. Richter. Tomus I. gr. 8. geh. # 10.—. geb. # 11.—. Das Werk bildet eine werthvolle Ergänzung zu den » Natürlichen Pflanzen- familien « und schliesst sich in seiner Eintheilung genau an dieselben an. Das ganze Werk soll 4 Bünde im gleichen Umfange des vorliegenden Bandes umfassen. - Das reizleitende Gewebesystem der Sinnpflanze. Eine anatomisch - physiologische Untersuchung von Dr. G. Haberlandt o. 6. Professor der Botanik an der Universität Graz. Mit 3 lithographirten Tafeln. gr. 8. 1890. .4 4. —. Monographische Übersicht über die Arten der Gattung Primula von Dr. Ferdinand Pax Privatdocent der Botanik a. d. Universität Breslau. gr. 8. 1888. M 3.—. Diesem Hefte liegt bei: Je ein Prospekt von Paul Parey in Berlin betr. Kny, Botan. Wandtafeln und von Wilhelm Engelmann in Leipzig betr. Conwentz, Monographie der baltischen Bernsteinbüume. Druck von Breitkopf & Hartel in Leipzig. WoW ke? GOD am ee mr SN er ML LP MP Ee SE C ADEL. TE fo d Mif" ON geg ee ge — v E Te ee a eh ne d Dech ZU. Av duci DE Botanische Jahrbücher für Systematik, Pflanzengeschichte und | Pflanzengeographie herausgegeben von A. Engler. Dreizehnter Band. HL u. IV. Heft. Mit 1 Tafel und 1 Holzsehnitt. Leipzig | Verlag von Wilhelm Engelmann 1891. À d A Ausgegeben den 20. März 1891. LU Lua el ` s Ke AG E ee ag x Inhalt. Seite O. Warburg, Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. (Sehluss. . . . . 273 A. Garcke, Über anfechtbare Pflanzennamen `... . 456 S. Korzchinsky, Uber die Entstehung und das Schicksal der Kichenwilder im mittleren Russland ..... . . 471 U. Dammer, Zur Kenntnis von Podopterus mexieanus Humb. Bonpl. (Mit 1 Holzschnitt) . 22 ............ c.l n. 486 A. Pfeiffer, Die Arillargebilde der Pflanzensamen. (Mit Tafel VL)... . . . 492 Inhalt des Litteraturberiehts. Richter: Plantae europaeae, S. 1. — Feer, Campanularum novarum decas prima, S. 1. — Haussknecht: Referat über die auf der Frühjahrshauptversammlung zu Rudolstadt 1890 vorgelegten und besprochenen Pflanzen, S. 2. — Forbes and Hemsley: Enumeration of all the plants known from China Proper, Formosa, Hainan, Corea, the Luchu Archepelago and the Island of Hongkong, together with their distribution and synonymy, 8. 2. — Celakovsky: Uber eine neue mitteleuro- päische Daphne, S. 3. — Vasey and Rose: Plants collected in 1889 at Socorro and Clarion Islands, Pacific Ocean, S. 4. — Dr. L. Rabenhorst’s Kryptogamenflora von Deutschland, Osterreieh und der Schweiz, 2. Aufl, S. 4. — Koch, L.: Zur Ent- wiekelungsgeschiehte der Rhinanthaceen, IL Eu phrasia officinalis, S. 5, — Correns, C.: Beiträge zur Biologie und Anatomie einiger Blüten, S. 5. — Burek, W.: Eenige bedenkingen tegen de theorie van Weismann aangaande de beteekenis der sexueele voortplanting in verband met de wet van Knight-Darwin, S. 6. — Potter, C.: On the increase in thickness of the stem of the Cucurbitaceae, S. 7; derselbe: Additional note on the thickening of the stem in the Cucur- bitaceae, S. 7. — Cogniaux, A.: Cueurbitacearum novum genus et species, S. 7. — Sagorsky, E., und G. Schneider : Flora der Centralkarpathen mit specieller Berücksichtigung der in der hohen Tatra vorkommenden Phanerogamen und Gefäss- kryptogamen, 8. 7. — Schumann, C.: Cacteae in Flora brasiliensis, S. 10, — Stebler, F. G., und C. Schröter: Beiträge zur Kenntnis der Matten und Weiden der Sehweiz, S. 13. — Britton, N. L.: Catalogue of plants found in New Jersey, S. 18. — Sadebeck, R.: Kritische Untersuchungen über die durch Taphrina- Arten hervorgebraehten Baumkrankheiten, S. 18. — Schimper, A. F. W.: Über Schutz- mittel des Laubes gegen Transpiration, besonders in der Flora Java's, S. 19. — Huth, E.: Revision der Arten von Adonis und Kn owltonia, S. 19, — Jensen, Chr.: De danske Sphagnumarter, S. 21, — Rostrup, E.: Ustilagineae Daniae, S. 21. — Mortensen, H.: Tisvilde Hegn, 8. 21. — Poulsen, V. A.: Om Bulbildannelsen hos Malaxis paludosa Sw., S. 22. — Drude, O.: Handbuch der Pflanzengeographie, S. 22. — Kellogg and Greene: Illustrations of West American Oaks, S. 27, — Richter, W.: Culturpflanzen und ihre Bedeutung für das wirt- schaftliche Leben der Völker, S. 28. — Ascherson, P., und P. Prahl: Anemone nemorosa L. var. coerulea D. C., S. 28. — Masse: New Fungi from Mada- gaskar, S. 28. — Baker: Ferns of North-West- Madagaskar, S. 28. — Hackel: Descriptiones Graminum novorum, S. 29. — Collett and Hemsley: On a collection of plants from Upper Burma and the Shan States, S. 29. — Beck, G. v.: Flora von Nieder-Osterreich, S. 31. Beiblatt Nr. 29. Seite Wittmack, L.: I, Bromeliaceae Schimperianae . . ............. 1 do IL. Bromeliaceae Schenckianae . . 8 Krasan, F.: Ergebnisse der neuesten Untersuchungen über die Formelemente „der Pflanzen . . . . ..................... 95 Ross, H.: Uber Helleborus Bocconi Ten. und H. siculus Schiffner. ` . 40 Krause, E. H. L.: Die Westgrenze der Kiefer auf dem linken Elbufer . . . 46 Nathorst, A. G.: Bemerkungen über Professor Dr. O. Drude’s Aufsatz: »Be- trachtungen über die hypothetischen vegetationslosen Einöden im temperierten Klima der nördlichen Hemisphäre zur Eiszeite . . . 53 Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 273 Auf den Key- und Aruinseln an sandigen oder steinigen offenen Stellen massenhaft, wird bei Constantinhafen von der Neu-Guinea-Com- pagnie gebaut. Diese wichtige Pflanze ist in ganz Südasien, Polynesien und dem wärmeren Australien verbreitet, »--FORexburghia javanica Kunth, Enum. V, p. 288. Nahe Finschhafen am Waldrand; wenn auch steril, so sind die Blatter doch so charakteristisch, dass die Art kaum zweifelhaft sein kann. Im malayischen Archipel bis nach Australien hin verbreitet. Dioscoreaceae. »--Dioseorea bulbifera L., Sp. pl. ed. I, p. 1033. Neu für Papuasien. Im secundären Gebüsch bei Hatzfeldthafen. Eine in den Tropen der alten Welt sehr verbreitete Pflanze. XD. Zollingeriana Kth., Enum. pl. V, p. 384. Im Gebüsch von Kl. Ke y. Bisher in Java gefunden. Es ist wohl nur eine Form von D. glabra Roxb., die in Vorderindien sehr ver- breitet ist. D. hirsuta Bl., Enum. I, p. 24. Ceram-laut im secundären Gebiet. Diese Art geht von Vorderindien bis zu den Molukken. »x--OD. pentaphylla L., Sp. pl. p. 1463. Hatzfeldthafen im secundären Gebüsch. Durch ganz Südasien bis nach den Molukken verbreitet. Steril fand ich noeh D. sativa in KL Key, Gazellenhalbinsel und Neu- Lauenburg, sowie eine der D. glabra ühnliche Art in Finschhafen. ><-+OD. papuana Warbg. n. sp. Volubilis ramis teretibus ferrugineo-villosiusculis sparse. aculeatis, aculeis vulgo erectis parvis; foliis longe petiolatis. (petiolo angulato pubescente) late cordatis sinu amplissimo profundo apice breviter acumi- natis, supra glabris subtus pallidioribus sparse albo-pilosis, 7—1 nerviis, nervis basilaribus vulgo bi- vel trifidis; racemis g' simplicibus axillaribus multifloris folio aequilongis vel longioribus, pedunculo pubescente, brac- teis parvis acute ovatis pilosis, floribus solitariis subsessilibus campanulatis extus pilosis, lobis 6 subaequalibus obtuse-ovatis quam tubus longioribus, staminibus 6 glabris quam laciniae brevioribus, filamentis in laciniarum basi affixis, antheris omnibus fertilibus introrsis, rudimento stylino glabro brevi irregulariter subpyramidali. Die Blattstiele sind 5—6 cm lang, die Blätter selbst 7—8 cm lang und 9—40 cm breit. Die Stacheln sind sehr verschieden lang, häufig dreieckig, häufig schmal, an der Blattbasis sind meist doppelt so lange, etwas gekriimmte Stacheln. Die G Inflorescenzen variieren zwischen 10 und 40 cm, sind aber nie verzweigt; die Bracteen sind 1!/ mm, das Perigon ca. 3 mm lang, ein Stiel ist kaum bemerkbar. Botanisehe Jahrbücher. XIII. Bd. 18 274 0, Warburg. Diese bisher übersehene Art steht der D. aculeata L. sehr nahe, unterscheidet sich aber vor allem durch die einfachen & Inflorescenzen und die sitzenden Blüten; auch die breite relativ nicht tiefe Ausbuchtung der Blattbasis ist bemerkenswert. Die Pflanze kommt wild vor auf Kl. Key, auch in Ceram-laut und Hatzfeldthafen fand ich sterile Zweige offenbar derselben Art. Dies ist wahrscheinlich die Yamsart, welche hauptsüchlich von den Eingeborenen dort gebaut wird, und die neben der Colocasia antiquorum noch bis auf den heutigen Tag die wichtigste Culturpflanze Papuasiens darstellt. Da ich die Pflanze drüben für die bekannte D. aculeata hielt, habe ich leider nicht darauf Acht gegeben, mir aus den An- pflanzungen weibliche Blüten und Früchte zu verschaffen; freilich erinnere ich mich auch nicht, die Pflanzen in Blüte gesehen zu haben, da die Yamsanpflanzung des Jahres erst begonnen hatte; es ist von groBer Wichtigkeit, in Zukunft darauf Acht zu geben. Neben- bei bemerkt ist die D. aculeata L. so ungenügend und schlecht beschrieben, dass móg- licherweise eine Reihe von Arten darin steckt, D. alata L., Sp. pl. ed. I. p. 1033. Gleichfalls bei Finschhafen angebaut, dagegen sah ich die D. sativa L. dort nicht in Cultur. Bromeliaceae. Ananassa sativa Lindl. Auf Ceram-laut ungemein häufig verwildert, auf den Key- und Aruinseln angepflanzt. Auf Neu-Guinea nur bisher von TEYsMANN an der Nordwestseite aufgefunden; bei der Ankunft der Europüer nocht nicht bis deutsch Neu-Guinea vorgedrungen, also sicher von Malesien auseingeführt und von West nach Ost vordringend, wie alle Culturpflanzen Neu-Guineas; in den Molukken schon zu Ruwrnuivs' Zeiten bekannt. Musaceae. Musa sp. Neben den wegen der Früchte überall in Neu-Guinea, den Aru- und Keyinseln, sowie dem Bismarckarchipel cultivierten Bananensorten fand ich eine auBerordentlich auffällige Varietät mit prüchtig rosaroten und dunkler roten Blättern in der Neu- Lauenburggruppe angepflanzt; die- selbe Art soll auch auf den Salomonsinseln vorkommen; ob diese Varietät Früchte trägt, weiß ich nicht; angepflanzt werden sie aber ausschließlich wegen der Blütter, welche die sonst dort ganz nackt gehenden Frauen bei feierlichen Gelegenheiten um die Hiifte befestigen. Diese Varietät wird sicherlich bald eine ganz außerordentlich wertvolle Bereicherung unserer Gewüchshauspflanzen bilden. Da die Heimat dieser prüchtigen Pflanze der Bismarckarchipel ist und dieselbe wohl zweifellos die schönste Zierpflanze darstellen wird, die unser Schutzgebiet der Garten- kunst liefern dürfte, so móchte ich für sie den Namen M. Bismarckiana vorschlagen, wenigstens in gürtnerischer Beziehung, da die Specieszugehirigkeit dieser, wie es scheint nicht zur Blüte gelangenden Pflanze gewiss noch lange zweifelhaft bleiben dürfte. Zingiberaceae. Globba marantina L., Mant.lI. p.170. K.Sen., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 95. Neu für Hatzfeldthafen im lichteren primären Walde. Eine südasiatische Pflanze, von HorLrung bei Constantinhafen gefunden. Beitráge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 215 Alpinia nutans K. Sch. (non Roscoe), Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 28. Von Horrrung auf der Insel Mioko gefunden. Meine Exemplare stammen aus der Nähe von Kerawara (Neu-Lauen- burggruppe) und Gazellenhalbinsel auf Neu-Pommern; im Cocos- hain und secundären Busch. A. papilionacea K. Sch., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 29. Von Horrrung bei Finschhafen und Constantinhafen entdeckt. Kommt auch bei Hatzfeldthafen im Walde vor. A. bifida Warbg. n. sp. Petiolo subnullo, foliis longissime vaginatis, anguste lanceolatis, utrin- que attenuato-acuminatis glabris, margine ad apicem versus scabriuscule ciliolatis, inflorescentia suberecta multiflora composito-racemosa, pedunculo elongato subterete glabro ad apicem versus pubescente striato infra inflores- centiam vagina elongatä angustà suffulto; inflorescentiis specialibus multis racemosis, inferioribus bracteis linearibus longis instruetis, superioribus nudis vel bracteis parvis saepe deciduis filiformibus vel linearibus sufful- tis; floribus breviter pedicellatis bracteolis caducis lanceolatis vel oblongo- lanceolatis suffultis; ovario turbinato; calyce tubuloso glabro glanduloso punctato, apice tridentato, fissura uno latere profundiore medium calycem haud attingente; lobis perigonii subaequilongis oblongo-oblanceolatis ob- tusis glabris; perigonio quam calyx 2!/,plo longiore, tubo calyce breviore, labello basi biauriculato, spathulato profunde bifido, laciniis oblongis ob- tusis; staminodiis 0; stamine corollae subaequilongo ; filamento lato lineari, haud auriculato, loculis linearibus, connectivo thecis aequilongo; stylo fili- formi stigmate clavato. Die auf der Außenseite behaarte Ligula misst !/ cm; ein Blattstiel ist kaum vor- handen; die Spreite ist 30 cm lang und 5—6 cm breit; die etwas zusammengezogene scharfe Spitze ist 3 mm lang. Der Blütenstandsstiel ist oben 20 cm lang; die eigentliche Inflorescenz von der untersten Bractee an in unserm Exemplare gegen 14 cm, die 3—6 Blüten tragenden Verzweigungen sind 11/; cm lang. Die unterste Bractee ist 44 cm lang und 42 mm breit, die darauf folgende nur 6 cm lang, an den hóheren Verzweigungen fehlen sie oder sind abgefallen, nahe der Spitze treten kleine, sehr schmale Bracteen wieder auf. Die Bracteolae sind 6—8 mm lang und 3 mm breit, Das Ovarium ist 3 mm lang, der Kelch 4 cm, die Corolla 3 cm; die Lacinien sind 4—6 mm breit; die Spreite der etwas lüngeren Lippe ist 4 cm breit, bis auf die Mitte in 2 Lappen gespalten; das Filament ist 45 mm lang und (la mm breit, die Antheren sind 7 mm lang. Auf Geram-laut im Gebüsch. Die Art fällt in die Section Catimbium und. ist besonders ausgezeichnet durch die zweispaltige Lippe. Zingiber amaricans Bl, Enum. I, 43. K. Sca., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 28. Schon von Horrnuwc in Hatzfeldthafen gefunden. Mein Exemplar stammt von Bili-Bili in derAstrolabebay ausdem lichten Walde. Im malayischen Archipel als wilder Ingwer verbreitet. 18* 276 0. Warburg. XZ, Zerumbet Rose. in Linn. transact. VIII, p. 348. Diese gleichfalls im malayischen Archipel verbreitete Art ist auf Kl. Key haufig und wird dort Lampojang genannt, welcher Name freilich auch für amaricans Bl. gebraucht wird. Auf Mioko im Bismarckarchipel fand ich im Cocoshain sterile, einen guten Ingwer liefernde Pflanzen, die nach der Blattform und Ligula zu urteilen zu Zingiber officinale gehóren mügen. »--Costus speciosus Smith in Transact. Soc. Linn. Lond. I, p. 120. Ceram-laut und Ralun auf Neu-Pommern. Jedenfalls ist auch Hottrune’s Nummer 100 diese Art und nicht die C. Potierae F. v. Müll. von Queensland; auch gab Horırung die Corolle als weil} an, während sie in Potierae gelb ist. Diese Art ist in ganz Südasien verbreitet. Curcuma longa L., Sp. pl. ed. 1, 2. K. Scam., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 26. Ena. in bot. Jahrb. VII, p. 449. Schon von Horrmuxa bei Constantinhafen, von Naumann in Neu- Hannover gefunden. Mein Exemplar stammt von Stephansort. In Südasien jetzt überall gebaut. 2«--O Amomum trichanthera Warbg. n. sp. Vaginis foliorum appresse pilosis, ligula mediocri extus pilosa, petiolo brevi appresse-pubescente, lamina lanceolata acuminata aculissima basi acuta, utrinque glabra, toto margine appresse-pilosa; scapo aphyllo rhizo- mati appresse sericeo-villoso insidente, bracteis oblongis apice dilatato-rotun- datis extus tenuiter appresse pubescentibus; calyce tenuissime membranaceo spathaceo, apice breviter tridentato, extus minute piloso, tubo basin versus pilis longis albis appressis induto; perigonii tubo calyce majore, laciniis linearibus, labello magno apice dilatato obtuso, filamento evoluto latiusculo glabro, loculis antherae erectae dense albo-villosis parallelis, apice paullo divergentibus, connectivo basi angusto apice subdilatato quam loculi bre- viore, stylo subtus glabro, supra albo-piloso, ultra loculos antherae stigmate crasso piloso; fruetu aurantiaco globoso crasse-lignoso indehiscente trilocu- lari apice appresse pubescente brevissime rostrato, rostro apice irregulariter fisso, seminibus suaveolentibus rubro-brunneis subrugulosis, bractearum basi irregulariter erosa persistente. Die Ligula ist etwas über 4 cm lang, der Blattstiel gleichfalls; die Spreite ist 60 cm lang und in der Mitte 14 cm breit, die Schuppen sind in frischem Zustande rot gefarbt, die unteren leeren Schuppen sind 6—7 cm lang, die oberen ca. 4 cm, der Kelch ist 3—4 cm lang; die Lippe überragt den Kelch um 2!/; cm, die Erweiterung derselben ist ca. 48 mm lang und an der breitesten Stelle fast 15 mm breit ; die weiß behaarten An- therenfächer sind 44—12 mm lang, und werden von der Narbe um 2 mm überragt; der kugelige Fruchtstand hat 7 cm im Durchmesser, die einzelnen Früchte sind 3 cm lang und 21/; cm breit. Die Pflanze wächst in den Schluchten des Sattelberges. Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora, 211 Sie gehürt in die Section Geanthus zur Gruppe der Breviscapae und zeichnet sich vor allem durch die behaarten Antheren aus. Eine andere Art von Hatzfeldthafen ist in zu schlechtem Erhaltungs- zustand zum Beschreiben. Auch diese stimmt mit keiner der beschriebenen Arten überein und gehórt zu derselben Untergruppe wie die vorige. Von den Keyinseln liegt ferner noch ein Fruchtstand vor mit stachel- hóckerigen im übrigen rotbraun behaarten Früchten. »Tapeinochilus Teysmannianus Warbg. n. sp. Caule crasso ramisque cylindraceis, inferne efoliatis, vaginis suboblique truncatis glabris brunneis arcte inclusis, superne foliosis; foliis sessilibus oblongo-lanceolatis vel oblongo-ovatis acuminatis acutis basi leviter in- aequalibus, glabris subtus pallidioribus; spica caulem crassum aphyllum terminante, caule vaginis membranaceis obtusis vél subacutis arcte incluso; braeteis patentibus reflexis pungenti-acutis erasse- et rigide-coriaceis gla- berrimis nitidis margine recurvis, in longitudinem striatis, unifloris, calyce oblongo glabro in fructu subverruculoso, basi eum ovario connato ibique leviter compresso, laevi, in fruetu persistente basi inflato, limbo supra ovarium alte producto ore trifido, lobis posterioribus triangularibus acutis reflexis, rigidis, pungentibus, lobo anteriore 2—3plo minore semiorbiculari erecto obtuso; corollae lobis externis acutis crassis, 2 anterioribus sub- lanceolatis, postico latiore et paullo majore, omnibus erectis, apice leviter patulis; lobis lateralibus interioribus nullis, labello erecto antice concavo, glabro apice minute piloso; filamento lato dorso pubescente supra antheram semieirculari producto; stylo glabro stigmate semilunari; ovario dorso convexo antice plano biloculari, seminibus brunneis subcubicis nitidis. Die Blätter sind 44 cm lang und 3 cm breit; die Zapfen sind 12—15 cm lang und 7 cm breit; der Blütenstandsstiel ist 41/9 cm dick, die Scheiden an demselben 3—5 cm lang; die Bracteen sind 4—5 cm lang und 21/9 em breit; der Kelch ist über 2 cm lang und 7 mm breit, die größeren Kelchzipfel sind 7, der kleinere 2—3 mm lang; da die Blüten noch geschlossen, lassen sich die Größenverhältnisse der Corolle nicht angeben. Die Art steht T. pungens von Ceram sehr nahe, unterscheidet sich aber durch die kleinheit der Zapfen und durch die sehr geringe Zahl der Orthostichen, durch die Un- gleichheit der Kelchzipfel und die Behaarung des Filamentes. Die Pflanze wiichst auf Kl. Key auf den Kalkrücken. ><+OT. piniformis Warbg. n. sp. Ramis cylindraceis inferne efoliatis, vaginis vulgo haud oblique truncatis glabris brunneis; foliis subsessilibusoblongo-lanceolatis acuminatis apice pi- loso-cuspidatis, basi leviter inaequalibus, caeterum glabris subtus pallidiori- bus; spica acauli crassa, bracteis patentibus reflexis sublignosis, rigidis acutis sed haud pungentibus, extus et intus in apice appresse pubescenti- bus, in longitudinem striatis, unifloris, calyce oblongo sericeo pubescente. prope basin dense villoso; limbo supra ovarium alte producto ore trifido, lobis posticis late lanceolatis magnis, erectis, subacutis, lobo. anteriore 2— 3plo breviore oblongo erecto obtuso; corollae lobis e calyce exsertis e 978 0. Warburg. extus appresse sericeo-pilosis intus glabris; lobis externis acutis haud valde crassis, lobo postico latiore et paullo majore, labello erecto antice concavo utrinque dente laterali instructo, extus cum filamento dense piloso; fila- mento lato supra antheram semicirculari producto; stylo glabro stigmate semilunari; calyce in fructu elongato pubescente, ovario dorso convexo, antice subplano; seminibus nigris nitidis, acute angulatis, margine rubris. Die Blätter sind 16—17 cm lang und 4—5 cm breit; der Blattstiel wird höchstens 2 mm lang. Der Zapfen ist 18 cm lang und 10 cm breit und besitzt ca. 9 Orthostichen. Die Schuppen sind 5—6 mm lang und über 3 mm breit. Der Kelch ist 3 em lang und 8 mm breit; die langen Kelchzipfel nehmen davon 45 mm, der kurze 7 mm ein. Zur Zeit der Fruchtreife ist der Kelch fast 5 cm und die großen Kelchzipfel ca. 18 mm lang. Diese durch die seidige Behaarung außerordentlich schöne Art wächst in den héheren Gegenden des Sattelberges bei Finschhafen im secun- dären Gebüsch. Durch die Behaarung und die gedrungenen kurzen, dicken Zapfen ist die Art sofort kenntlich, auch der tief geteilte Kelch ist ein gutes Merkmal. T. Naumanni Warbg. n. sp. Spica maxima bracteis patentibus reflexis pungenti-aeutis, crasse et rigide coriaceis, glaberrimis nitidis margine recurvis longitudinaliter striatis unifloris, calyce oblongo in fructu subverruculoso compresso, in marginibus dense appresse setoso-pilosis, limbo supra ovarium alte producto ore trifido, lobis postieis oblongo-triangularibus acutis reflexis rigidis pungentibus, lobo anteriore 2—4plo breviore oblongo vel ovato obtuso. Der Zapfen ist 25 cm lang und 41 cm breit, die Bracteen sind 5 cm lang und 2!/5 — 3 em breit; der Fruchtkelch ist 21/ cm lang und 4 cm breit, die langen Kelchzipfel sind 7, der kurze 4 mm lang. Dieser Fruchtstand wurde von Naumann auf der Gazellenexpedition gesammelt und war irrtümlicherweise im Berliner Museum als pungens bezeichnet, Die Art steht offen- bar der T. keyensis am nüchsten wegen der ungleichen Kelchzipfel, unterscheidet sich aber durch die dichte Behaarung der Kelchründer und die Größe und Breite des Zapfens, Ob die Zapfen gestielt sind oder nicht, lasst sich nach dem Exemplare nicht entscheiden. Der Herkunftsort ist nicht angegeben, also entweder Mac Cluersgolf oder Bismarckarchipel, müglicherweise aber auch Timor (?). T. acaulis K, Sch., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 27. Bei Finschhafen, von wo auch Horırung's Exemplar. Der Zapfen ist dort manchmal kurzgestielt, so z. B. hat mein Exemplar einen Stiel von 10 cm Länge und 11/2 cm Breite, doch ist die geringe Zahl der Orthostichen sehr charakteristisch und von den mir bekannten Arten nur noch bei T, Teysmannianus an- zutreffen, ferner sind die breiten holzigen Bracteen und die Behaarung der Blüte leichte Erkennungszeichen. Da die Diagnose von SCHUMANN unvollstiindig ist, gebe ich hier nach meinem Material einige Ergünzungen: Floris calyce basi praecipue in margine appresse-pubescente, corollae lobis externis breviter acute-acuminatis, 9 anterioribus oblongo-lanceolatis, postico latiore et paullo longiore, omnibus erectis et basi extus pubescenti- bus, labello erecto, antice concavo cum filamento extus sericeo-piloso; Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 279 fructüs calyce basi inflato, margine inferioris partis piloso; seminibus nigris subcubicis opacis acutangulis. Der Fruchtkelch ist über 4 cm lang, die größeren Kelchzipfel sind 7 mm lang, der kleinere sehr verschieden, von 2—4 mm. Die bisher bekannten Tapeinochilusarten lassen sich ungefähr folgender- maßen gruppieren: Bracteis glabris. Calycis dentibus subaequalibus T. pungens Miq. Ceram, Austral.? Calycis dentibus valde inaequalibus. Bracteis crasse lignosis, orthostichis paucis. Calycis basi et margine pubescentibus. T. acaulis K. Sch. K.-Wilh.-L. Bracteis sublignosis, orthostichis multis. Calycis margine tantum apresse piloso. T. Naumanni Warbg. Neu-Hannover?. Bracteis coriaceis, orthostichis paucis, calyce glaberrimo. T. Teysmannianus Warbg. Keyinseln. Bracteis haud elabris. Bracteis coriaceis imbricatis lanceolatis, apice appresse pilosis, ceterum et calyce subglabris. . . . T. Hollrungü K. Sch. K.-Wilh.-L. Bracteis lignosis patulis, oblongo ovatis, dense appresse pilosis, calyce sericeo piloso. . . . . . . T. piniformis Warbg. K.-Wilh.-L. Hellwigia Warbg. gen. nov. Calyx elongato-tubulèsus, apice breviter 3-dentatus; corollae tubus calyce brevior, lobi lanceolati, postico latiore. Staminodia lateralia peta- loidea; labellum nullum; filamentum elongatum lato-concavum; antherae loculi lineares disereti, connectivo latiusculo loculis subbreviore. Ovarium 3-loeulare, loculi co ovulati; stylus filiformis, stigmate ultra loculos antherae subgloboso; stylodia glanduliformia carnosa crassiuscula, erecta; fructus oblongus baceatus, semina biserialia in quoque loculo, compressa, in angulo interno arillo parvo suffulta. — Caules erecti. Flores in thyrso racemi- formi; bracteae bracteolaeque membranaceae elongato-tubuliformes deciduae alabastrum omnino includentes. »--OH. pulchra Warbg. n. sp. Foliis maximis lanceolatis basi obtusis breviter in petiolo subdeeurren- tibus apice obtusis glabris, utrinque juxta costam subpubescentibus; ligula elongata extus pilosa petiolo longo rubro glabro; inflorescentia rubra glabra sed in partibus junioribus subfloccosa, bracteis tubiformibus apice oblique truncatis prominule in longitudinem striatis extus subsericeis, mox glabris, demum deciduis, bracteolis bracteis conformibus, calyce elongato bracteis simili, tubuliformi, apice brevissime obtuse tridentato, extus subsericeo, striato; floribus breviter pedicellatis, corolla extus appresse pilosa, tubo elongato lobis lanceolatis quam tubus brevioribus, postico latiore; staminodiis 280 0, Warburg. lateralibus petaloideis glabris glanduloso-punctatis quam lobi brevioribus, filamento et connectivo glabro; fructu glabro basi stipitato vel angustato, apice cicatrice coronato, longitudinaliter 3-sulcato. Die Blatter sind sehr verschieden lang und erreichen ca. 4 m Lünge bei einer Breite von 20 cm; der Blattstiel ist 45 cm lang, die Ligula 4 cm, wovon die untersten 2 ange- wachsen sind, die röhrenförmigen Bracteen sind 2 cm lang und 3 mm breit, der Kelch wird bis 31/ cm lang, wovon höchstens 2 mm auf die Zipfel kommen, der Fruchtknoten ist 5 mm lang, die Kronróhre 48 mm; der hintere Kronlappen ist 44 mm lang und 5 mm breit, die vorderen sind etwas schmäler; die seitlichen Staminodien sind 9 mm lang und 3mm breit; das Filament ist 41/9 mm breit, die Anthere 6 mm lang und 2 mm breit; die Frucht ist über 3 cm lang und fast 2 cm breit, die glänzenden braunen Samen haben 4 mm im Durchmesser. Die Pflanze wiichst im Gipfelwald des Sattelberges bei Finsch- hafen. Ich habe diese außerordentliche schöne Pflanze nach dem leider seit- dem verstorbenen Dr. HeLLwIG benannt, mit dem zusammen ich sie entdeckte. Die Gattung ist von den übrigen Zingiberaceen sehr auffällig verschieden durch die röhrenförmig in einander geschachtelten Bracteae und Bracteolae, und ferner durch das Fehlen des Labellum bei starker petaloider Ausbildung der Staminodien. Marantaceae. Clinogyne grandis Hook. fil., in Bextu. et Hoox., Gen. pl. III. p. 654. Maranta grandis Miq., Fl. Ind. Bat. Suppl. 616; K. Scn., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 30. Von Horrmuxa bei Bongu in K.-Wilh.-L. gefunden, auch von den Ad- miralitätsinseln bekannt. Sehr häufig auf den Key inseln in schattigem Gebüsch und lichterem Wald, gleichfalls bei Stephansort an der Astrolabebay und bei Finschhafen. Im malayischen Archipel verbreitet. Phrynium macrocephalum K. Sch. in Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 31. Schon von Horırung ohne Standortsangabe eingesandt. Mein Exemplar stammt aus dem primären Wald des Sattelberges. Einen Fruchtstand, der nach der Inflorescenz und den Bracteen zu urteilen vielleicht zur selben Art gehört, fand ich im Walde der Aruinseln; die gestielten, kahlen Früchte sind 3 kantig, rund-oval, die braunen bis schwarzen Samen sind fein runzelig, an der Innenseite schwach gekielt, an der Außenseite schwach unregelmäßig gefurcht. | Orchidaceae. Descr. et det. F. KRÂNZLIN. Mierostylis sp. Neu-Guinea. Sattelberg. Bulbophyllum sp. Eine aufferordentlich winzige Art, leider ohne Blüten. Die Bulben sind scharf zusammengedrüekt und 3—4 mm hoch und breit. Die Blätter können nicht mehr als À mm im Durchmesser haben. Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 281 Pholidota sp. Blätter und Fruchtstände einer sehr groBen Pholidota von Ceram -laut. ><+ODendrobium Warburgianum Krzl., n. sp. (Sectio Pedi- lonum). Aff. D. Mohliano. Rheh. f. et D. Thyrsodi Rbch. f. Sepalo dorsali ovato acuto, lateralibus in calear amplum extinetoriiforme leviter curvatum coa- litis, tepalis multo (fere ter) angustioribus ligulatis obtuse-acutis, labello pedi gynostemii longe producti adnato, limbo libero in lacinias longior es numerosas dissoluto; androclinii cornubus lateralibus apice obtusis carti- lagineis intermedio lineari subbreviore, margine antico androclinii medio fisso in foveam stigmaticam deflexo eamque obtegente. Caulis gracilis tenuis vaginis viridibus non vel rarissime nigro-punctatis (ut in D. Mohliano Rbch. f.) Folia ovata v. oblonga acuminata papyracea 6—7 cm longa, ad 2 em lata; racemi brevissimi congesti rhachi brevissima basi bracteis florum late ovatis acutis eucullatis vestiti. Flores longe pedicellati. Pedicelli tenuissimi 2 cm longi, ovarium 4 cm longum. Perigonium purpureum 3 cm longum et ultra, antice (expansum) 2 cm latum sepala tepalaque sub anthesi conniventia, laciniae limbi anterioris labelli mani- festae, 2 mm longae. Anthera plana. Neu-Guinea. Sattelberg, Gipfelwald. Bei aller Ähnlichkeit mit D. Mohlianum unterscheidet sich diese Art schon habituell deutlich dureh schlankere Stengelbulben und kürzere mehr. eiförmige Blätter. Die Blütenstände sind noch kürzer als in D. Mohlianum mit fast ganz unterdrückter Rhachis. Das dorsale Sepalum ist nicht dreieckig sondern eifórmig. Die Tepalen viel schmaler als die Sepalen, der Pseudocalcar länger und spitzer. Auf alle diese Merkmale hin würde sich jedoch kaum eine neue Art aufstellen lassen, wenn nicht folgende innere Merkmale der Blüten hinzukümen. 4. Die langen schmalen Fetzen am vorderen Rande des Label- lum, welches größtenteils dem Gynostemium angewachsen ist, 2. die abweichende Ge- stalt der Kürner zu beiden Seiten des Androclinium, 3. die sehr eigentümlichen knorp- ligen Plüttchen, die in der Mitte durch einen schmalen dreieckigen Schlitz unterbrochen sind und welche die Narbe fast ganz verdecken. Im frischen Zustand sind diese Merkmale sofort zu erkennen und lassen sich D. Mohlianum Rchb. und D. Warburgianum auf den ersten Blick in's Innere der Blüte unter- scheiden. Die Pflanze ist sehr reichblütig; es fanden sich eine große Menge abgefallener Blüten vor, die zu 3—4 Stengelbulben gehörten. Die purpurroten Blüten sind auBer- ordentlich schön. Jedenfalls ist diese Art schöner als das durch seine gedrängten Blüten- stände (übrigens auch sonst) sehr ähnliche D. cumulatum Lindl, Bot. Mag. tab. 5703, welches vom Habitus der Pflanze ebenfalls eine gute Vorstellung giebt. ><+OD. Cogniauxianum Krzl., n. sp. (Stachyobium). Aff. D. discolori Lindl. D. Mirbeliano Gaudichaud. Sepalis linearibus acutis, lateralibus in mentum haud ita longum productis; tepalis 1/3—1/, longioribus obovato-spathulatis antice rotundatis obtusissimis alarum instar divergentibus, margine non undulatis; labello trilobo circuiter oblongo libero lobis lateralibus medium usque totius labelli porrigentibus antice retusis latere et antice serrulato-dentatis, lobo intermedio obovato-oblongo antice obtuso emarginato. medio apieulato, margine valde undulato, disco lineis 9 quibus mox tertia mediana interposita a basi apicem fere usque i. e. in mediam partem lobi intermedii decurrentibus antice in callos 3 282 0. Warburg. (quorum intermedius major et magis productus) supra denticulatos evo- lutis; gynostemio brevi, dorso manifeste carinato carina in dentem andro- clinii exeunte, dentibus lateralibus obtusatis. Caulis v. bulborum partes supremae quae adsunt 30—40 cm longae, omnino flori- ferae, Adsunt folia 2 tantum coriacea oblonga apice inaequaliter biloba obtusa ad 7 cm longa ad 2 cm lata. Bracteae lineares ovariis multo breviores, Pedicelli cum ovariis 4,5 em longi. Flores pallide lutei fere 4 cm diametro, sepala tepalaque 2—2,3 cm longa, 3—5 mm lata, labellum medio fere 4 cm latum (sc. expansum), aequilongum vel (margine antico involuto) vix brevius, pedi gynostemii affixum album, lineis 3 superne lilacinis decorum. Gynostemium cum pede 1,3 cm longum. Neu-Guinea, Finschhafen. Auch in Mioko im Bismarck- archipel epiphytisch auf Küstenbäumen. Eine neue Art aus der Gruppe des D. discolor Lindl., Bot. Reg. XXVII. tab. 52, dem sie in der Größe der Blüten völlig gleicht; noch näher steht sie augenscheinlich dem D, Mirbelianum Gaudich., Voyage de l'Uranie et Physicienne tab, 38. Die unterscheiden- den Merkmale sind folgende. Erstens hat nach den Angaben und der Tafel D. Mirbe- lianum größere Blüten. Zweitens, LixpLEY erwähnt nichts von der Zähnelung der Seiten- lappen der Lippe. Drittens, der Lobus intermedius ist bei Mirbelianum »lanceolatus acutus«, hier aber oblong, sehr stumpf ausgerandet. Viertens erwähnt LINDLEY nur »lineae 3 clavatae«, ohne der Callusbildung am Ende derselben zu gedenken, was er in zahlreichen anderen Diagnosen stets thut. — Es finden sich zweierlei Exemplare in der Sammlung des Herrn Dr. Wansunc,. Die Dimensionen des einen Exemplares waren um '/3—1/4 kleiner als die der anderen, sonst in allen Punkten übereinstimmend. Herrn Prof. Cossıaux, Verviers, freundschaftlichst gewidmet, XD, sp. (Aporum). — Prob. D. anceps Roxb. Ceram-laut. Podochilus scalpelliformis Bl. Rumph., IV, 45 t. 19%; Kaze. in K. Sca., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 35. Schon von Hot tat sn an der Augustastation gesammelt. Holl. Neu-Guinea, Sigar, trockne Waldabhünge. Von den Molukken und Neu-Guinea bekannt. Spathoglottis plicata Bl., Bijdr. 401; Knzr. in K. €en., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 33. Schon von holl. und deutsch Neu-Guinea bekannt. Sigar an dem Mc. Cluersgolf. In Malesien bis nach den Philippinen verbreitet, <+0Pogonia flabelliformis Lindl., Orch. p. 415. Keyinseln und deutsch Neu-Guinea bei Finschhafen. In ganz Südasien verbreitet, ><+O Hetairia obliqua Bl. ?, Orch. jav. 87 tab. 34. Neu-Guinea, Finschhafen. Nur aufgesprungene Kapseln und Blütenrudimente; jedoch in allen Merkmalen, die sich erkennen ließen, H. obliqua äußerst ähnlich. 2«-4-O Corymborehis Thouarsii Bl, Fl. jav. p. 106 tab. 143 u. 444, Deutsch Neu-Guinea. Finschhafen. Von Afrika durch Siidasien bis nach Polynesien verbreitet. Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora, 283 Piperaceae. Piper Seemannianum C. DC. in Prodr. XVI (4). p. 347. Diese Pflanze wurde bisher nur von BarcLay in Neu-Mecklenburg ge- sammelt. Sie ist in Nusa daselbst sehr häufig an den Dorfbäumen und soll von den Frauen an Stelle von Betel gekaut werden; auch auf Kera- wara und der Insel Ulu auf der Neu-Lauenburg-Gruppe háufig. Auf der Insel Ulu im Bismarckarchipel wächst noch eine andere Piperart, die zu der eigenartigen Section Schizonephos gehört, wo die Bracteen zu einer Cupula ver- wachsen sind; diese Section besteht aus ganz wenigen Arten aus Südasien; unsere Art ist aber durch hermaphrodite Blüten ausgezeichnet, also jedenfalls neu. Das Material ist aber nicht genügend zur Beschreibung. Piper caninum Dietr., Spec. I. 681 ; K. Sca., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 36. C. DC. in Prodr. XVI. (1). p. 341. Schon von Trysmann in holl. Neu-Guinea, von Hottruna am Augusta- fluss gesammelt. Auch bei Finschhafen häufig im primären Walde. In Malesien gemein. P. betle L., Sp. pl. ed. I. 28; var. y densum C. DC. in Prodr. XVI. (1) p. 360; K. Scu., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 36. Im primáren Walde bei Hatzfeldthafen; wird dort von den Ein- geborenen zum Kauen benutzt; schon von Constantinhafen bekannt. Die Art selbst geht durch ganz Südasien ; die Varietät ist specifisch malayisch. Eine andere gewóhnliche Culturvarietät des Betels wird auch auf den Aru- und Keyinseln angepflanzt. P. meth ysticum Forst., Pl. ese. p. 76 p. 354. Diese das bekannte Getränk »Kawa« der Südseeinseln liefernde Pflanze wurde nach Scherrer schon von Micrveno-MacLay auf Neu-Guinea gefunden ; die Pflanze ist bei Finschhafen und am Sattelberg im primären Walde recht häufig, durch das für gewöhnlich so gut wie vollständig mangelnde Klettervermögen leicht zu erkennen. Dass die Eingeborenen daselbst das Gewächs benutzen, habe ich nicht gehört, eben so wenig in engl. Neu-Guinea, wo nach CnaLwrns die Pflanze auch wild vorkommen soll, dagegen soll an der Maclay Küste bei Constantinhafen nach MIcLucuo-Macrav der Ge- brauch sich vor nicht langer Zeit festgesetzt haben. ><+OP. pendulum Warbg. n. sp. Ramis junioribus cinereo-tomentellis, deinde glabris; foliis breviter petiolatis ovatis, ovato-oblongis vel oblongo-lanceolatis, basi vulgo sub- inaequali acuminatis vel obtusis vel truncatis, apice sensim acuminatis ob- tusiusculis, glabris, nervis praecipue subtus et petiolo pilis stellatis minutis inspersis, supra viridibus lucidis, subtus pallidioribus opacis 5—7 plo nerviis, nervis 3 centralibus paullo supra basin solutis ad apicem ductis, nervis caeteris e basi solutis, omnibus subtus valde prominulis, nervulis ; Cas. DC. in Prodr. XVI. (1) 984 0. Warburg. transversis parallelis; amento femineo oppositifolio, pedunculo pubes- cente quam petiolus 3 plo majore, amento longissimo, folia valde superante, floribus confertis, bracteis rotundatis glabris pedicellatis peltatis, pedicello rhachique pilosis, bacca obovata glabra sessili rubra. Die Blütter variieren zwischen 40 und 44 cm in der Lünge und 4—7 cm in der Breite, die größte Breite liegt unterhalb der Mitte; der Blattstiel ist c. 4 cm lang; die Blütter fühlen sich unterseits etwas rauh an; die seitlichen Basalnerven erreichen die Spitze des Blattes nicht. Der © Blütenstand wird bis über 20 cm lang, und sitzt auf einem 3—4 cm langen Stiel. Bei Finschhafen, wo die Pflanze z. B. an dem Fluss von Butaning einen schönen Schmuck des Waldes ausmacht, indem die prächtig roten langen Blütenstände massenhaft über den Fluss herabhüngen. Die Art, zur Section Eupiper gehórig, steht P. Amboinense C. DC. und Forstenii P. DC. wohl am nächsten, unterscheidet sich aber durch Größenverhältnisse, Form und Be- haarung im einzelnen. ><-+OP. novo-guineense Warbg. n. sp. Ramis glabris, foliis breviter petiolatis, oblongo ovatis basi rotundatis, apice breviter obtuse acuminatis, supra glabris, subtus pallidis, sub lente eliam in nervis dense rubro-punctulatis, subasperis, 7 plo nerviis, nervis 3 centralibus paullo supra basin solutis nervis ceteris e basi solutis, -omni- bus subtus valde prominulis, nervis marginalibus exceptis ad apicem ductis, nervulis transversis parallelis prominulis; amento © oppositifolio, pedunculo glabro quam petiolus 2—3 plo majore, amento elongato vulgo folium superante, floribus confertis, bracteis rotundatis glabris pedicellatis peltatis, pedicello piloso, stylo nullo, bacca obovata glabra sessili. Die Blütter variieren zwischen 44 und 20 cm in der Lünge und 5—10 cm in der Breite, größte Breite unterhalb der Mitte, der kahle Blattstiel ist 7—10 mm, der Pedun- culus 2 cm lang; der Q Blütenstand 40—42 cm. Diese Art steht offenbar der vorhergehenden außerordentlich nahe, unterscheidet sich aber durch die breiteren kurz zugespitzten Blütter, dadurch, dass auch die oder einige Basalnerven die Spitze des Blattes erreichen, durch die fehlende Behaarung der Achsen und Blatter, durch die roten Drüsenpunkte auf den Blättern, und durch die viel kürzeren Inflorescenzen. Die Art wächst in den höher gelegenen Waldschluchten des Sattel- berges bei Finschhafen. ><-+OP. quinquenervium Warbg. n. sp. Ramulis junioribus villosis, denique glabris, petiolis brevibus crassis villosis, foliis lanceolatis basi rotundatis apice sensim acuminatis acutis nonnunquam subfoliatis, pellucide punctulatis, supra glabris subtus palli- dioribus pubescentibus in nervis villosis, 5- vel rare 7-nerviis, nervis 3 cen- alibus (rare 5) ad apicem ductis, nervis subtus alte prominentibus supra immersis, nervulis haud valde parallelis cum reticulatione distincter pro- minulis. Pedicello oppositifolio longo villoso, amento © elongato, floribus confertis sessilibus, bracteis orbicularibus peltatis breviter pedicellatis, pedicello et rhachi pilosis, stylo nullo. Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 285 Der Blattstiel ist 5—8 mm lang, das Blatt 15—20 cm und 3—7 em breit; der Pedunculus ist 3 cm, der © Blütenstand 14 —15 cm lang. Höher gelegene Waldpartien des Sattelberges bei Finschhafen. Zur Section Eupiper gehürend, schlieGt sich diese Art an P. miniatum aus dem ma- layischen Archipel an, unterscheidet sich aber durch die zottige Behaarung, die schmü- leren, langsamer in die Spitze zulaufenden Blatter, und die sehr dicken Blattstiele. Steril fand ich bei Finschhafen eine, wie es scheint, ganz nah verwandte Form mit gleicher Behaarung, aber viel breiteren 7nervigen Blüttern mit scharf abgesetzter Spitze. XP. insectifugum (?) C. DC., Prodr. XVI. (1) p. 354; Seem. in Fl. Vit. p. 262. Diese Art ist sonst nur von Vidji bekannt. Da kein Vergleichsmaterial vorliegt, ist die Bestimmung nicht sicher. In meinem Exemplar sind die Blätter manchmal an der Basis herzfórmig ; die minutiöse Behaarung an der Blattbasis fehlt; das übrige scheint zu stimmen. Kevinseln. Noch eine Reihe anderer Piperarten aus den verschiedensten Teilen Papuasiens liegen vor, aber nicht genügend zur Bestimmung. Erwähnen will ich nur eine reizende kleine, kriechende Art aus den Wäldern von Finschhafen, deren Blatter mit hübschen rótlichen Wellenlinien gesprenkelt sind. Chloranthaceae. ><-+OChloranthus officinalis BL, Fl. Jav. fase. 8. p. 10, t. 1. Neu für Papuasien. In dem Gipfelwalde des Sattelberges als Unterholz. In ganz Südasien verbreitet. Casuarinaceae. . Casuarina equisetifolia Forst, Gen. pl. austral. 103 fig. 52; K. Scu., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 36. Dieser von Ceylon bis in das óstliche Polynesien verbreitete Küsten- baum ist schon von deutsch und holl. Neu-Guinea, sowie den Salomons- inseln bekannt. Neu für Ceram-laut und die Aruinseln; auch sehr viel auf der Neu-Lauenburggruppe und Gazellenhalbinsel in Neu-Pom- mer n. +C. nodiflora Forst., Prodr. n. 335. Ich fand den Baum an den Abhingen des Sattelborges bei Finschhafen im primären Walde. Schon von Neu-Caledonien, Vidji, und den Molukken bekannt, neuerdings auch auf dem Astrolaberücken in engl. Neu-Guinea gefunden. Das Auffinden dieses Baumes auf Neu-Guinea hebt einigermaßen die Schwierigkeit, die vorher mit dem Vorkommen der Pflanze in den Molukken und in Neu-Caledonien verbunden zu sein schien. Diese Art liebt die Bergabhänge, nicht die Küste, wie die C. equisetifolia. 286 0. Warburg. Cupuliferae. ><+O Quercus (Lithocarpus) de Baryana Warbg. n. sp. Foliis oblongo-ellipticis utrinque glabris viridibus, basi subacutis apice obtuse apiculatis margine integris, 9 em latis, 18 cm longis, nervatura pro- minente pulcherrime reticulata, venis lateralibus utrinque 6—8 arcuate ascendentibus, glande magna globosa, parte basali turbinata rugosa impo- lita, 31/2 em in diametro, parte apicali basali sublongiore glabra polita apice subdepressa, parte a eupula libera 2 cm in diametro; cupulä subglobosa, parte inferiore turbinatà, glandem fere totam usque ad apicem depressam includente, squamato-zonata, 4 em altà, 31/, em in diametro, squamis late- ovatis subacutis imbricatis appressis; indumento vix distincto. Ein hoher Baum des Gipfelwaldes vom Sattelberg. Eine durch die Größe der Früchte und Cupula, und durch die keilfórmig ver- schmilerte Basis der Cupula sehr auffallende Art, die der Q. cornea Lour. von Hongkong, Java und Borneo am nüchsten steht, sich aber schon durch die die Eichel viel weiter ein- schließende Cupula unterscheidet; sie war leider nur in älteren abgefallenen Früchten zu erlangen. Dies ist die erste Eichenart aus dem deutschen Schutzgebiet in Ostasien; neben der von Beccari in holl. Neu-Guinea gefundenen Q. lamponga sind auch schon 2 neue Quer- cus-Arlen aus engl. Neu-Guinea von F. v. MüLLer in einer australischen Zeitschrift be- kannt gemacht, deren Beschreibung mir leider nicht zugünglich war. Sicher finden sich im Innern noch manche mehr; eine andere Art ist von HOLLRUNG mitgebracht, vom Sattelberg; sie gehürt zu der Untergruppe Pasania, welche nach den Früchten der Q. fenestrata Roxb, im Sinne von WexziG unter- oder beizuordnen sein wird; doch fehlen Blatter, wenn nicht vielleicht unter einer andern Nummer liegende sterile Zweige einer Eiche dazu gehören. 2X--OQ. pseudo-molucea Bl. in Verh. 9 p. 214; Bijdr. p. 519; Wenzig in Berl. bot. Jahrb. IV. p. 226. var. nova papuana (an sp. n.?). Arbor ramulis petiolis et costa subtus fulvo velutinis, demum glabres- centibus, petiolo 5—8 mm longo, foliis oblongo-lanceolatis margine integris 11—15 em longis, 3!/,—5 em latis, basi acutis inaequalibus, apice breviter saepe suboblique cuspidatis, supra viridibus, subtus glaucescentibus utrin- que nervis 9 arcuato-ascendentibus, nervatura subparallela subtus promi- nula; fruetu sessili, rhachi fulvo-velutina, cupula 21/,—3 cm diametro, 4—6 mm alta, patelliformi ochreo-velutina ; squamis ovatis acuminatis dorso sulcatis, appressis velutinis, apicibus gracilibus parum prominentibus, glande vulgo hemisphaerica (vel oblongo-hemisphaerica) 2—3 em in dia- metro et 2—3 em alta basi concava, fere tota exserta, glabra haud depressa apiculata, apice velutina. Ein hoher Baum des Gipfelwaldes vom Sattelberg; nach Früchten des Berliner Museums hat Naumann diese Art auch in holl. Neu-Guinea (bei Sigar) gesammelt. Die Art ist sonst aus Malesien bekannt. Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora, 287 Ulmaceae. Trema virgata Bl., Mus. bot. II. p. 59; Celtis virgata Wall., Cat. n. 3694; Sponia virgata Pl. in Ann. d. se. 1848, p. 264. Neu für Key, Geram-laut und Sigar (Mc. Cluersgolf); einen wichtigen Bestandteil des secundären Gebüsches ausmachend; eine in Süd- ostasien bis nach China und Australien hin verbreitete Pflanze. Schon von holl. Neu-Guinea bekannt. T. timorensis Bl., Mus. bot. II. p. 60. Sponia timorensis Dec. Meine Form stammt von Kl. Key, hat sehr schmale, lanzettliche, aber rauhe und kaum deutlich 3 nervige Blatter, stimmt also in dieser Beziehung mit timorensis, die Blütenstände sind aber viel kürzer als die Blattstiele. Bisher nur von Timor bekannt; ob es eine gute Art ist, bleibt zweifelhaft. T. aspera Bl., Mus. Lugd. bot. Il, p. 58; K. Sca., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. #1. Von Horrrung schon gesammelt; ohne Angabe des Ortes. Bei Finschhafen und bei Hatzfeldthafen hiufig im secundiren Gebüsch. Eine auch in Australien sehr häufige Pflanze. Von einer andern Art von Kl. Key, die ich nur in sterilem Zustande erhielt, wird die Rinde daselbst zum Schwarzfärben benutzt. + Celtis aff. latifolia Planch. in DC. Prodr. XVII, p. 186; Soleno- stigma latifolium BL., Mus. Lugd. bot. n. 2 p. 67. Diese Art ist von Zipper und Trysmann in holl. Neu-Guinea gefunden. Mein Exemplar stammt von Hatzfeldthafen, wo der Baum einen Bestandteil des Ebenenwaldes ausmacht. Leider liegen mir keine Exemplare der BrvwE'schen Art zum Vergleich vor; die Pedunculi sind viel mal länger als die Blattstiele, was von der Beschreibung etwas ab- weicht. Man wird mehr Material abwarten müssen, um die Verwandtschaftsverhiltnisse genau angeben zu kónnen. xC. strychnoides Pl. in Ann. d. se. nat. ann. 1848 p. 306; in DC. Prodr. XVII. p. 185. Foliis majoribus et magis acuminatis: Aruinseln. Die typische Form kommt in Nord-Australien vor, wahrscheinlich ist unsere Form als Art abzutrennen. x+OC. grewioides Warbg. n. sp. Arbor ramulis verruculosis teretibus cum innovationibus ferrugineo- subvillosis deinde glabrescentibus, petiolis brevibus hirsutis, foliis lanceo- latis vel oblongo-lanceolatis basi et apice acutis, saepe longe acuminatis, margine repande serrulatis; basi inaequalibus, chartaceis, supra glabris subtus in nervis principalibus appresse subpilosis, usque ad apicem tri- nerviis, nervis venis prominentibus parallelis conjunctis; stipulis deciduis lineari-lanceolatis; pedunculis brevissimis axillaribus (saepe vix ullis) paucifloris, pedicellis fructiferis petiolis dimidio brevioribus ferrugineis drupa late elliptica vel obovata suboblique apiculata. 288 : 0. Warburg. Die braune Rinde der jüngeren Zweige ist dicht mit helleren Lenticellen besetzt; die Blätter sind 14—17 cm lang und 4—6 cm breit, in der Mitte am breitesten ; neben den 3 Hauptnerven läuft noch nahe dem Rande jederseits ein unterbrochener, sich aus bogenfórmigen Stücken zusammensetzender Seitenerv. Die Nervatur ist beiderseits sehr deutlich. Die dicht behaarten Stiele sind 2—4 mm lang; der Blattstiel ist ca. 4 cm lang; der Pedunculus 2—4 mm, die Fruchtstielchen sind 4 mm lang; die Früchte 4 cm lang und 8 mm breit, die größte Breite liegt oberhalb der Mitte; sie sind mehr oder weniger deutlich lángs gestreift. Ein Waldbaum von Hatzfeldthafen. Von Sumatra ist eine C. angustifolia Pl. (Solenostigma angustifolium Miq.), aber leider nur nach den sterilen Zweigen beschrieben; die Blütter unserer Art stimmen gut mit der Beschreibung, namentlich der Grewiaähnliche Habitus, doch sind bei jener Art die Stipeln oval-, bei unserer spitz linear-lanzettlich. Wenn dies allein nun vielleicht auch noch keine Artendifferenz begründen dürfte, so wüchst dadurch die Wahrscheinlichkeit, dass auch die Blüten und Fruchtstände Unterschiede aufweisen werden; gerade bei Celtis variieren die Blatter sehr, und es ist nicht ratsam, auf die Blätter allein hin Arten zu gründen, wie es MiQUEL gethan hat. Sterile Biume nach den Blättern zu derselben Art gehórig fand ich in Constantin- hafen, der Insel Ulu in der Neu-Lauenburggruppe und Nusa auf Neu-Meck- lenburg stets im primären Walde oder am Rande desselben ; die Blätter der jungen Pflänzchen oder der Schósslinge haben viel deutlicher und gróber gekerbte Blätter. Steril liegt noch eine andere Art von den Keyinseln vor mit ungezühnten Blättern, die Seitennerven erreichen nur oben das oberste Drittel des Blattes; der Baum besitzt ein gutes Holz, das zum Schiffsbau gern benutzt wird; die Art steht nach den Blättern offenbar der Celtis philippinensis am nüchsten, welche letztere von Australien bis nach Südchina verbreitet ist. Urticaceae. Pipturus incanus Wedd. in DC. Prodr. XVI, (1) 23518; Exner. in bot. Jahrb. VII, p. 450; K. Scu., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 37. In Papuasien schon von deutsch Neu-Guinea, Neu-llannover (NAUMANN) und engl. Neu-Guinea (als Pipturus velutinus Wedd.) bekannt, ich erwähne die Pflanze noch für die höheren Lagen des Sattelberges, sowie für die Gazellenhalbinsel auf Neu-Pommern; überall ist es einer der ge- meinsten Sträucher resp. Bäumchen des secundüren Gebüsches, variiert übrigens in Bezug auf Blattform und Behaarung sehr. Diese Art ist in Malesien und Polynesien verbreitet. XP. argenteus Wedd. in DC. Prodr. XVI, (1) 23519. Auf den Key- und Aruinseln sehr gemein, dort P. incanus ver- tretend als Hauptbestandteil des secundären Gebüsches. Diese Art hat eine noch größere Verbreitung, da sie außer in Polynesien und Ma- lesien auch in Australien vorkommt. Neu für Papuasien. Villebrunea rufescens Bl., Mus. Lugd. Bot. VI. p. 466; Wepp. in DC., Prodr. XVI (4). 23521; K. Sca., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 38. Schon von holl. Neu-Guinea bekannt, von Horrrung bei Finschhafen gefunden. Neue Localitäten: Siar in der Astrolabebay, Sattelberg, häufig im Busch wald. In Malesien verbreitet. Beitrige zur Kenntnis der papuanischen Flora. 289 ><+OE, reticulatum Wedd. in DC. Prodr. XVI (4). 176. An schattigen Plützen des Sattelberges bei Finschhafen. Bisher nur von Australien bekannt, aber, wie BENTHAW schon hervorhebt, nahe verwandt mit E. sessile Forst. Móglicherweise ist auch die Neu-Guinea-Form eine selbstündige Art. »--OE. novo-guineense Warbg. n. sp. Caule herbaceo simplice aut paree ramoso ascendente, ad nodos infe- riores saepissime radicante dense strigoso apice interdum pilis magnis albis obsito; foliis alternis fere sessilibus oblongis vel lanceolatis sensim aeuminatis basi auriculato-semicordatis vel inaequaliter subacutis dimidio supero tantum (acumine saepe integro) obtuse et repande grosse serratis eystolithis linearibus crebriuscule obsitis, supra obscure vel laete viridibus, subtus pallidioribus in nervis strigosis, triplinerviis, nervis lateralibus haud oppositis saepe brevibus rare dimidium folium attingentibus vel superan- Beitrüge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 291 tibus; nervis lateralibus utrinque-3—7 valde arcuatis stipulis persistentibus acutissimis subulatis basi lanceolatis cystolithis parallele-lineolatis. Floribus dioecis; capitulis g‘ ad nodos solitariis vel geminis depresso-globosis longe peduneulatis, braeteis exterioribus late ovatis apice rotundatis, bracteolis oblongis subspathulatis apice truncatis ciliolatis; capitulis € sessilibus, in- voluero lineolato, bracteolis lineari-spathulatis longeque ciliatis. Die Blätter sind von sehr verschiedener Größe und Breite, 5—10 cm lang, 2—31/ cm breit, bald lang, bald kurz zugespitzt, die breitere Blatthalfte bald spitz, bald herzfórmig zulaufend; die durchaus spitzen Stipeln sind gewühnlich, aber nicht immer, persistent, bis 7 mm lang und 4 mm unten breit; die Blattnerven sind manchmal unterseits mit langen weiBen Haaren bedeckt. Die Stiele der mannlichen Kópfchen sind ca. 4 cm lang; die Kópfchen selbst haben einen Durchmesser von ca. 4 cm. Diese sich an Elatostemma sessile Forst. eng anschlieBende Art zeichnet sich von ihr vor allem durch die langen Blütenstandsstiele, sowie durch die persistenten pfriemlich- spitzen Stipeln aus. Sie wächst viel in den Schluchten des primären Waldes am Sattelberg bei Finschhafen. E. novo-guineense Warbg. var. angustifolium. Eine schmalblättrigere Form mit kleineren Blütenküpfchen und pfriemlichen Stipeln, in unmittelbarster Nähe von Finschhafen in schattigen Waldbuchten wachsend. ><+OE. n. sp. Aff. glaucescenti Wedd., Monogr. p. 325 (Phi- lippinen). Eine außerordentlich zierliche kleinblättrige Pflanze, aber nur in sterilen Exem- plaren vorliegend. Wie bei E. glaucescens ist der Stiel dicht, etwas anliegend behaart, die kaum 4 cm langen sitzenden Blätter sind unten geöhrt, halb-herz-fórmig , aber von der Basis an jederseits mit 6—7 größeren stumpfen Sägezähnen versehen und oberseits ganz kahl. In den tiefen Waldschluchten des Sattelberges bei Finschhafen. ><+OPellionia nigrescens Warbg. n. sp. Dioeca glabra, foliis alternis subsessilibus glabris utrinque cystolithis linearibus insitis elliptico-lanceolatis basi inaequilateralibus acutis apice sensim subacuminatis acutis, in sicco nigrescentibus margine subintegris (apice repande et minutissime denticulatis vel undulatis), penninerviis utrinque venis c. 8 obliquis ante marginem conjunctis; stipulis magnis lan- ceolatis deciduis inflorescentiis Q axillaribus sessilibus; floribus fascicu- latis, pedicellis quam flores longioribus vel subaequilongis, perigonii seg- mentis 5 subaequilongis glabris late ovatis apice rotundatis haud mucronatis ; ovario late elliptico, compresso, quam perigonium breviore, apice obtuso, laevi et punetulato; staminum rudimentis squamiformibus segmentis oppo- sitis inflexis. Die ganze Pflanze nimmt beim Trocknen eine blüulich-schwarze Färbung an; die Blätter sind ca. 40 cm lang und 3!/; cm breit, der Blattstiel ist, wenn vorhanden, nicht größer als 2—3 mm; die weiblichen Blütenküpfchen haben 4—1!/ cm im Durch- messer, die Blütenstielchen werden bis 3 mm lang, das Perigon bis 2 mm, das Ovarium 4—41/5 mm. In den Waldschluchten des Sattelberges bei Finschhafen. 19* 292 0. Warburg. Die Art ist durch die fast ungezihnten, abwechselnden, unten spitzen Blatter, durch die Nervatur, die Kahlheit, die sitzenden Blütenstände und stachellosen Perigonteile gut charakterisiert. Von einer zweiten großblättrigen Art von Bussum bei Finschhafen ist das Exemplar zu unvollständig, um beschrieben zu werden, Pouzolzia indica Gaud., Voy. Uran. Bot. 503; Wenn. in DC. Prodr. XVI (4) 220; K. Scu., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 38. Schon von Neu-Guinea bekannt. Neu für Mioko und Ralun im Bis- marckarchipel an bebauten Orten. Ein gemeines tropisches Unkraut, auch bis nach Australien gehend. »«--OP. hirta Hassk., Cat. hort. bog. p. 80; Memorialis hirta Wedd. in DC. Prodr. XVI (1). p. 235°. Am Sattelberg bei Finschhafen am Waldrand; auch bei Hatz- feldthafen. In Malesien sehr verbreitet. P. pentandra Benn. in Pl. Jav. rar. 66. t. 44. Memorialis pentandra Wedd. in DC. Prodr. XVI (4). p. 235%; K. Scn., Fl. K.-Wilh.-L. p. 38. HoLLRuNG sammelte die Art in Constantinhafen; ich inHatzfeldt- hafen. In Südasien verbreitet bis zu den Philippinen; aber nicht von Australien erwähnt. +Fleurya interrupta Gaud., Voy. Uran. Bot. 497; Wenn. in DC. Prodr. XVI (4). p. 74. Von holl. und engl. Neu-Guinea bekannt; neu für deutsch. Neu- Guinea (Stephansort), sowie für den Bismarckarchipel (Gazellen- halbinsel). Durch ganz Südasien bis nach Polynesien verbreitet. ><-+ Laportea sessiliflora Warbg. n. sp. Ramulis crassis glabris foliis longe petiolatis adultis subglabris, subtus stimulis parvis sparse vel rarissime obsitis, junioribus in petiolo costa ner- visque appresse pubescentibus, membranaceis ovatis vel oblongis, basi vulgo rotundatis apice breviter acuminatis acutis, integris, nervis basilari- bus brevissimis limbi vix quartam vel quintam partem attingentibus; nervis lateralibus 40—16 obliquis vix arcuatis, ad marginem indistincter con- junctis; lamina utrinque laete viridi nervis secundariis tenuiter transverse venulosa, cystolithis sub lente conspicuis dense inspersis, stipulis axilla- ribus magnis deciduis acuminatis haud bifidis, extus pubescentibus; inflo- rescentia © quam folia minore paniculata pilis brevibus pubescente, glo- merulis confluentibus floribus sessilibus erectis, perigonio 4-partilo, segmentis inaequalibus, 2 majoribus obtuse vel subacute triangularibus, 2 multo minoribus oblongis, achaenio haud valde convexo, vix obliquo, stigmate filiformi villosiusculo incurvo; inflorescentia 2 paniculata albo- pilosiuscula; glomerulis apedunculatis, floribus sessilibus, perigonii 4—5- partiti segmentis latis obtusis extus puberulis. Die Blütter besitzen eine sehr verschiedene Linge, zwischen 45 und 25 cm variierend, die Breite ist 7—14 cm, in der Mitte sind sie am breitesten; die Stipeln sind 2!/; cm Beitrâge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 293 lang, die Blattstiele variieren zwischen 2 und 9 cm; die 2 Blütenkópfchen haben unge- führ 3 mm im Durchmesser, die weiblichen sind ungefähr ebenso groß; die Inflores- cenzen sind nicht viel größer als der Blattstiel, doch variiert die Größe sehr. Ein kleines für Berührung wenig gefiihrliches Biumchen im Secundär- wald der Insel Kerawara (Neu-Lauenburggruppe); dieselbe Art auch auf der benachbarten Insel Mioko ebendaselbst. Von der Neu-Guinea-Compagnie sind Blätter und männliche Blüten aus Finsch- hafen eingeschickt; die Blätter sind zwar viel größer, haben aber dieselbe Nervatur, die Blüten sind etwas weniger behaart, stehen auch etwas dichter, sind sonst aber ebenso; ohne weibliche Blüten lässt sich nicht sicher entscheiden, ob es dieselbe Art ist; jedenfalls steht sie ihr auBerordentlich nahe; diese Pflanze wächst als Unterholz viel am Rande des Waldes bei Finschhafen und soll den Tod der eingeführten Rinder, welche die Blütter fressen, verursachen kónnen, was wohl noch der genaueren Unter- suchung bedürfen wird. Die L. sessiliflora unterscheidet sich leicht von deretwas áhnlichen L. crenulata Gaud. durch die dünneren, lünger gestielten Blütter, die ungleichen Teile des weiblichen Perigons und dadurch, dass die weiblichen Blüten nicht gestielt sind. »--Ob. armata Warbg. n. sp. Ramulis dense verruculosis sparse stimulosis, stipulis axillaribus lan- ceolatis acutis integris albide-stimulosis; foliis oblongo-lanceolatis apice aeuminatis acutis, basi obtusis, margine grosse sinuato-dentatis, supra valde verrucose stimulosis caeterum glabris, subtus cum nervis et petiolo dense cinereo-velutinis, vix trinerviis, nervis lateralibus ad tertiam partem laminae decurrentibus, utrinque nervis 6—8 obliquis subarcuatis supra haud distinetis, nervis secundariis transverse rectiusculeque anastomosan- tibus, lamina membranacea. Inflorescentia © quam folia longiore ramosa, pedunculo verrueuloso stimuloso caeterum subglabro, glomerulis parvis dis- cretis valde stimulosis, floribus sessilibus, perigonio valde inaequaliter 4-partito, laciniis majoribus late ovatis acuminatis vel cuspidatis, laciniis minoribus ovatis minimis vix perspicuis ovarium fere aequantibus, ovario ovato, stigmate villosiusculo ovarium 2—3plo superante filiformi. Die Stipeln sind 11/—2 cm, die sehr variablen Blattstiele 3—6 cm lang, die Blütter 18—20 cm lang und 6—8 em breit. Die Inflorescenz ist über 30 cm lang, die lanzett- lichen Bracteen sind 2—3 mm lang; die ziemlich locker stehenden Blütenköpfchen haben 2—3 mm im Durchmesser; der fadenfürmige Griffel ist 2 mm lang, das kahle Ovarium ca. 2—3 mm. Diese strauchartige Pflanze wächst am Waldrand am Sattelberg bei Finschhafen. Sie scheint der berüchtigten L. gigas aus Australien am nüchsten zu stehen, unter- scheidet sich aber dureh Form und Kleinheit der Blütter und verschiedene Unterschiede* in den Blüten; gemeinsam ist die außerordentlich starke Bewaffnung ; auch von den Eingeborenen wird diese Art sehr gefürchtet im Gegensatz zu der crenulata; persönliche Erfahrung habe ich glücklicherweise nicht. »-LOL. crenulata Gaud. in Voy. Uran. Bot. p. 498; Wepp. in DC. Prodr. XVI (1) 85. Die Art kommt vielfach am Rande des secundären Waldes vor, z. B. 294 0. Warburg. in Hatzfeldthafen, Stephansort und ist meistens baumförmig, ea. 20—25" hoch. Schon von Vorderindien und Malesien bekannt. Die Blätter unserer Form variieren sehr in Größe, sind fast immer ganzrandig und tragen wenigstens erwachsen so gut wie keine Brennhaare. Moraceae. Malaisia scandens K. Sch. in Ener. Jahrb. IX. 199. Caturus scan- dens Lour., Fl. Cochinch. Bd. II. 751. Malaisia tortuosa Blanco, Fl. d. Fil. ed. I. 739; K. Scun., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 39. var. viridescens Bur. Schon von Hottrune in deutsch Neu-Guinea gesammelt; die Varietät ist eine australische. Kl. Key am Waldrande kletternd. $ In Südostasien bis Neu-Caledonien und Australien verbreitet. Pseudomorus Brunoniana Bur. in DC. Prodr. XVII. 249; K. Scu., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 39. Ist bei Hatzfeldthafen viel im secundüren Walde, dort auch von HOLLRUNG gesammelt. Eine australische und polynesische Art. »--OFateua pilosa Gaud., Voy. Freyein. p. 509: Bureau in DC. Prodr. XVII. p. 256. In Finschhafen, Hatzfeldthafen, Mioko (Neu-Lauenbu rg- Gruppe) und Kl. Key an Gebüschrand und verlassenem Culturland häufig. Die Blätter und Behaarung sind sehr variabel; so finden sich an einem Zw cig lineal- lanzettliche, lanzettliche und breit ovale Blütter; die daraufhin gebildeten Varietüten sind also kaum berechtigt. In ganz Südoslasien zwischen Australien und Japan, sowie in Polynesien verbreitet. 2«--O Cudranus amboinensis Rumph., Herb. amb. V. p. 22. tab. 15. Cudrania javanensis Tree. in Ann, se. nat. ser. 3. VIII. 123. Neu für Papuasien, Finschhafen, Sattelberg, Hatzfeldthafen am Rande des secundüren oder primären Waldes; Keyinseln auf den Kalkrücken. Eine sehr variable Pflanze, in Bezug auf Behaarung, Blattform und -Größe, sowie Wuchs. Auf Kl. Key sind es kleinere dornige Sträucher, das Ibst Songnifelu genannt, das Wurzelholz wird gesammelt und als Kaju Kuning (Gelbhct ; an die chinesischen und macassarischen Hiindler verkauft, In deutsch Neu-Guinea bildet die Pflanze dicke, hoch kletternde, wenig dornige Lianen; die süßen, aber etwas faden Früchte dienten uns mehrmals bei der Wanderung durch das Grasland als Erfrischungsmittel. Von Ostafrika durch Südasien bis nach Australien und Japan. Pseudotrophis Warbg. n. g. Flores dioeci. Fl. © laxe spicati; Perianthium 4-fidum ovarium am- pleetens lobis inaequalibus, rotundatis, decussatim imbricatis. Ovarium sessile ovatum inclusum rectum, 4-loculare; stylus in flore subterminalis, in fructu nondum maturo parum excentricus a basi 2 partitus, ramis stig- matosis divergentibus filiformibus; ovulum sub apice affixum pendulum Beitrâge zur Kenntnis der papuanischen Flora, 295 campylotropum. Perianthia fructifera aucta crassa fructum omnino inclu- dentia. Fl. of ..... Semen ..... Frutex glaber ramulis distichis. Folia alterna breviter petiolata integra vel dentata. Stipulae laterales deciduae. Spicae © laxiflorae elongatae axillares. Die Gattung steht Paratrophis im Sinne von BevruAw-HookEn am nächsten, unter- scheidet sich aber durch das große, die Blüte einhüllende, ungleichlappige, mit der jungen Frucht weiter wachsende Perianth; hierdurch der madagassischen Gallung Pachytrophe mehr ühnelnd, ist sie von derselben durch nicht verwachsene Stipeln und die nicht gedrüngtblülige € Inflorescenz verschieden; vermutlich werden die (j Blüten und der Keimling noch weitere Unterschiede zeigen. XP. laxiflora Warbg. n. sp. hamulis teretibus glabris, novellis sparse pilosis, foliis breviter petio- latis oblongo-ellipticis basi obtusis, apice breviter abrupte acuminatis vel cuspidatis utrinque glabris, margine interdum repande spinose-dentatis, supra viridibus subtus pallidioribus nervis lateralibus utrinque 10 patulis vix incurvatis, prope marginem arcuate conjunctis; nervis secundariis in- terpositis inter nervos laterales eisque parallelis, nervatura reticulata subtus valde distincta; spica Q axillari solitaria quam folium multo minore laxi- flora, pilis minimis erectis sparse pubera. Floribus solitariis vel binis sessi- libus, perigonio ad basim fere 4-partito, lobis valde inaequalibus subrotun- dis extus pubescentibus, ovario incluso glabro, styli ramis exsertis paten- tibus longis filiformibus villosis. Der an der Oberseite schwach behaarte Blaltstiel ist 7—8 mm lang, die gleichfalls wenig behaarten Stipeln sind ebenso lang, die Blütter sind 40—15 cm lang und 4—7 cm breit, die größte Breite liegt in oder unterhalb der Mitte, die Oberseite ist im trocknen Zustande olivengrün, die Unterseite grüngelb; die Zahl der größeren Seitennerven ist 8—42; die abgesetzte Spitze ist gewöhnlich 8—10 mm lang; Dornzähne finden sich nur an wenigen Blättern mitten zwischen den ganzrandigen Blättern. Die Inflorescenzen sind 5—7 cm lang und tragen zwischen 8 und 44 Blüten in verschiedener Ausbildung. Die Blüten sind 2 mm lang, die Narben je 4 mm; die am meisten entwickelten der mir vorliegenden Früchte sind 5 mm lang incl. des Perianths, die 2 kleineren Lappen des braunen Perianths sind in diesem Stadium nur 2!/; mm lang. Der Strauch wiichst auf den Kalkrücken von Kl. Key. Äußerlich haben die Blätter viele Ähnlichkeit mit der wegen der Anwendung be- rüchtigten Paratrophis anthropophagorum (Trophis anthropophagorum Seem.) der.Vidji- inseln. Fieus sp. Diese Gattung ist selbstverständlich auch in Neu-Guinea außerordentlich verbreitet; ich habe selbst über 40 Arten aus Papuasien mitgebracht, Da aber die zur sicheren Be- stimmung nütigen Vorstudien diese Arbeit zu sehr verzógern würden, so werden sie später als Nachtrag bearbeitet werden. -Artocarpus incisa L. fil; Excr. in bot. Jahrb. VII. p. 451. In deutsch Neu-Guinea ist diese Pflanze z. B. bei Finschhafen einer der gewöhnlichsten Bäume und kommt in einer ganzen Reihe von Varietäten vor; ebenso kann ich ihn für den Bismarckarchipel, die Keyinseln, Geram-laut und die Aruinseln constatieren. Von holländisch Neu- Guinea wird er mehrfach erwühnt, dagegen bisher (wohl zufalligerweise) 296 0. Warburg. noch nicht von englisch Neu-Guinea. Die Challengerexpedition vermisst diesen Baum auf den Aruinseln, p. 117, auch Wazrace erwähnt ihn nicht, er ist aber entschieden dort, wenn ich ihn daselbst auch nicht so häufig sah, wie auf Neu-Guinea. Der Brotfruchtbaum ist durch den malayischen Archipel überall in Cultur und verbreitet. ><+OF, rufa Warbg. n. sp. Arbor foliis magnis coriaceis breviter petiolatis apice obtusis vel rotun- datis, basi acuminatis integris, adultis supra glabris costa nervisque pro- minulis subtus rufo-ferrugineo-tomentosis, costa et venis valde prominen- tibus, nervis lateralibus utrinque c. 20 obliquis vix areuatis ante marginem conjunctis, juxta marginem nervo altero marginali unitis ; racemis longis cum pedicellis et floribus rufo-villosis, floribus solitariis vel geminis pedicellatis ; disco segmentisque corollae intus glabris; segmentis versus basim primum sejunetis, versus apicem longius cohaerentibus, gynophoro tum valde cur- vato e fissura basali segmentorum evadente, styli apice in laminis inclusa, stylo subtiliter papilloso, stigmate obtuso terminali glabro. Die Blütter sind 25—30 cm lang und 42 cm breit und sitzen auf einem 2 cm langen Stiel; sie sind an der Basis ganz kurz zugespitzt. Die Inflorescenzen haben sehr ver- schiedene Linge, sie werden bis 17 cm lang und sind dicht rotbraun behaart. Die Blütenstielchen sind 4 mm lang, der Discus noch keinen mm im Durchmesser, der Stiel des Ovars ist 3 mm lang, das runde Ovarium hal 11 mm im Durchmesser und sitzt schief auf dem Stiel, der Griffel ist 7 mm lang und nur unten etwas behaart und er- weitert sich nach der Spitze zu keulenfórmig. Das Perianth ist fast 4 cm lang, davon kommen 2 mm auf die kugelförmig zusammenhaftende Lamina. Die kleinen Antheren sitzen in den Hóhlungen dieser Kugel, das Connectiv ist relativ dick, ragt aber so gut wie nicht über die Antheren heraus. Die 2 rundlichen Ovula sind durch lange Funiculi dicht neben einander in der Mitte der Aussackung des Ovariums, die sich an der con- caven Seite des gekrümmten Gynophors befindet, angeheftet. Ein sehr schóner Baum im Gipfelwalde des Sattelberges bei Finschhafen, von dem es uns leider nur gelang, wenige Inflorescenzen und Blätter herunterzuschießen. Mit dem Fernglas gesehen erinnern die prüchtig roten Inflorescenzen durchaus an Loranthusarten. Die Art repräsentiert offenbar eine neue Galtung, die einerseits der in Südasien und Australien verbreiteten Helicia, andererseits der Neu-Caledonischen Gattung Kermadecia nahe steht, jedenfalls aber einen sehr interessanten, nach Australien hinweisenden alten Typus Papuasiens darstellt. Das gestielte, schiefstehende Ovar, der seitlich stehende ringfórmige Discus, die in der concaven Lamina sitzenden Antheren, die seitlich ange- hefteten Ovula sind die Hauptmerkmale. Die Gattung wurde nach dem bekannten Neu- Guinea-Forscher Fisscu benannt, Santalaceae. Exocarpus latifolia R. Br., Prodr. Fl. N.-Holl. 356. Schon von englisch und holliindisch Neu-Guinea bekannt. Auf Klein Key sehr häufig. Die Art ist von Java und mehreren andern Inseln des Archipels, den Philippinen und Neu-Holland bekannt. ><+OHenslowia umbellata BL, Mus. hot. I. p. 243. Am Abhange des Sattelberges bei Finsehhafen im Gebüsch para- sitisch. Vom malayischen Archipel bisher bekannt, neu für Papuasien, Loranthaceae. Loranthus Seemenianus K. Sch., F. v. K.-Wilh.-L. p. 106. Auch meine Exemplare stammen von Hatzfeldtha fen. Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 299 L. longiflorus Desrouss. in Lam., Encycl. UL 498; K. Sen, Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 105. Schon von deutsch Neu-Guinea bekannt. Neu für Kl. Key und holländisch Neu-Guinea, Sigar. Die Blätter variieren auch hier sehr, die Inflorescenzachsen und der Kelch sind hier ganz schwach behaart, der Kelchrand kaum ausgerandet, Eine durch Südasien bis nach Australien verbreitete Pflanze. Olacaceae. ><+OBalanophora sp. Es sei das Vorkommen der Gattung in Papuasien constatiert, zur Bestimmung ge- nügen die Knospen allein nicht. Im primáren Walde des Sattelberges bei Finschhafen. Balanophora fungosa Forst. ist in Australien und sogar in Polynesien verbreitet, vermutlich ist unsere Art dieselbe. Aristolochiaceae. XAristolochia Roxburghiana Klotzsch in Monatsber. Berl. Akad. 1859. 596; Hook. in Fl. brit. Ind. V. p. 76. Aruinseln im secundüren Gebüsch. Unsere Form dieser vielgestaltigen Art zeichnet sich durch sehr groBe Kapseln mit breitgeflügelten glatten Samen und groe, wenig tief herzfürmige und an der Basis fast abgestutzte Blütter aus. In Hinterindien und dem Archipel verbreitet. A. megalophylla K. Sch. in Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 404. Von dieser Pflanze, die Horrnuxa in Finschhafen gesammelt hat, fand ich recht abweichende Formen in Hatzfeldthafen, Ralun und Mioko im Bismarckarchipel, die man ohne das Originalexemplar sicher für verschiedene Arten halten würde. SCHUMANN legt Gewicht auf die Blattgröße und die tiefe basale Ausbuchtung; meine Exemplare haben zum Teil ganz kleine, ca. 7 cm lange, fast lanzettliche, an der Basis nicht sehr tief eingebuchtete Blütter, deren Basallappen sich durchaus nicht decken, sondern weit von einander abstehen. Wie bei den verwandten Arten, kann auch hier die Blattform nicht maBgebend sein, dagegen müchte ich Wert legen zur Charakteristik der Art 4. auf die zwar äußerst feine, aber mit starken Lupen deutlich sichtbare Behaarung, welche das ganze Perigon bedeckt; 2. ist die Lippe linear-lanzettlich und spitz zugehend, so groB oder meistens grüBer als der Tubus; 3. sind die ovalen spitzen Bracteen am Rande stark gelbhaarig bewimpert; 4. die Frucht vergl. SCHUMANN. Durch die Behaarung des Perigons unterscheidet sie sich von A. indica, durch die Form der Lippe von A. Gaudichaudii, durch die Bracteen von A. nervosa und durch die Samen von A. Roxburghiana, A. Tagala und A, timorensis. Im Habitus steht die Art der Aristolochia Tagala Cham. am niichsten. Wie diese ganze Gruppe liebt auch unsere Art offene Gebüsche, selbst den Gebüsch- rand am Meere. Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 301 »«4-OA. Linnemanni Warbg. n. sp. Herbacea glabra caule volubili suleato angulato; foliis cordatis pedatim 5-nerviis basi late excisis apice subacuminatis acutis junioribus subtus dense minute pilosis; cymis racemosis axillaribus solitariis plurifloris; braeteis minutis ovatis saepe basi cordatis, oppositifloris, saepe cum floribus annulo prominulo conjunctis, pedicellis magnis, floribus glabris; perigonii utriculo basali subgloboso, tuboobliquo vel arcuato, apice infundibuliformi-ampliato, in labium tubo majus oblongo-ellipticum acutum abeunte; capsulä parva glo- bosà costato-hexagonà obtusà a basi dehiscente, seminibus triangularibus complanatis, una facie verruculosa, late marginatis, margine plano-pallido fragili laevi, altera facie vix verruculosa, raphe paullum prominula notata. Der Blattstiel ist 11/9—92 cm lang; die im Umfang fast runden, unten aber tief und breit herzfórmig ausgeschnittenen Blütter sind 5 cm lang und an der Basis fast ebenso breit; die jüngeren Blátter durch die nur mit starker Lupe sichtbaren Haare seiden- glänzend; die Blütenstände sind 3—4 cm lang, der Pedunculus nur 1—1!/; cm; die Blütenstielchen 11/5—2 cm, der Fruchtknoten 7—9 mm, der Utriculus A mm, die scharf vom Utriculus abgesetzte Kronróhre bis zum Labellum 7—8 mm, das Labellum selbst 12—14 mm; das Perigon ist bis auf einzelne Haare an der Innenseite des Lippenrandes unbehaart; die Kapseln haben 2!/; cm im Durchmesser, die Samen sind dreiseitig mit gerundeten Ecken, die Seite ist 4 mm lang, der Rand über 4 mm breit. Die Art wächst in unmittelbarer Nähe der Station Finschhafen im Gebüsch. Nach dem Geometer der Neu-Guinea-Compagnie, Herrn Linnemann benannt. Sie steht der A. indica L. im Sinne von Ducuanrne, DC. Prodr. XV. 4. p. 479 am nächsten, unterscheidet sich aber durch die tief herzförmigen (an der Basis am breitesten) Blätter, durch die Behaarung der Unterseite an den jungen Blättern, durch die reich- blütigen Inflorescenzen, durch die anders geformte und spitz auslaufende Lippe und die anders gestalteten Bracteen, sowie durch die kleinen Kapseln. Polygonaceae. »«Polygonum Posumba Hamilt. in Don, Prodr. Nep. p. 74; Metssn, in DC. Prodr. XIV 4. p. 105. Kl. Key an feuchten Orten. In Vorder- und Hinterindien verbreitet. Amarantaceae. »-rOAchyranthes bidentata Bl., Bijdr. 545. Sattelberg bei Finschhafen im Gipfelwald. Ein recht interessantes Vorkommen, da die meisten Arten der Gattung offene Stellen, secundären Wald etc. vorziehen. ' Eine von Vorderindien bis Java, China und Japan verbreitete Pflanze. Amarantus melancholicus L., Sp. pl. ed. I. p. 989; K. Scu., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 42. Schon am Augustafluss gefunden. Häufig am Sattelberg, wo die Pflanze halb cultiviert, halb verwildert als Gemüse benutzt wird. In Südasien bis nach Polynesien bekannt. 302 0, Warburg. OA, melancholicus L. var. tricolor Lam.; Ener. in bot. Jahrb. VII. p. 454; K. Sen. ? (als Amarant. Blitum L.) in Exar. bot. Jahrb. IX. p. 200. Diese schüne Pflanze ist schon von Naumann in Neu-Pommern gesammelt. Sie wird im Bismarckarchipel, sowie in deutsch Neu-Guinea (z. B. Bili-Bili an der Astrolabebay) häufig in halbwildem Zustande gefunden, da die schönen buntblätterigen Zweige dieser oft mannshohen Pflanze einen Hauptschmuck des Körpers bei den festlichen Tänzen der Eingeborenen bilden. Auch in Fidji, Tahiti, Tana ete. eine beliebte Pflanze, und zwar schon bei der An- kunft des ersten Europäers. A. oleraceus L., Sp. pl. ed. II, 1403. Auf den Aruinseln als Ruderalpflanze. Von Agypten an durch ganz Südasien verbreitet. +OA. spinosus L., Sp. pl. ed. I, p. 994; Hems., Chall. Exp. p. 182. Mein Exemplar stammt aus der nächsten Umgebung von Finsch- hafen, Einschleppung durch die Europäer (mit den Saaten) ist also wahr- scheinlich, sonst aus unserem Gebiet nur von den Aruinseln angegeben. Im tropischen Stidasien sehr verbreitet, von Polynesien bisher nicht angeführt. ><+A. gangeticus L., Sp. pl. ed. Il, p. 1403. Mein Exemplar stammt aus dem Cocoshain von Mioko (Neu-Lauen- burggruppe). Jetzt in den ganzen Tropen verbreitet, von unserem Gebiet bisher nicht erwähnt. A. viridis L., Sp. pl. ed. H, p. 1405; Euxolus caudatus und viridis Moq. in DC. Prodr. XIM, 2, 274; Hzwsr., Chall. Exp. p. 183. Schon von den Key- und Aruinseln erwähnt, noch nicht aus Neu- Guinea. Meine Pflanze stammt aus Ceram -laut. In allen tropischen Gegenden bis nach Australien und Polynesien verbreitet. Gomphrena globosa L., Sp. pl. ed. I, p. 224; K. Sen., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 42; Hzwsr., Chall. Exp. Schon von Key, engl. und deutsch Neu-Guinea angegeben. Bei Con- stantinhafen auf verlassenen Culturstrecken massenhaft. In ganz Südasien und Polynesien verbreitet, Celosia argentea L., Sp. pl. ed. I, p. 296; K. Scn., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 42; Hemst., Chall. Exp. p. 182. Von holl. Neu-Guinea, Finschhafen, Key und Aru bekannt. Neu für Hatzfeldthafen, Kerawara und Mioko in der Neu- Lauenburggruppe. Meist in der Nähe der Dörfer, wohl ursprünglich nur verwildert. Diese sonst in den Tropen weit verbreitete Pflanze scheint in Fidji und Australien zu fehlen, was eben darauf hinweist, dass sie vermutlich auch in unserm Gebiete nicht ursprünglich einheimisch ist, C. cristata L., Sp. pl. ed. I, p. 205. Finschhafen nahe bei Dörfern. Besitzt gleichfalls eine außerordentlich weite Verbreitung, auch noch nicht von Australien und Fidji gemeldet; ebenso für Papuasien neu, dagegen bekannt schon von Timor. Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora, 303 Cyathula geniculata Lour., Fl. Cochinch. I, p. 404; K. Sen. Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 42. Schon von engl. und holl. Neu-Guinea sowie von Finschhafen bekannt. Neuer Standort Bismarekarchipel, Mioko. Überall in den Tropen verbreitet, auch in Polynesien, aber nicht in Australien. Deeringia baccata Moq. in DC. Prodr. XIII, (2) 936; D. celosioides R. Br.; K. Sca., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 42. Schon von HorıLrung am Augustafluss gesammelt. Sehr häufig an den Abhängen des Sattelberges bei Finschhafen, sowie bei Finschhafen selbst am Rande des secundiiren Waldes. Südasien bis Australien. D, indica Zoll., Syst. Verz. 72; K. Scen., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 42. Von Neu-Guinea bekannt. Neu für den Bismarckarchipel, Ralun auf Neu-Pommern am Waldrand. Im malayischen Archipel verbreitet. Chenopodiaceae. Salsola Kali L., Sp. pl. ed. I, p. 222. Diese über die ganze Welt verbreitete, hier und da in die Tropen hineinreichende Salzpflanze ist schon in engl. Neu-Guinea gefunden. Aruinseln am Strande. Nyctaginaceae. Boerhavia diffusa L., Sp. pl. ed. 1, 3; K. Son., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 42; Hzwsr., Chall.-Exp. p. 181. Schon von engl. Neu-Guinea, Finschhafen, Aruinseln ete. bekannt. Hatzfeldthafen. Ceram-laut. Ein sehr gemeines Kraut des würmeren Asiens, Afrikas, Australiens und Polynesiens. »«--OPisonia alba Span. in Linnaea 1841, p. 349. In deutsch Neu-Guinea hiufig, namentlich an der Astrolabebay, z. B. bei Stephansort. Wo dieser Baum ursprünglich heimisch war, ist schwer zu sagen; jetzt wird er im ganzen malayischen Archipel und Indien angepflanzt. (Die Pisonia membranacea K. Sch. ist zu streichen; die Blüten stammen von einer Pisonia, doch gehürt der Zweig nicht dazu.) »Pisonia grandifolia Warburg n. sp. Arbuscula foliis maximis sessilibus, late oblanceolatis, basi attenuatis apice obtuse rotundatis, pergamaceis, in sieco supra nigrescentibus, subtus pallidis, venis utrinque 20 patulis vix curvatis supra prominulis, subtus vix prominentibus, costa crassissima supra canaliculata subtus prominula, in- florescentia magna laxa, pedunculata, regulariter pseudo-umbellate com- posita, pedunculis tomento-pulverulentis brunneis demum glabrescentibus 304 0. Warburg. in sicco nigrescentibus, pedicellis brevissimis ac floribus extus indumento simili obtectis; floribus hermaphroditis protandris infundibularibus, tubo limbo aequilongo, limbo profunde induplicato, laciniis vel dentibus fere nullis, staminibus basi circa ovarium connatis 3—5, vulgo 3 longioribus {—2 minoribus; filamentis filiformibus glabris antheris suborbicularibus, stylo filamentis crassiore staminibus primum aequilongo deinde majore, stig- mate demum fimbriato multifido, ovario ovoideo sessili, ovulo 4 erecto basilari. Das Blatt ist 4 m lang und 28 em breit, die größte Breite liegt unter dem oberen Drittel; der Mittelnerv ist 8 mm dick. Das ca. 20’ hohe Bäumchen hatte keine Ver- zweigung. Die schirmartige Inflorescenz ist sehr groß, und wenn ich mich recht er. innere, axillár; die Blütenstielchen sind 4—1!/;mm lang, die Kronröhre 41/4, der Limbus gleichfalls 11/4, mm; der Griffel und die Staubgefüße etwas über 4 mm lang. Die Pflanze wächst im primären Walde der Aruinseln. XOP. rostrata Warbg. n. sp. Arbor magna, foliis haud permagnis oblanceolatis sessilibus basi sub- auriculatis apice obtusis vel brevissime acuminatis pergamaceis, in sicco supra nigrescentibus subtus pallidioribus, venis utrinque 16—24 obliquis utrinque cum costa prominentibus glabris; anthocarpio subfalcato basi vulgo stipitato lanceolato, longe rostrato, rostro saepe parti basali subaequi- longo, apice flore persistente coronato, limbo corollae 4—5-mero induplicato brunneo pulverulente tomentoso, stigmate fimbriato haud exserto, staminibus persistentibus 4—5; rostro et anthocarpio pergamaceis, longitudinaliter striatis brunneo pulverulentis glabrescentibus in sieco nigrescentibus. Die jüngsten Zweige besitzen eine braune, etwas querrünzelige Epidermis; die Blätter sind ca. 35 cm lang und 40 cm breit; die größte Breite im obersten Drittel, von dort sich langsam nach unten verschmülernd. Die Früchte sind 6—8 cm lang, davon kommen 4—3 mm auf die stielartige Basis, 31/5—5 cm auf die lanzettliche 14 mm breite Erweiterung, 2—3!/;cm auf den Schnabel, und 2 mm auf die sitzenbleibende Blüte, Der gänzlich eiweiBlose Same wird bis über 4 cm lang und 7 mm breit. Diese Art fand ich bei Sigar an der Mc. Cluers-Bucht im Walde. Sie steht der vorigen sehr nahe, die Blütter sind aber doppelt so klein, und der hohe Baum verzweigt sich vielfach; da nur abgefallene Früchte zugünglich waren, ver- mag ich über den Blütenstand keine Angaben zu machen. »--OP.Mülleriana Warbg. n. sp. Arbuscula foliis pergamaceis petiolatis oblongo-ellipticis basi acutis apice acute acuminatis, in sicco supra nigrescentibus subtus pallidioribus, venis utrinque 8—10 obliquis vix arcuatis tenuibus haud distineter pro- minulis, costa valida subtus prominente ; inflorescentia terminali vel pseudo- terminali laxa divaricata pedunculata vulgo irregulariter trichotome haud umbellatim composita quam folia breviore, pedunculis ultimis pedicellis lloribusque indumento pulverulento brunneis, floribus brevissime pedi- cellatis infundibularibus, perianthii limbo vulgo 5-mero induplicato stami- nibus basi connatis vulgo 5, filiformibus glabris, antheris ovatis vel suborbi- cularibus, stylo demum quam filamenta majore, stigmate fimbriato, multi- fido; ovario ovoideo sessili. Beitráge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 305 Die jungen Zweige sind von einer ziemlich glatten, gelblich grauen Epidermis bedeckt. Die Blätter variieren zwischen 47 und 30 cm in der Länge und 7 und 14 cm in der Breite. Der Blattstiel ist 2—4 cm lang; die 4—2 cm lange abgesetzte Spitze des Blattes läuft meist scharf zu; der Blütenstand ist 12—20 cm lang, der Pedunculus bis zur ersten Verzweigung variiert von 2—12 cm; der Blütenstiel ist 1!/; mm, die Kronróhre 1!/; mm, der Limbus ebenso lang. Die 4—5 Staubgefäße ragen über die Kronróhre hinaus, sind aber von dem Limbus ringsum eingeschlossen; zur Zeit der Pollenreife ist der Griffel ebenso lang wie die Staubgefäße und noch nicht an der Spitze vielgeteilt, da nämlich diese Verzweigungen der Narbe noch aneinanderliegend eine keulenförmige Endverdickung des Griffels bilden; nachher streckt sich der Griffel über die Staubgefäße hinaus, und erst dann breitet sich der Narbenschopf aus, doch auch in dieser Periode ragt der Griffel nicht über das Perianth heraus. Das Perianth ist an der Spitze nicht eigentlich gelappt, sondern erscheint durch 5 nach innen gehende Falten gefüchert. Diese Art ist häufig im Gipfelwalde des Sattelberges bei Finsch- hafen. Zu Ehren von F. v. Mun, der sich um die Erforschung der Flora von engl. Neu-Guinea sehr verdient gemacht hat, so benannt. Sie unterscheidet sich leicht von den andern Arten durch die gänzlich abweichende Blattform, und von grandifolia durch die endständigen, oder vielleicht besser pseudo- terminalen Blütenstünde und die weniger regelmäßige, nicht schirmförmige Verzweigung derselben. Portulacaceae. -Portulaca oleracea L., Sp. pl. ed. I, p. 445; Heusr., Chall.- Exped. p. 122. , Ein Cosmopolit. Ich habe Exemplare von den Aruinseln und dem Bismarckarchipel mitgebracht, nämlich von Ralun. Dass weder HozLrRunG noch ich diese Pflanze in deutsch Neu-Guinea gefunden haben, obgleich das Kraut sonst an sandigen und betretenen Stellen so gemein ist, ist vielleicht da- durch zu erklüren, dass es meist durch den Menschen verbreitet wird. Deutsch Neu-Guinea hat bis vor Kurzem zu den abgeschlossensten Gegenden Ostasiens gehört, während der Bismarckarchipel allerlei Verbindungen mit andern Inselgruppen besaB. Klimatische Gründe kommen bei der Verbreitung der Pflanze nicht in Betracht; und sandige Stellen finden sich überall, sei es auch nur am Strande. Zu den eigentlichen Strandpflanzen, wie Sesuvium portulacastrum L., die in Neu-Guinea und umliegenden Inseln offenbar ein- heimisch ist, gehórt die Portulaca wenigstens in Südostasien nicht; sie ist dort eben eine Ruderalpflanze, die nur gelegentlich von Küstenstrecken Besitz nimmt. Aizoaceae. +Mollugo stricta L., Sp. pl. ed. II, p. 131. Von engl. Neu-Guinea bekannt; ich fand die Pflanze auch häufig im Culturland von Finschhafen und Hatzfeldthafen. In Südasien bis Polynesien als Ackerunkraut sehr gemein. Sesuvium portulacastrum L., Syst. ed. X, 1058; K. Som., Fl. v. K.-Wilh.-L., p. 43. Von Neu-Guinea bekannt. Aruinsel. Eine durch die ganzen Tropen bis nach Australien und den Sandwichinseln ver- breitete Strandpflanze. Botanische Jahrbücher. XIII, Bd. 20 306 0, Warburg. Nymphaeaceae. ><--ONymphaea stellata Willd., Spec. II, p. 4153; Mig., Fl. Ind. Bat. 1p, p. 90; Hook. f., Fl. brit. Ind. I, p. 144. Eine Varietät mit mittelgroßen, weißen Blüten. Dies ist jetzt schon die dritte auf Neu-Guinea gefundene Art der Gattung. N. lotus L. und N. gigantea Hook. sind die beiden anderen. In sumpfigen Niederungen bei Hatzfeldthafen. Eine im warmen Asien und Afrika verbreitete, auch im tropischen Australien vor- kommende Art. Anonaceae. »-roSteleehoearpus grandifolia Warbg. n. sp. Arbor ramulis. ferrugineo- pubescentibus, demum glabrescentibus cinereis; foliis breviter petiolatis chartaceis e basi acutiuscula oblongis bre- viter vel brevissime obtuse apiculatis, subtus praesertim in costa venisque primariis sparsim pubescentibus, pilis appressis, supra lamina venisque glabrescentibus, costa hirtella, venis utrinque 12—20 ascendentibus valde prominulis; petiolis subpubescentibus; carpellis maturis globosis sessilibus nigris sub lente minute verrucosis 1—3 spermis. Die schwarzen dicken Blattstiele sind 6—10 mm lang, oben mit einer tiefen rost- braun behaarten Furche versehen. Die Blattfläche ist zwischen 20 und 32 cm lang und 6—11 cm breit; der Mittelnerv oben concav, unten stark hervorragend; ebenso die fast geraden Seitennerven erhaben, das weitmaschige Venennetz gleichfalls hervortretend. Der Fruchtstiel ist 3 cm lang, die größten der sitzenden ganz runden Carpelle haben über 3 cm im Durchmesser* Die Früchte sitzen teils an dem älteren Holze, teils auch àn jüngeren Sprossen. Blüten waren nicht vorhanden. Diese Art ist durch die Größe und Form der Blätter, durch das Hervortreten der viel größeren Anzahl von Nerven, durch die Behaarung, durch die fast ganz runde Form der ungestielten Früchte (bei St. Burahol Bl. sind die Früchte kurz gestielt) und durch die viel feineren Würzchen der Fruchtoberfläche von der Stelechocarpus Burahol Bl. deutlich verschieden. Ein echter Waldbaum, speciell in schattigen Schluchten wachsend. Sattelberg bei Finschhafen. Selillo 2000’. <+OGoniothalamus mollis Warbg. n. sp. Arbuscula ramulis dense fulvo-cinereo-villosis, petiolis brevibus crassis, foliis chartaceis lineari-oblongis sensim acuminatis basi cordatis, supra nitidis, subtus pubescentibus, costa venisque molliter villosis, venis crebris subtus prominentibus obliquis prope marginem arcuato-conjunctis, peduneulo axillari bracteato brevissimo, in nostro specimine bifloro, pedi- cellis pedunculo duplo longioribus, sepalis acutis triangularibus quam petala exteriora triplo fere brevioribus, petalis exterioribus sepalisque extus brunneo-villosis intus glabris; petalis interioribus in mitrae formam conni- ventibus quam exteriora brevioribus erassis extus tomentosis intus pubes- centibus, staminibus ©© apice truncatis, carpellis plurimis dense villosis, stylis brevibus latis glabris. Die Blätter sind 26—29 cm lang und 5—6 cm breit; die ca. 20 meist parallelen unterseits stark hervortretenden Seitennerven stehen ungefähr 42 mm von einander Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 307 entfernt, die netzförmige Nervatur tritt auf beiden Seiten deutlich zu Tage. Der Pedun- culus ist 4 mm lang, der Pedicellus 7 mm. Der Kelch ist 21/; mm, die äußeren Petalen sind 7 mm lang, keilfórmig nach der Basis verschmälert, nach der Spitze dreieckig zulaufend, Diese interessante, schon durch die Behaarung von den Verwandten leicht zu unterscheidende Art findet sich als Unterholz im Walde von Con- stantinhafen auf Neu-Guinea. ><--M. (Eumyristica) bialata Warbg. sp. n. Arbor ramis subteretibus distincter anguste-bialatis cinerascentibus junioribus fuscescentibus glabris, innovationibus ferrugineo -pubescen- tibus; petiolis glabris foliis oblongis vel oblongo-lanceolatis basi rotundatis vel subcordatis apice breviter, saepe abrupte acuminatis vel apiculatis Beitrâge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 309 utrinque glabris, supra viridibus, nervis subsulcatis, subtus cinerascenti- albidis, nervis prominentibus fusco-ferrugineis 48—25 utrinque patulis parallelis haud arcuatis, prope marginem arcuatim anastomosantibus. Pe- dunculis fl. g' axillaribus vel supra-axillaribus crassis brevissimis breviter cylindraceis vel subglobosis petiolo multo brevioribus, bracteis minimis deciduis, pedicellis apice saepe dilatatis, perigonio quam pedicello breviore subtrigono-ovoideo bracteola transverse ovata obtusa persistente suffulto, breviter 3 dentato; columnä stamineä stipitatà cylindracea, sursum attenuato- apiculata, antheris c. 12 aequalibus. Die Zweige haben einen schwachen Glanz; die flügelartigen Leisten laufen etwas im Zickzack, die Narben der Blatter mit einander verbindend, der obere Rand der Leisten ist ziemlich spitz. Die undurchsichtigen Blütter haben eine Lünge von 19—30 cm, eine Breite von 6—13 cm, die Mitlelrippe steht sehr stark hervor; die feinere Nervatur ist nur sehr wenig sichtbar; der kahle Blattstiel ist 11/,—2!/; cm lang, der Canal von den Rindern fast eingeschlossen. Die Blütenstandspolster sind 3 mm bis 4 cm lang, manch- mal fast vom Grunde an 2teilig; die Bliitenstiele sind 0,7— 1 cm lang, das Perigon 6—7 mm lang und 4 mm breit, die Bracteola ca. 3 mm breit und 2 mm hoch; die Columna 3 mm lang, das Stielchen derselben !/; mm. Diese Art fand ich im primüren Walde der Insel Ulu auf der Neu- Lauenburggruppe. Sie schließt sich auf's engste an die M. myrmecophila Becc. an, besitzt aber keine aufgetriebenen Zweige; sonstige Unterschiede sind das kleinere Perigon, die größeren Blütenstielchen und die deutlich ausgebildete persistente Bracteola, während bei M. myr- mecophila die Spitze des Pedicellus nur an der einen Seite dickwandig erweitert ist, Von der noch näher stehenden M. subalulata Miq. unterscheidet sie sich gleichfalls durch die persistente Bracteola und durch die Länge der Blütenstielchen. M. heterophylla K. Sch., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 45. Von Hottrune bei Finsehhafen und am Augustafluss entdeckt. Ich fand einen fruchttragenden Baum davon amSattelberg; g‘ Blüten, Früchte und Blätter in Hatzfeldthafen. Die nicht mehr ganz jungen Zweige des Sattelbergexemplars haben deutlich ent- wickelte Hohlräume mit Lüngsspalten mit vernarbten Ründern. Wenn sich auch keine Ameisen mehr darin fanden, so saBen doch reihenweise die Überreste außerordentlich gut gepflegter Schildläuse, die sicher nicht von selbst sich das harte Holz ausgesucht haben werden. Ich trage kein Bedenken, wegen der Gleichheit der Früchte, Blätter und Blüten mit den Horurung’schen Exemplaren sie zur selben Art zu stellen, obgleich ich die im Jugend- zustand stehen bleibenden Blätter an meinen älteren Exemplaren nicht mehr finden kann; doch sehe ich an der Internodienfolge und den großen Blattnarben, dass wenig- stens an 40 Internodien hintereinander keine verkümmerten Blättchen gestanden haben können; es muss deshalb zweifelhaft bleiben, ob wirklich das Zurückbleiben der Blätt- chen als Artcharakter aufgefasst werden darf; im übrigen scheinen mir Unterschiede zwischen M. heterophylla K. Sch. und subalulata Miq. nicht vorzuliegen, und ob M, myr- mecophila Becc. wegen der etwas stärkeren Stengelauftreibungen gesondert zu halten ist, muss auch fraglich erscheinen; würde man diese 3 Formen zusammenziehen, so würde M. bialata Warbg. wohl auch mit hineingezogen werden müssen. Leider ist noch so wenig Material von den Pflanzen vorhanden, dass es nicht ratsam ist, sich jetzt schon zu entscheiden. Fasst man die Formen als M. subalulata Miq. zusammen, so würde die 310 0. Warburg. Art durch ganz Papuasien gehen, von den Aruinseln bis zum Bismarckarchipel, also dieselbe Verbreitung haben, wie M. pinnaeformis Zipp. Die mehr oder weniger starken Auf- treibungen des Stengels kónnen auch keine scharfen Artcharaktere geben, da z. B. bei der M. heterophylla eine Auftreibung an den ausgehöhlten Partien wenigstens angedeutet ist; dass übrigens die Verdickungen des Stengels erblich sind, also nicht durch irgend welche event. von den Ameisen herrührende Reize individuell entstanden sind, wird bewiesen durch ein junges Zweigende, wo eins der letzten Internodien, obgleich auf- gelrieben, noch fast ganz mit Mark gefüllt war, nur an dem obersten Ende des Inter- nodiums war eine kleine Höhle mit einem kleinen Offnungsspalt. Da die äußeren Schich- ten absolut keine Verdickung zeigen, kam also die Schwellung zu Stande durch ous- schließliches Dickenwachstum des Markes; dieses kann sich aber wegen der später durch die Verholzung der umliegenden Gewebe erzeugten Unmöglichkeit, sich auszu- dehnen, nur in ganz früher Periode ereignet haben. Würde man nun einwenden, dass die Ameisen vielleicht schon in dieser frühen Periode ein Loch gemacht haben, und dass durch die Fortpflanzung des Reizes das Mark auf eine weitere Strecke hin zum Dicken- wachstum angeregt worden sei, so ist darauf zu erwidern, dass das Mark doch nur da in die Dicke wachsen kann, wo es vorhanden ist; wo also die Ameisen in dem jugend- lichen Zustande das Loch in das Mark gebohrt hätten, dürfte kein Dickenwachstum stattfinden kónnen, was aber den Thatsachen widerspricht. Ferner würde auch gegen eine solche Reizerscheinung sprechen, dass die Verdickungen des Markes mit dem Ende des Internodiums scharf absetzen, einerlei ob die Offnung oben oder in der Mitte des Internodiums liegt. Meine Exemplare von bialata haben durchaus keine Auftreibungen und sind nur an einer Stelle etwas ausgehóhlt; die heterophylla dagegen ist meist ausgehöhlt, die seit- lichen mehr oder weniger breiten Schlitze haben wulstig vernarbte Offnungen; infolge von Durchbrechung der Internodien sind zum Teil lange Günge hergestellt, mit einer glatten Wandbekleidung und also häufig mehreren Zugüngen. Meist wird in meinen Exemplaren die Wand bedeckt durch eine Reihe von wohlgenührt aussehenden Schild- läusen, die anscheinend zu derselben Gattung Myzolecanium Targ. gehören, welche Brccant in den Hóhlungen von Kibara Formicarum gefunden hat; außer an den Zweigen oder Blättern habe ich nie ein einziges Exemplar dieser Tiere gefunden. In jedem darauf geprüften Internodium war wenigstens eine der Öffnungen für alle Fälle breit ge- nug, um auch die größten Coccen durchzulassen, und es gab oft in denselben Hóhlungen Coccen in verschiedenen Größen. Da die Hóhlungen von einer schwarzen, verkorkten Schicht eingeschlossen sind, so wird auch unsere Art mit einem starken Saugorgan ausgestattet sein müssen, wie ihn Tanctowr bei der gleichfalls in Neu-Guinea lebenden Kibaraart gefunden hat. In den sterilen Exemplaren von M. myrmecophila fanden sich gleichfalls in den Hohlräumen Schildläuse, sowohl auf den Aruinseln, als auf Neu-Guinea, dagegen in dem jugendlichsten Stadium nicht, Wie sich das Verhältnis der Ameisen zu den Coccen stellt, bleibt dahingestellt. TAn- GIONI fand bei der Kibara-Art keine Secretionsorgane; bei Finschhafen nun findet sich Gelegenheit, dies experimentell zu untersuchen; man sammle die Internodien mitsamt den Ameisen in einer verschlossenen Flasche; schneide zu Hause die Internodien auf, und beobachte die Ameisen in ihrem Verhalten gegen die Schildläuse; namentlich auch, ob sie bei ev. Übersiedlung , vielleicht in dünne Bambusróhren, oder ältere verlassene Myristicainternodien, einige Schildläuse oder deren Junge oder Eier mitnehmen. Wer dies studieren will, dem würden sich gute Centralstationen in Finschhafen oder Hatzfeldt- hafen bieten; in vieler Hinsicht vielleicht noch bequemer würden die Aruinseln sein. ><--M. nesophila ? Miq., Ann. Mus. Lugd. Bat. I, p. 206. Bisher von den Molukken bekannt. Meine Pflanze stammt von der Insel Ulu (Neu-Lauenburggruppe). Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 311 Es liegen nur & Exemplare vor, die Zugehörigkeit lässt sich deshalb nicht mit Sicherheit angeben; bei meinem Baume sitzen die (j Blütenstünde nicht axillár wie bei der typischen Art, sondern am alten Holz; von M. tuberculata K. Sch. unterscheidet sich die meinige durch die Bekleidung des Blütenstandes und den Mangel der Blatt- erhabenheiten. ><+OM. Buchneriana Warbg. n. sp. Arbor ramulis et innovationibus ferrugineo-tomentosis denique glabris teretibus, foliis breviter petiolatis oblongo lanceolatis, basi rotundatis apice sensim attenuatis acutis, supra glabris nitidis, junioribus pilis stel- latis minimis inspersis, nervis lateralibus vix distinctis subimpressis, subtus glaucis, costa validiuscula glabra vel cum petiolo pubescente, nervis tenuibus utrinque 14—18 patulis, apice arcuato-conjunctis; in- florescentia 2 axillari ferrugineo-tomentosa pedunculis vix ullis, flori- bus paucis fasciculatis quam pedicelli majoribus vulgo obovatis obtusis, basi unilateraliter brevissime appresse bracteatis ; perigonio intus glabro, columnà stamineà cylindrica glabrà, antheris ca. 16 dorso toto adnatis apiculatis stipite 4 plo longioribus, columna in parte antheriferà stipite subcrassiore. Die gelblich graue Rinde der Zweige ist ziemlich runzelig ; der schwürzlich rote Blatt- stiel ist 4 cm lang, nicht besonders dick, oben mit tiefer Rinne, die Blätter sind 14—20 cm lang und 21/5—6 cm breit , unterhalb der Mitte ist die größte Breite. Der hoch hervor- tretende Mittelnerv ist rötlich gelb, die Seitennerven braungelb, die Blattunterseite grau- weiß mit einem rétlichen Stich. Die Inflorescenzen sind fast sitzend, der dicke Stiel ist höchstens 2—3 mm hoch, und eben so breit. Der Blütenstiel ist 3 mm, das Perigon ca. 5—6 mm lang; die Bracteenschuppe (!/o mm lang) ist eigentlich nur eine seitliche Er- weiterung des Blütenstieles; die 3/4 mm dicke Columna ist 4 mm lang, die Anthere fast 3 mm, der Stiel und die Spitze ca. 1/, mm jedes. Ein Baum des primären Waldes dicht bei Butauing nahe Finsch- hafen. Ich habe die Pflanze nach dem bekannten Afrikareisenden Herrn Dr. Buchner be- nannt, der auf dieser Excursion mein Reisegeführte war. M. Buchneri gehürt in die Section Eumyristica Hook F. et Th., ist aber durch die Behaarung, Blattform und namentlich durch die schmale, mit einem deutlichen Apiculum versehene Staubgefäßsäule von den bekannten Arten verschieden. »«-4-OM. sp. n. aff. M. Buchnerianae. Diese Art besitze ich nur in abgefallenen Früchten und sterilen Zweigen. Sie steht offenbar der vorigen Art nahe. Die Behaarung der Zweige und Blattstiele fehlt im er- wachsenen Zustande ganz, die Blütter sind lünger und die größte Breite liegt oberhalb der Mitte. Die Früchte sind ca. 4 cm lang, die dicken Schalen außen von dichtem, rötlich braunem Filz bedeckt; die fast elliptischen Nüsse sind 2!/; cm lang und 41/5 cm breit; der Arillus muss nach den Furchen der Nuss selbst an den Enden noch sehr zer- schlitzt sein; Die Testa ist auBen membranartig, innen hornartig dünn, das Eiwei ist auf dem Querschnitt durch sehr dünne Radialstreifen und Punkte ruminiert; die Nüsse sind wenig aromatisch. Sattelberg; primärer Wald der tieferen Lagen. >OM. argentea Warbg. n. sp. Arbor ramulis glabris grosse verrucosis, petiolis glaberrimis, foliis petiolatis oblongis vel oblongo-lanceolatis basi subacutis, apice breviter acuminatis vel cuspidatis acutis supra viridibus sublucidis nervis grosse 312 0. Warburg. impressis, subtus argenteis lucidis, costà validà et petiolo rufo-ferru- gineis, nervis lateralibus 9—12 utrinque validis prominentibus arcuato- patulis margine haud conjunctis; inflorescentià H extraaxillari, longe pe- dunculatà, pedunculo glaberrimo compresso bifido, parte inferiore quam petiolus longiore vel aequilonga, ramis 2 floriferis brevissimis vel parti basali aequilongis vulgo multifloris, floribus longiuscule pedicellatis alter- nantibus, pedicellis subglabris apice toto circuitu marginatis, haud brac- teolatis, perigonio elongato oblongo pilis minutissimis obtecto vel glabro ferrugineo ruguloso intus laevi, column stamineà lineari parte antheriferä paullo incrassatä, basi pro genere longe stipitatà apice apieulatä antheris 12 linearibus parallelis. Fructu elongato subovato-cylindraceo, arillo valde aromatico crasso semen totum includente, basi et apice clauso, in medio aperturis paucis latis fenestrato basi subtruncato depresso, apice subacuto ; semine sublaevi nigro-castaneo oblongo cylindraceo, ad basin versus paullo crassiore; testà durà crassa, albumine aromatico, irregulariter radiatim ruminato; embryone parvo basali. Die Zweige sind glünzend grau, in trocknem Zustande längsriefig und häufig wie mit einer grauen Wachsschicht bedeckt; die Lenticellen sind sehr groB und hervor- stehend; die Blätter variieren sehr in Bezug auf Größe, von 12—25 cm in der Linge, und von 5—40 cm in der Breite, der Blattstiel ist 11/—23 cm lang. Der gemeinsame Blütenstandstiel ist 1—31/ cm lang, die Verzweigung desselben 1/9—11/5cm ; die Blüten- stielchen sind 0,7—4 cm; das Perigon ist 71/9 mm lang und 21/9 mm breit, in der Mitte am breitesten ; die Staubgefäßsäule 5 mm lang und 4 mm breit, der Stiel derselben 1 mm, der Antherenteil fast 4 mm. Die Samen mit Arillus sind 4—41/ cm lang und 2 cm breit, der Same selbst 3!/,—4 em lang. Das Albumen hat nahe bei der Basis eine Dicke von 15 mm, nahe bei der Spitze von 13 mm; die Höhlung für den Embryo ist 5 mm breit und 3 mm hoch. Es ist ein schöner Baum in der Nähe von Sigar am Mc. Gluersgolf. Die Frucht dieses Baumes kommt massenhaft in den Handel, geht über den ganzen malayischen Archipel als »Pala papua« und auch häufig nach Europa. Es ist der wich- ligste und größte Handelsartikel, den Neu-Guinea bisher aufliefert; die Nüsse spielen an dem Mc. Cluersgolf vollkommen die Rolle unseres Geldes, es ist neben Massoi-Rinde das Mittel, mit dem die Stämme des Binnenlandes europäische Waaren in den Küstendürfern eintauschen, namentlich auch von Wichtigkeit beim Kauf von Sklaven und bei Heirats- contracten. In den Molukken erzielen die Nüsse einen viel geringeren Preis als die echte Muskat, was aber großenteils an der mangelhaften Methode des Sammelns und der Ver- packung liegen soll; man findet sie auf fast allen Mürkten des malayischen Archipels. Wie weit die Verbreitung dieser Art geht, vermag ich nicht zu sagen; tiefer in den Mc. Cluersgolf hinein soll nach Aussage eines in Sigar lebenden Arabers eine andere Art brauchbarer Muskatnuss gefunden werden; doch soll die Gegend, von sehr unfriedlichen Stimmen bewohnt, keinen Handelsverkehr haben. Von der Südküste von hollündisch Neu-Guinea wird von SaLowow MürLEn die Myristica dactyloides Gärtn. als die Art an- geführt, welche die Nüsse des Handels liefert, M. dactyloides G. ist aber nur ein anderer Name für M. fatua Hout. von den Molukken (s. BLUME, Rumphia I, p. 185); sie ist auch in GÄRTNER de fructibus abgebildet und nach Beschreibung und Bild absolut von unserer Art verschieden; ob diese M. fatua Hout, wirklich auch von der Südküste Neu-Guineas exporliert wird, erscheint mir zweifelhaft, da ich unter Papua Muskat immer nur unsere Species verstanden sah, Auch von Nord-Neu-Guinea sind durch Trysmann’s Reisen eine Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 313 Reihe von Myristica-Arten bekannt geworden, von ScHEFFER bestimmt; darunter wird auch M. fatua subcordata Bl. erwähnt, die aber eine von unserer Papua Muskat sehr ver- schiedene Form hat; ebenso die Myristica succedanea Reinw. = M. fatua y succedanea BL; diese heißt nach TEvswANN » Pala Onem e (dies ist die Landschaft am Mc. Cluersgolf) und wird in Ternate auch cultiviert, ist aber gleichfalls von der Papua Muskat sehr ver- schieden. Dagegen scheint M. tubiflora Bl., aus Lowo an der Südseite Neu-Guineas von ZipPEL mitgebracht, mehr Ähnlichkeit mit unserer Art zu haben, scheint aber nach der Abbildung in BLuME dünnere Früchte zu haben, auch wird nicht angegeben, dass damit Handel getrieben wird. Die ($ Inflorescenzen und Blätter sind von unserer Art durchaus verschieden, auch soll die Rinde nicht aromatisch sein, wührend sie bei unserer Art sehr aromatisch ist. Wie dem auch sei, ob es mehrere Arten Papua Muskat giebt oder nicht, die unsere ist jedenfalls neu, und die erste, wo klar und deutlich die Früchte mit dem Baume in Zusammenhang gebracht worden sind. Dass dies nicht schon früher geschehen, liegt daran, dass die Eingeborenen der Küste fast nie sich mit dem Sammeln der Nüsse befassen, da die Báume den unteren Bergwald bewohnen. Meine Exemplare waren von dem Vater meines Führers in der Nähe der Küste gepflanzt worden; es waren aber nur & Bäume und nur mit Mühe gelang es mir, ihn zu bewegen mich dorthin zu führen, und auch durch große Versprechungen ließ er sich nicht herbei, mir © Bäume zu zeigen; jedenfalls ist diese Furcht, dass Fremde sich unrechtmäßig die Früchte aneignen möchten, eine allgemeine und gewiss mit die Ursache, dass die Bäume bisher unbekannt geblieben sind. Die Bäume sind größer als die echten Muskatbäume, zeichnen sich durch relativ spärliche, aber großblättrige Belaubung aus, deren ganz verschiedenfarbige Ober- und Unterseite zu außerordentlich grellen Contrasten Veranlassung giebt; man kann deshalb in Bezug auf Schönheitden Baum nicht vergleichen mit der herrlichen, in sanften rötlichen Farben schimmernden Myristica moschata; oberhalb der Erde sendet der Baum noch schräg herabgehende runde Stelzenwurzeln aus, aber nicht so hoch wie die Myristica radja aus Batjan; auch bemerkte ich keine horizontal abgehenden Luftwurzelstümpfe. Bis zur ersten Verzweigung ist der Baum ca. 10’ hoch; im ganzen vielleicht 40—50’. Der Name wurde gegeben wegen der silbernen Unterseite der Blatter. Ranunculaceae. Clematis vitalba L., Sp. pl. ed. I, p. 544; à javana O. Ktze. in Verh. Brandenb. bot. Ver. XXIV, p. 156; K. Sca., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 47. Innerhalb der Station von Finschhafen in secundären Gebüschen in groBer Menge. Schon durch Hottrune von deutsch Neu-Guinea bekannt. Ganz außerordentlich weit verbreitet. C. Pickeringii A. Gray = aristata R. Br., B Pickeringii O. Ktze 1. c.; K. Scn., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 47. Der Spross zeigt alle Übergänge von einfachen zu dreizähligen Blättern, indem z. B. einem einfachen Blatt ein zweizähliges gegenübersteht; ebenso einem zweizähligen ein dreizühliges, wobei aber 2 der Blättchen halb verwachsen sind, während in darüber stehenden Internodien die 3 Blüttchen alle ausgebildet sind. Diese Übergangsformen findet man häufig; ein Beweis, wie Recht Kuntze hat, auf die Blattteilungsart bei Clematis wenig Wert zu legen. Neben Finschhafen, wo schon Hottrune diese Art gefunden, kommt sie auch im Bismarckarchipel auf Mioko vor, hier im schattigen secundiren Wald, in Finschhafen am Rande primären Waldes. Diese Art ist von Fidji und Neu-Caledonien bekannt. 314 0. Warburg. C. biternata ? DC: steril, deshalb Bestimmung nicht ganz sicher. C. biternata ist auch auf Timor gefunden. Hatzfeldthafen am Rande secundüren Gebüsches. Menispermaceae. Cissampelos Pareira L., Sp. pl. ed. I. p. 10314; Mig., Fl. Ind. Bat. Ib p. 85; Hook. f., Fl. br. Ind. I. p. 103; Heuscey, Chall.-Exped. p. 118. Klein Key im Gebüsch; die Pflanze wurde von der Challenger- Expedition auf Aru, von Beccart in West-Neu-Guinea und Key gefunden. Im westlichen malayischen Archipel überall häufig, auch in Queensland; ist bisher im deutschen Schutzgebiet noch nicht bemerkt worden; ebenso fehlen Angaben über ihr Vorkommen in Polynesien; es wird darauf zu achten sein, ob wir hier wirklich das üstliche Ende des Verbreitungsgebietes dieser sonst so verbreiteten Pflanze zu suchen haben. Anamirta Cocculus Wight et Arn., Prodr. I. 446; Mig., Fl. Ind. Bat. 4b. p. 78; Hzwsrrv, Chall.-Exped. p. 148. Diese weitverbreitete, schon von West-, Nord- und Süd-Ost-Neu- Guinea, auch von den Keyinseln, Timor, Ceram bekannte Pflanze habe ich auch auf den Aruinseln und im Walde der Insel Ulu im Bismarck- archipel gefunden. Merkwürdigerweise wird sie in der Flora Australiensis und auch in dem neuen Census von F. v. MürLER nicht erwähnt. Auf den Keyinseln wurde sie Humurut genannt und hier wie auf den Aruinseln bedient man sich der Früchte zum Fischbetiiuben, Es würe interessant zu erfahren, ob sich die von malayischen Einflüssen fast freien Bewohner deutsch Neu-Guineas und die nur indirect beeinflussten Einwohner des Bismarckarchipels auch der Be- täubungsmittel beim Fischfang bedienen und welcher. +OPachygone o vata Miers, Hook. f. et Tuons., Fl. Ind. 203. Wurde von Beccari auf den Keyinseln gefunden. Ich habe sie in Sigar am Mac Cluersgolf, in West-Neu-Guinea und bei Finsehhafen gefunden. Wie BEccanrs, so sind auch meine Pflanzen stärker behaart, als die gewöhnlichen Formen Malesiens. Von Ceylon, Vorderindien und Timor angegeben. -FOStephania hernandifolia Walp., Rep. I. p. 96; Mig., Fl. Ind. bat. 1b. p. 83; Hemst., Chall.-Exp. p. 234 (Admiralitätsinseln). Stephansort bei Constantinhafen am Waldrand, ebenso auf der Insel Ulu im Bismarckarchipel; endlich eine auf der Blattunterseite mit weichem Flaum bedeckte Form von den trockenen Kalkrücken auf Klein Key, wo sie Uar Kilbobau genannt wird und die Blätter vom Volk als Hausmittel als äußerliche Mediein verwendet werden. Von Key Dula habe ich auch eine unbehaarte Form dieser vielgestaltigen Art. Diese Pflanze ist eine der häufigsten Menispermaceen des malayischen Archipels und Australiens, sie liebt aber mehr Waldränder und ist selten im hohen primären Walde selbst anzutreffen. Neu für Neu-Guinea und den Bismarckarchipel. Beitrâge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 315 +-Hypserpa polyandra Becc., Mal. I. p. 148. Durch freundliche Zusendung von Material durch BeccArı wurden wir in den Stand gesetzt, die Identität unserer Pflanze von der Umgebung von Finschhafen mit obiger Art festzustellen. BEccan bezeichnet die Filamente als agglutiniert und ist dadurch im Stande, die Art der Gattung Hypserpa unterzuordnen, wührend nach unserer Ansicht die Staubfüden wirklich miteinander zu einer kurzen Sáule verwachsen sind, und deshalb eigentlich die Aufstellung einer neuen Gattung nötig machen, da die von Miers aufge- stellte Gattung Hypserpa sich durch freie Staubfäden auszeichnet; auch besitzt unsere Art eine viel größere Anzahl von Staubgefäßen, Beccarrs Exemplare stammen von Aru und West-Neu-Guinea, unsere aus der Umgebung von Finschhafen. Lauraceae. Cassytha filiformis L., Sp. pl. ed. I. p. 35; K. Son, Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 43. Eine über die gesamten Tropen (incl. trop. Australien und Poly- nesien) verbreitete Pflanze. Schon von Hatzfeldthafen erwähnt. Viel im Strandgebüsch auf Cera m- laut schmarotzend. Hernandia peltata Meißn. in DC. Prodr. XV. 1. p. 263; K. Scu., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 43. Ein durch die ganze Welt (incl. tropisch Australien und Polynesien) verbreiteter Küstenbaum. Schon von holl., engl. und deutsch Neu-Guinea bekannt; auch im Bismarckarchipel häufig. »«Cryptoearya Burckiana Warbg. n. sp. Arbor ramulis teretibus puberulis, foliis ovatis vel oblongis petiolatis pergamaceis utrinque glabris (novellis sericeo-villosis) triplinerviis utrinque valde distincter reticulate-venosis, basi acutis apice obtuse acuminatis vel cuspidatis nervis lateralibus utrinque 3—4 ascendentibus; paniculis axillari- bus et terminalibus brevibus sericeo-cinereo-villosis thyrsoideis; floribus bre- viter pedicellatis, tubo eylindraceo, perianthii segmentis utrinque pubescen- tibus ovatis vel ellipticis tubo aequilongis vel brevioribus, staminibus quam segmenta brevioribus, staminodiis acuminatis glandulis substipitatis fere ses- silibus interstaminum series? interpositis; stylo subulato glabro obtusiuseulo. Die Zweige sind von einer braunen, ziemlich glatten Rinde bedeckt; die Blütter sind bald 43 cm lang und 9 cm breit, bald ca. 47 cm lang und 7 cm breit; die größte Breite liegt etwas unterhalb der Mitte; der ganz schwach behaarte, oberseits flachrinnige Blattstiel ist ca. 1 cm lang, 8—12 mm oberhalb der Basis entspringen die Seitennerven ; die Blütenstände sind 3—5 cm lang; die Blüten hüchstens 2 mm lang, der Blütenstiel ca. 4 mm. Der Baum findet sich auf der Insel Kl. Key auf Pulu ubur im pri- miren Wald dicht an der Küste. Die Art steht der C. triplinervis R. Br. aus Queensland sehr nahe, unterscheidet sich durch die sehr deutlich erhabene, feine Netzaderung der grüBeren Blatter, durch den Mangel an Behaarung derselben, durch die gestielten Blüten. 316 0. Warburg. Nach Herrn Dr. Bunck in Buitenzorg auf Java benannt, der die Kenntnis der Flora Malesiens durch wichtige Arbeiten bereichert hat. <+C. depressa Warbg. n. sp. Arbor ramulis glabris foliis breviter petiolatis membranaceis oblongis penninerviis utrinque glabris basi acuminatis, nervis utrinque 8— 9 obli- quis vix arcuatis supra impressis, subtus prominentibus, retieulatione tenerrima subtus vix distincta; paniculis thyrsoideis axillaribus et termi- nalibus quam folia triplo brevioribus glabris; floribus . . .., fructu nigro brevissime pedicellato depresso globoso, obscure 414—415 costato; perianthii limbo deciduo; tubo perianthii et seminis testà membranaceà cum peri- carpio indurato connatis. Die Rinde ist von glatter, brauner Epidermis bedeckt; die Blätter sind 48—22 cm lang und 7—10 cm breit; die größte Breite ist in oder eben oberhalb der Mitte, die Farbe ist im trockenen Zustande oberseits fahl grün, unterseits gelblich. Der Blattstiel ist 40—12 mm lang. Die Inflorescenzen sind 7—8 cm lang, die Seitenzweige 1—2 cm lang, die Früchte sind 12 mm im Durchmesser und 9 mm hoch, der Stiel ist kaum ! mm lang; die Cotyledonen des eiweißlosen Samens sind hemisphiirisch, Der Baum findet sich im Bismarckarchipel auf der Insel Ulu in der Neu-Lauenburggruppe im primären Wald. Ebendaselbst lagen massenhaft die Blüten einer Cylicodaphne auf der Erde, doch bin ich nicht ganz sicher, ob die dabei gefundenen Blätter dazu gehören. Noch eine Reihe anderer Lauraceen, steril, nach den Blättern zu urteilen wohl meist der Gattung Litsaea zugehörig, fand ich in deutsch Neu-Guinea, namentlich am Sattel- berg, aber auch im Bismarckarchipel und deutsch Neu-Guinea in den Ebenenwaldungen. Zweifellos nehmen die Lauraceen, wie im malayischen Archipel, so auch hier in hervor- ragendem Maße an der Waldbildung Teil; doch da die Blüten meist so klein sind, und die abgefallenen auf dem Erdboden liegenden schon nach einem einzigen Regen völlig unansehnlich sind, auch die Früchte wenig auffallen, so bemerkt man ihre Anwesenheit im Walde eigentlich fast nur durch das auffallende Laub der zahlreichen jungen Laura- ceenbäumchen, die z. B. einen Hauptteil des Unterholzes im Gipfelwalde des Sattelberges ausmachen. Als Art glaube ich wegen der sehr charakteristischen Blätter auch nach den sterilen Zweigen bestimmen zu können Litsaea zeylanica C. & Fr. Nees in Amoen. Bot. Bonn fase. 1. 58. t. 5. | Ich fand sie an den trockneren Abhiingen bei Sigar an der Mc Cluers Bay. Eine in tropisch Asien bis Australien sehr weit verbreitete Pflanze. Monimiaceae. Kibara? hirsuta Warbg. n. sp. Arbuscula ramulis cinereo-tomentellis teretibus, foliis subcoriaceis ovatis vel late ellipticis breviter petiolatis basi obtusis vel rotundatis apice breviter acuminatis vel obtusis integris supra glabris subtus pallidis cum petiolo cinereo-hirsutis, pilis haud stellatis, costa venisque crassis et Beitrige zur Kenntnis der papuanischen Flora. 317 nervatura reticulata prominulis; inflorescentia subterminali brevi racemi- formi tomentosa, floribus dioecis jt ...., © fere sessilibus, bracteis villosis parvis perigonio adnatis; perianthio depresso globoso pubescente demum subglabro verruculoso post-anthesin supra discum circumscisso deciduo, disco supra dense albo-villoso, staminodiis nullis: carpellis numerosis in disco sessilibus oo seriatis pilis longis albidis villosis, stylis subulatis an- gularibus verruculosis glabris nigris. Die Zweige sind, wo keine Behaarung mehr vorhanden, fast schwarz ; die Blattstiele sind 41/3 cm lang; die Blätter sind 20 cm lang und 12—13 cm breit, in der Mitte am breitesten, die 7—9 schrüg aufsteigenden Seitennerven sind mehrfach durch dickere Quernerven verbunden; auch die feinere Nervatur ist unten deutlich hervortretend sicht- bar, oberseits nur schwach als eingesenkte Linien. Die einzige Inflorescenz, die das Exem- plar besitzt, ist 21/2 cm lang; die Blütenstielchen sind höchstens 4 mm lang ; der Discus bat 4 mm im Durchmesser; das Perigon ist 3 mm hoch; die Bracteen sind 4—3 mm lang, die breit ovalen Carpelle sind 41/ mm lang und tragen 4 mm lange Griffel. Ein Bäumchen des Gipfelwaldes am Sattelberg bei Finschhafen. Da keine 2 Blüten noch Früchte vorliegen, lässt sich die Gattung nicht mit Sicher- heit ausmachen; nach der Beschreibung scheint die Art der Kibara pubescens Benth. noch am nächsten zu stehen (namentlich durch die angewachsenen Bracteen und die sitzenden, stark behaarten Carpelle), wührend andererseits die spitzen, langen Griffel weder zu Kibara noch zu Mollinedia recht stimmen; Matthaea ist durch den terminalen Blütenstand ausgeschlossen, die andern Gattungen Südasiens und Australiens vor allem durch die ringfórmige Ablósung des Perigons. Man wird, um Sicherheit zu erlangen, weiteres Malerial erwarten müssen. Papaveraceae. Argemone mexicana L., Sp. pl. ed. I. p. 508; Hemsc., Chall.- Exp. p. 119. Schon von den Aru- und Keyinseln bekannt; in Neu-Guinea wohl noch nicht eingebürgert; dagegen sehr viel auf Ceram-laut. Ein ursprünglich amerikanisches, jetzt in den ganzen Tropen verbreiteles Unkraut. Cruciferae. Nasturtium indicum DC., Syst. IL 499; Hoox. f., Fl. brit. Ind. I. p. 134; K. Scu., Fl. K.- Wilh.-L. p. 49. Von HoLLRUNG schon bei der II. Augusta-Station gesammelt. Ich fand die Pflanze auf der Insel Bili-Bili nahe Constantinhafen in der Nachbarschaft des Dorfes: Diese süd- und ostasiatische Pflanze liebt feuchtere Plätze, ist aber doch noch eher zu den Ruderalpflanzen zu rechnen, daher die groBe Verbreitung dieser Pflanze aus der sonst in Südostasien so schwach vertretenen Familie der Cruciferen. Capparidaceae. Cleome viscosaL., Sp. pl. ed. I. p. 672; Mig., Fl. Ind. bat. 4b. p. 97 (Polanisia viscosa DC.); Benta., Fl. austral. I. p. 90; DC., Prodr. I. p. 242. 318 0, Warburg. Wurde von Gong in engl. Neu-Guinea, von der Challenger-Exped. auf Timor-laut gesammelt. In verlassenen Anpflanzungen auf KI. Key bei Dula. In ganz Südasien ein gemeines Unkraut in bebauten Gegenden , auch in Australien verbreitet. Gynandropsis pentaphylla DC., Prodr. 4. 238; Mig., Fl. Ind. Bat. Ab. p. 96; Hook. f., Fl. brit. Ind. I. p. 174. Auf den Aruinseln in der Umgebung der Häuser von Dobbo. Übrigens schon von der Challenger-Expedition hier und auf den Key- inseln gesammelt. Gleichfalls ein gemeines, südasiatisches Unkraut. Es ist bemerkenswert, dass beide Pflanzen noch nicht in deutsch Neu-Guinea ge- funden worden sind. Sie sind so auffüllig und lieben so die Nachbarschaft der Hüuser, dass sie, wenn sie schon einheimisch gewesen wären, sicher uns nicht entgangen sein würden. Zweifellos werden sie mit der Zeit importiert werden, wenn es nicht schon in diesen Jahren geschehen ist. ><+-OPittosporum quinquevalvatum Warbg. n. sp. Frutex ramulis scabris fuscis, petiolis parvis scabris hispidis, foliiis magnis coriaceis subverticillatis oblongis, basi cuneato-acutis, apice acu- minatis acutis, margine integris, venis paucis a margine distanter arcuato- conjunctis; pedunculis crassis, capsula rubra glabra rugulosa crasse coriacea intus aurantiaca quinquevalvi, 16—20 sperma, seminibus funiculis longis rubris. Die im trocknen Zustande gelblichgrünen lederigen Blütter sind 5—7 cm breit, 47—24 cm lang, die größte Breite liegt in der Mitte; zwischen den ca. 6 Hauptnerven ist noch eine Reihe schwächerer Parallelnerven, die nur zum Teil die bogige Verbindung der Hauptnerven erreichen; eigentümlich ist, dass von diesen starken Hauptbogen wieder kleinere Parallelnerven nach dem Rande zu ausgehen, die dicht vor dem Blatt- rande abermals bogenfürmig mit einander verbunden sind; der 4 cm lange braune Blatt- stiel ist mit borstenfórmigen kleinen Härchen dicht besetzt, die auch auf der gelbgrünen, unterseits stark hervortretenden Hauptrippe des Blattes mehr oder weniger weit hinauf- reichen. Die Früchte sitzen an 1 cm langen, sehr dicken Stielen am Ende des Triebes, scheinbar im Centrum des Blattwirbels. Die Kapsel ist über 3 cm lang, die roten Funi- culi sind 1/2 cm lang, die von einem roten Arillus umgebenen eckigen Samen haben 5—8 mm im Durchmessr. Die Art gehórt zur Sect. Chelidospermum und unterscheidet sich von den bekannten Arten durch die rauhhaarigen Blattstiele, die eigentümliche Nervatur und durch das Aufspringen der Kapsel in 5 Klappen (alle andern Arten springen 2- oder 4klappig auf. Trotzdem erscheint es mir nicht undenkbar, dass bei besserer Kenntnis von event. Zwischenformen die Arten P. sinuatum Bl., chelidospermum Bl., novo-guineense Miq., galai K. Sch. und vielleicht auch unsere Art zu einer einzigen vereinigt werden müssen. Ich fand die Pflanze als Unterholz am Mc Cluersgolf bei Sigar, sowie auch auf den Aruinseln im primüren Walde. Rosaceae. +Rubus rosifolius Sm., Icon. ined. III. tab. 60; DC., Prodr. II. p. 956. Ist schon von engl. Neu-Guinea bekannt. Meine Pflanze stammt vom Sattelberg bei Finschhafen aus dem secundären Gebüsch. In ganz Südasien bis nach Australien hin verbreitet, ><-+OR. fraxinifolius Poir., Dict. VI. p. 242; DC., Prodr.1I. p. 556. Vom Sattelberg bei Finschhafen am Waldrande. In den Sundainseln und den Molukken verbreitet, für unser Gebiet neu. R. moluccanus L., Sp. pl. ed. I. 1197; K. Son, Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 94. Beitrige zur Kenntnis der papuanischen Flora. 391 In Neu-Hannover von Naumann, bei Finschhafen von HoLLRUNG gesam- melt, ebenso von holländisch Neu-Guinea bekannt. Auch sonst im deutschen Schutzgebiet verbreitet, z. B. im Bismarck- archipel und am Sattelberg. Gleichfalls in Südasien gemein, bis nach Australien reichend. Parinarium Griffithianum Benth. in Hook., Nig. Fl. 334. K. Scu., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 93. Schon von Horzrung in deutsch Neu-Guinea gefunden. Mein Exemplar stammt von den Aruinseln, südlich von Neu-Guinea, wo die Art einen Bestandteil des Hochwaldes bildet; dadurch ist wieder eine Lücke im Ver- breitungsgebiet der Art ausgefüllt. Meine Form zeichnet sich durch kleinere Blüten und Blütter vor den typischen Formen aus. In Südasien sehr verbreitet, auch in Nordaustralien noch vorkommend. Papilionaceae. Crotalaria linifolia L. fil., Suppl. 322. K. Sca., Fl. v. K.-Wilh.- L. p. 94. Schon von Horrnvwe in deutsch Neu-Guinea gesammelt. Die Pflanze kommt in den Graswildnissen bei Finschhafen sehr häufig vor; ebenso fand ich sie auch in den Grasflächen bei Nusa auf Neu-Mecklenburg. In tropisch Asien und Australien weit verbreitet. ><-+-Olndigofera tinctoria L., Sp. pl. ed I. p. 751. DC., Prodr. Il. p. 224. Mig., Fl. Ind. Bat. I. p. 306. Diese wichtige Culturpflanze findet sich auf der Insel Matupi im Bis- marckarchipel vielfach verwildert. Ob die Pflanze von den Eingeborenen angebaut wird (jetzt kaufen die Eingeborenen meist Berliner Blau zum Fürben) oder ehemals angebaut wurde, ist mir unbekannt, Da die sonst so häufige Pflanze bisher nirgends in Neu-Guinea gefunden wurde, so wird man annehmen müssen, dass sie daselbst nicht ursprünglich einheimisch ist; dafür spricht auch die hohe Wertschitzung des Berliner Blaus bei den Eingeborenen; sie lieben die blaue Farbe zur Bemalung des Kórpers sehr, und ihnen würen sicher die Eigenschaften der Indigofera tinctoria ebenso wenig entgangen, wie die von Morinda citrifolia, welche sie benutzen. Die ungemeine Verbreitung der wilden Pflanze auf Matupi mag wohl andeuten, dass im Bismarckarchipel das Klima zum Anbau des Indigos geeignet sein dürfte. +I. hirsuta L., Sp. pl. ed. I. p. 854. DC., Prodr. II. p. 228. Mıo., Fl. Ind. Bat. I. p. 304. Schon von engl. Neu-Guinea (Port Moresby) bekannt. Ich fand die Pflanze auf offenen Stellen der Graslandschaften bei Con- Stantinhafen. In Südasien bis nach Australien verbreitet. I. trifoliata L., Amoen. academ. IV. 327. K. Scn., Fl. v. K.-Wilh.- L. p. 95. Botenische Jahrbücher. XIII. Bd. 21 322 0. Warburg. Sehr häufig in den Graswildnissen deutsch Neu-Guineas, auch noch ziemlich hoch am Sattelberg hinauf steigend. Durch ganz Südasien bis nach tropisch Australien verbreitet. Ormocarpus sennoides DC., Prodr. II. 315. K. Scu., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 95. Schon von Hotirune in deutsch Neu-Guinea gesammelt; ich fand die Pflanze auch auf der Gazellenhalbinsel auf Neu-Pommern im Sa- vannengebüsch. In ganz Südasien, Polynesien und Queensland verbreitet. Desmodium dependens Bl. ms. in Mig., Fl. Ind. Bat. I. p. 248. K.. Sci, Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 95. Neben den schon bekannten Fundorten auch bei Finschhafen; sie steigt auch am Sattelberg noch ziemlich hoch hinauf; ich fand die Pflanze auch auf der Insel Kl. Key im Gebüsch an feuchteren Stellen. Von den Molukken und Celebes bis zu den neuen Hebriden verbreitet. D. gangeticum DC., Prodr. II. p. 327. K. Scn., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 95. Hemse., Chall.-Exped. p. 139. Schon durch Horrruxe von deutsch Neu-Guinea bekannt, durch MoseLes von Aru und Key; ich fand die Pflanze auBerdem noch auf Ceram-laut, im Bismarckarchipel auf Kerawara, auf der Gazellenhalbinsel von Neu-Pommern, in Nusa auf Neu-Mecklenburg und auf der kleinen Insel Bili Bili in der Astrolabe-Bay. Die Pflanze liebt offenes Gebüsch und die Ränder des dichteren Buschwaldes, in ganz Südasien bis China und tropisch Australien verbreitet. D. latifolium DC., Prodr. Il. p. 327. K. Scn., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 96. Schon von Horrrung bei Finschhafen und von Naumann in Neu-Pommern gesammelt. Ich fand die Pflanze bei genau denselben Localitüten und auch am Sattelberg und will nur hinzufügen, dass diese Art unter den südost- asiatischen. Desmodien am besten gegen Trockenperioden geschützt ist, weshalb sie sich auch in die Graslandschaften selbst hinauswagen kann. Sie ist in den Tropen der alten Welt verbreitet, aber noch nicht von Australien be- kannt, obgleich sie doch gerade dem Klima angepasst erscheint. D. umbellatum DC., Prodr. IL. p. 395; K. Scu., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 96. Hzwsr., Chall.-Exp. p. 140 und 236. Schon von englisch Neu-Guinea, von Neu-Hannover, den Admiralitäts- inseln und Finschhafen, von Aru und Key erwühnt. | Ich füge als neu hinzu: Mc. Cluersgolf in holland. Neu-Guinea, Ceram-laut, Stephansort, Ralun. Dei letzterem Orte fiel mir auf, dass der Strauch noch bei den hoch gelegenen Dürfern fast 4 Stunde ins Land hinein viel vorkommt, also ein Beweis, dass die Pflanze nicht vom Salzgehalte des Meeres abhängt. Dieser in ganz Südasien bis nach tropisch Australien und Polynesien hin verbreitete Strauch ist eine der gemeinsten Pflanzen der Sandküste im östlichen Archipel. Beitrige zur Kenntnis der papuanischen Flora. + 323 ><+D. ormocarpoides DC., Prodr. II. p. 327. Mig., Fl. Ind. Bat. I. A. p. 250. Diese Pflanze ist sehr häufig in den Cocoshainen des Bismarckarchipels (Kerawara, Mioko, Ulu); es ist die Form mit behaarter Blattunterseite, die von Mio. als Desmodium zonatum abgetrennt worden ist. Bisher von Papuasien noch nicht bekannt; in Malesien verbreitet. ><+OLourea obcordata Desv., Journ. de Bot. IN, p. 122; DC., Prodr. lI, p. 394; Mig., Fl. Ind. Bat. I, 4 p. 265. Ein kleines Pflänzlein an kahlen Stellen der Grasflächen bei Finsch- hafen. Die Pflanze geht durch ganz Südasien bis Timor und Nord-Australien, wurde aber in Papuasien von mir zuerst gefunden, Uraria lagopoides DC., Prodr. H, p. 324; K. Son, Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 96. HozzruxG erwähnt die Pflanze aus Pflanzungen bei Finschhafen; der gewöhnliche Standort ist aber unstreitig die Graslandschaft, in der sie bei Finschhafen und an den Abhüngen des Sattelberges massenhaft zu finden ist. Von Bengalen bis nach China, Polynesien und Nordaustralien verbreitet. U. picta Desv. in Journ. bot. HI, p. 122; DC., Prodr. H, p. 324; K. Son., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 96. Diese Pflanze vertritt dicht bei Hatzfeldthafen in den Grasflächen die Stelle der vorigen. Häufig in Südasien und dem wärmeren Australien. Phylaeium bracteosum Benn., Pl. Jav. rar. 459 t. 23; K. Scn., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 96; Hemst., Chall.-Exped. p. 140. Von Horırung in Hatzfeldthafen gesammelt, ebenso von holl. Neu- Guinea bekannt. Ich fand die Pflanze im secundären Gebüsch am Sattelberg in tieferen Lagen. Außer den von Senumaxx angegebenen Standorten ist die Pflanze übrigens auch schon von Timor, Timor-laut und Key bekannt; da ich sie ferner neben Klein Key auch noch von Ceram-laut mitgebracht habe, so ist ihr Ver- breitungsgebiet für und bis nach Papuasien ohne große Lücken. Eine Pflanze des malayischen Gebietes. Abrus precatorius L., Syst. veg. p. 533; K. Scn., Fl. v. K.-Wilh.- L. p. 97. Eine allgemein verbreitete, speciell im Küstengebüsch häufige, auch in Australien und Polynesien noch vorkommende Pflanze. Neue Standorte sind Matupi bei Neu-Pommern, sowie Ceram- laut. ><-+ORhynechosia c alosperma Warbg. n. sp. Scandens ramulis flavo-subaureo-tomentosis, stipulis basifixis striatis lanceolatis, foliis longe petiolatis, stipellis filiformibus; foliolis subglabris ciliolatis, in nervis pubescentibus, rhombeo-ovatis cuspidatis acutis, subtus aureo-glandulosis, lateralibus basi inaequilateris. Pedunculis simplicibus folio multo majoribus demum albicantibus tomento brevi vestitis, legumini- bus pedunculatis, 2 spermis, tomento aureo-viridi sericeis, calycis per- sistentis bilabiati labio antico tripartito dentibus lanceolatis tubo majoribus, postico minore bifido, seminibus nitido-cyaneis. Der Stengel ist im trocknen Zustande gelbgrün, die Stipeln sind 8 mm lang, der behaarte mit Längsfurchen versehene Blattstiel bis zu dem Ansatz der Seitenblättchen 7—10 em, die Gelenke der Blüttchen 4 mm, die Blättchen selbst 9—12 cm lang und 51/9—7 cm breit, davon kommen ca. 7 mm auf die Spitze; die Gelenke der Blütter und Blättchen sind etwas verdickt und rotgelb behaart. Die Fruchtstände sind 45—26 cm lang, die Fruchtstielchen 8 mm, der behaarte Kelch 5 mm und die Hülse ca. 2 cm lang; die schwarzblauen Samen sind 6 mm lang und 5 mm breit. Durch den Contrast der goldig-grünen, seidenglünzenden Hülsen, der blau-schwarzen glänzenden Samen, die auch nach dem Aufspringen der Hülse haften bleiben, und der gelblich- oder rötlich-weißen Inflorescenzachse gehört die Pflanze zu den auffälligsten Erscheinungen des Buschwaldes von Klein Key. Ich finde unter den losen Früchten der Horzrung’schen Sammlung die- selbe Art aus deutsch Neu-Guinea. ><+OPueraria novo-guineensis Warbg. n. sp. Scandens ramis incane-pubescentibus ferrugineo-pilosis, stipulis pel- tatim paullo infra medium affixis lanceolatis magnis, stipellis subulato- setaceis longis. Foliolis late rhomboideis acutis integris vel sinuato-trilobis, saepe 20 em diametro, subtus pilis appressis sericeo-argenteis vestitis, supra pilis ferrugineis appressis puberulis, trinerviis, venis margine | 326 0, Warburg. petiolis et racemis ferrugineo-pubescentibus. Pedunculis elongatis a basi vel infra medium. floriferis, bracteis subulatis deciduis, bracteolis calycis tubo longioribus vel aequilongis lineari-lanceolatis striolatis, cum calyce ferru- gineo- vel incano-villosis. Pedicellis ad nodos crassiusculos pluribus, demum saepe 4 mm longis; calycis laciniis tubo longioribus vel aequilongis vel brevioribus setaceo-lanceolatis vel lanceolatis vel triangularibus ; alis carina vix rostrata subbrevioribus haud valde angustioribus, vexillo subaequilongo basi auriculis inflexis appendiculato. Die Pflanze variiert in Größe und Behaarung sehr. Die Stipeln werden bis 25 mm lang, wovon ca, 14 mm auf den Teil oberhalb der Anheftungsstelle fallen; die Stipellen werden bis 20 mm lang, die Blattstiele bis 20 cm, die Stielchen bis 5 cm, die Blüttchen bis 25 cm. Die Inflorescenzen bis 30 cm lang, wobei dann die Blüten 6 cm oberhalb der Basis beginnen; die Blütenstielchen werden 4 mm lang, der Kelchtubus 5 mm, der längste Kelchzipfel 14 mm, die Carina wird ca. 15 mm lang, der Flügel ca. 14 mm. Alle diese Maße sollen nur die Verhältnisse angeben, da auch die Blättergröße auBer- ordentlich variiert; HorLnuxcs No. 234, die auch sicher zu dieser Art gehört, besitzt z. B. einen Kelch, der incl. der Zipfel nur 3 mm lang ist. Scuumann brachte die Art zu sericans K. Sch. (Neustanthus sericans Miq.), sie ist aber durch die peltaten Stipeln von der Art hinlünglich getrennt. Am nächsten verwandt ist sie mit Pueraria Thomsoni Benth. (Journ. Linn. Soc. IX, p. 122) von den Khasiabergen, unterscheidet sich aber durch die Behaarung, durch die bis an die Basis mit Blüten besetzten Pedunculi, durch die langen lanzettlichen Bracteolen und durch anderes mehr Von der in Japan und China häufigen Thunbergiana Benth. ist sie durch die viel stärkere Behaarung, durch die breiteren Flügel und durch das andere Vexillum verschieden; jedenfalls gehören aber die 3 Arten nahe zusammen. Diese dureh ihre seidig-silberne Blattunterseite auffallende Schling- pflanze ist im Bismarckarchipel und in deutsch Neu-Guinea außer- ordentlich gemein im secundáren Gebüsch, und an den Ründern der Gras- flächen, und liefert den Einwohnern dort in ihrer Faser eins der häufigst verwendeten Bindematerialien, zum Anfertigen von Netzen speciell ge- braucht. Von den Keyinseln besitze ich eine etwas abweichende Form, die viel zierlichere, kleinere, mit einer pfriemlichen Spitze versehene Blätter besitzt, die Behaarung ist viel weniger stark und die Bracteolen sind spitzoval und viel kleiner als der Kelchtubus; diese Form steht der Pueraria Thomsoni noch nüher, dürfte aber wohl als Art abzu- trennen sein. »«--Phaseolus truxillensis H. B. et Kunth, Nov. gen. am. 6, p. 454; P. rostratus Wall.; P. adenanthus G. F. Meyer. Meine Pflanze stammt von Kerawara im Bismarckarchipel, und muss es deshalb zweifelhaft bleiben, ob die Pflanze etwa nur verwildert ist. Die Pflanze ist fast in den gesamten Tropen bis nach tropisch Australien und Poly- nesien verbreitet, auch im nórdlichen Australien. +P. Mungo L., DC., Prodr. II, p. 395. Diese dureh die ganzen Tropen der alten Welt verbreitete Art ist von Port-Moresby in engl. Neu-Guinea, wie auch tropisch Australien in der nicht schlingenden Form Th. max L. schon bekannt. Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 327 Mein Exemplar von Finschhafen gehört zu der Form trinervius Heyne; angebaut habe ich die Pflanze nicht gesehen. ><+OP. scaberulus ? Miq., Fl. Ind. bat. I, 4 p. 197. Da mir kein Vergleichsmaterial vorliegt, so bleibt die Bestimmung dieser Bohnenart unsicher; die wellig gestrichelten quadratischen Samen, die Drüsen an dem gemein- samen Blütenstiel, sowie die eigenartige, rauhe Behaarung, namentlich an den Hülsen, stimmt vüllig mit der Beschreibung überein, dagegen sind die Hülsen bis 16samig, die Blütter sind nicht gebuchtet und auch nicht lang lanzettlich , sondern breit rhombisch. Die Stipeln sind, was Mique nicht bei seinem javanischen Exemplar erwähnt, peltat. Hatzfeldthafen nahe bei der Station. Es würe interessant zu erfahren, ob diese seltene Art von den Eingeborenen als Nahrungsmittel benutzt oder gar cultiviert wird. Von Java bekannt. ><-+OMnucuna Kraetkei Warbg. n. sp. Scandens, ramulis petiolisque glabris, foliolis breviter petiolulatis ovatis, lateralibus valde obliquis, basi rotundatis apice abrupto et longe cus- pidatis utrinque glabris; venis flavis subtus prominulis 3 utrinque ascen- dentibus; racemis longis multifloris, floribus pedunculatis, calyce cupuli- formi pilis brevibus ferrugineis munito, margine truneato, dentibus mini- 330 0. Warburg. mis coronato; corolla subglabra, carina faleata lanceolata acuminata vexillo ovato multo longiore, alis carina paullo minoribus lanceolatis obtusiuseulis: filamentis carina subaequilongis, antheris barbatis, stylo staminibus mox longiore, stigmate parvo puberulo capitato. Legumine oblongo, incano- Lomentoso pilis ferrugineis longis insperso, in suturis utrinque anguste bia- lato, suboblique transverse lamelloso (lamellis suberectis) inter semina con- tracto, seminibus 4—5 rotundis subnigris. Der gemeinsame Blattstiel ist 7 cm lang, die kleinen Blattstielchen nur 5 mm; die Länge der Blättchen ist 10—16 cm, wovon 1—41/; cm auf die Spitze kommen; die Breite ist 6—9 cm. Der Blütenstand tritt häufig aus den älteren Zweigen hervor; der Kelch ist 6—7 mm hoch und 10—12 mm breit, die Zühnchen erreichen noch nicht 1/4 mm. Die Fahne ist 4 cm lang, das Schiffchen 7—8 cm und ist fast im Halbkreis gebogen, die Flügel sind (a cm kürzer. Die Filamente sind 7—8 cm lang, die letzten 2 cm nicht ver- wachsen. Die Hülse ist 12—15 cm lang, 3—4 cm breit, die Seitenflügel sind ca. 3 mm breit und neigen nicht parallel zusammen, die Lamellen sind 4—2 mm hoch. SCHUMANN (Fl. v. K.-W.-L.) hat diese auch von Hörırung unter No, 137 gesammelte Pflanze als M. novo-guineensis Scheff. bestimmt. Ich kann mich dem nicht anschließen, wenigstens nicht, so lange wir keine Übergänge kennen, da die Beschreibung ScHEFFER’S Ann, Jard, Buitenz. I, p. 18, so kurz wie sie ist, doch schon gar zu viele Unterschiede auf- weist; von Lacinien des Kelches kann bei unserer Pflanze keine Rede sein; die Blätter sind deutlich oval, nicht rundlich oder elliptisch, die Blätter sind deutlich lang cuspidat, nicht abrupte breviter acuminata, die Falten der Hülse sind hoch und deutlich, nicht »obsolet«, die Hülse ist dicht behaart, nicht »pilis parvis munitum subglabrescens«, die Blüten sind tiefrot und nicht orange. — Von M. Bennetti F. v. M. Papuan notes p. 63, die gleichfalls rote Blüten hat, ist unsere Art durch den Mangel der Kelchzipfel und anderes noch deutlicher unterschieden. Ich habe diese neue Art nach dem derzeitigen Landeshauptmann von Neu-Guinea benannt. Mein Exemplar stammt von Hatzfeldthafen, Hottrune’s von Finschhafen, es ist eine Pflanze des primären Waldes, welche unwill- kürlich die Aufmerksamkeit auf sich zieht durch die auf dem Boden lie- genden großen roten Blüten. Ich kann nur bestätigen, was p’ALserris über die ähnlich aussehende M. Bennetti am Fly-river äußert: » that it was one of the most gorgeous sights there in the whole floral Kingdom«. | Auch auf den Aruinseln kommt eine Art der Section » Amphiptera« vor, doch fand ich nur eine im Walde auf der Erde liegende Frucht, Caesalpiniaceae. Caesalpinia Nuga Ait., Hort. Kew. III. 23. K. Scu., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 100. Eine der häufigsten Sandküstenpflanzen Südasiens, Polynesiens und Queenslands. Überall im deutschen Schutzgebiet, wo man danach sucht; neu für die Keyinseln. Zeckt, pulcherrima Sw., Observ. p. 165. Viel angepflanzt in den Niederlassungen der Eingeborenen im Bis- marckarchipel. In ganz Südasien eine háufige Zierpflanze. Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 331 €. Bonducella Flem., As. Researches Xl. 159. Guilandinia Bon- ducella L. Neu für die Aruinseln und den Bismarckarchipel; von Neu- Guinea mehrfach erwähnt, von K.-Wilh.-L. seltsamerweise noch nicht. Ein Strandbusch der Tropen beider Hemisphüren (incl. tropisch Australien und Polynesien). Afzelia bijuga A. Gray., Bot. Wilk. Expl. exp. 467. t. 51. K. Scu., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 100. Intsia amboinensis Thouars, Gen. nov. 22. Dieser im malayischen Archipel und bis nach Fidji und Queensland sehr verbreitete, die Küste liebende Baum ist besonders háufig auch auf Klein Key und auf den Aruinseln; er wird als inferiore Art Eisenholz recht geschützt. lm Kaiser-Wilhelmsland ist der Baum nahe allen Stationen verbreitet; im Bismarckarchipel erinnere ich mich nicht ihn gesehen zu haben, dort ist der Baum vielleieht nicht so häufig. Cynometra ramiflora L., Sp. pl. ed. I. p. 382. Cynometra byuga Span. in Mig., Fl. Ind. Bat. I. 1. p. 78. K. Scn., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 101. Ich fand den Baum am M. Cluersgolf bei Sigar. Ein der malayischen Sprache, kundiger Eingeborener bezeichnete den Baum als Nam-Nam, im ganzen Archipel der übliche Name dafür. Das Exemplar, das NAUMANN auf Timor als Nam-Nam sammelte, ist jedenfalls auch dieselbe Art; Trachylobium verrucosum, als welches es bestimmt worden ist, trifft man im Archipel nur hóchst selten angepflanzt. Unsere Form ist durch die constant 2paarigen Blütter vor der gewóhnlichen Form ausgezeichnet. HoLLRUNG sammelte die Art schon am Augustafluss. Im malayischen Archipel und bis nach Queensland verbreitet. Ein steriles Exemplar einer vielleicht neuen Cynometra mit 3paarigen Blättern sammelte ich nahe bei Finschhafen. Schizoscyphus roseus K. Sch., Bot. Centralbl. XI. Bd. #1. p. 265. Schizosiphon roseus K. Sch., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 101. Dieser schöne Baum findet sich häufig bei Constantinhafen und Stephansort im primären Walde nahe der Küste. Auch Horırung’s Exemplare stammen von Astrolabebay. Die unreifen Früchte, die ich davon besitze, erinnern sehr an Cynometra. Da Schizosiphon eine Algengattung ist, wurde der Name von ScHUMANN in Schizoscy- phus umgeändert. Maniltoa grandiflora Scheff., Ann. jard. Buitenz. I, p. 20; Maniltoa Schefferi K. Sch., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 101. Dieser Baum liefert ein ganz vorzügliches Holz, es ist eine der besten Eisenholzarten des Archipels und bildet in Key und Aru neuerdings einen stets wachsenden Export- artikel. Der Baum wird bisher angegeben von Salwatti, Misol und der Hum- boldtsbai; ferner vom Augustafluss; ich kann ihn für Key und die Aru- inseln constatieren. 332 0. Warburg. Schumann änderte den Namen Maniltoa grandiflora Scheff., weil die Pflanze nicht identisch ist mit der Cynometra grandiflora A. Gray, in der Meinung, dass letztere Pflanze auch eine Maniltoa sei, so dass dann also 2 verschiedene Pflanzen den Namen Maniltoa grandiflora trügen; da aber, wie ich mich nach dem Herbar überzeugte, die C. grandi- flora A. Gray eine echte Cynometra ist, so muss der Name Maniltoa grandiflora Scheff. bleiben. Es ist einer der schönsten Bäume mit mächtigen Wurzelleisten, der, namentlich wenn die Blätter noch zu einer halben Fuß langen Knospe vereinigt sind, sehr auffällt. Sollte er, was mir sehr wahrscheinlich ist, am Augustafluss (wo er an beiden Stationen gefunden wurde) gesellig wachsen, so würde er vielleicht von groBer Bedeutung werden kónnen für die AufschlieBung der dortigen Gegenden. Humboldtia ? sp. Ich erlangte in Kl. Key leider nur sterile Zweige einer dritten seltneren Sorte Eisenholz, »fra jar« genannt, die sich durch Blattform und Consistenz uhd die persistentén Stipeln ziemlich deullich als Humboldlia offenbart. Doch ist sie von H. laurifolia Vahl dadurch verschieden, dass die Blüttchen nicht lang zugespitzt, dass die Stipeln kleiner und spitz sichelfórmig, und dass die Glieder wenigstens in meinen Exemplaren nicht angeschwollen sind zur Beherbergung von Ameisen. Phanera Teysmanniana Warbg., Bauhinia Teysmanniana Scheff., Ann. jard. Buitenz. I, 19. Durch Teysmann bei Doré an der Nord westküste Neu-Guineas gesammelt. Meine Exemplare steril, aber durch die Blütter gut kenntlich, stammen von Sigar am Mc Cluersgolf. Cassia glauca Lam., Encycl. I, p. 617; K. Scu., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 102. ' Schon von Horırung bei Finschhafen gesammelt; mein Exemplar stammt aus der Umgegend von Hatzfeldthafen aus einem Dorfe der Eingeborenen. Wahrscheinlich wird der Baum wegen der schönen, reichen Blüten von den Eingeborenen begünstigt. In Südasien bis nach Australien und Polynesien verbreitet. +C, occidentalis L., Sp. pl. ed. I, p. 377. Schon in holl. Neu-Guinea beobachtet ; ich fand die Pflanze auf Kera- wara im Bismarckarchipel. Ein tropischer Cosmopolit und Ruderalgewächs. C. javanica L., Sp. pl. ed. I, p. 379; Hxwsr., Chall.-Exped. p. 145. Ein auBerordentlich schéner, weiBblütiger Baum von Kl. Key, wo er schon von Moserey gefunden war. Die Früchte sind kaum von denen der Cassia Fistula zu unterscheiden. Die Art ist in den Sundainseln recht verbreitet, aber nicht häufig. Tamarindus indica L., Sp. pl. ed. I. p. 34.. Allgemein in Südasien verbreitet, wahrscheinlich aus Afrika stammend, aber in Malesien nur als Culturpflanze, so auch bis Aru, sonst von Papu- asien noch nicht erwühnt. Von den Aruinsulanern kaufte ich auch einige Früchte einer sog. assem hutang, (== wilde Tamarinde), doch konnte ich bisher die Zugehörigkeit dieser Frucht nicht aus- findig machen, eine Leguminose ist es keinesfalls. Beitrâge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 333 Moringaceae. »Moringa pterygosperma Gärtn., De fr. et sem. II, p. 314. Von Papuasien bisher nicht erwähnt, auch wohl noch nicht eingeführt. Auf den Key- und Aruinseln. Allgemein in Malesien als Culturpflanze verbreitet. Mimosaceae. Entada scandens Benth. in Hook., Lond. journ. bot. III, 332; K. Scn., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 102. Schon von Neu-Hannover durch Naumann, von Hatzfeldthafen und am Augustafluss von Hottrune gesammelt, ich besitze die Pflanze von den Key- inseln, Mc Cluersgolf und Constantinhafen. In den Tropen in beiden Erdhälften an den Küsten bis Queensland und Polynesien hin verbreitet. Bei dem Exemplar von Sigar erreichten die Früchte die auffallende Größe von 7—8". Serianthes grandiflora Benth. in Hoox., Lond. journ. bot. III, p. 225; K. Scun., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 102. Von Hoxtrune bei Hatzfeldthafen gefunden; ich fand den besonders schónen Baum auf den Keyinseln und bei Sigar am Me Cluersgolf direct an der steinigen Küste. Im malayischen Archipel. Albizzia procera Benth. in Lond. journ. bot. II, p. 89; X. Scu., Fl. v. K.-Wilh.-L., p. 102. Einer der häufigsten Bäume der Savannenformation im malayischen Archipel. Von Horrruxs schon in deutsch Neu-Guinea gesammelt. Ebenso sehr gemein auf der Gazellenhalbinsel und auch auf Kl. Key. Bei Finschhafen überall in den Graslandschaften. Im malayischen Archipel bis Nordaustralien verbreitet. A. Saponaria Bl. in Sched. Herb. L. B.; Mig., Fl. Ind. Bat. I, 1. p. 19. Schon von ZiPreL in holl. Neu-Guinea gefunden. Meine Exemplare stammen von Kl. Key, dort Weat genannt; auch dort wird die Saponin enthaltende Rinde zum Kopfwaschen gebraucht. Nach Aussage meines inlündischen Führers liefert dieser Baum auf Key das als»Fra nungus« sehr geschützte Eisenholz; doch bin ich nachtrüglich etwas zweifelhaft ge- worden, ob ich nicht falsch informiert worden bin. Die Art ist im malayischen Archipel verbreitet. Hansemannia mollis K. Sch. in Ene. Jahrb. IX, p. 202; Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 103. Hottrunc vom obern Augustafluss; ich fand die Art (steril) bei Finschhafen. X+OH. pachycarpa Warbg. n. sp. Frutex glaber foliis magnis pinnis unijugis, foliolis 5-jugis breviter petiolulatis lanceolatis subacuminatis basi et apice acutis chartaceis, 334 . 0. Warburg. glandulis interjugalibus obsoletis, venis utrinque 5 ascendentibus arcuato- eonjunctis prominulis, nervatura tenera distincta, racemis e ligno vetere abeuntibus brevibus; floribus breviter pedicellatis calyce campanulato margine obtuse 5-lobato pedicello duplo longiore, petalis calyce triplo longioribus, ad medium usque connatis lanceolatis glabris, staminibus petalis triplo fere longioribus, basi connatis, carpidiis 3—6, stylis brevissimis im- mersis stigmatibus parvis capitatis. Die schwärzliche Rinde der Zweige ist mit brüunlichen Würzchen versehen; die Blattstiele sind ca. 25 cm lang, rund, ohne Furche und Papillen, die persistenten lanzett- sichelfórmigen Stipeln sind 4 cm lang, die Rhachis der einpaarigen Fiedern ist ca, 30 cm lang, kantig und endigt in ein 3 mm langes Spitzchen; das erste Blattpaar steht dicht über dem Ansatz der Fiedern; die Blüttchen sind 43—16 cm lang und 5—6 cm breit; die größte Breite liegt unterhalb der Mitte; sie sitzen auf 6—8 mm langen Stielchen. Der Blütenstand ist bei meinem Exemplar 2 em lang, die Blütenstielchen sind 2 mm, der Kelch 6—7 mm lang, die Bliitenblatter sind 1,8 mm, die in ganz kleinen Antheren endigenden Staubgefäße sind 4—5 cm lang. Die Frucht ist 7—9 em lang, wovon die unteren 2!/ cm auf einen 7 mm dicken, stielartigen, quergerunzelten Fortsatz kommen; der übrige Teil ist walzenfórmig, 3 cm breit, in eine ganz kurze Spitze endigend und mit schwach gewulsteten Nähten versehen; die Frucht scheint nicht aufzuspringen ; die in dem geóffneten Exemplar befindlichen 5 länglichen, glünzend braunen Samen sind nüm- lich durch bis 5 mm dicke Scheidewünde getrennt. Diese neue 4, Art der interessanten Gattung steht der H. brevipes K. Sch. vielleicht am nüchsten, unterscheidet sich aber durch Blattform und Nervatur, durch die viel größeren Blüten und kürzeren Blütenstielchen, durch den deutlich gelappten Kelch, und durch die ganz andere Frucht. Constantinhafen im Küstenwalde. xH. aruensis Warbg. n. sp. Frutex ramulis fuscis glabris foliis longe petiolatis pinnis unijugis foliolis membranaceis breviter petiolulatis glabris late ovatis abrupte acute cuspidatis, basi breviter acuminatis, stipulis longis lineari- lanceolatis persistentibus, petiolis subteretibus striolatis mucrone lineari-lanceolato apieulatis; rhachi striata subcanaliculata apice mucronata glandulis parvis intrajugalibus. Racemis e ligno vetere abeuntibus brevibus bracteis linearibus deflexis, floribus breviter pedicellatis apice pedunculi confertis, calyce cam- panulato breviter irregulariter obtuse lobato quam pedicellus duplo longiore ; petalis calyce triplo longioribus ad medium usque connatis, lobis lanceo- latis acutis; staminibus petalis triplo longioribus, basi tantum connatis, carpidiis 4—8, stylis brevibus stigmate parvo capitatis. Die jüngeren Zweige sind sehr auffällig durch die 4!/—2 cm langen persistenten braunen Stipeln ausgezeichnet, der dunkelbraune Blattstiel ist 144—418 cm lang, am Ende auf der Oberseite mit einer Drüse, auf der Unterseite mit einer 6—7 mm langen, etwas starren Spitze versehen. Die Rhachis ist 42—17 cm lang, ebenfalls an der Spitze oben mit einer Drüse, unten mit einer 5 mm langen Spitze. Die Blättchen sind 43—19 cm lang und 7—8 cm breit, die größte Breite unterhalb der Mitte; sie sitzen auf 5 mm langen Stielchen, die abgesetzte Spitze ist 11/5—9 cm lang; Nerven sind jederseits 4—5, sie steigen bogenfürmig auf und ragen an der Unterseite, wie auch die feinere Nervatur, hervor. Beitráge zur Kenntuis der papuanischen Flora. 335 Die Blütenstünde sind 9 cm lang, unten sehr zerstreut, oben dicht mit rückwürts gerichteten 2—3 mm langen Bracteen besetzt, oberhalb deren je eine Blüte entspringt. Die Blütenstielchen sind 2 mm lang, der Kelch 5 mm, wovon 4—2 mm auf die Lacinien kommen, die Blumenblätter sind (is cm lang, die Zipfel derselben 7 mm, die Staub- gefüBe sind 4!/ mm lang, nur innerhalb der Blumenkronenróhre verwachsen, Diese Art ist durch die 3 paarigen Blüttchen, die persistenten Stipeln, die rück- gekrümmten Bracteen und die Details des Blütenaufbaues von den andern bekannten Arten recht verschieden. Eine andere Art, aber steril fand ich in Nusa an der Nordspitze von Neu-Meck- lenburg; wenn es nicht Hansemannia brevipes K, Sch. ist, der sie bis auf die Behaarung gleichkommt, so ist es jedenfalls eine nahe Verwandte, Durch Aruinseln und Nusa wird diese Gattung also für ganz Papuasien als heimisch charakterisiert. Sie steht der Gattung Pithecolobium zwar habituell nahe, ist aber durch die vielen Griffel und die anders- artige Frucht doch sehr verschieden. Auch scheint die ganze Gattung aus Unterhólzern des primären Waldes zu bestehen, wührend die Gattung Pithecolobium meist aus Bäumen besteht. ><+OPitheeolobium Kubaryanum Warbg. n. sp. Arbuscula foliis magnis trijugis, foliolis 4-jugis, petiolis subglabris, brevissime incano-papillosis prope basin subteretibus, inter pinnas pro- funde canaliculatis, apice breviter mucronatis, glandulis basalibus et inter- jugalibus magnis, pinnarum rhachibus glandulosis apice mucronatis; foliolis membranaceis breviter petiolatis late ovatis basi truncatis vel obtusis apice late atque obtuse euspidatis, costa nervatura utrinque prominulis, venis utrinque 5—7 ascendentibus arcuate conjunctis; inflorescentia e ligno vetere abeunte ; pedicello brevi, calyce persistente; legumine rufo-velutino contorto inter articulos arcte constricto bivalvi. Das Blatt wird ca. 80 cm lang; der Blattstiel bis zum Ansatz der ersten Pinnenist 20 cm, der Abstand der Fiedern von einander ist ca. 45 cm, das Spitzchen am Ende der Rhachis ist 3 mm lang; die Drüsen sind becherfórmig und haben 2—3 mm im Durchmesser. Die Rhachis der Fiedern ist 20—25 cm lang, der Abstand der einzelnen Blättchen von ein- ander ca.6 cm. Die etwas warzigen, dunklen Stielchen der Blütter sind 5 mm lang, die Blätter 8—9 cm breit und 12—15 cm lang mit einer 11/2 cm langen Spitze. Das Frucht- stielchen ist 6 mm lang; die Frucht besteht aus 44 in unserem Stadium ca. 12 mm im Durchmesser messenden, runden Gliedern, die durch 2 mm breite Verbindungen mit einander zusammenhüngen. Die Samen sind noch nicht reif, trotzdem ist die Frucht schon aufgesprungen. Primirer Wald bei Constantinhafen. Die Art scheint dem von Scherrer, Ann. jard. de Buitenz. I, p. 22 beschriebenen Pithecolobium sessile aus West Neu-Guinea nahe zu stehen, unterscheidet sich aber schon durch die nicht sitzenden Blättchen. Nach dem Stationsvorsteher von Constantinhafen, dem bekannten Südseereisenden Kusary benannt. Acacia Simsii ? All. Cunn. in Hook. Lond. Journ. of Bot. I, p. 368; F. v. Miter, Papuan notes p. 24. Eine Phyllodien-Acacie, deren Blätter Ähnlichkeit haben mit der in Poly- nesien verbreiteten Acacia Richei A. Gr.; doch sind die Blätter kaum sichel- fórmig; sie ist ziemlich häufig auf dem trocknen Kalkrücken von Kl. Key, doch traf ich sie nur in sterilem Zustande; nach der Beschreibung passt sie 336 0. Warburg. am besten auf A. Simsii, die von Nord-Australien, Queensland und auch von engl. Neu-Guinea bekannt ist. Naumann sammelte eine andere Art auf Neu-Pommern. Da ich auch eine nahe stehende Phyllodien-Acacie auf Formosa fand, so zeigt diese Gruppe doch viel compliciertere Verbreitungsverhältnisse, als man früher annahm. Schleinitzia Warbg. n. g. Flores subsessiles, 5-meri. Calyx campanulatus breviter dentatus. Petala ad medium connata vel demum libera, valvata. Stamina 10 libera, longe exserta; antherae 5 glandula stipitata mox deeidua coronatae, pollinii granula oo. Ovarium breviter stipitatum, oo ovulatum; stylus filiformis, stigmate terminali. Legumen oblongo-lineare compressum , subcoriaceum, dehiscens, suturis paullo-elevatis, intus inter semina septis cum endocarpio continuis divisum, epulposum. Semina transversa ovata compressa funiculo filiformi. — Arbor inermis. Folia bipinnata, foliolis parvis pinnisque multi- jugis. Stipulae parvae setaceae ; glandula petiolaris magna, jugales nullae. Flores parvi uniformes in capitulis globosis; pedunculi in axillis superioribus fasciculatis vel ad apices ramorum subpaniculati sub apice bracteolati. Die Gattung, zu den Adenanthereen gehórig, dürfte sich sehr eng der Piptadenia Benth. anschlieBen, von der sie sich durch die 5zahl der Staminaldrüsen unterscheidet ; alle besonderen Charaktere der Frucht kommen vereinzelt auch bei Piptadenia vor. Sie wurde zu Ehren des Viceadmiral SCHLEINITZ, des ersten Landeshauptmannes von deutsch Neu-Guinea benannt. X+OS. microphylla Warbg. n. sp. Ramulis fuscis elevato-subnigro lineatis subverrucosis glabris petiolis canaliculatis fulvo-tomentosis, 20—30 jugis, rhachi pinnarum tomentosa a basi foliolata, foliolis apetiolulatis 10—60 jugis linearibus appresse cilio- latis utrinque obtusis basi inaequalibus; pedunculis solitariis vel vulgo fasciculatis axillaribus tomentosis, nonnunquam articulatis. Capitulis glo- bosis vulgo pedunculo brevioribus. Floribus sessilibus vel subsessilibus, bracteis filiformibus apice deltoideo-dilatatis ; calycis lobis 5 obtusis tubo 2—3 plo brevioribus; petalis ad medium connatis demum fissis calyce dimidio longioribus, laciniis lanceolatis; staminibus petalis. 2—3 -plo longioribus, antheris glandula parva terminali coronatis stylo filiformi staminibus multo breviore ; legumine nigro subsessili glabro oblongo-lineari ad basin versus angustato, apice rotundato complanato, seminibus 149—416 parvis oblongo-ovatis lucidis nigris. Das Blatt wird bis 25 cm lang, der Blattstiel ist 2—3!/; cm lang; die schwarze Drüse ist 2—21/5 cm oberhalb des Ansatzes des Blattstieles; zwischen den einzelnen Fieder- paaren ist ein Abstand von 4—6 mm. Die Fiedern sind von sehr verschiedener Länge, 3—7 cm gewöhnlich. Die Blättchen sind 2—3 mm lang, 1/2 mm breit. Die Pedunculi sind 1—21/, cm lang, das blühende Köpfchen hat 8 mm im Durchmesser. Der Kelch ist etwas über 4 mm, die Blumenkrone 41/,—9 mm; die Filamente bis 5 mm lang. Die reife Frucht ist 81/, cm lang und 2 cm breit, oft auf den flachen Seiten etwas gewulstet; um den Rand läuft eine erhabene Riefe von 4 mm Breite, Die etwas plattgedrückten dunklen Samen sind 4 mm lang, 2 mm breit, Das Bäumchen findet sich im secundären Buschwald, in unmittelbarer Beitráge zur Kenntnis der papuanischen Flora. | 337 Nähe der Station Finschhafen. Hoıırung’s No. 598 ist dieselbe Pflanze ; sie wurde von Scuumann richtig als eine Adenantheree erkannt. Thymelaeaceae. Phaleria octandra Baill. in Adansonia XI, p. 391; K. Sca., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 93. Schon von Hoıırung bei Constantinhafen gesammelt. Ein kleiner Busch im primären und secundären Walde, auf Mioko im Bismarckarchipel und am Sattelberg bei Finschhafen. Die Exemplare von Mioko besitzen ebenso wie HoLLRUNG's Exemplare lange Staub- gefäße und kurze Griffel, während die Exemplare vom Sattelberg kurze Staubgefäße und lange Griffel haben. Schon Benruam bemerkt in der Flora australiensis, dass verschiedene Individuen derselben Art in Bezug hierauf hüufig variieren. P. Blumei Benth. var. latifotia Benth., Fl. austral. VI, p. 38; Dry- mispermum Blumei Dcne. Meine Exemplare stammen von den Aruinseln, wo die Pflanze als Unterholz im Walde auftritt. Die Art ist von Sumatra, Java und Queensland bekannt, Oxalidaceae. Oxalis corniculata L., Sp. pl. ed. I, p. 435; K. Sca., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 56. Ein Cosmopolit (Australien und Polynesien nicht ausgeschlossen). Kommt noch ziemlich hoch am Sattelberg bei Finschhafen vor, und zwar in einer sehr stark behaarten Form; auch häufig fernab von der Cultur an offenen und grasigen Stellen; desgleichen auf der Gazellen- halbinsel von Neu-Pommern an offenen Stellen der groBen Gras- flächen. ><+OEvodia hortensis Forst.; Herzogia odorifera K. Sch., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 60. cf. botan. Centralbl. 4890. No. 8. p. 265. Dieses auf den pacifischen Inseln verbreitete Bäumchen ist auch im Bismarckarchipel und in deutsch Neu-Guinea in der Nähe der Dörfer oder in denselben häufig. Die stark duftenden Zweige werden neben Basilicum vielfach von den Eingeborenen in ihren Armringen getragen; die Pflanze zeigt wieder einmal die Beziehungen Mela- nesiens zu deutsch Neu-Guinea. Durch die Cultur hat die Art sehr viele Varietäten er- zeugt, von denen die von Hortrung gesammelte und von SCHUMANN als Herzogia odorifera neu beschriebene eine der extremsten Formen darstellt. Ich besitze von Kerawara und Stephansort alle Übergänge von einfachen zu 3teiligen Blättern, selbst am selben Zweig. Ich zweifle nicht, dass Evodia suaveolens Scheff., Ann. jard. Buitenz. I, p. #1, von Teys- MANN an der Humboldtsbay auf Neu-Guinea gefunden, auch dort von den Papuas benutzt, gleichfalls nur eine Form unserer E. hortensis ist. Sehr charakteristisch für die Art sind die abwechselnd flach gedrückten Internodien und Inflorescenzachsen, ><-+E. Schullei Warbg. n. sp. hamis crassis teretibus ad nodos complanatis glaberrimis, foliis petio- latis, foliolis 3 quam petioli longioribus lanceolatis longe cuspidatis basi attenuatis brevissime petiolulatis glaberrimis chartaceis integris. Inflores- centia axillari conferta folio multo breviore decussato-paniculata pubescente, floribus pedicellatis polygamis, sepalis minimis pubescentibus, petalis quam sepala 10-plo majoribus glabris ovatis, staminibus petalis longioribus, disco parvo et ovario pubescentibus. Capsula matura glandulosa, seminibus subrotundis lucido-cyaneis, calyce, persistente quam flores majore glabro. Ein kleines Biumchen; die Zweige sind mit fein gestrichelter, hellbrauner Epi- dermis bedeckt; die Blattstiele sind bis 5 cm lang, durch eine breite, flache Rinne auf Beitrige zur Kenntnis der papuanischen Flora. 339 der Oberseite halbrund. Die Stiele der Blättchen sind 4—2 mm lang, die Blättchen selbst 42—14 mm lang und 21/,—3!/; mm breit, in der Mitte am breitesten; die nicht scharf abgegrenzte Blattspitze ist ca, 41/9 cm lang; die ca. 9—44 Seitennerven sind nur wenig deutlich. Die Rispen sind 3—5 cm lang; die Verzweigungen beginnen schon nach einem halben Centimeter; die Stielchen der an den Endverzweigungen fast doldenfórmig an- geordneten Blüten sind 4—2 mm lang; die Blumenblätter sind 1—1!/; mm lang; die Staubgefäße etwas länger; die reifen schön schwarzblauen Samen haben 11/; mm im Durchmesser. Der Strauch wüchst in Nusa an der Nordseite von Neu-Mecklen- burg (Neu-Irland). Die Pflanze wurde nach Herrn ScHULLE, dem einzigen Europäer in Nusa, benannt, der meine Bestrebungen daselbst bestens unterstützte. »--OE. mollis Warbg. n. sp. Arbuseula ramis crassis complanatis molliter ferrugineo-tomentosis, petiolis longis ad apicem versus alatis, foliolis 3 sessilibus magnis ovatis utrinque obtusis vel basi acutiusculis, costa valida venisque parallelis lamina subtus molliter pubescentibus. Inflorescentia foliis multo breviore tomentosa paniculata floribus polygamis breviter pedicellatis sepalis parvis acutis pubescentibus quam petala glabra apiculata multo brevioribus; stami- nibus quam petala brevioribus, filamentis parvis glabris, ovarii rudimento pubescente. Der Blattstiel ist 6—45 cm lang, die Flügel sind an der breitesten Stelle, am Ansatz der Spreite, zusammen 43 mm breit; die Blatter sind bis 30 cm lang und 44 cm breit; die größte Breite ist in oder eben unterhalb der Mitte; jederseits sind 10—15 größere, in fast rechtem Winkel abgehende, nach dem Rande bogenartig verbundene Nerven. Die Rispen werden bis 14 cm lang, die Blüten sind in fast sitzenden Dolden an den ursprüng- lich decussat angelegten, secundüren Achsen angeordnet; die ganze Inflorescenz ist locker. Die Blütenstielchen sind 4—11/; mm lang, die Blüten ca. 4 mm groß. Die Pflanze steht der E. alata F. v. M., Fragm. VII, p. 442, jedenfalls sehr nahe, unter- scheidet sich aber durch Blattform, Größe und Behaarung und durch die Breite der Flügel; auch stehen die einzelnen Blütendolden oder Blüten nicht wie bei alata mit groBen Unterbrechungen an den secundiren Achsen. Das Báumchen wurde am Sattelberg bei Passai gefunden, ca, 1000” über dem Meeresspiegel. ><+Dysoxylon Forsythianum Warbg. n. sp. Arbuscula ramulis cinereis luteo-verrucosis appresse pubescentibus, foliis 3—4 jugis imparipinnatis foliolis oppositis vel suboppositis, petiolis appresse subpubescentibus supra late sed haud profunde canaliculatis basi subalulatis, foliis oblonge ellipticis membranaceis aequilateris basi acutis apice subacute cuspidatis, petiolulis brevibus; paniculis axillaribus foliis brevioribus pubescentibus, floribus pedicellatis, sepalis 5 minimis reflexis eiliolatis, petalis cum tubo stamineo haud connatis appresse puberulis, tubo stamineo cylindraceo glabris apice subcrenato, ovario et stylo stigmate dis- coideo coronato dense luteo-sericeo-tomentosis, ovario 5 loeulari, disco annulari. Die Blattstiele dieses zierlichen Bäumchens sind 5—8 cm lang, oben beiderseits von scharfen Kanten eingefasst; die Größe der Blätter ist sehr verschieden; die größten sind 44 cm lang und 6 cm breit, die kleineren nahe den Blütenständen sind 7 cm lang und 3 em breit: die Blattstielchen erreichen bis 9 mm Länge, die schmale Spitze am Ende des Blattes ist 5—9 mm lang, beiderseits sind 40—12 zarte bogig aufsteigende Seitennerven, die feinere Nervatur ist kaum erkennbar. Der mehrfach verzweigte Blütenstand ist von sehr verschiedener Länge, teils axillär und dann 0,5 cm lang, teils endständig. Der Blütenstiel ist 3 mm lang, die Kelchblätter noch keinen halben Millimeter, die Blumen- blätter sind 7 mm, der Tubus stamineus ist 5 mm lang, die 10 Antheren ragen nicht heraus, der mit einer großen scheibenförmigen Narbe versehene Griffel ist 6 mm lang. Diese Art ist trotz des Mangels eines röhrenförmigen Discus doch wohl wegen der sonstigen Charaktere zu der Gattung Dysoxylon zur Section Didymocheton zu rechnen, und zwar gehört sie dann zu der Abteilung mit freiem Tubus stamineus. Das Bäumchen findet sich als Unterholz in den bewaldeten Schluchten der Plantage Ralun auf Neu-Pommern (Gazellenhalbinsel). Ich benannte die Pflanze nach der Besitzerin dieser Plantage. ><+D. vestitum Warbg. n. sp. Arbor foliis magnis imparipinnatis 10—12 jugis petiolis glabris basi rotundis superne subangulatis, foliolis vix petiolulatis glabris ovatis basi valde inaequalibus, altero latere basi acutis altero basi rotundatis apice subacuminatis obtusis; inflorescentiae pedunculo pubescente mox glabrato, floribus in ramis brevibus subcapitatis; capsulis sessilibus, calyce per- sistente, sepalis liberis pilis ferrugineis dense pubescentibus; capsula in sicco valde verrucosa tri- vel quinquevalvula indumento rufo ferrugineo vestita, subdepresso-globosa 3—5 sulcata. Ein hoher Baum, dessen Blattstiele 70 cm lang werden ; die an der Spitze sehr lange weiter wachsenden Blätter sind an der wachsenden Spitze behaart, sowohl Blältchen als auch der Blattstiel, doch verschwindet die Behaarung sehr bald. Die Blüttchen stehen opponiert oder fast opponiert und wachsen selbst noch lange weiter, so dass man über die Größe der Blättchen nichts bestimmtes angeben kann. Blättchen mittlerer Größe sind 12 cm lang und 6 cm breit (das größte ist 48 cm lang), die größte Breite liegt in oder 344 0. Warburg. unterhalb der Mitte; die Blüttchen sitzen auf einem 3 mm langen Stielchen; jederseits sind ca. 10 beiderseits deutlich hervortretende ziemlich gerade Seitennerven, die feinere Nervatur ist undeutlich. Die Fruchtstände sind ca. 47 cm lang, die untersten Seitenzweige sind 45 mm, die obersten nur 3 mm lang; die fast reifen Früchte sind 4,5 cm hoch und haben 2 cm im Durchmesser, Die abgerundet 3 eckigen Kelchblütter sind 2 mm lang, und 31/, mm breit, die jungen Früchte sind oberhalb der Kelchblütter verschmiilert, die reiferen sitzen obne Verengerung dem Kelche auf. Die Kapsel ist je nach der Anzahl der loculi 3- bis 5-furchig, und läuft manchmal an der Spitze in eine kurze schnabelartige Ver- längerung aus. Ich fand diesen Baum, der gleichfalls in die Section Didymocheton ge- hórt, bei Ralun auf der Gazellenhalbinsel von Neu-Pommern in Waldravinen, doch kommt er auch bei Finschhafen vor. Ferner findet sich noch ein dritter hoher Meliaceenbaum bei R alu n , den ich übrigens auch in Stephansort traf, es ist wohl dieselbe Art wie Hoczruxc’s No. 773. Da ich aber nur lose (3 klappig aufspringende) Früchte und Blätter habe, so unterlasse ich die Be- schreibung. Es ist vermutlich eine Amoora-Art. ze LO, novo-guineense Warbg. n. sp. Arbor alta; racemis indumento sordide incano vestitis, floribus pedi- cellatis in toto peduneulo a basi usque ad apicem dispersis, polygamis, calyce magno tubuloso urceolato 5-dentato tomentoso, petalis calyce duplo majoribus intus glabris extus tomentosis, tubo stamineo margine lobato glabro antheris 8, disco urceolato margine dentato glabro, ovario tomentoso , stylo glabro longe exserto, stigmate discoideo; capsula subglobosa verrucosa 2 valvi, 2 sperma. Die dem Stamme entspringenden Blütentrauben sind 47 cm lang, sie sitzen zu mehreren an den Verdickungen des Stammes; die Blütenstielchen sind 8—40 mm lang, im völlig entwickelten Zustande ist der Kelch 8 mm lang, wovon 4—2 mm auf die un- gleich groBen Zühne kommen, die Blumenblätter sind 44 mm lang, der untere Teil der- selben ist kahl, der Griffel ist 10 mm lang, nur die Basis ist behaart, die Narbe ist 4 mm im Durchmesser. Das wachsende Ovarium hebt den Kelch und die Blumenkrone später in die Hóhe, der Kelch ist also nicht persistent; von einem Discus ist in diesem Stadium nichts zu sehen. Die Frucht hat 18 mm im Durchmesser, ist aber noch nicht ganz reit. Die blühreifen Knospen sind 4 mm lang und rundlich, der behaarte Kelch schlieBt oben noch zusammen. Die 4 dicken Blumenblitter sind valvat, der 3 mm lange tubus stamineus ist oben 8 lappig, zwischen den Lappen hindurch sieht man je eine Anthere, welche den Tubus noch etwas überragt; der becherformige 4 mm lange Diskus ist oben kerbig gezühnt, das 21/, mm lange Ovarium ist dicht gelb seidig behaart, der !/; mm lange Griffel ist kahl, die scheibenfórmige, kahle Narbe ist 4 mm im Durchmesser. Die Art ist durch den groBen Kelch sehr auffällig, sie gehört zu der Section Eudys- oxylon C. DC. zu der ehemaligen Gattung Epicharis Bl. Ein riesiger Baum im primären Walde des Sattelberges, Blätter waren nicht zu erreichen. Lansium domesticum Jacq., Transact. Soc. Linn. XIV. 4. p. 115. Soll auf Key angepflanzt werden, inländischer Name Tawerak. Im Walde der Aruinseln fand ich eine Frucht einer Lansium-Art auf der Erde liegend. Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 345 X+OAglaia Goebeliana Warbg. n. sp. Arbuscula ramulis dense ferrugineo-lepidotis, foliis 4—4jugis, petiolis petiolulis costa et lamina subtus lepidotis, foliolis alternis subcoriaceis crasse petiolulatis in sicco fuscescentibus haud pellucidis oblonge ellipticis basi acutis aequalibus apice breviter subobtuse apiculatis, venis tenuibus 10—13 patulis, nervatura indistincta; inflorescentia axillari ramosissima pyramidata lepidota folio sublongiore vel breviore, floribus pedicellatis haud glomerulatis, calyce parvo, lepidoto, obtuse lobato, petalis glabris 5, tubo stamineo margine intus subincrassato, antheris 5 pilis albidis circum- datis; ovario hirsuto, stigmate conico carnoso glabro. Die Blütter sind bis 40 cm lang und sind im trockenen Zustande rotgelb, die Blüttchen sind gewöhnlich 40—42 cm lang und 4—6 cm breit, die größte Breite liegt in der Mitte, das Stielchen ist 8 mm lang. Die vielverzweigten Blütenstände sind 20—30 cm lang und sehr reichblütig. Der Pedicellus ist 3/4 mm lang, die Blüten gleichfalls, der Kelch !4 mm. Das schüne Bäumchen findet sich als Unterholz in dem feuchten Gipfel- walde des Sattelberges in 3000' Hóhe. D. Neu-Guinea. »--OA.Ermischii Warbg. n. sp. Arbuscula ramulis glabrescentibus novellis dense ferrugineo-lepidotis ; foliis longe petiolatis trifoliolis, petiolis foliolisque utrinque glabris, petio- lulis longis basi incrassatis, foliolis magnis in sicco argillaceis ellipticis basi acutis, lateralibus 2 inaequilateris, apice brevissime apiculatis, venis 410—413 subpatulis, utrinque prominentibus, nervatura subtus distincta; panicula axillari densa vel ramosa, rufa lepidota; floribus spicatim seriatis breviter pedicellatis, calyce parvo lepidoto, petalis glabris imbricatis, tubo stamineo urceolato intus albo-piloso, ovario rufo-piloso stylo conico earnoso. Der gemeinsame Blattstiel ist 5—7 cm lang, der Petiolulus ist 41/5—21/; cm, das Gelenk 1 em lang, die Blütter sind 25—30 cm lang und 10—12 cm breit; die Inflores- cenzen sind 43 cm lang (an einem andern Exemplar trotz ausgebildeter Blüten nur 11/2 cm); der Pedicellus ist 4 mm lang, die Blüten 41/2 mm, der Kelch 1/3 mm. Es kommt vor, dass sich nur 4 oder 2 Blättchen an Stelle der 3 entwickeln. Deutsch Neu-Guinea, Sattelberg im Gipfelwald, ca. 3000', Unterholz. Ich benannte die Art nach unserm thätigen Begleiter auf der Sattelbergtour. ><+OA. rufa Miq., Ann. mus. bot. V, 4. p. 49. C. DC. in Suites au prodr. I. p. 613. Bisher nur in Borneo und Sumatra gefunden, ist also neu für Papuasien. Mein Exemplar stammt von Sigar aus dem Mc Cluersgolf. Die Art ist auBer durch die rote Behaarung auch durch die vielen durchsichtigen Punkte der Blätter ausgezeichnet. A. elaeagnoides Benth., Fl. austr. I. p. 383. C. DC. in Suites au prodr. p. 644. Hzwsr., Chall.-Exped. p. 134. Diese Art ist von West- und Süd-Neu-Guinea sowie den Keyinseln bekannt, sie geht über Nordaustralien, Neu-Caledonien bis nach den Neu-Hebriden. 346 0. Warburg. Ich fand die Pflanze am Me Cluersgolf und auf den Keyinseln. Ist im deutschen Schutzgebiet noch nicht gefunden. ><-+OA. Bergmanni Warbg. n. sp. Arbuscula ramulis teretibus dense lepidotis, foliis imparipinnatis 4—5 jugis petiolis lepidotis supra obscure sulcatis, petiolulis parvis canali- culatis lepidotis, foliolis suboppositis ellipticis vel oblongo-ovatis, basi aequalibus acutis, apice suboblique acuminatis obtusis utrinque glabris, costa subtus sparsim lepidota; paniculis folia aequantibus vel brevioribus, pedunculatis, distanter ramosis lepidibus vestitis, ramis gracilibus; floribus minimis globosis breviter pedicellatis; calycis laciniis petalis majoribus 5 rotundatis stellato-pubescentibus, margine ciliolatis; petalis glabris, tubo stamineo petalis breviore subgloboso integro glabro, antheris 5 glabris, disco nullo. Die Zweige und Inflorescenzen haben durch die Schuppen eine graubraune Fürbung, das Blatt ist 20 cm lang, die selbst mit starker Loupe kaum sichtbare, durchscheinende Punkte tragenden Blüttchen sind 6—10 cm lang, 4—5 cm breit, sitzen auf 4 mm langen Stielen, jederseits sind 8 zarte, aber unterseits deutlich erhabene, oberseits kaum sicht- bare Nerven; die feinere Nervatur ist undeutlich. Der Blütenstand ist 9—16 cm lang, die unteren Seitenzweige der Inflorescenz sind abermals doppelt verzweigt; die Blüten sind 1/2 mm lang und sitzen auf ebenso langen Stielchen, die Blumenblätter sind noch kleiner. Diese Art steht der Aglaia trichostemon C. DC. aus Borneo sehr nahe, unterscheidet sich aber hinreichend von derselben; von den sonst bekannten Arten Neu-Guineas ist sie jedenfalls schon durch die Kleinheit der Blüten recht auffällig unterschieden. Ein kleines Báumchen bei Stephansort an der Astrola beba y. Nach dem dortigen Missionär benannt, der meine Bestrebungen bestens unterstützte. Polygalaceae. Xanthophyllum sp. Früchte einer Art wurden im Walde des Sattelberges gefunden, doch war der Baum nicht zu erreichen. Hottaune hat schon am Augustafluss eine Art dieser interessan- ten Gattung gefunden. ><+0Polygala Warburgii Chodat n. sp. Humilis, diffusa. Caules abbreviati puberuli ramosi. Folia numerosa, 10/, mm vel minora subcoriacea, glabrescentia, oblongo-lanceolata vel obo- vato-oblonga, vel elliptica, obtusa, brevissime mucronata. Racemi supra- axillares, brevissimi, foliis breviores, pauciflori. Bracteae subpersistentes. Pedicelli floribus breviores. Sepala exteriora inaequalia, superius majus late ovato-triangulare, anteriora lanceolata alis duplo breviora. Alae lanceo- latae, acuminatae, corollam paullo excedentes, versus axim dejectae. Nervus medius usque ad apicem pertinens, cum lateralibus (2) ramulo unico vel nullo conjunctus. Carinae limbus unguiculo longior, cristatus. Crista dor- salis apicem carinae attingens ca. 8 lobata. Petala superiora per !/, cum tubo staminali connata, subtriangularia, apice late subemarginata, quam carina breviora; antherae glabrae in tubo staminali sessiles. Stylus cur- Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 347 vatus apice inerassatus. Stigma superius stylo continuum, inferius rotun- dato papillosum, pendens. Capsula lato elliptica, alis brevior, marginibus angustissimis cincta, 2;mm longa. Semina ellipsoidea, pilis adpressis sericea utrinque extenuata; arillus trilobus coriaceus, lobis aequalibus in semine triplo longiore equitans. Die kleine Pflanze findet sich in den Graslandschaften bei Finschhafen. Cumine’s no. 977 aus den Philippinen ist mit derselben identisch. Obs. Species ab omnibus asiaticis forma stigmatum recedit atque 'cum nulla affinis nisi cum specie a collect. KeLaart anno 4844 in Ceylone reportata, cui nomen P. Singa- lensis dedi (v. Caopar, Monogr. Polygalac. in Mém. Soc. Phys. et d'Hist. nat. Genéve 1890). Euphorbiaceae. Excoecaria Agallocha L., Syst. ed. I. 1288; K.Scu., Fl. v. K.-Wilh.- L. p. 75. Von Hatzfeldthafen und Fr.-Wilh.-Hafen bekannt; auch in engl. Neu- Guinea schon gefunden. Neu für Ceram-laut und Sigar am Me Cluersgolf, auch Key- inseln. In Südasien bis nach Australien und den pacifischen Inseln hin verbreitet. -+Aleurites moluccana Willd., Spec. pl. vol. IV, p. 590; Aleurites triloba Forst. Schon von engl. Neu-Guinea und den Aruinseln bekannt. Neu für Finschhafen und die Keyinseln. Eine durch Hinterindien, den mal. Archipel und Polynesien bis nach Australien verbreitete Pflanze, jetzt vielfach in den Tropen cultiviert. Euphorbia pilulifera L., Sp. pl. ed. I. 454; K. Scu., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 73. Schon von Horırung in deutsch Neu-Guinea gesammelt; ich besitze auch Exemplare von Sigar, holl. Neu-Guinea und den Aruinseln. Ein überall in den Tropen incl. Australien und Polynesien verbreitetes Unkraut. E. Atoto Forst., Florul. ins. Austral. prodr. 36; K. Son, Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 73; Ene. in bot. Jahrb. VII. p. 464. Von engl. Neu-Guinea, Hatzfeldthafen und den Salomonsinseln bekannt. Neu für die Aruinseln. Im malayischen Archipel, Polynesien und tropisch Australien eine häufige Strand- pflanze. E. serrulata Reinw. in BL. Bijd. 635; K. Sca., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 73. Schon von Hottrune bei Finschhafen und Constantinhafen gefunden. Auch auf der Insel Siar in der Astrolabebay. In Malesien bis nach Queensland verbreitet. var. pubescens Warbg., Stengel und Blätter, auch die Kapseln behaart; die Blätter nur äußerst fein oder gar nicht serrulat. Finschhafen. 348 0. Warburg. Endospermum formicarum Becc., Mal. Il. 44; K. Sca., Fl. v, K.- Wilh.-L. p. 80. Dieser interessante Baum wurde von Beccari in holländ, Neu-Guinea, von Horrrung am oberen Augustafluss gefunden. Er kommt aber auch weiter östlich vor: so in Hatzfeldthafen und nahe bei Finschhafen im primüren Walde, sowie auch auf Neu-Pommern auf der Gazellen- halbinsel in den Schluchten von Ralun. In der That ist auch mir das relativ isolierte Auftreten des Baumes im Walde auf- gefallen, was schon Rumpus für das E. moluccanum erwähnt; freilich steht der Baum nicht wirklich allein, aber der Abstand von den benachbarten Büumen ist immerhin etwas größer; ob dies vielleicht mit der Vertilgung der Samen durch die Ameisen zu- sammenhängt? Nach abgefallenen Blättern zu urteilen, kommt auf den Keyinseln eine andere Art der Gattung (vielleicht E. moluccanum?) vor, die Blätter besitzen eine etwas andere Form und sind unterseits ganz weichhaarig. Claoxylon longifolium Müll.-Arg. in DC., Prodr. XV (2). 781; K. Scu., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 76. Von Horzrung bei Hatzfeldthafen gefunden. Key-und Aruinseln, Gazellenhalbinsel von Neu-Pommern an steilen Abhängen und im secundären Holz. Durch die geringe Anzahl von Staubgefäßen unterscheiden sich unsere Pflanzen von den typischen Formen, im übrigen stimmen sie aber recht gut überein. Von Malesien bekannt. Alchornea javensis Müll.-Arg. in Linnaea vol. 34. p. 170. Von hollünd. Neu-Guinea bekannt. Auf den Aruinseln, an einigen Stellen das Hauptunterholz des Wal- des bildend. Sonst im malayischen Archipel. X+OMallotus muricatus Müll.-Arg. in Linnaea vol. 34. p. 494. Neu für unser Gebiet; Hatzfeldthafen und Keyinseln. In Südasien bis nach Timor hin verbreitet. M. philippinensis Müll.-Arg. in Linnaea vol. 34. p.196; K. Scn., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 78. Schon von Hatzfeldthafen, engl. Neu-Guinea, Neu-Pommern bekannt. Neu für Finschhafen und Siar an der Astrolabebay, im secundären Wald. Diese Art ist in Südasien wohl die verbreitetste und gemeinste der Gattung; sie reicht in Australien und China noch bis in die gemäfigte Zone hinein. M. ricinoides Müll.-Arg. in Linnaea vol. 34. p. 187; K. Son., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 78. Schon von Hottrune bei Finschhafen gesammelt, auch von engl. Neu- Guinea bekannt. Neu für die Aruinseln; auch am Sattel berg häufig. In Südostasien verbreitet, Beitráge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 349 M. moluccanus Müll.-Arg. in Linnaea vol. 34. p. 185. Mallotus Hellwigianus K. Sch., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 79, cf. botan. Centralbl. 1890, No. 8, p. 265. Von Hottrene bei Hatzfeldthafen gesammelt. Neu für Finschhafen, Nusa auf Neu-Mecklenburg, Key- Inseln und Ceram-laut. Im malayischen Archipel von Java bis zu den Philippinen und Timor verbreitet. M. tiliaefolius Müll.-Arg. in Linnaea 34. p. 190; K. Scn., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 77. Auch mein Exemplar stammt wie das von HoLtrune von Hatzfeldt- hafen; wenn Horrrung als Fundstelle den Wald angiebt, so ist zweifellos der secundire Wald oder Waldrand darunter zu verstehen. Im übrigen eine südasiatische Art, die von Ceylon bis nach Fidji und Neu-Pommern reicht, auch in Timor und den Molukken häufig ist. xM. columnaris Warbg. n. sp. Frutex ramis teretibus glabris novellis pubescentibus stipulis parvis lanceolatis, petiolis limbo 2—3plo brevioribus glabrescentibus, foliis mem- branaceis ovatis pellucide punctulatis, haud vel subpeltatis, basi rotun- datis, rare subcordatis, apice apieulato-acuminatis margine integris vel obscure repande denticulatis, nervis lateralibus basalibus medium limbi haud attingentibus, nervis lateralibus utrinque 5 ascendentibus vix arcuatis; inflorescentiis racemosis oppositifoliis elongatis quam folia vulgo breviori- bus; pedunculis glabrescentibus; floribus Q laxe dispositis breviter pedi- cellatis, bracteolis parvis unifloris lanceolatis deciduis, calyce spathaceo, deinde fisso, demum deciduo; capsula aculeis longis mollibus incurvis echi- nata, stylis magnis usque ad medium in columnam laevem connatis; in- florescentia cf quam © breviore, floribus in glomerulis paucifloris dispositis, breviter pedicellatis, staminibus 25—35 connectivo haud producto. Die Zweige sind mit rotbrauner Epidermis bedeckt, die Zweigspitzen gelblich stern- haarig, die Stipeln sind 4—2 mm lang, die Blattstiele 4—9 cm, die Blütter 12—17 cm lang und 6—9 cm breit, nur in der frühesten Jugend behaart; unterseits finden sich sehr zerstreut einige oberflüchliche gelbe Drüsen, neben den in der Lamina überall ziemlich dicht stehenden als durchscheinende Punkte mit starker Lupe sichtbaren Drüsen; die seitlichen Basalnerven zeigen hüufig oberseits ca. in der Mitte ihres Ver- laufes größere rotbraune Drüsen. Die Blätter stehen meist zerstreut, nur zuweilen sind sie gegenständig. Die © Inflorescenzen werden 10—20 cm lang, die 4 8—13 cm. Die © Blütenstiele sind 2 mm lang, die 3 1—1!/; mm. Die Griffel sind 8 mm lang, wovon 4 auf die papillósen Narben kommen; die Bracteen der Q Blütter 2 mm und wie der 4 mm lange Kelch gelblich behaart. Die Art bildet ein gewóhnliches Unterholz im secundären Busch auf Kl. Key und den Aruinseln. Sie gehört in die Section Eumallotus und zwar in die Abteilung mit Auswüchsen auf den Kapseln. »--OMaearanga clavata Warbg. n. sp. Arbuseula ramulis teretibus pubescentibus stipulis magnis oblique deltoideis puberulis, petiolis longis pubescentibus. foliis suborbicularibus 390 0. Warburg. basi rotundatis apice in acumen longum productis late peltatis supra viridi- bus glabris, subtus albidis pubescentibus glandulis luteis obsitis; inflores- centia C axillari pedunculata pauciflora, bracteis puberulis late ovatis margine lacero-dentatis; capsula glabra 9 loculari papillis longis clavatis viscosis echinata. Stengel und Blattstiel sind mit gelblich seidiger Behaarung bedeckt; die Blattnerven unterseits sind strohgelb. Der Blattstiel ist 40—20 cm lang, die Blätter sind 44—20 cm lang und 44—15 cm breit, die Spreite zieht sich plötzlich in eine 2 cm lange, 41/9 mm breite Spitze zusammen, Die Q Inflorescenzen sind ca. 6 cm lang, die Bracteen sind 3 mm lang und 2 mm breit; die Kapseln haben ca. 9 mm im Durchmesser, die nament- lich in der Jugend sehr klebrigen, an der Spitze etwas keulig verdickten glatten ab- stehenden Papillen sind 11/,—2 mm lang. Finschhafen im secundären Wald. Die Art gehürt zu der Section Mappa und ühnelt in der Blattform sehr der Maca- ranga tanarius; die drüsig keuligen Papillen auf der Kapsel sind ein leicht kenntliches Merkmal. ><+OM. densiflora Warbg. n. sp. Ramulis pubescentibus, stipulis minimis deciduis linearibus, petiolis et nervis pubescentibus, petiolis quam lamina multo brevioribus, foliis subcoriaceis ovato-lanceolatis basi rotundatis sensim acuminatis apice longe cuspidatis margine integris subtus glandulis luteis inspersis, trinerviis, nervis basalibus medium folii vix attingentibus; foliis juxta basin biglandu- losis, glandulis supra valde concavis, subtus valde prominentibus; inflores- centiis GT axillaribus paniculatis ramosis, floribus ad apicem ramorum confertis, ramorum bracteis lanceolatis dentatis; florum bracteis ovatis vel lanceolatis, vulgo profunde trifidis puberulis et glandulosis, staminibus 3—4 : antheris vulgo 4 locularibus. Die Stipeln sind 4—2 mm lang, die Blattstiele 2—5 cm; die Spreite 10—144 cm lang und 5—7 cm breit; die Als mm breite Spitze des Blattes ist über 21/5 cm lang; die bogig aufsteigenden Seitennerven, jederseits ca. 5—6, sind durch unterseits deutlich hervorragende Parallelnerven mit einander verbunden, die Basaldrüsen ragen unterseits sackförmig hervor. Die 4 Inflorescenzen sind ca. 8 cm lang und ragen, da sie sich in den obersten Achseln befinden, weit über den Vegetationspunkt hervor, so dass sie scheinbar eine terminale Inflorescenz bilden; die Bracteen der Blüten sind 2 cm lang; die Blüten stehen zu 1/3—2 cm langen Knäueln gehäuft an den Enden der Inflorescenz- zWeige. Hatzfeldthafen im Kaiser-Wilhelmsland. Die Art, durch den eigenen Blütenstand, die Bracteenform, die sackförmigen Basal- drüsen und die lang ausgezogene Spitze der Blatter ausgezeichnet, gehürt wahrscheinlich in die Section Eumacaranga, was sich aber ohne Q Blüten nicht mit Sicherheit ent- scheiden lässt. ><-+M. involucrata var. genuina Müll.-Arg. in DC., Prodr. XV, 2. p. 1012, Inseln Mioko und Kerawara im Bismarckarchipel. Var. aealyphoides Müll.-Arg. Ralun auf der Gazellenhalbinsel. Die erste Varietüt ist von Bengalen, die zweite von Amboina her bekannt. Var. keyensis Warbg. Foliis adultis glabris, in nervis subpubes- centibus, bracteis © subrotundis vix acuminatis, rare glandulis patelli- formibus obsitis, calyce Q sericeo-piloso, stigmate dense papilloso-echinato. Auf den Keyinseln häufig, wo die Pflanze, Kiwut genannt, von den Eingeborenen medicinisch benutzt wird. M. tanarius Müll.-Arg. in DC., Prodr. XV., (2) p. 997; K. Sca., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 79. var. genuina. Auf den trocknen Rücken von Kl. Key, auf Ceram- laut, bei Sigar an dem Mc Cluersgolf, in Ralun auf der Gazellen- halbinsel, und in Constantinhafen. In Kaiser-Wilhelms-Land schon von HoLLrunG gefunden, auch von engl. Neu-Guinea bekannt. In Südasien bis nach China und Neu-Holland ist dies die gemeinste Art der Gattung. M. riparia Engl. in Jahrb. VIL, p. 463; K. Sca., Fl. v. K.-Wilh.- L. p. 79. Von Naumann auf Neu-Hannover, von Horrnuxa bei Constantinhafen gefunden. Mein Exemplar stammt von Finschha fen. AuBerhalb unseres Gebietes bisher noch nicht aufgefunden, M. Harveyana Müll.-Arg. in DC., Prodr. XV, (8) p. 998, Ralun (Gazellenhalbinsel), Insel Ulu und Mioko (Bismarck- archipel). Aus Polynesien bisher bekannt. X+OCarumbium populifolium Reinw., Cat. pl. hort. Buitenz: Mig., Fl. Ind. bat. vol. 1, 2. p. 414. Ich fasse die Art auf im Sinne von Bextnan, Fl. austr. VI, p. 150; mit Recht lässt Benrnam die minutiösen Unterschiede, die Mitter-Aargau als Art- merkmale aufstellt, nicht gelten, im Sinne Mürzer’s würde unsere Form abermals eine neue Art bilden. Beitráge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 353 Sattelberg und Finschhafen am Waldrande der Graslandschaften. Im Archipel bis nach tropisch Australien und den pacifischen Inseln verbreitet. Ricinus communis L., Sp. pl. ed. I, p. 1007. In Papuasien bisher wenig verbreitet, in Neu-Guinea selbst kaum, wenn überhaupt, bekannt. Auf den Key- und Aruinseln gepflanzt. Jetzt in den wirmeren Gegenden fast überall verbreitet. Jatropha CurcasL., Sp. pl. ed. I, p. 1006. Auf den Key- und Aruinseln angepflanzt. Auch eine über Malesien nach Papuasien hin vordringende Pflanze, bisher aber in letzterem Gebiete kaum wirklich verbreitet. Manihot utilissima Pohl. Auf den Key- und Aruinseln angepflanzt. Schon lange in Malesien verbreitet, in Papuasien bisher nur an wenigen Orten ein- geführt. Codiaeum variegatum Bl., in Bijdr. p. 606; K. Scu., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 74. Von engl. Neu-Guinea bekannt, und schon von House in verschie- denen Varietäten von Constantinhafen und Hatzfeldthafen gesammelt. Diese Pflanze ist heimisch im malayischen Archipel, in einigen pacifischen Inseln und im nórdlichen Australien. Wild sah ich nur die rein grünen Varietüten, zum Teil massenhaft am Waldrande und auch im primären Ebenenwalde als Unterholz, und zwar bei Finschhafen, Mioko auf der Neu-Lauenburggruppe und Nusa auf Neu-Irland. Meist gehören sie der Form » Molluccanum« an; die Blätter sind ziemlich lang ge- stielt, an der Basis fast spitz, nach oben zu verbreitert; bald obovat (latifolium) bald spathulat-lanceolat, bald linear und ca. 48 mal lünger als breit. Die bunten Crotons dagegen werden überall in der Umgebung der Häuser und Plantagen angepflanzt, nament- lich auf Neu-Guinea selbst; sie finden sich deshalb auch häufig nach dem Verlassen der Plantagen im secundären Wald, und so ist es zu erklüren, dass die Europäer ihre Garten mit den verschiedensten Varietüten schmücken, die sie alle aus dem Busch haben holen lassen; ich glaube, dass in Bezug auf Anzahl und Mannigfaltigkeit die von den Papuas gezüchteten Varietüten hinter unsern gürtnerischen Züchtungsresultaten kaum zurück- stehen; auch krause Formen kommen vor, Die Eingeborenen bedienen sich der bunten Blütter ganz allgemein bei festlichen Gelegenheiten. War dies bisher die einzige Art der Section Eucodiaeum Müll.-Arg., so habe ich jetzt in Kl. Key eine zweite Art entdeckt. xC. Stellingianum Warbg. n. sp. Ramulis teretibus glabris, cicatricibus disciformibus, gemmis luteo- pilosis, foliis longe petiolatis alternis integris pallidis, pergamaceis, anguste oblanceolatis basi rotundatis apice subacutis vel obtusiusculis, nervatura C. variegalo simili, petiolis apice subincrassatis glabris; racemis elongatis terminalibus et axillaribus monoecis; floribus g' vulgo fascieulatis longius- éule pedicellatis glabris, calyce 5-partito lobis magnis ovatis subobtusis, disco 5-glanduloso, staminibus multiserialibus ca. 20—30; floribus Q vulgo Botanische Jahrbücher. XIII. Bd, 23 304 0. Warburg. solitariis, bracteis minimis obtusis subpubescentibus suffultis, pedicellis sub- glabris quam in C. variegato longioribus et angustioribus; ovario pilis ap- pressis flavo-sericeo, calycis minimi usque ad basin 5-partiti laciniis obtusis pubescentibus, disco 5-glanduloso haud urceolato, stylis 3 elongatis filifor- mibus subglabris; capsula glabra, seminibus 3 nigro-lineatis et punctulatis. Die Länge der Blattstiele variiert zwischen 2 und 7 cm; die Blätter sind 44—20 cm lang und 3—4!/; cm breit; größere Seitennerven sind jederseits gegen 20, vor dem Rande bogig verbunden. Die Inflorescenzen sind 45—20 cm lang; der ($ Blütenstiel bis 4 cm, die © ca. !/; cm lang; der Kelch der 2 Blüten ca. 3 mm, der © ca. 1/ mm lang; die Griffel sind 3—4 mm lang. Die Art wächst auf Kl. Key im secundären Gebüsch, und in den Cocos- hainen. Sie unterscheidet sich von C. variegatum durch die © Blütenstünde, nämlich durch das behaarte Ovar, die lüngeren Blütenstiele, den viel kleineren, bis fast auf die Basis geteilten Kelch, den nicht krugförmigen Diskus. Die Art wurde nach Herrn SrELLING in Macassar benannt, der mich vielfach in meinen Bestrebungen durch Rat und That unterstützte. Auf den Keyinseln kommt auch eine Croton-Art vor, die leider nur steril vorliegt, die aber nach der eigenartigen schuppigen Bekleidung in die Nähe von C. insularis zu stellen sein wird. ><--OPh. cupuliformis Warbg. n. sp. Frutex glaber ramis teretibus, stipulis parvis triangularibus acutis, foliis subcoriaceis breviter petiolatis ovatis integris basi rotundatis, apice acuminatis obtusis; floribus dioeeis, axillaribus, in pulvinis conglomeratis; floribus Q pro rata magnis longe pedicellatis, calyce 6-partito, lobis tribus majoribus et latioribus, disco cupuliformi, ovario triloculari, stylis 3 fili- formibus bifidis; floribus Gt multo minoribus longe tenuissime pedicellatis, calyce 6-partito, lobis ovatis subaequalibus late albo-marginatis, glandulis J magnis, staminum filamentis in columnam magnam connatis, antheris 3 liberis, antherarum rimis verticalibus. Die rotbraune Epidermis der Zweige ist mit kleinen erhabenen Lenticellen besät. Die breitbasigen lederigen Stipeln sind 4 mm lang, der dicke Blattstiel 6—7 mm, die Spreite 8—14 cm lang und 4—5 cm breit, unter der Mitte am breitesten, mit jederseits 6—8 erhabenen Seitennerven, die netzfórmige Nervatur kaum unterseits hervortretend. Die 9 Blütenstiele sind 1 cm lang, die größeren Kelchzipfel 5 mm lang und 2 mm breit, die kleineren 4 mm lang und 1!/; mm breit; der napffórmige Discus 4 mm hoch, die Griffel 4 mm lang; die ($ Blütenstiele 9 mm lang und äußerst dünn; die Kelchlappen 11/ mm lang, die Staminalsäule 3/4 mm hoch. Diese Art wichst im secundären Gebüsch des Sattelberges bei Finschhafen. Diese Art steht der Phyllanthus Finschii habituell sehr nahe, ><-+OA. scandens Warbg. n. sp. var. glabra. Frutex seandens ramis teretibus rubris glabris, ramulis cinereo-sub- pubescentibus, novellis sericeis, stipulis subulatis deciduis, petiolis brevi- bus cum nervis subtus subpubescentibus demum glabris, foliis pergamaceis ovatis, basi subcordatis apice acutis, margine dentibus minimis distantibus instructis, nervis utrinque 8—10 patulis juxta marginem arcuatim con- junctis, 2 infimis basalibus; inflorescentiis unisexualibus axillaribus, O quam q multo longioribus folia subaequantibus laxifloris, bracteis unifloris 360 0. Warburg. magnis reniformibus circiter pro 1/, longitudinis 14-dentatis, dentibus aequalibus, floribus in apice inflorescentiae saepe ebracteatis, ovario piloso, stylis rubris longe lacinulatis, seminibus fuscis nitidis subtiliter punctulatis. Die Blattstiele sind 1/,—3 cm lang, die nur an den jüngsten Blättern sichtbaren Stipeln sind 1/9 cm lang, die Blätter sind 40—17 cm lang und 6—11 cm breit; auch die secundären Nerven treten unterseits deutlich hervor, schräg und etwas bogig die Seiten- nerven mit einander verbindend; die & Inflorescenzen sind ca. 5 cm lang, von der Basis an dicht mit Blüten besetzt; die 9 Inflorescenzen werden bis 45 cm lang, sind an der Basis meist ohne Blüten, in dem unteren Teil weitläufig, oben dichter mit Blüten besetzt; die Bracteen sind 3 mm lang, die Zähne derselben höchstens !/ mm. Die 4 Inflorescenzen nehmen meist die schon blattlosen unteren Teile der Zweige ein, die Q befinden sich an den Zweigenden in den Achseln der Blätter; häufig stehen die 4 In- florescenzen zu mehreren in der Achsel einer Blattnarbe, Viel am Waldrand in den unteren Partien des Sattelberges bei Finschhafen. Die Art scheint in die Gegend von A. latifolia Miill.-Arg. zu gehören, sie ist sehr charakteristisch und leicht kenntlich durch die verlüngerten holzigen roten Aste, die harten, kaum gezühnten, kurzgestielten Blütter, die zerstreutblütigen Inflorescenzen und die eigenartigen Bracteen. Von Finschhafen selbst besitze ich Exemplare mit dünneren Blüttern, kürzeren, elwas gedrüngteren Q Inflorescenzen ganz ohne Bracteen; da aber alles übrige überein- stimmt, halte ich die Form nur für eine Varietüt der eben beschriebenen Art, »-FOA. scandens Warbg. var. mollis. Frutex scandens ramis teretibus rubris, ramulis pilis sericeis erectis villosis, stipulis magnis setaceis deciduis, petiolis brevibus cum nervis villosis, foliis utrinque subtus molliter pilosis lanceolato-ovatis basi sub- cordatis, apice acuminatis acutis margine distanter crenato-serratis; nervis utrinque 6—8 juxta marginem arcuatim conjunctis, 2 infimis basalibus; inflorescentiis unisexualibus axillaribus, © folia subaequantibus laxifloris dense pilosis, bracteis vulgo unifloris, dentibus aequalibus breviter dentatis, ovario piloso, stylis rubris longe lacinulatis, seminibus vix distincter punetatis. Die Blattstiele sind !/5—3 em lang, die Stipeln der jüngsten Blätter 1/ cm lang, die Blätter sind 10—18 cm lang und 4—7 cm breit, die Nervatur ist dieselbe wie bei A. scandens var. glabra; die Q Inflorescenzen werden bis 15 cm lang, die Bracteen sind 3 mm lang mit Zähnen von 1/; mm. Offenbar ist dies nur eine behaarte Form der vorigen Art, in allen wesentlichen Merkmalen stimmt sie überein. Auch die Fundstelle dieser Varietät ist der Abhang des Sattelberges bei Finschhafen. A. indica L., Sp. pl. ed. I. p. 4003; K. Sen, Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 75. Finschhafen. Ein in Südasien verbreitetes, auch von Neu-Guinea schon bekanntes Unkraut. >M. indica L., Sp. pl. ed. I. p. 200. Auf Ceram-laut und Kl. Key vielleicht nur verwildert. Aus Neu-Guinea selbst noch nicht bekannt, erst jetzt von den Euro- päern eingeführt. In den Tropen allgemein verbreitet, 362 0. Warburg. Spondias dulcis Forst., Prodr. n. 198; Ener. in Suites au prodr. IV. p. 246. Auf den Keyinseln vielfach im secundiren Buschwald; die Früchte werden gegessen. Von Naumann ist die Art auf Neu-Hannover gefunden. Die Heimat dieser jetzt weit verbreiteten Pflanze ist wohl ziemlich sicher der ma- layische Archipel. AufMioko fand ich im Cocoshain eine Varietät mit linear-lanzettlichen, äußerst spitzen, weitläufig gesägten Blättern; leider war sie steril, so dass es nicht definiliv zu entscheiden ist, ob es wirklich nur eine Varietät von Sp. dulcis Forst. ist. X+OSp. mangifera Willd., Spec. II. p.751. Evia amara Gommers., Spondias amara Lam., Ener. in Suites au prodr. p. 248. Im primären Ebenenwalde von Hatzfeldthafen. Sie unterscheidet sich kaum von der vorhergehenden und stellt vielleicht die Stammform derselben dar ; es wäre wichtig festzustellen, ob durch Cultur die robustere, derbere Consistenz der Blätter und ihre Ganzrandigkeit verschwindet, sowie ob die Zahl der Parallelnerven sich verringert, die Unterschiede der Frucht sind natürlich ziemlich leicht durch die Cultur, wobei ja natürlich auch Zuchtwahl in Betracht kommt, zu er- klären. Die Frucht unseres Exemplars hat noch deutlich alle 5 loculi entwickelt, auch das starke holzige Putamen ist im Querschnitt 5strahlig, die Lücken sind ausgefüllt mit einem durchaus faserigen Gewebe, so dass nur in der Peripherie ein wenig Fruchtfleisch übrig bleibt. Dies sowie das Vorkommen im primären Walde führt zu der Annahme, dass diese südasiatische Pflanze auch in Neu-Guinea ursprünglich einheimisch sei, ><-+0 Gluta (?) sp. Auch das deutsche Schutzgebiet besitzt héchstwahrscheinlich eine Art dieser durch starke Giftigkeit des Milchsaftes ausgezeichneten Gattung. Die im erwachsenen Zu- stande lederartigen Blütter dieser wohl zweifellos neuen Art sind 40—70 cm lang und 10—15 cm breit, lanzettlich und von nahe der Spitze an bis zur Basis allmühlich sich verschmülernd; ein Blattstiel ist so gut wie nicht vorhanden, wo das Blatt endigt, be- ginnt schon das ca. 4 cm lange Blattgelenk. Der Mittelnerv ist unterseits sehr stark erhaben. Die dicken Seitennerven gehen fast im rechten Winkel ab, ich zühle ca. 26 stärkere, zwischen je 2 befindet sich noch ein feiner Nerv, der die fast rechtwinklig von den Seitennerven abgehenden dicken Adern zweiter Ordnung im Zickzack verbindet. Die Blütter sowie der Stengel sind vóllig kahl. Blühend fand ich den Baum nicht. Der Stamm enthält in der Rinde einen an der Luft allmählich zu schwarzem Harz eintrocknenden Saft, der auf der Haut starke Ent- zündungen hervorruft; auf der Versuchsplantage Butauing bei Finsch- hafen sind verschiedene Arbeiter beim Fällen der Bäume erkrankt. Die- selbe Art kommt auch im Bismarckarchipel vor; ich fand den Baum im Walde der Insel Ulu. Dracontomelum mangiferum Bl., Mus. I. p. 231; Ena. in Suites au prodr. IV. p. 252; Dr. laxum K. Sch., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 65. Diese Art habe ich auf den Aruinseln in Stephansort und am Sattelberg gesammelt; sie ist im malayischen Archipel verbreitet. Eine Form, die sich durch braungelbe zottige Behaarung des Blattstieles und der jungen Zweige auszeichnet, habe ich in einem verlassenen Dorfe dicht bei Finschhafen gefunden. Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 363 Ohne mein weiteres Material aus anderen Gegenden hier zur Hand zu haben, glaube ich doch, wie Schumann, dass Dr. laxum K. Sch., magniferum Bl. und sylvestre Bl. besser vereinigt werden. Der Baum ist schon eine Art Culturpflanze geworden, wenigstens in passiver Beziehung, indem nämlich die Papuas die Samen verstreuen und die wohl von selbst aus den weggeworfenen Samen entstandenen Keimlinge in den Dörfern schützen. So findet man fast in jedem Dorfe diese Art als Fruchtbaum; dass durch die ver- schiedenen Bedingungen, welche die Dorfnähe mit ihren Rodungen und sonstigen Ver- ünderungen dieser Waldpflanze bietet, auch ohne züchtende Cultur leicht eine Neigung zur Variabilitát entstehen kann, wird durch die Analoga der Ruderalpflanzen hinlünglich bewiesen. Unsere zottige Form unterscheidet sich mehr von der anderen, schon 2 Stunden davon in einem andern Dorfe wachsenden, als meine Form von den Aruinseln, sowie verschiedene Species des Berliner Herbariums von letzteren. Auch in Bezug auf die Be- haarung des Kelches und die Wimperung der Blumenblätter, die Zahl der Seitennerven und die Lünge des Petiolulus variiert die Art, ebenso ist die Zahl der Blattpaare in- constant. ><+OHarpullia ca mptoneura Radlk. n. sp. Die Beschreibung siehe Sitzber. k. bayr. Acad, 1890. p. 360. Sattelberg bei Finschhafen. Schleichera trijuga Willd., Spec. pl. IV. 9. 1805. p. 1096. Neu für Ceram-laut, wo der Baum im Sawannengebüsch und an der Küste sehr häufig ist, leistet den Grasbränden Widerstand; auch auf den Keyinseln. In tropisch Asien sehr verbreitet, »«Erioglossum rubiginosum Bl., Rumph. III. 4847. p. 118, obs. 4; Sapindus rubiginosus Roxb., Coromand. I. 1795. p. 44. t. 62; Erioglossum edule Bl. 1. c.; cf. RAprk., Holl.-ind. Sapindac. 4877. Sep.-Abdr. p. 54. Neu für die Keyinseln bei Dula. In Ostindien und dem malayischen Archipel verbreitet. Dodonaea viscosa L., Mant. alt. 4771. p. 228; K. Scu., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 67. 366 0. Warburg. Schon von verschiedenen Teilen Neu-Guineas bekannt. Während Horırung das Bäumchen am Strande bei Hatzfeldthafen fand, stammt das vorliegende Exemplar von exponierten Bergabhängen des Sattelberges bei Finschhafen in ca. 2500' Höhe. Andere Exemplare wurden auf Ceram-laut (Gisser) im Strandgebüsch (auf sandigem Boden wachsend) gefunden. In den Tropen und Subtropen der ganzen Welt. Hippocrateaceae. Salacia prinoides DC., Prodr. I. p. 574; Mig., Ann. IV. p. 148; K. Sen, Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 70. Schon von holländisch und deutsch Neu-Guinea bekannt, dureh meinen neuen Fundort Ceram-laut ist die Verbindung zu dem Vorkommen in den Molukken vüllig hergestellt. Diese Art geht durch den ganzen malayischen Archipel. +S. macrophylla Bl., Bijdr. p. 221; Mig., Ann. IV. p. 148. Die Pflanze, von Java lange bekannt, wurde auch von Naumann an der Galewastralle von West-Neu-Guinea beobachtet. Ich fand die Art fruchttragend am Mc Cluersgolf bei Sigar und bei Finschhafen am Waldrande unmittelbar an der Küste. Sterile Kletterzweige besitze ich von Finschhafen, von Sigar und den Aru- inseln von einer Salaciaart, die nach den Blüttern zu urteilen mit der Salacia Naumanni Engl. übereinstimmt; speciell die braunrote Farbe des Stengels spricht auch dafür; da Naumann sie auf den Salomonsinseln, Neu-Mecklenburg und Nordwest-Neu-Guinea ge- sammelt hat, so dürfen wir nach den Fundorten sie als in ganz Papuasien endogen be- trachten. Übrigens scheint es mir noch fraglich, ob prinoides, macrophylla und Naumanni wirklich verschiedene Arten sind. Hippocratea pauciflora DC., Prodr. I. p. 569. H. rigida Miq., Ann. IV. p. 154. Die Pflanze ist von Timor und Südwest-Neu-Guinea bekannt, ich fand sie am Mc Cluersgolf an trockneren Sandsteinhängen nahe der Küste. Celastraceae. Celastrus papuana Warbg. n. sp. Frutex scandens glaber, ramis cinereis teretibus, ramulis brunneis subangulosis, foliis coriaceis breviter petiolatis ellipticis basi rotundatis vel subacuminatis, apice breviter obtuse apiculatis, margine integris ad apicem versus brevissime denticulatis, in sicco pallide viridibus, costa subtus pro- minente, nervis utrinque 5—6, arcuatim ascendentibus, marginem haud attingentibus, reticulatione haud distincta; inflorescentia terminali racemose paniculata; capsulae valvis 3 loculicidis 2 spermis, sublignosis suborbicu- laribus dorso sulcatis extus luteis saepe styli rudimentis minimis coronatis, calycis persistentis laciniis minimis rotundatis recurvatis. Die Blattsticle sind 10—12 mm lang, die Blätter 8—10 cm lang und 3!/—4!/; cm breit, die größte Breite liegt in oder eben oberhalb der Mitte; die abgesetzte Spitze des Beitráge zur Kenntnis der papuanischen Flora, 367 Blattes ist 3—4 mm lang. Die Inflorescenzen sind 6—9 cm lang, die sehr kurzen, nur 6—8 mm langen Seitenzweige derselben stehen senkrecht auf der Hauptachse; die Fruchtstiele sind 2—3 mm lang; die Fruchtklappen sind ausgebreitet 4 cm lang und ebenso breit, deutlich querrunzelig; die Samen sind von rotem Arillus umgeben. Die Art steht der indischen Celastrus stylosa Wall. nahe, unterscheidet sich aber durch die kurzen Kelchzipfel, die fast ungezühnten Blütter und den racemósen Blüten- stand. Am Sattelberg bei Finschhafen im primären Walde. Rhamnaceae. ><+ORhamuus (Dallachya F. v. M.) vitiensis Benth., Fl. austral. I. p. 413. Colubrina vitiensis Seem., Syst. List. Vit. Pl. 4. Ich fand diese für Papuasien im engeren Sinne neue Pflanze bei Gon- stantinhafen am Rande des Küstenwaldes. Bisher von Cap York in Nordqueensland und von den Fidjiinseln bekannt. Vitaceae. Leea sambucina Willd., Sp. pl. 1477; K. Sca., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 72; Hzwsr., Chall.-Exped. p. 134. Diese durch die Tropen der alten Welt bis nach Polynesien hin ver- breitete Pflanze ist bei Finschhafen im secundären Gebüsch sehr gemein, Horrnuxa sammelte sie schon an verschiedenen Stellen deutsch Neu-Guineas, Mosecey auf den Aruinseln; ich fand sie auch am Mc Cluersgolf in holl. Neu-Guinea. Beitráge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 369 XL. pubescens Zippel in Mig., Ann I. p.97; Crarge, Journ. of bot. 1884. p. 163. Mein Exemplar stammt von der Insel Kl. Key, wo die Pflanze im Ge- büsch der trockenen Kalkrücken recht hiiufig ist. Die Eingeborenen nennen sie Furungata, Von ZiprEL in Timor gefunden. L. sundaica Miq., Fl. Ind. bat. T. 2. p. 640. Eine Form ist schon von Zipret auf Neu-Guinea gefunden. Meine Pflanze stammt von Kl. Key, beim Dorfe Dula auf den Kalk- rücken gefunden. Ob diese beiden Arten wirklich verschieden sind, er- scheint mir noch zweifelhaft. Von Sigar besitze ich noch eine vierte recht charakteristische Art, aber leider in sterilem Zustande. ><+OSloanea Schumanni Warbg. n. sp. Arbor ramulis flavo-ferrugineo-tomentosis foliis valde inaequalibus petiolatis rotundato-ovatis basi cordatis margine undulatis vix denticulatis apice rotundatis, supra lucidis in sicco fuscescentibus, petiolo costa venis- que dense pubescentibus, basi quinquenerviis, venis utrinque valde promi- nentibus 7—40 obliquis, nervatura subtus valde prominula reticulata; racemis simplicibus axillaribus 40—142 cm longis tomentosis multifloris, bracteis bracteolisque subulatis, floribus solitariis nutantibus quam pedi- celli brevioribus, sepalis 4 acuminatis utrinque tomentosis, petalis haud incisis imbricato-tomentosis, staminibus multiserialibus apieulatis pubes- centibus, ovario piloso, stylo subulato, capsula 4-loculari loculicida, echi- nata, spinis capsulaque tomento brevi vestitis. Das kleinste Blatt ist 3 cm lang und 4 cm breit, das größte 24 cm lang und 45 cm breit, mit einem an der Spitze verdickten Petiolus von 4 cm, deshalb sind auch die Ab- stiinde zwischen den Hauptnerven sehr verschieden. Die Nervatur tritt auf der Unter- seite sehr stark hervor, und da selbst die feinsten Nerven etwas behaart sind, fühlt sich die Unterseite weich an. Der bis 42 cm lange Blütenast trügt ca. 46 Blüten; der Blüten- stiel ist 4,5—2 cm lang, die noch geschlossene spitze Knospe ist 7 mm lang und ebenso breit, die Bracteen sind 4 cm lang, die Bracteolen 0,4 mm, die Staubgefäße 2—21/; mm, der Griffel ca. 4 mm. Die geöffnete Kapsel sitzt auf einem Stiel von 2—3 cm; sie hat einen Durchmesser von 61/3—71/9 cm, die Klappen liegen dann horizontal ausgebreitet; die geschlossene Frucht hat eine Höhe von 3—4 cm, die Stacheln sind 7—8 mm hoch und an der Basis !/; mm dick. Nach Dr. K. Scaumanx, der mich vielfach bei meiner Arbeit unterstützte, benannt, Diesen schónen Baum fand ich bei Finschhafen im primüren Ebenen- walde von Butauing. Die Früchte ühneln sehr denen von Sloanea (Echinocarpus) Sigun des malayischen Archipels, der Baum ist aber durch die Blätter durchaus verschieden und nähert sich cher einigen vorderindischen Formen. Beitrige zur Kenntnis der papuanischen Flora. 373 Phoenicospermum? sp. Von dieser Gattung fand ich nur 2 samenlose Früchte im primüren Walde des Sattelberges bei Finschhafen; sie sind 6 cm lang, ohne Dornen und 4klappig ; man sieht auf den Klappen noch die Reste von einem feinen, braungelben Haariiberzug ; in der Form sind die Früchte etwas verschieden von Ph. rubicundum aus Java, aber der- selben immer noch ähnlicher, als den unbedornten Sloaneaarten ; übrigens sind die un- bedornten Arten der Gattung Sloanea alle amerikanisch, die südasiatischen Arten (die frühere Gattung. Echinocarpus) sind alle bedornt, | Malvaceae. Thespesia macrophylla Bl., Bijdr. 73; Mig., Fl. Ind. Bat. I. 2. p. 151; K. Sen, Fl. v. K.-Wilh-.L. p. 56. Der Baum ist von deutsch Neu-Guinea durch HozcruxG bekannt. Wurde auch von mir auf den Aru- und Keyinseln am Strande hiufig gefunden. Es ist wohl nur eine Varietüt von der bis nach Polynesien hin verbreiteten Th, populnea Corr. (welch letztere auch von der Challengerexpedition auf den Admiralitäts- inseln gefunden wurde). Abutilon indicum G. Don, gen. syst. I. p. 504. Die Pflanze ist schon von Neu-Mecklenburg bekannt, ebenso habe ich sie auf den Key- und Aruinseln gesehen, auch in Nusa auf Neu-Irland und der Insel Ulu im Bismarckarchipel, dagegen fand weder HoLLRUNG noeh ich sie in deutsch Neu-Guinea; wohl auch hier ein Zeichen, dass dieses im malayischen Archipel so gemeine und auch in Australien haufige Unkraut noch nicht den Weg dorthin gefunden hat und daselbst nicht ursprünglich einheimisch ist. Urena lobata L., Sp. pl. ed. I. p. 692; K. Sca., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 95. In deutsch Neu-Guinea sehr gemein. Ich habe es auch in Ceram-laut gesammelt, gesehen dagegen über- all im Gebiet an bebauten Stellen, wo ich darnach suchte. Ein in den Tropen bis nach Australien und Polynesien weit verbreitetes Unkraut. Hibiscus Rosa sinensis L., Sp. pl. ed. I. p. 977; Hemst., Chall.- Exped. p. 124; K. Scn., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 55. Schon von Horırune als Zierpflanze deutsch Neu-Guineas erwähnt, ebenso auf Key, ich fand sie auch im Bismarckarchipel, wild habe ich sie hier nicht gesehen. Auch im malayischen Archipel scheint die Pflanze wirklich wild nicht vorzukommen, ebenso ist es zweifelhaft, ob sie in Fidji einheimisch ist. H. tiliaceus L., Sp. pl. ed. I. p. 694; K. Son., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 95. Zu den schon bekannten Fundorten aus dem papuanischen Gebiet will ich hier noch die Aruinseln hinzufügen. Der schóne, eine sehr brauchbare Faser besitzende Baum ist im ganzen malayischen Archipel, an der Küste speciell, bis nach Australien und Polynesien hin verbreitet. 374 0. Warburg. ><-+OH. Sabdariffa L., Sp. sp. ed. I. p. 695. Im secundiren Gebüsch von Constantinhafen. In Indien und im malayischen Archipel verbreitet. ><+OAbelmoschus esculentus? Mönch. Hibiscus esculentus L., Sp. pl. ed. I. p. 696. Die Pflanze wird in Mioko im Bismarckarchipel und auf Neu- Pommern verschiedentlich als Gemüse angepflanzt; da die Pflanzen steril waren, lässt sich die Art nicht sicher bestimmen. A, esculentus wird in Indien, dem Archipel und Fidji vielfach angepflanzt. A. moschatus Mönch., Malv. 45; Hibiscus abelmoschus L., Sp. pl. ed. I. p. 696; K. Scu., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 55. Schon von engl. und deutsch Neu-Guinea bekannt. Ich fand die Pflanze auf den Keyinseln. Eine häufige Tropenpflanze, die auch von Nordaustralien bekannt ist. Auf Neu-Irland in Nusa kommt in den Graswildern eine sehr kleinblütige Varietät viel vor, deren Blätter zum Teil 3—5lappig, häufig aber auch ungelappt und lang dreieckig sind, zum Teil mit pfeilfórmiger Basis. Sida rhombifolia L., Sp. pl. ed. 1. p. 684; K. Scu., Fl. v. K.-Wilh.- L. p. 55. ` Für den Bismarckarchipel neu. In Finschhafen herrscht eine sehr schmalblättrige Form vor. Ein in den Tropen und Australien weitverbreitetes Unkraut. Die Art ist, wie auch Hemstey mit Recht bemerkt, zu sehr zersplittert worden; wie so viele Ruderalpflanzen ist sie sehr variabel, Als neue Form móchte ich erwühnen Sida rhombifolia L. var. ceramica. Die Blätter sind unten dicht, oben sehr sparsam behaart; die Stipeln sind kleiner als der Petiolus, die Blütter sind breit lanzettlich, mit herzfórmiger Basis, das Gelenk des Blütenstieles ist unterhalb der Mitte, es sind 7 Carpelle vorhanden, die 44 stachelartigen Fortsütze sind mit einfachen, rückwärts gerichteten Haaren besetzt. Der Habitus ist von der typischen Form sehr verschieden, müglicherweise dürfte es eine besondere Art vorstellen. Ceram-laut im secundiren Gebüsch. Gossypium ar boreum L., Sp. pl. ed. I. p. 693. Auf den Keyinseln hier und da angepflanzt, auch auf den Aru- inseln. +Bombax Ceiba L., Sp. pl. ed. I. p. 514; K. Som. Fl. v. K.- Wilh.-L. p.56. (Eriodendron anfractuosum) DC., Prodr. I. p. 479. Keyinseln, Ralun im Bismarckarchipel. Da das Holz noch lange und leicht wieder ausschlügt, der Baum auch vielfach zu lebenden Hecken benutzt wird, so ist die absichtliche oder zufällige Überführung nach der Plantage von Ralun leicht erklürlich. In Neu-Guinea selbst bisher nicht beobachtet, dagegen bekanntlich im malayischen Archipel überall verbreitet. Der Baum ist wohl kaum ursprünglich einheimisch. Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 375 Sterculiaceae. (Die Gattung Sterculia bestimmt von K. ScuuwANN in Berlin.) Stereulia foetida L., Sp. pl. ed. I. p. 1008. Neu für Ceram-laut, daselbst im Savannenbusch häufig, auch allein stehend im Grase. Von tropisch Ostafrika durch Südasien bis nach Nordaustralien hin verbreitet. St. Conwentzii K. Sch. in Ener. Jahrb, IX. p. 208; K. Scn., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 53. Von Horırung in Finschhafen entdeckt. Daselbst in der Station selbst mehrfach auftretend, alleinstehend oder im Buschwald der Grasflüchen, auch am Sattelberg und in den bewaldeten Schluchten der Graslandschaften von Ralun (Gazellenhalb- insel). Außerbalb deutsch Neu-Guineas nicht gefunden. St. nobilis R. Br. in Bexx., Pl. Jav. rar. 231; K. Scn., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 53 (St. monosperma Vent.). Von Hoızrung mehrfach in deutsch Neu-Guinea gefunden. Neu für Kl. Key, daselbst im Waldgebüsch häufig. [n Südasien weit verbreitet. St. keyensis K. Sch. n. sp. Ramulis crassissimis teretibus, eicatricibus petiolorum magnis notatis; foliis apice ramulorum congestis maximis longe petiolatis ovatis, angulatis vel manifeste lobatis acuminatis basi cordatis supra glabris subtus sub- lepidoto-tomentellis, discoloribus, subtus cinerascentibus; paniculis amplis floribundis plurimis apice ramulorum confertis, rhachi superne et ramulis minoribus subtomentosis; floribus parvis pedicellatis, erectis; calyce cam- panulato ad trientem inferiorem in lacinias patentes oblongo-triangulares acutas diviso, utrinque tomentoso; flore Gt androgynophoro tubum calycis paullo superante curvato nutante glabro; staminibus 10, rudimento pistilli glabro; flore Q androgynophoro erecto glabro, ovario globoso 5-lobo tomentoso loculis 7-ovulatis, stilo solitario declinato ovario appresso, stig- matibus eurvatis elongatis; folliculis mediocribus pro rata tenuibus extus subtomentosis, intus glabris. Die blatttragenden Zweige haben einen Durchmesser von 4,5—2,5 cm und darüber, sie sind mit dicker, fasriger, grauer Rinde bedeckt. Die Blattstiele sind 415—148 (8—25) cm lang; die Blattspreite misst 20—40 (9—45) cm in der Länge und 42—35 (8—45) cm in der Breite, sie wird am Grunde von 7 dickeren Nerven durchlaufen, auBerdem gehen noch 5 stürkere Seitennerven vom Mittelnerven ab. Inflorescenzen fanden sich 8 an den vorliegenden Exemplaren, sie sind 46—30 cm lang, aufrecht, gerade und nur an den letzten Verzweigungen rostfarben behaart. Die Bliitenstielchen sind gewöhnlich 5 mm lang, mit dem Stiele sind sie articuliert verbunden, durch einen feinen Filz erscheinen sie wie die Kelche rostfarben. Die männlichen Blüten sind 4 mm lang, die Lappen messen 2,5 mm. Das Androgynophor ist 2mm hoch; die Griffelrudimente messen kaum 0,3 mm. Die weiblichen Blüten sind nur sehr wenig größer; das Androgynophor ist 376 0. Warburg. 1,3 mm lang; das Ovar hat einen Durchmesser von 4 mm; der Griffel ist ! mm lang, die Narben messen 0,5 mm, Die Teilfrüchte sind 5 cm lang und 3 cm breit, außen rost- farben ins olivengrüne, etwas seidig-glänzend, innen rötlich. Keyinseln. Dieselbe Pflanze wurde von Beccari auf den Keyinseln gesammelt, nach diesen Exemplaren wurden die Blüten beschrieben. Außer diesen Arten der Gattung liegen noch mehrere sterile Formen aus dem papua- nischen Gebiete vor; ferner eine Art mit Blüttern und Früchten von der Insel Ulu im Bismarckarchipel (Neu-Lauenburggruppe), die wohl mit St. Parkinsonii F. v. Müll. über- einstimmen dürfte. Eine andere, außerordentlich großblättrige Form von Hatzfeldthafen ist hüchst- wahrscheinlich neu, die Früchte zeichnen sich durch besonders dicke, korkartige Wünde aus, Pterygota sp. Bei Finschhafen fand ich im primären Walde eine große, reife Frucht dieser Gattung, die sicher zu einer neuen Art gehüren dürfte; die Frucht zeichnet sich durch die ge- streckte ovale Form aus und sitzt mit dem einen abgerundeten Ende dem Stiele auf, wührend sie an dem andern in eine kurze Spitze auslüuft; der etwas gewölbten Mitte sitzen unten im Innern die Samen auf, die Flügel sind sehr viel langer als breit, nicht schwammig wie bei alata und deutlich mit Nerven versehen. Ich müchte sie als P. papuana bezeichnen, hoffentlich erhalten wir demnächst auch Blüten und Blätter dieser interessanten Pflanze. Pterocymbium sp. Nur eine Frucht wurde von mir in den Aruinseln gesammelt; ob sie zu P.javani- cum R, Br, gehórt, muss zweifelhaft bleiben, Zu derselben Gattung gehörige Früchte sind auch von d’ALserrıs am Fly River gefunden worden. Da es Bäume des primären Waldes sind, so ist es nach der Analogie wahrscheinlich, dass sie zu einer abweichenden Art gehören. P. javanicum ist in Java und Pegu bisher gefunden, eine andere Art stammt von Malacca, doch habe ich die Gattung auch mehrfach in Nord-Luzon sowie in Nord- Celebes und in den Molukken (Insel Batjan) beobachten können. Commersonia echinata R. etG. Forst., Gen. char. 43. t. 22: K. Scu., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 55. Von Horırung am Augustafluss gesammelt. Ist bei Finschhafen recht verbreitet im secundüren Gebüsch, ebenso habe ich Exemplare von Ceram-laut und holl. Neu-Guinea (Sigar). Die Pflanze von Sigar hat ein unregelmäßig gezacktes Blatt, stimmt aber sonst voll- kommen mit den typischen Formen überein. Wie HoLLRUXG's Exemplar gehören auch meine zu der früher als C. platyphylla Andr. beschriebenen behaarten Form. In Südasien, Polynesien und Nordaustralien verbreitet, Melochia indica A. Gray in Wix., Un. Stat. exped. 93; K. Sca., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 54. Wie Horrrung’s Exemplar von Finschhafen; daselbst sehr häufig im secundären Holz, auch von Key bekannt. Im malayischen Archipel verbreitet und wahrscheinlich bis nach Fidji. XM. odorata L. fil., Suppl. p. 302; Fonsr., Prodr. Fl. ins. Austr. p. 47; Riedleia odorata DC., Prodr. I. p. 494; A. Gray in Wux., Un. St. exped. p. 192. Beitráge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 371 Auf den Keyinseln als Bäumchen auf den trockenen Kalkrücken. Die Pflanze ist in Melanesien verbreitet, neu für das papuanische Gebiet. Heritiera littoralis Ait., Dryand. in Act. Hort. Kew. Ill. 546; DC., Prodr. I. p. 484; K. Sen, Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 54. Ist an den Küsten Neu-Guineas allgemein verbreitet, stellenweise auch háufig. Neu für den Mc Cluersgolf und den Bismarckarchipel. Durch ganz Südasien, Polynesien und das tropische Australien verbreitet. Kleinhofia hospita L., Sp. pl. ed. II. p. 1365; K. Scum., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 94. Aus engl., holl. und deutsch Neu-Guinea schon bekannt, ebenso aus Timor-laut. Auch auf den Keyinseln haufig. Ein sehr gewóhnlicher Baum im malayischen Archipel im secundüren Walde; bis nach Fidji verbreitet. Abroma mollis DC., Prodr. I. p. 485; K. Sca., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 54. Ist schon in verschiedenen Formen von Neu-Guinea bekannt. Ich fand den Strauch auch im Bismarckarchipel, z. B. in Kerawara in oder als secundires Gebüsch. Sonstige Verbreitung: Molukken. Von Ceram-laut besitze ich eine etwas abweichende Form, wo Blattunterseite und Stengel neben der weichen Behaarung mit großen, brüchigen, 3geteilten Stachel- haaren besetzt sind. Elaeocarpaceae. »-rOElaeocarpus P arkinsonii Warbg. n. sp. Arbor elata ramis teretibus validis glabratis foliis oblongo-lanceolatis basi cuneato-attenuatis apice acuminatis vel obtusis inaequaliter serrato- crenulatis glabris supra lucidis, costa subglabra subtus prominente venis 45—20 obliquis parallelis furcatis, venulis vix distinctis, floribus pro rata magnis, sepalis lanceolatis utrinque tomentellis, petalis in parte superiore laciniatis glabris margine ciliolatis, antheris barbatis apice pilosis, ovario stylique longi parte basali villosis. Fructu globoso triloculari, pyrena rugosa sulcata. Die Blätter sind 10—17 cm lang, 31/—7 cm breit, die größte Breite liegt in oder eben oberhalb der Mitte, der Blattstiel ist 1—41/2 cm lang, die Spreite geht allmählich in den Blattstiel über. Die Blütenstiele sind ca. 46 mm lang, die Kelchblütter 40 mm, die Blütenblätter 43 mm, bis zur Teilung 8 mm, die Staubgefäße sind ca. 6 mm lang, wovon 2 mm auf den Stiel fallen, der Griffel ist 7—8 mm lang, die runde Frucht hat einen Durchmesser von 16 mm. Ein schöner hoher Baum in den Ravinen bei Ralun auf der Gazellen- halbinsel von Neu-Pommern. Die Art ist durch die Blätter und Früchte dem Elaeocarpus Ganitrus Roxb. recht ähnlich, unterscheidet sich aber durch die Größenverhältnisse der Blüten und die Be- haarung derselben, speciell der Antheren, sowie durch die geringere Anzahl der Samen. Nach dem Beamten der Neu-Guinea-Compagnie, Herrn Parkinson, benannt. 378 0. Warburg. »-FOE. (Monoceras) undulatus Warbg. n. sp. Arbor elata foliis longe petiolatis magnis oblongo-obovatis basi cuneatis obtusis, apice obtusis vel obtuse acuminatis, margine undulatis, supra glabris, subtus cum nervis sparsim pubescentibus; costa venisque 8—11 distantibus crassis: pedicellis longis sepalisque lineari-lanceolatis ferru- gineo-villosis, petalis...., staminibus pilosiusculis co unisetis, antheris quam filamenta longioribus, setis pilosis staminibus subaequalibus vel longioribus; fruetu nondum maturo elliptico ferrugineo-tomentoso mono- spermo, stylo magno subulato coronato. Die Blatter sitzen auf langen, 5—7 cm großen, kaum mit einer Rinne versehenen, an der Spitze verdickten, spárlich behaarten Blattstielen; die Blütter selbst sind 20—27 cm lang und 9—42 cm breit, der Abstand zwischen den Seitennerven beträgt 47—20 mm, die feinere Nervatur ist deutlich auf der Unterseite sichtbar. Die Blüten stehen auf 11/5—2!/» cm langen Stielen; die Kelchblätter sind über 1 em lang, die Staubgefäße sind ^ mm lang, wovon 1!/ mm auf die Filamente kommen, der Antherenanhang ist 4—5 mm lang. In dem Reifezustand des vorliegenden Materiales ist die Frucht 40 mm lang und 6 mm breit, gekrónt von einem 6 mm langen Griffel, Ein hoher Baum aus dem primiren Walde von Hatzfeldthafen. Im Walde von Hatzfeldthafen wurden noch Blatter und Früchte eines Baumes gesammelt, der vielleicht auch zu Elaeocarpus gehórt; die lünglich ovalen Steinfrüchte von der Größe einer Wallnuss sind einsamig, ohne oder mit wenig Endosperm; die Micropyle ist wie bei Elaeocarpus an der Spitze des Samens. Das etwas knorpelige Peri- derm ist durch einen blauen löslichen und beim Trockenen vergänglichen Farbstoff gefärbt; die bis 27 cm langen lanzettlichen Blätter sind manchmal mit einzelnen groben Sügezühnen versehen. Von Neu-Guinea werden noch 2 Elaeocarpusarten erwühnt und zwar von holl. Neu- Guinea E. edulis Teysm. und Binnend. in Ann. du jard. de Buitenz, I. p. 10 und von engl. Neu-Guinea E, Arnhemica von F. v. Müll., die aber beide von unseren Arten sehr verschieden sind. Dilleniaceae. ><-+-O8. (Sect. Draytonia) bifida Warbg. n. sp. Frutex ramulis squamis convexis albidis obtectis; foliis petiolatis ovatis basi acutis, apice breviter acuminatis subtus glaucis utrinque pilis setiformibus appressis inspersis; costa squamosa, venis 6—8 arcuato- ascendentibus, margine setoso-serrulatis; inflorescentia paniculata squa- mata, bracteolis parvis linearibus, petalis dorso squamosis, sepalis 5 convo- lutis oblongis glabris, staminibus oo monadelphis, antheris dorso prope basim affixis erectis apice bifidis, thecis rimose dehiscentibus, ovario 5-locu- lari glabro stylis 5 basi connatis stigmatibus subcapitatis. Die Blätter sind 9—15 cm lang und 4!/5—7 cm breit, der Petiolus ist 1—2 cm lang. Die Nerven treten unten stark hervor, selbst das sehr weitmaschige Netz der kleineren Nerven. Die Form der Blütter ist variabel, hüufig findet man Blitter mit lang keil- formiger Basis, wo die größte Breite oberhalb der Mitte liegt, meist ist die Mitte am breitesten. Die Pedunculi werden bis 5 cm lang, doch sind sie häufig viel kürzer, die Bracteen sind 5 mm lang bei 4 mm Breite, die Pedicelli sind 40—12 mm lang, die Sepalen 5 mm, die Petalen 7 mm, die Antheren 2 mm, die Griffel 3 mm. Die Petalen sind ge- dreht und zwar in umgekehrtem Sinne des Uhrzeigers. Neben den Zwitterblüten kommen an denselben Inflorescenzen viel weibliche Blüten vor, schon äußerlich an dem Fehlen der Petalen kenntlich, Dieses strauchartige Bäumchen ist im secundären Gebüsch und am Waldrande am Sattelberg bei Finschhafen an verschiedenen Stellen recht häufig. Diese Art steht der Saurauja (Draytonia) monadelpha Scheff. von holl. Neu-Guinea und der Draytonia rubicunda A. Gray von Fidji recht nahe, unterscheidet sich aber unter anderm durch die kaum verwachsenen 5 Griffel, während bei den andern 2 Arten nur ein 3narbiger Griffel vorhanden ist. Von der S. leprosa Korth. unterscheidet sie sich durch- aus; unter anderm durch das nicht behaarte Ovarium. Clusiaceae. ; Calophyllum Inophyllum L., Sp. pl. ed. I. p. 513; Hems., Chall.- Exped. p. 123 und 234; K. Scm., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 51. Schon von Key, Aru, engl. und deutsch Neu-Guinea, sowie den Ad- miralitütsinseln bekannt. Neben diesen Standorten kann ich noch Ceram-laut,den Bismarck- archipel und Nusa auf Neu-Mecklenburg anführen. Der Baum ist speciell in grofer Menge bei Hatzfeldthafen, wo die Neu-Guinea- Compagnie Versuche mit der Verwertbarkeit des Holzes anstellt, aber auch viel auf Bili-Bili und in der Astrolabebay. Der Baum liebt die Küsten und scheint die starken Winde sowie die freie Exposition gegen die Sonne nicht zu fürchten, ist aber nicht an das Meer gebunden. In den Wäldern der hóheren Lagen des Sattelberges kommt auch eine Calophyllum-Art als Beitrige zur Kenntnis der papuanischen Flora. 381 hoher Baum vor, doch erlangte ich nur einen sterilen Zweig, der aber einige Unterschiede von Inophyllum aufweist. Ist in ganz Südasien und Polynesien ein bekannter Küstenbaum, auch in tropisch Australien häufig. xC. lanceolatum Warbg. n. sp. Frutex ramis striatis glaberrimis superne quadrangularibus, gemmis rufo-ferrugineis hirsutis; foliis breviter petiolatis lanceolatis vel lanceolato- oblongis basi interdum oblique attenuatis, apice acutis raro obtusis, costa subtus alte sed haud acute prominente, nervis tenuibus creberrimis paral- lelis, racemis contractis foliis multo brevioribus glaberrimis, sepalis 4 glabris, petalis 0, drupis globosis pruinosis. Die älteren Aste sind mit weißlicher Rinde, die jüngeren mit grüner Epidermis be- deckt; die Blattstiele sind 7—12 mm lang, rotbraun und breitrinnig; die Blätter sind 9—16 cm lang, 3—6 cm breit, die breiteste Stelle unterhalb der Mitte; der dicke Pe- dunculus ist 3—6 mm lang, die Pedicelli sind 40—12 mm lang, die Kelchblätter erreichen 5 mm Linge, sind concav und abgerundet; die auf fadenfürmigen, 3 mm langen Fila- menten sitzenden Antheren sind 4 mm lang; der Griffel ist 2 mm lang; die blauen bereiften Früchte sind 4 cm lang, werden aber vielleicht noch linger und sind von der persistenten Griffelbasis gekrönt. Die Art gehört zu der Gruppe ohne Blumenblätter, ist also dadurch schon von der an denselben Localitäten vorkommenden C. Inophyllum verschieden; von den Arten derselben Gruppe unterscheidet sie sich schon durch die Blattform und den niedrigen Wuchs. Auf der Insel Kl. Key auf den trockenen Korallenkalkrücken ein sehr háufiger Strauch, zu den Charakterpflanzen derartiger Localitüten daselbst gehörend. ><+OXanthochymus (Garcinia) novo-guineensis Warbg. n. sp. Arbor ramulis acutis tetragonis in sicco subalulatis, petiolis angulatis foliis in sicco laete viridibus, ovato-oblongis abrupte breviter acuminatis apice obtusiusculis, costa utrinque acute prominula, venis 12—20 parallelis prope marginem nervo marginali conjunctis, in interstitiis venis parallelis marginem non attingentibus; nervatura crassiuscula utrinque prominula. Fructibus depresso-globosis, apice paullo incrassatis, sepalis 5 persistentibus late rotundatis, stigmate 5 lobo, lobis minutis erecto-patulis. Die Blütter sind 45—17 cm lang, 6—8 cm breit, die gréBte Breite unterhalb der Mitte. Die beim Austrocknen quergerunzelten Blattstiele sind 40—15 mm lang. Der Abstand der grüBeren, den Seitenrand erreichenden Parallelnerven von einander ist verschieden, im Durchschnitt 4 cm; die größte von mir gesammelte Frucht ist 6 cm breit und 5 cm hoch, der Fruchtstiel ist 44—43 mm lang, die Kelchblütter an der Frucht sind 6 mm breit und 4—5 mm lang; die Narbe ist 4 mm hoch und hat einen Durch- messer von 3 mm. Über den Fruchtstand kónnen keine Angaben gemacht werden, da die Früchte einzeln unter dem Baume lagen, Der Baum wüchst in den primären Wäldern an der Küste bei Hatz- feldthafen in deutsch Neu-Guinea. Mehr oder minder ähnliche Blätter wurden auf Key, den Aruinseln und in holl. Neu-Guinea gesammelt, gleichfalls in den Wüldern nahe der Küste; doch ist 382 0. Warburg. es bei der großen Gleichfórmigkeit der Blätter, die in dieser Familie bei den einzelnen Gattungen herrscht, unmöglich zu sagen, ob es dieselbe Art ist. Eine andere Clusiacee (steril), an Mesua ferrea erinnernd, aber mit beiderseits erünen Blüttern und'stark behaarten Knospen und jungen Trieben, wurde auf den Aru- inseln von mir gefunden. Tripetalum cy mosum K. Sch., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 54. Diese interessante Pflanze, von Horrnavuxa bei Hatzfeldthafen gefunden, habe ich auch auf der Insel Siar in der Astrolabebay angetroffen. Es ist ein für tropische Verhältnisse kleines Bäumchen, am Rande einer Lichtung im März blühend gefunden. Eine nach der charakteristischen Blattstructur wohl in dieselbe Gattung gehörige Pflanze fand ich bei Nusa auf Neu-Mecklenburg, aber in sterilem Zustande. An Clusiaceen wird Neu-Guinea wohl noch manches interessante bringen. ><-+-OPentaphalangium, genus novum Clusiacearum. Sepala 4 imbricata obtusa inaequalia, duobus externis minoribus. Petala 5 vix imbricata patentia. Stamina in 5 phalanges oppositipetalas petalis adnatas coalita, antherae thecis 2 oblongis parallelis; stylus in floribus cf excentrice insertus oblique depressus. X+OP. crassinerve Warbg. n. sp. Arbor foliis coriaceis crasse petiolatis obovatis vel obovato-ellipticis basi cuneatis attenuatis paullo decurrentibus, apice obtusis rotundatis emarginatis, margine erassis subrevolutis, costa crassa subtus prominula, nervis crebris validis parallelis subtus valde prominulis hic illie furcatis ; florum cf sepalis glabris rotundatis, internis 2 quam externa majoribus; petalis glabris obtusis oblongis quam sepala 3—^plo majoribus; staminum phalangibus petalis paullo brevioribus dimidio cum petalis connatis; stylo crasso depresso stigmate clavato. Q.... Der Blattstiel ist 1!/,—9 cm, die Spreite 40—12 cm lang und 4!/5—6 em breit, die größte Breite liegt oberhalb der Mitte; zwischen den 20—30 Hauptnerven befinden sich dünnere, welche den Blaltrand nicht erreichen, Das kleinste kelchblatt hat 7—8 mm im Durchmesser, das größte 9—12 mm; die Blumenblätter sind 22 mm lang und 41 mm breit, die mit Antheren dicht besetzten Staminalphalangen sind 49 mm lang. Der Griffel ist mit Narbe 6, ohne Narbe 4 mm lang. Es ist ein hoher Waldbaum vom Gipfelwald des Sattelberges bei Finschhafen ca. 3000’ über dem Meere. Diese eigenartige Gattung schließt sich vielleicht an Tripetalum K. Sch. an, wegen der Verwachsung der Phalangen mit den Petalen, doch nimmt sie durch die eigentüm- lichen Zahlenverhältnisse und die asymmetrische Stellung des Griffels in den ($ Blüten eine sehr abgesonderte Stellung ein, und ist, so lange keine Früchte vorliegen, selbst die Zugehórigkeit zu der Familie nicht einmal ganz zweifellos. Dipterocarpaceae. ><-+-OBegonia fulvo-villosa Warbe. n. sp. Herba caulescens, caule fulvo-villoso, foliis breviter villoso-petiolatis, lanceolatis, acuminatis, inaequaliter subdupliciter eroso-dentatis, margine ciliolatis, basi valde inaequalibus, uno latere rotundatis, altero subacutis, lamina subtus glauca (venis ferrugineo-villosis), supra opaca pilis appressis hirsuta; stipulis magnis membranaceis lanceolatis seta acuminatis; inflores- centia pauci- vulgo uniflora; floribus pedicellatis, gt disepalis, sepalis rotundatis extus pilosis, filamentis maxima parte in columnam antheris undique cireumdatam alte connatis; antheris ca. 15 basifixis fere sessilibus. Florum € perianthio in tubum connato, laciniis 5 triangularibus quam tubus brevioribus, ovario 3-alato, alis triangularibus subaequalibus cum ovario nervatura prominula striatis, apice setose cornutis; stylis 3 basi connatis, omnino fere bipartitis undique papillosis demum deciduis, ovario 3-loculari placentis integris. Die rotbraunen, abstehenden, groben Haare verleihen den jüngeren Zweigen ein etwas zolliges Anssehen, der Blattstiel ist 1/5—1!/? cm lang, die Stipeln mit der borsten- furmigen Spitze ca. 4 cm lang; die Blätter sind 5—10 cm lang und 2—4 cm breit, die größte Breite liegt in der Mitte; die Blütenstiele sind S—40 mm lang und rostbraun be- haart, die länglichen, runden Sepalen der männlichen Blüte sind 4 em lang; die columna staminalis ist 3—4 mm lang, die Antheren stehen an allen Seiten der Columna an einem kurzen Stiele aufrecht, sind oval, springen in parallelen Spalten auf und werden kaum von dem Connectiv überragl. Das Ovarium, das durch die Flügel die Form eines auf der Spitze stehenden Dreiecks hat, ist 40 mm lang, oben 41—12 mm breit; der Tubus Beitrige zur Kenntnis der papuanischen Flora. 387 der Blumenkrone ist 7 mm lang; die dreieckigen Zipfel sind 3 mm lang, die fast bis auf die Basis geteilten Griffel sind 4 mm lang. Dieses hübsche Pflänzchen wächst am Sattelberg an den feuchten Stellen des Gipfelwaldes in 3000’ Hóhe, in deutsch Neu-Guinea. Sie lässt sich in keine der vielen Sectionen DE CANDOLLE's unterordnen, da zufällig keine alle die Eigentümlichkeiten der Placentation, der Stamina, der Griffel und der Flügel vereinigt; sie bildet demhach eine neue Section, die der Section Mitscherlichia vielleicht am nächsten steht; nach Bextuam-Hooker gehört sie zu der Series 4 zu der Gruppe der Begonien mit ungeteilten Placenten. ><+OB. Eliassii Warbg. n. sp. Herba glabra caule in sicco striato, foliis petiolatis glabris subtus glaueis oblongo-lanceolatis, apice acutis, margine integris, basi valde in- aequalibus uno latere cordatis, altero subrotundatis, penni-palmatinerviis; inflorescentia longe pedunculata multiflora bracteolis magnis deciduis, ramulis inferioribus ©, superioribus g‘, pedicellis erectis; floribus cj sepalis 2 rotundatis, petalis 0, staminibus oo liberis, antheris oblongis basifixis; floribus € petalis 3 rotundatis, ovario triloculari alato, alis 3 subaequalibus, placentis bifidis, stylis 3 demum caducis basi vix connatis apice bicornutis ramis divergentibus horizontalibus papillosis incurvatis; capsulae alis magnis membranaceis viridibus nervoso-striatis. Der Stengel, die Blattstiele und Nerven haben im trockenen Zustand eine gelbrote Färbung; der Blattstiel ist 41/)—4 cm lang, die Lamina 43—16 cm lang und 5—8 cm breit; die größte Breite ist unterhalb der Mitte, der Blattrand erscheint manchmal im trockenen Zustande durch die Zusammenziehung des dünnen Blattes gezühnt; die Nerven, die teils von der Basis, teils von dem Mittelnerv ausgehen, teilen sich noch einige Male; der Blütenstand trägt unterhalb der Verzweigungen jedesmal die die Achse ringfórmig umschließende Narbe der abgefallenen Bracteen ; letztere sind membranartig und über 4 em lang. Die Linge der Blütenstielchen ist verschieden, bei den 4 Blüten gewöhnlich !/ cm, bei den weiblichen 4—2 cm. Die Sepalen der 4 Blüten sind ca. 4—5 mm im Durchmesser, die Stamina sind kleiner als die 3/, mm langen Antheren; letztere werden nicht von dem Connectiv überragt; die Petalen der Q Blüten sind 5, das Ovarium ist 6 mm lang g, die Griffel 41/ mm. Die Kapsel ist 4!/; cm lang und ebenso breit, fast viereckig; die in der Mitte ca. 5 mm breiten Flügel umschlieBen die kapsel rings. Die von mir naeh dem damaligen Vorsteher der Station Finschhafen Herrn Eris benannte Pflanze wächst viel in den Waldschluchten der un- mittelbarsten Umgebung der Station Finschhafen. Diese Art scheint der Begonia malabarica Lam. dem Außern nach sehr nahe zu stehen, besitzt aber deutlich 2teilige Placenten und die *? Blüten haben 3 Petalen; sie kann deshalb nicht in die Section Haagea Dcl. gehóren. Mit der folgenden muss sie deshalb eine besondere Section bilden. ><+OB. Rieckei Warbg. n. sp. Herba subeaulescens glabra foliis longe petiolatis oblique late-ovatis acuminatis basi cordatis, penni-palmatinerviis, margine in sicco minutissime dentatis supra laete viridibus subtus glaucescentibus; inflorescentia ramosa multiflora glabra, pedunculo crasso, floribus bracteis magnis latis cireumdatis OI et © in eisdem ramis; floribus pedicellatis; co sepalis 2 rotundatis, 25* 388 0. Warburg. petalis 0, staminibus oo liberis, antheris basifixis ovalibus, © petalis 3 inaequa- libus suborbicularibus , ovario triloculari 3-alato, alis leviter inaequalibus, una latiore, placentis divisis, stylis 3 bicornutis ramis divergentibus hori- zontalibus torsis et incurvatis papillosis; capsula striato-nervosa. Die Stengel sind im trockenen Zustande rotbraun. Die Blattstiele sind 4—10 cm lang, die Blätter 5—42 cm lang und 4—40 cm breit, die größte Breite liegt unterhalb der Mitte; die hinfülligen Bracteen sind ca. 2 cm lang, die Sepalen der ($ Blüte haben 3—4 mm im Durchmesser, die Petalen der Q ca. 4 mm; das Ovarium der © Blüte ist ca. 3 mm lang und oben ebenso breit, die Flügel sind zur Blütezeit schmal, die Griffel sind ca. 2 mm lang. Die Pflanze wächst in den Schluchten des Sattelberges bei Finsch- hafen. Die Art ist mit der vorhergehenden nahe verwandt, unterscheidet sich aber schon äußerlich durch die Breite der Blätter, die Länge der Blattstiele und die Größe der Bracteen. Ebenso wie jene würde sie zur Section Haagea gehóren, wenn sie nicht 3 Petalen an den weiblichen Blüten und geteilte Placenten besäfe, Ferner fand ich noch eine vierte Art, wahrscheinlich derselben Gruppe, in holl. Neu-Guinea, doch liegen nur & Blüten vor. Lythraceae. Pemphis acidula R. et G. Forst., Char. gen. 64. t. 34; K. Scen., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 85; Hensr., Ghall.-Exped. p. 153. Schon von Hatzfeldthafen bekannt; ebenso von Key, Aru und engl. Neu-Guinea. Als neue Localität sei hier noch Ceram-laut angeführt. Eine von Ostafrika bis nach Polynesien verbreitete Küstenpflanze. Myrtaceae. ><+ OBarringtonia racemosa BL; DC., Prodr. III. p. 288; Hemst., Chall.-Exped. p. 152 u. 238. Von Moszrry auf den Aru- und Admiralitätsinseln gesammelt. Ich fand sie auch auf den Keyinseln, selbst in ziemlicher Ent- fernung der Küste, ebenso auf Ceram-laut. Eine an den küsten Südasiens bis Queensland und den pacifischen Inseln sehr ver- breitete Pflanze. B. acutangula Gärtn., Fr. I. 96. t. 104; K. Scu., Fl. v. K.-Wilh.- L. p. 94. Schon von Hottrune am Augustafluss gesammelt; mein Exemplar stammt von Hatzfeldthafen. In ganz Südasien bis nach Australien verbreitet. Eine andere Art, vielleicht mit racemosa verwandt, liegt nur in über 40 cm langen Früchten und Blättern vor; sie stammt von Mioko; der Same soll essbar sein; eine vierte Art von Neu-Mecklenburg ist dort für die sumpfigen Ebenenwälder charakte- ristisch, doch konnte ich nur herabgefallene Blüten und Blätter erlangen, deren Zu- sammengehörigkeit mir zweifelhaft bleibt. B. speciosa L. fil., Suppl. 342; K. Sem., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 94. key- und Aruinseln, Ceramlaut. Beitráge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 389 Von Hottrune schon an den verschiedenen Küstenplätzen deutsch Neu- Guineas gefunden. Durch Südasien bis nach Polynesien verbreitet. Melaleuea Leucadendron Linn., Mant. p. 105; M. Cajeputi Roxb., Fl. Ind. III. 394. Dieser Baum, welcher das echte Cajeput-Ol liefert, bildet auf Ceram- laut ganze Wälder; früher wurde dort auch etwas Cajeputöl fabriziert, was aber neuerdings ganz aufgehört hat. Jetzt wird das Öl fast nur noch auf der Molukkeninsel Buru hergestellt. Diese Art ist übrigens in einer Reihe von Varietüten von tropisch Australien bis Hinterindien verbreitet. »Nelitris rubra Bl., Mus. bot. p. 73. Meine Exemplare sind von den Key inseln, wo es auf den trockenen Kalkrücken ein sehr häufiger Strauch ist. Diese Art ist von den Molukken bekannt, N. alba BI., Mus. bot. p. 74. Gleichfalls ein Bewohner der Molukken; mein Exemplar stammt von Sigar am Me Cluersgolf, an trockneren Sandsteinabhängen. Übrigens glaube ich, dass BLUME diese Gattung viel zu sehr zerspalten hat, und dass die eben angeführten Arten, ferner seine zwei anderen Arten von Neu-Guinea, Sowie N. pallescens Miq., N. lucida Bl., N. paniculata Lindl, und andere nichts sind als Varie- täten einer weit verbreiteten Art; auch bei N. vitiensis A. Gray vermag ich keine durch- greifenden Unterschiede zu erkennen. Von holl. Neu-Guinea und den Aruinseln besitze ich noch andere Formen dieser Art. ><+Eugenia (Jossinia) Rein wardtiana DC., Prodr. HI. p. 467. Ein hübscher Strauch auf den Kalkrücken der Keyinseln; n. v. Effar, die Früchte sollen essbar sein. Auch auf Ceram-laut und in holl. Neu-Guinea (Sigar), überall trockene Localitäten liebend. Sonst von den Molukken bekannt; auch Eugenia (Jossinia) rariflora Benth. von Fidji ist nur eine Form derselben sehr verbreiteten Species. Eu. cornifolia Hook. et Benth. Jambosa cornifolia BI., Mus. bot. L. Bat. I. p. 92; K. Scn., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 89. Schon von Horırung in Constantinhafen gesammelt. Ich fand den Baum sehr viel im Küstenwalde bei Finschhafen und Hatzfeldthafen; auch in Kerawara und Mioko im Bismarck- archipel in dem Gebüsch der Cocoshaine gemein. Bisher von Celebes bekannt. »«--Eu. aff. malaccensis L., Suppl. ed. I. p. 470. Jambosa do- mestica Rumph. ) Unsere Form ist durch die pelluciden Punkte der Blütter von der typischen Form verschieden; doch fragt es sich, ob dies Merkmal constant ist. Ich fand die Art in Geram-laut, auf den Aruinseln, in Nusa auf Neu-Mecklenburg und im Bismarckarchipel auf Kerawara und Ulu. 390 0. Warburg. Der Baum bewohnt dieselben Lokalitüten wie die Eu. cornifolia, ist aber viel hóher als letztere Art; die Frucht wird vielfach gegessen. Eugenia malaccensis L. ist schon in verschiedenen Gegenden unseres Gebietes ge- funden worden, wenn die Bestimmungen richtig sind. In Südasien und Polynesien verbreitet und vielfach cultiviert. Eu. ovalifolia Warbg. Jambosa ovalifolia Bl., Mus. bot. p. 98; Mio.. Fl. Ind. Bat. I. p. 417. Diese Art wurde schon von Zıerer. in holl. Neu-Guinea gesammelt. Sie ist häufig bei Sigar an der Mc Cluersbay, wo die Einwohner die Früchte gerne essen. XEu. amplexicaulis Roxb., Hort. Beng. 37; Jambosa alba var. amplexicaulis Miq., Fl. Ind: Bat. I. 4. p. 444. Auf den Keyinseln auf trockenen Kalkrücken. Ein durch den ganzen malayischen Archipel verbreiteter Baum, auch von den Molukken bekannt. ><-+-OEu. (Jambosa) glomerata Warbg. n. sp. Arbor ramis crassis ramulis teretibus glabris; foliis breviter petiolatis ovalis, apice brevissime obtuse acuminatis vel apiculatis, basi breviter attenuatis acuminatis, utrinque glabris et opacis sparsim pellucido-punctu- latis, costa venisque subtus prominentibus, venis utrinque 6—8 erecto- patulis arcuato-conjunctis, sed haud nervum marginalem formantibus ; nervatura distincta. Floribus sessilibus magnis conglomeratis haud nutanti- bus, bibracteolatis; ovario turbinato tubo calycino ultra ovarium pro- ducto; sepalis suborbicularibus latissime memb 'anaceo- marginatis um- bonatis, margine integris, nervis multis vix distinctis; petalis quam sepala longioribus; filamentis filiformibus antheris linearibus, stylo basi sub- incrassato, Die Zweige des kleinen Bäumchens sind mit graugelber Rinde bedeckt ; die braunen, dicken Blattstiele sind 5—6 cm lang, die Blattspreite ist 44—17 cm lang und 61!/5,—$8!/s cm breit, die größte Breite in der Mitte oder etwas oberhalb derselben; die Spreite ver- schmälert sich unten plötzlich zu einem bis 4 cm langen Stiel. Ein eigentlicher Rand- nerv existiert nicht; an einem seitlichen Hücker befinden sich mehr als 40 sitzende Blüten. Der Kelchtubus ist fast 2 cm lang, die Kelchzipfel sind 4 cm lang und etwas breiter; die noch nicht vüllig entwickelten Blumenblätter sind doppelt so lang als die kelchzipfel, die Antheren sind 2 mm lang. Diese sehr charakteristische Art steht der Eugenia (Jambosa) nutans K. Sch. (von Hort- kung am Augustafluss gesammelt) sehr nahe, dürfte auch bei vüllig entwickelten Blüten derselben an Schónheit kaum nachstehen; sie unterscheidet sich leicht durch die unten zu einer Spitze ausgezogenen breiteren und kleineren, weniger Nerven besitzenden Blätter, durch die ungestielten, nicht nickenden Blüten, sowie durch den nicht zer- faserten Kelchrand. Mein Exemplar stammt von Bussum bei Finschhafen aus dem pri- mären Walde. ><+OMarumia? Warburgii Cogn. n. sp. Rami teretes juniores ferruginei brevissime denseque villoso-tomentosi. Petiolus 4—95 mm longus. Folia submembranacea, oblongo-lanceolata, longiuscule acuminata, basi subrotundata, integerrima, adjecto nervulo tenuissimo marginali leviter Splinervia supra glabra, subtus brevissime subsparseque puberula praecipue ad nervos, 14—17 cm longa, 4 1/9 —95 em lata, nervulis subtus satis prominentibus. Flores 5 nervi, axillares, sub- sessiles, solitarii vel geminati. Calyx ferrugineus, anguste campanulatus, breviter denseque villosus, tubo 5 mm longo, lobis oblongis, subacutis, 5 mm longis. Petala staminaque ignota. Ovarium totum adhaerens, 3 locu- lare, vertice tomentosum. Fructus oblongo-cylindricus, 13—14 mm longus, 0—6 mm crassus. Vom Sattelberg bei Finschhafen in deutsch Neu-Guinea. Diese Pflanze hat den Habitus der Gattung Marumia und erinnert unter anderem ziemlich an die M. nemorosa Bl.; aber da die StaubgefaBe unbekannt sind, so ist es nicht sicher, ob sie wirklich zu dieser Gattung gehört !). Sie unterscheidet sich von allen anderen Arten der Gattung durch die 5zähligen Blüten und durch das vollkommen an- gewachsene nur 3loculare Ovarium, Wenn die Pflanze zu der Gattung gehört, so muss man aus ihr eine besondere Section machen. >x<+OMedinilla quintuplinervis Cogn. n. sp. Frutex. glaber ramis teretibus, foliis quaternis, petiolatis, oblongis, apice abrupte apiculatis, basi longe attenuatis et ad petiolum decurrentibus, distincte 5plinerviis; eymis axillaribus, floribus 6—7meris, calycis limbo integerrimo, staminibus subaequalibus. Rami robusti. Petiolus 1—1 1/3 em longus. Folia submembranacea, subtus sub lente punctato-furfuracea, 1—411/, dm longa, 3!/5—6 em lata. Cymae brevissimae, pauciflorae. . Calyx ovoideo-campanulatus, 6 mm longus. Petala rosea, obtusa, 5—6 mm longa. Stylus uncinatus 7—8 mm longus. Aff. M. crassinervia Bl. In den Waldschluchten des Sattelberges bei Finschhafen. 4) Es fanden sich nachtrüglich noch einige Knospen, die zeigen, dass die obigen Zweifel berechtigt waren; die Pflanze besitzt oo (mehr als 30) StaubgefüBe, die Antheren mit breitem Connectiv und gänzlich ohne Anhüngsel; man wird eine neue Gattung aus ihr machen müssen (WARBURG). 394 0. Warburg. 2«-FOM. Teysmanni Miq., Ann. Mus. bot. I. p. 247 (M. amabilis Dyer 1874). Ein sehr schöner Strauch der feuchten Waldschluchten des Sattel- berges; deutsch Neu-Guinea. Schon von Celebes bekannt, Ferner noch sterile Zweige eines Bäumchens aus Sigar, holl. Neu-Gu inea, der wahrscheinlich zur Gattung Kibessia gehürt. Rhizophoraceae. Rhizophora mucronata Lam., Diet. VI. p. 169; K. Scen., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 85; Hrwsr., Chall.-Exped. p. 149 u. 237. Von den verschiedenen Küsten Neu-Guineas, den Aru- und Admirali- tätsinseln bekannt, auch ich traf die Pflanze überall, wo ich Mangrovewaldun- gen besuchte. Dies ist wohl die gemeinste Mangroveart des Monsungebietes. Uberall in den Tropen der alten Welt (auch trop. Australien und Fidji). ><+OMyriophyllum pusillum (?) BL, Mus. bot. p. 111. Diese in den Sundainseln gemeine Art scheint sich auch viel in deutsch Neu-Guinea (Hatzfeldthafen) und den Keyinseln in Wassertümpeln zu finden. Doch ist die Bestimmung, da sich keine Blüten vorfanden, unsicher. Araliaceae. ><+oOEschweileria Boerlagei Warbg. n. sp. Arborescens; petiolis crassissimis basi cristulatis; foliis glabris sub- orbicularibus 3pedalibus, usque ad basin 5—7fidis, segmentis oblongis vel obovatis basi attenuatis profunde pinnatifidis, majoribus usque ad costam pinnatifidis, costa media validissima, laciniis oblongis vel lanceolatis sub- acuminatis margine subundulatis integris pinnatinerviis, majoribus laciniatis vel subtrilobatis, umbellis valde compositis bracteis saepe persistentibus lanceolatis; radiis oo crassis magnis 4—8 mm diam. apice tripartitis; radiolo intermedio breviore flores steriles subfoemineos baccaeformes 4—6 mm in diam. globosos longe pedicellatos gerente, radiolis lateralibus supra medium persistenter opposite bibracteolatis, quam radiolus inter- medius vix duplo longioribus apice capituliferis. Capitulis multifloris braeteolis ovatis acutis 8—10 basi involucellatis; floribus hermaphroditis 4—6 mm longis sessilibus arcte congestis mutua pressione basi angu- losis. Calycis margine obsoleto, corolla crassa in alabastro cylindrica; staminibus 8—10 uniseriatis antheris profunde basi sagittatis filamento crasso dorso insidentibus; ovarii loculis 40—144 stigmatibus sessilibus tumido verruculoso radiantibus. Ein ca. 30’ hoher Baum mit über 3' groBen, im Umfang runden, aber sehr zer- schlitzten, lederartigen Blüttern; der Blütenstand ist auBerordentlich verzweigt; die dreieckigen, spitzen Bracteen sind 40—12 mm lang und an der Basis 8—10 mm breit; der mittlere Radiolus ist 5—6 cm lang, ohne Bracteen; die sterilen Blüten desselben sitzen auf 8—12 mm langen Stielchen; sie sind von einem Kranz von dreieckigen, spitzen, 3—4 mm langen Bracteolen umgeben; die seitlichen Radiolen sind 8—11 cm lang und besitzen oberhalb der Mitte zwei 4 cm lange spitze Bracteen; die dreieckig zu- gespitzten Bracteolen sind 6 mm lang. 396 . 0. Warburg, Ein überaus schönes und durch die glänzenden riesigen und doch schön geschnittenen Blätter selbst im dichten Waldgebüsch auffallendes Bäum- chen der höheren Waldschluchten des Sattelberges bei Finschhafen. Nach dem Monograph der Gattung Eschweileria benannt. Diese zu den Arten mit sitzenden hermaphroditen, von einem Kranz von Bracteolen umgebenen Blüten gehörende Art steht von den durch Beccari entdeckten Neu-Guinea- arten der E. Insidiatrix Boerl. (Osmoxylon Insidiator Becc.) sowie der E. Geelvinkiana Boerl. (Osmoxylon Geelvinkianum Becc.) am nächsten, unterscheidet sich aber, wie die Diagnose zeigt, durch eine Anzahl von Charakteren eben so gut von diesen, wie die Neu-Guineaarten untereinander. »--E. Pfeilii Warbg. n. sp. Arborescens foliis coriaceis profunde 3—9 palmatifidis crassinerviis utrinque glabris valde inaequalibus, 1 usque 4pedalibus, segmentis foliorum majorum obovatis basi attenuatis pinnatifidis margine repando- erosis subdenticulatis, minorum obovatis vel oblanceolatis irregulariter sinuato- vel serrulato-denticulatis; petiolis foliorum pro rata minorum striatis, basi cristulis subintegris manicatis, stipulis ad petiolum alte ad- natis, haud connatis. Umbellis compositis bracteis caducis; radiis oo crassis striatis apice tripartitis; radiolo intermedio brevissimo flores steriles subfoemineos baeciformes globosos 4—8 mm in diam. longe pedicellatos gerente; radiolis lateralibus subaequalibus intermedio 6—7plo longioribus infra vel prope medium cicatricibus bractearum distinctis, in apice umbellu- lam hermaphroditam gerentibus; floribus hermaphroditis pedicellatis pedi- cellis multo brevioribus; ovarii loculis 40—14, columna stylari minima, stigmatibus in diseum multilobatum conglomeratis; fructibus subglobosis 10—14 costatis stylo persistente coronatis. Kin ca. 30’ hoher Baum mit reich entwickeltem Blütenstand; die Radien sind über 20 cm lang; die äußeren Radiolen 8—10, der mittlere Radiolus 11/,—2 cm lang. Die Stiele der sterilen Blüten sind 4—1!/» cm, die Stiele der fertilen Blüten ebenso lang; die wenig abgeplatteten tief gerippten Früchte sind 4 cm lang und 0,8 cm breit, Von Bracteolen in der Umgebung der Umbellen ist nichts zu bemerken. Benannt nach dem Afrikareisenden Grafen Prem, zu jener Zeit Chef der Station Kerawara im Dienste der Neu-Guinea-Compaznie. Diese gleichfalls sehr schöne Art findet sich am Waldrande der Insel Ulu im Bismarekarchipel. Die Pflanze erweitert also das Verbreitungsgebiet der Gattung nach dieser Richtung hin; das Verbreitungsgebiet erstreckt sich also jetzt von den Philippinen über die Molukken (ich kann noch als neu Celebes anführen) bis nach Neu-Guinea, Key, Aru, Bismarckarchipel, mit einer abweichenden Art in Borneo. Steril fand ich Exemplare dieser Gattung noch in Nusa an der Nord- spitze von Neu- Mecklenburg und in Constantinhafen. Heptapleurum sp. Zwei Arten fand ich auf den Aruinseln und in holl, Neu-Guinea, beide leider steril; die Gattung ist übrigens schon von holl. und engl. Neu-Guinea bekannt, ebenso von Fidji, und ist deshalb auch unzweifelhaft im deutscher Schutzgebiet vorhanden. Panax fruticosum L., Sp. pl. ed. II. p. 1513; K. Sca., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 81. Beitrâge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 397 Schon von Horırung bei Nusa gesammelt; sehr viel in den Dörfern des Bismarckarchipels, des Sattelberges und der Astrolabebay, namentlich in Heckenform cultiviert und vielfach von den Eingeborenen gegessen. P. pinnatum Lam., Dict. II. p. 715; Polyscias pinnata Forst., Char. Gen. p. 64. t. 32; Nothopanax? pinnatum Miq.: K. Scu., Fl. v. K.-Wilh.- L. p. 84. Schon von holl. und deutsch Neu-Guinea bekannt. Wie in den Molukken, so sah ich die Pflanze auch in Neu-Guinea und dem Bis- marckarchipel (Kerawara) vielfach cultiviert, ebenso in Nusa auf Neu-Mecklenburg. Die Art ist ungemein formenreich mit bald ungezühnten, bald spitzen, bald stumpfen, bald an der Basis herzfórmigen, bald zugespitzten Blättern von verschiedener Consi- stenz, sie besitzen bald 2—4, bald 3—5 Griffel, die aber stets schon in jungen Früchten nach außen gekrümmt sind, und noch andere Verschiedenheiten mehr; da alle Über- gänge vorkommen, die Pflanze ferner eine der gewöhnlichsten Culturpflanzen daselbst ist, sehe ich keinen Grund, die Art zu zerspalten. Eine Form mit ganz großen, runden Blättchen, die unten herzfórmig, oben ausgerandet sind, erinnert sehr an die Form, welche MiqueL als Nothopanax tricochleatum beschreibt, die Blüttchen sind aber 3- und mehrpaarig; es ist vielleicht nur eine Varietät derselben Art, doch ist mein Material zu unvollstándig; die Pflanze wird gleichfalls im Bismarckarchipel und in deutsch Neu- Guinea cultiviert. Man hat sie schon in mindestens 5 verschiedene Gattungen unter- gebracht, Ich halte die Aralia Naumanni E. March, (Ener. bot. Jahrb. 86), die NAUMANN im Bismarckarchipel sammelte, auch nur für eine Form derselben Art. Wirklich wild habe ich keine der beiden Panaxarten gesehen, Beide Arten sind im übrigen im östlichen Teile des malayischen Archipels ver- breitet. P. fruticosum auch viel auf den pacifischen Inseln. Umbelliferae. »--oHydrocotyle asiatica L., Sp. pl. ed. I. p. 234. Bei Finschhafen häufig. Auf Culturland und an Wegen in den gesamten Tropen (incl. trop. Australien) verbreitet, Diese leicht zu übersehende Pflanze ist von Papuasien bisher noch nicht erwähnt; dagezen wird sie von Fidji, Samoa und den Karolinen etc. angegeben. ><+OH. rotundifolia Roxb., Hort. Beng. 24; H. puncticulata Miq., Fl. Ind. Bat. I. 4. p. 732. An schattigen Orten des Sattelberges, stellenweise ganze Flüchen bedeckend. Gleichfalls in Südasien weit verbreitet. Ericaceae. Rhododendron n. sp. Blüten einer Rhododendronart lagen massenhaft auf dem Boden im primären Walde des Sattelberges, ohne dass es möglich war, die epiphytische Pflanze selbst mit dem Glas im Laubgewirr zu erkennen. Sie gehürt nicht zu den mir bekannten malayischen Arten, Die rote, fast glockenfórmige 2 cm lange Corolle, sowie der breite, mit 5 kurzen, spitzen Zühnen besetzte Kelch ist behaart. Interessant ist vor allem das Vorkommen dieser Pflanze in einer Hóhe von nur 2500 '. 398 0. Warburg. Myrsinaceae. Aegiceras majus Gärtn., De fr. et sem. I. p. 216. Schon von holl. Neu-Guinea und in v. Mürrer’s Papuan Notes p. 70 als Aegiceras fragrans Kónig von engl. Neu-Guinea erwiihnt. Auch auf den Aruinseln häufig; wird zweifellos auch im deutschen Schutzgebiet häufig sein. Eine Mangrovepflanze, von Vorderindien bis nach Australien überall verbreitet. Ae. floridum Roem. et Sch., Syst. IV. p. 542; Aegiceras nigricans A. Rich., Voy. Astrol. II. p. 57. t. 24; Scuxrr., De Myrs. Arch. Ind. p. 97. Schon von holl. Neu-Guinea bekannt. Ich fand die Art auf Kl. Key. Kommt in Ostjava und den Molukken vor. Myrsine densiflora Scheff., De Myrs. Arch. Ind. p. 50. Wurde schon von Zıpren an der Südseite und von Scherrer an der Nordseite von holl. Neu-Guinea gefunden; sie soll dort an sumpfigen Orten wachsen. Meine Exemplare stammen von den Keyinseln. Dort lieben die Büsche gerade die trockenen Kalkrücken, ebenso habe ich sterile Exemplare von Sigar an dem Mc Cluersgolf und von Ceram-laut gleichfalls von trocknen Standorten. Die Pflanze steht der philippinensis DC. sehr nahe und würde vielleicht zu der M. capitellata Wall. gezogen werden können, wie es BeNrna (Fl. Hongk. p. 205 f.) ja auch mit der M. philippinensis A. DC. und neriifolia Sieb. et Zucc. gethan hat, Maesa mollissima A. DC. Scuerr., De Myrs. Arch. Ind. p. 30. Auch diese Art ist schon von Zirrez und Trysmann in holl. Neu-Guinea (südl. Küste) gefunden, doch scheint es nach der Besehreibung eine von meinen Exemplaren von Sigar abweichende Form zu sein. Auch auf den kevyinseln, trockene felsige Stellen liebend. »«-rM. Hernsheimiana Warbg. n. sp. Ramis teretibus glabris verrucosis, foliis obovatis subtus glauces- centibus integerrimis margine revolutis, basi acutiusculis, apice obtusis pergamaceis, costa el nervis fulvis prominulis; racemis axillaribus vulgo compositis quam folia adulta multo brevioribus, pedicellis floribus aequilongis fructu brevioribus, bracteis trigonis glabris acutis florum pedicello duplo brevioribus patulis, braeteolis ovario appressis ovatis haud ciliatis subaeutis: lloribus 5nerviis; calycis laciniis glabris ovatis obtusis, interdum subeilio- latis, corolla calyce duplo longiore; stylo persistente apice trilobo in fructu e calycis laciniis prominente; fructu substriato ovoideo globoso. Die graue Rinde ist durch die großen, gelben Lenticellen höckerig, die Blattstiele sind 1—1/; em lang, die Blätter werden 7—14 em lang und 31/5—5 em breit, die größte Breite liegt oberhalb der Mitte; Seitennerven sind jederseits 6—7, in schiefem Winkel aufsteigend; die feinere Nervatur ist kaum sichtbar; die Inflorescenz ist 5—6 cm lang, die Pedunculi sind braunrot; die Blülenstiele sind 1 mm, die Fruchtstiele 11/; mm lang, die Früchte sind 3 mm lang und 2!/; mm breit. Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 399 Die Art wurde auf Neu-Pommern auf der Gazellenhalbinsel bei Ralun gefunden am Waldrande. Nach Capitain Hernsuem, dem Chef der gleichnamigen im Bismarckarchipel eta- blierten Firma benannt. Die Art steht der Maesa verrucosa Scheff. (De Myrsin, Archip. Ind. p. 16), die von Timor und Neu-Guinea bekannt ist, sehr nahe, unterscheidet sich aber durch den zu- sammengesetzten Blütenstand, die nicht lanzettförmigen größeren Bracteen, die nicht gewimperten Bracteolen und den die Kelchzipfel der Frucht überragenden Griffel. Von Maesa persicifolia A, Gray aus Fidji durch die breiteren und stumpfen Blätter, durch die im Verhältnis zum Blatt viel kürzeren Blütenstünde, sowie auch durch den langen Griffel ausgezeichnet; von M. haplobotrys F. v. M. und M. protracta F. v. M. durch Blatt- form und zusammengesetzten Blütenstand, ebenso von M. acuminata A. DC. verschieden. M. nemoralis A. DC. var. racemosa K. Sch. in Bot. Jahrb. IX. p. 243. Von Scuumann für Neu-Guinea (durch Druckfehler steht Neu-Holland) angeführt; ich fand dieselbe Art bei Finschhafen am Sattelberg. Schon Scnumann meint, diese Form dürfte sich später als eigene Art erweisen ; auch ich bin der Ansicht und glaube, dass sie auch der stylosa sehr nahe steht; sie besitzt auch durchaus ungezühnte Blüten, doch sind die meist abgerundeten Blätter noch breiter und die Früchte eher abgeplattet kugelfórmig mit nicht über die Kelchzipfel hervorragendem Griffel. Schumann giebt die Blütenstünde als nicht zusammengesetzt an, nach meinen Exemplaren kommen einfache und zusammengeselzte Blütenstände vor. Man wird überhaupt gut thun, hierauf, sowie auf das Liingenverhiltnis von Bracteen zum Blütenstiel nicht zu viel Wert zu legen, da ersteres selbst bei den einzelnen Zweigen sehr verschieden ist und die Blütenstiele sich noch bis zum Anfang der Fruchtbildung strecken, so dass also das Verhältnis sich ändert. Gleichfalls M. verrucosa Scheff., M. persicifolia A. Gr. und M. macrostyla sehr nahe stehend. M. subsessilis Warbg. n. sp. Frutex ramis pallidis sparse verrucosis glabris, foliis ehartaceis petio- latis lanceolatis basi saepe inaequali sensim in petiolum attenuatis, apice subacuminatis acutis, margine integerrimis subrevolutis; racemis axillaribus binis vel ternis vel inflorescentiam subcompositam formantibus , quam folia multo brevioribus glabris; bracteis bracteolisque ovato-acutis subfimbriatis ; floribus 5-meris subsessilibus, calycis laciniis dorso glanduloso-verrucosis subeiliatis, corolla calyce duplo longiore. Die glänzend graue Rinde ist nur spärlich mit wenig hervortretenden Lenticellen besetzt; der Blattstiel ist 41/5—2 cm lang und geht allmählich in die 143—416 cm langen und 5—6 cm breiten Blätter über. Die größte Breite ist in oder etwas oberhalb der Blattmitte. Jederseits sind 6—8 aufsteigende Nerven, die mit der dicken, rotbraunen Mittelrippe unterseits deutlich hervorragen; feinere Nervatur ist kaum sichtbar. Die Blütentrauben sind gegen 4—5 cm lang, die Bracteen sind linger als der hüufig kaum vorhandene Blütenstiel; der Kelch ist 4 mm, die Corolle 2 mm lang. Die lanzettlichen, unten allmählich sich verjüngenden Blätter sowie die fast sitzen- den Blüten sind die Hauptmerkmale, wodurch sich die Art von ihren nüchsten Ver- wandten, M. verrucosa Schelf., M. novo-guineensis Sch., M. protracta F. v. M. etc, unter- scheidet. 400 0. Warburg. Keyinseln auf den trockenen Kalkrücken; die Blütter werden von den Eingeborenen als innerliches Hausmittel bei jKinderkrankheiten ver- wendet. ><-+OM. papuana Warbg. n. sp. Frutex ramis verrucosis teretibus, ramulis ferrugineo-pulverulentis, foliis longe petiolatis glabris ovatis basi rotundatis saepe brevissime in petiolum protractis apice acuminatis coriaceis margine revoluto integris vel vix distineter dentieulatis; costa nervisque castaneis prominentibus; in- florescentia axillari raeemosa composita ferruginea squamosa petiolo sub- aequilonga, bracteis bracteolis ovatis acutis, bracteis pedicellis aequilongis, bracteolis pro rata magnis calyci et baccae haud appressis; floribus 4 meris, calyce extus pulverulento; baccis globosis pulverulento-squamosis vix striatis, stylis lobatis persistentibus, calycis lacinias haud superantibus. Die Zweige sind mit einer braunroten, durch gelbe Lenticellen rauhen Rinde be- setzt; die Blattstiele sind 3!/5—5 cm lang, die Blätter sind 44—18 cm lang und 8—10 cm breit, die größte Breite ist unterhalb der Mitte, von dort verjüngen sie sich langsam bis zur Spitze, die Spitze selbst ist abgerundet; die Blätter sind im trockenen Zustande oben schmutzigbraun, unten gelblich ; jederseits sind 7—8 Nerven, letztere gehen im Winkel von 60? von dem Mittelnerv ab; die Inflorescenzen sind 3—5 cm lang, die Bracteen und Bracteolen sind 4 mm lang, der Kelch ca. 41/3 mm, der Pedicellus 4 mm; die braunen Früchte sind 3 mm im Durchmesser. Die Art ist von den wenigen tetrameren Formen durch die kahlen Blütter, die kurze, zusammengesetzte Inflorescenz, die kurzgestielten Blüten und die gelblich braune Be- schuppung sehr gut unterschieden, Ich sammelte die Art in den hóheren Gegenden des Sattelberges bei Finschha fen. Plumbaginaceae. OAegialitis annulata R. Br., Hemstey, Chall.-Exped. p. 164. Eine sehr auffallende kleine Mangroveform, die von Timor bis nach Australien verbreitet ist, von MoskLEv auch auf Aru gefunden wurde. Ich fand sie ebendaselbst sowie auch in Sigar in holl. Neu-Guinea. Die Art scheint sandige Stellen mehr zu lieben als die anderen Mangrovesorten; ich fand beidemal diese Art allein kleine Bestünde bildend, nicht mit den Mangrovesorten untermischt ; die Exemplare, die ich sah, erreichten nur eine Höhe von 2—3^'; von Luft- und Strebewurzeln fand ich keine Spur. Eine verwandte Art oder Varietät ist in Bengalen und der malayischen Halbinsel zu Hause, an gleichen Lokalitäten. Sapotaceae. Sideroxylon ferrugineum Hook. et Arn., Bot. Beech. Voy. 266, 1.55; Ener. in bot. Jahrb. VII. p. 470. Schon von Naumann bei Sigar in holl. Neu-Guinea gesammelt. Ich fand den Baum ebendaselbst, ferner auf den Ke yinseln und auf Geram-laut. Ein häufiger Küstenbaum von Hinterindien und dem malayischen Archipel bis nach China. Beitrige zur Kenntnis der papuanischen Flora. 401 S. novo-guineense K. Sch. in Exar. bot. Jahrb. IV. p. 244. Diese Art vertritt die vorige in deutsch Neu-Guinea, ist vielleicht nur eine dem feuchteren Klima angepasste Form der vorigen. Illipe (Bassia) Hollrungii K. Sch., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 107; Bassia Hollrungii K. Sch. in Exar. bot. Jahrb. IX. p. 244. Von HorLrung in Finschhafen gesammelt; dort steht ein Baum inner- halb der Station auf der Insel Madang. Dieselbe Art ist auch im Bismarck- archipel verbreitet, z. B. in Kerawara nom. vulg. »natu«. Eine andere Sapotaceenart, wohl zur selben Gattung gehörig, fand ich auf den Key- inseln, aber steril; sie liefert ein gutes Bauholz ; auch im Walde der Aruinseln fand ich Samen einer essbaren Art, die gleichfalls, nach ihrer Form und dem Fehlen des Albumen zu urteilen, nur zu Bassia gehóren kann. Ebensoauch eine Bassia?art (steril) in den unteren Wäldern des Sattelberges. Auf Ulu im Bismarckarchipel findet sich gleichfalls ein Sapotaceenbaum ziemlich häufig im Walde; er wird von den Eingeborenen »lepua« genannt. Die Früchte sollen die Größe einer Cocosnuss besitzen. Ich mache speciell auf diese Familie aufmerksam, da sie ziemlich verbreitet in Neu- Guinea ist, wegen der Prüfung auf Gutta-Percha. Auf Neu-Guinea sind die Sapolaceen leicht zu erkennen, da es dort die einzigen milchsafthaltigen Bäume sind, die keine Stipeln oder Stipelnarben besitzen und deren Blätter weder gegenständig, noch an den Zweigenden quirlig oder pseudoquirlig angeordnet sind. >Styrax ceramensis Warbg. n. sp. Arbuscula ramis teretibus rugosis, junioribus appresse pubescentibus, novellis fulvo-tomentosis, foliis pergamaceis in sicco fuscescentibus lanceo- latis brevissime petiolatis coriaceis margine integris basi acutis apiee ob- tusiusculis glabris, utrinque pilis sparsis magnis appressis sub lente tantum distinctis inspersis, petiolo villoso, costa appresse pubescente, nervis lateralibus reticulatione prominula distineta vix validioribus, longe ante marginem arcuato-conjunctis; inflorescentia racemosa axillari villosa foliis multo breviore; racemis saepe folia parva gerentibus; pedicellis brevibus fructu globoso vel ovoideo-globoso luteo-ferrugineo, puberulo, calyce eupuli- formi sericeo-pubescente circumdato, 4 vel paucispermo, stylo persistente minimo apice 3-lobo. Die Zweige sind mit einer glünzend grauen, ziemlich glatten Rinde bedeckt; die Blätter haben eine sehr verschiedene Größe; sie variieren zwischen 5 und 43 cm in der Linge und 2—5 cm in der Breite; die Stützblütter der einzelnen Blüten sind die kleinsten. Die größte Breite liegt in oder eben oberhalb der Mitte. Der Blattstiel ist 5 mm lang. Die axillären Blütenstände sind bald kurz (z. B. Als cm) und unbeblättert, bald lang und von gewóhnlichen Trieben mit achselstündigen, einzelnen Blüten nicht zu unterscheiden. Die Fruchtstielchen sind 2 mm lang; die Frucht ist 7—8 mm lang und 6 mm breit, der Griffel höchstens 1/9 mm lang; häufig ist nur 1 Same zur Entwickelung gekommen, 5—6 mm lang und 3 mm breit, oft aber 2, 3, ja selbst 4, in den letzten Füllen sind die Scheidewünde der Fruchtfücher noch mehr oder weniger entwickelt; die ovalen Samen besitzen eine grauschwarze, wenig glänzende labyrinthisch-liniierte Ober- fläche, die auf dem Querschnitt rote Testa ist sehr hart, das Eiweiß hornartig, der nicht sehr groBe Embryo ist gerade mit breiten Cotyledonen. Nahe der Küste von Geram-laut. »«-FOSt. glabrata Warbg. n. sp. Frutex ramulis glabris junioribus sparsim appresse-pilosis, foliis per- gamaceis integris in sicco albicantibus ovatis vel ovato-oblongis glabris vel subtus pilis rarissimis appressis inspersis, basi subacutis apice breviter obtuse acuminatis, breviter petiolatis, petiolo et costa rugosis, costa valida subtus prominente, nervatura et venis lateralibus vix distinctis, venis longe ante marginem arcuato-conjunctis ; inflorescentia racemosa axillari appresse pubera foliis multo breviore; racemis interdum folia gerentibus; pedi- cellis brevissimis; fructu oblongo luteo-ferrugineo appresse puberulo, Beitrige zur Kenntnis der papuanischen Flora. 403 ealyce cupuliformi pubescente circumdato 1-, vulgo 2-spermo, stigmate persistente subtrilobo. Die Zweige sind von einer grauen, ziemlich glatten Rinde bedeckt; die Blütter sind 7—10 cm lang und 3—5 cm breit, die größte Breite liegt unterhalb der Mitte, der Blatt- stiel ist 2 mm lang; die Inflorescenzen sind 11/j—4 cm lang; die Fruchtstielchen sind 1—2 mm lang; die Frucht ist 42 mm lang und 7 mm breit, die Narbe fast sitzend; die Samen (ob reif?) sind länglich, 10 mm lang und 5 mm breit, mit schwarzer, glünzender, gerunzelter Oberfläche, sonst wie bei St. ceramensis; falls 2 Samen ausgebildet sind, ist die Scheidewand häufig ganz erhalten. Diese Art wächst im primären Walde bei Bussum nahe Finsch- hafen. ` Sie steht der St. ceramensis auBerordentlich nahe, Blatt- und Fruchtform sowie Be- haarung sind die Hauptunterschiede. Von den bekannten Styraxarten unterscheiden sich beide recht beträchtlich durch das Fehlen der Schuppen, die geringe Behaarung, die häufige Ausbildung mehrerer Samen. Oleaceae. ><-+OLyonsia mollis Warbg. n. sp. Scandens, ramis teretibus molliter brunneo-villosis, foliis petiolatis ovatis acute acuminatis apice acutis, basi cordatis, utrinque molliter pilosis, eosta venisque subtus et petiolis villosis; inflorescentia unilateraliter axillari, a basi composita, quam petiolus vix longiore, dense villosa, bracteis linearibus, floribus pedicellatis, pedicello calyce aequilongo, laciniis calycis lanceolatis utrinque velutinis quam tubus parvus duplo vel plus longioribus, corollae tubo calycem paullo superante, laciniis in gemma valvatis, ovato- lanceolatis acutis tubo brevioribus extus cum tubo villosis, intus papillosis, basi barbatis; filamentis infra medium tubi insertis pilosis haud tortis, antheris linearibus annulum formantibus basi elongata sterili liberis, apice in mucronem acutum connatis, vix apice exserlis, ovario glabro, squamis quinque obtuse ovatis liberis ovario longioribus cireumdato. Die Blätter sind 44 cm lang und 7 cm breit, die Spitze ist 6 mm lang, jederseits sind 7—8 in 60° abgehende Seitennerven, die Blattstiele sind 2 cm lang. Die Inflores- cenzen sind 3 cm lang, fast von der Basis aus geteilt, mehrfach unregelmäßig dichotom verzweigt, die Bracteen sind 3 mm lang, 1/3 mm breit, die Blütenstiele sind 2 mm lang, Beitrüge zur Kenntuis der papuanischen Flora, 407 der Kelchtubus etwas über 4, die Zipfel fast 2 mm, die Kronróhre 2!/s, die Zipfel (Lamm lang, die Antheren sind 4!/; mm lang. Die Pflanze wächst am Waldrande in Finschhafen. Sie gehórt wegen ihrer auch in der Knospenlage deutlich klappigen Corollenzipfel zu Lyonsia, einer Gattung, die in Australien verbreitet mit wenigen Arten nach Polynesien hineinreicht und vielleicht einen Vertreter in Celebes hat. Unsere Art ist durch die weiche starke Behaarung und kurze Inflorescenz sehr aus- gezeichnet. »--L. pedunculata Warbg. n. sp. Scandens ramulis teretibus brunneo-villosis, foliis petiolatis glabris costa supra venis utrinque sparse pubescentibus, costa subtus et petiolo villosiusculis; foliis late ovatis vel orbicularibus, abrupte acuminatis apice acutis, basi rotundatis vel subcordatis; inflorescentia velutina unilateraliter axillari longe pedunculata, divaricata, pluries tri- vel dichotoma, bracteis ovato-lanceolatis parvis, floribus pedicellatis, calyce ad basin fere partito quam pedieellus majore, laciniis anguste lanceolatis acutis apice recurvis vel revolutis, corolla et calyce extus pilosis, intus ad faucem barbatis, laciniis late lanceolatis intus glabris haud papillosis valvatis; staminibus medio tubo insertis pilosis, antheris apice acutis basi breviter appendicu- latis sagittiformibus in annulum connatis; ovario glabro, squamis oblongo- ovatis liberis cireumdato. Die Blätter sind 10—13 cm lang und 7—8 cm breit, die Spitze ist 1/2 cm lang, jeder- seits sind 6 in einem Winkel von 60? abgehende Seitennerven; der Blattstiel ist 2!/ cm lang; die Inflorescenz ist 42 cm lang, die erste Teilung beginnt nach 5 cm; der Blüten- stiel ist 41/, mm, der Kelch fast 2 mm lang. Die Kronröhre ist 3 mm, die Zipfel 41/, mm, die Antheren 11/, mm lang. Diese Art fand ich auf Mioko im Bismarckarchipel im dichten Ge- büsch. Sie steht der eben genannten Art ziemlich nahe, doch ist Behaarung, Länge des Blattstieles, Größe der Inflorescenz, die Zurückkrümmung der viel schmäleren Kelch- zipfel, das Fehlen der Papillen in den Kronzipfeln etc. verschieden. >I. ovatifolius A. DC., Prodr. VIII. p. 435. Gazellenhalbinsel auf Neu-Pommern. In Hinterindien bis nach den Philippinen hin verbreitet. ><+Strophanthus? A ambe Warbg. n. sp. Eine sehr eigentümliche Pflanze von der Neu-Lauenburggruppe, Aambe ge- nannt, und viel im primären Walde; die Internodien sind gliederartig abgeteilt und liefern eine dort viel gebrauchte Faser, die Aambe genannt wird, die sehr schün glünzend und fest ist, aber natürlich nur von der Länge der Internodien, d. h. ca. 44—12 cm lang. Da die Pflanze immerhin wert ist, genauer geprüft zu werden, so lasse ich eine kurze Beschreibung der mir allein zugänglich gewesenen Zweige und Früchte folgen. 408 0. Warburg. Die Pflanze ist eine schlingende, bis hoch in die Bäume kletternde, Kautschuk ent- haltende (weißer Milchsaft) Liane. Die Zweige sind von einer rotbraunen, im trocknen Zustande lüngsfaltigen Rinde bedeckt. Die Blütter sind gegenstündig und sitzen auf 41/2 cm langen Blattstielen; sie sind länglich, 44—15 cm lang und 6—7 cm breit, die größte Breite ist oberhalb der Mitte, nach unten laufen sie spitz zu, nach oben tragen sie eine scharf abgesetzte, über 4 cm lange und 2 mm breite, am Ende abgerundete Spitze, Seitennerven sind jederseits 12—15, sie sind schwach bogenförmig, verlassen den Mittelnerv fast in rechtem Winkel und vereinigen sich nahe dem Rande mit flachbogigen Verbindungen; sie sind beiderseits deutlich, aber nur unten hervortretend ; zwischen ihnen gehen vom Hauptnerv noch ganz schwache, kürzere Seitennerven ab; die feinere Nervatur ist schwach sichtbar; die Unterseite der Blätter ist heller. Die Kapseln fand ich aufgesprungen auf der Erde; die Klappen sind 44—12 cm lang und in aufgesprunge- nem Zustande 31/ cm unten breit, sie verschmälern sich langsam gegen die Spitze, außen sind sie schwärzlich, innen strohgelb. Die dunkelbraunen Samen sind länglich-elliptisch, flach, meist etwas concav, unterseits in der Mitte gekielt, in der Mitte am breitesten, kahl, die Basis ist stumpf, die Spitze geschnäbelt; der bis 6 mm lange Schnabel trägt am Ende den schönen, seidigen Haarschopf, dessen Achse ca. 4 cm, dessen Haare 5 cm lang sind. Sehr charakteristisch ist der ringförmige Wulst, der die Ansatzstellen der Blätter um den Stengel herum miteinander verbindet und der später eine beträchtliche Dicke erreicht; bei den jüngsten Blättern ist er kaum angedeutet, doch erheben sich auf ihm einige spitze, warzige Emergenzen. Diese Charaktere sowie auch die dünne Consistenz der Blätter und die Nervatur stimmen nicht mit den mir bekannten Arten von Strophan- thus, die flachen, geschnäbelten Früchte dagegen besser. Es ist sehr wünschenswert, Blüten dieser interessanten Pflanze zu erhalten. Asclepiadaceae. Sarcolobus retusus K. Sch., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 109. Schon von Horırung bei Finschhafen gesammelt; ich fand die Art auch bei Hatzfeldthafen und im Bismarckarchipel auf Mioko. Es ist eine echte Küstenpflanze, ein kleiner Schlinger, der im Strandgebüsch wächst; je nach dem Standort sind die Blätter mehr oder weniger fleischig; oft besitzen sie gar keine Ausrandung an der Spitze, sondern laufen einfach spitz zu. XS. ciliolatus Warbg. n. sp. Ramis glabris teretibus gracilibus; foliis coriaceis glaucescentibus petiolatis oblongis vel obovatis basi subacutis vel rotundatis apice rotun- datis retusis vulgo subapiculatis vel apiculato-rotundatis, basi supra petiolum glandulis pluribus et pilis nonnullis instructis, ceterum glabris, supra in costa concava et petiolo pilis parce inspersis; inflorescentia pedunculata axillari simplice vel apice bipartita pluriflora subglabra; sepalis ciliatis obtusis; corolla calycem 4-plo superante lobis rotundatis minute pilosius- culis ciliatis; corona 0. Die im trockenen Zustande etwas runzligen, dünnen Zweige sind mit gelbbrauner Rinde bedeckt; der Blattstiel ist 1/9—1 em lang, oben rinnig. Die Blätter sind 3—4 cm lang und 2—3 cm breit; doch sind unten auch groBe von 7 cm Lünge und 3 cm Breite; oft ist die Spitze ausgerandet, oft nicht. Der Bliitenstandsstiel ist über 4 cm; die Blüten- Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 409 stiele sind 11/5 cm, die Kelchblätter 41/2 mm lang. Die Blumenblätter sind 5 mm lang, die Pollinarien liegen nicht horizontal. Die Art unterscheidet sich durch die schmäleren anders geformten Blätter, durch die Behaarung und Bewimperung, die verschiedenen Blütenverhültnisse, sowie durch die Lage der Pollinarien von der S. retusus K. Sch., durch die starkblütigen (meist 5 oder mehr Blüten enthaltenden Inflorescenzen und durch mehrere der eben genannten Merk- male von den verschiedenen malayischen Arten, die aber einer Revision bedürfen, da sie z. T. nur sehr unvollkommen beschrieben und nach unwesentlichen Merkmalen charakterisiert sind. Die Art kommt gleichfalls im Strandgebüsch auf den Aru- und Key- inseln vor. Hoya australis R. Br. in Trans. Hort. Soc. VII. p. 28; Ener. in bot. Jahrb. VII. p. 474. Schon von den Salomonsinseln bekannt. Neu für die Key inseln. Verbreitung: Fidji, Samoa, Queensland. +H. Rumphii BL, Bijdr. p. 1065. Schon von holl. Neu-Guinea bekannt. Ich fand die Art im Bismarckarchipel auf der Insel Ulu. Andere Arten von Kaiser-Wilhelms-Land sind steril, also nicht bestimmbar. Diese Art ist in den Molukken verbreitet. ><+D. Collyris Wall., Pl. As. rar. II. p. 36; Collyris major Vahl. Auf der Gazellenhalbinsel von Neu-Pommern. Im ganzen malayischen Archipel verbreitet. ><-+-OMarsdenia verrucosa Warbg. n. sp. Volubilis ramis teretibus villosis, foliis longe petiolatis suborbicularibus basi profunde cordatis, supra molliter pubescentibus, subtus villosis, apice breviter acuminatis acutis, inflorescentia axillari eymosa composita villosa, bracteis linearibus longis, floribus pedicellatis, calyce dense villoso, lobis rotundatis, corollae extus villosae lobis intus subglabris verrucosis; coronae squamis dorso antherarum affixis suprema parte liberis quam antherae brevioribus; antheris membrana inflexa terminatis, stigmate haud ultra antheras elongato. Die ganze Pflanze ist mit weicher, bräunlich grauer Bebaarung bedeckt. Der Blatt- stiel ist 5—7 cm lang, das Blatt 51/5—9 cm lang und ebenso breit; die Lappen der herz- fórmigen Basis greifen über einander. Der Blütenstand ist 3—4 cm lang, der Pedunculus unterhalb der ersten Verzweigung ist 11/5—2 cm lang, die Bracteen sind 3—4 mm lang, bei 4 mm Breite; die abgerundeten Kelchlappen sind etwas über 1 mm lang, die glockenfórmige Blumenkrone ist 3 mm lang; die stumpfen, ovalen Kronenzipfel sind halb so lang wie die Kronróhre und innen mit wenigen grofen Warzen versehen; das Gynostegium ist 41/3 mm hoch. Die Art steht der M. tenacissima W. et Arn. nahe, ist aber in einer Reihe von Einzel- heiten (die Bracteen, die Blütenstandsverzweigung, die warzige Innenseite der Kron- zipfel z. B.) dem Außern nach schon durch die viel schwächere Behaarung verschieden. Bei Finschhafen am Waldrand. ><-+-OTylophora Hellwigii Warbg. n. sp. Volubilis ramis teretibus villosis, foliis ovatis vel elliptieis longe petio- latis basi cordatis apiee breviter acuminatis acutissimis, subtus cum petiolis dense molliter villosis, supra glabrescentibus in costa venisque villosius- culis; inflorescentia magna divaricata villosa, bracteis subulatis; floribus longe pedicellatis, sepalis hirsutis, corolla subrotata extus villosa lobis intus pubescentibus; coronae squamis 5 convexis, a latere compressis antherarum dorso omnino adnatis, polliniis minimis globosis. Die Behaarung ist schmutzig-gelbbraun, die Blattstiele sind 3—4 cm lang, die Blätter 81/3—101/; cm lang, 4!/2—61/, cm breit, die größte Breite liegt in oder unterhalb der Mitte, die Basis ist schwach herzförmig, die Spitze 3—4 mm lang, die ca. 6—7bogig ver- bundenen Nerven jederseits treten wenig hervor. Der Blütenstand ist gewöhnlich 10—12cm, wird aber bis 18 em lang, in Abständen von 4—5 cm gehen die Verzweigungen Beitráge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 411 gewöhnlich zu mehreren ab; die pfriemlichen Bracteen sind 2—3 mm lang; die Blüten- stielchen sind sehr verschieden lang, meist 4—141/9 cm. Die etwas spitzen Kelchzipfel sind 4 mm, die Blumenkrone ist 5 mm lang, die 3 mm langen Zipfel an der Basis 11/; mm breit; das Gynostegium ist nur 4 mm lang. Die Art wächst am Sattelberge bei Finschhafen am Waldrande. Sie unterscheidet sich von T. hirsuta Wight durch die viel größeren, plötzlich scharf zugespitzten Blatter, durch die viel längeren Blütenstände, durch die viel breiteren, dicht behaarten Kelchzipfel und durch die nur schwach convexen, nicht fast kugel- fórmigen Coronalschuppen. <+Gongronema glabriflora Warbg. n. sp. Volubilis ramulis glabris teretibus in sicco subangulatis, petiolis longis supra albo-pilosis, foliis lato-ovatis abrupte acuminatis apice acutissimis, basi rotundatis, costa supra sparse pilosa prope basin glandulosa; pedun- culis alternanter axillaribus longis, cymas umbelliformes 1—4 gerentibus, bracteis minimis squamiformibus ad basin umbellularum confertis sub- pubescentibus, pedicellis longis; calyeis laciniis subtriangularibus obtusis vix pubescentibus, corolla glabra subrotata laciniis oblongis obtusis, corona staminea tubo stamineo adnata tuberculiformi vix distineta, brunnea, prope basin gynostegii annulum minimum formante, antheris membrana termi- natis; polliniis basi affixis ovoideis ; stigmate umbonato haud ultra antheras elongato; folliculis laevibus crassis. Die dünnen Stengel sind mit gelber, glatter Rinde bedeckt. Die Blattstiele sind 11/5—2 cm lang, die Blätter sind 6 cm lang und 31/2 cm breit, die größte Breite in oder unterhalb der Mitte, sie verschmälern sich plötzlich in eine 1/?—1 cm lange Spitze; jederseits besitzen sie 3—5 in spitzem Winkel aufsteigende Nerven, die beiderseits zart, aber deutlich sind; die feinere Nervatur ist kaum sichtbar; die Drüsen an der Blatt- basis sind fingerfürmig, sehr klein und liegen in der Vertiefung des Mittelnerves. Die Blütenstände sind 4—7 cm lang, die Verzweigungen stehen 411/5—2 cm auseinander; die Blütenstiele sind 8 mm lang, unbehaart. Die Kelchzipfel sind 3/4, die Kronzipfel über 2mm lang; der Durchmesser der Blüte ist ca. 5 mm, das Gynostegium ist 11/2 cm lang. Die lanzettlichen Früchte laufen nach der Spitze zu in einen Schnabel aus; sie sind 4 cm lang und 11/2 cm breit, die 3 mm langen, 2 mm breiten, platten, beiderseits abgerundeten breunen, rot geränderten kahlen Samen tragen einen seidenen Haarschopf. Auf der Gazellenhalbinsel auf Neu-Pommern im Gebüsch. Die Art ist von allen Arten der Gattung sehr verschieden. Ferner liegen noch einige andere unbestimmbare Asclepiadeen vor, vermutlich zu Marsdenia gehórig, von Key und Mioko im Bismarckarchipel, namentlich interessant ist aber eine Art aus Sigarin holl. Neu-Guinea mit alternierend ganz flachen Stengeln, eine bei Asclepia- deen so viel ich weiB noch nicht beobachtete Erscheinung. Die schmalen Seiten der Stengel sind dicht zottig behaart, die Breitseiten dagegen kahl. Convolvulaceae. Evolvulus linifolius L., Sp. pl. ed. II. p. 392. Schon von engl. Neu-Guinea bekannt. Neu-Mecklenburg, Nusa im Grasland. Eine in den ganzen Tropen verbreitete Pflanze. 412 0. Warburg. Lepistemon asterostigma K, Sch. in Ener. bot. Jahrb. IX. p. 916, Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 115. Von Hortrung bei Finschhafen gefunden. Daselbst und auch an den unteren Lagen des Sattelberges ist die hübsche Pflanze häufig, ebenso in dem Waldgebüsch der Schluchten der Gazellenhalbinsel auf Neu-Pommern bei Ralun. +Convolvulus parviflorus Vahl, Symb. III. p. 29. Schon von engl. Neu-Guinea bekannt. In den Graslandschaften von Finschhafen und von Neu-Mecklen- burg (Nusa). Durch die Tropen der alten Welt bis nach Australien hin verbreitet. ><-+0 8, Dallmannianum Warbg. n. sp. Ramulis glabris angulosis aculeis e basi lato brevibus recurvis aeuleatis, novellis pilis stellatis luteis inspersis, foliis petiolatis glabris per- gamaceis oblongo-ovatis, basi rotundatis apice sensim acuminatis acutis, costa nervisque subtus prominulis, venis 6—8 obliquis distanter a margine arcuato-conjunctis, costa et petiolo interdum sparse ac minute aculeatis, peduneulis glabris supraaxillaribus in specimine nostro haud divisis, quam petioli duplo vel triplo longioribus; pedicellis glabris longiusculis racemose dispositis, floribus glabris; calyce apice 5-lobato, lobis latis brevibus ob- tusis, corolla profunde 5-fida, laciniis lanceolatis acutis, antheris 5 magnis apice attenuatis, poris terminalibus minutis sursum spectantibus, stylo corollam aequante clavato. Die jungen Stengel sowie die Blätter erhalten beim Trocknen eine schmutzig braun- grüne Fürbung. Die Blatter stehen ursprünglich zu zweien neben einander, wie auch bei der vorigen Art, doch scheint das eine derselben manchmal vor der vülligen Ent- wickelung abzufallen. Die Stacheln sind gelblich, ihre Basis ist 3 mm lang, ihre Hühe ist 2 mm. Der Blattstiel ist 1 cm lang; die Blätter sind 7—12 cm lang und 3—5!/; cm breit, das eine Blatt der Paare ist etwas kleiner; die größte Breite der Blätter liegt unterhalb der Mitte. Die Blütenstände stehen dicht oberhalb der Blattachsel; die Blüten- stände sind 3 cm lang, die dünnen, nach der Spitze zu etwas anschwellenden Blüten- stiele sind 2 cm lang; der Kelch ist 2 mm lang, wovon 4 mm auf die Kelchzipfel kommt, die Corolle ist 8 mm lang, wovon 5 auf die Zipfel kommen, die gelben Antheren sind 6 mm lang. In deutsch Neu-Guinea am Sattelberg im secundären Wald. Diese Art gehórt auch in die Gegend von S. pulvinare Scheff. und S. Dulanianum Gaud., sie wurde nach Capilain DALLMANN benannt, dem wir die Erforschung der Küste deutsch Neu-Guineas hauptsüchlich zu danken haben. ><-++OS. impar Warbg. n. sp. Ramulis glabris inermibus, foliis glaberrimis chartaceis integerrimis geminis valde inaequalibus, altero 7-plo longiore petiolato lanceolato basi subacuto apice acuminato acuto, altero orbiculari subsessili, basi subcordato apice vix acuminato, pedunculo inter folia intermedio inserto brevissimo 416 0. Warburg. e apice diviso, pedicellis confertis pedunculo majoribus, calyce in fructu haud distineter lobato cupuliformi, bacca globosa parva. Die holzigen Zweige sind von einer gelben, im trockenen Zustande Lüngsfalten bildenden, etwas rauhen Epidermis überzogen; die Blattstiele sind 45—17 mm lang, die der kleineren Blätter höchstens 3 mm, die großen Blätter sind 47—22 cm lang und 6—8 cm breit, die größte Breite liegt in der Mitte, die kleineren Blätter haben 21/,—3 cm im Durchmesser. Die Nervatur tritt beiderseits, die feinere speciell unterseits deutlich hervor; die gróBeren Blütter haben jederseits 8—10 fast in rechtem Winkel den Mittel- nerv verlassende, bogig gekrümmte und nahe dem Rande auch bogig vereinigte Seiten- nerven. Der relativ dicke Pedunculus ist 1—41!/; cm lang, die Blütenstiele sind 6—8 mm lang, der Kelch 2 mm und die rote (?) Beere 8 mm lang. Obgleich nur Früchte und keine Blüten vorliegen, so kann man doch aus den sonstigen Details vermuten, dass die Art wenigslens in eine den vorigen Arten nahe- stehende Gruppe gehürt. Die bedeutende Ungleichheit der Blätter, sowie der Mangel jeglicher Behaarung und Stacheln ist immerhin sehr charakteristisch, Holl. Neu-Guinea, Sigar. Scrophulariaceae. Buchnera urticifolia R. Br., Prodr. p. 437; K. Sca., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 117. Eine sehr verbreitete, auch in tropisch Australien hüufige Pflanze. Von HorzruxG schon bei Constantinhafen gesammelt; ich fand sie in den Graslandschaften bei Finschhafen. Es ist dieselbe Form, die HozLruxG sammelte, d. h, wie schon Scaumanx hervorhob, den Übergang zu B. tenella R. Br. vermittelnd. Vandellia crustacea Benth., Scroph. Ind. 35; in DC., Prodr. X, p. 413; K. Scn., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 118. Schon von Horrrung bei Finschhafen gesammelt; auch von engl. Neu- Guinea bekannt. Als neue Fundorte seien erwühnt Hatzfeldthafen und Gazellen- halbinsel (Neu-Pommern). Die Pflanze liebt offene, feuchtere Plätze. Übrigens in den Tropen sehr verbreitet, selbst in Polynesien, dagegen von Australien nicht angegeben. ><+OTorenia polygonoides Benth., Scroph. Ind. 39, in DC., Prodr. X. p. 409. An den unteren Hängen des Sattelberges bei Finschhafen. Eine in Hinterindien und dem malayischen Archipel verbreitete, in Australien bis- her nicht beobachtete Pflanze. »-L-OT. asiatica L., Sp. pl. p. 862; Bexrm. in DC., Prodr. X. p. 410. Hatzfeldthafen an cultivierten Stellen. Durch Vorder- und Hinterindien bis China verbreitet, ebenso im Archipel, dagegen nicht in Australien. Bonnaya veronicaefolia Spreng., Syst. veget. 44; Bentu. in DC., Prodr. X. p. 424; K. Sca., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 118. Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 417 i Von Horrrung am Augustafluss gefunden; ich traf das Pflänzchen häufig in den Waldschluchten der hóheren Lagen des Sattelberges. Uber ganz Südasien bis nach China und Australien hin verbreitet, ><+OB. reptans Spreng., Syst. veget. 44; Bentu. in DG., Prodr. X. p. 420. Sattelberg bei Finschhafen, feuchtere Stellen. Vorder- und Hinterindien, sowie malayischer Archipel, aber bisher nicht von Australien bekannt. Gesneraceae. ><-+-ÖRhynehoglossum obliquum Bl., Bijdr. p. 744. Loxotis ob- liqua R. Br. mss. in Bentu., Serophul. ind. p. 57. Dieses hübsche Pflänzchen fand ich viel in den Schluchten des Sattel- berges, sowie an den Waldbichen bei Hatzfeldthafen. Verbreitet in Hinterindien und dem malayischen Archipel bis Timor und zu den Philippinen. Baea Commersonii R. Br. in Honsr. et Benn., Pl. Jav. rar. 120. Excr. in bot. Jahrb. VII. p. 473. Schon von Naumann in Neu-Hannover gefunden, ebenso von Neu- Mecklenburg. Diese hübsche Pflanze wächst sehr viel in Felsspalten an der Küste von Mioko in der Neu-Lauenburggruppe. Von Neu-Holland und Java bekannt. m Cyrtandra Terrae Guilelmi K. Sch. in Exar. Jahrb. IX. p. 217; K. Scu., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 122. Von Horrrung am Sattelberg gefunden; die Pflanze wächst aber auch in unmittelbarer Nähe von Finschhafen. >x<+OC. bracteata Warbg. n. sp. Caulis crassus foliis magnis coriaceis oblanceolatis basi decurrentibus auricula formantibus apice breviter acuminatis margine dentibus pilosis duplicato-denticulatis, supra punctulatis, subtus fulvo-villosiuseulis prae- sertim in nervis, deinde subglabrescentibus ; inflorescentia axillari conferta, pedunculo fulvo-lanuginoso brevi vel subnullo, bracteis magnis lanceolatis longe acuminatis acutis subtus puberis, floribus umbellatis vel fasciculatis breviter pedicellatis, calyce persistente in fructu magno glabro, lobis baccam valde superantibus anguste lanceolatis acutis tubo aequilongis vel longiori- bus, bacca oblonga verrucosa stylo persistente coronata. Die sehr dicken Stengel sind von einer gelbbraunen, korkigen, unregelmäßigen Rinde bedeckt, die Blätter sind 30—40 cm lang und 8—9 cm breit, ein Blattstiel ist nicht vorhanden. Die größte Breite liegt im oberen Drittel des Blattes, die lappen- förmigen Verbreiterungen der Blattbasis sind bald schmal, bald sehr deutlich, der sehr dicke Mittelnerv ist von gelber, abschuppender und runzliger Epidermis bedeckt; Seitennerven sind 43—49, wovon die unteren in sehr spitzem Winkel aufsteigen, die mittleren zwar in einem fast rechten Winkel von der Mittelrippe abgehen, sich aber sofort bogig krümmen, auch sie besitzen neben der wolligen, gelbbraunen Behaarung Botanische Jahrbücher. XIT, Bd, 91 418 0. Warburg. eine gelbe, schuppige Epidermis; die Bracteen sind über 4 cm lang bei 4 cm Breite; der Pedunculus ist, wenn vorhanden, höchstens 4 cm lang, dick und mit braungelben Wollhaaren bedeckt; die Fruchtstielchen sind über 4 cm lang und schwach behaart; die Kelchröhre ist in der Frucht 41/ cm lang, die spitzen Kelchzipfel fast 2, die Frucht ist 15 mm lang und der stehen gebliebene Griffel 3 mm. Ob die Art in die Section Macrosepalae (CtAnkE in Suites au prodr. V, p. 202) gehört, die bisher aus Arten von den Sandwichinseln besteht, oder eine neue Section zu bilden hat, lässt sich ohne Blüten nicht entscheiden, jedenfalls ist die Art durch die großen Bracteen, den großen, persistenten Kelch, den kurzen Blütenstand und die Blattform gut charakterisiert, Die Art stammt aus den Waldschluchten des Sattelberges bei Finsch- ha fen. ><--Olsanthera lanata Warbg. n. sp. Caulis superne cum novellis aureo-sericeo-lanatus, foliis alternis petio- latis haud magnis, praesertim subtus cum petiolis aureo-flocculoso-lanatis oblanceolatis, basi sensim in petiolum attenuatis apice acutis, margine minute dentatis; cymis densis pedunculatis sericeo-lanatis, pedunculis petiolis subaequilongis vel longioribus; calycis segmentis 5 lanceolatis intus glabris, extus dense sericeo-lanatis; corolla glabra, segmentis 5 oblongis obtusis, antheris 4 bilocularibus, ovario minuto brunneo piloso; bacca oblonga vel lanceolata minute verrucosa. Der Stengel ist mit einem weißlichen Kork bedeckt, die jüngeren Teile dazu noch mit goldglänzender, wolliger Behaarung. Die Blätter sind 14—13 cm lang und 3—4 cm breit und sitzen auf einem 2 cm langen Blattstiel. Die Inflorescenz ist 3—4 cm lang, die Kelchzipfel sind 3—4 mm lang und 8/4 mm breit. Die Pflanze wüchst im Walde des Sattelberges bei Finschhafen. Sie steht der J. permollis Nees von Südindien und Ceylon recht nahe, unterscheidet sich aber durch die viel kleineren Blütter, dadurch, dass die Blütenstünde so groB oder größer sind als die Blattstiele, und ferner, dass die Frucht viel schmäler ist; auch ist der ganze Blütenstand dichter und länger behaart als bei J. permollis Nees. Sonst giebt es von dieser Gattung nur noch eine gleichfalls sehr nahestehende Art von den Philippinen und Formosa: J. discolor Maxim., die ich aber nicht gesehen habe, deren Früchte aber nach der Beschreibung der J. permollis ihnlich sein sollen (auch ist die Zühnung der Blütter anders), sowie eine etwas abweichende Art von Java. Auch sonst ist der Sattelberg noch an Cyrtandreen reich, doch fand ich auf der Ex- cursion nur noch sterile Formen, Bignoniaceae. Dolichandrone spathacea K. Sch. D. Rheedii Seem. in Journ. bot. VIII. p. 380; Bignonia spathacea L. fil., Suppl. 283; K. Scam., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 123. Schon von engl. Neu-Guinea und Hatzfeldthafen bekannt. Auch bei Constantinhafen in deutsch Neu-Guinea. Ein sehr háufiger Küstenbaum Südasiens. Tecoma dendrophila Bl. in Rumphia IV. p. 35. t. 190; K. Scu., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 123. Beitrige zur Kenntnis der papuanischen Flora. 419 Die groBen, rosafarbenen Blüten liegen hiufig massenhaft auf dem Waldboden dicht bei Finschhafen. T. leptophylla BL, Rumphia IV. p. 35; Mig., Fl. Ind. Bat. II. p. 757. Von Zipper zuerst in holl. Neu-Guinea gefunden. Nach den sterilen Zweigen zu urteilen, kommt sie auch häufig bei Finschhafen vor; ebenso bei Sigar. Pedaliaceae. ><-+E. affine Warbg. n. sp. Caule erecto foliis tenuibus, supra obscuro-viridibus, minutissime scaberulis, subtus pallidioribus, anguste lanceolatis in petiolum haud bre- vem sensim contractis vulgo longe acuminatis acutis, nervis lateralibus utrinque 10—42 arcuatim ascendentibus et venis remotiusculis tenuissimis subtus prominulis; inflorescentia foliis subaequilonga cum bracteis subu- latis et calycibus cinereo- puberulis, calycibus deinde glabrescentibus ; cymulis pauci- (vulgo 2—3-)floris, pedicellis quam calyces brevioribus, calycis laciniis lineari-lanceolatis, quam tubus 5-plo longioribus; corollae tubo anguste cylindraceo quam lobi 3—4-plo longiore, lobis oblongis sub- aequalibus, antheris ultra faucem vix exsertis. Die Blätter sind 40—147 cm lang und 21/,—5 cm breit, die größte Breite in oder unterhalb der Mitte, der Blattstiel ist 1!/o—3 cm lang; die Inflorescenz ist 10—12 cm lang, die Blütenstielchen sind 2 mm, die Bracteen 2—4 mm, die Kelchzipfel 3—4 mm, die Kelchröhre noch nicht 4 mm, die Kronröhre 25 mm und die Zipfel 7—8 mm, die Kapsel ist über 2 cm lang und enthalt 4 runzlige Samen. Auf der Insel Mioko in der Neu-Lauenburggruppe im Secundir- gebüsch. Die Art steht dem £F. pacificum Engl. sehr nahe, unterscheidet sich aber durch die viel schmäleren, kleineren und spitzeren Blätter, die längeren Blattstiele, die pfriem- lichen Bracteen, durch die armblütigen, kurzen Inflorescenzen, durch die im Verhältnis zu den Kelchzipfeln viel kürzere Kelchróhre und die im Verhältnis zu den Kronzipfeln viel längere Kronróhre. ><+ORungia coerulea Warbg. Dicliptera coerulea BL, Bijdr. p. 790. Diese Pflanze wurde früher, z. B. von Mig. in FI. Ind. Bat. II. p. 840 für identisch mit R. parviflora Nees gehalten, aber schon CLarke weist mit Recht darauf hin, dass sie betrüchtlich von allem indischen Material ab- weicht; näher steht die R. coerulea der R. longifolia Nees et Arn. und ist müglicherweise der var. latifolia Clarke einzuordnen, von der sie sich nur in untergeordneten Merkmalen unterscheidet, doch würe es nötig, um Sicherheit zu erlangen, die malayischen Arten einer Revision zu unterziehen. Sattelberg bei Finschhafen. Vom malayischen Archipel bekannt, Calycacanthus Magnusianus K. Sch., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 126. Ein durch seine roten Blüten prüchtiges Unterholz im Küstenwalde bei Constantinhafen und bei Bussum nahe Finschhafen. Horırung fand es namentlich bei Hatzfeldthafen. Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora, 423 ><+OJustieia angustata Warbg. n. sp. Caulis suleatus scaber, sub lente lineolatus, minutissime hirsutus, foliis anguste lanceolatis utrinque attenuatis acutis, supra obscure, subtus laete viridibus utrinque lineolatis scabris, petiolo et costa subtus hirsutis, nervis lateralibus utrinque 7—10 vix distinctis ascendentibus puberulis; floribus in axillis solitariis vel fasciculatis, vel inflorescentiam paucifloram brevissime pedunculatam formantibus, subsessilibus, bracteis foliaceis oblongo-ovatis vel lanceolatis vix a foliis parvis distinguendis, calycis 5-par- titi dentibus elongatis anguste lanceolatis dorso, lineolatis, vix subpuberulis, quam corollae tubus longioribus, corolla glabra, antherarum loculo altero altius affixo, inferiore basi caleare albo longo appendiculato. Der Stengel ist durch Lüngslinien gefurcht; die kahlen Blätter sind 7—9 cm lang und 1—41/; cm breit, sie sitzen auf einem 4 cm langen Stiel, laufen beiderseits spitz aus, die größte Breite ist in der Mitte; die Bracteen sind 40—12 mm lang und 2—3 mm breit; die Blüten sitzen meist nur zu 4—3 in der Achsel, manchmal zusammen auf einem Stiel von 2—3 mm Länge; der Kelchtubus ist 4/2 mm lang, die Zipfel dagegen 5—6 mm, die Blumenkrone ist ca. 9 mm lang, davon kommen 4—5 mm auf die nach oben sich allmählich erweiternde Röhre. Sattelberig bei Finschhafen, deutsch Neu-Guinea im pri- mären Walde. Die Art gehört in die Section Calophanoides (Fl. of Brit. Ind, p. 530) und steht der J. Zollingeriana CI, nahe, unterscheidet sich aber durch die nicht spatelförmigen Bracteen und Blätter, von J. salicifolia T. Anders. auch durch die kahle Corolle; von J. Moretiana Vahl durch den tief geteilten Kelch. Das Anhängsel der Antheren ist sehr groß und beweist die Zugehörigkeit zu Justicia, während die eben genannten Arten, denen diese neue Art im Habitus und sonst sehr nahe steht, früher allgemein zu Adhatoda gezogen wurden. J. Gendarussa L. fil, Suppl. p. 85; K. Sen, Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 125. Von Horırung in deutsch Neu-Guinea gesammelt. Auch auf den Keyinseln und in Geram-laut in secundärem und primärem Walde. Im malayischen Archipel sehr verbreitet, Borraginaceae. Cordia subcordata Lam., Ill. gen. I. p. 424; K. Scn., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 116; Excr. in bot. Jahrb. VII. p. 476. Schon in engl. Neu-Guinea, Finschhafen, Hatzfeldthafen, Neu-Mecklen- burg bekannt. Ich erwähne den Baum noch für Key, die Aruinseln, Sigar hall, Neu-Guinea) und Neu-Lauenburg (Kerawara), kurz überall, wo ich an der Küste gesucht habe. Ein allgemein in Südasien,' Polynesien und tropisch Australien verbreiteter Küsten- baum. ><. My xa L., Sp. pl. ed. I. p. 190. Neu für unser Gebiet. 424 0, Warburg. Auf Kl. Key und Ceram-laut. An felsigen Küsten und trockneren Kalkriicken. Gleichfalls ein sehr verbreiteter Baum, von Egypten bis zum [tropischen Australien. ><-+OEhretia buxifolia Roxb., Corom. pl. I. 42. t. 57. Neu für unser Gebiet; bei Constantinhafen als Unterholz in einem gelichteten Walde. Diese Art ist über ganz Südasien bis zu den Marianen und Timor verbreitet; ich habe sie auch auf den Liukiuinseln gefunden. XE. keyensis Warbg. n. sp. Arbor ramis teretibus glabris, foliis ovatis vel oblongis basi vulgo in- aequalibus, rotundatis vel subcordatis, apice sensim acuminatis aculis, petiolo et costa subtus pilis patulis plus minus inspersis, venis utrinque 5—7 arcuato-conjunctis patulis; inflorescentia laxa terminali pedunculata pluries dichotoma foliis breviore, longe pilosa; floribus pedieellatis; calycis segmentis lanceolatis subacutis ciliatis, corollae tubo calyce subaequilongo, corollae laciniis plus quam duplo longioribus, staminibus exserlis, stylo longo usque ad medium bifido lobis filiformibus apice subeapitato-truncatis, drupa parva subglobosa, pyrenis 4 monospermis. Die Rinde ist gelblichgrau und glatt, an den jüngsten Teilen der Sprosse meist dunkelbraun. Die Blattstiele sind 1—11/; cm lang, meist 40—13 cm lang und 4—6 cm breit, aber manchmal auch bis 9 cm breit und 15 cm lang. Die größte Breite liegt un- gefähr in der Mitte. Die größeren Nerven sind beiderseits sichtbar, die feinere Aderung nur unten; die Blätter laufen gewöhnlich allmählich in die Spitze aus, doch sind sie auch oft kurz zugespitzt. Die Inflorescenzen sind 5—7 em lang, breiter als lang; die Blüten- stielchen sind 4—4 mm lang; die Kelchzipfel sind 41/9 mm lang und 1/9—3/, mm breit, bei der Fruchtreife ca. 21/; mm lang und 4 mm breit; die Kronzipfel sind 3 mm lang und stumpf, der Griffel ist 4—5 mm lang. Die Frucht hat einen Durchmesser von 3—4 mm, Die Pflanze wächst auf der Insel Kl. Key im Buschwald. Sie steht der E. laevis Roxb. recht nahe, unterscheidet sich aber durch die end- ständigen Inflorescenzen, den lockeren, nicht kurzen Blütenstand , die Behaarung von Blattstiel und Mittelrippe, die spitzen, lanzettlichen Kelchzipfel und die nicht zurück- gekriimmten Fruchtstiele. Möglicherweise ist diese Pflanze als Varietät von E. laevis zu betrachten, wie ja CLARKE auch die E. timorensis Desne. nur als Varietät auffasst. Tournefortia argentea L. fil., Suppl. p. 133; K. Sem., Fl. v. K.- Wilb.-L. p. 116; Hzwsr., Chall.-Exped. p. 166 u. 242. Schon von deutsch und engl. Neu-Guinea sowie von Neu-Mecklenburg, auch von den Aru- und Admiralitätsinseln bekannt. Neu für Kerawara (Neu-Lauenburggruppe). Eine sehr verbreitete Küstenpflanze Südasiens bis nach tropisch Australien und Polynesien; ich fand sie selbst noch in Nordformosa. T. sarmentosa Lam., Ilust. I. p. 446; Henst., ‚Chall.-Exped. p. 468. | Schon von engl. Neu-Guinea bekannt, ebenso von den Key- und Aru- inseln. Ich fand sie ebendaselbst häufig im Secundärgebüsch. Verbreitet im malayischen Archipel bis Timor und Australien. Beitráge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 425 T. Horsfieldei Miq. in Fl. Ind. Bat. II. p. 927; K. Sca., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 116. | Schon in Finschhafen von Horrnuxc gesammelt. In den unteren Lagen des Sattelberges recht häufig im Secundär- gebüsch kletternd. Aus Malesien bekannt. Labiatae. Leucas flaccida R. Br., Prodr. p. 505. Schon von engl. Neu-Guinea bekannt, auch von Hor.ırung ohne Localität. Ich sammelte die Pflanze auf Kl. Key, am Sattelberg und bei Finschhafen, auf Bili Bili an der Astrolabebay, auf Neu- Mecklenburg bei Nusa. Ein durch Hinterindien bis nach Australien und Polynesien verbreitetes Unkraut, auch in Westindien eingeschleppt. Anisomeles salviaefolia R. Br., Prodr. p. 303; K. Scn., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 118; Henst., Chall.-Exped. p. 180. Schon von engl. Neu-Guinea, den Kevinseln und Finschhafen bekannt. Ich fand die Pflanze außerdem noch in Hatzfeldthafen, an unbebauten offenen Stellen. , Von Timor, tropisch Australien und den pacifischen Inseln bekannt, »«--OTeuerium stoloniferum Hamilt. Roxs., Hort. Beng. p. 44 und Fl. Ind. II. p. 3. Sattelberg bei Finsehhafen in secundärem Gebüsch. In Vorder- und Hinterindien bis nach China und Java verbreitet. +Orthosiphon stamineus Benth. in Warr., Pl. As. Rar. Il. p. 15, Lab. p. 29. Schon von engl. Neu-Guinea bekannt; viel bei Finschhafen, durch die hübschen, weißen Blüten eine Zierde des primären Waldes. Durch ganz Südasien bis nach Australien und den Philippinen verbreitet. +Coleus scutellarioides Benth. in Wart., Pl. As. Rar. II. p. 16, Lab. p. 53. Schon von engl. Neu-Guinea erwähnt. Bei Finschhafen am Sattelberg, auf Bili Bili (Astrolabe- bay) und bei Nusa auf Neu-Mecklenburg im primären Walde. Die Pflanze ist im malayischen Archipel und Australien verbreitet. Ocimum sanctum L., Mant. 85; Ener. in bot. Jahrb. VII. p. 478; Hzwsr., Chall.-Exped. p. 179. Schon von engl. Neu-Guinea, Neu-Pommern, Neu-Mecklenburg und den Keyinseln bekannt. Ich fand sie auf den Keyinseln, sowie in Mioko in der Neu- Lauenburggruppe immer in der Nahe der Dórfer oder Pflanzungen oder im secundären Gebüsch. Ganz Südasien bis Australien und Polynesien. D 426 0. Warburg. 0. basilicum L., Sp. pl. ed. I. p. 597. Schon von engl. Neu-Guinea und Neu-Pommern gemeldet. Ich fand die Art auf Kerawara und Ulu in der Neu-Lauenburg- gruppe; in Ralun auf der Gazellenhalbinsel und in Stephans- ort an der Astrolabebay; stets die Varietät acutifolium Briq. in ver- schiedenen Formen. In den Tropen der ganzen Erde verbreitet. Ferner fand ich noch eine Form mit ganz kleinen, schmallanzettlichen Blüttern auf der Insel Ulu (Neu-Lauenburggruppe), die ich in keine der bekannten Arten unter- bringen kann; ich unterlasse aber wegen der bevorstehenden Revision der Gattung die Beschreibung. Verbenaceae. Callicarpa macrophylla Vahl, Symb. HI. 43. t. 53; K. Sen, Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 118. Schon von Horrguxa am Sattelberg gesammelt. Die Pflanze wüchst in den unteren Regionen des Sattelberges im secundären Gebüsch. Eine in Südasien sehr verbreitete Pflanze. C. pedunculata R. Br., Prodr. p. 543; K. Sen, Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 119, Henst, Chall.-Exped. p. 176. Schon von Horrrung in deutsch Neu-Guinea, von der Challenger- expedition auf Kl. Key gefunden. Meine Pflanze stammt von Kl. Key, wo die Pflanze einen wichtigen Bestandteil des Gebüsches auf den trockenen Kalkrücken ausmacht. Durch Malesien bis nach Australien hin verbreitet. XxX+0OC. cana L., Mant. p. 198; Benta., Fl. austr. V. p. 56. Deutsch Neu-Guinea, Hatzfeldthafen, im gelichteten Walde. var. repanda Warbg. Die Art ist in Malesien bis nach Australien und den Philippinen hin verbreitet; auch von Timor-laut durch die Challengerexpedition bekannt. Unsere Varietät zeichnet sich aus durch ungewöhnlich große Blätter (über 20 cm), durch die undeutliche stumpfe Zähnung der Blattränder, die besonders starke, reinweiße Behaarung der Unterseite, durch die Unsichtbarkeit eventueller drüsiger Punkte der Unterseite und durch die nicht so gedrüngt stehenden Inflorescenzen; übrigens finde ich im Herbarium ein von LEssoN in holl. Neu-Guinea gesammelte Exemplar derselben Varietät. Geunsia farinosa Bl, Bijdr. p. 819; K. Sen. Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 119; Callicarpa pentandra Roxb., Fl. Ind. I. p. 395. Von Horrrung in Constantinhafen gesammelt. Ist auch häufig bei Finschhafen und am Sattelberg im secun- dären Gebüsch. In Malesien verbreitet. Avicennia officinalis L., Sp. pl. ed. I. p. 410. Von holl. Neu-Guinea schon bekannt. Neu für die Aru- und Keyinseln. An den Seeküsten von Afrika und Südasien bis nach Australien gemein. Beiträge zur Kenntnis der papuanisehen Flora. 427 HemsLey macht auf den eigenen Fall aufmerksam, dass die Avicennia, obgleich überall sonst an den tropischen Küsten, noch nicht in Polynesien gefunden sei; wirklich eine sehr auffallende Thatsache, die auch durch das Berliner Herbarium nicht widerlegt wird. Premna integrifolia L., Mant. p. 252. Von Horıruxg in Hatzfeldthafen, sonst auch in engl. Neu-Guinea ge- sammelt. Weitere Fundorte sind: Ceram-laut, Kl. Key, Aru, Sigar (Me Cluersgolf), Finschhafen. Ein in Südasien allgemein verbreiteter Strandbaum, bis nach Australien und Poly- nesien reichend. Petraeovitex Riedelii Oliv. in Hook., Icon. pl. t. 1420; K. Scu., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 122. Schon von HozzruxG bei Finschhafen gefunden; seine Bezeichnung »am Wasser« ist geeignet, falsche Vorstellungen hervorzurufen; wie die meisten Lianen liebt die Pflanze Waldränder, mithin auch Stellen, wo der Wald an den Fluss oder nahe an die See tritt; man findet sie übrigens auch mitten im Walde. Ich fand dieselbe Pflanze auch auf der Insel Ulu (Neu-Lauenburg- gruppe) im Ebenenwalde. XP. pubescens Warbg. n. sp. Frutex scandens, ramis tetragonis ramulis pubescentibus, foliis com- positis, pedunculis puberis, foliolis biternatis, ovatis intermediis quam laterales longioribus, basi obtusis rotundatis vel subcordatis, ad apicem sensim angustatis acumine obtuso, margine vulgo irregulariter grosse den- tato, supra pilis inspersis saepe glabris, subtus pubescentibus vel raro in nervis tantum pubescentibus, glandulis resinosis interspersis; inflores- centia axillari pyramidali, ramis patentibus puberulis, bracteis subulatis, floribus brevissime pedicellatis, calycis fructiferi lobis angusto-oblanceo- latis 4 cm longis glabris, calycis tubo hirtello. Der Blattstiel ist 3—5 cm lang, die secundären Blattstiele sind 4, der mittlere 3—3!/» cm lang, die Blattstielchen sind 3—6 mm, des Mittelblättchens 6—12 mm lang; die größten Blätter sind 6!/; cm lang und 3!/ cm breit, die großen Seitenzühne sind spitz, stumpf, in verschiedener Anzahl oder manchmal gar nicht vorhanden, die Blatter sind nahe der Basis am breitesten; der Bliitenstand ist 20—30 cm lang und 6—8 cm im Durchmesser, die Kelchzipfel sind in der Frucht 4 cm lang und 2 mm breit. Auf Kl. Key im Gebüsch. Die Art unterscheidet sich von der P. Riedelii dureh die starke Behaarung von Blatt- stiel und Blattunterseite, durch die andere Form der viel kleineren Blätter, durch die Zühnung, durch die kleineren, schmüleren, achselstündigen (bei Riedelii terminalen) Blütenstände und die kleineren und viel schmäleren Zipfel des Fruchtkelches. Clerodendron in er me Gärtn., Fruct. I. p. 271. t. 57. fig. 4; HewsL., Chall.-Exped. p. 176 u. 244; Encu. in bot. Jahrb. VII. p. 477; K. Som., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 122. Schon von engl. Neu-Guinea, Sigar, deutsch Neu-Guinea, den Aru- und Admiralitätsinseln, sowie Neu-Mecklenburg bekannt; meine Exem- plare stammen aus denselben Gegenden sowie von Ceram-laut. Eine in ganz Südasien bis nach Australien und Polynesien verbreitete Brack- wasser- sowie Strandpflanze. 428 0. Warburg. C. fallax Lindl., Bot. reg. 4844. t. 19; Ener. in bot. Jahrb. VII. p. 477; K. Sca., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 122. Schon von Sigar und Hatzfeldthafen bekannt. In Ralun auf der Gazellenhalbinsel, in Constantinhafen und auf den Keyinseln. Eine im secundáren Gebüsch häufige Pflanze. Im malayischen Archipel häufig. »--OCl. magnificum Warbg. n. sp. Frutex parvus glaber foliis maximis late ovatis integris basi rotundatis vel subacuminatis apice breviter acuminatis membranaceis 3- vel 5-pli- nerviis, supra laete viridibus subtus pallidioribus, petiolo crasso glabro, thyrso panieuliformi terminali trichotomo quam folia supera minore, brac- teis foliaceis coloratis lanceolatis vel obovatis 1—2 cm longis, calyce magno rubro inflato 5-angulato 5-lobato laciniis inaequalibus ovatis acutis; corollae tubo calyci aequilongo, lobis obovatis basi attenuatis apice obtusis patentibus tubo vix brevioribus, filamentis longissimis corollae tubum 3—4-plo supe- rantibus, stylo paullo breviore filiformi stigmate bifido, drupa globosa in calyce inclusa abortu 2—3-pyrena. Der Stengel ist 4eckig, nicht aufgetrieben, ziemlich glatt. Die Blattstiele sind 2—' cm lang. Die Blätter sind 22—28 cm lang, 14—48 cm breit; jederseits befinden sich ca. 6 in ziemlich spitzem Winkel abgehende, unten stark hervortretende Seiten- nerven, die nahe dem Blattrande bogig verbunden sind. Der Blütenstand ist ca. 45—20 cm lang und fast ebenso breit, wie die ganze Pflanze vóllig kahl, die Bracteen und Bracteolen variieren in Größe und Gestalt sehr; die Verzweigungen der Inflorescenz sind 3—6 cm lang; die Blütenstielchen sind ca. !/; cm lang; der Kelch ist 2—2!/ cm lang und A1/a —3 cm breit, die Zipfel sind 2—12 mm lang; die Kronróhre ist 24/2 cm lang und 2 mm breit, die Staubgefäße sind 10 cm lang, der Griffel 8, die Narbenlappen sind 4 mm lang, die Frucht ist 4 cm im Durchmesser. Durch die prächtig rot gefärbte Inflorescenz mit den ebenso gefärbten großen Kelchen, Bracteen, Blütenstielen, Staubgefäßen und Griffeln, ferner durch die saftig grünen Blätter ist diese Pflanze eine der schönsten Zierden des Gipfelwaldes des Sattelberges und wohl zu gleicher Zeit die schönste Pflanze, die bisher von Neu- Guinea bekannt geworden ist. Ohne Zweifel wird sie bald eine beliebte Gewächshaus- pflanze bei uns sein, d. h. wenn der Wuchs sich in mäßigere Dimensionen wird lenken lassen können. Durch den Mangel an Behaarung und den großen, gefärbten Kelch unterscheidet sich die Art von allen Clerodendronarten derselben Gruppe (nämlich der Section panicu- lata DC,, Prodr. XI. p. 666), sie steht aber der Cl. Bethunianum Lowe aus Sarawak in Nordborneo (Curtis, Regist. t. 4485, Hoox., Bot. Mag. Compan. 1848. p. 74) nahe, unter- scheidet sich aber durch größere Kelche und Blüten, durch den Mangel der Schuppen auf der Blattunterseite, durch die ungezähnten, an der Basis nicht herzförmigen Blätter und anderes mehr. Da aber diese Art sich in den Warmhäusern gut als kleinere Pflanze kultivieren lässt, obgleich sie in Borneo 10’ hoch wird, so darf man es bei unserer Art gleichfalls hoffen, Vitex trifolia L. fil., Suppl. p. 293; K. Scn., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 424. Von engl. Neu-Guinea bekannt. lorıLrung sammelte var. parviflora bei Constantinhafen. Beiträge zur Kenntnis de papuanischen Flora. 429 Meine Form von Stephansort an der Astrolabebay und den Aru- inseln ist var. acutifolia, die Blätter aus 3 oder 4 spitzen Blatt bestehend. Süd- und Ostasien bis Australien und Philippinen, Strandpflanze. <-+V. Novae-Pommeraniae Warbg. n. sp. Arbor ramis petiolis inflorescentia cinereo-pubescentibus, foliis rigide pergamaceis longe petiolatis, foliolis 3, vulgo 5 petiolulatis oblongo-obo- vatis. vel oblongis, basi inaequilateris subobtusis vel acutiusculis, apice acumine obtusiusculo acuminatis, supra glabris, subtus pallidioribus, glan- dulis minimis inspersis, costa et nervis lateralibus pubescentibus; inflores- centia terminali vulgo pedunculata composita foliis majore vel subaequi- longa; floribus breviter pedicellatis; calyce persistente in fructu cupulari pubero et glanduloso haud denticulato, drupa globosa glabra extus carnosa putamine extus costato. Die Pflanze ist mit einer ganz kurzen, gelblichgrauen, schwach seidig glänzenden Behaarung bedeckt, die Blattstiele sind 5—7 cm lang, die Blattstielchen 1—2 cm, die Blättchen sind 10—14 cm lang und 4—6 cm breit; die größte Breite liegt oberhalb der Mitte; beim Trocknen nehmen sie oben eine brüunlichgraue, unten eine olivgrüne Färbung an; Seitennerven sind jederseits 8—14, sie sind nur mäßig gekrümmt. Der Fruchtstand ist endstándig, 14—48 cm lang und ca. 6 cm breit, manchmal vom Grunde an verzweigt, gewöhnlich erst nach 3—4 cm, die Frucht ist 8—9 mm im Durchmesser, der kelch gleichfalls, die Fruchtstiele sind hóchstens 2 mm lang. In den Schluchten von Ralun auf der Gazellenhalbinsel Neu- Pommerns. Die Art steht der V. acuminata R. Br., Prodr. 512 sehr nahe, unterscheidet sich aber schon durch die Blattform und Größe, durch die stets gestielten Blättchen, durch die Kleinheit der Frucht, die Behaarung des Fruchtkelches ete. Sterile Vitexbäume fand ich noch auf Key und Finschhafen. Rubiaceae. »-roAnthocephalus Cada mba Miq., Fl. Ind. bat. II. p. 135. Ich fand den Baum in den Wäldern von Hatzfeldthafen. Diese Art ist in Vorder- und Hinterindien bis nach Sumatra und Borneo verbreitet. Sarcocephalus cordatus Miq., Fl. Ind. Bat. II. p. 133; K. Som., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 427. Horırung fand den Baum am oberen Augustafluss; er ist aber auch sehr häufig bei Finschhafen, wo ihm wegen oberflächlicher Ähnlichkeit und wegen der bitteren Rinde der Name Kina(Chinin) baum von den Ansiedlern beigelegt worden ist; er steigt noch am Sattelberg hinauf, soweit die Graslandschaften reichen; auch in Ceram-laut ist er sehr häufig, ebenso erinnere ich mich, ihn in den Graslandschaften Neu -Pommerns (Gazellen- halbinsel) gesehen zu haben. Dieser Baum ist überall im malayischen Gebiet dort sehr verbreitet, wo der primäre Wald vernichtet und Grasfláchen entstanden sind, in welchen er einen wichtigen Be- standteil der secundären Buschwaldpartieen ausmacht; auch in tropisch Australien. 430 0. Warburg. Ourouparia sclerophylla K. Sch. Uncaria sclerophylla Roxb., Fl. Ind. I. p. 520; K. Sca., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 127. Von Horrnuxe am Augustafluss gefunden. Kommt aber auch in Finschhafen vor, den Waldrand liebend. Malayischer Archipel. Ou. ferrea K. Sch. Uncaria ferrea DC., Prodr. IV. p. 348; K. Scn., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 128. Von Horravxe in deutsch Neu-Guinea, von mir auf der Gazellen- halbinsel in Neu-Pommern im Walde gefunden. Auch diese Art ist im malayischen Gebiet verbreitet. Bikkia grandiflora Reinw. in Br., Bijdr. p. 1017; Ener. in bot. Jahrb. 1886. p. 477; K. Scn., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 128. Von Naumann am Me Cluersgolf, von Horrmuwa bei Finschhafen ge- funden. Wenn Naumann angiebt »in silva Rhizophoracearum«, und SCHUMANN, sich wohl darauf stützend, schreibt »innerhalb der Mangle Region«, so ist dies sicher ein Irrtum, Die Pflanze liebt steile, felsige Küsten, sei es auch nur Korallenkalk, ist aber für schlammige oder sandige, periodisch überflutete Anschwemmungen, der einzige Ort, wo Rhizopho- reen gedeihen, durchaus nicht angepasst. Wahrscheinlich kommt der Irrtum daher, weil gerade an dem Sammelorte NauwANN's direct hinter der hier und da ausgebildeten Mangroveformation steile Sandsteinhügel ansteigen. Ich fand die Pflanze speciell viel auf Mioko im Bismarckarchipel. Ein sehr schönes im malayischen Archipel und Polynesien verbreitetes Pflänzchen. Eine zweite Art wird von F. v. MULLER aus engl. Neu-Guinea angegeben. ><-+O0. corymbosa L., Sp. pl. ed. I. p. 119; Hooker, Fl. Brit. Ind. Ill. p. 64. Meine Exemplare stammen von Finschhafen und von Ralun im Bismarckarchipel; die Pflanze liebt mehr trocknere Stellen als O. panicu- lata L., z. B. die Ränder der Graslandschaften. Durch die Tropen beider Hemisphären verbreitet; auch in trop. Australien. Beitráge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 431 Ophiorrhiza Harrisiana Heyne in Wark. et Arn., Prodr. p. 405; Hooker, Fl. of Brit. Ind. III. p. 78. Diese Art ist in Vorderindien verbreitet und kommt auch in Hinterindien vor; die Formen des malayischen Archipels sind von BLume, Miquez und Korruats in eine Menge wenig verschiedener Arten zerspalten; ist dies berechtigt, so würde auch unsere krautige Form aus den primären Wäldern von Finschhafen und dem Sattel- berg eine neue Art darstellen. Doch wird man die Entscheidung darüber füglich einem Monographen überlassen dürfen; jedenfalls steht unsere Form obiger Art außer- ordentlich nahe. Mussaenda frondosa L., Sp. pl. ed. I. p. 177; Excı. in bot. Jahrb. VII. p. 477; K. Sca., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 129. var. pilosissima. Diese schon von HozzruxG in Finschhafen, von Naumann in Neu-Pommern gesammelte Varietät ist namentlich in den Waldgebüschen der Grasfliichen, speciell bei Finschhafen gemein. Die fast kahlblattrige Form var. glabriflora K, Sch., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 129, ist da- gegen mehr da, wo Culturflächen am primären Wald stoßen, häufig und geht noch ziem- lich hoch auf den Sattelberg hinauf. Diese sonst so gemeine Pflanze des tropischen Asiens und Fidji's wird von Australien selbst im neuen Census nicht erwiihnt. M. ferruginea K. Sch., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 129. Dies ist eine sehr auffallende Art, von Hottrunc in der Gegend der Astrolabebucht gesammelt; ich fand sie an den Gehüngen des Sattel- berges, inmitten anderen secundären Gebüsches an steilen, früher einmal abgeholzten Berglehnen. ><+OAdenosacme longifolia Wall., Herb. n. 6280 4.; Mig., Fl. Ind. Bat. II. p. 217. In dem Gipfelwald des Sattelberges bei Finschhafen. Ein Halbstrauch des Unterholzes des primären Waldes. In Indien und dem malayischen Archipel verbreitet. In Australien und Polynesien ist diese Gattung noch nicht aufgefunden; wir haben hier also wahrscheinlich die óstlichste Grenze derselben. Tarenna nigrescens Warbg. n. sp. Frutex ramis albidis quadrangularibus, ramulis 4-canaliculatis; foliis coriaceis in sicco nigrescentibus petiolatis oblongo lanceolatis vel lanceolatis basi attenuatis apice acuminatis acutis saepe subfalcatis glaberrimis, in axillis nervorum tantum barbatis; eosta subtus prominula, supra impressa, nervis utrinque 6—8 ascendentibus ante marginem arcuato-unitis; stipulis magnis triangularibus acutis deciduis; inflorescentia terminali sessili tricho- toma, ramis lateralibus intermedio aequilongis, omnibus trichotome com- positis griseo-subpubescentibus, bracteis lineari-lanceolatis vel subulatis parvis, floribus pedicellatis, pedicellis minute bracteolatis, calycis tubo ovato extus pubescente laciniis 9 obtusis ovatis margine ciliolatis majore; corolla alba in siceo nigrescente extus glaberrima, tubo calyce vix duplo majore fauce barbata, lobis oblongis obtusis tubo paullo longioribus, stylo exserto, 432 0. Warburg. stigmate vix incrassato fusiformi, antheris exsertis linearibus, connectivo apice acuminato; ovarii loculis 1-ovulatis; bacca globosa subglabra pisi- formi. Die jungen Zweige sind mit weißlicher, schuppiger Epidermis bedeckt, die aller- jüngsten Stadien dagegen beim Trocknen schwarz, mit ganz schwacher, weißlicher Be- haarung; die Blattstiele sind 1—1!/; cm lang, oben gefurcht; die auf der Oberseite schwach glänzenden Blätter sind 410—414 em lang und 4—5 cm breit, die größte Breite liegt in der Mitte; die Stipeln sind 4 mm lang und an der Basis ebenso breit; die In- florescenz ist gewöhnlich 4—5 cm lang, die Bracteen sind 4—3 mm lang; die Blüten- stielchen meist 2 mm; der Kelch ist 2 mm Jang, davon kommen 2/3; mm auf die Kelch- zipfel; die Blumenkronróhre ist 4 mm, die Zipfel 5—6 mm lang, der Griffel ist 9 mm lang, die Antheren 4 mm. Die reifen Beeren haben 5—6 mm im Durchmesser. Dieser hübsche Strauch findet sich viel an den trockneren Abhängen bei Sigar, Me Cluersgolf. Die Art steht der T. sambucina (Stylocoryne sambucina A. Gray) von den Fidjiinseln ziemlich nahe, unterscheidet sich aber schon durch die kahle Corolla; von der T. atte- nuata (Webera attenuata Hook. f., Stylocoryne Webera A. Rich.) unterscheidet sie sich durch die behaarten Inflorescenzäste, die stumpf ovaten Kelchzipfel, durch die Bracteolen unter den Blüten etc. Die Gattung Webera Schreb. ist zu streichen, da es eine Moosgattung desselben Namens von Hepwie giebt, welche die Priorität hat, Webera Schreb., Gen. 4794; Webera Hedw., Fund. musc. 1782. Der Gattungsname Chomelia Linn. kann nicht eintreten, da er nur in LixNÉ's Genera 4737. p. 55 existiert, also keine Art beschrieben ist; also muss der Name Tarenna Gärtn., de Fruct. I. p. 139. t. 28 dafür eintreten!). Randia (Euclinia) speciosa K. Sch., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 130. Dieses schöne Biumchen wurde von Horırung bei Hatzfeldthafen ent- deckt, auch in Constantinhafen trifft man dasselbe im Walde dicht bei der Station. Gardenia Hansemanni K. Sch. in Exar., bot. Jahrb. IX. p. 220, FI. v. K.-Wilh.-L. p. 434. Bisher nur von Finschhafen bekannt; eine der schönsten Blüten- pflanzen des deutschen Schutzgebietes. Sie findet sich auch hier und da im Bismarckarchipel, wenn nicht angepflanzt, so doch von den Ein- geborenen in der Nihe der Wohnungen geduldet. Seyphiphora hydrophyllacea Gürtn., De fr. et sem. I. p. 94; Mio. Fl. Ind. Bat. II. p. 239. Diese Mangrovepflanze, von Ceylon bis Queensland verbreitet, ist schon von holl. und engl. Neu-Guinea bekannt. Ich fand sie auf den Aru- und Kevinseln, sowie an der Me Cluers- bay. 4) Da ScuumAnn nach persönlicher Mitteilung bei seiner Bearbeitung der Rubiaceen für ExGLzen-PranrL's Pflanzenfamilien diejenigen Arten der früheren Gattung Webera, welche in jedem l'ache nur 4 Samenanlage besitzen, wieder als Stylocoryne abtrennen und den Ixoreen beifügen wird, so muss unsere Art demnach Stylocoryne nigrescens heiBen. Beitrige zur Kenntnis der papuanischen Flora. 433 Zweifellos wird sie auch in deutsch Neu-Guinea vorkommen, wo bisher die Man- grovevegetation sehr wenig durchforscht worden ist, freilich aber auch in der Nihe der Hauptstationen gerade nicht sebr iippig ausgebildet ist. Guettarda speciosa L., Sp. pl. ed. I. p. 994; K. Sen, Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 1314; Henst., Chall.-Exped. p. 156 u. 240. In engl. Neu-Guinea sowie in Hatzfeldthafen, den Aru-, Key- und Admiralitätsinseln schon aufgefunden. Als neue Standorte seien erwähnt Ceram-laut, Sigar (Mc Cluers- bay). Kine weitverbreitete, bis nach Polynesien und tropisch Australien gehende Kiisten- pflanze. Timonius sericeus K. Sch. Polyphragmon sericeum Desf. in Mém. Mus. VI. p. 6. t. 2 und 2bis; Timonius Rumphii DC., Prodr. IV. p. 464: K. Sen., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 131. Von Horırung bei Constantinhafen und der zweiten Augustastation ge- funden; letzteres ist ein auffallender Standort, da er, wenn auch am Ufer des Flusses, doch auBerordentlich weit von der Küste entfernt ist. Neue Standorte sind Finschhafen, Bili Bili in der Astrolabebay und Keyinseln. Ein Küstenstrauch vom östlichen malayischen Archipel, von Sumatra und dem nórdlichen Australien. XOT. cuneatus Warbg. n. sp. Frutex ramulis glabris fuscis subquadrangularibus, junioribus appresse puberulis compressis, petiolis parvis crassis subtus pilis minutis griseis instructis, foliis oblongis subrhomboideis infra medium cuneatis basi ob- tusis vel subtruncatis vel acutiusculis, apice breviter acuminatis acutis, subcoriaceis glaberrimis in axillis nervorum barbatulis, costa crassa rufa, venis tenuibus obliquis arcuato-conjunctis, supra vix conspicuis, nervatura haud distincta; stipulis deeiduis; inflorescentia cj axillari pedunculata cymosa composita, floribus sessilibus, ramis lateralibus demum eineinnos formantibus, pedunculis ferrugineo-pubescentibus, calycibus corollisque extus sericeo-canescentibus; bracteis minutis triangularibus vel lanceolatis acutis; calycis tubo brevi, limbo cupuliformi, laciniis plerumque 4 parvulis late triangularibus acutis, tubo corollae quam lobi multo longiore; antheris inclusis linearibus elongatis, filamentis fauci insertis brevibus glabris. Flores Q.... Die jungen Zweige sind von rotbrauner Epidermis bedeckt, die Knospen seidig an- gedrückt behaart. Die Blätter bekommen beim Trocknen eine bräunlichgrüne Färbung. Der Blattstiel ist !/ cm, die Lamina 10—47 cm lang, 3!/,—6 cm breit, die größte Breite in der Mitte; jederseits sind 9—41 Seitennerven. Die Inflorescenz ist ca. 4 cm, der Pedunculus vor der ersten Verzweigung ca. 41/s—2 cm lang; der Kelch ist 3 mm lang, wovon noch nicht 4 mm auf die Kelchzipfel kommt; die Corollenröhre ist ausgewachsen 13 mm, die Zipfel 3 mm, die Antheren 4 mm lang. Die Art ist verwandt mit T. Jambosella "The, aus Ceylon und dem malayischen Archipel, von der sie sich aber durch die unbehaarten Blütter, die meist stumpfe Blattbasis, die kürzeren Blattstiele, die viel reichblütigeren Inflorescenzen etc. unter- Botanische Jahrbücher. XIII. Bd. 28 434 0. Warburg. scheidet, auch T. compressicaulis \Polyphragmon compressicaule Miq.) steht sehr nahe, doch sind neben der Blattform auch die bei unserer Art deutlichen Kelchzähne und die Behaarung von Inflorescenz und Kelch die Unterscheidungsmerkmale. T. anodon Miq, steht unserer Art anscheinend gleichfalls recht nahe, unterscheidet sich aber schon durch die mehrfach geteilten Inflorescenzen ; diese Art stammt aus Amboina, Unsere Art ist ein Strauch von der Felsenküste bei Sigar, Me Cluers- golf. »--CT. novo-guineensis Warbg. n. sp. Arbuscula ramulis quadrangularibus cinereis in sicco striatis, junioribus compressis appresse puberulis, novellis ferrugineo-villosis, stipulis triangu- laribus acute-cuspidatis extus tomentellis deciduis, petiolis mox glabris par- vulis, foliis membranaceis oblongo-lanceolatis basi obtusis vel subacutis, apice longe saepe sensim acuminatis acutis, supra glabris, subtus in axillis nervorum barbatis, lamina costa venis subtus pilis raris minutis inspersis, venis utrinque 8 supra distinetis subtus prominulis, nervatura reticulata subtus distincta, inflorescentia G'axillari ferrugineo-villosa multiflora, vulgo bis trichotoma, pedunculo quam petiolus 4—6-plo longiore, floribus sessilibus, bracteis bracteolisque lineari-lanceolatis acuminatis vel cuspidatis, calycis villosi tubo subgloboso, limbo minuto cupuliformi, laciniis vulgo 4 saepe recurvatis limbo majoribus, corolla extus ferrugineo-villosa calyce 2-plo majore, lobis 7 oblongo-lanceolatis, antheris 7 fere omnino tubo inclusis linearibus apice acutis, stylo appresse subpubero clavato; drupis globosis calycis limbo et laciniis coronatis 7—8 sulcatis indumento ferrugineo mollibus, 7-locularibus. Die Rinde der jungen Zweige ist graubraun, die Stipeln sind 4 mm breit und 9 mm lang, der im trockenen Zustande schwarzbraune Petiolus ist !/, cm, die Blätter sind 10—15 cm lang und 3—5 cm breit, die größte Breite ist in der Mitte; die Blätter gehen in eine längere Spitze aus, wie bei T. cuneatus, und verschmälern sich nach unten hin mehr abgerundet-keilformig, auch die Textur ist ganz verschieden, hier sind sie viel dünner und die Nervatur ist deutlich. Die Pedunculi sind 3—4 cm lang, weich behaart, der Kelchtubus hat zur Blütezeit 2 mm im Durchmesser und ist scharf unterhalb des Lamm hohen Limbus eingeschnürt; die Kelchzipfel sind 4 mm lang, die Corolla 7—8 mm, wovon 5 mm auf die Róhre kommen, der Griffel ist 5 mm, die Antheren 2 mm lang. Die Art unterscheidet sich von T. sericeus K. Sch. durchaus, schon durch die unbe- haarten Blütter und durch die nicht einzeln stehenden © Blüten; sie scheint dem T.am- boinensis Miq., Ann. Mus. Lugd. Bat. p. 242 nahe zu stehen, doch ist nach der Be- schreibung die Behaarung verschieden, die Zahl der Seitennerven viel geringer, die feinere Nervatur bei unserer Art deutlich netzfórmig. Meine Exemplare wurden in den Wäldern bei Finschhafen und den unteren Regionen des Sattelberges gesammelt. XOT. Enderianus Warbg. n. sp. Arbuscula ramulis cinereis compressis, junioribus appresse pilosis, novellis ferrugineo-villosis, stipulis lanceolatis acutis vel cuspidatis ferru- gineo- villosis, deciduis, foliis subtus glaucescentibus ovatis vel oblongis pergamaceis breviter petiolatis, basi vulgo oblique obtusis vel acutiusculis, apice breviter acuminatis vel subcuspidatis acutis, petiolis villosis, lamina Beitráge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 435 supra glabra costa et venis pubescentibus, subtus pilis minutis albidis parce inspersa, venis villosiusculis, costa ferrugineo-villosa, venis 8—11 utrinque, supra inconspicuis, subtus valde prominulis obliquis, margine vix arcuato- unitis, nervatura reticulata subtus distincta; inflorescentia cj sessili vel subsessili multiflora, ramis minimis, floribus sessilibus extus ferrugineis, bracteolis triangularibus:acutis villosis, calycis tubo brevi, laciniis tubo subbrevioribus obtusis late triangularibus, corollae tubo angusto calyce 4-plo longiore, lobis vulgo 4 brevibus oblongis calycis magnitudine vel paullo longioribus, antheris linearibus elongatis glabris fauci insertis. Flores 8.... Die Stipeln sind 42 mm lang und an der Basis 3 mm breit, die Blattstiele sind 5 mm lang; die Blätter sind 40—413 cm lang und 4—7 cm breit, die größte Breite liegt in der Mitte, die Spitze ist bald kurz, bald lang (1 cm), bald scharf abgesetzt, bald allmählich zugespitzt. Im trockenen Zustande nehmen die Blätter auf der Oberseite eine oliv- bräunliche Färbung an wie bei T. cuneatus. Die ganzen Blütenstände sind nur 2 cm groß; der Pedunculus ist nur !/; cm lang, die Blüten sitzen in Folge dessen sehr ge- drängt. Die Blüten sind 44 mm lang, der Kelchtubus ist 4 mm, die Zipfel fast 1 mm, die Kronrühre 7—8 mm, die Zipfel der Corolla 2 mm. Die Antheren sind 2!/; mm lang und ragen kaum aus der Róhre hervor. Auch diese Art wächst an den trockneren Waldabhängen der felsigen Küste bei Sigar, Me Gluersgolf. Diese Art ist von allen andern durch die fast sitzenden Blütenstünde unterschieden ; T. pseudocapitatus (Polyphragmon pseudocapitatus Scheff.), bei Neu-Guinea von TEYSMANN gefunden, und T. ovalis (Polyphragmon ovalis Korth.) von Borneo haben zwar auch zu- sammengezogene Blütenstände, doch sind dieselben lang gestielt. Sie wurde nach Capitain Exper benannt, der mir hiufig bereitwillig in diesen Gegenden seine Unter- stützung lieh, Durch diese neuen 3 Arten wird das Heimatsgebiet dieser schónen, bisher haupt- süchlich molukkischen Gattung noch wieder mehr nach Osten geschoben. Wie schon in der Einleitung bemerkt, wachsen bei nüherer Kenntnis die Beziehungen zu den Molukken derart, dass man, wenn man die beiden Gebiete trennen will, sie jedenfalls einander näher gestellt werden müssen, als die sonst Papuasien umgebenden Florengebiete. Knoxia corymbosa Willd., Spec. I. p. 582; K. Scu., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 132. Schon bei Finschhafen und in engl. Neu-Guinea gefunden. In unmittelbarer Nähe von Finschhafen in den Graslandschaften sehr háufig, neu für die Graslandschaften auf Neu-Mecklenburg bei Nusa. Eine in Südasien bis nach tropisch Australien verbreitete Pflanze, welche durch ihre Behaarung und schnelles Wachstum im Stande ist, mit dea hohen Griisern in der Ausnutzung trocknerer oder früherer cultivierter Strecken, wenn auch in bescheidenem Maße, zu concurrieren. ><-+OP. (Grumilea) apiculata Warbg. n. sp. Arbuscula ramis crassis teretibus glabris, stipulis deciduis, foliis magnis petiolatis glabris pergamaceis subtus glaucis obovatis basi attenuatis ple- rumque cuneatis, apice subtruncatis abrupte apiculatis apice subacutis vel obtusis; costa crassa, venis multis parallelis prominulis angulo recto fere a costa divergentibus sensim arcuatis, prope marginem nervo marginali con- junctis, reticulo vix distincto; inflorescentia sessili, ramis 3 a basi ab- euntibus longe pedunculatis 5-no trichotomis, glabris, haud bracteatis, baecis breviter pedicellatis globosis haud costatis, calycis limbo parvo den- ticulato coronatis, albumine valde ruminato. Die Zweige sind von einer gelblichen, glatten Rinde bedeckt; die verhältnismäßig großen Blattstiele sind 2—3 cm lang, die Spreite ist 15—22 cm lang und 8—42 cm breit, direct unter dem Blütenstand sind zuweilen kleinere und relativ breitere Blitter, die größte Breite liegt oberhalb der Mitte, von wo sich das Blatt dann langsam, meist keil- formig in den Blattstiel verschmälert; die vorgezogene Spitze des fast abgestutzten , Blattes ist nur 1/, cm lang. Die Zahl der Seitennerven ist 46—22, sie sind durch ihren parallelen, sanft gebogenen Verlauf außerordentlich charakteristisch. Der Fruchtstand ist über 20 cm lang, meist ebenso lang wie die Blätter, die von der Basis aus abgehenden seitlichen Inflorescenzäste werden nicht so lang; der Stiel des mittleren Inflorescenz- astes ist gegen 42 cm bis zur ersten Teilung; die Fruchtstielchen sind 2—3 mm lang, die Frucht selbst hat 3—4 mm im Durchmesser. Ich fand dies Bäumchen in dem primären Walde am Sattelberg in den hóheren Regionen. Deutsch Neu-Guinea. Diese Art ist durch die 3teilige sitzende Inflorescenz, deren 3 Áste aber lang gestielt sind, durch die groBen, schünen, eigenartig geformten Blitter, deren parallele Nerven durch einen Randnerv verbunden werden, sehr auffüllig. 440 | 0. Warburg. ><+P. Sch mielei Warbg. n. sp. Frutex ramulis teretibus glabris, stipulis flavido-membranaceis elon- gato-lanceolatis uno latere usque ad apicem connatis deciduis, basi annuli- formi persistente; foliis glabris petiolatis lanceolatis membranaceis subtus subglaucescentibus, basi attenuatis aeutis, apice breviter acuminatis acutis, nervis utrinque 7—9 majoribus obliquis arcuato-conjunctis, minoribus irregulariter interspersis, nervatura tenui; inflorescentia brevi terminali minutiflora brachiata glabra breviter pedunculata, bracteis nullis vel minutis mucroniformibus, floribus pedicellatis, calyce cupuliformi truncato, eorollae tubo calyce vix duplo longiore, fauce glabra, lobis 4, staminibus 4 fauci insertis, filamentis brevibus, antheris dorso affixis; stylo crasso apice bilobo corollae tubo breviore glabro; baccis 2-pyrenis rubris ovoideis, calycis rudimento coronatis dorso 1-costatis, 2- vel vulgo 1-spermis ; semini- bus dorso convexis vix distineter 1-costatis facie ventrali longitudinaliter suleatis, albumine haud ruminato. Die jüngsten Zweige sind mit grüner, manchmal etwas seidig schimmernder Rinde bedeckt. Die sehr früh abgestreiften, scheidenförmig an der einen Seite verwachsenen Stipeln werden früh abgestreift; die oberseits tief gefurchten Blattstiele sind 4—2 cm lang, die sehr dünnen Blätter sind 13—19 cm lang und 4—6!/5 cm breit, nur die grübere Nervatur ist sichtbar; die Inflorescenz ist ca, 4 cm lang und fast 8 em breit und 4—5fach trichotom, der Pedunculus ist 1/7—11/ cm lang, die Blütenstielchen sind 1—3 mm lang, der Kelch ist Lamm lang und 4 mm breit, die Corolla 2 mm lang, die Antheren ca. 3/4mm, der Griffel etwas über 4 mm, nur die Spitze ist lappig geteilt; die Früchte sind 7—9 mm lang und 5—7 mm breit. Dieser Strauch wurde auf der Insel Ulu im Bismarckarchipel am Rande des primären Waldes gefunden. Die Art unterscheidet sich durch die büutigen, bis zur Spitze verwachsenen, an der Basis unbehaarten Stipeln von den bekannten asiatischen Species, auch die Kleinheit der Blüten ist sehr charakteristisch ; sie würde nach der FI. v. Brit. Ind. in die Section III fallen. Sie wurde nach dem richterlichen Beamten im Schutzgebiet Herrn Assessor ScuwiELE benannt. ><+OGeophila reniformis G. Don, Prodr. Nep. p. 136. Aus unserem Gebiete noch nicht erwähnt; ich fand sie im primären Walde von Hatzfeldthafen. Eine über die Tropen der alten Welt bis nach Queensland und den pacifischen * Inseln verbreitete Pflanze. Lasianthus strigosus Wight in Calc. Journ. nat. hist. Vl. p. 512; K. Scn., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 136. Schon von Horrnuxc an der zweiten Augustaflussstation gefunden. Ich fand die Art in den höheren Bergwäldern des Sattelberges 3000’. Eine in Südasien bis Queensland verbreitete Pflanze. Hydnophytum Moseleyanum Becc., Malesia II. p. 150. Diese Art ist von den Admiralitätsinseln und vielleicht von holl. Neu- Guinea bekannt. Meine Pflanze stammt von Hatzfeldthafen. Beitrige zur Kenntnis der papuanischen Flora. 441 ><+OH. macrophyllum Warbg. n. sp. Tuber.... Caulibus plurimis crassis cylindraceis; foliis chartaceis late obovatis basi vix attenuatis, apice obtusis, interdum rotundatis, bre- viter sed distincter petiolatis; floribus glomerulatis sessilibus, in alabastro clavato obtusis; calyce cupulari glabro, margine integro non ciliato; corolla lobis erassis ovatis intus pubescentibus, fauce barbata, staminibus lobis corollae paullo brevioribus, filamento brevissimo, antheris linearibus, ob- tusis; stylo filiformi, stigmatibus 2 filiformibus haud acutis; fruetu nondum maturo infra calycis limbum diseum aequantem constricto, glabro. Die Blätter sind 9—44 cm lang, 5—8 cm breit, in oder eben über der Mitte am breitesten ; der Blattstiel ist deutlich vorhanden, ca. !/ cm lang und schon durch seine im trockenen Zustande rote Farbe sich deutlich von der Spreite absetzend ; die Blatt- farbe ist auf beiden Seiten gleich; der Mittelnerv ist kaum erhaben, jederseits sind 5, bei jüngeren Blüttern im durchscheinenden Lichte sehr scharf hervortretende, in auffallen- dem Lichte kaum sichtbare Seitennerven, die im spitzen Winkel gerade aufsteigen und sich erst spät bogig verbinden. Die Blüten sind von Schuppen umgeben und sitzen ge- drängt auf kaum erhabenen Kissen in den Blattwinkeln; der Kelch ist 4 mm lang, napf- fórmig, gerade abgestutzt, während der Blütezeit länger als der Discus, die Corolla ist 2!/ mm lang, innen stark behaart, die Antheren sind 4 mm, der Griffel 41/9 mm lang, davon nehmen die 2 linearen Narben !/, mm ein. Die Früchte sind ovat, die größte Breite liegt unterhalb der Mitte. Da die Früchte noch nicht reif, so lásst sich nicht die Form der Pyrenen angeben, Nach dem Habitus scheint sie der H. selebicum Becc. sehr nahe zu stehen, von der sie sich aber speciell durch die andere Form der Blütter und den deutlichen Blattstiel unterscheidet, sowie durch die schmäleren Antheren, die längeren und anders geformten Narben. Von den meisten Hydnophytumarten unterscheidet sie sich schon durch die großen und breiten Blätter, Ich fand die Art an den Küstenbäumen bei Finschhafen. 2 Myrmecodiaarten von Aru und dem Bismarckarchipel sind leider steril. ><+OLithosanthes Brauniana Warbg. n. sp. Fruticulus glaber ramis teretibus ramulis subangulatis, stipulis de- ciduis, foliis in apice ramulorum pseudo-verticillatis brevissime petiolatis subrhomboideo-elongato-obovatis basi attenuatis apice acuminatis subacutis subtus glaueis; ‚inflorescentia terminali longipedunculata, floribus paueis breviter pedicellatis fasciculatis, baceis rubris in sicco rugosis carnosis, ovoideo-subglobosis, apice limbo calycis 4-dentato coronatis, 2-pyrenis, pyrenis et seminibus plano-convexis, albumine dense-carnoso haud ruminato. Die Langtriebe sind regelmäßig decussat in Internodien von 4 cm mit 5—10 cm langen, manchmal verzweigten Kurztrieben besetzt, welch letztere fast nur an der Spitze einige Blätter tragen ; die Blätter sind 2—21/, cm lang und 8—10 mm breit, beim Trocknen nehmen sie häufig eine rütliche Färbung an; der Blattstiel ist ca. 2 mm lang. Der ge- meinsame, an den Kurztrieben endstündige Stiel des Fruchtstandes ist ca. 4 cm lang und trägt meist gegen 3 Früchte, die auf 4 mm langen Stielchen sitzen; die Früchte sind 5 mm lang und 3 mm breit; die Kelchzipfel sind meist spitz und noch nicht !/ mm lang. Ein hübsches Unterholz von vielleicht 2 m Hühe in den Gipfelwaldungen des Sattelberges bei Finschhafen. 442 0. Warburg. Diese Art schließt sich der einzig bisher bekannten Lithosanthus biflora Bl. an, unter- scheidet sich von ihr aber, abgesehen von den nur 2 Pyrenen enthaltenden Früchten, auch durch die schmäleren, spitzeren und längeren Blätter. Sie wurde nach Herrn Braun in Cooktown benannt, der meinen Bestrebungen in liebenswürdigster Weise entgegenkam. ><+OL. novo-guineensis Warbg. n. sp. Frutieulus ramis teretibus glabris, ramulis hirtellis, novellis sub- villosis, stipulis lanceolatis rufo-pubescentibus deciduis, foliis parvis bre- vissime petiolatis vel subsessilibus ellipticis basi attenuatis apice obtusis supra laete viridibus, subtus glaucis, petiolo et costa subtus pilis sparsis instructis, ceterum glabris, venis subtus vix distinctis 2—4 patulis haud arcuatis; floribus terminalibus vel ramulorum abortu pseudoaxillaribus pedunculatis vel saepe subsessilibus, pedunculo ferrugineo-hirtello, corollae globosae fauce villosa, limbo 4-partito; staminibus 4 exsertis, styli inclusi stigmate capitato, disco carnoso; bacca in peduneuli apice sessili solitaria carnosa rubra dipyrena obovata, basi acuta vel brevissime stipitata, pyrenis verrucosis dorso convexis, facie interna plana. Die rauhe Rinde der Zweige ist gelbbraun, die Seitentriebe wie auch die Blütter liegen alle in einer Ebene, durch Torsion der Achsen in den allerjüngsten Stadien; die Internodien der Langtriebe sind 1—1!/5 cm, der beblätterten Kurztriebe nur 1/ cm, die Achselsprosse dieser Kurztriebe sind nur selten entwickelt, gewöhnlich bilden diese Achselsprosse nur einige minimale Blültchen in der Achsel und endigen häufig terminal mit dem mehr oder weniger langen Blütenstiel; auch die Kurztriebe selbst endigen oft in einen in diesem Falle sehr kurzen Blütenstiel. Die Blütter sind nur 7—8 mm lang und 4 mm breit, in der Mitte am breitesten, der Blattstiel ist 0à—1 mm lang. Der Pedunculus wird bis 5 mm lang, gewühnlich aber nur 3—4, er erweitert sich an der Spitze zu einer kleinen Scheibe, der die Frucht mit der Spitzen Basis aufsitzt. Die Frucht ist nach ent- ferntem Fruchtfleisch 5 mm lang und 3 mm breit, die größte Breite liegt oberhalb der Mitte, von wo sie sich keilfórmig nach der Basis zu verschmälert; an der Spitze trägt sie den persistenten mit 4 spitzen Zühnchen versehenen Kelchrand. Der Kelch ist ! mm lang, die Corollenrühre 21/2 mm, die Zipfel 41/; mm, der Griffel 2 mm und die oben der Corollenróhre angewachsenen Filamente 2 mm lang; das Ovarium ist auch zur Blütezeit nur 2fücherig. Die Artsteht offenbar der vorhergehenden sehr nahe, ist aber sehr leicht zu erkennen durch die vollkommen fücherfürmig ausgebreiteten, alle in einer Ebene liegenden Zweige, was dem kleinen Waldstrauch einen außerordentlich charakteristischen Habitus verleiht. Dieser Strauch, der übrigens noch viel kleiner ist als der vorige, wurde mit jenem zusammen als Unterholz in dem auch sonst so eigenartigen Gipfelwalde des Sattelberges bei Finschhafen gefunden. Cucurbitaceae. Von Herrn A. Coeniaux in Verviers bestimmt. ><+OTrichosanthes bracteata Voigt?, Cat. hort. Cale. p. 58. Am Gebüschrand in den höheren Dörfern des Sattelberges, deutsch Neu-Guinea. In Südasien verbreitet, Lagenaria vulgaris Ser. in DC., Prodr. IH. p. 299; K. Scu., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 84. Beitrige zur Kenntnis der papuanischen Flora, 443 Diese die Calebassen liefernde Pflanze ist in ganz Papuasien, wenigstens in den Küstengegenden, zu Hause; die Pflanze sammelte ich in Constantinhafen, die Calebassen fand ich dagegen fast überall; wirklich wild, fern von aller Cultur, sah ich die Pflanze nie; sie war übrigens schon vor der Ankunft der Europäer bis in die fernsten Inseln Polynesiens verbreitet. Luffa cylindrica Roem., Syn. fasc. II. p. 63; K. Sen., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 81. Schon von Hottruna bei Finschhafen, von Naumann in Neu-Hannover gesammelt; als neue Standorte seien Sattelberg und Stephansort angeführt. In den Tropen beider Hemisphären häufig. --Benineasa hispida Cogn. in Suit. au prodr. Ill. Cucurbita hispida Thunb., Fl. jap. p. 322. Schon von engl. Neu-Guinea bekannt. In Hatzfeldthafen in verlassenem Culturland, die Frucht wird gegessen. Eine durch das warme Asien und Afrika bis nach tropisch Australien und Polynesien verbreitete Culturpflanze. Cucumis Melo L., Sp. pl. ed. I. p. 1011 var. agrestis Naud.; K. Sca., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 84. Diese Pflanze, die Horrrung bei Finschhafen sammelte, fand ich in Hatzfeldthafen, Constantinhafen und der Gazellenhalbinsel auf altem Culturland. Meist sind die Früchte nur klein, 3—6 cm lang, werden aber gegessen; auf dem Sattelberg dagegen labten wir uns oft an einer ca. 20 cm langen, gurkenähnlichen Frucht, die wir von den Eingeboreuen kauften und die sich nach den Blüten und Blattern als eine kaum abweichende Form der gewóhnlichen Varietät agrestis herausstellte; aller Wahrscheinlichkeit nach ist dies eine Culturpflanze, die sich die Eingeborenen der Gebirgsgegenden selbst herangezüchtet haben, in Finschhafen selbst schien diese gurken- artige Melone nicht bekannt zu sein. ><+OCitrullus vulgaris Schrader in Linnaea 1848. p. 412. Diese in allen warmen Lindern cultivierte Frucht wird hier für Papu- asien zum ersten Male erwähnt; ich fand sie auf altem Culturland in Hatzfeldthafen und auf den Keyinseln, am ersteren Ort móglicher- weise erst durch die Europier in den allerletzten Jahren eingeführt. Auch in Polynesien erst eingeführt von den Europäern. +Bryonopsis laciniosa Naud. in Ann. sc. nat. sér. 5 vol. 6 p. 30. Diese Pflanze wiichst an Gebüschrändern im Bismarckarchipel (auf Kerawara), sowie auf der Gazellenhalbinsel; ist ferner auch häufig am Rande des Secundürwaldes bei Finschhafen. Sie ist neu für unser Gebiet, ist aber durch ganz Südasien, Mittelafrika und Nord- australien verbreitet. In der Flora von K.-Wilh.-L. wurde ein vergrüntes Blattexemplar als B. affinis Cogn. bestimmt, eine Art, die nur von den Norfolkinseln und Neu-Caledonien bekannt ist; dies ist nach dem mir jetzt vorliegenden sehr vollständigen Material sicher ein Irrtum (WARBURG). 444 0. Warburg. ><+OMelothria indica Lour., Fl. Cochineh. p. 43. Von Hatzfeldthafen und dem Sattelberg bei Finschhafen; an den Rändern des primären Waldes. Neu für unser Gebiet, im übrigen aber durch Südasien bis nach China und Japan hin verbreitet. Sterile Exemplare liegen noch vor von einer neuen Melothriaart vom Sattelbe rg. »--O Cerasiocarpum Bennettii? Cogn. Bryonopsis Bennetliiin MiQ., Fl. Ind. Bat. I. 4. p. 657. Da die Pflanze steril, so ist die Bestimmung nicht ganz sicher. Sie wächst in den höheren Gegenden des Sattelberges. Vom malayischen Archipel bekannt. +Alsomitra Hook eri F. v. M., Fragm. phyt. 6. p. 188; Pap. pl. p. 107. Finschhafen. Bisher von tropisch Australien und holl. Neu-Guinea bekannt. +Zanonia macrocarpa BL, Bijdr. p. 937. Die rundlichen Früchte von der Größe eines doppelten Mannskopfes lagen viel in dem Walde von Hatzfeldthafen, auch die Blätter stimmen zu der Art. Von Beccari schon in holl. Neu-Guinea und den Aruinseln gesammelt. Im malayischen Archipel bis nach den Molukken verbreitet. Lobeliaceae. »x-rOLobelia barbata Warbg. n. sp. Herbacea ascendens vel probumbens, ramulis glabris vel subglabris teretiusculis, foliis petiolatis subtus glaucescentibus e basi subcordata late ovatis vel subtrigonis obtusis repande mucronate dentato-serratis in costa subtus pilis paucis inspersis, pedicellis foliis brevioribus, basi interdum minute bibracteolatis, calycis tubo obconico pilosiusculo, laciniis oblongo- elongatis in capsula patentibus glaberrimis, corolla laciniis paullo longiore apice subpuberula, antheris omnibus apice et basi barbatis, seminibus trigonis. Die 2 cm langen, nahe der Basis 41/9 cm breiten Blatter sitzen auf Blattstielen von 5—6 mm Linge; die Blattstiele sind mit wenigen groBen Haaren besetzt, Die einzeln stehenden Blütenstiele sind 12 mm lang, der etwas behaarte Kelchtubus 2 mm, die Zipfel 3 mm, die Corolla 31/ mm lang, die fast runde Kapsel ist 3 mm im Durchmesser, die hellbraunen Samen sind deutlich 3eckig. Im Walde der hóheren Teile des Sattelberges bei Finschhafen. Diese Art gehórt in die Section Holopogon Benth, in Gen. pl. I. p. 552 und steht der L. affinis Wall., Cat. 1311 außerordentlich nahe, unterscheidet sich von derselben aber dadurch, dass die Blütenstiele stets viel kürzer sind als die Blätter, dass die Kelchzipfel breiter und unbehaart, und dass die Antheren nicht nur an der Spitze, sondern auch an der Basis bärtig sind, Goodeniaceae. Scaevola Koenigii Vahl, Symb. Ill. p. 36; K.Scu., Fl. v. K.-Wilh.- L. p. 127; Hemsz., Chall.-Exped. p. 161 u. 244. Beitrige zur Kenntnis der papnanischen Flora. 445 Von holl., deutsch Neu-Guinea, den Aru- und Admiralitätsinseln bekannt. Neu für den Bismarckarchipel, auch auf Kl. Key. Ein gemeiner Strandbusch der Tropen (incl. tropisch Australien]. S. novo-guineensis K. Sch. in Ener. bot. Jahrb. IX. p. 222. In unmittelbarer Umgebung von Finschhafen am Waldrand, wo auch bisher der einzige Fundort; auch noch ziemlich hoch am Sattelberg anzutreffen. Compositae. -FPluchea indica Less. Baccharis indica L. Conyza indica Miq., Fl. Ind. Bat. IL. p. 58. Ich bin zweifelhaft, ob meine Form nicht besser als Art abzutrennen ist, sie unter- scheidet sich durch ungezähnte, breitere, ovale (nicht obovate), zugespitzte, länger geslielte Blätter, durch die etwas andere Form der Schuppen des Involucrum und die fast ungeschwänzten Antheren; doch scheint es mir wahrscheinlich, dass Übergünge existieren. Auch der Standort, in heiBen Salzmarschen nahe der Küste, der Lieblings- aufenthalt dieser Pflanze einerseits, und im geschützten Waldgebüsch der unteren Berg- lagen andererseits dürfle schon einige Verschiedenheiten erklären, ohne dass dieselben erblich und constant zu sein brauchten. Schon von engl. Neu-Guinea bekannt. Meine Exemplare stammen vom Sattelberg bei Finschhafen aus dem secundären Waldgebüsch. Eine in Südasien sehr verbreitete, bis nach Australien und Südchina gehende Pflanze. ><+OBlumea laciniata DC., Prodr. p. 436; Hook., Fl. of Brit. Ind. lll. p. 264. Ein durch Südasien sehr verbreitetes, gemeines Unkraut, wovon eine Reihe von Varietüten existieren, die unter verschiedenen Namen beschrieben sind. Ich habe die Pflanze gesammelt auf den Aruinseln, Kl. Key, Finsehhafen, Astrolabebay, Hatzfeldthafen, Mioko im Bis- marckarchipel und Nusa auf Neu- Mecklenburg. Einige davon steben der Bl. lacera DC. sehr nahe, doch glaube ich sie wegen der Behaarung der Achiinen doch zu laciniata stellen zu müssen. 4 Es ist eine ausgesprochene Ruderalpflanze von der Umgebung der Häuser und Brandplätze, die aber auch auf Feldern, an den offenen Stellen und Ründern und selbst in den Graslandschaften gedeiht, wie überhaupt Ackerpflanzen und Ruderalpflanzen in tropisch Asien kaum von einander zu trennen sind, Vielleicht gehüren die als Blumea lactucifolia Wall. bestimmten Pflanzen von holl. Neu-Guinea und Neu-Mecklenburg auch hierher, da Hooker fil. in der Fl. Brit. Ind. die Originalexemplare WaALricu's unter lacera und laciniata unterbringt, also die Art dadurch ganz streicht, das Naumann’sche Exemplar würde dann sicher zu B. laciniata DC. fallen. B. hieraciifolia DC. in Wraur, Contrib. 15; Hook., Fl. Brit. Ind. III. p. 263; K.. Scu., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 136. Schon von Hottrune bei Finschhafen gesammelt. Die Art ist für die Graslandschaften daselbst recht charakteristisch. Auch von engl. Neu-Guinea bekannt. An mehreren Stellen Südasiens und tropisch Australiens gefunden. 446 0. Warburg XB. densiflora DC., Prodr. V. p. 446; Conyza densiflora u. excisa Wall. Hoox., Fl. Brit. Ind. III. p. 269. Von den Key- und Aruinseln auf trockenen Kalkrücken. Das Exemplar der Aruinseln gehórt der Form an, die früher als excisa Wall. abge- trennt wurde. Durch ganz Südasien verbreitet. +B. aromatiea DC., Prodr. V. p. 88. Diese Art ist schon von engl. und holl. Neu-Guinea bekannt. Mein Exemplar stammt von Finschhafen, auch sah ich die Pflanze auf den Aruinseln. In Südasien verbreitet. Die auch von Naumann auf Neu-Hannover gesammelte B. Milnei Seem. ist kaum genügend von den weniger behaarten Varietüten unserer Art verschieden; SEEMANN giebt die Zühnung der Blütter als Hauptmerkmal an, aber B. aromatica DC. besitzt die- selbe auch. B. chinensis DC., Prodr. V. p. 444. Conyza chinensis L. Schon auf dem Arfakgebirge in holl. Neu-Guinea von Beccari ge- sammelt. Meine Exemplare stammen von Key, Sigar (Me Cluersgolf) und Ceram-laut; an trockneren Stellen im Gebüsch kletternd. Gleichfalls durch Südasien bis nach China gehend. +B. chinensis DC. var. villosa Warbg. Ramis junioribus, pedunculis et involucro extus cinereo-villosis, foliis subtus pubescentibus, supra setis appressis inspersis. Diese Form ist durch ihre Behaarung recht auffallend von der typischen ganz kahlen B. chinensis DC. verschieden; da dieses aber der einzige Unterschied ist, so hielt ich es nicht für nötig, die ohnehin schon übergroße Zahl der sogen. Arten dieser Gattung zu vermehren. Durch die stehenbleibenden Basen der Haare ist die Blattoberseite auch im Alter sehr rauh anzufühlen. Die Art ist im secundären Gebüsch am Sattelberge nicht selten. ><+OB. lanceolata Warbg. n. sp. Ramulis teretibus villosis, foliis petiolatis lanceolatis basi sensim attenuatis apicé acutis margine vix denticulatis vel integris, utrinque pubescentibus, costa venisque petiolis villosiuseulis; pedunculis in panicu- lam terminalem pubescentem dispositis, capitulis confertis et pedicellatis, bracteis linearibus et pedunculis subvillosis; involucri squamis lineari- lanceolatis acutis pilosis, exterioribus linearibus minoribus; corolla glabra purpurea, styli ramis filiformibus, receptaculo alveolato glabro; achaeniis dense albo-pilosis, pappo albo. Die ganze Pflanze ist mit gelbbrauner Behaarung bedeckt, Die Blatter sind 6 cm lang und 21/ cm breit, doch werden tiefer stehende zweifellos größer sein; die größte Breite ist unterhalb der Mitte, von wo sich das Blatt langsam nach der Spitze und Basis zu verschmälert; der Blattstiel ist 4 cm lang, beiderseits sind 6—7 schräg und bogig aufsteigende Seitennerven. Die untersten Pedunkel der Inflorescenz sind 8 cm lang, die Pedicelli sind 4 mm bis 4 cm lang; die innersten Schuppen des Involucrum sind 4 mm lang, nach auBen zu werden die Schuppen kleiner und schmäler, die äußersten sind nur Beitráge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 447 1 mm lang. Die Köpfchen sind 7 mm lang, die auch im trockenen Zustande schön role Corolla 6 mm; der Pappus ist seidig weiß. Die Achänen sind mit Haaren bedeckt, von Streifung sieht man deshalb nichts. Diese Art wurde in deutsch Neu-Guinea am Sattelberg gefunden. Sie nähert sich dem Habitus nach vielleicht mehr der Bl. aromatica DC., unter- scheidet sich aber schon durch den weißen Pappus von deren Verwandten; von der Gruppe der chinensis ist sie durch die lineallanzettlichen Schuppen des Involucrums, durch die unbehaarte Corolla etc. sicher ganz verschieden. ><-+ODichrocephala latifolia DC., Prodr. V. p. 372. Bei Finschhafen am Sattelberg an trockneren offenen Stellen. Diese Art ist durch das tropische Asien und Afrika und auch nach Polynesien hin verbreitet; neu für Papuasien. »--OSpilanthes Acmella L., Sp. pl. p. 610. Neu für unser Gebiet. Finschhafen und Sattelberg, auf Ackern und an Wegründern. In ganz Südasien gemein. +-Crepis japonica Bth., Fl. Honk. p. 194. Schon von engl. Neu-Guinea bekannt. Sattelberg an schattigen Wegründern. Diese Art geht von Japan bis nach Australien. ><-+Erigeron albidum A. Gray in Bonpl. vol. IV. p. 36. Ich fand die Pflanze nur an dem Ort, wo am meisten Verkehr mit Polynesien existiert, nümlich auf der Gazellenhalbinsel von Neu- Pommern. Dieses wohl ursprünglich von Amerika eingeführle Unkraut ist jetzt in Polynesien sehr verbreitet; von unserm Gebiet wird es sonst noch nicht gemeldet. Emilia purpurea Cassini, Dict. de sc. nat. 34. p. 393; E. sonchi- [olia DC. Schon von holl. Neu-Guinea bekannt. Aruinseln. In den ganzen Tropen bis nach Australien hin verbreitet. Mikania scandens Willd., Sp. pl. II. p. 1743; K. Scn., Fl. v. K.- Wilh.-L. p. 436. Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 449 Schon von Horrnuxa bei Finschhafen und Constantinhafen gefunden, auch von engl. Neu-Guinea und den Aruinseln bekannt. Diese Schling- pflanze ist in secundärem Gebüsch sehr háufig und zieht sich auch noch hoch in den verlassenen Culturstrecken am Sattelberg hinauf. In Südasien und Amerika verbreitet. Bidens pilosa L., Sp. pl. ed. J. p. 832; K. Scu., Fl. v. K.-Wilh.- L. p. 137; Hxwsr., Chall.-Exped. p. 164. Von HottrunG schon in deutsch Neu-Guinea, von Moserry auf den Aru- inseln, von Beccart in holl. Neu-Guinea gesammelt, kommt auch im Bis- marckarchipel vor. Auch von engl. Neu-Guinea bekannt. Über die ganzen Tropen verbreitet (incl. Australien und Polynesien). Siegesbeckia orientalis L., Sp. pl. ed. I. p. 900; K. Scu., Fl. v. K.-Wilh.-L. p. 437. Gleichfalls von Finschhafen schon bekannt; im Bismarckarchipel verbreitet. Über die ganzen Tropen (incl. Australien und Polynesien) verbreitet. Wedelia strigulosa K. Sch. in Ener., Bot. Jahrb. IX. p. 223; Wollastonia strigulosa DC. in Nouv. ann. mus. Ill. p. 414. Schon von Horrrung in deutsch Neu-Guinea gefunden, auch von holl. Neu-Guinea bekannt. Mein Exemplar stammt von Hatzfeldthafen. Im malayischen Archipel und Polynesien verbreitet. W.scabriuscula DC., Prodr. V. p. 547. Vergl. K. Scuumann in Ener. bot. Jahrb. IX. p. 223, wo irrtümlich die Pflanze als W. scabriuscula Engl. msc. in herb. Berol. angeführt ist. Von Naumann in Sigar und Neu-Hannover gefunden. Meine Exemplare stammen aus den Aruinseln, Key, Geram-laut und Finschhafen. Eine von Vorderindien bis Polynesien verbreitete Küstenpflanze. XW. quadribracteata Warbg. n. sp. Herbacea caule scabrido-hirtello, foliis petiolatis ovatis vel ovato- lanceolatis junioribus subtus glaucescentibus basi breviter protractis, mar- gine irregulariter setoso-denticulatis, apice acutis brevissime mucronulatis, rigidis utrinque setis sparsis appressis scabridis supra basin triplinerviis ; pedunculis villosis terminalibus vulgo 5 fasciculatis, involucri squamis 4, interioribus 2 late ovatis vel orbicularibus apiculatis, exterioribus 2 ovatis demum contractis apice reflexis extus dense pilosis, corolla ligulata Q apice 2 dentata alba, paleis concavis flores 9 amplectentibus linearibus extus pilosis persistentibus; achaeniis obovatis crassis, subverrucosis subeom- pressis, pappo obsoleto. Die Blätter dieser Pflanze sind 6—10 cm lang und 2!/,—7 cm breit, die größte Breite liegt unterhalb der Mitte; der Blattstiel ist 4—2 cm lang; die Blattränder sind sotanische Jahrbücher. XIII. Bd. 29 450 0. Warburg. klein, aber deutlich gezühnt; die Ansatzstelle der beiden Seitennerven ist ziemlich von der Blattbasis entfernt; die stark gelbbraun behaarten Blütenstiele sind 4—921/ cm lang; die Linge und Breite der Hüllblätter ist 5—6 mm; der Durchmesser des Köpf- chens ist über 4 cm; die Corolla der weiblichen Blüten ist gegen 4 cm lang, der Griffel ist tiefgeteilt mit fadenfórmigen Narben. Die kahlen etwas runzeligen Achänen sind 81/2 mm lang und 2!/; mm breit. Die Pflanze ist sehr háufig auf den trockenen Rücken von Kl. Key. Sie zeichnet sich von ihren Verwandten speciell aus durch die geringe Zahl der Hüllblütter (nur 4) und deren Form, sowie auch durch die in der Gattung ungewühnliche weiBe Fürbung der Zungenblüten. Addenda. ad p. 231. Anmerk. Einige der angeführten endemischen Gattungen Neu-Guineas sind besser zu streichen, so BLuwE's Gattung Melanococca, die nach Encurr eine Art der Gattung Rhus darstellt (Rhus retusa Zoll. var. Blumei Engl.), so ScuvwANN's Gattung Com- bretopsis, die nach BoEnLAGE's im Erscheinen begriffener » Handleiding tot de Kennis der Flora van Nederlandsch Indié« mit der Gattung Lophopywis Hook. fil. identisch ist (was ich bestätigen kann, mit dem Hinzufügen, dass auch die andern 2 Arten mit Ranken ver- sehen sind); so meine Gattung ScAleinitzia, die wir vielleicht vorlüufig gut thun, mit in die Gattung Piptadenia einzugruppieren (s. unten), dagegen kommen schon jetzt wieder einige Gattungen hinzu, so die Zingiberaceengattung Naumannia (s. unlen), so die im Texte p. 393 als Marumia (?) Warburgii Cogn. beschriebene, vielleicht nicht einmal zu den Melastomaceen gehórige Pflanze; endlich stellt sich auch der p. 307 erwühnte Ano- naceenbaum von Butauing durch nachtrüglich eingesandte Blüten als neue Gattung heraus (s. unten Beccariodendron), so dass die Anzahl der bisher bekannten endemischen Gattungen Neu-Guineas doch dieselbe bleibt. BoERLAGE will auch die Gattung Tripe- talum K. Sch. zu Garcinia bringen, doch bilden die Dreizahl der Blütenteile, die Ver- wachsung der Staubgefäßbündel mit den Blumenblättern und die 9 Vorblätter eine so eigenartige Combination, dass man die Gattung doch besser abtrennt, wenn auch jedes dieser Merkmale hier und da bei Garcinia vorkommt. ad. p. 242. Durch Zufall finde ich nachträglich, dass F. v. MütLER in einer australi- schen periodischen Zeitschrift, dem »Australasian Journal of Pharmacy «, Juli 1886 eine Eucalyptusart von Neu-Pommern beschrieben hat, Eucalyptus Naudiniana. Da der Baum gegen 100’ hoch sein soll, so ist also eine neuere Anpflanzung von aus Australien mit- gebrachten Samen ausgeschlossen, wozu ja auch noch hinzukommt, dass der Baum eine neue Art darstellt, was ja bei Einschleppung aus den bekannten Küstengegenden Queens- lands nicht der Fall gewesen wäre; dadurch findet also schon jetzt die Nachricht von Graf Pret ihre Bestätigung. Letzterer teilt mir noch mit, dass die von ihm beobachtete Eucalyptusart (wahrscheinlich dieselbe, wie die von MULLER beschriebene, da ganz aus demselben Districte stammend) an den Ufern eines von ihm befahrenen Flusses, wie die Verwandten in Australien Eucalyptuswälder bildend auftritt. Auch Beccarı fand übrigens 2 Phyllodienacacien in holl. Neu-Guinea, À. holosericea All. Cunn. an der Geelvinkbay, A. Simsii All. Cunn. an der Humboldtbay; beide sind auch von engl. Neu-Guinea (hier noch eine dritte) und Nordaustralien bekannt; die eine steht jedenfalls der A. Mangium aus den Molukken sehr nahe. Auch die Mühlenbeckia platyclada, die auf der Neu-Lauenburggruppe im Bismarckarchipel gefunden wurde, gehórt nicht einem ausschlieflich australischen Typus an, da die Art gerade in der Süd- see sehr weit verbreitet ist; Xerotes dagegen ist bis auf eine Art, die auch in engl. Neu- Guinea und in Neu-Caledonien gefunden worden ist, ausschließlich australisch. ad p. 245, Die Verbindung Papuasiens mit weit entfernten Gebieten wird ferner auch noch illustriert durch das Auftreten der Gattung Aristotelia in Neu-Guinea (cf. Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 451 F. v. MULLER, Papuan notes), die sonst nur Vertreter in Chili, in Tasmanien und in Neu- Seeland hat. ad p. 279. Hellwigia. Beim Trocknen der über alles Erwarten reichen Ergebnisse der Sattelbergexpedition sind 2 Zingiberaceen von demselben Standorte vermengt worden und ich habe sie irrtümlicherweise gemeinschaftlich beschrieben, indem ich die eine Form nur für ein reiferes Stadium der andern,ansah. Weiteres Material setzt mich in den Stand, den Fehler zu verbessern. Auch die zweite Zingiberacee stellt eine neue Gattung dar, die ich sofort im Anschluss an die berichtigte Beschreibung der Hellwigia hier folgen lasse, Hellwigia Warbg. g. n. Calyx tubulosus, apice breviter 3-dentatus; corollae tubus calyce longior tenuis, lobi oblongi subaequales, postico latiore. Staminodia nulla, labellum lineare; filamentum elongatum late coneavum; antherae loculi lineares vix discreti, apice divergentes, connectivo angusto loculis breviore. Ovarium 3-loculare, loculi co ovulati ; stylus filiformis ultra loculos antherae stigma globosum gerens; stylodia glanduliformia vix distineta minima. — Caules erecti foliis magnis. Inflorescentia magna composita. Flores in thyrsis racemiformibus; bracteae braeteolaeque membranaceae elongato- tubuliformes, flores nondum maturos omnino includentes. ><+OH. pulehra Warbg. n. sp. Foliis maximis glabris lanceolatis basi obtusis breviter in petiolo sub- decurrentibus apice apiculatis acutis, utrinque juxta costam subpubescen- tibus, margine et apice sericeo-pilosis; ligula elongata extus pilosa, petiolo longo rubro glabro; inflorescentia glabra, bracteis tubuliformibus persisten- tibus apice oblique truncatis prominule in longitudinem striatis extus sub- sericeis mox glabris, bracteolis bracteis conformibus, calyce elongato bracte- arum forma, tubuliformi, apice brevissime obtuse tridentato, extus subse- riceo mox glabro striato; floribus pedicellatis, corolla extus appresse pi- losiuscula, tubo elongato tenui, lobis lanceolatis quam tubus sublongioribus, postico latiore; labello quam lobi longiore, margine pubescente; filamento glabro. Die Blütter sind sehr verschieden lang, bis 4 m, bei einer Breite von 20 cm, Der Blattstiel ist 45 cm lang, die halb an das Blatt angewachsene Ligula 4 cm, die róhrenfór- migen äußeren Bracteen sind 3 cm lang, die darin eingeschachtelten Bracteolen, wovon oft 5 ineinander sitzen, jede eine Blüte und die nüchst hóhere Bracteola einschlieBend, sind graduell kürzer bis zu 11/; cm; alle sind wie der ganze Blütenstand gelbrot gefürbt. Die abgeplatteten Blütenstiele sind in den Bracteen eingeschlossen, sie sind seidig behaart, wachsen nach der Blütezeit noch weiter und werden über 2 cm lang. Der Kelch ist ca. 4 cm lang, wovon 2 mm auf die Zipfel kommen, der Fruchtknoten hat 4 mm im Durch- messer, die Kronróhre 12 mm; der hintere Kronlappen ist 12 mm lang und 5 mm breit, die vorderen sind etwas schmäler; das Labellum ist 43 mm lang und 1!/5—2 mm breit und hat fast parallele Seiten; das Filament ist 41/2 mm breit, die Anthere 6 mm lang und 2 mm breit. Die Pflanze wüchst am Gipfelwalde des Sattelberges bei Finsch- hafen. Die Gattung ist von den übrigen Zingiberaceen sehr auffällig verschieden durch die röhrenförmigen, in einander geschachtelten Bracteen. Sie schließt sich vielleicht am 29* 452 0. Warburg. besten der Gattung Leptosolena von den Philippinen an; ich habe diese außerordentlich schöne Pflanze nach meinem lieben Begleiter auf dieser kleinen Expedition, dem leider sehr kurz danach in Finschhafen verstorbenen Dr. HELLwic benannt, mit dem gemein- schaftlich ich sie entdeckte. Naumannia Warbg. g. n. Calyx elongato-tubulosus apice breviter tridentatus, corollae tubus calyce brevior, lobi lanceolati postico majore et latiore. Staminodia lateralia petaloidea, labellum nullum, filamentum elongatum latum concavum ; antherae loculi lineares discreti, apice haud divergentes, connectivo angusto loculis breviore. Ovarium 3-loculare, loculi oo-ovulati; stylus filiformis,stigmate ultra loculos antherae subgloboso ` stylodia glanduliformia carnosa crassius- eula erecta, Fructus oblongus baccatus, semina biserialia in quoque loculo compressa, angulo interno arillo parvo suffulta. Rhizoma horizontale, caulis erectus brevis, foliis magnis longissime petiolatis. Inflorescentia axillaris laxe composita racemosa. X<+ON. insignis Warbg. n. sp. Foliis maximis anguste lanceolatis basi sensim in petiolum angustatis decurrentibus apice acuminatis glabris, petiolo limbo aequilongo vel longiore, basi concavo; inflorescentia racemosa composita glabra quam folium multo breviore; bracteis bracteolisque nullis, pedicellis brevibus, calyce elongato angusto striato subglabro apice breviter 3-dentato piloso, corolla extus appresse pilosa, tubo elongato, lobis lanceolatis quam tubus brevioribus, postico latiore; staminodiis lateralibus petaloideis glabris glanduloso- punctatis quam lobi brevioribus, filamento et connectivo glabro; fruetu glabro basi stipitato vel angustato, apice cicatrice coronato, longitudinaliter 3-sulcato. Die Blattspreite ist 50—70 cm lang, die Blattstiele häufig etwas länger. Der Frucht- knoten ist 5 mm, der Kelch wird bis 35 mm lang, wovon hüchstens 2 mm auf die Zipfel kommen, die Kronröhre 48 mm; der hintere Kronlappen ist 14 mm lang und 5 mm breit, die vorderen sind etwas schmiüler; die seitlichen Staminodien sind 9 mm lang und 3 mm breit; das Filament ist 41/. mm breit, die Anthere 6 mm lang und 2 mm breit. Die Frucht ist über 3 cm lang und 2 cm breit, die glänzenden braunen Samen haben 4 mm im Durchmesser, Deutsch Neu Guinea, Sattelberg, durch die schünen gelben Blütenkelche eine Zierde des Gipfelwaldes. Die Gattung zeichnet sich namentlich aus durch das Fehlen des Labellum bei starker petaloider Ausbildung der Staminodien. Sie wurde nach dem verdienstvollen Arzt und Botaniker der Gazellenexpedition benannt. ad. p. 307. Durch eingesandte Blüten bin ich jetzt in der Lage, den schönen Anonaceen- baum, der dicht am Wasserfall von Butauing steht, zu beschreiben. Die Vermutung, dass es trotz der Ahnlichkeit der Frucht kein Melodorum sei, hat sich bestätigt. Es bildet eine neue Gattung. Beccariodendron Warbg. n. g. Sepala 3 valvata basi connata; petala 6 biseriatim valvata, exteriora elongata plana, interiora crassa multo minora ovata circa genitalia conni- ventia. Stamina oo lineari-oblonga, connectivo ultra loculos obtuso. Torus Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. 453 parum elevatus. Carpella oo stylo elongato, ovulis oo ad suturam 4 serialibus. Arbor excelsa. Die Gattung gehórt in die Tribus der Mitrephoreae, doch nähert sie sich anderseits auch wieder der Gattung Unona, von der sie sich jedoch neben der großen Differenz der 2 Blumenblattreihen (das Zusammenneigen der inneren anders gebauten Petalen) auch durch die Antheren- und Griffelform unterscheidet. Ich habe mir erlaubt, diesen schónen Baum nach dem verdienstvollsten Erforscher der Flora von Neu-Guinea zu benennen. ><+OB. grandiflorum Warbg. n. sp. Arbor ramis cinereis glabris, novellis pilis rufo-ferrugineis appressis vestitis, petiolis nigris crassis brevibus, foliis glabris oblongo-elliptieis basi obtusis apice vix acuminatis, supra nitidis subtus pallidis, nervis utrinque 9—12 subtus prominulis ante marginem conjunctis, reticulo laxiusculo ; floribus e ligno vetere magnis, pedicellis sepalisque indumento vix distincto obtectis, sepalis ad inferiorem partem connatis late ovatis, petalis valde inaequalibus, exterioribus 3 anguste lanceolatis patulis, quam interiores 10- plo longioribus indumento brunneo subtili obtectis, interioribus crassis la- tissimis, intusincano-velutinis supra genitalia conniventibus, antheris lineari- oblongis extrorsis connectivo obtuso pubescente obtectis, stylis linearibus multis; carpellis co ovulis 4—6 uniseriatis; fructu magno, carpellis magnis c. 40 oblique ovatis stipitatis brevissime apiculatis extus brunneo-rugosis, seminibus 4—6 compressis ruminate albuminosis. Die Blütter sind 20—25 cm lang und 8—9 cm breit, der Blattstiel ist 4 cm lang oder etwas mehr. Der Blütenstiel ist 45 mm lang, die Kelchblütter sind 5|mm weit ver- wachsen, die freien Zipfel sind 40 mm lang und ebenso breit, kaum zugespitzt und an den Seiten gerundet. Die äußeren ausgebreiteten Blumenblätter sind 43 cm lang, und an der Basis 49 mm breit, die inneren 45 mm breit und ebenso lang, sie neigen oberhalb der Griffel zusammen; die Antheren sind 2 mm lang, die Griffel mindestens 4 mm; die Frucht wurde schon p. 307 beschrieben. Die Früchte sind nach einem von Herrn KEnNnAcn gesandten und einem von mir ge- sammelten Fruchtstand beschrieben, Die beschriebene Blüte verdanken wir Herrn Dr. HrLLwicG; es ist durch Frucht und Blüte einer der auffallendsten und schönsten Büume Neu-Guineas. p.336. Schleinitzia. Dr. Tavserr in Berlin, der die Leguminosen in ENGLER-PRaNTL’s Pflanzenfamilien bearbeitet, ist der Ansicht, dass unsere neue Gattung besser mit Pipta- denia zu vereinigen sei; da die Zahl der Staminaldrüsen, der einzige vermutlich durch- greifende Unterschied von allen Piptadeniaarten, einerseits in den Piptadeniaarten nicht genügend bekannt, andererseits variabel sei; dies mag deshalb vorläufig wohl das rich- tigste sein, so lange nämlich die etwas unnatürliche Gattung in ihrem bisherigen Umfange aufrecht erhalten wird, und unsere Art soll demnach, da der oben verwendete Name microphylla schon für die Gattung Piptadenia vergeben, auch nicht bezeichnend ist, den Namen Piptadenia novo-guineensis tragen. Die sonderbare isolierte geographische Stellung, die schon in der Einleitung erwühnt wurde, tritt hierdurch nur um so anschaulicher hervor, da die Gattung fast durchweg amerikanisch ist mit nur 2 afrikanischen Arten, (Art in Madagaskar, und 4 in den trockneren Gegenden Nord-Indiens; die afrikanischen und die asiatischen Arten fallen aber alle in andere Sectionen, und will man aus unserer Art keine eigene Section bilden, so muss man sie mit in die ausschließlich amerikanische Section Niopa Bru. bringen. Dass noch im malayischen Archipel Arten der Gattung später > 454 0. Warburg. gefunden werden, ist nicht sehr wahrscheinlich, da es auffallende, nicht gerade im pri- miren Walde sich versteckt haltende Pflanzen sind, müglicher ist immer noch, dass in Australien vielleicht einzelne bisher übersehene Arten vorkommen möchten. ad. p. 376. Pterygota sp. In dem »Victorian naturalist« Juli 1886 ist von F. v. MÜLLER eine Pterygota Forbesii von englisch Neu-Guinea aufgestellt. Von derselben waren nur Blätter und unreife Früchte gesammelt, und es muss deshalb dahingestellt bleiben, ob unsere Art dieselbe ist. Jedenfalls besitzt unsere reife Frucht viel mehr als 20 Samen, nämlich gegen 40. ad p. 402, Styrax ceramensis und glabrata. Diese beiden Arten wurden nach den einzig vorliegenden Früchten und dem Habitus trotz der schon oben vermerkten großen Unterschiede der Gattung Styrax untergeordnet. Nachträglich eingesandte Blütenzweige der letzteren Art zeigen, dass es Mabaarten sind, und zwar neue ziemlich abweichende Formen. Die Blüten werden später beschrieben werden. Die Arten müssen deshalb Maba ceramensis und glabrata heißen. ad p. 444. Strophanthus (?) Aambe. Neuerdings sind auch blütentragende Zweige dieser Pflanze aus der Umgebung von Finschhafen eingeliefert, die beweisen , dass unsere Zweifel berechtigt waren und eine endgültige Bestimmung der Gattung als Anodendron möglich machen, Anodendron Aambe Warbg. n. sp. Frutex alte scandens, ramis teretibus glabris, foliis petiolatis oblongo- elliptieis apice obtuse acuminatis basi acutis; inflorescentia terminali multi- flora composita, pedunculis pedicellis calycibusque pubescentibus, bracteis parvis acute subulatis; calycis lobis latis obtusis margine obscure ciliolatis, corollae tubo cylindrico haud inflato, extus et intus glaberrimo, quam calyx duplo vel plus longiore, fauce esquamata sed paullulum contracta, laciniis latis obliquis glabris, antheris infra medium tubum inclusis, disci apice 9-lobati lobis ovario aequilongis; ovarii apice et stigmate conico pilosis, stylo et stigmatis annulo basali glabris; folliculis magnis duris divaricatis, seminibus compressis rostratis carinatis, comae longae et albae axi evoluta. Die Blätter und Früchte sind schon p. 444 beschrieben, nur sind die Blatter der Blütensprosse etwas kleiner als die oben beschriebenen der sterilen Schösslinge. Der endständige Blütenstand ist gegen 20 cm lang, die Bracteen ca. 4 mm, die Blütenstielchen sind 3 mm lang, der Kelch 11/; mm, die Kronróhre 3 mm. Die Art ist im primären Walde der Insel Ulu auf der Neu- Lauen- burggruppe im Bismarckarchipel und bei Butauing nahe Finsch- hafen in deutsch Neu-Guinea gefunden. Die Art steht der A. Candolleanum Wight von Westmalesien und A. tenuiflorum Miq. von Sumatra am nächsten, nach der Beschreibung von ersterer unter andern durch die stumpfen, nicht spitz lanzettlichen Kelchzipfel und den endstündigen Blütenstand, von letzterer durch die innen kahle Blumenkrone verschieden. Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. Acanthaceae 419. Aizoaceae 305. Amarantaceae 301. Amaryllidaceae 272. Anacardiaceae 364. Anonaceae 306. Apocynaceae 404. Araceae 267, Araliaceae 395. Aristolochiaceae 300. Asclepiadaceae 407. Balanophoraceae 300. Balsaminaceae 337. Begoniaceae 386. Bignoniaceae 418. Bixaceae 384. Borraginaceae 423. Bromeliaceae 274. Burseraceae 34. Caesalpiniaceae 330. Capparidaceae 317. Casuarinaceae 285. Celastraceae 366. Chenopodiaceae 303. Chloranthaceae 285. Clusiaeeae 380. Combretaceae 394. Commelynaceae 268, Compositae 445. Coniferae 256. Convolvulaceae 441. Crassulaceae 348. Cruciferae 347. Cucurbitaceae 442. Cupuliferae 286. Cycadaceae 253. Cyperaceae 264. Datiscaceae 385. Dilleniaceae 378. Dioscoreaceae 273. Dipterocarpaceae 382. Ebenaceae 402. Register der Familien. Elaeocarpaceae 377. Ericaceae 397. Euphorbiaceae 347, Flagellariaceae 268. Gesneraceae 447. Gnetaceae 256. Goodeniaceae 444. Gramineae 258. Halorrhagidaceae 395. Hippocrateaceae 366. Hydrocharitaceae 258. Labiatae 425. Lauraceae 345. Liliaceae 274. Lobeliaceae 444. Loganiaceae 403. Loranthaceae 298. Lythraceae 388. | Malpighiaceae 338. Malvaceae 373. Marantaceae 280. Melastomaceae 392. Meliaceae 342. Menispermaceae 344. Mimosaceae 333. Monimiaceae 346. Moraceae 294. Moringaceae 333. Musaceae 274. Myristicaceae 308. Myrsinaceae 398. Myrtaceae 388. Nepenthaceae 318. Nyctaginaceae 303. Nymphaeaceae 306. Olacaceae 299. Oleaceae ^03. Onagraceae 395. Orchidaceae 280. Oxalidaceae 337. Pandanaceae 257. Papaveraceae 347, Papayaceae 385. Papilionaceae 324, Passifloraceae 384. Pedaliaceae 449. Piperaceae 283. Pittosporaceae 320. Plumbaginaceae 400, Polygalaceae 346. Polygonaceae 304. Portulacaceae 305. Proteaceae 297. Ranunculaceae 313. Rhamnaceae 367. Rhizophoraceae 394. Rosaceae 320. Roxburghiaceae 273. Rubiaceae 429. Rutaceae 338. Samydaceae 384. Santalaceae 298. Sapindaceae 364, Sapotaceae 400, Sauvagesiaceae 383. Scrophulariaceae 446. Simarubaceae 341. Solanaceae 443. Sterculiaceae 375. Styraceae 402, Taccaceae 272. Thymelaeaceae 337. Tiliaceae 371. Ulmaceae 287. Umbelliferae 397. Urticaceae 288. Verbenaceae 426. Vitaceae 368. Zingiberaceae 274. 499 Über anfechtbare Pflanzennamen: 1) Hagenia abyssinica, 2) balsamea, 5) Toluifera, Dadianifera u, a., 4) Verschiedene Arten von Potentilla, 5) Luzula nemorosa, 6) Eine Collision der Namen in der Gattung Sida, 7) Über Quararibea macro- phylla Kl. und 3 unbekannte Sprengel’sche Arten. Von A. Garcke. l. Hagenia abyssiniea. In früherer Zeit wurde die Stammpflanze des Koso entweder nach Kunta nur Brayera anthelmintica genannt oder dieser Name wenigstens dem Wırrpenow’schen vorangestellt, und in pharmakologischen Werken ist dies zum Teil noch jetzt der Fall, z. B. bei Wicanp'), während bei Bere von der dritten Auflage seines Handbuches an der Name Hagenia abyssinica Willd. gewählt ist. Letzterer?) begründet diese Namenänderung in folgender Weise: »Die (Gusso) Blüten sind in Abyssinien schon seit mehr als 200 Jahren als wurmtreibendes Mittel im Gebrauch; in Europa wurde die Pflanze erst 1790 durch Bruce als Banksia abyssinica bekannt; Lamarck führte sie in seiner Encyklopädie als Hagenia auf, da der von Bruck vorgeschlagene Gattungsname bereits vergeben war; WiLLpENow diagnosierte sie, freilich hóchst unrichtig, 1799 in seiner Spec. plant. als Hagenia abyssinica. Kuntu, der 1823 durch Dr. Brayer Blüten empfing, hielt sie für neu und nannte sie Brayera.anthelmintica, welcher Name, da er nicht Priorität hat, aufge- geben werden muss. « Es liegt nun aber die Frage nahe, ob wirklich Hagenia Lam. der älteste Name für diese Pflanze sei. Die Lamanck'sche Bezeichnung hat sich in der Voraussetzung Geltung zu verschaffen gewusst, dass Bruce diesen Baum Banksia genannt habe, indes schon Expuiener ) citiert als Synonym zu Brayera die Brucr'sche Benennung als Cusso s. Bankesia, und nach Benruam 1) Lehrbuch der Pharmakognosie. 2—4. Aufl. 2) Pharmazeutische Waaren- kunde. 3, Aufl. S. 327. 3) Genera plantarum. p. 1248. no. 6395. Über anfechtbare Pflanzennamen., ^ 457 und Hooker !} steht auch in der zweiten Auflage des Brucr’schen Werkes für diese Pflanze Bankesia, nicht Banksia. In der Darstellung und Be- schreibung der officinellen Pflanzen citiert Berg?) zu Hagenia abyssinica die Bruce’sche Bezeichnung als Banksia (Bankesia der deutschen Übersetzung) und FLückiger3) sagt mit Recht: »Das Vorrecht hätte wohl eigentlich Ban- kesia«. Dies ist um so begründeter, als sich der Name nicht blos in der deutschen Übersetzung des Originals findet, wie Bere meint, sondern auch in der ersten Auflage des Bnvcr'schen Werkes 4), und da der Autor an dieser Stelle eine ausführliche Beschreibung und auf zwei Tafeln eine kenntliche Abbildung dieser Pflanze giebt und im Texte auBerdem hervorhebt, dass er »diesen schönen und nutzbaren Baum nach Herrn Josera Banks, Präsi- denten der Küniglichen Gesellschaft in London« benannt wissen will, so scheint es gerechtfertigt, den Namen Bankesia festzuhalten, bezw. wieder einzuführen, da eine Verwechselung mit Banksia, der Proteaceengattung, ausgeschlossen ist. Für Hagenia abyssinica wird übrigens mit Unrecht WirrpENow all- gemein als Autor angegeben, denn die betreffende Stelle 5) stammt aus dem Jahre 1799, während bereits GwELIN5) im Jahre 1791 die Pflanze in der- selben Weise benannte. 2. Balsamea u. a. Für die Myrrhe sind bekanntlich im Laufe der Zeit verschiedene Stammpflanzen namhaft gemacht, bis die zweite Auflage der Deutschen Pharmakopóe nach Barton?) bei Balsamea Myrrha stehen blieb. Dieser Autor war der Ansicht, dass der zuerst von Grrpirscu angewandte Name Balsamea mit dem bekannteren Balsamodendron von Kunrn®) zusammen- falle und als der ältere den Vorzug verdiene, wie das erwähnte Gesetzbuch in zweiter Auflage in anerkennenswerter Weise gleichfalls die ältesten Namen stets vorangestellt hat. GrgpiTscn °) beschreibt nun zwar seine Bal- samea meccanensis in ausführlicher Weise und unterscheidet sie ins- besondere von Amyris gileadensis L., sagt aber, dass die Blumenkrone seiner Pflanze fünfblättrig sei, und dass 10, selten 8 oder 9 in ihrer Stellung mit den Linné’schen Icosandristen vergleichbare Staubfäden vorhanden wären, und dass die neue Pflanze ihren Platz im Linné’schen System zwischen den 1) Genera plantarum L p. 622, 3) Taf. XXV f. Bere citiert an dieser Stelle zwar das Originalwerk von Bruce (Travels), scheint es aber nicht verglichen zu haben. 3) Pharmakognosie des Pflanzenreiches 2. Aufl. S. 769. 4) Travels Vol. V. p. 73. taf. 22, 23. Die Bezeichnung unter diesen Abbildungen ist nicht ent- scheidend, da sich sowohl in der englischen als in der deutschen Ausgabe verschiedene Fehler in den Namen finden. 5) Spec. plant. II. p. 334. 6) Syst. najur, IJ. pars 4. p. 613. 7) Hist. des plant, VII (4880). p. 207. 8) Ann. sc. nat, II. p. 348. 9) Schriften der Berliner Gesellschaft naturf. Freunde III (1782), p. 103, 458 A, Garcke, Gattungen Philadelphus, Psidium und Eugenia finden müsse. Demnach kann sie nicht mit Balsamodendron identisch sein, wie dies ExaLEn t) bereits nach- gewiesen hat. Der nächste in Betracht kommende Name ist Commiphora Jacq.?) und dieser hátte in der soeben erschienenen 3. Auflage der Deutschen Pharma- kopöe in Anwendung kommen sollen, da Jacguin die Gattung ausführlich eharakterisiert und eine gute Abbildung davon gegeben hat. In dieser dritten Auflage der Deutschen Pharmakopöe wird der Lieb- stickel im Gegensatz zu dem sonst gebräuchlichen Namen Levisticum offici- nale nach Bairros’) als Angelica Levisticum eingeführt, obgleich Benraam4), welcher in der Familie der Umbelliferen tüchtig aufgeräumt und zusammen- gezogen hat, die Gattung Levisticum aufrecht erhielt, wenn auch die nahe Verwandtschaft mit Angelica hervorgehoben wurde. Dass bei Familien mit übereinstimmender Tracht wie Umbelliferen, Cruciferen, Leguminosen, Orchideen u. a. die Gattungen häufig nach unbedeutenden und gering- fügigen Merkmalen unterschieden werden, ist eine bekannte Sache, aber der Übersichtlichkeit wegen notwendig, weil man sonst in die Lage kommen kann, die ganze Familie als eine einzige Gattung betrachten zu müssen. In diesem Falle scheint jedoch eine Vereinigung weniger geboten zu sein, da die Gattung Levisticum verschiedene Merkmale besitzt, welche sie hin- reichend von Angelica trennen. Mit dieser verbindet Baton übrigens auch die früher stets damit vereinigte Archangelica, von welcher Wieder- vereinigung die Pharmakopóe mit Recht Abstand genommen hat. Dagegen werden die Stammpflanzen von Ammoniacum, Asa foetida und Galbanum in dieser neuen Auflage gleichfalls nach But Log als zur Gattung Peucedanum gehörig angesehen. 9. Toluifera, Badianifera u. a. Die meisten der zahlreichen Pflanzennamen mit der Adjectivendung fera in den älteren botanischen Werken sind von Linné gleich den auf oides endigenden ausgemerzt und sogar von denen, welche er in seinen Schriften selbst in Anwendung brachte oder von anderen übernahm, ließ er später bei Einführung strengerer Regeln für die Nomenclatur die meisten wieder fallen. Es ist daher nieht empfehlenswert, solche bereits der Vergessenheit anheim gegebene, oft ganz zweifelhafte, meist nur mit dürftigen Diagnosen versehene Namen, wie sie sich vorzugsweise in seiner Materia medica finden, wieder hervorzusuchen, obgleich dies in neuerer Zeit wiederholt geschehen ist. So hat Linn den in diesem Werke) nur beiläufig und ohne Diagnose erwühnten Namen Badianifera für Illictum später mit Recht selbst 4) DE CANDOLLE, Monogr. Phanerogam, IV. p. 8. 2) Hort. Schónbr. Vol. II (4797). p. 66. t. 249. 3) Hist. des plant. Vol. VII. p. 208, 4) Gen. plant. I. p. 916. 5) Materia medica p. 180. Über anfechtbare Pflanzennamen. 459 fallen lassen und es erschien wenig zweckmäßig, ‚denselben jetzt wieder an’s Licht zu bringen und mit einer Anzahl neuer Speciesnamen zu be- glücken, obwohl man Fröckıcer !) nicht gerade Unrecht geben kann, wenn er meint, dass dieser Name ebenso gut das Vorrecht habe, wie Tolwfera. Beide sind eben gleich schlecht und dieser letzte Name, gleichfalls aus der Materia medica von Butt ton wieder hervorgeholt, wäre am besten un- beachtet geblieben. Erscheint es schon gezwungen, eine Pflanze als Tolui- fera Balsamum?) zu benennen, so weiß man in der That nicht, was man zur Bezeichnung von Toluifera Pereirae, der Stammpflanze des Perubalsam, welche Lixw£ an der betreffenden Stelle Peruifera nannte, sagen soll. Es hätte schon genügt, diesen Namen als Ballast zu Myroxylon fortgeschleppt zu sehen, ihn aber gar voranzustellen, ist des Guten doch zu viel, wenn man auch sonst das Prioritätsrecht gern gelten lässt. Die wenigen all- gemein angenommenen Namen mit gleicher Endung wie Copaifera und In- digofera können mit den erwähnten nicht verglichen werden. 4. Verschiedene Arten von Potentilla. Als Hartman zur Feststellung zweifelhafter Arten das Linné’sche Her- bar besichtigte, fand er, dass die in dieser Sammlung befindliche, von Lixné selbst als Potentilla opaca bezeichnete Pflanze in der That die allgemein dafür gehaltene dieses Namens sei, zu welchem Resultat lange Zeit vor ihm schon Sam gekommen war. Dieser Ansicht tritt nun in neuester Zeit AscmensoN mit der Behauptung entgegen, dass die betreffende Pflanze des Linst’schen Herbars nicht P. opaca, sondern P. verna Koch syn. sei, und sucht es wahrscheinlich zu machen, dass Linné die allgemein für P. opaca gehaltene Pflanze niemals gesehen habe. Obgleich nun die Widersprüche in der LixN£'schen Beschreibung von P. verna und P. opaca längst bekannt sind und die von Linné als Synonyme angeführten, älteren Namen verschiedener Deutung unterliegen, so wurden diese beiden Arten doch schon zu LiNNÉ'S Zeiten meist in demselben Sinne aufgefasst und begrenzt, wie dies Kocu in der Synopsis der Deutschen Flora gethan hat, insbesondere gilt dies von P. opaca. Selbst Harrman, dem sehr gut bekannt war, dass die von Linné in der Flora suecica von P. verna gegebene Beschreibung nur oder doch vorzugsweise auf die in Schweden häufige P. maculata passe, und der außerdem selbst festgestellt hatte, dass sich letztere in LiNNE's Herbar unter P. verna finde, hat bis zur zehnten Auflage seines Handbuches der Schwe- 1) Pharmakognosie des Pflanzenreiches. 2. Aufl, S. 884. 2) Der Name Toluifera für den Tolubalsambaum schlich sich seit 1740 ein und erschien in der Materia medica vom Jahre 1749 noch ohne Zusatz, aber, mit dem C. Baumwschen Synonym Balsamum tolutanum, foliis ceratiae similibus, aus dem LiNNÉ später trotz seiner vortrefflichen Lehren für Wortbildung von Gattungs- und Species- namen in der Philosophia botanica den würdigen Beinamen Balsamum entlieh, 460 A. Garcke, dischen Flora den Namen P. verna nicht für diese, sondern für die im Kocn'schen Sinne aufgefasste Pflanze in Anwendung gebracht. Für gleiche Bezeichnung traten in letzterer Zeit Focke und Crrakovskv in längeren Aus- einandersetzungen gegen Zimmeter ein. Ohne auf diesen unfruchtbaren Streit, welcher noch nicht beendet zu sein scheint und in dem mindestens ein wesentlicher Punkt unberücksichtigt geblieben ist, näher einzugehen, halte auch ich den praktischen Standpunkt fest, die bisher von Kocn syn. gebrauchten Namen in demselben Sinne beizubehalten, während AscuensoN vorschlágt, die von mir in der kürzlich erschienenen sechzehnten Auflage meiner Flora von Deutschland angewandte Benennung dieser und der ver- wandten Arten in folgender Weise zu ändern: P. salisburgensis Haenke soll P. verna L. fl. suec., P. verna L. (z. Teil) » P. Tabernaemontani Ascherson, P. arenaria Borkh. » P. cinerea Chaix subsp. incana (Fl. Wett.) Aschers. und P. opaca L. » P. rubens (Crntz.) Zimm. heißen. Eine solche Übertragung des Namens verna von der allgemein in Deutschland und anderen Ländern so genannten Art auf P. salisburgensis Haenke scheint mir aber sehr misslich, und ich glaube nicht, dass dieser Vorschlag jemals allgemein wird angenommen werden. Da es hierbei ohne Zusatz nicht abgeht, so ist er in der That auch sehr unpraktisch und schließlich ist nicht viel gewonnen, ob man P. verna L. (z. Teil) für P. salisburgensis oder für P. verna Auctor. setzt. Selbst mit der Aenderung, für erstere P. verna L. (zum größten Teile), für letztere P. verna L. (zum kleineren Teile) zu setzen, wie man dies eine Zeitlang mit Hieracium sudeticum Sternbg. für H. bohemicum Fr. und H. pedunculare Tausch machte, kommt man nicht viel weiter, da man zur Verständigung immer erst einen Commentar nötig hätte. Ebenso wenig ist Aussicht vorhanden, dass ein neuer Name (in diesem Falle P. Tabernaemontani Aschers.) für eine ganz bekannte und mindestens über hundert Jahre gleichmäßig benannte Pflanze auf Zustimmung rechnen kann. Auch der bisweilen für P. verna in An- wendung gebrachte Name P. minor Gilib. ist aus doppeltem Grunde zu ver- werfen, da es nach Ascnerson sehr zweifelhaft ist, ob die betreffende Pflanze überhaupt an dem vom Autor angegebenen Orte vorkommt, und dann ist der Name von Gruipert aus reiner Willkür umgeändert. Will man bei An- wendung des Prioritätsprincipes auf der einen Seite Willkür ausschließen, so ist es inconsequent, andererseits derartige aus reiner Laune und Streit- sucht gegebene Namen zu sanctionieren. Ganz anders liegt die Sache, wenn Speciesnamen zu Gattungsnamen erhoben werden und ein derartiger Namenfabrikant zufällig den ersten Trivialnamen gegeben hat, wie dies z. B. bei Foeniculum und Filipendula geschah, welch’ letzterer Name überdies von Lang früher als Gattungsname eingeführt war. Dagegen bin ich mit Ascurrson darin einverstanden, dass in solchen Fragen nicht etwa Über anfechtbare Pflanzennamen. 461 der Befund einer Monographie entscheide oder gar eine Verjährungsfrist ein- treten kónne!). Für P. opaca den ungliicklichen, von den verschiedensten Autoren in ganz verschiedenem Sinne angewandten Namen P. rubens (Crntz.) Zimm. einzuführen, scheint mir wenig empfehlenswert, viel eher würde mir der durchaus unanfechtbare Name P. dubia Mönch zusagen, wenn der Name P. opaca durchaus ausgemerzt werden soll, wozu mir jedoch kein Grund vorzuliegen scheint. Wenn man sich ängstlich an das von Linné in Spec. plant. II zu seiner P. opaca angezogene Citat aus der Flora anglica von Hupson hält, dessen Pflanze nur auf P. verna Koch syn. bezogen werden kann, so kónnte man sich veranlasst fühlen, sogar den Namen P. opaca auf P. verna Koch zu übertragen. Sollen nun aber die Namen P. verna und opaca für die in Mitteleuropa fast übereinstimmend bisher benannten Pflanzen erhalten bleiben, so können sie nicht länger unter Linnés Autorität fortgeführt werden?) und es ist des- halb vorgeschlagen, für P. verna statt Linné als Autor Suri zu setzen, dessen Flora Britannica im Jahre 1800 erschien. Im gleichen Jahre unterschieden die Verfasser der Flora der Wetterau P. verna, opaca und incana, deren Namen vielleicht noch passender zu allen 3 Arten gesetzt werden künnten, wenn man nicht bis Roru (1789) zurückgehen will, welcher P. opaca und verna deutlich unterschied und zu ersterer schon die beiden Syno- nyme P. dubia und Fragaria rubens Crantz (dieses allerdings mit Frage- zeichen) zog. Den Namen P. arenaria Borkh. habe ich bis einschlieBlich der fünf- zehnten Auflage meiner Flora sorgfältig vermieden, weil er nur als Syno- nym von P. incana Fl. Wett. eingeführt war und daher keine Bedeutung hatte. Da sich aber die Ansicht immer mehr geltend machte, dass P. cinerea Chaix, von der ich kein Original kenne, von unserer deutschen P. incana bestimmt verschieden sei, und dieser letzte Name auch zur Bezeichnung einer anderen Pflanze diente, so entschloss ich mich, den wenigstens un- zweideutigen Namen P. arenaria, welcher inzwischen immer mehr Eingang 4) Der von Ascnerson hierbei angeführte Fall liegt insofern etwas anders, als es sich hier nicht um Deutung einer lange verkannten Pflanze, sondern um Voranstellung des ältesten Namens handelt, denn Carex praecox Schreb. und C. Schreberi Schrnk. sind stets als zusammengehörig, als einfache Synonyme einer Art betrachtet worden und das Unrecht lag nur darin, dass seit WILLpENow (Spec. plant. Tom. IV. 1. p. 225) der jüngere Name vorangestellt wurde, wührend schon in einigen Floren des vorigen Jahrhunderts der Sachverhalt vollständig richtig angegeben ist. 2) Leider müssen die Autornamen auch in den Hand- und Lehrbüchern, sowie in den Floren so lange angegeben werden, bis man sich über allgemein gültige Namen ge- einigt hat, was hoffentlich in absehbarer Zeit geschehen wird. Bis dahin ist es allerdings nötig, auch den ganzen Ballast von Synonymen mit fort- zuführen. 462 A. Garcke. gefunden hatte, in der sechzehnten Auflage voranzustellen. AscHERSON wirft mir vor, dass ich in Beibehaltung der Benennungen zu conservativ verfahren sei, in Wirklichkeit hätte ich aber gewünscht, conservativer ge- wesen zu sein und die früher vorangestellten Namen für P. arenaria Borkh. und für P. dubia Zimm. beibehalten zu haben, zumal da P. cinerea nun doch nicht wesentlich von der in Deutschland vorkommenden P. incana ver- schieden sein soll und P. dubia in sehr verschiedenem Sinne angewandt ist. 5. Luzula nemorosa E. Mey. Die von Ernst Meyer als Luzula nemorosa bezeichnete Pflanze wurde in früherer Zeit gewöhnlich L. albida DC. !) genannt, indem man dabei den von Horrmann gegebenen Namen Juncus albidus zu Grunde legte. Da aber dieser Name erst 1791 publiciert wurde, während Wurren bereits 1789 die Pflanze als Juncus angustifolius eingeführt hatte, so schien es mir seit der vierten Auflage meiner Flora von Nord- und Mitteldeutschland (1858) an- gemessen, den zuletzt erwähnten Namen auf Luzula zu übertragen. Der- selbe wurde auch seit jener Zeit ziemlich allgemein angenommen. Neuer- dings stellt nun Bucuenau ?) den auf Juncus nemorosus Pollich?) gegründeten Namen Luzula nemorosa wieder voran. Porricm begriff aber unter Juncus nemorosus 9 Arten; die erste, welche Luzula angustifolia umfasst und nach Abtrennung der zweiten allein verbleibt, bezeichnet er mit dem C. Baunin- schen Namen »Gramen hirsutum angustifolium majus«, die zweite, welche man jetzt gewühnlich L. silvatica Gaud. nennt, die mithin mit L. nemorosa E. Mey. nichts zu schaffen hat, als » Gramen nemorosum hirsutum latifolium majus Scheuchzer«. Nach AusschlieBung derselben kann selbstverständlich der Name nicht beibehalten werden, sonst würde die Pflanze L. nemorosa heißen, weil sie nicht das daher entlehnte Scueucuzer’sche Gramen nemo- rosum darstellt und weil dieses nicht als Synonym zu ihr gezogen werden kann. Der demnüchst in Betracht kommende Name ist aber Juncus angusti- folius Wulf. 6. Eine Collision der Namen in der Gattung Sida. Bei einer Anzahl von Arten, welche aus der Linné’schen Gattung Sida von L'Héririer und Cavanilles beschrieben wurden, collidieren die Namen. Die 6 Fascikel der Stirpes novae aut minus cognitae von L'H£niriER tragen die Jahreszahlen 1784 (für fasc. 1 und II) und 4785 (für fase. III—VI) und in dieser Weise pflegen sie auch citiert zu werden, wührend die hier in Betracht kommenden ersten sechs Hefte von CavanitLes im Jahre 1785— 1788 erschieneh sind. 4) Fl. fr. 3, p. 459. 2) Encens bot. Jahrb. XII. p. 94. 3) Palatin. 1. p. 352. Über anfechtbare Pflanzennamen. 463 Dieselben Angaben der Jahreszahlen für die Veróffentlichung des L'Hérrrierschen Buches finden sich in allen älteren und neueren biblio- graphischen Werken, insbesondere in Prırzer’s Thesaurus, und da an der Richtigkeit derselben kaum gezweifelt wurde, so ist z. B. bei WıLLpexow und pe CanpoLe in den betreffenden Fällen meist der L'Hérirrer’sche Name vorangestellt. In einer kleinen, eben erschienenen Arbeit !) über Wissadula habe ich bei Beurteilung des Alters der Namen das L’Héritier’sche Werk, durch die darauf gedruckte Jahreszahl, sowie durch die gleichen Angaben bei pr Can- DOLLE, SPRENGEL und Prıtzeı irregeführt, gleichfalls für älter gehalten, als die betreffenden Dissertationen von Cayanittes. Mein College SCHUMANN macht mich nun darauf aufmerksam, dass schon letzterer die unrichtige Jahreszahl auf dem Titel des hier in Betracht kommenden, fünften Fas- cikels des L'Hénrrrm'schen Werkes nachgewiesen habe, indem die in Wahrheit erst 1789 erschienenen Fascikel 3— 6 des Buches einfach zu- rückdatiert seien , um für die darin publicierten Arten die Priorität zu haben. is ist dies von Cavanilles 2) in einer ausführlichen Abhandlung aus- einandergesetzt; er giebt daselbst eine Übersicht der identischen Arten, welche ich hier, da sie unbeachtet geblieben ist, folgen lasse ?) : L'HÉRITIER. CAYANILLES. Hibiscus solandra p. 103 . . . . . Solandra lobata p. 44. 55. Malope parviflora p. 105 . . . . . Palava malvifolia p. #0. Sida truncata p. 107, t. 54. S. angustifolia M. p. 109, 1.52. . . Sida angustifolia p. 14, t. 2, f. 2. 1) Zeitschrift für Naturwiss. Bd. 63 (1890). S. 113. 2) Observations sur la physique 1789. t. 34 (Paris 1789). p. 182. 3) Eine indirecte Bestätigung dieser unzweifelhaften Zurückdatierung des L'HÉRITIER- schen Werkes findet sich insofern auch in der deutschen Literatur, als in den beiden Vorreden zu ScunEBEn's Genera plantarum über Angaben neu erschienener Bücher, auch die L'Hinirigg schen Schriften Berücksichtigung gefunden haben. Im ersten 1789 er- schienenen Teile werden (p. VII) unter anderen L’Héritier Stirpes novae fasc. 4—4 (soll wohl 1—2 heißen, da nach CavawiLLEs l. c. auch fasc. 3 und 4 später erschienen sind) Paris 1784 sqq. fol. und CavaNiLLEs dissertationes bolanicae 1—5, Paris 1785 und sqq. 4. erwähnt, während in der vom April 1791 datierten Vorrede des zweiten Teils (S. 5) CAVANILLES dissertationes 6—10 in ausführlicher Weise nach Zeit und Ort des Er- scheinens hervorgehoben werden, ohne der Fortsetzung des L'HEniriza schen Werks Er- wühnung zu thun, was um so sicherer geschehen ware, als sozar ein anderes inzwischen herauszekommenes Werk desselben Verfassers, nämlich das Sertum anglicum, Paris41788 namhaft gemacht wird. Wären L’Hénitier’s Slirpes novae fasc. 5 u. 6 in der That 4785 erschienen, wie auf dem Titelblatte steht, so würde dies SCHREBER schon in der Vorrede zum ersten Teile seiner Genera plantarum angeführt haben. Umgekehrt haben die 10 Dissertationes botanicae von CavawiLLEs, welche im Jahre 1785—1790 erschienen, nach ihrer Vollendung den Gesamttitel Monadelphiae classis dissertationes decem, Madrit. 1790 erhalten, was gleichfalls zu Irrtum Veranlassung gegeben hat. 464 A. Garcke. L'Hinrrren, CAYANILLES. S. supina p. 109bis, t. 59bis . . , . S. ovata p. 350, t. 196 f. 2. S. flagrans p.144, t.53 . . . . . S. capillaris p. 40, t. 4 f. 7. S. paniculata L. p. M2. . . . . . S. paniculata L. p. 16, t. 19 f. 5. S. viscosaL. p.AA bis, t.53bis, , . . S. foetida p. 349, f. 196 f. 4. S. althaeaefolia p. 149bis, S. suberosa p. 113, t. 54. S. ricinoides p. 445, t. 55.. . . . S. palmata p. 40, t. 3 f. 5. S. jatrophoides p. M7, V. 56. . . S. palmata p. 975, t. 434 f, 3, S. unilocularis p. ANTbis, t, 56bis, . S, humilis p. 977, t. 134 f. 2. S. pterosperma p. 49 1.57 . . . . S. multifida p. 25, t. 4 f. 2. S. nutans p. MO9bis, t. 57bis , . , S. calyptrata p. 57, t. 433 f. 4. S. hernandioides p. 494, t. 58. S. nudiflora p. 123, t. 59 et 59bis , S. stellata p. 97, t. 5 f. 4. S. crassifolia p. 125, t. 60 . . . . S. tricuspidala p. 30, t. 6 f. 5. S. cistiflora p. 427, V. 64... . . S. mollissima p. 95, t. A4 f. 4. S. mauritiana p. 129, t. 62. . . . S. planiflora p. 32, t. 435 f. 4. S. beloere p. 430). . . . . . . . S. populifolia p. 32, t. 128 f. 9, S. asiatica p. 430... . . . . . S. asiatica p. 34, t. 198 f. 4. S. pilosa p. 430... . . . 8, hirla p. 33, t. 199 f, 4, S. arborea p. 431, 63... . . . . S. peruviana p. 276, t. 130. Se S. retrorsa p. 133, t. 64 . reflexa p. 36, t. 195 f. A. Von diesen Namen sind nun teils die von L’He£rırırr gegebenen, teils solche von Gavanınıes bei den späteren Systematikern vorangestellt, doch findet sich in dieser Hinsicht in den Werken von Wittpenow und pe Can- DOLLE eine ziemlich genaue Übereinstimmung. Im Allgemeinen wurde, wie schon bemerkt, das L’Héririer’sche Werk wohl wegen der vorzüglichen Ab- bildungen bevorzugt. Über die zuerst erwähnte Art Hibiscus Solandra L'Hérit. oder Solandra lobata Murr. habe ich an einer anderen Stelle t) ausführlich berichtet. Hier will ich nur hervorheben, dass der Gattungsname Solandra vielfach in ver- schiedenem Sinne angewendet ist. Man wird zugeben, dass schon Linné bei Aufstellung seiner Gattung Solandra?) nicht sehr glücklich war, indem er zwei Arten älterer Botaniker (Ricinocarpus afra Boerh. und Mercurialis procumbens dicoccos africana foliis violae tricoloris Herm.) als Synonyme hinzuzog, welche mit seiner Pflanze nichts gemein haben und deshalb später von ihm selbst?) zu zwei anderen Arten (Croton Ricinocarpus L. und Mercurialis afra L.) gestellt werden. Aber abgesehen von diesen falschen Citaten wurde die Unhaltbarkeit der Gattung selbst bald erkannt, denn schon sein Sohn) vereinigte sie mit Hydrocotyle und unterschied zwei 1) Berl. bot. Ztg. 41. Jahrg. (1853). S. 894. 2) spec. plant. ed. II. Vol. II. p. 1407. 3) Mant. II. p. 298. ^) Suppl. plant. p. 176. Über anfechtbare Pflanzennamen. 465 Arten, von denen er die eine mit Mercurialis afra L. als Hydroc. villosa, die andere mit Solandra capensis L. als Hydroc. Solandra einführte, während Croton Ricinocarpus in neuerer Zeit von Mürr.-Arg.!) zu Leidesia capensis gestellt wurde. Darauf erscheint der Name Solandra, diesmal von Murray ?) eingeführt, für die in Rede stehende Pflanze. Obwohl nun die Murray’sche Abhandlung aus dem Jahre 4784 stammt und vor der dritten Dissertation von CAvANILLES 3) vom Jahre 1787, in welcher Lagunaea zuerst vorkommt, die Priorität besitzt, so hat man doch die jüngere Benennung vorgezogen und als Solandra den erst 1787 von Swanrz !) eingeführten Namen für eine So- laneengattung angenommen. Ist man freilich mit L'Hérrrier der Ansicht, dass dem Vorhandensein oder dem Fehlen des Außenkelches bei Hibiscus und den verwandten Gattungen kein diagnostischer Wert beizulegen sei, so steht der Vereini- gung von Solandra mit Hibiscus nichts entgegen und seine Bezeichnung wäre als Hibiscus Solandra gegen Cavanittes’ Widerspruch anzuerkennen. In neuerer Zeit vertreten bekanntlich Benruam und Hooker) dieselbe Ansicht, und seitdem man eine Art von Hibiscus kennt, welche bald mit, bald ohne AuBenkelch vorkommt, kann man allerdings nicht mehr viel Ge- wicht auf dieses Merkmal legen. Dies war aber wührend eines Jahrhunderts anders und daher die Bevorzugung des Namens Lagunaea vor Solandra un- gerechtfertigt. Ein ühnlicher Fall in Bezug auf die Beurteilung über den Wert des Auftretens oder des Mangels eines AuBenkelches findet sich wie hier bei Hibiscus und Solandra auch bei Malvastrum und Sida, während in anderen Malvaceengattungen ein solcher Wechsel nicht zu constatieren ist. Zu weit scheinen mir aber die Verfasser des neuesten, systematischen Hauptwerkes zu gehen, wenn sie der Meinung sind, dass auch Gaya, womit Tetraptera Phil. identisch ist, von Sida kaum zu trennen sei). Mit demselben Rechte, mit welchem L'Héririer Solandra lobata Cav. zu Hibiscus zog, konnte er auch Palava mit Malope vereinigen, da sie sich auBer dem Kelche nur durch die Narben unterscheiden und auf die ver- schiedene Stellung derselben bei den Malvaceen erst in neuerer Zeit von Asa Gray aufmerksam gemacht wurde. Wegen Sida angustifolia, für welche 1’Herırıer als Autor Mixer in Anspruch nimmt und welche auch bei Gava- NILLES unter gleichem Namen erscheint, war der Streit überflüssig, denn dieselbe Art war bereits von Lamarck?) ebenso benannt. Ähnlich verhält ss sich mit Sida mauritiana L'Hérit. und S. planiflora Cav., da schon Jacguin den ersten Namen vorgeschlagen hatte, wie GavawiLLEs *) nachträg- 4) DC., Prodr. XV. 2. p. 793. 3) Comment. Goetting. 1784. p. 21. t. 4. 3) Diss. 3. p. 473. t. 74. fig. 4. 4) Prodrom. p. 42 und Act. Holm. 1787, t. 44. 5) Gen. plant. I. p. 208. 6) Gen. plant. I. p. 203. 7) Dict. 4. p. 4. 8) Diss. V. p. 275. Botanische Jahrbücher. XIII. Bd. 30 466 A. Garcke. lich, wenn auch nur als wahrscheinlich zugiebt, und dasselbe gilt, wenn auch in Bezug auf die Autoren in umgekehrtem Verhältnisse von Sida hirta Cav. Vor Sida supina L'Hérit. besitzt nach CavaxiLLEss seine 1788 ver- öffentlichte S. ovata das Vorrecht, was allerdings nach der richtig gestellten Jahreszahl des Erscheinens des L’H&ritrer’schen Werkes zutreffen und gegen WILLDENOW und DE CANDOLLE, welche beide den L’Héritier’schen Namen voranstellen, sprechen würde, wenn nicht bereits FonskAr!) ein Jahrzehnt zuvor eine andere, später gewöhnlich S. grewioides Guill. u. Perr. genannte Art unter demselben Namen (S. ovata) beschrieben hiitte, wie ich?) schon früher nachgewiesen, wodurch mithin der Einwand von Cava- NILLES hinfällig wird. Im Irrtum war aber CavaNILLES, wenn er meinte, dass Sida fragrans L'Hérit.?) mit S. capillaris zusammenfalle. Dies haben scheinbar sowohl WiLL- DENOW 4), welcher die Pflanze wegen ihrer Tracht nach L'Hinrrren mit S. her- nandioides vergleicht, als auch pe GANDOLLE ê) erkannt, wenn sie dieselbe ohne jedes Bedenken als eigene Art anführen; in Wahrheit hatte aber keiner von beiden eine richtige Vorstellung von der Species. Dr CANDOLLE hat zwar die Pflanze gesehen, wie er ausdrücklich angiebt und aus dem beigefügten Ausrufungszeichen hervorgeht, aber an einer ganz falschen Stelle untergebracht, was nach der von L’Héritier gegebenen, genauen Be- schreibung der Frucht auffallend erscheint. Nach derselben gehört sie un- streitig zur Gattung Bastardia, welche bei pr CANDOLLE im Verein mit Gaya eine eigene Abteilung bildet. Sie hat sogar nach der Abbildung die größte Ähnlichkeit mit Sida bivalvis, einer von Cavanırıes selbst aufgestellten Art, und man muss sich wundern, dass er die nahe Verwandtschaft beider nicht erkannte, in der Beurteilung von Sida fragrans L'Hérit. sogar sehr fehlgriff. Diese möchte ich nach genauer Vergleichung aller angegebenen Merkmale und nach der Abbildung sogar für identisch mit Sida bivalvis, welehe bei DE CaNDOLLE gleichfalls eine unrichtige Stellung in der Abteilung Malvinda einnimmt, erklären, wofür auch das gleiche Vorkommen spricht, denn erstere wird in Hispaniola, letztere in St. Domingo angegeben. Sie findet sich übrigens auch in Mexico, denn Abutilon erosum Sehldl.9) ist davon nicht verschieden, wie ich schon vor 40 Jahren nachgewiesen habe, obwohl dies unbeachtet geblieben ist, denn HrxsLxv ?) führt, Abut. erosum als selb- ständige Art auf, während er Sida resp. Bastardia bivalvis weglässt. Dass Sida bivalvis, welcher also vor S. fragrans das Vorrecht zukommt, ebenso wie Sida viscosa zu Bastardia gehört, hat schon Kuntu 5) nachgewiesen, zu 1) Flora Aezypt.-arab. p. 424. 2) Jahrb. des bot. Gartens und Museums zu Berlin. II. S. 331. 3) In der von CavawiLLEs l. c, gegebenen Gegenüberstellung der Namen durch einen Druckfehler S. flagrans genannt. 4) Spec. plant. Vol. HI. 1. p. 743. no. 28. 5) Prodr. I. p. 464. no. 68. 6) Linnaea XI (1837). S. 367, 7) Biolog. cent.-amer. Vol. I. p. 410. 8) Hums., Bonert., Kru., Nov. gen. et spec. plant. V. p. 198. Uber anfechtbare Pflanzennamen. 467 welcher Gattung auch Sida brevipes DC. und die mit Bastardia viscosa sehr nahe verwandte Sida Magdalenae zu bringen sind. Umgekehrt wird von beiden Autoren, von WiLLDENow !) sogar mit aus- drücklicher Angabe der Unterscheidungsmerkmale, Sida foetida Cav. an- erkannt und Sida viscosa, von L’H£rırıer für die gleichnamige Linné’sche Art gedeutet, dazu gezogen. Dass Sida ricinoides L'Hérit. eine Varietät von S. jatrophoides L'Hérit. sein soll, hat wohl außer CavawitLES2), dessen Sida palmata als Collectivname für dieselben nicht auf Anerkennung Anspruch machen kann, Niemand behauptet. Dasselbe gilt von S. hernandioides und nudiflora, weshalb die Bezeichnung S. stellata Cav. für beide Arten von Anfang an zurückgestellt wurde. Die unberechtigte Bevorzugung der Namen S. nutans L'Hérit. und S. crassifolia L'Hérit. vor S. calyptrata und tricuspidata Cav. bei allen spiiteren Schriftstellern beweist recht schlagend, dass man die Zurückdatierung des L’'Héririer schen Werkes unbeachtet gelassen hat. Die von L’'Héririer als Sida arborea abgebildete Pflanze will Cava- NILLES S. peruviana genannt wissen, da Lixw£ fil.?) unter seiner Art etwas anderes verstanden haben müsse. Das von Lixw£ fil. über diese Art Gesagte, ist nun allerdings etwas knapp, aber es spricht, wie GAvANILLES von seinem Standpunkte scharf betont, eigentlich nur die Beschaffenheit der Frucht (Capsulae quinqueloeulares) dagegen, indem an der betreffenden Pflanze 12—15 Fächer vorhanden sind. Bedenkt man jedoch, dass L'Héririer diese Pflanze schon in Jussrev's Herbar unter dem Lryné’schen Namen fand, dass in den botanischen Giirten seit jener Zeit wohl niemals eine andere Pflanze darunter verstanden wurde und dass die Früchte an derselben oft fehl- schlagen, und zieht man ferner in Erwägung, dass auch Lixw£ fil. nur eine Gartenpflanze vor sich hatte, bei welcher zufällig nur wenige Kapseln zur Ausbildung gelangt waren, so kann man nicht umhin, die L'Hérrrier’sche Abbildung als zu der von Lixw£ fil. darunter verstandenen zu deuten. Dazu kommt noch, dass in der Linnf’schen Diagnose Wort für Wort auf die in Rede stehende Gartenpflanze passt, dass kaum eine andere, damals be- kannte Sida eine so große mit einer Hibiscus-Blüte vergleichbare Blume besitzt und dass die Zahl der Griffel, welche in diesem Falle entscheiden würde, von Liww£ fil. nicht namhaft gemacht ist. Dass Liww£ fil. für die Pflanze Afrika und nicht Peru als Heimat angiebt, ist für eine Gartenpflanze ganz ohne Belang, zumal er auch gegen seine sonstige Gewohnheit die Be- zugsquelle hier unerwähnt lässt. Sonach wird auch ferner diese Pflanze Sida oder richtiger Abutilon arboreum bezeichnet werden kónnen. Außer den bereits erwähnten sind unter den von CavaxrLLEs beschrie- benen und hierher gehörigen Arten Sida mollissima und S. reflexa den 1) l. e. p. 747. no. 38, 2) ]. c, p. 485. Anm. 3. 3) Suppl. plant. p. 307. 30* 468 A. Garcke, entsprechenden S. cistifloru und S. retrorsa von L'Héririer stets vorgezogen worden, während der gleichfalls von GavanıLres gegebene Name S. humilis von WILLDENOwW!) zwar vorangestellt, aber damit nieht nur S. untlocularıs L'Hérit., sondern auch die beiden von CavawiLLEs als Arten unterschiedenen S. morifolia und S. veronicaefolia verbunden wurden, weshalb schon bei DE CANDOLLE?) diese in gleichem Sinne erweiterte Species unter WILL- DENOWw's Autorität erscheint. Bei S. pterosperma L'Hérit. und S. multifida Cav. sind die Ansichten geteilt, da WırLpenow (S. 765 n. 94) den ersten, nk CANDOLLE (S. 458 n. 3) den zweiten als Cristaria multifida Cav. bevorzugt. | Ebensoweit ausein- ander gehen die Ansichten über Sida truncata Cav. und die gleichnamige von L’H£rırıer. Während Wittpenow (S. 756 n. 68) die erste adoptiert und sie besonders durch die 9 stumpfen Kapseln charakterisiert, führt er die zweite in unmittelbarer Nähe (S. 757 n. 70) unter seiner S. emarginata, durch die 5 zweischnäbeligen Kapseln gekennzeichnet, auf. Bei pe CAN- DOLLE Stehen sie dagegen weit von einander entfernt, die eine wie bei WILLDENow unter S. emarginata (S. 464 n. 64), die andere mit Fragezeichen als selbständige Art (S. 471 n. 851) zwischen S. exstipularis Cav. und S. terminalis Cav., also in der Abteilung Abutilon, aber mit der Anfrage, ob die Carpelle 1- oder vielsamig seien. Bei SrnrxarL sind die Arten der Gattungen Sida, Bastardia, Gaya und Abutilon bunt durcheinander gewürfelt, ohne im Geringsten auf die natürliche Verwandtschaft Rücksicht zu nehmen, daher auch die beiden betreffenden Arten in großem Abstande 3) von einander er- scheinen. Dass Sida tricuspidata Cav. als Abutilon tricuspidatum vor Sida crassi- folia L'Hérit. das Vorrecht besitzt, ist schon erwiihnt. 7. Über Quararibea macrophylla Kl. und drei unbekannte Sprengel'sche Arten. Unter den Pflanzen, welche mir Keser im Jahre 1848 von seiner Aus- beute in Surinam zur Bestimmung übergab, befand sich auch eine Qua- raribea, welche sich von der Ausrer’schen Abbildung von Q. guianensis durch etwas gróBere Blätter unterschied. Da ich zur Vergleichung anderer, nicht so leicht zu entziflernder Pflanzen und zur Benutzung verschiedener mir in Halle fehlender Werke damals nach Berlin reiste, so erfuhr ich von Krorzscu, dass er gerade mit der Bearbeitung der von den Brüdern Scuom- punGK in British Guiana gesammelten Pflanzen beschäftigt sei. Es war nun vorauszusehen, dass einige Pflanzen dieser beiden Sammlungen überein- stimmen würden, und dies war auch bei der betreffenden Quararibea der Fall. Krorzscn hatte dieselbe Art bereits Q. macrophylla genannt, und da 4) L e. p. 744. no. 34. 2) |. e. p. 463. no. 52. 3) Syst. veget. ILI. I p. 442. no. 42 und p. 420. no. 135, Über anfechtbare Pflanzennamen. 469 das Werk über die Flora und Fauna jenes Landes in Vorbereitung war, so begnügte ich mich bei der Veröffentlichung der Krarr'schen Pflanzen in solchen Fällen mit der Angabe des Manuscriptnamens. Besagte Pflanze wurde daher von mir!) als Quararibea macrophylla Klotzsch aufgeführt und diese Stelle später auch wiederholt citiert?), während Krorzscu die Pflanze in dem unmittelbar vor meiner Publikation erschienenen Werke?) als My- rodia macrophylla bezeichnete, wahrscheinlich weil ENDLICHER , nach dem dasselbe geordnet ist, Myrodia vorangestellt hat®). Nach wiederholter Prüfung kann ich jedoch auch die von KEGEL gesammelte Pflanze von Qua- raribea quianensis Aubl. nicht für verschieden erklären, wodurch dieser Art leider zwei neue Synonyme (Quararibea und Myrodia macrophylla Klotzsch) erwachsen sind. Obwohl der Name Quararibea von Ausuer 5) weit älter ist als Myrodia und auch von CavawiLLES)) vorangestellt wurde, so war es doch schon zu Winrprxow's Zeit gebräuchlich, die jüngere Bezeichnung für diese Gattung in Anwendung zu bringen, nachdem dies auch Scuresen’) gethan hatte. Diesem folgte auch pe Canporre ê) und unterschied in der Gattung Myrodia als erste Section Eumyrodia mit M. turbinata Sw. und M. verticillaris fl. mex. und als zweite Section Quararibea mit M. longiflora Sw., wozu Q. guia- nensis Aubl. als Synonym gezogen wird. Bexruam und Hooker”) stellen die beiden Gattungen Quararibea und Myrodia wieder her und bringen sie sogar zu zwei verschiedenen Hauptabteilungen oder Familien, worin sie jedoch keine Zustimmung fanden. Bei dieser Gelegenheit müchte ich auch auf drei aus Brasilien stam- mende unbekannte und zum Teil übersehene Sprencer’sche Arten hinweisen. So ist in der Aufzählung der Arten der Gattung Büttneria in der Flora bra- siliensis die Sprence.’sche Büttn. brasiliensis !%) unerwähnt geblieben. Ein wirklicher Ausfall einer Art ist jedoch dadurch nicht herbeigeführt, denn in Wahrheit gehört diese Pflanze gar nicht zur Gattung Bülineria, sondern zu Guazuma und zwar zu der vielgestaltigen G. ulmifolia Lmk., eine mit Synonymen bereits überreich ausgestattete Art. Noch größer war der Miss- griff, in welchen Sprencet bei Aufstellung einer anderen Columnifere mil demselben Speciesnamen verfiel, nämlich bei Thespesia brasiliensis 11). Ohne Ansicht eines Originals kann man selbstverstiindlich nicht auf die Ver- mutung kommen, dass hiermit gar keine Malvacee, sondern cine Tiliacée und zwar die von ihm selbst in den Nachträgen !?) erwähnte Lühea divari- cata Mart, gemeint sei. 4) Linnaea XXII (1849). p. 55. 2) Flora brasil. fasc. 98. p. 244. 3) SCHOM- sUnGK, Reisen in Brit. Guiana. 3. T. (1848). S. 1094. 4) Gen. plant. p. 994. no. 53413. 5) Hist. d. plant. Il. p. 692. t. 278. 6) Diss. III. p. 475. t. 74. fig. 2. 7) Gen. plant. II (4791). p. 472. no. 1147. 8) Prodr. I. p. 477. 9) Gen. plant. I. p. 212 u. 219. 10) Syst. veget. vol. I. p. 790. 41) 1, c, vol. III. p. 96. 12) 1, c. vol. IV. 2 (Cur. poster.). p. 296. 470) A, Garcke. Uber aufechtbare Pilauzeunamen. Die dritte hierher gehörige, gleichfalls von SELLO gesammelte Pflanze ist Thouinia integrifolia. Ausnahmsweise beschrieb sie der Autor 1) aus- führlich, aber gerade dieser Umstand kann bei einer Vergleichung der Be- schreibung mit einer dafür ausgegebenen Pflanze Bedenken wegen der Richtigkeit der Bestimmung hervorrufen. Zwar steht diese Art nach dem von SPRENGEL selbst gemachten Vergleich mit Thouinia simplex Poit. (soll Th. simplicifolia heißen) bei pe Caxnorre?) nur mit dieser unter den einfach- blättrigen der Gattung und gegen die verhältnismäßig genaue Beschreibung der Blätter lässt sich kaum etwas einwenden. Auch was von Sprenger über die anderen Teile der Pflanze , insbesondere über die Äste, die Blattstiele, den Blütenstand, die Kelche gesagt ist, stimmt, wenn man von der un- passend gewählten Bezeichnung der Behaarung absieht, mit den von SeLLo gesammelten und dafür ausgegebenen Exemplaren überein. Anstoß erregt aber die Angabe von dem angeblichen Vorhandensein dreier Narben und dreier Früchte, was der Wirklichkeit widerspricht. Diese unrichtige An- gabe ist wahrscheinlich in der Weise zu erklären, dass Sprencet die Pflanze, durch die Flügelfrucht irregeleitet, für eine Thouinia hielt und deshalb in Übereinstimmung des von ihm selbst beigebrachten Gattungscharakters 3) (stigmata 3; achenia 3 samaroidea) auch dieser Art drei Früchte zuschrieb, von denen zwei fehlgeschlagen seien, wie dies bei Thouinia öfters vor- kommt. Viel weniger würde man sich gewundert haben, wenn er die Pflanze nach der Frucht für eine Securidaca gehalten hätte, womit auch seine Beschreibung der Fruchtflügel (alae str iatae) besser übereinstimmt. Solche Flügelfrüchte kommen indes in verschiedenen Familien vor, ins- besondere auch bei den Phytolaccaceen, und dahin gehört nach einem Originalexemplare auch die in Rede stehende SrrenGeL’sche Pflanze, nüm- lich zu Gallesia Gorazema Moq. 1) Neue Entd. der Pflanz, II. S. 155 und Syst. veget. II. p. 234, 2) Prodr. I. p. 612. 3) Syst. veget. II. p. 473. Uber die Entstehung und das Schicksal der Eichenwälder im mittleren Russland. Von Prof. Dr. S. Korzchinsky. Es ist bekannt, dass die den Erdboden bekleidende Pflanzendecke keineswegs etwas Beständiges, Unbewegliches darstellt, dass sie vielmehr in ihrem Bestande und Charakter einem unaufhörlichen Wechsel unter- worfen ist. Ganz abgesehen von den radicalen, durchgreifenden Veründerungen der Flora, welche in entfernten geologischen Epochen stattgefunden haben, legen sowohl die paläontologischen Data, als auch vielfach die historischen Thatsaehen Zeugnis dafür ab, dass auch in der letzten Zeit, während der modernen geologischen Epoche, große Veränderungen in der Pflanzenwelt eingetreten sind, dass beispielsweise in Mitteleuropa die Diluvialsteppen durch Wilder ersetzt wurden, und dass sich auch der Bestand dieser letzteren selbst infolge von Verdrüngung gewisser Baumarten durch andere allmählich änderte. Sämtliche Thatsachen sprechen dafür, dass ähnliche Processe auch vor unseren Augen ablaufen und dass der jetzige Vegetations- zustand irgend eines Landes nur eines der Stadien in dem unaufhörlichen Wechsel seiner Pflanzendecke, das Resultat früherer und der Keim zu- künftiger Bedingungen solcher Umgestaltungen ist. Es ist begreiflich, mit welch’ erhöhtem Interesse sämtliche Thatsachen in Bezug auf die vor- historischen Bedingungen der Vegetation aufgenommen werden, da der Forscher namentlich in diesen Bedingungen den Schlüssel zur Erkenntnis der gegenwärtig in der Pflanzenwelt angetroffenen Erscheinungen zu suchen hat. Wie stellt man sich aber die Ursachen aller solcher Umänderungen der Pflanzendecke vor? Wenn wir von allen vereinzelt dastehenden Ansichten, die hierüber in Berücksichtigung der oder jener Thatsachen ausgesprochen wurden, absehen, so werden wir kaum fehlgehen, indem wir behaupten, dass sowohl in der Wissenschaft, als auch unter den Laien die eine Über- zeugung vorherrscht, gleichviel ob sie nur stillschweigend anerkannt oder 472 S. Korzchinsky. aber offen geüuBert wird — nämlich, dass die Pflanzenwelt ganz und gar von den klimatischen oder überhaupt von den physiko-geographischen Be- dingungen abhänge, dass die Vegetation irgend eines Landes das voll- ständige Spiegelbild seiner physiko-geographischen Verhältnisse sei und dass bei Anderung dieser letzteren — und zwar nur unter dieser Bedingung — eine Umwandlung in der Pflanzendecke erfolge. Eine solehe Anschauung lásst sich die unbedingt herrschende nennen, weil auf derselben alle spe- ciellen Hypothesen und Voraussetzungen basieren, die zur Erklärung dieser oder jener der hierher gehörigen Erscheinungsreihen dienen. Auf solche Weise pflegen alle uns bekannten Thatsachen betreffs eines vorhistorischen Wechsels der Pflanzendecke bald aus der größeren Continentalität des Klimas, bald aus dem Ansteigen, bald aus dem Fallen der mittleren Tempe- ratur etc. erklärt zu werden. Verfasser dieser Zeilen hatte bereits mehrmals Gelegenheit, seine Zweifel darüber auszusprechen, ob in Wirklichkeit eine so vollkommene Übereinstimmung bestehe zwischen dem Klima und der Vegetation, da ihm derartige Anschauungen stets allzu einseitig und andererseits etwas über- trieben schienen. Ohne die Abhängigkeit der Vegetation von den klimati- schen und anderen physiko-geographischen Elementen leugnen zu wollen, erlaube ich mir auch jetzt meine Überzeugung auszusprechen, dass die Pflanzendecke schon an und für sich etwas eigenartiges, selbständiges ent- hält, was ihr die Möglichkeit giebt, bis zu einem gewissen Grade gegen ungünstige äußere Einflüsse anzukämpfen, was sich die notwendigen Lebensbedingungen selbst schafft !), was die einen Pflanzenarten in ihrem Gedeihen fördert, während andere von ihnen verdrängt werden etc.; dass die Pflanzendecke in sich selbst den Keim zu weiteren Veränderungen ent- halten kann infolge der allmählich sich entwickelnden socialen Verhält- nisse zwischen den verschiedenen Formen, ihrer gegenseitigen Anpassung zu einander, sowie infolge des Auftretens und Wurzelfassens neuer Ein- dringlinge ete. Soleherweise kann ganz selbständig, unabhängig von kli- matischen Veränderungen nicht nur ein Wechsel einzelner Arten sowie ganzer Formationen erfolgen, sondern es kónnen derart auch durchgreifende Umgestaltungen in dem Charakter der Vegetation eintreten. Es ist noch nicht zeitgemäß, diese Anschauungen als allgemein gültige aufzustellen und sie gehórig zu begründen. In der vorliegenden, kurz gefassten und anspruchslosen Notiz möchte ich nur an einem speciellen Falle nachweisen, dass die soeben erwiihnten Erscheinungen, nämlich eine ganze Reihe von Veriinderungen in dem Charakter der Pflanzendecke eines Landes ohne jede Beteiligung klimatischer Einflüsse statthaben künnen. 1) So schafft sich z. B. der Wald selbst gewisse Bedingungen der Beschattung, der Luft- und Bodenfeuchtigkeit, welche für die Existenz der Waldformen erforderlich sind, während die Anwesenheit der Steppen andere, die Entwickelung der Steppenvegetation begünstigende Verhältnisse mitbringt, Über die Entstehung und das Schicksal der Eichenwälder im mittleren Russland, 473 Die Veranlassung zu dieser Notiz gaben mir Beobachtungen, die im Gouvernement Kasan von mir angestellt worden sind. Namentlich im Früh- jahre 1888 hatte ich Gelegenheit, in Gemeinschaft mit dem damaligen Forstrevisor des gen. Gouvernements, K. M. Parkawow, die Eichenwälder in der Umgegend der Stadt Laischew zu besichtigen. Hauptzweck unserer Excursion war die Erörterung der Frage, ob die Hasen, welche die Spröss- linge der jungen Eichenbäume benagen, diese letzteren ganz zu Grunde richten oder ob sie dieselben nur für eine Zeit lang in ihrem Wachstum aufhalten, ohne einen nachtrüglichen Aufwuchs hochstiimmiger Báume zu behindern. Als Waldbauer nahm Herr Pırkanow großes Interesse an dieser Frage und ersuchte mich, ihn zu begleiten, um, so zu sagen, seine Be- obachtungen zu prüfen. Obgleich ich bereits vielmals diese angenagten Eichenbüumchen ge- sehen hatte, suchte ich doch damals zum ersten Male dieselben genauer kennen zu lernen. Es waren Bäumchen von geringer (I—2 m betragender) Höhe und mit einem gekrümmten Stamme, der von seiner Basis aus eine Menge Astchen sandte, die zum größten Teil verdorrt waren. Sie áhnelten vollkommen den Gesträuchen, welche in der Humussteppenzone so ver- breitet sind und ehemals sogar zur Annahme einer besonderen, strauch- artigen Eichenart Anlass gegeben haben. In der von uns besichtigten Gegend trafen wir diese strauchartig wachsenden Eichenbiiumchen be- sonders zahlreich in dem Vorholze, in den Thälern und in der Nühe der Felder an. Besonders groß war die Anzahl dieser Bäumchen in einem von Wiesen besetzten und beiderseits von Wald umsiiumten Thälchen. Einige dieser Bäumehen waren ersichtlich von ihrer frühesten Jugend an allzu stark be- nagt worden. Sie waren kleinwüchsig und ihre Stämme so sehr ver- krüppelt, dass ihre Weiterentwickelung schwer annehmbar schien. Andere von ihnen gaben ungeachtet ihrer stark gekrümmten Stämme und zahl- reicher verdorrter Äste dennoch recht kräftige, nach verschiedenen Seiten gerichtete Schésslinge ` sie wuchsen überhaupt weiter fort, wiewohl in un- regelmäßiger Weise. Indem wir unsere Beobachtungen weiter fortsetzten, fanden wir eine nicht geringe Zahl solcher Eichen, die alle typischen Merkmale der ange- nagten Bäume zeigten, aber nichtsdestoweniger an ihrem oberen Teile einen geraden, starken Schössling trugen, welch letzterer nicht mehr angenagt wurde und stark entwickelt erschien, so dass er mit der Zeit einen kräftigen Stamm zu geben versprach; und als wir darauf die an dem Vorholze wachsenden, gerad- und bereits recht hochstämmigen Eichenbäume (von 45—20 em im Durchmesser) näher betrachteten, fanden wir bei vielen von ihnen unten am Stamme Spuren früher dagewesener Verkrümmungen und Überreste verdorrter Zweige. Diese Thatsachen brachten uns direct auf den Gedanken, dass die benagten, verkrüppelten Eichenbäumchen 474 S, Korzehiusky. dennoch mit der Zeit zu hochstiimmigen, normalen Bitumen heranwachsen kónnen. Zu derselben Überzeugung war schon früher mein verehrter College gelangt. Nach dem, wie er es sich erklürte, mégen die Hasen im Winter die Eichenbäumchen noch so stark benagen, so wachsen letztere dennoch allmählich weiter fort, indem sie während der Sommerzeit neue Spröss- linge treiben und schließlich eine solche Höhe erreichen, dass der auf dem Schnee auf seinen Hinterbeinen stehende Hase nicht mehr bis an den Gipfelschóssling reichen kann. Dann beginnt dieser letztere sich unbe- hindert weiter zu entwickeln; er nimmt eine verticale Richtung an und ersetzt in jeder Hinsicht den Hauptstamm (letztere Erscheinung kennt man aus der Pflanzenphysiologie recht gut, obwohl eine genügende Erklärung dafür noch ermangelt). Die Seitenäste verkümmern nach und nach und vertrocknen schließlich ganz, die Krümmungen am Stamme glätten sich mit der Zeit aus, und solcherweise kónnen aus dem strauchartigen, ver- krüppelten Eichengehülze hochgewachsene, geradstämmige Bäume ent- stehen. Zweifelsohne wird Herr Parkanow demnächst seine Beobachtungen ausführlicher mitteilen. Ich kann dieselben meinerseits nur bestätigen und hinzufügen, dass ich die oben ausgeführte Schlussfolgerung für unzweifel- haft richtig halte. Aber die oben beschriebenen Beobachtungen scheinen auch von rein botanischem Gesichtspunkte aus Interesse zu bieten, da sie uns das Schicksal der in dem nürdlichen Teile des Steppengebietes so ver- breiteten strauchartigen Eichengehölze klarlegen können. Prof. Bekrrow hat sich bereits längst dahin ausgesprochen, dass diese strauchartige Form der Eichengehölze einfach von dem Benagen der jungen Büumchen durch das Hausvieh abhünge und dass die ersteren zu geradstümmigen Bäumen heranwachsen, sobald dem Vieh der Zutritt zu den Bäumen verwehrt werde (vergl. Anmerkung zum Werke von Grisesacn: »Die Vegetation des Erd- balles«, Bd. I. p. 568). Ob das Eichengehölz nur vom Hornvieh benagt wird oder ob auch die Hasen hier eine nicht unwesentliche Rolle spielen, was mir wahrscheinlicher vorkommt, ist hierbei indifferent; jedenfalls lásst sich annehmen, dass das Gesträuch auch ohne jede Einzäunung all- mählich emporwächst und dann in solcher Höhe Schösslinge treibt, dass selbige nieht mehr abgenagt werden können, dass also dieses Gesträuch, obwohl nur langsam, in hochgewachsene Bäume sich verwandelt. Die Thatsache, dass man längs der nördlichen Grenze des Steppengebietes, wie z. B. in dem nördlichen Teile des Gouvernements Ssamara, zahlreichen Übergangsformen von dem strauchartigen Eichenanwuchse an bis zu den ‘ichenwäldern verschiedenen Alters begegnet, spricht schon an und für sich zu Gunsten der großen Wahrscheinlichkeit einer solchen Schluss- folgerung. Wie bereits früher bemerkt wurde, trafen wir die benagten Eichen- Uber die Entstehung und das Schicksal der Kichenwälder im mittleren Russland. 415 büumchen entweder auBerhalb des Waldes oder in dem Vorholze. Indem wir darauf unsere Aufmerksamkeit richteten, beschlossen wir nachzusuchen, ob nicht auch innerhalb des Waldes solche benagte Bäume zu finden seien. Aber hierbei stieBen wir auf folgende Thatsache: innerhalb des Waldes waren nicht nur keine benagten, sondern überhaupt keine jungen Eichen- bäume zu finden. Der Wald war noch nicht alt, er bestand aus Bäumen verschiedenen Alters und war nicht allzu schattig. Aber ungeachtet dessen gelang es uns in Gemeinsehaft mit zwei Waldhütern auch nach zwei- stündigem Suchen nicht, ein einziges junges Eichenbäumchen zu ent- decken. Dieser Befund bietet freilich nichts außerordentliches; denn es ist ja allgemein bekannt, dass die Eiche eine äußerst lichtliebende Art ist, welche sich im Schatten gar nicht weiterentwickeln kann, und deren Keime unter dem Dache der Waldbäume bereits nach 2—3 Jahren verschwinden. Dies war mir auch von früher her bekannt; aber jetzt erst, als ich mich per- sönlich davon überzeugt hatte, begann ich mehr über diese Thatsache nach- zudenken und gelangte zu Schlussfolgerungen, die mir eine allgemeinere Bedeutung für die Pflanzengeographie haben zu kónnen scheinen. In der That, stellen wir uns einen reinen Eichenwald vor. Die Baum- kronen desselben stehen dicht zusammen und beschatten den Boden. Es vergehen Jahre, Hunderte von Jahren, und die Waldriesen beginnen zu altern, aber unter ihrem Schirme hat sich kein junger Anwuchs gebildet, keine jüngere Generation ist da, welche an Stelle der ersteren treten kónnte. Damit dies geschehe, ist es nötig, dass der größte Teil der Riesen zu Boden stürze und der ganze Wald licht werde: dann erst kónnen die jungen Eichenbäumchen aufkeimen und, wenn sie nicht in ihrer zartesten Jugend von dem rasch wuchernden Unkraut erstickt werden, sich aueh weiter entwickeln. Somit ist die natürliche Erneuerung des Eichenwaldes im allgemeinen mit groBen Schwierigkeiten verknüpft, selbst wenn keine anderen Baum- arten zugegen sind. Aber was wird erfolgen, sobald die Samen anderer, mehr Schatten vertragender Arten, wie z. B. der Linde, der Buche oder der Fichte und Edeltanne etc., auf dem oder jenem Wege in unseren Wald gebracht werden? Es werden solchenfalls die letzterwähnten Baumarten allmihlich unter dem Schatten der Eichenbäume sich entwickeln, und ehe noch der Eichenwald hinreichend licht geworden ist, um dem jungen Nachwuchse Platz zu geben, wird das Terrain bereits eingenommen sein. Je lichter der Wald werden wird, desto stärker werden die Schatten ver- tragenden Baumarten sich weiter entwickeln; sie werden selbst den Boden beschatten und den Eichenanwuchs von vorn herein behindern. Und nachdem die vorhergehende Generation den Schauplatz verlassen hat, wird an deren Statt eine neue Generation treten, welche indes nicht mehr aus Eichen, vielmehr aus (einer oder mehreren) anderen Baumarten 476 S. Korzchinsky, bestehen wird. So kann nach und nach auf einem weiten Umkreise irgend eine Baumart durch andere ersetzt werden, abgesehen von jeglichen Ver- änderungen des Klimas, der Bodenbeschaffenheit oder anderer äuBerer Einflüsse, einzig und allein bedingt durch die Lebenseigenschaften der coneurrierenden Formen. Sümtliche uns bekannten Thatsachen und Beobachtungen bestiitigen vollkommen ein solches a priori entworfenes Bild. Dass der Eichenwald sich auf dem Wege natürlicher Besamung äußerst schwer erneuert, ist eine allgemein bekannte Erfahrung. Die alten, reinen Hochwälder dieser Baumart, welche auf genanntem Wege entstanden sind, trifft man sehr selten an. Das einzig sichere Verfahren zur Begründung der Eichenwälder — ein Verfahren, welches gegenwärtig auch in Russland (in kleinem Maßstabe auch im Gouvernement Kasan) eingeführt wird — ist die Saat. Außerdem weisen sämtliche Beobachtungen darauf hin, dass die reinen Eichenwälder, selbst wenn sie auf dem günstigsten Boden wachsen, im höheren Alter sehr licht werden und dass der Boden dieser Wälder ent- weder von Unterholz bedeckt oder von Unkräutern überwuchert wird (Krawrscuinsky, »Der Waldbau« S. 159 [russisch]), weshalb die Waldbauer stets die Pflege gemischter Bestiinde aus Eichenbüumen mit irgend einer anderen Art vorziehen. Wie verhält sich nun die Eiche in den gemischten Beständen? In der Mehrzahl der im Forstwesen gangbaren Combinationen wird die Anwendung besonderer MaBregeln erforderlich, um das Uberwachsen der Eiche durch andere Baumarten zu verhüten. Gewisse Baumarten werden dagegen selbst von der Eiche überwachsen und unterdrückt. Aber dies alles hat nur in Bezug auf eine einzige Generation Geltung. Was die Erneuerung des Eichenwaldes betrifft, so ist es klar, dass er, sich selbst überlassen und im Gemenge mit Schatten vertragenden Baumarten, nicht im Stande sein wird, seinen Platz zu behaupten, sondern nach und nach entschwinden muss. Wenn wir daher irgend einen natürlichen gemischten Waldbestand an- treffen, so dürfen wir nicht glauben, etwas Beständiges, Statisches vor uns zu haben; dass etwa eine bestimmte Combination von Formen vor uns stehe, die sich in der Gleichgewichtslage befinde, abhängig von dem Klima oder von irgend welchen anderen äußeren Bedingungen. Bei weitem nicht! Wir haben es nur mit einem Übergangsstadium zu thun, mit einer der Phasen eines Kampfes, dessen Ausgang nicht schwer abzusehen ist. Wenn die Eiche sich in Gemeinschaft mit irgend einer anderen, mehr Schatten vertragenden Baumart befindet, so bedeutet dies, dass wir eines der Umwandlungsstadien eines Eichenwaldes in Waldung einer anderen Art vor uns schen. Und es kann darüber nieht der geringste Zweifel ob- walten, dass unter normalen Verhältnissen, d. h. ohne Beihülfe des Men- schen, diese Umwandlung stattfinde und die Eiche schließlich verdrängt Uber die Entstehung und das Schicksal der Eichenwälder im mittleren Russland. 411 werde. Natürlich bleibt es fraglich, ob;die Baumart, welche die Eiche verdrängen wird, ihrerseits Stand halten oder aber noch anderen wider- standsfähigeren Formen den Platz abtreten wird. Und es ist möglich, dass eine ganze Reihe derartiger Umwandlungen ununterbrochen vor unseren Augen abläuft, ohne dass hierbei irgend welche klimatische oder andere physiko-geographische Veränderungen eine Rolle spielten. Eine bemerkenswerte Beobachtung, die das soeben Dargelegte vor- züglich illustrieren kann, wird von Sexprner in seinem berühmten Werke: a Die Vegetationsverhältnisse Südbayerns « (p. 474) angeführt, obgleich die- selbe von dem Verfasser selbst von einem anderen Gesichtspunkte aus be- trachtet wird. »Der Ebersberger Staatsforst zwischen München und Wasserburg hat 33000 Tagw. zusammenhiingendes Waldland. Bis zu Ende des 17. Jahr- hunderts bestanden diese zu 2/, aus Eichenwald, !/, aus Buchenwald mit vereinzelten Fichten. Nach eingetretener Durchforstung find teilweiser Liehtung fand sich ein Fichtenanflug, obgleich Eichen und Buchen Samen trugen, ein, der immer mehr und mehr überhand nahm, so dass im ganzen Forste keine Blöße mehr zu finden war und im Jahre 1722—1727 auf Be- fehl des Kurfürsten der ganze Fichtenanwuchs ausgereutet wurde, um der natürlichen Eichenbesamung Raum zu geben. Allein ohne Erfolg. Die Fichte behielt ungeachtet aller angewandten Mittel die Oberhand und über- wuchs zuletzt die übrig gebliebenen Eichbäume, die auf diese Weise abstanden. Ihre dürren Bäume von colossalem Umfang standen noch in den vergangenen Jahrzehnten, an ihrer Oberfläche bis schuhtief vermodert, der Kern war noch brauchbares Holz. Man beging den Missgriff und führte dieses Holz zum Verkauf hinweg. Jetzt ist nicht eine einzige grüne Eiche mehr zu sehen. Mit den Buchen ging es ähnlich. Ein geschlossener, hoch- schäftiger Bestand dünner und anscheinend gesunder Stämme war auf jener Wachstumsstufe stehen geblieben, so dass die ältesten Leute sich dessen nicht anders erinnerten. Stämme von 1—4 Zoll Durchmesser waren über 100 Jahre alt.« Mithin ergiebt sich, dass die Eichen-Urwälder überhaupt nur dann eine unbestimmt lange Zeit bestehen können, wenn der Zutritt anderer Baum- arten in die ersteren behindert ist. Da aber eine solche Bedingung kaum irgendwo vorhanden sein könnte, so müssen wir die Kichenwiilder augen- scheinlich als eine temporäre und sogar verhältnismäßig schnell vorüber- gehende Erscheinung betrachten (wobei natürlich von der Einwirkung des Menschen ganz abgesehen wird). So günstig auch das Klima und die Boden- beschaffenheit für ihre Weiterentwickelung sein sollten, müssen sie dennoch früh oder spit die Scene verlassen und ihren Platz andern Arten einráumen. Und in der That weist vieles darauf hin, dass die Eichenwälder ehemals in Europa viel verbreiteter gewesen sind als jetzt. Die Untersuchungen der Torflager z. B. haben gezeigt, dass im südlichen Schweden, in Dänemark 478 S. Korzchinsky. und in vielen Gegenden Deutschlands einst Eichenwälder vorhanden waren, die in der Folgezeit durch Buchenwälder ersetzt wurden. Nach den An- gaben von Krause t) sind in Schleswig-Holstein viele Buchenwiilder erst wührend der letzten Jahrhunderte an Stelle von Eichenwäldern hervor- gegangen, und in vielen Gegenden werden auch jetzt noch zahlreiche alte Eichen mitten in den Buchenwäldern angetroffen. Wie wir gesehen haben, ist diese Umwandlung eine unausbleibliche Folge der biologischen Eigen- schaften beider Baumarten und ist man zur Erklürung dieser Erscheinungen keineswegs gezwungen, zu Hypothesen über eine Veründerung des Klimas zu greifen. Ebenso ist auch die gegenwärtig beobachtete Verdrängung der Buche durch die Fichte?) aus den von uns soeben erörterten Erscheinungen zu erklüren. Ahnliche Erscheinungen haben unzweifelhaft auch bei uns stattge- funden. Die Eichenwiilder, deren sich das Gouvernement Kasan zu Peters des Großen Zeit so sehr rühmte, grenzten an Fichten- und Edeltannen- wälder. Die letztgenannten Arten drangen naturgemäß in die Eichenwilder ein und mussten die Eichenbäume unbedingt verdrängen. Die Unter- suchung entlegener Punkte des Gouvernements Kasan könnte, glaube ich, auch jetzt noch wertvolle Befunde zu Gunsten dieser Anschauung liefern. Dagegen hat in dem größten Teile des genannten Bezirkes der Einfluss der Menschenhand (Aushau) andere Bedingungen für den Wechsel der Baum- arten geschaffen, wodurch die ursprünglichen, normalen Verhältnisse ver- dunkelt werden. Übrigens unterliegt die Realität der beschriebenen Er- scheinung meines Erachtens nicht dem geringsten Zweifel, da sie aus den biologischen Eigenschaften der Eiche mit der Unfehlbarkeit einer mathe- matischen Wahrheit hervorgeht. Die Eiche kann mit der Fichte und Edel- tanne nicht concurrieren und muss ihren Platz diesen Schatten vertr: igenden Arten abtreten Indes, sind die Eichenwälder nur eine vorübergehende Erscheinung, müssen sie unabwendbar und unausbleiblich vor anderen, mehr Schatten vertragenden Baumarten zurückweichen und durch letztere ersetzt w erden, und verschwinden sie in Wirklichkeit überall dort, wo die Menschenhand nieht verändernd eingreifen konnte; so fragt es sich, auf welche Weise sind dann die natürlichen (nieht von Menschenhand gepflanzten) Eichenwälder 1) E. Krause, Geographische Übersicht der Flora von Schlesw.-Holst. PETERMANN’S Mitteilungen 4889, V, S. 445. 2) Nach der Aussage von Bere ist in dem westlichen Harze die Buche überall durch die Fichte verdrängt worden, aber an einigen Orten stieß man beim Aushau dieser letzteren Baumart auf Reste von Eichen, und zwar auf einer Höhe von 2000’, d. h. dort, wo sie zur Zeit gar nicht mehr vorkommen. Vergl. BERG, das Verdrüngen der Laubwälder durch die Fichte und Kiefer, 4844. Mir bekannt aus GuisEBACH's Bericht über die Leistungen in der Pflanzengeographie während des Jahres 1844, S. 15 und aus dem Werke desselben Autors, betitelt: »Die Vegetation der Erde«, Bd. I, S. 150 (II. Aufl.) Uber die Entstehung und das Schicksal der Eichenwälder im mittleren Russland. 479 entstanden, welche noch bis jetzt existieren, an welchen Ortlichkeiten, unter welchen Bedingungen haben sie ihren Anfang genommen? Theoretisch ist es nieht schwer, auf diese Frage zu antworten. Keines- falls konnte die Eiche an Stelle solcher Wilder erscheinen, welche aus mehr Schatten vertragenden Baumarten bestanden. Dazu würe die Annahme einer allzu starken Veränderung des Klimas und einer Vernichtung der ur- sprünglich dagewesenen Waldflächen erforderlich. Aber es ist kein Grund vorhanden, so starke Schwankungen des Klimas vorauszusetzen. Sowohl die Vegetation als auch die physiko-geographischen Bedingungen der Erd- oberfläche ändern sich nur in einer sehr allmählichen Weise. Es können also die Eichenwälder nur auf zweifachem Wege entstanden sein: entweder sie wuchsen auf freien Bodenflächen auf, oder sie traten auf an Stelle von Baumarten, welche noch mehr lichtliebend sind als die Eiche. Nach der Gruppierung von Heyer sind folgende Baumarten noch licht- liebender als die Eiche: die Lärche, die Birke, die Kiefer und die Espe. Über das Verhalten der Eiche zur Lärche ist mir nichts bekannt. Dass die Birke und die Espe von der Eiche verdrängt werden können, scheint mir allen bekannten Daten gemäß unzweifelhaft zu sein, obwohl ich gegen- wärtig keine genauer festgestellten Thatsachen und Beobachtungen dafür anführen kann. Bezüglich des Verhaltens der Eiche und der Kiefer zu ein- ander liegen ziemlich widersprechende Angaben vor. Die Kiefer wächst rascher als die Eiche und letztere wird daher in der Mehrzahl der Fälle von der Kiefer überwachsen und unterdrückt. Aber es giebt nicht wenige anders lautende Angaben, denen zufolge der Eichenbaum die Kiefer ver- drängt und dies sogar auf solchen Bodenarten, welche für den ersteren als ungünstig gelten. So wissen wir, dass in einigen Gegenden Deutsch- lands, auf unfruchtbarem Sandboden, wo die Eiche sich gewöhnlich nicht zu einem hochstämmigen Baume entwickeln kann, selbige nichtsdesto- weniger heranwächst und die Kiefer in ihrer Entwickelung hemmt, so dass künstliche Maßregeln erforderlich werden, um dieser letzteren freien Spiel- raum zur Entwickelung zu verschaffen. Aus sämtlichen Thatsachen scheint hervorzugehen, dass die Lebenseigenschaften der Eiche und der Kiefer keiner dieser Baumarten das entscheidende Übergewicht geben und dass dieses mithin wesentlich von äußeren Einflüssen abhängt V. 4) Nur die Esche scheint eine Ausnahme zu bilden. Allein man muss bemerken, dass diese Art, obgleich etwas mehr Schatten vertragend, als die Kiefer, nach ihren übrigen Lebenseigenschaften, nämlich der leichten Verbreitungsfähigkeit der Samen, dem schnellen Wuchse in der Jugend und der relativ nicht langen Dauer ihres Lebens, der Birke, ihrem beständigen Begleiter, ganz gleich ist. An Widerstandsfähigkeit im Kampfe ums Dasein steht sie, wie auch die Birke, der Kiefer nach und wird überall durch die letztere verdrängt (vgl. die unten citierten Beobachtungen von Hansen). Dem- nach stellt das Vorherrschen der Esche in den älteren Schichten und die Verdrängung derselben durch die Kiefer nichts Widersprechendes dar. 480 S. Korzchinsky. Betrachten wir von diesem Gesichtspunkte aus die so oft citierte That- sache des Wechsels der Baumarten in Dänemark, so werden wir hier die vollkommene Bestütigung unserer oben dargelegten Ansicht finden. Die von Srenstrup ausgeführten Untersuchungen der Torflager haben gezeigt, dass in Dänemark auf die arktische Flora die Entwickelung der Wälder folgte, deren Bestand sich folgendermaßen änderte: zuerst (älteste Form) die Espe, darauf die Kiefer, die Eiche, die Erle und endlich die Buche. Diese Reihenfolge entspricht fast genau der ansteigenden Fähigkeit der genannten Baumarten, im Schatten zu wachsen. Etwas ganz Ähnliches findet sich nach der Angabe von Natuorst in der nahe liegenden schwedischen Provinz Schonen. In den Tuffkalkablagerungen bei Benestad finden sich, wie die Untersuchungen von Kurck!) gezeigt haben, folgende Schichten: 1. die ültesten Schichten, in welchen die Espe vorwaltete; außerdem wurden noch die Birke, Salix cinerea und wahr- scheinlich S. Caprea angetroffen; 2. darauf folgen die die Hauptmasse der Ablagerungen bildenden, kieferhaltigen Schichten. Je nach den Bei- mischungen zur Kiefer sind hier zwei Horizonte zu unterscheiden; in dem unteren trifft man anfangs Abdrücke der Birke, Eberesche, Salix Caprea und S. aurita, sodann die von Corylus; noch hóher hinauf Cornus sanguinea und Rhamnus Frangula. Im oberen Horizonte sieht man reichlich vertreten die Blätter der Ulmus montana nebst der Hasel, der Birke und der Espe. Hier treten auch zum ersten Male die Blätter der Linde auf; die dritte Schicht ist charakterisiert durch Blätter und Früchte von Fraxinus, Blätter von Quercus pedunculata, sodann vom Epheu, von der Linde, Hasel, Birke und Salix Caprea. Natnorsr hält es für unentschieden, ob sieh nicht der obere, kieferhaltige Horizont erst nach stattgefundener Einwanderung der Eiche abgelagert habe, worauf die in diesem llorizonte abgelagerten Arten hinzuweisen scheinen. Dagegen werden die zur Zeit in besagter Region verbreiteten Buchen und Hainbuchen im Tuflstein vermisst und die Ab- lagerung dieses letzteren hat aufgehört, obwohl die Quellen noch ausgiebig fließen. Ebensowenig findet sich die Fichte in den Tufflagern; sie ist ver- hältnismäßig sehr spät und, wie man glaubt, von Osten her eingewandert und verdrängt in der gegenwärtigen Zeit alle übrigen Baumarten, wie die Beobachtungen an verschiedenen Örtlichkeiten von Schweden zeigen. Das. Studium der Torflager und anderer Gegenden von Schweden zeigte gleichfalls, dass die ersten Wälder aus Espen, Birken und Kiefern bestanden haben. Vor der Periode des Auftretens der Espe herrschte so- wohl in Schweden als auch in Dänemark die arktische Flora, deren Spuren sich an vielen Punkten erhalten haben. Aus den soeben angeführten 4) Natnorst, Botanischer Vortrag in der Jahreszeitung der Kgl. Schwedischen Akademie d. Wissensch. zu Stockholm. 34. März 4887. Mir bekannt aus Jusr's Jahres- bericht (4887) IL S. 90. Uber die Entstehung und das Schicksal der Eichenwälder im mittleren Russland. 481 Thatsachen lässt sich erschlieBen, dass in Schweden sowie in Dänemark, wenigstens an einigen Ortlichkeiten dieser Reiche !), die Verbreitung der Wiilder fast unmittelbar auf die Glacialperiode folgte. Die Veränderungen des Klimas, die seit jener Periode eintraten, übten unzweifelhaft auf die Ànderung der Pflanzendecke einen Einfluss aus. Von Bedeutung aber ist es, dass auch unter der angedeuteten Bedingung nirgends das Gesetz über- schritten wird, demzufolge die mehr lichtliebenden Arten durch Schatten ertragende ersetzt werden, eine Erscheinung, die kaum durch bloBe Coin- eidenz erklärt werden kann. Im Hinblick hierauf fällt es sehr schwer, in dem Gange der beschriebenen Erscheinungen den Einfluss des Klimas aus- zusondern, da alle diese Erscheinungen, insbesondere aber die letztge- nannten Veränderungen in der Vegetation, wie z. B. die Verdrüngung der Eiche durch die Buche und der Buche durch die Fichte — was selbst heut- zutage in Schweden und in vielen Gegenden Deutschlands beobachtet wird — ganz unabhängig von allen klimatischen Veränderungen, ausschließlich auf Grund der Lebenseigenschaften der genannten Baumarten zu Stande kommen können ?). Somit widersprechen die Ergebnisse der Untersuchung über die Torf- lager Dänemarks und Schwedens keineswegs unseren aprioristischen Schluss- folgerungen über die Entstehungsweise der Eichenwälder 3). Doch folgt aus dem Gesagten keineswegs, dass ihr Ursprung überall ein gleicher ge- wesen wäre, d. h. dass überall zuerst die Espe erschienen, darauf die Kiefer und schließlich die Eiche gefolgt sei. So kann man z. B. den Eichen- wüldern im mittleren Russland weder ein so hohes Alter noch die nämliche 1) Diese einschränkende Bemerkuug mache ich angesichts der bekannten That- sachen, dass auch in Dänemark Uberreste von einigen Steppentieren in den Ablagerun- gen angetroffen werden, welche den auf die Eiszeit folgenden Perioden angehören, 2) Hansen berichtet folgendes zur Kenntnis über den derzeitigen Wechsel der Baum- arten in Dänemark. Der Kampf ums Dasein zwischen den Baumarten in den Wäldern Dünemarks macht sich besonders zwischen der Buche und der Birke geltend. Reine Birkenwälder findet man jetzt nur auf unfruchtbarem Sandboden. Auf besserem Erd- boden wird die Birke rasch durch die sich ihr beimengende Buche verdrüngt, welche die erstere überwächst und sie sodann allmühlich erstickt, In eben solcher Weise schwinden auch die Kiefernwälder unter dem Andrange der Buche. Die Eiche widersteht der Buche am lüngsten, doch giebt auch sie schlieBlich nach, Die verschiedene Wider- standsfáhigkeit, welche die Baumarten im Kampfe ums Dasein besitzen, wird durch nachstehende Reihenfolge angedeutet: Espe, Birke, Kiefer, Eiche, Buche. Diese An- ordnung (füge ich meinerseits hinzu) entspricht vollkommen der Aufeinanderfolge, in welcher der oben beschriebene Baum wechsel in der vorhistorischen Zeitperiode Düne- marks stattfand (Jusr's Jahresber. 4884, II. Abt., S. 146). 3) Die durch das Studium der Torflager gewonnenen, fragmentarischen Befunde über den vorhistorischen Wechsel der Baumarten in verschiedenen Ortlichkeiten von Europa sind selbstverständlich nur schwer mit einander in Einklang zu bringen. Es darf nicht auBer Acht gelassen werden, dass die Torfmoore andere Bedingungen des Lebens und, Wechsels ihrer Pflanzendecke darbieten als das umgebende Territorium. Botanische Jahrbücher. XILI. Bd. 31 482 | S. Korzehinsky. Entstehungsweise zuschreiben, wie denen von Dänemark. Im Gegenteil sprechen sümtliche Thatsachen dafür, dass erstere einen ganz andern Ur- sprung gehabt haben. In der That, wir sehen, dass in dem mittleren Gürtel von Russland, z. B. in den Gouvernements Kasan, dem nürdlichen Teile von Ssamara und dem westlichen von Ufa die Eichenwälder das Terrain des Tschernosem- Steppengebietes in Gestalt eines ununterbrochenen Bandes vom Norden umsäumen und in gréBeren oder kleineren Partieen in den Bereich der Steppen selbst vordringen. Außerdem treffen wir mitten in den Steppen eine nicht geringe Zahl hie und da verstreuter Eichenwälder von verschiedenem Alter. So giebt es hier alte Eichenwälder, welche größere Flächen besetzen, sowie kleinere junge Eichenwiildchen mitten in der Steppe verstreut, und unter ihrem Schirme eine Menge von Steppenkräutern und (meist ver- kümmerten) Steppengesträuchen. Ferner begegnen wir strauchartigem Eichengehülze in Gemeinschaft mit strauchartigen Steppenpflanzen, oder endlich mitten im Dickicht der Steppengesträuche (aus Prunus Chamae- cerasus, Amygdalus nana, Spiraea crenata u. a.) vereinzelt dastehenden Eichenbäumchen. Diese Thatsachen weisen direct darauf hin, dass wir hier einen Um- bildungsprocess primitiver Steppen in Waldungen vor uns haben, und eine solche Ansicht gewinnt in unseren Augen um so mehr an Gewissheit, je tiefer wir uns in die Bedeutung der vorliegenden Erscheinungen hinein- denken. Bei Zusammenstellung der verschiedenen Beobachtungen können wir alle Stadien dieses Processes erlernen, können Schritt für Schritt verfolgen, wie anfangs die Eiche in einzelnen Exemplaren unter dem Anwuchse der Steppengesträuche erscheint, wie sie nach und nach die Oberhand gewinnt und dem Anwuchse den Charakter eines strauchartigen Eichengehölzes ver- leiht; wie dieses letztere sich allmählich weiter verbreitet und sich zu jungen Eichenwäldchen umgestaltet, wie solche in dem nördlichen Teile Für eine Zeitlang kann in den Torfmooren der Wald ganz schwinden und derart für die Folgezeit aufs Neue lichtliebenden Arten den Platz räumen. Es sei hier der Unter- suchungen TReiIscueL’'s über die Torflager WestpreuBens (Alt-Palschken im Bezirke Berendt) gedacht. Er fand, dass ehemals die Eiche und Birke daselbst verbreitet waren, und dass dieselben späterhin durch die Kiefer ersetzt wurden. Gegenwärtig walten die Buchenwälder in der genannten Gegend vor, denen sich die Eiche und spürlich vor- handene, vereinzelte Kiefern beigesellen. Diese Befunde widersprechen unseren Er- wügungen nicht, da wir bereits früher erwähnten, dass der Kampf zwischen der Kiefer und der Eiche einen verschiedenen Ausgang nehmen kann, je nach äußeren, noch nicht genau erforschten Bedingungen. Was die Resultate der von FrLrcuE in der Champagne angestellten Untersuchungen betrifft, die mir aus ENcLEn's » Versuch« etc. (T. I. S. 495) bekannt sind, so weiß ich bis jetzt nicht, wie die daselbst mitgeteilten Facta zu be- trachten seien, ` Über die Entstehung und das Schicksal der Eichenwälder im mittleren Russland. 483 der Steppenzone in der That sehr verbreitet sind. Das Steppengesträuch bildet in diesem Eichenwäldchen eine Art von Unterholz, während im unteren Horizonte noch die Formen der Wiesensteppe vorwalten. Aber immer mehr und mehr wachsen die Bäume heran, sie beschatten den Boden, sie verdrängen die Steppenpflanzen und so bildet sich schließlich ein typischer Eichenwald, der an seinem Saume weiterwiichst und, indem er allmählich das umgrenzende Territorium einnimmt, schließlich eine be- trächtliche Waldfläche bilden kann. Erwügt man alle thatsächlichen Be- funde, so kommt man unbedingt zu der Überzeugung, dass ein genetischer Zusammenhang der beschriebenen Erscheinungen kaum abzuleugnen ist, da die Annahme, dass alle oben erwühnten Entwickelungsformen der Eiche stationäre Zustände seien, die von gewissen Combinationen äußerer Ein- flüsse abhängen, allzu gesucht, um nicht zu sagen, allzu naiv wäre. Die in dem Gebiete der Humussteppen verstreuten Eichenwälder werden um so zahlreicher, je mehr man sich der nórdlichen Grenze dieses Gebietes nähert ; hier bedecken sie größere Flächen, vereinigen sich gleichsam durch Aus- läufer mit einander und fließen endlich in eine compacte Zone zusammen, welche die Steppen im Norden umsäumt. Wenn wir nun annehmen, dass die im Bereich der Steppen befindlichen Eichenwälder auf die oben er- örterte Weise entstanden sind, so fragt es sich, welche andere Entstehungs- weise konnten die an der Grenze der Steppenzone liegenden Eichenwälder haben? Konnte sich ihre Entstehungsgeschichte wesentlich von der der ersteren unterscheiden ? Nach meiner Überzeugung sprechen alle Umstände dafür, dass die Eichenwälder des mittleren Russlands, welche in Gestalt eines ununter- brochenen Grenzstriches das Steppengebiet von dem der Coniferenwälder trennen, auf besagtem Wege entstanden sind, d. h. dass sie inmitten der freien Wiesensteppen anfangs in Gestalt strauchartigen Eichengehölzes her- vorwuchsen, letzteres sodann mehr und mehr um sich griff und zu jungen Eichenwüldchen wurde, um sich schließlich in compacte Waldungen um- zubilden, dass also diese Eichenwälder alle die Stadien durchliefen, wie wir sie auch jetzt noch an verschiedenen Punkten des Steppengebietes zu beobachten Gelegenheit haben. Hieraus aber folgt, dass dort, wo wir jetzt Eichenwälder oder deren Spuren vorfinden, zu einer früheren Zeit Steppen existiert haben, die folglich etwas weiter gegen Norden sich erstreckten, als wir es jetzt sehen. Wenn wir nun erwägen, dass die Eichenwälder selbst eine vorüber- gehende Erscheinung, eines der Umwandlungsstadien der Pflanzendecke darstellen, und wenn wir ferner berücksichtigen, dass die Eiche über früh oder spät durch andere, mehr Schatten vertragende Arten vertreten wird, so dürfen wir das vorhergehende Stadium oder die Periode der waldlosen Steppen nicht in allzu entfernte Zeiten zurückverlegen. Und ich denke, dass dort, wo jetzt Eichenurwälder stehen (oder deren Überreste geblieben), 31* 484 S. Korzchinsk y. in der vorhergehenden Zeitperiode und zwar kaum über tausend oder anderthalbtausend Jahre zuvor die Steppen sich ausbreiteten. Wie bereits oben erwähnt, besitzen wir viele thatsächliche Belege da- für, dass im westlichen Europa die Eichenwälder ehemals viel verbreiteter waren, als sie es jetzt sind. Der größte Teil dieser Walder hat bereits vor vielen Jahrhunderten seinen Platz den Buchen- und Fichtenwildern ein- geriumt, andere von ihnen dagegen sind nur binnen der letzten Jahr- hunderte verdrängt worden, und eine verhältnismäßig geringe Anzahl von Eichenwäldern endlich hat sich bis in die Gegenwart erhalten. Indessen stellte das westliche Europa, bevor sich daselbst die Wälder verbreiteten, eine freie Steppenfläche dar, wie die zahlreichen Überbleibsel der Steppen- fauna in Deutschland, Frankreich, Belgien und England dies beweisen. Bringt man die thatsächlichen Befunde in Anschlag, so ist es nicht schwer zu erschließen, dass die Umwandlung der westeuropäischen Diluvial- steppen in Waldungen, an vielen Orten wenigstens, auf eine ganz ähnliche Weise zu Stande kommen konnte, wie dieselbe gegenwärtig an der ganzen nördlichen Grenze der Tschernosemzone in Russland vor sich geht, d. h. solcherweise, dass die erste Baumart, die in dem freien Steppengebiet er- schien, die Eiche war, welche anfangs in strauchartiger Gestalt wuchs, sich dann weiter entwickelte und allmählich die das ganze Territorium beherrschenden Eichenwälder bildete. Darauf erst wurde die Eiche durch die Buche, als durch eine mehr Schatten vertragende Art, diese letztere aber ihrerseits durch die Fichte verdrängt. Bezüglich eines solchen Wechsels der Eichenwälder in Russland liegen, wie es scheint, gar keine thatsäch- lichen Angaben vor; denn zum Unglück begann bei uns die schonungslose Vernichtung der kostbaren Eichenwälder viel zu früh, während dagegen die Erforschung derselben noch bis jetzt auf sich warten lässt. Aber indem wir die Lebenseigenschaften des Eichenbaumes zum Ausgangspunkt unserer Erwägungen nehmen, gelangen wir zu dem Schlusse, dass unzweifelhaft auch bei uns den oben dargelegten analoge Erscheinungen statthaben müssen, dass die Eiche unabwendbar ihren Platz schließlich den Schatten vertragenden Baumarten, der Fichte und Edeltanne, entweder direct oder indirect abtreten muss, letzterenfalls unter Vermittelung anderer Baumarten (wie z. B. der Linde), die hinsichtlich der letztgenannten Eigenschaft eine Mittelstellung einnehmen!). Ich richte auch hier die Aufmerksamkeit 4) Indem ich von der Verdrängung der lichtliebenden Baumarten durch die Schatten vertragenden rede, habe ich die normalen Lebensbedingungen des Waldes im Auge, d. h. ich sehe dabei ganz ab von dem Einflusse der Menschenhand. Die gegenwärtig in Russland sowie in Sibirien in kolossalem Maßstabe um sich greifende Verdrängung der Nadelhölzer durch die Laubhölzer, insbesondere durch die Birke und Espe, sowie die hie und da im mittleren Russland beobachtete Verdrängung der Eiche und der Esche durch die nämlichen Baumarten ist eine Erscheinung, welche einer ganz anderen Kate- gorie zugehört, da sie von einem irrationell geführten Waldaushau oder von Wald- bränden abhängt. Ich hatte bereits Gelegenheit, darüber ausführlicher zu sprechen (vgl. Über die Entstehung und das Schicksal der Eichenwälder im mittleren Russland. 485 besonders darauf, dass derartige Veründerungen der Vegetation, wie die Umwandlung der Wiesensteppen in Eichenwälder und die Verdrängung dieser letzteren durch Fichten- und Edeltannenwälder, unabhängig von jeglichen Veränderungen der physiko-geographischen Bedingungen, unter dem ausschließlichen Einflusse der Lebenseigenschaften und der Bedingun- sen des Kampfes ums Dasein zwischen den Pflanzenformationen und den einzelnen Pflanzenarten ununterbrochen vor sich gehen kann und that- sächlich vor sich geht. Es ist behufs Erklärung derartiger Erscheinungen durchaus unnötig, zu Hypothesen über säculare Veränderungen des Klimas, über die Umwandlung des continentalen Klimas der Diluvialperiode in ein feuchteres etc. seine Zuflucht zu nehmen. Allerdings war, um ein Beispiel anzuführen, in Deutschland das Klima in der vorhistorischen Zeit, als das Land ganz von Wäldern bedeckt war, ein ganz anderes, als während der Periode der Diluvialsteppen, ebenso wie das Klima auch gegenwärtig mit der Vernichtung des größten Teils der Wälder sich auf's Neue geändert hat. Aber diese Veränderungen wurden durch den Charakter der Pflanzendecke bedingt, deren Einfluss auf das Klima im gegebenen Falle kaum des Beweises bedarf. Auch konnten diese Veränderungen des Klimas ihrerseits nachträglich einen Einfluss auf die Vegetation ausüben, die Verdrängung einiger Formen befördern etc. Dies ist wohl möglich. Jedoch können die Veränderungen der Vegetation auch ganz selbständig, abgesehen von allen klimatischen Einflüssen erfolgen, indem sie ausschließlich durch die Lebenseigenschaften der concurrierenden Formen, durch das Erscheinen neuer Eindringlinge, überhaupt durch die soeialen Bedingungen der Pflanzenwelt an und für sich herbeigeführt werden. Ob meine Schlussfolgerungen richtig sind oder nicht, möge derjenige entscheiden, welcher im Stande ist, den Kreis der einschlägigen Beobach- tungen zu erweitern und eine größere Anzahl von Thatsachen zu Gunsten der oder jener Anschauung zu sammeln. Jedenfalls erlaube ich mir, meine feste Überzeugung auszusprechen, dass die Pflanzengeographie in der Er- forschung des Kampfes um das Dasein, aller Bedingungen dieses Kampfes, aller Factoren, welche der oder jener Art das Übergewicht ‚verleihen, mit der Zeit eine der fruchtbringendsten Richtungen einschlagen wird und dass sich auf diesem Wege eine Klarstellung vieler bis jetzt rätselhafter Er- scheinungen in der Pflanzenwelt erwarten lässt. Tomsk (Westsibirien), 4. Mai 4890. » Die nördliche Grenze der Humussteppenzone« I, p. 119—426 [russisch]). Ebensowenig hängt die letzterwähnte Erscheinung von irgend welchen klimatischen Veründerungen ab, wie dies Einige anzunehmen geneigt sind. Ahnliche Fille eines rückgängigen Wech- sels der Baumarten kommen auch in Deutschland, sowie überhaupt im westlichen Europa zur Beobachtung (vgl. hierüber die Angaben von Fuicue in den »Bull. de la soc. des sc. de Nancy, fasc. 19, 1886. Mir bekannt aus Jusr's Jahresber, 1887. II. Abt. S. 92). Zur Kenntnis von Podopterus mexicanus Humb. Bonpl. Von Udo Dammer. (Mit 4 Holzschnitt.) Huwsorpr und BonpLanp stellten in den Plantes aequinoctiales!) die Gattung Podopterus, zur Familie der Polygonaceae gehórig, auf und gaben auf Tafel 107 desselben Werkes eine Abbildung eines Fruchtzweiges. Die Be- schreibung an der angegebenen Stelle habe ich nicht gesehen, nur die Ab- bildung. Eine ausführliche Beschreibung, welche mit jener übereinstimmen dürfte, findet sich sodann in Huwnorpr, BowPLANp, Kunta: Nova Genera et Species Plantarum?). Dieselbe lautet: Calyx duplex, uterque tripartitus; laciniis tribus exterioribus dorso alatis. Stamina sex. Styli tres. Stig- mata capitata. Akenium calyce tectum. Frutex spinosus, foliis fasci- culatis, integerrimis, basi stipula instructis ; floribus fasciculato-racemosis ; pedunculis alatis. 4. Podopterus mexicanus. Frutex quinque- aut octo- pedalis, ramosus; ramis flexuosis, teretibus; cortice cinereo; ramulis spina terminatis. Folia fasciculata, petiolata, obovato-oblonga, obtusa, basi cuneata, integerrima, reticulato-venosa, glabra, subpollicaria. Petioli glabri, lineam longi, basi stipula minuta instructi. Flores pedunculati, fasciculati. Fasciculi in ramis racemosim dispositi, 42- aut 15-flori. Pedunculi subpollicares, teretes, glabri, supra medium trialati. Calyx duplex, uterque tripartitus, glaber; laciniae exteriores oblongae, concavae, dorso alatae, aequales; alis lineam latis in pedunculum decurrentibus, diaphanis, glabris; laciniae tres interiores lineari-oblongae, obtusae, planiusculae, nudae, exterioribus vix breviores, Stamina sex, basi calycis inserta. Filamenta subulata, basi cohaerentia, calyce paulo breviora, alba, glabra, aequalia. Antherae oblongae, incumbentes, biloculares, longi- tudinaliter dehiscentes. Ovarium triquetrum, glabrum, monospermum, 4) Vol. II. p. 89. t. 407, 2) Vol. IL p. 445 (nicht 181, wie ENDLICHER l. c, angiebt. Zur Kenntnis von Podopterus mexicanus Humb. Bonpl. 487 ovulo erecto. Stylitres, staminibus breviores, patuli. Stigmata capi- tata, Akenium triquetrum, calyce persistente tectum, fuscescens, glabrum. Semen oblongum, in specimine suppetente semper vacuum. In demselben Jahre gab Poir in Lamarcr’s Encyclopédie!) eine Gattungs- diagnose von Podopterus, welche sich mit der obigen ziemlich deckt. Indessen ergänzt Pomer: une capsule à trois valves, a une seule loge monosperme. Seine lateinische Diagnose der Art weicht von der ursprüng- lichen in Folgendem ab: foliis ovatis subpubescentibus. AuBerdem sagt Poer: floribus ad nodos ramulorum aggregatis. In der sich hieran anschließenden ausführlichen französischen Beschreibung vervoll- ständigt er die H.B.K.’sche: le fruit est une capsule ovale, trian- gulaire, se divisant en trois loges; une seule renferme une semence oblongue et eylindrique. Die inneren Perigonteile be- schreibt er als »ovales«. Der Nächste, welcher Podopterus beschrieb, war EnpLicner 2). Er sagt,, abweichend von den bisherigen Beschreibungen: stamina... perigonii lobis singillatim opposita; ovarium uniloculare; foliis penninervis, basi in ochream brevem dilatatam. Meissner’) bringt als neu in die Gattungsdiagnose : Stamina aequalia, antheris medio dorso affixo, ovarium oblonge- trigonum, ovulo basilari subsessili erecto, floribus... pe- dicellis longis gracilibus basi articulatis et ochreolis squa- miformibus minutis stipatis. Folia... acutiuscula. AuBerdem giebt er an: Florum fasciculi sessiles, 3—6-flores, pedicellis calycem aequantibus. Bentuam und Hooker‘) endlich schreiben: Perianthii segmenta 6,3 exteriora majora carina in alam membranaceo-scariosam, in pedicello decurrentem expansa, minora plana erecta... stamina 6, filamentis filiformibus; antherae ovatae... ovu- lum subsessile... flores ad axillam bracteae |parvae ge- minae vel paucae?). Ascuerson 5) giebt ebenfalls die Zahl drei für den inneren Perianth- kreis an. | Im Generalherbar des Kgl. Botanischen Museums zu Berlin befanden sich bisher zwei Exemplare von Podopterus, von Boxrzaxn unter No. 4470 »inter portam Vera Cruz et La Antigua« gesammelt, das eine ex herb. Humboldt, anscheinend das Originalexemplar zu der Tafel in Plant. aequin., das andere ex herb. Kunth. Bei letzterem liegt eine handschriftliche Notiz Kunrn’s, welcher hier sagt, dass er nur zwei Petalen gesehen habe, »soviel 4) Tom. V. p. 776. 2) Gen. plant. p. 309. No. 1996. 3) DE CANDOLLE'S Prodromus Vol. XIV. p. 471. 4) Gen. plant. vol. II. p. 104. 5) Es soll offen- bar heiBen »gemini vel pauci«. 6) Jahrb. d. Kgl. Botan. Gart. zu Berlin, vol. I. p. 334. 488 U. Dammer, ich auch Blumen untersuchte, kein Irrtum!« »Stamina habe ich immer 7—8 gefunden, wahrscheinlich. variirt die Zahl wie bei Polygonum.« Neuerdings erhielt nun das Kgl. Botanische Museum von Care. et Ep. SELER unter Nr. 217 bei Chila, Distr. Ozuluama, Prov. Vera Cruz unter dem Namen »Espuela de gallo« im März 1888 gesammelte Exemplare. Herr Dr. Scuumann machte mich auf dieselben mit dem Bemerken aufmerksam, dass die bisherigen Diagnosen nieht richtig seien. In Folge dessen unterzog ich diese und die älteren Exemplare einer genauen Untersuchung. Die ge- fundenen Resultate sind so abweichend von den bisherigen, sich zum Teil widersprechenden Angaben, dass eine ausführliche Beschreibung am Platze sein dürfte. Leider sind an den älteren Exemplaren die vorhandenen Blätter sämtlich abgefallen, die neueren aber besitzen noch keine Blätter. In Folge dessen kann auch diese Beschreibung noch keine ganz voll- stándige sein. Aus den angeführten Beschreibungen geht hervor, dass wohl jeder der genannten Autoren die Pflanze selbst gesehen und untersucht hat. Um so auffallender muss es erscheinen, dass von allen, mit Ausnahme Kunru’s, die Zahl der Perigonteile und der Stamina falsch angegeben ist. Das Peri gon besteht aus zwei Kreisen, einem äußeren dreizähligen, einem inneren zwei- zähligen. Ich habe eine größere Anzahl Blüten, sowohl der älteren, als auch der jüngeren Exemplare untersucht und stets gefunden, dass die Perigonzipfel sowohl der einzelnen Kreise als auch unter sich in den Kreisen gleich groß sind. Die Blüten sind proterandrisch. Zur Zeit der Stäubung A Blüte im männlichen Stadium; B Blüte im weiblichen Stadium; C Staubblätter von innen und von außen; D Geöffnetes Ovar mit Ovulum; E Diagramm, theoretisch ; die größeren Antherenquerschnitte deuten die längeren Staubblätter an. sind alle Perigonteile aufrecht und dicht geschlossen. Erst später breiten sie sich bis rechtwinklig aus. Die bis dahin einwärts gebogenen Griffel spreizen sich dann auswärts. Von Antheren ist in diesem Stadium nichts mehr zu sehen. Nach der Befruchtung schließt sich die Blüte wieder voll- ständig. Die Zahl der Staubfäden, von Kunta mss. zwischen 7 und 8 schwankend, von den übrigen zu 6 angegeben, beträgt nach meinen Zur Kenntnis von Podopterus mexicanus Humb. Bonpl. 489 Ermittelungen normal 8.. Nur in einem Falle fand ich die Zahl 7, dieselbe war aber nachweisbar durch die Verschmelzung zweier benachbarter Fila- mente entstanden. Die Staubfäden sind an der Basis zu einem kurzen Ring vereint, weleher dem Perigon angewachsen ist. Er ist auBen kürzer als innen; das Ovar sitzt also in einer Vertiefung, ragt aber noch um ?/, seiner Linge aus dem Ringe hervor. Von den 8 Staubfüden sind 2 länger als die übrigen; die 2 langen stehen genau der Mitte der beiden inneren Perigon- teile gegenüber. Die 6 kürzeren Filamente dagegen sind paarweise den äuBeren Perigonteilen opponiert, die Mitte der letzteren füllt zwischen ein Paar Stamina. Die Antheren sind zweifücherig intrors, lineal, an der Spitze schwalbensch wanzförmig bis zu !/, der Länge an der Basis pfeilfórmig his zur Mitte eingeschnitten. Sie sind auf dem Rücken in der Mitte, also unmittelbar über dem unteren Einschnitte, den Filamenten angewachsen. Zur Zeit der Stäubung stehen sie senkrecht und bilden, da die Staubfäden dann auch aufrecht gerichtet sind, eine enge Röhre, welche innen ganz mit Pollen bekleidet ist. Nach der Verstäubung spreizen die Staubfäden aus- einander, die Antheren fallen ab. Das O var ist gedrungen kegelfórmig, stumpf dreikantig, einfücherig. An der Basis ist es in ein ganz kurzes Stielchen zusammengezogen. Die Kanten werden von etwas hervortreten- den Wülsten gebildet. Die 3 Griffel sind kurz, fadenfórmig und tragen an ihrer Spitze je eine schief aufgesetzte, platte, etwas gelappte, relativ groBe Narbe. Die centrale Placenta ist sehr lang und reicht bis etwa zur Mitte des Ovars; auf ihrer Spitze trügt sie ein aufrechtes Ovulum, welches einen Funiculus von der anderthalb- bis zweifachen Lünge des Eichens besitzt. Das Ovar wüchst nebst den Perigonzipfeln und deren Flügel nach dem Verblühen weiter, es wird eine lederartige, kegelförmige, dreikantige Frucht gebildet. Auch das Ovulum wächst samt Funiculus und Placenta aus. In den vorliegenden sehr zahlreichen derartigen Früchten ist es aber nie zur normalen Ausbildung des Albumen gekommen. — Erwähnt sei noch, dass sich beim Trocknen die Placenta oft etwas seitwärts biegt, so dass der Embryo in eine der 3 Falten der Frucht zu liegen kommt. Dies mag Porrer zu der Ansicht gebracht haben, dass »une seule (loge) renferme une semence«. Die Laubblätter sind kurz gestielt, verkehrt eifórmig, nach der Basis hin verschmiilert, an der Spitze stumpf, oberseits ganz kahl, glatt, am Rande sehr fein gewimpert, unterseits auf den stark hervortretenden Nerven dicht, auf der Fläche zerstreut fein behaart. Ebenso ist der Blatt- stiel sehr dicht mit kurzen, feinen Haaren besetzt. Von der Mittelrippe gehen einige kurze, anastomosierende Seitennerven ab, welche ein Netz- werk hervortretender feiner Adern und Áderchen umschlieBen. Die Gattungsdiagnose ist demnach folgende: Podopterus Humb. Bonpl. Perianthium biseriale, 34-2-partitum ; laciniis tribus exterioribus dorso alatis. Stamina octo, sex exteriora 490 U. Dammer, minora geminatim perianthii laciniis exterioribus, duo interiora majora singillatim perianthii laciniis interioribus opposita. Styli tres. Stigmata oblique peltata sublobata. Achenium perianthio aucto tectum. Frutex spinosus. Die vollständige Diagnose der Art würde folgendermaßen lauten: Podopterus mexicanus Humb. Bonpl. Flores hermaphroditi. Peri- anthii segmenta 5, exteriora 3 aequalia, oblongo-lanceolata, concava, apicem versus carinata, dorso ala membranaceo-scariosa apicem superante in pedicello decurrente, 2 interiora exterioribus ac inter se aequilonga, ovali-oblonga, basin versus attenuata. Stamina 8; filamenta basi in annulum minutum perianthio adnatum connata, inaequalia, basi dilatata subulata; antherae lineares apice ad !/, emarginatae, basi ad medium sagittatae biloculares, rima longitudinali dehiscentes, dorso ad medium filamentis affixae. Ovarium uniloculare, triquetrum; styli breves, apice in stigmata oblique peltata sublobata dilatati; ovulum erectum, longe stipitatum, apici placentae liberae centralis insidens, ovarium medium superans. Achenium perianthio aucto clauso, late trialato inclusum, tri- quetrum, coriaceo-scariosum; semen immaturum trigonum oblongum ob- tusum, basi contractum. — Frutex ramis flexuosis, ramulis saepe apice spinescentibus, cortice cinereo. Folia oblongo-obovata, integerrima, bre- viter pedunculata, reticulato-venosa, supra glaberrima, subtus sparsim minutissime pilosa, margine minutissime ciliolata, pedunculo, venis venulis- que inferioris paginae prominentibus dense puberulis. Flores ad ramulos brevissimos numerosi, usque ad 48, fasciculati, breviter pedunculati et longe pedicellati; pedunculus brevis teres, glaber, basi bractea minu- tissima membranaceo-scariosa vaginata apice acuminata suffultus; pedi- cellus e basi tereti apicem versus late trialatus, alae in perigonii segmenta exteriora sensim continuae. Perigonii segmenta per statum masculinum conniventia, per statum foemineum late patentia, post anthesin demum iterum dense conniventia. Ovarium post anthesin aeque ac perianthii segmenta accrescens, quamquam semina aboriuntur. Es erübrigt endlich noch die systematische Stellung der Gattung Podopterus festzulegen. Die letzten Bearbeiter der Polygonaceen, BENTHAM und Hooker, bringen die Gattung zu den Triplarideen hinter Leptogonum, indem sie diese beiden Genera mit Zwitterblüten den diücischen Triplari- deen gegenüberstellen. Ist schon die Stellung von Leptogonum hier eine wenig natürliche, so muss Podoplerus auf alle Fälle in ganz andere Ver- wandtschaft gebracht werden. Nach meinen Untersuchungen der Polygona- ceengattungen'stehe ich nicht an, ihn neben Brunnichia zu den Coccolobeen zu stellen. Mit dieser Gattung hat er übereinstimmend den Bau des Perianths (wenn wir vorläufig von den Flügeln absehen), ferner die Zahl und Anordnung der Stamina. Er weicht ab durch sein aufrechtes Ovulum. irwügt man aber ferner, dass Brunnichia cirrhosa Gärtn. einen einflügeligen, Zur Kenntnis von Podopterus mexicanus Humb. Bonpl. 491 Br. africana Welw. (= Br. erecta Aschers.') einen zweiflügeligen Pe- dunculus hat (der dritte Flügel ist bei letzterer Art im oberen Teile schwach angedeutet), so bleiben als Unterschiede, abgesehen vom Habitus, nur die Stellung des Ovulums und der Grad der Flügelausbildung. Die Stellung des Ovulums aber ist bei den Polygonaceen selbst in der Gattung bisweilen schwankend (Eriogonum), die Flügelbildung kann nur als secundäres Merk- mal aufgefasst werden. Sollte die Ausbildung des Albumens, welche allein noch ausschlaggebend sein kann, über welche ich aus Mangel an Material aber kein Urteil habe, sich mit der von Brunnichia übereinstimmend er- weisen, so würde ich nicht anstehen, Podopterus mit Brunnichia zu ver- einen. (Le Die Angabe »stam. 5« beruht, wie ich mich an den Originalexemplaren über- zeugte, auf Irrtum, Die Arillargebilde der Pflanzensamen, Von A. Pfeiffer. Mit Tafel VI. Seit dem Erscheinen der grundlegenden Arbeiten von Praxcuox!) und Dat ton Hl ist über Arillargebilde bei Samen in zusammenstellender und umfassender Weise nicht wieder gearbeitet worden. Die Litteratur ist zwar reich an Abhandlungen über das Vorkommen und die morphologische Be- schaffenheit von Arillargebilden dieser oder jener Gattung, und verdanken wir namentlich dem letztgenannten Autor eine ganze Reihe solcher Mit- teilungen. Allein sie alle sind doch wenigstens bis zu den 60er Jahren von einem ganz einseitigen Standpunkte beherrscht. Die Autoren beschrünken sich darauf, rein morphologische Thatsachen, allenfalls noch die Ent- wickelungsgeschichte und Histologie der betreffenden Gebilde zu beschreiben, sie lassen die Frage nach der müglichen Function dagegen vollstündig un- berücksichtigt. Nur Barton etwa macht dadurch eine Ausnahme, dass er in seiner »Monographie der Euphorbiaceen«?) kurz die Frage nach der möglichen Function der bei dieser Familie vorkommenden Caruncula be- rührt; in einer andern Abhandlung, betreffend den Arillus von Myristica, spricht er demselben auch die Aufgabe zu, durch die Turgescenz seiner Streifen das Periearp zum Aufspringen zu bringen 3. Beide Angaben be- ruhen aber auf bloBer Vermutung und fehlt für deren Richtigkeit auch jetzt noch jeder experimentelle Nachweis. Einseitig und zu irrigen Ergebnissen führend sind die Darstellungen früherer Autoren weiter auch darum, weil sie, wie vor allem die von Scheiven, auf der Meinung aufgebaut waren, Organe von gleichem Ursprung, von gleicher Entwickelungsgeschichte müssen unter allen Umständen gleich, Organe verschiedenen Ursprungs 4) PLanCHON, Développement et caractères des vrais et des faux arilles. Ann. d. sc. nat. III. série, tome 3, p. 275 ff. 2, BarLLoN, Sur l'origine du macis de la Mus- cade et des arilles en general Compt. rend. tome LXX VIII. p. 779 ff. 3) BAILLON, Etude général du groupe des Euphorbiacées. Paris 4858. A ]. c. p. 781. Die Arillargebilde der Pflanzensamen. 493 und verschiedener Entwickelungsgeschichte ungleich sein‘). Die physio- logisch-anatomische Richtung, die vor allem durch die Arbeiten ScnweNpENER's und seiner Schule zum System erhoben wurde, hat dieser Meinung den empfindlichsten StoB versetzt und jetzt wird es wohl nicht mehr bezweifelt werden, dass Organe von verschiedener Herkunft und Entwickelungs- geschichte sehr wohl dieselbe gleiche Function und andererseits Organe gleichen Ursprungs und gleicher Entwickelungsgeschichte sehr oft ungleiche physiologische Aufgaben haben kónnen. Der Frage nach der Function der mannigfachen Arillargebilde an Samen ist man erst in neuester Zeit näher getreten; man hat ihre »Biologie« zu ergründen gesucht, und wenn auch auf diesem Gebiete noch vieles unbe- kannt und dunkel geblieben ist, so hat man doch andererseits durch that- sächliche Beobachtungen und Untersuchungen einzelne schätzenswerte Ergebnisse erhalten. Die vielen in der Litteratur zerstreuten Angaben über Pflanzenarillen in morphologiseher, anatomisch-histologischer und biologischer Hinsicht zusammenzustellen und durch eigene Beobachtungen zu revidieren und zu completieren, sehien mir eine immerhin lohnenswerte und dankbare Auf- gabe zu sein. Ich habe den Stoff in 3 Capitel gegliedert. Im ersten Ab- schnitt soll zunächst ein historischer Überblick über die verschiedenen Begriffsbestimmungen der Arillargebilde gegeben werden. Grundlegend hierfür werden die bereits citierten Arbeiten von Praxcnon und BarLLoN sein, da seit dem Erscheinen namentlich der Abhandlung des letztgenannten Forschers die Begriffsbestimmung des Arillus und der Arillargebilde über- haupt keine nennenswerte Abänderung erfahren hat. In einem zweiten Capitel will ich die betreffenden Arillargebilde nach ihrem morphologischen, entwickelungsgeschichtlichen und anatomischen Bau betrachten. Zum Schluss soll dann die physiologische Function, die »Biologie«, soweit sich dieselbe feststellen lieB, behandelt worden. Erster Abschnitt. Historisches und Terminologisches. In der »Philosophia botanica« von Linné wird der Arillus, ein Wort, dessen Etymologie unbekannt ist, als eine besondere, vom Samen leicht trennbare Hülle definiert, welche den Samen innerhalb des Pericarps um- giebt; die Frage, wie diese Hülle dem Samen anhaftet, wird dabei voll- ständig unberiicksichtigt gelassen. Aus den angefiihrten Beispielen geht aber hervor, dass Linxé, abgesehen von Celastrus und Evonymus, auch Teile, die dem eigentlichen Pericarp angehören , als Arillen bezeichnete 1) Scuukiwes, Grundzüge d. wissensch. Botanik. Leipzig 4861. p. 544. 494 A. Pfeiffer. (Coffea, Jasminum, Cynoglossum, Cucumis, Dictamnus, Diosma u. a.). Borumer') wies zuerst auf die von Linné begangenen Irrtümer hin; er schränkte den Begriff Arillus insoweit ein, als er darunter eine accessorische Hülle verstand, welche weder dem eigentlichen Samen, noch dem Pericarp angehört, eine fleischige, pulpóse, gefärbte Partie, welche bei einer Kapsel- frucht den bezw. die Samen einhüllt. Eine weitere Begrenzung erfuhr die Begriffsbestimmung des Arillus durch den deutschen Carpologen Gäirrxer?). Ihm ist derselbe eine accessorische Hülle, vom Funiculus ausgehend, die frei von jedem Zusammenhang mit der eigentlichen Samenschale ist und den Samen entweder ganz oder nur teilweise umgiebt (arillus com- pletus und arillus incompletus). Wenn sich bei Gärtner noch mancherlei Irrtümer finden, welche der Fülle des untersuchten Materials und dem Standpunkt seiner Zeit zuzuschreiben sind, so ist immer gebührend hervorzuheben und anzuerkennen, dass er zuerst die Ursprungsstelle des betreffenden Gebildes näher kennzeichnete. Ungeführ gleichzeitig und über- einstimmend mit Gartner bezeichnete L. C. Ricuanp?) den Arillus als eine mehr oder weniger starke Wucherung des Funiculus, die nur durch den Hilus in Zusammenhang mit dem eigentlichen Samen steht. In der später herausgegebenen »Analyse du fruit« (1808, p. 47 ff.) stellt Rıcmarp den Arillus sonderbarer Weise als Teil des Pericarps hin und fügt seiner ur- sprünglich gegebenen Definition als neues Characteristieum hinzu, derselbe bilde sich erst am befruchteten Ovulum, eine Angabe, welche nur insofern den thatsächlichen Verhältnissen entspricht, als es sich um die wirkliche Ausbildung zum fertigen Zustand handelt; die erste Anlage von Arillar- gebilden ist in der größten Mehrzahl der Fälle schon im Knospenzustand der Blüte in der einen oder anderen Form nachweisbar. Die deutschen Autoren der folgenden Zeit, Biscnorr, Link, Treviraxus, änderten wenig an der von Gartner und Rıcnarn aufgestellten Definition. Erst durch die um- fassendere Arbeit von Praxenox wurden die Arillargebilde wieder Gegen- stand eingehenderer Betrachtung. Praxcuon ®) stellt zwei Typen auf. Als ersten Typus den wahren, echten Arillus (arille veritable); er versteht darunter eine accessorische Eihülle, welche sich um den Hilus herum bildet und das Exostom bedeckt oder es bedecken würde, wenn man sich die Hülle über den ganzen Samen ausgedehnt denke. Als zweiten Typus nennt er den falschen Arillus (arille faux oder arillode), ein Gebilde, welches aus einer Wucherung des Exostomrandes entstanden ist, letzteren aber immer unbedeckt lässt, somit stets eine dem Exostom entsprechende Durch- brechung zeigen muss. Selbst am reifen Samen, je nach der Lage der Mikropyle kónne man erkennen, ob man es mit einem echten Arillus oder einem falschen, einem Arillodium zu thun habe. Wenn nämlich die Mikro- 1) Bornmer, Comm. phys. de plants, sem. p. 40ff, 2) GÄRTNER, De fruct. et sem. pl. I. p. 137. 3) Dictionnaire de botanique Ilième édit. 4) 1. c. p. 284. Die Arillargebilde der PHanzensamen. 495 pyle durch die Wucherung überdeckt sei oder überdeckt sein würde bei entsprechender Ausdehnung, so kónne man auf einen wahren Arillus schlieBen; im anderen Falle, wo sich eine dem Exostom entsprechende Durchbrechung auch am reifen Samen nachweisen lasse, sei das betreffende Organ als Arillodium zu bezeichnen. Unter Berücksichtigung dieser Termi- nologie besitzen Passiflora, Nymphaea echte Arillen, Celastrus, Evonymus u. a. falsche Arillen, Arillodien. AuBer den vom Funiculus einerseits, vom Exostomrande andererseits ausgehenden accessorischen Bildungen, Arillus und Arillodium, behält Prancuon den von Gärtner bereits eingeführten Begriff Strophiola bei für die längs der Raphe auftretenden Wucherungen, wie z. B. bei Asarum, Chelidonium etc., trotzdem bei diesen Bildungen der Funiculus in derselben Weise beteiligt ist, wie bei den übrigen von Prancnon als »echte Arillen« bezeichneten. Die lokale Wucherung, wie sie uns z. B. an den Samen von Asarum entgegentritt, würde, wenn sie weiter um sich griffe, und um den ganzen Samen herum wachsen würde, doch dann auch die Mikropyle bedecken müssen, mithin sämtliche Eigenschaften, welche Praxcuox einem echten Arillus zuschreibt, aufweisen. Hier sei es gestattet, auf das Unzweckmäßige der von PLancuon ein- geführten Terminologie hinzuweisen. Die mannigfachen accessorischen Bildungen, welche man in der Botanik als Arillargebilde zusammenfasst, lassen sich keineswegs alle unter die von ihm aufgestellten beiden Typen rubricieren. So bezeichnete er den Samenmantel von Myristica zwar als ein Arillodium, da er in ihm einen Auswuchs des Mikropylenrandes sah ; wie aber Hooker und Tuomson gezeigt haben, ist es nicht allein der Exo- stomrand, welcher diese Bildung hervorruft, sondern der Funiculus ist gleichfalls daran beteiligt. Diese lange Zeit für falsch gehaltene Ansicht ist später durch entwickelungsgeschichtliche Untersuchungen von BaıLLon ! und in jüngster Zeit von Voir?) dahin präcisiert worden, dass man es hier nieht etwa mit zwei getrennten, von einander unabhängigen Bildungs- centren zu thun hat, welche dann im weiteren Verlauf ihrer Entwickelung notwendigerweise eine »soudure« miteinander bilden müssten, sondern nur mit einem einzigen, welches zwischen der Hilusstelle und der ihr zu- nächst gelegenen Hälfte des Exostoms befindlich ist und allmählich das Exostom und den Hilus in ihrem ganzen Umfang zur weiteren Ausbildung des Mantels heranzieht. Die gleiche Art der Entstehung ist später von BaïzLox 3) für den Arillus der Samen von Mathurina (Turneraceae) nach- gewiesen worden. Auch bei Evonymus und Verwandten, welche speciell PLANCHON als Prototyp seines Arillodiums hinstellt, werden wir Gelegenheit haben zu zeigen, dass deren Samenhülle auf dieselbe Weise zu Stande 4) BatLLox in Adansonia. T. V. p. 477 und Compt. rend. LX XVIII, p.779. — 2) Voter, Bau und Entwickelung d. Samens und des Samenmantels von Myristica. Göttingen 4885, Inaug. Dissert. 3) Buttos, Bull. de la Soc. Linn. Paris 4878, p. 164. 496 A. Pfeiffer. kommt wie bei Myristica ete. Die Art und Weise der Bildung, wie PLANCHON sie für seine Arillodien angiebt, scheint demnach de facto nicht vorzu- kommen. Die mannigfachen, speciell vom Funiculus ausgehenden Haar- bildungen will er nieht als Arillen bezeichnet wissen; alle diese Gebilde, die namentlich bei verschiedenen Scitamineae vorkommen, verdienen nach ihm nicht einmal den Namen falscher Arillen. Überhaupt ist sowohl die ältere Terminologie von GÄRTNER, Ricuard sowie die von Praxcuox um des- willen nicht besonders glücklich gewählt, als durch sie bloße Gegensätze, nichts Thatsächliches bezeichnet wird. Mit demselben Rechte, mit welchem Pranenon z. B. die accessorischen, vom Funiculus ausgehenden Hüllen als echte Arillen hinstellt, kónnte ein anderer Autor diese gerade als die falschen bezeiehnen, und umgekehrt die Arillodien echte Arillen nennen. Wie aus dem bis jetzt Gesagten erhellt, ist der Begriff Arillus im Laufe der Zeit von den verschiedenen Autoren immer mehr eingeschrünkt worden, ja PrANcuoN ging hierin sogar soweit, dass er von den auf so verschiedene Weise und an so verschiedenen Stellen auftretenden Samenanhängen nur zwei bestimmte Arten als Arillargebilde aufgefasst wissen will. In der nun folgenden Zeit kehrte man, einsehend, dass die dies- bezügliche Terminologie von Ausdrücken und Namen, welche im Grunde genommen nichts Thatsächliches bezeichneten, dabei alle mehr oder weniger gleichwertig seien, überladen sei, zu dem früheren Standpunkt, der zur Zeit GAnrrner’s der herrschende war, zurück. Man verfiel hierbei aber eben- so wie PLANGHON in Extreme. Der erste derartige Versuch, die Terminologie zu vereinfachen, wurde von Treviranus!) gemacht. Bei der zu jener Zeit viel erürterten Frage, ob die weiche, fleischfarbene Hülle, welche die harte, schwarze Testa der Magnoliasamen umkleidet, morphologisch als Arillus aufzufassen sei oder nicht, entscheidet er sich für die erste Ansicht und macht am Schluss seiner hierauf bezüglichen Betrachtung den radikalen Vorschlag, überhaupt jede mit einer Oberhaut versehene weiche Bekleidung der Testa, sie mag partiell oder total sein, sie mag der Testa mehr oder minder anhängen, sie mag eines früheren oder späteren Ursprungs aus der Placenta sein, als Arillus zu bezeichnen. Diesen Standpunkt vertritt auch Barton in seiner oben citierten Abhandlung. Er weist hierbei auf die ver- schiedenen Mängel der bisherigen Terminologie in gebührender Weise hin, und wenn wir uns ihm auch nicht in allen Punkten anschließen konnen, so muss doch mit Nachdruck hervorgehoben und anerkannt werden, dass er zuerst für die verschiedenen Arillarbildungen eine Bezeichnungsweise in Vorschlag gebracht hat, welche thatsächlichen Verhältnissen Rechnung trágt. Er halt die meisten Arillargebilde ihrer morphologischen Natur und ihrer Function nach für Haarbildungen, welche bei der Ablósung und Ver- breitung der Samen auf die eine oder andere Weise eine Rolle spielen. An ` I, Ineviranus, Frucht und Samenbau von Magnolia, Bot. Zig. 4858. p. 353. Die Arillargebilde der Pllanzensamen. 497 mehreren Beispielen zeigt er, wie mannigfaltig in den verschiedenen Familien diese Bildungen sind. So finden sich Samen mit lokalisierter Haarbildung und solche, bei welchen die Haare die ganze Oberfläche über- ziehen, weiter giebt es Flügelbildungen etc. Die lokalisierte Arillusbildung, welche am häufigsten in der Natur vorkommt, ist bald auf das Chalazaende, bald auf die Mikropylengegend, bald auf die Raphe oder einen Teil der- selben beschriinkt. Er schlágt deshalb eine von der bisherigen abweichende Bezeichnungsweise vor, welche die verschiedenen, entwickelungsgeschicht- lichen Verhältnisse berücksichtigt und sich auch recht gut für die be- schreibende Botanik anwenden lässt. Die vielen, oft schwer zu definieren- den Ausdrücke, wie echter und falscher Arillus, Calyptra, Stro- phiola, Caruneula u. s. w. will er beseitigt und an ihrer Stelle unterschieden wissen zwischen allgemeiner oder totaler und lokalisierter Arillusbildung in dieser oder jener Region des Samens, am Funiculus, an der Raphe, der Chalaza, am llilus oder an der Mikropyle oder an mehreren dieser Stellen zugleich. Trotzdem nun die von Button vorgeschlagene Terminologie gegenüber der älteren eine gut gewählte ist, können wir der- selben nicht in allen Beziehungen, namentlich was die Umgrenzung des Begriffes anbelangt, beipflichten. Fast alle Autoren, welche der Frage nach der Natur der Arillargebilde näher getreten sind, stimmten trotz der in einzelnen Punkten stark variierenden Definitionen wenigstens in dem einen Punkte überein, dass jene accessorischen Gebilde nur an gewissen Stellen des bereits normal entwickelten, d. h. mit seinen Integumenten versehenen Ovulums entstehen und nur an ihrer jeweiligen Ursprungsstelle in Ver- bindung mit dem übrigen Samen stehen. Wenn sich aber, wie dies bei Magnolia, Oxalis u. a. der Fall ist, im Laufe der Entwickelung des Ovulums zum fertigen Samen Teile desselben, wie die Integumente bei Bildung der Samenoberhaut und Testa in ihrer Gesamtheit zu besonderen Schichten differenzieren, die miteinander überall verwachsen und in Zusammenhang stehen, so kann von einer eigentlichen Neuanlegung eines Organes nicht gut die Rede sein. Von einem derartig extremen Standpunkt ausgehend gäbe es ja als- dann fast keinen Samen, an dem nicht irgend eine Eigenschaft der Testa als Arillus zu deuten ware. | Da sich jedoch über terminologische Fragen viel streiten lässt, ohne dass eine Einigung zu erzielen ist, so mag es auch hier dem Ermessen des Einzelnen überlassen sein, wie weit er den Begriff des Arillus ausdehnt resp. einschrünkt. Irgendwo muss aber die Grenze gezogen werden zwischen arillaten und nicht arillaten Samen. MaBgebend hierbei können nur zwei Gesichtspunkte sein, entweder der morphologische oder der biologische. Für uns soll das morphologische Moment das leitende sein, und werden wir in den nachfolgenden Betrachtungen bei der Frage, ob ein Samenanhang oder eine Samenhülle als Arillus zu betrachten ist oder nicht, Botanische Jahrbücher. XIII, Bd. 32 498 A. Pfeiffer. nur lokalisierte Bildungen berücksichtigen, welche ausschlieBlich an ihrer jeweiligen Ursprungsstelle in Zusammenhang mit dem Samen stehen und, ohne mit der gesamten Testa verwachsen zu sein, diese trotzdem mehr oder minder ganz umhüllen künnen. Alle jene Bildungen aber, welche be- sondere Differenzierungen der gesamten Testa sind und unter die von BAILLON als »arilles généralisés« zusammengefassten Gebilde fallen, schließen wir aus; einen großen Teil derselben könnte man allenfalls als »Arillen im biologischen Sinne« bezeichnen. Zum Schluss möchten wir uns noch gegen eine in Lehr- und Hand- büchern oft wiederkehrende Ansicht wenden, nach welcher der Arillus hin- sichtlich seiner morphologischen Dignität als drittes Integument betrachtet wird. Gegen eine derartige Annahme spricht außer der Thatsache, dass seine Ausbildung erst am normal entwickelten und befruchteten Ovulum erfolgt, auch hauptsächlich der Umstand, dass er nie, wie dies von den echten Integumenten behauptet wird, ein Gebilde des Knospenkernes ist. Doch ist diese ganze Frage für uns von zu untergeordneter Bedeutung, um darauf näher einzugehen; sie gehört ebenso wie die Ansicht Barrrov's, der Arillus sei morphologisch als Trichomgebilde zu deuten, in das Gebiet der Theorie. Im folgenden Abschnitt, welcher von der entwickelungsgeschichtlichen Entstehung und Anatomie der Arillen handeln soll, haben wir von einer Rubricierung der verschiedenen Formen unter einzelne, nach der jeweiligen Art der Entstehung aufgestellte Typen abgesehen, da keineswegs in allen Familien, deren Samen Arillargebilde besitzen, letztere nach ihrer ent- wickelungsgeschichtlichen Entstehung oder in ihrem anatomischen Bau typisch für die ganze Familie sind. Der Aufeinanderfolge der einzelnen Familien liegen die » Gen. plant.« von Bexruam und Hooker zu Grunde. Zweiter Abschnitt. Entwickelungsgeschichtliches und Anatomisches. Dilleniaceae. Die Samen der verschiedenen Gattungen dieser Familie besitzen mehr oder weniger alle einen bald hüllenartig membranösen, bald haarformig zerschlitzten Funiculararillus, der bereits im Knospenzustand der Blüte als ringfórmige Verdickung des Nabelstranges unmittelbar an der Anheftungs- stelle des anatropen Ovulums angelegt ist. Durch weiteres Auswachsen der Ränder dieses Ringwalles nach der Befruchtung wird dann allmählich eine die Mikropylargegend des Ovulums resp. des Samens bedeckende Hülle hervorgerufen. Bei einigen Gattungen, wie Pachynema, bleibt diese auf eine die Spitze des Samens nicht viel überragende Cupula beschrünkt. In anderen Füllen dagegen geht die Ausbildung weiter, und sehen wir dann Die Arillargebilde der Pflanzensamen. 499 den reifen Simen von einem sackartigen, am freien Rande vielfach bald mehr, bald weniger tief zerschlitzten Gebilde eingeschlossen, so bei den verschiedensten Arten von Tetracera (T. surinamensis Miq., T. mexicana Eichl., T. Sellowiana Schlecht., T. Breyniana Schlecht., T. Nordtiana F. v. Müll., T. rigida Klotzsch). Bei Davilla (D. macrocarpa Eichl.), Cura- tella (C. americana L.), Doliocarpus (D. Rolandri Gmel.) u. a. ist der Arillus deutlich zweilappig, von häutiger Consistenz und wenig gefransten Rändern. Abgesehen von Tetracera Assa DC., wo von einer schmalen, dem lang- gezogenen Hilus aufliegenden Kappe zahlreiche, den Samendurchmesser an Liinge mehrfach übertreffende Fransen ausgehen, geht die Zerschlitzung wohl am weitesten bei Crossosoma (C. Bigelowii Wats.); hier ist, wenigstens im ausgebildeten Zustand, keine Spur eines zusammenhängenden Gewebes vorhanden; an Stelle dessen finden sich um den Hilus herum feine, eylin- drische Haarbündel, welche besonders dadurch interessant erscheinen, dass ihre äuBere Zellschicht an vielen Stellen zierliche, einzellige, fingerformige Ausstülpungen tragen (vergl. Fig. 4). Das in der Regel mehrschichtige Gewebe bietet im Allgemeinen keinerlei Besonderheiten. In der Mehrzahl der Fälle haben wir gewöhnliches Paren- chym mit langgestreckten, prismatischen Zellformen vor uns. Die radial gestreckten Zellen der beiderseitigen Epidermis, sowie die Zellen des zwischen ihnen liegenden Gewebes sind durch collenehymatische Ver- dickungen in den Ecken ausgesteift; besonders schén wurde dies an Alkohol- material von Tetracera rigida Klotzsch beobachtet (vergl. Fig. 2). Im Ubri- gen sind die Zellen meist dünnwandig. Bei einigen Tetraceraarten, so T. surinamensis Miq. kommen allerdings bei den Epidermiszellen besonders an der Außenwand sehr erhebliche, an den Seitenwänden weniger starke Verdickungen vor, welche oft schóne Schichtung zeigen, sehr quellungs- fihig sind und sich bei Anwendung der üblichen Reagentien als der Haupt- sache nach aus Cellulose bestehend erweisen. Ein für sämtliche unter- suchten Dilleniaceen-Arillen charakteristisches Merkmal ist das Vorkommen von Raphidenschläuchen, welche sich aber auch, wie leicht zu erwarten war, in den Vegetationsorganen der Pflanzen fanden. Im Gewebe des Arillus nehmen sie vorzüglich die centrale Partie ein und sind im fertigen Zustand gewöhnlich von doppelter Länge und Breite wie die übrigen Zellen. Neben dem gewöhnlichen feinkörnigen plasmatischen Inhalt sind fette Öle oft in reiehlicher Menge gespeichert, so namentlich bei Tetracera surina- mensis Miq. und Davilla macrocarpa Eichl.; bei beiden vorzüglich in den epidermalen Schichten. Berberidaceae. Von allen hierhergehörigen Gattungen weisen nur zwei Arillen auf und zwar Epimedium einen häutigen, meist zweilappigen, Jeffersonia einen borstenförmig zerschlitzten, auf die Hilusgegend beschränkten. Vancouveria 32* 500 A. Pfeiffer, (V. hexandra), welche von einigen Systematikern (Morres und Decaisne; Bextnam und Hooker) als besondere Gattung geführt, jetzt aber meist mit Epimedium vereinigt wird, besitzt den gleichen Arillus wie dieses. Die größere Mehrzahl der übrigen Berberidaceae, sowie die von Benruam und Hooker zu diesen gezogenen Lardizabalaceae besitzen siimtlich Beeren- früchte. In einigen Handbüchern werden zuweilen auch die Samen von Podophyllum als »arillata« bezeichnet; hier hat man es jedoch nur mit einer bei der Reife fleischig- pulpós werdenden Placenta zu thun, in welcher die Samen gewissermaßen eingebettet liegen. Epimedium. In der Litteratur liegen über dessen Arillus nur zwei ältere Arbeiten vor!\. Morren und Decaisxe fanden denselben charakte- ristisch für alle untersuchten Arten der Gattung. Auch bezüglich der ent- | wickelungsgeschichtlichen Entstehung finden sich bereits einige Angaben, welche aber ebenso wie einige der Abbildungen nicht in allen Punkten den thatsächlichen Verhältnissen entsprechen; in dieser Hinsicht sind die Dar- stellungen Barrrow's zuverlässiger?). Der einzelne Samen wird im Reifezustand von einem farblosen, häuti- gen, nur um den Hilus herum mit ihm in Zusammenhang stehenden Gebilde mehr oder weniger vollständig eingehüllt. Bei Epimedium concinnum Vatke, E. alpinum L., welche ich lebend zu untersuchen Gelegenheit hatte, sowie einigen anderen (E. pubigerum Morr. et Desn. etc.), von denen bloß Herbar- material vorlag, greift die Arillarbildung nur um ein Geringes über die Ränder der Raphe hinaus, sodass es den Anschein erweckt, als ob der Same einen der Bauchseite flach aufliegenden schuppenartigen Flügel trage, ähnlich dem gleichnamigen der Turneraceae. Trotzdem er gegen die Chalaza zu dicker wird, besteht das Organ in seiner ganzen Ausdehnung bloß aus zwei Zellschichten; auch an der Chalaza, wo man dem Äußeren nach ein stärker entwickeltes Gewebe vermutet, ist dies der Fall. Die scheinbare Anschwellung an dieser Stelle kommt einfach dadurch zu Stande, dass sich die an der Ursprungsstelle d. h. unmittelbar am Anheftungspunkt des Ovulums vereinigten Schichten weiter oberhalb von einander trennen, zwischen beiden also eine taschenförmige Höhlung entsteht. Die beiden Gewebeschichten setzen sich aus dünnwandigen, parenchymatischen Zell- elementen von kubischer Gestalt zusammen, die im meristematischen Zu- stand den gewöhnlichen plasmatischen Inhalt führen. Bei der Reife trocknet dieser dann mehr und mehr ein und das Ganze nimmt häutige Consistenz an. Die fingerhutförmigen Vertiefungen, welche sich nach den Angaben Morren und Decatsne’s auf der Oberfläche vorfinden, rühren von Schrum- pfungen des Gewebes beim Eintrocknen her. 1) Morren et Decatsne, Observ, sur la flore du Japon, suivies de la monogr. du genre Epimedium. Ann. sc. nat. IIiéme série, tome 2. p. 347. 2) Baizcon, Remarques sur l'organ. des Berberidées. Adansonia lI. p. 268—291. Die Arillargebilde der Pflanzensamen, 501 Bei verschiedenen anderen Arten bleibt die Ausbildung des Arillus nicht einseitig auf die Gegend der Raphe beschrünkt. Aus dem schuppen- fórmigen Flügel wird hier ein aus zwei Lappen bestehendes, gleichfalls häutiges, den beiden Blatthälften einer Dionaea äußerlich ähnliches Gebilde, welches den Samen bald mehr bald weniger vollständig umgiebt, so bei E. alpinum L., E. elatum Morr. et Desn., E. pinnatifidum Fisch. B colchicum u. a. Auch hier ist das Gewebe das gleiche wie bei den vorhergehenden, d. h. es besteht aus nur zwei Zellschichten mit würfelförmigen oder poly- edrischen Elementen. Während das in Rede stehende Gebilde nach der bisher üblichen Terminologie meist als Strophiola bezeichnet wird, möchten wir dasselbe nach dem Ort seiner Entstehung und seiner jeweiligen Aus- bildung als einseitigen resp. zweilappigen Funieulararillus ansprechen. Was nun die entwickelungsgeschichtliche Entstehung anbelangt, so. haben Morren und Decaisxe in ihrer Abhandlung bereits angegeben, dass die Bildung des Arillus durch den Funiculus hervorgerufen wird. Jedoch erst durch die späteren Untersuchungen BaiLLoN's wurde die Bildungsstelle näher angegeben; er beobachtete bereits zur Zeit der Blütenentfaltung in der Nähe der Anheftungsstelle des mit zwei Integumenten versehenen ana- tropen Ovulums an der späteren Hilusgegend die erste Anlage in Form einer kleinen »Falte«. Diese Thatsache, dass die Anlage des Arillus sich bereits zur Zeit der Blütenentfaltung, also sicher vor eingetretener Be- fruchtung zeigt, ist darum wichtig, weil ältere Autoren, wie L. C. RICHARD, Praxcnoxn annehmen, die Bildung eines Arillus finde erst nach erfolgter Befruchtung des Ovulums statt. Der wahre Sachverhalt ist dahin zu praci- sieren, dass erste Andeutungen sehr wohl vor der Befruchtung, also mit- unter noch im Knospenzustand der Blüte bereits nachweisbar sein können, die eigentliche Ausbildung dagegen aus begreiflichen Gründen erst nach derselben vor sich geht. Die Richtigkeit der BazLow’schen Angaben kann ich auf Grund der bei E. concinnum Vatk. u. a. angestellten Untersuchungen nur bestätigen. An jugendlichen, in medianer Längsrichtung durchschnittenen Fruchtknoten eonstatiert man leicht, dass die »Falte« in der Nähe des Anheftungspunktes des Ovulums durch Auswachsen einer Anzahl von Zellen aus der epider- malen Partie des Raphegewebes gebildet wird. Die Epidermis wölbt sich an der genannten Stelle, ähnlich wie dies bei Bildung eines Trichoms ge- schieht, zu einem kleinen Höckerchen vor, dessen äußerste Schicht sich dann allmählich von dem darunter liegenden, den Höcker ausfüllenden, parenchymatischen Gewebe trennt und den auf dem Längsschnitt schleifen- artig erscheinenden, zweischichtigen Gewebesack bildet. Jeffersonia, Untersucht wurde Alkoholmaterial von J. diphylla Pers. Der lünglich-eifórmige Same trägt an der Hilusstelle einen haarfórmig zerschlitzten, spreuschuppenähnlichen Anhang. Derselbe greift jedoch nicht vollständig um den kreisfórmigen Nabelfleck herum, sondern seine 502 A. Pfeiffer, Insertionsstelle beschränkt sieh auf die eine an der Raphe gelegene Hälfte desselben. In seiner. Lingsausdehnung reicht er etwa bis zur Mitte der Raphe, steht aber mit ihrem Gewebe nur am Hilusrand in Verbindung. Entwickelungsgeschichtlich ist er von gleicher Herkunft wie der Arillus von Epimedium; er tritt zuerst als eine einfache transversale, den An- heftungspunkt des anatropen Ovulums bedeckende Verdickung auf, die durch Streckung der ursprünglich isodiametrischen Zellen weiter aus- wüchst. In dem vorliegenden Falle ruft jedoch nicht wie bei Epimedium die epidermale Schicht des Funiculus resp. der Raphe allein die Bildung dieser Emergenz hervor; vielmehr nehmen hier auch die unter der epidermalen Zone gelegenen Gewebepartien der Raphe Anteil daran. Die Richtigkeit dieser Thatsache lässt sich selbst noch an medianen Lüngsschnitten durch bereits reife Samen nachweisen; auch makroskopisch fällt auf, dass, auBer den unmittelbar an der Peripherie des Hilusrandes anhebenden borsten- förmigen Haaren, auch solche tiefer aus dem Innern der kreisförmigen Samenbruchstelle herauskommen und sich dann bogenförmig umbiegend der Außenseite der Raphe anlegen. Das ganze Organ besteht nicht aus einem zusammenhängenden Gewebecomplex, sondern ist, wie bereits an- gedeutet, an einzelnen Stellen zuweilen bis zur Insertionsstelle in viele Bündelhaare zerschlitzt und aus langgestreckten, ziemlich h diekwandigen Zellen von spindelförmiger, auch prismatischer Form zusammengesetzt. Die Zellwinde, welche namentlich an der Stelle, wo ein Zusammenhang zwischen Raphe und Arillus besteht, besonders stark verdickt sind, zeigen rundliche Poren, sodass eine derartige Wand durchschnitten ein perlschnur- ähnliches Aussehen erhält. Die allmähliche Zunahme in der Wandverdickung der Zellen von der Spitze des Arillus nach seiner Ursprungsstelle zu scheint in Zusammenhang mit der mutmaßlichen Function zu stehen. Erfüllt sind die Zellen von einem feinkörnigen, bei Behandlung mit Jod sich gelbbraun färbenden Inhalt; die Zellwände selbst zeigen bis auf die schwach ver- holzte Mittellamelle die gewöhnliche Cellulosereaction. Nymphaeaceae. Bei den verschiedenen Arten von Nymphaca zerfällt der zur Reife ge- langte Fruchtknoten in unregelmäßige Stücke. Jeder auf diese Weise frei werdende Same wird seiner ganzen Länge nach von einem weißglänzenden, sackförmigen, nicht gefalteten Funiculararillus eingeschlossen. Derselbe endigt etwas unterhalb der Chalaza, so dass also die der Mikropyle ab- gekehrte Seite des Samens, dessen Längsdurchmesser um etwas kleiner als der der Umhüllung ist, frei bleibt. Das gleiche Gebilde von Euryale ferox Salisb. unterscheidet sich in seinem äußeren Bau nur in wenigen Punkten. Die sackartige Hülle ist nicht wie bei jener straff, sondern an ihrer Oberfläche runzlig gefaltet, Die Arillargebilde der Pflanzensamen. 503 besteht auBerdem am Chalazaende des Samens aus mehreren sich überein- anderlegenden Lappen. Das Arillargewebe ist in beiden Füllen gleichartig ausgebildet; wir haben es mit einem an das Schwammparenchym vieler Laubblätter erinnernden Gewebe zu thun. Die einzelnen Zellen sind meist von vielarmiger Gestalt, und da sie bloß mit den Enden ihrer armförmigen Aussackungen in wechselseitiger Verbindung stehen, so kommen zwischen ihnen große, mit Luft erfüllte Hohlräume zu Stande, denen das ganze Organ seine weißglänzende Farbe verdankt. Die sternartigen Zellen sind von einem sehr feinen Plasmanetz mit deutlichem, groBen Kern erfüllt; neben- bei kommt etwas Stärke vor. Der wasserklare, plasmatische Inhalt verleiht dem ganzen Organ eine schleimige, pulpüse Consistenz. An der Oberfläche des Arillus von Euryale treten neben den Zellen mit farblosem Inhalt ver- einzelt solche mit karminviolettem Zellsaft auf, die dem bloßen Auge als kleine rote Striche erscheinen. Die Entstehungsweise des Arillus ist bei Nymphaea sowohl wie bei Euryale dem Princip nach die gleiche; an seiner Bildung ist nur der Funi- culus beteiligt. Prüpariert man sich aus dem Fruchtknoten einer noch nieht entfalteten Nymphaeablüte einige der zahlreichen Ovula heraus, so fällt bei mikroskopischer Betrachtung an ihnen sofort der eigenartige Bau des Samenstielchens in die Augen und man wird, wenn man die Verhältnisse am reifen Samen bereits studiert hat, ohne weiteres den Teil des Funieulus bezeichnen können, aus welchem späterhin der Samenmantel hervorgeht. Die Ovula, hier anatrop und mit zwei den Eikern überragenden Integu- menten versehen, werden von einem langen eylindrischen Funiculus ge- tragen, welcher sich an der Hilusstelle, also neben dem Exostomrande zu einer birnfürmigen Auftreibung erweitert, in deren Gewebe das Gefäß- bündel als centraler Strang verläuft. Nach erfolgter Befruchtung schwillt der birnförmige Teil noch mehr an, nimmt um den Hilus herum die Gestalt eines Ringwulstes an, und durch Auswachsen der Ränder desselben entsteht dann eine das Exostom überwachsende Hülle, welche im weiteren Verlaufe ihres Werdens die ganze Oberfläche des Samens sackartig überzieht. Bei Euryale ist das Ovulum der Placenta seitlich angeheftet und mehr sitzend; ein langer, cylindrischer, an der Hilusstelle birnfórmig aufgetriebener Funieulus wie bei Nymphaea ist nicht vorhanden. Der Mantel zeigt hier in seinen ersten Entwickelungsstadien die Form eines einfachen Ring- wulstes um die Befestigungsstelle der Samenanlage, erfährt aber später genau die gleiche Ausbildung wie bei Nymphaea. Allen anderen Gattungen der Nymphaeaceae als den erwähnten fehlt der Arillus. Als bemerkenswert möchte ich noch hervorheben, dass bei den anatropen Samenanlagen von Victoria regia Lindl. der Funiculus am Hilus eine ähnlich geformte Erweiterung wie bei Nymphaea zeigt; in systemati- schen Handbüchern und Monographien ist daher vielfach von einem rudi- mentären Arillus der Vieforiasamen die Rede. Ob man es hier nun 504 A. Pfeiffer. thatsáchlich mit dem Rudiment eines Arillus oder aber mit der Anlage zu einem solchen zu thun hat, wage ich nicht zu entscheiden. Tremandraceae. Die Samen dieser die drei Gattungen Tetratheca, Tremandra und Platy- theca umfassenden Familie sind, mit Ausschluss der letztgenannten, durch den Besitz eines wurstfórmigen, spiralig gewundenen Appendix in der Chalazagegend ausgezeichnet. Mir lag über diese Familie nur sehr spürliches und schlechtes Herbarmaterial vor und muss ich mich daher vorläufig darauf beschriinken, einer über diesen Gegenstand vorliegenden älteren Arbeit Erwähnung zu thun!). SCHUCHARDT giebt an, dass bei der Gattung Tetratheca dieser Anhang durch Ausbauchung des Zellgewebes des unteren, an der Chalaza gelegenen Teiles der Raphe entsteht. Seine Bildung beginnt bereits in dem Knospen- zustand der Blüte; er setzt sich aus anfänglich parenchymatischem, später hornartig werdendem Gewebe zusammen. Bei der Reife soll sowohl der Same wie dessen Appendix dann noch von einem nach der Befruchtung entstehenden membranösen »Arillus«, dessen einschichtiges Gewebe an manchen Stellen haarfórmige Ausstülpungen tragt, vollstindig überzogen werden. Dieser Arillus stelle an dem Auswuehs der Chalaza »einen langen háutigen Schlauch dar, der sich nach tagelangem Weichen in Wasser von dem hornartigen Fortsatz abziehen lässt und sich hierbei ganz unzweifel- haft als ununterbrochenen Fortsatz des das Ovulum als drittes Integument umkleidenden membranösen Arillus zu erkennen giebt«. Was SCHUCHARDT hier als Arillus bezeichnet, scheint mir nach den Verhiltnissen an reifen Samen nichts weiter zu sein, als eine besonders differenzierte Schicht der Testa, welche durch das äuBere Integument gebildet wird, ganz so, wie dies bei den in der älteren Litteratur und neuerdings auch nach der BanLow'schen Terminologie gleichfalls als »arillata« bezeichneten Samen der Oxalisarten der Fall ist. Die einschichtige, weißliche Gewebepartie mit stellenweisen fingerförmigen Ausstülpungen ist allseitig mit der eigent- lichen, harten Testa verwachsen und kein accessorisches Gebilde. Mir scheint es weit eher angebracht zu sein, wenn man hier überhaupt von einem Arillus reden kann oder will, als solchen jenen spiralig gewundenen, accessorisch entstehenden Appendix in der Chalazagegend aufzufassen, zu- mal da dieser, wie auch Scnvcnanpr selbst angiebt, ein in der Consistenz verschiedener, aber in deutlichem Zusammenhang mit der Raphe stehender Teil derselben ist. 1) Scnucnanpr, Beiträge zur Entwickelungsgeschichte der Samenknospe der Galtung Tetratheca Sm. Bot. Ztg. 1854." p. 398 fT. Die Arillargebilde der Pflanzensamen. 505 Celastraceae. Die Samen von Evonymus, Celastrus, Catha!) und anderen hierher- gehörigen Gattungen sind von einem lockeren, beerenartigen Sack 'über- kleidet, weleher von der Mikropylengegend ausgeht und nur hier in Zu- sammenhang mit der Testa steht. Ob dieser als Arillus anzusehende Sack den Samen vollstándig oder nur partiell einhüllt, ist variabel und selbst bei den einzelnen Species der Gattung nicht immer constant. An der AuBen- seite ist er gewöhnlich vielfach hirnartig gefaltet. Bei Kvonymus und Ce- lastrusarten fällt er durch seine lebhafte orange oder hochrote Färbung auf, welche allerdings erst kurz vor der Reife des Samens auftritt, immerhin aber schon zu einer Zeit, wo die Fruchtkapsel noch geschlossen ist. Bei Catha cassinoides ist er von weiBer Farbe, gleicht im Übrigen, was Ent- stehung und Struetur des Gewebes und äußeren Bau betrifft, vollstandig dem von Evonymus und Celastrus. Wegen seiner entwickelungsgeschichtliehen Entstehung verdient der Arillus der Celastraceae unser besonderes Interesse. Die Zahl und die Art der Anheftung der anatropen Ovula, ob mit Raphe dorsal oder ventral, ob Mikropyle nach aufwärts oder abwärts gerichtet, ist bei den einzelnen Arten und Gattungen verschieden, Bei unseren Evonymusarten z. B. befinden sich in jedem Fach des Fruchtknotens in der Regel nur zwei, seitlich neben- einander angeheftete anatrope Ovula mit ventraler Raphe und nach unten gerichteter Mikropyle (apotrop), ebenso ist dies der Fall bei Celastrus und Catha; nür bei Evonymus latifolius Scop. fand ich, abweichend von dem vorigen, epitrope Ovula mit dorsaler Raphe. Das Bildungscentrum für den Arillus ist das zwischen dem Exostom und dem Funiculus in unmittelbarer Nähe der Anheftungsstelle des Ovulums gelegene parenchymatische Gewebe. Hier macht sich schon sehr früh eine Oberfliichenanschwellung bemerkbar, welche weiter um sich greift und zwar nach zwei Seiten, auf der einen nach dem Hilus, auf der anderen zu- nächst nach der ihr benachbarten Hälfte des Exostoms zu. An medianen Lüngsschnitten durch weiter vorgeschrittene Stadien des Ovulums tritt dies deutlicher hervor, weil hier die; eine unmittelbar am Hilus gelegene Partie des Exostoms eine stürkere Verdickung zeigt als die gegeniiberliegende, dem Funiculus abgekehrte Exostomhälfte. Die letztere verdickt sich erst später, so dass die Anlage des Arillus kórperlich nunmehr einer oo, also einem zweifachen Ringwall zu vergleichen ist, dessen Ränder dann all- mählich auswachsen zu einem mützenartigen, der Chalaza zustrebenden, 1) Die Samen dieser bei BENTRAM und Hooker als morphotypisch angeführten Gattung (C. edulis Vahl) werden auch in anderen Handbüchern als »alata« bezeichnet. Bei den mir aus dem hiesigen botan. Garten zur Untersuchung überlassenen reifen und als von C cassinoides (Autor?) herrührend bezeichneten Fruchtkapseln trugen die Samen am Mikropylenende einen weißen, mit hirnartigen Windungen versehenen Arillus, welcher den Samen etwa zur Hälfte einhüllte. 506 A. Pfeiffer. am Exostom durehbrochenen Gebilde. Das Gewebe dieses Sackes stellt, wenn es das sich mittlerweile zum Samen differenzierende Ovulum etwa halb umhüllt hat, bei einigen Evonymusarten, z. B. E. verrucosus Scop. und Catha cassinoides sein weiteres Wachstum in der Längsrichtung des Samens ein; bei anderen Arten, wie E. europaeus L., E. atropurpureus Jacq., E. latifolius Scop., Celastrus scandens L., C. alatus Thbg. (E. alatus C. Koch.) wächst die Hülle weiter, überzieht die ganze Samenoberflüche und legt sich an der Chalaza lappig übereinander. Vergleichen wir nun die beobachtete Entstehungsweise mit den dies- bezüglichen Angaben in der Arbeit von Prawcmow. Derselbe bezeichnet bekanntlich dies Gebilde als falschen Arillus, als Arillodium, weil er in ihm eine typische Wucherung des Exostomrandes zu sehen glaubte. Wenn dem wirklich so wäre, d. h. Teile des Gewebes der Raphe an seiner Bildung in keiner Weise beteiligt würen, so müsste der Arillus an seiner Ursprungs- stelle zwei Durchbrechungen zeigen, eine, welche der Mikropyle entspricht, und eine, durch welche der Nabelstrang ginge. Dies ist nun keineswegs der Fall. Prancuon selbst sagt an der betreffenden Stelle: » En disant que ce dernier sac procède uniquement de l'exostome, peut-être ai-je un peu sacrifié exactitude à la clarté. Comme l'ombilie, en effet, est très voisin du micropyle, l'expansion arilliforme partant des bords de ce dernier de- vrait rencontrer dans le funieule un obstacle à son extension et offrir une solution de continuité; mais c'est là, au contraire, que l'expansion est la plus épaisse, et méme elle adhére avec la base du raphé sur une-partie de sa longueur, de manière q'uelle semble, sur ce point, naitre de cette der- nière partie. Il faut donc nécessairement, pour expliquer une pareille dis- position, admettre une soudure congéniale entre l'expansion et le funicule«. Er giebt hiernach selbst zu, dass die Wucherung nicht alleinig vom Exo- stomrand entspringt, dass vielmehr neben der Verdickung des Exostoms und, wie er meint, unabhingig von ihr eine Verdickung an der Hilusstelle auftritt, somit für den späteren Mantel zwei getrennte und von einander isolierte Bildungscentren vorhanden seien, welehe dann allerdings, wenn sie de facto vorhanden wiren, im weiteren Verlauf des Wachstums sich be- rühren und eine Naht bilden müssten. Dass dies aber in Wirklichkeit nicht der Fall ist, glaube ich auf Grund meiner Untersuchungen, die sich auf alle Stadien der Entwickelung erstreekten, mit ziemlicher Bestimmtheit be- haupten zu können. Auch lässt sich selbst an medianen Längsschnitten durch reifere Stadien der Entwickelung an der fraglichen Stelle des Ovulums oder jungen Samens keine Spur irgend welcher Naht nachweisen, das Ge- webe bildet vielmehr an der betreffenden Stelle ein vollständig einheitliches Ganze. Endlich ist die Annahme, dass etwa eine Verschmelzung resp. Ver- wachsung der beiderseitigen Zellenelemente stattgefunden haben kann, aus dem Grunde nicht gut annehmbar, weil das Gewebe sowohl am Exostom als am Hilus während der Entwickelungsstadien, die allein hier in Betracht Die Arillargebilde der Pllauzensamen, 507 kommen künnen, schon derartig differenziert ist, dass eine Verschmelzung ohne naehweisbare Naht ausgeschlossen ist. Die Bildungsweise der Celastraceen-Arillen stimmt somit in allen Punkten mit der von BarLLox für den Macis von Myristica nachgewiesenen überein, dessen Entstehungsweise von Praxcuow ja auch als identisch mit Evonymus etc. bezeiehnet wurde. Von seinem Typus der Arillodien bleiben daher nur die von ihm als »falsche Testa«, auch als Carunkeln benannten Arillargebilde der Euphorbiaceae, Polygalaceae etc. übrig; diese kommen allerdings, wie man sich leicht überzeugen kann, durch eine Verdickung und Wucherung des Exostoms zu Stande. Alle untersuchten Arten zeigten parenchymatische Structur des Ge- webes; in dem epidermalen Teil, an der Innen- und Außenseite des Sackes sind die Zellen radial angeordnet, an den Außenwänden meist gewellt, zeigen aber niemals die durch die Wellung der Wande oft bedingte Tüpfe- lung der ZellenauBenwand. Im mittleren Teile sind die Zellen unterein- ander in der Regel sternartig verbunden, wie dies beim Schwammparenchym gewöhnlich der Fall ist, so dass also große Intercellularriume zwischen ihnen bleiben. Der Inhalt der Zellen zeigt außer gewöhnlichem Plasma der Hauptsache nach ein farbloses oder schwach gelbliches Öl, welches in kaltem Alkohol unlöslich, durch Benzol etc. aber extrahiert werden kann. Eben dieses fette Ol scheint es auch zu sein, welches bei Catha cassinoides hauptsächlich in Gemeinschaft mit den lufterfüllten Intercellularen des Gewebes die blendend weiße Farbe des Arillus hervorruft. Die Rotfärbung bei Evo- nymus- [und Celastrusarten wird durch einen orangegelben bis hochroten krystallinischen Farbstoff bedingt. Fertigt man feine Schnitte durch das Gewebe in irgend einer Richtung, so findet man im mikroskopischen Bilde die Zellen vollgepfropft von? meist langgestreckten, spindelförmigen Ge- bilden, welche entweder in Bündeln ähnlich den Raphiden angeordnet sind oder regellos durcheinander liegen; in den epidermalen Teilen sind sie oft strahlig um den Zellkern angeordnet, so dass Bilder wie bei der Kernteilung zu Stande kommen. Bei Zusatz von wässriger Jodlösung färben sich die Nadeln spangrün. Behandelt man das Präparat mit absolutem Alkohol, so wird der in den Spindeln enthaltene Farbstoff allmählich gelöst und zum Teil von den in den Zellen vorhandenen, an sich farblosen Öl- trôpfchen gespeichert. Bei längerer Einwirkung des Alkohols erbleichen die Spindeln vollständig und zerfallen dann in eine unregelmäßige, gra- nulierte Masse, welche auch noch nach Extrahierung des Öls durch Benzol vorhanden ist und bei Zusatz von Jod gelbe bis braune Färbung an- nimmt. 508 A. Pfeiller. Connaraceae. Von den in Bexrnam und Hooxer’s Genera plantarum aufgezählten zwölf Arten lagen zur Untersuchung vor: Connarus, Rourea, Cnestis und Manotes; die Früchte waren in Alkohol conserviert. Wie bekannt ist, gelangt von den beiden, atropen, sitzenden oder der Placenta seitlich angehefteten hemitropen Samenanlagen in der Regel nur eine zur weiteren Ausbildung. Ein eigentlicher Funiculus ist nicht vor- handen; das in die Samenanlage mündende placentare GefäBbündel ver- läuft mit einem Hauptast noch eine Strecke weit nach der Mikropylargegend zu, wührend kleinere Nebenüste das Gewebe des Samengrundes und der gleich zu besprechenden Arillarbildung netzadrig durchziehen. An den Samen von Connarus, Cnestis, Rourea und wohl der meisten hierher zu rechnenden Gattungen kommen in der Chalazagegend Arillarbildungen vor, welche man in der Litteratur als » Strophiolae« bezeichnet hat. Die Samen von Cnestis werden gewöhnlich (auch bei ExpLicug&. und Brevruaw. und Hooker) als »exarillata« aufgeführt, doch scheint diese Angabe, wenigstens für die mir vorliegenden Arten C. grisea Bak. und C. corniculata Lam. nicht zutreffend zu sein. Manotes dagegen hat, ähnlich den Magnoliasamen, unter einer gleichmäßig differenzierten beerenartigen Samenoberhaut eine harte Schale; die erstere würde nach Battton’scher Terminologie als »arille généralisé « zu bezeichnen sein. Vom morphologischen Standpunkt aus be- trachtet kann, wie bereits in der Einleitung hervorgehoben wurde, dieselbe nicht gut als Arillus angesprochen werden. Wegen der eigenartigen Differenzierung des Gewebes und seiner Zellinhaltsbestandteile werden wir unten mit einigen Worten auf sie zurückkommen. Bei Connarus ferrugineus Jack., Cnestis grisea Bak., Cn. corniculata Lam. u. a. erscheint der Arillus am reifen Samen als glandulóse, caruncula- ühnliehe Aussackung an der Basis des Samens. Er kommt wie in vielen anderen Fällen durch wiederholte Zellteilung des äußeren Integumentes in radialer Riehtung zu Stande; wührend die übrigen Partien der Integu- mente sich zur Testa differenzieren, behilt diese locale Wucherung an der Chalaza ihre beerenartig-pulpöse Consistenz. Der Hilus selbst wird nicht oder nur selten in den Bereich der Wucherung gezogen; in der Regel wird nur die von der Eintrittsstelle des placentaren Gefäßbündels in den Samen, vom seitlich gelegenen Hilus naeh unten zu liegende Partie fleischig. Der Arillus bildet daher auch an dieser Stelle querdurchschnitten nicht einen geschlossenen Kreis, letzterer wird vielmehr durch den Hilus und das ein- tretende Gefäßbündel durchbrochen. Bei Connarus ferrugineus Jack. ist der Arillus von rötlicher, ockerähnlicher, bei den beiden Cnestisarten von weißer Farbe. Bei Rowrea lucida ist er gleichfalls rot gefärbt, weicht aber seinem äußeren Bau nach von den vorerwähnten ab. Hier tritt er an- fänglich zwar auch in Form eines um die Basis der sitzenden Samenanlage Die Arillargebilde der Pflanzensamen. 509 verlaufenden Ringwalles auf, stellt aber sein weiteres Wachstum, wie es bei Connarus und Cnestis der Fall ist, noch nicht ein, wenn seine Lüngen- ausdehnung etwa der halben Länge des Samens entspricht. Der freie, nach der Samenspitze zu gelegene Rand des Ringwulstes wächst nach oben zu aus, so dass der reife Same von einem ihn meist vollstindig einschlieBen- den und am oberen Ende sich klappig übereinander faltenden Mantel um- geben ist, der nur an seiner Ursprungsstelle mit dem Samen verwachsen ist; Gefäßbündelverzweigungen kommen in ihm nicht vor. Die rote Farbe wird in diesem Falle durch einen im Zellsaft gelösten Farbstoffkörper be- dingt. Schon makroskopisch fällt es auf, dass das Gewebe nicht in allen seinen Teilen gleichmäßig gefärbt erscheint; hellere, farblose Partien wechseln mit rotgefürbten ab, so dass das Gewebe etwa das Aussehen eines polierten Holzstüekes hat. Quer- oder Längsschnitte zeigen im mikro- skopischen Bilde, dass neben kleineren Zellen mit wasserklarem Inhalt solehe mit gefürbtem Zellsaft auftreten; die letzteren fallen auch schon durch ihre Größe auf, denn sie sind in der Regel doppelt so breit und 8—10mal so lang als die farblosen. Außerdem sind sie meist regelmäßig angeordnet, sie bilden lange Reihen, welche, von den Ausläufern des placen- taren Gefäßbündels entspringend, das übrige Zellnetz bis zur Epidermis heran netzadrig durchziehen. Beide Arten von Zellen sind dünnwandig und tragen parenchymatischen Charakter (Fig. 3). Ein ganz besonderes Interesse gewinnen die Connaraceen-Arillen durch ihren ungemein reichen Gehalt an einem in die Klasse der Gerbstoffe ge- hörigen Körper. Derselbe ist gelöst im Zellsaft und zwar ausschließlich nur im Inhalt der eben erwähnten großlumigen, gefärbten Zellen; in den farblosen konnte er niemals nachgewiesen werden. Der Inhalt der großen Zellen ist bei Alkoholmaterial gewöhnlich ockerartig, hellrot gefärbt, nimmt aber, namentlich wenn man vor der Anfertigung von Schnitten kleinere Gewebestücke etwa 24 Stunden der Einwirkung von Kaliumbichromat- lösung ausgesetzt hat, eine dunklere, braunrote Färbung an. Da jedoch diese Farbenänderung immerhin keine allzu auffallende ist und man sonach Bedenken tragen könnte, auf Grund dieser einen Reaction allein Gerbstoff als Inhaltsbestandteil anzunehmen, so wurden zur Gegenprobe Schnitte in der bekannten Weise mit Eisenchloridlösung behandelt. Die hierdurch auftretende intensive blauschwarze Färbung des Inhalts ließ jeden Zweifel schwinden, dass hier ein Gerbstoff und zwar ein eisenbläuender vorliegt. Im Arillus von Cnestis grisea Bak., der, wie bereits erwähnt, nicht gefärbt ist, kommen Gerbstoff führende Zellen zwar auch vor, doch nur in un- mittelbarer Nähe des Gefäßbündels, ganz ähnlich wie bei anderen pflanz- lichen Organen, wo Gerbstoffschläuche häufig Begleiter der Gefäßbündel sind. Die Zellen der eigentlichen Aussackung enthalten der Hauptsache nach plasmatische Substanzen, kleine Leucoplasten und etwas Stärke. Be- merkt sei noch, dass bei den Connaraceae Gerbstoff nicht allein im Gewebe 510 A. Pfeiffer. der Arillen auftritt, sondern auch in den tibrigen Samenteilen, freilich nicht in so reichlicher Menge wie gerade in jenen. Bei Manotes Griffoniana Baill. wird der Keimling von einem horn- artigen, nebenbei den Schutz des Embryos übernehmenden Eiweiß um- geben. Die das letztere überkleidende Samenoberhaut setzt sich aus drei verschiedenartig differenzierten Schichten zusammen. Dem Nährgewebe am niichsten liegt eine etwa 80 mik. breite Palissadenschicht mit porüsen Zellwünden. Auf sie folgt eine ca. 0,6 mm starke, im Mittel aus 8 Zell- lagen bestehende Gewebepartie; ihr sind große, dünnwandige, paren- chymatische Zellen eigen, welche regellos angeordnet sind und große Inter- cellularen zwischen sich lassen ; auch finden sich, namentlich an der Grenze zwischen dieser und der äuBersten Schicht kleinere Zweige des placentaren GefäBbündels. Im Inhalt der Zellen der mittleren Schicht, welche schon makroskopisch durch ihre rostbraune Fürbung auffallt, ist Gerbstoff in sehr reichlicher Menge in gelüster Form enthalten und zwar, wie sich bei Be- handlung der Schnitte mit Fe, Cl;-Lósung zeigte, ein eisengrünender Gerb- stoffkörper. Die letzte, zu äußerst gelegene, weißlich gefärbte Partie, etwa 280 mik. breit und aus ungefähr 5—6 Zelllagen bestehend, hat minimal verdiekte, polygonale Zellen mit nur kleinen Intercellularen. Ihre Zellen sind vollgepfropft von Stürke und einer fettreichen Grundsubstanz. Da unter den Stärkekürnern, welche in der Regel von rundlich-kugeliger Form sind, auch viele mit mehr länglich-gestreckter, stübchenfórmiger Gestalt vorkommen, war die Vermutung naheliegend, dass man es hier móglicher- weise gleichfalls mit Amylodextrinstárke zu thun haben könne, ähnlich wie im Macis von Myristica. Setzt man nun Jodlósung zu einem Schnitt, dann erhält man, namentlich an dickeren Stellen, nicht das typische Blau der Stärkekörner, sondern eine Mischfarbe zwischen violett und braunrot, so dass man auf Grund dieses sowie des vorigen Umstandes im ersten Augenblick wirklich Amylodextrinstärke als Inhaltsbestandteil anzunehmen geneigt würe; bei nüherer Betrachtung erweist sich jedoch eine derartige Annahme als irrig. Die an das Rot der Amylodextrinstürke erinnernde Mischfarbe wird einfach durch ein Zusammenwirken der gefärbten Stärke und der mit ihr gemeinsam auftretenden, durch Jod gelbbraun gefärbten plasmatischen Grundsubstanz hervorgerufen; an dünnen Schnittstellen, wo ein Teil der Kórner aus dem Lumen gerissen worden ist, kann man deutlich neben den typisch gefärbten Stärkekörnern gelbbraun erscheinende Plasma- gebilde erkennen. An den Samen der vorliegenden Manotesart war noch das Eine auf- fallend, dass auf der dem Hilus abgekehrten Seite von der Basis nach der Spitze zu regelmäßig eine rostbraune, nervartige Linie verlief, die schon um deswillen in die Augen springt, als die übrigen von ihr nicht berührten Teile. der peripherischen Schicht der Samenoberhaut von weißgelber Farbe sind. Diese Linie kommt dadurch zu Wege, dass die den Gerbstoff Die Arillargebilde der Pflanzensamen. 511 enthaltende und rostbraun gefärbte Gewebepartie die stärkeführende Außenschicht an dieser Stelle durchbricht und bis zur Epidermis herantritt. Leider lag keinerlei Material von Entwickelungsstadien dieser interes- santen Samen vor, welches darüber hätte Aufschluss geben können, wie im Gewebe ihrer Samenhaut jene scharfe und charakteristische Sonderung namentlich zwischen der Gerbstoff führenden und der Stärke führenden Schicht hervorgerufen wird. Leguminosae. Was zunächst das Vorkommen von Arillargebilden betrifft, so ist vor- auszuschicken, dass dasselbe bei keiner Familie ein so wechselndes ist, wie bei dieser. Von den elf in Benraam und Hooker’s »Gen. plant.« auf- geführten Tribus der Papilionatae haben 3, die Trifolieae, Loteae und Dal- bergieae, niemals einen Arillus, die Vicieae dagegen, von Abrus abgesehen, stets; unter den übrigen Tribus kommt er einigen Gattungen zu, den meisten fehlt er. Die Caesalpinioideae ermangeln eines Arillus constant in den Abteilungen der Eucaesalpinioideae, Bauhinieae und Dimorphandreae ; der Rest von 4 Tribus mit 44 Gattungen zeigt ihn nur bei 8 der letzteren. Von den Mimoseae mit 5 Tribus kommen eigentlich nur die Acacieae in Be- tracht; Parkieae und Eumimoseae lassen ihn ganz vermissen, bei den übri- gen ist sein Auftreten unbestimmt. Dieser Inconstanz im Vorkommen gegenüber ist morphologischer Wert, anatomischer Bau und physiologische Function aller innerhalb der Familie namhaft zu machenden Samenanhangsgebilde außerordentlich überein- stimmend. Wir haben es in allen Fällen mit typischen Funiculararillen zu thun, und zwar ist die Hypertrophie des Funiculus entweder einseitig auf den meist langgestreckten Hilus beschränkt, hat mit anderen Worten lineale Gestalt, oder sie wird durch Uberwachsen des Hilusrandes mehr hüllen- artig. Im letzteren Falle verbleiben die betreffenden Gebilde am reifen Samen, im ersteren dagegen bleiben sie an den Placenten, so dass die Samen ohne Anhang glatt aus der Hülse fallen und nur der langgezogene Nabelfleck auf eine frühere Funicularwucherung hinweist. Bezüglich der Histologie der hier zu besprechenden Gebilde sei im Voraus bemerkt, dass ihr Gewebe im Allgemeinen keine Besonderheiten bietet; in der Mehrzahl der Fälle handelt es sich um parenchymatisches Gewebe, dessen Zellen die gewöhnlichen Inhaltsbestandteile, wie Proteïnstoffe, Stärke u. s. w. ent- halten. Nach allem kann man die Arillargebilde der Leguminosen unter zwei Typen bringen. Der erste Typus würde solche umfassen, welche bei der Samenreife am Funiculus resp. den Placenten bleiben; lineale, einseitige Arillen, welche den Samen. in der Hülse wulst- oder bandartig an seiner Peripherie umspannen und die Mikropyle stets unbedeckt lassen. Hierher wären Vicieae, Galegeae, Acacieae ete. zu rechnen. Der zweite Typus wäre 512 A. Pfeiffer, charakterisiert durch hüllenartige, am Samen verbleibende Gebilde, welche äußerlich auch zuweilen einer Caruneula ähneln, von dieser aber ent- wickelungsgeschichtlich leicht zu unterscheiden sind; ihm würden die bei vielen Cylisusarten, einigen tropischen Phaseoleae und Caesalpinioideae vor- kommenden Bildungen entsprechen. Es bedarf wohl kaum besonderer Er- wühnung, dass keineswegs alle Arillusbildungen der Leguminosen voll- kommen dem einen oder anderen Typus entsprechen, dass vielmehr zwischen beiden alle möglichen Übergänge vorkommen. Typus I. Pisum. Wier tritt uns der einfachste Fall einer Funicularwucherung entgegen, dieselbe verdient wohl kaum den Namen Arillus, vielmehr kann sie als eine Übergangsform von Leguminosen ohne Arillen zu solchen mit Arillen betrachtet werden. Immerhin zeigt auch sie das später zu be- sprechende physiologische Verhalten wie die übrigen Vicieae. Bei Pisum sativum L. hat der Funiculus die Form eines Kegels, der mit seiner Basis dem Nabel aufsitzt, dabei die Mikropyle unbedeckt lässt; das GefiBbündel verläuft auf der ihr abgekehrten Seite des Samentrügers und tritt ihr gegen- über in den Samen ein. Um den kreisförmigen Hilus ist der Funiculus mehr oder weniger wulstartig erweitert, ohne dass diese Funicularerweite- rung den Rand des Hilus übergreift. Das Gewebe derselben trügt paren- chymatischen Charakter. Es lassen sich zwei Partien unterscheiden: eine innere, centrale aus rundlichen, dünnwandigen Zellen, zwischen denen grüBere Intercellularen bleiben, und eine peripherische, aus 2—3 Zelllagen bestehende mit collenchymatisch verdiekten Zellen, deren Wände Poren zeigen, wie sie dem Endosperm mancher Samen eigentümlich sind. Diese trichterförmigen Erweiterungen sind jedoch nur an frisch bereiteten Schnitten zu erkennen, da später Quellungen eintreten, die sie undeutlich machen. Neben dem gewöhnlichen plasmatischen Inhalt kommen in den Zellen" beider Schichten Stärkekörnchen in ziemlich beträchtlicher Menge vor; in den Zellen der Randpartie außerdem, besonders in jugendlichen Entwickelungsstadien ab und zu Chlorophylikörner. Galega. Bei einigen Arten dieser Gattung, z. B. der bei uns culti- vierten G. officinalis L., findet sich ein ähnlich gebauter Funiculus wie bei Pisumarten, also von langer, fadenfórmiger Gestalt, der sich an der Stelle, wo er dem Hilus aufsitzt, keulenfórmig verbreitert, so dass er äuBerlich an dieser Stelle die Form eines Schwammes hat. In seinem anatomischen Bau weicht das Gebilde von dem eben besprochenen nur insoweit ab, als bei ihm keinerlei Zellwandverdickungen auftreten. Die Inhaltsbestandteile sind die nämlichen wie bei Pisum. Lathyrus. Die Arillarbildung, wie sie für die verschiedenen Arten dieser Gattung charakteristisch ist, bildet den besten Repräsentant für den von uns aufgestellten ersten Typus. Wir sehen hier eine lineale, an den Beiblatt zu den Botanischen Jahrbiichern. Nr. 29. Band XIII. Ausgegeben am 20. Marz 1891. Heft 3/4. I. Bromeliaceae Schimperianae. Von L. Wittmack. Die von Prof. Dr. W. Scuiuprn in Bonn 1886 meist in Südbrasilien gesammelten Bromelia- ceen umfassen 22 Arten in 27 Nummern, die wegen der genauen Standortsangaben viel Interesse bieten. Zwei Arten sind neu. I. Übersicht in der Reihenfolge der Nummern. 1. Dyckia brevifolia Baker. 231. A. gamosepala Wittm. n. sp. 16. Tillandsia geminiflora Brongn. | 264. Vrisea Duvaliana E. Morr. 17. T. stricta Sol. 265. V. corallina Rgl. var. striata 18. T. stricta Sol. Wittm. 37. Pothuava comata Gaud. 266. V. guttata André et Lind. 57. Ortgiesia tillandsioides Rgl. 269. V. corallina Rgl. 19. Nidularium purpureum Beer (?). | 270. Billbergia Schimperiana 80. N. Innocentii Lemaire. Wittm. n. sp. 92. Tillandsia stricta Sol. var. bi- | 273. Tillandsia stricta Sol. color (T. bicolor Brongn.). 292. Nidularium Scheremetiewu Rgl. 96. T. Gardneri Lindl. 304. Macrochordium van Houtteanum 129. Aechmea Platsmanni (E. Morr.) (Morr.) Wittm. Wittm. | 305. Nidularium Innocentii Le- 136. Macrochordium luteum Rgl. maire (?). 168. Echinostachys Hystriæ (E. Morr.) | 306. Vriesea regina Beer (V. Glazio- Wittm. viana Lem.). 170. Vriesea inflata Wawra. | 307. Dyckia montevidensis K. Koch(?). 173. Aechmea nudicaulis Griseb. | II. Systematische Übersicht. (Ich folge im Wesentlichen in der Anordnung der Gattungen meiner Einteilung in ENGLER u. PRANTL, »Nat. Pflanzenfamilien« Teil II. Abt. 6. p. 41, in der der Species meist Baker in dessen Handbook of Bromeliaceae.) Tribus I. Bromelieae. I. Nidularium purpureum Beer(?). Epiphyt und auf Felsen. Serra do Pieu, zwischen Rio de Janeiro und Minas Geraés, bei ca. 1600 m. Herzblätter rot, Blüten zuerst rot, dann weiB. Nr. 79. Bot. Jahrb. Beiblatt 29. a 2 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 29. 2. N. Scheremetiewii Rgl. Cultiviert im Garten des Hotel das Paneiras auf dem Corcovado, hinter Rio de Janeiro. Blätter rein grün, Herzblitter rot, Blüten violett. Nr. 296, 3. N. Innocentii Lemaire, An Baumstämmen im Urwald bei Blumenau. Im Schatten. Sehr häufig. Bracteen zur Blütezeit feuerrot, mit allerhand Unrat und Wasser gefüllt. Blüten selten, schneeweiß. Die Bracteen werden nach dem Verblühen heller, orange. Nr. 80. Desgl. Schattenepiphyt, hier und da auch auf Felsen und auf dem Boden. Häufig bei Blumenau. Bracteen grün mit rotem Rande, gefüllt mit Wasser und organischen Stoffen. Blüten weiß, nur ausnahmsweise ge- sehen. Sie scheinen in der Knospe zu verfaulen oder gefressen zu werden. Nr. 305. (Ist eine große Form L. W.’ 4. Billbergia Schimperiana Wittm. n. sp. in Bax. Handbook of Bromeliaceae. p. 79. Caespitosa, radicibus fibrosis horizontalibus. Foliis ad 14 ; linearibus, longissimis, angustissimis, 80 em longis, medio tantum 7—8 mm latis, in acumen longissimum sensim attenuatis, supra valde canaliculatis, laete viridibus, subtus subfurfuraceis, margine inermibus. Seapo 42, cum spica 55 em longo, foliis breviore, gracili, ut videtur cernuo ; anaphyllis remolis, anguste lineari- lanceolatis, cum foliis longissime acuminatis, 12—14 cm longis, medio 4 em latis. Spica laxa (pendula?) bracteis minutis, triangu- lar i-cordatis, subobtusis; floribus ad 7, mediis 4—1 1 em ah invicem remotis. Ovario eylindrico valde 9-costato, infimo 20, ceteris 15—12 mm longis, sepalis lineari-lanceolatis, ovario aequalibus vel paullo longioribus 16—20 mm longis, 4—5 mm latis; petalis lineari-lingulatis sepalis duplo longioribus, 44/5 em longis, 2 mm latis, flaecidis, squamulis basalibus 2 denticulatis. Filamentis gracilibus petalis aequilongis; antheras non vidi. Stylo petalis sublongiore, stigmatibus linearibus subspiraliter tortis, An Baumstümmen im Urwalde bei Saó Bento. Nr. 270. (Die Blumen sollen, wie Herrn Prof. Scurrrn gesagt wurde, blau sein.) Steht der Billbergia nutans M. Wendl. sehr nahe, unterscheidet sich aber durch lüngere, an der Basis kaum verbreiterte, gänzlich wehrlose Blätter, schlankeren, längeren, stark gerippten Fruehtknoten, der wegen seiner r Rippen an B. Bakeri E. Morr. erinnert. Aechmea Platzmanni (E. Morr.) Wittm. (Hoplophytum Platz- manni E. Morr. in Belg. Hort. 4875. p. 362 [nomen tantum]. Hoplophytum luteum E. Morr. ined. in tabulis ejusdem in herb. Kew. asservatis. Aechmea floribunda Baker in Handbook of Bromeliaceae p. 42, nee Manr.). Epiphyt auf Baumästen, in etwas helleren Wäldern bei Blumenau. Kelch rot, Blüte gelb. Nr. 129. BAKER nennt diese Art Aechmea floribunda Mart.; Scuuttes fil., Syst. veg. VII. 4272. Wenn man aber die Originalbeschreibung SchvLTES vergleicht, so kommt man zu dem Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. No. 29. 3 Resultat, dass das eine ganz andere Pflanze, nämlich die später von GaunicHAUD, Atlas Bonile t. 64 Pironneava platynema genannte riesige Bromeliacee ist, von der SCHULTES wahrscheinlich nur einen Rispenzweig und keine Blätter gesehen. SCHULTES sagt nicht : Bracteen der Blüten eifórmig, wie Baker es für A. floribunda Mart. anführt, sondern subcyathiformibus und in der Specialbeschreibung heiBt es: »Spathellae, cyathum germen subaequantem sistentes, uno latere fissae, spinä fuscescente 4—11/ lin. (= 2,25 —3,3 mm) arislatae, nervoso-striatae, absque spina 21/—31/, lin. (= 5,6—7,8 mm, was also mit der Stachelspitze 7,8—411,1 mm ausmachen würde, wührend Baker die Bracteen der von ihm darunter verstandenen Pflanze, unserer 4. Platzmanni, nur 1/4—!/3 Zoll lang nennt; sie sind bei unserm Exemplar 5—6 mm lang incl. Stachelspitze. ScuuLres vergleicht seine Pflanze auch wegen der becherfórmigen Bractee mit 4. panicu- lata R. et P. Vergl. weiter unten, S. 44, Pironneava floribunda (Mart.) Wittm. unter den Scuenck’schen Bromeliaceen. Da die Gattung Hoplophytum nach meiner Umgrenzung nur wenige Samenanlagen oben im Fach besitzt (ENGL. u. PRANTL, Natürl. Planzenfam. »Bromeliaceen« S. 44—42, 49) und vielleicht ganz fallen muss, unsere Pflanze aber viele Samenanlagen längs des Innen- winkels trägt, so kann der Name Hoplophytum für sie nicht beibehalten werden, sie muss Aechmea heißen; wohl aber scheint mir der Speciesname Platzmanni angebracht, zumal er zuerst gedruckt ist; er ist besser als luteum, wie MORREN die Pflanze auf seiner Zeichnung in Kew nennt, da durch diesen leicht Verwechselungen mit Macrochordium luteum Rel. entstehen kónnten. Baker zieht im Handbook of Bromeliaceae p. 42 zu der vermeintlichen Aechmea flori- bunda Mart, auch Aechmea organensis Wawra, Itin. Princ. Sax. Cob. 146. t. 23 und giebt für alle gelbe Blumen an. Wawra sagt aber von seiner Pflanze (1. c. p. 447): »Blumen- blätter violette und bildet sie auch so ab. — Offenbar steht freilich A. organensis Wawr. der A. floribunda im Baxer’schen Sinne sehr nahe und damit auch unserer Pflanze, auf die Baxenr’s Beschreibung sehr gut passt. 6. A. nudicaulis Griseb. Epiphyt auf hohen Baumästen. Bracteen feuerrot. Kelch und Krone gelb. Häufig bei Blumenau. Nr. 173. 7. A. gamosepala Wittm. n. sp. Stolonifera, radice fibrosa, Foliis ad 18, rosulatis, basi vaginatis, bre- vibus, loratis, fere espinosis, 20—30 em longis, ad vaginam 5, in medio 3—4 em latis, exterioribus apice plus minus rotundatis, in cuspidem cor- neam brevem subito contractis, interioribus sensim acuminatis, cuspidatis, textura sat firmula, glabris. Inflorescentia spicata, foliis paullo longiore, pedunculo 20 em longo, spica ante anthesin densissima, sub anthesi plus minus laxa, 8—15 em longa, 2—3 cm diametro. Scapo erecto; anaphyllis lineari-lanceolatis, acutis, furfuraceis, adpressis. Floribus 40—100, sessilibus, bracteis ovato-lanceolatis vel lanceolatis, mucronatis, infimis floribus aequi- longis vel longioribus, ceteris’ ovario subaequilongis, summis brevioribus. Ovario tereti 5B—7 mm longo, eum calyce continuo, calyce anguste cupuli- formi 3 mm longo, vix ad medium trifidum, laciniis ovatis mucronatis. Petalis calyce fere duplo longioribus subspathulatis: ungue lineari, supra basin 2-squamato, lamina oblonga violacea, staminibus styloque petalis sub- aequantibus. Ovulis in medio ovarii ad axin horizontaliter seriatis, ex- appendiculatis. a* Er 4 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. No. 29, Epiphyt auf Mangrovebäumen bei Joinville, Prov. Sa. Catharina. Seltener auf dem Festlande, fehlt bei Blumenau. Corolle violett. Nr. 231. Der bis zur Milte verwachsenen Kelchblätter wegen müsste die Pflanze eigentlich zu Ortgiesia gestellt werden, da aber der ganze Habitus einer Aechmea entspricht, möchte ich sie einstweilen bei dieser Gattung belassen. Sie steht am nächsten der Aechmea nudicaulis, unterscheidet sich aber durch viel schmälere Hochblätter, größere Deckblätter und stielrunden, nicht eiförmigen Fruchtknoten und die Anheftungsstelle der Samenanlagen mitten im Fach (zuweilen sogar etwas mehr nach oben), nicht längs des ganzen Innenwinkels. Die ganze Ahre hat auch viel Ähnlichkeit mit den einzelnen Ähren der großen Rispe von Aechmea lingulata. Andererseits kann man sich auch vorstellen, dass bei kümmerlichen Formen von Aechmea Platzmanni, suaveolens und Henningsiana (siehe letztere unter den SCHENCK’schen Pflanzen) durch Schwinden der Seitenäste ähn- liche Formen auftreten müssen. 8. Ortgiesia tillandsioides Rel. Epiphyt auf den hüchsten Baumiisten, bei Blumenau häufig. (Blüten von Scumper nicht gesehen). Nr. 57. 9. Pothuava comata Gaud. Kelch rot. Corolle gelb. Epiphyt und auf Felsen, an sehr hellen Standorten, namentlich in der Nähe des Meeres, auf der Insel Sa. Catharina sehr hüufig. Fehlt bei Blumenau und Joinville. Nr. 37. Bisher sehr selten gesammelt ! 10. Echinostaehys hystrix (E. Morr.) Wittm. Aechmea hystrix E. Morr. in Belg. hort. 1880, 243. t. 13. Epiphyt. Blumenau. Ziemlich häufig. Blüten violett. Nr. 168. 11. Maerochordium ? luteum Rgl. Häufig an Baumstämmen im Urwald beiBlumenau, im Schatten. Kelch und Krone gelb, Beeren jung rot, reif schwarz, süßlich. Nr. 136. 12. M. van Houtteanum (E. Morr.) Wittm. Quesnelia van Houtteana E. Morr. in Belg. hort. 1884. 350. t. 18). Foliis e vagina ampliata late loratis, sat brevibus, ad 40 cm longis, medio 5 em latis, apice deltoideo-lanceolatis in cuspidem 4 em longam pungentem attenuatis, valde coriaceis, spinis marginalibus validis, densis, antrorsis, 4—5 mm longis, corneis, nigrescentibus. Scapo valido, ad par- tem supremam, quam tantum vidi, 13 mm diametro, anaphyllo supremo ovato-oblongo, acuto, adpresso, glabro. Spica densissima spadicem cylindri- cum crassum 12 em longum, 4 cm diametro sistente. Floribus numero- sissimis, spiralibus, cum ovario calyceque in tomento flavescente? nidu- lantibus. Bracteis floralibus ovatis longe cuspidatis, eum cuspide calyce subaequilongis. Ovario late-ovato 10—12 mm longo, 6—7 mm lato, sub- compresso. Sepalis lanceolatis in mucronem nigrum corneum validum apiculatis, ovario brevioribus, 8 mm longis. Petalis violaceis, calycem fere duplo superantibus, 15 mm longis, lingulatis, lamina paullo ampliata, ob- tusa, staminibus eis aequilongis, interioribus supra basin petalis inter squa- mulas 2 denticulatas adnatis. Stylo staminibus aequante, stigmatibus tortis. Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern, No. 29, 5 Serra do Pieu, Prov. Minas Geraes, in 1500—1700 m. Epiphyt und auf Felsen, häufig. Blumen violett. Nr. 304. Baker giebt als Charakter bei Macrochordium, das er nur als eine Section von Aechmea betrachtet, an (Handbook of Brom. p. 81): Bracteen und Kelchblätter eifórmig, nicht stachelspitz (mucronate). Er führt aber selber A. conspicuiarmata Bak. (Macro- chordium macracanthum Rgl.) mit auf, welches kleine Stachelspitzen an den Kelchblättern trägt. Dieser Art steht unsere Pflanze nahe, unterscheidet sich aber durch den nicht kugeligen Blütenstand, die nicht ausgerandeten, sondern in eine lange, grannenfürmige Stachelspitze auslaufenden Deckblätter der Blüten, die stark stachelspitzigen Kelchblatter und die viel längeren Blumenblütter, Diese sind auch bei Macrochordium macracanthum gelb und werden bald braunschwarz. Siehe Nachtrag S. 33. Tribus II. Piteairnieae. Vacat. Tribus III. Puyeae. 13. Dyekia brevifolia Bak. Blüten gelb. Wurzelt im Boden zwischen den Steinen am Ufer des Itajahy bei Blumenau, in der Nähe des großen Wasserfalles, sonst nicht gesehen. Nr. 4. 14. D. montevidensis K. Koch (?). Campos elevados der Serra do Dien, Prov. Minas Geraés, bis 1900 m. Die höchst gehende Bromeliacee (die Scuimper sah). Terrestrisch. Nr. 320. Blätter bis 20 cm lang, oberhalb der erweiterten kurzen Scheide 4 em breit, oberseits fast flach, unterseits dicht braun-filzig. Blütenstand eine lockere Ahre (in Frucht). Deckblätter fast so lang wie der Kelch, 4 cm lang, eifórmig, lang zugespitzt, Blüten kurzgestielt. Kelchblatter stumpf, 7—8 mm lang, Kapseln aufrecht, noch einmal so lang als der Keleh, glünzend schwarz. Baker zieht Kocu's Dyckia montevidensis als Form zu D. rarifolia Schult, fil.; ich meine aber, die filzize Behaarung auf der Unterseite der Blätter, die dort glatt und fein grün und weiß längsgestreift sind, unterscheidet sie schon. Auch sind die Blätter schmäler. Tribus IV. Tillandsieae. 15. Tillandsia stricta Sol. (incl. T. bicolor Brongn.). Epiphyt an trockenen, offenen Standorten bei Blumenau, nicht sehr häufis. Bracteen rosa, Blüten violett. Nr. 17. — Die häufigste Tillandsia an offenen, trockenen Standorten bei Blumenau. Rasenbildend auf den Ästen von Orangen etc. Bracteen rosa. Blüten violett-blau. Nr. 18 und 92. — Sao Bento in der Serra Geral, Prov. Sa. Catharina. Bracteen violett!. Blüten angeblich blau. Nr. 273. — Siehe Nachtrag S. 23. 16. T. Gardneri Lindl. Häufiger Epiphyt an hellen, offenen Standorten. Bracteen rosa. Blüten angeblich blau. Blumenau und Desterro. Wohl dieselbe Art, die auch in Westindien sehr gemein. (Ja! W.) Nr. 96. 6 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. No. 29. 17. T. geminiflora Brongn. Häufig bei Blumenau, an trockenen, offenen Standorten. Blüten himbeerrot, Stiel und Bracteen heller rot. Nr. 16. 18. Vriesea incurvata Gaud. Überaus häufiger Schattenepiphyt bei Blumenau. Blätter rein grün, Braeteen in der Mitte scharlach, am Rande gelb, selten ganz rot. Corolle gelb. Stets nur eine Blüte auf einmal offen. Die Bracteen sind mit Schleim gefüllt. Nr. 170. Man kónnte im Zweifel sein, ob man es hier nicht mit V. inflata Wawra zu thun hatte; ich halte aber V. inflata Wawra für nicht verschieden von V. incurvata Gaud., zu der auch Morres und Baker sie ziehen. Nach Wawna, Itinera Princ. Saxo-Coburgi 1. p. 162 sind bei V. incurvata die Blätter !/; m lang und 21% cm breit, bei V. inflata. 35 cm (bei unserer Pflanze nur 30 cm; lang und 3 cm breit; dabei enden die von V. incurvata in eine 1 cm lange Stachelspitze, die bei V. inflata nur 2 mm lang ist. Die Ahre ist bei V. incurvata nur 4 cm breit, bei V. inflata 6 cm, dabei auch dichter, endlich sind die Bracteen bei V. incurvata nach Wawna nur 3 cm lang, leberfarbig (bläulich fleischfarben fügt Antome nach Wawaa’s Mitteilungen hinzu), bei einigen rosa über- zogen (indutae), wachsartig glünzend, bei V. inflata und bei unserer Pflanze messen sie 5 cm in der Länge und sind scharlachrot, am Rande goldgelb. Gaupicuaup selbst bildet aber eine schmale, Alz cm breite Ähre und eine andere, 6 cm breite ab; die Größenver- hültnisse sind also nicht maBgebend. Auffallend bleibt nur Wawna's Angabe betr. der Farbe von V. incurvata; doch sah er sie vielleicht nicht zur vollen Bliitezeit. 19. V. corallina Rgl. Blätter rein grün und mit einem schwachen Wachsiiberzuge. Bracteen rot, Kelch und Krone gelb. Auf der Serra Géral, an der Straße zwischen Joinville und Sao Bento, nahe am Kamme. Epiphyt und auf Felsen. Nr. 269, var. striata Wittm. Blätter grün und weiß gestreift. Blüten gelb. Serra Géral der Prov. Sa. Catharina, auf dem Wege von Joinville nach Sad Bento. Nr. 265. Beide sind noch im Knospenzustande, die Ähren dicht, nur unterwärts beginnend lockerer zu werden, die Bracteen und Blüten aufrecht, so dass man eine ganz andere Pflanze, etwa T. incurvata, schmalährig vor sich zu haben glaubt. Ein Vergleich mit der Abbildung bei ANTOINE, Phyto-Iconographie t. 48 lehrt aber, dass es V, corallina ist. Von den Streifen bei Nr. 265 ist am Spiritusexemplar nichts zu sehen, dagegen er- scheint gerade Nr. 269 gestreift. Hier sind die Blütter bis 50 cm lang, 5 em breit, vorn rundlich dreieckig mit kurzer Stachelspitze. Ahren bis 20 em lang, 3 cm breit, weil die Blüten noch angedrückt. Kelch groß, schon hervorragend, Blumen noch klein. Nr. 265 hat nur kurze, 15 em lange, 3!/5 cm breite Blätter, vorn abgerundet und mit krummer, aufgesetzter Stachelspitze. Ähre ähnlich der Klapper einer Klapperschlange (wie auch V. Barilleti) 49 cm lang. Blüten noch sehr jung. Zwischen den Bracteen findet sich reichlich eine schleimige, einem diinnen Gummi arabicum ähnliche Masse, die oft so stark ist, dass sie dieselben ganz verklebt. Die Unter- suchungzeigte mir, dass dieses Gummi, das bei allen Vrieseae(Vriesea glutinosa hat daher ihren Namen) vorkommt, in Schleimgüngen der Kelchblatter gebildet wird. Diese Schleim- giinge lassen sich bei V.corallina am Alkoholmaterial auf dem Querschnitt schon fast mit bloBem Auge erkennen. Sie liezen etwas unter der Oberhaut der Innenseite und wechseln * Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. No. 29. 7 mit den zahlreichen Gefäßbündeln daselbst regelmäßig ab, entsprechen also in der Be- ziehung den Luftlücken in den Blattscheiden der Musaarten. 20. V. Duvaliana E. Morr. Epiphyt und auf dem Boden, hiufig. Obere Bracteen karminrot, untere griinlich, nie mehr als zwei Blüten zugleich offen. Serra Géral zwischen Joinville und Saó Bento, Prov. Sa. Catharina. Nr. 264. 24. V. guttata Lind. et André. Epiphyt und auf dem Boden. Blätter mit roten Flecken, Bracteen rosa mit Wachsiiberzug. Blüten gelb. Serra Géral zwischen Joinville und Saó Bento, Prov. St. Catharina. Nr. 266. 22. V. regina Beer. (V. Glazioviana Lemaire.) Epiphyt und auf Felsen. Serra do Picü zwischen Rio de Janeiro und Minas Geraés bei ca. 1600 m Meereshóhe. Bracteen an der Basis rot, oben grün. Blütenknospen gelb (offene Blumen nicht gesehen). Stattliche, sehr háufige Pflanze mit mächtigen, oft meterhohen Inflorescenzen; der statt- lichste Epiphyt der an diesen Gewächsen bereits armen Region. Nr. 306. Dass die Knospen gelb angegeben, ist zwar auffallend , die Blumenblätter sind aber in der Farbe bei V. regina verschieden, bei einigen schmutzigweiß, bei anderen rötlich- weiß. Zum Schluss führe ich noch an, was mir Herr Prof. Dr. W. SCHIMPER unter dem 12. April 1887 über seine Sammlung von Bromeliaceen schrieb. Er sagt: »Die Umgebung von Blumenau ist darin ziemlich vollständig ver- treten; es fehlen der Sammlung Tillandsia usneoides, Vriesea brachy- stachys (?), häufig in etwas helleren Wäldern, Tillandsia tesselata, nur Blätter und Früchte gefunden, häufig an hellen, offenen Standorten, eine mächtige Vriesea mit roten Blattspitzen, die ich ebenfalls nur mit Frucht fand (wahrscheinlich Vriesea Philippo-Coburgi Wawra. L. W.), endlich eine Bromelia, der Ananas ühnlich, die überall an Wegen als Unkraut wuchert und vielleicht nicht heimisch ist; ich habe davon ein paar trockene Inflorescenzen und ein Blatt. — Bei Desterro habe ich außerdem am Meere eine schöne Dyckia mit ziegelroten Blüten gefunden, sowie auf Bäumen, spürlich, Tillandsia recurvata.« Zu bemerken ist noch, dass alles Material in Alkohol aufbewahrt war, nicht in Herbarform. Herr Prof. Scumper schrieb mir darüber schon vor Beginn seiner brasilianischen Reise, die er Anfang August 1886 antrat, er habe im Anfange seines früheren Aufenthaltes in den Tropen viele Versuche gemacht, die Bromeliaceen zu trocknen, habe es aber bald aufgeben müssen, der Kampf gegen die Ameisen und sonstige Insekten, die Mäuse und den Schimmel hiitte seine ganze Zeit in Anspruch genommen. Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. No, 29, Il. Bromeliaceae Schenckianae. Von L. Wittmack. Herr Privatdocent Dr. H. Scuenck in Bonn reiste im Herbst 1886 in Gesellschaft des Herrn Prof. Dr. W. Scuimper in Bonn, nach Südbrasilien, blieb aber länger als dieser, bis Juni 4887, und konnte daher eine grüBere Anzahl Bromeliaceen sammeln. Dieselben 221. 222. 226. 235. 236. 439. A46 453. ; 455. 455. 456. 570. 585. 610. 611. 612. 619. 658. 659. 143 718. 721. 768. 769. 770. umfassen, einschließlich der getrockneten Rosetten, 91 Nummern, die sich auf 45 Arten verteilen, unter denen 3 neue Arten und mehrere neue Varietäten. I. Ubersicht in der Reihenfolge der Nummern. A. Herbarexemplare. Tillandsia recurvata L. | T. usneoides L. T. usneoides L. Vriesea Philippo- Coburgi Wawra. V. tesselata E. Morr. mit reifen Kapseln. V. brachystachys Rgl. u. 585. Aechmea nudicaulis Griseb. Tillandsia Gardneri Lindl. ohne Bliiten. T. Gardneri Lindl. mit reifen Kapseln und jungen Pflanzen. T. stricta Sol. (T. bicolor A. Brongn.). Dyckia catharinensis K. Koch var. dentata Wittm. Tillandsia pulchra Hook. var. vaginata Wawra. D. (D. bedeutet, dass auch eine Doublette vorhanden). siehe 446. Tillandsia ohne Blüten, vielleicht T. corcovadensis Britten (T. ventri- cosa, Wawra). T. geminiflora A. Brongn. T. usneoides L. Dyckia rubra Wittm. n. sp. Vriesea Philippo- Coburgi Wawra. Echinostachys Pineliana A. Brongn. et 744. Tillandsia sp. Keimpflanzen auf T. usneoides L. mit Blüten- knospen. V. pulchra Hook. var. patens Wittm. D. T. pulchra Hook. var. amoena. Dyckia rariflora Schult. fil. Macrochordium Lindeni (E. Morr.) Wittm. Vriesea tesselata E. Morr. ohne Blüten. Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. No. 29. 9 814. Tillandsia usneoides L. mit aufgesprungenen Fruchtkapseln. 897. T. stricta Sol.? ohne Blüten. 828. Aechmea nudicaulis Griseb. 883. Vriesea ensiformis Beer (V. conferta Gaud.). 886. Echinostachys Pineliana A. Brongn. 938. Vriesea brachystachys Rel. 1014. Nidularium Scheremetiewii Rgl.? Rosette mit langgestieltem, zer- fressenem Blütenstand. 1131. Aechmea gamosepala Wittm. var. angustifolia, 1205. Nidularium Scheremetiewii Rgl. In Frucht. 1221. Canistrum purpureum E. Morr. (Aechmea purpurea Bak.). 1234. Aechmea Platzmanni (E. Morr.) Wittm. 1257. A. gamosepala Wittm. var. angustifolia. 1268. Vriesea Duvaliana E. Morr. 1333. V. corallina Rgl. mit Blütenknospen. 1336. Tillandsia pulchra Hook. 4356. Aechmea Henningsiana Wittm. n. sp. 1357. A. gamosepala Wittm. 1359. 4. gamosepala Wittm. 1427. Billbergia Bakeri E. Morr.? In Frucht. 4428. Nidularium purpureum Beer. 1631. Vrisea procera (Mart.) Wittm. (V. gracilis Gaud.). 1634. Tillandsia usneoides L. 1637. T. stricta Sol. 1638. Bromelia fastuosa Lindl. 1677. Pironneava floribunda (Mart.) Wittm. (P. platynema Gaud.) 1821. Tillandsia stricta Sol. 1830. T. corcovadensis Britten (T. ventricosa Wawra.) D. 1834. Billbergia speciosa Thunb. (amoena Lindl.). 1835. Tillandsia geminiflora A. Brongn. 2097. T. pruinosa Swarz. 9098. Aechmea ohne Blüten. Wahrscheinlich A. nudicaulis Griseb. 2099. Nidularium purpureum Beer. 2258. Tillandsia dianthoidea Rossi. 2383. Aechmea nudicaulis Griseb. 9447. Tillandsia polytrichoides E. Morr. D. 2526. T. strieta Sol. 527. Aechmea suaveolens Knowles et Weste. var. longifolia Wittm. 2654. Vriesea incurvata Gaud. 9654b. V. platynema Gaud. in Frucht. . 9655. Nidularium Innocentii Lem. 9661. Vriesea incurvata Gaud. 9866. V. Schenckiana Wittm. n. sp. ro 10 Beiblatt zu deu Botanischen Jahrbüchern. Nr. 29. 2995. Pitcairnia Dietrichiana Wittm. n. sp. 3068. Tillandsia stricta Sol. D. 3083. T. corcovadensis Britt. (T. ventricosa Wawra ?). Ohne Blüten. 3262. T. pulchra Hook., ohne Blüten, zusammen mit 3263 als häufiger Epiphyt. 3263. Kleine Pflanze von Macrochordium? 3263a. Große desgl. 3507. Tillandsia ohne Blüten, aff. T. Cornualtii E. Andre. 3510. Dyckia dissitiflora Schult. fil. var. bracteata Wittm. 3763. Pitcairnia flammea Lindl. 3830. Tillandsia strieta Sol. D. 4257. T. usneoides L. D. 4258. T. recurvata L. B. Getrocknete Rosetten. 2527. Aechmea suaveolens Knowl. et Weste. ohne Nr. Nidularium sp. Blumenau 2./11. 86. » Tillandsia corcovadensis Britten ? 3263. Macrochordium. Epiphyt auf Campbiumen. Sitio, Prov. Minas Geraës. 27./3. 87. 2363. Aechmea nudicaulis Griseb. Rodeio, Prov. Rio de Jan. 4./2. 87. ohne Nr. Tillandsia geminiflora A. Brongn. an einem Ast sitzend. Bl. rot. » Epiphyt, Gaspar bei Blumenau, Prov. St. Cathar. 19./10. 86. » Aechmea nudicaulis Griseb. Epiphyt. » Ortgiesia lillandsioides Rgl. » Nidularium. Epiphyt Blumenau St. Cath. 29./10. in Frucht. 1044. N. Scheremetiewii, Blumenau 5./14. 86, II. Systematische Übersicht. Tribus I. Bromelieae. 1. Bromelia fastuosa Lindl. Bodenständig, im Sand der Restingavegetation bei der Lagoa de Rodrigo de Freitas. »Blattbasen innen lebhaft rot. Früchte mit Wachs.« Rio de Janeiro. 91. Dec. 1886. Nr. 1638. 2. Nidularium purpureum Beer. Bracteen an der Spitze rot. Blüten in der oberen Hälfte rot, sonst weiß. Serra do Dien. AufFelsen. Aufstieg zur Barreira, Grenze der Prov. Rio de Janeiro und Minas. 12. Dec. 1886, — Bodenständig im Sand der Restinga. Innerste Blätter an der Basis rot. Blumen rot. Mauá an der Bai von Rio de Janeiro. 12. Jan. 1887. Nr. 9099. 3. N. Seheremetiewii Rgl.? In Frucht. Bracteen rot. Epiphyt. Joinville, im Wald. Prov. Santa Catharina. 18. Nov. 1886. Nr. 4205. — Desgl. mit lang gestieltem, innen Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 29. 11 ausgefressenem Blütenstand (ganze Rosette getrocknet). Epiphyt im Wald, Blumenau. 5. Nov. 1886. Nr. A014. 4. N. Innocentii Lemaire. Epiphyt. Bracteen rot. Blüten weiß. Thersepolis, Serra das Orgaós. 29. Febr. 1887. Nr. 2655. — Blütter 40—45 em lang, nur 3 em in der Mitte breit, getrocknet mit weißem, breiten Mittelnerv! 5. N. sp. Rosetten. Epiphyt. Blumenau. 2. Nov. 1886. Ohne Nummer. Man sieht 4—5 Generationen, alle dureh lange, fingerdicke Ausláufer ver- bunden. 6. Billbergia speciosa Thunb. (B. amoena Lindl.) Häufig als Epiphyt am Corcovado. Bracteen rosa. Rio de Janeiro; im Dec. 1886. — Die Hochblitter in der Blütenregion sind sehr breit eilanzett- lich. Nr. 1834. 7. B. Bakeri E. Morr.? An Felsen. Serra do Pict. Aufstieg zur Barreira, Grenze der Prov. Minas und Rio de Janeiro. 12. Dec. 1887. — Hängender Fruchtstand, mit schmalen Hochblüttern. Nr. 1427. 8. Aechmea suaveolens Knowles et Weste. (Billbergia purpureo- rosea Hook.) var. longifolia Wittm. Foliis extimis brevibus 15—30 em longis, canaliculato-subulatis, in- terioribus longissimis ad 1,30 em longis, anguste loriformibus medio tantum 31, em latis, apice longe subulatis pungentibus, exsiccatione involutis, coriaceis, spinis marginalibus validis nigrescentibus 1—1 1/ mm longis, valde ab invicem remotis (1—11/, em). Seapo brevi 13—17 cm longo, panicula 20 cm longa, 8 em diametro. Felsen im Wald, Morro da Saudade. Rio de Janeiro. 16. Febr. 1887. »Inflorescenz hellrosa. Blumen blau (auch Kelch blau).« Nr. 2527. Unterscheidet sich von der Hauptart, deren Blätter 4—11/; Fuß »oder mehr« lang sind und bis 6 em breit /nach der Abb. im Bot. Mag. t. 3304), durch die viel lüngeren, in eine lange, pfriemliche Spitze auslaufenden Blätter und den kurzen Schaft. Die zwei Blütenstánde sind noch in Knospen, sie stimmen ganz überein mit einem Blütenstande ‘ohne Blätter) des Petersburger Garten-Herbars, welcher als Billbergia Riedeliana Hort. Petrop. bezeichnet ist. Dieser hat aber Blumenkronen, deren blaue Farbe sich erhalten, wührend der Kelch brüunlichgelb wie die ganze Inflorescenz geworden ist. — Wenn wirklich der Kelch bei unserer Pflanze blau, so kónnte sie vielleicht eine besondere Art bilden. Baxer giebt im Handbook of Bromeliaceae p. 42 die Farbe der Blumenblatter bei Aechmea suaveolens (Billbergia purpureo-rosea) purpurrot an. Die Abbildung der Bill- bergia purpureo-rosea im Bot. Mag. t. 3304 zeigl aber blaue Blumenblütter und rote Kelche nebst roten Inflorescenzen, während sie freilich im Texte tief purpurn angegeben werden und der gewählte Name auch auf solche Farbe schließen lässt. Aber auch die Aechmea suaveolens des Berliner Gartens hat blaue Blumen und rote Kelche, nur ist die Hauptachse der Inflorescenz graugrün. — BEER, Bromel, p. 136 giebt die Farbe der Blüten bei seinem Hoplophytum purpureo-roseum rüllichblau an, sagt aber, dass die Pflanze im Ganzen der Aechmea suaveolens, der er lebhaft blaue Blumen zuschreibt, 12 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. No, 29, sehr gleiche. Beer beschreibt auch genau, dass die Pflanze zwei vollkommen ver- schiedene Wachstumsverhältnisse zeigt. Der zur Blüte gelangende Trieb ist nach ihm aufrecht, steif und hart wie Eisenblech, die wenigen Laubblätter bilden eine steif auf- rechte Röhre; sie sind über 4 Fuß lang und 2 Zoll breit, mit sehr spitzem Ende, am Grunde wenig umfassend. — Der jüngere Spross hingegen hat 41/9 Fuß lange, tief rinnige, am Grunde glattrandige, hier stark umfassende, 1/ Zoll breite, scharf süge- zühnige, stark überhängende Blätter. Im eigentlichen Scntscki schen Herbar finden sich keine Blütter, dagegen ist eine ganze, getrocknete Blattrosette beigegeben und móglicherweise ist diese von einem jüngeren Spross; immerhin ist der Unterschied zwischen 4 1/5 Fuß und fast 41/5 Meter in der Lünge so bedeutend, dass er die Aufstellung einer besonderen Varietit rechtfertigt. 9. Aechmea Platzmanni (E. Morr.) Wittm. (Hoplophytum Platzmanni E. Morr. in Belg. hort. 1875, p. 362, nomen tantum, H. luteum E. Morr. ined. in tabulis ejusdem in herb. Kew. asservatis, Aechmea floribunda Baker in Handbook of Bromeliaceae p. 42, nec Mart. ). Bodenstündig. Blüten orange. An der Landgrenze der Mangue. Insel Gamboa bei Saó Francisco, Prov. Sa. Catharina. 90. Nov. 1886. Nr. 1234, Vergl. meine Bemerkungen über die Art bei den Scumrer’schen Pflanzen (oben S. 3). Das vorliegende Exemplar zeichnet sich durch ein sehr großes und sehr lederartiges Blatt von 60 em Linge und 6!/, em Breite, sowie ganz besonders durch eine äußerst dichte, groBe, 17 em lange, 10 em im Durchmesser haltende Rispe mit zahlreichen spreizenden, stark zickzackförmig hin und her gebogenen Asten (Ahren) aus und künnte vielleicht eine besondere Varietät, catharinensis, bilden. 10. A. Henningsiana Wittm. Radice valde fibrosa. Foliis ad 9, elongatis, e basi paullo ampliata anguste lineari-lanceolatis, 35—40 em longis, medio et sub apicem 2 em latis, apice deltoideis in cuspidem longam contractis, dentibus marginalibus minutissimis, remotis; textura tenui, Pedunculo ad 20 em longo, erecto, subfurfuraceo, anaphyllis ovato-lanceolatis acutis, subfurfuraceis, subad- pressis, infimis 4 em longis, 4 em latis. Panicula sat densa, pyramidata, 16 em longa, 9 em diametro, e circ. 44 spicis lateralibus patentibus et una terminali composita. Spicis lateralibus 4—5 em longis, 5—7floris, basi anaphyllo lanceolato-cuspidato fultis, anaphyllis infimis 2!/,—3 cm longis, ^ mm latis, patentibus. Rhachide subflexuosa, floribus sessilibus, bractea lanceolato-ovata pungenti-cuspidata patente, eum cuspide 5—7 mm longa ovario cylindrico fere aequante. Sepalis ovato-lanceolatis, valde mucro- nalis, mucrone 2 mm longo, cum mucrone 5—7 mm. Flores tantum ex ala- bastro vidi. Petala basi bisquamata. Ovulis centralibus. Blüten gelb, an der Basis orange. Epiphyt im Wald. Saó Bento, Prov. Sa. Catharina. 25. Nov. 4886. Nr. 1356. Von Aechmea Platzmanni (E. Morr.) Wittm., der sie sehr nahe steht, unterscheidet sie sich durch die lockerere Ahre und die viel schmüleren, fast wehrlosen Blütter. Die innern Staubfáden sind in der knospe der Basis der Blumenblätter eingefügt; da aber Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern, No. 29. 13 der Nagel der Blumenblätter noch nicht entwickelt ist, so lässt sich nicht sagen, ob sie bei dessen Streckung nicht doch hóher hinaufrücken und dann wie bei A. suaveolens in- seriert erscheinen. A. suaveolens und organensis unterscheiden sich durch die Farbe der Blumen. — Hinsichtlich der Blätter kommt sie A. subinermis Bak., Handbook of Brom. p. 43 nahe. Benannt zu Ehren des Herrn Pavr Hennings, Hülfs-Custos am Kgl. bot. Museum zu Berlin, der sich sowohl durch seine groBe Samenkenntnis wie dureh eine große Kenntnis der Pflanzen, insbesondere der Kryptogamen auszeichnet, auBerdem aber es verstanden hat, durch Behandlung der Bro- meliaceen mit schwefeliger Säure, vor dem Einlegen, ihre schünen Farben, besonders die roten, meistens zu erhalten. 11. A. nudicaulis Griseb. Bracteen rot, Blüten griinlich gelb. An Granitfelsen am Strande. Desterro. gegenüberliegendes Festland. Prov. Sa. Catharina. 11. Sept. 1886. Nr. 446 u. 585. — Blumenau. 26. Oct. 1886. Nr. 828, nicht angegeben, ob auf dem Boden oder epiphytiseh. Dagegen als Epiphyt bezeichnet bei Rodeio, Prov. Rio de Janeiro. 4. Febr. 1887. Nr. 2383. Hierher gehört auch eine Blattrosette mit einem Seitenspross, der sich am Ende eines 6 cm langen, 4 cm dicken, holzigen, dicht mit zurückgekrümmten, schuppigen Niederblättern besetzten Ausläufers befindet. Ein anderer Ausläufer, noch stärker, ist vor dem Ende abgeschnitten. Die Blätter der Hauptrosette sind bis 35 cm lang und H 5 cm breit, dabei mit starken, bis 4 min langen, schwarzen Dornen versehen, während letztere bei dieser Art sonst meist schwach sind. Auch eine andere Rosette ohne Blüten, ohne Nummer, bezeichnet »Epiphyt, Blumenau 2. Nov. 1886«, die fast noch stärkere Dornen hat, dürfte hierher gehören. Endlich wohl auch eine Rosette ohne Blüten, bei der bemerkt ist: Aechmea. Bodenstündig im Sand der Restingavegetation, z. T. auch im Gestrüuch. Bracteen schön rot, Mauá an der Bai von Rio de Janeiro, 16, Jan. — Alle diese haben dieselben Ausläufer. Man sieht also, dass 4. nudicaulis sowohl auf der Erde, auf.Felsen oder sogar im Sand, wie auf Bäumen vorkommt. 12. A. gamosepala Wittm. (Siehe die Beschreibung oben bei den Scameer’schen Pflanzen S. 3.) Auf Felsen. Serra do Mar bei Joinville, Prov. Sa. Catharina. 23. Nov. 1886. Nr. 1357. var. angustifolia. Foliis omnibus anguste loratis, ad 30 em longis, medio tantum 2 em latis, apice sensim acuminatis, cuspidatis, margine espinosis. Ovulis in ovario magis apicem versus, sed ad axim affixis. An Felsen. Serra do Mar bei Joinville, Prov. Sa. Catharina. 23. Nov. 1886. Nr. 1257. — Epiphyt. An Bäumen am linken Itajahyufer. Früchte rot. [tajahy, Prov. Sa. Catharina, 14. Nov. 1886. Nr. 1131. 13. Ortgiesia tillandsioides Rgl. Epiphyt. Blumenau, Prov. Sa. Catharina. Rosette mit anscheinend reifen Früchten, obwohl der Fruchtknoten nicht vergrüfert ist. Samen mit kurzem Faden angeheftet, länglich, etwas kantig, an der Anheftungsstelle spitzer, mattbraun oder rotlichbraun, 1!/; mm lang. Ohne Nummer. Außere Blätter sehr schmal und fein. 14 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. No. 29. r4. Macrochordium? Lindeni (E. Morr.) Wittm. Kelchblätter rot. Krone gelb. Epiphyt oder an Felsen, háufig. Desterro, Prov. Sa. Catharina. 6. Sept. 1886. Nr. 769. 15. Echinostachys Pineliana Brongn. Epiphyt auf Ficus Toliaria ete., sehr häufig. Blumenau, Prov. Sa. Catharina. 28. Sept. 1886. Nr. 659. — Desgl. Epiphyt, Blumenau, Itou- pavathal, 28. Oct. 1886. Nr. 886. Macrochordium? Rosette ohne Blüten. Epiphyt auf Campbäumen, Sitio, Prov. Minas Geraés. 27. März 1886. Nr. 3263. Blätter 35 em lang, 4 cm breit, mit riesigen 5 mm langen, scharfen, schwarzen Dornen. — Hierzu auch etwas junge und etwas ültere Exemplare, ohne Blüten. Nr. 3263b und 3263°. 17. Canistrum purpureum E. Morr. Epiphyt im Urwalde, Joinville, Prov. Sa. Catharina. 14. Nov. 1886. Nr. 1294. 18. Pironneava floribunda (Mart.) Wittm. (P. platynema Gaud.). Bodenständig im Wald. Kolossale Rosette mit großer Inflorescenz, von der nur ein Ast beigelegt. Blüten grüngelb, wohlriechend. Morro da boa Vista, Rio de Janeiro 23. Dec. 1886. Nr. 1677. Obwohl der Ast der Inflorescenz eine breitere Rispe trägt, als sie GaUDiCHAUD, Bonite t, 64, abbildet, bin ich doch nicht im Zweifel, dass wir es hier mit dem Riesen unter der Subtribus der Aechmeinae zu thun haben. Das Blatt ist I m lang, 9—10 cm breit, lederartig, dicht dornig, die Dornen vorwürts gerichtet, ziemlich fein, 2 mm lang, 5 mm von einander entfernt, schwarz. Der einzige Blütenast, den ich sah, ist mit der Rispe 38 cm lang, die Rispe selbst 45 cm, bei einem Durchmesser von 10 cm. Der untere Teil des Astes, also der Stiel der seitlichen Rispe ist krüftig, kleiig und dicht mit Hochblättern besetzt. Hochblätter 3—4 cm lang, aufrecht, aus eiförmiger Basis lanzett- lich, in eine lange stechende Spitze allmählich verschmälert, etwas kleiig. Rispe aus vielen (ca. 15) aufrecht abstehenden oder abstehenden Asten (Ahren) bestehend, von einem den Hochblättern des Schaftes ähnlichen, auch meist etwa gleich groBen Hoch- blatt gestützt. Ahren 5—7bliitig, die Rhachis zickzackfórmig hin und her gebogen, an der Ansatzstelle der Blüten (den Knoten) sehr angeschwollen. Blüten sitzend, Frucht- knoten ganz oder zum größten Teil von einer großen, fast kreisrunden, becherfürmig zusammengefalteten, 6 mm langen, aber 44 mm breiten Bractee, die einen 2 mm langen kräftigen Dorn trägt, umhüllt. Fruchtknoten eiförmig cylindrisch, so lang als die Bractee, Kelchblätter wenig länger als der Fruchtknoten, stachelspitz. Blumenblätter (wenige vorhanden) 2!/gmal so lang als der Kelch. Ovula an der Spitze des Faches, mit langem Anhang. Vergleicht man diese Beschreibung mit der von Scuutres fil. für Aechmea floribunda Mart. (in ScuvLr. Syst. Veg. VII. 2. 4274) gegebenen, so kommt man zu der Ansicht, dass hier Martius’ Pilanze vorliegen dürfte, wie ich schon oben S. 3 bei Aechmea Platz- manni gesagt habe. Manrius sammelte offenbar nur einen Teil des Blütenstandes und die Blatter fehlten ihm ganz. Die Diagnose lautet bei Scaurres |, c.: Panicula racemosa, subeylindrica, ramulis patentibus, flexuosis, 2—4floris; spathis floralibus subcyathiformibus, integerrimis, spinoso-aristatis; calycibus aristatis, petalis obtusis. Unsere Pflanze hat zwar keine fast cylindrische Rispe, wie ScuuLrTEs sagt, auch nicht 2—4, sondern 5—7 Blüten an einem Zweige, das scheint aber nur Folge einer besonders Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. No. 29. 15 kräftigen Entwickelung zu sein. Im Übrigen stimmt es sehr gut, wenn ScnuLTES von den Tragblüttern der Áste sagt: e basi concava in acumen longum pungens protractis, in- ferioribus 44—15cm, superioribus 5cm. Ebenso stimmen die Maße der Bracteen, die Anheftuhg der Ovula oben im Fach, ihr langer, fadenförmiger Anhang, das Fehlen der Schuppen an den Blumenblittern etc. Da ScuuLtes’ Syst. Veg. vol. VII. 2 im Jahre 1830 erschien, die Voyage de la Bonite par Vaillant, Botanique par GAuDIcHAUD, erst 1839—1852, so muss GAUDICHAUD's Name platynema eingezogen, sein auf dem langen, schwanzfórmigen Anhang der Samen aber (neuerdings fester begründete) Gattungsname Pironneava aber aufrecht erhalten werden. Die Pflanze würde also heiBen müssen: Pironneava floribunda (Mart.) Wittm. Syn. Aechmea floribunda Mart. Schult., Syst. Veg. VII. 2. 4271, nec Baker; Pironneava platynema Gaud. (Siehe Nachtrag S. 23.) Tribus II. Pitcairnieae. 19. Pitcairnia Dietrichiana Wittm. n. sp. (Sect. P. integrifolia Baker, Handbook p. 90). Foliis numerosis, indistincte petiolatis, edentatis, linearibus, apice valde attenuatis, 70 em — I m longis, medio 15 mm latis, supra laevibus, subtus albido-furfuraceis. Scapo 55 em longo, anaphyllis inferioribus elongatis longe et tenuiter acuminatis, superioribus reductis. Racemo rhachide parce floecosa, 25 cm longo, densifloro, bracteis linearibus, acuminatis, inferiori- bus pedicellum superantibus, 15—46 mm longis, subfurfuraceis; pedicellis erectis, sub anthesin patenti-curvatis, brevibus (8—10 mm longis), gracili- bus, furfuraceis. Calyce angusto, 22—25 mm longo, sepalis lanceolatis, inferne carinatis, ut videtur rubris; petalis calyeem paullo (5 mm) superanti- bus, lingulatis acutis, 7 mm latis, basi esquamatis, staminibus petalis multo brevioribus, stylo petalis fere aequante. Granis pollinis ovato-lanceolatis. »Brakteen, Blütenstiele und Blüten schón rot.« Felsen und Ab- hinge am Waldrand. Aufstieg nach Thersepolis. Serra das Orgaôs, 3. März 1887. Nr. 2995. Diese Pflanze scheint zwar noch nicht in voller Blüte zu stehen; trotzdem halte ich sie für verschieden von der ihr nahe verwandten P. staminea Lodd., von der sie sich durch viel dichtere Traube, längere Bracteen und viel kürzere aufrechte oder gebogene, nach aufwiirts abstehende Blütenstiele unterscheidet. Im vorliegenden Zustande unter- scheiden sie auch die Blumenblitter, die bei P. staminea doppelt so lang als der Kelch und spiralig aufgerollt sind. Allem Anschein nach sind auch die kelche rot, die bei P. staminea eine grüne Farbe haben. Benannt zu Ehren des ältesten Beamten am Kgl. bot. Museum zu Berlin, des Herrn Custos F. DIETRICH. 20. P. flammea Lindl. Blüte rot. Felsen im Wald. Südabhang des Corcovado, Rio de Ja- neiro, 26. März 1887. Nr. 3763. Tribus III. Puyeae. 24. Dyckia rariflora Schult. fil. Auf Felsen am Ufer des Itajahy, oberhalb Encano. Blumenau, Prov. Sa. Catharina, 9. Oct. 1886. Nr. 768. 16 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbiichern, No. 29. In dichten Polstern, 4 mal so groB als die beiliegenden jungen (die nur 8 em Durchmesser haben W.). Deckblä tter der einzelnen, meist horizontal stehenden Blüten (nur die unteren sind halb aufrecht) so lang wie diese, die unteren selbst länger, 15—20 mm, sehr spitz, z. T. fein gezühnt. 22. D. dissitifloraSchult. fil. var. bracteata Wittm. (vel nov. sp.?) Foliis lineari-lanceolatis, rigidis, elongatis, 50 em longis, e vagina 3—4 em longa, 3 em lata sensim attenuatis, medio vix 1!/; em latis, exsiccatione convolutis, supra glabris, subtus dense griseo-brunneo velutino lepidotis, spinis marginalibus validis, antrorsis, 2!/,—3 em ab invicem remotis. Scapi partem inferiorem non vidi, parte superiore 30 cm longa, flexuosa, valida, compressiuscula, brunneo-furfuracea, anaphyllis lanceolatis erecto patentibus, margine spinosis, apiee in spinam pungentem cuspidatis, sub- tus furfuraceis. Spica 12 em longa, eum bracteis 4—5 em diametro, parte inferiore laxa, media et suprema, ipse sub anthesin, densis. Braeteis flora- libus magnis, floribus sesquies longioribus, ovato-lanceolatis, acuminatis, spinosis, apice pungentibus, horizontaliter patentibus, brunneo-furfuraceis, 21/, em longis. Floribus numerosis, sessilibus vel minutissime et crasse pedicellatis. Sepalis ellipticis, acutis, brunneo-furfuraceis, 1 cm longis; petalis erectis, calycem !/, superantibus, spathulato-rhomboideis, 15 mm latis, valde involutis, margine superiore fere horizontali, subundulato. Filamentis basi in annulum subconnatis. Ovario pyramidato-triquetro. An Felsen. Alto da Serra do Ouro branco. Prov. Minas. 5. April 1887. Nr. 3510. Untersc heidet sich von der typischen D. dissitiflora Schult, fil., die seit Mats nicht wiedergefunden und deren Blätter unbekannt, durch die stets dornigen , nicht bloß ge- wimperten oder vereinzelt mit einem Dorn versehenen Hochblitter, die nicht festange- drückt, sondern aufrecht abstehend sind, und vor allem durch die viel längeren Deck- blätter der Blüten, die nach Scnurtes bei D. dissitiflora nur 2—3 Linien = 4,5— 6,75 mm, hier aber 21/9 cm lang und dabei gezühnt sind. Im Bau der Blüte stimmen beide über- ein, charakteristisch sind besonders die rhombischen Blumenblütter. — Von einer Züh- nelung der Blütendeckblülter sagt Scuuttes nichts, hier ist sie an den unteren ent- schieden dornig, die oberen sind mehr ausgefressen-gezühnt. Merkwürdig ist die aschgraue oder braungraue sammetartige Beschuppung der Blatter, welche sich auch bei D. montevidensis K. Koch findet. Getrocknet sind die Blütter auf dem Rücken schón gerundet, auf der Bauchseite stark rinnenfürmieg. D. trichostachya Baker aus Südbrasilien scheint unserer Pflanze nahe zu stehen, doch haben deren Blatter nur kleine Dornen und die Blütendeckblätter sind nicht dornig gezühnt. 33. D. rubra Wittm. n. sp. Folio rigido, 50 em longo, supra basin 2 em lato, lineari-lanceolato, sensim in acumen pungentem attenuato, spi- nis marginalibus elongatis, 4—5 mm longis, hamatis, antrorsis, apice brunneis, corneis, valde remotis (in media parte 3—4 cm). Scapum non vidi. Panicula rhachide valida, tomentosa, e spica media valde elongata, interrupta, 40 em longa, 3 em diametro, et 3 spicis (ramis) basalibus inferne nudis composita. Anaphyllis ramorum e basi ovata lanceolatis, Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. No. 29. 17 cuspidatis , 31/,—1 cm longis, brunneo furfuraceis, integerrimis. Floribus numerosis, fere sessilibus, subverticillatis, internodiis supremis in axi pri- maria 2 em longis; bracteis floralis lanceolatis , euspidatis, brunneo furfu- raceis, inferioribus in spica primaria floribus paullo longioribus, ceteris eis aequalibus, integerrimis. Sepalis oblongis , acutis, tomentosis, crassis, 12 mm longis; petalis eis dimidio longioribus, oblongis, »rubris«; staminibus cum antheris apice reeurvatis petalis paullo brevioribus. Ovario anguste triquetro-oblongo, cum stylo brevi staminibus aequante. Grofle Species mit roten Blüten. An Felsen am Strand, Desterro, gegenüberliegendes Festland. Prov. Sa. Catharina. Nr. 619. Wahrscheinlich ist dies die »schöne Dyckia mit ziegelroten Blüten «, die auch Scuimper bei Desterro am Meere gesehen, vergl. oben S. 7. L. W. Ahnelt D. frigida Hook. fil. Bot. Mag. t. 6294, hat aber eine lockerere Hauptähre, etwas langere Bracteen und langere Staubbeutel, ferner keine orangegelben, sondern rote Blüten. — Durch den stattlichen Wuchs, die langen Blätter, den nicht so dichten Blüten- stand, die größeren Blüten und die rote Blütenfarbe auch von D. catharinensis K. Koch, der sie am nächsten steht, verschieden, — Von D. altissima Lindl. Bot. Reg. 1844 Misc. N. 183 unterscheidet sie sich durch die viel weiter von einander entfernten Dornen des Blattes, die längeren unteren Bracteen , fast ungestielte Blüten und deren Farbe. 34. D. catharinensis K. Koch Ind. Sem. Berol. 1873. App. 4, 4. var. dentata Wittm. ms. Anaphyllis fertilibus (bracteis ramorum) e basi ovata, subnavieulari lanceolatis, euspidatis, usque ad medium spinosis, 3—3!/, em longis. Bracteis floralibus ovato-lanceolatis, inferioribus usque ad medium spinosis, floribus longioribus, 2!/; em longis, ad basin 7 mm latis, celeris calycis longitudine, ad marginem furfure brunneo pseudo- spinosis. Floribus brevissime pedicellatis vel sessilibus. Sepalis 8 mm longis, ovatis, petalis 13 mm longis, ovario cum stylo 12 mm. Blüten orangegelb, »Bracteen so lang als die Blütenc. An Granitfel- sen am Strand, Festland gegenüber Desterro, Prov. Sa. Catharina, 14. Sept. 1886. Nr. 456. Von der typischen Art durch die kleineren nur 15 cm, nicht 25 cm, langen Blatter, die langeren und dornigen Bracteen, welche nicht »kürzer als der Kelch« sind, verschie- den, D. frigida Hook., der sie in Bezug auf die Hauptähre ziemlich gleicht, wenn sie auch nicht ganz so dicht ist, unterscheidet sich durch viel mehr (60—80) und längere Blätter, wie durch nicht dornige Tragblätter. Unsere Pflanze hat nur 42 Blätter. D. mi- crantha Bak. , der sie in der größeren Länge der Bracteen gleicht, hat schwächere Dor- nen am Blattrande, eine schülferige Unterseite und keine dornigen Tragblatter der Aste. Tribus IV. Tillandsieae. 25. Tillandsia usneoides L. Epiphyt. Desterro, im Garten von Herrn Kouzer, 7. Sept. 1886, N. 229, — Desterro, sehr häufig auf Bäumen. 6. Sept. 1886, Nr. 226. — Epiphyt. Blumenau, Velha, Roca von Holetz. Mit alten Früchten, Nr. 612. — Epiphyt. Weg von Gaspar nach Blumenau. Mit Blütenknospen, 49. Oct. 1886, Nr. 713. Darauf Keimpflänzehen einer Tillandsia sp. (Nr. 744). — Bot. Jahrb, Beiblatt 29. b 18 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. No. 29. Mit aufgesprungenen Fruchtkapseln. Blumenau, 26. Oct. 1886, Nr. 841. — Vorstehende Standorte alle in der Provinz Sa. Catharina. — Massen- haft. Epiphyt, an Sträuchern, Bäumen. Blüten grünlieh-gelb. Restinga bei der Lagoa de Rodrigo de Freitas. Rio de Janeiro, 21. Dee. 1886, Nr. 1634, — Häufiger Epiphyt in den Sertaö-Wäldern, Sao Joao bei Ga- ranhuns, Prov. Pernambuco, 91. Juni 1887. Nr. 4257. 26. T. polytrichoides E. Morr. in Belg. Hort. 1880. p. 240 (T. bryoi- des Griseb. forma polytrichoides nach Baker, Handb. p. 160). Epiphyt, an Bäumen. Rio de Janeiro, 9. Febr. 1887, Nr. 2447, Ich halte dies für eine gute Art, die sich durch die stark abstehenden Blütter und die ziemlich langen Blütenstiele im Habitus sehr von T. bryoides unterscheidet. Blütter 4 cm lang, abstehend oder etwas zurückgebogen , Blülenstiele 3—4 cm lang mit 2—3 Hochblättern. Bracteen kahl, 8 mm lang, Kapsel !/, mal länger, stark gerippt. — Wegen des langen Blütenstiels mit 2—3 anliegenden Hochblüttern an T. tricholepis Bak., die auf den Anden in Bolivien heimisch, erinnernd. Eine Pflanze mit ühnlich langen Blütenschäften findet sich im Herbar Grisesacu als unbestimmt aus Paraguay, Balansa 617. Die Blütter sind aber anliegend wie bei T. bryoides. 27. T. recurvata L, Epiphyt. Desterro. Im Garten des Herrn Könter. Prov. Sa. Catharina 7. Sept. 1886, Nr.224. — Zusammen mit T. usneoides. Epiphyt im Sertao- Wald bei Sao Joao, Garanhuns, Prov. Pernambuco. 24. Juni 4887, Nr. 4258. 28. T. pruinosa Swartz. Epiphyt auf Restinga - Gestrauch. Copacabana, Prov. Rio de Janeiro, 25. Jan. 1887, Nr. 2258. 29. T. sp. aff. Cornualtii E. Andre. © Ohne Blütenstand. Zusam- men mit einem kleinen Epidendron die einzigen Epiphyten auf den Vel- losia-Zwergbäumen. Alto da Serra do Ouro branco , Prov. Minas. 5. März 1887, Nr. 3507. Blatter kurz, 25 cm lang, aus 5 cm breiter Scheide allmählich zugespitzt, matt grau- grün, beschuppt. 30. T. corcovadensis Britten in Baker Handb. p. 191. (T. ventri- cosa Wawra non Griseb.) »Blattbasen aufgeblasen «. Epiphyt auf hohen Waldbäumen. Blu- menau in der Velha. 12. Oct. 1886, Nr. 610. Ohne Blütenstand; daher fraglich. — Sehr häufiger Epiphyt am Corcovado. In diehten Büschen auf den Waldbäumen. Bracteen rot, Blüten (die bisher nicht bekannt waren) weiß. Prov. Rio de Janeiro, Dec. 1886, Nr. 1830, — Typisches Felsge- wächs. An Felsen, Nordfuß des Pao d'azucar, Rio de Janeiro, 44. März 1887. Ohne Blüten. Nr. 3083. — Endlich dürfte hierher auch noch eine der getrockneten Rosetten (Nr. 3 von mir bezeichnet L. W.) gehören. Die Rispe ist bei Nr. 1830 15 em, mit Schaft 55 em lang; sie trügt an der Basis 2 Aste von 8 und 9 em Länge. Krone hervortretend , Blumenbl. Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern, No. 29. 19 weiB, Staubbeutel 5 mm über sie hervorragend, Griffel noch 6 mm länger. 31. T. pulchra Hook. Blüten blau-violett. Epiphyt. Urwald, Saó Bento, Prov. Sa. Catharina, 95. Nov. 1886, No. 1336. ir. 3263 (Macrochordium ?) als häufiger Epiphyt auf Campbäumen und in Campwäldern. Sitio, Prov. Mi- nas, 23. Marz 1887. var. vaginata Wawra. Bracteen rot, Blüten blau. Häufiger Epiphyt. Flussufer des ltajahy, oberhalb Encano. Blumenau, Prov. Sa. Catharina. 9. Oct. 1886, Nr. 510. var. amoena Bak. (Anoplophytum amoenum E. Morr.). Bracteen rosa. Blüten groß, blau. Epiphyt. Am Wege von Gaspar nach Blumenau. Prov. Sa. Catharina. 19. Oct. 4886, Nr. 724. var. patens Wittm. M hellrosa. Blüten blau-violett. Epiphyt. Blumenau. 19. Oct. 1886, Nr. 718. Stamm 10 em lang, 2-gabelig. Blätter auf der ganzen Länge des Stammes zerstreut, nicht gehäuft, abstehend , Staubgofäße kürzer als die Blumenblätter. 32, T. dianthoidea Rossi. Epiphyt auf Restinga-Gesträuch. Copacabana, Rio de Janeiro 25. Jan. 1887, Nr. 2258. T. dianthoidea Rossi und T. stricta Sol. sehen sich so ähnlich, dass es oft schwer ist, zwischen beiden zu unterscheiden, und Baker wohl Recht hat, wenn er Handbook p. 198 vermutet, dass T. dianthoidea kaum bestimmt von T. stricta verschieden sei. 33. T. stricta Solander (inel. T. bicolor Brongn.) Epiphyt. Bracteen rosa. Blüten violett-blau. Desterro. Gegenüber- liegendes Festland. 11. Sept. 1886, Nr. 455. Entspricht gut der Abb. von T. bicolor Brong. in Voy. D 1 36. — Epiphyt. Blumenau, bei Brauerei Rischbieter. 26. Oct. 1886, Nr. 827, ohne Blüten. — Epiphyt im Gestráuch der Restinga-Vegetation, — de Rodrigo de Freitas, Rio de Janeiro. 21. Dec. 1886, Nr. 1637. In Frucht. Kapseln 3 cm lang. — Ebenda. In Blüte. 16. Febr. 1887, Nr. 2526. — Epiphyt. Rio de Janeiro, Corcovado. Bracteen und Kelch rosa, Blüte violett-blau. Im Wald. Dec. 1886, Nr. 1821. — Felsbewohner, NordfuB des Pad d'azucar. Rio de Janeiro. n März 1887, Nr. 3068. Hat bis 15 cm lange Stämme. Blätter sichelförmig, kurz, 5 em lang, starr. Ahre abgeblüht, locker. — Bracteen rosa, spáter grün. Epiphyt. Häufig in der Restinga bei Cabo frio, Prov. Rio de Janeiro. 5. Mai 1887, Nr. 3830. In Frucht. Kapsel 3 cm lang. Ich ziehe mit Baker T. bicolor Brongn, zu T. stricta Sol. 4. T. Gardneri Lindl. Auf Gesträuch bei Sa. Luiz, Desterro, Prov. S. Cath. 9. Sept. 1886, Nr. 453, ohne Blüten. — Desterro. 6.Sept., Nr. 454, in Blüte und Frucht Kapseln 4!/; em lang. Samen mit dem langen Pappus 31/ cm. h* 20 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern, No. 29. 35. T. geminiflora Brougn. Rosa blühend. Bracteen ebenfalls rosa. Epiphyt. Blumenau, in der Velha, Prov. Sa. Catharina. 12. Oct. 1886, Nr. 614. — Bracteen grünlich (weil in Frucht, W.). Epiphyt, häufig am Corcovado, Prov. Rio de Janeiro. Dee. 1886. Nr.1835. — AuBerdem eine Rosette, von mir mit Nr.6 bezeichnet. 36. Vriesea brachystachys Rel, Epiphyt auf Bäumen. Blumenau im Wald. 46. Sept. 1886, Nr. 439. — Mit jungen Früchten. Blumenau, Urwald am Aipiberge. 2. Nov. 1886. Prov. Sa. Catharina, Nr. 938. 37. V. incurvata Gaud. Epiphyt. Bracteen rot. Blüten gelb, an den Spitzen grün. Theresopolis, Serra dos Orgaös. 22. Febr. 1887, Nr. 2654. Entspricht genau der in Gaup. Atlas Bonite t. 68 links abgebildeten Ähre (die rechte ist breiter), die Blatter sind an der Basis breit scheidenartig und verschmälern sich plétzlieh in die Spreite, sind aber am Ende abgerundet mit aufgesetzter Stachelspitze, nicht in die Spitze verschmälert, wie es Gauprcuaup abbildet. Ebenda. Bracteen rosa. Blüten gelb mit grüner Spitze. 23. Febr. 1887, Nr. 2661. Hier sind die Bracteen ein wenig schlanker als bei voriger, und die Blätter laufen auch direct in die Stachelspitze aus, wie es Gaupienaun darstellt; die Basis ist ebenso wie bei Nr. 2654, 38. V. Schenckiana Wittm. n. sp. Foliis brevibus, loratis, 30 em longis, 6 em latis, basin versus brunneo- vinosis (vaginam non vidi), apice deltoideo-cuspidatis, subcoriaceis. In- llorescentia foliis aequilonga, paniculata, Scapo ereeto subcrasso, 20 em longo, anaphyllis (5) late ovatis, acuminatis, 3—31/, em longis, laxe invo- luto. Panicula e spicis 4 brevibus (una terminali) composita, spicis ante anthesin suberectis 4—5 em longis, breviter pedunculatis, bractea late ovata, anaphyllis consimili fultis distichis, 4—8 floris. Bracteis florali- bus imbricatis (massa gummosa conglutinatis), late ovatis, navicularibus, apice incurvatis, brevibus, 3 em longis, totidem (si explanata) latis. Flores tantum ex alabastro vidi. Sepalis bractea subaequilongis late ovato-lan- ceolatis, acutis, 21/, cm longis, petalis adhuc parvis, 1—1!/, em longis, late ovatis, basi squamulis 9 anguste lanceolatis acutis indutis, filamentis adhuc brevissimis, sed antheris jam plene evolutis , ?/; longitudine petalo- rum, granis pollinis ovato-globosis, ovario conico. Häufige Felsbromeliacee in den Campos das Antas, Kamm der Serra dos Orgäos, bei ca. 2000 m. 26. Febr. 1887. Inflorescenz rot. Blüten gelb. Nr. 2866. Obwohl ich diese Pflanze nur in Knospen gesehen habe, dürfte sie bestimmt eine gute neue Art darstellen. Sie steht der Vriesea Itatiaiae Wawra, Itin. Princ. Sax. Cob. 169 t. 34 und 34 nahe, die sich aber durch breitere, abgerundete Blätter, oft einseits- wendige Blüten, braune Deckblätter. stumpfe kelchblütter und graugrüne Blüten unter- scheidet. Ob der Kelch später die Bracteen uberragen, und wie weit die Blumenkrone etc. heraustreten wird, müssen spätere Untersuchungen an blühenden Pflanzen ergeben. Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern, Nr. 29, 91 Wawra sammelte V. Itatiaiae in 9000 Fuß Höhe auf dem Hochplateau des Itatiaia in den kleinen Waldbeständen an den dicken Stämmen von Weinmannia , sie hat nach ihm unter den epiphylischen Phanerogamen Brasiliens den höchsten Standort. Unsere Pflanze dürfte ihr in der Beziehung vielleicht nahe kommen, nur ist sie ein Felsbe- wohner, was freilich ihr Vorkommen auf Bäumen nicht ausschließt. 39. V. procera (Mart.) Wittm. V. gracilis Gaud. Bracteen rötlich weiß. Inflorescenzstiele rot. Blüten gelb. Große Ro- sette. Bodenständig im Sande der Restingavegetation bei der Lagoa de Rodrigo de Freitas. Rio de Janeiro. (Charakterpflanze für den Kü- stensand?) 24. Dec. 1886, No. 1631. Abermals ein glünzendes Beispiel für das Vorkommen der Vriesea-Arten, die man sich immer als echte Epiphyten denkt, auf dem Boden und sogar im Sande! 40. V. Duvaliana E. Morr. An der SerrastraBe. An Felsen auf Erde. Joinville. Prov. Sa. Catha- rina. 23. Nov. 1886, No. 1268, Die Blätter sind an der Basis braunrot. Die 20 em lange Ähre zeichnet sich durch ihre fächerartige Gestalt und große Breite (bis 8 em) aus. Die Bracteen sind sehr lang, 61/, em, nach ihrer Spitze hin sehr verschmälert und im zierliehen Bogen schiffsschnabelartig eingekrümmt. Morren’s Abbild. in Belg. hort. 1884, 105 t. 7 und 8 zeigt aufreehtere, kürzere Bracteen, die bei unserer Pflanze namentlich im oberen Teil fast horizontal abstehen; trotzdem kann ich letztere nur für dieselbe Species halten. kA. V. ensiformis (Vell.) Beer. V. conferta Gaud. Tillandsia ensifor- mis Bak. Epiphyt. Blumenau. Itoupava Thal. Prov. Sa. Catharina. 20. Oct. 1886. Nr. 882, 49. V, platynema Gaud. Theresopolis, Serra dos Orgaós. Febr. 1887, Nr. 2654 b. Blütter bis 90 cm lang, 8—9 em breit. Prüchtige zweizeilige Ahre von 60 em Länge! und 17 cm Breite. Rhachis 4 cm dick. Blüten zweizeilig, jederseits 23, abwechselnd, 2 cm von einander entfernt, Bracteen breit eiförmig, horizontal oder zurückgeschlagen, 4—5 em lang, 1!/5—2 cm jeder- seits breit. Kelchblätter groß, 6 em lang, 11/; em breit, Blumenblätter ca. 1!/, em lang, 1!/; em breit (nur abgeblüht gesehen, dann kastanienbraun, wie lackirt). Staubgefäße und Griffel heraustretend. Kapsel länglich lan- zettlich , weit aus der vertrockneten Blumenkrone hervorragend, 8 cm lang, 1 em Durchmesser, die 3 Klappen lanzettlich, oberwärts sehr spitz, dick, holzig. Samen nicht gesehen. Alles größer als bei GaupicHAUD, Bonite t. 66, der die Kapsel nicht abbildet. 43. V. corallina Rel. Epiphyt im Wald. Blüten gelb, Bracteen rot. Sao Bento. Prov. Sa. Catharina. 25. Nov. 1881, Nr. 1333. In Knospen. Hatte so viel Gummischleim aus den Kelchblattern entwickelt, dass alle Bracteen an ihrer Innenseite verklebt waren und wie inwendig getheert aussahen. Kb Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. No. 29. Ich musste sie erst auslaugen. (Über die Gummigänge siehe bei den Scuimper’schen Pflanzen, oben S. 7). 44. V, Philippo-Coburgi Wawra. Mit roten Blattspitzen. Epiphyt und auf Felsen. Desterro, Prov. Sa. Catharina, N. 235, 8. Sept. 1886. — Blumenau, 19. Sept. 1886, Nr. 658. 45. V. tesselata E. Morr. Auf Felsen am Meeresufer, nürdlich von Sa. Luiz, bei Desterro, Prov. Sa. Catharina. 9. Sept. 1886, mit reifen Früchten, Nr. 236. — Blätter weißgefleckt. Epiphyt oder auf Felsen. Wasserfall bei Lagoa. Desterro, Prov. Sa. Catharina. 12. Sept. 1887, junge Rosette, Nr. 770. Die Blätter von Nr. 236 sind nur 20—25 cm lang, die 2 Rispenäste aber 35 cm. Kap- seln (wie die Blüten) einseitswendig. Deckblütter rundlich eifórmig, stumpf, 3 cm lang, fast 2 em breit, Kelch 3 em, Klappen der aufgesprungenen Kapsel'4 cm lang, lünglich, plótzlich zugespitzt, ihre AuBenwand matt schwarzbraun, 12 mm breit, ihre Innenwand nach außen weißlich gelb, 48 mm breit, einen hellen Saum um die AuBenwand bildend, Same lineal, bräunlichgelb, 4—5 mm lang, Anhang ebenso lang, stielfórmiger Funiculus 15—17 mm lang, Pappushaare an dessen Basis fast horizontal abstehend, Zum Schluss erscheint. es nicht uninteressant, eine Übersicht über die von SCHIMPER und von Scuesck auf dem Boden angetroffenen Bromeliaceen zu geben. l. Teils auf dem Boden, teils epiphytisch angetroffen. Nidularium purpureum. . . . . . Bromeliaceae Sch imperianae Nr. 4. Aechmea Platzmanni. . . . . .. » Schenckianae . » 9. » nudicaulis . . . . . .. » » . » AM. » gamosepala. . . . . . . » » . » 42. Pothuava comata . 2 . . . . .. » Schimperianae » 9. Macrochordium van Houtteanum . . » » » 43. » Linden’. . . . .. » Schenckianae. » 4&4. Tillandsia stricta... . . . . » » . » 33. Vriesea corallina . . . . . . . . » Schimperianae » 49. » Duvaliana. . . . . . . . » » » 90. » gullata . . . . . .... » » » 21. » ronn . . . . . . 5... » » » 22. » — Philippo-Coburgi . . . . . » Schenchianae. » 44. ^» lesselata. . 2... . . . . » » . » 45. ll. Nur auf dem Boden angetroffen. Bromelia fastuosa. .. .. . . . Bromeliaceae Schenckianae . Nr. 4. Nidularium purpureum. . » » . » 3. Billbergia Bakeri . . . 2.2... » » > H. Aechmea suaveolens. 2 2 . . .. » » . » H Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern, No. 29. 93 Pironneava floribunda . . . . . . Bromeliaceae Schenchianae. Nr. 18. Pitcairnia Dielrichiana . . . . . » » . » 489. » flammea . 0 we . . » » . » 20. (wohl alle Pitcairniaarten. W.) Dyckia, alle Arten. Vriesea Schenchiana . . . . . . . » » . » 38, Endlich méchte ich zum Nutz und Frommen künftiger Sammler noch darauf aufmerksam machen, dass nach Wawra, Itinera Principum Saxo- Coburgi I. p. 157 die Blütezeit für die Bromeliaceen in die brasilianischen Wintermonate oder in den Vorfrühling zu fallen scheint. Im Juli fanden sich fast alle Bromeliaceen in Blüte, im Januar waren blühende Pflanzen äußerst selten. Dies erklärt auch, warum so viele der von Scumprr und von Scnenck gesammelten Bromeliaceen teils abgeblüht, teils mit Blüten- knospen gefunden sind. Berlin, d. 34. Dec. 1890. Nachtrag. Zu S. 4. Nr. 42, Macrochordium van Houtteanum hielt ich anfänglich für eine neue Art, bis mich Herr Dr. Mez, dem ich das Exemplar für seine Bearbeitung der Bromelia- ceae in Martius, Flora brasiliensis übersandt habe, darauf aufmerksam machte, dass das- selbe Quesnelia van Houtteana E. Morr., in Belg. hort. 4884. 350. t. 48 ist, von dem er Originalexemplare augenblicklich in Händen. Es sind zwar kleine Unterschiede vorhanden, doch stimmt es in der Hauptsache damit überein. Nur kann ich Morren’s Pflanze nicht zur Gattung Quesnelia zählen, da Quesnelia keine stachelspitzigen Kelchblätter besitzt. Sie dürfte deshalb zu Macro- chordium zu stellen sein. Die von mir in ENGLER und PnawrL, Natürl. Pflanzenfam. II. Abt. 6. S. 42 in der Tabelle der Gattung Macrochordium angewiesene Stellung muss übrigens geändert werden, da nicht alle Arten die Samen oben im Fach tragen. So die vorliegende nicht, so auch M. luteum Rgl. und M. Lindeni Wittm. (Hoplophytum Lindeni E. Morr.) nicht. Zu S. 5. Nr. 15. Herr Prof, Scuimper, dem ich, ebenso wie Herr Dr. ScuENCK, die Correctur dieser Arbeit, namentlich betreffs der Ortsnamen zuschickte, bemerkt zu Tillandsia stricta Sol.: »Die von Ihnen vereinigten Nummern gehóren vier verschiedenen Formen an: Nr. 48 ist die gewóhnliche bei Blumenau; sie bildet dichte Rasen, mit gedrüngten, sichelformig gebogenen Blättern. (Entspricht in der Form der Schuppenhaare Anoplo- phytum undosum E. Morr., das nach Baker Tillandsia globosa Wawra, W.). — Nr. 47 ist offenbar nur eine forma strictissima, mit sehr steifen, aufrechten Blättern, mehr Jockeren Inflorescenzen, sehr blassen Bracteen und etwas grüBeren Blüten. — Nr. 92 ist für mich eine besondere Species, mit lockerer Blattverteilung, stark zurückgebogenen Blattern und viel größeren Blüten. — Nr. 47 und Nr. 92 sind weit seltener als Nr. 18, aber an den gleichen Standorten, manchmal mit ihr zusammen, ohne alle Übergünge. Nament- lich war Nr. 92 mit seinen groBen Blüten schon von fern auffallend. — Nr. 273 hatte nach meinen sofort gemachten Aufzeichnungen wirklich violette Bracteen und wuchs bei ca. 4000 m über dem Meere. (Nr. 92 ist vielleicht Tillandsia pulchra Hook. var. amoena oder var, patens, siehe S. 19; die Blatter scheinen mir aber zu kurz und zu breit. Nach dem vorliegenden Material nicht zu entscheiden. L. W.). 94 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 29. Zu S. 13. Nr. 42. Serra do Mar ist identisch mit Serra géral, Zu S. 15, Nr. 48. Herr Dr. Mrz, bei dem sich jetzt die Manrius’schen Original- exemplare befinden, bestätigt mir die Richtigkeit meiner Annahme, dass Pironneava platynema Gaud. mit Aechmea floribunda Mart, übereinstimmte. Derselbe bemerkt mir aber, dass Ruiz et Pavon’s Aechmea paniculata, von der er ebenfalls das Original in Händen hat und nach welcher die Gattung Aechmea aufgestellt ist, sehr langschwänzige Ovula besitzt. Die meisten andern Arten von Aechmea im engeren Sinne haben ungeschwänzte oder kurz geschwänzte Ovula, nur Pironneava, Chevaliera, Echinostachys etc. lang- geschwänzte. Nach diesem Befunde hei Aechmea paniculata R. et Pay. muss eine neue Einteilung der Gattung Aechinea im weiteren Sinne erfolgen. Zu S. 20. Nr. 38. Vriesea Schenckiana ist nach Herrn Dr. Scurxck in hohem Grade charakteristisch für die Campos dos Antas; letztere liegen ca. 2000 m hoch und ent- sprechen in vielen Beziehungen den Campos elevados der Serra do Picu. Zu S. 22, Zu dem Vorkommen von Bromeliaceen gleichzeitig epiphytisch und auf dem Boden, schreibt mir Herr Prof. Sciimper, dass letzteres sich hauptsächlich in hohen Gebirgsregionen zeigt; namentlich gilt das von dem Vorkommen auf weichem, erdigem, nicht felsigem Boden (z. B. Vriesea Duvaliana, guttata ete.) Es ist überhaupt eine häufige Erscheinung, dass Pflanzen, die in den tiefen, feuchten Regionen streng epiphytisch sind, oder, außer auf Baumrinde, nur auf nackten Felsen wachsen, in den höheren Regionen, oberhalb des Nebelgürtels, oder auf Plateaus, wo der Regen weniger reichlich ist als an den Abhiingen, die epiphytische Lebensweise mehr und mehr, schließlich vollständig aufgeben. Prächtige Beispiele dafür sind gewisse Rhododendron- (Rh. javanicum, tubiflorum) und Agapetesarten (A. rosea u. a.) auf Java, Einige Notizen über solchen Standortswechsel in meinen vorläufigen Mitteilungen über Schutzmittel der Vegetation in den Berichten der Akad. d. Wiss, zu Berlin. (Vielleicht ist es neben dem Bedürfnis nach »mehr Licht« auch das Übermaß an Feuchtigkeit der Luft in den tieferen Regionen, welches die Pflanzen veranlasst, daselbst im »ersten oder zweiten Stock« oder noch höher zu wohnen, während sie in höher ge- legenen Gegenden, wo die Luft trockner ist, auch mit dem »Erdgeschoss « fürlieh nehmen. L, W.) Ergebnisse der neuesten Untersuchungen über die Formelemente der Pflanzen.’) Von Franz Krasan. Diese Untersuchungen bezwecken einen Beitrag zur Phylogenie, d. i. zur Geschichte der Formentwickelung der Pflanzen, und stützen sich einer- seits auf die systematische Bearbeitung einer großen Menge von Pflanzen- fossilien der Tertiürperiode, namentlich der Gattungen Quercus und Fagus, andererseits auf eine eingehende Beobachtung und Analyse der lebenden Individuen dieser Gattungen, deren einzelne Blattformen in eine genetische Verbindung mit den fossilen gebracht wurden. Die wichtigsten Resultate fasse ich der Übersichtlichkeit wegen in folgende Sätze zusammen: l. Die Arten Quercus sessiliflora Sm., Q. pedunculata Ehrh., Fagus silvatica L., sowie auch andere gegenwärtig als Arten unterschiedene Cupuliferen Europas können phylogenetiseh nur als eine Vereinigung mehrerer Formelemente betrachtet werden. 2. Ein Formelement nennen wir im Allgemeinen eine jede selb- ständig und typisch ausgebildete Form eines Organes oder Gliedes des Pflanzenkörpers: des Stammes, des Blattes, der Blüte, der Frucht u. s. f., bei letzterer auch nur eines Teiles, z. B. der Cupula. 1) Ich versuche hier einen Überblick der Resultate von Untersuchungen zu geben, welche in drei verschiedenen Jahresschriften niedergelegt sind, und die ich teils allein, teils in Gemeinschaft mit Herrn Prof. Dr. Const. Freih. v. ErrixGsnauskEN ausgeführt habe. Es sind folgende: Beiträge zur Entwickelungsgeschichte der mitteleuropäischen Eichen- formen. In diesen Jahrbüchern, Bd. VII, 1885. — Zur Geschichte der Formentwicklung der roburoiden Eichen. Ebenda Bd. VIII. 1887. — Über continuierliche und sprung- weise Variation. Ebenda. Bd. IX. 1888. — Über regressive Formerscheinungen bei Quercus sessiliflora Sm. Silzber. der kais. Akad. der Wissensch. in Wien. Bd. XCV. 4887. — Beitrüge zur Erforschung der alavistischen Formen au lebenden Pflanzen. Denkschr. der kais. Akad. d. Wissensch. in Wien. 4. Folge im November 1887. Bd. LIV, 2. Folge im November 1888, Bd. LV, 3. Folge im Jänner 1889. Bd. LVI. — Unter- suchungen über Ontogenie und Phylogenie der Pflanzen auf paläontologischer Grund- lage, Denkschr, etc, im November 1889. Bd. LVII. 26 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. No. 29. 3. Die homologen Formelemente, d. i. diejenigen, welche demselben Organsysteme angehören, z. B. verschiedene Blattformen, kommen bald neben einander vor, sie sind also von einander getrennt, aber auf dem- selben Stamme (Stocke) beisammen, oder sie sind zu zwei oder mehreren combiniert, so dass sie eine daraus resultierende Mittelform hervor- bringen. 4. In Bezug auf die Verteilung der Formelemente, namentlich des Blattes, auf dem Mutterstocke unterscheiden wir mehrere Fälle: a. Nur ein Formelement kommt vor, ein Blatt ist wie das andere, nicht nur an einem Baume, sondern auch an einem zweiten, dritten, vierten... z. B. Cornus mas, C. sanguinea, Robinia Pseudacacia. Solche Arten nennen wir homotype; sie sind sehr stabil. — b. Zwei oder mehrere Formelemente kommen auf dem Mutterstocke vor, aber das eine ist vorherrschend ; es bestimmt den physiognomischen und diagnostischen Charakter der Pllanze; das ist das normale, die anderen, accessorische n, sind durch eine geringere Zahl von Blättern vertreten und diese erscheinen oft als Niederblätter am Grunde des Zweiges, oder sie zeigen sich nur ge- legentlich, wenn die Pflanze durch Frühjahrsfröste, Insektenfraß u. del. in ihrer periodischen Belaubung gehemmt, gestört oder unterbrochen wird. — c. Zwei oder mehrere coordinierte, daher gleichwertige, Formele- mente treten im Laufe der einjährigen Vegetationsperiode auf, sind aber zeitlich und örtlich am Mutterstocke von einander geschieden. Z. B. bei Populus tremula, P. alba; Eucalyptus globulus; bei den Phyllodien tragen- den australischen Acacien (die bekanntlich anfangs nur gefiederte Blätter hervorbringen). — d. Die gleichwertigen Formelemente sind ziemlich gleichmäßig am Mutterstocke verteilt, wo sie auch gleichzeitig sich ent- wiekeln; z. B. bei manchen cultivierten Thujabäumen, wo das schmale Retinosporablatt mit dem echten Thujablatt (dieses auf eigenen Zweiglein, die aus den Retinosporaiistchen hervorbr echen) abwechselt. Von den fossilen Arten ist hier besonders Voltzia heterophylla erwähnenswert. 9. Ein jedes Formelement würde, wenn es allein auf einem Mutter- stocke in Erscheinung küme und dureh ununterbrochene Forterbung auf die folgenden Generationen übertragbar wire, eine eigene Species oder wenigstens eine wohlbegründete Varietät bilden; das ist aber bei den ge- nannten Cupuliferen nicht der Fall, weil ein zweiter, dritter, vierter Baum das gedachte Formelement weniger deutlich zeigt, indem wir es mit anderen Formen zugleich in mannigfacher Vermengung und Verbindung (Ver- schmelzung) antreffen. Die Individuen oder Stücke derselben Gesamt- species (Q. sessil., Q. pedunc., F. silv.) sind in Bezug auf die Zahl, Ver- teilung, Verbindung, absolute und relative Prüvalenz der Blattformelemente sehr veründerlich. 6. Die Formelemente sind originär, d.h. sie entwickeln sich nicht, im eigentlichen Sinne des Wortes; sie lassen sich nieht das eine aus dem Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. No. 29, 27 andern ableiten, sondern sie sind urspriinglich gegeben (gewissermaBen vorgezeichnet), d. h. die Pflanze erhilt schon zu Anfang, zur Zeit ihrer Constitution als Gattung, vielleicht noch früher, die Fühigkeit sie hervor- zubringen, und sie erscheinen im Laufe der Zeit am Mutterstock in einer, wenn auch nicht gleichmäßigen Aufeinanderfolge!). 1. Die Ursachen, welche diese Succession bedingen und regeln, die also bewirken, dass nicht alle Formelemente zu allen Zeiten auf allen Mutter- stöcken in gleicher Zahl oder in gleicher Prävalenz auftraten und auch jetzt nicht auftreten, sind uns ganz unbekannt. Wir wissen nicht, wa- rum schon in der Urzeit, gerade so wie jetzt, gewisse genealogisch nüchst verwandte Stöcke eine so große Verschiedenheit in dieser Beziehung aul- weisen. 8. Haben die Formelemente an und für sich, vom Beginn der Gattung an, keine Entwickelungsgeschichte, so verhält sich das mit dem Individuum (Mutterstock als Baum, Strauch?) u. dgl.) ganz anders. Das Individuum hat sich im Laufe der Zeiten zu der specifischen Form, in der wir es heute vor uns sehen, geschichtlich entwickelt und zwar durch Annahme der entsprechenden Formelemente und den mehrmaligen Wechsel der- selben infolge der Verdrängung des einen durch das andere. 9. Auf den mannigfach abgestuften Verbindungen (Combinationen) der Formelemente beruht die Abänderung (Variation) der Pflanzenindividuen und in weiterer Folge jene der Arten. 10. Man kann die Formelemente am besten mit den Krystalltypen des Mineralreiches vergleichen. Gleichwie eine mineralische Substanz von einer bestimmten chemischen Constitution sofort die Fühigkeit erhält, inner- halb eines bestimmten Formenkreises (z. B. innerhalb des regulären Kry- stallsystems) in Erscheinung zu treten, so vermag auch die Pflanze auf einer gewissen Stufe der inneren Entwickelung, wenn sie nümlich einen ent- sprechenden Grad der Differenzierung ihrer Gewebsbestandteile erlangt hat, diese oder jene Formelemente in der Gestaltung des Blattes anzunehmen. Aber ein wesentlicher Unterschied besteht darin, dass die mineralischen Formen eines und desselben Systemes, z. B. Würfel und Oktaéder, an einem Körper zum Vorschein kommen, ohne förmlich mit einander zu verschmelzen, wie im Pflanzenreich z. B. die Ovalform mit der Ellipse, die Lanzettform mit der linealischen u. s. f. 1) Vielleicht hängt damit die seltsame Erscheinung zusammen, dass sich bei Quercus und Castanea ein ungewöhnliches Formelement in der Regel durch eine krank- hafte Anomalie, eine wahre Entstellung des sonst symmetrisch gebildeten Organs, an- kündigt. Das Normalelement ist wie weggelüscht und an seine Stelle ein fürmliches Chaos geselzl, aus dem allmählich ein regelmäßiges (symmetrisches) Gebilde hervorgeht, das aber vom normalen sehr verschieden ist. Man vergl. Jahrb. 1888. Bd, IX. S. 418 — 421. i 2) Es wird vorzugsweise auf Lignosen hier Rücksicht genommen, weil diese die allermeisten (überhaupt bestimmbaren) fossilen Reste geliefert haben, 98 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. No. 20, Il. Sehr häufig treten bei Rotbuchen und Eivchen verschiedene Form- elemente auf an Individuen, die genealogisch einander sehr nahe stehen, und ebenso bei Individuen, die verschiedenen Unterabteilungen der Gattung angehören, identische Formen des Blattes, hin und wieder auch der Frucht, so dass man durch ein eingehendes Studium dieser Gattungen nach und nach auf den Gedanken kommt, die genealogische Verwandtschaft falle nieht immer mit derjenigen zusammen, welche in der einfachen Über- einstimmung der morphologischen Eigenschaften besteht. 12. Man wird am Ende gezwungen, zwischen einem rein genealogischen und einem idealen Systeme zu unterscheiden, und wird sich gestehen müssen, dass diese nicht immer und überall sich decken. Das erstere gründet sich auf die wirkliche Descendenz und würde uns, wennes möglich wäre, alle individuellen Glieder der Gattung zu überblieken und weiter und immer weiter ihre Ascendenten in die Urzeit zurückzuverfolgen, bis zu den Urindividuen führen, aus denen die heutigen Buchen und Kichen hervorgegangen sind. Das zweite umfasst die idealen Verwandtschaften, wie sie im Mineralreich alle jene anorganischen Wesen mit einander ver- binden, die in den morphologischen, molekularen und optischen Eigen- schaften übereinstimmen. Verwandt sind demnach in diesem Sinne z. B. Galeit, Dolomit, Magnesit, Siderit, Ankerit, Manganspat und selbst der Smithsonit (Zinkspat), obschon diese Mineralarten sehr verschiedene Metalle enthalten und keineswegs die eine von der anderen abstamnit. Das Gleiche gilt von den Arten der Alaungruppe. 13. Im Tier- und Pflanzenreich tritt ein Doppelfactor hinzu, nämlich die Fortpflanzung der Individuen und die Vererbung der Eigenschaften. Dieser Doppelfactor verwirrt und erschwert unseren Einblick in das Wesen der Gestaltung im Reiche der Organismen, aber er hebt denjenigen, der die Grundlage der Gestaltung im Mineralreiche bildet und der sich auch auf das Tier- und Pflanzenreich erstreckt, nicht auf. Um mich besser verständlich zu machen, müchte ich noch sagen: würde den Pflanzen die Fühigkeit der Vermehrung (durch Samen, Knospen oder sonstige Keime fehlen, und die Erde brüchte nochmals die allerniedersten, die überhaupt denkbar sind, hervor, so müsste es wahrhaft wunderbar sein, wenn sie alle in gleicher (identischer) Form zum Vorsehein kämen, da die Natur selbst so einfache Stoffe wie Kohle, Kiesel, kohlensauren Kalk so mannig- ach gestaltet. Weil die Pflanzen sich vermehren und die Natur an die aufeinander folgenden Generationen den Fortschritt, d. i. eine compli- ciertere Organisation geknüpft hat, so glauben wir nur zu leicht, dass überhaupt die ganze Mannigfaltigkeit der Gestaltung (Variation im weitesten Sinne; im Tier- und Pflanzenreich einzig und allein auf der Fortpflanzung und in weiterer Folge auf der Descendenz beruhe. 14. Aus dem Obigen folgt, dass sich die Genealogie oder der Stamm- baum nicht so ohne weiteres für eine ganze Gattung wie Quercus oder Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. No. 29. 29 Fagus zusammenstellen lässt, und selbst wenn die hierher gehórigen Fossilien in ausgezeichnet gut erhaltenen Abdriicken von Blattern, Blüten und Früchten in Hülle und Fülle vorliegen würden, weil oft das morpho- logisch ähnlichere nicht auch das genealogisch verwandtere ist. Man kann nur bruchstückweise die Abstammung einzelner Arten und zwar nur etwa bis zum Mittelmiocän ableiten; weiter nach rückwärts lässt sich der Ur- sprung unserer Bichen und Buchen (als speeifischer Formen) nur ver- muten. 15. Die Zahl der fossilen, namentlich tertiären Reste dieser Gattungen, die man mit Sicherheit als solche erkannt hat, ist bereits sehr betrüchtlich, wenn auch allerdings die Zahl der fälschlich für Quercus gehaltenen Fossilien eine nicht geringere ist. Besonders reich ist die Ausbeute an fossilen Blattabdrücken der Eiche und Rotbuche aus dem Tertiär des westlichen Grönland (bei 70° n. Br. und nördlicher), aus dem Tertiär von Alaska, aus der Braunkohlenformation der Wetterau in der Rhein-Maingegend, aus Steiermark (Leoben, Parschlag u. s. f.) und aus den Tertiürschichten von Bilin in Bóhmen, Schossnitz in Schlesien, aus dem siidéstlichen Frankreich, aus den gypsführenden Schichten von Sinigaglia bei Ancona und aus dem Arnothal in Italien zu nennen. Nicht wenige Formen sind aus dem Tertiär Nordamerikas bekannt, und selbst die Untersuchungen der fossilen Pflanzen von Neu-Seeland und Australien (Vegetable Creek und Elsmore in Neu- Südwales) haben einige Aufschlüsse über tertiäre Eichen und Buchen geliefert. 16. Gleichwohl würde auch dieses sehr ansehnliche fossile Material bei weitem nicht ausreichen, dem Forscher den richtigen Weg zu weisen, wenn es sich um die Auffindung des phylogenetischen Zusammenhanges zwischen den lebenden und den vorweltlichen Formen handelt: es gehört dazu auch noch eine ausgezeichnete Kenntnis der morphologischen und ontogenetischen Verhältnisse an den lebenden Bäumen dieser Gattungen, einschlieBlich der Kenntnis der geographischen Verbreitung der bisher be- kannten lebenden Arten. 17. Die bedeutendste Errungenschaft der neueren Untersuchungen über den Atavismus der Pflanzen besteht darin, dass man erkannt hat, welche Bewandtnis es mit dem Wechsel der Formen hat. In der Hegel verschwinden die Formelemente, wenn eine Art, ein Typus oder wie man anders das nennen mag, im Laufe der Zeiten infolge veränderter Lebens- verhiiltnisse oder aus einem anderen Grunde zur Neige geht, nicht plótzlich, sondern sehr allmählich, gleichsam intermittierend, unter ófterer Re- eurrenz. Schließlich kehren sie nur mehr bei ganz ungewöhnlichen Stórungen des Wachstumsvorganges wieder. Manche erblicken wir als letzte, erléschende Spuren an den Niederblättern der Zweige. Wenn das nicht wäre, könnte man nur die fossilen Reste jener Arten bestimmen, welche sich seit dem Tertiär nur sehr wenig oder gar nicht geändert haben. 30 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern, No. 29. Man könnte z. B. allenfalls die tertiire Planera, den Amberbaum, den Glyplostrobus und noch etliche wenige Gattungen am Blatte erkennen, damit würe aber auch die Grenze des Erreichbaren gegeben. Heterotype Arten und Formen sind nur durch ein sehr eingehendes Studium der an den ein- zelnen lebenden Individuen zu beobachtenden Formelemente bestimmbar, indem die (nun begriindete) Voraussetzung gemacht werden darf, dass ge- wisse accessorische Formelemente, die jetzt keinen diagnostischen Wert haben, in der Urzeit gerade die normalen und den specifischen Charakter der Pflanze bestimmenden waren. 18. Die Species ist seit den neueren Untersuchungen über die Ver- änderlichkeit der Form im Tier- und Pflanzenreiche ein sehr schwer fass- barer Begriff geworden; dieser Begriff lässt sich an den urweltlichen Organismen noch viel schwerer realisieren, als an den lebenden. Welche Schwierigkeiten werden nicht schon he 'aufbesehworen, wenn man den Versuch macht, die Legionen der jetzigen Formen der Gattungen Rubus, Rosa, Hieracium dem Liyyk’schen Einteilungsprincip anzupassen und unter- zuordnen? Die Species hat aber nur so lange einen Wert, als man sie in dem Sinne auffasst und behandelt wie ihr Urheber vor 450 Jahren. Sie beruht auf der Annahme einer wenigstens relativen Bestiindigkeit der Charaktere, ihr Object ist etwas gewordenes, abgeschlossenes, fertiges. Sie hat daher einen sehr fraglichen Wert für vorweltliche Perioden, wo die Formen weder in der Richtung gegen die Vergangenheit, noch in der Rich- tung gegen die Zukunft abgeschlossen waren. Aber auch abgesehen davon erscheint die fossile Species (einige Ausnahmen abgerechnet) nicht recht fassbar: wegen der Mangelhaftigkeit der fossilen Reste. Um den Begriff einer Baumart zu erfassen, muss man bekanntlich nicht nur einige Blatter eines Individuums, sondern auch dessen Blüten, Früchte, den Habitus der Pflanze und noch manches andere kennen, man muss aber auch mehrere. ja viele Bäume verschiedener Gegenden gesehen und mit einander ver- glichen haben. Das ist bei fossilen Pflanzen unmöglich. 19. Was der Palüontolog an einem Blattabdruck erkennt, kann nur für ein Formelement bestimmend sein und als solches sollte folgerichtig der Fund auch gedeutet werden. Hat man daneben in derselben Schicht auch noch andere Blattabdrücke angetroffen, die anderen Blattformen derselben Gattung. entsprechen, so sollte man sie einzeln mit ebenso vielen eigenen Namen bezeichnen. Es kann immerhin sein, dass jene Blätter alle auf ein und demselben Baume (Stocke) gewachsen sind; wenn man es aber auch wüsste, so würe es dennoch vorzuziehen, sie nicht unter eine gemeinsame Species zu subsumieren, denn die bezüglichen Funde sind, wenn auch zahlreich, dennoch nicht ausreichend, die Species zu charakterisieren, die Zusammen- ziehung würde aber nur die scharfe und präcise Auffassung des Form- elementes vereiteln. In diesem Falle wire es empfehlenswert, so lange mit der theoretischen Deutung zu warten, bis man neue Reste in hinreichender Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 29, 31 Zahl aufgefunden hätte, um zu erkennen, ob sich daraus eine Species con- struieren lässt oder nicht. Hat ein fossiles Formelement einen Namen er- halten, z. B. Fagus Feroniae Unger, und ist dieses durch eine Beschreibung und eine brauchbare Abbildung festgestellt, so sollten mit diesem Namen (unter Hinweisung auf die Abbildung, in unserem Falle Chloris protogaea T. XXVII, Fig. 34) nur jene später und anderwärts gefundenen Fossilien bezeichnet werden, welche mit dem Original unverkennbar übereinstimmen. Man hat bisher diesen Grundsatz nicht immer befolgt: die Verquiekung der beiden Begriffe Formelement und Species hat schon mehrmals eine Ver- wirrung verursacht und manche unnötige Controverse herbeigeführt, was selbstverständlich Niemanden zum Vorwurfe gereicht, denn die Phytopaläon- tologie ist erst ein sehr junger Zweig der Naturforschung, während doch nur eine langjährige Erfahrung lehren kann, was hier zweckmäßig und daher empfehlenswert ist. 20. Lässt sich überhaupt eine fossile Baumpflanze aus einem oder mehreren Blattabdrücken bestimmen? Diese Frage könnte am besten ein Forscher beantworten, der sich schon 30 oder 40 Jahre mit der Unter- suchung fossiler Pflanzen befasst. Was ich hier diesbezüglich bemerke, möge man als ein vorläufiges Ergebnis betrachten, als eine Ansicht, die sich auf ein erst siebenjähriges Studium vorweltlicher Bäume und Sträu- cher gründet. Der Gattungscharakter einer samenerzeugenden Pflanze ist vor allem in deren Blüten und Früchten ausgesprochen. Dennoch kann man unter gewissen sehr günstigen Umständen ein Blattfossil der Gattung nach bestimmen, doch niemals unmittelbar. Z. B. findet man in einem ge- schichteten Gestein die so leicht erkennbaren Früchte der Platane, und an einem anderen, wenn auch weit entfernten Orte in einer Schichte von an- näherungsweise gleichem Alter Blattabdrücke, welche mit dem Blatte der nordamerikanischen Platane (P. occidentalis L.) völlig übereinstimmen, so wird man nicht anstehen , das Vorkommen einer fossilen Platane hier an- zunehmen. Zwei wichtige Umstände kommen hier dem Forscher zu Hilfe: die Nachweisung der Platanenfrüchte in den Schichten am Orte A, und das gleiche oder ungefähr gleiche Alter der Gesteinsschichten, welche die Blatt- fossilien einschließen, am Orte B. Fossile Blattabdrücke, welche in allem und jedem, was Umrisse und Nervation anbelangt, mit dem Blatt der leben- den Espe übereinstimmen, lassen auf eine Pappel, Populus, schlieBen, weil die Espe eben dieser Gattung angehört. Ganz anders verfáhrt der Paläon- tolog, wenn er es mit fossilen Ein- und Zweischalern (Brachiopoden, Bi- valven, Gasteropoden und sonstigen Conchylien) zu thun hat. Diese Wesen tragen ihren generischen Charakter an der Schale, und letztere ist die Hülle, welche alle Weichteile eines Individuums einschließt, sie gestattet daher, wenn sie gut erhalten ist, allein schon eine unmittelbare und sichere generische Bestimmung. Die Schwierigkeit besteht weiter nur in der richtigen Abgrenzung und Aneinandergliederung der Arten, bez. 39 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern, No. 29. Formen. Der Phytopaläontolog muss sich von anderen Gesichtspunkten und Erwägungen leiten lassen. Er hat, wenn es sich um hóher organisierte Pflanzen handelt, niemals alle äußeren oder peripherischen Theile eines Individuums vor sich, sondern meist nur einzelne Blätter (Blattabdrücke), oder selbst nur Fragmente davon, seltener Blüten und Früchte, am selten- sten ganze beblätterte Zweige mit Blüten oder Früchten. Auf einer und derselben Steinplatte zerstreute Blumenblätter, Staubgefäße, Samen, Kätzchenschuppen und andere problematische Objecte sind in der Rege], auch wenn sie ftir sich gut erhalten sind, nicht bestimmbar, weil man nicht weiß, ob und wie sie zusammengehören. Es kann darum nur eine sehr geschickte Berücksichtigung der Hilfsmittel und Nebenumstände, nach langer Zeit und auf mannigfachen Umwegen, zum Ziele führen, natürlich hei Benutzung eines sehr reichen und brauchbaren Vergleichsmaterials N. 2]. Ein sehr wichtiger Umstand ist die, wenn auch nur beiläufige Kenntnis des geologischen Horizontes, dem die fossilienführende Schicht angehört. Man darf nicht versäumen, sich diese Kenntnis zu verschaffen, wo dies überhaupt müglich ist (wie z. B. wenn mitten drin, oder vielleicht im Hangenden, oder im Liegenden Conchylien oder andere Tierreste vor- kommen). Dadurch gewinnen die Pflanzenbestimmungen um ein Bedeu- tendes an Wahrscheinlichkeit, weil man die schon anderwärts erforschte fossile Flora desselben Horizontes zum Vergleiche heranziehen kann. 22. Je jünger der geologische Horizont ist, dem die fraglichen Pflan- zenreste angehören, desto leichter und sicherer wird man sie bestimmen können. Der Phytopaläontolog steht auf sicherem Boden erst, wenn er es mit Arten, bez. Formen zu thun hat, die in der jetzigen europiischen Flora, in jener der Pontus-Linder und Kaukasiens, in der gegenwiirtigen Pflan- zenwelt der Vereinigten Staaten und Canadas, allenfalls auch des nordóst- lichen gemáBigten Asiens ihre Nächstverwandten haben, und zwar 1. weil dies Pflanzen sind, von denen viele allenthalben in den europäischen Gär- ten und größeren Parkanlagen im Freien eultiviert werden. Man kann alle Formelemente des Laubes in allen Alterszustiinden der Pflanze mit Leichtig- keit kennen lernen. 2. Weil diese Baum- und Straucharten meist dünne zarte Blätter haben , deren Nervation sich bei den fossilen auf einem dich- ten Gestein sehr deutlich ausprägt. Dadurch dass die Blattabdrücke durch reichliche Kohlensubstanz verdeckt sind, wird bei den derben lederigen Blättern immergrüner Bäume die Nervation unkenntlich, deren Bestimmung demnach sehr schwer, in den meisten Fällen geradezu unmöglich. Von diesem Übelstand sind fast alle Blattfossilien aus dem Eocän und Oligocän mehr oder weniger betroffen. Auch die aquitanische Stufe liefert noch viel 4) Dass die Anlage und fleißige Benutzung einer reichen Typensammlung von leben- den Baum- und Straucharten aller Länder das allerwichtigste Hilfsmittel ist, braucht (als selbstverständlich) nur nebenbei bemerkt zu werden. Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. No. 29. 33 von diesem problematischen Material. Die Belegstücke tropischer und suh- tropischer Pflanzen in den Herbarien sind gewöhnlich nur zu mangelhaft, weil in der Regel nur die Hauptformen darin vertreten sind. Man kann sich auf Grund eines solehen Materials nicht bis auf die Formelemente ein- lassen, die doch das nächste und einstweilen einzig erreichbare Ziel der Bestimmung fossiler Pflanzen sind. 23. Handelt es sich um Blattfossilien, so ist die Bestimmung der- selben nur durch Berücksichtigung gewisser subtiler Kennzeichen müg- lich. Die allgemeinen Züge, als Umrisse der Lamina, Grundanlage der Nervation und des Geäders, Beschaffenheit des Randes, verhältnismäßige Lünge des Stiels u. s. f. lassen in der Regel den Forscher im Stich. Bei- spiele: charakteristisch für Planera Ungeri (Zelkova Ungeri Koy.) ist je ein kurzer Tertiirnerv, der fast geradlinig zur nächsten Zahnbucht führt, wo er eine mit der Lupe deutlich bemerkbare Sklerenchymsubstanz absetzt (am Fossil ist daselbst eine punktfórmige Anhäufung der Kohlensubstanz wahrnehmbar). Für die Ulme ist die Gabelung einzelner Secundärnerven kennzeichnend, so wie auch der Umstand, dass von mehreren Tertiärnerven einer bogenfürmig zu einer nahe liegenden Zahnbucht führt. Auch ist bei manchen Ulmenblittern die Basis der Spreite unsymmetrisch, u.s.f. Solche Kriterien sind selten durehgreifend, führen aber, wo sie anwendbar sind ‘unter entsprechender Berücksichtigung anderer wichtiger Umstände) sicher zum Ziele. Wenn das Gestein sehr dicht ist (ähnlich dem lithographischen Schiefer von Solnhofen), kann selbst die Epidermis mit ihren Schließzel- len, Haargebilden und sonstigen Wucherungen im Abdruck wichtige An- haltspunkte zur Unterscheidung und Erkennung gewähren. 24. Die Resultate einer richtigen Bestimmung fossiler Pflanzen lassen sich nach drei verschiedenen Gesichtspunkten ins Auge fassen, d. h. sie können eine dreifache Verwertung finden, insofern sie nämlich zu strati- graphischen, zu geographisch-klimatologischen, oder zu phylogenetischen Fragen herangezogen werden. Zum Zwecke der Lösung rein stratigraphi- scher Probleme sind unter gewissen Umständen auch jene Fossilien ver- wendbar, welche ibrer systematischen Stellung nach nicht bestimmt werden konnten. Z. B. die mit dem provisorischen Namen Credneria bezeichneten Pflanzenfossilien sind Blattreste, deren Gattungsverwandtschaft ganz pro- blematisch ist, weil man noch immer nicht weiß, welcherlei Blüten und Früchte die Pflanzen getragen haben, von denen sich jene Blattreste in Ab- drücken erhalten haben. Nichtsdestoweniger sind die Crednerien echte Leitfossilien für das Cenomanien der Kreideformation. Wenn man in einer Gesteinsschichte auch keine anderen Versteinerungen finden würde als mehrere Formen von wirklichen Crednerien (vom Typus der C. triacu- minata Hampe), so wäre man nicht im Zweifel, welcher geologischen Stufe man die Schicht zuzuweisen hätte. Schon aus diesem Grunde sollte man diejenigen Petrefacte, deren systematische Stellung auch nach Heranziehung Bot. Jahrb. Beiblatt 29. CG 34 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 29. eines reichen Vergleichsmaterials nicht aufgeklärt werden konnte, kei- neswegs ignorieren, sondern vielmehr durch möglichst naturgetreue Ab- bildungen (mit Angabe der Vorkommensverhältnisse) bekannt geben, weil sie unter den schon angedeuteten Umständen anderwärts wichtige Auf- schlüsse über den geologischen Horizont und die Parallelisierung gewisser Gesteinschichten geben können. Solche Schlüsse gründen sich auf die Vergesellschaftung der fossilen Organismen, von denen mehrere bereits systematisch wohl bestimmt sein müssen. Für manche dieser fraglichen Blattfossilien ist schließlich, durch den gegenseitigen Austausch mehrfacher darauf bezüglicher Funde, besonders aber infolge nachträglicher Ergän- zungen und Revisionen, auch die generische Bestimmung gelungen. 25. Zu phylogenetischen Zwecken sind nur die vollständigen und ganz sicheren Bestimmungen verwendbar, d. h. man kann nur aus denje- nigen Blatt- und sonstigen Pflanzenpetrefacten, deren Stellung zu einer der lebenden Gattungen genau bekannt ist, Schlüsse bezüglich der Abkunft der Pflanzen ziehen. Weil es unumgänglich notwendig ist, die Formelemente nach ihrer wirklichen Zusammengehörigkeit zusammenzufassen, um so ge- wissermaßen die Individuen zu reconstruieren, so müssen einerseits die lebenden Individuen (Stöcke) durch alle ihre Altersstufen und unter den verschiedensten Verhältnissen des Vorkommens studiert, andererseits die Lager fossiler Pflanzen möglichst vollständig ausgebeutet werden, damit man feststellen könne, was auf ein und demselben Stocke gewachsen ist, oder doch gewachsen sein dürfte. In letzterer Beziehung hat sich, wo das Gestein sehr hart und spröde ist, die Frostsprengung als sehr vorteil- haft für die Gewinnung zahlreicher und brauchbarer Blattabdrücke erwie- sen‘). Hierdurch gelang es z. B. aus dem harten Mergelschiefer von Par- schlag mehr als zehnmal so viel Stücke herauszubrigen, als bei der anfing- lichen, mehr oberflächlichen Ausbeutung (von 1846 bis 1852) möglich war. 26. Die Eiche (erfahrungsgemäß lässt es sich insbesondere von den Roburoiden sagen) kann von Natur aus, oder auch künstlich, in einen Zu- stand versetzt werden, der uns ziemlich klar sehen lässt, wie sich die gegenwärtige Form des Blattes aus Componenten zusammensetzt, von denen mehrere verlässliche phylogenetische Schlüsse gestatten. Wir nennen die- sen den Heterophylla-Zustand. Man beobachtet ihn, so oft der Baum zur Zeit der Belaubung einen strengen Frost erleidet. Da werden die noch sehr empfindlichen Triebe samt dem Laube getötet. Der Baum belaubt sich in den folgenden 2 oder 3 Wochen von neuem. Desgleichen nach einer Entlaubung durch einen starken Insektenfraß, wenn Raupen oder Maikäfer das Laub ganz abgeweidet haben. 1) Die Blöcke werden während des Winters in Wasser gelegt und durch 2 oder 3 Monate dem Froste ausgesetzt. Das zwischen den Lagen gefrierende Wasser treibt das Gestein längs der Schichtflächen auseinander und bewirkt eine gleichmäßigere Spaltung, so dass die Blattabdrücke meist sehr leicht und schön aufgeschlossen werden können. Deiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 29. 35 27. Am vollkommensten zeigt sich der Heterophylla-Zustand, wenn beiderlei stürende Momente mehrere Jahre nacheinander auf den Baum eingewirkt haben, was insbesondere dann der Fall ist, wenn sich derselbe an einer exponierten Stelle, etwa an einem Waldrand, befindet; denn auf die ófters durch Früste geschwiichten Biume gehen die Insekten am lieb- sten, und diejenigen, welche von solchen mehrmals verstümmelt worden sind, zeigen sich am meisten gegen Frühjahrsfróste empfindlich und gera- ten in einen äußerst labilen Formzustand. 28. In diesem Falle vermag der Baum (beim zweiten Trieb) nicht mehr die normale Blattform hervorzubringen; an ibrer Stelle erscheinen Blätter, welche teils mit gewissen fossilen Typen übereinstimmen, teils solche , die an noch lebende, aber fremdlündische (nordamerikanische und mediterrane) Formen erinnern, hin und wieder auch solche, wie sie erst seit dem Pliocän bekannt sind und namentlich durch die tief gehende Zer- teilung und Schlitzung einen Fortschritt in der Gestaltung des Blattes bei den Roburoiden bekunden. 29. Der Heterophylla-Zustand dauert nur 1 Jahr. Im nächsten Frühling sehen wir am Baum, wenn derselbe ungestért sich belauben konnte, wieder das Normalblatt als vorherrschende Blattform. Inwieweit dieser Zustand, wenn der Baum durch sehr viele Jahre hindurch gleich- mäßig den angeführten Störungen ausgesetzt wäre, inhärent oder stabil würde, darüber liegen bisher keine Erfahrungen vor, weil selten drei oder mehr solche Jahre aufeinander folgen. Bei Populus euphratica Oliv. ist die Heterophyllie insofern constant, als sie nicht von zufälligen Störungen der periodischen Belaubung abhängig ist. 30. Zu unterst an dem aus einer adventiven oder »schlummernden « Knospe hervorgegangenen Sprosse bemerkt man bei Quercus sessil. >< pedunc. ein ganzrandiges längliches oder verkehrt-eiförmiges, nicht selten auch elliptisches Blatt, das mit » Q. Laharpi« Heer, zum Teile auch mit »Q. te- phrodes« Ung. aus dem Tertiär auffallend übereinstimmt. Weiter oben erscheint ein etwas gebuchtetes, gegen den Grund keilig verschmiilertes Blatt Prinus- Form), Pinnatifida- Blatt. 31. An Standorten, welche besonders exponiert sind, zeigt bei Q. sessi. auch der Zweig in seinem ersten Laub merklich abweichende Formver- hiltnisse. Man bemerkt zu unterst als Niederblatt eine eilanzettliche Form, mit wenig tief eingreifender Buchtung, ganz der »Q. Johnstrupi« Heer aus der obersten Kreide von Patoot in Grónland entsprechend. Auf dieses Blatt folgt die länglich-elliptische Infectoria-Form und an der Spitze des Zweiges die Normalform. 32. Unter den Formelementen der Q. pedunculata vermisst man die Johnstrupi- und Infectoria-Form. Bei dieser Eiche treten bei der Formzerlegung Typen auf, die mehrfach an gewisse lebende nordamerika- gegen die Spitze aber das tiefer eingeschnittene =~ Lei c* 36 Beiblatt zu den Botanischen Jalirbüchern. No. 29, nische Eichen erinnern, z. B. Q. aquatica Walt., Q. bumelioides Liebm., Q. elliptica Nee. 33. Daraus ergiebt sich zunächst mit großer Wahrscheinlichkeit, dass Q. pedunculata keineswegs von einer Eichenspecies abgeleitet werden kann, die während des Miocän in Europa gelebt hätte und auch als »Stammform« der Q. sessiliflora zu betrachten wäre. Dieser Wahrschein- lichkeitsschluss wird beinahe zur Gewissheit, wenn man auch noch beach- tet, dass die genannte Eiche im Pliocän Europas (wenigstens Mitteleuropas) fehlt. Man kann es wohl sagen, nachdem sich unter den sehr zahlreichen Eichenfunden vom Arnothal, von Sinigaglia, Gleichenberg , garn, aus der Auvergne u. a. O. keine Spur davon vorgefunden hat. D Szantó in Un- 94. Die Sommereiche (Q. pedunc.) erscheint in Europa zum ersten Mal in der Interglacial-Zeit, und zwar, so viel man bis jetzt weiß, in der nürd- lichen Schweiz. Sie dürfte wohl aus den Pontus-Ländern und den Gebie- ten südlieh vom Kaukasus eingewandert sein; denn dort ist die Heimat der nüehst verwandten Q. Haas Kotschy und mehrerer anderer Formen, die kaum wesentlich von Q. pedunculata verschieden sind. 39. Von Q. sessiliflora finden sich auBer den genannten noch folgende Formelemente fossil, und zwar in den Tertiärablagerungen Mitteleuropas: 1. »Q. etymodrys« Ung. Gleichenberg und Sinigaglia (sarmatische Stufe). Entspricht im Allgemeinen teils der Mirbeckii-, teils der Infectoria- H Form der orientalischen und siidspanischen Eiche aus der Collectivspecies der Q. lusitanica DC. Kommt auch bei Q. sessiliflora vor. Lamina läng- lich, mit kurzen, abgestumpften, ungleichmäßigen Zähnen. — 2. » Q. Gine- lini« A. Br. Fossil in den älteren Ablagerungen der Wetterau-Rheinischen Braunkohlenformation. Dieses Formelement zeigt sich an der lebenden Eiche nur stellenweise, z. B. am Kreuzkogel bei Leibnitz in Mittelsteier- mark, ist auch aus Nord-Ungarn und von einer Gegend im südlichen Schweden bekannt (wird sich gewiss auch anderwärts finden). Die Gme- lini-Form nähert sich einigermaßen dem Blatt-Typus der mexikanischen Q. xalapensis H. et B. und zeigt große Neigung, wo sie erscheint, alle an- deren Formelemente am Stocke zu verdrängen. An den oberen Ästen des älteren Baumes nähert sich die Form des Blattes mehr jener der tertiären »Q. Lyelli« Heer von Bovey Tracey in England. — 3. Die forma Mirbeckii kommt im Pliocän der Auvergne vor, so wie auch die ähnliche f. roburoides (Q. robur pliocaenica Sap.) in den Cineriten von Cantal. 36. Es unterliegt demnach keinem Zweifel mehr, dass unsere mittel- europäische Wintereiche aus der ähnlichen pliocänen, bei der das Form- element der Q. infectoria Oliv. und Q. Mirbéckii Du Roi nur noch mehr vertreten war als bei der gegenwärtigen, hervorgegangen ist. Die Hypo- these einer Einwanderung der Q. sessiliflora am Schlusse der Tertiärperiode ist demnach entbehrlich. Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. No. 29, 37 37. Die »Q. steinheimensis« und »Q. furcinervis Ludwig des unteren Miociin der Wetterau, so wie die »Q. Meriani« Heer aus der Molasse der nördlichen Schweiz finden sich zeitweise in ganz entsprechenden Formele- menten der lebenden Q. sessiliflora wieder, weshalb diese recht gut auf Tertiäreichen zurückgeführt werden kann, die schon im Aquitan in Mittel- europa heimisch waren; daraus geht aber weiter hervor, dass die Winter- eiche phylogenetisch den Galleiehen nüher verwandt ist als der Sommer- eiche (Q. pedunculata), denn die genannten Formen stehen der Q. infectoria und Q. Mirbeckii am nächsten 38. Die Tendenz, das stark zerteilte Blatt Pinnatifida 7 hervorzu- bringen, herrscht gegenwärtig bei Eichen, die nach den Eigenschaften der Blüte und Frucht gar nicht recht zusammengehören, insbesondere bei Q. Tozza Bosc., Q. conferta Kit. und der ühnlichen Q. Farnetto Ten., Q. alba L. und anderen Arten der Prinoiden Nordamerikas, abnlich wie auch bei Q. Cerris L. und den Roburoiden. Alle diese Arten convergieren in der Blatt- gestaltung des Sommertriebes in progressiver Richtung nach demselben Ziele: der Ausbildung des doppeltfiederspaltigen Blattes. Ähnlich hat im Laufe der Urzeit auch bei gewissen Eichen, die aber in Blüte und Frucht einander nüher standen als Q. Cerris und die Roburoiden, eine convergie- rende (gleiehsinnige) Ausbildung mehrerer Eigenschaften stattgefunden, deren Resultat die Lixxt/sche Q. Robur ist, die somit auf die bloße Überein- stimmung der wesentlichen morphologischen Charaktere im normalen Zu- stande gegründet ist, im phylogenetischen Sinne aber keine Einheit dar- stellt). 39. An der lebenden Rotbuche Europas (Fagus silvatica) unterscheiden wir 13 Formelemente, von denen die einen im ersten oder Frühlingstrieb, die anderen bei einer zweiten, mehr oder weniger anormalen Belaubung erscheinen. 40. Die Nervation der Blätter vom ersten Triebe ist wesentlich anders als jene vom zweiten (secundären) oder Sommertriebe. Im ersten Falle verlaufen die stets ungeteilten und unverzweigten Seitennerven geradlinig gegen den Rand und biegen hart am Saume des Blattes um. Im zweiten Falle sind dieselben mehr oder weniger bogenfórmig, etwas ungleichmäßig, bisweilen geteilt und lösen sich allmählich in ein ziemlich grobes Geäder 4) Man vergleiche damit die Thatsachen aus dem Tierreiche, über w elche NEUMAYR Die Congerien- und Paludinenschichten Slavoniens und ihre Faunen. Abhandl. der k. k. geolog. Reichsanstalt in Wien 4875. Bd. VII. S, 90) berichtet. »Es giebt keine tertiäre Binnenablagerung in Europa, deren Conchylienfauna sowohl absolut als relativ, im Verhältnis zur Gesamtzahl der vorhandenen Arten so viele nordamerikanische Typen enthielte, als die oberen Paludinenschichten Westslavoniens. Von besonderem Interesse ist dabei, dass bei den Viviparen die aberrantesten Repräsentanten, sowohl die chinesi- schen als die nordamerikanischen Typen, von gewöhnlichen glatten Formen vom medi- terranen Charakter abgeleitet werden müssen. 38 Beibla‘t zu den Botanischen Jahrbüchern, No. 29, auf. Auch ist das Blatt unterseits dauernd mehr oder weniger behaart, bis- weilen fuchsig braun. 41. Von den 13 Formelementen finden sich die meisten auch im fossilen Zustande, besonders im Tertiär des hohen Nordens (Westgrönlands bei 70° n. Br. und nördlicher, einzelne selbst auf Spitzbergen bei 79? n, Br.), so insbesondere die f. cordifolia, dentata, curvinervia, oblongata, normalis. Die im Miocän von Bilin (Böhmen) und Leoben (Steiermark) so häufig vor- kommende F. Feroniae Ett. (non Unger) hat in der f. duplicato-dentata unverkennbare Spuren hinterlassen, während die f. attenuata an die Buche mahnt, welche im Aquitan in der Gegend der Wetterau häufig ge- wesen sein muss (S. attenuata Ludw.). Die f. crenata finden wir bei der lebenden japanischen, sowie auch bei der dortigen pliocänen F. Sieboldi Endl. wieder, ähnlich wie die nordamerikanische F. ferruginea Ait. in den zahlreichen tertiären Buchenblättern der Gypslager von Sinigaglia. 42, Die Frucht, die man, wenn auch nicht so häufig wie die Blätter der Buche, im fossilen Zustande gefunden hat (sowohl Cupula als Nüsschen), ist gleichwohl fast aus allen Horizonten des Tertiär vom äußersten Norden bis Steiermark bekannt; aber sie bewahrt von Anfang an den Charakter der F. silvatica, sehr verschieden von dem der heutigen australischen, neuseelándischen und chilenischen Fagus-Arten. 43. Die tertiären Buchenarten Australiens lassen, obschon sich manche im Blatt-Typus eng an die heutigen Arten südlich vom Aquator anschlieBen, eine Annäherung an F. silvatica deutlich erkennen. Das Fruchtnüsschen von F. Benthami Ett. und das Blatt von F. Risdoniana EU. gehören zu den l'ormelementen, wie sie jedenfalls bei F. silvatica vorkommen. 44. Die Heterotypie wird, wenn wir in der Zeit weiter zurücksteigen, gegen die älteren Perioden immer häufiger!). Sehr deutlich zeigt sich dies an der tertiären Myrica lignitum (Ung.) und Andromeda protogaea Ung. von Parschlag. Liquidambar europaeum hatte mehr Formelemente als der le- bende Storax-Baum Nordamerikas (L. styracifluum L.) und Acer trilobatum A. Br. mehr als der gegenwärtig nächstverwandte Rotahorn (A. rubrum L.). Die bei Populus euphratica Oliv. vorkommenden Formelemente des Blattes bilden bei weitem nicht einen so vielgliedrigen Formenkreis wie die fossile P. mutabilis Heer ihn bietet. Wollte man jedem fossilen Formelemente den Wert einer Species zuerkennen, so hütte man z. B. bei Parschlag wenig- stens 12 Eichenarten anzunehmen; denn in einem und demselben großen Steinblock sind mehr als 10 verschiedene Blattformen dieser Gattung auf- geschlossen worden. Es sind Formen, deren Analoga heutzutage teils bei den mediterranen Q. Mex L. und Q. coccifera L., teils bei der nordameri- kanischen Q. viens Ait. beobachtet werden, abgesehen von gewissen An- 4) Will man über das Tertiär zurückgehen. so hat man an den Ginkgobäumen vom Cap Boheman (Juraformation) ein deutlich sprechendes Beispiel weitgehender Heterotypie. Beiblatt zu den Botanischen Jahrbiichern, No. 29. 39 klängen an indo-malayische und andere Formen. Ein so unmittelbar nach- barliches Vorkommen engverwandter Arten ist in den heutigen Floren der Erde unbekannt. Selbst in der tropischen Zone, wo die Mannigfaltigkeit und der Artenreichtum der Lignosen am größten sind, treten zwei nahe- verwandte, selbständige Species schwerlich so unmittelbar bei einander auf, dass sich die beiderseitigen Wurzeln berühren müssten: im Gegenteil, man lernt die Arten in dem Grade als Concurrenten und einander aus- schließende Wesen kennen, als ihre specifischen Charaktere zur Selbstän- digkeit gelangt sind. 45. Die Eiche und die Rotbuche lassen sich als Gattungen nur bis zum Cenoman zurückverfolgen. Es giebt aber Anzeichen genug, dass sich zu jener Zeit diese Gattungen in einem außerordentlich heterotypen Zu- stande befanden. Die Erblichkeit der Formelemente (daher auch eine b e- stimmte oder stabile Aufeinanderfolge derselben) bestand so viel wie gar nicht, diese hatte sich erst mit zunehmender Zahl der Generationen ausge- bildet. Es konnten daher die verschiedensten Formelemente des Blattes an Stócken auftreten, die in Blüte und Frucht einander glichen, und anderer- seits übereinstimmende an Stiimmen, die abweichende Blüten und Früchte trugen, oder die durch ungeheuere Flächenräume (große Meere und Conti- nente) von einander getrennt waren. 46. Die gegenwirtigen Formverhältnisse gestalteten sich im Ganzen sehr allmählich, durch Erlüschen gewisser Formelemente und durch das Überhandnehmen der übrig gebliebenen, die infolge zunehmender Erblich- keit mehr und mehr auf bestimmten Individuen in gleichen Associationen und Verbindungen (Verschmelzungen) erschienen !), sodass die Heterotypie auf einen niedrigeren Grad herabsank. Die größere Einfórmigkeit der In- dividuen erst gestattet die Aufstellung jenes systematischen Begriffes, wel- cher der Lixx&'schen Species entspricht. Der Gestaltungsprocess ging wahr- scheinlich in gewissen Zeiten rascher vor sich: es sind das jene Perioden, in denen sich für größere oder geringere Teile der Erdoberfläche die phy- sischen Verhältnisse schneller änderten als sonst (z. B. im Oligocän, nach dem Rückzuge des eocänen Binnenmeeres, und mit Beginn der Quartär- periode). Zunächst aber sind klimatische und andere physische Factoren nur als rein äußere auslösende Kräfte zu betrachten, welche gleichsam das in Scene setzten, was in den noch unergründeten Tiefen der organischen Welt längst vorbereitet war. 1) Es ist sehr wahrscheinlich, dass durch hybride Kreuzungen der Individuen schon in der Urzeit die Formelemente von einem Stamm auf den andern übertragen wurden, nicht unwahrscheinlich ist es auch, dass gerade die Hybriden, wenn sie die Formele- mente von Individuen, welche unter verschiedenen physischen Verhältnissen gelebt haben, in sich vereinigen, die meiste Ausdauer und Lebenskraft besitzen. Auf diesem Wege könnten wir die Vereinigung und Verschmelzung mehrerer Formelemente au Individuen, die sich durch eine stetige Reihe von Generationen trotz der Eiszeit bis auf den heutigen Tag erhalten haben, am leichtesten verstehen; allein es fehlen positive Beweise für die Richtigkeit dieser Anschauung. Über Helleborus Bocconi Ten. und H. siculus Schiffner. Von Dr. Herrmann Ross Privatdocent der Botanik an der Universitüt in Palermo. In der im XI. Bande dieser Zeitschrift von Dr. Vicror SCHIFFNFR ver- öffentlichten Monographie der Gattung Helleborus wird aus der in Sicilien wachsenden Pflanze eine neue Art, Helleborus siculus, gemacht, während dieselbe allgemein als völlig übereinstimmend mit dem auf dem italienischen Continent verbreiteten Helleborus Bocconi Ten. betrachtet wird. SCHIFFNER!) sagt von Helleborus siculus nach der ausführlichen lateinischen Diagnose, wie folgt : »Die Pflanze wurde bisher allgemein mit Helleborus Bocconi ver- wechselt, ist aber durch die stets kahlen, verhältnismäßig kleinen Blätter, das fast stets vorhandene lang gestielte Blatt in der unteren Stengelhälfte, die sehr schlanken, hohen Stengel, die großen Blüten ete. recht gut ver- schieden. Jedoch finden sich vielleicht Übergänge zwischen beiden in Sieilien oder Unteritalien, ich habe aber solehe nicht gesehen.« Die angeführten specifischen Charaktere schienen mir schon von vorn- herein zu geringfügiger Natur, um daraufhin eine neue Art zu gründen: jedoch beruht das ja auf Ansichten. Es stellte sich aber außerdem bei ein- gehender Vergleichung des mir zur Verfügung stehenden umfangreichen lebenden und Herbar-Materials noch heraus. dass alle angeführten Unter- scheidungsmerkmale großen Veränderungen unterworfen sind oder auch zum Teil von Lebensbedingungen und Vegetationsverhältnissen der einzelnen Individuen abhängen. Vielleicht lagen dem Autor zufällig abnorme oder unvollkommene Exemplare vor, wie es leider nur zu oft bei sieilianischen Pflanzen der Fall ist. SCHIFFNER hebt als erstes charakteristisches Merkmal der sieilianischen Helleborus-Art die kahlen Blätter hervor. Auf den ersten Blick oder bei oberflächlicher Beobachtung erscheinen dieselben kahl; jedoch kann man, besonders bei lebendem Material, mit der Lupe oder besser noch unter dem Mikroskop feststellen, dass sich auf der Unterseite derBlätter. haupt- 4) loc. p. 416. Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüehern. Nr. 29. 41 sächlich auf den stark hervorspringenden Nerven, zerstreut kleine, einzellige, kopfförmige Haare finden, die mit zunehmendem Alter allerdings größten- teils abfallen. Es stimmt dieses vollkommen mit dem auf dem italienischen Continent vorkommenden Helleborus Bocconi überein, der auch in den meisten Fällen an den Nerven spärlich, kaum wahrnehmbar, behaart ist, wie ja auch Tenors) bereits ganz richtig angiebt: »foglie, talvolta con radi peluzzi decidui«.. . und bezüglich der Nerven: . . . »dove guardate colla lente si osservano sparse di corti peluzzi« . . . Bei kürzeren und oberfläch- lichen Beschreibungen dagegen sagt auch TExore einfach »folia utrinque glabrae, an einigen Stellen sogar »folia glaberrima«. Es existieren also in dieser Hinsieht absolut keine Unterschiede zwischen den beiden in Rede stehenden Pflanzen. Jedoch nicht alle Exemplare von Helleborus Bocconi sind so spärlich behaart, wie es oben angegeben wurde, ich sah auch mehr oder minder stark behaarte Formen aus verschiedenen Gegenden. Solche Exemplare haben vielleicht zufällig Scuirrxer vorgelegen. Die Pflanzen einer Lokalität, Monte Morrone (Abruzzen), erregten jedoch ganz besonders meine Aufmerk- samkeit sowohl in Bezug auf die Behaarung, als noch besonders wegen der eigenartigen Blattformen. Ich sah davon sehr schóne Belege in dem Her- barium in Rom und im Texorr’schen Herbar in Neapel. Die Blattzipfel sind bei diesen Pflanzen sehr viel schmäler und die Zühne des Randes viel gleich- mäßiger als bei dem typischen Helleborus Bocconi; es stehen diese Formen dem Helleborus mullifidus Vis. ohne Zweifel sehr nahe oder sind vielleicht sogar völlig identisch mit demselben. Da es sich um eine interessante Form handelt, kann ich deren nähere Beobachtung den die Abruzzen besuchenden Botanikern nicht genug empfehlen. Die Größe der Wurzelblätter variiert bedeutend bei den meisten Helle- borus-Arten und die Angabe Scnırrxer’s, dass diejenigen der sicilianischen Pflanzen »verhältnismäßig klein« seien, ist völlig unzutreffend, indem die- selben, je nach Standort und Jahreszeit, gewöhnlich einen Durchmesser von 20—30 em und darüber erreichen. Für Herbarexemplare ‚werden aus praktischen Gründen oft kleinere Blütter besonders ausgewühlt, auch sind dieselben zur Blütezeit, wann die Pflanzen gewöhnlich gesammelt werden, noch nicht immer völlig entwickelt. Ebenso ist » das fast stets vorhandene lang gestielte Blatt in der unteren Stengelhälfte« ein sehr unbeständiges Merkmal und für die Begrenzung einer Art ohne allen Wert, da es sich um individuelle Anpassungserschei- nungen an äußere Lebenshedingungen handelt, indem die verschiedenen Stengel desselben Wurzelstockes je nach Lage und Stellung sich oft sehr verschieden verhalten. Da Scuirrser gerade auf dieses Merkmal großen Wert zu legen scheint, so widmete auch ich demselben noch ganz besondere 4) TENORE, Flora Napolitana, Vol. IV, p. 354. 4? Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 29. - Aufmerksamkeit. Zunächst kann man schon an dem Herbarmaterial fest- stellen, dass die unteren Stengelblätter um so lünger gestielt sind, je tiefer sie inseriert sind; das allgemeine Verhalten derselben ließ mich vermuten, dass die verschiedene Lange der Blattstiele mit der Beleuchtung im Zu- sammenhang stehe. Da diese Frage nicht an Herbar-Exemplaren zu ent- scheiden war, so suchte ich die in der Umgebung von Palermo bekannten Standorte des Helleborus auf, um an Ort und Stelle die Verhältnisse näher untersuchen zu kónnen. Sowohl auf den Kalkbergen in der Umgebung von San Martino wie auch auf denjenigen der Pizzuta bei Piano dei Greci ist der Helleborus an einigen Stellen reichlich vorhanden. Die zahlreich aus dem- selben Wurzelstock entspringenden Stengel bilden meist größere, mehr oder minder dichte Büsche, deren zahlreiche Blätter wie gewöhnlich allgemein die Neigung zeigen, ihre Blattflächen ungefähr horizontal auszubreiten. Sind die unteren Stengelblätter nun sehr tief inseriert, so würden sie, falls sie sitzend würen, im Innern der Büsche versteckt bleiben und somit zum größten Teil ihren Zweck, die Assimilation, verfehlen, während durch den längeren oder kürzeren, den jeweiligen Verhältnissen entsprechenden Blatt- stiel die Lamina möglichst weit hervorgeschoben und dadurch in eine viel günstigere Lage zum Lichte gebracht wird. So kommt es bisweilen sogar vor, dass in solchen Fällen die Blattstiele die Länge von 40 cm er- reichen oder auch noch überschreiten, jedoch sind das Ausnahmefälle. Dementsprechend sind auch die unteren Stengelblätter der je äußersten Triebe eines Busches meistens nur kurz gestielt oder sitzend, da solche sich schon an und für sich in günstigem Verhältnis zum Lichte befinden. Die oben näher beschriebenen Erscheinungen konnte ich auch vielfach an con- tinentalen Exemplaren aus verschiedenen Herbarien feststellen, und ent- spricht dieses auch vollständig den Beschreibungen von Trnore!) ». . . caule 1—2 pedali, uno alterove folio longe petiolato, radicalibus simili, superne subdichotomo, foliis sessilibus pedato-sectis instructo«. Ebenso unbestiindig und unhaltbar sind auch die übrigen von SCHIFFNER angegebenen Charaktere der Stengel und Blüten, und auch in dieser Hin- sicht lassen sich keine wesentlichen Unterschiede feststellen. SchlieBlich spricht Scuirexer noch die Vermutung aus, dass vielleicht Übergänge zwischen den beiden Pflanzen existieren; von denselben kann unter den obwaltenden Verhältnissen natürlich keine Rede sein. Obige Angaben werden zur Genüge klargelegt haben, dass die in Si- cilien wachsende Helleborus-Art vollständig mit dem Helleborus Bocconi Ten. identisch ist, und infolge dessen Scuirener’s Helleborus siculus einfach als ein Synonym von jenem betrachtet werden muss. E? 1) Texore, Flora medica universale e flora particolare della provincia di Napoli. Vol. I, p. 459. Napoli 1823, Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 29. 43 Bei der Durchsicht zahlreicher Herbarien und dem Verfolge der ein- schlügigen Litteratur stieß ich auf eine Reihe von Thatsachen, welche mir von allgemeinem Interesse zu sein scheinen, da sie die zum Teil sehr ab- weichenden Ansichten und Auffassungen über die in Rede stehenden Pflanzen zeigen. Bereits bei Boccoxe!) finden wir die Beschreibung und Abbildung von zwei zum Formenkreise des Helleborus viridis gehörigen Pflanzen : die eine bezeichnet er als Helleborus niger, sanguineo folio, welche wohl dem typischen Helleborus viridis L. entspricht; die andere nennt er Helleborus niger, foliis dissectis, dessen Abbildung (Tafel XI) allerdings dem Helleborus Bocconi Ten. sehr ähnlich sieht, weshalb Texore der in Rede stehenden Pflanze diesen Namen beilegte. Jedoch ist dabei zu bemerken, dass Boccone als Standort der zweiten Pflanze die Berge von Toscana angiebt, während die Texorr’sche Art nicht so weit nordwärts geht. A. P. Dr Can- DOLLE?) glaubte diese Pflanze mit Helleborus purpurascens Waldst. et Kit. vereinigen zu künnen und führte sie mit einem Fragezeichen versehen als Varietät des letzteren auf, fügte jedoch hinzu: »an species propria?« Auch Tenore hielt anfangs den in Unteritalien verbreiteten Helleborus für den typischen Helleborus viridis, erkannte jedoch später (1823), dass derselbe wesentlich von dem letzteren abwiche, und benannte ihn mit Rücksicht auf die von Boccoxe darüber gemachten Angaben Helleborus Bocconi’). Wenig später (1829) publicierte Vistant4) seinen in Dalmatien aufgefundenen Helle- borus multifidus und hebt ausdrücklich hervor: »certe distinctus ab Helleboro viridi.«« In dem zweiten Bande seiner Flora dalmatica (1847) bildet dann Vistant den Helleborus multifidus ab, und zwar als selbständige Art. Der dritte Band der oben genannten Flora (1852) enthält dann die Beschreibung desselben, und zwar wird er hier als Varietiit von Helleborus viridis aufge- führt. Während in der ersten Veröffentlichung Visraxrs keine weiteren An- gaben über verwandte Arten gemacht werden, citiert er in dem letzteren Falle den Helleborus Bocconi Ten. als Synonym. Trxonz dagegen betrachtet umgekehrt den Helleborus multifidus als Synonym seines Helleborus Bocconi, wie es sowohl aus seinen spiteren Verüffentlichungen als auch aus einer von seiner Hand herrührenden Bemerkung auf dem Zettel eines Originalexemplars von Visit, das ich im Texore’schen Herbar in Neapel zu sehen Gelegenheit hatte, deutlich hervorgeht. Interessant sind in dieser Hinsicht auch folgende Bemerkungen von Trxor£ 5): »Passando a rassegna tutte le forme di questa 4) Boccoxe, Museo di piante rare, p. 26. tav. XI. Venetia 1697. 2) DE CANDOLLE, A. P., Regni veget. syst. nat. 4848, vol. I. p. 349 und: Prodromus syst. nat. regni veget. 1824, vol. I. p. 47. 3) TrxomE, M., Flora med. univ. e flora part. della provincia di Napoli (1893), Vol. I. p. 459. Abbildung in Flora napolitana, t. 150. 4) Vısıanı, Ros., Plantae rarioreter in Dalmatia recens detectae. Ergänzungsblätter zur Flora 4829. Bd. I. p. 13. 5) TENORE, M., Flora napolitana. Tomo IV, p. 355. Napoli 1830. 44 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 29. pianta crescente in Abruzzo, in Calabria o in Dalmazia, e studiandola nel- l'estesa coltivazione fattane nel Real’ Orto Botanico, mi sono fatto certo di tutte le variazione cui va soggetta, e che ho dianzi descritte. La pianta di Dalmazia avendo le foglie più pedate che digitate sembrerebbe rientrare più tosto nella forma della pianta calabra, della quale il sig. Gussonr ha fatto il suo Helleborus intermedius, ma per li denti minuti regolari e confluenti po- trebbe con egual diritto ridursi alla forma della pianta abruzzese. Essa ha dippiü i nervi puberuli disotto come il sig. Gussone li vuole nel suddetto Helleborus intermedius, e che lo sono benanco nelle piante di Abruzzo e di Dalmazia. Conchiuderd perciò ripetendo che per questa estrema incon- stanza, neppure ho potuto trovarvi come stabilirne altrettante varietà per le cennate tre forme.« Im Herbar von Gussoxe in Neapel hatte ich ferner Gelegenheit, Original- exemplare seines Helleborus intermedius zu sehen. Einige derselben haben allerdings außergewöhnlich breite Blattzipfel, und diese scheinen gerade für dessen Abbildung!) verwendet worden zu sein. Aus der Bemerkung »ad sepes umbrosas in collibus maritimis, Lo Bianco (Calabria)« kann man wohl schließen, dass es sich um eine Schattenform handelt: denn andere Exemplare aus derselben Gegend hatten bedeutend schmälere Blattzipfel und unterschieden sich auch sonst fast gar nicht von dem typischen Helle- borus Bocconi. Derartige breitzipflige Blätter beobachtete ich mehrfach an schattigen Stellen, sowohl in den Bergen von San Martino bei Palermo als auch an den seit mehreren Jahren in dem hiesigen botanischen Garten be- findlichen Exemplaren; auch in verschiedenen Herbarien traf ich derartige Blattformen mehrfach an. Die oben erwähnte Thatsache, dass Gvssoxe schon bei so geringfügigen Unterschieden eine neue Art aufstellte, scheint mir um so mehr für die völlige Identität der sicilianischen Pflanze mit Helleborus Bocconi zu sprechen; denn Gussoxe hat jene, welehe von Ucria und Pnzsr als Helleborus viridis aufgeführt war, während seiner zehnjührigen Streifzüge in Sicilien (1817—1827) wohl ebenso gründlich kennen gelernt, wie er als Neapolitaner und Schüler Texorr’s die continentale Art kannte: und dem so kritischen und erfahrenen Auge Gussone’s wären wohl Unter- schiede, wie sie Schirrxer angiebt, nicht entgangen, falls sie existierten. Eine andere Frage ist nun, ob man alle die oben erwiihnten Helleborus- Formen als eigene Arten auffassen kann, wie es seiner Zeit geschehen ist, und in welchem verwandtschaftliehen Verhältnisse sie zu einander stehen. Dieselben sind aufer durch ihre geringen morphologischen Unterschiede besonders durch ihre geographische Verbreitung ausgezeichnet. Helleborus mullifidus ist auf Dalmatien und die angrenzenden Linder beschränkt, Helleborus Bocconi ist dem südlichen Teile der italienischen Halbinsel und Sicilien eigentümlich, während Helleborus intermedius nur aus Calabrien 1) GussowE, J., Plantae rariores (4826). p. 224 und tab, 44. Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern, Nr. 29. 45 bekannt ist. Letzterer ist wohl ohne Zweifel als eine nur wenig abweichende Schattenform des Helleborus Bocconi und folglich als ein Synonym desselben zu betrachten. Helleborus multifidus und Helleborus Bocconi dagegen sind meiner Meinung nach nicht vollständig synonym; denn charakteristische Exemplare derselben zeigen sehr deutlich einen wesentlichen Unterschied in den Blättern sowohl in Bezug auf die Form der Zipfel als auch der Zähne. Die Blattzipfel sind nämlich bei Helleborus multifidus schmal linear und die Zähne des Blattrandes sehr klein und regelmäßig, während bei Helleborus Bocconi die Zipfel stets viel breiter, meistens elliptisch, und die Blattzähne viel größer und unregelmäßiger sind. Jedoch sind diese Charaktere nicht immer so scharf ausgeprägt, und besonders die in den Abruzzen vor- kommende oben erwähnte Pflanze scheint einen allmählichen Übergang zwischen den beiden Formen herzustellen, so dass ich der Meinung TENORE'S vollkommen beitreten kann, der sie für Glieder eines sehr vielgestal- tigen und leicht variierenden Formenkreises hält. Derartige Formen mit einem Namen zu belegen, scheint mir der größeren Genauigkeit und Be- quemlichkeit wegen sehr angebracht, jedoch kann keine derselben als Art aufgefasst werden. Dass Scuirener den Helleborus multifidus als Art und den Helleborus Bocconi als Varietät desselben betrachtet, scheint mir sehr will- kürlich; mit ebensoviel Recht könnte es umgekehrt der Fall sein. Und falls die für Helleborus siculus angegebenen Merkmale wirklich existierten, so würde derselbe immerhin dem Helleborus Bocconi viel näher stehen als letzterer dem Helleborus multifidus. Ihre sehr nahe Verwandtschaft zu Helle- borus viridis L. ist auBer allem Zweifel, und dementsprechend scheint es mir am richtigsten, die in Rede stehenden Formen als Varietäten des letzteren aufzufassen. Die Westgrenze der Kiefer auf dem linken Elbufer, Von Ernst H. L. Krause, Dr. med. in kiel. In einem im XI. Band dieser Jahrbücher erschienenen Aufsatz habe ich nachgewiesen, dass die Kiefer im westlichen Teile des norddeutschen Tieflandes nicht einheimisch ist; vielmehr in genanntem Gebiet zwar sub- fossil und auch angesäet und eingebürgert vorkommt, dass aber zwischen dem Untergang der Kiefern, welche in den Haidemooren liegen, und der forstmännischen Einführung von Nadelhólzern ein Zeitabschnitt liegt, in welchem die nordwestdeutschen Wälder nur aus Laubhölzern bestanden. Für Mecklenburg war die Vegetationslinie der Kiefer anniihernd fest- gestellt, weiteres Material ist mir seitdem über dies Gebiet nicht zuge- gangen; dagegen liegen viele noch nieht verwertete Nachrichten aus den südlieh daranstoBenden preuBischen Provinzen vor. Die Stromgebiete der Seeve und Ilmenau, der alte Barden- gau, waren noch im späten Mittelalter waldreich!). Auf dem rechten Seeve- ufer war eine groBe Holzmark, die Acht Ramelsloh ; in der Grenzbeschrei- bung werden Eichen erwühnt. An der Aue und dem Mittellauf der Luhe, im alten Goh Salzhausen lagen: die Undeloher und Haverbecker Holzungen, der Garlsdorfer Wald, das Salzhuser Brook, die Egestorfer Holzung, der tyendorfer Wald und die Gellerser Holzung. In den Grenzbeschreibungen werden Eichen vielfach, je einmal Buche, Linde, Sahlweide und Hollunder (eine Allhörnen-Weidt«) erwähnt. In den Undeloher und Haverbecker Holzungen kommt im 16. Jahrhundert ein »Twisselmohr« vor, dasselbe heiBt 4803 »Zwistelbruch«; der Name deutet auf die SüBkirsche. Im Eyen- dorfer Wald gab es einen Nótbrok. In allen genannten Wäldern wurden Schweine zur Mast getrieben. Am Unterlauf der Luhe bestanden ausgedehnte mastgebende Wilder im Gebiet des Pattenser Gerichts; es werden Eichen und Buchen erwähnt. A) Frhr. v. HAMMERSTEIN-LOXTEN, Der Bardengau. Hannover 1869. Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchen. Nr. 29. 47 Am Oberlauf der Aue, Luhe und Wümme, im Goh Amelinghusen war der große Druwold, welcher an den vorgenannten Eyendorfer (Igendorfer) Wald sowie an den ebenfalls großen Amelinghauser Wald angrenzte, ferner die Raubkammer auf der Wasserscheide zwischen Luhe und Oertze. Alle diese Wälder gaben Schweinemast. In der Grenzbeschreibung des Dru- waldes kommen Eichen und Hainbuchen vor. Im Goh Bardowiek bestanden das Vogelser Holz, das Radbruch, welches sich auf dem linken IImenauufer durch den ganzen Goh erstreckte, und das Bütlinger Holz zwischen Ilmenau und Neetze. Im letztgenannten Holze gab es Mast, von den anderen beiden ist dies nicht angegeben. Im Goh Modestorp gab es Holzgerichte zu Beetzendorf und Melbeck am linken Ilmenauufer, zu Reinstorf, Hagen und Erpstorf zwischen Ilmenau und Neetze, das Thomasburger Holzgericht am linken und das Neetzer an beiden Ufern der Neetze. In allen Wäldern gab es viel Mast. Die Strafbe- stimmung des Reinstorfer Holzgerichts von 1566 setzt fest : » wer hauet einen Eckbom, breckt 1 Mark, einen Bockenbom 8 Schilling« — andere Bäume sind nicht genannt. Im Goh Bevensen war die Lohnholzung am linken Ufer der Ilmenau und erstreckte sich über diesen Fluss bis Rómstedt, ferner gab es Holzungen zu: heisenmoor (jetzt Dorfstätte), Golste, Barum, Edendorf und Hohnstorf, Barnstedt, Grünhagen und Seedorf. Die großen Wälder bestanden aus Eichen und Buchen (Strafbestim- mung für die Lohnholzung von 1631), und an der Ilmenau gab es Ellern- bestände. Zwischen Schwienau und Ilmenau lag im Goh Ebstorf die Süsings- Holzung, darin gab es viel Mast. In der Grenzbeschreibung werden mehr- mals Eichen erwähnt. Ein Sondergut war das »Buchholz«. Zu beiden Seiten der Schwienau lag um Altenebstorf die Westerholzung, darin bestanden 1688 der Asbruch oder Maßbruch, die Böhe und eigentliche Westerhöltzung aus Eichen, Buchen und weichem Holze, das Oerrler Holz aus lauter Eichen. An der Östgrenze des Gaues gab es noch Holzungen bei Meltzing und Barnsen, auch diese bestanden aus Buchen und Eichen. Unter den Sonder- gütern bei Ebstorf wird 1668 »die Dannen worth« genannt. An der Bornbeck und Hardau im Goh Suderborg lag die ehemalige (4M. Jahrhundert) Magetheide. Die Wälder des Holting zu Suderburg be- standen aus Buchen, Eichen, Ellern und Birken. (1569 als Strafgeld fest- geselzt » de booke 6 schilling und dat eken 42 schilling, dat weket) holt, als ellern und berken 3 schl.) Fernere Holzungen bestanden: »upt den Buer« (an der Grenze des 1) Weichholz, ohne nühere Bezeichnung, kommt auch im Goh Salzhausen vor: der Holzherr des Egendorfer Waldes kann zwei Mollen kohlen, den einen von hartem, den andern von weichem Holze brennen lassen (16. Jahrb.). 48 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 29. Gohes Ebstorf), zu Bargfeld und Gerdau, im Bahnser Bruch und zu Drei- lingen. Auch von diesen Wäldern wird meist Mast angegeben, in den Grenzbeschreibungen kommen Eichen vor. Im Land Ulzen gab es Holzungen zu Weihe (Kirchweyhe), Nettelkamp, Molzen und Masendorf (das Große Holz oder Brandgehege), Jarlitz und Weste (mit Oitzendorf, Tesdorf u. s. w.). In der Wester Holzung wird Mast erwähnt, im Brandgehege 1669 ein Buch- gehege zwischen Jarstorf und Oitzendorf. In der Jarlitzer Holzung kommen »Große« und »Lütje Berkenstrauch« als Ortsbezeichnungen vor. Die Hülzer des Amtes Bleckede lagen meist auf dem rechten Elbufer, bestanden vorwiegend aus Eichen und sind im 16. und 17. Jahrhundert abgehauen. Oberhalb Bleckede auf dem linken Elbufer war im Goh Barskamp ein groBer mastgebender Wald, in der Mitte des 16. Jahrhunderts erstreckte er sieh noch von Barskamp bis Catemin und Tosterglope. Im Goh Dahlen- burg an den Quellen der Neetze lag der große Wald Wiebeck, darin wird 1340 und später Schweinemast erwähnt. An diesen Wald schließt sich nach Osten die Göhrde, ein jetzt gemischter Wald, über den mir alte Nachrichten nicht vorliegen. Aus obiger Zusammenstellung ist ersichtlich, dass die Wälder des be- zeichneten Gebiets aus Eichen und Buchen bestanden; meist waren beide Baumarten gemischt, selten kam die eine allein vor. Dazwischen gab es Hainbuchen, Linden, Ellern, Birken, Sahlweiden und Hollunder (Sambucus nigra), und nach Ortsnamen zu schließen, auch Eschen!), Kirschen und Haseln. Auf das Vorkommen von Nadelholz deuten : »das Tannenbroke« (1590 in der Grenze des Melbecker Holzgerichts) und »die Dannenworth« (1668 ein Sondergut bei Ebstorf). HawwrnsrEgIN, der Monograph des Bardengaues, hat die Waldnamen des Gebiets, welche von Bäumen abgeleitet sind, zu- sammengestellt, die ebengenannten aber nicht berücksichtigt, auch keine anderen angegeben, welche auf die Tanne bezw. Kiefer zurückzuführen sind. »Tannenbroke « kann in dieser halbhochdeutschen Form nicht alt sein, die Ableitung ist unsicher. »Dannenworth« Klingt dagegen ganz unver- düchtig, aber man kann bei der Deutung von Namen nicht vorsichtig genug sein. Es giebt z. B. auf dem anhaltischen Harze einen Forstort »Abtsföhren«, jedermann würde ihn von Fóhre = Kiefer ableiten, wenn nicht alsältere Form »Abtsfórde« nachgewiesen wäre?). Dannenbüttel im Amte Gifhorn hieß im Mittelalter Dallengebutli?). In der Urkunde über die Erbteilung der Söhne 1) HAMMERSTEIN Spricht a. a. O. S. 5358 ff. von der »Flatteresche«, das wäre Populus tremula. Diese heißt jetzt im mecklenburgischen Beweräsch, hieß aber in früherer Zeit immer Espe. Am Vorkommen der Esche (Fraxinus) zu zweifeln, sehe ich keinen Grund. 2) ScnurzE, K., Erklärung der Namen u.s.w. Zeitschr. d. Harzvereins f. Geschichte u. Altertumskunde, Bd. 20, S, 224. 3) Hammersters, Uber den Gau Grelinge. Zeitschr. d. hist. Vereins f. Niedersachsen (4867). S. 433. Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 29, 49 Heinrichs des Löwen von 1203 wird ein Ort »Danlo« genannt. Bórrarm!) sieht darin einen Tannenwald, Hammerstein die Ortschaft Dalle?). Die Urkunde der Gilde zu Amelinghausen setzt im 17. Jahrhundert als alten Brauch fest, dass für verstorbene Mitglieder von der Gilde »die Tannen- bretter zu ihrem Sarcke« geliefert werden. Auch das beweist nicht, dass es damals Nadelholz in jener Gegend gab, denn im Handel war schon wiihrend des Mittelalters Fuhren- und Gränenholz sehr verbreitet. Das Lüneburger Urkundenbuch giebt keine Auskunft über die ehema- ligen Waldbäume. Es wird nur überliefert, dass 1396 das Abtsholz am Kreideberge vom Michaeliskloster an den Sülfmeister zum Abtrieb verkauft wurde. Hamwmerstein’s historische Karte des Bardengaus bezeichnet alle Wälder des Elbstromgebiets als Laubholz, dazu auf der Wasserscheide den Liss, dagegen alle Walder des Weserstromgebiets als Nadelholz, die Raubkammer als gemischten Wald, in welehem Nadelholz überwiegt. Vermutlich ist die DigpEnicn sche Specialkarte zu Grunde gelegt. Im Amte Gifhorn?) ‚gab es im vorigen Jahrhundert ausgedehnte Nadelwälder. Im siebenjährigen Krieg musste die Stadt Gifhorn der fran- zösischen Einquartierung im Winter 1757/58 fast 5000 Klafter Kiefern- und 200 Klafter Eichen-Brennholz liefern. 1813 wird Kiefern- und Eichenholz dort erwähnt. Aber diese Walder waren nicht alt, denn 1822 schrieb der Amtmann v. Usran: »Fast in allen Waldungen und Weideräumen des Papen- teichs trifft man noch Spuren an, dass dort vormals bebauete Ackerfelder waren«, und am Anfang des 18. Jahrhunderts hatte das Amt an Holzmange: gelitten 4). In Braunschweig ist abgesehen vom Harz urkundlich nur Laubholz nachweisbar®). Vorherrschend waren Eichen, stellenweise sehr viel Ellern. In der Altmark®) standen bei Salzwedel und Tangermiinde mastge- bende Wälder; besonders werden als solche der Chein und der Tanger im 15. und 16. Jahrhundert öfter erwähnt, ferner das Grundholz bei Diesdorf, die Wälder bei Betzendorf und das Holz zu Schelldorf. Gelegentlich werden bei Verleihung von Mastgerechtigkeiten Eichen erwühnt. AuBerdem kommen in Salzwedeler Urkunden Esche, Eller und Sahlweide vor; Strafbestimmung 4) Zeitschr. d. hist. Vereins f. Niedersachsen 4869. S. 94. 2) Bardengau S. 24. 3) Statistische u. historische Nachrichten über das Amt und Stidtlein Gifhorn vom Amtmann FRIEDR. v. UsLar. Neues vaterl. Archiv. Lüneburg 1822. S. 53 ff. 4) v. Usram, Skizzierte Geschichte d, Westerbecker Moores. Das. 1824. S. 44ff. 5) Vgl. auBer der in meinem vorigen Aufsatz S. 130 angeführten Quelle noch: LaxcEnrELpr, Die Marken im Amte Salder, Zeitschr. d. Harzvereins. Bd. 45. S. 484 und zur Geschichte des báüuerl. Grundbesitzes in Niedersachsen, Das. Bd. 17. S. 276; Tunica, Gesch. d. Klosters S. Crucis zu Braunschweig. Das. Bd. 16. S, 312. 6) Rıever, Nov. Codex diplomat. brandenburg. 4. Hauptabt. Bd. 5, 6, 44, 15, 46, 22,25. Bot. Jahrb, Beiblatt 29. d 50 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 29. vom 34. Januar 15142: »de schall van weken holtten eyne halve marck, van Esschen eyne marck, van Eichen twe marck« zahlen. In einem Streitzwischen Salzwedel und dem Heiligengeistkloster um 1500 klagen die Salzwedeler, die Mönche, welche nur Sahlweidenruten (wervelen!) roden) hauen dürften, schlügen, was ihnen vor die Axt käme: »eyken, esschen, elsen vnnd von den wervelen roden dat alder weynigeste«. Bei Gardelegen wird neben der Eiche die Eller, bei Riebau Eiche und Esche erwähnt. Andere Wälder, wie die Garde- legener Haide, Wälder bei Neuhof und Hillersleben, der Wald Portze, werden nur erwähnt, ohne dass über ihre Zusammensetzung etwas gesagt wird. Aus den Gegenden von Magdeburg?), Halberstadt’, Quedlin- burg‘), Mansfeld® und Hallem liegen nur sehr spärliche Nachrichten über Waldbäume vor. Weiden, Espen, Ellern und Birken sowie Linden, Eichen und Buchen sind nachweisbar. Mithin ist das Vorkommen der Kiefer in der Ebene im Westen der Elbe ausUrkunden nicht nachweisbar. Auch die Urkunden der Priegnitz?) geben über Nadelholz keine Nachricht. Im 14. und 15. Jahrhundert wird die Havelberger Stadthaide und die Hochhaide bei Nitzow erwähnt, aber ohne Bezeichnung der Baumarten. In mehreren Urkunden des 16. Jahrhunderts klagt das Havelberger Domkapitel über Waldverwüstung durch die Bauern. In einem Rundschreiben vom 18. Juni 1555 an alle Schulzen des Stifts heiBt es: vnnd habt die Eychen und Mastholzung, Ewch selbst und vnnss und vhmliggender Landschafft zu Merklicher vnd vnuorwindtlichen schaden, vorhowen vnd erbarmlich ver- wüstett« . . . »vnd zubesorgen, das Ihr dieselbe Holtzung zw lesth gantz ver - howett vnd ausradet. Das Ihr nhun«.. .»die Eychen, Meybuechen und Mastholtzer nicht sollen verhowen« u. s. w. Aufer Eichen und Buchen wird nur Weichholz im allgemeinen genannt. Zwischen Kyritz und Wusterhausen waren die Hochwälder Rodan (Rodahn, Roddan) und Todtenbusch. Eine Urkunde vom 34. Juli 1552 unterscheidet im Rodan: »Eschen oder Eychen Bauholtz«, »Rüstern und Lohnen« als minderwertiges Bauholz, »Hasseln« zu Hopfenstangen und »Werllten« zu Zaunreisern. Lohne ist Acer platanoides, Werffte, wie oben Wervel, Salix Caprea. Wie eine Urkunde des Klosters Jerichow vom 4. De- zember 1312 ausweist, gab es damals auch Buchen im Rodan, In den Statuten. der Stadt Wittstock vom 6. August 1523 wird festge- setzt: »Auch sol niemand Eychenholtz hauwen über der Daber zwischen der Dosse und den Grabowschen Wege«. Aus dem Grenzwald gegen Mecklenburg, der silva Besut, werden Baumarten nicht erwähnt. 1) RIEDEL a. a. O, Bd. 14. S. 470 hat irrtümlich » wernelen«, 3) Geschichts- ^i quellen der Prov, Sachsen, Bd. 9, 40 und 46, 3) Das. Bd. 7. 4) Das. Bd. 2. } 5) Das. Bd. 20. 6) Das. Bd. 41. 7) RIEDEL a. a, O. Bd. 4, 3, 4, 47 und 25. Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüebern. Nr. 29. 51 Häufig wird dagegen die Kiefer in mittel máürkischen Urkunden erwühnt. Die westlichsten Orte, wo sie nachweisbar ist, sind Nauen und Brandenburg. — Am 410. August 1315!) verlieh Markgraf Woldemar der Stadt Nauen »fruitionem omnium lignorum in paludibus et lignis, jacen- tibus inter paludes seu merieas dictas Zuzen et Brisenlanck super totum Glyn usque ad terram dietam Bellin, demptis quercinis, faginis, betulinis, fraecineis et pineis lignis«. Am 27. August 1523?) verschrieb das Kloster Lehnin: »uf vnser Mónckenheide zu Mollenbeck 3 Ruten Kienholz, Zimmer und Bawholz, balen, Eichensollen zum Gebau, Kleib und Hopfstangen vnd latten«, dazu »Kien-, Zaun- und Backreis samt Eichen Zaunstacken«. Aus Vorstehendem ist zu schlieben: In der Mittelmark war die Kiefer verbreitet bis zu den Bruchniederungen des Elbge- biets, dagegen wuchs sie im Gebiet der Ilmenau entweder carnichtodernuran einzelnen Stellen als Seltenheit. In dem dazwischen liegenden Gebiet war sie jedenfalls nicht der vorherrschende Baum. ob sie überhaupt vorkam, ist weiter zu untersuchen. Im lüneburgischen Wendland muss es während des Mittelalters Nadelholz gegeben haben. Ein slavisches Wörterverzeichnis jener Gegend aus dem 17. Jahrhundert?) giebt für »Tanne« den Namen »gadela« an. Der Sammler des Würterbuchs hat den Jodlaut als »g« niedergeschrieben, und »gadela« gehürt zu dem Stamme »jedla«, welcher in fast allen slavischen Sprachen Nadelholz bedeutet. Mikrosicu* hat als polabisch »jadla«. Die lüneburger Wenden waren seit dem 12. Jahrhundert von ihren Stammes- genossen abgeschnitten, ihre Sprache war zur Zeit der Abfassung des er- wähnten Wörterverzeichnisses mit deutschen Wörtern durchsetzt (z. B. »bückweit« Buchweizen und »czelpio« Schilf), die Erhaltung slavischer Bezeichnungen war nur möglich für Dinge und Begriffe, die den Leuten zur Zeit ihrer Isolierung schon bekannt waren und seitdem bekannt blieben. Die Stadt Dannenberg hat ihren Namen seit dem 12. Jahrhundert, ebenso das gleichnamige Grafengeschlecht, welches wahrscheinlich aus der Gegend zwischen Harz und Saale stammte). Die Tanne im Wappen kommt nur bei der jüngeren, rechtselbischen Linie seit der Mitte des 13. Jahr- hunderts vor"). Dass die Tanne oder jadla des Wendlandes nur die Kiefer sein kann, liegt auf der Hand, der Baum wird also auch in der Altmark und Priegnitz in den minderwertigen Holzungen, welche als Haiden oder Mericae bezeichnet werden, vorhanden gewesen sein. Westlich von der Göhrde kann es da- gegen Nadelholz in nennenswerter Menge nicht gegeben haben. Das ergiebt sich schon daraus. dass so häufig Mast erwähnt wird. Die Strafbestimmung 4) RIEDEL a. a. O. Bd. 7. S. 308. 2) Das. Bd, 10. S. 367. 3) Neues vaterl. Archiv. Lüneburg 1832, 1. S. 319 IT. 4) Etymol. Würterb. d. slav. Sprachen. 1886. 5) E. Sass, Zur Genealogie d. Grafen v. Dannenberg, Rostocker Dissert. 1878. S. 125. 6) Lisca , Jahrb. 21. S. 310. d* 59 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 29. in Suderburg schlieBt die Annahme aus, dass es dort Nadelholz gab. In Salzhausen werden gelegentlich so viel Baumarten erwäbnt, dass es ein eigentümlicher Zufall sein müsste, wenn die Kiefer vorhanden gewesen und nie genannt wäre. Von Ebstorf wird ausdrücklich angegeben, dass die Gem eindewaldungen Laubwälder waren ; das Sondergut Dannenworth muss, die Richtigkeit der Namensableitung vorausgesetzt, ein isolierter Kiefernhorst gewesen sein, wenn nicht schon eine Anpflanzung. Also ist als Westgrenze der Kiefer die Góhrde anzusehen. Nach der Formation des Landes ist zu vermuten, dass weiter südlich der Dröm- ling die Grenze bildet, aber Bestimmtes ist noch nicht zu ermitteln. Die Westgrenze der Kiefer liegt sehr nahe der Ostgrenze des Hülsen (Iex Aqui- folium), nur auf einem schmalen Streifen Landes kommen beide gemeinsam vor. Mit dem Nadelholz zugleich erreichen die großen Ellernbrüche ihre Westgrenze. Der Kiefer-Hülsengrenze nahe liegt die Grenze des zusammen- hängenden Gebiets der wichtigsten Hochmoorpflanzen: Ledum palustre im Osten, Myrica Gale und Erica Tetralix im Westen. Bemerkungen über Professor Dr. 0, Drudes Aufsatz: » Betrachtungen über die hypothetischen vegetationslosen Einöden im temperierten Klima der nördlichen Hemi- sphäre zur Eiszeit^«. Von A. G. Nathorst. Auf die Untersuchungen Serox-Karr's über die Gletscher Alaskas?) und ihre großartigen Morünenbildungen gestützt, hat Prof. Dr. O. Dnvpz neuer- dings naehzuweisen versucht, dass die bisherige Annahme, welche das In- landeis als eine vegetationslose Einüde zur Zeit der hóchsten Gletscheraus- dehnung während der Eiszeit betrachtete, wenigstens z. T. eine irrige sei. Er nimmt im Gegenteil an, dass nicht nur ein Teil der arktischen Flora, sondern sogar ein Teil der skandinavischen Waldvegetation an geschützten Stellen, ja sogar auf den Oberflächenmoränen des Eises selbst die Eiszeit überdauern konnten, wie es aus folgendem Passus seiner Darstellung am besten hervorgehen dürfte. »Meiner Meinung zufolge hat also der größte Teil des arktischen Florenelementes, welches Grónland und Skandinavien verbindet, dortselbst an geschützten Stellen, auf mannigfach sich verschiebenden Küstenplätzen, sowie auf den dem Eise auflagernden Moränen, nach dem Beispiele der Mt. Elias-Gletscherflora die Eiszeit überdauert und hat während dieser Periode zur Verbreitung des arktischen Elementes südwärts zum mittlern Europa hin das meiste beigetragen; selbst die Waldvegetation halte ich in jener Periode von Skandinavien nicht für notwendig ausgeschlossen, wohl aber alle wiirmeren Florenelemente, welche thatsächlich zusammenhängende Verbreitungslinien vom atlantischen Westeuropa her oder aus dem mitt- leren Russland zeigen.« Da mir diese Schlussfolgerung nicht berechtigt erscheint und da die- selbe weder mit den geologischen noch mit den paläophytologischen 1) PETERMANN's Mitteilungen 1889, S, 282—290. 2) H. W. SETox-Kann, The alpine regions of Alaska, Proceed. roy. geogr. society. Vol. 9. 1887. p. 269. — Derselbe, Shores and alps of Alaska. London 1887. 54 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 29, Thatsachen im Einklang steht, dürfte es mir gestattet sein, hier einige kri- tische Bemerkungen an dieselbe zu knüpfen. Ich bemerke hierbei sogleich, dass Drupe sich Grönland gegenüber auf die Ansichten Warning’s gestützt hat, da ich aber in einer anderen Arbeit diese zu widerlegen versucht habe!), dürfte es unnötig sein, uns hier mit Grönland zu beschäftigen, dies um so weniger, als ich in dieser Zeitschrift demnächst einen Auszug meiner betreffenden Arbeit in deutscher Sprache veröffentlichen werde. Es sei hier nur bemerkt, dass sowohl die geologischen Verhältnisse während der Eiszeit als die Verbreitung der Pflanzen in Grönland selbst mit Be- stimmtheit darauf hindeuten, dass die meisten Arten — möglicherweise sogar alle — während der postglacialen Zeit nach Grönland eingewandert sind. Warmina’s Behauptung, dass die Hauptmasse von Grönlands Flora »die Eiszeit im Lande selbst überlebte«, hat sich somit als vollständig irrig erwiesen. — Es ist schon seit längerer Zeit bekannt gewesen, dass Alpenpflanzen auf den Oberflächenmoränen der Gletscher der Alpen vegetieren können. Ferner weiß man auch, dass eine Waldvegetation auf dem gefrorenen Boden Sibiriens gut gedeiht, sowie dass eine nicht unbedeutende Vegeta- lion mit Sträuchern sich auf den Eismassen der Eschscholtz-Bai hat ent- falten können. Srrox-Karr's Beobachtungen über die Gletscher am Mount Elias in Alaska zeigen ferner, dass eine kräftige Waldvegetation mit reichem Unterholzgestrüpp (Vaccinium) und reichem Tierleben auf den dortigen Moränen vorkommt, während unter diesen das Eis eine Mächtigkeit von 300—700 Fuß haben kann. Auch die Abhänge des Mt. Elias*selbst waren oberhalb des Gletschers mit Waldflecken geschmückt). »Es genügen diese aus der Beschreibung der Mt. Elias-Expedition her- ausgezogenen Schilderungen«, sagt Prof. Drune, »zur Erhärtung der für pflanzengeographische Beurteilung der Glacialzeit-Verhältnisse wichtigen Thatsache, dass nicht nur die Moränen von sich zurückziehenden Gletschern, oder die in warme Thäler weit vorgeschobenen Moränen (wie es in den Alpen beobachtet wird) sich mit der Vegetation der umliegenden eisfreien Gründe schnell bedecken, sondern dass mitten im Eise bei genügender Sommermilde die Vegetation, sogar das Baumleben, einen erfolgreichen kampf um den Boden für sich allein aufnehmen kann und hier und da das durch mächtige Gletscher auf dem Eisfuß selbst zusammengeschobene Ge- rélle dicht und undurchdringlich besetzt mit Arten, welche jedenfalls aus einem dauernd kühlen Gerólleboden sich zu ernühren im Stande sind. Die Voraussetzung ist also nicht richtig, dassda, wo man die 5) Wirkung verschwundener Gletscher geologisch erkennt, das 1) A,G,Narnonst, Kritiska anmärkningar om den grönländska vegetationens historia. Bihang till svenska Vetenskaps-Akademiens Handlingar. Bd. 16, Afd. 3, No. 6. Stock- holm 1890, 2) Siehe ferner Drupe a. a, O, S. 283—284. Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern, Nr. 29. 55 Land zur Zeit jener Eisbedeckung notwendigerweise eine vegetationslose Einóde gewesen sei.« Gegen diese Schlussfolgerung wire unter gewissen Voraussetzungen nichts zu sagen, wenn man dieselbe wirklich für solehe Gebiete beschränken wollte, welche früher nur von Gletschern im eingeschränkteren Sinne des Wortes bedeckt gewesen sind. Sobald man aber die Schlussfolgerung, wie Prof. Drupe es thut, auch für das Inlandeis verwendet, ist sie dagegen nicht linger stichhaltig. Wir brauchen gliicklicherweise in dieser Hinsicht nicht bei Hypothesen oder Wahrscheinlichkeitsannahmen stehen zu bleiben, sondern wir kónnen auf thatsächliche Verhältnisse hinweisen. Denn da Prof. Drupe fragt: »Wo finden wir überhaupt, wenn wir uns in der Gegenwart nach Vergleichsbildern umschauen, solche pflanzenleere Einöden %« so können wir die Antwort sogleich geben: solche Einöden finden sich auf Grön- land und auf dem Nordostland Spitzbergens. Es ist dabei gleichzeitig zu er- wähnen, dass das grönländische Inlandeis im allgemeinen nur am äußersten Rande Moränen trägt. Dies hat schon NorpexskiöLp mehrmals hervorge- hoben. So sagt er z. B. bei einer Gelegenheit!): »Auch sieht man keine Moriinen auf der Oberfläche des Inlandeises auBer in der Nähe des Landes oder Inseln des Eisfeldes. Die Morünen sind für kleinere Gletscher mehr kennzeichnend als für das eigentliche Inlandeïs. Schon ein unbedeutendes Stück innerhalb des Randes des letzteren sucht man umsonst einen Stein so groß wie eine Erbse aufzufinden.« Und auch jene Moränen, welche bei den Nunatakker?) vorkommen, verschwinden bald wieder im Eise. Dies ist durch die Untersuchungen der dänischen Forscher, z. B. bei Jensen’s Nunatakker deutlich dargelegt worden, was Hem in seinem Handbuch der Gletscherkunde übrigens hervorhebt(S. 476): »Aber auch diese Moriinen erhalten sich nicht lange sichtbar. Nach Verlauf einiger Kilo- meter fällt Block um Block in die stets sich öffnenden und wieder schlieBen- den Spalten, um immer tiefer in das Eis hineingeknetet zu werden.« Noch ausdrücklicher ist diese Abwesenheit der Morünen auf dem Inlandeise von Nansen in dessen Schilderung über seine Wanderung quer durch Grünland betont worden. »Von Morünenschlamm oder Gesteinen (Findlingen) sahen wir auf dem Eise gar nichts?), wenn ich den letzten Abhang bei der West- küste ausnehme, wo wir auf das Land oder richtiger auf den ersten kleinen Binnensee niederstiegen, d. h. nur etwa hundert Ellen vom äußersten Rande des Eises. Dies harmoniert vollstindig mit früheren Beobachtungen auf dem Inlandeise Grónlands, nicht aber mit den Behauptungen einiger | | i A. E. NonpExskiónp, Den andra Dicksonska expeditionen till Grönland. Stock- holm 1885, S. 428. 2) Nunatak ist die grönländische Benennung für die über das Inlandeis hervorragenden Felsinseln. Der Name (pluralis Nunatakker) ist von den däni- schen Forschern in die wissenschaftliche Litteratur eingeführt worden. 3) Es ist dies sehr bemerkenswert, weil die Expedition beim Aufsteigen auf dem Eise an der Ostküste mehrere Nunatakker passierte. 56 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbiichern, Nr. 29. Geologen mit Rücksicht auf die Gletscher der größeren Eiszeiten. Diese Gletscher sollten nämlich, ihrer Meinung nach, gewaltige Moränen von Grus und Stein getragen haben, eine nach meiner Meinung vollkommen absurde Behauptung, für welehe kaum eine andere Widerlegung als ein Hinweis auf das Inlandeis Grönlands nötig ist«!). Ebensowenig fand Norpexskiörp einige Moränen auf dem Inlandeise des spitzbergischen Nordostlandes, welches von ihm 1873 durchwandert wurde. Wenn wir solchergestalt nur auf die thatsächlichen Verhältnisse beim jetzigen Inlandeise hinzuweisen brauchen, um zu zeigen, dass die Beo- bachtungen über die oben erwähnten Gletscher in Alaska gar nicht für dasselbe gelten können, und dass Drupe’s Behauptung: dn den höchsten erreichten Breiten des Nordens finden sich aber diese Einöden nicht«, eine irrige ist, so wird dies noch mehr einleuchten, wenn wir die Verhältnisse’ des ehemaligen skandinavischen Inlandeises etwas näher betrachten. Wenn es auch etwas auffallend erscheinen könnte, dass ein solches Gebirgs- land, wie Grönland, so vollkommen vom Eise bedeckt werden kann. dass keine Oberflächenmoränen dort vorkommen, so kann die Abwesen- heit solcher auf dem skandinavischen Inlandeise während der Zeit der hüchsten Vereisung dagegen gar nicht befremden. Es giebt nämlich weder im mittleren und südlichen Schweden, noch in Finland, noch in den vom Eise bedeckten Teilen Russlands und Deutschlands einige Gebirge, welche über das Eis hervorragen konnten?) Nur in den skandinavischen Hoch- gebirgen beiderseits Kjólen oder in den Fjelden des centralen Norwegens kónnte man nach einzelnen Gipfeln suchen, welche möglicherweise aus dem Eise hätten hervorragen können. Die Thatsachen sprechen aber kaum für das Vorhandensein einiger solcher »Nunatakker« in Skandinavien während der Zeit der größten Vergletscherung. Wir finden nämlich z. B. in Norwegen, nach Kernav, on und HerLann, dass erratische Blöcke bis 4700 und 1800 m ü. d. M. vorkommen können, d. h. die Eis- decke im centralen Norwegen hat wenigstens diese Meereshühe erreicht. Nun ist es aber aus Norpexskiüzn’s und NawsEN's Unter suchungen hervor- gegangen, dass die hóheren Teile des Inlandeises in Grünland von Schnee bedeckt sind, und wir müssen demgemäß annehmen, dass ebenso jene Teile Skandinaviens, von welchen das Inlandeis ausgegangen ist, von einer müchtigen Schnee- und Firndecke bedeckt waren, welehe unten in Eis überging und das Inlandeis speiste. Die Michtigkeit der Schnee- und Eisdecke muss demzufolge viel größer gewesen sein, als die Schrammen und Findlinge es zeigen können. Es ist unter diesen Umständen am wahr- scheinliehsten, dass wabr end der Zeit der größten Vereisung auch in den 1) F. Nansen, På skidor genom Grönland. Stockholm 1890 (Schwedische Ausgabe). S. 654. 2) Dass einzelne Hügelketten am äußersten Rande des Eises, wo es am wenigsten mächtig war, hervorragen künnten, hat hierbei nichts zu bedeuten. Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 29, 57 höchsten Teilen Skandinaviens kein einziger Gipfel als Nunatak über das Inlandeis hervorgeragt hat. Ferner kommt noch in Betracht, dass die Aus- dehnungdes skandinavischen Inlandeises bedeutend größer, als das jetzige In- landeis Grönlands war. Schon dies steigt aber im Inneren des Landes zu einer Meereshöhe, welche den höchsten Gipfel Norwegens bedeutend überragt, oder wie Nansen hervorhebt, es würde sogar das Galdhöipigg (2560 m) be- decken. Da wir aber wohl der größeren Ausdehnung entsprechend für das skandinavische Inlandeis eine noch bedeutendere Mächtigkeit annehmen müssen, so ist es wieder nicht wahrscheinlich, dass einige Nunatakker zur Zeit der höchsten Vereisung in Norwegen vorgekommen sind. Aber auch vorausgesetzt, dass einige solche sich hier vorgefunden hätten, so ist damit nicht gesagt, dass sie eine phanerogame Vegetation hätten be- herbergen können, da sie mitten in der großen Eiseinöde sich befanden, wo wir eine noch niedrigere Temperatur als die von Nansen im Innern von Grönland beobachtete annehmen müssen, und da sie wahrschein- licherweise auch vom Schnee größtenteils verhüllt waren. Meiner Meinung nach fanden sich hier keine schneefreien Nunatakker, aber auch ange- nommen, dass einige solche hier hätten vorkommen können, so würde ihre Zahl allzugering und der Abstand vom Rande des Inlandeises zu groß ge- wesen sein — 1000—1800 km — als dass dieselben eine nennenswerte Be- deutung für die später folgende Colonisation des skandinavischen Bodens hätten haben können, auch wenn höhere Pflanzen, was nicht anzunehmen ist, auf denselben existiert hätten. Man kann hier nicht als Beispiel in entgegen- gesetzter Riehtung die gegen den Rand des grönländischen Inlandeises auf 35—40 km vom Lande!) entfernten Jexsex’s Nunatakker erwähnen, denn die Verhältnisse jetzt sind ja bedeutend günstiger als während der Eiszeit und am Rande des Eises gewiss ganz verschieden von denen im Inneren des- selben?). Ich betrachte demgemäß die schon seit längerer Zeit von schwedi- schen Forschern ausgesprochene Ansicht, dass keine Pflanzen während der Eiszeit in Skandinavien existieren konnten, als ganz richtig. Und das ganze skandinavische Inlandeis, welches sich gegen Süden über Norddeutschland bis etwa 50—52° n. Br., gegen Westen bis über die Shetlandsinseln und bis zur Ostküste Englands, im Osten bis etwa 45—55° 6. L. Greenw. in Russland erstreckte, muss während der Zeit der größten Vereisung als eine vege- tationslose Einóde betrachtet werden. 4) Nicht 400 Kilometer, wie gewöhnlich behauptet wird. 2) Auch kennen wir in- mitten des skandinavischen Inlandeises keinen von demselben ringsum eingeschlossenen eisfreien Boden, wie er im Westen des Michigan-Sees im amerikanischen Inlandeise zwischen 42? und 43? n. Br. vorgekommen sein soll. Vergl. CHAMBERLAIN und SALISBURY, The driftless area of the upper Mississippi. Sixth annual report U. S. Geol. Survey. p. 205. Washington 4885. 58 jeiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr, 29, Es ist hierbei von keiner Bedeutung, dass diese Verhiiltnisse sich später während der Abschmelzung des Eises allmählich haben verändern können, sodass einzelne Höhen als Nunatakker über das Eis hervorragten, während die Moränen allmählich auf seiner Oberfläche hervortraten, Ver- hältnisse, auf welche wir unten zurückkommen werden. Die Thatsache besteht jedenfalls: während der Periode der höchsten Vereisung bezeich- neten die Inlandeise große vegetationslose Einüden, und der Pflanzen- geograph muss dies bei allen Betrachtungen über die Geschichte der Vege- tation im jetzigen temperierten Klima der nördlichen Hemisphäre als eine festgestellte Thatsache ansehen. Es kann folglich keine Rede davon sein, dass »hier und da, und zwar mit abnehmender Breite immer zahlreicher, in diesem riesigen Gletscherlande und am Saume der Eisküste auf Gletscher- deltas ete. Flecken von Nadelwäldern und nordischen Laubbäumen, Heidel- beergestrüppe und Pflanzenarten wie Linnaea, Empetrum, Rubus Chamae- morus, Salices und andere Arten, zu Vegetationsoasen vereinigt, auch da- mals die Möglichkeit einer Verbreitung über die vereisten Länder hin- weg besaßen«. Dies konnte höchstens dann eintreten, wenn das Inlandeis in vollständiger Abschmelzung begriffen war, denn die Verbreitung der jetzigen Pflanzen Grönlands beweist genügend, dass das Inlandeis sonst ein unüberwindliches Hindernis für die Wanderung der Pflanzen gewesen wire. — Die Frage, welche wir jetzt betrachten wollen, ist die über die Beschaffen- heit der Vegetation, welche am Saume des Inlandeises während der größten Ausdehnung desselben vorgekommen ist. Es muss dabei sogleich bemerkt werden, dass sehon im voraus die Mógliehkeit anerkannt werden muss, dass diese Vegetation in verschiedenen Gegenden verschieden gewesen sein kann. Wir wissen ja von den heutigen Gletschern, wie Drupe hervorhebt, »dass bei starker Gletseherausdehnung, in verhältnismäßig mildem Klima die alpine Region zwischen Wald und Eis zurücktritt oder ganz verschwindet, dass Wülder und Gebüsche unvermittelt mit dem überdauernden Eise in Berührung stehen«. Und in Grönland finden wir das Inlandeis im südlichen Teil des Landes von einer Vegetation mit Sträuchern umkränzt, wie Betula intermedia, alpestris und glandulosa, Alnus ovata, Juniperus com- munis, Sorbus americana, Salix glauca ete. mit großen Exemplaren von Archangelica officinalis u. s. w. gemischt, wie z. B. am Eisblink des Arsuk Fjords, wo ich die erwähnten Arten am 21. August 1883 notierte. Sie bildeten hier wahre Dickichte, dureh welche man nur mit groBer Mühe seinen Pfad bahnen konnte. Allerdings wuchsen diese Pflanzen hier an den Abhängen der Gebirge und demzufolge in etwas geschützter Lage, während die Verhältnisse da, wo das Inlandeis auf flachem Lande endigt, wohl be- deutend ungünstiger sein dürften. Doch darf man die Müglichkeit nicht unberücksiehtigt lassen, dass vielleicht hier und da der Rand des skandi- Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 29. 59 navischen Inlandeises von anderen Pflanzen als rein arktischen umsäumt sein konnte t). Wie es sich aber in dieser Hinsicht in der That verhalten hat, kónnen wir erst durch Berücksichtigung der fossilen Pflanzenreste erfahren, und es muss im höchsten Grade befremden, dass Drupr keine Rücksicht auf dieselben genommen hat. Hätte er dies gethan, dann würde er wohl nimmer jene merkwürdige Behauptung ausgesprochen haben, dass selbst die Waldvegetation während der Eiszeit nicht notwendig von Skandinavien ausgeschlossen gewesen sei. Denn die paläontologischen Documente haben schon seit längerer Zeit bewiesen, dass eine solche Behauptung ganz unzu- lássig ist. Js sind jetzt etwa 20 Jahre verflossen, seit ich die Anwesenheit einer fossilen Flora von Glacialpflanzen in Schonen und dann, zusammen mit Japerus Steenstrup, das Vorkommen derselben Flora auch in Seeland nach- gewiesen habe. Dieselbe kommt in den glacialen Süßwasserablagerungen vor, welehe in den kleinen Seebecken in dem vom Eise zurückgelassenen Moriinenboden abgelagert worden sind. Diese Ablagerungen sind zuweilen recht mächtig, 3—4 m, und man kann dann einen unteren Horizont mit Salix polaris von einem oberen mit Salix reticulata und Betula nana trennen, Dazu kennen wir auch einige interglaciale Ablagerungen, welche nur Salix polaris und Dryas octopetala geliefert haben. Die Abtrennung zweier Horizonte in den glacialen Süßwasserablagerungen, welche ich schon 1871 constatieren konnte?), hat durch die weiteren Untersuchungen G. Axperssow’s eine vollständige Bestätigung gefunden ë), obschon die beiden Horizonte natürlicherweise unmerklich ineinander übergehen und nur durch das allmähliche Verschwinden von Salix polaris und das Hinzu- kommen anderer Arten im oberen bedingt werden. Nach oben geht dann der obere durch Hinzukommen von strauchartigen Salices allmählich in die unteren Torfablagerungen mit Betula nana, B. fruticosa und Populus tre- mula über, wonach die bekannten, von Srerxstrup zuerst erkannten, Re- gionen mit Pinus sylvestris, mit Quercus und mit Alnus nach einander folgen. Diese Regionen, zuerst in Dänemark bekannt, sind dann sowohl in der Kalktuffablagerung bei Benestad von mir, wie in den Torfmooren Schonens von G. Anpersson, nachgewiesen worden. Localitäten mit Glacial- pflanzen sind jetzt von etwa 25—30 Stellen in Schonen bekannt. 4) Ich habe auf diese Möglichkeitschon vor mehreren Jahren hingewiesen. A.G, NAT- Horst, Beiträge der Polarforschung zur Pflanzengeographie der Vorzeit. S. 264, Fuß- note. — In NorvenskıöLv’s Studien und Forschungen etc. Leipzig 1885. 2) A. G. Naruonsr, Om arktiska växtlemningar i Skånes sötvattensbildningar. Öfversigt af K. Vetenskaps Akademiens Förhandlingar. 1872. Nr. 2. S. 423. — Derselbe, Om den arktiska vegetationens utbredning öfver Europa norr om Alperna under istiden. Ibidem 1873. No. 6. 5. 44. 3) G. ANDERSSON, Studier öfver torfmossar i söden Skane. S. 8. Bihang till Veten- skaps Akademiens Handlingar. Bd. 45, Afd. 3, No. 3. 60 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 29, Dieselben beweisen aufs entschiedenste, dass das Klima nach der Ab- schmelzung des Eises während langer Zeitabschnitte so streng war, dass nur solche extreme Glacialpflanzen wie Salix polaris und Dryas octopetala dasselbe ertragen konnten. Erst allmählich veränderte sich dasselbe, so- dass auch andere Salices, Betula nana etc. gedeihen konnten, dann kamen die strauchartigen Weiden, dann die Birken und Zitterpappeln, dann die Kiefer, dann die Eiche etc., und so sehen wir allmählich eine graduelle Veränderung vom extremsten arktischen Klima bis zu den Verhältnissen der Jetztzeit vor sich gehen!). Die Pflanzenfossilien beweisen solchergestalt ge- nügend, dass der Rand des Inlandeises in Südschweden und Dänemark von einer hocharktischen Flora umsäumt war, und damit fällt auch Drupe’s Annahme von der Existenz einer Waldvegetation in Skandinavien schon während der Eiszeit als vollständig unbegründet hinweg. Sogar nach der Abschmelzung des Eises dauerte es eine ganze Reihe von Jahrtausenden, bevor eine solche Vegetation hier gedeihen konnte. Und die oben geschil- derten Verhältnisse beweisen hinreichend, dass das Inlandeis auch im süd- lichsten Skandinavien wie in Dänemark von ausgeprägten arktischen Ver- hältnissen nach allen Riehtungen begleitet war. Dasselbe geht sowohl aus den limnischen (Apus glacialis) wie aus den marinen (Gadus polaris [= G. saida], Balaena mysticetus, Monodon monoceros, Yoldia arctica) Tierresten in Südschweden und Dänemark hervor). Leider kennen wir in Deutschland keine hinreichenden Pflanzenfossilien, um die Frage über die Vegetation, welche dort am Rande des Eises ge- herrscht hat, endgültig entscheiden zu können. In Mecklenburg habe ich freilich schon 1872 das Vorkommen von Betula nana im postglacialen Torf bei Örzenhof dargelegt, was freilich nicht viel beweist. 1880 traf ich bei Nezka in derselben Gegend einige pflanzenführende Lager unter dem Torfe, welche bei Herausschlemmung mehrere Pflanzenreste lieferten. Da aber die Proben unter sehr ungünstigen Verhültnissen gesammelt wurden sie mussten aus dem Boden eines schmalen Grabens herausgenommen werden), so konnte ich die verschiedenen Horizonte nicht von einander getrennt halten. Es ist solchergestalt wahrscheinlich, dass die verschiedenen Arten, welche bei Schlemmung der Proben in Stockholm gefunden wurden, zu ver- schiedenen Horizonten gehürt haben kónnen. »Es ist wohl ziemlich offen- bar«, sage ich demzufolge in meiner Erwähnung dieses Fundes®), »dass die erwähnten Pflanzen nicht eine einzige Flora repräsentieren: da die Pro- ben nicht alle von demselben Lager herrühren, glaube ich, dass die mehr arktischen Pflanzen, wie in Schonen in den tieferen Lagern, die übrigen in 1) Dieser Auffassung schließt sich auch ExGLer (Versuch einer Entwickelungs- geschichte I. S. 160) an. 2) Vergl. Tore, Temperaturförhällandena under istiden samt fortsatta iakttagelser öfver dess aflagringar. Ofversigt af K. Vetenskaps Akademiens Förhandlingar 1887, S. 429. 3) A. G. Namuonsr, Uber neue Funde von fossilen Glacialpflanzen. Diese Jahr- bücher Bd. I, S. 434. Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 29. 61 den héheren, am nächsten unter dem Torfe, vorkommen. Man würde folg- lich hier zu unterst eine arktische Flora — mit Dryas, Salix reticulata und zum Teil Betula nana (nebst Salia retusa? und polaris?) — darüber eine subarktische Flora — Betula nana, B. odorata, Salix arbuscula, S. glauca? etc. — und am nächsten unter dem Torfe Betula verrucosa haben. Fort- gesetzte Ausgrabungen an der erwähnten Localität, insbesondere in den tieferen Schichten, werden wohl diese Frage entscheiden.« Wir wissen in der That nicht, wie hoch über der Grundmoriine die oben erwähnten pflanzenführenden Lager vorkommen, denn es gab kein Profil, welches dies zeigen konnte. So viel steht jedenfalls fest, dass Dryas octopetala, Salix reticulata, Salix arbuscula (oder myrtilloides) nebst Betula nana hier seiner Zeit gelebt haben. Ob sie zusammen mit B. odorata wirk- lich vorgekommen sind, und ob in solchem Falle eine rein arktische Vege- tation dieser Mischflora vorausgegangen ist, wissen wir bisher nicht. Wir miissen uns vielmehr nach England wenden, um fernere Aufschliisse zu erhalten, Bei Cromer an der Küste von Norfolk, also etwa unter derselben Breite wie Berlin, fand ich 1872 :mehrere Reste von Salir polaris nebst Hypnum turgescens in präglacialen Lagern unterhalb der Grundmoráne. Ciement Rew, welcher diese Untersuchungen später fortgesetzt hat, fand in derselben Ablagerung an mehreren Localitäten außer Salix polaris auch Blätter von Betula nana und Reste von Hippuris, Juncus, Cyperus und Pota- mogelon. Ob alle diese Reste in genau demselben Horizonte vorgekommen sind, weif ich nieht, wir sehen aber hinreichend aus den erwähnten Arten, dass die Flora, welche an der Küste von Norfolk unmittelbar vor der Eis- bedeckung gelebt hat, eine arktische war, und dass die Waldvegetation, über welche uns das Forest Bed Kunde giebt, dann aus dieser Gegend gänz- lich verdrängt worden ist. Wir kónnen aus diesen Umständen schlieBen, dass eine arktische Flora den Rand des Inlandeises in England umsüumt hat. Dies wird auch durch eine Fundstätte in Devonshire außerhalb des vom Eise bedeckten Bodens bestütigt. Hier, bei Bovey Tracey, hat Heer schon 1861 unter den von PexcerLy in einer postglacialen Ablagerung gesammelten Pflanzen Blätter von Sali cinerea, S. myrtilloides und Betula nana erkannt, und ich selbst fand dort 1872 in einem anderen Becken in der Nähe sowohl die erwähnten Arten, wie auch Arctostaphylos uva ursi und einzelne Blütter von Betula alba. Sie kamen hier in einem torfartigen Thon vor und ganz gewiss in einem etwas höheren Horizonte als im weißen Thon an Pexeerry’s Localität, wo Betula alba fehlt. Auch im südlichsten England, außerhalb der Region der Vereisung, bei etwa 50°36’ n. Br. hat demzufolge entweder während oder nach der Periode der größten Ver- eisung höchstens eine strauchartige Vegetation existieren können. Zu be- merken ist auch, dass Cremenr Rem und H. Riprex neuerdings Salix polaris in einer spätglacialen Süßwasserablagerung bei Hoxne in Suffolk entdeckt 62 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern. Nr. 29, haben!) Die Art lebte demzufolge in England noch nach oder während des Rückzugs des Eises. Unter solchen Umständen scheint es mir nicht wahrscheinlich, dass das Inlandeis in Deutschland von einer Waldvegetation umkränzt war, ins- besondere wenn wir uns dazu der Zeugnisse für die Strenge des Klimas in Südschweden und Dänemark sowie der sehr allmählichen und gradweisen Verbesserung desselben erinnern. Es wäre doch immerhin möglich, dass das dortige mehr continentale Klima für eine solche Vegetation passen konnte, wogegen mir aber die fossilen Pflanzen in der Schweiz, wo dann etwa ähnliche Verhältnisse geherrscht haben würden, zu sprechen scheinen. Auch hier finden wir in der Tiefebene bei Schwerzenbach (Kanton Zürich) eine arktisch-alpine Flora aus Betula nana, Salix polaris, S. retusa, S. reti- culata, S. hastata alpestris, S. myrtilloides, Arctostaphylos uva ursi, Azalea procumbens, Polygonum viviparum und Dryas octopetala bestehend. Diese Localität, vom Verfasser 1872 entdeckt, stand zuerst für die Schweiz ver- einzelt da, und Heer sprach dann die Meinung aus (Urwelt der Schweiz. 2. Aufl. S. 581), dass gar wohl zu gleicher Zeit, wo diese arktisch-alpine Flora die Wassertümpel umgab, sich auf den nahen Hügelketten ein Nadel- holzwald angesiedelt haben konnte. Nachdem ich aber später (1880) bei Hedingen zwischen Zürich und Zug eine ähnliche Flora — Salix herbacea. Salir sp., Dryas octopetala und Betula nana — entdeckt hatte, und C. Scuroter Dryas und Betula nana bei Schónenberg, Betula nana, Dryas und Salix reticulata bei Niederwyl, sowie Blätter der Zwergbirke bei Bon- stetten aufgefunden hatte, wozu noch mein Fund von Resten derselben Pflanze bei Wauwyl (Kanton Luzern) kommt — überall in glacialen Süß- wasserablagerungen —, dürfte zur Genüge bewiesen sein, dass keine Waldvegetation in diesen Teilen der Schweiz bei der Ablagerung der betreffenden Letten vorgekommen ist, wie es auch Scurérer in seiner Flora der Eiszeit schon richtig hervorhebt?). Es ist zu bemerken, dass diese Ablagerungen während des Rückzuges der alpinen Gletscher nach der E1s- zeit abgesetzt worden sind, und es scheint mir folglich nicht recht wahr- scheinlich, dass unter solchen Verhältnissen der Rand der alpinen Gletscher — oder wenigstens jener, welche gegen Norden sich erstreckten — zur Zeit der höchsten Vereisung von einer Waldvegetation umgeben war. Wir sind folglich aueh für die Gletscher der Alpen während der Zeit ihrer gréBten Ausdehnung zu denselben Resultaten wie für das skandinavische Inlandeis gekommen. Allerdings ist zu bemerken, dass fernere Aufschlüsse über die fossilen Pflanzen der Glacialablagerungen sehr erwünscht sind. Vergessen müssen wir übrigens nicht, dass nach Nansen ein kalter Luftstrom stetig vom Inlandeise gegen die Umgebungen herauszutreten scheint, was 4) Vergl. meine Bemerkungen zu diesem Fund in Neues Jahrb. für Minealogie etc. 1890. Bd. 4, S. 477. 2) Scunórrn, Die Flora der Eiszeit. Zürich 1882. S. 30. e Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern, Nr, 29. 63 nicht ohne Einfluss auf die umgebende Flora sein kann, insbesondere da die Umgebungen nicht von Gebirgen geschützt sind. Nach allem, was ich oben angeführt habe, glaube ich mit voller Sicher- heit behaupten zu kónnen, dass kein Grund vorliegt, die ältere Annahme einer ehemaligen Existenz einer arktisch-alpinen Flora in Mitteleuropa zwischen dem Rand des skandinavischen Inlandeises und dem Randsaum der Alpengletscher während der Zeit der hóchsten Vereisung als unrichtig zu betrachten. Eine andere Frage ist die, wie weit diese Flora sich über das genannte Gebiet erstreckt haben kann, eine Frage, welche nur dureh Untersuchung der Flora der glacialen Ablagerungen entschieden werden kann. Wenn demnach die Beobachtungen Srrox-Karr's über die Gletscher Alaskas keine Ausdehnung auf die Verhültnisse des skandinavischen In- landeises während der Zeit der hóchsten Vereisung gestatten, so gestaltet sich die Frage etwas anders, wenn es sich um die Zeit der totalen Abschmel- zung dieses Eises handelt. In demselben Maße, wie die Mächtigkeit desselben durch die Ablation der Oberfläche verringert wurde, mussten allmählich die Moriinen auf der Oberflüche hervortreten, und gleichzeitig begannen einzelne Höhen als Nunatakker aus dem Eise aufzutauchen. Wie bekannt, nehmen mehrere der skandinavischen Geologen an, dass die »Asar« wührend dieser Schmelzung aus dem in Flussrinnen auf dem Eise niedergespülten Mo- rünenschutt entstanden sind, und es ist müglich, dass die Morünen dann so mächtig waren, dass eine Vegetation auf ihrer Oberfläche existieren konnte, wie eine solehe auch auf den blosgelegten Nunatakker zweifelsohne sich ansiedelte. Ich habe dies schon vor dem Erscheinen der Mitteilungen Srron-Karr’s hervorgehoben!): »Als das Inlandeis das Maximum seiner Ausdehnung erreicht hatte, war die Existenz der arktischen Flora hier (im mittleren Schweden) nicht möglich, weil keine »Nunatakker« hier vorkamen. Mit der fortschreitenden Abschmelzung des Eises wurden die Verhältnisse aber günstiger, weil nunmehr einzelne Gebirgsgipfel allmählich sich über die Eisdecke erhoben haben dürften. Dazu kommt noch eine Möglichkeit, welche für die Wanderung der Pflanzen gegen Norden nicht übersehen werden darf, sie könnten nämlich möglicherweise über das Eis selbst, auf dessen bei der Schmelzung mehr und mehr blosgelegten Moränen gewandert sein. Man sieht z. B. auf Spitzbergen, dass die Vegetation nicht versäumt sich auf den Moränen, welche an dem unteren Ende der sich zurück- ziehenden Eisströme durch die Schmelzung blosgelegt werden, einzufinden, auch wenn man sie bisher noch nicht sonderlich weit auf dem Eise beobachtet hat. Wenn aber das skandinavische Inlandeis endlich verhältnismäßig 4) A. G. Narnonsr, Om lemningar af Dryas octopetala L. i kalktuff vid Rangiltorp nära Vadstena, Ofversigt af Vetenskaps Akademiens. Förhandlingar. Stockholm 4886. S. 229, 64 Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern, Nr. 29, schnell abgeschmolzen war — wie man auf Grund der Asar anzunehmen ge- neigt sein kénnte — und zwar nicht nur am Rande, sondern gleichzeitig in seiner ganzen Masse, sodass das Eis endlich, wie K. J. V. STEENSTRUP es für ähnliche Verhältnisse in Grönland genannt hat, »tot« wurde!), so hätte die Oberfläche des Eises allmählich von den durch die Schmelzung blosge- legten inneren Moränen bedeckt werden müssen, und diese Oberfläche würde dann ganz gewiss passende Standorte für wenigstens einen Teil der ark- tischen Flora dargeboten haben. « Höchstens für das abschmelzende Inlandeis können wirsolchergestalt eine Ähnlichkeit mit den Verhältnissen in Alaska annehmen. Dabei muss aber ausdriicklich betont werden, dass wir keinen Grund für die Annahme haben, dass auch die skandinavische Waldvegetation auf ühnliche Weise über das Eis gewandert ist. Es sprechen vielmehr die fossilen Pflanzenreste Schonens, Ostgothlands und Jemtlands auf's entschiedenste dafür, dass die arktische Flora in allen Gegenden unseres Landes, wo das Eis auf dem Lande abgeschmolzen ist, die erste war, welche den blosgelegten Boden besiedelte. Ich halte es für überflüssig, auf einzelne andere Punkte in Drupe’s Auf- satz, gegen welche man auch Einwendungen machen könnte, einzugehen, die Hauptfragen dürften oben hinreichend beleuchtet worden sein. Auch die Frage über die behauptete frühere Landbrücke zwischen Europa und Grün- land — über die Färöer und Island — werde ich hier nicht besprechen, da dieselbe in meiner Arbeit über Grónlands Vegetation, von welcher in dieser Zeitschrift ein Auszug seiner Zeit erscheinen soll, sehon behandelt worden ist. Nur will ich hier betonen, dass die Bedeutung derselben für Grün- land — sowie für die cireumpolare Verbreitung der arktischen Flora — hauptsächlich in die präglaciale Zeit oder zu Beginn der glacialen Zeit fallen dürfte, während es in pflanzengeographischer Hinsicht ziemlich gleichgültig ist, ob die Landverbindung zwischen Island und Grónland noch in der postglacialen Zeit bestanden hat oder nicht. — Das Resultat unserer Untersuchungen dürfte in folgenden Haupt- punkten summiert werden kónnen: 1. Das skandinavische Inlandeis war während der Zeit der höchsten Vereisung eine vegetationslose Einóde?), über welche keine Pflanzenwande- rung stattfinden konnte. 2. Es kann keine Rede davon sein, dass »der grófite Teil des arktischen Florenelementes, welehes Grónland und Skandinavien verbindet, dortselbst an geschützten Stellen, auf mannigfach sich verschiebenden Küstenplätzen, sowie auf den dem Eise auflagernden Moränen etc., die Eiszeit überdauert und wäbrend dieser Periode zur Verbreitung des arktischen Elementes süd- warts zum mittleren Europa hin das meiste beigetragen hat«. 4) Siehe auch Hem, Gletscherkunde. S. 477. 2) Mit der Ausnahme selbstverständlich der Schneealgen, wie Sphaerella nivalis u.a. Beiblatt zu den Botanischen Jahrbüchern, Nr. 29, 65 3. Ebenso unbegründet ist die Behauptung, »dass selbst die Wald- vegetation in jener Periode von Skandinavien nicht notwendig ausgeschlosser« sei, denn: 4. die Flora der glacialen Ablagerungen beweist auf's bestimmteste, dass eine hocharktische Vegetation die erste war, welche den skandina- vischen Boden nach der Abschmelzung des Eises besiedelte, und dass das Klima erst sehr allmählich wärmer wurde, sodass die Waldvegetation erst nach mehreren Jahrtausenden in Skandinavien einwandern konnte. 9. Dieselbe Flora beweist ferner, dass der Rand des skandinavischen Inlandeises zur Zeit der hóchsten Vereisung, wenigstens zum Teil, von einer arktischen Flora umsäumt war. Wenn es auch wahrscheinlich ist, dass dasselbe für den ganzen Umkreis gilt, so muss jedoch zugestanden werden, dass hinreichende Fossilreste fehlen, um dies endgültig entscheiden zu kónnen. Wir müssen vielmehr fernere Aufschlüsse abwarten, bis die Frage als entschieden betrachtet werden kann. 6. Erst bei der totalen Abschmelzung des Inlandeises traten solche Verhältnisse ein, dass die Pflanzen auf dessen Moränen möglicherweise wandern konnten, was aber für die Waldvegetation Skandinaviens nicht gelten kann. Stockholm, 14. Januar 1894. Bot, Jahrb. Beiblatt 29. e Litteratur bericht. Nachdruck dieser Referate ist nicht gestattet. Richter: Plantae europaeae. — Tom. 1. 378 p. Gr. 8°. Leipzig (EnceL- mann) 1890. geh. „#4 10.—; geb. M 11.—. Da es bis jetzt immer noch an einer Flora europaea mangelt, war die Wissenschaft gezwungen, als Notbehelf Nyman’s »Sylloge« und » Conspectus florae europaeae« zu be- nutzen: Kurze Zeit, nachdem letzteres Werk erschienen, wurden sehr bald Stimmen laut, welche die Müngel desselben gegenüber der früheren Sylloge hervorhoben; die Floristen bemerkten, dass eine große Anzahl von Beobachtungen fehlten, was der Grund zur Herausgabe der sehr oberflächlichen »Additamenta ad floram europaeam « Rorn's war. Bald darauf erschienen Nymay’s » Supplementa «, doch auch hier wurde wiederum erkannt, dass der Verf. eine ganze Reihe neuerer Publicationen unberücksichtigt gelassen hatte, Das vorliegende Werk, ebenfalls eine systematische Aufzählung der in Europa vorkommenden Phanerogamen und der am häufigsten eingeschleppten Arten nebst An- gabe über Synonymie übertrifft das Aas sche Werk zunächst durch die Gründlichkeit, mit der alle Beobachtungen bis auf die neueste Zeit Berücksichtigung gefunden, durch die Übersichtlichkeit, mit der die Synonyme aufgeführt werden, durch die in Nyman’s Conspectus so sehr vermissten Angaben über die Litteratur, die das Werk für Jeden, der sich mit der Flora Europa's beschäftigt, unentbehrlich machen, und schließlich auch durch die Angabe der geographischen Verbreitung der Arten außerhalb Europas. Der vorliegende 1. Teil des Werkes beginnt mit den Gymnospermen und behandelt die Monocotyledonen. Soweit es dem Verf. möglich war, hat er überall die neuesten Monographien benutzt, so HAckEL's Arbeiten über die Gramineen, ENGLERS Araceen, Bu- CHENAUS Juncaceen etc. Dass Verf. bei den Synonymen die Publicationen GANDOGER'S vernachlissigt hat, wird Jeder als einen Vorzug betrachten. Im übrigen sichern guter Druck und vorzügliche Ausstattung dem mühevollen, durchaus zu empfehlenden Werke eine allgemeine Verbreitung. ` TAunEnr, Berlin. Feer: Campanularum novarum decas prima. — Journal of Botany for Sep- tember 1890. Folgende 10 Arten werden beschrieben : Campanula erucifolia (aus Karpathos), C. Sporadum (Sporaden), C. lyratella (Isauria). Von der C. garganica Auct. trennt Verf. folgende bisher damit verwechselte Arten ab: C. Barbeyi (Monte Gargano), C. istriaca (Istrien), C. fenestrellata (Kroatien). Weiter werden aufgeführt: C. lepida (Dalmatien), C. cephallenica (Cephalonia), C. Brotherorum (Kaukasus), C. cantabrica (Cantabria). TAUBERT. Botanische Jahrbücher. XIII. Bd. (1) 2 Litteraturbericht. — Haussknecht. Forbes and Hemsley. Haussknecht: Referat tiber die auf der Friihjahrshauptversammlung zu Rudolstadt 1890 vorgelegten und besprochenen Pflanzen. — Mitteil. d. geogr. Gesellsch. zu Jena. Bd. IX. Heft 1. u. 2. Verf. führt nach Besprechung einer Reihe von kritischen oder in Bezug auf geogra- phische Verbreitung interessanten orientalischen Pflanzen folgende neue Arten resp. Varietüten auf, die vorlàufig mit kurzen Beschreibungen versehen werden; die ausführ- lichen Diagnosen wird der Verf. später publicieren: Draba aizoides L. var. pontica, Thlaspi chloraefolium, Holosteum macropetalum, Dian- thus setisquameus, D. Bornmuelleri, D. Engleri, D. persicus, Pyrus Armud, Scleranthus hamatus, Scorzonera rupicola, S. amasiana, Pyrethrum Bornmuelleri, P. anserinaefolium, Achillea cappadocica, Jurinea pontica, Cirsium Straussianum, Campanula pulvinaris, Nonnea anomala, N. affinis, Onosma bracteosum, O. sericeum >< stellulatum (O. Bornmuelleri), Veronica farinosa, V. Bornmuelleri, Nepeta callichroa, Salvia anisodonta (bildet eine Section Anisosphace Brit. `. Salix Bornmuelleri, Arum Engleri. Diese Arten stammen teils aus Kleinasien, teils aus Persien. Ferner beschreibt Verf. noch zwei neue Androsace- arten, A. Dieckeana und A. uniflora aus Nordamerika. TAUBERT. Forbes and Hemsley: Enumeration of all the plants known from China Proper, Formosa, Hainan, Gorea, the Luchu Archipelago, and the Island of Hongkong, together with their distribution aud synonymy. Part II—VII. — Journal of the Linnean Society, Botany Vol. XXIII. p. 163—521. with 9 pl. — Part VI—VII. 1. c. Vol. XXVI p. 14—236 with 4 pl. Die vorliegenden 6 Teile dieses wichtigen Werkes bilden die Fortsetzung zu den be- reits im Bd. 8 S. 25 besprochenen ersten beiden Teilen; dieselben behandeln die sämt- lichen Familien von den Leguminosen ab bis zu den Pedalineen, Die Verff. fuhren in dieser Aufzühlung folgende neue Arten auf: Clitoria Hanceana, Mucuna ($ Stizolobium) sempervirens, Euchresta tenuifolia, Mezoneu- rum sinense, Plerolobium punctatum, Gleditschia australis, Prunus 8 Cerasus) hirtipes, Spiraea Henryi, Rubus Henryi, R.ichangensis, R. Kuntzeanus, R. Playfairii, Fragaria(§ Duchesnea) fili- pendula, Saxifraga ($ Astilboides) tabularis, Hydrangea ($ Calyptranthe) longipes, Deutzia dis- color, Sedum (8 Cepaea) filipes, S. "8 Eusedum) polytrichioides, Eugenia fluviatilis, Thladian- tha (?) Henryi, Th. nudiflora, Begonia Henryi, Acanthopanax diversifolium, Cornus hongkon- gensis, Viburnum (8 Opulus) arborescens, V. (8 Euviburnum) brachybotryum, V. (8 Euviburnum, Carlesii, V. (§ Microtinus, Henryi, V. ($ Tinus) propinquum, V. rhytidophyllum, V. 8 Tinus) utile, Abelia parvifolia, Lonicera (& Nylosteum) Bournei, L. (§ Nylosteum) fuchsioides, L. (§ Nylosteum) gynochlamydea, L. (§ Nylosteum) Henryi, L.(& Xylosteum) similis, L. (8 Capri- folium, tragophylla, Hedyotis tenuipes, Myrioneuron Faberii, Diplospora fruticosa, Lasianthus trichophlebus, Leptodermis vestita, Nertera sinensis, Patrinia angustifolia, P. saniculaefolia, Vernonia (§ Strobocalyx) esculenta, Aster (§ Euaster) alatipes, A. (8 Euaster) Fordii, A. ($ Euaster) Henryi, A. "8 Euaster) limosus, A. ($ Heteropappus) Oldhami, A. (§ Boltonia) procerus, Pluchea (?) pteropoda, Leontopodium sinense, Carpesium minus, Senecio À Euse- necio) Faberi, S. "9 Synotis, Henryi, S. (§ Ligularia) Jamesii, Saussurea lamprocarpa, S. microcephala, Ainsliaea glabra, A. ramosa, Crepis heterophylla, C.longipes, C.prenanthoides, Faberia (gen. nov. inter Troximonem et Taraxacum) sinensis, Lactuca (8 Scariola) elata, L. (8 Ixeris) triflora, Prenanthes Faberii, Adenophora capillaris, A. stenophylla, A. pubes- cens, A, remotidens, A. rupincola, Vaccinium Henryi, V. urceolatum, Pieris (2) Swinhoei, Rhododendron (8 Eurhododendron) aucubaefolium, R. (8 Eurhododendron) Augustini, R. (8 Eurhododendron) auriculatum, R. (8 Eurhododendron concinnum, R. (| Eurhododendron) Litteraturbericht. — Celakovsky. 3 Faberii, R. ($ Eurhododendron) Hanceanum, R.($ Eurhododendron) hypoglaucum, R. (§ Eu- rhododendron) pittosporaefolium, R. ($ Eurhododendron) Westlandii, Lysimachia auriculata, L. capillipes, L. eircaeoides, L. congestiflora, L. crispidens, L. ophelioides, L. paludicola, L. parvifolia Franch., L. pterantha, L. rubiginosa, L. simulans, L. stenosepala, Myrsine Play- fairii, Embelia (?) oblongifolia, Ardisia affinis, A. caudata, A. Faberii, A. Fordii, A. Henryi, A, triflora, Sarcosperma (?) pedunculata, Diospyros ($ Gunisanthus?) armata, D. (§ Guni- santhus?) rhombifolia, D. sinensis, Halesia |?) Fortunei, Jasminum inornatum, J. pachy- phyllum, J. sinense, J. urophyllum, Fraxinus (8 Ornus) bracteata, F. (8 Ornus) insularis, Osmanthus Fordii, Ligustrum deciduum, L. Henryi, L. strongylophyllum, Anodendron |?) Benthamianum, Pycnostelma lateriflorum, Holostemma sinense, Cynanchum (8 Vincetoxicum) affine, C. ($ Vincetoxicum) Fordii, C. (§ Vincetoxicum) linearifolium, C. (& Vincetoxicum, stenophyllum, C. (2) verticillatum, Pentatropis officinalis, Henrya (gen. nov. Cynanchearum) Augustiniana, Marsdenia sinensis, Dregea sinensis, Buddleia albiflora, B. japonica, B. variabilis, Gentiana (& Amarella) arrecta Franch., G. (§ Chondrophylla) bella Franch., G. ($ Pneumonanthe) cephalantha Franch., G. (8 Amarella) cyananthiflora Franch., G. (§ Pneu- monanthe) filicaulis, G. (§ Amarella) Henryi, G. (§ Pneumonanthe) Jamesii, G. (& Chondro- phylla) linoides Franch., G. melandrifolia Franch., G. (| Pneumonanthe, microdonta Franch., G. (§ Chondrophylla) microphyta Franch., G. (§ Pneumonanthe) otophora Franch., G. (§ Chondrophylla) picta Franch., G. (§ Pneumonanthe) pterocalyx Franch., G. (§ Chondro- phylla) puberula Franch., G. (§ Chondrophylla) pulla Franch., G. (§ Pneumonanthe) rho- dantha Franch., G. (§ Pneumonanthe) rigescens Franch., G. (§ Amarella) stellariaefolia Franch., G. (Chondrophylla) sutchuenensis Franch., G. vandellioides, G. (§ Megacodon) venosa, Swertia (& Ophelia) bella, S. (§ Ophelia) oculata, S. (§ Ophelia) punicea, Cordia venosa, Ehretia formosana, E. Hanceana, Omphalodes cordata, Trigonotis mollis, Porana sinensis, Solanum pittosporifolium, Chamaesaracha (?) heterophylla, C. sinensis, Scopolia sinensis, Scrophularia Henryi, S. (8 Tomiophyllum) ningpoensis, Paulownia Fortunei, Mazus gracilis, M. lanceifolius, M. pulchellus, M. procumbens, Rehmannia angulata, R. ?) Oldhami, R. rupestris, Calorhabdos latifolia, C. stenostachya, C. venosa, Monochasma mo- nantha, Pedicularis (Verticillatae) conifera, P. (Longirostres) filicifolia, P. (& Bidentatae) hirtella, P. leiandra, P. macilenta, P. ($ Anodonta) salviaeflora, P. strobilacea, P. ( Rhyn- cholopha) vagans, P, (Rhyncholopha) Viali Franch., P, villosula Franch., Lysinotus ophior- rhizoides, Didissandra saxatilis, D. speciosa, Didymocarpus Fordii, D. (?) Hancei, D. rotun- difolia, Boea Clarkeana, B. crassifolia. Die ebenfalls als neu aufgeführten Arten: Rhynchosia (9) Henryi und Astilbe polyandra haben sich erstere als Dumasia villosa DC. var., letztere wahrscheinlich als Form von Spiraea Aruncus herausgestellt. Auf den beigegebenen 43 Tafeln werden folgende Arten abgebildet : Gleditschia australis, Spiraea Henryi, Sedum filipes, S. polytrichoides, Thladiantha nudiflora, Lonicera fuchsioides, Nertera sinensis, Pluchea (?) pteropoda, Leontopodium sinense, Carpesium minus, Ainsliaea glabra, Lysimachia crispidens, L. pterantha, Gentiana venosa, Calorhabdos latifolia, C. axillaris Buh, Hook. fil. TAUBERT. Celakovsky: Uber eine neue mitteleuropäische Daphne. — Sitzungsber. d. kgl. bóhm. Gesellsch. d. Wissensch. Sitz. vom 2. Mai 1890. Dieauszezeichnete Art, welche Daphne arbuscula genannt worden ist, steht verwandt- schaftlich der südtiroler D. petraea Leyb. am nüchsten, etwas entfernter verwandt ist sie mit D. striata Tratt. Verf. unterscheidet zwei Varietäten der neuen Art, var. hirsuta und var. glabrata; letztere, die durch ihre vóllige Kahlheit ausgezeichnet ist, giebt ihm Veranlassung, auch das Verhältnis zwischen Daphne striata und D. Cneorum zu besprechen. Daphne striata stellt nicht, wie NEILREICH und AncANGELI angeben, eine kahle Varietät der (1*) 4 Litteraturbericht, — Vasey and Rose. L. Rabenhorst. D. Cneorum dar, sondern ist eine wohl unterschiedene Art. Die Heimat der neuen D. arbuscula ist das Comitat Gómór in Ungarn, wo die Pflanze auf Kalkfelsen bei der Burg Muranyi vorkommt. TAUBERT. Vasey and Rose: Plants collected in 1889 at Socorro and Clarion Islands, Pacific Ocean. — Proceed. of the United States National Museum (Washington). Vol. XIII. p. 145—149. Die Inseln Socorro und Clarion an der Westküste Nordamerikas, unter 48° 43' 44" n. B. und 140? 54^ 43" L. resp 18° n. B. und 140? 50' L. gelegen, wurden gelegentlich der Untersuchungen, welche der Dampfer Albatross der U. S. Fish. Commission im Großen Ocean anstellte, besucht; dabei sammelte der Ornithologe Towsexp auf Socorro 18, auf Clarion 12 Pflanzen, die erweisen, dass die Flora dieser Inseln tropischen Charakter trägt und zu der von Mexico entschiedene Beziehungen hat. Verff. fanden unter diesen Pflanzen, die 26 Arten angehüren, zwei neue Species: Teucrium Towsendii und Cardio- spermum Palmeri, deren Beschreibungen mitgeteilt werden. TAUBERT. Dr. L. Rabenhorst’s Kryptogamenflora von Deutschland, Österreich und der Schweiz. 2. Aufl. Leipzig (Eduard Kummer). à Lfg. Æ 2,40. I. Band: Pilze von Dr. G. Winter. 3. Abt. bearbeitet von Dr, H. Reno. 32. Lfg. 1890. Die vorliegende Lieferung enthält die Fortsetzung der von Remm bearbeiteten Dis- comycetes (Pezizaceae) und behandelt außer dem Schluss der Gattung Tympanis noch von der Familie der Patellariaceae die Gattungen Patellea, Durella, Baldesia, Biatorella, Patinella, Nesolechia, Scutula, Mycobilimbia und Patellaria. IV. Band: Die Laubmoose von Gustav Linprient. 12. u. 13. Lfg. 1890. Hiermit schließt die I. Abteilung des Bandes, in welcher der Verf. mit rühmlichst bekannter Sorgfalt und unter Beibringung einer Fülle neuer, besonders anatomischer und entwickelungsgeschichtlicher Merkmale die Sphagnaceae, Andreaeaceae, Archidiaceae und Bryineae (Cleistocarpae, Stegocarpae [Acrocarpae) abhandelt. 533 Einzelbilder in 211 Figuren dienen zur bildlichen Erláuterung. Der Abteilung ist ein alphabetarisches Verzeichnis der beschriebenen Arten beigegeben, wührend ein auch die Synonyme um- fassendes Register erst beim Abschluss des ganzen Bandes erscheinen soll. V. Band: Die Characeen von Dr. W. Mertz 1., 2. und 3. Lfg. 1890. Seil der 4847 erschienenen Bearbeitung der Algen in der 4. Aufl. von RABENHoRsT's kryptogamenflora von Deutschland, in welcher die Characeae als Gyrophykea den Schluss der Algen bilden, war keine einheitliche Zusammenfassung der deutschen Armleuchter- gewächse erschienen, Seitdem aber ist durch A. BRAUN, DE Bary, PRINGSHEIM, NORDSTEDT und WaursrEpr eine solche Menge neuer, entwickelungsgeschichtlicher und systematisch wichtiger Thatsachen bei den Characeae aufgedeckt worden, dass sich dadurch eine ganz andere Auffassung von Art, Varietét und Form innerhalb dieser Pflanzengruppe Bahn gebrochen hat. So stützte sich schon A. Braun in seiner Bearbeitung der Characeen für Coun’s Kryptogamenflora von Schlesien hauptsächlich auf entwickelungsgeschichtliche Merkmale bei Abgrenzung der Arten u. s. w.; in derselben Richtung bewegt liegende Flora. Eine groBe Menge guter Abbildungen — mit einer einzigen Ausnahme sámtlich Originale ermöglicht die hier besonders schwierige Bestimmung der Arten und Formen. — Nach eingehender Darstellung der Morphologie und Entwickelungsge- schichte folgen kurze Abschnitte über die Geschichte der Characeenkunde, über die Stellung der Characeen im System Gattung, Art, Varietät, Form und Terminologie, ferner sich die vor- Litteraturbericht, — L. Koch. C. Correns. 5 über Sammeln, Untersuchen und Bestimmen derselben, sodann ein etwas ausführlicheres Kapitel über die geographische Verbreitung der Characeen, aus dem sich ergiebt, dass Europa'sCharaceenfloraam nächsten mit derafrikanischen verwandt ist und merkwürdigerweise 2 Arten nur mit Australien gemein hat, und schließlich die Systematik, die nicht nur die Characeen des Gebietes berücksichtigt, sondern auch die übrigen europäischen — allerdings kürzer — charakterisiert. Von den 6 Characeengattungen — Chara stelligera Bauer wird als Vertreter der neuen Gattung Tolypellopsis ‘v. Leonhardi als Sect. von Chara) hingestellt — wird die erste, Nitella, fast zu Ende geführt. NIEDENZU. Koch, L.: Zur Entwickelungsgeschichte der Rhinanthaceen. (Il. Euphrasia officinalis B.). — Prixssnenw’s Jahrb. f. wissenschaftl. Bot. Bd. XXII, Heft 1. 34 S. 8°, mit 4 Tafel. Durch Parallelculturen in Humuserde (Aussaat 4. in alte Grasnarbe, 2. zugleich mit Grassamen, 3. rein und zwar teils mit spüterer Graseinsaat stellte Verf. fest, dass Eu- phrasia officinalis auf fremde Beihilfe bezüglich der Zufuhr stickstoffhaltiger Verbindungen angewiesen ist, also nicht blos facultativ, sondern obligatorisch schmarotzt. Die genaue anatomische Untersuchung ergab, dass die Pflanze nicht den Saprophyten, sondern den echten Wurzelparasiten beizuzühlen ist. Sie schmarotzt auch im wilden Zustande auf Gras und wählt sich besonders zarte, ganz ausnahmsweise auch dickere Wurzeln aus. — Bei Berührung mit einer geeigneten Nührwurzel entwickelt sich exogen aus Rinde und Epidermis der Euphrasiawurzel ein Folgemeristem. Die in nüchste Berührung gelangende Zelle des Meristemkegels (selten bald mehrere) teilt sich durch Radialwände in 3 Tochterzellen, deren eine (meist die mittlere) die Führung übernimmt beim Ein- dringen in die Nährwurzel. Tote Zellen der letzteren werden durch intercellulares Wachstum beiseite geschoben, lebende durchwachsen, die dicke Zellwand der Endo- dermis zunächst durch Säureausscheidung angefressen ; so wird die Mitte der Nährwur- zel erreicht und durch allmähliches Nachrücken der übrigen Teile des Haustoriums die- selbe ganz auseinander gekeilt. Stirbt nun die Nährwurzel ab, so wird sie saprophytisch vollends aufgezehrt. Durch einen — anfangs einseitigen — Sattel hält sich der Sauger fest. Ein der Hauptsache nach Areihiger Tracheidenstrang bildet sich schließlich in der Achse des Saugers; er reicht, begleitet von einer Art Leitparenchym, vom Xylem der Wurzel des Parasiten bis in die Gegend des Sattels. Genaueres im Original. NIEDENZU. Correns, C.: Beiträge zur Biologie und Anatomie einiger Blüten. — PnriNas- nriw's Jahrb. f. wiss. Bot. Bd. XXII, Heft 2. 92 S. 89, mit Taf. IV— VIII. Berlin 4890. I. Beiträge zur biologischen Anatomie der Aristolochiablüte. 27 S. mit 88 Fig. Die 3 Teile der Aristolochiablüte, nämlich Lippe, Reuse und Kessel (zuweilen mit Vorhof), werden einem eingehenden anatomischen Studium unterzogen und namentlich die Haare, insbesondere die Reusenhaare, mil besonderer Aufmerksamkeit behandelt. Erhöhtes Interesse bieten die Reusenhaare, die durch Turgescenz bis zum Ausstäuben der Antheren steif erhalten bleiben und — um eine oder zwei Gelenkzellen scharnierartig beweglich — leicht einwärts gebogen werden können, dagegen nur wenig nach auswärts infolge Einsenkung in eine Vertiefung und besonders infolge einer durch den excentri- schen Ansatz der Gelenkzellen bewirkten Arretiervorrichtung. Neu ist ferner der Nach- weis von Nectarabsonderung an der Kesselwandung. Die studierten Aristolochiaarten 6 Litteraturbericht, — W, Burek, werden in zwei Gruppen gebracht : 4. Reusenhaare vorhanden und dabei a) Perigonróhre gerade (4. Clematitis, pallida, rotunda), b) Perigonróhre gekrümmt (4. Duchartrei und elegans); 2. Reusenhaare fehlen (A. Sipho und tomentosa). — Gegenüber Burcx (s. Bot. Jahrb. XII Litt. S, 31) hält Verf. an der Hitpesrann’schen Ansicht fest, dass bei Aristolo- chia FremdbestauBung die Regel sei. II. Zur Biologie und Anatomie der Salvienblüte. 51 S. mit 80 Fig. Die Hit.pEBRAND'sche Unterscheidung der Salviaarten in solche, bei denen die Ober- lippe die Antheren umschlieBt, und solche, bei denen letztere frei hervorstehen, erwies sich dem Verfasser als ungeeignet, weil dieses Merkmal bei derselben Art variieren kann (z. B. besonders stark bei S. glutinosa). Correns unterscheidet (in engem Anschluss an die BENrHAw'sche Gruppierung): 4. Arten ohne Hebelapparat (S. carduaca , Columbaria, Leonia) oder mit reduciertem Hebelapparat, indem entweder die Griffel und Antheren- hälften frei hervortreten (S. tubiflora und coccinea) oder die Oberlippe beweglich ist; 2. Arten mit vollkommenem Hebelapparat. In der zweiten größeren Gruppe giebt es: a) Arten mit oftmals noch etwas fertilen unteren Connectivschenkeln, welche dem Insekt eine Kante entgegenstellen, also nur gedreht werden, wenn das Insekt eine gewisse Größe überschreitet, und welche auch noch keine Saftdecke abgeben, so dass hier noch eine eigene Saftdecke vorhanden ist (Sect. Drymosphace, Eusphace, Heterosphace Qj, Hy- menosphace [?)) ; b) Arten mit zu einem Löffel umgebildeten und verschmolzenen unte- ren Connectivschenkeln, welche dem Kopf des Insektes eine Sto Ti che darbieten und zugleich als Saftdecke fungieren, so dass hier auch eine andere Saftdecke nicht ausge- bildet ist (Sect. Plethiosphace, Aethiopis, Horminum, Calosphace), — Besonders eingehend wird das Gelenk, welches das Connectiv mit dem Staubfaden verbindet, studiert; das- selbe fungiert als Torsionsgelenk, und dementsprechend sind auch seine mechanisch wirksamen, etwa dem Collenchym in den Gelenkpolstern von Mimosa pudica ver- gleichbaren Elemente peripherischangeordnet, III. Zur Biologie und Anatomie der Calceolarienblüte. 19 S. mit 38 Fig. Untersucht wurden C. hybrida aus der Sect, Eucalceolaria und C. pinnata und sca- biosifolia aus der Sect. Aposecos. Bei ersterer ist das Connectiy unbeweglich, die An- therenhälften gleich und beide fruchtbar, und die Unterlippe liegt der Oberlippe nicht an. Bei den beiden letzten Arten schließen die Lippen aneinander, und die Unterlippe ist um ein Scharniergelenk beweglich; die Staubgefüße aber weisen einen Hebelmecha- nismus auf, den schon HıLpesrann mit dem vom Salvia officinalis verglich? Mitten auf der dem Gaumen zugekehrten Außenseite des eingeschlagenen Randes der Unterlippe befindet sich ein schon von HıLvesrasp als Nectarium bezeichneter Drüsenfleck; derselbe ist grün bei C. pinnata, grünlich bei C. hybrida, gelbbräunlich bei C. scabiosi- [olia und wird von dichtstehenden, durch gelbliche Chromatophoren bez. reichliche, intensiv grüne Chlorophyllkórner gefärbt. Das in diesem » Nectarium « ausgeschiedene Secret ist jedoch kein eigentlicher Nectar, wenn es auch dem Verf. nicht gelang, die wahre Beschaffenheit desselben zu ermitteln. NIEDENZU, Burck, W.: Eenige bedenkingen tegen de theorie van WEISMANN aangaande de beteekenis der sexueele voortplanting in verband met de wet von Kyigut~Darwix. — Natuurk. Tijdschrift voor Nederlandsch - Indic, Deel 49, Aflevering 4. 45 S. 8° mit 12 Fig. Die Abhandlung enthält in der Hauptsache einen Teil des Originales zu der Uber- setzung von Hrnzsous in Ann, du jard. bot. de Buitenzorg VIII, S. 422 (vergl. Referat in Bot. Jahrb. XII, 5. 30). Da durch die angeführten Beispiele die Giltigkeit der Kxicur- DanwiN'schen Theorie als allgemeines Natu rgesetz widerlegt sei, so falle damit Litteraturbericht. — C. Potter. A. Cogniaux, E. Sagorski und G. Schneider. 7 auch die von Weismann Über die Hypothese einer Vererbung von Verletzungen«) aufge- stellte Theorie, welche auf jenem »Gesetz« fuBe. . NIEDENZU. Potter, C.: On the inerease in thickness of the stem of the Cucurbitaceae. — Proceedings of the Cambridge Philosophical society. Vol. VII. part 1. p. 44—16. pl. I and Il. —— — Additional note on the thickening of the stem in the Cucurbitaceae. — Ebenda. Vol. VIT. part 2. Die Cucurbitaceae besitzen bekanntlich diebicollateralen Gefäßbündel in zwei Kreisen angeordnet, und nach den bisherigen Beobachtungen konnte ein Dickenwachstum ver- mittelst eines interfasciculären Cambiums nicht constatiert werden. Der Verf. zeigt, dass der Grund hierfür darin liegt, dass man bis jetzt nur einjährige Arten dieser Familie untersuchte, und weist ein Interfascicularcambium für zwei Trichosanthesarten und Coc- cinia (Cephalandra) nach. Doch nur die äußeren Cambien verbinden sich durch Über- brückung der die Bündel trennenden Markstrahlen, während die inneren Cambien ihre Thätigkeit bald einstellen und verschwinden. Durch die Thatsache, dass das Interfas- cicularcambium die äußeren Cambien sämtlicher Bündel verbindet, gewinnt die von pE Bary ausgesprochene Ansicht eine Bestätigung, derzufolge die Bündel der beiden Kreise nur einem einzigen, wellig gebuchteten Bündelringe angehören. Die einjährigen Cucurbitaceae besitzen ihr mechanisches Gewebe in dem Skleren- chymring der Rinde, während die perennierenden Formen der sklerenchymalischen Ele- mente entbehren, dafür aber in dem geschlossenen Xylemring eine Festigung erhalten, Pax. Cogniaux, A.: Cucurbitacearum novum genus ct species. — Proceed. of the Calif. Acad. ser. 2. Vol. III. p. 58—60. Die neue Gattung Brandegea gründet C. auf Echinocystis Bigelowii Cogn. (DC. Monogr. Phan. Ill. 804) und will sie in die Nähe von Cyclanthera bringen. Wegen der drei freien Antheren. die ja bekanntlich bei Cyclanthera ein ringfórmig geschlossenes Synandrium bilden, kann sie nicht neben letzterer Gattung im System stehen; die verwachsenen Fi- lamente weisen ihr eineStellung zwischen Echinocystis und Hanburia (dieser näher) unter den Sicyoideae an. Die neue beschriebene Echinocystis Brandegei Cogn. bildet den Typus einer vierten neuen Section Pseudo- Echinopepon. Pax. Sagorski, E. und G. Schneider: Flora der Centralkarpathen mit specieller Beriicksichtigung der in der hohen Tatra vorkommenden Phanero- gamen und Gefäßkryptogamen. 2 Teile. — 210 u. 591 p. 89 u. 2 Taf. Leipzig (E. Kummer) 1894. .# 20. Als ein freudiges Ereignis müssen wir es begriiBen, dass die beiden Verf. uns eine Flora der Centralkarpathen liefern, für ein botanisch so hoch interessantes Gebiet, für welches bis jetzt nicht einmal ein zusammenhängendes Standortsverzeichnis existierte. 76 Jahre sind seit dem Erscheinen von WanrENsEne's Flora Carpathorum centralium ver- strichen; und wührend damals die Centralkarpathen durch die classische Arbeit des schwedischen Naturforschers in die Reihe der gut durchforschten Gebirge traten, wurden sie später stark vernachlässigt. Erst seit der Reise von RupoLr v. Uecarrirz im Jahre 1856 datiert die neuere Floristik dieses Gebietes. Urcurritz war der hervorragendste Kenner der Tatraflora, und ihm verdankt das gegenwärtige Werk zum nicht geringen Teil seine Existenz. Unumwunden sprechen dies auch in dankbarer Erinnerung die Verff. aus; an vielen Stellen tritt sein kritischer Blick und Scharfsinn klar zu Tage. Wer, wie Ref., 8 Litteraturberieht, — E. Sagorski und G. Schneider. mit der Geschichte dieses Buches von seinen ersten Anfüngen so vertraut ist, wird dies erst richtig zu würdigen verstehen, Die beiden Verfasser haben zu wiederholten Malen das Gebiet botanisch bereist ; Sacorskı blickt im Ganzen auf eine 42wöchentliche Thütigkeit in jenem Gebirge zurück, Ref. hat im Ganzen eine mindestens ebenso lange Zeit dort botanisiert, und eine Durch- sicht des vorliegenden Werkes zeigte ihm, dass er in diesem Gebiete sicherlich ebenso gut »zu Hause« ist, wie die Verff. Daher kann Ref. auch von vornherein gleich behaupten, dass die floristische Thätigkeit in den Centralkarpathen im Detail als noch nicht abge- schlossen betrachtet werden darf, Namentlich die Kalkberge der Liptauer Alpen be- dürfen noch genauerer Erforschung; und dem Granitstock der hohen Tatra scheinen die Verff. ángstlich aus dem Wege gegangen zu sein. Hütten sie das Mengsdorfer Thal mit den oberen Seitenthülern oder die oberen Seebecken des Poduplaskithales besucht, so würde das Becken des Litvorvy Staw nicht so óde und pflanzenarm erscheinen, als sie es schildern, sie würden über die Üppigkeit des Pflanzenwuchses im Mlinikathale, das SAGonskr während des Druckes der Flora noch besuchte, weniger erstaunt sein. Damit hüngt zusammen, dass die Standortsangaben bei den einzelnen Species, namentlich des Granitgebirges, noch nicht in einigermaßen ausreichender Vollstándigkeit vorliegen. Meinen Erfahrungen zufolge befinden sich z. B, die schünsten und vielleicht zahlreich- sten Exemplare der Pinus Cembra im Mengsdorfer Thale, wie dies auch KOLBENHEYER in seinem trefflichen »Führer« angiebt; in der Flora von Sac. und Scun. fehlt dieser Standort vollig. Der niedrigste Standort des Leontopodium alpinum liegt auch nicht in den Lip- tauer Alpen bei etwa 900 m, wie Sacorski angiebt, sondern in unmittelbarer Nahe von Béla-Hóhlenhain, von hier in einigen Minuten zu erreichen. Es wüchst dort in ziem- licher Menge; da der Standort aber der dortigen Bevölkerung bekannt ist und von ihr zum Handel mit Edelweiß ausgebeutet wird, liegt die Gefahr der Vernichtung nahe. Der erste (allgemeine) Teil der Flora, sowie die Gattung Hieracium im zweiten (spe- ciellen) Teile hat Scunemer zum Verf., der behufs Herbeischaffung von Material, karten, Litteratur u. s. w. durch mehrere Jahre hindurch unermüdlich thätig war und schon früher zum Gebrauch auf Excursionen Standortsverzeichnisse im Manuscript fertig ge- stellt hatte; der zweite Teil wurde von Sacorskı bearbeitet. Der erste Teil enthält die Umgrenzung, die Orographie, den geologischen Bau, die klimatischen Verhältnisse des Gebietes , bringt historische Angaben, schildert die Vege- tationsregionen und Vegetationslinien des Gebietes, den Einfluss des Substrats auf die Vegetation, enthält eine nummerische Übersicht der Familien des Gebiets im Vergleich zu anderen Gebirgen, Litteraturverzeichnisse u. s, w. und am Schluss umfangreiche Listen von Pflanzen nach Standorten geordnet, Darin liegt ein groBer Vorzug des Buches, und jeder, der fernerhin die Tatra botanisch bereisen wird, wird dem Verf. (SCHNEIDER) für diese mühevolle Arbeit aufrichtig dankbar sein, Vielleicht entschlieBt sich der Verf. bei einer zweiten Auflage eine Liste für den botanisch so interessanten Popovaberg zu entwerfen, der zwar nicht mehr in das engere Gebiet gehört, aber doch wohl von jedem fremden Botaniker gelegentlich einer Tatrareise aufgesucht wird. Weshalb bei Pirus Aria, Cirsium Erisithales, C. Eriophorum, Gentiana Asclepiadea und vielen anderen als Standortsangabe»Popovaberg« im speciellen Teile fehlt, ist nichtersichtlich, da diese Arten ebenso häufig daselbst vorkommen, wie viele im speciellen Teile genannten Pflanzen. In Betreff der Gliederung des Gebietes kann sich Ref, mit der SCHNEIDER’schen Dar- stellung durchaus nicht einverstanden erklüren. Die Centralkarpathen gliedern sich in ihrem orographischen und geologischen Bau und daher auch in botanischer Be- ziehung!) in drei leicht erkennbare, sehr natürliche Abschnitte: 4) die Liptauer 4) Ist z. B. auch bei der geogr. Anlage im Berliner voran. Garten zur Darstellung gebracht worden. Litteraturbericht. — E. Sagorski und 6. Schneider, 9 Alpen vorzugsweise aus Kalk bestehend (die hóheren Gipfel aus Granit), ostwärts bis zum Liljiovepass reichend, welcher das Tychathal mit dem Thal der Sucha woda verbindet ; 2) die Hohe Tatra vom Liljiovepass bis zum Kopapass, aus Urgestein bestehend; und 3) die Beler Kalkalpen, vom Kopapass östlich und nordöstlich gelegen. Diese Gliederung hat auch schon KorskENHEYER in seinem wertvollen Tatraführer sehr präcis durchgeführt, Eine engere Anlehnungder in Rede stehenden Flora an KOLBENHEYER in dieser Beziehung wäre ihr sicher nur von Vorteil gewesen, ScnsEiper unterscheidet zwar auch die Liptauer Alpen, die Hohe Tatra und die Béler Kalkalpen, fügt aber als viertes selbständiges Glied noch die galizische Tatra hinzu, d. h. den Bergzug, der von der Cubrina in der Hohen Tatra über die Swinnica und den Beskid sich nach NW. hinzieht. Die Abgrenzung dieses Gebirgszuges als selbstándiges Ganze ist sehr unnatürlich, weil derselbe orographisch, geologisch und botanisch in zwei wesentlich verschiedene Hälften zerfällt. Der Zug bis zum Liljiovepass zeigt die Zerrissenheit der Tatragipfel, besteht aus Granit und muss, wie auch KOLBENHEYER richtig angiebt, der Hohen Tatra zugerechnet werden, wührend westwürls vom genannten Pass der Kalk beginnt und die abgerundete Gebirgsbildung der Liptauer Alpen mehr in ihr Recht tritt. Auch die Angabe von SCHXEIDER, dass die Lomnitzer Spitze den westlichsten Punktim Hauptkamm der Hohen Tatra bildet, ist un- richtig. Die Grenze wird vielmehr von den Abhängen der weißen Seespitze gebildet, wührend die Lomnitzer Spitze, wie überhaupt die hohen Tatraspitzen, gar nichtim Haupt- kamm des Gebirges liegt, sondern auf einem kurzen, nach SO, orientierten Ausläufer. Das ist ja eben gerade ein Charakterzug im orographischen Bau des Gebirges! WAHLENBERG unterschied in den Centralkarpathen 5 Regionen: 4) die planities frugi- fera et pomifera, 2) die Regio montana s. Fagi, 3) die Regio subalpina, 4) die Regio alpina inferior s. Mughi und 5) die Regio alpina superior. Scuneiper fasst die Region 4 und 2 von WAuLENBERG zusammen als » Region der Hochebene« und kommt daher nur zur Un- terscheidung von 4 Regionen, deren drei andere sich mit den Gliedern 3 bis 5 bei Wan- LENBERG decken. Und in der That wird man ihm zugestehen müssen, dass im Gebiet von einer Rezion Fagi nicht die Rede sein kann. Danach umfasst die Region der Hochebene das Land bis 900 m; diesubalpine Region, soweit der Wald reicht, bis 1350 m; die Knie- holzregion liegt zwischen 1350 und 1900 m, und die hochalpine Region darüber. Die einzelnen Regionen werden eingehend geschildert, auch nach Formationen, doch könnte letzteres noch deutlicher hervortreten. Im engen Anschluss an die von Urcurnirz gegebenen Vegetationslinien der schlesi- schen Flora construiert ScuxEIDER solche für die Flora der Centralkarpathen. An und für sich ist dieser Gegenstand nicht uninteressant, aber er giebt keine richtige Vorstellung von der weiteren Verbreitung der Arten des Gebietes. Wenn z. B. angegeben wird, dass Anemone narcissiflora in der Tatra die NO.-Grenze ihrer Verbreitung erreicht und erst »neuerdings« in Sibirien gefunden sein soll, so stimmt das wenig überein mit der That- sache, dass diese Art längst aus Sibirien bekannt ist, auch in Japan und im nordwest- lichen Nordamerika als Gebirespflanzeauftritt; für Europa stimmt ja die Angabe. Dasselbe gilt, wenn angeführt wird, Delphinium elatum crreiche, abgesehen von den Standorten in den Sudeten, in der Tatra die Westgrenze, Der erwähnte Rittersporn wüchst doch auch in den Alpen! Viel klarer würden die Zusammensetzung der Karpathenflora und ihre Beziehungen zu andern Hochgebirgsfloren hervortreten, wenn die Gruppierung der Arten nach andern Gesichtspunkten erfolgt wäre. Ein Procentsatz der Arten der Tatra ist doch arktisch-alpin, andere sind sudetisch-karpathisch, andere nur auf die Central- karpathen und Siebenbürgen beschrünkt; nicht wenige sind den Alpen und Karpathen gemeinsam und auf sie beschränkt. Rechnet man noch die endemischen Formen — deren es übrigens nur wenige giebt — hinzu, ferner die wenigen pannonischen Formen, welche bis an den Südfuß des Gebirges vorgedrungen sind, so hätte man Material genug für eine Geschichte der Tatraflora. Berücksichtigt man dann, dass auch ncch östliche 10 Litteraturbericht, — Flora brasiliensis. Typen sichin den Karpathen vorfinden, so wiirden diese pflanzengeographischen Beziehun- gen weitere Schlussfolgerungen gestatten. Es hat noch Niemand, so oft auch die Alpen- flora auf ihren Ursprung hin untersucht wurde, die Karpathenflora in dieser Hinsicht studiert, und doch konnten die eingehenden Untersuchungen von Parrscu iiber die Ver- gletscherung der Centralkarpathen zur Eiszeit hierzu die Veranlassung geben, Es ist SCHNEIDER gelungen, den Einfluss des Substrats auf die Vegetation zu schildern; er zeigt, welche Pflanzen der Tatra nur auf Kalk, und welche nur auf Granit vorkommen. Da die Zahl der kalkholden Species eine ganz erhebliche ist, so folgt hieraus schon ein größerer Pflanzenreichtum der Liptauer Alpen und Béler Kalkalpen vor dem der Hohen Tatra. Aber auch in anderer Weise — und dies wird leider nicht ausgeführt — äußert sich noch der Einfluss. Auch die Walder sind verschieden zusammengesetzt. Die Buche ist in der Tatra entschieden kalkhold, wenn auch nicht kalkstet, und auch die Tanne scheint Kalkboden vorzuziehen. Übrigens ist bisweilen als Angabe des Substrates fälschlicher Weise das Alter der betreffenden Ablagerung angegeben , anstatt die petro- graphische resp. chemische Beschaffenheit des Gesteins selbst. Für die jetzige Pflanzen- decke ist die chemische resp. petrographische Beschaffenheit des Substrates in erster Linie maBgebend, sobald überhaupt ein derartiger Einfluss existiert, nicht aber das Alter der betreffenden Schicht. Aus der nummerischen Übersicht sei erwühnt, dass 1239 Species im Gebiet der Centralkarpathen vorkommen. Dieselben werden im zweiten Teil von Sacorskr be- schrieben. Nur die Gattung Hieracium hat SCHNEIDER im Anschluss an NÄGELI-PETER bearbeitet. Dassdurch diesehr eingehende Berücksichtigung der Hieracien (pag. 265—367) und Rosen eine gewisse Ungleichheit in der Behandlung des Stoffes entstanden ist, liegt auf der Hand; doch wird man den Verff. für die Mitteilung ihrer Detailstudien dankbar sein, und kaum einen Vorwurf gegen sie daraus erheben können. Dass der Familien- schlüssel deutsch gegeben wird, dürfte für viele nichtdeutsche Botaniker stórend er- scheinen; für die deutschen Schlüssel der Gattungen und Arten liegt ein Ersatz darin, dass die Diagnosen lateinisch und die Gruppierung der Arten innerhalb der Gattung in Abschnitte mit lateinischen Titeln erfolgt. Doch ist der zweite Teil nicht frei von Un- gleichmäßigkeiten, weil eben lateinischer und deutscher Text mit einander wechseln, die kritischen Bemerkungen teils deutsch, teils lateinisch gegeben werden. Bei einzelnen Gattungen fehlt die Diagnose. Auch die Angabe der Beobachter ist nicht überall mit der erforderlichen Genauigkeit gemacht worden; so rühren doch wohl nicht alle Standorts- angaben bei Erysimum strictum v. Wahlenbergii von Sacorskı her? u. a, m. Selbst das Titelblatt ist ungleichmäßig, wenn es von »Centralkarpathen« und einer » Flora Carpato- rum centralium « spricht. Die beigegebene Doppeltafel bringt Leontodon clavatus Sag. et Schn. und die Unter- schiede gegen L. pyrenaicus und L. Taraxaci zur Darstellung. Im Großen und Ganzen begrüßen wir aber trotz der kleineren Ausstellungen das Werk mit aufrichtiger Freude, als ein Buch, welches viel Nutzen bringen kann und wird. Wir haben jetzt eine Grundlage, auf der die Floristik des schónen Gebirges ausgebaut werden kann. Pax, Flora Brasiliensis, ediderunt De Martius, Eichler, Urban. Fasc. 108. Leipzig (F. Fleischer) 1890. 150 S. Tafel 39—63. 4 36. Cacteae exposuit Carolus Schumann. 20 Gattungen bewohnen mit 850—900 Arten Amerika, nur eine findet sich ebenfalls in Afrika, Mauritius und Ceylon. Die Familie zeichnet sich dadurch aus, dass sie sowohl beblütterte Pflanzen in sich birgt wie Gewächse, bei denen man kaum den Stamm von den Blättern zu unterscheiden vermag, doch vermitteln zahlreiche Übergänge den Zusammenhang. Litteraturbericht. — Flora brasiliensis. 11 Schwierig ist es einen Ankniipfungspunkt mit anderen Familien zu finden, wenn auch zum Beispiel die Gattung Peireskia unzweifelhaft zu den typischen Dicotylen gehórt. Hervorzuheben sind vegetativische Sprosse, welche mit dem Namen Kletterzweige bezeichnet werden und entweder dicht mit Blättern bedeckt sind oder dieselben spar- sam aufweisen. Die Blätter nehmen die verschiedenartigsten Gestalten an und fallen bald nach Jahresfrist ab, bald überdauern sie nur die Blüte, bald bleiben sie dauernd am Stamm. Die Art der Fortpflanzung geschieht auf zweierlei Weise. Meistens bringt der Vege- tationspunkt neue Teile und zuweilen frische Blüten und Zweige hervor, seltener sprieBen Seitentriebe hervor, welche Blüten zeitigen. Bemerkenswert ist die mehr oder minder groBe Behaarung, welche sich zuweilen zu einem fórmlichen Pelz gestaltet, und das Auftreten starker Stacheln. Vollständige Blätter finden wir nur bei der Gattung Peireskia. Der Fruchtknoten ist stels unterständig, die Samenknospen sind zumeist anatrop; das Perigon lässt keine Unterscheidung zu, ob man es mit Kronen- oder Kelchblüttern zu thun hat. Die Staub- gefüBe stehen meist am Grunde der Blumenróhre, oft in zwei bis drei getrennten Kreisen. Die Frucht ist in der Regel eine Beere, oft fleischig. Der Samen ist verhältnismäßig klein. Die Einteilung ist nach Scuumann folgende: I. Cereoideae. Plantae succulentae foliis minutissimis squamosis haud vel lentis ope modo conspicuis, interdum prima evolutione sola manifestis instructae. Ovula saepissime funiculo elongato suspensa contra illum inflexa micropyle eum tangentia ; aculei haud glochidiati. A. Flores tubulosi. a. Flores ex areolis vel apice tuberculorum insidentes . . . . Sectio I. Echinocacteae. a. Caulis costatus vel costae in tubercula persistentia solutae areolae aculeatae ra- rius nudae. * Caulis elongatus saepius ramosus, costatus vel angulatus. + Cephaiium 0 . . . . . 2... 4. Cereus Haw. (29 Arten). + Cephalium laterale vel terminale. . . . . 2. Cephalocereus Pfeiff. (4 Art). ** Caulis elongatus ramosus articulatus articulis florigeris saltem planis foliaceis. - Stamina omnia tubo perigonii affixa, flores actinomorphi vel curvatione tubi subzygomorphi orificio horizontali. . 3. Epiphyllum Haw. (5 Arten). --- Stamina inferiora (interiora) toro affixa in annulum brevem superne appen- dicula membranacea inflexa munitum connata, flores solemniter zygomor- phi, orificio obliquo.. . . 2... 4, Zygocactus K. Sch. (2 Arten). *** Caulis abbreviatus globosus vel breviter cylindricus et clavatus. + Flores valde elongati tubo basi cylindrico. 5, Echinopsis Zucc. (6 Arten). 2 Flores breviores tubo turbinatis vel dum longiores ovario valde elongato cylindrico, vel parvi. X Baccae carnosae rubrae. § Cephalium a caule manifeste distinctum, setulis flaccidis intermix- tum; ovarium nudum, . . . 6. Melocactus Lk. et Otto. (5 Arten). $8 Caulis apice tomento areolarum confluente longissimo cephalium convexum exhibens, aculeis intermixtum, ovarium squamosum, 7. Malacocarpus Salm-Dyck. (8 Arten). xx Baccae exsuccae virides. . . 8. Echinocactus Lk. et Otto. (24 Arten). Incertae sedis (Brasiliam non inhabitat.) . . . . . . . . 9. Anhalonium Lemaire. . Tubercula basi caulis decidua, apice phyllis subulatis paleaceis instructa. (Bra- " iliam non inhabitat.) . . . . . . . . . . . . . 40. Leuchtenbergia Hook, f. b. Flores supra tubercula ad basin eorum oriundi. , . . . . Sectio. II. Mamillarieae. a. Tubercula concava vel conica vel mamillosa. (Brasiliam non inhabitat.) 1, Mamillaria Haw. 19 Litteraturbericht. — Flora brasiliensis. 3. Tubercula in medio plicata apice squamis imbricatis aselliformia. (Brasiliam non inhabitat.) . . . 5... . . . . . . . s. . 42. Peleocyphora Ehrenb. B. Flores rotati. . . . . . . . . . Sectio HI. Rhipsalideae. a. Ovarium phyllis minutis axillis aculeolatis munitum, (Brasiliam non inhabitat. An ad Echinocacteas pertinens?) , . . . .. es... 43. Pfeiffera Salm-Dyck: b. Ovarium nudum vel phyllis minutissimis axillis inermibus instructum. a. Flores apicales . . . , . . . . . . . . . . . . . 44. Hariota DC. (2 Arten). 3. Flores laterales’. . . . ©... 15. Rhipsialis Gaertn. (36 Arten). II. Opuntioideae. Plantae succulentae multiformes plerumque articulatae articulis planis, Flores rotati. Folia statu juvenili saltem conspicua cylindrica plerumque ca- duca; areolaesaepissime aculeolis glochidiatis connatae ; ovula funiculo brevi suspensa, ab eo utrinque apice dilatato inclusa. . . . . . . . . . . . . . . Sectio IV. Opuntieae. A. Stamina perigonium superantia. . . . . . . 46. Nopalea Salm-Dyck. (4 Art). B. Stamina inclusa . . . . . ers s s 47. Opuntia Mill. (7 Arten), MI. Peireskioideae. Plantae habitu Dicotylearum normalium, foliis planis persisten- tibus instructae; aculei haud glochidiati; ovula plura funiculo brevi instructa, parietem ovarii attingentia vel 5 latere latiora fundo ovarii incumbentia a funiculo haud inclusa. Sectio V. Peireskieae, Incertae sedis, 18. Peireskia Mill. (4 Arten). 49. Eulychnia Phil. 20. Eriosyce Phil. Als neu finden sich (abgebildet mit * versehen): Cereus microsphaericus (Rio de Janeiro, Graziov); C. parvulus (ebenfalls); C. mela- nurus * (Minas Geraes, SELLO; Serra d. S. Sado d'El Rey, Gtaziou); C. Glaziovii (Minas Geraes ad Rio d’Itabira da Campo); C. Hildmannianus * (Rio de Janeiro, Graziov); C. Warmingii (Rio de Janeiro, Warming); C. Balansaei (Paraguaria, BALANSA); — Epiphyllum acuminatum * (Rio de Janeiro, GLAziov); — Harriota villigera (Brasilia, SELLO); — Rhipsalis minutiflora (= Rh. funalis Miqu. 3 gracilior, Surinam); RA. Lindenbergiana * (= Rh. cas- sythaG, v. Beck, Rio de Janeiro); Rh. macropogon (Rio de Janeiro, Graziov;; — Rh. neves- Armondii* (= Rh. funalis G. v. Beck, Rio de Janeiro); — Rh. Warmingiana (Minas Geraes, WARMING; Caldas, LIND8ERG);, — Rh. linearis (Brasilia australis, SELLo; Paraguay, Barassa; Argentinia NIEDERLEIN); Opuntia inamoena (Rio de Janeiro, Graziov). Die geographische Verbreitung ergiebt sich aus folgender Tabelle. £ S n 1 E PELA " E Sg - = . 3 = = EES Ru£e gx e CG 278 z £ = Genera. 25 533 SEE FE SE E Se fF ag ESS SET 42 <= = 5 2 = Fr ORB TS D3 25 COZ EU = Cereus 2°0 1 64 20 23 27 60 Cephalocereus 40 5 — — 1 — h Epiphyllum 43 — 7 2 — 3 1 1 Zygocactus 2 — — — 2 — — Echinopsis 29 — 5 — — 6 41 8 Melocactus 32 — 4 20 — 5 5 Malacocarpus 8 — — — — 8 — 4 Echinocactus 146 — 95 4 == 23 49 43 Anhalonium 7 -— 7 — — — — Leuchtenbergia 4 — 1 , — — — — Mamillaria 235 — 194 A 7 -= — 35 Pelecyphora A — 4 — — — — — Pfeiffera 1 — 4 — — — — — Hariota 2 a — — — 2 — — Rhipsalis 36 — 2 2 34 — 2(3? — Nopalea 3 — — 1 3 1 — — Opuntia 140 — 7A A 2 489) 96 16 Peireskia 43 — 6 2 1 4 2 Eulychnia 3 — — — — 3 — Eriosyce . 1 — — — — — 1 — Litteraturbericht. — F. G. Stebler und C. Schröter. 13 Die Verwertung des Saftes vieler Cacteen und das Verzehren vieler Friichte ist ebenso bekannt wie die Verwendung zu dichten Hecken und in früheren Zeiten seitens der Gattung Opuntia zur Cochenillezucht. Außer den bereits bezeichneten Arten sind ferner abgebildet: Cereus macrogonus, flagelliformis, triangularis; Cephalocereus melocactus ; Epiphyllum phyllanthus; Zygocactus truncatus; Echinopsis Eyricsii ; Melocactus violaceus, Malacocarpus corynodes, Selloi; Echinocactus denudatus, muricatus, exsculptus, hypocrateriformis, Ottonis; Hariota salicornioides ; Rhipsalis grandiflora, paradoxa, pachyptera, Regnellü, sarmentacea, Nopalea coccinellifera; Opuntia Brasiliensis, monacantha; Peireskia bleo. E. Roru, Berlin. F. G. Stebler und C. Schröter: Beiträge zur Kenntnis der Matten und Weiden der Schweiz. (Landwirtschaftliches Jahrbuch der Schweiz. Bd. I, 4887. p. 77—190.) Diese interessante und in praktischer Hinsicht sehr wichtige Arbeit besteht aus vier Abteilungen und ist als Anfang einer Serie Publicationen unter diesem gemeinsamen Titel zu betrachten. (Vergl. das Referat über »SrEsLER el SCHROTER, die Alpenfutterpflan- zen« in Bot. Jahrb. XI, Litt. S. 82.) Imersten Abschnitte: »Methode und Zweck der Untersuchungen der Matten und Weiden der Schweiz« wird einleitungsweise die Stellung der Landwirtschaft der Schweiz behandelt. Der Futterbau ist der wichtigste Zweig derselben, was durch statistische Mit- teilungen gezeigt wird. Der größte Teil des cultivierten Aggals derSchweiz (ungefähr neun Zehntel) istnämlich Matt- und Weideland. Im Kanton Zürich z. B. war der Geldertrag der Futterpflanzen im Jahre 1884 etwa 33 Millionen Franken; der Geldwert des Ertrages der Hackfrüchte und des Getreides dagegen nur 1! Millionen Franken. — Jedoch soll sich der Ertrag des Futterbaues durch Verbesserung der Kultur wenigstens um 409/, steigern kónnen, und das wichtigste Mittel hierzu ist, dass man den Futterbau auf wissenschaft- liche Grundlagen stellt, Man soll sich daher mit den Eigenschaflen, den Ansprüchen etc. der Futterpflanzen vollends vertraut machen , wodurch es zuletzt móglich werden wird, »die Ertrage mit den geringsten Kosten aufs Hüchste zu steigern.« Die VerlT. gingen bei ihren Untersuchungen von den folgenden Sätzen aus: »Die allseitige genaue Kenntnis der W iesenpflanzen ist die Grund- lage des Futterbaues.« »Die GüteeinerWiesehüngtin erster Linievon derZusammenselz- ung ihres Bestandes ab, d. h, von den Pflanzenarten, welche auf ihr wachsen,und von dem Mengenverhältnisderselb en!) und lässt sich am sichersten nach derselben beurteilen.« Unter »Matte« (von Mähen abgeleitet) verstehen die Verf. die gemähten, unter »Weide« die beweideten Wiesen. — Betrefls ihrer Forschungsmethode, welche sich kürzlich nicht darstellen lässt, werden folgende Mitteilungen gegeben: »Es werden zunächst die äußeren Bedingungen der zu untersuchenden Wiese notier. : Höhe über Meer, Exposition, Bodenbeschaffenheit, Nutzungsart, Düngung, Wässerung, Entwicklungszustand des Bestandes elc. Dann werden in einem gewissen Umkreis (so- weit der Charakter des Bestandes sich nicht wesentlich ändert) die die Narbe bildenden Pflanzenarten möglichst vollständig bestimmt und notiert mit Angaben über die relative Häufigkeit ihres Auftretens. Es wird sodann eine Stelle aufgesucht, wo der Bestand am ehesten einen Durchschnittscharakter zeigt, und dort mit aller Sorgfalt ein quadratisches, 4) Mit » Bestand« bezeichnen die Verff. » die Gesamtheit dessen, was auf der Wiese wächst«. (Ref. kann eine solche Anwendung dieses Ausdruckes nicht für gut erkennen.) 14 Litteraturbericht. — F. G. Stebler und C. Schröter, genau abgemessenes Stück des Rasens — gewöhnlich ein Quadratfuß — ausgehoben, Zu- nächst wird die Fläche mit tiefen vertikalen Einschnitten umfahren , dann durch einen von auBen schrüg dazu gerichteten Schnitt ein dreikantiges Stück Erde lángs jeder Seite ausgehoben , so dass das Probestück gleichsam von vier Grüben umzogen ist; endlich schält man dasselbe mit einem scharfen Messer mit einer 2—3 cm dicken Erdschicht ab, welche durch die vielfach versponnenen Wurzeln und Rhizome fest zusammengehalten wird und sich leicht transportieren lässt, mit allem was darauf gewachsen ist. Zu Hause wird dann der Rasen auseinander genommen, Trieb für Trieb bestimmt, dann die fertilen und sterilen gesondert, ebenso die Keimpflanzen, gezählt, die Wurzeln abgeschnitten und die oberirdischen Triebe in Düten geschlossen. Nachdem die Pflanzen so längere Zeit auf einem Trockengestell gelegen und nicht mehr nachtrocknen, werden sie mit der analytischen Wage gewogen.« Hierbei ist zu bemerken, dass als Trieb jedes isoliert der Erde oder nahe über der- selben entspringende, vertikal aufgerichtete Pflanzenglied gezählt, und dass als Keim- pflanze alles, was in der Vegetationsperiode des Untersuchungsjahres gekeimt hat, be- zeichnet wird, Darauf folgt eine Kritik der Entwickelung dieser Forschungsmethode, welche im Princip von dem dänischen Botaniker Sawsok Lunp stammt (Vejledning til at kjeude Graasser i blomsterlós Tilstand, Kopenhagen 1882); er war der ersle, der bei Untersuchun- gen dieser Art das Ge wich t der einzelnen Bestandteile berücksichtigte. Man hat ander- weitig nur die Zählungs- oder die Schützungsmethode gebraucht; jene z. B. SINCLAIR (1826), HawsrEIN (1859) und Jur. Künn (1871), diese LECOQ (1862) und Bourret (1887), Durch genaue Untersuchungen der sümtlichen Wiesen pflanzen (Futterpflanzen und Unkräuter), sowie der Wiesenbestände beabsichtigen die Verff, die Bedingungen für die Hebung des Futterbaues zu entdecken. Die Kenntnis der einzelnen Wiesenpflanzen soll folgende Eigenschaften berück- sichtigen: 4. diebotanischenMerkmalealler Pflanzenteile, 2, die Lebensbedingungen, 3. die Wachstumserscheinungen und 4, den Futterertrag. Die Kenntnis der Wiesen- bestän de dagegen umfasst folgende Specialaufgaben: 4. botanische Charakterisierung derselben, 2, Einfluss der natürlichen Factorenauf die Bestünde (Bodenbeschaffenheit, Höhe über dem Meer, Exposition, Beschattung, natürliche Wechselwirtschaft), 3. Einfluss der künstlichen Factoren auf die Bestände (Düngung, Wässerung, Nutzungsart und ^. Beurteilung des Futterertrages der Bestünde. — Im zweiten kapitel werden »Untersuchungen über den Einfluss der Düngung auf die Zusammensetzung der Grasnarbe« erörtert. — Es ist eine wohlbekannte Thatsache, dass bei der Diingung sowohl der Ertrag sich steigert, wie auch die Wiesenvegetation sich ändert. Genaue Beobachtungen über diese Veri nderungen waren jedoch nicht ge- macht oder sie waren im Vergleich zu der großen , praktischen Bedeutung dieser Frage unzureichend. Die ausführlichsten Studien über diesen Gegenstand stammten von Lawes und GILBERT. STEBLER und SCHRÔTER haben sehr detaillierte, vergleichende Untersuchungen ange- stellt über die Wirkung sowohl des stickstoffreichen Hofdüngers wie auch des phosphor- säure- und kalireichen Kunstdüngers. Sie teilen Analysen — durch Tabellen dargestellt — von 13 Wiesen in verschiedenen Regionen mit: 3 in der kulturregion (460 m und 590 mu, M.), 2 in der montanen Region (1140 m und 4060 m), 3 in der subalpinen Re- gion (1410, (447 und 1450 m) und 5 in der alpinen Region (1868, 1939, 1970, 2220 und 2227 m). Ref. kann hier nicht allen diesen Untersuchungen im Detail folgen, will aber wenig- slens eine von den Tabellen mitteilen, um dem Leser eine Vorstellung zu geben von der angewendeten Forschungsmethode : Litteraturbericht. — F., G. Stebler und €, Schröter. 15 Gedüngte Wiese vom Gottschallenberg 1140 m ü. M. In einem Quadratfuß des Rasens fand sich: Tab. X. Zahl der iz Prozentsatz der E | . SE | = | ög £ssslis| Se | Name der Pflanze. Es | 82 [181 ,5 | EK HIER ES EE | SE SE) EE | 5 Ses) Zë: se zer 2 | 5 I | LEES | on = |A SS = | Grüser, Gramineae. 425) 69| — | 25,26) Gm. Straußgras, Agrostis vulgaris With.|27,87) 8,48} — | 36,05 49/174, — | 25,13) Rotschwingel, Festuca rubra L. .. .| 3,49! 5,03) — 8,52 5 5 — | 1,30 Geruchgras, Anthoxanthum odoratum L. 1,28) 0,09 — | 4,37 — 1 — 0,13 Knaulgras, Dactylis glomerata L. — 0,29 — | 0,29 149249 — | 54,82 32,64| 13,59] — | 46,23| 46,23 —L rg. v Scheingräser, Cyperaceae etc. — 5 —| 0,65 Feld-, Hainsimse, Luzula campestris DC.| — | 0,13] — | 0,13 —| 8| — 0,65 — | 0,13 — 0,43} 0,13 — M Schmetterlingsblütler, Papilionaceae. | 131248! — | 30,10) Weißklee, Trifolium repens L.. . . . .| 0,40) 10,24) — | 10,64 4| — | 0,13| Rotklee, Trifolium pratense L... . . «| 4,77) — |— | 4,77 14 218, — 30,23 2,17 10,21) — | 19,38) 19,38 —| Korbblütler, Compositae. — | — | — | 0,13) Gemeine Wucherblume, Leucanthemum vulgare DC. 4,72) — |—J| 4,72 — 4 — | 0,13 Gem. Schafgarbe, Achillea Millefolium L. — | 0,96 — | 0,96 1; — — | 0,13 Grüner Pippau, Crepis virens Vill. . . .| 0,34) — |— | 0,34 alee oun 0,96 — |" 2.99) 2,99 — | Schirmblütler, Umbelliferae. — 4 — | 0,52) Goldfrüchtiger Kälberkropf, Chaerophyi- | lum aureum L.. . . — 3,77| — | 8,77 — | 0,52 l | — | 3,77, —| 3,77) 3,77 ULT e Knóterichgewüchse, Polygonaceae. | — 3 — | 0,39 Schafzunge, Polygonum Bistorta L.... — | 2,45|—| 2,45 — 3 | 0,39 | 8 | — | 2,45) — | 2,45) 2,45 ee ee ee ER Verschiedene Familien. | — 72) 34| — | 13,40, Gamander-Ehrenpreis, Veronica a Chamae- | | drysb. . . eoo +/23,05] 3,24| — | 26,29 a| —|__| 0,26 Sauerampfer, Hamen Acetosa L. © 2,83} — |—| 2,83 ai 4|—]| 1,69 Rundblättr. Glockenblume, Campanula | rotundifolia L. . . 143| 0,43) — | 1,56 3 Dd 0,39 Scharfer Hahnenfuß, Ranunculus acer `L. 447 — |—]| 4,47 — 9 0,26 Kriechender Günsel, Ajuga reptans L. .| — | 0,20|— ; —| —|— — [Moos Gr. 0,077. . . . . at LUZ J EN 37) — | 16,00 Summa: 47 Arten. 28,48} 3,57 — | 32,05) 32,05 251517 — 65,32) 34,68) — t — os 7 of | 9, 9, Q, 168 10972, Berner fanden sich auf der Wiese: — | 10026 | 100 75 40075 Einjühriges Rispengras, Poa annua. | | | | | | MaBliebchen, Bellis perennis. | | | | | Buschhahnenfuß, Ranunculus nemoros. | | | Ahrige Rapunzel, Phyteuma spicatum | | | |Goldiges Fingerkraut, Potentilla aurea. ` | 16 Litteraturbericht, — F. G. Stebler und C. Schröter. In einer besonderen Abteilung des zweiten Abschnittes wird »das Düngerbedürfnis der einzelnen Arten« besprochen, und nach dem verschiedenen Verhalten zum Dünger werden 5 Gruppen aufgestellt, nämlich: 4. Düngerfordernde ,2.Düngerliebende, 3. Indifferente, 4. Düngerfliehende und 5. Düngerfürchtende Arten. Düngerfordernd sind z. B.: Poa annua, Phleum alpinum, Taraxacum officinale, Senecio cordatus, Rumex alpinus u. a. Düngerliebend: Festuca rubra fallax, Poa pratensis und trivialis, Dactylis glo- merata, Agrostis vulgaris, Trifolium repens, Leontodon hispidus und hastilis, Leucanthemum vulgare, Crepis aurea, Plantago alpina und montana, Meum Mutellina, Polygonum Bistorta, Ranunculus acer und montanus, Viola tricolor etc. Indifferent: Festuca rubra, Anthoxanthum odoratum, Agrostis alba, Deschampsia caespitosa, Vicia sepium, Lathyrus pratensis, Onobrychis sativa, Carum Carvi ete. Düngerfliehend: Briza media, Bromus erectus, Cyperacea (im allgemeinen), An- thyllis Vulneraria, Trifolium montanum, Calluna vulgaris, Vacciniumarten u. a. Düngerfürchtend: Nardus stricta, Aira flexuosa, Molinia coerulea, Danthonia decumbens, Koeleria cristata etc. Aus diesem Verzeichnis geht hervor, dass der oft gehörte Satz: »Stickstoffdiingung begünstigt die Grüser, vertreibt die Kleearten « in dieser allgemeinen Fassung unrich- tig ist. Abgesehen von der Veründerung der Grasnarbe wird durch die Düngung der Ge- samtertrag gesteigert, die Dichtigkeit des Rasens vermindert, das mittlere Triebgewicht erhöht und die mittlere Bestockungszahl vermindert. Als besonders wichtiges Resultat dieser Untersuchungen ergiebt sich ferner, dass gediingte Bestünde im Frühjahr den nicht gedüngten in ihrer Entwicklung voran eilen und dass Ebenenpflanzen mit Hülfe des Düngers weit in die alpine Region hinaufsteigen. Betreffs der Kalisuperphosphatdüngung liegen nur zwei Untersuchungsobjekte vor (bei 490 m und 1050 m it. M.). Nach diesen Beobachtungen bewirkt die Kalisuper- phosphatdüngung ein Zurücktreten der Grüser gegenüber den Leguminosen und vertreibt zugleich die Moosarten, In dem dritten Kapitel, das über den Einfluss des Bewässerns handelt, wird zuerst hervorgehoben, »dass zur Beurteilung der praktischen Bedeutung des Wässerns erst der Einfluss desselben auf die Zusammensetzung der Grasnarbe bekannt sein muss«, Man hat im allgemeinen die Vorstellung bekommen, dass die Bewässerung den Gras- wuchs fördert; die Untersuchungen der Verff, beweisen, dass ein solcher Satz nicht ganz richtig ist, wie weiter erörtert werden wird. Das Material für diese Beobachtungen ist von sechs Standorten gemacht. Drei von diesen betreffend waren die Verf. in der Lage, nahe bei einander liegende bewüsserte und unbewüsserte Wiesen hinsichtlich ihrer Vegelation zu vergleichen, nämlich die Mar- thaler Nieder-Wiesen (375 m), die Langenthaler Matten (460 m), die Wiesen bei Fun- dalen in Wallis (2430 m). Auf den drei anderen Lokalitäten — » Champs secs« bei Sitten (480 mj, die Tellimatten bei Aarau (370 m) und die Thalmatten in Buckten (470 m) — konnten nur bewässerte Wiesen untersucht werden. Die Marthaler Wiesen haben einen Untergrund, welcher aus fast reinem kies be- steht und, wenn er nicht bewässert werden kann, brennend ist und nur einen sehr geringen Ertrag liefert. Die Krume besteht aus kalkreichem, sandigem Lehm. Das Bewässerungs- wasser hat keinen oberirdischen Abfluss, es versickert im Boden, da dieser wie ein Sieb ist. Die Wirkung des Bewässerns ist kurz folgende: je mehr Wasser, desto mehr Kräuter, besonders Umbelliferen, je weniger Wasser, desto mehr Gräser. Bei den Langenthaler Wassermatten ist die Unterlage ein bindiger Lehmboden, und hierauf liegt Kies. Dadurch wird auch das Resultat der Bewässerung ein ganz an- deres als in Marthalen. Die Sauergrüser spielen hier oft eine wichtige Rolle. Diese Litteraturhericht, — F. G. Stebler und C. Schröter. 17 Matten liefern viel Futler — wenn auch nicht so gutes — und haben dadurch einen hohen Verkehrswert. In dem trockenen und regenarmen Gebiet des Wallis ist die Bewässerung für das Land eine große Wohlthat. Um eine Vorstellung der Vegetation auf den dortigen Trocken- matten und Wiissermatten zu geben, mag hier mitgeteilt werden, dass auf einer Trocken- matte dominierten Festuca valesiaca, Plantago serpentina, Koeleria cristata — während auf einer Wüssermatte Festuca rubra fallax, Trisetum flavescens versicolor, Agrostis vulga- ris und Anthoxanthum odoratum charakteristisch waren. Die sogenannten »Champs secs« bei Sitten, ein Wiesencomplex von 364 Hektar, werden durch das Wasser der aus dem Eringerthal kommenden Boryne bewässert, welche viel düngenden Kalk-Thonschlamm führt. Man erzühlt, dass seit 800 Jahren hier nie gedüngt worden sei. Sehr bemerkenswert ist, dass Onobrychis sativa das ver- breitetste Kraut dieser Wässerwiesen ist, während sie auf den unbewässerten Stellen fehlt, und dass diese Art durch die Düngung — hier und da hat man damit begonnen — ver- schwindet. (Onobrychis sativa ist jedoch im vorgüngigen Kapitel der Düngung gegenüber als indifferent hervorgehoben. Ref.) Die Tellimatten bei Aarau gehören zu den besten Wiisserwiesen. Der Boden ist hier feinsandig, stark kalkhaltig, und der Untergrund besteht aus Kies. Überwiegender Be- standteil des Rasens ist Arrhenatherum elatius, das stellenweise ?/4 des Bestandes aus- macht. Bisweilen tritt Dactylis glomerata sehr zahlreich auf. Trotz des Kalkreichtums des Bodens erscheinen die Leguminosen geradezu ausgeschlossen. Eine Thalmatte in Buckten wird durch den Homburgerbach bewüssert, welcher zu Zeiten viel Schlamm und viel düngende Bestandteile mit sich führt, welche den Mist- stätten entfließen. Diese Matte hat einen sandigen Lehmboden mit reichem Kalkgehalt und zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Kräutern aus, insbesondere Heracleum Sphondylium, Anthriscus silvestris, Ranunculus acer, Festuca rubra genuina, Dactylis glo- merata und Poa trivialis. Bezüglich der Resultate dieser Untersuchungen lassen sich allgemeine Regeln über den Einfluss des Bewässerns auf den » Bestand« nicht geben; eine sogenannte Rieselflora existiert nämlich nicht. Die Veränderung der botanischen Zusammensetzung der Narbe und damit der Futterqualitit findet bald in verbessernder, bald in verschlechternder Richtung statt. Die Narbe wird verbessert, wenn der Boden hitzig, durchlässig und locker ist, oder wenn die Niederschlagsmenge eine sehr geringe ist: verschlechtert aber wird dieselbe auf frischem, bindigem Boden. Zulelzt werden mit Rücksicht auf das verschiedene Bedürfnis von Bewässerung drei Gruppen von Pflanzen aufgestellt: die »wasserliebenden«, die »indifferenten« und die »wasserfliehenden«. Als wasserlieben d werden u, a. die folgenden bezeichnet: Phalaris arundinacea, Poa trivialis, Festuca pratensis, Dactylis glomerata, Agrostis vulgaris, Phleum alpinum, Poa alpina, die meisten Carices (wenn das Wasser schlechten Abfluss hat, oder wenn zur Un- zeit, oder zu stark gewässert wird) Onobrychis sativa, Trifolium repens und pratense, He- racleum Sphondylium (besonders wenn das Wasser organische Stoffe enthalt), Carum Carvi, Anthriscus silvestris und Geranium silvaticum. Einige wenige sind indifferent, z. B.: Anthoxanthum odoratum und Avena pu- bescens, Als wasserfliehend werden Bromus erectus, Koeleria cristata, Phleum Bühmeri, Festuca ovina, Poa pratensis angustifolia, die meisten Leguminosae, Erigeron alpinus und wenige andere bezeichnet. Im letzten Abschnitte: » Einfluss des Beweidens auf die Zusammensetzung des Ra- sens « wird behauptet, dass die Dichtigkeit des Rasens und die Feinheit des Heues vieler gedüngter Gebirgswiesen zum groBen Teil auf dem Beweiden derselben beruhe. Zwar Botanische Jahrbücher. XIII. Bd. (2) 18 Litteraturbericht. — N. L. Britton. R. Sadebeck, kónnen die hóhere Lage und die dadurch bewirkte Feinhalmigkeit, sowie auch das Hin- zutreten neuer Arten die Futterqualität teilweise bestimmen; nach der Erfahrung der Gebirgsbauern werden jedoch gewisse grobe Unkräuter durch das Beweiden vertilgt. Um die Einwirkung des Beweidens genauer zu entscheiden, wurden einige beweidete und nicht beweidete Wiesen bei derselben Meereshóhe und unter sonst gleichen Ver- hältnissen studiert; diese Untersuchungen werden in 40 vollständigen Wiesenanalysen mitgeteilt. Das Beobachtungsmaterial ist wohl nicht groß genug, um bis ins Einzelne den Einfluss des Beweidens bestimmen zu kónnen; man hat jedoch mehrere wichtige Winke bekommen. Die Hauptresultate dieser Studien sind die folgenden : I. Der Rasen wird durch das Beweiden dichter und die einzelnen Triebe feiner. 2. Durch das Beweiden werden vor allem die Gräser begünstigt. 3. Mit Ausnahme des WeiBklees nehmen die Kleearten auf gedüngten Wiesen infolge des Beweidens ab. 4. Durch das Beweiden kónnen die grobstengligen Schirmblütler vertilgt werden. Diese »Beitráge zur Kenntnis der Matten und Weiden« haben eine groBe Bedeutung sowohl durch die mancherlei neuen Mitteilungen über die biologischen Verhältnisse der Pflanzen, wie auch und besonders durch die in ökonomischer Hinsicht sehr wichtigen Resultate. Vielleicht dürften einige von diesen modificiert werden, und die Methode kann vielleicht auch, wie es die Verf, selbst andeuten, einer Vervollkommnung bedürfen; als Ausgangspunkt für künftige Forschungen auf diesem Gebiet hat ihre Arbeit einen dauern- den Wert, Ernst Henung (Albano bei Stockholm). Britton, N. L.: Catalogue of plants found in New Jersey. — Final report of the State Geologist. Vol. I. Trenton, N. J., 1889. 615 S. S". Geslülzt auf sein umfangreiches eigenes, sowie das Staatsherbar und die hervor- ragendslen Privatsammlungen vermag Verfasser aus New Jersey, bekanntlich einem der kleinsten Unionsstaaten, nicht weniger als 5644 Pflanzenarten bez, Varietäten aufzuführen, darunter 1919 Phanerogamen. Dieser Pflanzenreichtum hat seinen Grund in der eigen- tümlichen Lage und Bodenbeschaffenheit des Lündchens. Einer der südlichsten unter den Nordslaaten, etwa in gleicher Breite mit Süditalien gelegen, aber noch unter dem Einfluss der hier etwa herabsinkenden nordischen Trift stehend, durch 21/, Breitengrade und 21/, Längengrade sich erstreckend, ist das Land im Norden von ziemlich hohen Ge- birgsketten durchzogen, indes im Süden die nordische Trift in verhältnismäßig junger Zeit einen der norddeutschen Tiefebene vergleichbaren Diluvialboden geschaffen hat. Dazu kommt der Einfluss des Meeres und der verschiedenen Bodenarten. So lassen sich 3 Elemente in der einheimischen Flora unterscheiden: 4. das nordische, welches die bekannten innigen Beziehungen zur Flora Mittel- und Nordeuropas und Nordasiens zeigt; 2. das südliche, welches die für die atlantischen Unionsstaaten charakteristischen Arten umschließt; 3, die Strandvegetation. Dazu kommt als 4, Element die A d- ventivflora. Die Reihenfolge der Phanerorgamen ist diejenige von BExtnam-Hooker’s Gen. pl; nur sind die Coniferen an’s Ende gesetzt, bilden also den Übergang zu den Pteridophyta. Die Nomenclatur ist die in den »Nat. Pflanzenfam.« übliche (mit Klammer-Autoren). NIEDENZU. Sadebeck, R.: Kritische Untersuchungen tibergdie durch Taphrinaarten hervorgebrachten Baumkrankheiten, — Jahrb. der Hamburgischen wissensch. Anstalten VII. (Arb. d. bot. Mus. 1890). 35 S. 80, mit 5 Tafeln Abbildungen. Litteraturbericht, — A. F. W, Schimper. E. Huth. 19 Die durch prachtvolle Abbildungen illustrierte Abhandlung untersucht 46 kritische Arten der Gattung Taphrina, darunter neu: T. Johansonii , Celtidis, Crataegi , minor und Farlowii ; es folet eine kurze Übersicht der bis jetzt bekannten, durch Taphrinaarten hervorgebrachten Pflanzenkrankheiten und schlieBlich eine zusammenfassende Übersicht der bis jetzt bekannlen Taphrinaarten, — Verfasser rechnet zur Gattung Taphrina »alle diejenigen parasitischen Ascomyceten, deren Asci zu einem Fruchtkórper nicht vereinigt sind, sondern frei und in großer Anzahl und oft dicht an einander gedrängt die Blatter oder Blüten des befallenen Pflanzenteiles bedecken und von einem das Gewebe desselben intercellular oder subcortical durchzichenden, niemals aber die Zellen selbst durchboh- renden Mycel ihren Ursprung nehmen«, schließt somit mycellose Ascomyceten aus. Besonders eingehend wird 7. epiphylla Sadeb, besprochen, welche, wie der Autor durch mehrjihrige Culturen direkt nachwies, die Bildung von Hexenbesen auf Alnus in- cana hervorruft; daraus folge, »dass auch andere Taphrinaarten Hexenbesenbildungen zu veranlassen vermógen, wenn auch nicht für jeden einzelnen Fall der Nachweis ganz direkt erbracht worden ist.« NIEDENZU. Schimper, A. F. W.: Uber Schutzmittel des Laubes gegen Transpiration, besonders in der Flora Java's. — Sitzber. d. Kgl. preuß. Ak. d. Wiss. 1890. XL. 48 S. 40, Gleichsam als orientierende Einleitung für seine späteren ausführlichen Monogra- phien schickt Verfasser vorliegende Abhandlung voraus. Dieselbe berührt in gedräng- tester Kürze eine Fülle von pflanzengeographischen, biologischen und anatomischen Untersuchungen und Beobachtungen sowie von Culturversuchen, um das Problem zu lósen, weshalb sich besonders wirksame Schutzvorrichtungen gegen zu starke Transpira- lion bei Pflanzen von solchen Standorten finden, wo sie weder durch Wasserarmut des Substrates noch durch Vererbung erklirt werden künnen, Es sind dies 4. die Halophy- ten, 2. die alpinen Gewächse, 3. die immergrünen Holzpflanzen in külteren temperierten Zonen. Neu und darum besonders interessant ist die Inangriffnabme der Frage für die Halophyten, die Verf. einmal durch Wasserculturen und anatomische Untersuchung der cultivierten Pflanzen und dann durch das Studium der javanischen Halophyten an Ort und Stelle zu lósen suchte. Dieselben leiden darnach erstlich unter erschwerter Wasser- versorgung infolge des hohen Salzgehaltes des Substrates; überdies verhindern concentrier- tere Salzlósungen in den grünen Zellen die Assimilation ; endlich droht den Organen bei noch stärkerer Concentration der Salzlósungen der Tod. Dies ist der Grund, weshalb sich Halophyten, selbst wenn sie mitten im Wasser stehen, doch wie die Xerophilen verhalten bezüglich der Schutzmittel gegen die Transpiration. Bei den alpinen Gewäch- sen fórdern dagegen Luftverdünnung und stürkere Insolation die Transpiration mehr, als die Pflanzen bei der relativ geringeren Wasserversorgung vertragen könnten, darum seien auch hier ähnliche Schutzmittel erforderlich. Da nun auch die Epiphyten der re- genreichen Regionen Java's ähnliche Schutzmittel besitzen, so erkläre sich hieraus der sonst sehr rütselhafte Standortswechsel von Halophyten (einschließlich Flora der Solfa- taren), Epiphyten und alpinen Gewüchsen auf Java. In gleicher Weise beruhe auch die Übereinstimmung im anatomischen Bau der Laubblätter von immergrünen Gewächsen der kälteren Zonen und von Xerophilen auf der verzógernden Wirkung der niederen Bodentemperatur auf die Wasseraufnahme. — Mit gutem Recht darf Verf. »hoffen, damit den Weg zur Lósung verschiedener pflanzengeographischer Probleme etwas geebnet zu haben, « NIEDENZU, Huth, E.: Revision der Arten von Adonis und Anowllonia. — Sammlung naturwissensch. Vorträge, 3. Bd., VIII. Berlin (Friedlander & Sohn) 1890. 13 S. 8%, mit 12 Fig. auf 4 Taf. Æ —.60. EN 20 Litteraturbericht. — E. Huth. Verf. behält Adonis und Knowltonia als Gattungen bei im Sinne von BentHam-Hoo- KERS Gen, pl. und giebt, die Achaenien von Adonis immer als »fructus« bezeichnend, folgende Übersicht über I. Adonis L. 4. Carpellorum styli recti ascendentes vel horizontales. A. Styli carpellis breviores, a. Carpella margine superiore dentata. a. Dens medii marginis acutus. I, Styli ascendentes. 1. A. aestivalis L., stylo fructum superante costa transversali subundulata. var. a. miniatus Jacq., flore miniato basi macula nigra notato vel unicolore. var. B. citrinus (Hoffm.) Huth, flore stramineo-flavo. var. v. cupanianus (Guss.) Huth, flore citrino, costa transversali sinuata. 2. A. dentatus Delile f., stylo fructum haud superante, costa transversali profunde sinuata. II. Styli subhorizontales, fructus angulati. 3. A. microcarpus DC., anteriore fructus parte sublaevi, posteriore profunde sulcata, costa transversali sinuata. var. B. creticus Huth, posteriore fructus parte sublaevi, stylo longiore, 8. Dens marginis sup. rotundatus, stylo approximatus. 4. A. flammeus Murr,, carpellis margine inferiore edentulis. ar, B. parviflorus Fisch., carpellis margine inferiore unidentatis. var. y. baeticus Huth, floribus majoribus. b. Carpella margine superiore edentula. 5. À, autumnalis L. var. B. eriocalycinus (Boiss.) Huth, calyce villoso, petalis luteis. B. Styli carpella subaequantes. 6. A. aleppicus Boiss. var B. armeniacus Huth, flore minore. 2. Carpellorum styli deorsum flexi, saepius uncinati. A, Carpella (matura quoque) pilosa, ca. 4 mm longa, a. Calyx pubescens, a. Pedunculi fructiferi erecti, folia glabriuscula. 7. À. vernalis L., carpellis reticulatis basi late alatis, foliorum laciniis fili- formi-setaceis. Hierzu var. granatensis Uechtritz. 8. A. wolgensis Stev., stylo carpellis aequilongo deorsum flexo, maturis ad- presso, foliorum laciniis lineari-lanceolatis. d. Pedunculi fructiferi nutantes, folia villosa. 9. A. villosus Ledeb. b. Calyx glaber. 10. A. appenninus L. var. a, europaeus Huth, petalis ovato-ellipticis, var. B. sibiricus Patrin., petalis lato-obovatis. var. y. davuricus Rchb., petalis obovatis sepalisque angustioribus. B. Carpella matura glabra, 5—40 mm longa, longe rostrata, 14. A. pyrenaicus DC., caule recto subramoso, ramis unifloris. var. d. cylleneus (Boiss., Heldr. et Orph.) Huth, sepalis lanceolatis acutis corollam subaequantibus. 12. A. distortus Ten., caule pumilo subflexueso, unifloro. Litteraturbericht, — Chr. Jensen, E. Rostrup. H. Mortensen. 21 Il. Knowltonia Salisb. (Anamenia Vent.). A. Folia bi- vel triternata, foliola simplicia dentata. a. Foliola glabriuscula, margine calloso revoluto. 4. K. capensis (L.) Huth. a. rigida (Salisb.) Huth, umbella decomposita patentissima. 8. vesicatoria (L. f. Huth, umbella subsimplici. b. Folia pilosa vel hirsuta, margine haud calloso, haud vel vix revoluto. 2. K. hirsuta DC. foliolis ovatis vel lanceolatis serratis, foliis floralibus lanceolatis integris; germinibus pilosis. var, H. gracilis (DC.) Huth, foliolis profundius et acutius incisis. 3. K. rotundifolia Huth n. sp., foliolis suborbiculatis, foliis floralibus inferioribus ternatis; germinibus glabris. B. Folia radicalia simpliciter ternata, foliola pinnatim 2—3 fida laciniis linearibus. ^. K. daucifolia (Lam.) DC. NIEDENZU, Jensen, Chr.: De danske Sphagnumarter. — Den botaniske Forenings Fest- skrift (Halvhundredaarsfest). Kjöbenhavn 1890. 61 S. 89; hertil Tavle 4—6. Von den drei von LixpnEnc aufgestellten Sphagnumuntergattungen Eusphagnum, Iso- cladus und Hemitheca ist in Dänemark nur die erste vertreten, und zwar mit 23 Arten, nümlich 2 aus der Sect. Inophloea und 21 aus der Sect, Lithophloea. Diese werden nach vor- ausgehender Bestimmungstabelle ausführlich beschrieben und durch eine groBe Menge von Abbildungen (teils Blattformen, teils anatomische Figuren) illustriert. Aufgenommen sind auBerdem im Anschluss an ihre Verwandten diejenigen bis jetzt noch nicht in Dáne- mark aufgefundenen Arten , die auf Grund ihrer bekannt gewordenen Verbreitung dort möglichenfalls noch gefunden werden dürften, NIEDENZU, Rostrup, E.: Ustilagineae Daniae. Danmarks Brandswampe. — Vorgenannte » Festskrift«. 59 S. 80; med 12 Figurgrupper i Texten. Die Arbeit behandelt: 4. die historische Entwickelung der Kenntnis der däni- schen Brandpilze; 2. die morphologischen und biologischen Eigentümlichkeiten der Ustilagineae; 3. ihre systematische Stellung. Es folgt eine Bestimmungstabelle und Be- schreibung der 42 in Dànemark vorkommenden Gattungen Sphacelotheca (4 Art), Doas- sansia (5 Arten), Entyloma (14 Arten, neu E. Ossifragi und catenulatum), Melanotaenium ‘2 Arten), Ustilago (25 Arten, neu U. Pinguiculae), Tilletia (5 Arten), Schroeteria (4 Art), Tuburcinia (2 Arten), Urocystis (8 Arten), Tolyposporium (4 Art), Thecaphora (2 Arten), Sorosporium (4 Art); daran schlieBen sich als zweifelhafte Ustilagineae Entorrhiza (4 Art), Tuberculina (2 Arten, neu T. maxima), Protomyces (2 Arten), Physoderma (2 Arten); im ganzen sind dies 67 bez. 74 Arten, darunter 4 neue. Im Text beigedruckt sind gegen 40 Einzelbilder in 12 Figuren, Eine nach Familien gegebene Übersicht der Nahrpflanzen und ein alphabetisches Register der Art- und Gattungsnamen der Brandpilze (einschl. Synonyma) schlieBt die Monographie. NIEDENZU. Mortensen, H.: Tisvilde Hegn. — Obige »Festskrift«. 13 S. 8°, med Tavle 7—A0. Verf. entwirft ein Bild der in volkswirtschaftlicher wie botanischer Hinsicht gleich traurigen Verheerung einer blühenden Landschaft (en stor og vaerdefuld Eiendom«) durch das Vorrücken der Landdünen in Nordsjaelland und der dadurch bedingten Veränderung der Flora, illustriert durch 4 Landschaftsbilder, und giebt eine kurze Übersicht über die 92 Litteraturbericht, — V. A. Poulsen, 0. Drude. Pflanzenwelt von Tisvilde, bis vor zwei Jahrzehnten auch für die dänischen Botaniker eine »terra incognita «, NIEDENZU, Poulsen, V. A.: Om Bulbildannelsen hos Malaxis paludosa Sw. — Vorer- wähnte » Festskrift«. 12 S. 89, med 10 Fig. i Texten. Die Abhandlung, durch 44 Abbildungen illustriert, kommt zu folgenden Resultaten bezüglich der Bulbillengebilde an der Spitze der Blätter von Malaxis paludosa: A. Die- selben stellen einen Auswuchs der Oberhaut dar; 2, sie besitzen weder Leitbündel noch Wurzeln, sind also ein meristemartiges Gewebe; 3, ihre scheidenförmigen Primärblätter können sogleich neue Knóllchen hervorbringen; 4. ihre Hauptachse schwillt sofort zu einem Reservestoffbehälter an. NIEDENZU. Drude, O.: Handbuch der Pflanzengeographie. Mit 4 Karten und 3 Ab- bildungen. Bibliothek geographischer Handbücher, herausgegeben von Fmmpmicu Rarzer. Bd. 7. Stuttgart (J. Engelhorn) 1890. XVI. und 582 Seiten. „A 44, —. Dieses dem Andenken Aucusr GnisknACu's gewidmete Werk kann als eine Ergänzung oder Erklärung der Abteilung Pflanzenverbreitung in BEncuaus' physikalischem Atlas be- trachtet werden, da »eine innere Ergünzung sie gegenseitig verknüpft, indem Karten durch den ausführlichen Text des Handbuches, die Darstellungen des Handbuches aber durch die sonst nicht in diesem Maße verfügbare Kartographie des Atlas zu veranschau- lichen war«. Als Handbuch hat DRUDE es vor allem darauf angelegt, den Litteraturangaben einen weiten Raum zu gónnen, »ist doch sein Nutzen dann schon ein groBer, wenn Anderen in zweckmüfiger Zusammenstellung die Quellen erschlossen werden.« Referent müchte ebenfalls diese Zusammenhäufung der Litteratur als einen groBen Vorzug des Buches bezeichnen, zumal für Anfünger und Nichtbotaniker die unendliche Fülle im Jusr'schen Jahresbericht fast erdrückend wirkt, und es ungemein schwer hält, das Wesentliche von Unwesentlichem zu unterscheiden, In sechs Abschnitte hat Drupe seinen Stoff eingeteilt; zunächst giebt eine Einleitung den Begriff und die Aufgabe der Pflanzengeographie, die Entstehung derselben als eige- nen Wissenschaftszweig, die verschiedenen Richtungen und beleuchtet die Stellung der Pflanzengeographie zu der physikalischen Geographie (»denn nur dadurch kann sich die Pflanzengeographie als ein würdiges Glied in den Kreis der physikalisch-geographi- schen Disciplinen einreihen, dass sie selbstündig den ganzen Umfang der ihr anheim- fallenden Thatsachen beleuchtet. «) Der zweite Abschnitt beschäftigt sich mit den Beziehungen der Lebenseinrichtungen zu den geographisch verschieden verteilten äußeren Einflüssen. Das Sonnenlicht erfährt eine sehr kurze Besprechung (S. 47—24), und es ist zu be- dauern, dass hier eine derartige Kürze vorgewaltet hat, zumal die anatomischen Verhält- nisse kaum gestreift werden. — Die Wärme bringt zugleich die höchsten und tiefsten Temperaturen ohne Beschädigung der Vegetation. So soll die Lufttemperatur an den süd- lichen Küsten des roten Meeres 54—56° C. betragen, während in Nordsibirien die Wälder noch Kältegrade von — 60° aushalten, »Die eigentliche Todesursache beim Erfrieren der Pflanzen, ob bei Temperaturen wenig oder tief unter Null, ist noch unbekannt.« Die Niederschläge und die Luftfeuchtigkeit wirken derart auf die Pflanzen, dass »auch die sehr regenreichen Striche in einem sonst einheitlich angelegten Florengebiete nicht so sonderlich verschieden in ihrer Vegetation von den minder regenreichen sind, während die regenarmen Klimate sich vor den minder regenreich genannten sogleich auffällig durch sogenannte xerophile Vegetationsformen unterscheiden «. Litteraturbericht, — 0. Drude. 93 Der Periodicität in der Einwirkung der geographischen Agentien und der Phänologie sind die Seiten 32—48 gewidmet. In den topographisch wirkenden Agentien wird der orographische Aufbau und die Lebenslage durch organische Mitbewohner besprochen (S. 48—64), wührend die biolo- gische Verschiedenheit der Organisalion behandelt, wie uns die Vegetationsformen und die Vegetationszonen vorführt, Letztere setzen sich folgendermaBen zusammen : 4. Arktische Glacial- und Tundrazone. 2, Zone der Zapfen- und sommergrünen Laubbaume, der sommergrünen Moore und Wiesen. 3. Nördliche Zone immergrüner, mit sommergrünen gemischter Sträucher, Laub- und Zapfenbáume, und der sommerheißen Steppen und Wüsten. 4, Zone der tropischen immergrünen oder je nach den Regenzeiten periodisch be- laubten Vegetationsformen. 5. Südliche Zone immergrüner und periodisch belaubter Laubholz-, Wipfel- und Zapfenbäume, der immergrünen und Dorngebüsche und sommerdürren Steppen. 6. Antarktische Zone immergrüner, niedriger Busch- und periodischer Gras- und Standvegetation. Von S, 94—464 beschäftigt sich dann Drupe damit, die Absonderung der Areale durch die geologische Entwickelung der gegenwärtigen Oberflachengestalt der Erde mit dem gegenwärtigen Klima auseinander zu setzen. In dieser Rubrik ist der Auswanderungstrieb untergebracht, des Wanderungsver- mögens und derhemmenden Schranken gedacht, auf die endemischen Formen hingewie- sen und der Flora der Inseln wie derjenigen hoher Gebirgsketten eine genauere Ausein- andersetzung gewidmet. Die Sonderung der Areale giebt Drupe Gelegenheit, sich dahin zu erklären, dass er Florenreiche die durch die Hauptmasse eigener Gattungen in bestimmten vorherrschenden Ordnungen ausgezeichneten Areale nennt, Floren- gebiete deren nach Arten und dem Vorherrschen verschiedener Gattungen geschiedene Unterabteilungen. Zu einem besseren Verständnis ist hier eine Karte eingefügt mil den Hauptscheidelinien derSippen der Pflanzen, welche durch verschiedene Dicke des Striches und Reihenfolge der Buchstaben in eine bestimmte Rangordnung gebracht sind, während Schlängelung der Linie die allmähliche Mischung mehrerer Florenelemente andeutet, wie sie sich in der Sahara, Südamerika, dem nördlichen Australien u. s. w. vollzieht. Zum Schluss zieht der Verf. einen Vergleich zwischen den Floren- und Faunen- reichen, deren Wortlaut folgen möchte: »Es fallen da zwei Hauptpunkte auf: während die Florenscheide € nur sehr stark im extratropischen Australien, zumal mit der West- kiiste zusammenfallend, ausgeprägt ist, setzt sich die Faunenscheide an gleicher Stelle mit fast ungeschwächtem Charakter durch den indischen Archipel fort und bezeugt einen höchst exclusiven Charakter der gesamten australasischen Fauna gegenüber der indi- schen und allen anderen Faunen ; Neuseeland wird von dieser Exclusivitat mit betroffen, scheidet sich aber selbst faunistisch vom australischen Continent noch mehr als in seiner Flora. Als zweite Abweichung der Faunenscheiden ist der Umstand zu betrachten, dass die continentalen Eigentümlichkeiten der alten und neuen Welt über höhere Breiten hin- aus ausgeprägt sind als die Florenscheiden,« Nach dieser faunistisch-floristischen Abweichung, welche vielen Stoff zu weiteren Arbeiten enthält und hoffentlich bald von Vertretern der beiden verwandten Wissen- schaften des Näheren ausgeführt wird, wenden wir uns ganz speciell der Bevölkerung der Florenreiche durch hervorragende Gruppen des Pflanzensystems zu, als welche DRUDE die Palmen, Coniferen, Cupuliferen, Ericaceen, Myrtaceen, Proteaceen, Liliaceen ausge- wählt hat, wobei der tertiären Proteaceen besonders gedacht wird. 24 Litteraturbericht, — 0. Drude, Die Gesamtflora der Erde schätzt man auf 450 000 Arten, welche sich nach Hems- LEY auf die großen Abteilungen der Mono-, Dicotylen!) und Gymnospermen wie folgt verteilen, wenn man von den niederen Pflanzen zunichst absieht. Die Zahlen in Klammern weisen Ziffern auf, welche einer DaupE'schen Registrierung aus dem Jahre 4887 entstammen »und die Verschiedenartigkeit der Zählung, je nach Vorliebe für größere oder kleinere Gruppenbildung in bestimmten Fallen des natürlichen Systemes « besser als Worte kennzeichnen. Ordnungen. Galtungen. Arten, Monocotylen. . . . 34 ( 40) 4 489 17 894 Dicotylen. , . . .-. 466 (495) 6 052 77311 Gymnospermen .. 3 ( 5) 44 445 Über 60 000 Arten der in diesen 3 Abteilungen vorhandenen Gewächse finden sich in Gruppen von mehr als 1000 Species zu Familien zusammen und bilden in dieser Zu- sammenstellung gegen ?/; der Blütenpflanzenwelt. Folgende Zeichen erläutern das Vorkommen : x in allen Florenreichsgruppen und in nahezu allen Florenreichen, cl (calidae) mei- den kältere Klimate , pflegen im antarktischen zu fehlen, b = boreal, t — tropisch, a — austral, am = amerikanisch (nur bei den Cacteen). . Ordnungen. Gattungen. Arten, x Compositae . 2. 2 2 2 2... 782 9800 x Leguminosae . . 2 . ... 403 6500 x Orchidaceae. . . . . 2... 334 5000 cl Rubiaceae. . . 2 2 22... 344 4400 x Gramineae... ....., 298 3200 cl Euphorbiaceae... . . . . 197 3000 cl Labiatae . . . 2 2 2 ... 136 2600 x Cyperaceae . . . . nn 61 2200 x Liliaceae .. 2 2 . ... 187 3100 x Scrophulariaceae. . 2... 158 1900 ta Myrtaceae. o... 2 2 2.0. 78 4300 t Melastomaceae. . . . , . . 134 , 1800 cl Urticaceae. . > . 2 . . . . 108 1500 el Acanthaceae... . 2 . . 120 1350 x Ericaceae. . . . . . . .. 82 1350 cl Aselepiadaceae. . . . . . , 147 1300 ba Umbelliferae. . > 2 . . .. 153 1300 cl Solanaceae . . . 2 . ... 67 4250 ba Cruciferae .. . .... 173 1200 x Borraginaceue . . 2.2.2... 68 1260 (t) Palmae.. 2. 2 2 2220. 439 1400 x Campanulaceae . . . . .. 54 1000 am Cactaceae. . . . 2 2 . .. 14 1000 x Rosaceae... 2 2 2 2. TA 4000 t Piperaceae .. 2 2 2 2 2. 8 1000 X Sapindaceae. . . 2 2 . . . 131 1000 Was die Farne anbelangt, so schätzt Drupe sie auf kaum 100 Galtungen mit über 3000 Arten. Bei den niedrigen Pflanzen gehen die Ansichten über die Abgrenzungen zu weit auseinander, als dass eine Zahlenangabe Wert hätte, 4) Von Drupe stets als Mono- uud Dicotyledonen bezeichnet. Litteraturbericht. — E. Drude. 25 Folgen wir nun Drupe in seinen einzelnen Beispielen, so müssen wir uns zuerst den Palmen zuwenden. Reich entwickelte Palmenvegetation findet sich nur in Nordamerika von der Ostküste Brasiliens unter 30? S. B. bis zu Mexiko's Westabhang des Centralplateaus unter 20? N. Br. und bis Cuba in den atlantischen Gewässern; in Afrika von 20? S. Br. an der Ost- küste bis gegen den 20? N. Br. an der Westküste und auBerdem entlang dem oberen Nil bis 41? N. Br. und dem unteren Laufe des Niger bis zu seinem nördlichen Knie; auf Madagascar, den Maskarenen und Seychellen; von der Ostküste Australiens unter 25? s. Br. dem óstlichen Küstensaume folgend durch das ganze Inselreich hindurch bis zur Ostküste Asiens unter dem Wendekreise, im continentalen Indien bis zum Himalaya- südabhang (25? S. Br.), aber nicht über den Indus westwürls sich ausdehnend, Aber selbst bei dieser Verbreitung der Palmen sind nur 9 Gattungen zu nennen, welche durch Vorkommen in verschiedenen Florenreichen oder in entlegenen Florenge- bieten nórdlich und südlich vom Aquator mit einer unbesetzten Verbindungslinie An- spruch darauf haben, für weitverbreitet zu gelten, nämlich Phoenix, Livistona, Pritchardia, Copernicia, Borassus, Calamus, Chamaedorea, Elaeis wie Cocos. Die Coniferen scheinen Drue wichtig genug zu sein, um ihre Hauptareale durch eine Karte zu versinnbildlichen, Als ihre Heimat sind deutlich die boreal und boreal-sub- tropischen wie austral-subtropischen Florenreiche zu erkennen: von den 9 Tribus sind 3 rein boreal und boreal-subtropisch mit tropischen Vordringlingen, 2 rein austral-sub- tropisch mit tropischen Bergarealen, 4 Tribus sind'gemischter Heimat. Wichtig ist, dass die Arten der Coniferen stets auf je ein Florenreich beschränkt sind, Was nun die Cupuliferen anlangt, unter welchem Namen Drupe Betulaceen, Cory- laceen und Fagaceen oder Castaneaceen zusammenfasst, so liegt das Interesse des Ver- breitungsbildes in der Zerstückelung der Areale gleicher oder nüchst verwandter Arten. Ganz anders, als etwa bei den Lürchen und Fichten, von denen eine Art die andere ab- löst, ist das Areal der Kastanie oder das der 4 sehr nahe verwandten nördlichen Buchen durch weite Landesstrecken zerklüftet, in denen Faginae überhaupt fehlen; die Betulinae hingegen hüngen wie die Abietineae zusammen. | Die besonderen Züge der Ericaceaeverteilung liegen in der Weite und Zerstreutheit des Gesamtareals, wobei ziemlich verschiedene Klimate ohne starke Veränderung der Vegetationsorgane ertragen werden. Die Absonderung der continentalen Florenreiche zeigt sich in einigen scharfen Gruppenumgrenzungen, zumal für die echten Haiden, wah- rend andererseits sich mehrere Fille auffallender Verwandtschaft zwischen Tropen- und borealen Floren zeigt. In den Myrtaceen begegnen wir einer vorwiegend tropischen Familie, welche in den Subtropen nur auf der siidlichen Halbkugel noch stark entwickelt ist. Eine Hauptscheide findet sich zwischen Australien und den anderen Tropengebieten. Afrika weist nur eine ärmliche Eigenentwickelung auf. Amerika besitzt viele eigene Gattungen und fast alle Arten allein und verfügt über siimtliche Lecythideae. Die Proteaceae enthalten fast 1000 Arten und bieten etwa ein Analogon zu den Verteilungsverhältnissen der Palmen in den Tropen dar; keine Tribus gemeinsam zwischen Südafrika, Australien, Südamerika; keine Gattung dem Capland und Australien gemeinsam; nur 4 Gattungen gemeinsam zwischen der australen asiatischen und der australischen westamerikanischen Gebiels- gruppe; in Südafrika eigentlich nur eine einzige Tribus (Protea) kräftig entwickelt; in Australien fehlt keine Gruppe ganz, und mehrere sind endemisch. Bedeutend größer ist die Familie der Liliaceae mit ihren 200 Gattungen und vielleicht 3300 Arten, welche über die ganze Erde verbreitet sind. Aber doch fallen die meisten Tribus vorwiegend auf ein bestimmtes Areal, und dieses ist entweder an einen einzelnen Continent gebunden, wie wir es bei Aloë und Xanthorrhoea finden, oder aber es deutet die 26 Litteraturbericht, — E. Drude. bekannten, in der Florenreichsabscheidung benutzten Wanderlinien und Verwandt- schaftszüge an. Als Quintessenz dieses Abschnittes mögen hier folgende Betrachtungen DnupE's folgen : »Irgend eine klimatische Hauptneigung scheint zu den Charakteren der meisten Ord- nungen, auch derer von weiter Verbreitung, zu gehören ; dieselbe zeigt sich gewöhnlich in der massigen Entwickelung von verschiedenen Formen unter bestimmten, gleichar- tigen Klimaten. Aber bestimmte Zweige der Ordnung zeigen sich der klimatischen Anpassung freier zugänglich und können die engere Sphäre bis zu weiten Grenzen überschreiten ; diese Zweige zeigen dann bestimmte Schutzeinrichtungen in ihren Vege- tationsorganen, z. B. Trockenschutzordnungen von sehr weiter Verbreitung nicht nur von Nord zu Süd, sondern auch von tropischer Niederschlagsfülle zu sommerdürren Steppen zeigen dagegen entweder gleichartige Schutzorganisationen gegenüber ungleichen Angriffen, wie z. B. das Ausdauern in Zwiebelform sowohl gegen den Winterfrost als gegen Sommerdürre gerichtet ist, oder sie zeigen überhaupt ein sehr ungleiches Ver- halten der Vegetationsorgane und bringen daher unter ungleichen Klimaten gewöhnlich verschiedene Sippen zur Entwickelung, wie von den Liliaceae die Dracaenen gegenüber der Lapageria rosea, der Zwiebeln von Allium und dem Rhizomwuchs von Convallaria, Paris etc. zeigen.« Der fünfte Abschnitt (S. 245—326) bringt uns die Vergesellschaftung der Vegetations- formen zu Formationen und die pflanzengeographische Physiognomik, Hier ist es nun unmöglich, eine eingehende Schilderung des Gebotenen zu geben, Als Hauptcharaktere für die Formationen bezeichnet Drune die Grade der Häufig- keit, diebiologischen Wachstumsformen, die klimatischen Anforderungen, wie diejenigen an Wasserverteilung im Boden und an den stofflichen Bodencharakter, denen sich Er- nährungsphysiologische Eigenheiten und Anpassungseigentiimlichkeiten an die AuBen- welt anschließen. Hieraus resultieren die Wald-, Gebüsch- und Gesträuch-, Grasflur- und Stauden-, Moos- und Flechtenformationen, denen sich die der Binnengewässer, die oceanischen wiedie unzusammenhängenden (gemischten) Bestände angliedern, als welche Drupe die glacialen, die Steppen, Wüstensteppen und trockenen Felsgehänge ansieht. Es schließen sich als sechster Abschnitt (S, 327—556) die Vegetationsregionen der Erde in geographischer Anordnung an, mit deren Aufzühlung hier des mangelnden Rau- mes wegen der Schluss gemacht sei. Die borealen Florenreiche. Allgemeine Übersicht. 4. Arktische Inseln und Eismeerküsten. 2. Nord- und Mitteleuropa. 3. Pontische Steppen und Caucasus, ^. Atlantische Flora, Mittelmeerliinder und Orient, 5. Inner-Asien. 6. Sibirien. 7, Ostasiatische Lündergruppe. 8. Brittisch- Nordamerika, 9. Vereinsstaaten und nórdliches Mexiko. Die tropischen und australen Florengebiete, Allgemeine Übersicht. 10. Sahara und Arabien, 11. Tropisches Afrika und Südarabien. Anhang: Inseln im atlantischen Ocean, 12. Südliches Afrika. 13. Ostafrikanische Inseln. 14. Indien und Sundainseln, Litteraturbericht, — Kellogg and Greene. 27 15. Pacifische Inseln bis Neuseeland. Anhang: Neuseeland. 16. Australien. 17. Tropisches Mexiko und Centralamerika. 48. Antillen und Bahamainseln. 19. Tropisches Südamerika. 20. Hochanden und australes Südamerika. 24, Antarktische Inseln: 1. Falklandgruppe. 3. Südneuseelandgruppe. 3, Amsterdamgruppe. 4. Kerguelengruppe. Das oceanische Florenreich. Formen und Lebensbedingungen der oceanischen Ve- getation. — Regionen. — Substrat. — Periodicitat. — Verbreitungsverhältnisse der ocea- nischen Sippen. Ein geographisches und Sachregister (S. 557—566) und ein alphabetisches Register der Pflanzennamen /S. 567—582) beschließen das Werk. E. Rora, Berlin, Kellogg and Greene: Illustrations of West American Oaks. — 4°, 2 parts with 78 p. and 37 pl. San Francisco 1889 and 1890. Die Mehrzahl der 50 in Nordamerika auftretenden Quercus-Arten findet sich in den westlichen Staaten. Dr. KELLoGG hatte sich diesen pacifischen Species mit großem Eifer gewidmet und hatte die Absicht, dieselben in Wort und Bild darzustellen. Sein Tod verhinderte ihn hieran; nunmehr aber sind auf Veranlassung und Kosten Mr. JAMES MACDONALD's seine bereits fertig gestellten Illustrationen in sehr vorzüglicher Weise ver- vielfältigt worden und bilden mit dem von Dr. Greene gelieferten Text das vorliegende wertvolle Werk. Dr. Greene teilt die westamerikanischen Eichen, deren jede auf einer besonderen Tafel dargestellt und mit ausführlicher Beschreibung, Synonymie und Litteraturangabe versehen ist, ein in 4. Sch warzeichen. — Rinde dunkel, fast schwarz; Holz rötlich; Blätter glänzend dunkelgrün, ihre Abschnitte (bei den sommergrünen Arten) spitz zulaufend ; abor- tierte Ovula an der Spitze des Samens. a. Sommergrüne Arten: Qu. Kelloggii Newb., Morehus Kell. b. Immergrüne Arten: Qu. Wislizeni A. DC., agrifolia Née, hypoleuca Engelm. a Weißeichen. — Rinde grau, oft hellfarbig; Holz fast weiß; Blätter hell- oder blaugrün, ihre Abschnitte (bei den sommergrünen Arten) gerundet; abortierte Ovula am oder nahe am Grunde des Samens. a. Sommergrüne Arten: Qu. Garryana Dougl., lobata Née, Douglasii M. et A., Oerstediana R. Br. Campst., Gambelii Nutt., Macdonaldi Greene. b. Immergrüne Arten; Qu. undulata Torr. c. var. grisea Engelm., reticulata H B. K., Engelmanni Greene, dumosa Nott. c. var. munita Greene et polycarpa Greene, turbinella Greene, chrysolepis Liebm. Der zweite Teil enthält nähere Angaben über die neuen Arten und Varietäten des ersten Teiles und die Beschreibungen und Illustrationen folgender Arten, die im ersten Teil nicht berücksichtigt wurden oder neu sind : Qu. Palmeri Engelm., tomentella Engelm., Macdonaldi elegantula Greene ( Engelmanni ` »«dumosa) und undulata Torr., welche immergrüne, und Qu. Fendleri Liebm., venustula Greene, Jacobi R. Br. Campst. und Gilberti Greene, die sommergrüne Weißeichen dar- stellen. TAUBERT, 98 Litteraturbericht, — W. Richter. P, Ascherson und P, Prahl, Massee. Baker, Richter, W.: Culturpflanzen und ihre Bedeutung für das wirtschaftliche Leben der Völker. — 228 S. in 80. Wien (Hartleben) 4890. Geh. M 4. —, geb. M 5.—. In gewühlter, bilderreicher Sprache schildert Verf. in der Einleitung den Einfluss der Culturpflanzen, die die Trüger der Cultur von altersher gewesen sind, auf die Ent- wicklung des Menschengeschlechtes und geht alsdann auf die Betrachtung derjenigen Culturgewüchse über, die mit dem Leben der Vülker auf das Innigste verbunden sind, des Weinstockes, Olbaumes, der Dattel- und Cocospalme, des Reises, Mais, der Kartoffel, des Kaffeebaumes, Zuckerrohres und der Zuckerrübe, des Tabaks, der Baumwolle, des Flachses und der Jute und der europäischen Kornarten. Dass Verf. mit den neuesten Forschungen über den Ursprung der letzteren nicht ganz vertraut ist, ist für den Fach- mann auffällig, kommt aber bei der geschichtlich-geographischen Tendenz des Werkchens weniger in Betracht. Als Anhang behandelt Verf. die Bedeutung des Salzes für die wirt- schaftliche Entwicklung der Vólker. TAUBERT, Ascherson, P., und P. Prahl: Anemone nemorosa L. var. coerulea DC. — Abhandlg. d. Botan. Ver. d. Prov. Brandenburg. XXXII. S. 232 —935. P. PrauL teilt in vorliegender Abhandlung das Vorkommen einer Anemone nemorosa L. mit, deren Kelchblätter tiefblau wie die Blüten von Hepatica triloba oder violettblau wie diejenigen der Pulsatilla patens gefärbt sind. Es ist dies die von DE CANDOLLE in Lawanck's Flore francaise erwähnte Varietät coerulea, die im Département des Landes ziemlich gemein sein soll, Der von Pnaur mitgeteilte Standort — zwischen Mühlenbrück und Grossottbrück in Angeln (Sc hleswig-Holstein) — ist mit der erste sichere aus Deutsch- land bekannt gewordene. P, AscuEnsoN ergänzt die Praur’sche Mitteilung durch geschicht- liche Angaben über die Varietät und Zusammenstellung aller bisher bekannten Fundorte derselben. Danach kommt die Pflanze außer in Frankreich und Deutschland noch in Belgien, den Niederlanden und England vor. TAUBERT, Massee: New Fungi from Madagascar. With 4 pl. — Journ. of Botany. Vol. XXIX. Nr. 337. p. 1—3. Unter den vom Verf. aus Madagascar, jener durch ihre paradoxen Pflanzenformen so ausgezeichnelen Insel, beschriebenen Pilzen erregt die vom Verf. als Mycodendron paradoxa (gen. nov. et sp.) beschriebene Pflanze durch ihren sonderbaren Habitus be- sonderes Interesse, Am besten lässt sie sich mit einem aus 6 Etagen bestehenden Kuchen- korb, wie er in Wiener Cafés benutzt wird, vergleichen, doch mit dem Unterschied, dass sich die einzelnen Etagen nach oben allmählich verjüngen und die oberste die Gestalt eines Spitzhutes hat. Die neue Gattung ist zunächst mit Merulius verwandt. Außerdem führt Verf. als neu an: Agaricus pachycephalus, Bulgaria trichophora und Cenangium congestum, die neben Mycodendron sümtlich auf der beigegebenen Tafel dargestellt werden, TAUBERT. Baker: Ferns of North-West-Madagascar. — Journ. of Botany. Vol. XXIX. No. 337. p. 3—6, Verf. beschreibt folgende neue Arten : Cyathea Lastii, Alsophila simulans, A, castanea, Lindsaya oayphylla, Adiantum reni- forme var. crenatum nov. var. Pteris (Dasyopteris) cordifolia, Asplenium | Kuasplenium) longisorum, A. ( Euasplenium, pachysorum , Nephrodium (Lastrea) granulosum, Polypodium Litteraturbericht. — Hackel. Collet and Hemsley. 99 (Pleuridium) Lastii, Acrostichum (Elaphoglossum) tricholepis, Pteris (Litobrochia) acumi- nata, P. (Goniopteris) oligophlebium, TAUBERT. Hackel: Deseriptiones Graminum novorum. — Österr. botan. Zeitschr. XLI. No. 4 u. 2. Verf. beschreibt folgende Novitüten : Coix lingulata (Birma), Saccharum Ridleyi (Malacca), Erianthus chrysothrix (India or.), Pollinia Ridleyi (Malacca), Apocopis vaginatus (India or.), Rottboellia Clarkei (India or.), R. (Phacelurus) glauca (Belutschistan), R. geminata (Malacca), Manisurus porifera (Sikkim), Andropogon (Schizachyrium) impressus (Kaschmir), A. (Hypogynium § Eremo- pogon) Clarkei (India or,), Germainia khasyana (India or.) TAUBERT. Collett and Hemsley: On a collection of plants from Upper Burma and the Shan States. With 22 plates and a map. — Journ. of the Linnean Soc. Vol. XXVIII. Nos. 189—191. Die Sammlung, deren systematische Resultate der Gegenstand vorliegender Abhand- lung sind, wurde in den Jahren 4887 u. 4888 in den Ebenen von Ober-Birma vom Brigadier- General CoLLerT angelegt. Bevor die Verff. zur Aufzählung der gesammelten Arten schreiten, werden einige allgemeine Mitteilungen über Ober-Birma und besonders über die Shan-Staaten und ihre Flora gegeben, aus denen Folgendes hervorgehoben zu werden verdient : Der allgemeine Charakter der Flora des botanisch ziemlich unbekannten Ober- Birma ist wesentlich verschieden von dem Unter-Birmas. Während in letzterem Gebiet die jährliche Regenmenge selten unter 400 Zoll zurückbleibt, und die Ursache zu einer rein tropischen Vegetation wird, verringert sich in den weiten und trockenen Ebenen Ober-Birmas der jährliche Regenfall auf wenig über 30 Zoll und der Charakter der Flora erinnert lebhaft an den der Vegetation der trockenen Ebenen des Plateaus von Dekkan. Die Shan-Staaten bilden ein bisher botanisch noch unerforschtes Gebiet, dessen Flora zu vorliegender Abhandlung allein über 421/9 pCt. neuer Arten lieferte. Die ver- schiedenen kleinen Provinzen, die unter dem ebengenannten Namen zusammengefasst werden, liegen längs der Ostgrenze von Britisch-Birma, Sie werden von mehreren Hügel- ketten durchzogen, die von Norden nach Süden streichen, hin und wieder Höhen bis zu 7000’ aufweisen, und zwischen denen sich Hochplateaus von 3—4000’ erstrecken. Im Osten wird dieses Gebiet vom Salween-Fluss, im Westen durch die Ebene von Ober- Birma begrenzt. Längs der Westgrenze dieser Bergregion zieht sich ein Busch waldgürtel hin, »Terai« genannt, dessen fieberreiche Thiler das Flachland von den gesunden Hoch- plateaus des Innern trennen, Der allgemeine Anblick dieser Zone erinnert an ühnliche Formationen, welche sich am Fuße des Himalaya ausdehnen. Von 2000—2500" ab ist der Wald trocken und die Bäume durch häufige Waldbrände im Wachstum zurückge- blieben ; Unterholz fehlt fast gánzlich ; Bambus-Arten und Dipterocarpeen zusammen mit Stereospermum und Dillenia-Arten und wenigen Lianen wie Spatholobus und Congea tomentosa sind die in die Augen fallenden Gewächse. Von 2500—4000’ ist der Vege- lationscharakter wegen der größeren Feuchtigkeit und der geringeren Temperatur ein wesentlich anderer. Die Bäume sind bedeutend höher; Moose, Flechten und Farne treten häufig auf; die Abhänge sind mit Unterholz bedeckt und zahlreiche Bäume ‚und Kräuter erscheinen, die in den unteren Regionen fehlen, so z. B. Quercus, Schima Wallichii und einige baumartige Compositen. Der geologischen Beschaffenheit nach bestehen diese Plateaus aus Kalk, dem hier und da Conglomerate zwischengelagert sind und der von sedimentärem roten Thon oder 30 Litteraturbericht. — Collet and Hemsley. Lehm bedeckt wird, dessen Müchtigkeit von einer dünnen oberflüchlichen Schicht bis zu 300 oder 400’ schwankt. Die jährliche Regenmenge auf den Shan-Plateaus ist zwar noch nicht genau festgestellt worden, übertrifft aber die von Ober-Birma bedeutend und wird von Mr, CoLLeTT auf ca. 60 Zoll geschätzt. Beim Verlassen des Buschwaldes und beim Betreten der hóheren Plateaus ist man durch den an gemäßigte Gegenden erinnernden Charakter der Flora überrascht. Arten von Ranunculus, Clematis, Viola, Polygala, Hypericum und Swertia sind gemein, wührend buschige Lespedeza-Species, großblütige Astern, hohe Labiaten und prächtige Ipomoea- Arten der Vegetation einen mehr asiatischen Charakter verleihen.” Zahlreich ist die Gattung Quercus (9 Arten) vertreten und bildet nebst der stets einzeln auftretenden Pinus khasya einen Hauptbestandteil der Wälder im oberen Teraigebiet und an den Ab- hängen der Hügelketten. Namentlich am Westrande des Plateaus ist Schima Wallichii mit weißen, Camellia-artigen Blüten Charakterbaum, Auch zwei Rosen, die prächtig weißblühende Rosa gigantea und die nicht häufige R. Collettii, kommen vor und gehören nebst Lonicera Hildebrandiana, deren carmoisinfarbige Riesenblüten (7 Zoll lang) zur Decoration der Tempel von Pindiah bei Pwehla benutzt werden, zu den schönsten Sträuchern. Häufig sind ferner Osteomeles anthyllidifolia, Lespedeza Prainii mil herr- lichen blauen Blütenrispen, zahlreiche Compositen, darunter die merkwürdige, an die baumartige Euphorbia neriifolia L. erinnernde Gattung Notonia und die baumartigen Vernonia Aplinii und Leucomeris decora, die sonderbare Codonopsis convolvulacea, eine endemische Campanulacee, deren dünne Stengel zwischen Gräsern herumkriechen, sich an den Halmen emporwinden, bis sie genügend Licht und Luft erreicht haben und dann ihre schönen schwarzblauen Convolvulus-ähnlichen Blüten entfalten, sowie die niedliche Primula Forbesii, die systematisch höchst interessant ist, da sie den Übergang zwischen Primula und Androsace darstellt. Zahlreich vertreten sind in der Flora der Shan-Staaten die Convolvulaceen, die 31,9 pCt. der von CotLerr heimgebrachten Sammlung ausmachen ; besonders die Gattun- gen Lettsomia und Ipomoea, von letzterer namentlich die beiden neuen Z nana und po- pahansis, sind die charakteristischen Repräsentanten dieser Familie. Unter den mannig- faltig auftretenden Labiaten ist Colquhounia elegans, eine acht bis zehn Fuß hohe Pflanze, die hervorragendste. Die Bäume der Waldregion zwischen 4000 und 5000’ sind häufig mit Parasiten bedeckt, namentlich mit Loranthaceen, von denen die beiden neuen Loranthus Hemsleyanus und L. Collettii durch dunkelcarminfarbige Blüten vor allen übrigen ausgezeichnet sind. Interessant ist, dass der Parasitismus so weit ausgebildet ist, dass Parasiten auf Parasiten wachsen, so die Santalaceen Phacellaria caulescens auf einem Loranthus, Ph. compressa auf Viscum monoicum. Unter den Orchideen sind Cirrho- petalum Collettii und Bulbophyllum comosum durch paradoxen Habitus bemerkenswert. Was die Bebauung der Shan-Plateaus angeht, so werden Reis, beide Sorten, der gewühn- liche Wasserreis und die Hügelvarietät, die keine Bewässerung verlangt, Mais, Baum- wolle, ausgezeichneter Tabak, und verschiedene Sorten von Hirse und Hülsenfrüchten cultiviert; auch Kartoffeln und Weizen sind in neuerer Zeit angebaut worden. An diese Ausführungen CorLETr's schließen sich Angaben über die Statistik und Verteilung der Gott schen Pflanzen von Hemsiey. Die ganze Sammlung umfasst 725 Arten, die zu 460 Gattungen gehören. Am zahlreichsten vertreten sind Ipomoea mit 44, Capparis mit 10, Quercus und Vitis mit je 9, Crotalaria mit 7, Strobilanthes, Desmodium Indigofera mit je 6, Polygala, Milletia, Bauhinia, Loranthus mit je 5 Arten. Die meisten Vertreter weisen die Leguminosen, 83 Arten, auf; ihnen folgen die Compositen mit 57, Labiaten mit 40, Acanthaceen mit 29 Arten. Endemisch sind nur wenige Gattungen, so die neue Leguminosengattung Neocolletlia, die Asclepiadaceengenera Atherolepis, Adelostemma, Physostelma, die Convolvulacee Blink- worthia und die Acanlhacee Cystacanthus. Hemsley giebt dann eine numerische Über- Litteraturbericht. — G. v. Beck. 31 sicht über die Beziehungen der Ober-Birma- und Shan-Pflanzen zur Vegetation der Nachbarlünder, auf die hiermit hingewiesen werden mag. Hervorzuheben ist das Vor- kommen von Osteomeles anthyllidifolia, die bisher aus dem asialischen Festland nicht be- kannt war, während sie in Polynesien eine weite Verbreitung besitzt und auch noch in Japan auftritt; alle übrigen Arten der Gattung bewohnen die südamerikanischen Anden. Bemerkenswert ist auch das Vorkommen von Typen der gemäßigten Zone in verhält- nismäßig niederen Höhen, eine Erscheinung, die auch J. Hooker in der Flora der Khasya Hills besonders hervorhebt. So finden sich auf den südlichen Shan-Hügeln, die zwischen 19° und 22° n. B. gelegen sind, schon bei 4000’ in großer Menge Arten von Thalietrum, Anemone, Delphinium, Silene, Stellaria, Hypericum, Impatiens, Agrimonia, Poterium, Epilobium, Oenanthe, Galium, Echinops, Primula, Fraxinus, Pedicularis, Mentha und Ajuga. Eine kurze Notiz über einige interessante Gramincen (Ratzeburgia pulcherrima, Enteropogon sp. n. ete.) beschließt den allgemeinen Teil, auf den die systematische Auf- zühlung der gesammelten Arten folgt. In dieser werden als neu beschrieben : * Boscia variabilis, * Capparis burmanica, C. æanthophylla, Silene ($ Eusilene, burma- nica, * Hypericum ($ Androsaemineae) pachyphyllum, Grewia ($ Eugrewia) elatostemoides, * Impatiens ecalcarata, Gymnosporia pallida, Vitis (8 Tetrastigma) pycnantha, V. (§ Tetra- stigma?) megabotrya, V. (8 Tetrastigma) burmanica, V. (§ Tetrastigma) Apliniana, Pistacia coccinea, * Crotalaria (& Calycinae) perpusilla, C. (§ Calycinae) burmanica, Milletia Dor- wardi, M. macrostachya, M. multiflora, *Neocollettia (Hedysarearum novum genus Phylacium proximum) gracilis, * Phylacium majus, Lespedeza sericophylla, L. Prainii, Atylosia burma- nica, Bauhinia (§ Phanera) diptera, * B. (§ Pileostigma) tortuosa, *Rosa gigantea, * R. Collettii, Itea riparia, Hydrocotyle ecostata, Lonicera obscura, *L. ($ Xylosteum) Hildebran- diana, L. Braceana, Hedyotis athroantha, Leptodermis crassifolia, Rubia crassipes, R. Man- dersii, Vernonia (§ Strobocalyx) Aplinii, V. gymnoclada, * Inula crassifolia c. var. glabrescens, Notonia vestita, Saussurea polycephala, S. dealbata, Crepis (§ Youngia) subscaposa, C. (§ Youngia) chloroclada, Lactuca alatipes, Embelia furfuracea, Sideroxylon burmanicum, Linociera caudata, Atherolepis venosa, Marsdenia barbata, Physostelma carnosa, * Cero- pegia nana, * Brachystelma edulis, Swertia (§ Ophelia) striata, S. (Ophelia) stricta, Tricho- desma calycosum, Onosma burmanica, Lettsomia longifolia, Ipomoea (§ Euipomoea) nana, I. (§ Euipomoea) popahensis, Convolvulus sinuato-dentatus, Vandellia cerastioides, Didymo- carpus (§ Orthoboea) neurophylla, Tecoma? bipinnata, * Strobilanthes (8 Endopogon) connatus, S. gregalis, Lepidagathis thymifolia, Justicia ($ Calophanoides) neurantha, J. ($ Calopha- noides) vagans, Dicliplera magnibracteata, Premna nana, Ocimum exsul, Dysophylla com- munis, Gomphostemma Hemsleyanum, Chloranthus (8 Tricercandra) nervosus, Lindera Laureola, Loranthus (§ Phoenicanthemum) Hemsleyanus, L. (§ Elytranthe) Collettü, * Pha- cellaria caulescens, *Sauropus concinnus, Phyllanthus (§ Euphyllanthus) Prainianus, * Bul- bophyllum ($ Racemosae) comosum, *Cirrhopetalum Collettii, Eulophia (8 Cyrtopera) holo- chila, Habenaria (& Verae) Mandersii. H. ($ Peristylus) monophylla, Globba (§ Ceratanthera, subscaposa, * Polygonatum Kingii, * Lilium Bakerianum, Von diesen neuen Species sind die mit einem * bezeichneten Arten abgebildet, ebenso wird eine Darstellung und genaue Beschreibung der bisher nur unvollstándig bekannten Blinkworthia lycioides Choisy gegeben. TAUBERT. Beck, G. v.: Flora von Nieder-Osterreich. — Handbuch zur Bestimmung sämtlicher in diesem Kronlande und den angrenzenden Gebieten wildwachsenden, häufig gebauten und verwildert vorkommenden Samenpflanzen und Führer zu weiteren botanischen Forschungen für Botaniker, Pflanzenfreunde und Anfänger. I. Hälfte. — Gr. 8°, 430 S. u. 77 Originalabbildgn. Wien (Gerold’s Sohn) 1890. .# 45, 32 Litteraturbericht, — (i. v. Beck. Seit dem Erscheinen von NriLnEicu's mustergiltiger Flora von Niederösterreich sind 30 Jahre verflossen; es ist daher mit Freuden zu begriiBen, dass Verf. mit groBem FleiBe es unternommen hat, die seit Nemreicn’s Werk in jenem Kronlande bis in die jüngste Zeit gemachten Entdeckungen mit den früheren Forschungen zu einer neuen Flora zu vereinigen. Für den Anfünger sind die Bestimmungstabellen in vorzüglicher Weise durchgearbeitet, obgleich Ref. nicht umhin kann zu fürchten, dass sie für einen noch nicht mit den Elementen der Botanik vüllig Vertrauten zu viel technische Termini enthalten und daher schwer verstündlich sind. Sehr anzuerkennen ist, dass Verf., wie es selten in einer Lokalflora geschieht, recht vollstiindige und — wie es Ref, nach einiger Prüfung derselben erscheint — zuverlüssige Litteraturangaben macht. Die Floristen dürften vielleicht mehr specielle Standortsangaben wünschen, Was nun die ein- zelnen Arten und ihre Varietäten resp. Formen betrifft, so dürfte Verf. in der Unter- scheidung kleiner Formenkreise gerade für den Anfünger das Richtige getroffen haben. In Bezug auf den systematischen Wert gewisser Gattungen jedoch kann Ref. dem Verf. ebensowenig beistimmen wie in Rücksicht auf seine Nomenclatur. Weshalb ältere Gattungen, deren Unhaltbarkeit längst erwiesen ist, wie Cuviera, Trichophorum, Eri- nosma, Schizotheca elc. wieder ans Tageslicht gezogen werden, ist nicht einzusehen ; bezüglich der Nomenclatur dürfte Verf, auf einem sehr isolierten Standpunkt stehen. Nichtsdestoweniger wird das Werk nichtallein für weite Kreise Niederösterreichs, sondern auch für alle diejenigen, die sich, ohne im Kronlande ansässig zu sein, mit der üster- reichischen Flora beschüftigen müssen, eine um so willkommnere Gabe sein, als es auf alle, auch die minutiósen Formen Rücksicht nimmt; für den Anfänger, der sich allerdings erst gründlich mit der abweichenden Anordnung des Stoffes vertraut machen muss, sind die zahlreichen, guten Originalabbildungen von hohem Wert. Vorzüglicher Druck und geschmackvolle Ausstattung tragen zur Empfehlung des Werkes bei. TAUBERT. Engler Bot Jahrb XIII Bd. | Taf V À | BN dE EN | t Ju NS A.Pfeiffer del Verlag v Wilh. Engelmann, Leipzig. Lith Anst Julius Klinkhardt, Leipzig ence a Sal aaa Mu LLL E ae Bemerkung. Die Herren Mitarbeiter erhalten bei Abhandlungen, welche hono- riert werden, 20 Separata, bei solehen, welche nicht honoriert werden, 40 Separata gratis. Ausser den Freiexemplaren werden Separata in grüsserer Zahl hergestellt, für welche der Autor Druck und Papier zu zahlen hat und zwar: bis 40 Expl. in Umschlag pro Druckbogen .Z/ 3.50, pro einfarb. Tafel 80 ,# —.50. » 50 » » » » » » 4 + » » » 80 » —.60. » 60 » » » » » » 4,50 » » » 80» —,70, » 70 » » » » » » 9,.— » » » 80 » —,80. » 80 » » » » » » 5.90 » » » S0 » —,90. » 90 » » » » » » 6.— » » » 80» Lo. Über 100 Separatabdrücke werden nur von Dissertationen bzw. Habilitationsschriften hergestellt, ein Honorierung soleher Abhandlungen kann jedoch nieht erfolgen. Referate für den Litteraturberieht werden mit „4 40 pro Bogen honoriert. Die Zahlung der Honorare erfolgt stets bei Abschluss eines Bandes. — Alle Sendungen für die »Botanischen Jahrbücher« werden an den Herausgeber, Herrn Prof. Dr. Ad. Engler in Berlin W. Potsdamerstr. 73 erbeten. Im Interesse einer raschen und sicheren Veröffentlichung liegt es, dass dieManuseripte völlig druckfertig eingeliefert werden, da mit nachträglichem Einschieben und ausge- dehnten Abänderungen während der Correctur Zeitverlust und sonstige Unzuträglichkeiten verbunden sind. ; A + d Soeben erschien und steht Interessenten gratis und franko zu Diensten: Antiqu. Lager-Catalog LVI. Botanik ca. 1700 Nummern. Aachen. Ant. Creutzer, Buchhandlung und Antiquariat. Verlag von Wilhelm Engelmann, Leipzig. Ueber Erscheinungen des normalen: Haarverlustes. an Vegetationsorganen der Gefässpflanzen von R. Keller. Mit 3 Tafeln. — Gr. 4. 1890. æ 3.—. (Nova Acta der Kaiserl. Leop.-Carol Deutsch. Akad. der Naturforscher Band LV, Nr. 5) Plantae Europeae. Enumeratio systematica et synonymica plantarum phanerogamicarum in Europa sponte crescentium vel mere inquilinarum Autore Dr. K. Richter. Tomus I. gr. 5. 1890. geh. # 10.—; geb. .# 11.—. Das Werk bildet eine werthvolle Ergänzung zu den »Natürlichen Pflanzen- familien« und schliesst sich in seiner Eintheilung genau an dieselben an. Das ganze Werk soll 4 Bünde in gleichem Umfange des vorliegenden Bandes umfassen. Monographia Hellebororum. Kritische Beschreibung aller bisher bekannt gewordenen Formen der Gattung Helleborus von Dr. Victor Schiffner Privat-Doeent an der K. K. Universitüt Prag. Mit 8 Tafeln. Gr. 4. 1890. .4 20.—, (Nova Acta der Kaiserl. Leop.-Carol. Deutsch. Akad. der Naturforscher. Band LVI. Nr. 1.) Auf das diesem Hefte beiliegende Circular, betr. Vervielfältigung wissenschaftlicher Abbildungen, erlaube ich mir die Herren Mit- arbeiter der »Jahrbücher« ergebenst aufmerksam zu machen. LEIPZIG. Wilhelm Engelmann. Druck von Breitkopf & Härtel in Leipzig. ot rat iA ILLU ell Meecher dpi Mie m E in; ag ELENG RU TEE TUM CRM € a.d E^ Fn T PRES la i OPEM Botanische Jahrbücher für | | | Systematik, Pflanzengeschichte | a und Pflanzengeographie "i | herausgegeben | E : von ` | A A. Engler. Dreizehnter Band. V. Heft. Mit 3 Tafeln. Leipzig Verlag von Wilhelm Engelmann 1891. Ausgegeben den 7. Juli 1891. i ue ^. Inhalt. i si SS : ry ; wc? r5 = À CN, : s Seite: A. Pfeiffer, Die Arillargebilde der Pflanzensamen. (Schluss)... . . . 2). DIS E. Gilg, Beiträge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Westianeae, . (Mit. Tafel VIL—IK 2000, Ae ivi vous ad Inhalt des Litteraturberiehts. Kach Ubersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten . . : . . .33 A, Systematik (inel Bhylögenie) ::,0702 24 ee ln iex V. M D. Artbegriff, Variation, Hybridisation, Biologie. . . . . . . . . Op C. Allgemeine Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte . : . : . . . . . 97 D. Specielle Pflanzengeographie und Pflangengeschiehte, . ......... 99 Bemerkung. Die Herren Mitarbeiter erhalten bei Abhandlungen, welche hono- riert werden, 20 Separata, bei solchen, welche nicht honoriert werden, 40 Separata gratis. Ausser den Freiexemplaren werden Separata in grüsserer Zahl hergestellt, für welche der Autor Druck und Papier zu zahlen hat und zwar: bis 40 Expl in Umschlag pro Druckbogen .Z 3.50, pro einfarb. Tafel 8° y —.50. |» 50 » » » » » » A » » » 80 » — 60. .» 60 » » » » » » 450 » » » 80 » —,70. ^» 70 » » » » » b A EE » » » §0 » — 80, | » BU » » » » » » 5:90 ^» » » $80 » — 90. | » 90 » » » » » » 6.— » » 5 0. NUS yo | | Über 100 Separatabdriicke werden nur von Dissertationen bzw. Habilitationsschriften hergestellt, ein Honorierung solcher Abhandlungen kann jedoch nieht erfolgen. Referate für den Litteraturbericht werden mit M 40 pro Bogen honoriert. Die Zahlung der Honorare erfolgt stets bei Abschluss eines Bandes. — Alle Sendungen für die »Botanischen Jabrbücherc werden an den Herausgeber, Herrn Prof. Dr. Ad. Engler ‚in Berlin W. Potsdamerstr. 73 erbeten. Im Interesse einer raschen und sicheren Veröffentlichung liegt es, dass die Manuscripte völlig druckfertig eingeliefert werden, da mit nachtrüglichem Einschieben und ausge- ^ dehnten Abänderungen während der Correctur Zeitverlust und sonstige . Unzutrügliehkeiten verbunden sind. Verlag von Wilhelm Engelmann in Leipzig. Binnen kurzem erscheint: a Ke: Berichtigungen und Nachtrag Botanischen Adressbuch der den Abnehmern gratis zur Verfügung steht. Derselbe ist durch die Buchhandlung zu verlangen, von der das Buch be- Zogen worden ist. | Die Arillargebilde der Pflanzensamen, 513 Rändern wenig gefaltete Gewebepartie, welche die Peripherie des Samens ungefähr zur Hälfte sichelartig umspannt. Das ganze Gebilde besteht aus zwei ungleichen Hälften. Die größere wird am alleräußersten Rande von dem Gefäßbündel des Funiculus durchzogen; die zweite, etwas kürzere steigt bis unmittelbar zur Mikropyle an, lässt diese aber unbedeckt, sodass letztere und die Eintrittsstelle des Gefäßbündels sich diametral gegenüber zu liegen kommen. Verfolgt man die entwickelungsgeschichtliche Ent- stehung des in Rede stehenden Gebildes, so ergiebt sich, dass dasselbe durch Auswachsen eines Teiles des Funiculus hervorgerufen wird. Durch- schneidet man nämlich kurz nach der Blütezeit den Fruchtknoten in me- dianer Längsrichtung, so kann man an dem einzelnen anatropen Ovulum den Eikern und die ihn umgebende eine Eihaut deutlich erkennen; der Funiculus besteht an seinem FuBteil aus 42—15 Zellreihen. In dem Teil nun, in welchem das im wesentlichen aus kleinen Tracheiden bestehende Gefäßbündel verläuft, ist die Epidermis bereits scharf abgegrenzt gegen das innen liegende Parenchymgewebe. Die zweite nach der Mikropyle zu gelegene Hälfte entsteht erst durch ein nachträgliches Auswachsen der Basis des Funiculus, und zwar geschieht dies parallel zur Placenta durch radiale und tangentiale Zellteilungen. Auf diese Weise ruht das Ovulum resp. der Same wie auf einem sichelartigen, wulstförmigen Polster. Die aus 2—3 Zellreihen bestehende radial angeordnete Randpartie des fertigen Organs besitzt besonders an der Außenseite starke Zellwandverdickungen; sonst ist das Gewebe zartwandig und besitzt große Intercellularräume zwischen den sternartig aneinanderstoBenden Zellen. Die Länge des ganzen Funiculararillus richtet sich nach der Größe der Samen; bei unseren ein- heimischen Arten beträgt dieselbe etwas mehr als der halbe Samenumfang. Vicia schließt sich betreffs der Hypertrophie des Funiculus eng an Lathyrus an. Auch hier wird die Peripherie des Samens auf eine gewisse Strecke von einem linealen, wulstigen Polster umspannt, welches an der der Samentesta unmittelbar anliegenden Seite aus dünnwandigem, in dem übrigen Teil aus mehr verdicktem Parenchym besteht; so stark ausgeprägte Wandpartien, wie sie sich in der Randpartie des Arillus von Lathyrusarten zeigen, kommen allerdings nicht vor. Proteinsubstanzen, Stärke und in jugendlichen Stadien Chlorophylikörner bilden die wesentlichen Zellinhalts- bestandteile. Tropische Leguminosen zeichnen sich durch ganz besonders große Funicularerweiterungen aus. Bei ihnen ähnelt das betreffende Gebilde oft einer Raupe, welche den Samen an seiner Kantenseite lineal umspannt. So namentlich bei den Samen von Mucuna urens DC., bei welchen der Arillus zwei Drittel u.m. der Peripherie umfasst. Die Mikropyle bleibt wie bei den vorherbesprochenen zwar auch frei, liegt aber der Mündung des placentaren Gefäßbündels bedeutend näher wie bei ihnen. Ähnliche Funiculararillen finden sich bei Mucuna cyanospermum K. Sch., M. mollis DC., Dioclea Botanische Jahrbücher. XIII. Bd. 33 514 A. Pfeiffer. refleca Hook. u. a. Bei allen ist das Gewebe der Hauptsache nach dünn- wandiges Parenchym. Das Gefäßbündel verläuft am äußersten Rande der einen der Mikropyle abgekehrten Hälfte des Gebildes; in der anderen kommen ebensowenig wie bei den vorhergehenden Arten Zweige des Ge- faBstranges vor. Zu erwähnen bleibt noch, dass bei einigen Mucunaarten, wie M. pruriens DC., ein linealer Arillus nicht vorkommt, dass denselben vielmehr ein vollkommen dem zweiten Typus entsprechendes Gebilde eigen ist. Überblicken wir nochmals in Kürze die zu unserem ersten Typus ge- hürigen Arillarbildungen. Bis auf die als Übergangsform zu betrachtenden Funicularerweiterungen von Pisum und Galega liegen Gebilde vor, die ihrer entwickelungsgeschichtlichen Entstehung nach als »lineale Funiculararillen« zu bezeichnen sind. Sie bestehen regelmäBig aus zwei Hälften, von denen die eine längere bereits an dem jungen Ovulum als eigentlicher Funiculus erkennbar ist; in ihr verläuft auch am äußersten Rande das Gefäßbündel. Die kürzere zweite Hälfte wird erst später dureh Auswachsen des basalen, an der Placenta gelegenen Funiculusteiles angelegt. Sie alle umfassen den Samen an seiner Kantenseite als lineales, raupenartiges Polster auf eine mehr oder weniger grofe Strecke, lassen die Mikropyle dabei aber stets unbedeckt. Die dem Nabelfleck anliegende Partie des Gewebes setzt sich in allen Füllen aus dünnwandigen Elementen zusammen, wihrend die Randschicht gewóhnlich stirkere Zellwandungen aufweist. Endlich — und dies dürfte die hierhergehörigen Vertreter in hauptsächlichen Gegensatz zu denjenigen des zweiten Typus bringen — trennen sie sich simtlich bei der Samenreife ihrer ganzen Lünge nach vom Samen los, bleiben an der Pla- centa haften, so dass bloB der lange, lineale Hilus am reifen Samen auf eine hypertrophische Funicularbildung hinweist. Als Anhang zu dem ersten und Übergangsform zu dem zweiten Typus sollen hier die Arillarbildungen, wie sie den Samen der verschiedenen Acacieae eigentümlich sind, Erwähnung finden. In ihren sämtlichen Arten zeichnen sich die Samen dieser Gruppe durch einen ungewöhnlich langen, fadenförmigen Funiculus aus. Bei vielen, von denen einige besprochen werden sollen, windet er sich in verschiedener Weise um den Samen herum. Bei den zur Untersuchung vorliegenden Arten, bei welchen von einer Funicularhypertrophie gesprochen werden kann, blieb der Arillus am Samen haften. Bei Acacia Melanoxylon R. Br., über deren Samen sich eine kurze Notiz von Hirpesranp in den »Berichten der deutschen botanischen Gesellschaft«!) befindet, krümmt sich der etwa 5 cm lange Funiculus schlangenförmig so um die Kantenseite des 4 mm langen, nicht ganz 3 mm breiten, glänzend schwarzen Samens, dass man beim ersten Anblick zu der Vermutung kommen kann, der scharfe Rand des eiförmigen Samens gehe 4) 1. c. Bd. I. 4883. p. 464. Die Arillargebilde der Pflanzensamen. 515 in einen dunkelfleischfarbenen Flügel über. Wie der Funiculus, der in dieser Form am reifen Samen bleibt‘, sich allmählich zu dieser Länge und Lagerung um den Samen ausbildet, konnte aus Mangel an entsprechenden Entwickelungsstadien bis jetzt nicht ermittelt werden. In gleicher Weise und in noch viel ausgeprägterem Maße finden sich derartige Hypertrophien bei A. homomalla Wendt., A. homalophylla Cunn.'), A. Mirbelli Benth. und A. cyclops Cunn. ete., wie ich nachträglich aus einer Sammlung von Acacien- samen der Gärtnerlehranstalt zu Köstritz (Thüringen) ersah. Während bei den vorgenannten Arten die durch Längenwachstum des Funieulus bewirkte Arillarbildung sich mehrmals lineal um den Rand des Samens schlängelt, windet sich das gleiche Organ, welches ebenfalls am reifen Samen haften bleibt, bei A. longifolia W. und A. verticillata W. u. a. kreisförmig um die Mikropylengegend des schwarzglänzenden Samens, so dass dieser gleichsam von einem fleischfarbenen, spitzkegel- artigen Hute bedeckt erscheint. Bei A. retinodes Schlecht. endlich erweitert sich der Funiculus, nachdem er sich in derselben Weise wie bei A. melano- aylon R.Br. mehrmals um den Samenrand gewunden hat, an der Eintritts- stelle des Gefäßbündels zu einem keulenförmigen, dreikantigen Gebilde; bei der Samenablösung bleibt dies letztere allein am Samen haften, während der übrige Funiculusteil von ihm abfällt. Die Structur des Gewebes und der Zellinhalt stimmt bei den genannten Arten ziemlich überein. Das Gefäßbündel verläuft in dem 3—4kantigen Funiculararillus als centraler Strang. Eine aus hochrechteckigen, stark cuticularisierten Zellen bestehende, einschichtige Epidermis umkleidet das innere sternartige Parenchymgewebe. Außer plasmatischer Substanz findet sich regelmäßig ein an diese gebundenes fettes Öl, das durch Benzol u. dgl. extrahiert werden kann. Der dreikantige, keulenförmige, als Arillus am Samen verbleibende Teil bei A. retinodes Schlecht. erinnert in seinem histologischen Aufbau an das bei Vicia und Lathyrus beschriebene Organ; die Zellstructur seines Gewebes wird erst nach Entfernung des fetten Öls durch Lösungsmittel deutlich. Typus II. Afzelia Sm. Der fleischfarbene bis rosenrote Arillus umhüllt hier etwa ein Drittel des 2—2,5 cm langen schwarzen Samens nach Art einer Cupula. Er ist ein typischer, becherfürmiger Funiculararillus, weleher den reifen Samen um den Hilus herum bekleidet; die Mikropyle wird von ihm bedeckt. Die Bildungsweise desselben konnte in diesem Falle nicht genau verfolgt werden, da nur reife Samen und einige Knospen zur Untersuchung vorlagen. Gleichwohl dürfte die Annahme nicht unberechtigt sein, dass 4) cfr. auch Inv. Lynca: Pods of A. homalophylla. Journ. of Bot. N. Ser. IX. 4880. p. 127. 33* 516 A. Pfeiffer. dies Organ analog den übrigen Arillarbildungen dieses Typus, namentlich der von Genista- und Cytisusarten an dem anatropen Ovulum aus einer ringwallartigen, wulstigen Verdickung des Samenträgers um den Hilus herum entsteht, welche dann späterhin den reifen Samen an seiner Spitze hüllenartig umgiebt. Im trockenen Zustand hat der Arillus, wie gesagt, fleischfarbenes bis rosarotes Aussehen, ist von ziemlich derber, seifenartiger Consistenz und nicht zerschlitzt am freien Rande. Sein Gewebe lässt zwei verschieden differenzierte Partien erkennen, welche sich schon makro- skopisch einigermaßen unterscheiden lassen. Durchschneidet man den Arillus in der Quer- oder Längsrichtung, so sieht man eine äußere und innere, dem Samen anliegende epidermale Schicht, welche gelblich gefärbt ist; zwischen beiden liegt eine innere poröse und weißgefärbte Gewebe- partie. Diese letztere, im oberen Teil des Arillus nur spärlich auftretende Schicht nimmt nach der Basis an Ausdehnung zu und ist an der Stelle, wo der Zusammenhang zwischen Arillus und Samen besteht, am stärksten ent- wickelt, ein Umstand, welcher im Einklang mit der Function dieses Organs bet der Samenablösung steht. Diese Partie des Gewebes stellt nämlich ihr Wachstum eher ein als die peripherischen Schichten, und in Folge dessen collabiert sie sehr bald, sodass ein Hohlraum oder »Porus«, wie ihn Bacu- MANN bei dem gleichen Gebilde von Sarothamnus nennt, zu Stande kommt, der auch am reifen Samen als unregelmäßige, mehr oder weniger kreis- förmige Durchbrechung zu erkennen ist, gerade an der Stelle, wo bei der Reife der Zusammenhang zwischen Samen und Placenta gelöst wird. Bei mikroskopischer Betrachtung erhellt nun, dass die peripherische, gelblich gefärbte Randpartie aus isodiametrischen Zellen mit nur kleinen Interstitien gebildet wird. Ihre Wandungen sind im Verhältnis zu denen der mittleren Gewebepartie stark verdickt, vor allem an den Zellkanten Erfüllt sind die Zellen von einer feinkörnıgen Plasmamasse und einem gelblichen fetten Öl; das letztere ist in solcher Menge gespeichert, dass man, um die Structur des Zellnetzes deutlich hervortreten zu lassen, erst dies Öl lösende Reagentien anwenden muss. Der restierende Zellinhalt stellt eine feingranulierte Masse dar, die bei Behandlung mit Jod die be- kannte, auf plasmatische Substanz deutende Reaction aufweist. Die nahe- liegende Vermutung, dass namentlich in der peripherischen Gewebepartie Amylodextrinstärke, wie im Macis der Muscatnuss vorhanden sein könne, bestäligte sich bei der mikrochemischen Untersuchung nieht. Das zwischen der beiderseitigen epidermalen Partie gelegene dünnwandige, farblose Gewebe besitzt große, rundliche Zellen, die als wesentlichen Inhalt Stärke- körnchen in geringer Menge führen, niemals aber fettreiche Plasma- masse, In der eben geschilderten Weise kommt der Arillus vor bei A. Peter- siana Klotzsch, A. africana Sm, u. a.; bei einigen Arten tritt die Arillar- bildung nicht in solch ausgedehntem Maße auf. Von deren näherer Die Arillargebilde der Pflanzensamen. 517 Beschreibung müssen wir jedoch vorläufig absehen, da das Untersuchungs- material teils schlecht war, teils ungenau bestimmt zu sein schien. Pahudia javanica Miq. Ihre Samen haben einen beerenartigen Arillus von prachtvoller, hochroter Farbe, welche noch besonders durch den schwarzen Samenuntergrund erhüht wird. Er überkleidet die Oberfläche ‘des Samens nicht vollständig, sondern lässt, da er aus zwei der Vorder- und Rückenseite des abgeplatteten Samens anliegenden zungenförmigen Lappen besteht, die Kantenseite des Samens unbedeckt. Seiner Entstehung nach ist er gleichfalls ein typischer Funiculararillus, der zuerst als ring- fórmiger Gewebewall um den späteren Hilus auftritt und dann spáter durch ungleichmäßiges Auswachsen des oberen Randes zweilappig wird. Sein Gewebe besitzt stärkeführende, parenchymatische Elemente, die von einer zwei- auch mehrschichtigen, den roten, an Plasma gebundenen Farbstoff und fettes Öl enthaltenden epidermalen Partie umgrenzt werden. Die polyedrischen Zellen der letzteren zeigen in den Ecken sehr schön und stark ausgebildete collenchymatische Verdickungen. Copaifera. Die Samen dieser Gattung werden gleichfalls von einem beerenartigen Funiculararillus zum größten Teil becherfórmig umschlossen. Da sich im Berliner botanischen Museum nur eine einzige Frucht von C. Langsdorfii Desf. befindet und diese als Unicum nicht gut zur ana- tomischen Untersuchung zur Verfügung gestellt werden konnte, musste ich mich auf eine bloB äuBerliche Betrachtung beschrünken. In der 3 em langen, 2 em breiten Hülse sitzt an der Bauchseite ein einziger schwarzer Samen, der an seiner Spitze von dem rotgefärbten, vom Funieulus aus- gehenden Arillus eingehiillt wird. Das Gewebe scheint ganz analog dem von Pahudiaarten ausgebildet zu sein, im Innern ein Schwammparenchym, umgeben von einer den Farbstoff führenden, peripherischen Schicht. Pithecolobium (P. Unguis cati Benth.), zur Gruppe der /ngeae gehirig, unterscheidet sich betreffs der Beschaffenheit seines Arillus von den bisher erwähnten in mancherlei Punkten. In den Hülsen sind gewöhnlich 2—3 Samen ausgebildet, welche von braunschwarzer Farbe sind und an ihrem an der Mikropyle gelegenen Ende von einem im Verhältnis zur Größe des Samens mächtig entwickelten saftigen!Arillus etwa zur Hälfte eingehüllt werden. Derselbe besaß am Untersuchungsmaterial, welches in Alkohol conserviert war, fleischfarbenes Aussehen, dürfte aber im frischen Zustand wohl lebhafter gefärbt sein. Seiner Entstehung nach ist er gleichfalls als Funiculararillus zu bezeichnen. Er bleibt nicht wie das analoge cupula- artige Gebilde bei Afzelia in seinem ganzen Umfang geschlossen, sondern teilt sich in 4—6 mehrfach gefaltete Lappen, die allerdings um den Hilus herum zu einem kappenartigen Gebilde zusammenschließen. Das Gewebe ist ein gewühnliches, in allen Teilen des Arillus gleichmäßig ausgebildetes Parenchym. An den in den Zellen neben dem gewöhnlichen Zellsaft und zwar in ziemlich beträchtlicher Menge vorkommenden Stärkekörnern ist 518 A. Pfeiffer. der Stárkebildner stets deutlich erkennbar; fettes Ol oder sonstige Zell- inhaltskórper kommen nieht vor. Anatomisch merkwürdig ist das Gewebe gegenüber demjenigen der meisten Arillen insofern, als es sich nicht bloB aus Zellen zusammensetzt, sondern von Teilen des placentaren Gefäß- bündels durchzogen wird. Das letztere teilt sich nämlich vor seinem Ein- tritt in den Samen in mehrere Zweige, von denen der stärkste in den Samen mündet, während kleinere Seitenäste die einzelnen Lappen des Arillus in ihrer ganzen Länge und Breite durchziehen. Ich hebe dies um deswillen hervor, weil, wie gesagt, derartige Verzweigungen des Gefäß- bündels in mehrere das Arillargewebe durchzweigende Strange bei Arillar- gebilden, selbst typischen Funiculararillen sehr selten vorkommt. Bei den folgenden hier zu besprechenden Leguminosae ist die Bildung und Ausdehnung des Arillus mehr auf die Hilusgegend beschrünkt. Die im Jugendzustand des Ovulums als ringfórmige Verdickung des Funiculus auf- tretende Arillarbildung greift auch am reifen Samen nur um ein Geringes über die Ränder des Nabels herüber, bleibt aber bei der Samenablösung als ein den Hilus umziehender Gewebesaum am Samen haften. Während bei den vorhergehenden Arten Afzelia, Pahudia, Copaifera, Pithecolobium die Mikropyle stets von der Hypertrophie des Funiculus überdeckt wu rde, bleibt sie bei den nachfolgenden immer frei. Äußerlich gleichen die nun folgenden Samenanhänge einer Caruncula und sind auch vielfach als solche beschrieben worden. Von dieser, welche bekanntlich durch eine Verdickung des Exostoms und eine besondere Differenzierung des Gewebes gegenüber den übrigen Samenteilen entsteht, sind sie, wie bereits erwähnt, entwickelungsgeschichtlich ohne Schwierigkeiten zu unterscheiden. Unter diese Kategorie gehören von Genisteae hauptsächlich viele Cytisusarten und von Phaseoleae einige tropische Arten: Kennedya, Hardenbergia und einige Canavaliaspecies. Kennedya besitzt kleine etwa 4 em lange und halb so breite brüunliche Samen von der Form unserer Phaseolusarten. Während bei den letzteren der Nabelfleck sich blof als weiDe Linie kennzeichnet, haftet hier dem Rande desselben ein aus weißglänzendem, ziemlich eonsistentem Gewebe bestehender Arillus an, dessen Ränder den Hilus nur wenig übergreifen. Am reifen Samen hat das Gebilde, wenn die Lostrennung vom Funiculus und von der Placenta erfolgt ist, die Gestalt eines flachen Schüsselchens, und zwar wird der lineale Nabelfleck von ihm umzogen in der Form eines etwa 2 mm breiten Saumes, dessen Gewebe an der der Mikropyle abgewandten Seite des Arillus sich zu einer stärkeren Lage erhebt, die sich dann in eine schaufelartige Spitze verlängert und nach einer Wölbung nach aufwärts der Testa anlehnt. Das Arillargewebe stimmt im Wesentlichen mit demjenigen von Afzelia überein, ein mehr oder minder stark verdicktes Parenchym, welches nach der Innenseite, wo früher der Zusammenhang mit dem Funiculusgewebe bestand, in eine ganz dünnwandige Schicht übergeht. Die Arillargebilde der Pflanzensamen. 519 Feinkórnige Proteinsubstanzen und Öltröpfchen besonders in den ver- dickten Partien des Gewebes bilden den Inhalt der Zellen. Die Arillen der Samen von Hardenbergia (spec. 2), Canavalia urens Schwfth., Mucuna pruriens DC. und M. capitata Wight et Arn. zeigen in ihrer Entstehungsweise, ihrem äußeren Aussehen und dem anatomischen Bau ihres Gewebes dieselben Merkmale wie bei Kennedya, so dass von einer eingehenden Besprechung derselben hier wohl abgesehen werden darf. Auch bezüglich der Arillen der Cytisusarten können wir uns kurz fassen. Bacumany giebt in den »Berichten der deutschen botan. Gesellschaft«!) eine genauere Beschreibung über die Beschaffenheit und die Biologie des Arillus von Sarothamnus scoparius Koch, Cytisus austriaticus L. und dessen Varietät leucanthus W. K. Ich wählte, um seine bezüglichen Angaben auf ihre Richtigkeit zu prüfen, zur Untersuchung C. hirsutus L. und C. Rochelia Wierz; auf Grund der bei ihnen gefundenen Ergebnisse kann ich die An- gaben BacuMann’s nur bestätigen. Als wesentlich ist hervorzuheben, dass der gelbe, schwammige, dem Hilus mit schmaler Basis aufsitzende Ring- wulst am reifen Samen im Gegensatz zu Kennedya u. s. w. nicht ringsherum geschlossen, sondern an der der Mikropyle zugewandten Seite unterbrochen ist. In jungen Stadien allerdings wird der Ring auch an dieser Lücke durch dünnwandiges Parenchym geschlossen , welches aber durch Zurück- bleiben des Wachstums collabiert. Ferner besitzt der Arillus dieser und anderer Cytisusarten mehr sichelförmige Gestalt, ist zwar auch an der der Mikropyle abgewandten Seite am stárksten entwickelt, zeigt aber nicht die für Kennedya charakteristische schaufelartige Spitze. Für die Function hat diese kleine Abweichung keinerlei Bedeutung. Die Anatomie des Gewebes ist dem der vorhergehenden Arten im Allgemeinen gleich, auch was die Inhaltsbestandteile der Zellen betrifft. SchlieBlich sei noch erwühnt, dass viele Arten dieser Gattung, von denen ich nur als Beispiel C. Laburnum L. anführe, glatte Samen ohne Arillaranhang besitzen. Wie aus dem Vorhergehenden zu ersehen ist, handelte es sich bei dem zweiten Typus der Leguminosenarillen um Funieularwucherungen , welche dadurch, dass sie bei der zwischen Samen und Placenta gelegentlich der Samenreife erfolgenden Trennung am Samen verbleiben, in hauptsächlichem Gegensatz zu den beim ersten Typus abgehandelten Gebilden stehen ; weiter, dass sie nicht wie diese einseitig auf die Hilusgegend als lineale Gewebe- wülste beschränkt sind, sondern über den Hilusrand hinausgreifen und so im einfachsten Falle diesen sichelartig oder elliptisch umziehende, glandu- lóse Gewebepartien, welche die Mikropyle nie überdecken, bilden (Kenne- dya, Hardenbergia, Cytisus etc.). In anderen Fällen geht die Hypertrophie des Funiculusgewebes noch weiter und es kommen durch gleichmäßiges oder ungleichmäBiges Auswachsen des ursprünglichen Ringwalles becher- 4) Le. Bd. III. 4885. p. 25ff. 520 A. Pfeiffer, < artige resp. zwei- und mehrlappige, der Mikropylargegend aufliegende Hüllen zu Stande, von glandulöser oder beerenartig-pulpöser Consistenz ; so bei Afzelia, Pahudia, Pithecolobium und Copaifera. Abgesehen von den beiden letzten Arten konnte in allen Füllen im Gewebe unterschieden werden zwischen einer peripherischen Randpartie mit verdickten Zell- wandungen und einem im mittleren Teil gelegenen dünnwandigen, bald collabierenden Parenchym, ein Umstand, der wesentlich im Zusammenhang steht mit der später zu besprechenden Funetion dieser Arillen. Turneraceae. Die Samen der hierhergehürigen Gattungen besitzen einseitige Funi- eulararillen, mit Ausnahme von Mathurina, bei welcher der Arillus haar- schopfühnlich ist. Im fertigen Zustande liegt er als schmaler, membranöser Flügel der Bauchseite des Samens an und steht mit letzterem nur um den Hilus herum in Zusammenhang. Gewöhnlich ist er farblos oder nur schwach gelbbraun. Äußere Form und Längenausdehnung des ganzen Gebildes variieren bei den verschiedenen Gattungen. Bald ist er von lineal-lanzett- licher, bald spateliger Gestalt, dabei ganzrandig oder laubblattähnlich ge- sägt; in der Mehrzahl reicht er nur wenig über die halbe Länge der Raphe hinaus. Bei einigen Turneraarten ist seine Ansatzstelle nicht einseitig auf die an der Bauchfläche gelegene Hälfte des Nabelflecks beschränkt; in Flügelform greift er hier an seinem basalen Ende scheidenartig um die Mikropylengegend des Samens herum. Bei Mathurina hat er die Gestalt eines von der Samenspitze ausgehenden Haarkranzes, äußerlich ähnlich dem Pappus vieler Compositenfrüchte. Die von einer ringformigen Gewebe- wucherung entspringenden mehrzelligen weiBen Haare übertreffen den minimalen Samen um ein Mehrfaches seiner Linge. Die entwickelungsgeschichtliche Entstehung dieses Haarkranzes ist. wie Bum ton nachgewiesen hat, von derjenigen der übrigen Gattungen ver- schieden. Bei den letzteren, wie Turnera, Wormskioldia etc. nimmt an der Bildung des Arillus nur der Funiculus teil. Das parenchymatische Gewebe desselben baucht sich unmittelbar oberhalb der Befestigungsstelle des ana- tropen Ovulums zu einem zwischen Placenta und Funiculus gelegenen sichelfórmigen Höcker aus. Diese Gewebeausstülpung setzt sich im meriste- matischen Zustand aus isodiametrischen Zellen zusammen, welche beim spáteren Auswachsen des Organs langgestreckte, prismatische Gestalt, ohne prosenchy matische Zuspitzung annehmen. Das Gewebe des fertigen Fliigels wird in der Regel nur von wenigen, etwa 9—4, Zellschichten gebildet ; nach der Mitte und dem basalen Teile zu, wo er ansetzt, sind gewöhnlich einige mehr vorhanden als am Rande und an der Spitze; auf diese Weise erscheint der Querschnitt mehr oder weniger dreieckig, Der schon seinem äußeren Ansehen nach von den übrigen verschiedene Arillus der Mathurinasamen weicht auch bezüglich seiner entwickelungs- Die Arillargebilde der Pflanzensamen. 521 geschichtlichen Entstehung von ihnen ab. Barttton'), welcher dieselbe zu untersuchen Gelegenheit hatte, giebt an, dass er gleichzeitig um den Hilus und das Exostom als ein ringförmiger Wall entsteht, dessen Gewebe an der der Samenspitze zugekehrten Seite zusammenhängend bleibt und ihr als Kappe aufliegt, während es sich nach der Chalaza zu in mehrere kleine Lappen zerteilt, welche durch Längenwachstum schließlich das Ansehen mehrzelliger Haare gewinnen. In wieweit diese Angaben der Richtigkeit entsprechen, konnte ich aus Mangel an entwickelungsgeschichtlichen Stadien nicht prüfen; doch wenn man berechtigt ist, aus den bei der Untersuchung fertiger Zustände gewonnenen Ergebnissen auf die Art und Weise der Entstehung einen Schluss zu ziehen, so werden die obigen Notizen Batton’s den wirklichen Verhältnissen entsprechen. Außerdem steht diese Entstehungsweise ja nicht isoliert da, sondern ist auch in anderen Familien anzutreffen, so bei Celastraceae, Myristicaceae ete.; bei dem Macis der Muscatnuss hat sich ja auch die anfänglich nur auf Grund von Thatsachen am fertigen Samen ausgesprochene Vermutung über die Bildungsweise bei späteren entwickelungsgeschichtlichen Untersuchungen als richtig erwiesen. Besonders erwähnenswerte Inhaltsstoffe im Gewebe des Arillus sowohl von Mathurina wie auch der übrigen Turneraceae wurden nicht beobachtet. Passifloraceae. Die von Bentnam und Hooker in den »Gen. plant.« hierhergerechneten fünf Tribus verhalten sich, was das Vorkommen eines Arillus betrifft, ver- schieden. Den Malesherbieae und Acharicae fehlt ein solcher vollständig: bei den übrigen ist sein Auftreten mit Ausschluss einiger zweifelhafter Fälle constant. Von Passifloraceae im engeren Sinne soll hier die Gattung Passiflora und von Papayaceae Carica Papaya besprochen werden. Passiflora. Ihr Arillus schließt sich bezüglich der entwickelungsge- schichtlich-morphologischen Seite eng an das gleiche Organ der Nymphaea- ceae an. Auch hier wird derselbe durch accessorisches Wachstum eines bestimmten Teiles des Samenträgers hervorgerufen, um im ausgebildeten Zustand als mantelartige, an der Oberfläche unregelmäßig gefaltete, beeren- artige Hülle die Samentesta zu überziehen. Im Gegensatz zu dem Arillus der Nymphaeaceae ist er gewöhnlich durch auffallend lebhafte Färbung aus- gezeichnet. PLancuon, welcher in seiner oben citierten Abhandlung gerade dies Arillargebilde als Repräsentant für seinen »arille véritable« auf- stellt, da er alle Charaktere, die ein soleher im typischen Falle nach seiner Anschauung besitzen muss, an ihm vereinigt fand, studierte besonders bei P. triloba Ruiz et Pav. und einigen naheliegenden Arten die Entwickelungs- 4) Buttons, Surla Mathurina et son arille, Bull, de la Soc. Linn. de Paris. 1878. p. 164. 522 A. Pfeiffer. geschichte genauer; die hierbei gewonnenen Resultate stimmen im Wesent- lichen mit den von mir bei P. gracilis Link, P. rubra L., P. caerulea L.u. a. gefundenen überein. Reife Samen mit vollständig ausgebildetem Samen- mantel standen mir jedoch nur von der erst genannten Art zur Verfügung. Der aus drei Carpiden bestehende einfücherige Fruchtknoten trügt zahl- reiche, auf drei parietalen Placenten inserierte anatrope Ovula mit zwei Integumenten, die nach dem Exostom zu ziemlich spitz auslaufen und den etwas kürzeren Nucellus umgeben. Schon vor dem Entfalten der Blüte lässt der die Arillarbildung bewirkende Funiculus deren Ursprungsstelle in Form eines Ringwulstes unterhalb des Exostomrandes und diesem schrag, nach Art eines Knopfes angedrückt erkennen, so dass also auf einem den Samenstiel und die übrigen Ovularteile treffenden medianen Lüngsschnitt der erstere an der späteren Hilusstelle von der knopfartigen Anschwellung unter spitzem Winkel gekreuzt wird. Nach erfolgter Befruchtung des Ovulums wichst die Randpartie des Ringwulstes in der Weise weiter, dass die eine, zwischen dem äuBeren Integument und dem Funiculusstrang keilfórmig eingeschobene Hiilfte nach der Mikropyle zu hinaufwiichst, um sie dann nach einiger Zeit mützenartig zu bedecken, während die andere an der dem Ovulum abgekehrten Seite des Samenstielchens gelegene Partie dem Chalazaende zustrebt, ohne dabei in irgend einem Zusammenhang mit dem Gewebe der hier ziemlich stark ausgebildeten Raphe zu stehen, außer eben an der Ursprungsstelle des ganzen Organs, um den Hilus herum. Auf diese Weise wird im weiteren Verlaufe des Wachstums ein die ganze Samenoberflüche sackartig einhüllendes, beerenartiges Gebilde hervorge- rufen, dessen gezackte Ränder am Chalazaende zahnartig soweit überein- andergreifen, dass vom eigentlichen Samen nichts zu sehen ist. PLANCHON giebt zwar an, dass im reifen Zustand des Samens der Arillus am Grunde desselben eine weite Öffnung lasse, mithin nicht zusammenschließe; doch konnte ich dies, wenigstens bei P. gracilis Link, nicht finden. Hier sind, wenn man von der den Passifloraceenarillen eigentümlichen roten Färbung absieht, die Verhältnisse ganz wie bei Euryale ferox Salisb. Derartige kleine Unterschiede, dass im einen Falle die Hülle den Samen vollständig einschließt, im anderen Falle dessen Chalazaende freilässt, mögen wohl bei den verschiedenen Arten vorkommen; für die biologische Bedeutung sind sie ohne Zweifel von keinerlei Belang. Der Mantel besteht auf dem Querschnitt aus etwa 5—6 Zelllagen, nur am Hilus, wo der Zusammenhang mit dem Gewebe der Raphe besteht, ist das Gewebe stärker entwickelt. Dasselbe bietet in seinem Bau keine Be- sonderheiten, besteht durchweg aus dünnwandigen, in regelmäßig con- centrischen Lagen angeordneten parenchymatischen Zellelementen von polyédrischer Form und ist besonders nach der Außenseite des Mantels zu in radialer Richtung bedeutend gestreckt; am ausgesprochensten ist dies bei den lückenlos aneinander schließenden, an der Außenwand etwas Die Arillargebilde der Pflanzensamen. 523 verdickten Epidermiszellen der Fall. Die radiale Streckung findet ihre Er- klärung in der entwickelungsgeschichtlichen Entstehung des Arillus. In jugendlichen Zustiinden, wo derselbe nur in Form eines schmalen, an der Hilusstelle sich um den Funiculus erhebenden Ringwalles vorhanden ist, finden wir Zellen von ausgesprochen isodiametrischer, kubischer Gestalt ; durch radiale Streckung der Zellwände verbreitert sich dann der Ringwall und wird so zur sackartigen Hülle. Die Zellen führen reichlich fettes Ol, doch ist dasselbe wenigstens im eigentlichen Arillargewebe an den übrigen Zellinhalt gebunden; besonders ausgebildete Olzellen finden sich nur im Gewebe der Raphe. Von weiteren Inhaltsbestandteilen ist hauptsächlich die in ziemlicher Menge vorhandene Stärke zu erwähnen, welche schon im meristematischen Gewebe des Arillus nachzuweisen ist. In der peripheri- schen Sehicht des Mantels tritt sie spärlicher auf als im Innern. Die ziegelrote Farbe des Arillus, welche erst kurz vor der Samenreife auftritt, wird im vorliegenden Falle nicht, wie dies sonst bei vielen saftigen Früchten und Scheinfrüchten die Regel ist, durch einen im Zellsaft gelösten Farbstoff hervorgerufen; hier haben wir es vielmehr mit einem an Plasma, in diesem Falle an den Stärkebildner (im Sinne Scuimpsr’s) gebundenen Farbstoff zu thun. Nur selten liegt derselbe als peripherische, im Profil mondsichelartige Schicht einem einzelnen Korn an; meist liegen, wie sich bei starker Vergrößerung zeigt, die Verhältnisse derartig, dass 3 auch 4 kleine rundliche, farblose Körner von dem kugeligen Chromoplasten ein- gehüllt werden. Bei vorsichtiger Behandlung eines Schnittes mit wässeriger Jodlösung lässt sich dies auch leicht nachweisen, da alsdann der gelbrote Chromoplast, wie es scheint, entfärbt wird oder doch nur schwach gelbliche Färbung annimmt und sich so von den blaugefärbten Stärkekörnern in seinem Innern abhebt. Ob der im Reifezustand des Arillus mit dem Stärke- bildner als Chromoplast anzusehende Farbstoffkörper aus einem Leuco- plasten im Sinne Scuimrers hervorgegangen ist, war nicht mit genügender Sicherheit festzustellen; nur soviel ließ sich mit einiger Gewissheit con- statieren, dass im meristematischen Arillargewebe die in kleinen Ballen zusammenhängende Stärke bei vorsichtigem Zusatz von Jodlösung nicht in allen ihren Teilen die Blaufärbung zeigte, dass vielmehr fast immer eine ungefärbte oder schwach gelbliche peripherische Schicht erkennbar war. Carica Papaya wird sich wegen der mannigfachen Übereinstimmung seines Arillus mit dem der Gattung Passiflora mit wenigen Worten ab- handeln lassen. Bei der Reife wird der schwarzbraune, rundlich-eiförmige Samen, dessen Testa morgensternartige Höckerchen zeigt, gleichfalls von einem häutigen, sich der Samenoberhaut eng anschließenden, hier aber farblosen Gewebesack vollständig eingehüllt. Entwickelungsgeschichtlich ist derselbe von gleicher Herkunft wie der bei Passiflora beschriebene. Seine Ursprungsstelle ist gleichfalls an dem anatropen Ovulum als ringförmige Verdickung des Nabelstranges in der Hilusgegend vor dem Aufblühen bereits angedeutet. Nach erfolgter Befruchtung des Ovulums erfahrt der Ringwall die gleiche Ausbildung wie bei Passiflora; man hat ihn demnach, ebenso wie den Arillus der letzteren, morphologisch als hüllenartigen Funiculararillus zu bezeiehnen. Das aus rundlichen, äuBerst dünnwandigen, parenchyma- tischen Zellelementen sich zusammensetzende Gewebe des Sackes wird gewühnlich nur von 2—3 Zelllagen gebildet; nur an den Stellen, wo sich der Arillus den rillenartigen Vertiefungen der Samenoberfliche eng an- schmiegt, hat sich das Gewebe zu mehreren die Lücken auskleidenden Schichten differenziert. Hinsichtlich der Zellinhaltsbestandteile ist zu be- merken, dass an Plasma gebundene Farbstoffkórper, wie sie sich bei Passi- flora finden, hier nicht anzutreffen sind; die Zellen führen nur einen farb- losen, wässerigen Zellsaft, in dem ab und zu etwas Stärke vorkommt. Myristicaceae. Die Samen der Muscatnüsse, Myristica fragrans Hott. und anderer Species sind bei der Reife von einem, als Drogue unter dem Namen »Macis« oder »Muscatblüte«.bekannten Arillus eingeschlossen. In frischem Zu- stand ist derselbe von fleischiger Consistenz und zeichnet sich durch seine intensive, hochrote Farbe aus, die sich allerdings beim Eintrocknen in eine gelbbraune umwandelt. Er ist in ungleich viele und breite Lappen zer- schlitzt, die seitlich nur in der Mikropylengegend des Samens zusammen- schließen, so dass er in seiner Gesamtheit das Aussehen eines Korbge- geflechtes zeigt. Das der Hauptsache nach aus wenig verdickten, parenchymatischen, isodiametrischen oder polyedrischen Zellen bestehende Grundgewebe wird auf der Außen- und Innenseite von einer ein- zuweilen mehrschichtigen Epidermis begrenzt. Ihre besonders an der Außenseite verdickten Zellen sind von langgestreckter, prismatischer, selten zugespitzter Form und zeigen an den Seitenwänden hie und da Tüpfelung. Die Wandungen, welche oft schöne Schichtung zeigen, bestehen aus Cellulose und sind sehr quellungs- fähig. Zwischen den Zellen des Grundgewebes kommenjauBerdem äthe- risches Öl führende Sekretbehälter mit verkorkten Membranen und zahl- reiche, in den einzelnen Lappen des Mantels längslaufende kleine Gefäß- bündel vor, welche mit dem Gefäßstrang des Funiculus in Verbindung stehen. Außer bei Pithecolobium Unguis cati Benth. und einigen Connaraceae ist ein derartiges Vorkommen von Gefüflbündeln im Gewebe von Arillarge- bilden nicht beobachtet worden. Die groBen Olzellen enthalten neben dem ätherischen Öl einen in diesem gespeicherten gelbbraunen, mit Alkohol extrahierbaren Farbstoff. Selbstverstándlich ist dieser Farbstoff, solange das Organ noch lebt, nicht, wie Tscuicn !) auf Grund seiner Untersuchun- gen an trockenem Material anzunehmen schien, in diesen Olzellen enthalten. 1) Ber, d. deutsch. bot. Ges. VI. p. 140. Die Arillargebilde der Pflanzensamen. 525 Bei Myristica fragrans Hott. ist der rote Farbstoff im Zellsaft des Grundge- webes gelüst und wird, wie überall erst nachtrüglich beim Absterben des Gewebes, von denjenigen Elementen aufgenommen, welche wie hier das Ol die größte Fähigkeit, Farbstoffe zu speichern, besitzen. Der Hauptinhalt der Zellen des Grundgewebes besteht neben fettreicher, plasmatischer Sub- stanz aus in letztere eingebetteter, mit Jod sich rotbraun färbender Stärke, welche, wie Tscnircn nachgewiesen hat, sich durch ihren hohen Gehalt an Amylodextrin auszeichnet. Im Gewebe des Arillus sind diese Stärkekörner, zusammen mit dem übrigen Zellinhalt, zu rundlichen Ballen vereinigt. Ent- fernt man die protoplasmatische, sehr fettreiche Grundmasse durch ent- sprechende Lösungsmittel, so findet man, dass diese Amylodextrinkörner meist stäbchenförmige, auch knochenähnliche Gestalt besitzen, ähnlich den im Milchsaft der Euphorbiaceae vorkommenden Stärkekörnern. Solch un- regelmäßig gestaltete, an Corrosionsstadien erinnernde Formen, wie sie Tscurrcu in seiner »angewandten Pflanzenanatomie« abbildete, konnte ich bei dem mir vorliegenden Untersuchungsmaterial nicht beobachten. In entwicklungsgeschichtlicher Beziehung bietet der Arillus der vor- liegenden Familie mancherlei Interessantes. Lange Zeit standen sich betreffs dieses Punktes zwei verschiedene Ansichten gegenüber. Prancnox !) und mit ihm De Caspar 2) hielten ihn für einen typischen Auswuchs des Exostom- randes und bezeichneten ihn demgemäß als Arillodium. Hooker und Tomson dagegen schlossen aus der Thatsache, dass er außer am Exostomrande auch um den Hilus herum, mit dem Samen in Verbindung steht, dass bei seiner Bildung der Funiculus und das Exostom gleichzeitig beteiligt sein müssten, eine Annahme, welche sich, wie spätere Untersuchungen von BaiLLoN?) und neuerdings von Vorer*) gezeigt haben, als den thatsächlichen Verhält- nissen entsprechend erwiesen hat. Aus ihren Beobachtungen geht hervor, dass der Arillus bereits in der geschlossenen Blüte, mithin vor erfolgter Be- fruchtung als eine einheitliche, oberflächliche Gewebewucherung an dem den Hilus und Exostomrand einschließenden Gebiete auftritt. Diese also von einem Centrum ausgehende Wucherung erweitert sich dann nach beiden Seiten, um in einem gewissen Stadium die Form eines doppelten Ringwul- stes in Gestalt einer liegenden co anzunehmen. Durch weiteres Auswachsen und, wie wir wohl annehmen müssen, ungleichmäßiges Wachstum wird dann der gelappte, an seinen Rändern gefranste Mantel gebildet, der, wie Voicr angiebt, an einen Ovulum von 2,5 mm bereits die Gestalt wie im fertigen Zustand zeigt. Gerade die Bildungsweise dieses Arillus bietet uns ein hervorragendes Beispiel dafür, dass Arillarbildungen nicht immer, wie 4) PLancuon, l. c. p. 303. 2) pe CANDOLLE, Ann. d. sc. nat. IV. série, tome 4 p. 24. 3) BainLos, Adansonia V. p. 477 und Compt, rend. LXXVIIT. p. 779 ff. 4) Voicr, Über Bau und Entwickelung des Samens und Samenmantels von Myristica. Göttingen 4885. Inaug.-Diss. 526 A. Pfeiffer. von PLANCHON und den älteren Morphologen angenommen wurde, typisch vom Funiculus einerseits und vom Exostom anderseits ausgehen, dass viel- mehr diese beiden extremen Fälle durch Übergänge verbunden sind. Scitamineae (Arillatae). Wie schon der synonyme Name dieser Reihe andeutet, sind Arillarge- bilde am Samen allgemein charakteristisch für die ihr unterstehenden Fa- milien ; nur wenige Arten der letzteren besitzen keine Arillen, soz. B. Canna; andere, wie Musa etc., haben Becrenfrüchte. Hier sollen nur zwei Vertreter der Musaceae Erwähnung finden. Bezüglich der übrigen verweise ich auf die Abhandlungen von Baron !), Ercuter 2) und F. Mürren?). Musaceae. Die Früchte der Gattungen Ravenala und Strelitzia sind fachspaltige, dreifücherige, vielsamige Kapseln. Jeder Same wird von einem in der Mikropylengegend anhebenden mantelartigen oder haarförmig zer- schlitzten Arillus umhüllt. Bei Ravenala_madagascariensis Sonn. ist derselbe in frischem Zustand von prachtvoll himmelblauer, seidenglünzender Farbe; seiner äuBeren Form nach erinnert er an das gleiche Gebilde vieler Tetraceraarten. Er umhüllt den Samen vollständig und ist nur an seinem freien Rande fransenartig zerschlitzt. Ob an seiner Bildung der Funiculus allein, oder etwa auch das Parenchym des Exostoms beteiligt ist, konnte, da nur fertige Zustände zur Untersuchung vorlagen, nicht entschieden werden ; auch finden sich in der diesbezüglichen Litteratur keinerlei Angaben hierüber. Nach den Verhiilt- nissen am reifen Samen scheint jedoch ein gewöhnlicher mantelartiger Fu- niculararillus vorzuliegen, der auf gleiche Weise entstanden sein dürfte, wie bei vielen dicotylen Familien. Ein besonderes Interesse gewinnt er durch den anatomischen Bau seines Gewebes, auf welchen bereits vox HónwEL4) in einer kurzen Notiz aufmerk- sam gemacht hat. Die Zellen, und nur aus solchen besteht das Gewebe, besitzen langgestreckte cylindrische, auch prismatische Gestalt mit horizon- talen oder schiefen Querwänden. Der Hauptsache nach sind sie dünn- wandig, nur an ihren Kanten verlaufen ziemlich weit in das Lumen vor- springende, aus Cellulose bestehende Längsleisten ; ab und zu treten diese auch an den Berührungsflächen zweier Zellen auf, doch seltener. Auf dem Querschnitt werden so, da gewóhnlich drei bis vier Zellen in einer Kante zusammenstoBen, kleeblattähnliche Formen hervorgerufen. Bezüglich dieser Verdickungspfosten erinnert das Gewebe an den Bau der Palissaden bei 1) Barton, Remarques sur la symétrie et l'organogénie florale des Marantées. Adan- sonia I. p. 306ff.; Note sur Palbumen et l'arille des Hedichium. Adansonia III. p. 349. 2) EicuLEn, Beiträge zur Morph. u. Syst. der Marantaceen. Abh. d, Akad. d. Wissensch. Berlin 1884. 3) F. Mürter, Nachtrüge zu Hitpesranpt’s Verbrtm. der Pflanzen: Marantaceae. Kosmos 1885. p. 438. 4) Ost. botan. Zeitschr. XXXI. p. 386. Die Arillargebilde der Pflanzensamen, 527 Cycasblüttern, nur dass bei den letzteren die Intercellularen weit größer ausgebildet sind und die Leisten in der Regel an den Berührungsflüchen der Zellen auftreten. In den gleichfalls langgestreckten beiderseitigen Epider- miszellen, deren Außenwände schwach verdickt sind, verlaufen die Leisten nicht longitudinal, sondern nach Art von Tonnenreifen radial, und sind da- bei oft netzförmig untereinander verbunden, siehe Fig. 4 und 9. Es ist wohl ohne Weiteres einleuchtend, dass ein derartig gebautes Gewebe dem ganzen Organ in mancherlei Hinsicht Vorteil bietet; denn derartige Ver- dickungsleisten in Gemeinschaft mit den dazwischenliegenden dünnen Wandstellen ermöglichen einen besseren, zum mindesten ebenso guten Stoffverkehr, wie gewöhnliche poröse Wände. Ferner erinnern diese in das Lumen stark vorspringenden Leisten an die bei pflanzlichen Organen, wie Blättern etc., zur Herstellung einer gewissen Festigkeit vorkommenden Einrichtungen. Ob aber das in Rede stehende Organ die besagten Leisten nun gerade zur Erlangung von Biegungs- oder Druckfestigkeit oder dergl. ausbildet, entzieht sich natürlich unserer Beurteilung. Der Inhalt der Zellen besteht der Hauptsache nach aus einer sehr fettreichen Plamamasse , wes- halb der Arillus in den Tropen auch technisch verwertet wird. Der charak- terische blaue Farbstoff ist bei Trockenmaterial im Öl gelöst; nimmt man das letztere mittels entsprechender Reagentien weg, so restiert eine, bei Zusatz von Jod sich gelb, auch gelbbraun färbende kérnige Masse. Der Farbstoff selbst wird durch Säuren entfärbt und nimmt mit Alkalien grün- gelbe Färbung an; in Wasser ist er nicht löslich, hingegen in Alkohol, Äther, Benzol u. dergl. Ob dieser bei trockenem Material allerdings den fettreichen Zellinhalt seiner ganzen Masse nach tingierende Farbstoff, so- lange dasGewebenoch frisch, auch derartig organisiert ist, wie von HónNEL, aus dessen Notiz nicht hervorgeht, ob er lebendes oder trockenes Material zur Untersuchung hatte, anzunehmen scheint, konnte ich, da mir ebenfalls nur Herbarmaterial vorlag, nicht entscheiden. Immerhin erscheint eine derartige Annahme nicht recht wahrscheinlich ; vielmehr kann man die Vermutung hegen, der Farbstoff sei, solange das Gewebe des Mantels noch nicht eingetrocknet ist, in ähnlicher Weise, wie der rote Farbstoff im Arillus der Celastraceae, in Form der bekannten Spindeln an plasmatische Substanz gebunden und erst mit dem Absterben des Gewebes und seiner Elemente finde, wie man dies auch bei Celastrus- und Evonymusarten beobachtet, ein Zerfall der Spindeln statt, wobei der Farbstoff durch die fettreiche Grund- masse der Zellen gelóst wird. Ravenala guyanensis Rich. (Phenakospermum guyanense Endl.) Der Arillus, gleichfalls am Hilus anhebend, bildet hier nicht, wie bei der vo- rigen, einen seitlich zusammenschlieBenden, nur am oberen, freien Rande gefransten Mantel, sondern ist bis zum Grunde in viele haarfórmige Bündel zerschlitzt. Er ist hochrot gefärbt; der Farbstoff ist bei Herbarmaterial ebenfalls in den kürnigen, den Zellwänden anliegenden Plasmaresten 528 A. Pfeiffer. gespeichert. Die Zellen sind langgestreckt, cylindrisch oder prosenchy matisch zugespitzt, weisen aber nicht die für die vorige Art charakteristischen Ver- dickungsleisten an den Kanten auf. Durchschneidet man ein einzelnes Haarbündel, so liefert der Querschnitt die in Fig. 6 u. 7 wiedergegebenen Bilder. Im Centrum eine auch mehrere stark verdickte, an Bast erinnernde Zellen, die zuweilen durch Porenkanäle mit einander communicieren. Ihre Wandverdickungen, die stellenweise bis zum Verschwinden des Lumens gehen, bestehen bis auf die schwach verholzte Mittellamelle aus Cellulose- substanz; unter dem Mikroskop erscheinen sie meist sehr stark licht- brechend und nicht selten concentrisch geschichtet. Um sie herum gruppie- ren sich Zellen, deren Wände ebenfalls, wenn auch nicht in dem gleichen Maße wie die der centralen, verdickt sind; die Mittellamelle ist stets deut- lich erkennbar. Diese peripherischen Zellen allein führen den Farbstoff und die feinkórnige plasmatische Substanz; fettes Ol ist in geringerem MaBe gleichfalls vorhanden. Die den beiden vorhergehenden Arten nahestehende Gattung Strelitzia (Str. Reginae Ait.) ist durch einen ebenfalls haarfórmig zerschlitzten, vom Hilus ausgehenden und rotgelb gefärbten Arillus ausgezeichnet, der also seiner äußeren Gestalt und seiner Farbe nach ganz mit der eben erwähnten Art von Ravenala übereinstimmt. Bezüglich der Structur seines Gewebes erinnert er dagegen an den Mantel von Ravenala madagascariensis. Der kürzere Durchmesser eines einzelnen Haarbündels besteht auf dem Quer- schnitt aus etwa 8, der längere aus 25 Zelllagen; nach der Spitze nehmen die Bündel mehr cylindrische Form an. Wahrend die bei R. madagascarien- sis geschilderten Leisten immer einen, wenn auch minimalen Intercellular- raum zwischen sich erkennen lassen, treten hier zwar auch an den Kanten, hie und da auch an den Ber ührungsflächen Verdiekungen auf, zw ischen denen aber nie ein Intercellularraum bemerkbar ist. Auf Querschnitten besitzen sie daher meist kugelige oder achtförmige Gestalt, von denen je eine Hälfte in das Lumen der Zelle vorspr ingt. Ausgehend von der That- sache, dass alle diese, der Hauptsache nach aus Cellulose bestehenden Ver- dickungsleisten sich durch große Quellbarkeit auszeichnen, lag die Ver- mutung nahe, dass derartige Bilder, wie sie in Fig. 8 wiedergegeben sind, überhaupt erst durch Quellung zu Stande gekommen seien. Diese Annahme erwies sich jedoch als irrig, da Schnitte, welche direct in wasserfreies Glycerin oder Gelatine gelegt wurden, die gleichen, mit einander corre- spondierenden Verdickungen zeigten. Die Inhaltsbestandteile sind die nämlichen wie bei R. madagascariensis, abgesehen von dem hier roten Farbstoff. Übersicht. Ehe ich zum nächsten Abschnitt übergehe, möchte ich nochmals in Kürze einen Rückblick auf die im vorstehenden Kapitel gefundenen Thatsachen Die Arillargebilde der Pflanzensamen. 529 werfen. Betrachtet man, in der im einleitenden Kapitel angegebenen Um- grenzung des Begriffes, die mannigfachen Arillen, wie sie uns an den Samen der verschiedensten Familien entgegentreten, zunächst nach ihrer entwick- lungsgeschichtlichen Entstehung, so findet man, dass es der Hauptsache nach drei Bildungscentren sind, welche sich als Ausgangs- punkte für spätere Arillaranhänge erweisen: 1. der Funiculus anseinen verschiedenen Stellen, wie Hilus, Chalaza, Raphe; 9. das Exostom; 3. das zwischen Exostom und Funiculus lie- gende Gewebe. I. Im ersten Falle, wo also auBer dem Funiculus keinerlei Ovularteile an der Bildung von Arillen Anteil nehmen, können wir mantelartige einer- seits und einseitige, nicht allseitig geschlossene Gebilde andererseits unter- scheiden. Die mantelartigen, mögen sie nun eine ununterbrochene Um- hüllung oder lappige, auch fransenartig zerschlitzte Gebilde darstellen, "treten in der Regel zuerst als einfache Ringwälle direct an dem Befesti- gungspunkt der Samenanlage oder in unmittelbarer Nühe derselben, am Hilus auf. In vielen Fülle bleibt dabei die Ausbildung auf diesen Ringwall beschrünkt; es wüchst der Rand allenfalls noch um ein Geringes zu einer Art Cupula aus. Wir sahen derartige Formen bei Pachynema-, Af zelia-, Copaifera-, Kennedya-, Hardenbergia-, Mucuna- und Cytisusarten. Wächst der Rand des Ringwalles gleichmäßig und in größerem Maaßstabe aus, so kommen mantelartige Hüllen zu Stande, welche den Samen vollständig umschlieBen, sich an dessen Chalazaende lappig übereinander legen, wie bei Passifloraceae und bei Nymphaeaceae, oder an ihrem freien Rande sich in Fransen auflüsend den Samengrund unbedeckt lassen; so bei gewissen Arten von Tetracera, Ravenala madagascariensis u. a. Wachsen nur be- stimmte Partieen der urspriinglichen Anlage weiter aus, so entstehen lappige, seitlich nicht zusammenschlieBende Gebilde, wie sie uns an den Samen von Pahudia javanica, Pithekolobium Unguis cati, Davilla macrocarpa, Dolio- carpus Rolandri etc. entgegentreten. Wie endlich aus der Beschreibung der Arillen von Tetracera Assa, Crossosoma Bigelowii, Ravenala guyanensis, Strelitzia zu ersehen ist, kann dies partielle Auswachsen der primordialen Arillaranlage schließlich so weit gehen, dass der fertige Arillus vollständig das Aussehen eines Haarschopfes enthält. Ob die Mikropyle bedeckt wird oder nicht, richtet sich ganz nach dem jeweiligen Grad der Ausbildung des Mantels. Bleibt dieser auf einen schmalen Ringwall beschrünkt, wie bei Cytisus- und Kennedyaarten u. s. w., so bleibt sie frei; geht die Ausbildung dagegen weiter, wie bei den meisten übrigen ebengenannten Arten und Gattungen, so wird sie selbstverständlich von der Hülle überdeckt. Bei den einseitigen Funiculararillen wächst gewöhnlich, wie dies bei dem ersten Typus der Leguminosae die Regel ist, das basale Ende des Funi- culus bis unmittelbar zur Mikropyle aus, lässt diese aber frei. In anderen Fallen, bei Turneraceae und Berberidaceae, treten durch Zellteilungen des Botanische Jahrbücher. XII. Bd. 34 530 A. Pfeiffer. epidermalen und des darunterliegenden Gewebes unmittelbar oberhalb der Hilusstelle einseitige sichelartige Wiilste auf, die sich später zu schuppen- ähnlichen (Turnera) oder borstenfórmig zerschlitzten (Jeffersonia) Formen ausgestalten. Auch bei den Samen unserer Violaarten, die im vorstehenden Kapitel nicht näher behandelt wurden, kommen derartig entstandene glan- dulóse Wülste vor. Treten die Wucherungen an der Mündungstelle des placentaren Gefäßbündels auf, so wird meist auch das Gewebe des Samen- grundes in das Bereich derselben gezogen und es entstehen dann Aus- sackungen an der Chalaza, welche ihrer Consistenz nach von den übrigen Samenteilen wesentlich verschieden sind. In diese Kategorie gehören namentlich die Connaraceae und Tremandraceae. Auch die längs der ganzen oder eines Teiles der Raphe auftretenden, nach der früheren Bezeichnungs- weise »Strophiolae« benannten Anhänge, wie sie den Samen mancher Fu- mariaceae, Papaveraceae (Chelidonium, Bocconia), endlich Asarum und vielen anderen eigentümlich sind, verdienen hier erwähnt zu werden. II. Die Exostomarillen, oder »Caruneulae«, wie man sie früher wohl bezeichnete, entstehen durch eine Verdickung des äußeren Integumentes am Exostom. Als solche galten lange Zeit auch Bildungen (»Arillodien « Pravcuov's), welche ihre Entstehung keineswegs typiseh dem Exostom ver- danken. Außer Euphorbiaceae und Polygalaceae dürften sich nur sehr wenige Familien finden, deren Samen wirkliche Exostomarillen besitzen. lm vor- stehenden Abschnitt sind die genannten Familien um deswillen nicht be- handelt worden, weil die Entstehungsweise der Caruneula der Euphorbia- ceaesamen von BaiLton in dessen Monographie dieser Familie eingehend besprochen wird, seine diesbezüglichen Angaben, wie ich mich durch eigene Untersuchungen an zahlreichen Arten und Gattungen überzeugt habe, den thatsächlichen Verhältnissen entsprechen, und ich wesentlich Neues über diesen Gegenstand zu bieten nicht im Stande war. Hervorheben müchte ich nur, dass mantelartige Hüllen sich unter den Exostomarillen nicht finden. sondern stets lokalisierte, auf die Mykropylengegend beschränkte Wülste, die immerhin aber ganz interessante Formen annehmen kónnen, wie auch aus den vorzüglichen Ábbildungen der Butt Aan schen Monographie zu er- sehen ist. Die Entstehungsweise, histologisehe Structur und Inhaltsbe- standteile der den Samen der Polygalaceae zukommenden Arillen unter- scheiden sich in keinem wesentlichen Punkte von denjenigen der Euphor- biaceae. HI. Die letzte Art der Entstehung von Arillen ist diejenige, wo an den, anatropen Ovulum das zwischen dem Hilus und der ihm zugekehrten Hälfte des Exostoms gelegene Gewebe zum Ausgangspunkt für den späteren Mantel wird. Die meisten der hier in Betracht kommenden Vertreter : Myristica, Celastrus, Evonymus u. a. hielt Praxcnox für typische Exostomarillen, musste allerdings aber dabei zugeben, dass auch das Gewebe des Funiculus nicht ganz unbeteiligt bei der Bildung sei. Im Grunde genommen sind also Die Arillargebilde der Planzensamen. 531 auch nach ihm zwei verschiedene, von einander isolierte Ausgangspunkte vorhanden, welche, wenn sie sich beriihrten — was ja in irgend einem Stadium der Entwicklung notwendigerweise eintreten muss — eine »sou- dure congéniale« bilden müssen. Wie bereits Barton und Vorer auf Grund entwickelungsgeschichtlicher Untersuchungen bei Myristica nachgewiesen haben, muss die Idee einer derartigen Naht aber auch um deswillen zu- rückgewiesen werden, weil überhaupt nicht zwei getrennte Bildungscentren vorhanden sind, sondern nur ein einziges, das zwischen Funiculus resp. Hilus und Exostom gelegen ist. Spiiter allerdings wird auch das Gewebe dieser beiden Ovularteile mit zur weiteren Bildung des Mantels herange- zogen. Da derselbe in einem gewissen Entwicklungsstadium die Form einer oo hat, kann man allerdings zu der Vermutung gelangen, dass dieser doppelte Ringwall durch Berührung zweier kreisfórmigen Hälften, die eine Naht zwischen sich lassen, entstanden sei. Die Untersuchung jüngerer Zu- stände giebt jedoch über die Unrichtigkeit einer solchen Annahme ohne Weiteres Aufschluss. Die gleiche Entstehungsweise soll naeh Barrow der Arillus der Turneraceengattung Mathurina besitzen. Die von mir ange- stellten Untersuchungen bei den Samen der Celastraceae ergaben, dass deren Arillen bezüglich ihrer Bildungsweise denen der Myristicaceae u.s. w. vollstindig homolog sind. Was nun die Histologie der Arillen anbelangt, so handelt es sich, mügen sie nun beerenartig-pulpóse oder derbere Consistenz besitzen, fast aus- nahmslos um Parenchym. Bei den beerenartigen sind die Zellelemente durehgehends dünnwandig, dazu regellos oder symmetrisch angeordnet. Häufig sind Formen mit sternformigen Aussackungen, ähnlich dem Schwamm- parenchym vieler Blatt- und Stengelorgane zu beobachten, so beispielsweise bei Nymphaea, Celastrus, Evonymus u. a. Die Arillen mit derberer Con- sistenz zeigen in ihren epidermalen Gewebeteilen gegenüber den mittleren Partieen nicht selten eine Verschiedenheit in Bezug auf die Wandverdick- ungen; die letzteren in der Regel zartwandig, die peripherischen stark- wandig. Wir brauchen hier nur auf das bei dem zweiten Typus der Legu- minosenarillen, vielen Tetraceraarten, Myristicaceae u. 8. W. Gesagte zu ver- weisen. Immerhin ist aber der Fall nicht ausgeschlossen, wie aus der Beschreibung der Musaceae und anderen Arten von Tefracera zu ersehen ist, dass auch in den central gelegenen Zellschichten Wandverdiekungen auftreten, die aber dann ähnlich wie beim Collenchym auf die Zellkanten beschränkt sind. In den mannigfachen haarähnlich zerschlitzten Arillen setzt sich das Gewebe aus langgestreckten, cylindrischen oder prismatischen Elementen zusammen, die entweder horizontale oder schiefe Querwände besitzen können. Bei diesen, sowie der Mehrzahl der glandulösen Aus- wüchse der Raphe (»Strophiolae«: Viola, Corydalis, Chelidonium u. s. w.) finden sich im fertigen Zustand des Organs fast keinerlei Inhaltsbestandteile, während sie in Jugendzuständen stets reich an plastischem Baumaterial 34* 532 A, Pfeiffer. sind. Die Inhaltsbestandteile der mantel- oder beerenartigen Arillen stim- men im Wesentlichen mit den im Samen selbst vorkommenden Reserve- stoffen überein, also: Stärke, Proteinsubstanzen, fette Öle, Krystalle (Dil- leniaceae), Gerbstoffe (Connaraceae) und für Gen Macis der Muscatnuss charakteristisch Amylodextrinstärke, endlich bei einzelnen Farbstoffe. Die letzteren sind entweder, wie bei Myristica fragrans!), bei Euryale, Conna- rus, Rourea im Zellsaft gelöst, oder, wie bei den meisten übrigen gefärbten, an plasmatische Substanz gebunden. Schließlich wäre noch zu erwähnen, dass sich unter den mannigfachen Arillarbildungen einzelne finden, deren Gewebe von kleinen Ästen des placentaren Leitbündels durchzweigt wird; hierher gehören die Arillen von Myristicaceae, Connaraceae, von Legumi- nosae allein Pithekolobium. Dritter Abschnitt. Function der Arillargebilde. Wie ich bereits in der Einleitung hervorzuheben Gelegenheit hatte, liegen über die physiologische Bedeutung gerade dieser Art Samenanhänge verhältnißmäßig wenige thatsächliche Beobachtungen vor. Wenn man auch a priori zu dem Schluss kommen mag, dass der Arillus den übrigen Samen- beziehungsweise Fruchtanhängen, wie Haarschopf, Pappus, Flügel u. s. w. als analog an die Seite zu stellen sind, d. h. dass er bei der Samenverbreitung auf die eine oder andere Weise eine Rolle spiele, so muss doch erst im Ein- zelnen nachgewiesen werden, wie weit hier eine Verallgemeinerung ange- bracht ist. Ich verhehle mir nun keineswegs, dass durch die folgenden Aufzeichnungen die Kenntnis der Function der Arillen nur um Weniges erweitert wird. Einmal verlangen darauf hinzielende Untersuchungen eine über Jahre hinaus ausgedehnte Beobachtungszeit; sodann handelt es sich, wie auch aus dem voraufgehenden Abschnitt zu ersehen ist, vielfach um Vertreter von Familien, welche der einheimische Botaniker höchstens nur in Gewächshäusern zu Gesicht bekommt. So kommt man bei der Frage nach der Bedeutung der Arillen, wenn man nicht Gelegenheit hat, an Ort und Stelle zu untersuchen, schlechterdings nicht viel über Vermutungen hinaus. Nur ein Zusammenwirken vieler Forscher, die in der Lage sind, auf wissen- schaftlichen Reisen zu experimentieren und beobachten, kann allmählich unsere Kenntnis über die Bedeutung der Arillargebilde vervollständigen. Im Nachfolgenden wird es mein Bestreben sein, das thatsächlich fest- stehende gegenüber dem bloß als möglich hingestellten hervorzuheben. 1) Wie mir Herr Prof. Dr. Tscumcn mitteilte, soll dies jedoch nicht durchgehend bei allen Arten von Myristica der Fall sein, vielmehr sollen bei einzelnen von ihnen auch krystallinische Farbstoffe vorkommen. Die Arillargebilde der Pflanzensamen. 533 Wenn auBerdem in einer gewissen Anzahl von Fallen ich nicht im Stande bin mit dem zu behandelnden Gebilde überhaupt irgend eine Function, sei es nun vermutungsweise oder auf Grund von Beobachtungen, zu verknüpfen, so muss ich darauf aufmerksam machen, dass es mir nicht in den Sinn kommt, ihnen damit ganz im Allgemeinen jede biologische Bedeutung ab- zusprechen A. Der Arillus als Anpassung für die Samenverbreitung dureh Tiere, namentlieh Vogel. Dass bei Beeren- und Steinfrüchten, bei welchen bekanntlich die Samen von der Fruchtknotenwand auch bei erfolgter Reife umsehlossen bleiben, durch das Fleischigwerden des Fruchtknotens, durch bunte, auffallende Fürbung und W ohlgeschmack des Fruchtfleisches, endlich durch die harte, den Magen- und Dar msekretionen widerstehende Samentesta eine Anpassung fur die Samenverbreitung durch Tiere, vor allem durch die Végel erzielt wird, ist eine seit langer Zeit feststehende Thatsache. Dass weiter die Keimfähigkeit der Samen in Folge des Passierens durch den Darmkanal, vorausgesetzt natiirlich, dass die Samenschale selbst oder doch die innere Fruchtwandung die erforderliche Widerstandsfähigkeit besitzy, nicht leidet, ja, wie man experimentell nachgewiesen hat, vielmehr in gewissem Grade erhöht wird, ist nicht minder bekannt. Nun finden wir aber bei einer ganzen Reihe von Kapselfrüchten, deren Samen im Gegensatz zu den ebenerwähnten bei der Reife dureh Aufspringen des Fruchtknotens frei werden, gleichfalls für die Verbreitung durch Vügel berechnete Ausrüs- tungen. Die Function aber, welche die Pflanze, um ihren Samen und damit sich selbst größtmögliche Ve srbreitung zu sichern, bei den Beeren- und Steinfrüchten dem die Samen einschlieBenden Fruchtknoten zuerteilt, muss im vorliegenden Falle nun entw eder von dem Samen selber oder aber dem Samenmantel, dem Arillus übernommen wer den. Im ersteren Falle ge- schieht dies in der Weise, dass die Integumente sich verschiedenartig differenzieren, zu einer den Schutz des Keimlings gegen mechanische Verletzungen ete. besorgenden Hartschicht, und einer oberhalb dieser liegenden beerenartigen, lebhaft gefärbten Gewebepartie!). Im letzteren Falle — und dieser kommt für uns hier allein in Betracht — entwickelt sich der Arillus zu einer fleischigen, beerenartig gefärbten, den Samen ganz oder teilweise umkleidenden Hülle. Vielfach wird hierbei die Farben- wirkung der letzteren dann noch auBerdem dadurch erhóht, dass auch der aufspingende Fruchtknoten sich bunt fürbt (Celastraceae , Passifloraceae), oder dass in solchen Fällen, wo der Same nur partiell umhüllt wird, die 1) Baton nennt derartige Bildungen, wie sie z. B. den Samen von Magnolia, Manotes u. a. eigen sind, »arilles généralisés«, eine Bezeichnungsweise, die nur vom biologischen Standpunkte aus annehmbar ist, 534 A, Pfeiffer. Farbe des Samens mit der des Mantels lebhaft contrastiert. Eine unum- gänglich notwendige Vorbedingung für den Erfolg einer derartigen Anpas- sung ist aber, wie gesagt, auch in diesem Falle ebenso wie bei Beeren- früchten eine harte, den Einwirkungen der Magen- und Darmsekretionen Widerstand leistende Samentesta. In den nachfolgenden Füllen dürfte der Arillus als Anlockungsmittel für beerenfressende Vügel zu betrachten sein: 1. Celastraceae: Celastrus-, Evonymus- und Cathaarten. Directe Be- obachtungen liegen nur über Evonymus vor, deren Samen eine Lieblings- speise unserer Rotkehlehen bilden. Die aufspringenden Klappen der Kapsel nehmen bei der Fruchtreife gleichfalls eine rote Färbung an; bei Evonymus verrucosus Scop. ist auBerdem der vom Arillus nicht überdeckte Teil des Samens glänzend schwarz gefärbt. Einzelne Arten dieser Familie gehören, wie aus den Mitteilungen Scumprn’s!) hervorgeht, zu den epi- phytischen Pflanzen, ein Umstand, der gerade sehr die Verbreitung der Samen durch Vögel wahrscheinlich macht. 2. Passifloraceae: Trotzdem ich über die Verbreitung derselben durch carpophage Vögel in der Litteratur keinerlei Angaben fand, scheint esin hohem Grade wahrscheinlich zu sein, dass bei den wildwachsenden, vielfach epi- phytisch vorkommenden Arten der Gattung Passiflora gerade der rotgefärbte Arillus die Aufgabe hat, die Verbreitung durch Vögel anzuregen. Alle diese wild wachsenden Arten, z.B. P. gracilis Link, die auch in botanischen Gärten gewöhnlich zur Reife gelangt, besitzen eine dünne, wenig fleischige Frucht, welche im Innern auf drei Parietalplacenten die zahlreichen Samen trägt, im Übrigen hohl ist und bei der Reife unregelmäßig zerfällt, so dass die vom Arillus überkleideten Samen sichtbar werden. Die kultivierten Arten sowohl von Passiflora und auch Carica Papaya besitzen dagegen große kürbisähnliche Früchte mit stark entwickelter fleischiger Fruchtknotenwand, welche die Samen allseitig umgiebt. Ihre Samen weisen zwar auch noch einen Arillus auf, jedoch nur in Gestalt eines dünnen, wenige Zellschichten starken farblosen Häutchens, dem biologisch keinerlei Function beizumessen ist. Wir haben eben hier ein sehr eclatantes Beispiel dafür, wie Samen bezw. Früchte unter dem Einflusse der Kultur des Menschen ihre ihnen selbst nützlichen Eigenschaften verloren oder sie mit anderen, nur dem Menschen Vorteil bringenden vertauscht haben. 3. Leguminosae: Nur wenige Gattungen sind hier zu erwähnen; Pa- hudia, Pithekolobium, Copaifera. Directe Belege sind mir nicht bekannt ge- worden; nur bezüglich der Samen von Pahudia teilte mir Prof. Dr. Tsentren mit, dass dieselben von größeren Vögeln, Rhyticeros- und Bucerosarten ihres saftigen zweilappigen Arillus wegen vielfach verspeist werden. Inv. Lyxen? 1) Die epiphytische Vegetation Amerika’s. Jena 4888. 2) Pods of Acacia homalophylla. Journ, of Botany. N. Ser. IX. p. 127. Das Arillargebilde der Pflanzensamen. 535 halt auch die buntgefürbten Arillarwucherungen des Funiculus an Acacia- samen für Mittel zur Anlockung von Vögeln; Hitpesranp!) sieht in ihnen dagegen Flugeinriehtungen. Beide Annahmen klingen wahrscheinlich und konnen vielleicht nebeneinander bestehen; jedoch ist keine bis jetzt durch directe Beobachtung bewiesen. Den Arillen der übrigen Legumi- nosen kommt eine andere Function zu. 4. Connaraceae: werden gleichfalls bei der Verbreitung durch carpo- phage Vögel in Betracht kommen, trotz des groBen Gerbstoffgehaltes ihrer Arillen : sehen wir doch auch sonst, wie von Vögeln Samen verspeist werden, die für den Menschen schiidliche, wenn nicht gar giftige Bestandteile ent- halten. Man denke nur an die Samen von Evonymus und die einen scharf- giftigen Stoff (Daphnin) enthaltenden Früchte von Daphne Mezereum L., welche erwiesenermaBen von Sylvia-, Fringilla- und Motacillaarten gern und ohne Schaden für sie genossen werden, Die von Tscumcn?) ausge- sproehene Vermutung, dass bei tropischen Familien der, wie im vorliegen- den Falle in den Arillen in großer Menge gespeicherte Gerbstoff wesentlich zur Erhaltung der Samen bis zur Keimung und zur Sicherung derselben in den ersten Stadien diene, also gewissermaBen als Antiseptieum anzusehen sei, scheint mir aus mehrfachen Gründen unwahrscheinlich zu sein. 5. Myristicaceae: Die Muscatnüsse werden, wie seit langer Zeit be- kannt ist, wegen des reichen Gehaltes an Nährstoffen und der fleischigen Be- schaffenheit ihrer Samenmäntel von den verschiedensten Vögeln gefressen, hauptsächlich Tauben, Carpophaga- und Columbaarten, ferner Bucerosarten u. s. w. Die Autoren sind jedoch nicht einig darüber, ob die betreffenden Vógel die Samen nun durch die Exeremente oder in Butzen aus dem Kropfe werfen. Ob der Macis außerdem noch, wie BaıLLox annimmt, die weitere Function besitzt, bei der Reife durch die Turgescenz seiner Streifen das Pericarp zu sprengen erscheint, zwar nicht ausgeschlossen, ist aber bis jetzt experimentell nicht bewiesen. Erwiihnen will ich hier noch, dass auch die bei Samen von Taxus und den nüchst verwandten Gattungen vorkommende Hülle, deren morphologische Natur noch heutzutage umstritten, gewühnlich aber in den botanischen Lehrbüchern als Prototyp eines Samenmantels angeführt wird, in biologi- scher Hinsicht den beerenartigen Arillarbildungen an die Seite gestellt zu werden verdient. Der Arillus als Flugorgan. Als Ausrüstung für die Samenverbreitung dureh den Wind dürften die Arillen der folgenden Familien anzusehen sein : 4. Dilleniaceae: Viele Arten der Gattung Tetracera, ferner Crossosoma Bigelowti Wats., Doliocarpus und Davilla in Folge der häutigen und meist 1) Ber. d. deutsch. bot. Ges. I. p. 464. 2) Sitzungsber. d. Kgl. preuß. Acad. d. Wissensch. Berlin 1890. “a 536 A. Pfeiffer, haarfórmig zerschlitzten Beschaffenheit ihres Mantels. Einzelne Arten, z. B. Tetracera surinamensis Miq., allerdings können auch wegen der reichen Inhaltsstoffe und der mehr fleischigen Consistenz ihrer Arillen bei der Verbreitung der Samen durch Vügel in Frage kommen. 2. Berberidaceae: Epimedium mit seinem blasig aufgetriebenen und Jeffersonia mit seinem borstenfórmig zerschlitzten Arillus. 3. Fumariaceae: Corydalis ; man beachte jedoch auch das weiter unten 4. Turneraceae: Die Samen der Turnera-, Wormskioldia- und Erblichea- arten mit ihrem schuppenartigen Arillus und Mathurina mit ihrem haar- schopfähnlichen Mantel. Wenn man, wie dies Urrax in seiner » Monogra- phie der Turneraceae«!) thut, die Frage aufwirft, wie es kommt, dass die monotypische Gattung Mathurina trotz ihres ganz nach Art von Haarschöpfen ausgebildeten Arillus nur auf eine kleine oceanische Insel (Rodriguez) be- schränkt ist, so darf man nicht außer Acht lassen, dass Verbreitungsaus- rüstungen, gleichviel welcher Art sie sind, allein nun nicht auch eine weitausgedehnte Verbreitung der betreffenden Pflanzen bedingen, sondern dass hierbei noch andere wesentliche Factoren, wie Dauer der Keimfähig- keit, Klima, Bodenverhältnisse u. dergl. mitspielen. 9. Musaceae : Die haarschopfähniichen Arillen von Ravenala guyanensis und Strelitzia sind zweifelsohne Verbreitungsausrüstungen der Samen durch den Wind. Ob der blaue mantelförmige Arillus von R. madagascariensis auch als Flugapparat fungiert oder den beerenartigen Arillen ebenbürtig ist, konnte ich nicht ergründen. vox Hönxer?) meint, die biologische Bedeu- tung des Mantels dürfte in diesem Falle darin bestehen, dass eine Zerstö- rung der Samen durch die höhere Tierwelt vermieden wird, indem die letztere durch die »grellgiftige« Färbung von dem Genusse der Samen abgehalten werde. Eine Entscheidung über den Wert der einen oder an- deren Annahme können jedoch nur Beobachtungen an Ort und Stelle liefern. Der Arillus als Schwimmorgan. Die Thatsache, dass bei den Samen der Gattung Nymphaea der Samen- mantel als Schwimmorgan fungiert, ist lange bekannt?). Die Frucht wird vom Stengel nicht in toto abgelöst, zerfällt aber bei der Reife jedenfalls infolge des Druckes des sehr quellbaren und verschleimenden Fruchtknoten- gewebes in unregelmäßige Stücke. Jeder der so freiwerdenden Samen wird von einem im zweiten Abschnitt nüher beschriebenen Mantel umgeben. Durch diesen parenchymatischen Gewebesack respective durch die in seinen Interstitien enthaltene Luft wird der an sich schwere Hauptkürper des Sa- mens specifisch leichter gemacht, so dass er sich auf dem Wasserspiegel 1) Jahrb. d. bot. Gart. Berlin. II. p. 47. 2) Osterr. bot. Zeitschr. 1884. p. 386. 3) HıLdegrasp, Die Verbreitungsmittel der Pflanzen. p. 23. kd Die Arillargebilde der Planzensamen. 537 schwimmend erhalten und durch Strömungen von der Mutterpflanze fort- führen lassen kann. Entkleidet man ihn seines Arillus und bringt ihn ohne denselben auf Wasser, so sinkt er sofort zu Boden, während er sich im an- deren Falle bis zu einer Dauer von 48 Stunden auf dem Wasser hilt. Diesen Angaben habe ich im Wesentlichen nichts hinzuzufügen; nur möchte ich mich dagegen wenden, dass es »eine sich zwischen Arillus und Samen bil- dende grosse Luftblase« sein soll, die das Schwimmen des Samens bedingt. Dies wird vielmehr zweifellos durch die in den Zwischenzellräumen vor- handene Luft bewerkstelligt ; gewiss adhärieren hie und da noch Luftblasen am Chalazaende des Samens, an welcher Stelle der Arillus nicht geschlossen ist, aber diese sind bei dem Functionieren des Organs als Schwimmapparat doch nicht der wesentliche Factor, durch sie wird die Schwimmfähigkeit allenfalls erhöht. Erst wenn die in den Intercellularen enthaltene Luft ent- wichen ist und das umgebende Medium des Wassers in das absterbende Gewebe eindringt, wird die Schwimmfähigkeit aufgehoben. Der bis dahin in horizontaler Lage auf dem Wasser schwimmende Same stellt sich senk- recht, mit der Spitze nach oben, fällt aus dem an der Chalaza offenen Sack heraus und sinkt ohne ihn zur Keimung auf den Grund. Bei Euryale, die ich gleichfalls zu beobachten Gelegenheit hatte, verhält sich die Sache im Grossen und Ganzen gerade so; nur insofern besteht hier eine kleine Ab- weichung, als der Same, dessen Arillus am Chalazaende durch die über- einander liegenden freien Zipfel geschlossen ist, nicht aus dem Sack her- ausfällt, sondern mit ihm zusammen, sobald die in den Intercellularen enthaltene Luft groBenteils entwichen ist, zu Boden fällt. Die übrigen, eines Arillus ermangelnden Nymphaeaceae suchen ihren Samen auf andere Weise eine möglichst große Ausbreitung zu verschaflen; das Nähere ist in HıLpesraxn’s Buch zu finden. Die Natur bedient sich hier, selbst innerhalb derselben Familie, zur Erreichung eines bestimmten Zweckes der verschiedensten Mittel. Wie die Verhältnisse bei Victoria regia liegen, konnte ich nicht recht ermitteln ; jedenfalls aber ließ sich das feststellen, dass die Frucht ebenso wie bei Nymphaea in unregelmässige Stücke zerfällt. Der Arillus als Trennungsgewebe. Der von Bacamann') aufgestellte Satz, der Arillus von Sarothamnus scoparius Koch reduciere durch eigentümliche Wachstumsverhältnisse die Verbindung zwischen Samen und Placenta beziehungsweise Funiculus auf ein Minimum und diene somit zur Ausbreitung der Pflanze, gilt nicht nur für die genannte Art, sondern auch für die große Mehrzahl der übrigen, einen Arillus besitzenden Leguminosae. Wie Bacumann ganz richtig angiebt, besteht er bei der von ihm untersuchten Art und vielen anderen Cytisus- 4) Ber, d. deutsch. bot. Gesellsch, III. p. 28. 538 A. Pfeiffer. arten aus zwei bezüglich der Zellwandstärke verschieden differenzierten Gewebeschichten, einer peripherischen, der Samentesta direct anliegenden dickwandigen Partie und einer mittleren diinnwandigen. Die erstere bildet bei dem Besenginster jedoch keinen allseitig geschlossenen Ring sondern mehr eine Sichel, deren Liicken im meristematischen Zustand des Arillus und bis kurz vor der Reife des Samen von zartwandigem Gewebe ausgefiillt wird. Das im Centrum gelegene und das die eben erwihnte Lücke aus- kleidende zartwandige Gewebe verliert sehr früh seine Inhaltsbestandteile, bleibt gegenüber dem peripherisehen, dessen Elemente nach aussen zu vorzugsweise sich in der Längsrichtung strecken, im Wachstum zurück und wird endlich zum ZerreiBen gebracht; es collabiert, so dass im Innern ein Hohlraum oder »Porus«, wie Bacnmann denselben nennt, entsteht. Nunmehr steht der Funieulus nur durch das peripherische Arillargewebe und das durch den Hohlraum ziemlich isoliert verlaufende Gefäßbündel in Zusam- menhang mit dem Samen. Der Zusammenhang wird schliesslich noch durch Collabieren des die sichelförmige peripherische Schicht auskleidende, an der Mikropyle liegende Gewebe weiter reduciert auf das Leitbündel. Der Anstoß, diese letzte Verbindung zu lösen, wird gegeben durch das infolge der eigenartigen Differenzierung des Fruchtgewebes, besonders der soge- nannten »Hartschicht«, unter dem Einfluss der Austrocknung erfolgende Aufspringung der Hülsenklappen. Die Samen werden durch die sich éff- nenden und spiralig einrollenden Hülsenklappen auf grosse Strecken und mit ziemlicher Vehemenz hinweggeschleudert; das Gefäßbündel reißt an der dünnsten Stelle, etwa in halber Höhe des Hohlraumes, wo es nur aus wenigen Tracheiden besteht. Vondem eben geschilderten Vorgang kann man sich leicht ein anschauliches Bild machen , indem man einige reife, noch ge- schlossene Hülsen der Austrocknung im Sonnenlicht aussetzt. Die gleichen Vor- gänge spielen nun auch bei Afzelia, Kennedya, Hardenbergia, Canavalia- und Mucanaarten, die ich eingehender darauf hin untersuchthabe. Nur bezüglich der anatomischen Verhältnisse besteht eine kleine Abweichung, insofern näm- lich, als das peripherische, starkwandige Gewebe hier einen allseitig ge- schlossenen und seinen Elementen nach gleichmäßig constituierten Ring bildet, ein Unterschied, welcher für die Function von keinem wesentlichen Belang ist. Bei den Leguminosae des ersten Typus mit linealem Arillus er- folgt die Lostrennung der Samen von der Placenta respektive dem Funiculus auf ähnliche dem Prineip nach gleiche Weise. Ist bei den Arillen, wie sie bei den Arten von Pisum, Lathyrus, Vicia ete. vorkommen, eine peripheri- sche collenchymatisch verdickte und eine von ihr umgebene centrale dünn- wandige Gewebepartie vorhanden, so trocknet zuerst die letztere ein und collabiert in Folge der Streckung der epidermalen Elemente. Später, kurz vor der Reife der Samen stellt dann auch die die Kantenseite der Samen nur wenig übergreifende epidermale Schicht ihr Wachstum ein und trocknet ein, so dass alsdann zwischen Samen und Placenta nur durch den Funi- Die Arillargebilde der Pflanzensamen, 539 culusgefäßstrang eine Verbindung bestehen bleibt, die schließlich auf gleiche Weise, wie oben angegeben wurde, gelóst wird. Hierbei trennen sich jedoch die Arillen im Gegensatz zu den vorerwähnten ihrer ganzen Länge nach von den Samen, und diese werden glatt ohne Arillaranhang aus der Hülse herausgeschleudert. Die gleiche Aufgabe, den Zusammenhang zwischen Samen und Placenta auf ein Minimum herabzusetzen, soll nach Bacon!) auch die Caruncula, der durch Verdickung des Exostomrandes entstandene Arillus der Euphorbia- ceae zu erfüllen haben, indem sich derselbe nach Art eines Keiles zwischen die feststehende Wand der Placenten und den dünnen Funiculus einschiebe. So eingehend mit dieser Frage, um ein eompetentes Urteil über den Wert dieser von Barrow auch nur vermutungsweise ausgesprochenen Angabe fällen zu können, habe ich mich nicht beschäftigt. Nur soviel habe ich constatieren können — und dies macht mir die Vermutung wahrscheinlich, — dass die primordiale Anlage des Exostomarillus in Gestalt eines Ring- walles direct über dem Eikern und der Embryoanlage liegt, dass also mit anderen Worten die Spitze des Nucellus, entsprechend verlängert gedacht, den Mittelpunkt des kreisfórmigen Wulstes treffen würde, während später der Ringwall vorzugsweise einseitig nach der Placenta wächst, so dass am reifen Samen die nach der früheren Mikropylenöffnung zeigende Radicula nicht mehr in gerader Linie mit dem Exostom liegt, sondern einen ziemlich eroBen Winkel mit ihm bildet. Unbestimmte Fälle. Über die physiologische Bedeutung der Arillen von Chelidonium, Bocconia, Asarum, Corydalis, Viola u. s. w. ist bis jetzt nichts bekannt geworden, sei es nun vermutungsweise oder auf Grund von Beobachtungen. Zu einem bestimmten, sich auf eingehendere Untersuchungen stützenden Ergebnis bin ich allerdings bis jetzt auch nicht gekommen, doch möchte ich an dieser Stelle die Vermutung aussprechen, dass den Arillen der eben genannten Gattungen wohl kaum eine Bedeutung bei der Samenablósung oder Samenverbreitung zukommt. Vielmehr halte ich die Méglichkeit für nicht ausgeschlossen, dass sie nur vor der Samenreife eine Rolle zu spielen berufen sind. Auffällig ist nümlich die Thatsache, dass ihre Gewebe- elemente, so lange die Differenzierung der Integumente zur Samentesta noch nicht begonnen hat, stets reich an plastischen Baustoffen sind, dass diese letzteren kurz vor dem Beginn des Hartwerdens der Schale allmählich verschwinden und das Gewebe bei der Samenreife vollständig inhaltsleer und oft schon collabiert erscheint. Mit anderen Worten würe also in den genannten Fällen in der Funicularhypertrophie nur eine Vermehrung der Speichergewebe für die im Samen zu speichernden plastischen Baustoffe 1) Étude générale du groupe des Euphorbiacées. Paris 1858. p. 194 ff. 540 A. Pfeiffer, Die Arillargebilde der Pllanzensamen. zu erblicken. Sobald die Inhaltsstoffe verschwunden sind und die Samen- schale hart wird, wachsen dann bei Corydalis z. B. die epidermalen, teil- weise auch die darunter gelegenen Zellen des Arillus zu langen, inhalts- leeren oder nur von Luft erfüllten Schläuchen aus, so dass müglicherweise der Arillus speciell hier noeh die weitere Aufgabe hat, als Flugorgan zu fungieren. Figurenerklirung der Taf. VI. Fig. 4. Crossosoma Bigelowii Wats. Stück eines Haarbündels aus dem zerschlitzten Arillus (körperlich gez. Vergr. ca. 420). . 2. Tetracera rigida Klotzsch. Querschnittsstück durch den Mantel, Im Innern eine größere Raphidenzelle. Vergr. ca. 360. g. 3. Connarus ferrugineus Jack. Querschnittsstück durch das Arillargewebe. Der Inhalt der großen Zellen ist in der Natur rötlich gefärbt und führt Gerbstoff in Lósung; die kleinen Zellen enthalten nur wasserklaren Zellsaft. Vergr. ca. 120. . 4. Ravenala imadagasc. Sonn. Querschnittsstück durch den Arillus. In der einen Epidermiszelle ist eine Querwand getroffen, welche die auf ihr befindlichen, in das Lumen vorspringenden Leisten zeigt. Vergr. ca. 360. . 9. R. madagasc. 2 Epidermiszellen mit der daran stoßenden Zelle des Grund- gewebes, im Längsschnitt. Die feingezogenen Linien der Epidermiszellen bedeuten die bei tieferer Einstellung sichtbar werdenden Leisten der unteren Wand. Vergr. ca, 360. . 6. R. guyanensis Rich. Querschnittsstiick der Basis eines Haarbündels des ge- fransten Arillus. Vergr. ca, 360. g. 7. Dasselbe durch die Spitze eines Bündels. Vergr. ca. 360. . 8. Strelitzia Reginae Ait, Querschnittsstück durch den haarfórmig zerschlitzten Arillus. Verg. ca. 750. Beiträge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae. Von E. Gilg. Mit Tafel VII—IX. Einleitung. Eine Arbeit Prirzer’s: »Über das Hautgewebe einiger Restionaceen «, hat in den weitesten Kreisen Beachtung gefunden, was man daraus schlieBen kann, dass sie nicht nur in allen Arbeiten, welehe über Anpassung von Pflanzen an heiDe und trockene Klimate handeln, sondern auch in den meisten Lehrbüchern der Botanik angeführt und mehr oder weniger aus- führlich besprochen ist. Sie gab auch die Anregung für die folgenden Untersuchungen. Denn obwohl von Pritzer nur wenige Arten dieser Familie untersucht worden sind, so zeigten diese doch eine solche Fülle von ungewühnlichen und interessanten Erscheinungen und Anpassungen an die Natur ihrer Standorte, dass sich erwarten lieB, es würden sich bei Durehforschung der ganzen Familie noch mehr dieser Einrichtungen finden lassen. Diese Erwartung wurde auch nicht getäuscht. — Wenn nun aber aus diesen Untersuchungen eine vergleichend anatomische Arbeit geworden ist, so rührt das daher, dass die Restiaceae nicht nur in ihrem Hautgewebe und ihrem Assimilationssystem durch die mannigfachsten Anpassungs- erscheinungen ausgezeichnet sind, sondern auch in ihrem ganzen anatomi- schen Aufbau so viel Eigenes und nur ihnen Zukommendes besitzen, dass es lohnend erschien, die Untersuchungen in dieser Weise zu erweitern. Bevor ich auf den Hauptteil selbst eingehe, muss ich noch einiges an- führen über die Morphologie der Restiaceae, da dies, wie wir später sehen werden, zum Verständnis des anatomischen Aufbaues unumgünglich nötig ist. Die Restiaceae besitzen alle mehr oder weniger weit unter dem Boden fortkriechende Rhizome. Bei der Gattung Anarthria R. Br. trägt dieses Rhizom Laubblätter, bei allen übrigen Gattungen nur Schuppenblätter, in 542 E. Gilg. deren Achseln dann die Stengel entspringen. Auch diese tragen nur in den allerseltensten Ausnahmen Laubblitter. An den Knoten des Stengels sind Blattgebilde, wenn überhaupt vorhanden, meist nur vertreten durch kleine pfriemliche, trockenhäutige, oft bald abfallende Schüppchen, oder seltener sind noch mehr oder weniger weit den Stengel umfassende Scheiden vor- handen. Die Stengel selbst schließen meist mit dem Blütenstand ab, oft aber sind sie auch unfruchtbar und haben dann durchaus keinen anderen Zweck, als an Stelle der fehlenden Blätter die nötige Assimilation zu be- sorgen. | Es konnten im Folgenden so weit als möglich erschöpfend nur die Stengel untersucht werden, da vollständige Exemplare, welche Rhizom und Wurzeln tragen, nur verhältnismäßig selten gesammelt worden sind. Von frischem Material stand mir nicht ein einziges Exemplar zu Ge- bote, wodurch in manchen Fällen die Arbeit sehr erschwert wurde. Eine genauere anatomische Untersuchung wurde nur dadurch ermüglicht, dass der Stengel der Restiaceae sich durch auffallende Hirte und Festigkeit seines Baues auszeichnet, weshalb kaum einmal auch bei den gepressten Exemplaren eine Zerstórung der Gewebe erfolgt war. Die Restiaceae sind verbreitet über Australien und das südliche Afrika. Je eine Art ist auch bekannt aus Chile und Cochinchina. — Sie gehören zu den Monocotylen und werden von Enger!) zu den Farinosae, von Eicurgn?) zu den Enantioblastae gestellt. Von allen nahestehenden Familien sind die Restiaceae habituell leicht zu unterscheiden durch das fast durchgehende Fehlen von Laubblättern, und diese Eigentiimlichkeit ist auch die Haupt- ursache, dass der Stengel eine so eigenartige, charakteristische Ausbildung und Lagerung seiner Gewebeelemente zeigt und die Restiaceae dem ana- tomischen Bau naeh so durehaus von allen den in blütenmorphologischer Hinsieht ihnen nahestehenden Familien verschieden sind. Nach Prirzer wurde nur noch einmal auf die Anatomie der Restiaceae eingegangen und zwar von M. Masrers, dem Monographen der Restiaceae in seiner »minute anatomie«?), Doch brauche ich auf diese Arbeit nicht nüher einzugehen, da darin in vüllig ungenügender Weise eine einzige Art (Restio ferruginosus Link) untersucht wurde. Nur wo offenbare Fehler vor- liegen, werde ich dies an seinem Orte erwähnen. Von Untersuchungen und Arbeiten, welche mir ófters zu Gute kamen und welche ich öfters citieren werde, habe ich anzuführen : Prırzer, »Über das Hautgewebe einiger Restionaccen«, PmiNaGsmkiw's Jahrbücher VII. p. 561 f. VOLKENS, » Flora der ägyptisch-arabischen Wüste«, Berlin 1887. 4) ENGLER, » Führer d. d. Königl. bot. Garten d. Universität Breslau « 4886. p. 23. 2) EicaLEn, »Blütendiagramme«. Leipzig 1875. p. 135. 3) M. MasrEns, Journ. Linn. Soc., London VIII. p. 212 ff, Beiträge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae. 543 Tscumcu, »Über einige Beziehungen des anatomischen Baues der Assimilationsorgane zu Klima und Standort«. Linnaea, neue Folge IX. p. 139 ff. HanrnrANDrT, » Physiologische Pflanzenanatomie«. Leipzig 1884. Den Stoff werde ich in drei Hauptteile gliedern. Im ersten Teil werde ich eine vergleichend anatomische Übersicht über diese Familie geben, im zweiten eine Zusammenfassung der xerophilen Eigenschaften der Restia- ceae und im dritten werde ich versuchen, die Resultate der beiden vorher- gehenden Teile für die Systematik zu verwerten. Specieller Teil. I. Vergleichende Anatomie. 1. Stengel (Blütenstiel). Aus verschiedenen Gründen fand ich es für das Zweckmäßigste, zuerst die Anatomie des Stengels hier anzuführen, besonders deshalb, weil dieser Teil des vorhandenen Materials wegen am genauesten durchgearbeitet werden konnte und sich so die immer wiederkehrenden Gewebeelemente am besten erläutern lassen. | In den meisten Füllen sind die Gewebe des Stengels auf dem Quer- schnitt ganz regelmäßig in Kreisen oder Ringen angeordnet. In der Mitte desselben liegt immer ein mehr oder weniger ausgedehnter Kreis von Grundparenchym mit den Gefäßbündeln; dieses ist meist umgeben von einem oft sehr starken Ring von mechanischen Zellen. Auf diesen folgt wieder nach außen der meist sehr schmale Ring der Parenchymscheide, an welche nach auBen der meist breite Assimilationszellring grenzt. Dieser endlich ist umschlossen von der sehr verschieden ausgebildeten Epidermis. — Nur in verschwindend wenigen Fällen sind die Gewebeelemente nicht n dieser Reihenfolge gelagert oder aber eines oder das andere derselben überhaupt nicht vorhanden, so dass es sehr natürlieh ist, dieselben in der oben angegebenen Reihenfolge zu behandeln, wie sie auch schon von Prirzer bei seiner Beschreibung eingehalten wurde. Wie sehr es sich auch empfehlen mag, bei der Behandlung weiterer und umfassenderer Verhält- iisse dieselben nach ihrer physiologischen Bedeutung zusammengestellt vorzutragen, wie dies z. B. Hanertanpr in seiner » Physiologischen Pflanzen- anatomie« gethan hat, so würde doch bei einer vergleichend anatomischen Arbeit hierdurch die Ubersichtlichkeit gestórt werden, und die Beein- flussung, welche ein Gewebesystem durch ein anderes erfährt, nicht in genügender Weise zum Ausdruck kommen. 544 E. Gilg. A. Grundparenehym. Dasselbe besteht meistens aus parenchymatischen, von zahlreichen rundlichen Poren durchsetzten Zellen, welche alle Übergünge aufweisen von größter Zartwandigkeit bis zu bastähnlicher Verdiekung. Häufig geht mit letzterer auch eine oft sehr weitgehende Schiefstellung der Querwände Hand in Hand, so dass sich solche Zellen nur durch ihre rundlichen Poren von typischen mechanischen Zellen unterscheiden. Doch ist gerade dann immer sehr deutlich die Herrschaft des mechanischen Princips zu erkennen. Immer in der Mitte des Stengels sind die Zellen mehr oder weniger zart- wandig, parenehymatisch und oft höchstens 2—3mal so lang als breit; je weiter man nach außen fortschreitet, desto mehr nimmt die Länge und die Verdickung der Zellen zu und desto deutlicher wird die Schiefstellung der Querwände und das Fehlen der vorher zahlreichen Intercellularen. Noch weiter nach außen treten plötzlich linksschiefe Poren auf, und wir haben dann typische mechanische Zellen vor uns. Welche Bedeutung hier das starkwandige Grundparenchym besitzt, hat schon Tscumcn (l. e. p. 467) erkannt, welcher sagt: .... »in welchen Fällen das Mark, das in erster Linie ernährungsphysiologischen Zwecken dient, auch wesentlich zur Er- haltung der Querschnittsform des Organs beitragen wird.« Dieselben Formen der Zellen und Verdickungen der Zellwände werden wir noch bei den Wurzeln und Rhizomen zu besprechen haben, wo überhaupt echte Bastzellen fehlen; dort genügen diese stark verdickten Parenchy mzellen: der Beanspruchung dieser Pflanzenteile auf radialen Druck. Der Stengel jedoch wird vor allen Dingen auf Biegungsfestigkeit beansprucht, und so sehen wir denn, wie diejenigen Zellformen auftreten, welche nach den Untersuchungen SenwrexpENEnR's!) vor allem befähigt sind, dieser neuen An- forderung an die Festigkeit zu genügen. Und zwar treten die mechanischen Zellen nur immer an der Stelle auf, welche ihnen vom mechanischen Princip angewiesen ist, nämlich so weit als möglich peripherisch, wo sie am besten die ihrer Function entsprechende Verwendung finden. Eine Verdickung des Grundgewebes tritt besonders immer dann ein, wenn der mechanische Ring nicht sehr stark ausgebildet ist. Bei den Arten jedoch, wo ein sehr starker Ring vorhanden ist, ist das Grundgewebe zart- wandig und typisch parenchymatisch. In den allermeisten Fällen ist in der Mitte des Grundparenchymkreises eine mehr oder weniger große Zahl von Zellen vertrocknet und dafür eine Luftlücke getreten, da ja diese Zone für Spannungen neutral ist und zur Festigung nichts beizutragen hat. Das übrige Gewebe des Grundparenchyms dient oft auch der Speicherung, in- dem dort groBe Mengen von Stürkekürnern abgelagert sind. Es kann auch vorkommen und ist bei den Gattungen Dovea Kth., Elegia L. und 4) SCHWENDENER, »Das mechanische Princip im anatomischen Bau der Monocotylen«. Leipzig 4874. Beiträge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae, 545 Lamprocaulos Mast. Regel, dass das Grundparenchym mitwächst und durch- aus nirgends an Festigkeit verliert. Eigentümlich ist auch in dieser Hin- sicht das Verhalten bei einigen Arten von Leptocarpus R. Br., z.B. L. tenax R. Br. Hier sondert sich das Grundgewebe in zwei scharf von einander getrennte Teile. Ein in der Mitte desselben gelegener Kreis, welcher aus zartwandigen Zellen besteht und spáter vertrocknen kann, färbt sich bei Zusatz von Chlorzinkjod schón blau, besteht also aus reiner Cellulose, wihrend der umschlieBende Ring des Grundparenehyms, in welchem die Gefäßbündel liegen, ohne dass, wie sonst immer, ein allmählicher Über- gang stattfinde, aus ziemlich stark verdickten Zellen besteht und sich bei Zusatz des gleichen Reagens braun färbt. Es ist klar, dass wir in dieser Bildung auch eine Aussteifungsvorrichtung zu suchen haben werden. Im Grundparenchym oder an der Grenze desselben, angelehnt an den mechanischen Ring, finden wir die Leitbündel. Diese kónnen, wie bei Doten Kth., Elegia L., Thamnochortus Berg. u. a. durch das ganze Grund- parenchym (also auch die Mitte) zerstreut liegen, oder aber — wie in den meisten Füllen — eine mehr oder weniger peripherische Lagerung besitzen. Ze besteht gerade hierin ein gewisser, meist feststehender Unterschied zwischen den einzelnen Gattungen, welcher später noch näher besprochen werden wird. B. Mestombündel. Leitungssystem.) Die Mestombündel des Stengels sind mit einer einzigen Ausnahme collateral gebaut und zeigen sich als typische Monocotylenbündel. Sehr schwer von einander zu trennen sind stets die Siebróhren und Cambiform- zel'en des Leptoms, da die einzelnen Zellen sehr klein und fast alle von ungefähr gleicher Gestalt sind. Das Hadrom ist zusammengesetzt aus ver- hältnismäßig wenigen, immer sehr kleinlumigen, einfach getüpfelten Holz- parenchymzellen und oft sehr zahlreichen Gefäßen. Immer am weitesten nach innen zu liegen die primären, kleinlumigen Ring- und Spiralgefäße, welche oft in groBer Zahl, oft nur ganz vereinzelt vorhanden sind. Die se- cundären Gefäße bestehen fast immer aus zwei großen und mehreren kleinen Gefäßen. Sie zeigen sehr verschiedene Verdickungsweisen und sind zusammengesetzt aus langyestreckten, spitz prosenchy matischen Zellen. Weitaus am meisten vertreten ist die leiter- oder treppenförmige Verdickung, bedeutend weniger eine einfache Tüpfelung, wobei aber dann die Tüpfel fast immer breitgezogen sind. Es lässt sich als Regel angeben, dass die- jenigen Gefäße, welche dickwandig sind, sich immer als behöftporig er- weisen, die dünnwandigen dagegen einfache Poren besitzen. Die Quer- wände der Gefäße sind nie völlig resorbiert, sondern stets spaltenfórmig perforiert. Liegen zwei Gefäße neben einander, so sind immer behöfte Poren zwischen denselben ausgebildet. An der Grenze zwischen primären Botanische Jahrbücher, XIII. Bd, 35 546 E. Gilg. und secundären Gefäßen liegt sehr häufig die von vielen Monocotylen schon beschriebene Luftlücke, doch ist dieselbe durchaus nicht immer vorhanden. Sehr verschieden ist auch die Ausbildung der lokalen Bastbelege. Meistens legen sieh die Leitbündel an den mechanischen Ring an, wodurch ihre zarten Teile natürlieh den besten Schutz erhalten. Die Bündel jedoch, welche frei im Grundgewebe liegen, erzielen diesen Schutz auf folgende Weise. Immer besitzt das Leptom eine schützende Bastsichel, welche oft mit dem mechanischen Ring durch eine weit ins Grundgewebe hinein- springende Bastleiste verbunden ist, wobei dann das Hadrom ohne eine solche bleiben kann. Oder aber Leptom und Hadrom besitzen, jedes Ge- webe für sich, eine Bastsichel, und endlich kommt es auch nieht selten vor, dass das ganze Bündel von einem mehr oder weniger breiten, continuier- lichen Bastring umhüllt wird. Letzterer Fall kommt besonders häufig bei denjenigen Restiaceae vor, bei welchen die Gefäßbündel durch das ganze Grundparenehym zerstreut liegen. Sehr schön ließe sich hier in unzähligen Fällen die Abhängigkeit der Leitbündel vom mechanischen System nach- weisen, ganz besonders vom »unzweideutigen Vertreter« desselben, dem mechanischen Ring. Alles dieses von den Leitbündeln soeben Angeführte hat jedoch nur Gültigkeit für diejenigen Bündel, welche ich als »groBe Mestombündel« bezeichnen möchte, und welche entweder an der Grenze zwischen mechani- schem Ring und dem Grundgewebe oder im Grundgewebe selbst frei liegen. Bei fast allen Restiaceae nämlich haben wir auch noch mehr oder weniger deutlich unterschiedene »kleine Mestombündel« (Taf. VIII. Fig. 8). Diese finden sich immer im mechanischen Ring selbst und zwar ganz in der Nähe der Parenchymscheide, nur dureh 4—2 Lagen von mechanischen Zellen nach außen bedeckt und geschützt. In den allermeisten Fällen ist es ganz unmöglich, bei diesen nur aus ganz dünnwandigen Zellen bestehen- den kleinen Mestombündeln zu constatieren, ob sie wirklich aus Leptom und Hadrom bestehen, oder gar, wie diese beiden Gewebe zu einander gelagert sind. Bei manchen Arten jedoch, wie z. B. bei fast der ganzen Gattung Thamnochortus Berg. (Th. elongatus Mast., castaneus Nees (Taf. VHI. Fig. 9] ete.) ist diese Unterseheidung nicht schwer, weil hier nämlich eine mehr oder weniger starke Verdickung der Hadromteile eingetreten ist. Aber auch hier lassen sich nur äußerst selten einigermaßen groBlumige Gefübe constatieren, nie sind Ring- oder SpiralgefäBe vorhanden. Deutlich erkennbar sind z. B. die Gefäße bei Thamnochortus platypteris Kth. und castaneus Nees (Taf. VIII. Fig. 9). Gerade hier kann man auch über die Natur der Bündel einige Klarheit erlangen. Wir sehen hier, dass diese Bündel »perihadromatisch« gebaut sind, dass ein ganz verschwindend kleiner Leptomteil von oft miichtig entwickeltem Hadrom allseitig umgeben ist. Abweichend vom sonst überall vertretenen Bau der Restiaceae liegen hier diese Bündel nicht unter dem Schutz der mechanischen Zellen, sondern Beiträge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae. 547 ragen oft betrüchtlich in die mehrschichtige Parenchymscheide hinein. Trotzdem besitzen sie ausreichenden Schutz dadurch, dass alle ihre gegen auBen gelegenen Hadromzellen aus sehr starkwandigen, behóftporigen Tracheiden bestehen, welche dann gewölbeähnlich das daruntergelegene Leptom schützen. — Wir werden also wohl anzunehmen haben, dass alle diese »kleinen Mestombündel« der Restiaceae aus Leptom und Hadrom zusammengesetzt sind, ebenso dass sie peribadromatisch, jedenfalls nicht collateral, gebaut sind, wenn auch dies nicht bei allen nachgewiesen werden kann. Wie oben schon angeführt, liegen aber nur in sehr seltenen Fallen die kleinen Mestombiindel so frei — nur von innen an den mechanischen Ring gelehnt — in der Parenchymscheide, meistens sind sie bedeckt von 4—2 Lagen mechanischer Zellen. Dann kann man häufig eine Beobachtung machen, welche von Wichtigkeit ist für die Erklirung der physiologischen Bedeutung dieser kleinen Bündel. Fertigt man nämlich successive Querschnitte an, so sieht man éfters, dass, während auf den weitaus meisten Schnitten die kleinen Bündel vüllig vom mechanischen Ring umfasst werden, die schützen- den mechanischen Zellen über einem Bündel stellenweise auf einem oder dem anderen Schnitte fehlen konnen (Taf. VIII. Fig. 8), dass also an dieser Stelle das Bündel direct mit der Parenchymscheide in Berührung tritt. Setzt man dann solche suecessiven Querschnitte weiter fort, so bemerkt man, dass schon auf dem nächsten Schnitt vielleicht sich diese Lücke im mechanischen Ring wieder geschlossen hat, dass also jetzt das kleine Bündel vüllig vom directen Verkehr mit der Parenchymscheide abgeschlossen ist. Von welcher Bedeutung diese Einrichtung für die Pflanze ist, wird im nüchsten Kapitel besser im Zusammenhang ausgeführt werden kónnen. Wie man häufig beobachten kann, besonders schün bei Lyginia barbata R. Br., sind die kleinen Mestombündel nichts anderes als Abzweigungen der großen Bündel, welche sofort nach der Abtrennung in der Richtung nach dem ehlorophyliführenden Gewebe resp. der Parenchymscheide ver- laufen und sich dann weithin unter der Parenchymscheide hinziehen, ähn- lich wie dies Vorxexs (I. e. p. 62 und 63) beschreibt : »Das Wassergewebe wird.... stets in seiner ganzen Breite von Gefäßbündeln durchsetzt, die sich als seitliehe Auszweigungen der Mittelnerven resp. des centralen Holz- körpers erwiesen.« Es ist meine feste Überzeugung, dass diese kleinen Bündel stammeigen sind, obgleich es mir nie mit absoluter Sicherheit gelungen ist, dies festzustellen. Diese Untersuchungen werden ungemein erschwert dadurch, dass die Bündel- endigungen aus sehr wenigen, kleinlumigen und zartwandigen Zellen be- stehen und weil dieselben eingelagert sind in die dickwandigen Zellen des mechanischen Ringes. Hierdurch wird vor allem schon das Schneiden er- schwert, ferner aber werden die zarten Gewebe beim Auseinanderreißen der starkwandigen Zellen meistens fast völlig zerstört. Ein Vorkommen 35* 548 E. Gilg. stammeigener Biindel wiire ja hier auch gewiss nicht erstaunlich, wenn man die Function derselben in Erwägung zieht. Bei den meisten Pflanzen endigen die Bündel im Blattparenchym, um dort Assimilationsprodukte auf- zunehmen und Wasser abzugeben. Bei den Restiaceae jedoch sind in den allermeisten Fällen keine Blätter vorhanden, der Stengel selbst ist mit einem miichtig entwickelten Assimilationsgewebe versehen, so dass also gewiss auch dieselben Stoff ableitenden und zuleitenden Vorrichtungen ge- troffen sein müssen, wie sie sich gewöhnlich in den Blättern finden. Eine Sonderstellung nimmt fasst in jeder Beziehung Anarthria poly- phylla Nees ein (Taf. VIL. Fig. 9 und 10). Hier ist ein nur ganz schwacher mechanischer Ring ausgebildet. Das innerhalb desselben gelegene Grundparenchym ist nun fast völlig verdrängt durch die un- gemein zahlreichen, dichtgedringten, perihadromatischen Bündel. Diese bestehen aus einem centralen Leptomteil, um welchen sich ein 1—2-schichtiger, geschlossener, aus typischen, behöftporigen Trache- iden gebildeter Ring herumzieht. Nur in den sich an den mechanischen Ring anlehnenden Bündeln finden sich auf deren Innenseite vereinzelte Ring- und Spiralgefäße; der weitaus größere Teil der Bündel besitzt mit Sicherheit keine solchen, sie könnten also auch mit vollem Recht als typisch concentrische Bündel bezeichnet werden (Taf. VII. Fig. 10). HABERLANDT sagt an einer Stelle (l. e. pag. 215): «Die Gefäße charakterisieren sich gegenüber den Tracheiden nicht bloß durch die mehr oder minder vollständige Resorp- tion der Querwände als die Hauptbahnen des Saftstromes; auch die durch- schnittlich größere Weite steht damit im Zusammenhang«. Nun habe ich weder jemals gefunden, dass die Querwände fehlen können, noch war nachzuweisen, dass irgend eine der Hadromzellen sich vor den übrigen durch gróBeres Lumen auszeichnete. Wir haben folglich hier keine Gefäße, sondern nur stark verdickte, sowohl der Festigkeit wie der Leitung dienende Tracheiden, welche man mit voller Berechtigung den »Fasertracheiden« der Dracaenen gleich- stellen kann. In welcher Weise die Bildung dieser eigenartigen Bündel vor sich gegangen ist, müsste natürlich erst durch entwicklungsgeschicht- liche Untersuchungen festgestellt werden: sehr wahrscheinlich ist es jedoch, dass die peripherischen Bündel, welche vereinzelte Spiralgefäße aufweisen, die primären sind, während sich die übrigen erst secundiir, centripetal fortschreitend gebildet haben. — AnschlieBend hieran móchte ich noch eine Frage von allgemeinerer Be- deutung erörtern. llamgRLANDT (l. c. pag. 237 ff.) bespricht die Bedeutung der collateralen Bündel für die Pflanze und kommt dabei zum Ergebnis, dass dieselben herzuleiten seien aus dem Princip des » möglichst directen Stoff- verkehrs zwischen Hadrom- und Palissadengewebe«, d.h. dass sie dem»Bau- princip der Stoffableitung auf möglichst kurzem Wege« dienen. Wie wir Soeben gesehen haben, besitzt nun der Stengel von Anarthria Beiträge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae. 549 polyphylla Nees perihadromatische Bündel (Taf. VII. Fig. 9 u. 10). In dem stielrunden Blatte dagegen sind nur typische colla- terale Bündel vorhanden (Taf. VII. Fig. 6). Es fragt sich nun, ob die Erklärung Hasertanpt’s auch auf diesen Fall anwendbar ist. Ich glaube dies nicht. Denn die Bedingung, dass das Hadrom dem Palissadengewebe direct anliegen soll und deshalb seine eigentiimliche Lagerung dem Leptom gegen- über einnimmt, ist hier im stielrunden Blatt ja nicht gegeben, im Gegenteil, das Hadrom liegt — dem Assimilationsgewebe abgewendet — dem Blatt- innern nahe und muss erst durch complicierte Einrichtungen mit jenem in Verbindung treten, wie wir weiter unten sehen werden. Trotzdem aber finden wir die collateralen Bündel im Blatt, obgleich wir noch im Stengel nur perihadromatische beobachten konnten. Was der Grund hierfür sein mag, ist sehr sehwer anzugeben, vielleicht ist er zu suchen in der Schutz- bedürftigkeit des Leptoms, welches sich auf diese Weise direct an die sub- epidermalen Rippen anlehnen kann. Doch ist es allerdings sehr fraglich, ob der Schutz geringer sein würde, wenn sich das ganze perihadromatische Bündel auf die Rippe stützte. | C. Mechanischer Ring (Mechanisches System). ScnwExDENER hat uns gezeigt, von welcher Bedeutung die mechanischen Zellen für jede Pflanze sind. Wir finden dieselben in den verschiedenen Pflanzen ganz verschieden angeordnet, aber doch gelang es festzustellen, dass dieselben stets in einem bestimmten Verhiiltnis zu einander und auch zum ganzen pflanzlichen Organismus stehen. Und zwar bilden sie ein System, welches gar nieht oder nur ganz wenig von anderen Gewebesystemen beein- flusst wird. Alle senkrecht in die Luft sich erhebenden pflanzlichen Teile werden auf Biegungsfestigkeit beansprucht. Dieselbe erlangt die Pflanze auf sehr verschiedene Weise. Nach Scuwenpener’s Darstellung aber ist zur Erlangung der größtmög- lichen Biegungsfestigkeit verbunden mit möglichst geringem Materialauf- wand am meisten geeignet (l. c. pag. 74) »das System des einfachen Hohl- cylinders mit eingebetteten oder angelehnten Mestomsträngen«, wie wir ihn mit versehwindenden Ausnahmen bei den Restiaceae immer vorfinden. Scuwenvexgr sagt von demselben (l. c. pag. 74) : »Es ist ein Gebilde für sich, in Form und Lage nur wenig beeinflusst von anderen Geweben ; der unzwei- deutige Vertreter des mechanischen Prineips. Die peripherischen Gefäß- bündel richten sich nach ihm, nicht umgekehrt; sie finden an ihm einen festen Halt oder eine schützende Hülle, indem sie sich bald von außen, bald von innen an denselben anlehnen oder im Innern des Ringes einbetten«. Dass das letztere gerade für unsern Fall richtig ist, haben wir teilweise schon gesehen bei der Besprechung der Leitbündel. Wie sehr aber gerade bei den Restiaceae ein möglichst vollkommenes System am Platze ist und überall durchgeführt sein muss, das wird uns klar, wenn wir bedenken, 550 E. Gilg. dass wir hier einen der wenigen Fälle vor uns haben, in welchem das me- chanische System des Stengels einigermaßen, oft sogar nicht unbedeutend beeinflusst wird von einem anderen Gewebe. Dieses Gewebe, welches an Wert für das Leben der Pflanze dem mechanischen Gewebesystem mindestens gleichzustellen sein dürfte, ist das Assimilationsparenchym. Beide Gewebe- systeme beanspruchen eine möglichst weitgehende peripherische Lagerung; ein Zurückdrängen des einen durch das andere darf nur bis zu einem genau festzustellenden Punkte erfolgen. Ein Darüberhinausgehen würde für jedes System Unbrauchbarkeit, für den gesamten Pflanzenorganismus aber den Tod bedeuten. Wie wunderschön oft diese Wechselbeziehung zum Ausdruck kommt, das werden wir noch häufig zu besprechen haben. — Der mechanische Ring der Restiaceae besteht immer aus typischen, spitz prosenchymatischen, mit linksschiefen Poren versehenen, langgestreckten Bastzellen und bildet das einzigetypisch mechanische Element der Restiaceae, da hier durchgehends Collenchym fehlt. Bald erreicht der mechanische Ring eine sehrgroße Stärke, bei Thamnochortus argenteus Kthz. B. bis zu15 Zelllagen, bald ist er schwach, z. B. bei Anthochortus Ecklonii Nees nur eine bis zwei Lagen stark. Ganz ohne mechanischen Ring sind nur drei Arten der Restiaceae von der durchaus abweichenden Gattung Anarthria R. Br., A. scabra R.Br.. laevis R. Br. und gracilis R. Br. Hier haben wir entweder das System der »subepidermalen Rippen« oder das der »zusammengesetzten peripherischen Trüger« ausgebildet. Bei Anarthria prolifera R. Br. dagegen ist ein mecha- nischer Ring ausgebildet, aber wir finden hier auch noch einzelne wenig- zellige subepidermale Strünge, welche als Aussteifungsvorrichtung der Epidermis zu betrachten sind. — Bei vielen Arten der Restiaceae ist das System des »peripherischen Hohl- sylinders mit Anschluss der Rippen an die Epidermis« zur Ausbildung ge- langt. Hasertanpr sagt über dasselbe (I. c. pag. 120): »Es ist einleuchtend. dass eine solche Construction von ganz besonderer Widerstandsfähigkeit ist, weshalb sie auch in der Architektur und im Maschinenbau eine sehr häufige Anwendung findet.« Ein derartiges mechanisches System besitzen folgende Arten: Hypodis- cus Willdenowia Mast., Neesii Mast., argenteus Mast., striatus Mast.: Willde- nowia striata Thhg.1), cupidata Mast., sulcata Mast, ` Hypolaena tenuis Mast. (= Anthochortus Ecklonii Nees}. Es besteht zwar zwischen den verschie- denen Arten ein gewisser, scheinbarer Unterschied, indem einige derselben subepidermale Rippen besitzen, welche durchweg aus typischen, longitudinal gestreckten mechanischen Zellen bestehen, während bei anderen die Rippen vom mechanischen Ring aus mehr oder weniger weit ins Assimilationsparen- chym hinein sieh erstrecken, ohne aber die Epidermis selbst zu erreichen A) SCHWENDENER, » Mech, Principe, tab. X, fig. 11. Beiträge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae. 551 (Vergl. Taf. VII. Fig. 4). Die Verbindung zwischen diesen vorgeschobenen Leisten von mechanischen Zellen und der Epidermis übernehmen dann aber stets starkwandige, chlorophylllose, radial gestreckte Stützzellen oder Strebe- zellen. Dass man diese bei den Typen aber in Wirklichkeit nicht trennen darf, dafür sprechen mehrere Beispiele. Bei Hypodiscus Willdenowia Mast. (vergl. auch Taf. VII. Fig. 4) reichen in den meisten Fällen die Rippen der mechanischen Zellen bis an die Epidermis heran. Es kommt aber nicht selten auch vor, dass eine solche Rippe sich keilfórmig gegen die Epidermis zu verschmälert, so dass an die Epidermis selbst nur noch eine einzige me- chanische Zelle grenzt. In einem solchen Falle sind dann meist — um der Epidermis mehr Festigkeit zu verleihen — noch viele radial gestreckte Stützzellen vorhanden, welche auf der Rippe aufsitzend bis zur Epidermis reichen. In andern Fallen kommt es bei derselben Pflanze vor, dass gar keine der Bastzellen an die Epidermis grenzt. Auch hier wird die mecha- nische Bedeutung der Rippe dadurch klar, dass sich Stützzellen einschieben. Ich stelle deshalb die Formen, bei welchen die mechanischen Zellen nie bis zur Epidermis reichen und immer durch hohe, radial gestreckte Stützzellen ersetzt werden, in dieselbe Reihe wie die mit typischen subepidermalen Rippen. Man findet ja bei allen diesen Stengeln, welche keine Blätter be- sitzen und die Assimilation allein zu verrichten haben, eine sehr starke Schicht von Assimilationsgewebe unter der Epidermis. Da dieses nun sehr zartwandig ist, so muss dafür gesorgt sein, dass bei solchen Pflanzen, an welche Anforderungen auf Widerstandsfühigkeit gegen radialen Druck ge- stellt werden, dieser Nachteil für ihre Festigkeit dadurch beseitigt wird, dass bei größtmöglicher Widerstandsfühigkeit der nötigen Stützen doch möglichst wenig Raum von denselben in Anspruch genommen wird.’ Allen diesen Anforderungen wird aber durch die mechanischen Stützzellen sehr gut genügt, denn sie erfüllen wohl gerade so gut wie mechanische Rippen die eben angeführten Bedingungen. Fast ganz ohne mechanische Rippen, nur mit lang radial gestreckten Stützzellen versehen, welche zu longitudinalen Leisten vereinigt sind, ist die Gattung Leptocarpus R.Br. (Taf. VIII. Fig. 1). Hier ist der mechanische Ring an den Punkten, wo die Stützzellen aufsitzen, nur ganz wenig nach außen vorgewólbt, und auf diesen Vorwölbungen sitzen dann die Leisten auf, welche auf dem Querschnitt aus 2—3 Zellen gebildet sind und sich außen und innen säulenartig verbreitern. Prrrzer (l. c. p. 573) glaubt, ihre hauptsächliche Bedeutung sei die, dass sie das chlorophyll- führende Gewebe in einzelne Fächer teilen, wodurch dann selbst bei Zer- stérung oder Vertrocknen der zartwandigen Gewebe eines der Fücher doch die übrigen Fücher unverletzt bleiben und für die Assimilation nicht ver- loren gehen. So richtig diese Ansicht ja gewiss auch ist, so móchte ich doch . behaupten, dass dieses Moment erst in zweiter Linie zu berücksichtigen sei, und dass diese Zellen vor allem mechanischen Zwecken dienen, um nàmlich dem radialen Druck Widerstand leisten zu kónnen, welcher entsteht, wenn 552 E. Gilg. Wassermangel eintritt und hierdurch die Epidermiszellen ihre Turgescenz verlieren. Ein sehr eigentümliches mechanisches System besitzt Anthochortus Ecklonii Nees (Taf. VIII. Fig. 4, 5, 6 u. Taf. VII. Fig. 11). Wir finden hier einen nur sehr schwach ausgebildeten mechanischen Ring, an welchen sich nach auflen 4 rechtwinklig zu einander gestellte, starke, breite, subepider- male Rippen anlehnen. Diese verlaufen bis dicht unter die Epidermis und teilen sich dort in je zwei auf dem Querschnitt einschichtige, rechtwinklig abgehende Aste. Hiermit im Zusammenhang steht nun, dass wir einen vier- kantigen Stengel haben, bei welchem nicht, wie sonst überall, die Kanten, sondern die Flächen durch mechanische, longitudinal verlaufende Zellplatten gestützt werden. Da also die Epidermis der Stengelflächen durch diese T-fórmigen Träger nach innen begrenzt ist, so kann an dieser Stelle selbst- verständlich das Assimilationsgewebe nirgends die Epidermis berühren. Ebensowenig werden wir auf den Flüchen des Stengels Spaltóffnungen er- warten dürfen. Das ganze Durchlüftungs- und Assimilations- system muss also verlegt sein in die Kanten des Stengels. In weleher Weise die Assimilation hier ermüglicht wird, werden wir weiter unten sehen. Hierher gehórt dann noch eine Erscheinung, welche sich in mehr oder minder deutlichem Grade bei allen Arten der Gattung Anarthria R. Br., am typischsten aber im Blatte von Anarthria polyphylla Nees findet. Dasselbe ist stielrund und zeigt auf dem Querschnitt in ziemlich regelmäßiger Ab- wechslung unter der Epidermis (Taf. VII. Fig. 5) chlorophyllführendes Ge- webe und subepidermale Rippen. Diese letzteren (Taf. VII. Fig. 6) nun sind meist stark und breit ausgebildet und reichen ziemlich weit in das Blatt hinein, wo dann von der Rippe geschützt und teilweise umschlossen je ein collaterales Leitbündel liegt. Die ganze Rippe mit Ausnahme der Ränder besteht aus typischen, mit linksschiefen Poren versehenen, fast bis zum Verschwinden des Lumens verdickten Bastzellen. An den Ründern der Rippe jedoch bemerkt man Zellen, welche ein bedeutend größeres Lumen aufweisen und mit sowohl auf Quer- wie auf Längsschnitten deutlich erkennbaren behüften Poren versehen sind. Dieselben bilden zusammenhängende, auf dem Quer- schnitt immer nur eine Zellschicht breite Streifen, welche von den im Innern des Blattes gelegenen Leitbündeln bis zu der Stelle der Rippen sich nach außen ziehen, wo dieselben auf das Assimilationsgewebe stoßen. Wie leider noch öfters bei diesen Untersuchungen musste ich auch hier darauf verzichten, mit voller Sicherheit über die Function dieser Zellen Gewissheit zu schaffen, da mir kein lebendes Material zu Gebote stand. Das glaube ich jedoch mit ziemlicher Berechtigung aussprechen zu dürfen, dass diese be- | höftporigen, großlumigen, starkwandigen, völlig tracheidenartigen Zellen in irgend einer Beziehung stehen zu dem Verkehr zwischen Mestombündel Beiträge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae. 553 und dem Assimilationsgewebe, d. h. dass sie vielleicht die Aufgabe haben werden, das letztere mit Wasser zu versorgen. Gerade bei dieser Pflanze ist es um so mehr zu bedauern, dass leben- des Material nicht zu beschaffen war, weil sie in fast allen Gewebeelementen Eigentümlichkeiten und Abnormititen zeigt, welche ihr Studium zu einem sehr interessanten und lehrreichen machen würden. D. Parenchymscheide. (Sammelzellring nach Vorkexs, Stärkescheide der Autoren.) Die Parenchymscheide (vergl. Taf. VII. Fig. 3, 4, Taf. VIII. Fig. 9 ete.) besteht gewöhnlich aus ungefähr cubischen, mehr oder weniger dünn- wandigen, fast immer groBlumigen und sehr porüsen Zellen, welche sich um den mechanischen Ring meist 1—2 Lagen stark, aber auch bis zu 5 Lagen anwachsend, continuierlich herumziehen. Selten ist die Lünge der einzelnen, immer longitudinal gestreckten Zelle viel größer als die Breite, mehr als doppelt bis dreimal so lang habe ich sie nirgends gefunden. Bei Zusatz von Chlorzinkjod färben sich ihre Membranen meist schón blau, in concentrierter Schwefelsiiure lósen sie sich augenblicklich, viel schneller noch als das zarte Assimilationsparenchym. Nur in Ausnahmefällen sind in der Parenchymscheide Inhaltsstoffe anzutreffen; in einigen wenigen Fällen konnte ieh darin Stürkekórner und auch Spuren von Chlorophyll nachweisen, bei Lyginia barbata R. Br. dagegen große Krystalle von oxalsaurem Kalk. In den allermeisten Füllen jedoch zeigte sich die Scheide ohne alle Inhalts- stofle. Es ist noch nieht gelungen, überzeugend darzuthun, welches die Func- tion der bei fast allen Monocotylen vorkommenden Parenchymscheide ist, obgleieh schon sehr viele Ansichten darüber geäußert worden sind. Mir konnte unmöglich die Aufgabe zustehen, diesen streitigen Punkt zu klären, da dies mit trockenem Material völlig unmöglich wäre. Während meiner Untersuchungen habe ich mir aber die Ansicht gebildet, — natürlich nur geltend für die Parenchymscheide der Restiaceae — dass dieser Ring haupt- sichlich die Aufgabe hat, Wasser für das Assimilationsparenchym aufzu- speichern, welches durch die »kleinen Mestombündel« ihm zugeführt wird. Hierdurch könnte dann eine regelmäßige, ununterbrochene Versorgung des Assimilationsgewebes erfolgen, welches bei der großen Trockenheit der Standorte der Restiaceae gar sehr der Gefahr des Austrocknens ausgesetzt ist. Unterstützt wird diese meine Ansicht durch viele Beobachtungen, welche, wenn sie auch nicht beweiskräftig sein sollten, so doch gewiss die Ansicht annehmbar machen, dass wir in dieser Parenchymscheide in erster Linie ein Organ der Wasserspeicherung zu sehen haben. Nirgends bei den Restiaceae kommt es vor, dass Leitbündel frei im chlorophyllführenden Gewebe liegen; wie wir vorhin gesehen haben, sind 554 | E. Gilg. dieselben immer im Grundparenchym eingebettet oder aber sie lehnen sich von innen an den mechanischen Ring. Nur die kleinen Mestombiindel er- müglichen eine Verbindung zwischen Leitungs- und Assimilationssystem, indem sie an manchen Stellen mit der Parenchymscheide in Verbindung treten (Taf. VIII. Fig. 8 u. 9) — wie wir oben gesehen haben — und dort an dieselbe Wasser abgeben und Assimilationsprodukte aufnehmen. Denn in sehr vielen Fällen ist es ganz unmöglich, dass die grünen Zellen von an- derer Seite als der Parenchymscheide ihren für die Assimilation unentbehr- lichen Wasserbedarf beziehen. Wie überall t), so wird auch hier bei den Restiaceae in sehr vielen Füllen die Epidermis das Assimilationsparenchym wenigstens teilweise mit Wasser versehen. Aber sehr oft kann dies nicht der Fall sein, besonders wo die Epidermis hauptsächlich mechanische Func- tionen besitzt, und wo deshalb ihre Radialwiinde oft fast bis zum Ver- schwinden des Lumens verdickt sind. Geradezu beweisend hierfür ist aber Anthochortus Ecklonit Nees (Taf, VII. Fig. 5), wo gar nirgends das grüne Gewebe mit der Epidermis in Berüh- rung tritt, und man höchstens annehmen müsste, dass die eigentümlichen starkwandigen, nur locker, palissadenartig neben einander stehenden Schutzzellen die Vermittler zwischen Epidermis und Assimilationsparen- chym bildeten. Es lässt sich also nachweisen, dass wenig- stens in manchen Fällen die Assimilationszellen ihren Wasserbedarf nur der Parenchymscheide entnehmen kün- nen. Und auch bei allen übrigen ist dies gewiss mit der Einschrän- kung sicher, dass auch die Epidermis zum Wasserverbrauch wird beizu- tragen haben, im einen Falle mehr, im andern weniger. Jedenfalls aber ist die Parenchymscheide nie selbst leitend. Wahrscheinlich wird dies schon dadurch gemacht, dass alle ihre Zellen von ungefähr eubischer Gestalt sind, was doch völlig im Widerspruch steht mit der Beobachtung, dass alle lei- tenden Elemente in der Richtung des Stromes gestreckt sind. Aber es lässt sich auch direct beweisen, dass eine Leitung oder eine lebhaftere Wasserbewegung in der Scheide selbst nicht mög- lich ist, dass also das Wasser nur durch Vermittelung der kleinen Bündelin die Parenchymscheide hineingelangen kann. Zum Beweis hierfür wähle ich Lepyrodia Anarthria Nees. Auf einem Stengelquerschnitt kurz unterhalb der Blütenregion finden wir die Paren- chymscheide zusammengesetzt aus großen, zartwandigen, sehr porösen, dicht — ohne Intercellularen — aneinanderschließenden Zellen. Dieselbe Gestalt haben die Zellen bis etwa in die Mitte des 40 em hohen Stengels. Kurz unterhalb der Mitte findet man aber dieselben — allerdings noch selten — untermischt mit solchen Zellen, welche eine etwas gelbliche Farbe 4) WESTERMAIER, Über Bau und Function des pflanzlichen Hautgewebesystems. PRINGSHEIM s Jahrbücher XIV. p. 45. Beiträge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae. 555 zeigen und einseitig — nach der Innenseite zu — verdickt sind. Je weiter man dann auf successiven Querschnitten nach unten gelangt, desto mehr nehmen diese U-förmig verdickten, zuletzt dunkelbraun gefärbten Zellen an Zahl zu, bis wir bald — noch 10 cm über dem Boden — eine typische Schutzscheide vor uns haben, wie man sie bei Wurzeln und Rhizomen beobachtet. Dass diese Zellen, welche fast kein Lumen mehr besitzen, nicht (mehr) leitend sein können, ergiebt sich ganz von selbst. Diese Schutzscheide löst sich bei Zusatz von concentrierter Schwefelsäure bis auf eine sehr feine Lamelle, sie ist also eine typische Schutzscheide im Sinne Scuwexpexer’s!). Wir haben hier einen directen Übergang von Parenchymscheide in Schutzscheide. Nicht bei allen Restiaceae findet man im Stengel eine solche, doch habe ich sie noch bei mehreren Arten, besonders bei der Gattung Restio nachgewiesen. Zunächst nun wird hierdurch bewiesen, dass wirklich eine Leitung von unten nach oben in der Parenchymscheide nicht stattfinden kann. Ferner ist klar, dass auch die Assimilationsprodukte nicht auf diesem Wege zu ihren Verbrauchsorten geleitet werden können, sondern dass sowohl Wasserzufuhr als Ableitung der Assimilationsprodukte nur durch Vermitt- lung der kleinen Mestombündel erfolgen kann. Vielleicht könnte man aber einwerfen, dass ja an den Stellen, wo die Schutzscheide ausgebildet ist, eine Versorgung der chlorophyllführenden Zellen mit Wasser gar nicht mög- lich sei. Wie ich aber im folgenden Kapitel zeigen werde, ist in den aller- meisten Füllen, wie dies ganz besonders schün gerade bei Lepyrodia An- arthria Nees zu sehen ist, das chlorophyllführende Gewebe in den unteren Teilen nicht mehr functionsfähig. ` Während wir oben am Stengel typische Palissaden haben, verschwinden dieselben allmählich gegen die Mitte des Stengels zu und wir finden dort nur noch wenig Chlorophyll entbaltendes, große Intercellularen frei lassendes Schwammgewebe. Unten am Stengel aber ist von Chlorophyll in diesen Zellen fast nichts mehr zu bemerken; wir finden dort nur noch größtenteils ausgetrocknetes, große Luftlücken enthaltendes Gewebe, das zur Assimilation vüllig untauglich ist. Hierdurch wird also meine Ansicht nur noch mehr bestätigt, denn wo keine Assimila- tion mehr stattfindet, ist auch ein wasserspeicherndes Gewebe nicht mehr notwendig. Vielleicht ist auch aus dem soeben Beschriebenen auf die Func- tion der Schutzscheide zu schlieBen. Meiner Ansicht nach ist die Annahme einer Verstärkung des mechanischen Ringes durch die Scheide völlig aus- geschlossen, da ja das Hinzukommen einer neuen, dabei nicht allzu starken Schieht nichts für die Festigkeit des Stengels bedeuten würde. Vielleicht aber besteht die Bedeutung der Schutzscheide darin, dass sie die nach der Parenchymscheide hin austretenden kleinen Mestombündel gegen äußere 4) SCHWENDENER, Die Schutzscheiden und ihre Verstärkungen. Abh. d. k. Akad. d. Wiss, zu Berlin 4882, 556 E. Gilg. Einflüsse, z. B. Verdunstung, schützt, sobald dieselben nicht mehr nótig sind, um die Zufuhr von Wasser und Ableitung von Assimilationsprodukten zu vermitteln. Dafür, dass eine Leitung vom Boden oder zum Boden durch die Paren- chymscheide nicht vermittelt werden kann, spricht auch folgendes. Bei einigen Arten der Gattungen Hypodiscus Nees und Willdenowia Thbg. finden wir oben am Stengel von der Blütenregion bis etwa zur Mitte herab einen breiten Ring von Assimilationsgewebe entwickelt und eine großzellige, normale Parenchymscheide. Je weiter man aber auf Querschnitten nach unten vorrückt, desto schmaler wird. der Ring des Assimilationsgewebes, desto undeutlicher, schwammparenchymartiger werden die vorher ge- streckten Palissaden und desto kleinzelliger, dickwandiger wird die Paren- chymscheide. Noch weiter nach unten zu beginnen auch die jetzt rund- lichen Zellen des Assimilationsgewebes sich zu verdicken, und in der Nähe der Wurzel ist dann der ganze Hohlevlinder zwischen mechanischem Ring und Epidermis ausgefüllt mit lauter gleichartigen, fast bis zum Verschwin- den des Lumens verdickten parenchymatischen Zellen. Hier ist von der früheren Parenchymscheide durchaus nichts mehr zu erkennen. Dass hier eine Leitung véllig unmüglich ist, ergiebt sich ganz von selbst, diesen Zellen kann nur noch eine mechanische Function zugeschrieben werden. Für die Bedeutung der Parenchymscheide als wasserspeicherndes Ge- webe sprechen auch noch andere Umstände. Vorkens (l. c. p. 63) beschreibt Fälle, wo ein inneres Wasserversorgungssystem mit dem äußeren, der Epi- dermis in Verbindung tritt. Ganz ähnliche Bilder erhielt ich bei mehreren Restiaceae, z. B. Hypodiscus gracilis Nees (= striatus Mast.?), Lepidobolus Preissianus Nees ete. An manchen Stellen sieht man bei diesen Arten im Assimilationsparenchym an Stelle der grünen Zellen weiße, chlorophylllose auftreten, welche von der Epidermis bis zur Parenchymscheide reichen. Dabei sind diese Zellen aber zartwandig und zeigen durchaus keinerlei Analogien zu Stiitzzellen oder Schutzzellen. Auch ist an diesen Stellen oft die Parenchymscheide weit nach außen vorgewölbt. — Vielleicht lässt sich hierher auch die eigenartige Stengelbildung von Thamnochortus giganteus Kth. ziehen. Bei dieser Restiacee ist auf einer Seite des Stengels die Bildung von Assimilationsgewebe unterdrückt, so dass die Epidermis an dieser Stelle weit nach einwärts gebogen ist und direct an die Parenchymscheide grenzt. Man kann hiernach die Parenchymscheide wohl mit vollem Recht als ein Wasser speicherndes Gewebe ansprechen. Da wir ferner gesehen haben, dass in manchen Fiillen die Parenchymscheide in eine typische Schutzscheide über- gehen kann, so kónnte man sie wohl nicht mit Unrecht auch als »Goleogen«!) bezeichnen. 4) HABERLANDT, l. c, p. 259. Beitráge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae. 557 Wie schon ófters hier angeführt wurde, müssen die Assimilations- produkte die Parenchymseheide passieren, da es sonst absolut keinen an- dern Leitungsweg giebt. Dies ist hier sehr leicht zu zeigen; denn wie von vornherein anzunehmen sein wird, ist das Assimilationsgewebe selbst auf weitere Strecken nicht leitend. Wenn dies bewiesen werden sollte, so lässt sich der Beweis auf das schlagendste erbringen für alle die Formen, bei welchen — wie wir im folgenden Kapitel sehen werden — das chloro- phvllführende Gewebe in Platten (Taf. VIII. Fig. 1, 5, 6, 7, Taf. IX, Fig. 1,2, 3) angeordnet ist. Da aber nun auch gezeigt wurde, dass die Parenchym- scheide nicht leitend ist, so bleibt kein anderer Weg für die Assimilations- produkte, als dureh die kleinen Mestombündel aufgenommen und den großen Leitbündeln zugeführt zu werden. Auf keinen Fall können aber Stärke und andere Assimilate längere Zeit in der Parenchymscheide auf- gespeichert bleiben, da ich sonst gewiss dieselben öfters hätte beobachten müssen. E. Assimilationsgewebe Durchliiftungs- und Assimilations- system). a. Das chlorophyllführende Gewebe. Querschnitte durch einen Stengel kurz unterhalb der Blütenregion zeigen gewühnlich ein Assimilationsgewebe, welches vertreten ist durch zwei Lagen (es kommen aber auch sowohl eine als drei Lagen vor) von zartwandigen, radial angeordneten Palissaden, dem spezifischen Assimila- tionsgewebe!). Die äußere Lage desselben besteht immer aus straffen, ziemlich dicht aneinander schließenden, nur kleine Intercellularen frei lassenden Zellen, welche etwa 4—6 mal länger als breit sind und meist ein fast rundes Querschnittsbild bieten. Die innere Lage der Palissaden nühert sich gewohnlich schon etwas dem Typus des Schwammparenchyms; die Zellen sind hüchstens 3—4 mal so hoch als breit, ihre Wände sind nicht mehr so straff und gerade wie bei den vorigen; sie zeigen große Intercellu- laren und kein rundes, sondern mehr ein unregelmäßig vieleckiges bis kreuzfórmiges Querschnittsbild. Ist nur eine Lage von Assimilationszellen vorhanden, was nicht selten vorkommt, so besteht diese aus ziemlich straflen Palissaden, ohne dass eine Spur von schwammgewebeartigen Zellen zu finden würen (Taf. VII. Fig. 4). Immer sind bei allen den Formen, welche Palissadengewebe — in einer oder zwei Lagen — be- sitzen, zwei Systeme von Durchlüftungskanälen vorhanden, dureh welche den assimilierenden Zellen die nótige atmo- sphürische Luft zugeführt wird. Das erste System dieser Kaniile besteht aus den Intercellularen, wie man sie immer im Assimilationsgewebe der Pflanzen trifft, nämlich aus 4) HABERLANDT, l. c. p. 479. 558 E. Gilg. Längskanälen, welche parallel zu den Palissaden verlaufen und sich auf einem Querschnitt durch die Palissaden (vergl. Taf. VII. Fig. 44) immer als die kleinen, drei- oder viereckigen Intercellularen erkennen lassen. Das andere System ist auf einem solchen Schnitt gar nicht zu finden, wohl aber auf allen Stengelquerschnitten. Es sind dies die von Tscnırch (l. e. p. 454 und 155) genau beschriebenen, aber vor ihm auch schon von Prirzer erkannten »Gürtelkanäle« (Taf. VII. Fig. 3 und 4), deren eigentümliches Bild auf einem solehen Schnitt leicht zu Táuschungen Veranlassung geben kann. Es ist dies ein Kanalsystem, welches ringfórmig um die einzelnen Palissaden herumlüuft und immer mit dem System von Längskanälen in Verbindung steht. Jede Palissadenzelle ist also von allen Seiten von atmosphirischer Luft umspült, welche ihr durch etwa 4—8 Lingskanile und bis zu 20 Ringkanäle zugeführt wird. Die Ringkanäle oder Gürtelkanäle münden in ihren letzten Ausliufern alle in die tief ins Assimilationssystem hineingreifenden Atemhöhlen, die bald noch näher besprochen werden sollen. Auch die »Höckerbildung« der chlorophyllführenden Zellen, welche Tscuimcn bei Aingia') beschreibt, lässt sich bei sehr vielen Formen mit Palissaden- gewebe naehweisen. Doch sind diese Bildungen hier immer sehr klein und des auflagernden Chlorophylls wegen sehr undeutlich, so dass ich mich darauf beschränke, dieselben zu erwähnen. An dieser Stelle muss ich eine Bemerkung von allgemeinerer Bedeutung einfügen. Wie wir soeben gesehen haben, besitzen alle Restiaceue, welche überhaupt Palissadengewebe aufweisen, diese beiden Systeme der Durch- lüftungskanäle. Bei Tscuimncu nun (l. €. p. 155 ff.) und nach ihm bei HABER- LANDT (l. c. p. 299) finden wir dagegen ausgeführt, dass bei Hakea, Restio und Aingia immer nur ein System vertreten sei, nämlich nur das der Gürtel- kanäle. Und zwar wird dies in Verbindung gebracht, wie dies von Tscutren weitläufig ausgeführt wird, mit der dadurch bewirkten Verringerung der Transpiration. Tseniren sagt: » durch diese Einrichtung muss der Wasser- dampf offenbar, um vom Innern des Blattes nach außen zu gelangen, einen H D weit lingeren Weg zurücklegen, indem er, statt in gerader oder wenig ge- wundener Linie, in Zickzackbahnen das Gewebe durchzieht.« Ausdrücklich verweist Tscniren auf die Arbeit Prirzer’s, welcher dasselbe beschrieben haben soll. Nun finden wir aber bei Prrrzer (l. c. p. 577) folgende Stelle: »Es ist dabei zu bemerken, dass gerade ausschlieBlich die ganze Schicht blattgrünführender Zellen, an welche die Spalten der Schutzzellen an- stoßen, nicht nur, wie das bei wagerecht radial liegenden eylindrischen Zellen notwendig ist, in dieser Richtung verlaufende, sondern auch tangentiale Zwischenräume besitzt, welche letzteren recht zierlich gebildet sind. Es kann somit die durch die Spalten ein- oder austretende Luft sich leicht auch in der Stammaußenfläche paralleler Richtung überall 4) Tscuincu, »Sitzber. d. bot, Vereins f. d. Prov. Brandenburg« 1884, p. 40. Beiträge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae. 559 hin verbreiten und dann in die radial horizontalen Zwischenzellräume der äußeren assimilierenden Schicht eindringen.« Wir sehen also, dass Tscnırch genau das Gegenteil von dem behauptet, was Prirzer ausgeführt hat, ob- gleich er sich auf diesen beruft. Es war mir nun aber von größtem Interesse, nachzuforschen, ob über- haupt die Thatsache richtig sei, dass die Längskanäle fehlen kónnen. Es ist mir leicht gelungen, nachzuweisen, dass die Beobachtungen Tscurncu's, soweit sie sich wenigstens auf Hakea erstrecken, auf einem Irrtum beruhen, denn jeder Tangentialschnitt durch eines der stielrunden Blütter von Hakea suaveolens R. Br. zeigte genau dasselbe Bild, wie es ein entsprechender Sehnitt durch ein Blatt unserer Waldbüume aufweisen würde, d.h. die Palissaden schließen nicht fest zusammen, sondern lassen überall zwischen ein- ander die deutlichsten Längskanäle frei. Was das Vorkommen solcher, die Zufuhr atmosphärischer Luft be- günstigender Intercellularsysteme oder gar Intercellularräume bei xero- philen Pflanzen bedeutet, wird weiter unten im Zusammenhang näher ausgeführt werden. Das oben beschriebene Bild des Assimilationsgewebes der Restiaceae erhält man also auf einem Querschnitt, der ziemlich in der Nähe des Blüten- standes geführt ist. Je weiter man nun auf successiven Stengelquerschnitten nach unten vorrückt, desto mehr verlieren die vorher geradegestreckten Palissaden ihre ursprüngliche typische Gestalt. Sie niihern sich in der Form immer mehr dem Typus der Schwammgewebezellen, wobei die Intercellularen immer größer werden, bis zuletzt von ihrer urprünglichen Gestalt gar nichts mehr zu erkennen ist und wir nur noch vieleckige, lose zusammenhängende und schwach grüne Zellen vor uns haben. Noch weiter unten bemerkt man bald, dass einzelne Zellen ihren lebenden Inhalt ver- loren haben, so dass, je weiter man sich dem Wurzelanfang nähert, die Intercellularen immer größer werden und zuletzt dadurch, dass keine lebenden Zellen mehr vorhanden sind, große Luftlücken entstehen. Wie wir aber oben schon geschen haben, kann auch der Fall eintreten, dass im unteren Teil des Stengels der ganze Hohleylinder, welcher weiter oben vom Palissadengewebe eingenommen wird, ausgefüllt ist mit sklerenchymatischen Zellen (im Sinne Hansrnrawpr's [l. c. p. 98], dass also hier eine durchaus verschiedene Ausbildung der primären Rinde stattgefunden hat. Beide Fille haben aber ein Gemeinsames. Wir sehen nümlich, dass nur in den oberen Teilen des Stengels die Assimilation stattfinden kann, und dass die Gewebe unten am Stengel anderen Zwecken, z. B. mechanischen, dienen. Ein ganz anderes Bild des Assimilationsgewebes, als wie wir es bisher gesehen haben, erhalten wir jedoch bei vielen Arten dieser Familie, welche entweder vom mechanischen Ring ausgehende subepidermale Rippen oder die vorhin beschriebenen Stütz- und Strebezellen besitzen. Hier ist 560 E. Gilg. dann der ganze Hohleylinder des Assimilationsgewebes durch die longitu- dinal verlaufenden Rippen (Taf. VIII. Fig. I, 5, 7) in einzelne, manchmal sehr viel Fächer oder Kammern geteilt. Aber auch diese Fächer sind bei diesen Arten nicht ununterbrochen von grünem Gewebe ausgefüllt, sondern dasselbe liegt in getrennten Platten über einander, zwischen den einzelnen Platten große Lufträume freilassend. Auf dem Querschnitt eines solchen Stengels sehen wir zunächst die subepidermalen Rippen oder Stützzellen vom mechanischen Ring aus nach der Epidermis verlaufen. Zwischen ihnen ist dann das chlorophyllführende Gewebe aus- gespannt (Taf. VIII. Fig. 5c u. Fig. Id). Vor allem fällt uns gleich auf, dass dieses Gewebe gar nirgends Intercellularen aufweist, auch nieht die sonst auf jedem Querschnitt deutlich wahrnehmbaren Gürtelkanäle, sondern dass jede der grünen Zellen — welche überhaupt hier nicht palissadenühnlich gestaltet sind — dicht an die andere anschließt. Diese Zellen können in 1, 2 oder 3 Lagen über einander liegen. Klarheit bringen uns radiale und tangentiale Längsschnitte. Auf dem tangentialen Längsschnitt erkennen wir die subepidermalen Rippen oder Stützzellen, welche parallel der Lüngs- aehse des Stammes verlaufen; zwischen ihnen zeigen sieh — dureh deut- liche und mehr oder weniger groBe Abstiinde getrennt — grüne, nur eine Zelllage bildende und 4—8 Zellen in der Länge zählende Zellzüge. Auf einem radialen Längsschnitt endlich sehen wir, dass von der Epidermis bis zur Par- enchymscheide scheinbar einzelne, von den zuniichst stehenden durch deut- liche Zwischenräume getrennte Zellen oder vermeintliche Zellfäden reichen (Taf. VIII. Fig. 6c). Nun erst sind wir über diese Bilder vollständig orientiert. Wirhaben hier deutliche, von einander dureh mehr oder we- niger große Abstände getrennte chlorophyllführende Zell- platten vor uns. Auf dem Stengelquerschnitt sehen wir die Platte von der Fläche aus. Sie nimmt — ohne Intercellularen zwischen den einzelnen sie zusammensetzenden Zellen — den ganzen Raum ein zwischen Epidermis und Parenchymscheide einerseits und den beiden subepidermalen Rippen oder Stützzellen anderseits, an welehe sie sich seitlich anlehnt. Auf dem radialen Längsschnitt haben wir einen Schnitt senkrecht zur Fläche, auf dem tangentialen einen Schnitt wagerecht zu derselben. Von zwei Seiten kann eine solche Platte von der atmosphärischen Luft frei bespült werden; sie braucht infolge dessen keine Kanal- systeme, wie man sie sonst überall findet, sondern ihre Zellen schließen, soweitsie mit der Platte zusammenhängen, dicht und fest zusammen. Auf die Bedeutung dieser Einrichtung werden wir in einem späteren Abschnitte noch näher einzugehen haben. Diese Anordnung des Assimilationsgewebes in »horizontal gestellte Platten« finden wir bei vielen Arten, besonders deutlich bei Hypolaena tenuis Mast. (= Anthochortus Ecklonii Nees) und fast der ganzen Gattung Leptocarpus R. Br. Beiträge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae. 561 Hierher gehört noch eine andere, sehr auffallende Erscheinung. Wir finden sie bei einer Restiacee, welche unbestimmt, als Leptocarpus? be- zeichnet, im Berliner botanischen Museum liegt. Dieselbe stammt von den Chatham Islands, einer Inselgruppe im Südosten von Neu-Seeland, und wurde von Knurr gesammelt. So sicher es ist, dass wir hier eine Restionacee vor uns haben, ebenso gewiss ist es, dass sie nicht zu Leptocarpus R. Br. gehört, denn sie stimmt in keinem Punkte mit dem sonst sehr ausgeprägten anatomischen Bau dieser Gattung überein. Auf dem Stengelquerschnitt (Taf. IX. Fig. 4) zeigt sich uns ein zuerst vüllig unerklürliehes Bild. Wir sehen hier die aus sehr vielen starken Stützzellen zusammengesetzten Pfeiler, welche aber nicht longitudinal im Stengel unter der Epidermis verlaufen, sondern, ohne eine regelmäßige Anordnung erkennen zu lassen, den Hohleylinder des Assimilationsgewebes in einzelne sehr unregelmäßige Kammern teilen. Zwischen ihnen nun ist das chlorophyllführende Gewebe angeordnet. Von der Parenchym- scheide aus bis nach der Epidermis spannen sich lange, grüne Zellfäden, welche auf den ersten Blick an das assimilierende Gewebe von Marchantia erinnern. Jeder einzelne dieser Zellfiden kann bis zu neun Zellen enthalten. Mit dem nächsten Zellfaden hängt ein solcher nie zusam- men, sondern ist von ihm durch kleinere oder größere Entfernungen ge- trennt. Die richtige Erklärung für diese Bilder finden wir auch hier durch verschiedene Längsschnitte (Taf. IX. Fig. 2 u. 3. Wir haben auch wieder ein in getrennten Platten auftretendes Assimilations- gewebe, aber in ganz anderer Orientierung als vorhin, da die Platten nicht horizontal, sondern vertikal — oder longitudinal zur Stammachse angeordnetsind. Eine solche Platte setzt sich auch nicht nur aus 2—3 Zelllagen, welche übereinander liegen, zusammen, sondern hier kónnen bis zu neun Lagen auftreten, wodurch es auch zu er- klären ist, dass der Querschnitt ein so merkwürdiges Bild darbietet. Die Stützzellen dienen hier nicht nur einem mechanischen Prin- cip, sie sind nicht nur Stützzellen, sondern auch Schutz- zellen, welche den Zweck haben — wie wir gleich sehen werden — das zarte Gewebe der chlorophyllführenden Zel- len vor dem Austrocknen zu schützen. Doch bevor ich auf diese Verhültnisse zu sprechen komme, habe ich noch ein interessantes Vorkommen zu erwihnen, das sich bei einigen Arten der Gattung Anarthria R. Br. findet, am deutlichsten ausgeprägt im Blatt der schon mehrfach erwähnten Anarthria polyphylla Nees. Auf dem Quer- schnitt dieses stielrunden Blattes zeigen sich die ehlorophyllführenden Par- tien — wie oben angeführt — in regelmäßiger Abwechslung mit den sub- epidermalen Rippen (Taf. VII. Fig. 5). Doch war es anfangs unmöglich, über die unbestimmten Formen der grünen Zellen selbst ins Klare zu kommen. Erst nachdem dünne Schnitte in Kalilauge gequollen, dann unter dem Botanische Jahrbücher. XIII. Bd. 36 562 E. Gilg. Deckgláschen zerdrückt und die Membranen der hierdurch von einander gelösten grünen Zellen dureh Zusetzen von Essigsäure wieder scharf und deutlich sichtbar gemacht worden waren, gelang es, zu ermitteln, was diese merkwürdigen Bilder zu bedeuten hatten. Wir haben hier keine Palissaden, sondern longitudinal im Stengel verlaufende Zellreihen oder Zellfüden von einer eigentümlichen Be- schaffenheit. Sie stehen in gewisser Beziehung den bekannten chloro- phyllführenden Zellen von Pinus nahe, doch könnte man vielleicht behaup- ten, dass wir hier die Durchbildung des bei Pinus nur angedeuteten Princips haben. Solche freigelegte, mit Kalilauge und Essigsüure be- handelte Querschnitte der grünen Zellen bestehen nämlich aus einem centralen Cylinder, von welchem nach allen Seiten hin unregelmäßig geformte, papillenartige Ausstülpungen ausgehen (Taf. VIIL. Fig. 8, In dem centralen Cylinder selbst ist durchaus kein Chlorophyll enthalten; meist fand ich denselben mit einer gelbbraunen Masse erfüllt, manchmal jedoch enthielt er auch keinerlei gefärbte Inhaltsstoffe. Die Papillen jedoch enthalten alle ingroßen Mengen Chlorophyllkórner. Flächenansichten (Taf. VII. Fig. 7) soleher Zellen kann man sehr leicht erhalten, indem man tangentiale oder radiale Längsschnitte anfertigt. Man sieht dann lange Zellfäden — von der Lünge des angefertigten Langsschnittes —, wobei jedoch der centrale Cylinder durch die reichliches Chlorophyll führenden papillósen Ausstül- pungen völlig überdeckt und unsichtbar ist. Nach Aufhellen mit Kalilauge kann man die Querwiinde der einzelnen Zellen erkennen und man sieht, dass diese scheinbar ununterbrochenen langen Zellfüden auch wirklieh aus einzelnen Zellen bestehen, welche unge- fähr doppelt bis dreimal so lang als breit sind. Es gelingt nicht leicht, einzelne Zellen aus ihrem Verbande zu lósen, denn es setzt sich immer Zelle an Zelle ununterbrochen an, ohne dass ich einmal hätte be- merken können, dass sich ein solcher Zellfaden in seinem Verlauf geteilt hätte oder dass ich das Ende eines solehen hätte bemerken können. Ob und bis zu welchem Punkte diese eigenartigen Zellen die Leitung der Assi- milationsprodukte übernehmen, kann ich nicht angeben, da ich trotz langer Untersuchung nichts habe finden kónnen, was mir den geringsten Anhalts- punkt hierfür gegeben hätte. Das eine jedoch ist gewiss, dass diese Pflan- zen — wenigstens bei geeigneter Ableitung der Assimilationsprodukte — eine ungemein große Assimilationsenergie werden entwickeln können, denn wir haben hier bei verhältnismäßig geringen Ansprüchen an Raum unge- mein große Flächen, an welche sich die Chlorophyllkórner anlehnen können, und vor allem ungehinderte Luftzufuhr. Wir sehen nämlich, dass die ein- zelnen Zellfäden ziemlich locker neben einander liegen, dass also Lücken zwischen den einzelnen aneinander grenzenden Papillen genug da sind, durch welche die atmosphärische Luft ohne jeden Widerstand dringen kann Beiträge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae, 563 Außer im Blatt von Anarthria polyphylla Nees finden wir diese Ausbildung des Assimilationsgewebes im Stengel und Blatt von Anarthria gracilis R. Br. und vielleicht auch von Anarthria prolifera R. Br., doch weiß ich dies von der letzteren nicht ganz sicher, da mein Material von dieser Pflanze zur anatomischen Untersuchung fast unbrauchbar war. b. Die Schutzvorrichtungen für das assimilierende Gewebe. Bei den meisten Restiaceae finden wir zum Schutze des Assimilations- gewebes eine und dieselbe Vorrichtung. Diese ist zwar schon von Prirzer (l. e. p. 37511.) genau beschrieben worden, ich sehe mich jedoch des Zu- sammenhangs wegen genótigt, hier — wenigstens mit kurzen Worten — nochmals eine Beschreibung derselben zu geben, muss aber in Bezug auf das Nähere auf die genaueren Ausführungen und besonders die Abbildun- gen (l. e. tab. XXXVII, Fig. 7, 8, 9, 10) Privzer’s verweisen. Jch habe noch charakteristischere Pflanzen gefunden, bei welchen sich diese auf- fallende Bildung im assimilierenden Gewebe noch viel deutlicher zeigt und deshalb leichter erórtert werden kann, z. B. Dovea mucronata Kth., als bei Elegia nuda Kth., welche Prırzer für seine Ausführungen gewählt hat, aber auch diese ist charakteristisch genug, um über jede Einzelheit Klarheit er- langen zu kónnen. Unter den Spaltóffnungen finden wir die fast bis zur Parenchymscheide ins Assimilationsgewebe hineinreichenden Atemhöhlen. Diese nun sind ausgekleidet mit weißglänzenden, chlorophylllosen, ziem- lich stark wandigen, gegen die Atemhöhle zu schwach cuti- cularisierten Zellen, welche mit der Assimilation selbst ab- solut niehts zu thun haben kónnen (vergl. auch Taf. VII. Fig. 3c und 12d). Prirzer hat ihnen den Namen »Schutzzellen« gegeben, da sie, wie wir gleich sehen werden, die Aufgabe haben, das zarte, chloro- phyllführende Gewebe gegen äußere Einflüsse zu schützen. Wenn wir einen feinen Stengelquerschnitt haben, welcher eine solehe Atemhühle median getroffen hat, so begreifen wir nicht, wie die Luft aus dieser von starkwandigen Zellen umgebenen Atemhöhle zu dem chlorophyllführenden Gewebe gelangen kann. Haben wir jedoch einen Querschnitt, der die Atem- hóhle selbst nicht getroffen hat, aber ganz nahe einer solehen vorbeiführt, so dass wir also eine Seitenansicht derselben bekommen, so sehen wir sogleich, dass fast zwischen allen diesen glänzenden, weißen Zellen Intercellularen sich finden, aber nur in ihrem untersten Teil, schon in der Nähe der Parenchymscheide. Am klarsten wird die ganze Sache dadurch, dass man successive Flächenschnitte durch den Stengel anfertigt. Dann sieht man zuerst bei den Schnitten, welche dicht unter der Epidermis geführt worden sind, die großen, quergeschnittenen, rundlichen Atemhöhlen, allseitig umgeben von einem Kranz von stark- wandigen weißen Zellen. Betrachtet man jedoch die Schnitte, welche 36* 564 E. Gilg. weiter einwärts im Stengel die Atemhöhlen getroffen haben, so bemerkt man sogleich, dass dieselben hier nieht mehr allseitig von Schutzzellen umgeben sind, sondern dass Lücken freibleiben zwischen den einzelnen Zellen, manchmal nur eine, manch- mal aber auch fast zwischen allen umschlieBenden Zellen, kurz dass wir also hier durch diejenige Gegend der Atem- hóhle geschnitten haben, wo die Lücken resp. Intercellu- laren zwischen den Schutzzellen auftreten. Hier tritt dann die atmosphärische Luft, welche durch die Spalt- üffnungen in die tiefen Atemhóhlen eingedrungen ist, in das chlorophyll- führende Gewebe aus und durchströmt zuerst die Gürtelkanäle und von diesen aus auch die Längskanäle. Prirzer glaubt, dass nur die innere Schicht der Palissaden Gürtelkanäle besitze, während die äußere immer nur Längskanäle führe. In einzelnen Fällen ist dies auch richtig, aber die weitaus meisten Arten der Restiaceae führen sowohl Längs- wie Gürtel- kanäle in beiden resp. in allen Schichten ihrer Palissaden (z. B. Taf. VII. Fig. 3). Zuweilen kommt es vor, dass diese Schutzzellen nicht blind innen im grünen Gewebe endigen, sondern bis zur Parenchymscheide hindurch reichen; wir haben dann nicht nur Schutzzellen, sondern auch Stützzellen, d. h. sie haben jetzt zwei Functionen, da noch eine mecha- nische hinzugekommen ist. Sehr schón ist dieser Fall zu beobachten z. B. bei Elegia ebracteata Kth., aber auch noch bei vielen anderen Arten. Ich kann mich weiter beschränken auf die Anführung der Resultate, welche Prirzer (l. e. pag. 578 ff.) nach seinen entwicklungsgeschichtlichen Untersuchungen an lebendem Material, welches mir leider nicht zu Gebote stand, gewonnen hat. Nach ihm sind diese Schutzzellen den Palissaden, von denen sie in der Anlage nicht zu trennen sind, gleich zu stellen. Sie haben, wie dann weiter ausgeführt wird, die Aufgabe, das zarte chlo- rophyllführende Gewebe vor der Gefahr der allzu raschen Verdunstung zu schützen, der größten Gefahr, welcher die Xerophyten ausgesetzt sind. In den tiefen Atemhóhlen sättigt sich die eingedrungene at- mosphärische Luftallmählich mit den Wasserdümpfen, wel- che ihnen von den starkwandigen, chlorophylllosen Zellen zugeführt werden. Meiner Ansicht nach ist auch der Umstand sehr zu berücksichtigen, dass durch diese diekwandigen, starken Zellen eine Festigung des zarten Assi- milationsparenehyms erreicht wird, welche sie von Turgorschwankungen mehr oder weniger unabhingig macht, und welche verhindert, dass eine Verkleinerung oder Zerstörung der Atemhöhlen eintritt. — Für die Ansicht Prırzer's spricht auch der Umstand, dass mit ganz verschwindenden Ausnahmen bei dieser Familie die Schutzzellen nur dann fehlen, wenn in anderer Weise ausreichend dafür Sorge getragen ist, dass der Luftzutritt nur ganz allmählich erfolgen kann, Beiträge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae, 565 Bei vielen Arten, sogar ganzen Gattungen, finden wir sehr interessante Abänderungen dieses Schutzzellensystems, durch welche abergenau dasselbe erreicht wird, wie durch den oben beschriebenen Typus. Zunächst sehen wir hauptsächlich bei der Gattung Hypodiscus Nees, H. Willdenowia Mast., stri- atus Mast. etc. die ganze Stelle, an welcher wir analog den übrigen Restia- ceae die tief ins Assimilationsgewebe hineingreifenden Atemhóhlen erwarten, ausgefüllt mit denselben starkwandigen Schutzzellen, welche man sonst immer nur als Auskleidung der Atemhöble betrachtete. Diese Schutz- zellen stehen dicht neben einander in ebenderselben An- ordnung und Höhe wie die Palissaden und lassen nur mehr oder weniger arabe Intercellularenzwischen einander frei (»Lüngskanäled, durch welche die atmosphärische Lufthin- durch muss, umzum Assimilationsparenchym zu gelangen. Bei dem Passieren dieser widerstandsfähigen, wasserreichen Zellen kann sich die atmosphärische Luft, welche ja hier auch nur allmählich zustrómen kann, mit Wasserdämpfen sältigen, so dass sie ihre austrocknende und da- durch schidigende Wirkung auf die grünen Zellen verliert. Gerade bei diesen Formen finden wir auch — durch dieses eigenartige Schutzzellen- system bedingt eine abweichende Ausbildung des Palissadengewebes. Wir haben schon gesehen, dass wir bei den Restiaceae fast immer zwei un- gefähr gleichhohe, chlorophyllführende Zellschichten haben, wobei die äußere Schicht aus dicht stehenden, regelmäßigen Palissaden besteht, wäh- rend die innere Schicht manchmal schon mehr an Schwammparenehym er- innert. Hier aber ist das Verhältnis gerade umgekehrt. Durch die mächtige Entwicklung der Schutzzellen, welche genau die Höhe der äußeren Schicht besitzen und hier morphologisch ohne den geringsten Zweifel den Palissaden völlig gleich zu stellen sind, ist das chlorophyllführende Gewebe in der äußeren Lage nur noch durch ganz wenige Palissaden vertreten, während die innere Schicht nur aus dicht- und straffstehenden, typischen Palissaden besteht. Ganz besonders deutlich ausgebildet finden wir diese Verhältnisse z. B. bei Hypodiscus Willdenowia Mast. und Willdenowia arescens Kth. Während wir hier aber doch noch in der äußeren Schicht einige — wenn auch nur wenige — chlorophyllführende Zellen finden, sehen wir bei der schon öfters erwähnten Anthochortus Ecklonii Nees (= Hy- polaena tenuis Mast.) die ganze äuBere Schicht zu Schutzzellen umgewandelt (Taf. VIII. Fig. 5 u. 6). Diese Pflanze muss in ganz auBer- ordentlichem Maße geeignet sein, der größten Hitze und Trockenheit erfolg- reich Widerstand zu bieten. Hier berührt nämlich an keiner Stelle eine chlorophyllführende Zelle die Epidermis. Wie oben schon gezeigt wurde, sind die vier Flüchen des vierkantigen Stengels durch T-fórmige Trüger ‚auseinander gehalten, deren mechanische Stränge unter der Epidermis ver- laufen. Es bleiben also nur die vier Kanten des Stengels übrig, an denen 566 E. Gilg. die Assimilation in Thätigkeit treten kann. Wir finden nun hier eben- falls zwei Schichten von Zellen übereinander, welche ra- dial gestreckt sind. Immerbesteht dabei die äußere Schicht nur aus starkwandigen, chlorophylllosen Zellen, welche palissadenähnlich dicht neben einander liegen (Taf. VIII. Fig. 5) und keinen andern Weg frei lassen für die atmosphürische Luft zu der darunter liegenden zweiten, chlorophyllfüh- renden Zellschicht, als den, welchen wir schon soeben ken- nen gelernt haben, die langsverlaufenden Intercellularen (Taf. VII. Fig. 11). Die innere Schicht nun besteht aus grünem, zartwan- digem Gewebe, welches nach dem oben angeführten Princip in horizontalen Platten angeordnet ist. Bei dieser Pflanzeist also wohl am voll- endetsten das Ziel erreicht, nur solche atmosphärische Luft zu den Assimilationszellen zutreten zu lassen, welche sieh vorher mit Wasserdümpfen gesättigt hat. Bei der in vieler Beziehung einzig dastehenden, oben schon bespro- chenen Restiacee von den Chatham-Islands findet sich nun noch eine Bil- dung, welche wir sonst bei den Restiaceae nicht finden. Hier dienen näm- lich die Stützzellen zugleich als Schutzzellen, und zwar ist dieses mechanische Gewebe hier sehr stark ausgebildet. Breite vielzellige Zellzüge spannen sich in unregelmäßiger Anordnung — nach allen Richtungen hin mit ihresgleichen in Verbindung — zwischen der Epidermis und der Par- enchymscheide resp. dem mechanischen Ring aus, dazwischen verschieden große Kammern freilassend, welche vom chlorophyllführenden Gewebe aus- gefüllt sind. Zuerst erscheint es nun sehr befremdend, dass auf Querschnitten die Spaltóffnungen sich nur immer da finden, wo sich unter der Epidermis die Pfeiler der chlorophyll- losen Stützzellen hinziehen (Taf. IX, Fig. 1, 2,3), nie aber dort, wo die Kammern der Assimilationszellen an die Epidermis selbst grenzen. Doch wird man hier nicht zweifelhaft sein, was diese auffallende Gewebeanordnung zu bedeuten hat, wenn man sie in Verbindung bringt mit den vielen soeben besprochenen Einrichtungen, welche alle das- selbe Ziel zu erreichen bestrebt sind, nämlich den plótzlichen Zutritt trockener Luft zu verhindern. Geeignete, d. h. in der richtigen Tiefe ge- führte Flächenschnitte ergaben auch leicht, dass wir es hier mit einer Vor- richtungzu thun haben, welchein vieler Beziehung mitder vorhin besproche- nen, für die Restiaceae fast typischen, Schutzzellenanordnung zu vergleichen ist. Auch hier zeigen diese starken Stützzellen etwas unterhalb ihrer Mitte die bekannten Intercellularen (Taf. IX, Fig. 2 d, Fig. 3 d), durch welche die Luft zu dem oben beschriebenen, in longitudinal verlaufende Platten ange- ordneten Assimilationsparenchym austreten kann. Beiträge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae, 567 F. Epidermis (Hautsystem). In verhältnismäßig wenigen Fällen haben wir auf dem Querschnitt des Stengels ungefähr quadratische Form der Epidermiszellen ; meist sind die- selben in radialer Richtung bedeutend gestreckt, so dass sie in manchen Fällen drei bis vier mal so hoch als breit erscheinen. In der Flächenansicht dagegen sind die Epidermiszellen meist quadratisch ; sind sie dagegen ge- streckt, so zeigen sie sich immer nur rechteckig, nie spindelförmig, wobei dann ihr längerer Durchmesser in die Richtung der Stengelachse fällt. Im- mer sind die Epidermiszellen auch in Längsreihen angeordnet, welche na- türlich dann ebenfalls in der Richtung der Achse verlaufen. Eine Folge hiervon ist wieder — wie wir später genauer sehen werden —, dass die Spalten der Stomata immer längs gerichtet sind, so dass man mit einem Querschnitt des Stengels auch quergeschnittene Spaltóffnungen erhält. Ungemein wechselnd, aber in den Gattungen resp. Gruppen ziemlich gleichbleibend, ist die Größe der Epidermiszellen. Während z.B. bei Anarthria laevis R. Br. auf dem Querschnitt diese Zellen ungefähr 16 u, bei Hypolaena lateriflora R. Br. 18 u hoch sind, finden wir bei Hypodiscus aristatus Nees solche von 80 u, bei Willdenowia Lucaeana Kth. 92 u (Taf. IX, Fig. 4), bei Lyginia barbata R. Br. sogar bis zu 100 u Höhe (Taf. IX, Fig. 5). — Ver- hältnismäßig sehr große Dicke weist bei den meisten Arten die Außenwand der Epidermiszellen auf. Ich konnte hier bei Hypodiscus albo-aristatus Mast. 28 y, bei Lyginia barbata R. Br. sogar 36 u messen. Sehr schön ließe sich bei dieser Familie der Nachweis führen, dass die für Gase schwer durch- dringbare Cuticula die Hauptaufgabe besitzt, die Verdunstung wenn nicht zu verhindern, so doch zu verlangsamen. Bei den Gattungen nämlich, welche feuchtigkeitsliebend sind, welche also einen solehen Schutz nicht bedürfen, oder aber bei solchen Arten, welche besondere Schutzmittel, z. B. einen fest verflochtenen Mantel von Fächerhaaren besitzen, bleibt die Außenwand schwach und ist nur ganz schwach cuticularisiert. So ist z. B. bei der Gat- tung Lepyrodia R. Br., z. B. L. hermaphrodita R. Br., welche auf Sumpf- boden gedeiht, die Außenwand höchstens 4—5 y stark und die Cuticula ist so zart, dass man sie nach Zusatz von concentrierter Schwefelsäure nur noch als ganz dünnes Häutchen finden kann. Bei Leptocarpus R. Br., wo der Stengel mit einem dichten Flechtwerk von Fächerhaaren bedeckt und dadurch gegen Verdunstung geschützt ist, ist die Außenwand ebenfalls schwach (Taf. VIII. Fig. 1) (Leptocarpus simplex Ach. Rich. = 6 y), und die Cuticula ist wie bei Lepyrodia nur als verhältnismäßig dünnes, zartes Häut- chen ausgebildet. Dagegen ist es nicht selten, dass bei Arten, welche großer Trockenheit genügen müssen, die Cuticula 6—8 y stark ist. Eine Cutieular- schicht war nirgends nachzuweisen, dagegen ist sehr eigentümlich, dass bei vielen Arten durch dieBildung der Cuticula zwei scharf getrennte Schichten 568 E. Gilg, der Epidermisaußenwand geschaffen worden sind. Dies geht so weit, dass beim Schneiden dés trockenen Materiales sehr oft sieh die eine Schicht von der andern loslóst und dann die Cuticula als mehr oder weniger breiter Ring den Schnitt umgiebt. Häufig ist auch eine oberflächliche Streifung der Cuticula zu bemerken, wie z. B. sehr schön bei Loxocarya pubescens Benth.; eine Wachsausschei- dung war nirgends in dieser Familie nachzuweisen. Die Innenwand der Epidermiszellen ist immer nur schwach. Die Radialwände dagegen weisen die eigentümlichsten Bildungen auf. Sie können völlig gestreckt sein und bleiben dann immer wie die Innenwiinde schwach und zart. So finden wir sie z. B. bei Leptocarpus R. Br. (Taf. VIH. Fig. 1) und noch mehreren anderen. Oder aber sie sind mehr oder weniger stark gewellt, wie dies die aller- meisten Arten zeigen. Doch sind dann auch wieder zwei verschiedene Ausbildungen dieser gewellten Wiinde nachzuweisen. In den selteneren Füllen nämlich künnen dieselben dünn und unverdickt bleiben, wie dies z. B. bei Lepyrodia R. Br. fast durchgehends der Fall ist. Meistens geht jedoch mit der Wellung der Radialwünde eine oft ungemein starke Verdickung derselben Hand in Hand (Taf. IX, Fig. Dh und ka), wie dies sehr viele Gattungen, bes onders schón und typisch aber Willdenowia Thbg., Ceratocaryum Nees und Lyginia R. Br. zeigen. Diese Verdickung der Radialwiinde kann so weit gehen, dass von den — wie wir vorhin gesehen haben — oft ganz erstaunlich groBen Zellen manchmal nur noch ein ganz geringes Lumen für den Saftverkehr übrig bleibt. In den meisten derartigen Fällen jedoch sind die Radialwände in der Nähe der ebenfalls stark verdickten Außenwand am stärksten entwickelt, so dass dort das Lumen überhaupt verschwunden ist, gegen innen dagegen nimmt allmählich der Verdickungsgrad der Radialwände ab und dort, wo dieselben auf die Innenwand stoßen, sind sie nicht mehr dicker als diese selbst, so dass hierdurch an dieser Stelle ein ausgiebiger Säfteverkehr er- möglicht ist. Infolge dieser Abnahme der Verdiekung nach innen erhält das Lumen auf dem Querschnitt etwa Trichterform, immer mit der weiteren Öffnung nach innen. Sehr interessant und gewiss nicht mit großen Schwierigkeiten ver- bunden wäre eine Untersuchung an lebendem Material, in welcher Weise in diesen großen und deshalb leicht zu beobachtenden Zellen die starke Verdickung der Radialwände zu Stande kommt. Am trockenen Material konnte ich darüber leider zu keinem sichern Ergebnis gelangen, und bloße Ansichten oder Vermutungen hierüber auszusprechen, scheint mir bei der Wichtigkeit einer solchen Frage zwecklos. — Ich glaube nicht, dass die Abbildung Prrrzen’s (I. e. tab. XXXVII, Fig. 11. Thamnochortus spicigerus Sieb.), in weleher solche Radialwinde dargestellt werden, richtig ist, denn ich habe in keinem einzigen Falle einigermaßen verdickte Radialwände beobachtet, ohne dass dieselben mehr oder weniger Beiträge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae. 569 stark gewellt gewesen wären. Die Prirzer’sche Abbildung dagegen zeigt keine Spur von Wellung, sondern hier bilden die Radialwände starre, ge- streckte, ungeheuer verdickte Leisten. — Nach Westermaigr!) hat die Wellung der Radialwände in der Epidermis eine hohe Bedeutung für die Festigkeit einer Pflanze, weil dadurch die Ver- wachsungsfläche der betreffenden Zellen bedeutend vergrößert wird. Denn da nie eine Epidermiszelle in der Mitte, sondern immer nur an ihrer Be- rührungsfläche von der nächsten abreißt, so wird bei Vergrößerung der Verwachsungsfläche die Zugfestigkeit gesteigert und die betreffende Pflanze im Stande sein, viel größeren Anforderungen zu genügen. — Es ist mir trotz eifrigsten Suchens nicht gelungen, die von Ampronn?) beschriebenen und in ihrer Verrichtung erkannten Poren in den Außenwänden auch für die Re- stiaceae nachzuweisen, obgleich man dieselben doch bei diesen gewaltigen Wellungen der Radialwände eigentlich hätte erwarten sollen. — Ich habe schon oben auf die Bedeutung der subepidermalen Rippen und Strebezellen für die Pflanzen hingewiesen. Sie haben vor allen Dingen die Aufgabe, das Assimilationsgewebe gegen radialen Druck zu schützen, d. h. die Epidermis starr in ihrer Lage zu halten und so das darunter liegende zarte Gewebe vor den Folgen von Turgorschwankungen und dadurch be- dingten Zerrungen und Zerreißungen zu bewahren. Auf diesen sichern Schutz ist es auch zurückzuführen, dass man bei mehreren Arten einen so ungemein breiten Ring von Assimilationsgewebe, drei Lagen von lang- gestreckten Palissaden übereinander, nachweisen kann. Ohne die subepi- dermalen Rippen hätte der Stengel in diesem Falle viel zu wenig Schutz gegen radialen Druck und vor allen Dingen wäre seine Biegungsfestigkeit nicht groß genug. Fehlen nun die subepidermalen Rippen, so muss die Epidermis allein mit der nötigen Festigkeit gegen radialen Druck ausgerüstet und somit auch biegungsfest sein. Mit Ausnahme von Lyginia barbata R. Br. nun, welche aber keine longitudinal, sondern unregelmäßig verlaufende subepidermale Träger besitzt, haben alle Arten der Restiaceae mit subepidermalen Rippen entweder überhaupt eine kleinzellige Epidermis mit unverdickten Radial- wiinden, oder aber, wenn sie auch eine großzellige Epidermis besitzen, so sind doch die Radialwände mehr oder weniger zartwandig. Die Arten ohne Rippen dagegen (Thamnochortus Berg., Willdenowia Thbg., Hypodiscus Nees, Ceralocaryum Nees ete.) zeigen fast durchgehends eine sehr groß- zellige Epidermis, deren AuBen- und Radialwände sich ganz ungemein stark verdickt haben, wobei die letzteren immer ganz enge Wellungen auf- weisen. Eine solehe Epidermis bildet einen dickwandigen 4) »Über Bau und Function des pflanzlichen Hautgewebesystems«, PRINGSHEIM'S Jahrbücher XIV. p. 76. 2) »Über Poren in den Außenwänden von Epidermiszellen«, PuixcsnEIM's Jahrbücher XIV. p. 405ff. 570 F. Gilg, und starren Hohleylinder. Dieser mechanischen Eigenschaft der Epidermis der Restiaceae ist es auch zuzuschreiben, dass die genaue ana- tomische Untersuchung überhaupt ermöglicht wurde, denn hierdurch wurde ein wirkliches Pressen des trockenen Materials zur völligen Unmöglichkeit, so dass die Gewebe der Pflanze wie durch eine feste Röhre geschützt sich in den meisten Fällen durchaus intakt erhalten haben. Wie oben schon kurz erwähnt, wird nur in den allerseltensten Fällen die Epidermis bei den Restiaceae die Aufgabe haben können, als wasser- leitendes Gewebe für das Assimilationsparenchym zu dienen; denn bei allen den zuletzt besprochenen Arten und Gattungen, deren Epidermis- zellen die colossalen Verdickungen der Radialwände aufweisen, ist eine solche Annahme völlig ausgeschlossen. Nur die drei Gattungen Elegia L., Dovea Kth. und Lamprocaulos Mast. könnte man vielleicht von den übrigen in dieser Beziehung trennen. Bei ihnen nämlich allein findet man eine doppelschichtige, durch Fächerung entstandene Epidermis, deren Radial- wände durchaus unverdickt und ungewellt sind. Da man hier der Zartheit dieser Wände wegen kaum als Hauptmoment eine mechanische Function der Epidermis wird zuschreiben dürfen, so muss wohl angenommen werden, dass wir es hier mit einem Wassergewebe, d. h. einem den grünen Zellen Wasser zuführenden Gewebe zu thun haben werden. Wenigstens halte ich diese Ansicht für besser begründet, als die Tscuincn’s (l. c. p. 148), dass eine solche doppelschichtige Epidermis »in Beziehung zu Lichtwirkungen stehen « solle. Nur vorübergehend will ich hier noch anführen, dass bei fast allen Restiaceae in den Epidermiszellen eine braune, beim trocknen Material sprüde, durchsichtige Masse enthalten ist, wahrscheinlich die schon von vielen Pflanzen beschriebene gerbstoffähnliche Substanz. Masters (l. c. p. 213) hält diese Masse für Harz, doch kann hiervon, wie die Reactionen bewiesen haben, nicht die Rede sein. Bezüglich des Vorkommens dieses Gerbstoffes kann ich noch hinzufügen, dass er bei den Gattungen Dovea Kth., Elegia L. und Lamprocaulos Mast. nur in der inneren, groDzelligen Lage der zweischichtigen Epidermis zu finden ist. Eigentümlich ist auch, dass bei einer von den Arten, welche subepidermale Trüger besitzen, Willdenowia sulcata Mast., der Gerbstoff fast nur in den Epidermiszellen enthalten ist, welche über den Trägern verlaufen. Haarbildung kommt bei den Restiaceae verhältnismäßig selten vor, aber es lässt sich eine große Verschiedenheit dieser Anhangsgebilde der spidermis beobachten. Sehr selten nur vertreten sind die einfachen, mehr- mals quergeteilten Haare, welche spiiter abfallen. Ihre beiden untersten Zellen sind immer sehr klein und die Wandungen derselben stark cuticulari- siert. Solche Haare sind z. B. zu beobachten bei Loxocarya fasciculata Benth. Außer diesen finden sich aber auch solche Haare, welche ebenfalls mit Querwänden versehen, aber meist vielfach verzweigt sind. Auch diese Beiträge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae. 571 Haare werden von den älter werdenden Pflanzen abgeworfen. Sie besitzen immer zwei stark cuticularisierte, kleine, stark verdickte Stielzellen, oberhalb welcher erst die Verzweigung beginnt, und welche beim Abfallen der Haare zurückbleiben. Die Querwände sind hier immer mit zahlreichen großen Poren versehen. Diese Formen findet man z. B. sehr schön bei Restio Loxocarya Nees, Lepidobolus Preissianus Nees etc. Eigentümliche Haare besitzen die Stengel von Thamnochortus argenteus Kth. und Th. fruticosus Berg. (Taf. VII. Fig. 4). Hier ist der ganze Stengel von einem dichten aber steifhaarigen Filz von Haaren bedeckt. Auf einem Stengelquerschnitt erkennt man nun, dass diese 300—400 u langen Haare nirgends Querwände aufweisen, dass ihr Lumen also der ganzen Linge nach in Verbindung mit dem der Epidermiszellen steht. Jede einzelne Epidermiszelle ist so zu einem fast bis zum Verschwinden des Lumens über- all verdickten Haare ausgezogen, wie wir dies — allerdings ohne dass dabei eine Verdickung eintritt — üfters an Keleh und Blumenkrone, seltener an Blättern beobachten kónnen. Dass aber auch die ganze Epidermis des Stengels eine derartige Umbildung erfahren kann, ist meines Wissens noch nicht beobachtet worden. Es entsteht hierdurch ein Filz von einer sehr groBen Festigkeit und Dichtigkeit, so dass ein Abstreifen desselben völlig unmöglich wird. Obwohl diese Haare als Ausstülpungen der Epidermiszellen zu betrachten sind und ihr Lumen mit dem der » typischen « Epidermis im offenen Zusammenhang steht, kann man sie doch kaum als »Safthaare« bezeichnen, da ihre Wand fast bis zum Verschwinden des Lumens verdickt und cuticularisiert ist. Wenn aber ihr Zweck auch nicht der sein sollte, die Transpiration zu verringern, so ließe sich doch gewiss auf sie der Satz Vorkens’ (l. c. p. 46) anwenden: »Safthaare mögen das Blattinnere vor heftigen Temperaturschwankungen bewahren, wie es Insolation und Ausstrahlung bei glatter Oberfläche nach sich ziehen würden.« Wieder eine hiervon ganz verschiedene Trichombildung finden wir bei der ganzen Gattung Leptocarpus R. Br. und den beiden Formen von Bextuan’s!) »Euhypolaena«, Hypolaena fastigiata R. Br. und H. exsulca R. Br. (Taf. VII. Fig. 1, 2,3). Hier haben wir nämlich Sternhaare oder vielleicht besser »Fächerhaare«, welche zwar in ihrer Form von den bei vielen andern Pflanzenfamilien vorkommenden derartigen Haarbildungen nur wenig verschieden sind, aber desto mehr auffallen durch ihre eigentümliche Lagerung. Diese Trichome sind nämlich am Stengel so dicht verflochten, dass sie sieh trotz größter Bemühungen nicht einzeln loslösen lassen und einen mehr oder minder fest zusammenhängenden Mantel um den Stengel bilden. Dieser Mantel lässt sich nieht ohne Schwierigkeit vom Stengel lostrennen und 4) BENTHAM, »Flora Australiensis« VII. p. 238 ff. 572 E. Gilg. erscheint dann makroskopisch als eine harte, spröde, perlmutterartig glänzende, dünne, continuierliche Schale. Dies ist der Grund, weshalb sie zu solchen Täuschungen Veranlassung gab. Denn unter ihr ist die »AuBen- schicht« zu verstehen, die Prirzer (l. c. p. 564 ff.) beschreibt und welche seither Aufnahme in sehr vielen Lehrbüchern der Botanik gefunden hat. Als ich zum ersten Mal Querschnittsbilder von Leptocarpus tenax R. Br. (= Restio diffusus Spreng., welchen Prirzer untersuchte) beobachtete, war ich überzeugt von der Richtigkeit der Beobachtungen Prirzer's. Doch bald bemerkte ich, dass nach Zusatz von Kalilauge in der Epidermis- auBenwand eigentümliche, ganz wie die Cuticula braun ge- färbte, pfropfenartige Gebilde scharf hervortraten (Taf. VIII. Fig. 15. 25). Ebensoleicht ließ sich feststellen, dass infolge dieses Reagens »Außenschicht« Prirzer’s als deutliche Zellreihe zu erkennen war, da die einzelnen Zellen etwa rosenkranzförmig von einander abgeschnürt er- schienen. So kam ich auf die Ansicht, dass dies vielleicht sternartige Tri- chome sein könnten, ähnlich wie sie Elaeagnus zeigt. Aber ich konnte weder makroskopisch noch mit starker Vergrößerung einzelne dieser Tri- chome erkennen, bis ich aufing, auch die dünnen Blütenstiele zu unter- suchen. Da fand ich denn, dass hier die Haare lange nicht so dicht stehen undeauch lange nieht in dem Grade mit einander verflochten waren, wie sonst überall am Schaft, und dass man hier die einzelnen Haare wie Schüpp- chen schon makroskopisch erkennen konnte. Dieselben decken sich dach- ziegelfürmig und zwar so, dass immer die unteren über die oberen über- greifen. Nach einigen Versuchen gelang es mir auch, einzelne dieser Haar- gebilde loszulósen und sie unter das Mikroskop zu bringen. Hier zeigte es sich denn nun deutlich, dass dies wirklich Trichombildungen waren, welche aber nicht sternfórmig, etwa concentrisch, sondern einseitig, fücher- artig ausgebildet sind (Taf. VNI. Fig.2). Das, was sich beim Querschnitt des Stengels als cuticularisierter Pfropf gezeigt hatte, war nichts anderes, als die Stielzelle des Trichoms, welche immer am Rande des etwa herzför- migen oder fücherfórmigen Trichoms liegt, wobei dann die Stielzelle der Fücherachse entsprechen würde. Diese Stielzelle ist völlig cuticularisiert, wührend die Zellen des Trichoms nur eine ungemein zarte, kaum erkenn- bare Cuticula besitzen und bis zum völligen Verschwinden des Lumens verdickt sind. Bei Zusatz von Chlorzinkjod färbt sich auch das ganze Tri- chom schön blau, ganz wie dies Prirzer von seiner »Außenschicht« beschreibt. ès lassen sich jetzt leicht hiernach alle Bilder erklären, welche PFITZER so abnorm und unerklarlich erschienen. Es ist übrigens durchaus nicht auffallend, dass dieses Versehen vor- kommen konnte, da, wie ich schon oben angeführt habe, mit Schnitten in den unteren Teilen des Stengels kaum von vornherein auf die Wirklichkeit geschlossen werden kann. Auch war das Material, welches Prırzer bei seinen Untersuchungen zu Gebote stand, das denkbar schlechteste, da es Beiträge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen F amilie der Restiaceae. 573 aus einem einzigen brüchigen und schlecht getrockneten Exemplar bestand. — Gewiss hat Tscaircn nach Prirzer dieselbe Untersuchung angestellt, wie daraus hervorgeht, dass er (l. e. pag. 227) noch eine neue Art dem Restio diffusus Spreng. Prırzer's an die Seite stellt, den Restio microstachyus R. Br. Nun zeigt sich aber nach Masters, dass diese beiden Formen identisch und zu Leptocarpus (Leptocarpus tenax R. Br.) zu ziehen sind, was auch durch die Anatomie bewiesen wird. Tscuircu hat also genau dieselbe Pflanze wie Pritzer untersucht, ohne dass er den Irrtum desselben bemerkt hätte, ob- gleich ihm das ausgez>ichnete Material des Berliner botanischen Museums zur Verfügung stand. — Dass die breiten, den ganzen Stengel mantelartig umgebenden, fest verflochtenen Trichome befähigt sind, die Verdunstung bis zu einem gewissen Grade zu verlangsamen, ist gewiss ohne weiteres einleuchtend ; ich kann mich also beschränken, darauf hinzuweisen, dass dieselben in dieser Hinsicht genau denselben Erfolg haben werden, wie dies Pritzer von seiner »Außenschicht« annahm. Zu den Haarbildungen zu rechnen sind dann noch die öfters vorkom- menden, mehr oder weniger geringfügigen Ausstülpungen der Epidermis, welche ja auch in manchen Fällen ein haarartiges Aussehen annehmen können. — Oft ist jede Zelle der Epidermis in solche Höcker oder Hörner ausgezogen, wodurch dann dieselbe ein welliges, sammetartiges Aus- sehen erhält, ganz analog den Blumenblättern vieler Pflanzen, z. B. Viola. Sehr schön und charakteristisch zeigt diese Ausbildung der Epidermis Lam- procaulos Mast., z. B. L. Neesii Mast. (Taf. VII. Fig. 12). Hier lässtsich auch deutlich nachweisen, dass die Fächerung und Aus- stülpung der EpidermiserstnachBildung der Spaltöffnungen erfolgt ist, denn diese liegen sämtlichinderHlöhe derinneren Schicht der Epidermiszellen, während die äußere Schicht, hornartig ausgezogen, die Spaltöffnungen umgiebt. Ähnlich ist der Fall bei Anarthria polyphylla Nees, wo die in der Nähe der Spalt- öffnungen liegenden Epidermiszellen des Blattes hornartig ausgezogen sind und sich über die in nur sehr seichten Längsrillen liegenden Spaltöffnungen neigen, wodurch dann ähnlich wie bei tief eingesenkten Spaitôffnungen ein windstiller Raum über denselben geschaffen wird. Nach der eingehaltenen Reihenfolge meiner Betrachtungen habe ich nun noch hier die Spaltöffnungen anzuführen, welche gerade bei den Restia- ceae die weitgehendsten Verschiedenheiten in Bezug auf Größe, Form und Anordnung aufweisen. In den allermeisten Fällen besitzen die Schließzellen deutliche äußere und innere, oft weit vorspringende, völlig cuticularisierte Leisten. Es kommt vor, dass diese Leisten sehr mächtig sich entwickeln, z. B. bei Thamnochortus elongatus Mast., wo dieselben papageienschnabelartig ein wenig über die Epidermis vorgestreckt erscheinen. Andererseits aber konnten manchmal überhaupt keine Leisten nachgewiesen werden, z. B. bei 574 E. Gilg. Anarthria polyphylla Nees; doch ist hierin sicher eine Riickbildung zu sehen, denn es ist nicht möglich, dass diese Spaltéffnungen jemals functionsfühig waren, weil einmal überhaupt kein chlorophyllführendes Gewebe hier im Stengel vorhanden ist, und weil auch das Lumen der SchlieBzellen nur ein ungemein kleines, punktförmiges ist. Fast immer sind deutlich die beiden Merkmale für functionsfähige Spaltöffnungen zu bemerken, welche SchwEnDENER !) als für die Mechanik derselben absolut notwendig festgestellt hat, einmal das Hautgelenk, eine gerade bei den starken Außenwänden sehr charakteristische Verdünnung derselben »rechts und links« von den Schließzellen (Taf. IX. Fig. 4 ete.), und zweitens die stets sehr deutliche Zartwandigkeit der Rückenseite der SchlieBzellen. Stets besitzen die Spaltóffnungen der Restiaceae Nebenzellen. Immer sind zwei vorhanden, welche zu beiden Seiten der SchlieBzellen liegen. Sehr selten findet man aber auch auf jeder Seite der SchlieBzellen zwei Nebenzellen, wie wir weiter unten bei Restio nitens Nees sehen wer- den (Taf. VIII. Fig. 7). Nicht so häufig als in dieser Art der Lagerung finden sich die Nebenzellen »ober- und unterhalb« der Schließzellen; es kann dann auch vorkommen, dass nur auf einer Seite, also entweder der Ober- oder der Unterseite eine Nebenzelle ausgebildet ist. Sehr schón werden wir dies später bei Lyginia barbata R. Br. erkennen (Taf. IX. Fig. 6). Diese Nebenzellen besitzen fast immer ungefähr gleiche Höhe auf dem Querschnitt wie die Schließzellen. Charakteristisch für die Restiaceae ist fast stets der ungemein auffallende Höhenunterschied der Epidermiszellen gegenüber den Schließzellen und Nebenzellen. Bei Hypodiscus Willdenowia Mast. beträgt die Höhe der Schließzellen nur !/ der Höhe der übrigen Epi- dermiszellen, bei Hypodiscus albo-aristatus Mast. 1/3, bei Willdenowia teres Thbg. !/,. Als extremste Fälle möchte ich jedoch Hypodiscus aristatus Nees und Willdenowia Lucaeana Kth. (Taf. IX. Fig. 4) anführen, wo dieses Ver- hältnis zwischen !/, und (ie beträgt. Es erreichen hier allerdings die Epi- dermiszelien auch sehr bedeutende Höhen, wie wir schon gesehen haben; die Höhe der Epidermiszellen der letzteren Art beträgt nämlich 92 u, die der SchlieBzellen 16 u. Gerade deshalb, weil die Nebenzellen der Schließzellen hinsichtlich ihrer Größenverhältnisse sich so scharf von den übrigen Epidermiszellen abheben und als zu der Spaltöffnung gehörig erweisen, kann angenommen werden, dass sie in ähnlicher Weise functionieren wie die Nebenzellen der Cyperaceae. Meistens liegen die Spaltöffnungen der Restiaceae in der Höhe der Cuticula. Sehr selten nur ragen die Schließzellen über dieselbe hinaus, wie z. B. bei Thamnochortus argenteus Kth. (Taf. VII. Fig. 1), wo der ganze Stengel mit einem dichten Haarfilz überzogen erscheint. — Dieses Vor- kommen steht in Übereinstimmung mit der Beobachtung, dass sehr viele 4) »Bau und Mechanik der Spaltöffnungen«, Monatsber, d. Akad. d.Wissensch. 1884. Beiträge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae. 575 Pflanzen mit dichtfilziger Behaarung Spaltöffnungen mit vorgeschobenen SchlieBzellen besitzen. Ebenso hat man aber auch gefunden, dass Pflanzen, welche stets in einer feuchten Atmosphire vegetieren, z. B. viele Farne, ebenfalls solche vorgeschobene SchlieBzellen aufweisen, ohne dass sich bei ihnen Trichombildung findet. Diese beiden Thatsachen lassen sich in Einklang bringen durch die Annahme, dass auch bei dichtbebaarten Pflan- zen immer eine einigermaßen wasserdampfgesättigte Luft sich über den Spaltöffnungen erhalten wird. Die Schließzellen aber werden deshalb, weil sie vorgeschoben sind, viel leichter functionieren können, da sie auf diese Weise in weit geringerem Maße dem Gegendruck der Epidermiszellen aus- gesetzt sind. Auffallend ist bei dieser Annahme immer der Umstand, dass Thamnochortus argenteus Kth. durchaus xerophil gebaut ist und die typi- schen Schutzzellen (Taf. VII. Fig. 1a) der Restiaceae aufweist. Eine sehr auffallende Epidermisbildung zeigt eine Abteilung Arten der Gattung Hypolaena R.Br.(Taf. VH. Fig.2 u.3). Bei allen diesen ist die Epidermis im allgemeinen kleinzellig, die einzelnen Zellen etwa tafelfórmig, jedenfalls nie radial gestreckt. Aber immer an den Stellen, an welchen sich eine Spaltóff- nung findet, sind die Epidermiszellen hügelartig nach auBen vorgewólbt, was dadurch zu Stande kommt, dass hier die Zellen sich sehr stark strecken und oft das drei- bis vierfache ihrer sonstigen Linge erreichen. In der Mitte nun dieser nach außen vorgewölbten Zellen liegt die Spalt- óffnung, selbst durchaus nicht vorgeschoben, sondern in der Ebene der Hügelkuppe liegend. Dabei zeigen auch diese Arten die bei den Hestiaceae gewöhnlichen Schutzzellen und sind echte Xerophyten. Vielleicht beruht, die Bedeutung dieser »Hügelbildungen« darin, dass hier- durch große Atemhöhlen geschaffen werden, welche im Stande sind, nicht unbedeutende Mengen atmosphirischer Luft aufzunehmen und dann an die Palissaden abzugeben, wenn die Schließzellen infolge äußerer Umstände sich geschlossen haben. Sehr häufig vertreten finden wir bei den Restiaceae eingesenkte Spalt- óffnungen und zwar in allen nur móglichen Tiefen der Einsenkung. Um die wirklieh erstaunliche Mannigfaltigkeit nachzuweisen, werde ich an der Hand der Aufzählungen Tscninci's (L. c. p. 223 ff.) dieselben wiederzugeben versuchen. Tscumcn hat nämlich sämtliche aus dem ganzen Pflanzenreiche ihm bekannten Lagerungsverhültnisse der Spaltöffnungen nach 21 Typen geordnet zusammengestellt, und wir werden sehen, dass nur sehr wenige derselben in dieser einzigen Familie nicht vertreten sind. Doch bevor ich hierauf eingehe, móchte ich noch einige der Formen, welche sich in diese Aufzühlung nicht einfügen lassen oder aber infolge allzu langer Beschrei- bungen die Übersicht stóren würden, jetzt gleich vorwegnehmen. Zunächst ist hier Restio leptocarpoides Benth. zu erwähnen (Taf.VII. Fig. &). Auf einem Stengelquerschnitt sieht man eine continuierliche Abwechslung zwischen sehr großlumigen (44 u) und sehr kleinlumigen (16 u) Epidermis- 576 E. Gilg, zellen und zwar in der Weise, dass immer auf eine der großen Zellen eine oder zwei kleine und dann wieder eine große folgt. Es ist auch leicht nachzuweisen, dass nur von den kleinen Zellen Spaltóffnungen gebildet worden sind. Auf dem Flichenschnitt zeigt es sich dann, dass uns hier eine sehr schöne, durch die regelmäßige Abwechslung der großen und kleinen Zellen charakteristische Rillenbildung vorliegt, indem nämlich die großen sowohl wie die kleinen Zellen in longitudinalen Reihen liegen. Weiter wire hier anzuführen Restio nitens Nees (Taf. VIII. Fig. 7). Hier glaubt man, die Atemhóhle wire von Schutzzellen umgeben ganz in der Art, wie sie vorhin schon beschrieben wurden. Bei genauerer Unter- suchung findet man dagegen, dass die Atemhöhle unten — d. h. nach innen zu — nicht durch starkwandige Schutzzellen abgeschlossen ist, und dass die hier eine Art Róhre bildenden Schutzzellen keine seitlichen Inter- cellularen zeigen. Endlich ist nachzuweisen, dass keine Querwiinde vor- handen sind zwischen diesen Schutzzellen und den Epidermiszellen, d. h. dass sie in Wirklichkeit nichts anderes sind,als nach innen gerichtete Ausstülpungen der die Nebenzellen der Spalt- üffnung umgebenden Epidermiszellen, welche also auf diese Weise auch zur Spaltóffnung gehóren und als Nebenzellen angesprochen werden müssen. Sie haben gewiss genau dieselbe Function wie die typischen Schutzzellen, nämlich den plötzlichen Zutritt trockener Luft zu verhindern, bis dieselbe sich einigermaßen mit Wasser- dampf gesättigt hat. Ganz ühnlich wie Restio nitens Nees verhilt sich auch Lepidobolus Preissianus Nees. Eine der auffallendsten Epidermisbildungen weist Lyginia barbata R. Br. auf (Taf. IX. Fig. 5, 6). Auf einem Stengelquerschnitt erhalten wir folgen- des Bild: die Epidermiszellen haben eine ungemein wechselnde Hóhe in scheinbar unregelmäßiger Anordnung, sodass wir auf demselben Schnitte Epidermiszellen von 48 u und solche bis zu 400 u Höhe messen können. Die AuBenwände sind ungemein stark verdickt, ebenso die Radialwände, welche dazu noch bedeutende Wellungen aufweisen. Sehr merkwürdig ist es jedoch, dass es nie gelingen will, auf einem solchen Querschnitt seharfe Bilder von den beiden Schließzellen zu bekommen, und dass stets über den Spaltóffnungen ein »krönchenartiges Gebilde« zu bemerken ist, über dessen Anheftungsstelle und Function nichts sicheres zu beobachten ist. Erklürung hierfür geben uns radiale und tangentiale Lingsschnitte. Auf einem Radialschnitt wird uns vor allem klar, dass die Epidermiszellen nicht rechtwinkelig zur Längsachse des Stengels stehen, dass also die Radialwände nicht senkrecht zur Außenwand, sondern in einem mehr oder weniger spitzen Winkel orientiert sind. Ferner sehen wir, dass die Ab- und Zunahme in der Höhe der Epidermiszellen ganz regelmäßig erfolgt. Von einer Stelle an nimmt Zelle auf Zelle an Länge zu bis zu einer bestimmten größten Höhe (100 u). Auf diese größte Zelle folgt dann sofort eine andere, Beiträge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae. 577 weit kleinere (48 u), von welcher aus dann wieder eine stetige Zunahme erfolgt. Die größte und die kleinste Zelle nun sind innen verbunden durch die infolge dessen schief stehende Spaltöffnung. Das Übrige wird durch die Figur am besten erklärt. Die Spaltöffnungen sind also tief eingesenkt. Entsprechend der Orientierung der Epidermiszellen ist die äußere Atem- höhle ebenfalls schief gestellt. Sie öffnet sich nach außen nur durch eine enge schmale Spalte. Die Spaltöffnung steht schief zur Außenwand des Stengels, der Winkel beträgt etwa 45°. Oberhalb der Spaltöffnung sitzt das »krönchenartige Gebilde« auf, ein fast völlig eutieularisierter Membranwulst, dessen Bedeutung mir unerklärlich ist. An eine Absehluss- vorrichtung ist deshalb nicht zu denken, weil die Größe dieses »Krönchens« viel zu unbedeutend ist, als dass irgend ein solcher Zweck dadurch erreicht werden könnte. Auch ist die Eingangsöffnung zur äußeren Atemhöhle so eng und die Spaltöffnung so tief eingesenkt, dass kaum noch solche Vor- richtungen nötig erscheinen. Diesem Umstande ist es ja auch gewiss zuzu- schreiben, dass Schutzzellen im grünen Gewebe hier fehlen. Es trifft also hier genau das Gegenteil ein von der Bildung, wie wir sie bei der Restiacee von den Chatham Islands beobachteten (vergl. Taf. IX. Fig. 1, 2, 3). Bei beiden Arten finden wir unregelmäßig unter der Epidermis verlaufende breite Zellzüge von Stützzellen. Aber während bei Lyginia barbata R. Br. die Spaltöffnungen nur über den Kammern von Assimilationsgewebe liegen, also die Atemhöhlen direct ins grüne Gewebe münden, so finden sich bei der anderen Art die Spaltöffnungen nur über den Zellzügen der Stützzellen, so dass die atmosphärische Luft erst durch die Intercellularen der Atem- höhle zum Assimilationsparenchym gelangen kann. Über Lyginia barbata habe ich noch eine Beobachtung anzuführen, welehe aufzuklären mir nicht gelungen ist. Bald nachdem ich auf diese »Krönchen« aufmerksam geworden war, bemerkte ich, dass nicht das gesamte Material, welches im Berliner botanischen Museum unter diesem Namen lag, diese »Krönchen« enthielt. Auch zeichneten sich alle die Exemplare, welchen die »Krönchen« fehlten, dadurch aus, dass ihr ganzes Gewebe viel kleinzelliger, starkwandiger, scheinbar gedrungener war. Zuerst glaubte ich natürlich, dass zwei verschiedene Arten hier vor- lägen. Doch ich überzeugte mich selbst durch die Untersuchung, dass mor- phologische Unterschiede sich absolut nicht finden ließen, auch erklärt Masters, der Monograph der Restiaceae, alle vorliegenden Exemplare (Prerss n. 1699, 4700, 4701) für identisch, und endlich hat Nees handschriftlich dieselben als eine Art bezeichnet. An eine Anpassungserscheinung bei den Exemplaren mit »Krönchen« ist auch nicht zu denken, wie sich leicht er- giebt, wenn man die Anmerkungen sämtlicher Exemplare miteinander vergleicht. Diese lauten nämlich: 4. Preiss n. 1699; 5. October 1840: solo subturfoso-arenoso inter frutices pla- nitiei prope oppidulum Albany (Plantagenet), Neu-Holland. Botanische Jahrbücher. XIII. Bd, 37 578 E, Gilg. 2. Preiss n. 1704; 93, November 1839: in arenosis apertis silvae haud longe a praedio rustico Bassandren. 3. Preiss n. 1700 (a); 42. Januar 1839: in arenosis silvae caeduae prope oppidulum Freemantle. 4. Preiss n. 4700 (b); 22. März 1839: in arenosis silvae prope oppidulum Perth. Diese Angaben sind aufgezählt in der Reihenfolge der Jahreszeiten, in denen die Exemplare gesammelt wurden. Sämtliche Standorte sind zu suchen in der Südwestecke von Australien. Nun hat es sich herausgestellt; dass nur die Exemplare, welche Pretss im October bei Albany sammelte, die »Krónchen« enthalten, alle übrigen aber durchaus nichts derartiges aufweisen. Der Monat October ist aber im südwestlichen Australien einem unserer Frühlingsmonate zu vergleichen, während December bis März die heißesten Sommermonate ausmachen. Die Annahme einer Anpassungserscheinung muss also schon aus diesem Grunde wegfallen. Es wäre ja auch auf keine Weise zu erklären, wie ein fast völlig eutieularisierter Membranwulst aus diesen tiefen Vorhöfen verschwinden könnte. Eine Erklärung hierfür zu geben ist mir nicht gelungen; ich glaube auch nicht, dass es von Wert wäre, wenn hier bloße Vermutungen und Ansichten geäußert würden. Ich habe mich endlich noch gegen eine Äußerung HABErLANDT’s zu wen- den. Dieser sagt an einer Stelle (I. c. pag. 312): »Über subepidermalen Rippen, Bastringen, Collenchymsträngen etc. werden keine Spaltóffnungen ausgebildet.« Bei mehreren Arten der Restiaceae jedoch, welche subepidermale Rippen besitzen, besonders deutlich bei Hypodiscus WilldenowiaMast. sind dieSpaltöffnungen völlig gleich- mäßig über die Epidermis verbreitet, so dassalso unzählige Spaltöffnungen über den Rippen liegen, welche allerdings natürlich völlig functionslos sind. Die Schließzellen haben auch völlig ihre Beweglichkeit verloren dadurch, dass ihre Zellwände sich bis zum Schwinden des Lumens verdickt haben. Auf einem Stengelquerschnitt in der Nähe der Blütenregion kann man infolgedessen völlig funetionsfähige und durchaus funetionslose Spaltöffnungen unterscheiden, aber sehr oft findet man an den Rändern der Rippen auch solche, von denen man nicht ohne weiteres entscheiden kann, ob sie zum Offnen und Schließen noch tauglich sind, da bei ihnen sehon mehr oder weniger starke Verdickungen eingetreten sind. Es lassen sich hier zwei Annahmen machen, einmal, dass diese Spaltóffnungen überhaupt nie functionsfahig waren und also durchaus zwecklos gebildet wurden, oder aber, dass sie wenigstens kurze Zeit der Pflanze von Nutzen waren, nämlich in den frühsten Entwicklungsstadien, und erst infolge der nachträglichen Ausbildung der Rippen ihre Function eingebüßt haben. Für die letztere Annahme sprechen einigermaßen die Spaltöffnungen, welche an den Stellen liegen, wo die Rippen auf die Epi- dermis stoßen. Hier kann man nämlich bemerken, dass die Schutzzellen der a Beiträge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae. 579 Spaltöffnungen noch völlig normal ausgebildet worden sind, aber nach- träglich infolge der starken Entwicklung und Verbreiterung der Rippen so sehr zur Seite geschoben wurden, dass sie mit der Epidermis oft einen Winkel von 45° bilden und auf diese Weise ohne Zweifel ihre Bedeutung verloren haben, d. h. dass die betreffenden Spaltöffnungen functionslos geworden sind. Ich werde nun beginnen mit der Aufzählung der Lagerungsverhältnisse der Spaltöffnungen, mich anschließend an die von Tscnirca (l. c. pag. 223 fT.) gegebene Gruppierung : 4, Pflanzen, deren Atemhóhlen Schutzeinrichtungen besitzen: Hierher gehört der größte Teil sämtlicher Restiaceae, nämlich die Gattungen : Restio L. part., Dovea Kth., Elegia L., Lamprocaulos Mast., Calopsis Kth., Thamnochortus Berg., Staberoha Kth., Anthochortus Nees, Hypolaena R. Br. part., Hypodiscus Nees, Leucoploeus Nees, Lepidanthus Nees, Cannamois Beauv., Willdenowia Thbg., Nematanthus Nees, Ceratocaryum Nees. 2. Pflanzen mit trichterförmig vertieften Spaltóffnungen. Restio concolor Steudel. 3, Pflanzen mit doppelttrichterfórmig vertieften Spaltóffnungen. Anarthria polyphylla Nees. 4. Pflanzen mit krugförmig vertieften Spaltöffnungen. Restio fastigiatus Nees, Lamprocaulos grandis Mast., L. Neesii Mast. etc. 5. Pflanzen mit krugfórmiger Vertiefung der Spaltöffnungen, über deren Krüge eine Cellulosehaut (AuBenschicht) gebreitet, (Wie wir gesehen haben, muss hier für » Außenschicht« »fácherartige Trichome« geselzt werden.) Leptocarpus R. Br. 6. Pflanzen, deren Spaltóffnungsvorhof vertieft ist. Thamnochortus elongatus Mast. 7. Pflanzen mit doppelteylindrisch vertieften Spaltöffnungen. Anarthria gracilis R. Br. 8. Pflanzen mit schalig-cylindrisch vertieften Spaltóffnungen. Dovea macrocarpa Kth. 9. Pflanzen mit cylindrisch vertieften Spaltóffnungen. Restio dimorphus R. Br. etc. 10. Pflanzen mit schalenférmig vertieften Spaltüffnungen. Nut fastigiata R. Br., H. exsulca R. Br., Elegia propinqua Kth. . Pflanzen mit schwach eingesenkten Spaltöffnungen. pron glauca F. Müll., Willdenowia arescens Kth. 12, Pflanzen mit stark entwickelter und emporgezogener Gulicu- larleiste. Calostrophus lateriflorus F. Müll. und C. elongatus V. Müll. etc. 43. Pflanzen mit entwickelter Cuticularleiste. Hierher gehören die meisten Restiaceae. 44. Pflanzen mit schwach entwickelter Cuticularleiste. Lepyrodia scariosa R. Br., L. macra Nees und L. gracilis R. Br. etc. 15. Pflanzen mit über die Epidermis emporgehobenen Spalt- öffnungen. Thamnochortus argenteus Kth., vielleicht auch Hypolaena laxiflora Nees, H. gracilis Mast., H. impolita Mast. etc. 37* 580 F. Gilg, 16. Pflanzen, deren Spaltöffnungen in mit Haaren ausgekleideten Krügen liegen. Bei den Restiaceae nicht vertreten. 17. Pflanzen, deren Spaltöffnungen auf dem Grunde von Längs- furchen in Reihen liegen. Calorophus elongatus N. a. E. (nach Tscuincu |l. c. p. 244], war für mich nicht auf- findbar im Berliner botan. Museum), Restio fasciculatus R. Br. von PrirzeR. beschrieben = R, festuciformis Nees, R. leptocarpoides Benth. 18. Pflanzen, deren Stomata an cylindrischen Organen an den Bóschungen von mit Haaren ausgekleideten Lüngsrinnen liegen. Anarthria polyphylla Nees. Die übrigen drei Typen brauche ich hier nicht anzuführen, da sie auf die Restiaceae keinen Bezug haben. Sie enthalten nämlich einrollbare Blütter, von denen ja bei den Restiaceae kaum die Rede sein kann. 2. Blatt. Dieser Teil kann mit wenigen Worten besprochen werden. Wie wir oben schon gesehen haben, sind nur in sehr vereinzelten Ausnahmefällen (bei der Gattung Anarthria R. Br.) Laubblätter entwickelt. Meist sind nur dünne, trockenhäutige Schüppchen oder Blattscheiden vorhanden, welche den allereinfachsten anatomischen Bau zeigen, nämlich ein chlorophyll- führendes Zellgewebe, dessen einzelne Zellen mehr oder weniger palissaden- ähnlich gestaltet sind, und welches dann durchzogen wird von meist drei Leit- bündeln. Diese werden dann wieder jedes einzelne oder aber alle zusammen von einer Parenchymscheide umschlossen. So ist z. B. auch Restio gramini- folius Kth. gebaut, dessen Blattgebilde ausnahmsweise eine etwas beträcht- lichere Größe erreichen. Viel complicierter dagegen sind die Laubblätter der Gattung Anarthria R. Br. gebaut. Das in jeder Beziehung hochinter- essante, cylindrische Blatt von Anarthria polyphylla Nees habe ich schon an den verschiedensten Stellen angeführt (Taf. VII. Fig. 5, 6, 7, 8), weil fast immer die Verhältnisse, welche in den Stengeln in derselben Ausbildung, aber undeutlicher, sich beobachten lieBen, an ihm leichter und sicherer zu sehen waren. Das Blatt dieser Anarthria polyphylla Nees entspringt dem oberirdischen Stengel, welcher dicht mit solchen nadelförmigen Blättern besetzt ist. Ähnlich verhält sich Anarthria prolifera R. Br., während die Blätter der drei übrigen Arten, wie wir oben schon gesehen haben, dem unterirdischen, kriechenden Rhizom entstammen. Diese Verhältnisse sind denn nun auch im anatomischen Bau sehr leicht und scharf zu erkennen. Denn im Blatt von Anarthria prolifera R. Br. sind ungemein wenig mecha- nische Elemente vorhanden, außer vereinzelten sehr schwachen subepider- malen Rippen fast nur die starken Bastsicheln für das Leptom. Die Blätter von Anarthria scabra R. Br., laevis R. Br. und gracilis R. Br. dagegen sind vollständig so gebaut wie die Blütenstengel, so dass man dem anatomischen Bau nach höchstens das Blattgebilde vom Stengel- gebilde dadurch unterscheiden kann, dass in ihm weniger oder weniger Beiträge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae. 581 große Leitbündel entwickelt sind. Diese Ähnlichkeit rührt gewiss von der für beide Gebilde gleichartigen Beanspruchung, nämlich auf Biegungs- festigkeit, her, infolge deren die mechanischen Elemente die gleiche, hier alles beherrschende Lagerung erhalten haben. Es ist hier nämlich kein mechanischer Ring zur Ausbildung gelangt, sondern das »System der sub- epidermalen Rippen« oder aber das der »zusammengesetzten peripherischen Träger« ausgebildet. Anarthria polyphylla Nees ist die einzige Resliacee, in deren Stengel kein Assimilationsgewebe vertreten ist (Taf. VII. Fig. 9); bei allen übrigen Arten von Anarthria R. Br. hat der Stengel fast dasselbe Assimilationsgewebe wie das Blatt, so dass also auch hierdurch die Ahn- lichkeit dieser beiden Gebilde noch vergrößert wird. Die Leitbündel liegen den subepidermalen Rippen innen an oder aber sie sind im Grundparenchym des Blattinneren zerstreut. Bei den ersteren haben die Hadromteile keine schützende Bastsicheln, bei den letzteren jedoch sind die ganzen Bündel von meist ganz gewaltigen Bastringen umgeben, welche zur Festigkeit sehr viel beizutragen vermögen. 9. Wurzel. Wie schon angeführt, war es mir unmóglich, eine größere Anzahl der Wurzeln der Restiaceae zu untersuchen, da nur in verhältnismäßig seltenen Fällen von den Sammlern die Exemplare genügend vollständig gesammelt worden sind. Es ist dies hier gerade sehr zu bedauern, da, wie wir sehen werden, die Wurzeln sowohl wie die Rhizome viel interessantes bieten und in manchen Beziehungen vom gewöhnlichen Bau abweichen. — Eine genauere Unter- suchung derselben behalte ich mir für eine spátere Arbeit vor. — Da alle Restiaceae ein oft weithin unter dem Boden hinkriechendes Rhizom besitzen, so sind in den allermeisten Fällen nur kurze, mehr oder weniger dünne, immer gleichartige Wurzeln, Rhizomseitenwurzeln, ausge- bildet, an welche groBe mechanische Anforderungen kaum gestellt werden können. Sehr schön entwickelt finden wir aber an denselben das Absorp- tionssystem. Fast bei allen den von mir untersuchten Wurzeln sind die oberflächlichen Zellen (Epidermis) zu mehr oder weniger langen, dünnen und zartwandigen Haaren ausgewachsen. Und zwar lieb sich in manchen Fallen, z. B. bei Hypodiscus aristatus Nees nachweisen, dass wirklich alle diese Zellen zu Wurzelhaaren ausgebildet sind. Es ist dies auch ein Beweis für die Ansicht von Scuwanz!), dass bei Pflanzen trockener Standorte, deren Nahrungsaufnahme erschwert ist, durch Oberflächenvergrößerung ihres Absorptionssystems dieser Nachteil ausgeglichen wird. Gewohnlich folgen auf die Wurzelhaare auf dem Querschnitt nach innen zu 4—5 Reihen von mehr oder weniger starkwandigen, parenchyma- 1) Die Wurzelhaare der Pflanzen etc. Breslau 1883. 589 E. Gilg. tischen Zellen, welche wieder einen breiten Hohleylinder von völlig ver- trocknetem, geschrumpftem und zerrissenem Gewebe einschlieBen. Alle die Wurzeln, welche mir zur Verfügung standen, waren schon vüllig aus- gebildet und hatten gewiss ihr Wachstum — wenigstens für diese Periode — schon beendigt. Diese Ausbildung des Rindengewebes fand ich in den meisten Fällen, z. B. bei Hypodiscus aristatus Nees, Cannamois simplex Kth. etc. Eine ganz andere Umbildung erfährt dagegen die Rinde bei manchen anderen Restiaceae, besonders schön bei Thamnochortus fruticosus Berg. Hier ist das Gewebe auch vüllig zusammengesehrumpft und hat seinen lebenden Inhalt verloren, dagegen sind nirgends Luftlücken entstanden, die Zellen schließen alle fest zusammen und zeigen eine merkwürdig dunkle, braunschwarze Färbung. Bei Zusatz von concentrierter Schwefelsäure er- kennt man nun leicht, dass die Membranen aller dieser Zellen schwach verkorkt sind, dass die imJugendzustand der Pflanze lebend gewesenen Rindenzellen eine spütere nachtrügliche Umbildung erfahren haben, wodurch sie zu einem für die Pflanze hochwichtigen, einem Korkmantel einigermaßen gleichzustellenden, die Transpiration hemmenden Gewebe geworden sind. Hanknraxpr (I. c. pag. 94) sagt an einer Stelle: »Wie sehr eine vertrocknete Gewebeschicht, mag sie früher dem saftigsten Parenchym angehórt haben, die Transpiration herab- setzt, beobachten wir an jedem angeschnittenen Apfel, dessen Transpirations- verluste täglich auffallend abnehmen.« Ich glaube, dass das vertrocknete Rindenparenchym dieser Wurzeln ausschließlich diesen Zwecken dient. — Auf den luftführenden Hohlcylinder oder aber auf dieses verkorkte Rinden- gewebe folgt nach innen zu immer die Schutzscheide, gleichsam die secun- däre Epidermis. Dieselbe kann sehr verschieden ausgebildet sein, wie schon ScuwrNpEnEn!) für die Restiaceae nachgewiesen hat. Aber nur in den allerseltensten Fällen sind die Scheidenzellen gleichmäßig — o-fórmig — verdickt; fast immer zeigt sich die u-förmige, einseitig nach innen zu er- folgende Verdiekung und zwar in jeder nur möglichen Stärke der Aus- bildung. Sehr selten ist die innenseitige Verdiekung nur schwach, z. B. bei Thamnochortus Berg., in den allermeisten Fällen dagegen so stark, dass oft nur noch ein winziges, punktförmiges Lumen zu erkennen ist. Die Zellen sind immer mehr oder weniger parenchymatisch und allseitig ver- korkt. »Durchlasszellen« konnte ich — wahrscheinlich der schon zu weit vorgeschrittenen Ausbildung der Wurzeln wegen — keine mehr nachweisen. Diese Schutzscheide nun umschlieBt den axilen, die Mestomstrünge ent- haltenden Centraleylinder der Wurzeln. Zunächst folgen auf die Schutz- scheide 4—7 gleichmäßig, oft sogar ungemein stark verdickte, parenchy- matische Zellschichten des Grundgewebes. Eine zartwandige pericambiale Zone war nirgends vorhanden, ja in manchen Fallen — wie z. B. bei 1) »Schutzscheiden und ihre Verstärkungen «. p. 27. Beitrâge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae, 583 Thamnochortus fruticosus Berg. — ist die Zelllage, welche von innen an die Schutzscheide grenzt, noch stürker verdickt als die darauf folgenden. Auf diese 4—7 Lagen von starkwandigen Zellen folgt ein Ring von Gefäßen ; in sehr vielen Füllen haben wir hier einen Ring voruns, der die einzigen GefäBe der Wurzel enthalt. »GefüBplatten« lassen sich überhaupt in nicht einem einzigen Falle — an dem unter- suchten Material — nachweisen. Wenn noch Gefäße sich innerhalb des ersten Gefäßringes finden, was nicht selten vorkommt, so liegen die- selben völlig unregelmäßig im Grundgewebe der Wurzel zerstreut, ohne die geringste bestimmte Anordnung erkennen zu lassen. In keinem ein- zigen Falle waren auch primäre Ring- oder Spiralgefäße zu finden, obgleich ich sehr viele Quer- und Längssehnitte gerade daraufhin untersuchte. Die Gefäße, welche zuerst von der Schutzscheide nach innen zu auftreten, sind sehr weitlumig, meist treppenförmig verdickt und auch einfach oder behöft getüpfelt. Diese Gefäße zeigen oft die Eigentümlichkeit, dass sie nur sehr unvollkommen resorbierte Querwände aufweisen, infolge dessen immer noch ein mehr oder weniger weit vorspringender Ringwulst be- stehen bleibt. Bei Cannamois simplex Kth. nun wird hierdurch deutlich, dass das einzelne Gefäß zusammengesetzt ist aus ganz kurzen, höchstens 1,5—2 mal so langen als breiten, parenchymatischen Zellen, von welchen allerdings jede einzelne infolge ihrer Breite ein beträchtliches Lumen besitzt. Wie man sich leicht auf Längs- und Querschnitten überzeugen kann, besitzen die Ringwülste, welche nach der Resorption zuriickgeblieben sind, zahlreiche deutlich be- hófte Poren. Man wird also hier wohl anzunehmen haben, dass vor Eintritt der Resorption schon vielleicht die ganze Querwand behófte Poren führte ; denn es wird wohl Niemand behaupten wollen, dass in den Ringwülsten noch nachträglich diese Poren entstanden seien. Bei weitaus den meisten Wurzeln der Restiaceae besitzt das Leptom die regelmäßige Lagerung, indem es sich in wenigzelligen Gruppen an der äußeren Seite des ersten Gefäß- ringes findet. Bei manchen Arten jedoch, z. B. Cannamois simplex Kth. u. a.m., liegt dasLeptom in völlig unregelmäBigen Gruppen um die einzelnen, hier in groBer Anzahl auftretenden Ge- fäße zerstreut, so dass oft einzelne GefaBe auf verschiedenen Seiten von 2—4 Leptomstringen begleitet werden, ähnlich wie dies Remuarvr2) für die Wurzeln der Pandanaceae oder der Musaceae be- schreibt. Ob nun nur ein einziger Ring von GefäBen vorhanden ist oder aber der ganze centrale Cylinder von mehr oder weniger zahlreichen un- regelmäßig gelagerten Gefäßen durchzogen wird, immer besteht das die Gefäße umgebende Gewebe aus sehr stark verdicktem Parenchym. Es kommen allerdings alle Übergänge vor zwischen typischem Parenchym und 1) SCHWENDENER, » Die Schutzscheiden und ihre Verstarkungen e, tab. 4, Fig. 2. 2) M, O. Rrivnanpr, Pringsnew’s Jahrbücher XVI. 354 f. 584 E. Gilg, mehr oder weniger deutlichem Prosenchym, oft erlangen auch die einzelnen Zellen bedeutende Lüngen und kénnen bis zum Verschwinden des Lumens verdickt sein (z. B. bei Cannamois simplex Kth.), aber immer finden wir rundliche, nie linksschiefe Poren. Wir haben also hier einen ungemein starken centralen Strang vor uns, welcher es der Wurzel ermöglicht, großem radialem Druck Widerstand zu leisten. Das durchgehende Fehlen von typischen mechanischen Zellen wird uns hier deshalb nicht befremden, da wohl diese kleinen, einem fest im Boden liegenden Rhizom entspringenden Wurzeln nie auf Zug beansprucht werden, und ein stark verdicktes Paren- chym sicher einem ebenso starken radialen Druck zu begegnen im Stande sein wird, wie echte Bastzellen. Scuwenpener hat sich über diese Verhältnisse bei der Besprechung der »Verdickung der Scheidenzellen und der innen- seitig angrenzenden Zellschiehten« in folgender Weise geäußert!): »Ein seltener Fall, den ich bis dahin nur bei Restio sulcatus beobachtet habe. Die primäre Rinde bleibt hier dünnwandig und stirbt frühzeitig ab. die Schutzscheide dagegen erscheint nicht blos selbst durch miglichst weitgehende Verdickung ihrer Innenwände verstärkt, sondern überdies mit einem ca. vierschichtigen inneren Beleg derbwandiger Zellen ausgestattet (Taf. VII, Fig. 2). Innerhalb dieser festen Röhre, deren Widerstandsfihigkeit gegen den Druck von außen durch die radiale Streckung der Belegzellen noch erhéht wird, liegen sodann diezahlreichen Hadrom- und Leptomstränge, welche folglich um die ganze Dicke des Verstärkungsmantels von der Schutz- scheide entfernt sind.« — Welche Bedeutung gerade diese Verhältnisse für die Restiaceae besitzen, wird weiter unten im Zusammenhang genauer aus- geführt werden. — 4. Rhizom. Das Rhizom ist in mancher Beziehung wurzelähnlich gebaut. Die Epidermis ist im allgemeinen sehr wenig von dem darunterliegenden Ge- webe der Rinde differenziert. Diese wieder besteht meist aus 4—6 Lagen von ziemlich starkwandigen, beinahe lückenlos zusammenschließenden, rund- lichen Zellen, auf welche dann nach innen eine breite Zone von völlig vertrock- netem und geschrumpftem, zahlreiche Luftgänge darbietendem Gewebe folgt. Hieran schließt sich dann nach innen zu die mehr oder weniger stark o- oder u-fórmig verdiekte Schutzscheide. — Wir sehen also, dass wir bisher fast genau dasselbe Bild haben, welches uns vorhin bei der Wurzel begeg- nete, so dass wir kaum im Stande waren, zu erkennen, dass wir hier ein Stengelgebilde vor uns haben. Es findet hierin der Satz ScHWENDENER’S seine vollste Bestätigung?) ` »In dieser Hinsicht (Annäherung des anatomi- schen Baues des Rhizomes an den der Wurzel) sind namentlich die Halm- gewächse (Gramineae, Cyperaceae und Juncaceae) äußerst interessant. 1). SCHWENDENER, »Schulzscheiden und ihre Verstärkungen «, Berlin 1882. S, 34. 2) SCHWENDENER, » Mechanisches Principe. S, 148, Beitráge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae. 985 Während im oberirdischen Stengel die mechanischen Elemente, wie von einer centrifugalen Kraft getrieben, nach der Peripherie streben und häufig sogar der ganze Aufbau einen dünnwandig-röhrenartigen Charakter erhält, kommt im Rhizom der entgegengesetzte Zug nach innen zur Geltung.« Der centrale Cylinder des häulig mit Stärkekörnern vollgestopften Grundparenchyms wird meist von sehr zahlreichen Leitbündeln durchzogen und es gilt für ihn die Ausführung Scuwenpener’s im vollsten Maße (I. c. pag. 118): »Ja es giebt sogar Fälle, wo von. einem Mark eigentlich nicht mehr die Rede sein kann. Für Höhlungen bleibt unter diesen Verhältnissen im ganzen mittleren Teil nur wenig oder gar kein Raum.« Die Leitbündel besitzen nie Bastbelege, wie überhaupt echte Bastzellen sich im ganzen Rhizom nicht finden lassen, sondern sind einfach im starkwandigen Grundgewebe eingelagert. Sehr interessant ist nun die verschiedenartige Lagerung der Leitbündelelemente. Meist sind die Bündei deutlich perihadromatisch, d. h. die Gruppe der Leptomelemente ist all- seitig umgeben von Hadromelementen, Gefäßen und Holzparenchym ; so finden sie sich z. B. bei Willdenowia humilis Nees u. a. m. fast ausschlieB- lich. Bei anderen dagegen, wie z. B. bei Hypodiscus aristatus Nees ist die perihadromatische Ausbildung nicht so typisch, sondern es finden sich neben dieser auch wirklich collaterale Bündel und solche, welche man vielleicht als bicollaterale bezeichnen könnte. Dieser letztere Fall kommt dadurch zu Stande, dass zu beiden Seiten einer mehr oder minder breiten, sich an das Grundgewebe anschließenden Zone von Leptom die Hadromelemente gelagert sind. Für sehr viele dieser auf demselben Querschnitt nachweisbaren Leitbündelformen ist die Bezeich- nung »perihadromatisch« sehr passend, da man immer das Bestreben er- kennt, die zarten Leptomelemente durch die starkwandigeren Hadromteile zu schützen; kaum jemals aber würde hier einmal der Ausdruck »concen- trisch«e am Platze sein, da von einer streng centrischen Anordnung der Mestomelemente nirgends die Rede sein kann. Sehr verbreitet sind in den Rhizomen auch Bündelanastomosen , be- sonders stellenweise in peripherischen, der Schutzscheide naheliegenden Bündeln. Ob diese Bildung hier auch zur Festigung des centralen Stranges beizutragen hat, wage ich nicht zu entscheiden, doch ist eine solche An- nahme vielleicht nicht unwahrscheinlich. Il. Xerophile Eigenschaften der Restiaceae. Die Restiaceae sind verbreitet in den Florengebieten des Kap und Australiens. In Bezug auf die klimatischen Verhältnisse dieser Gebiete kann ich verweisen — abgesehen von GrIsEBAcH !) : »Vegetation der Erde« — auf die 4) GuisEBACU, »Vegetation der Erde«, Leipzig1884. IL, Kapflora p. 469 f. Australien p. Af, 586 E. Gilg. genauen und durchaus sichern Angaben, welche wir bei Prirzer und bei Tscuircu finden. Ich kann mich so auf das allgemeinste beschränken, da diese beiden Autoren alle ihnen zu Gebote stehenden Quellen benutzt haben. PFITZER sagt an einer Stelle (l. c. pag. 574): »Im allgemeinen wissen wir vom Klima Neuhollands, dass »Trockenheit und Dunstfreiheit der Atmo- sphäre für dasselbe charakteristisch« sind, dass während acht Monate eine entsetzliche Dürre herrscht, welche selbst die Flüsse größtenteils zum Ver- siegen bringt . . . ., dass außerdem in unbestimmten Zeiträumen Perioden besonderen Wassermangels eintreten, und dass ein glühender Landwind noch ein besonderer Feind der Vegetation seic. Über die Kapflora spricht sich Pritzer ganz ähnlich aus. Fasst man nun die Angaben der Autoren zusammen, so ergeben sich für die Florengebiete des Kap und Australiens im allgemeinen folgende Hauptmomente: Fast nie lange andauernde feuchte Perioden, meist nur furchtbare Gewitterregen, welche für kurze Zeit nur dem Boden Feuchtigkeit verleihen; ungemein geringer Wassergehalt der Luft bei oft glühender Insolation. Um die Angaben Prirzer’s über Standort und Blütezeit der Restiaceae zu vervollständigen und weil ich in keiner der Floren — weder in der vom Kap noch der von Australien, auch nicht in der Monographie der Restiaceae von Masters — genügend bestimmte Daten hierüber finden konnte, so suchte ich im Herbarium des Berliner botanischen Museums nach Aufzeich- nungen über dieselben. Nur bei wenigen Arten waren einige genauere Standortsangaben vorhanden. Aber diese stimmten im allgemeinen mit einander überein. Betreffs des Standortes fand ich im allgemeinen kurze Notizen, wie »in depressis arenosis«, »solo ericarum«, »in arenosis sublimosis«, »in tur- fosis«; sehr oft jedoch fand ich bei näheren Angaben: »an Standorten, welche während der Regenzeit etwas sumpfig sind«. Doch hat dies für die an solchen Standorten lebenden Pflanzen nicht die Bedeutung, welche man ihr beimessen könnte. TscrircH sagt hierüber (l. c. pag. 202) (für das australische Gebiet, aber auch fast durchweg für das südafrikanische anwendbar): Wenn schon eine Periode vom Mai bis August als die eigentliche Regenperiode zu bezeichnen ist, so ist dieselbe doch nicht dadurch ausgezeichnet, dass in ihr regel- mäßige Niederschläge stattfinden, sondern der Regen stürzt in mächtigen Güssen hernieder, alles vernichtend und überschwemmend. Der ausge- dörrte Boden, nicht fähig, so viel Feuchtigkeit alsbald aufzusaugen, lässt das meiste Wasser in den stark angeschwollenen »Creeks« ablaufen, ohne von ihm Nutzen zu ziehen, und verwandelt sich auf kurze Zeit in einen end- losen Sumpf. Auf diese gewaltigen, verheerenden Gewitterschauer folgt dann bald wieder eine Zeit der Dürre, in der die eben noch bis zum Über- laufen vollen Crecks sich in eine Kette von Lachen auflösen und der Boden Beitráge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae. 587 der Ebene, der die wenige aufgenommene Feuchtigkeit wieder abgegeben hat, vor Trockenheit berstet. In kurzer Zeit wird oft, was noch eben ein unpassierbarer Sumpf war, »eine vollkommen dürre, für Menschen und Tiere gleich schreckliche Wüste«. Gerade hierauf móchte ich später noch nüher zurückkommen. Betreffs der Blütezeit der Restiaceae kann ich die Angaben Prirzer’s völlig bestätigen. Dieser sagt (l. c. pag. 582): ». . . . es ist nicht zu þe- zweifeln, dass die Restiaceae keine eigentliche Ruhezeiten einhalten, sondern dauernd vegetieren.« Ein sehr gutes Beispiel hierfür liefert Elegia parviflora Kth., welche im Berliner botanischen Museum in vielen Exemplaren aufliegt und denen auch glücklicherweise die nótigen Anmerkungen beigefügt sind. Diese Pflanze wurde am Kap gesammelt in den Monaten: März, Mai, Juni, October, November, December. Für Australien liefert ein gutes Beispiel die am Schwanfluss gesammelte Lyginia barbata R. Br. Preiss fand dieselbe blühend in den Monaten: October, November, Januar und Mirz, also in den heiBesten und trockensten Monaten des Jahres. Nur wenige Arten sind so reichlich vertreten und zugleich mit den nótigen Notizen versehen, so dass sie für unsern Zweck in derselben Weise aus- reichende Beweise zu liefern im Stande wären. Für die Behauptung Prrrzer’s jedoch, dass gerade in der heiBesten Periode oft die Restiaceae blühen, lassen sich sehr viele Beweise anführen. Doch waren hierfür auch Prirzer schon Falle genug bekannt, so dass ich von weiteren Aufzühlungen Abstand nehmen kann. Gerade durch diesen letzteren Umstand sind die Restiaceae vor fast allen Pflanzen jener Klimate, besonders aber der krautigen Pflanzen, bei welchen die (Gnisgmacn, l. c. pag. 175) »Vegetationsperiode, da sie vom Saftumtrieb abhängig ist, nur von kurzer Dauer ist«, ausgezeichnet. Dieses kann nur móglich gemacht werden, wenn Schutzeinrichtungen vorhanden sind, durch welche die gréBte Gefahr aller Xerophyten, die des Vertrocknens, abgewendet wird. — Und in wie reichem Maße finden wir denn nun auch gerade bei den Restiaceae alle die vielen Anpassungen vertreten, welche teilweise schon von den verschiedenartigsten Pflanzen beschrieben wurden, teilweise sich nur bei ihnen zeigen! — Betrachten wir den äußeren Habitus, so fällt uns vor allem das Fehlen von Laubblättern auf. Das Assimilationsgewebe muss infolge dessen auf die eylindrischen Stengelorgane beschränkt sein. Wie vorteilhaft eine solche Einrichtung für diese Xerophyten sein muss, liegt auf der Hand. Schon früher hatte man vielfach die Beobachtung gemacht, dass die meisten Pflanzen, welche trockenen Klimaten angepasst sind, nur äußerst selten noch breite Blattflächen zeigen und entweder pfriemliche, schmale, oder mehr oder weniger stielrunde Blütter tragen. Dass diese Bildungen für die Pflanzen auch wirklich von bedeutendem Wert sind, hat Tscumcu (l. e. pag. 457) berechnet und er fand den Satz bestätigt: » dass bei sehr breiten und dünnen Organen die Oberfläche im Verhältnis zum Volumen 58S E. Gilg. ungleieh gróBer als bei schmalen und dicken sei«, d. h. dass hierdurch die Verdunstungsgröße für diese Formen, am meisten aber natürlich für eylindrische Organe, ganz bedeutend vermindert werde. Wie vorzüglich aber gerade hier eine Anpassung erreicht ist, wird erst klar, wenn man be- denkt, dass mit dieser Bildung eine andere ebenso nützliche stets Hand in Hand geht, ich meine hiermit die Bildung von weithin unter dem Boden fortkriechenden Rhizomen, von denen die meist dicht gedrängten Blüten- schäfte abgehen. Es tritt infolge dessen nur ein Organ mit der atmosphärischen Luft in directe Berührung, welches aber zugleich zwei der wichtigsten Functionen der Pflanze zu ver: richten hat, nämlich die Fortpflanzung durch Blüten- und Fruchtbildung und die Ernährung durch Assimilation, — Aber auch die Rhizome und die Wurzeln zeigen die weitgehendste An- passung an die Natur ihrer Standorte. Wie wir oben gesehen haben, be- steht das ganze Grundgewebe des Rhizoms aus ungemein verdickten Zellen, welche oft vollgestopft mit Stärkekörnern sind. Die Wurzeln sind immer in annähernd gleicher Weise ausgebildet, auch hier beschränkt sich die oft bis zum völligen Verschwinden des Lumens fortschreitende Verdickung des Grundgewebes auf den centralen, von der ebenfalls stark verdickten Scheide eingeschlossenen Cylinder, welcher die Gefäß- und Leptomteile aufweist, während das Rindengewebe frühzeitig schwindet und functionslos wird. Leicht ergiebt sich die weittragende, von Schwendener schon erkannte Be- deutung dieser Gewebeausbildung, wenn man sie mit den Standortsver- hältnissen in Beziehung bringt. Grisesacn sagt bei der Beschreibung der Kapflora (l. e. pag. 473): »Unter demselben Einfluss (Trockenheit der Atmosphäre) verwandelt sich auch die Erdkrume bei einigem Thongehalt in eine so feste Masse, dass man sie mit der Cohäsion gedörrter Ziegel ver- glichen hat.« Um dem dadurch erfolgenden gewaltigen radialen Druckerfolgreichen Widerstand bieten zu können, müssen die Wurzeln und Rhizome mechanische Verstärkungen be- sitzen, wie sie uns gerade hier in so ausgiebigem Maße ent- gegentreten. Während der feuchten Periode ist das Rindengewebe der Wurzeln normal entwickelt und die Wurzelhaare können regelmäßig functionieren. Da in der trockenen Periode gewiss wenigstens einige Zeit lang die Aufnahme von Nährstoffen ganz unmöglich ist, das Rindengewebe also lebend für die Pflanze nicht von Nutzen sein kann, so vertrocknet das- selbe, bildet hierdurch einen die Transpiration fast völlig hemmenden Mantel, und nur der die zarten Leitbündel bergende centrale Strang wird durch mechanische Verstärkungen vor Zerrungen und Veränderungen der Quer- schnittsform geschützt. — Ganz ungemein zahlreich und verschieden sind nun aber die An- passungserscheinungen, welche wir am Blütenschaft beobachten. Die Auf- zählung derselben soll in der gleichen Anordnung erfolgen, wie ich sie bei Beitráge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae, 589 der Beschreibung der einzelnen Gewebeelemente innegehalten habe, da man so am besten erkennen kann, wie weit in fast jedem Gewebeteil die Anpassung an heiße und trockene Klimate ihren Ausdruck gefunden hat. 4. Schon im Grundgewebe finden wir solche Anpassungserschei- nungen. Sie bestehen darin, dass hier die nach auBen zu gelegenen, also an den mechanischen Ring von innen angrenzenden Zellen sich stark ver- dicken und so einen in manchen Füllen ganz enormen Zuwachs des aus typisch mechanischen Zellen bestehenden Rings bilden. Wie oben sehon angeführt, schreibt Tscumon (l. e. pag. 167) diesen Zellen die Bedeutung zu, dass sie, obgleich doch das Mark in erster Linie ernährungsphysiolo- gischen Zwecken dient, auch wesentlich zur Erhaltung der Querschnittsform des Organs beitragen werden. Diese sklerenchymatischen Zellen verhüten vor allem also ein Einknicken des mechanischen Rings, sie bewirken aber auch, dass trotz aller Turgorschwankungen doch eine Verschiebung der Gewebe des Stengels zur Unmöglichkeit wird. Wie außerordentlich manch- mal diese parenchymatischen oder prosenchymatischen, aber immer mit rundlichen Poren versehenen Grundparenchymzellen verdickt sind, habe ich oben an seinem Platze schon erwähnt. Ebenso ist es schon mehrfach ange- führt worden und wird sofort noch ausführlicher besprochen werden, warum gerade hier bei den Restiaceae eine solche mechanische Aussteifung der Gewebe so durchaus nötig ist. 2. Dem soeben Angeführten schließt sich in noch viel weitgehenderer Art an das typische mechanische Gewebe. Eingeschlossen sind bei dieser Betrachtung die einzeln unter der Epidermis verlaufenden Steréiden- stränge der Arten von Anarthria R. Br., die subepidermalen Rippen und endlich auch sowohl die longitudinal als die unregelmäBig unter der Epi- dermis verlaufenden Züge und Reihen von Stützzellen. Die schon vielfach besprochene und streitige Frage, weshalb gerade Wiistenpflanzen oder wenigstens Bewohner heißer und trockener Klimate immer eine so weit- gehende Ausbildung ihrer mechanischen Elemente zeigen, ist von VOLKENS in ganz ausgezeichneter Weise gelóst worden (l c. p. 79). Er wies darauf hin, dass diesen Pflanzen nicht immer die nótige Wassermenge zu Gebote steht, um alle ihre Gewebeelemente straff und turgescent zu er- halten, dass auf diese Weise leicht Spannungen und Zerrungen zu Stande kommen künnten, welche für das Leben der Pflanze nachteilige Folgen hatten, und dass darum »die Pflanzen sich einmal behufs Herstellung ihrer Biegungs- festigkeit von dem Turgorzustande überhaupt unabhingig machen und zweitens darauf bedacht sein müssen, den Gefahren zu begegnen, welche für die einzelnen Gewebe mit jeder Zerrungen veranlassenden Turgor- schwankung notwendig verknüpft sind. Beiden Forderungen wird genügt, indem sie ein mechanisches System ausbilden, das in seiner Leistungs- fähigkeit vom Wassergehalt nicht wesentlich beeinflusst wird.« Dass diesem Erfordernis gerade bei den Restiaceae in ganz außer- 590 , E. Gilg. ordentlicher Weise genügt ist, haben wir schon oft gesehen. Sehr treffend wird es auch dureh eine Bemerkung Grisepacn’s (I. e. p. 181) bewiesen, weleher sagt: »Hier (auf den Karrooflächen) werden die Steppengriiser durch Restiaceae verdrängt, die wegen der Härte ihres Halms als Futter ohne Wert sind«, Was dieser Ausspruch zu bedeuten hat, ergiebt sich ganz von selbst, wenn man bedenkt, von welcher Härte und Starrheit schon die Steppengrüser zu sein pflegen. 3. Dass ich die Parenchymscheide der Restiaceae als ein Wasser- gewebe auffasse, habe ich früher schon genauer ausgeführt. Es erübrigt noch, einige Vergleiche mit ähnlichen Bildungen anderer Pflanzen an- zustellen. Vorkens (l. c. p. 77) erwähnt solche Bildungen bei seinen Wüstenpflanzen und giebt einige Abbildungen (l. e. tab. XII, Fig. 2 elc.), welche fast vollig mit denen der Restiaceae übereinstimmen. Weil jedoch bei der großen Anzahl der von ihm untersuchten Wüstenpflanzen die Ver- hältnisse oft complicierter wurden und z. B. in der Parenchymscheide schleimerfüllte Zellen zu constatieren waren, so kam VoLkexs zu dem Resultat (l. c. p. 78), »dass den parenchymatischen Zellenzügen, welche die Bündel innerhalb der Blattspreite begleiten, keine einheitliche Aufgabe zufällt.« Doch setzt er gleich weiter hinzu, »es liegt nahe, sie mit dem Wasserversorgungssystem in Beziehung zu bringen.« 4. Über die mannigfachen im grünen Gewebe auftretenden Schutz- vorrichtungen kann ich mich hier deshalb kurz fassen, weil ich schon im beschreibenden Teil näher darauf eingehen musste. Im allgemeinen sind Schutzvorrichtungen im grünen Gewebe im Pflanzenreich viel seltener als bei der Epidermis vertreten, aber bei den Restiaceae giebt es verhältnis- mäßig nur wenig Gattungen, welche nieht auf diese Weise geschützt wären. Welche Bedeutung die longitudinal im Stengel verlaufenden Stränge oder Zellfäden von assimilierenden Zellen bei Anarthria polyphylla Nees besitzen (Taf. VII. Fig. 7 u. 8), ist ganz klar, und ich habe es schon kurz angedeutet. VorkeNs sagt an einer Stelle (l. c. p. 74): »Es zeige sich jetzt das Be- streben, die (Assimilations-) Energie zu steigern. Nach allem, was bisher feststeht, wird es dadurch zum Ausdruck kommen, dass sich neue Wände einschalten, dass sich die Zahl der Palissaden und zugleich damit die Zahl der Chlorophyllkórner vermehrt. Eine Ober- Nlächenvergrößerung im Sinne HanznrANDT's wird Platz greifen, freilich aber nur so lange vom gewünschten Erfolge sein, als das Zustrümen von Kohlen- säure mit ihrer Verarbeitung gleichen Schritt hält.« Wie sehr diese ganze Auseinandersetzung — abgesehen von der Palissadenbildung — gerade für diesen Fall passend ist, wird man leicht erkennen kónnen, wir haben ja gesehen, dass mit einer ganz gewaltigen Öberflächenvergrößerung reich- liche Intercellularenbildung verbunden ist. Ich habe nun noch einiges gerade über Intercellularen hier zu erläutern. Tscuimcu sagt an einer Stelle (l. e. p. 153), dass bei den Xerophyten »eine Beiträge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae. 591 Einschränkung der großen Intercellularen im Merenchym des Blattes auf kleine Durchlüftungsräume« immer zu bemerken sei. Er führt aus, wie dies eine Verringerung der Verdunstungsoberfläche im Innern des Blattes bedeute. — Wie soll ich nun mit diesen Thatsachen die eigentümliche Er- scheinung bei den Restiaceae in Einklang bringen, dass hier zwei ver- schiedene Intercellularsysteme im grünen Gewebe auftreten, die »Lüngs- kanäle« und dievGürtelkanäle« (Taf, VII. Fig. 3), ja dass sich bei der »Plattenbildung« (Taf. VIII. Fig. 5, 6, Taf. IX. Fig. 4, 2, 3) sogar das Assimilationsgewebe als ein sehr lockeres erweist, dass es überall unzählige, große Intercellularräume zeigt, welche nach den Ausführungen Tscnincn's zweifelhaft machen, dass wir es hier überhaupt mit xerophilen Pflanzen zu thun haben? — Ich glaube nun, dass wir gerade hier einen ausgezeich- neten Beweis für die Unrichtigkeit der Ansicht von Tseniren haben; da- gegen finden die Ausführungen von Vorkens (l. c. p. 7311.) ihre glänzendste Bestiitigung. Dieser Autor zeigt, dass wir die Intercellularen des grünen Gewebes nicht als hauptsächlich der Transpiration dienend betrachten dürfen, sondern dass sie vor allem darin ihre Bedeutung haben, »um dem Eindringen von Kohlensäure in das Innere der grünen Zellen eine größere Fläche zu bieten.« »Den Assimilationsprocess wirksamer zu gestalten, das ist ihre Hauptaufgabe.« Und dass gerade hier bei den Restiaceae eine un- gemein große Assimilationsenergie wird entwickelt werden können, das ergiebt sich schon daraus, dass oft bis zu drei Reihen typischer Palissaden über einander nachgewiesen werden konnten. Sehr gut kann man ferner an der Hand eines Beispiels, welches VoLKENS (l. c. p. 48 und 49) bei Capparis spinosa L. in der ägyptisch-arabischen Wüste beobachtet hat, sich eine Erklärung bilden für die Thatsache, dass in dieser Familie so ungemein viele Schutzeinrichtungen Anwendung ge- funden haben. Bei Capparis spinosa L. wird nämlich bei Eintritt der heißen und regenlosen Periode eine dichte, gleichmäßige, ununterbrochene Decke von Wachs auf den Blättern ausgebildet, »welche ihnen ihren toten, starren Charakter giebt.« Ähnliche Verhältnisse hat VoLkENs!) von anderen Xero- phyten geschildert, wo die Blätter mit einem dichten, »lackähnlichen « Überzug versehen sind. Solche Pflanzenteile sind natürlich von keiner Be- deutung mehr für die Assimilation, »nur eines ist gewonnen. ..., die fast vollständige Unterdrückung der stomatären Transpiration.« Von Capparis spinosa L. sagt Vorens ferner, dass hier die im Jugendzustand großlumigen Schließzellen der Spaltöffnungen bei Eintritt der heißen Jahreszeit so ge- waltig ihre Membranen verdicken, dass ein Öffnen und Schließen derselben 4) VoLkEns, »Über Pflanzen mit lackierten Blüttern«. Ber. d. deutsch. bot, Gesellsch. VIII. p. 1201, 599 E. Gilg, zur Unmögliehkeit wird. Darauf erfolgt dann noch die Wachsausscheidung, welehe die ganze Epidermis überdeckt. Auch bei den Restiaceae kommt ein solches Verdicken der SchlieBzell- membranen vor, aber meist nur an alten, schon Früchte tragenden Stengeln, wo eine Assimilation nicht mehr unumgänglich nötig ist. Anders ist dies bei solehen Exemplaren, welche noch vor der Blütezeit stehen oder erst zu blühen beginnen ; hier ist immer ein mehr oder weniger grofles, deutliches, meist auf dem Querschnitt keilförmiges Lumen der SchlieBzellen zu er- kennen. Denn da die Restiaceae hinsichtlich ihrer Blütezeit von den meisten Pflanzen ähnlicher Klimate abweichen und da sieh bei ihnen immer oder fast immer blühende und folglich der Ernührung bedürftige, assimilierende Stengel finden, so können ähnliche Vorrichtungen, wie sie VoLkENs be- schrieben hat, hier unmóglich zur Geltung gelangen. Nach den Untersuchungen von Leen t) werden diese Spaltöffnungen nur dann geóffnet sein, wenn eine gewisse Feuchtigkeit und damit Turges- cenz der Pflanze gegeben ist; geschlossen werden sie dagegen immer sein bei groBer Trockenheit der Luft und starker Insolation, um dadurch die Tran- spirationsgröße zu vermindern »und so die Gefahr eines zu weit gehenden Wasserverlustes abzuschwichen«. Weil aber dureh Spaltenschluss doch gewiss nicht ein durchaus sicherer Abschluss der äuBeren atmosphirischen Luft von der in den Intercellu- laren enthaltenen erzielt werden kann, deshalb sind die Schutzeinriehtungen vorhanden, welche, ohne ein solches Eindringen vóllig zu verhindern, doch dasselbe bedeutend erschweren, bei geüffneten Spalten dagegen bewirken werden, dass der Zufluss der atmosphärischen Luft ein ganz allmählicher, nie unvermittelt eintretender ist. Es ist so diesen Pflanzen die Gelegenheit gegeben, aus jedem Gewitter- schauer und jedem auch nur kurz andauernden feuchten Winde einen Gewinn zu ziehen, der gerade dann um so größer sein wird, wenn zu dieser Zeit eine müglichst weitgehende Assimilationsenergie entwickelt werden kann. Und dass gerade hierfür bei den Restiaceae Sorge gelragen ist, haben wir schon gesehen; es ist hier sowohl ein ungemein reiches Assimilationsgewebe als auch der zweite Hauptfactor, eine genügend freie Bahn für Zu- leitung von Kohlensäure gegeben. 5. Über die mannigfachen Schutzvorrichtungen, welche die Epider- mis zur Ausbildung gebracht hat, will ich hier kurz hinweggehen, da sie ja oben einzeln schon besprochen wurden, und über die Bedeutung dieser Bildungen (Haare, Einsenkung der Spaltóffnungen, Rillen etc.) schon viele genaue Beobachtungen vorliegen. Für die Restiaceae ist vor 1) LEITGER, Mitteilungen d. bot. Inst. zu Graz I. p. 195—183 Beiträge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae. 593 allen Dingen nicht aus dem Auge zu verlieren, dass die Epidermis nicht nur eine groBe Bedeutung hat ihrer oft sehr starken AuBenwand und der Entwicklung einer die Verdunstung hemmenden Cuticula wegen, sondern ganz besonders, weil sie, wie oben ausgeführt wurde, als ein mechanisches Gewebe functioniert. UL Versuch einer Verwertung der anatomischen Untersuchungen für die Systematik. is fragte sich nun nach Vollendung dieser Untersuchungen, ob die Resultate derselben — wenn auch nur teilweise — in Übereinstimmung ständen mit der morphologisch-systematischen Gruppierung dieser Familie, ob dieselben vielleicht herbeigezogen werden könnten zu einer möglichst natürlichen Einteilung der Restiaceae? — Zu erwarten war dies gewiss an und für sich nicht. Denn es stehen sich, wie zahlreiche Arbeiten der letzten Jahrzehnte gezeigt haben, die Er- gebnisse der anatomischen und morphologischen Untersuchung oft sehr schroff und unvereinbar gegenüber, wie dies z. B. Scnwexpener!) für die Einteilung der Gramineae nachgewiesen hat. Im Gegensatz hierzu haben Arbeiten von ENGLER, RADLKOFER, VESQUE u. a. gezeigt, dass die Gruppierung einer Familie nach anatomischen Prineipien bis ins kleinste zusammenfallen kann mit der nach systematischen Einteilungsmerkmalen und dass mit Hülfe der Anatomie oft leichter und schärfer zusammengefasst und ausein- ander gehalten werden kann, als nach den äußerlichen morphologischen Kriterien der älteren Systematik. [Enater: Araceae?) und Anacardiaceae’); Vesque: Capparidaceae#)]. Es ist ja auch gewiss sehr berechtigt zu fragen: Sollten nicht Pflanzen, bei denen wir in der Ausbildung der Blüte und Frucht Übereinstimmung finden, einander auch ebenso nahestehen in der Zusammensetzung und Anordnung ihrer Gewebeteile? Aber ebensowenig wie ein Systematiker verlangt, dass bei einer bestimmten Familie ein und dasselbe morphologische Kriterium sich bei allen Arten in gleicher Weise vorfinde, sondern dass hierfür auch ein anderes, durchaus verschiedenes eintreten kann, ebensowenig darf man von den anatomischen Befunden er- warten, dass gerade eine einzige, vielleicht auffallende Gewebeanordnung sich bei einer sonst eng zusammengehörigen Familie werde bei allen Arten resp. Gattungen beobachten lassen. — » Besonders eine schon vielfach behandelte Frage war mir bei dieser Untersuchung sehr interessant. Einen der Hauptstützpunkte für den Ein- 4) ScuwENDENER, Die Mestomscheiden der Gramineenblätter. Sitzber. d, Akad. d. Wiss. zu Berlin 4890, XXII. 2) A. ENGLER, Araceae, in DE CANDOLLE, Suites au prodromus Il. 1878. 8) A. ENGLER, Anacardiaceae, in DE CANDOLLE, Suites au prodromus IV. 1883. p. 474. 4) VESQUE, Annales des sciences naturelles; serie VI. Bd. XIII. p. 4f. Botanische Jahrbücher. XIII, Bd. 38 594 E. Gilg. wurf, dass die vergleichende Anatomie keine wesentlichen Bausteine fiir ein wahrhaft natürliches System zu liefern im Stande sei, bildet die allge- mein bekannte Thatsache, dass der innere Bau einer Pflanze durch die ver- schiedensten äuBeren Einwirkungen, besonders aber durch Anpassung an Klima und Standort, oft die durchgreifendsten Veränderungen erleidet. Da nun, wie wir gesehen haben, kaum eine Pflanzenfamilie gefunden wer- den könnte, welche in so reichem Maße ausgestattet ist mit diesen Anpas- sungserscheinungen, so wird man gerade an ihr am leichtesten studieren können, inwieweit solche äußere Einflüsse im Stande sein werden, eine gleichartige Ausbildung der Gewebe zu beeintrüchtigen. Diese Erwartung hat sich denn nun auch vollständig bestätigt. Und noch viel mehr, das Fol- gende wird zeigen, wie sehr eine anatomische Durcharbeitung dem Mono- graphen einer Familie die Arbeit zu erleichtern vermag, ja dass es in manchen Fällen ganz unmöglich ist, eine durchaus naturgemäße Anordnung des Ma- terials zu schaffen ohne Beihülfe der Anatomie. — In der Einleitung zu den Restiaceae in den »Genera plantarum« von BeNTUAM u. Hooker (I. c. I. p. 1028) wird gesagt: »Generum specierum- que definitio accurata et ordinatio opus est diffieillimum«. Und dies ist auch in Wirkliehkeit der Fall, wenn man nur vom morphologi- schen Standpunkt diese Familie behandelt; man bedenke nur die Ein- fórmigkeit in Habitus, Blüte und Fruchtbildung, besonders aber die Zwei- häusigkeit, welche vor allem das Erkennen der zusammengehörigen Ge- schlechtspflanzen bedingt und dadurch die Arbeit in ganz enormem Maße erschwert. Nach der anatomischen Methode dagegen ist das Feststellen der einzelnen Gattungen meist ungemein leicht und in sehr vielen Fällen lässt sich die Bestimmung auch bis auf die Art durchführen. Vor allem aber kann die anatomische Untersuchung helfen im Bemessen der Wichtigkeit, welche man einem morphologischen Merkmal beilegen darf, um dadurch Unterfamilien, Gattungen u. s. w. bis zur Art herab abzugrenzen. Wie wichtig gerade dieser Gesichtspunkt ist, wird aus dem folgenden leicht er- kannt werden können. — Zunächst einmal muss festgestellt werden, dass bei den Restiaceae im allgemeinen die Anpassungserscheinungen nicht die Übersicht über die Gattungsmerkmale stören, son- dern sie im Gegenteil verschärfen. Denn wenn eine Anpassungs- erscheinung sich bei einer Art bemerkbar macht, so kann man mit großer Sicherheit erwarten, dieselbe Erscheinung bei allen Arten dieser Gattung wiederkehren zu sehen. Ausgenommen hiervon sind allerdings in der Regel die Spaltöffnungen, welche bei derselben Gattung oberflächlich liegen, schwach muldenförmig oder tief eingesenkt sein können. Ein gules Beispiel für alle diese Verhültnisse liefert die Gattung Leptocarpus R. Br. Diese einzige Gattung hat eine viel weitere Verbreitung gefunden als die übrigen Restiaceae. Ihre Vertreter finden sich (wenn man die Gattung so Beitrüge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae. 595 fasst, wie ich dies weiter unten thun werde) in Australien, Neuseeland, Chatham Islands, eine Art in Chile und eine Art in Cochinchina. Als An- passungserscheinung ist bei ihnen zur Ausbildung gelangt der Mantel aus Fächerhaaren, wie er oben beschrieben wurde. Nur eine Art besitzt diese Anpassungserscheinung nicht, die den einzigen Vertreter dieser Familie in Cochinchina darstellt, einem Lande, das zwar ebenfalls ein tropisches Klima besitzt, aber nicht vergleichbar dem von Australien mit seiner den gréBten Teil des Jahres hindurch dunstfreien Atmosphiire, sondern in dem fast be- ständig eine mit Wasserdämpfen gesättigte, feuchttropische Atmosphäre herrscht. Infolge dessen gelangte der schützende Triehommantel nicht zur Ausbildung, oder aber er wurde wieder rückgebildet. Alle übrigen Arten dieser Gattung besitzen die Fiicherhaare, manche in sehr dichten Schich- tungen, fest zusammengedrängt, manche nur sehr locker, wie z. B. Lepto- carpus coangustatus Nees nur ganz vereinzelte dünne Trichome aufweist. Trotzdem wir hier gerade eine Ausnahme von der Regel haben, indem also hier eine Art vorliegt, welche von allen übrigen in einem Punkte — einem Anpassungsmerkmal — abweicht, so sind doch alle Arten dieser Gattung ohne jede Ausnahme dem anatomischen Habitus nach so eng ver- bunden und besitzen einen so charakteristischen Bau, dass ihre Zusammen- gehörigkeitohne jede Frage ist. Dagegen ist die Lage der Spaltóffnungen ge- rade in dieser Gattung so verschieden als nur möglich. Ganz oberflächliche Spaltöffnungen besitzen: Leptocarpus disjunctus Mast. aus Cochinehina und L. chilensis Gay aus Chile. Nur wenig eingesenkte Spaltéffnungen zeigen L. aristatus R. Br., L. simplex Ach. Rich. und eine Art von Leplocarpus, welche unbestimmt von den Chatham Islands im Berliner botanischen Mu- seum liegt. Tief eingesenkte Spaltöffnungen (cylindrische Vertiefung) be- sitzt Leptocarpus Brownii Hook. f. und endlich‘ sehr tief muldenförmig ein- gesenkte Spaltüffnungen weisen L. tenax R. Br. (und L. coangustatus Nees?) auf. — Aber in der ganzen Gattung sind die taxinomischen Charaktere genau dieselben geblieben, obgleich die ephar- monischen oft nicht unbedeutenden Einfluss ausgeübt haben. — Die einzelnen Arten der Restiaceae sind fast sámtlich schon unter mehreren Namen beschrieben worden, da die Schwierigkeit ihrer sicheren Bestimmung eine ganz enorme ist. So kam es auch, dass viele Arten schon zu 3—4 Gattungen gestellt wurden, besonders da auch schon viele Autoren ganz speciell sich mit dieser schwierigen Familie beschüftigt haben, so Ners, KUNDT, STEUDEL, MASTERS etc. Es wiire für mich eine sehr schwierige Arbeit gewesen, festzustellen, in wieweit die morphologische Gruppierung dieser Familie mit der anato- mischen übereinstimmt, wenn nicht diese von verschiedenen Autoren aus- geführten Untersuchungen mir schon zur Hand gewesen wären. Das Restiaceenmaterial des Berliner botanischen Museums ist geordnet 38* 596 E. Gilg. — so weit dies möglich war — nach der Monographie von Masters. Die Bruchstücke, welche ich zur anatomischen Untersuchung aus diesem Mu- seum erhielt, trugen infolgedessen auch die von Masters festgestellten Namen. Es erregte bald mein Erstaunen, dass ófters die anatomischen Bilder einer der Gattungen sich in mehrere Typen scharf trennen ließen. Als ich darauf hin nun die Monographie von Masrers durchsah, fand ich, dass dieser versucht hatte, die von anderen Autoren, besonders Ners und Kunti aufgestellten Gattungen einzuziehen, um sie wieder nach weiteren, umfassenderen Gesichtspunkten zu größeren Gattungen zusammenzustellen. So hatte ich nun in den meisten Fillen einen sehr guten Anhalt gewonnen, um ohne eigene morphologische Untersuchung beurteilen zu künnen, ob mit der Verschiedenheit des anatomischen Baues, welchen eine Art den übrigen Arten einer Gattung gegenüber aufwies, auch eine morphologische Differenzierung Hand in Hand ginge. Dass dies wirklich der Fall ist und dass bei fast allen Arten durchgreifende Übereinstimmung besteht zwischen äußerem und innerem Bau, das ließ sich auf diese Weise leicht constatieren. Ganz besonders aber verdient hier hervorgehoben zu werden, dass eine Übereinstimmung und Trennung nach Stengelquerschnitten viel schärfer und schneller zu constatieren ist, als infolge einer Unterscheidung der Blüten- oder Fruchtmerkmale, und dass in den allermeisten Fällen schon eine sehr schwache VergriBerung genügt, um damit sofort die Gattung zu bestimmen, zu welcher die betreffende Art gehürt. Zu wie unglücklichen Resultaten oft Masters gelangt, dadurch, dass er versuchte, vorher aufgestellte Gattungen unter erweiterter Diagnose zu ver- einigen, besonders aber, dass er südafrikanische und australische Arten in eine Gattung neben einander stellte, lässt sich an vielen Beispielen scharf nachweisen. So hat er z. B. zu der von R. Brown aufgestellten australischen Gat- tung Leptocarpus die südafrikanische, von Kuntu begrenzte Gattung Calo- psis gezogen. Dass diese beiden Gattungen in Wirklichkeit scharf von einander getrennt sind, kann man auf jedem Querschnittsbild leicht con- statieren. Der Stengelquerschnitt von Leptocarpus zeigt kleinlumige, qua- dratische Epidermiszellen mit unverdickten, gestreckten Radialwänden, schwach verdickter Außenwand und meist einen die Epidermis überdecken- den Mantel von Fächerhaaren. Der mechanische Ring ist von Zeit zu Zeit schwach nach außen gebogen, auf diesen vorgeschobenen Leisten sitzen immer die subepidermalen, longitudinal verlaufenden, das Assimilations- gewebe in Kammern teilenden, starken Stützzellen auf. Das Assimilations- gewebe ist in »Horizontalplatten« angeordnet und hat nie Schutzzellen. Ganz anders Calopsis Kth. Hier ist die Epidermis großzellig, die Außenwand immer stark verdiekt, die Radialwände mehr oder weniger stark gewellt und teilweise auch verdickt; nie ist Trichombildung vorhan- den. Das Assimilationsgewebe ist nie durch Stützzellen in Kammern ein- Beiträge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae. 597 geteilt, es besteht immer aus typischen, mit Längs- und Gürtelkanälen ver- versehenen Palissaden und ist immer mit den bekannten Schutzzellen ausgerüstet. — Wie man sieht, kónnte man kaum zwei verschiedenere Typen finden, als gerade diese, ganz abgesehen davon, dass sie auch durch morphologisehe Unterschiede, welchen allerdings Masters gerade in diesem Fall zu wenig Wert beigelegt hat, getrennt sind. — Vom ersten Typus (Leptocarpus R. Br.) habe ich untersucht: L. tenax R. Br., L. Brownii Hook. f., canus Nees, simplex Ach. Rich., simplex p. fasciculatus Mast., aristatus R. Br., chilensis Gay, coangustatus Nees, dis- junctus Mast. Vom zweiten Typus (Calopsis Kth.) standen mir zu Gebote: Leptocarpus paniculatus Mast. (Calopsis paniculata Desv.), L. incurvatus Mast. (C. incur- vata Kth.), L. oxylepis Mast. (C. oxylepis Kth.), L. peronatus Mast. (C. pero- nala Kth.), L. peronatus B. hirtellus Mast. (C. hirtella Kth. — keine Varietät von L. peronatus Mast), L. neglectus Mast. (C. neglecta Hochst.) und Lepto- carpus Bourchellii Mast., welcher von Masters erst in seiner Monographie beschrieben wurde. — L. modestus Mast. dagegen, welchen Kuntn nicht zu Calopsis, sondern zu Thamnochortus Berg. (Thamn. modestus Kth.) gestellt hat, zeigt auch den typischen anatomischen Bau von Thamnochortus Berg. und.wird von Masters meiner Ansicht nach mit Unrecht hierher gestellt. — Ganz ühnlich verhilt es sich mit der Gattung Hypolaena R. Br., wo noch mehr streng gesehiedene anatomische Typen als bei voriger vereinigt sind. Zuerst einmal ist hiervon die Gattung Lococarya R. Br., in Australien einheimisch, abzutrennen, wie dies schon nach der Masters’schen Mono- graphie durch Brvrnaw et Hooker!) und von Hieronymus?) gethan wurde. Gerade von dieser Gattung will ich anatomische Charaktere hier nicht an- führen, da mein Material in vieler Beziehung mangelhaft war. Doch hoffe ich, dieses Versäumnis in einer späteren Arbeit nachholen zu können, Hypolaena tenuis Mast. ist nichts anderes, als der — wie wir schon üfters gesehen haben — anatomisch einzig dastehende Vertreter der mono- typen Nexs’schen Gattung Anthochortus (A. Ecklonii Nees). Masters führt in seiner Monographie diese Gattung als zweifelhaft auf, weil er das Original. exemplar von Ners nicht gesehen hatte. Da dieses aber im Berliner bota- nischen Museum liegt, so war es für mich leicht zu constatieren, dass diese beiden aufgestellten Arten identisch sind. Anthochortus Nees ware also nun zu charakterisieren dureh groBzellige Epidermis, welche nur an den Kanten des vierkantigen Stengels Spaltóffnungen führt. Unter der Epi- dermis der Flüchen des Stengels verlaufen die subepidermalen, plattenfür- migen Rippen, welche durch 4 radiale starke Tráger mit dem mechanischen Ring verbunden werden. Das Assimilationsgewebe ist infolge dessen auf 1) »Genera plantarume III. p. 1033, 3) ENGLER und PnaxrL, »Die natürlichen Pflanzenfamilien«. Leipzig, IL, 4. Abteil., p. 9. 598 E. Gilg. die Kanten beschränkt. Aber auch hier liegt unter der Epidermis eine etwa palissadenartige Schicht von starkwandigen Zellen, welche nur durch ihre Intercellularen (Längskanäle) Luft zu den grünen Zellen zutreten lässt. Das Assimilationsgewebe ist in radial-horizontale Platten angeordnet. Sehr gut charakterisiert ist ferner die australische Gattung Calostrophus F. Müll. (Calorophus Labill.). Wir finden hier eine sehr kleinzellige Epi- dermis mit ungemein stark verdickter Außenwand, unverdickte Radial- wände, oberflächlich liegende Spaltóffnungen, deren Schließzellen sehr starke äußere Cuticularleisten besitzen. Assimilationsgewebe einschichtig, aus starken, eng zusammenschließenden, mit Gürtel- und Längskanälen ver- sehenen Palissaden zusammengesetzt. Ohne Schutzzellen. Grundparenchym nirgends vertrocknend, überall von Leitbündeln durchsetzt. — Von den hierher gehörigen Arten konnte ich untersuchen: Hypolaena lateriflora Benth. (= Calostrophus lateriflorus F. Müll), Hypol. lateriflora fij minor Mast. (= C. minor Hook. f.), H. elongata Mast. (= C. elongatus V. Müll.) s stand mir also nur eine Art nicht zu Gebote. — Die nun noch übrigbleibenden Arten dieser von Masters zusammenge- stellten Gattung lassen sieh wieder in drei scharf getrennte Abteilungen bringen. Zuerst scheiden sich wieder die australischen von den afrika- nischen Arten ab, Es sind dies die von Bextuan!) unter » Euhypolaena« zu- sammengestellten und von R. Brown ursprünglich als einzige Vertreter von Hypolaena aufgestellten Arten Hypolaena fastigiata R. Br. und H. ewsulca R. Br. Ihrem anatomischen Bau nach gehören diese beiden Arten zu Lep- tocarpus R. Br., so dass ich nicht im Stande wäre, ein unterscheidendes Merkmal anzugeben. Sind diese beiden Formenkreise morphologisch nicht zu vereinigen, woran ich aber zweille, so wäre das der einzige Fall, dass zwei anatomisch übereinstimmende und von allen übrigen Arten so scharf (Fächerhaare, subepidermale Träger, Plattenbildung des Assimilationsge- webes) getrennte Formenkreise eine verschiedenartige morphologische Aus- bildung erfahren haben sollten. — Die bis jetzt noch nicht besprochenen, ausschließlich afrikanischen Arten von Hypolaena sind wieder leicht in zwei Gruppen zu bringen. Das ist gewiss in keiner Weise erstaunlich, da von den 10 hierher gehörigen Formen 5, von Masters selbst aufgestellte, ein Fragezeichen tragen! — Die erste Gruppe ist ausgezeichnet durch die oben schon erwähnte, eigentümliche »Hügelbildung« der Epidermis, wo immer auf dem höchsten Punkte dieser Ausstülpung der im Ganzen sonst sehr kleinzelligen Epi- dermis die Spaltöflnung gelegen ist. — Von diesen Arten konnte ich unter- suchen: Mypolaena laxiflora Nees, impolita Mast., aspera Mast., gracilis Mast. — Hierher rechne ich auch Restio Lowocarya Mast. (— Mypolaena pubescens Nees), welche sich in jeder Einzelheit an diese Arten anschließt 1 Bentham, »Flora Australiensis« VIL p. 238. Beiträge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae. 599 und deren Zusammengehörigkeit mit Hypolaena Ners wohl besser erkannt hat als MASTERS. Die andere Formenreihe besitzt eine meist ungemeiu grofizellige Epi- dermis mit starker Außenwand und sehr zarten, ungewellten Radialwanden ; von einer »Hügelbildung « ist hier durchaus keine Andeutung zu finden. — Hierher gehören die Arten: Hypolaena Eckloniana Mast. , filiformis Mast., virgata Mast. In der Gattung Willdenowia Thbg. treten uns ebenfalls zwei nach ana- tomischen Typen streng geschiedene Formenkreise entgegen. Die drei Arten Willdenowia striata Thbg. (= Nematanthus Ecklonii Nees), W. sulcata Mast. und W. cuspidata Mast. besitzen einen mechanischen Ring, von welehem weit in das dreischichtige Assimilationsgewebe gegen die Epi- dermis zu vorspringende Rippen ausgehen. Auf diesen Rippen sitzen dann die radial gestreckten, subepidermalen Pfeiler- oder Strebezellen auf, welche das Assimilationsgewebe in viele Kammern teilen. Alle übrigen Formen von Willdenowia, von welchen mir W. teres Thbg., Lucaeana Kth., arescens Kth., fimbriata Kth., humilis Nees (= brevis Nees?) zu Gebote standen, besitzen diese subepidermalen Rippen und Trager nicht. Sie haben alle ein den ganzen Raum zwischen Epidermis und Parenchymscheide aus- füllendes, zweischichtiges Assimilationsgewebe. Die Epidermis ist bei diesen Formen mit ungemein verdickten Radialwänden versehen und erreicht eine Höhe bis zu 92 u. — Ich glaube ganz bestimmt, dass die drei oben angeführten Formen alle unter Nematanthus Nees zusammengefasst werden müssen. Denn wie wir . gesehen haben, hat der — wie wir hier überall beurteilen können — sehr scharfsichtige und genaue Forscher Ness die eine Form — Willdenowia striata Thbg. — von Willdenowia abgetrennt und als alleinigen Vertreter einer monotypen Gattung aufgestellt. Die beiden anderen Arten waren damals aber noch nicht bekannt und wurden erst von Masrers bestimmt. Dass dieser übrigens auch ihre Zusammengehörigkeit erkannt hat, ergiebt sich daraus, dass er die 3 Formen unter den 8 Arten von Willdenowia dicht neben ein- ander gestellt hat. — Wenn übrigens Masters Willdenowia brevis Nees zu W. teres Thbg. rechnet, so glaube ich, dass dies ganz richtig ist, denn diese beiden Exemplare stimmen im anatomischen Bau ganz auffallend überein. — Die im Berliner Herbarium unter den Namen : Willdenowia elongata Klotzsch, Elegia elongata Link und Elegia devia Link liegende, von Brraius am Kap gesammelte Art ist nichts anderes als Lamprocaulos Neesi: Mast., oder eine neue noch nicht beschriebene, dieser ganz nahestehende Art, wie jeder Querschnitt sofort zeigt. — In ähnlicher Weise getrennt ist die Gattung Hypodiscus Nees in drei, nach anatomischen Charakteren leicht zu unterscheidende Gattungen: Hy- podiscus Nees, Leucoploeus Nees und Lepidanthus Nees. Doch werde ich mich hier beschränken, die untersuchten Arten anzuführen, und verweise 600 E. Gilg. auf die weiter unten folgende genaue Einteilungstabelle der Restiaceae nach anatomischen Principien. — Von Hypodiscus Nees konnte ich untersuchen : H. aristatus Nees, Oli- verianus Mast., albo-aristatus Mast., nitidus Nees, rugosus Mast., binatus Mast. ; von Leucoploeus Nees : Hypodiscus argenteus Mast. (== Leucopl. argenteus Nees), H. Neesti Mast. (== L. striatus Nees), H. striatus Mast. (= Boeckhia striata Kth., welche ich auch zu Leucoploeus ziehe, da sich anatomisch durch- aus kein Unterschied feststellen lässt); zu Lepidanthus Nees ist nur eine einzige Art gehörig, Hypod. Willdenowia Mast. (= Lepidanthus Willdenowia Nees). — Auch unter der Gattungsdiagnose von Thamnochortus Berg. hat Masters zwei Gattungen vereinigt, Thamnochortus Berg. und Slaberoha Kth. Dieselben sind nicht nur anatomisch, sondern auch morphologisch sehr leicht zu trennen, denn Bextuam et Hooker (I. c. pag. 1034) und Hiero- NYMUS (I. c. pag. 9) haben seit Masters die Gattung Staberoha wiederherge- stellt. Von dieser Gattung standen mir zu Gebote: Thamnochortus imbri- calus Mast. (St. imbricata Kth.), Th. umbellatus Mast. (St. umbellata Kth.), Th. cernuus Mast. (St. cernua kth.) , Th. distichus Mast. (St. disticha Gilg). Von Thamnochortus Berg. untersuchte ich: Th. spicigerus R. Br., giganteus Kth., dichotomus R. Br., elongatus Mast., erectus Mast., Bourchellii Mast., platypleris Kth., floribundus Kth.; in mancher Beziehung nehmen eine Sonderstellung ein: Th. fruticosus Berg. und Th. argenteus Kth. — Sehr interessant ist die nahe Verwandtschaft von Elegia L. und Dovea Kth. in anatomischer Beziehung. Es sind dies — Lamprocaulos eingeschlossen — die einzigen Gattungen, wo bei den Restiaceae zweischichtige Epidermis vorkommt. Auch ist charakteristisch für sie, dass das Grundparenchym in der Mitte nicht vertrocknet, sondern bestehen bleibt und überall von Gefäß- bündeln durehzogen wird. Nach dem anatomischen Bau sind die Arten dieser beiden Gattungen nicht oder doch nur sehr schwer von einander zu trennen. Es ist dies der einzige Fall — Leptocarpus R. Br. und Hypolaena R. Br. (vor- läufig) ausgenommen —, dass zwei Gattungen dieser Familie nicht durch scharfe anatomische Charaktere von einander geschieden sind. Doch ist dies gerade hier nicht erstaunlich, da Dovea und Elegia einander habituell ungemein nahe stehen und sie auch nur durch ganz geringe morpholo- gische Unterschiede getrennt sind. Obgleich Masters dies zugiebt und sogar speciell erwähnt, so hat er doch die beiden Gattungen in seiner Anordnung weit von einander getrennt. Viel richtiger ist in dieser Hinsicht die Zu- sammenstellung der Gattungen bei Bentuam et Hooker und Hieronymus, wo dieselben zusammen mit Askidiosperma Steud. — welche ich leider nicht untersuchen konnte — dicht neben einander gestellt werden. — Das größte Interesse aber verdient die Gattung Anarthria R. Br. Wie wir schon oft im vergleichend anatomischen Teil gesehen haben, ist diese Gattung in jeder Hinsicht nach anatomischen Principien von allen andern Beitrüge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae. 601 Arten der Restiaceae verschieden, und da sie auch in morphologischer Hin- sicht durch ihre ausgesprochene Laubblattbildung allen übrigen Restiaceae gegenübertritt, so ist gewiss die Annahme berechtigt, dass dieselbe vielleicht von dieser Familie tiberhaupt abzutrennen sei. — Während sich bei sámt- lichen übrigen Restiaceae trotz ihrer groBen Gewebedifferenzierungen doch so viel Gemeinsames nachweisen lüsst, dass ihr anatomischer Bau sie ebenso streng zusammenhält, wie er sie von anderen Familien scharf scheidet, so macht hiervon gerade Anarthria R. Br. eine solche Ausnahme, dass es mir unmöglich wäre, auch nur einen einzigen Punkt zu nennen, worin sich eine gewisse Übereinstimmung im anatomischen Bau finden ließe. Diese Gattung ist den übrigen Restiaceae gegenüber leicht dadurch zu charakte- risieren , dass ihnen entweder ein mechanischer Ring völlig fehlt oder aber, wenn ein solcher vorhanden ist, derselbe sehr schwach ausgebildet und ent- weder durch innerhalb desselben sehr gedrängt liegende Bündel von »Faser- tracheiden« oder aber durch vereinzelte subepidermale, sich an den mecha- nischen Ring nicht anlehnende Stereomstränge verstärkt wird. Worin der Grund hierfür zu suchen ist, haben wir schon gesehen. Es steht eben hier- mit im Zusammenhang die gar nicht oder doch nur in unbedeutendem Grade erfolgte Ausbildung von Assimilationsgewebe im Stengel, da ja Anarthria R. Br. die einzige Gattung der Restiaceae ist, in welcher typische assimi- lierende Blattorgane entwickelt werden. — Am interessantesten wäre gewiss in systematischer wie besonders pflanzengeographischer Beziehung die Durchforschung der groBen Gattung Restio L. gewesen; da mir hierfür aber leider sehr viel Material — z. B. fast alles australische — fehlte, so musste ich jetzt noch darauf verzichten, be- halte mir aber diese Gattung für eine spätere ausführliche Untersuchung vor. Überbliek über die anatomischen Charaktere des Stengels der Restiaceengattungen. Leider muss ich in dieser Tabelle aus oben angegebenen Gründen die Gattungen Restio L. und Loawocarya Benth. übergehen, da mir wie bei manchen monotypischen Gattungen das nötige australische Material fehlte. Ich werde die Gattungen in derselben Reihenfolge besprechen, wie sie bei Encrer-Prantı und Bextuam er Hooker auf einander folgen, da mir diese Zusammenstellung viel natürlicher erscheint als die von Masters. Die ephar- monischen Charaktere werde ich immer in eckiger Klammer beifügen. — 4. Lyginia R. Br. Epidermis stellenweise sehr großzellig, dann regelmäßig durch eine schief inserierte |tief eingesenkte] Spaltöffnung mit einer kleinzelligen Partie der Epidermis verbunden, diese dann wieder stufenweise an Größe zunehmend. Radial- wände der Epidermis stark gewellt und sehr stark verdickt. (Assimilationsgewebe un- bestimmbar, konnte an dem trockenen Material nicht mehr erkannt werden.) Das ganze Assimilationsgewebe in Kammern geteilt durch unregelmäßig unter der Epidermis ver- laufende, starke und breite Strebepfeiler. Parenchymscheide großzellig, große octaédri- sche Krystalle führend. Mechanischer Ring schwach. Gefäßbündel durch das ganze 602 E. Gilg. Grundparenchym zerstreut. Gefäße treppenförmig verdickt, mit behöften Tüpfeln, die Höfe sehr breit. 2. Ecdeiocolea F. Müll. 3. Anarthria R. Br. Epidermis immer kleinzellig, die Zellen ungefähr quadratisch auf dem Querschnitt; immer nur wenig oder gar kein Chlorophyll führendes Gewebe, welches longitudinal oder radial angeordnet sein kann, kein mechanischer Ring oder aber, wenn vorhanden, wenigstens nur ein ganz schwacher, meistens nur Gurtungen von mechanischen Zellen; oft gar keine oder doch wenigstens sehr englumige Gefäße, welche starkwandig und behöftporig sind, 4. Lepyrodia R. Br. Epidermis ziemlich kleinzellig, Außenwand nicht oder doch wenigstens kaum verdickt, Radialwände sehr stark gewellt, unverdickt, Assimilations- gewebe in zwei Lagen, die äußere aus gerade gestreckten Palissaden, die innere aus Schwammparenchym bestehend, Parenchymscheide 1—2 Lagen stark. Mechanischer Ring ziemlich schwach, die Gefäßbündel sich sämtlich von innen an denselben an- lehnend, Grundparenchym in der Mitte vertrocknet und zerrissen, 5. Restio L. 6. Dovea Kth. Epidermis zweischichtig, die innere Schicht viel höher als die äußere, Außenwand ziemlich verdickt. Radialwände zart, ungewellt, Spaltöffnungen nicht oder nur wenig eingesenkt. Assimilationsgewebe zweischichtig, beide Schichten gleich- arlig. (Mit typischen Schutzzellen.] Parenchymscheide 2— 3schichtig. Mechanischer Ring stark, Grundparenchym in der Mitte nicht oder doch nur sehr selten vertrocknend, überall von zahlreichen Leitbündeln durchsetzt. Gefäße einfach getüpfelt, zartwandig. 7. Askidiosperma Steud. 8. Elegia L. Anatomisch nicht von Dovea Kth. zu trennen. (9. Lamprocaulos Mast. Unterscheidet sich von Dovea Kth. und Elegia L. dadurch, dass die äußere Schicht der Epidermis hornartig ausgezogen ist und dadurch die [Spalt- öffnungen scheinbar sehr tief eingesenkt liegen]. Grundparenchym in der Mitte ver- trocknet, Gefäßbündel deshalb peripherisch gelagert, 40. 9. Leptocarpus R. Br, Epidermiszellen im Querschnitt ungeführ quadratisch, AuBenwände kaum verdickt, Radialwünde zart und ungewellt. [Epidermis (mit einer Ausnahme) von einer dichten Hülle verflochtener Fücherhaare bedeckt]; [Spaltóffnungen meist eingesenkt]. Assimilationsgewebe in Horizontalplatten angeordnet, nie Palissaden mit Gürtelkanälen. Parenchymscheide einschichtig, Mechanischer Ring ziemlich stark, regelmäßig mit Vorsprüngen ins chlorophyllführende Gewebe, auf welchen die reihen- fórmig (longitudinal) angeordneten Stützzellen aufstehen. Leitbündel immer innen an den mechanischen Ring angelehnt oder wenigstens peripherisch im Grundparenchym eingebettet, welches in der Mitte sehr weithin vertrocknet ist. Gefäße mit einfachen breiten Poren, treppenförmig verdickt. (11.) 9, Calopsis Kth. Epidermis großzellig, Außenwand immer stark verdickt, Ra- dialwände mehr oder weniger stark gewellt und teilweise verdickt. Spaltóffnungen nicht oder nur ganz unbedeutend eingesenkt. Nie Trichombildung. Assimilationsgewebe aus zwei Lagen typischer mit Längs- und Gürtelkanälen versehener Palissaden gebildet, [besitzt immer die typischen Schutzzellen]. Parenchymscheide aus zwei Zelllagen ge- bildet. Mechanischer Ring mit eingelagerten und angelehnten Gefäßbündeln. Grund- parenchym überall von Gefäßbündeln durchzogen, aber nur um die Bündel herum starkwandig bleibend, sonst überall vertrocknend und verschwindend. Die Gefäße können einfach oder behöftporig sein und sind meist treppenförmig verdickt. (12.) 10. Loxocarga R. Br. 43.) 44. Lepidobolus Nees. Epidermis sehr kleinzellig, Außenwand und Radialwände stark verdickt, Spaltöffnungen nicht eingesenkt (die Epidermiszellen um die Spalt- offnungen herum sind nach innen ausgezogen und bilden so eine tiefe, die Atemhöhle Beitrâge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae. 603 umgebende Röhre]. Assimilationsgewebe aus einer Lage starker, straffer, mit Längs- und Gürtelkanälen versehener Palissaden bestehend. Parenchymscheide aus einer Lage starkwandiger, chlorophyllführender Zellen zusammengesetzt, oft untermischt mit chlo- rophylllosen Zellen, die U-förmig verdickt sind und wahrscheinlich Schleim enthalten. Mechanischer Ring sehr stark, mit vielen eingelagerten und angelehnten Gefübündeln ; Grundparenchym in der Mitte zerreiBend, GefüBbündel peripherisch gelagert. Gefäße mit behöften Poren, treppenförmig verdickt. (14.) 12. Chaetanthus R. Br. (45.) 43. Onychosepalum Steud. (16.) 14. Thamnochortus Berg. Epidermis sehr sroßzellig mit stark verdickter Außen- wand und ebenso stark verdickten und gewellten Radialwänden. Spaltóffnungen nicht ein- gesenkt [mit typischen Schutzzellen im Assimilationsgewebe], Palissaden mit Längs- und Gürtelkanälen. Parenchymscheide aus 2—3 Zelllagen gebildet. Mechanischer Ring sehr stark, mit vielen Gefäßbündeln. Grundparenchym überall von Bündeln durchsetzt, welche unter einander durch starke Parenchymzellreihen verbunden sind; alles dazwischen ge- legene Gewebe vertrocknet und wird durch große Luftgänge ersetzt. Gefäße immer be- höftporig und starkwandig. (17.) 45. Staberoha Kth. Epidermis großzellig, Außenwand stark verdickt, Radial- wände zart und nicht gewellt. Spaltóffnungen nicht eingesenkt [mit typischen Schutzzellen]. Assimilationsgewebe aus zwei Lagen typischer, mit Langs- und Gürtelkanälen ver- sehener Palissaden gebildet. Parenchymscheide 1—2schichlig. Mechanischer Ring mäßig stark mit nur wenig angelehnten Gefäßbündeln. Grundparenchym in der Mitte zerreiBend, deshalb nur im peripherischen Teil von Leitbündeln durchzogen. Gefäße treppenförmig verdickt, mit einfachen Poren. (18.) 46. Hypolaena R. Br, (= Euhypolaena Benth.). Anatomisch nicht von Lepto- carpus R. Br. zu unterscheiden. (49.) 16. Calorophus Labill. (= Calostrophus F. Müll.) Sehr kleinzellige Epidermis, mit ungemein stark verdickter Außenwand, unverdickten, gestreckten Radialwänden. Spaltöffnungen nicht eingesenkt. Assimilationsgewebe einschichtig, aus starken, ge- streckten, mit Längs- und Gürtelkanälen versehenen Palissaden zusammengesetzt. Ohne Schutzzellen. Grundparenchym nirgends vertrocknend, überall von Gefäßbündeln durchsetzt. Gefäße treppenförmig verdickt, mit einfachen Poren. (20.) 16. Anthochortus Nees. Großzellige Epidermis, welche nur an den Kanten des vierkantigen Stengels Spaltöffnungen trägt. Unter der Epidermis der Flächen des Stengels verlaufen die subepidermalen, plattenförmigen Rippen, welche durch vier starke radiale Träger sich an den mechanischen Ring anlehnen. Das Assimilationsgewebe ist infolge dessen auf die Kanten beschrünkt. [Aber auch hier liegt unter der Epidermis eine fest zusammenschließende Schicht von starkwandigen, chlorophylllosen Zellen, welche nur durch ihre Intercellularen (Längskanäle) Luft zu den grünen Zellen zutreten lassen. Assimilationsgewebe in radiale Platten angeordnet. Parenchymscheide einschichtig. Mechanischer Ring sehr schwach, durch sehr starkwandiges Grundparenchym verstärkt, in ihm eingebettet oder von innen angelehr.t die Leitbündel. Grundparenchym in der Mitte zerrissen, Gefäßbündel deshalb nur im peripherischen Teil; Gefäße treppenförmig verdickt, mit einfachen Poren. : (21.) 16. Rest aller Arten, welche MASTERS zu Hypolaena R. Br. stellt (»Afri- canae« Benth. et Hook.). 4. Epidermis sehr großzellig mit starker Außenwand und sehr zarten, ungewellten Radialwänden, Spaltöffnungen nicht eingesenkt [mit typischen Schutzzellen]. Assimila- tionsgewebe aus 2 Schichten von Palissaden bestehend, welche Längs- und Gürtelkanäle besitzen; Parenchymscheide einschichtig. Mechanischer Ring mäßig stark, an ihn an- gelehnt sehr wenig Gefäßbündel, diese meist in dem in der Mitte vertrocknenden Grund- parenchym peripherisch eingelagert. 604 F. Gilg. 2. Unterscheidet sich von den vorhergehenden Formen dadurch, dass im Allge- meinen die Epidermis sehr kleinzellig ist und nur an den Stellen sehr grofizellig wird, wo eine Spaltóffnung liegt, sodass hierdurch »Hügelbildung« bewirkt wird, Die AuBen- wand ist hier immer ungemein stark verdickt. Im Übrigen den vorhergehenden Arten fast vollig gleich. (22.) 17. Hypodiscus Nees. Epidermis meist sehr großzellig, Außenwand sehr stark verdickt, Radialwände mehr oder weniger stark verdickt und gewellt. Spaltóffnungen nicht eingesenkt [mit typischen Schutzzellen]. Assimilationsgewebe aus zwei Lagen meist sehr locker stehender und nur weite Längskanäle führender Palissaden gebildet. Paren- chymscheide einschichtig. Mechanischer Ring mäßig stark mit vielen eingelagerten und von innen anliegenden Gefäßbündeln. Grundparenchym in der Mitte weithin vertrocknet, die Gefäßbündel peripherisch gelagert. Gefäße leiterförmig verdickt, mit einfachen Poren, (23.) 17. Leucoploeus Nees. Epidermis ziemlich erofzellig mit stark verdickter AuBenwand und nur wenig verdickten Radialwünden. Spaltöffnungen oberflächlich [Schutzellen palissadenartig dicht zusammenstehend, nur durch ihre Längskanäle die Luft zum grünen Gewebe zutreten lassend]. Assimilationsgewebe aus locker stehenden Palissaden gebildet, welche nur Lüngskanüle, aber keine Giirtelkaniile aufweisen. Par- enchymscheide 1—2schichtig. Mechanischer Ring mäßig stark, mit sehr vielen (bis zu 20), bis in die Mitte des chlorophyllführenden Gewebes vorspringendeu Rippen von me- chanischen Zellen. Von dort bis zur Epidermis reichen dann starke Stützzellen. Im mechanischen Ring liegen nur kleine Gefäßbündel. Die groBen Bündel liegen sümtlich in den peripherischen Teilen des Grundparenchyms, welches in der Mitte völlig ver- trocknet und verschwunden ist. Gefäße leiterförmig verdickt, mit einfachen Poren. (24.) 47. Lepidanthus Nees. Epidermis ziemlich kleinzellig mit stark verdickter Außenwand und zarten Radialwünden. Spaltóffnungen nicht eingesenkt. [Mit dicht zu- sammenstehenden, palissadenartigen Schutzzellen, durch deren längsverlaufende Inter- cellularen die atmosphärische Luft hindurchströmen muss, um zum grünen Gewebe zu gelangen.) Assimilationsgewebe zweischichtig, aber die äußere Lage enthält fast keine grünen Zellen, da sie fast nur von Schutzzellen ausgefüllt ist. Deshalb ist hier die innere Lage zusammengesetzt aus straffen, mit Löngs- und Gürtelkanälen versehenen Palissaden. Parenchymscheide einschichtig. Mechanischer Ring sehr schwach, aber durch mehrere slarke, subepidermale Rippen (bis zu 8) verstürkt. Dieselben sind aber ganz ungleich. Denn 2 derselben, welche einander gerade entgegengesetzt sind, sind ungemein breit und stark entwickelt und bedingen auch den elliptischen Querschnitt des Stengels. Die übrigen Rippen sind alle viel schwächer, reichen aber fast sämtlich bis zur Epidermis. Im mechanischen Ring liegen nur sehr wenige Biindel. Die meisten sind eingebettet in dem peripherischen Teil des Grundparenchyms, dessen Mitte vóllig vertrocknet ist. Die Ge- fäße sind leiterförmig verdickt und besitzen einfache Poren. (25.) 48. Cannamois Beauv. Epidermiszellen ziemlich groß, mit starker Außenwand und zarten ungewellten Radialwänden. Spaltöffnungen nicht eingesenkt [mit typischen Schulzzellen]. Assimilationsgewebe aus zwei Schichten gebildet, Diese bestehen aus sehr zartwandigen, mit Längs- und Gürtelkanälen versehenen Palissaden. Parenchym- scheide einschichtig. Mechanischer Ring schwach, in ihm kleine und groBe Mestom- bündel. Grundparenchym in der Mitte weithin zerrissen. Gefäßbündel peripherisch ge- lagert. Gefäße sehr schön leiterartig verdickt, mit einfachen Poren. (26.) 19. Willdenowia Thbg. Epidermiszellen ungemein groß, mit sehr stark ver- dickter Außenwand. Radialwände sehr stark verdickt und gewellt. Spaltöffnungen nicht eingesenkt [mit typischen Schutzzellen]. Assimilationsgewebe zweischichtig, aus ziem- lich gestreckten, mit Längs- und Gürtelkanälen versehenen Palissaden bestehend. Paren- chymscheide einschichtig. Mechanischer Ring stark, mit eingelagerten kleinen und Beitráge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae. 605 großen Gefäßbündeln, Grundparenchym in der Mitte vertrocknet und verschwunden, Gefäßbündel nur die peripherischen Teile desselben durchziehend. Gefäße leiterartig verdickt, mit einfachen Poren. (27.) 49. Nematanthus Nees. Epidermiszellen mäßig groß, mit stark verdickter Außenwand und zarten, fast ungewellten Radialwünden, Spaltöffnungen nicht eingesenkt [mit gedrüngt palissadenartig stehenden Schutzzellen, welche nur durch Längskanäle der atmosphärischen Luft zum grünen Gewebe Zutritt lassen]. Assimilationsgewebe aus drei Schichten von palissadenartig gestreckten Zellen gebildet, welche aber keine Gürtel- kanäle besitzen und sehr locker neben einander liegen (vielleicht Plattenbildung?). Paren- chymscheide einschichtig. Mechanischer Ring schwach, verstärkt durch sehr zahlreiche (bis 30), bis in die Mitte des chlorophyllfiihrenden Gewebes hineinreichende Rippen von mechanischen Zellen, auf deren Enden starke Stützzellen aufsitzen. Diese reichen dann bis zur Epidermis. Im mechanischen Ring liegen nur kleine Gefäßbündel, die großen Bündel liegen in dem peripherischen Teile des Grundparenchyms, dessen Mitte völlig vertrocknet ist. Die Gefäße sind leiterartig verdickt und besitzen einfache Poren, (28.) 20. Ceratocaryum Nees. Epidermis großzellig mit stark verdickter Außenwand und sehr stark verdickten und gewellten Radialwänden. Spaltöffnungen nicht eingesenkt [mit typischen Schutzzellen]. Assimilationsgewebe aus zwei Lagen straff gestreckter, mit Längs- und Gürtelkanälen versehener Palissaden bestehend. Parenchymscheide zweischichtig. Mechanischer Ring stark, mit kleinen Mestombündeln, welche hier ge- rade sehr schön und deutlich ausgebildet sind. Große Mestombündel im peripheri- schen Teil des Grundparenchyms liegend, dessen Mitte gewöhnlich aus sehr gelockerten, zartwandigen Zellen besteht. Gefäße leiterartig verdickt mit einfachen Poren. Figurenerklärung. Tafel VII. Fig. 4. Thamnochortus argenteus Kth. Epidermis des Stengels zu langen Haaren ausge- zogen. a. Schutzzellen, — Vergr. 300. Fig. 2. Hypolaena laxiflora Nees. Stengelquerschnitt, a. Epidermis, b. hügelartige Vor- wölbungen derselben. — Vergr. 20. Fig. 3. H. laxiflora Nees. Stengelquerschnitt. a. Epidermis, b. hügelartige Vorwólbung c. Schutzzellen, d. Intercellularen zwischen denselben, e. Palissaden mit deutlichen Längs- und Gürtelkanälen, f. Parenchymscheide, g. Mechanischer Ring. — Vergr, 300. Fig. 4. Reslio leptocarpoides Benth. Stengelquerschnitt. a. Assimilationsgewebe mit Längs- und Gürtelkanälen, b. das eine Mal Stützzellen, das andere Mal typisch mechanische Zellen als Verbindung zwischen mechanischem Ring und Epidermis, k. M. »kleine Mestombündel«. — Vergr, 300. Fig. 5. Anarthria polyphylla Nees. Blattquerschnitt. a. subepidermale Rippen, b. chloro- phyllführendes Gewebe, c. Mestombündel, d. Grundparenchym. — Vergr, 20. Fig. 6. A. polyphylla Nees. Blattquerschnitt, mit subepidermaler Rippe. @. mechanische Zellen, b. Mestombündel, c. Reihen von behöftporigen Tracheiden am Rande der Rippen. — Vergr. 300. Fig. 7. A. polyphylla Nees. Assimilationszelle mit ihren Papillen aus ihrem Zellverband gelöst. — Vergr. 4000, Fig. 8. À, polyphylla Nees. Querschnitt einer Assimilationszelle. a. centraler Cylinder, b. Papille, c. ungeschnittene, unterhalb des Schnittes liegende Papille (um zu zeigen, dass die Papillen nicht in longitudinalen Reihen liegen). — Vergr. 1000. Fig. 9. A. polyphylla Nees. Stengelquerschnitt. a. chlorophylllose Rinde, b. Blattspur- stränge, c. mechanischer Ring, d. primäre Mestombündel, innenseitig mit Ring und SpiralgefäBen, e. secundire Bündel, nur mit behüftporigen Tracheiden, concentrisch, f. Grundparenchym. — Vergr. 30, 606 Fig. Fig. Fig. Fig. E. Gilg. Beiträge zur vergleichenden Anatomie der xerophilen Familie der Restiaceae. 10. A. polyphylla Nees, Perihadromatisches (concentrisches), secundüres Leit- bündel des Stengels; a. Grundparenchym, b. vereinzelte mechanische Zellen, c. Ring der behöftporigen Tracheiden, d. Leptom. — Vergr, 300. "ig. AA. Anthochorthus Ecklonii Nees. Querschnitt durch die Schutzzellen (Flächen- schnitt durch den Stengel) in der Gegend von s (Taf. VIII. Fig. 5), J die überall deutlichen Intercellularen {Längskanäle). — Vergr. 400. g. 12. Lamprocaulos Neesii Mast. Stengelquerschnitt. a. äußere Schicht der Epidermis, hornartig ausgezogen, b. innere Schicht, c. Atemhühle, d. Schutzzellen, e. Palissaden. — Vergr. 300. Tafel VIII. 1. Leptocarpus tenax R. Br. Stengelquerschnitt. a. fücherartige Trichome, 6. Stiel- zelle, c. Stützzellen (longitudinale Leisten bildend), d. Assimilationsgewebe, in Hori- zontalplatten angeordnet (Platten von der Flüche gesehen), e. Parenchymscheide. — Vergr. 300. .2. L. tenax R. Br. a, Fächerartiges Trichom, b. Stielzelle desselben. — Vergr. 500. . 9. L. tenax R. Br. Radialer Längsschnitt des Stengels. a. Trichome, 5. Ansatzstelle (Stielzelle des Trichoms). — Vergr. 300, . 4. Anthochortus Ecklonii Nees (= Hypolaena tenuis Mast.). Stengelquerschnitt, a. Epi- dermis, b. Raum der Schutzzellen und des Assimilationsgewebes, c. subepidermale Rippe, d. Parenchymscheide, e. mechanischer Ring, f. Grundparenchym. — Vergr. 50. . 5. A. Ecklonii Nees. Stengelquerschnitt. a, Epidermis, b. Schutzzelle, c. Assimi- lationsparenchym (Flüchenansicht), d. Parenchymscheide, e. subepidermale Rippe, f. Atemhöhle (bei s die Längskanäle). — Vergr. 400. 6. A. Ecklonii Nees. Radialer Stengellängsschnitt. a. Epidermis, b. Schutzzellen, c. Assimilationsgewebe (die Platten im Längsschnitt), d. Parenchymscheide, e. Atem- höhle. — Vergr. 400. 7. Restio nitens Nees. Stengelquerschnitt. a. Epidermiszellen, nach innen ausge- stülpt und zur Rühre verwachsen, b. geweihartig verzweigtes Haar, c. Longitudinal- reihen von Stützzellen, d. Assimilationsgewebe, in Horizontalplatten angeordnet, e. Parenchymscheide. — Vergr. 300. 8. Thamnochortus giganteus Kth. Kleines Mestombündel, welches zur Parenchym- scheide austritt. a. Parenchymscheide, b. kleines Mestombündel, c. mechanischer Ring. — Vergr. 500. . 9. Th. castaneus Nees, Stengelquerschnitt. a. Parenchymscheide, 5. mechanischer Ring, c. Hadromteil des » kleinen, perihadromatischen Mestombiindels «, d. Leptom- teil desselben. — Vergr. 500. Tafel IX. A. Leptocarpus? (gesammelt von Krurı auf den Chatham Islands). Stengelquer- schnitt, a. unregelmaBig verlaufende Leisten von Stützzellen resp. Schutzzellen, b. Assimilationsgewebe, in Longitudinalplatten angeordnet (Platten hier im Lüngs- schnitt), c. Parenchymscheide. — Vergr, 300. 2. Leptocarpus? Radialer Lüngsschnitt des Stengels, a. Slütz- und Schutzzellen, b. Assimilationsgewebe, Longitudinalplatten von der Fläche, c. Atemhühle, d. Inter- cellularen. — Vergr, 300. 3. Leptocarpus? Tangentialer Stengellängsschnitt. a. Stütz- und Schutzzellen, b. Assimilationsgewebe, Platten quer geschnitten, c. Atemhóhle, d. Intercellularen. — Vergr. 300, g. ^. Willdenowia Lucaeana Kth. Epidermis. a. Nebenzellen der Schließzellen, a. ge- wellte und verdickte Radialwünde der Epidermis, b. Atembóhle, c, Schutzzellen. — Vergr. 300, 5. Lyginia barbata R. Br. Stengelquerschnitt. a. Verschlussvorrichtung, .b. äußere Atemhöhle, c. »Krönchen«, d. Schließzellen (das Lumen etwas schematisiert), e. innere Atemhöhle, f. Assimilationsgewebe (konnte nicht genau erkannt werden), g. Stütz- zellen, ^. Radialwände der Epidermis. — Vergr. 300. 6. L. barbata R. Br, Radialer Stengellängsschnitt, die Bezeichnungen sind dieselben wie bei voriger Figur, i, einseitige Nebenzelle. — Vergr, 300, Ubersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. Nebst Nachtrügen [*] von 1889. Bei den schon im Litteraturbericht von Bd. XII. u. XIII. besprochenen Arbeiten ist auf das Referat verwiesen. Der Titel solcher Abhandlungen ist abgekürzt. A. Systematik (incl. Phylogenie). Allgemeine systematische oder zur Systematik in Beziehung stehende Werke und Abhandlungen. *Arcangeli, G.: Compendio di Botanica. — Pisa 1889. Baillon, H.: Dictionnaire de Botanique. Fase. 25— 26: Merithallium— Pandorea. — Paris 1890. 4°. Cronemeyer, G.: Systematie Catalogue of Plants growing in the open air in the Garden of Thomas Hanbury in La Mortola near Ventimiglia. Delpino, F.: Applicazione di nuovi eriterii per la classificazione delle piante. Memoria 3*. — Mem. ace. sc. Bologna. Ser. IV. t. X. fase. 3. Botanica, conforme alle lezioni di F. Derriso, redatta da G. MATTEI. — Bologna 1889—90. Fischer, H.: Beiträge zur vergleichenden Morphologie der Pollenkórner. Referat Vol. XII. p. 54. Goiran, A.: Alcune notizie di botanica archeologica. — Nuovo giorn. bot. ital. Vol. XXII (4890). S. 19—31. Hansen, A., und E. Kühne: Die Pflanzenwelt, enthaltend die Formen- gliederung, Lebenserscheinungen u. Gestaltungsvorgänge im Gewächs- reiche. Lief. 4A—45.— Stuttgart (O. Weisert) 4890. 8°. à Lief..#—.#0. Henslow: On the vascular systems of floral organs and their importance in the interpretation of the morphology of flowers. — Journ. Linn. soc. Bot. XXVIII. Le Grand, A.: Encore quelques mots sur les genres de Tournefort. — Bull. de la soc. bot. de France XXXVII. Compt. rend. p. 112. Mac-Léod, J.: Elements de botanique. — Gand. 8°. 116 S. Müller, C.: Medicinalflora. Referat Vol. XII. p. 47. Botanische Jahrbücher. XIII. Bd. (3) 34 Übersicht. der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Pax, F.: Allgemeine Morphologie der Pflanzen. Referat Vol. XII. p. 25. Penzig, O.: Pflanzenteratologie, systematisch geordnet. Band 1. Dicotyle- dones Polypetalae. — Genua 1890. 8°. Schumann, K.: Neue Untersuchungen über den Blütenanschluss. — Leip- zig (Wilh. Engelmann) 1890. 8°. Æ 10.—. Teirlinck, J.: En kruidboek van 1514. — Bot. Jaarboek II. Gent 1890. 39 S. 8°, Todaro, A.: Hortus botanicus Panormitanus. Tom. ll. Fasc. 6—7. — Panormi 1890. fol. Villers und F. von Thümen: Die Pflanzen des homóopathischen Arznei- schatzes. Lief. 12. — Dresden (W. Baensch) 1890. 4°. A 1.60. Warming, E.: Handbuch der systematischen Botanik. Deutsche Ausg. von E. Kvostaven. — Berlin (Gebr. Bornträger) 1890. 89. 4 8.—. Zittel: Handbuch der Paläontologie. Il. Abt. Paläophytologie. bearb. v. A. Scuexk. Lief. 9. (Schluss. — München (R. Oldenbourg) 1890. A 1.80. A. Myxomycetes (Mycetozoa). Hansgirg, A.: Addenda in Synopsin generum subgenerumque Myxophycearum, — Notarisia, IV. p. 656. 'Massee, G.: A revision of the Trichiaceae. — Journ. of R. microsc. soc. 1889, p. 325— 359. c. tab. 4. Lister, A.: Chondrioderma difforme and other Mycetozoa. — Ann. of bot. 4890. c. tab. 4. Rex, G.: A remarkable variation of Slemonitis Bauerlinii Mass. — Proc. ac. nat. sc. Philadelphia 1890. p. 36—37. Rex, G. A.: Notes on the development of Tubulina cylindrica and allied species of Myxomycetes. — Bot. gaz. XV. p. 345. *Wingate, H.: Orcadella operculata Wing., a new Myxomycete. — Proceed. of the acad. of nat, sc. Philadelphia 1889. p. 280—281. — — Orcadella operculata Wing., nouveau Myxomycèle, — Rev. mycol, Xll. p. 74. B. Thallophyta. BI. Sehizophyta. *Aradas, S.: Esame batteriologico del l'acqua minerale di Paterno. — Atti accad. Gioen. sc. nat. Catania. LXV. (1888— 89). Ser. IV, Vol. I. *Banti: Sopra quattro nuove specie di protei e bacilli capsulati, — Lo sperimentale. XLII, 1888. fasc. VIII. "Belsanti, 8., e B. Pescarolo: Nuovo contributo allo studio batteriologico del tetano. — Riforma medica. 1889. p. 422. Bornet, E., et Chr. Flahault: Revision des Nostocacées hétérocystées contenues dans les principaux herbiers de France. — Ann. sc. nat. Bot, Sér. VII. Tome Ill. p. 323—380, IV. p. 243—273, V. p. 54—129, VII. p. 177—263. —— Tableau synoptique des Nostochacées filamenteuses hélérocystées. (Fin). — Mém. soc. sc. nat, et math. de Cherbourg. XXVI. p. 137—152, Bütsehli, O.: Ueber den Bau der Bacterien und verwandter Organismen. — Leipzig (C. F. Winter) 1890. 8°. .@ 4.50. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten, 35 Canestrini, G. R.: Batteriologia. — Milano 1890. *Celli, A.: Dei protisti citofagi o parassiti endocellulari, — Riforma medica. 1889. p. 656. Cornil, A. V., et V. Babes: Les bactéries. 2 Vols. —Paris 1890. 8°. *Di Mattei, E., e F. Stagnitta: Sul modo di comportarsi dei microbi patogeni nel l'acqua corrente. — Bull. acc med. Roma. XV. 1889. p. 279. Fazio, E.: Batterii delle acque minerali, loro importanza fisiologica ed igienica. — Giorn, internaz. sc. mediche. 1889. p. 440. *Fiorentini, A.: Intorno ai protisti dello stomaco dei bovini. — Pavia 1889. Fraenkel, C.: Grundriss der Bakterienkunde. 3. Aufl. Berlin (Hirschwald) 1890. 8°. AM 10.—. Fraenkel, C., und R. Pfeiffer: Mikrophotographischer Atlas der Bakterienkunde. — Berlin (Hirschwald). 8°. Lief. 4. # 4.—. Gasperini, G.: Recherches morphologiques et biologiques sur un microorganisme de l'atmosphère, le Streptothriz Foersteri Cohn. — Ann. de microgr. 1890. p. 449—473. Gomont, M.: Essai de classification des Nostocacées homocystées. — Journ. de bot. 1890. Guignard, L.: Sur une nouvelle Bactériacée marine, le Streblotrichia Bornetii. — Compt. Rend. Soc. Biol, 1890. p. 124—125. Hansgirg, A.: Nachträge zu meiner Abhandlung »Beitrige zur Kenntnis der Be- wegungserscheinungen und der Organisation der Oscillarienc. — Sitzun gsber. bohm. Ges. Wiss. Prag 1890. Klein, L.: Botanische Bacterienstudien. I. — Centralbl. f. Bacteriol. u. Parasitenk VI. p. 347. Macchiati, L.: Sulla Lyngbya Borziana sp. nov. e sulla opportunità di riunire le specie dei generi Oscillaria e Lyngbya in un unico genere. — Nuovo giorn. bot. ital. Vol, XXII. 1890. p. 40—46, 90. *Mirto, G.: Sulla costanza morfologica dei micrococchi. — Boll. soc. ital. microscopisti. I. no. 2. Acireale 4889. *Pammel, L. H.: Beggiatoa alba and the dying of fish in Jowa. — Proceed. Jowa ac. sc. 1887/89. p. 90. *Sanarelli, S.: Sul cosidetto balterio del cancro. — Siena 4889. Scherffel, A.: Zur Frage: Sind die den Höhlenwänden aufsitzenden Fäden in den Rhi- zomschuppen von Lathraea squamaria L. Secrete oder Bacterien ? Referat Vol. XII. p. 20. Sorokin, N.: Noch einmal über Spirillum endoparagogicum, — Centralbl. f. Bacteriol. u. Parasitenk. VI. p. 123—124. *Tizzoni e Cattani: Ricerche batteriologiche sul tetano. — Giorn. acc. med. Torino. Anno LII (1889) n. 4—5. Sui caratteri morfologici e biologici del bacillo di Rosenbach e Nicolajew. — Giorn. acc. med. Torino. Anno LII (1889), n. 4—5. "Trevisan, V.: I generi e le specie delle Batteriacee: prodromo sinottico. — Milano 1889. Vignal, W.: Contribution à l'étude des Bacteriacées (Schizomycetes). Le Bacillus mesentericus vulgalus. — Paris (Masson) 1889. 8°, 488 pp. Visart: Ricerche sulla Euglena sanguinea di Ehrenberg. — Atti soc. tose. sc. natur. Pisa. Proc. verb. Vol. VIL 1890. sed. 49 Gennaio. Wolle, F.: Nostoc pruniforme. — Bot. gazette XV. No. 24. Zimmermann, O. E. R.: Die Bacterien unserer Trink- und Nutzwässer, insbesondere des Wassers der Chemnitzer Wasserleitung. I. Reihe. — 11. Ber. Naturwiss, Ges. Chemnitz. S. 53—454. (3*) 36 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, BII. Algae. Artari, A.: Zur Entwickelungsgeschichte des Wassernetzes. — Bull. soc. Imp. natural. Moscou 1890. p. 269—287. c. tab. Beal, W. J.: Mesocarpus pleurocarpus. — Microscope. X. p. 172. Bennett, A.: Pringsheimia Reinke. — Journ. of bot. XXVIII. p. 92. — — Vaucheria-galls. — Ann. of bot. IV. No. 18. Beyerinck, M. W.: Over gelatineculturen van ééncellige groenwieren. — Aanteek, verhand. Prov. Utrechtsch Genootsch. Kunst en Wetensch. 1889. Bohlin, K.: Myxochaete ett nytt slägte bland Sötvattensalgerna (ein neues Süßwasser- algen-Geschlecht). — K. Svenska Vet.-Ak. Handl. XV. Afd. UI. No. 4. c. tab. "Bonardi, E.: Diatomées des lacs de Delio et de Piano. — Arch. sc. phys. natur. Geneve, XXII (1889), p. 384. Sur les Diatomées de quelques lacs d'Italie. — Journ. de micrograph. XIII (1589). n. 44. Bornet, E.: Note sur deux algues de la Méditerranée; Fauchea et Zosterocarpus. — Bull. soc, bot. de France. XXXVII. p. 439. — — Note sur l Ectocarpus (Pylaiella) fulvescens Thur. — Rev. gén. botanique. 1889. No. 4. Bornet, E., et Chr. Flahault: Sur quelques plantes vivant dans le teste calcaire des moilusques. — Bull. soc. bot. de France, XXVI. Borzi, A.: Bolrydiopsis nuovo genere di alghe verdi. — Boll. d. soc. ital. d. microsc. Acireale 4889. I. p. 60—70. Sladii anamorfici di aleune Alghe verdi. — Nuovo giorn. bot. ital. XXII. p. 403—409. Castracane, F. degli Antelminelli: Forme critiche e nuove di Pleurosigma del Golfo di Napoli. — Atti acc, pontif. N. Lincei. A. 49. 4890. Sess. 4—5. — La Cyclophora è da riguardare qual genere tra le Diatomee? — Atti acc. pontif. N. Lincei. 1889. fasc. 1—2. — — La visione stereoscopica nello studio delle Diatomee. — Riv. scient.-industr. XII. Chmielewsky , W.: Zwei neue Algenarten. — Arb. Naturf.-Ges. Univ. Charkow. X XIII. p. 167—169. c. tab. [Russisch] Cleve, P. T.: Dictyoneis Cleve nov. gen, Note préliminaire. — Le Diatomiste 1890. Nr. 2. p. 44. Collins, F. S.: Brachytrichia Quoyii (Ag.) Born. et Flah. — Bull. Torr. bot. club. New York. XVII. 1890. p. 475. Cramer, C.: Über die verticillirten Siphoneen, besonders Neomeris und Bornetella. — Denkschr. schweiz. naturf. Gesellsch. XX XII. c. tab. 4, Dangeard, P. A.: Contribution à l'étude des organismes inférieures. — Le Botaniste, Ser. II. p. 4—58. c. tab. 2, Dawson: Über einige devonische Pflanzen. -— Zeitschr, deutsch. geolog. Ges. 41. Bd. 3. Heft. p. 553—554. Drepanophycus spinaeformis Gópp. und Psilophyton robustius. Debray, F.: Sur la structure et le développement des Chylocladia, Champia et Lomen- taria.. 2€. Mém. — Bull. scient. de la France et de la Belgique. XXII. p. 399 —416. —— Sur Notommata Werneckii Ehrb., parasite des Vauchériacées, — Bull. scient. de la France et de la Belgique. XXII. p. 222—949, c. tab. 4. Deby, J.: Bibliographie récente des Diatomées. III. —La nuova Notarisia. 1890. p.232. De-Toni, B. G.: Osservazione sulla tassonomia delle Bacillariee (Diatomee) seguite da un prospetto dei generi delle medesime. — Notarisia V (4890). No. 47. p. 885. ——— Sopra due Alghe Sud-Americane, — Malpighia. III. p. 67—68. — — Sylloge Algarum omnium hucusque cognitarum. Vol. I. Sect. IL — Padua und Mailand. 8°. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 37 De Toni, G. B., e Fr. Saccardo: Recensione di alcuni generi di Cloroficee epifile. — Nuova Notarisia. I (1890). p. 3—20. c. 3 tab. De Wildeman, E.: Note sur le Cephaleuros virescens (Mycoidea parasitica Cunningh.). — Notarisia V. p. 953. —— Notes sur les genres Prasiola Lightf. et Schizogonium Kütz, — Bull. soc. belg. d. microsc. XVI. .p. 20. —— Sur quelques espèces du genre Trentepohlia. — Bull. soc. bot. Belgique XXVIII. II. 1889. p. 95—100. Haberlandt: Zur Kenntnis der Conjugation bei Spirogyra. — Sitzungsber. Kais. Akad. Wiss. Wien. Math.-naturw, Cl. XCIX. Abt. 4. Halsted, B. D.: Notes upon Zygodesmus and its new species. — Bull. Torr. bot. club New York. XVII. p. 154. Hansgirg, A.: Physiologische und algologische Mitteilungen. — Silzber. Kgl. bóhm. Ges. Wiss. Prag. 1890. —— Uber die Gattung Pleurocapsa Thr. em, Lagerh., Cyanoderma Web. van Bosse und Oncobyrsa Ag. — Sitzber. Kgl. bóhm. Ges. Wiss. Prag. 4890. c. tab. 4. —— Über neue Süßwasser- und Meeresalgen und Bakterien, mit Bemerkungen zur Systematik dieser Phycophyten und über den Einfluss des Lichtes auf die Orls- bewegungen des Bacillus Pfefferi nob. — Sitzber. Kgl. böhm. Ges. Wiss. Prag. 1890. Hariot, P.: Le genre Bulbotrichia. — Notarisia V (4890). p. 993. —— Note sur le genre Cephaleuros. — Journ, de bot. 4889. No. 46/17. Hieronymus, G.: Über Dicranochaete reniformis Hier., eine neue Protococcacea des Süßwassers. — Cons, Beitr. z. Biol. d. Pfl. V. Heft 2. S. 351—272. c. tab. 2. Klebahn, H.: Studien über Zygoten. I. Die Keimung von Closterium und Cosmarium. Princsuet’s Jahrb, f. wiss, Bot. Bd. XXII. Heft 3. 28 S. Klebs, G.: Über die Vermehrung von Hydrodictyon utriculatum. — Flora. LXXIII. p. 354—410. Klein, L.: Vergleichende Untersuchungen über Morphologie und Biologie der Fort- pflanzung bei der Gattung Volvox. — Ber. naturf. Ges. Freiburg. V. — — Über den Formenkreis der Gattung Volvox und seine Abhängigkeit von äußeren Ursachen. — Hedwigia XXIX. Heft 4. p. 35—43. Lagerheim, G. von: Bertholdia nov. nom, und Dictyocystis. — La nuova Nolarisia 1890. p. 225. —— Gloeochaete Lagerheim und Schrammia Dangeard. — La nuova Notarisia 1890. p. 227. — Studien über die Gattungen Conferva und Microspora, — Flora 1889. Heft 3. Marburg. Lanzi, M.: Diatomacearum naturalis et methodicae distributionis specimen. — Nota- risia V (1890). p. 4017. ——— Saggio di una classificazione delle Diatomee secondo il sistema naturale. — Atti acc. pontif. N. Lincei. XLII. fasc. 2—3. Levi-Morenos, D.: Quelques idées sur l'évolution défensive des Diatomées en rapport avec la diatomophagie des animaux aquatiques. — Notarisia V. p. 1007. Magnus, P.: Sulla diffusione geografica della Sphaeroplea annulina (Roth) Ag. — Nota risia V. p. 1044. *Maillard, G.: Considération sur les fossiles décrits comme Algues. — Mém. soc. paléont. suisse, Genéve. XIV. *Massalongo, C.: Illustrazione di una nuova varietà di Frullania dilatata (L.) Dmrt. — Nuovo giorn. bot. ital. XXI. p. 548—524. Migula, W.: Beitrige zur Kenntnis des Gonium pectorale. — Bot. Centralbl. XLIV. p. 72. 38 Übersicht der Wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Miliarakis, S.: Sorastrum spinulosum Naeg. f. phalericum. — Athen 1890, 89, Oudemans, C. A. J. A.: Observations sur quelques Sphéropsidées qui croissent sur les feuilles des espèces européennes de Dianthus, — Versl. en Med. Kon. Ak. Amsterdam. 3e Reeks. Deel VII. p. 97—408. c. 4 tab. Pelletan, J.: Les Diatomées. Paris 41890. 80, Les »Perles« du Pleurosigma angulatum. — Journ. de microgr. XIII. p. 43, 558. *Piccone, A.: Nuove Alghe del viaggio di circumnavigazione della Vettor Pisani. — Mem. accad. Lincei. VI. 4889. Raciborski, M.; Desmidyje nowe (Desmidiaceae novae). — Pametn. wydzialu matem. przyr. acad. umiej. T. XVII. —— Przeglad gatunków rodzaju Pediastrum. (Die Arten der Gattung Pediastrum). — Pametn, wydziału matem. przyr. acad. umiej. T. XX. Raimann, R.: Über Herpotrichia nigra. — Verh. K. K. zool,-bot. Ges, Wien, 40. Bd. p. 10—11. Rattray, M. A.: A revision of the genus Coscinodiscus and some allied genera. — Proc. Roy. soc, Edinburgh. XVI. 89, 242 S, 3 Taf. Reinhard, L. W.: Zur Entwickelungsgeschichte der Gloeochaete Wittrockiana Lagerh, — Sitzprot. bot. Sect. 8. Vers. russ. Naturf, u. Ärzte in St. Petersburg. 5. Abt. (Beil, zu Scripta bot. hort, Univ. Petrop. III. fasc. 4, p. 43) [Russisch. m, deutsch. Resumé}, Reinke, J.: Ubersicht der bisher bekannten Sphacelariaceen. — Ber. deutsch. bot. Ges. VII. p.204—215, Richards, H. M.: Notes on Zonaria variegata Lam. — Proceed. Am. acad. arts and sc. XXV. p. 83. c. tab. 4. Richter, P.: Dicranochaete. — Sitzber. naturf, Ges. Leipzig XV, XVI. Anpassungserscheinungen bei Algen. — Ebenda. Rodriguez y Femenias, J.: Datos algologicos. III. Una especie nueva del género Cladhymenia. — Anal. soc. Esp. hist. nat. XIX. p. 97—100, — Dos especies nuevas del género Nitophyllum. — Anal. soc. Esp. hist. nat. XVIII. Rosenthal, O.: Zur Kenntnis von Macrocystis und Thalassiophyllum. — Flora, LXXIII. p. 405—447. c. tab. 2. Schmidt, A.: Atlas der Diatomaceenkunde. Heft 37 u. 38. — Leipzig (Reisland) 1890, fol. 8 S. 8 tab. à Lief. Æ 6.—. —— — Verzeichnis der in Heft 4—36 (Serie I—IIl) abgebildeten Arten und benannten Varietäten, nebst den mit angeführten Synonymen. Leipzig (Reisland) 4890. 49, 29 pp. .Z 5.—. *Schmitz, Fr.: Systematische Übersicht der bisher bekannten Galtungen der Flori- deen. — Flora, XLVII (4889). p. 435—456. c. tab. 4. Setchell, W. A.: Concerning the structure and development of Tuomeya fluviatilis Harv. — Proceed. Amer. acad, arts and sc. XXV. p. 53—68. c. tab. 4. Stephani, F.: Die Gattung Lejeunea im Herbarium Lindenberg. — Hedwigia 1890. Heft 1—3. Stockmayer, S.: Über die Algengattung Rhizoclonium. — Verh. zool. bot, Ges, Wien. XL. Abh. p. 574—586, Stokes, A. C.: A note on Closterium. — Microscope X. p. 168—474. Terry, W. A.: A search for Diatoms in Boston harbour, in Sept. 1889. — Microsc, journ. XI. p. 35. Van Heurck, H.: Le Pleurosigma angulatum. — Bull. soc. belge microsc. XVI. p. 10. Vries, H. de: Die Pflanzen und Tiere in den dunklen Räumen der Rotterdameı Wasserleitung. — Jena (G. Fischer) 1890, 80, 73 pp. c. tab. 4. .# 4.80. Weber van Bosse, A.: Études sur les Algues de l'Archipel malaisien, Referat Bd. XII. S. 98. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 39 Weiss: Über Drepanophycus spinaeformis Göpp. und Psilophyton. — Zeitschr. deutsch. geolog. Ges. 41. Bd. 3. Heft. S. 554—555. Went, F. A. F. C.: Les modes de reproduction du Codium tomentosum, — Kruidk. Arch. Ser. II. T. V. —— Verslag omtrent de onderzoekingen, verricht aan de Nederlandsche tafel in het zoölogisch Station te Napels. Wille, C.: Chlorophyceae. — ENGLER-PranTL’s Nat. PAP. I. 2. S, 24—144. — — Conjugatae. — ExcLEn- Dass Nat. Pf. I. 2, S. 4—23. Wille, N.; Über die Blasen der Fucaceen, — Biol. Förenings i Stockholm Fórhandl. I. p. 63—65. Wittrock, V. B.: Om Binuclearia, ett nytt Confervace'slágte. — Kon. svensk. Vet.- Akad. Handl. XH. Afdel. 3. Binuclearia Tatrana n. gen. et sp. aus dem Csorber See in der Tatra. Zukal, H.: Thamnidium mucoroides n. sp. — Abh. zool.-bot. Ges, XL. p. 587. BIII Fungi (incl. Lichenes). Über Peronospora viticola schrieben: Anelli, A.: Casale 1890. — Baratta, P.: Alba 1889. — *Baeearini, P.: Riv. vitic. enol. ital. Conegliano III (1889). p. 445. — Caruso, G.: Agricolt. ital. XVI, fasc. 48. Firenze 1890. — *Castelueci: Giorn. soc. convers. e lett. sc. Genova XI (1888). fasc, IX. — *Cavara, F.: Milano 1889. — *Cavazza: Alba 1889. — *Cerletti, Œ. B.: Boll, soc, vit. ital. 1889. p. 449. — "Comes, O.: Rend. ist. incoragg. Napoli, 4889. — Cuboni, G.: Ann, agric. 1890, n. 475, c. 3 tab.; Boll. not. agrar. 1890. p. 513; Boll. soc. vit. ital. 4888. p. 353 und 1890. p. 312. — *Cugini, G.: Boll. staz. agr. Modena VIII. 1888; Ann, soc. agraria Bologna XXVIII (4889). — *Rathay, E.: Zeitschr. Weinb, 1889. n. 36 u. p. 483. Allescher, A.: Über einige aus dem südlichen Deutschland weniger bekannte Sphae- ropsideen und Melanconieen. — Bot. Centralbl. XLI. p. 42—45, 74—77, 105 —107. Anderson, F. W., and F.D.Kelsey: Erysipheae upon Phyloptus distortiens, — Journ. of mycol. V. p. 209. * Arcangeli, Giov.: Ricerche sulla fosforescenza del Pleurotus olearius DC. — Mem. d. classe di sc. fis., mat. e nat. della Reale accad. dei Lincei. Roma 1889. Atkinson, Œ. F.: A new Ramularia on cotton. — Bot. gaz. XV. p. 166. Bäumler, J. A.: Mycologische Notizen. IIl. — Österr. hot. Zeitschr. XL. p. 17—19. (Didymella Rehmiana n. sp., Sporonema Platani n. sp. und über Zignoélla corticola [Fuck.] Sacc.). Barclay, A.: On the life-history of Puccinia Geranii sylvatici Karst. var. himalensis. — Ann. of bot. V. 17. p. 27. 1890. — — On the life-history of a Himalayan Gymnosporangium, G. Cunninghamianum n. sp. — Scient. mem. by medic. off, of the army of India. Calcutta.. V. p. 74. — On a Chrysomyxa on Rhododendron arboreum Sm., Chr. himalense n. sp. — l. c. p. 79. — — On the life-history of a Uredine on Rubia cordifolia L., Puccinia Collettiana n. sp. — l. e. p. 87. Barclay. M. B.: Description ofa new Fungus, Aecidium esculentum n. sp., on Acacia eburnea Willd. — Journ. Bombay nat. hist. soc, V. 1890. p. 1—4. c. tab. Berg, A.: Lichenologiska anteckningar. — Bot. Not. 4890. p. 161—173. *Berlese, A. N.: Ancora sul Polyporus hispidus del Fries e nell' Agaricum Gelsis seu Moris ete. Mich. Nov. Pl. Gen. p. 448. n. 7. — Malp. III. p. 367—374. c. tab. XII. —— Fungi moricolae fase. VI—IN. — Patavii 4888—41889. 40 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Berlese,fA. N.: Icones fungorum ad usum sylloges Saccardianae accomodatae, Pars I. Fasc, I, — Berlin (Friedländer & Sohn) 4890. 89. c. tab. 17. 4 8.—. —— Illustrazione della Discina venosa (Pers.) Sacc. — Atti soc, ven. trent. sc. natur. Padova. Vol. XI. fasc. 2. 4889. c. 9 tab. —— La famiglia delle Lophiostomaceae Sacc. — Malp. IV. p. 40—56. —— Rivista delle Laboulbeniacee e descrizione d' una nuova specie di questa famiglia. — Malp. Ill, p. 44—60. c. tab. 11. —— Sulla Pleospora herbarum e sulla Pl. infectoria. — Malp. Ill. p. 84—87. sullo sviluppo di alcuni Ifomiceti. — Malp. UL p. 243—2539. c. tab. VIH. Bernard, G.: Note sur une Lépiote nouvelle, — Soc. bot. et myc. France 4888. p. LI. c. tab. Bertrand, F.: Clef dichotomique du genre Amanite (Oronge). Espèces recueillies dans les Vosges. — Bull. soc, myc. France. V, 4. p. 30—32. Bessey, C. E.: Black knot, Plowrightia morbosa (Schw.) Sacc. — Nebraska Farmer. XIV. p. 129. —— Stinking smut, Tilletia foetens Trel. — Nebraska Farmer. XV. p. 130. Bolley, H. L.: Note on the wheat rust. — Microsc. journ. XI. p. 59. * Sub-epidermal rusts. — Bot. gaz. XIV. p. 439—445. Bonnier, G.: Recherches sur la synthèse des Lichens. — Ann. sc, nat. Bot. Ser. VII. T. IX. p. 1—34. c. tab. 5, Brefeld, O.: Recent investigations of smut Fungi and smut diseases. — Journ. of myc. VI, p. 59. Untersuchungen aus dem Gesamtgebiete der Mykologie. Heft VIII. Basidiomycetes. II]. Autobasidiomyceten und die Begründung des natürlichen Systems der Pilze. — Leipzig (Arth. Felix) 4889. 307 S. c. 42 tab. 38.—. Bresadola, C.: Fungi kamerunenses a C. viro J. Braun lecti, additis nonnullis aliis novis vel criticis e R. museo botan. berolin. — Bull. soc. myc. France. VI. Fasc. 1. Bresadola, J.: Corticium Martellianum n. sp. — N. giorn. bot, ital. XXII. 4890. p. 258. Boudier, M.: Communication des paraphyses, de leur róle et de leurs rapports avec les autres éléments de l'hymenium. — Bull. soc. myc. France. VI. p. 10—18. Note sur une forme conidifére curieuse du Polyporus biennis Bull. — Soc. bot. et myc. France 1888. p. LV—LIX. c. tab. Briard: Champignons nouveaux. ll, — Rev. myc. XII. p. 477. *Briosi,G., e F. Cavara: I funghi parassiti delle piante coltivate ed utili. Fase, II—V. — Pavia 1889—90. *Brunaud, P.: Miscellanées mycologiques. — Act. soc. Linn. Bordeaux, XLII. p. 85 —404. "Camus, E.: Di un parassita del Platano. — Atti soc. nat, Modena. Memorie. Ser. III. Vol. VIL, VIII. *—- Nuovo parassita del Paliurus aculeatus. — Atti soc. natur. Modena. Memorie. Ser. III. Vol. VII, VIII. . Cavara, F.: Contributo alla conoscenza dei funghi pomicoli, — L'agricolt. ital. XVI. 4890. ——- Macrosporium sarcinaeforme, nuovo parassita del Trifoglio. La difesa dai parassiti. — Milano 1890. EN * Chodat, R.: Sur le Puccinia Scirpi DC. — Compt. rend, trav. 72. session soc. helvét. sc. nat. à Lugano. 1889. p. 97. *Costantin, J.: Recherches sur le Cladosporium herbarum. — Journ. de bot. 1889. p. 4—3. —— Sur la culture du Nyctalis atterophora. — Journ, de bot. 4889. No. 49. Pllanzengeographie und Pilanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 41 *Costantin, J.: Sur les variations des Alternaria et des Cladosporium. — Rev. gén. de bot. 1889. p. 453—466, 504—508. c. tab. 2. Dàngeard, P. A.: Recherches histologiques sur les champignons, — Le Botaniste. ^sér. IL 1890. fasc. 2. p. 63. c. tab. 2. De Bruynes, C.: Monadines et Chytridiacées, parasites des algues du golfe de Naples. — Arch. de biol. X. 1890. fasc. 4. Delogne, C. H.: Genre Coprinus Pers., analyse des espèces de Belgique et des pays voisins. — Bull. soc, belg. micr. 1890. p. 34. *Delpino, F.: Ascidii temporarii di Sterculia platanifolia e di altre piante. — Malp. HI. p. 339—344. Demme, R.: Uber einen neuen Sprosspilz, der eine Rotfärbung des Käses hervorbringt. — Mitt. naturf, Ges. Bern 1889. p. IX. De Seynes, J.: De la distribulion des Ceriomyces dans la classification des Polyporés. — Bull. soc. bot. France. XXXVII. p. 109. De Wildeman, E.: Note sur quelques Saprolegniées parasites des algues. — Bull. soc. belge micr. XVI. p. 434. Dietel, P.: Beschreibung der Teleutosporenform von Uredo Agrimoniae DC. — Hedw. XXIX. Heft 3. ——— Uber den Generationswechsel von Uromyces lineolatus (Desm.) Schütz. — Hedw. XXIX. Heft 3. Über den Pleomorphismus einiger Uredineen. — Naturw. Wochenschr. 1889. p. 313. — Uber die Gattung Pileolaria Cast. — Mitt. bot. Ver. f. Gesamtthüringen 4890. p. 20 —25. c. tab. Dufour, J.: Une novelle espece de Psathyrella. — Rev. génér. de bot. I. No. 42. Ellis, J. B., and S. M. Traey: A few new Fungi. — Journ. mycol. VI. p. 76. Ellis, J. B., and B. M. Everhart: Mucronoporus E. et E. — Journ. mycol. V. p. 90 —192. Mucronopus Andersoni. — Journ. mycol. Vl. p. 79. * New species of Hyphomycetous Fungi. — Journ. mycol. Washington. V. p. 68 —72, — Notes on a Montan Coprinus, — Microscope. X. p. 129—431. c. tab. 4. Farlow, W. Q.: Notes on Fungi. I. — Bot. gaz. XIV. p. 187—190. *Fato, A.: Catechismo popolare sulla Peronospora della vite. — Bari 1889. Fautrey, F.: Cicinnobolus Humuli sp. n. — Rev. mycol. XU. p. 73. —— Nouvelles observations sur le Cicinnobolus Humuli n. sp. — Rev. mycol. XII. p. 176, Fayod, V.: Prodrome d'une histoire naturelle des Agaricinées. — Ann. sc. nat. Bot. Ser. VII. T. IX. p. 181—414. c. tab. 2. —— Sopra un nuovo genere di Imenomiceti. — Malpighia III. p. 69—73. Ferry, R.: Amanita valida et spissa, raphaniodora et solida. — Rev. mycol. XII. p. 173. Fischer, E.: Beitrüge zur Kenntnis exotischer Pilze. — Hedw. 1890. Heft 4. c. tab. * Note sur Graphiola Phoenicis Poit. — Arch. sc. phys. el nat. Genève 1888. p. 53—55. Le Trichocoma paradoxa, — Communic. 73. session soc. helvét. sc. nat. Davos 1890. —— Untersuchungen zur vergleichenden Entwickelungsgeschichte und Systematik der Phalloideen. — Denkschr. schweiz. naturf. Ges. XXXII. c. 6 tab. Fries, R.: Laschiae nova species. — Grevillea. XVI. p. 93. Galloway, B. T.: New localities for Peronospora cubensis B. et C. — Journ. mycol. V. p. 216. 42 Übersieht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Galloway, B. T.: Note on the nomenclature of Uncinula spiralis B. et C. — Bot, gaz. XV. p. 339, *Giard, A.: Sui Nephromyces, nuovo genere di Funghi parassiti del rene dei Molgulidei. — Boll. sc. Pavia. 4889. p. 29. Grilli, C.: Di aleuni Licheni marchigiani. — N. giorn. bot. ital. XXII. p. 452, Su di un Lichene raro. — N. giorn. bot. ital. XXII. p. 462—463. Halsted, B. D.: A new Entyloma. — Bull. Torr. bot. club New York, XVII, p. 95. —— À new white Smut. — Bull. Torr. bot, club New York. XVII. p. 95—97. Peronospora Rubi Rabenh. in America. — Bot. gaz. XV. p. 179. Notes upon Peronosporeae for 1890, — Bot. gaz. XV. p. 320. Hansen, E. C: Nouvelles recherches sur la circulation du Saccharomyces apiculatus dans la nature. — Ann. sc. nat. Ser. VII. T. XI. p. 185—192, —— Sur la production de variétés chez les Saccharomyces. — Ann. microgr. 4890. p. 214—224. Hariot, P., et P. A. Karsten: Fungi novi. — Rev. mycol. XII. p. 428. Harkness, H. W.: Dangerous Fungi. — Zoë I, No. 5. p. 150. Hartig: Über Trametes radiciperda, — Bot. Centralbl. XLII. p. 109, 136—139, Hartog, M.: A Monadine parasitic on Saprolegnieae. — Ann. bot. IV. No. 45. Harz, C.O.: Physomyces heterosporus n. sp. — Bot. Centralbl. XLI. p. 378—379, 405—414. Heider, A.: Über das Verhalten der Ascosporen von Aspergillus nidulans (Eid.) im Thier- körper. — Centralbl. f. Bact.- u. Parasitenk. VII. No. 48, 89. 3 S, Hennings, P.: Über /sania rhodosperma Bres. n. sp. an Stämmen von Seaforthia elegans im Berliner bot, Garten. — Gartenfl. XXXIX. p. 493. Hesse, R.: Zur Entwickelungsgeschichte der Hypogaeen. — Bot. Centralbl. XLI. p.196 —198; XLII. p. 4—4; XLIV. p. 344—354. Humphrey, J. E.: General account of the Fungi, with special reference to those which cause diseases of cultivated plants. — VII. Ann. rep. of the state agricult. experim. stat. at Amherst, Mass. p. 195, Juel, O.: Nagra Mycologiska notiser. — Bot. Not. 1890. p. 8—9. (Neue Arten: Thecaphora Pimpinellae, Sphaerotheca Drabae.) Karsten, P. A: Fragmenta mycologica. XXVIII. — Hedw. XXVIII. Heft 6; XXIX. Heft 3. ——- Icones selectae Hymenomycetum Fenniae nondum delineatorum. Fasc. I. Tab. [—IX. — Acta soc. scient. fenn. XV. p. 481—195. —— Kritisk Ofversigt af Finlands Basidsvampar, — Helsingfors 1889. 80, Karsten, P. A., et P. Hariot: Ascomycetes novi in lucem editi. — Rev. myc. XII. p. 169. —— Mycetes novi. — Rev. myc. 1890. p. 129. Karsten, P. A., F. Fautrey et C. Roumeguére: l'ungi novi vel minus bene cogniti, descripli. — Rev, myc, XII. p. 126. Karsten, P., C. Roumeguére et P. Hariot: Fungilli novi — Rev. mycol. XII. p. 79. Keith, J.: Agaricus storea. — Scott. Naturalist, 4890. No. 7. "Kelsey, J. D.: Study of Montana Erysipheae. — Bot. gaz. XIV. p. 283. Kissling, E.: Zur Biologie der Botrytis cinerea. — Bern (Huber & Co.) 4889. 89, 32 pp. JA —.60. Klebahn, H.: Über die Formen und den Wirtswechsel der Blasenroste der Kiefern. — Ber. deutsch. bot. Ges. VIII. p. (59) —(70). Körnicke: Über den Steinbrand des Weizens. — Verh. naturhist. Ver. preuß. Rheinl. Bonn. Bd. 47. Sitzber. p. 92. Lagerheim, G. von: Harpochytrium und Achlyella, zwei neue Chytridiaccengatlungen. — Hedwigia 4890, No. 3. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 43 Lagerheim, G. von: Mycologiska Bidrag. VII. Uber Aecidium Astragali Eriksson. — Bot. Not. 4890. p. 272—276. —— Puccinia (Micropuccinia) Büumleri n. sp. — Öst. bot. Zeitschr. XL. p. 186—488. —— — Révision des Ustilaginées et des Urédinées contenues dans l'herbier de Welwitsch. — Bol. soc. Broteriana. Vol. VII. 4889. p. 426 ff. —— Sur un nouveau parasite dangereux de la Vigne, Uredo Vialae. — Compt. rend. acad. sc. Paris. CX. p. 728. — — Über einen neuen phosphorescirenden Polyporus, P. noctilucens n. sp. aus Angola, nebst Bemerkungen über die biologische Bedeutung des Selbstleuchtens der Pilze. — Bol. soc. Brot. Coimbra. VII. p. 178—181. —— Uber einige neue oder bemerkenswerte Uredineen. — Hedwigia 1889. p.103—112. Laurent, E.: Observations sur le champignon du muguet. — Bull. soc. belge microsc. XVI. p. 44. Lenz, H. O. Nützliche, schädliche und verdächtige Pilze. 7. Aufl, bearbeitet von O. Wünsche. — Gotha (Thienemann) 1890. 80, 197 S. mit 20 farb. Taf. Æ 4.60, Licopoli, Œ.: Sulla Graphiola Phoenicis Poit. — Rend, acc. sc. fis. mat. Napoli. Ser. lI. Vol. IV. fasc. 7—8. *Linostier, G., et G. Roux: Sur la morphologie et la biologie du champignon du muguet, — Compt. rend. séanc. acad. scienc. Paris, CIX. p. 752—755. Lockwood, S.: An aquarium study. Fungi affecting fishes, — Journ. New York microsc, soc. Vl. p. 67—85. c. tab. 2. Ludwig, F.: Eine neue verheerende Rostkrankheit australischer Akazien, verursacht durch Uromyces (Pileolaria) Tepperianus Sace. — Centralbl. f. Bakt, u. Parasitenk. VII. p. 83— 84. — — Uber einen neuen Goodeniaceenrost aus Südauslralien, Puccinia Saccardoi. — Hedw. XXVIII. Heft 6. p. 362—363. —— Une nouvelle espèce du genre Batarrea. — Bull. soc. myc. France V. 1. p. 34. Mac Millan, C.: Note on a Minnesota species of Isaria and an attendant Pachybasium. — Proceed, Rochester ac. of sc. 1890. p. 75. — Note on a new species of Actinoceps B. and Br. — Am. Naturalist, XXIV. p. 777. Maule, C.: Zur Entwickelungsgeschichte von Tichothecium microcarpon Arn. — Ber. deutsche bot. Ges, VIII. p. 143—117. c. tab. 1. Magnin: Sur la castration parasitaire de l'Anemone ranunculoides par l Aecidium leuco- spermum. — Compt. rend. séance. acad. des sc, Paris. CX. No. 17, Magnus, P.: Bemerkung über die Benennung zweier auf Alnus lebender Taphrina- Arten. — Hedw. XXIX. Heft 4. p. 23—25. —— Die systematische Stellung von Hydnocystis Tul. — Hedw. XXIX. Heft 2, p. 64—66. — — Ein bemerkenswertes Auftreten des Hausschwammes, Merulius lacrimans (Wulf.) Schum., im Freien. — Hedw. XXIX. Heft 3. — — Uber das Auftreten eines Uromyces auf Glycyrrhiza in der alten und in der neuen Welt. — Ber. deutsch. bot. Ges. III. p. 377—384. c, tab. 4. — — Über das Vorkommen der Puccinia singularis Magn. — Sitzber. Ges. naturf. Fr. Berlin 4890. p. 445—147. — — Über die in Europa auf der Gattung Veronica auftretenden Puccinia-Arten, — Ber. deutsch. bot. Ges. VIII. p. 167—174. c. tab. 1. — — Über eine interessante Phalloidee, Kalchbrennera corallocephala (Welw. und Curr.) Kalchbr. aus Stutterheim in der Kapkolonie. — Sitzber. Ges. naturf. Fr. Berlin. 4890, p. 44—43. —— Uber eine neue Puccinia auf Anemone ranunculoides. — Sitzber. Ges. naturf. Fr. Berlin. 1890. p. 29—31. Martelli, U.: Sulla Torula spongicola Duf. — N. giorn. bol. ital. XXII. p. 463—465. 44 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, *Massa, C.: La Greeneria’fuliginea sulle Viti. — Milano 1889. *—— Non é Peronospora : esperienze originali sulla nuova malattia dei grappoli d'uva (Greeneria fuliginea). — L'Italia agric. 1888. Massolongo, C.: Intorno ad un nuovo tipo di Phytoptocecidio del Juniperus communis L. — N. giorn. bot. ital. XXII. p. 460—462. —— Uber einige neue Micromycetes. — Bot. Centralbl. XLII. p. 385—387. Massee, G.: A Monograph of the Genus Podaxis Desv. (= Podaxon Fr.). — Journ, of bot. XXVIII. p. 33—39, 69—77. c. tab. 2. —— A Monograph of the Thelephoreae. Part II. — Journ. Linn. soc, XXVII. p. 95—205, c. tab. 4. Minks, A: Was ist Myriangium? — Ber. deutsch. bot, Ges, VIII. p. 243—250. Miyoshi, M.: Miscellaneous notes on Lichens, — The bot, magazine No. 45. Tokyo 1890. p. 44. On edible Lichens. — The bot. magazine No. 46. Tokyo 1890. p. 9. Moeller, H.: Beitrag zur Kenntnis der Frankia subtilis Brunchorst. — Ber. deutsch. bot. Ges. VIII. p. 215—224, Morini, F.: Biografia degli apoteci delle Lachnea theleboloides (A. S.) Sacc. — Mem, acc, sc. Bologna. Ser. IV. t. IX. c. tab. —— Ricerche sopra una nuova Ginnoascea. — Mem, acc. sc. Bologna. Ser. IV. t. X. 4889. Müller, J.: Lichenes epiphylli novi. — Basel 4890, 80. 22 pp. —— Lichenologische Beiträge. — Flora. LXXIII. p. 187—202. Niessen, J.: Führer in die Pilzkunde. Mit einer Einleitung von K, Rutanp, — Düssel- dorf (Schwann) 1890. 80, c. tab. 6 in 40, cart. # 2.—. Oudemans, C. A. J. A: Micromycétes nouveaux. — Versl. en Med. der Kon. Ak. Wetensch. Amsterdam. Afd. Natuurk. 3e Reeks. Deel VII. p. 312—326, c. tab. 2. — — Observations sur quelques Sphéropsidées qui croissent sur les feuilles des espèces * européennes de Dianthus. — Versl. en Meded. der Kon. Ak. Wetensch. Afd. Natuurk. 3e Reeks. Deel VII. p. 97—108. c, tab. 4. — — Rectification (Aecidium Senecionis). — Hedw. 1890. Heft 4. —— Trichopila n. gen. — Hedw. XXVIII. Heft 6. Passerini, G.: Diagnosi di Funghi nuovi. Note IV. — R. acc. Lincei. Mem. Ser. IV. Vol. VI. —— Riproduzione della Gibellina cerealis Pass, — Boll. comizio agr. parmense. Parma 1890. No. 7. Patouillard, N.: Fragments mycologiques. — Journ. de bot. 4890. —— Les conidies du Solenia anomala. — Soc. myc. Frauce. V. fasc. 4, —— Note sur la présence de basides à la surface du chapeau des Polypores. — Soc. myc. France. V, fasc. 3. *Peirce, G. J.: Notes on Corticium Oakesii and Michenera artocreas. — Bull, Torrey bot. club New York. XVII. p. 304. c. tab. 4. "Petersen, S.: Agaricineer jaghtague i Omegnen af Slagelse. — Bot. Tidsskr. XVII. p. 444. Philipps, W.: Qu'est-ce que le Peziza albella With.? — Rev. Mycol. XII. p. 140. Pichi, P.: Una nuova forma di Peronospora nei peduncoli dei giovani grappoli, — N. rass. vitic. enol. conegliano. 4890. n. 44—45. Poirault, G.: Les Urédinées et leurs plantes nourricières. — Journ. de bot. 4890. Juin. Prilieux, E.: Le Pachyma Cocos en France. Bull. soc. bot. France 1889. p. 433. —— Les tumeurs à bacille de l'Olivier comparées à celles du Pin d'Alep. — Compt, rend, acad. scienc, Paris. CVII. p. 249. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 45 *Prillieux, F., et G. Delacroix: Note sur quelques champignons parasites nouveaux ou peu connus, observés au laboratoire de pathologie végétale. — Bull. soc. myc. France 4889. p. 424. *Richards, H. M: The Uredostage of Gymnosporangium, — Bot. gaz. 1889. p. 244 —216, c. 1 tab. Rostrup, E.: Det förste halve Hundrede af vaertskiftende Rustsvampe. — Vidensk. Medd. nat. Foren. i Kjóbenhavn 1889. p. 238—252. — Mykologiske Meddelelser; spredte Jaghlagelser fra 1888. — Bot. Tidsskr. XVII. Heft 3. *— — Mykologiske Meddelelser. — Medd. bot. For, Kjóbenhavn. II. No. 4. —— Nogle Undersógelser angaaende Ustilago carbo. — Overs. Kgl. danske Vid. Selsk. Forhandl. 1890, No. 4. ——— Undersügelser over Snyltesvampes Angreb paa Skovträer i 1883—1888. — Tidsskr. for Skovbrug. XII. p. 175—238. Roumeguère, C.: Parasitisme vrai du Tremella Dulaciana n. sp. sur l'Agaricus nebularis. Rev, myc. XII. p. 4. —— Ravages du Spicaria verticillata Cord, — Rev, mycol. XII. p. 70. Roux, G., et G. Linossier: Recherches morphologiques sur le champignon du muguet. — Arch. méd, expérim. et d'anat. pathol. 1890. p. 62—87, Roze, E.: Sur l'Urocystis Violae Fisch de Waldh. et Ustilago antherarum Fr. — Bull. soc. bot. de France. XXXVII. p. 233. Saecardo, P. A: Notes mycologiques. — Bull. soc. mycol. France. Tome V. fasc. 4. —— Sylloge Fungorum omnium hucusque cognitorum. Vol. VIII. Discomycetae et Phymatosphaeriaceae, auct, P. A. Saccarno. Tuberaceae, Elaphomycetaceae, Ony- genaceae, auct. J. PAoLETTI. Laboulbeniaceae, auct. A. N. BERLESE., Saccharomycela- ceae, auct. J, B. pe-Tont. Schizomycetaceae, auct. J. B. pE-Toni et V. TREVISAN. Patavii. 80. 4443 pp. Sadebeck, R.: Kritische Untersuchungen über die durch Taphrina- Arten hervorge- brachten Baumkrankheiten. Referat Vol. XIII. p. 48. Sehnabl, J. N.: Über Hericium stalactitium. — Bot. Centralbl. XLI. p. 250—251. *Simonoff, L. N., und A. N. Beketoff: Die wichtigsten essbaren und giftigsten Pilze. c. tab. 8. — Petersburg 4889. 49, Skrobiszewsky, L.: Morphologische und embryologische Untersuchungen von .Arceu- thobium Oxycedri DC. (Razoumowskia). — Riga 1890, 89. c. tab. 2 (Russisch). Smorawski, J.: Zur Entwickelungsgeschichte der Phytophthora infestans (Mont.) De B. -— Landwirtsch. Jahrb. XIX. p. 1—42. c. tab. 4, Soppith, H. T.: Puccinia digraphidis. — Journ. of bot. XXVIII. p. 243—216. Staes, G.: De Korstmossen (Lichenes). — Bot. Jaarboek. II. Gent 1890. 50 p. 89. c. 3 tab. Starback, K.: Nagra mykologiska notiser. — Bot. Not. 1890. p. 114—420. —— Uber drei neue Pyrenomyceten, — Bot. Centralbl. XLI. p. 249—250, 278—283. Stitzenberger: Lichenaea Africana. — St. Gallen (A. & J. Köppel) 1890. 89. M 3.—. Sturgis, W. C.: On the carpologic structure and development of the Collemaceae and allied groups. — Proc. Am. ac. of arts and sciences. XXV, p. 15—52. c. tab. 8. *Sykes, W. J.: The discrimination of the various species of Saccharomycetes. — Analyst 1889. p. 132—137. Tanaka, N.: On the generic name of red-rust-fungus (Akasabi) of the Multerry tree, — The bot. magazine No. 44. p. 27. Tokyo 1890 (Japanisch). Tavel, F. von: Contributions to the history of the development of the Pyrenomycetes. — Journ. mycol. V. p. 184. c. tab. 4. 46 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, *Thaxter, R: A new american Phytophthora, — Bot. Gaz. XIV. p. 273. —— Report of the Mycologist, — Ann. rep. of the Connect. agricult. experim. stat. f. 1889, New Haven. p. 427—177. c. tab. 3, Tubeuf, K. von: Über eine neue Krankheit der Weißtanne und ihre forstliche Be- deutung. Vorläufige Mitteilung. — Zeitschr. f. Forst- u. Jagdw. 1890. p. 282—285. (Agaricus adiposus Fr.). —— Uber Exoascus borealis an Alnus incana, Trichosphaeria parasitica an der Fichte und Lophodermium brachysporum an Pinus Strobus. — Bot. Centralbl. XLI. p. 375 —378, Van Bambeke, Ch.: De l'existence probable chez Phallus (Ithyphallus) impudicus L. d'un involucrum ou indusium rudimentaire. — Bot. Jaarboek. 1890. Varendorff: Uber die Kiefernschütte, — Forstl. Bl. 4890. Heft 4. p. 97—104. *Vuillemin, P.: L’Ascospora Beyerinckii et la maladie des Cerisiers. — Journ. de bot. 1889. p. 255—259. Note sur la maladie du peuplier pyramidal. — Compt. rend. acad. scienc. Paris. CVII. p. 632. —— Sur la genèse des tumeurs bactériennes du Pin d'Alep. — Compt. rend. acad. scienc. Paris, CVIII, p. 249. *Wagner, H. W. T.: Observations on the structure of the nuclei in Peronospora para- silica during the formation of the oospore. — Ann. bot. IV. No. 43. Webber, H. A.: On the hypophyllous, epiphyllous or amphigenous habits of Uredineae. — Am. Natural, XXIV. p. 944. Webber, J. H.: Peridial cell characters in the classification of the Uredineae, — Am. Natural. XXIV. p. 477. —— Peculiar Uredineae. — Am. Natural. XXIV. p. 178. Wettstein, R. von: Die wichtigsten pflanzlichen Feinde unserer Forste. — Vortr. Ver. Verbr. naturw. Kenntn, Wien XXX, Ist die Speisemorchel giftig? — Wiener klin. Wochenschr. 1890. No, 45. Willey, H.: Synopsis of the genus Arthonia. — New Bedford, Mass. 1890. 89. 60 S. Zopf, W.: Die Pilze in morphologischer, biologischer und systemalischer Beziehung. — Breslau (Trewendt! 4890, 8% K 48.—. Zukal, H.: Entwickelungsgeschichtliche Untersuchungen aus dem Gebiete der Ascomy- celen. — Sitzber. Akad. Wiss. Wien. Math.-nat, Cl. XCVII. Abt. I. p. 520—630. c. tab. 4. —— Epigloea bactrospora, eine neue Gallertflechte mit chlorophyllhaltigen Gonidien. — Öst. bot, Zeitschr. XL. p. 323—328. 4 Taf. —— Thamnidium mucoroides n. sp. — Verh, zool. bot. Ges. Wien, XL, Abh. p. 587 —590. c. tab. 4. —— Uber einige neue Pilzformen und über das Verhältnis der Gymnoasken zu den übrigen Ascomyceten. — Ber. deutsch. bot. Ges, VIII, p. 295—303, c. tab. 1. —— Uber Ephebella Hegelschweileri Itz. — Sitzber. zool.-bot. Ges, XL. S. 53. C. Embryophyta zoidiogama. CI. Bryophyta. Arnell, H. W.: Om nàgra Jungermannia ventricosa Dicks, närstående lefvermossarter, — Bot. Not. 4890. p. 97—104. Bescherelle, E., et R. Spruce: Hépatiques nouvelles des colonies françaises, — Bull. soc. bot. France. XXXVI. p. CLXXVII. *Bottini, A.: Noterelle briologiche, — Malp. IIl. p. 401—119, c. tab. HI—V. Braithwaite, R: Hypnum circinale. — Journ, of bot. XXVII p. 345. P'llanzengeographie und Pflanzengeschiehte erschienenen Arbeiten. 47 Bünger, E.: Beiträge zur Anatomie der Laubmooskapsel. — Bot. Centralbl. XLII. p.193 —499, 225—230, 257—262, 289—296, 321—326, 353—356. Demeter, K.: Bryologische Notizen, — Ertesitö. XV. Heft 1. 80. 4 S. Eaton, D. C.: A new moss of the genus Bruchia. — Bull. Torr. bot. club New York. XVII. p. 97. ——— On Buxbaumia indusiata Brid. — Bull. Torr. bot. club New York. 1890. p. 126. Gobel, K.: Über javanische Lebermoose. Referat Vol. XII. p. 29, *Nawaschin, 8: Atrichum fertile n. sp. — Hedw. 1889, Heft 6. p. 359—360. c. tab. —— Was sind eigentlich die sogenannten Mikrosporen der Torfmoose ? (Vorläufige Mil- teilung). — Bot. Centralbl. XLIII. p. 289—290. Overton: Beiträge zur Histologie und Physiologie der Characeen, — Bot. Centralbl. XLIV. p. 1—40, 33—38. c. tab. 4. Pearson, W. H.: Scapania planifolia Hook. — Journ. of bot. XXVIII. p. 219. Roll, J.: Uber die Veründerlichkeit der Stengelblätter bei den Torfmoosen. — Bot. Centralbl. XLI. p. 241—243. — Uber die Wanwsronr'sche Acutifoliumgruppe der europäischen Torfmoose. — Bot. Centralbl. XLII. p. 230—234, 262—266, 296—300, 326—330, 357—362. Spruce: Hepaticae novae americanae tropicae et aliae. Referat Vol. XII. p. 82. Underwood, L. M.: A new North American Lejeunea, — Bull. Torr. bot, club New York. XVII. p. 258. Vaizey, R, J; On Catharinea lateralis Vaiz. (C. anomala Bryhn.) A new British Moss. — Ann. of Bot. II. p. 69—73. c. tab. 1. —— On the morphology of the Sporophyte of Splachnum luteum. — Ann. of bot. V. 17. p. 4. Venturi, P.: Barbulae rurales. — Rev. bryol. 1890. p. 49. Warnstorf, C: Beitrüge zur Kenntnis exotischer Sphagna. — Hedw. XXIX. Heft 4. p. 179—244. —— Sphagnum degenerans var. immersum ein neues europäisches Torfmoos. — Bot. Centralbl. XLII. p. 102 —105. —— Ulota marchica, ein neues Laubmoos. — Hedw. XXVIII. Heft 6. p. 372: —— Welche Stellung in der Cymbifolium-Gruppe nimmt das Sphagnum affine Ren. et Card. in Rev. bryol. Jahrg. 1885, p. 44 ein? — Hedw. XXVIII. Heft 6. p. 367. Winter: Über Hypnum flagellare Dicks. — Deutsch. bot. Monatsschr. VIII. p. 126. CII. Pteridophyta. a. Filicinae. Belajeff, W.: Uber die männlichen Prothallien der Wasserfarne, Hydropte- rides. (Russisch.) — Odessa 1890. 80. 86 pp. c. tab. 5. *Bower, F. 0.: The comparative examination of the meristems of Ferns, as a phylogenetic study. — Ann. bot. Vol. Ill. 1889. Büsgen, M.: Untersuchungen über normale und abnorme Marsilienfrüchte. — Flora. LXXII. p. 169—182. Campbell, D. H.: On the affinities of the Filicineae. — Bot. gaz. XV. p. 4. Correvon, H.: Les Fougères rustiques. — Genève 1890. 8°. Eaton, D. C.: A new Fern. — Bull. Torrey bot. club New York. XVII. p. 245. c. tab. 4. 48 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Eaton, D. C.: Asplenium blepharodes, a new Fern from Lower California. — Zoe. I. p. 197. c. tab. 1. Flechtner, J.: Über neue und seltenere Gefäßkryptogamen. — Gartenflora XXXIX. p. 79—81, p. 583—586. Franchet, A.: Note sur le Cheilanthes hispanica etc. — Bull. soc. bot. France. XXXV. p. 195—196. ` Giesenhagen, C.: Die Hymenophyllaceen. — Flora. LXXIII p. 411—464. c. tab. 4. Kidston: On the fructilication and affinities of Archaeopteris hibernica Forbes. — Proc. Roy. physic. soc. Edinburgh. IX. No. 3. Kühn, R.: Uber den anatomischen Bau von Danaea. — Flora. LXXIII. p. 147—450. —— — Untersuchungen über die Anatomie der Marattiaceen und anderer Gefäßkryptogamen. — Flora LXXII. p. 457—504. c. tab. 3. “Leclerc du Sablon: Observations sur la tige des Fougères. — Bull. soc. bot. France. XXXVI. p. 129—144. Porter, Th. C.: A new Fern from North America. — Bull. Torrey bot. club New York. XVII. p. 215. Potonié, H.: Über einige Carbonfarne. Referat Bd. XII. p. 62. Powell, S. L.: A new locality for Asplenium ebenoides. — Bull. Torrey bot. club New York. XVII. p. 287. Raciborski, M.: Über die Osmundaceen und Schizacaceen der Jura- formation. — Exeter, Bot. Jahrb. XIII. p. 4—9. Rauwenhoff, N. W. P.: De geschlachtsgeneratie der Gleicheniaceön. — Kon. Akad. Wetensch. Amsterdam. II. c. tab. 7. —— La génération sexuée des Gleichéniacées. — Arch. Néerland. XXIV. p. 157-—231. Seward, A, C.: Sphenophyllum as a branch of Asterophyllites. — Mem. and Proceed. Manchester lit. and phil. soc. 1890. Small, J. K.: Notes on Asplenium pinnatifidum. — Bull. Torrey bot. club New York. XVII. p. 257. Sodiro, R. P. L.: Acrostichum Jatesii Sod. — Anal. Univ. Quito. IV. No. 29. Stone, W.: Note on Asplenium pinnatifidum. — Bull. Torrey bot. elub New York. XVII. p. 261. b. Equisetinae. Andrews, W. M.: Apical growth in roots of Marsilia quadrifolia and Equi- setum arvense. — Bot. gaz. XV. p. 174. Luerssen, Chr.: Über Equisetum arvense forma campestre C. F. Schultz. — Schrift. physik.-ókon. Ges. Königsberg i. Pr. XXX. 1889. p. 46. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 49 c. Lycopodiinae. Campbell, Douglas H.: Die ersten Keimungsstadien der Makrospore von Isoetes echinospora Dur. — Ber. deutsch. bot, Gesellsch. VIII. p. 97 —400. c. tab. A. Farmer, J. Bretland: On /soötes lacustris L. 1890. Geinitz, H. B.: Über einige Lycopodiaceen aus der Steinkohlenformation. Mitt. min.-geol. u. prähist. Mus. Dresden 1890. IX. 49. 35 8. 3 Taf. Krueh, O.: Istologia ed istogenia del fascio conduttore delle foglie di Isoötes. — Malpighia IV. p. 56—83. c. 6 tab.; Nuovo giorn. bot. ital. XXII. p. 396—402. *Langer, Alfons: Über Bestandteile der Lycopodiumsporen (Lycopodium clavalum). — Inaug.-Diss. Berlin 1889. Ann. of bot. V. 47. p.37. Wojinowie, W. P.: Beitrüge zur Morphologie, Anatomie und Biologie der Selaginella lepidophylla Spring. — Dissert. Breslau 1890. 89, D. Embryophyta siphonogama. DI. Gymnospermae. Beck, G. R. von Managetta: Übersicht der hybriden Pinusarten. — Wiener illustr. Garten-Zeit. 1890. Heft 6. 2 S. Bess, G. N.: A preliminary study of the seed-wings of the Abietineae. — The Microsc. X. p. 4—6. c. tab. 1. Beyerinck, M. W.: L. Brtssner’s Untersuchungen bezüglich der Retinispora- frage. — Bot. Zeit. XLVII. p. 517—524, 533—941. Bolle, C.: Zum Rätsel der Eichlerstanne. — Gartenfl. XXXIX. p. 457 —461. Capellini, G.: Ichthyosaurus campylodon e tronchi di Cicadee nelle argille seagliose dell’ Emilia. — Mem. accad. se. Bologna. Ser. IV. T. X. Celakovsky, L.: Die Gymnospermen. Referat Vol. XII. p. 66. —— O fylogenetickém vývoji rostlin jehnédokvétych. Referat Vol. XII. p. 32. Chinn, Ch. H.: The great Sequoia. — Garden and Forest. II. p. 644 — 615. Coleman, W., and J. B. Webster: Pinus Jeffreyi. — Garden XXXVII. p. 280. Daguillon, A.: Recherches morphologiques sur les feuilles des Conifères. — Rev. génér. de botanique. Il. (1890.) No. 16 et 17. Delpino, F.: Biologia delle Gimnosperme. — Malpighia IV. p. 3—9. Sull’ affinità delle Cordaitee. — Malpighia HI. p. 353—355. Botanische Jahrbücher. XIII. Bd, (4) 50 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, *Dieck, G.: Die Akklimatisation der Douglasfichte. — Humboldt 1889. p. 132—438. Douliot, H.: Développement de la tige des Conifères. — Journ. de bot. 1890. *Goeppert, H. K.: Nachträge zur Kenntnis der Coniferenhülzer der paläo- zoischen Formationen. Bearb. von G. Srenze,. — Abh. Ak. Wiss. Berlin 1887. Gruber, H.: Über die Anatomie des Holzes von Pinus Larix, Picea excelsa und Pinus sylvestris. — Bartenstein. Progr. 1890. 40, 31 S. Hennings, P.: Encephalartos Hildebrandtii A. Br. u. Bouché, eine Form von E. villosus Lehm. — Gartenfl. XXXIX. p. 234—238. c. fig. ——— Uber Abies Eichleri Lauche = A. Veitchii Lindl. Referat Vol. XII. p. 90. Hooker: Icones plantarum, tab. 1933: Cephalotarus Griffithit Hook. f. in Curtis, Bot. Mag. tab. 7144: Abies brachyphylla Maxim. —— in Curtis, Bot. Mag. tab. 7103: Zamia Wallis. Knowlton, F. H.: A revision of the genus Araucarioxylon of Kraus, with compiled descriptions and partial synonymy of the species. — Proceed. Unit. St. Nat. Mus. Al, p. 601—617. Lamborn, R. H.: The knees of the Taxodium distichum. — The Amer. Naturalist. XXIV. p. 333. Marion: Sur le Gomphostrobus heterophylia, Conifere prototypique du Permien de Lodéve. — Compt. rend. séanc. acad. sc. Paris. CX. No. 17. Masters, M. T.: Abies Fraseri. — Gard. chron. VII. No. 207. p. 684. Pinus ponderosa Dougl. — Gard. chron. VII. Nr. 203. p. 557. —— Review of some points in the comparative morphology, anatomy and life-history of the Coniferae. — Journ. Linn. soc. bot. XXVII. Mischke, C.: Beobachtungen über das Dickenwachstum der Coniferen. — Bot. Centralbl. XLIV. p. 391. Mohr, K.: Pinus glabra. — Garden and Forest. Ill. p. 295. *Nobre, A.: Recherches histologiques sur le Podocarpus Mannii. — Bol. soc. Broteriana. Vol. VII. 2. 4889. p. 145—126. tab. AI. Pirotta, R.: Sulla struttura anatomica della Aeleleeria Fortunei (Murr.) Carr. — Ann. del R. Ist. bot. di Roma. Vol. IV. Prentiss, A. N.: The Hemlock. — Garden and Forest. HI. p. 157. Raciborski, M.: Kilka slów o Modrzewin w Polsce. (Über polnische fossile und lebende Lürchen). — Kosmos 1890. Heft 11/12. *Rand, E. L., and J. H. Redfield: Pinus Banksiana. — Bull. Torr. bot. club New York 1889. Nov. Redfield, J. H.: Note on Pinus Banksiana. — Proe. acad. nat. sc, Phila- delphia 4889. p. 344. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 51 Sargent, C. S.: Pinus latifolia Sarg. n. sp. — Gard. and Forest 1889. Scharrer, H.: Nochmals Abies Eichleri. — Gartenfl. XXXIX. p. 561. Schollmayer: Monographie der Rotheibe. — Mitt. Krainisch-Küstenländ. Forstver. XIV. Solms-Laubach, H. Graf zu: Die Sprossfolge der Stangeria und der übrigen Cycadeen. Referat Vol. XII. p. 60. —— Uber die Fructification von Bennettites Gibsonianus Carr. — Bot. Zeit. XLVIH. p. 789. c. tab. 2. Spehr, P.: Pharmacognostisch-chemische Untersuchung der Ephedra mono- stachya. — Dorpat (Karow) 1890. 89, 59 S. æ 4.20. *Stapf, O.: Die Arten der Gattung Ephedra. Referat Bd. XI. S. 106. Trabut: L’ Abies numidica, détermination de ses affinités avec les Abies méditerranéens. — Rev. génér. de botan. 1. Webster, A. D.: Abies grandis. — Garden. XXXVIII. p. 291. — The Monterey Cypress. — Garden. XXXVII. p. 363. Wettstein, R. von: Über Picea Omorica Panc. und deren Bedeutung für die Geschichte der Pflanzenwelt. — Verh. zool.-bot. Ges. Wien. XL. Sitzungsber. p. 64—65. Willkomm, M.: Über die Herkunft der » Ceder von Goa« (Cupressus glauca Lam.). — Wien. Illustr. Gartenz. 4890. Heft 3. 89. 4 S. —— Uber die Nadelhölzer und ihre Beziehungen zur Vegetation der Vor- welt. — Samml. gemeinnütz. Vortr., herausgeg. vom deutsch. Ver. Prag 1890. Zeiller, P.: Le Sapin de Douglas, Abies ou Pseudotsuga Douglasit. — Rev. se. nat. appliquées 1890. No. 44. *Zimmeter, A.: Über einen monstrósen Führenzweig. — Ber. d. naturw.- medic. Ver. in Innsbruck. XVIII. Jahrg. 1888/89. p. 35. DII. Angiospermae. a. Monocotyledoneae. | Amaryllidaceae. Battandier et Trabut: Description du Pancratium Saharae Coss. — Rev. gen. bot. Il. No. 43. Brown, N. E.: Eucharis Bakeriana N. E. Br. n.sp. — Gard. Chron. Vol. VII. No. 471. p. 416. c. fig. —— Haemanthus Lindeni N. E. Br. — Garden. Chron. VIII. No. 499. p. 436. Düesberg, W.: Die Wasser-Feen-Blume, Shui-Sin-Far (Narcissus Tazetta »Grand Emperor«). — Gartenfl. XXXIX. p. 636-—638. Mit Abbild. (4*) 52 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 üher Systematik, Focke, W. O.: Varietiiten von Clivia maritima. — Abhandl. nat. Ver. Bremen. Xl. p. 422. Gaerdt, H.: Die Amaryllis der Gärten. — Gartenfl. XXXIX. p. 1—7, 36—39, 58—63, 115—418. Hooker-Curtis: Bot. mag. tab. 7144: Eucharis Bakeriana N. E. Br. EneLer’s bot. Jahrb. Pax, F.: Beitrüge zur Kenntnis der Amaryllidaceae. XI. 4889. p. 348—337. c. tab. 1. *Pietquien, F.: Une fleur anomale du Narcissus Pseudo- Narcissus L. — Bull. soc. bot. Belgique. T. XXVII. I. 1889. p. 15—16. Reuthe, G.: Einige seltene und schöne Narcissus. — Gartenfl. XXXIX. p. 310—344. — Narcissus elegans Spach. — Gartenfl. XXXIX. p. 23. -—— Narcissus monophyllus. — Gartenfl. XXXIX. p. 25. *Sprenger, C.: Del genere Lycoris. — Bull. soc. tosc. orticolt. XIH. 1888. p. 323. —— Nerine sarniensis Herb. var. magnifica Spr. — Bull. soc. tose. ortic. XIV. 1889. p. 370. c. fig. Tre belle Nerine. — Bull. soc. tose. ortic. XV. 1890. p. 72. Stenzel, G.: Blütenbildungen beim Schneeglückchen (Galanthus nivalis) und Samenfurchen bei der Eiche (Quercus pedunculata) gesammelt, — Bibl. bot. Heft 24. Kassel (Fischer) 1890. 4° V. 66 S. 6 lith. Taf. M 90. —. Araceae. Arcangeli, G.: Sul? Helicodiceros muscivorus (L. fil.) Engler. — N. giorn. bot. ital. XXII. p. 467—472. Sull' impollinazione del Dracunculus vulgaris (L.) Schott, in risposta al Prof. F. Derrino. — Malp. HI. p. 492—507. ——— Altre notizie sul Dracunculus vulgaris Schott. — Nuovo giorn. bot. Ital. XXIL. p. 558—562. ——— Altre osservazioni sul Dracunculus vulgaris (L.) Schott, e sul suo pro- cesso d’ impollinazione. — Malp. IV. p. 254—261. Bertherand, E. L.: L'Arum italicum au point de vue botanique ete, — Alger 4890. 8°. Brown, N. E.: Arisaema anomalum Hemsl. — Gard. Chron. Vol. VII. No. 168. p. 321. Delpino, F.: Staurogamia presso il Sauromatium quitatum. — Malp. IV. p. 30—32. —— Sulla impollinazione dell’ Arum Dracunculus L. — Malp. Ill. Genova 1890. S. 385—395. Hooker: lcones plantarum, tab. 1949: Heteropsis Jenmani Oliv. Hooker -Curtis: Bot. Mag. 7150: Arisaema fimbriatum Mast. tab. 7450. A. Wrayi Hemsl. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 53 Kobbe: Über Amorphophallus Rivieri. — Verh. nat. Ver. preuB. Rheinl., Westf. u. Reg.-Bez. Osnabrück. XLVII. Corr.-Bl. p. 71—72. Martelli, U.: Osservazioni sull Arum pictum e suoi pronubi. — N. giorn. bot. ital. Vol. XXII. 1890. p. 129—132. Pedler, A., and H. Warden: On the nature of the toxie principle of the Aroideae. — Journ. of the As. soc. of Bengal. Caleutta 1890. p. 106 —117. Bromeliaceae. Baker, J. G.: New Guatemalan Bromeliaceae. — Journ. of bot. XXVIII. p. 305—306. Hooker-Curtis: Bot. Mag. tab. 7137: Caraguata angustifolia Baker. Bot. Mag. tab. 7148: Rhodostachys andina Phil. Bot. Mag. tab. 7121: Tillandsia amethystina Baker. Lindman, C. A.M.: Über die Bromeliaceengattungen Karatas, Nidularium und Regelia. — Ofvers. Kgl. Vet. Ak. Förhandl. 1890. No. 10. p. 534 —54#. *Maury, P.: Observations sur le genre Chevalliera Gaud. et description d'une espèce nouvelle. — Assoc. francaise pour l'avanc. d. se, 16. session à Toulouse 1887. Wittmack, L.: Billbergia Perringiana (B. nutans X Liboniana) . — Gartenfl. XXXIX. p. 445—148. c. 4 tab. —— Billbergia Quintusiana Mort. Makoy. — Gartenfl. XXXIX. p. 202 —204. c. fig. —— Billbergia Saundersii Hort. Bull. — Gartenfl. XXXIX. p. 89—90. c. À tab. —— Billbergia vittata Brongn. var. Rohani. — Gartenfl. XXXIX. p. 306 —308. c. fig. —— Bromeliaceae Schimperianae et Schenckianae. — EvLEn , Bot. Jahrb. XIII. Beibl. p. 4. —— Nidularium princeps var. magnificum Kittel. — Gartenfl. XXXIX. p. 289—290. c. tab. —— Rhodostachys pitcairniaefolia Benth. var. Kirchhoffiana. — Gartenfl. XXXIX. p. 345—347. c. tab. —— Vriesea Gravisiana Wittm. n. sp. — Gartenfl. XXXIX. p. 494—495. m. Abbild. ——— Vriesea Kitteliana (V. Barilletii E. Morr. >< V. Saundersü) . — Gartenfl. XXXIX. p. 326—329. c. fig. 2. ——— Vriesea Weyringeriana Wittm. nov. hybr. (Vriesea Barillet >< scalaris). — Gartenfl. XXXIX. p. 7—9. m. Abbild. 54 Ubersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Cannaceae. Piergrossi, G.: Canna flaccida Rose. — Boll. soc. tose. ortic. XVI. 1890. p. 451. Tschirch, A.: Die Saugorgane der Scitamineensamen. Referat Vol. XII. p. 49. Commelinaceae. Mac Leod, J.: Onderzoekingen omtrent den bouw, de ontwikkeling en de bevruchting der bloemen van Commelyna. — Bot. Jaarboek. II. 1890. p. 149—148. c. tab. Il. Cyclanthaceae. Hooker, in Curtis: Bot. Mag? tab. 7118: Carludovica Caput Medusae J. D. Hooker n. sp. Cyperaceae. Appel, O.: Beitrüge zur Kenntnis der Gattung Carex. — Mitt. geogr. Ges. f. Thüringen. Jena. IX. p. 23. Caricologische Mitteilungen. — Mitt. bad. bot. Ver. 1889. No. 67—68. Ascherson, P.: Carex refracta Willd. (1805) = C. tenax: Reut. (1856), — Ost. bot. Zeitschr. XL. p. 259—961. Bailey, L. H.: Carex rigida Good. and its varieties. — Journ. of bot. XXVIII. p. 171—173. —— Studies of the types of various species of the genus Carex. — Mem. Torrey bot. club New York. I. p. 1—85. Beal, W. J.: Grasses in the wrong genus Carex. — Bull. Torr. bot. club New York XVII. p. 153. Boeckeler, O.: Beiträge zur Kenntnis der Cyperaceen. Heft Il. Cyperaceae novae. Varel. 1890. 8°. Celakovsky, L.: Über die Blütenstünde der Cariceen. Referat Vol. XII. p. 32. "Christ, H.: Second appendice au nouveau catalogue des Carex d'Europe. — Bull. soc. bot. Belgique. T. XXVIII. Il. 1889. p. 165—166. Clarke, C.B.: Cyperus Jeminicus Rottb. — Journ. of bot. XXVIII. p. 18—19. Coville, F. V.: Revision of the United-States species of the genus Fuirena. — Bull. Torr. bot. club New York. XVII. p. 1. c. I tab. Druce, G. C.: Carex tomentosa L. in E. GLosrER. — Journ. of bot. XXVII. p. 248. *Ewing, P.: On Carex spiralis, a species new to science. — Proc. and Transact. nat. hist. soc. Glasgow. II. p. 140. Fernald, M. L.: Notes on two Carices. — Bull. Torr. bot. club New York. XVII. p. 261. Kükenthal, G.: Carex glauca >< tomentosa n. hybr. = C. Brückneri m. — D. bot. Monatsschr. VIII. p. 107—108. Pflanzengeographie und Pllanzengesehichte erschienenen Arbeiten. 55 Zahn, H.: Carex flava L., Oederi Ehrh., Hornschuchiana Hoppe und deren Bastarde. — Ost. bot. Zeitschr. XL. p. 361—365. — — Carex Kneuckeriana m. (Carex remota Rebent. >< remota L.). — Ost. bot. Zeitschr. XL. p. 412—413. Dioseoreaceae. Bucherer, E.: Beiträge zur Morphologie und Anatomie der Dioscoreaccen. Referat Vol. XII. p. 83. Gramineae. Batalin, A.: Das Perennieren des Roggens. — Act. hort. Petrop. XI. 1890. p. 297—303. Belli, S.: Avena planiculmis Schrad. 8 taurinensis Bell. — Malp. IV. p. 363 —364. Benecke, F.: Abnormale verschijnselen bij het suikerriet. — Mededeel. van het. proefstat. Midden Java te Samarang 1890. 53 pp. c. tab. 8. — — Over de Bordeaux-roode kleur der Suikerriet- Wortels. — Med. Proefst. Midden-Java. Semarang 1890. 89. 77 pp. €. tab. — — Over suikerriet uit » zaad «. Referat Bd. XII. S. 51. Burbidge, F. W.: A new Bamboo (Bambusa palmata Wort.) .— Gard. Chron. Vol. VH. No. 178. p. 641. Deane, W.: Cynosurus cristatus L. — Bot. gaz. XV. p. 179. Debeaux, N.: Note sur le Cenchrus echinatus L., 'raminée introduite en Sicile. — Revue de bot. VIII. p. 302. De Vries, H.: Over steriele Maisplanten. Referat Bd. XII. S. 51, Steriele Mais als erfelijk ras. Referat Bd. XII. S. 51. Franchet, A.: Note sur deux nouveaux genres de Bambusces. Referat Bd. XII. S. 63. Fressanges: The fertilisation of the Sugar-cane. — Journ. of bot. XXVIII. p. 303—305. Fries, Th. M.: Om Beckmannia erucaeformis (L.) Host. — Bot. Notiser 1890. p. 82. *Grilli, M.: Monografia sistematiea ed agraria sulla coltivazione del Riso in Italia. — Ann. agricolt. 1889. Hackel, E.: Agrostis canina L. var. scotica n. var. — Scott. Natur. 1890. p. 239. —— Descriptiones Graminum novorum. Referat Vol. XIII. p. 29. — — Über einige Eigentümlichkeiten der Gräser trockener Klimate. — Verh. zool.-bot. Ges. Wien. XL. p. 125—138. — — Eine zweite Art von Streptochaeta, St. Sodiroana n. sp. — Ost. bot. Zeitschr. XL. p. 141—114. 56 Ubersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Hooker-Curtis: Bot. Mag. tab. 7146: Arundinaria Simoni Riv. var. variegata. Marshall, E. S.: On Festuca heterophylla Lam. — Journ. of bot. XXVIII. p. 47—954. Morris: On the production of seed in certain varieties of the common Sugar-Cane (Saccharum officinarum L.). — Journ. Linn. soc. bot. XXVII. Murbeck, Sv.: Bromus paiulus auct. suec. — Bot. Not. 1890. p. 65—68. Rothert, W.: Über einen neuen Fundort von Holcus mollis L. und über die Diagnose dieser Art und der Gatiung Holcus überhaupt. — Sitzber. d. Dorpater Naturf. Ges. 1890. p. 302—309. Schweinfurth, G.: Über Euchlaena luxurians Dur. et Asch. — Gartenfl. XXXIX. p. 481. Schwendener, S.: Die Mestomscheiden der Gramineenblätter. Referat Vol. XII. p. 50. Scribner, F. L.: New or little known grasses. II. — Bull. Torrey bot. club New York. XVII. p. 225—234. c. tab. 4. Torges: Calamagrostis arundinacea >< villosa n. hybr., C. indagata Torg. et Hskn. — Mitt. geogr. Ges. f. Thüringen. Jena. IX. p. 26. "Trabut, L.: Etude sur l'Halfa, Stipa tenacissima. — Alger 1889. 80. —— Notes agrostologiques: Revision de quelques Stipa et détermination avec l'aide de comparaisons histotaxiques des Avena vivaces du Nord- Afrique. — Bull. soc. bot. France. XI. p. 407. Vasey, G.: Rhachidospermum mexicanum, a new grass. — Bot. gaz. 1890. p. 106—109. c. tab. 4. New or little known plants: Uniola Palmeri n. sp. — Garden and Forest. Il. p. 404—403. c. fig. —— Notes on Melica and Poa. — Bull. Torr. bot. club New York. XVII. p. 178. Wilson, W.: Growth of Phalaris arundinacea. — Scott. Naturalist 4890. Januar. Zoebl, A.: Der anatomische Bau der Fruchtschale der Gerste, Hordeum distichum L. — Verh. naturf. Ver. Brünn. XXVII. Haemodoraceae. Wilson, J.: Het dimorphisme van Wachendorfia paniculata. — Bot. Jaar- boek. II. 1890. p. 158—164. c. tab. IV. Hydrocharitaceae. Bottini, A.: Sulla riproduzione della Hydromystria stolonifera Mey. — Malp. IV. p. 340—349, Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 57 Rothert, W.: Über das Vorkommen der Elodea canadensis Rich. in den Ostseeprovinzen. — Sitzber. d. Dorpater Naturf. Ges. 1890. p. 300 —302. Sauvageau, M. C.: Sur la feuille des Hydrocharidees marines. — Journ. de bot. 1890. . —— Sur la présence de diaphragmes dans les canaux aérifères de la racine. — Compt. rend. de l'Acad. scienc. Paris. CV. Iridaceae. Baker: Gladiolus Kirkii Bak. n. sp. — Gard. Chron. VIII. No. 202. p.524. Dewar, D.: Iris sindjarensis Boiss. et Haußkn. — Gard. Chron. VIL No. 169. p. 364. c. fig. Haussknecht, C.: Kleinere botanische Mitteilungen (Über Crocus cancellatus Herb. 3 damascenus Maw). — Mitt. d. bot. Ver. f. Gesamtthüringen 1890. Hooker, in Curtis: Bot. Mag. tab. 7097: Iris Boissieri; tab. 7140: I. Dan- fordiae Baker; tab. 7144: I. orchioides Carr.; tab. 7135: I. Rosen- bachiana Regel; tab. 7145: I. sindjarensis Boiss. et Haußkn. Lynch, R. J.: Iris Bakeriana. — Gard. Chron. Vol. VII. No. 159. p. 38. Reuthe, G.: Iris reticulata var. Bakeriana. — Gartenfl, XXXIX. p. 24—25. *Sprenger, C.: Iris alata. — Bull. soc. tose. orticolt. XII. 1888. p. 13. St. Paul-Illaire und L. Wittmack: Iris Danfordiae Baker. — Gartenll. XXXIX. p. 401—402. c. tab. Juneaceae. Buchenau, F.: Monographia Juncacearum. — ExGLer, Bot. Jahrb. XH. p. 1—495. m. 3 Taf. u. 9 Abbild. (Auch Sep.-Ausg. Leipzig [W. Engelmann] 1890. 89. .# 12.—.) Murbeck, Sv.: Luzula pallescens auct. — Bot. Notiser 1890. p. 68—73. Liliaceae. *Antofilo: La Tulipa Gregei e le sue varietà. — Boll. soc. tosc. orticolt. XIV. p. 24. *Baker, J. G.: Aloe Monteiroi Bak. n. sp. — Gard. Chron. 1889. II. p. 523. Colchicum procurrens n. sp. — Gard. Chron. VII. No. 164. p. 192. Fritillaria canaliculata n. sp. — Gard. Chron. Vol. VII. No. 167. p. 288. Bennett, J. L.: Polygonatum biflorum. — Bull. Torr. bot. club New York. XVI. p. 259. Brown, N. E: Tulipa ciliatula Baker n. sp. — Gard. Chron. Vol. VII. No. 178. p. 641. Cuboni, G.: Anomalie fiorali del Colchicum autumnale L. — N. giorn. bot. ital. Vol. XXII. 1890. p. 80—83. Davenport, A.: Some good Yuccas. — American gard. XI. p. 666. c. fig. 58 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Duchartre, P.: Sur la production de caieux épiphylles chez le Lilium auratum. — Bull. soc. bot. France. XXXVII. p. 234. Durand, L.: Sur la fleur de l'Aspidistra punctata. — Bull. mens. soc. Lin. Paris 1889. Nr. 99. p. 792 u. Nr. 102. p. 809. Durand, Th.: Un nouveau genre de Liliacées, Lindneria Th. Dur. et Lubbers. — Bull. soc. bot. France. XXXVI. p. CCXVI. Fenzi, E. O.: Dasylirion longifolium. — Bull. soc. tose. ortie. XV. 1890. p. 112. Yucca filifera. — Boll. soc. tosc. ortie. XIV. 1889. p. 178. c. tab. Franchet, A.: Nomocharis, nouveau genre de Liliacées-Tulipées, — Journ. de bot., 1. Avril 1889. Fritsch, C.: Uber die Gattung Walleria. — Verh. zool.-bot. Ges. Wien. XL. Sitzber. p. 46—48. *Hartwich, C.: Über die Meerzwiebel. — Arch. Pharm. XXVII. Heft 13. m. 14 Abbild. Hooker: [cones plantarum, tab. 1939: Aloe Kniphofioides Baker; tab. 1932: Streptopus paniculatus Baker. Hooker-Curtis: Bot. Mag. tab. 7113: Eremurus aurantiacus Bak. —— Bot. Mag. tab. 7110: Peliosanthes albida Baker. Lanza, Domenico: La struttura delle foglie nelle Aloineae ed i suoi rapporti con la sistematica. — Malp. Vol. IV, Fase. IV. 1890. Purdy, C.: Brodiaea multiflora. — Zoé 1. Nr. 4. p. 101, Regel, E.: Allium kansuense und Allium cyaneum. — Gartenfl, XXXIX. p. 143—114. c. A tab. Asparagus Sprengeri Rgl. — Gartenfl. XXXIX. p. 490—492, m. Abb. Eremurus bucharicus Rgl. — Gartenfl. XXXIX. p. 57. c. 4 tab. Russell, W.: Recherches sur le développement et l'anatomie des cladodes du Petit-Houx. — Rey. gén. de bot. 1890. p. 193—199. Salzberger, G.: Uber die Alkaloide der weißen NieBwurz, Veratrum album. — Arch. Pharm. CENXVII. p. 462. Saunders, E. R.: On !he structure and function of the septal glands in Kniphofia. — Ann. of bot. V. 47. p. 11. 1890. "Sehroff, C. von: Historische Studie über Paris quadrifolia L. Ein Beitrag zur Geschichte der Arzneimittellehre. — Graz (Leusehner & Lubensky) 1889, 8", 290 S. Æ 4.50. Sprenger, ©.: Phormium tenax. — Boll. soc. tosc. ortic. XV. p. 241. * Lilium Martagon var. atrosanguineum H. Damm. — Bull. soc. tose. orticolt. XIII. 1888. p. 40. c. tab. *Terraciano, A.: Dell’ Allium Rollii e delle specie piu affini. — Malp. IIL. p. 289—304. c. tab. XI. Voigt, A.: Localisierung d. äther. Oles in d. Geweben d. Allium-Arten. — Jahrb. d. Hamburg. wiss. Anst. VI. 1889. Zabel, H.: Yucca elata Engelm. — Gartenfl. XXXIX. p. 48. Pilanzengeographie und Pflauzengeschiehte erschienenen Arbeiten. 59 Marantaceae. Vergl. Cannaceae. Musaceae. Vergl. Cannaceae. "Pueci, A.: Musa superba Roxb. — Bull. soc. tose. orticolt. XIII. 1888. p. 368. c. tab. Scott-Elliot: Note on the fertilisation of Musa, Strelitzia reginae and Rave- nala madagascariensis. Referat Vol. XII. p. 82. Najadaceae. Jensen, H.: Zostera’s Spiring (Die Keimung von Zostera). — Bot. Tidsskr. XVII. Heft 3. p. 162. 'Sauvageau, C.: Sur la racine du Najas. — Journ. de bot. 1889. No. 4. Observations sur la structure des feuilles des plantes aquatiques : Zostera, Cymodocea et Posidonia. — Journ. de bot. 1890. —— Sur la structure de la feuille des genres Halodule et Phyllospadix. — Journ. de bot. 1890. 12 pp. c. fig. 7. Orchidaceae. *Aitchison, J. E. T.: The source of Badsha or Royal Salep. — Trans. and Proc. bot. soc. Edinburgh. Vol. XVII. p. 434—440. tab. VII. Ballif, O.: Cymbidium eburneum. — Bull. soc. tose. ortie. XV. p. 254. c. 4 tab. —— Miltonia vexillaria. — Bull. soc. tose. ort. XIV. 4889. p. 344. c.tab. —— Odontoglossum cirrhosum. — Bull. soc. tose. ortie. XVI. 1890. p. 210. c. tab. Camus, G.: Orchidées hybrides. — Journ. de bot. 1890. No. 1. Duchartre, P.: Fleurs monstrueuses de Cattleya. — Bull. soc. bot. France. XXXVII. p. 150. Hooker, in Curtis, Bot. mag.: tab. 7143: Acineta densa Lindl.; tab 7133: Cattleya Lawrenceana Reichb. f.; tab. 7099: Cottonia macrostachya Wight; tab. 7102: Cypripedium Rothschildianum Reichb. fil.; tab. 7132: Lueddemannia Pescatorei Lind. et Reichb.; tab. 7195: Masdevallia Carderi Reichb.f.; tab. 7094: Pleurothallis ornata Reichb.; tab. 7129: Pl. platyrachis Rolfe n. sp. ` tab. 7142: Saccolabium bellinum Reichb. fil.; tab. 7104: Satyrium membranaceum Swartz; tab. 7151: Scaphosepalum pulvinare (Reichb.fil. Rolfe; tab. 7439: Vanda Amesiana Reichb. fil.; tab. 7112. V. Kimballiana Reichb. fil. Indian Orchidaceae. — leones plantarum. Vol. XI. Kramer, F.: Dendrobium Ainsworthii, Leechianum und splendidissimum. — Gartenfl. XXXIX. p. 176—178. c. fig. Kränzlin, F.: Odontoglossum Andersonianum fl. dupl. — Gartenfl, XXXIX. p. 377. c. tab. 60 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Kränzlin, F.: Hodriguezia Fuerstenbergü n. sp. — Gard. Chron. VIII. Nr. 209. p. 746. —— Slanhopea Spindleriana Kr. (St. oculata X tigrina). — Gartenfl, XXXIX. p. 625—628. c. tab. Ledien, Fr.: Laelia pumila Rchb. fil. und var. Dayana. — Gartenfl. XXXIX. p. 169—171. c. tab. *—— Uber Cattleya. — Jahresber. schles. Centr.-Ver. f. Gärtner und Gartenfr. Breslau 1889. Luizet: Orchis hybrides découverts à Fontainebleau. — Bull. soc. bot. France. XXXVI. p. 314—316. Magnus, P.: Eine weiße Neottia nidus avis. — D. bot. Monatsschr. VIII. p. 97—98. —— Uber eine monströse Orchis mascula L. mit verzweigter Inflorescenz. Sitzber. Ges. naturf, Fr. Berlin. 1889. p. 124—122. O'Brien, J.: Cattleya Rex n. sp. — Gard. Chron. VII. No. 207. p. 684. "Palla, E.: Zur Anatomie der Orchideen-Luftwurzeln. — Sitzber. Ak. Wiss. Wien. Math.-nat. Cl. XCVIII. p. 200—207. c. tab. 2. Poulsen, V. A.: Om Bulbildannelsen hos Malaxis paludosa Sw. Referat Vol. XIII. p. 22. Pucci, A.: Monografia del genere Cypripedium. — Bull. soc. tose. ortic. XV. p. 226—970. Regel, E.: Beobachtungen über Orchideen und Beschreibung neuer Arten. — Gartenfl. XXXIX. p. 573—575, 606—608. —— Cattleya intermedia Grah. var. candida splendida. — Gartenfl. XXXIX. p. 4. c. 4 tab. —— Lycaste Schilleriana Rehb. fil. 8 Lehmanni Regl. — Gartenfl. XXXIX. p. 223—934. c. tab. —— Miltonia flavescens Lindl. var. grandiflora. — Gartenfl, XXXIX. p. 433 —434. c. tab. —— Odontoglossum cristatum Lindl. var. Lehmanni. — Gartenfl. XXXIX. p. 58. c. 4 tab. Reichenbach, H. G. fil: Xenia orchidacea. Beiträge zur Kenntnis der Orchideen. Fortgesetzt von F. Kranzuin. Bd. UI. Heft 4. — Leipzig (Brockhaus) 1890. 40, p. 65—76. c. tab. col. M R.—. Ridley, H. N.: On the method of fertilization in Bulbophyllum macranthum and allied Orchids. — Ann. of bot. IV. No. 5. Rolfe, R. A.: in Gard. Chron.: Angraecum Henriquesianum Rolfe n. sp. — VIII. No. 200. p. 466. — — Dendrobium atroviolaceum Rolfe n. sp. — VII. No. 174. p. 512. —— Masdevallia costaricensis Rolfe n. sp. — VIII. No. 190. p. 183. —— Masdevallia fulvescens Rolfe n. sp. — VII. No. 195. p. 325. —— Masdevallia Lowii Rolfe n. sp. — VII. N. 471. p. 446. Masdevallia O' Brieniana Rolfe n. sp. — VIII. No. 202. p. 594. »* Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 61 Rolfe, R. A.: in Gard. Chron.: Oncidium Leopoldianum Rolfe n. sp. — VIII. No. 203. p. 556. ` ——— Sobralia Lowii Rolfe n. sp. et S. Wilsoniana Rolfe n. sp. — VIII. No. 197. p. 378. ——— Sobralia Sanderae n. sp. — VII. No. 204. p. 494. — — Nylobium Colleyi Wolfe n. sp. — VII. No. 167. p. 288. —— Zygopetalum caulescens Rolfe n. sp. — VII. No. 175. p. 544. —— Zygopetalum Jorisianum Rolfe n. sp. — VII. No. 180. p. 704. —— Zygopetalum Whilei Rolfe n. sp. — VII. No. 169. p. 354. ——— A morphological und systematic review of the Apostusieae. — Journ. Linn. soc. bot. XXV. p. 211—243. c. 4 tab. — — On the sexual forms of Catasetum, with special reference to the re- searches of Darwin and others. — Journ. of Linn. soc. bot. XXVII. — The genus Scaphosepalum Pfitz. — Journ. of bot. XXVII. p. 135—137. ‘Sommer, G.: Masdevallia chimaera Rchb. fil. — Gartenfl. XXXVII. p. 647. e. 4 tab. — — Masdevallia Shutlleworthii Rchb. fil. — Gartenfl. XXXIX. p. 457. c. tab. — —— Pesealorea Klabochorum Rehb. fil. — Gartenfl. XXXIX. p. 321—322. c. tab. Stein, B.: Vanda coerulea Griff. — Gartenfl. XXXIX. p. 545—546. c. tab. Weathers, J.: Angraecum ichneumoneum Lindl. — Gard. Chron. Vol. VII. No. 159. p. 38. "Webster, Cl. L.: Contributions to the knowledge of the genus Pachy- phyllum. — Amer. Naturalist. XXII. p. 633. Wittmack, L.: Odontoglossum Insleayi Lindl. — Gartenfl. XXXIX. p. ATA —475. M. Abbild. e Zahn, H.: Orchis purpurea Huds. >< Rivini Gouan. (O. fusca Jacq. >< mili- taris L. p. p.). — Mitt. bad. bot. Ver. 1890. p. 942—945. Palmae. Beccari, O.: Le Palme del genere Pritchardia. Referat Bd. XII. S. 45. * Nuove palme asiatiche. — Malesia. Vol. MI. fasc. IV. p. 169. Rivista monografica delle specie del genere Phoenix e del genere Pritchardia. — Malesia III. p. 3451T. c. 2 tab. Burbidge, F. W.: The Cobra plant. — Garden. XXXVII. p. 141. Dixon, J. E.: Germination of Phoenix dactylifera. — Bull. scient. labor. Denison university. 1890. p. 8. Hansen: Die Dattelpalme. — Prometheus I. No. 43—-45. Hildebrandt, F.: Bastarde zwischen Chamaedorea Schiedeana und Ch. Ernesti Augusti. — Gartenfl. XXXIX. p. 354—357. c. fig. 62 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Hooker, in Curtis: Bot. Mag. tab. 7108: Prestoea Carderi J, D. Hook. n. sp. ——— tab. 7128: Trachycarpus khasyanus Wendl. Kronfeld, M.: Die Maria-Theresia-Palme. — Ost. bot. Zischr. XL. p. 447 — 449. Lignier, O.: Contributions à la connaissance du bouton floral male de Chamaedorea elegans. — Bull. soc. Linn. Normandie. Caen. Sér. IV. T. IV. p. 23. Martelli, U.: Sul Chamaerops humilis var. dactylocarpa Bece. — Bull. soc. tose. di ortie. XIV. p. 80—82. c. A tab. Pandanaeeae. Mueller, F. von: Notes on a rare pandanaceous plant. (Pandanus Hom- bronia). — Victor. Natural. 1890. Dee. Potamogetonaceae. Beeby, W. H.: On Potamogeton fluitans Roth. — Journ, of bot. XXVIII. p. 203—204. Bennett, A.: A Potamogeton Note. — Journ. of bot, XXVIII. p. 94—92. Potamogeton fluitans Roth. — Journ. of bot. XXVIII. p. 249. —— The nomenclature of Potamogetons. — Journ. of bot. XXVIII. p. 297 — 302, Fryer, A.: Notes on Pondweeds. — Journ. of bot. XXVIII. p. 137—439, 225—927. —— On à new hybride Potamogeton of the Fluitans group. — Journ. of bot. XXVIII. p. 321—326. c. tab. — — On the hybridity of Potamogeton fluitans. — Journ. of bot. XXVIII. p. 249. — — Potamogeton falcatus. — Journ. of bot. XXVIII. p. 919—220, — — Supposed hybfidity in Potamogeton. — Journ. of bot. XXVIII p. 173 —479. Sparganiaceae. Beeby, W. H.: On Sparganium. — Journ. of bot. XXVIII. p. 234—237. Triuridaceae. Beccari, O.: Le Triuridaceae della Malesia. Referat Bd. XII. S. 45, Poulsen, A.: Triuris major sp. n. Et Bidrag til Triuridaceernes Natur- historie. — Bot. Tidsskr. Köbenhavn. Vol. XVII. p. 293—306. c. À tab. Typhaceae. Figert, E.: Botanische Mitteilungen aus Schlesien. III. Typha latifolia >< angustifolia. — D. bot. Monatsschr. VIII. p. 55—57. Velloziaceae. Baker, J. G.: Barbacenia squamata Paxt. — Gard. Chron. VIII. No. 498. p. 408. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 63 Zingiberaceae. Vergl. Cannaceae. Hooker-Curtis: Bot. Mag. tab. 7120: Hemiorchis burmanica Kurz. Müller, Fr.: Hedychium coccineum >< coronarium. — Abhandl. nat. Ver. Bremen. Xl. p. 444. b. Dicotyledoneae. Acanthaceae. Baillon, H.: Les fleurs de l'Anisacanthus virgularis Nees. — Bull. soc. Linn. Paris. No. 140. p. 875—876. ——— Neue Acanthaceengattungen. Referat Vol. XII. p. 28. — — Sur le Neolindenia. — Bull. mens. soc. Linn. Paris 1890. Nr. 107: p. 854 u. Nr. 109. p. 818. Neolindenia mexicana Baill. aus den feuchten Wüldern von Zacualpan (Chiapas). — — Sur les caractères des Hansteinia et Stenostephanus. — Bull. mens. soc. Linn. Paris 1890. No. 107. p. 855. —— — Sur plusieurs Ruelliées exceptionelles. — Bull. mens. soc. Linn. Paris 1890. Nr. 107. p. 852. Folgende Neuheiten: Ruelliola Grevei n. g. et sp: ferner Schizothecium, Plouto- ruellia, Chromatoruellia und Microruellia als neue Sectionen von Ruellia. Brown, N. E.: Eranthemum tuberculatum Hook. — Gard. Chron. Vol. VII. No. 172. p. 480. *Piergrossi: G.: Ruellia Devosiana var. Grilliana Piergr. — Bull. soc. tosc. ortie. NIL. 4888. p. 331. Taubert, P.: Die Gattung Ofacanthus Lindl. und ihr Verhältnis zu Tetra- placus Radlk. — Exsrer, Bot. Jahrb. XII. Beibl. No. 28. p. 14—16. Aceraceae. Vergl. Sapindaceae. Dangeard: Observations sur la note de M. Léger sur des germinations anomales d'Acer platanoides. — Bull. soc. Linn. Normandie. Caen. Ser. IV. Vol. IH. p. 223. Léger, L. J.: Note sur des germinations anormales d'Acer platanoides. — Bull. soc. Linn. Normandie. Caen. Ser. IV. Vol. HI. p. 199. Stenzel: Über die Früchte des Bergahorns (Acer Pseudoplatanus;. — 67. Jahresb. schles. Ges. p. 150—151. Amarantaceae. Boerlage, J. G.: Het geslacht Achyranthes L. in’s Rijks Herbarium te Leiden. — Nederl. Kruidk. Arch. Ser. IL Deel V. Stuk 3. Anacardiaceae. Carpenter, Ch. R.: Rhus Toxidodendron. — Therap. Gaz. XIV. p. 93. 64 Übersicht der wiehtigeren und umfassenderen , im Jahre 1890 über Systematik, Apocynaceae. Baillon, H.: Etude des Prestonia. — Bull. mens. soc. Linn. Paris 1889. No. 98. p. 783 und No. 99, p. 789. —— Sur le Craspidospermum. — Ebenda No. 104. p. 805. — Sur les anthères de quelques Apocynacées. — Ebenda No. 98. p. 777. —— Sur le Sirophanthus hispidus. — Ebenda No. 407. p. 855. —— — Sur l'Oubouété du Gabon. — Ebenda No. 98. p. 782. Beschreibung von Tabernanthe Iboga n. g. et sp. —— Sur le Tanghin de Ménabé (Cerbera). — Ebenda No. 104. p. 825—826, — — Sur quelques Gynopogon néo-calédoniens. — Ebenda No. 97. p. 775 und No. 98. p. 784. — — Sur un nouveau Plocosperma. — Ebenda No. 98. p. 780. Sur un nouveau Thenardia du Mexique. — Ebenda No. 103. p. 819. *Cesari, G.: Ill Quebracho. — Modena 1889. Garcin: Recherches sur les Apocynaeées. — Ann. soc. bot. Lyon. XV. p. 197—448. c. tab. 2. Hooker-Curtis: Bot. Mag. 7122: Allamanda violacea Gardn. Juergensen, K.: Beiträge zur Pharmacognosie der Apocyneenrinden. — Dorpat (Kurow). Diss. 1890. 80, 63 S. 4 19.—. Kobbe: Uber Strophanihus hispidus. — Verh. nat. Ver. preuB. Rheinl., Westf. u. Reg.-Bez. Osnabrück. XLVI. Corr. Bl. p. 73—74. “Nencioni, C.: Il Rhyncospermum jasminoides ed i pergolati nei giardini. — Bull. soc. tose. orticolt. XIV. 4889. p. 53. Aquifoliaceae. Loesener, Th.: Vorstudien zu einer Monographie der Aquifoliaceen. — Verh. Bot. Ver. Prov. Brandenburg. XXXIII. Araliaceae. Struck, C.: Starke Stämme von Hedera helix L. in den Wäldern Mecklen- burgs. — Arch. Ver. Fr. Natur. Meckenburg. XLII, p. 957—958. Aristolochiaceae. Correns, C.: Beitrüge z. biologischen Anatomie der Aristolochiablüte. Referat Bd. XIII. p. 5. Grilli, M.: Aristolochia caudata L. — Bull. soc. tose. ortie. XVI. p. 480. c. tab. Hemsley, W. B.: The genus Asarum. — Gard. Chron. Vol. VII. No. 474. p. 420. Hooker-Curtis: Bot. mag. tab. 7126: Asarum caudigerum Hance. Masters, M. T.: Aristolochia longecaudata Mast. — Gard. Chron. VIII. No. 204. p. 493. Asclepiadaceae. Armstrong, Ch.: Physianthus albens. — Canad. Prod. instit. Ser. III. Vol. VII. p. 230. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 65 Baillon, H.: Neue Asclepiadaceen-Gattungen. Referat Vol. XII. p. 27. —— — Histoire des plantes. T. X. Monographie des Asclépiadacées. — Paris 1890. 80. Brown, N. E.: The genera of Stapelieae. — Journ. of bot. XXVIII. p. 449 —151. Hooker: Icones Plantarum. Vol. X. P. I: Stapelieae. tab. 1904—1925. Scott Elliot, G. F.: The genus \ysmalobium. — Journ. of bot. XXVIII. p. 362—365. Sprenger,C.: Gomphocarpus arborescens. — Bull. soc. tose. ortic. XV. 1890. p. 70. Balanophoraceae. ‘Johnson, T.: Mystropelalon Thomii Haw. — Ann. of bot. IV. No. 13. Begoniaceae. *Becalli, A.: Le Begonie a foglie ornamentali. — Bull. soc. tose. ortic. XIV. 1889. p. 214. Gumbleton, W. E.: Begonia Baumanni n. sp. — Gard. Chron. VIII. No. 200. p. 466. Berberidaceae. Hooker-Curtis: Bot. mag. tab. 7116: Berberis virescens J. D. Hook. n. sp. Tab. 7098: Podophyllum pleianthum Mance. Jungner, R.: Ett fall af fasciation hos Berberis vulgaris L. — Bot. Not. 1890. p. 443—114. Betulaceae. Haussknecht, C.: Uber Betula-Formen. — Mitt. d. bot. Ver. f. Gesamt- thüringen. 1890. Lakowitz: Beluloxæylon Geinitzii n. sp. und die fossilen Birkenhölzer. Referat Vol. XII. p. 61. Móhl, H.: Die Pyramidenhainbuche, Carpinus betulus var. pyramidalis. — Gartenfl. XXXIX. p. 54—52. Mörner, C. Th.: Uber eine Form von Betula verrucosa Ehrh. — Bot. Gentralbl. XLI. p. 248. Wettstein, R. von: Über die ósterreichischen Betula-Arten. Sitzber. z00l.-bot. Ges. XL. p. 67. Bignoniaceae. Brooks, H.: Two remarkable Catalpa trees. — Garden and Forest. III. p. 936. c. fig. Grilli, M.: Pithecoctenium clematideum Gris. — Bull. soc. tose. ortic. XV. 1890. p. 13. c. tab. Hooker-Curtis: Bot. Mag. tab. 7124: Bignonia rugosa Schlecht. Sprenger, C.: Ceratotheca triloba E. Mey. — Bull. soc. tose. ortic. XVI. p. 217. *Ugolini, G.: Della Catalpa. — Bull. soc. tose. ortic. XIII. p. 329. Botanische Jahrbücher. XIII. Bd. (5) 66 Ubersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 fiber Systematik, Bixaceae, Baillon, H.: Observations sur quelques nouveaux types du Congo. — Bull. mens. soc. Linn. Paris 1890. Nr. 109. p. 870. Phylloclinium paradoxum n. g. et sp. Hillebrand und Bredemeier: Idesia polycarpa Maxim. — Gartenfl. XXXIX. p. 63—64. c. 1 Abb. Bombaeaceae. Bailon, H.: Sur les Baobabs de Madagascar. — Bull. mens. soc. Linn. Paris 1890. No. 106. p. 844. Beccari, O.: Le Bombaceae malesi descritte ed illustrate. Referat Bd. XI. p. 414. Schumann, K.: Bombacaceae. — ENcGtEgn-PnaxTL's Natürl. Pflanzenfam. IH. 6. p. 53. Borraginaceae. Baillon, H.: Histoire des plantes. T. X. Monographie des Borraginacées. Paris 1890. 8°. — Les fleurs du Saccellium lanceolatum H.B.K. — Bull. mens. soc Linn. Paris 1890. No. 103..p. 818. — L'organisation de la fleur et du fruit de l'Harpagonella. — Ebenda. 1889. No. 102, p. 842. — Reconstitution de la famille des Borraginacées. Organisation desse ovules. — Ebenda. 1890. No. 104. p. 828 und Nr. 108. p. 857. —— Sur un genre de Borraginacées à feuilles opposées. — Bull. mens. soc. Linn. Paris. No. 105. p. 839. Correvon, H.: Myosotis Welwilschii Boiss. — Bull. soc. tose. ortic. XVI. p. 170. Focke, W. O.: Pulmonaria obscura longistyla Q >< saccharata brevistyla cj. — Abh. nat. Ver. Bremen. XI. p. 444. “Halsted: Notes on Lithospermum. — Bot. gaz. 1889. p. 202—203. Heinricher, E.: Neue Beiträge zur Pflanzen-Teratologie und Blüten- Morphologie. 1. Blüten von Symphytum officinale L. mit einer äußeren Nebenkrone. — Österr. bot. Ztschr. XL. p. 328—332. 4 Abbild. Hooker: Icones plantarum, tab, 1942: Tysonia (nov. gen.) africana Bolus. Mez, C.: Morphologische und anatomische Studien über die Gruppe der Cordieae. — Exciter, Bot. Jahrb. XH. p. 526—588. M. 2 Taf. Sprenger, C.: Lithospermum rosmarinifolium Ten. — Gartenfl. XXXIX. p. 22—23. —— Myosotidium nobile Hook. — Bull. soc. tose. ortic. XV. 4890. p. 46. — — Myosotis Cintra. — Bull. soc. tose. ortic. XVI. p. 134. Cactaceae. Daul, A.: Illustriertes Handbuch der Cacteenkunde. — Stuttgart (Ulmer) 1890. 8°. ,# 3.60. Hooker-Curtis: Bot. Mag. tab. 7147: Pereskia aculeala Haw. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 67 Lindberg, G. A.: Lepismium (?) dissimile n. sp. — Gartenfl. XXXIX. p. 148—153. c. 3 tab. —— — Rhipsalis Regnellii n. sp. — Gartenfl. XXXIX. p. 148—424. c.5 Abbild. ‘Suringar, W. F. R.: Melocacti novi ex insula Aruba, adjectis supplementis ad specierum jam ante deseriptarum charaeteres. — Versl. en Med. Kon. Ak. Amsterdam. 3e Reeks. Deel VI. p. 437—464. —— Nieuwe bijdragen tot de kennis der Melocacti van West-Indië. — Versl. en Med. Kon. Ak. Amsterdam. 3e Reeks. Deel VI. p. 408—437. Orcutt, C. R.: Some notes on Echinocactus. — Gard. and Forest. HI. p. 238. Wittmack, L.: Echinocereus pectinatus var. robustus. — Gartenfl. XXXIX. p. 943—344. c. tab. Calycanthaceae. Lignier, O.: Sur la décortication des tiges de Calycanthées, de Melastoma- cées et de Myrtacées. — Bull. soc. bot. France. Ser. I. T. XII. p. 12. Wiley: Analyses of the seeds of Calycanthus glaucus. — Am. chem. journ. Xl. No. 8. Calyceraceae. Hock, F.: Calyceraceae. — Encter-Pranti’s Natürl. Pflanzenfam. IV. 5. p. 84—86. Campanulaceae. Feer, H.: Beitriige zur Systematik und Morphologie der Campanulaceae. — ExcLER, Bot. Jahrb. XII. p. 608—624. m. 3 Taf. —— — Campanularum novarum decas prima. Referat Bd, XIII, S. 2. —— Recherches littéraires et synonymiques sur quelques Campanules. — Journ. de bot. 1890. 21 S. Heldreich, Th. von: Uber Campanula anchusiflora und C. tomentosa der griechischen Flora. — Bot. Centralbl. XLIV. p. 209—214. Sehónland, Selmar: Notes on Cyphia volubilis Willd. — Trans. S. Afr. phil. soc. 1890. Seligmann, J.: Uber anatomische Beziehungen der Campanulaceen und Lobeliaceen zu den Compositen. — Bot. Centralbl. XLII. p. 1—5. Caprifoliaceae. Dammer, U.: Die extrafloralen Nectarien an Sambucus nigra. — Österr. bot. Ztschr. XL. p. 261—264. Garcin, M.: Sur une série d'anomalies du Lonicera Periclymenum. — Bull. trim. soc. bot. Lyon. 1889. p. 60—62. Koehne, E.: Lonicera Alberti Regel, seit Jahren bekannt. — Gartenfl. XXXIX. p. 178—179. Kal 68 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Sommier, S.: Ancora sulla Lonicera coerulea. — N. giorn. bot. ital. XXII. p. 466—467. ——— Della presenza di stipole nella Lonicera coerulea L. — N. giorn. bot. ital. XXII. 4890. p. 217—227. c. tab. Wettstein, R. von: Eine neue Sambucusart aus dem Himalaya. — Osterr. bot. Ztschr. XL. p. 230—234. c. tab. Zabel, H.: Lonicera splendida Boiss. — Gartenfl. XXXIX. p. 65—66. c. 1 Abb. Caryophyllaceae. Andrews, E. F.: Stellaria pubera. — Bull. Torr. bot. club New York. XVII. p. 157. Brandegee, T. S.: A new Achyronychia. — Zoé. I. p. 230. ——— Loeflingia squarrosa. — Zoé. I. p. 219. Borbás, V. von: Gypsophila digenea n. sp. hybr. et G. Arenariae W. et Kit. var. leioclados n. var. — Természetr. Füz. XIII. 2 pp. *— Hazai szegfüveink mint kerti virágok (Species Dianthorum Hungariae hortos exornantes). — Term. Füz. XII. parte 4. 1889. Britten, J.: Spergula pentandra in Ireland? — Journ. of bot. XXVIII. p. 302—303. *Dangeard, P. A.: Recherches de morphologie et d'anatomie végétales. 3. Acanthophyllum. — Le Botaniste 4889. Hegelmaier, F.: Zur Kenntnis der Formen von Spergula L. mit Rücksicht auf das einheimische Vorkommen derselben. — Jahresh. Ver. vaterl. Naturk. Württemberg. XLVI. p. 98—405. Pons, S.: Note sur un Dianthus hybride nouveau. — Bull. soc. bot. France. XXXVII. p. 245. Redfield, J. H.: Stellaria humifusa. — Bull. Torr. bot. club New York. XVII. p. 38. Russell, W.: Note sur l'organisation des verticilles foliaires des Spergules. — Bull. soe. bot. France. Xl. p. 424. Sprenger, C.: Dianthus Caryophyllus fl. pl. imperialis. — Bull. soe. tosc. ortie. XV. p. 232. —— Dianthus Caryophyllus Margaritae. — Bull. soc. tose. ortic. XV. 1890. p. 85. Tanfani, E.: Sul genere Moehringia. — N. giorn. bot. ital. XXII. p. 556 —558. Warming, E.: Om Caryophyllaceernes Blomster. — Festskrift Bot. Foren. Kjóbenhavn. p. 194—296. Whitwell, W.: Arenaria gothica Fries. — Journ. of bot. XXVIII. p. 252. Williams, F. N.: Dianthus caesius Sm. — Journ. of bot. XXVHI. p. 316. Revision of the forms of Gypsophila. Referat Vol. XII, p. 4. Pülanzengeographie und Pllanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 69 Williams, F. N.: Synopsis of the genus Tunica. Referat Vol. XII. p. 65. —— The Pinks (Dianthus) of Central Europe. — Brentford 1890. 8°. 10 S. c. tab. 2. Casuarinaceae. Morini, F.: Anatomia del frutto delle Casuarinee. Ricerche anatomiche sull? embrione. — Bologna 1890. 4°. 437 8. Celastraceae. Bertherand, E. L.: Le Celastrus edulis. — Alger 1890, 8°. Cephalotaceae. Engler, A.: Cephalotaceae. — Exsrer-Prantı’s Natürl. Pflanzenfam, lll. 9a. p. 39—40. Chenopodiaceae. Arcangeli, G.: Sulla struttura delle foglie dell’ Atriplex nummularia Lind. in relazione alla assimilazione. — N. giorn. bot. ital. XXII. p. 426 — 430. Kirk, T.: Description of a new species of Chenopodium — Ch. Buchanant. — Trans. and proe. New Zealand Inst. XXII. p. 446—447. Sprenger, C.: Atriplex halimoides var. monumentalis Spr. — Bull. soc. tosc. ortic. XV. 1890. p. 42. Cistaceae. Evans, W. H.: A new Helianthemum. — Bot. gaz. XV. p. 211. Cneoraceae. Engler, A.: Cneoraceae. — ENGLER-PRANTL’S Natürl. Pflanzenfam. Ill. 4. p. 93—94. Compositae. Battandier, J. A.: Note sur un nouveau Lactuca d'Algérie. — Bull. soc. bot. France. XI. p. 402. Belli, S.: Che cosa siano Hieracium sabaudum L. e H. sabaudum All. studi critici. — Malp. Ill. p. 433—450. c. tab. XIV—XVI. Bergevin, E. de: Note sur une forme anomale du Leucanthemum vulgare Lam. — Bull. soc. des amis sc. natur. Rouen. II. 28 pp. Boullu: Sur deux Trèfles virescents et plusieurs Bidens hybrides. — Bull. trimestr. soc. bot. Lyon. No. 4. Janvier—Mars 1889. p. 4—6. Brandegee, T. S.: The pappus of Microseris. — Zoë. 1. No. 4. p. 126. Brown, N. E.: Eupalorium probum N. E. Br. n. sp. — Gard. Chron. Vol. VII. No. 168. p. 324. Bruns, W.: Studien über die aromatischen Bestandteile und Bitterstoffe des Ivakrautes, Achillea moschata. — Sitzb. physik.-med. Soc. Erlangen. XXII. p. 1—16. 70 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, "Bufalini, M.: Sopra alcune proprietà della Grindelia robusta. — Atti Acc. fisiocr. Siena. Ser. IV. vol. I. fasc. IV—V. 1889, Celakovsky, L.: Über Petasites Kablikianus Tausch. — Osterr. bot. Ztschr. XL. p. 255—259, 287—297. Chapman, F. R.: Description of a new species of Celmisia. — Trans. and proc. New Zeal, Inst. XXII. p. 444—445. Daniel, L.: Recherches anatomiques et physiologiques sur les bractées de l'involuere des Composées. — Ann. se. nat. Bot. Ser. VII. T. XI. fasc. 2. "Delpino, F.: Nettarii estranuziali nelle Eliantee. — Malp. Hl. p. 344—345. * Singolare fenomeno d'irritabilità nelle specie di Lactuca. — Malp. HI. p. 355—357. *—- Variazione nelle squame involucrali di Centaurea montana. — Malp. MI. p. 347. Dürrnberger, A.: Cirsium Sloderianum (C. carniolicum >< palustre). — Österr. bot. Ztschr. XL. p. 410—412. Franchet, A.: Les Mutisiacées du Yun-nan, — Journ. de bot., 1. Mars 1888. Referat Bd. XII. S. 63. Geisenheyner, L.: Ein bigenerischer Bastard (Anthemis tinctoria >< Matri- caria inodora). — D. bot. Monatsschr. VIII. p. 10—14. Heineck, O.: Beitrag zur Kenntnis des feineren Baues der Fruchtschale der Compositen. — Leipzig. Diss. 1890. 80, 26 S. Hoffmann, O.: Compositae. — ExaLun-PnaNTUS Natürl. Pflanzenfam. IV. 5. p. 87—272. Holle, G. von: Einige neue Beobachtungen betr. Hieracium praecox M. basalticum C. U. Schultz bip. — D. bot. Monatsschr. VIII. p. 185 —188. Hooker, in Curtis, Bot. Mag. Tab. 7434: Celmisia Lindsayi Hook. fil. Kneucker, A.: Inula britannica L. var. Oetelliana (Rehb.) — I. Oetelliana Rchb. — Mitt. bad. bot. Ver. No. 75. p. 200—201. —— Inula hirta X salicina = I. rigida Dill. — Mitt. bad. bot. Ver. No. 75. p. 497—200. Kronfeld, M.: Schaftblätter bei Taraxacum officinale Wigg. — Bot. Cen- tralblatt XLII. p. 330—332. Kruch, O.: Sulla struttura e lo sviluppo del fusto della Dahlia imperialis. — N. giorn. bot. ital. XXII. p. 410—443. Lange, J.: Chrysanthemum macrophyllum og Matricaria maritima. — Medd. bot. For. Kjöbenhavn. Vol. I. p. 186—487. Linton, R.: Hieracium holophyllum n. sp. — Journ. of bot. XXVIII. p. 376 —377. Matsumura, J.: On Atractylis ovata Thunb. — The bot. magazine. No. 46. p. 3. Tokyo 1890. Pilanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 71 Mattirolo, O.: Sul valore sistematico della Saussurea depressa Gren., nuovo per la Flora Italiana. — Malp. III. p. 468—478. Piergrossi, G.: Dahlia variabilis fol. variegatis. — Bull. soc. tosc. ortic. XV. 1890. p. 266. Reid & Bornemann: Beschreibender und illustrierter Katalog über Chry- santhemum mit vollstindiger Kulturanweisung. — London 1889—90. Rose, J. N.: Preliminary notes on Perityle. — Bot. gaz. 1890. p. 142. Rostowzew, F.: Die Entwickelung der Blüte und des Blütenstandes bei einigen Arten der Gruppe Ambrosieae und Stellung der letzteren im System. — Bibl. bot. Heft XX. Cassel (Fischer) 1890. 49. III. 23 S. 7 lith. Taf. Æ 10.—. Rouy, G.: Un hybride des Centaurea Calcitrapa et pullata. — Bull. soe. bot. France. Xl. p. 425. Schumann: Beitrag zur Anatomie des Compositenstengels. — Bot. Centralbl. XLI. p. 193—196. Stein, B.: Petasites Kablikianus Tausch. — Osterr. bot. Zeitschr. XL. p. 168—170. Stenzel: Über verwachsene Früchte von Tragopogon pratensis. — 67. Jahresb. schles. Ges. p. 151—152. *Ward, L. F.: The »King-Devil« (Hieracium praealtum). — Bot. gaz. XIV. p. 10—17. Wittmack, L.: Doronicum plantagineum var. excelsum. — Gartenfl. XXXIX. p. 653—654, m. Abbild. Zabel, H.: Cassinia fulvida Hook. fil. — Gartenfl. XXXIX. p. 241 — 242. c. fig. Zahn, H.: Cirsium oleraceum >< arvense (C. Reichenbachianum Löhr?). — D. bot. Monatsschr. VIII. p. 150—152. Convolvulaceae. Baillon, H.: Histoire des plantes. T. X. Monographie des Convolvulacées. Paris 1890. 80. — La préfloraison de la corolle des Dichondrées. — Bull. mens. soc. Linn. Paris 1890. No. 103. p. 820. —— Le Bonamia de Dupetit-Thouars. — Bull. mens. soc. Linn. Paris 1890. No. 103. p. 117. Bonamia sei in die Gattung Breweria einzubeziehen. Sur l'organisation des Humbertia. — Bull. mens. soc. Linn. Paris 1889. No. 102. p. 844. Brandegee, T. S.: Convolvulus occidentalis. — Zoë I. p. 85. Chizollini, G.: La distruzione della Cuscuta. — ltal. agricol. Milano 1890. n. 4. Harvey, F. L.: Breweria humistrata and C. aquatica. — Bull. Torr. bot. club New York. XVII. p. 157. Mattei, G. E.: Osservazioni sulla Mina lobata Llav. et Lex. — N. giorn. bot. ital. XXII. 1890. p. 290—295. 72 Ubersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Cornaceae. Coulter, J. M.: Cornus Baileyi. — Garden and Forest. II. p. 464. Molyneux, E.: Garrya elliptica. — Garden. XXXVII. p. 504. Weiss, A.: Untersu chungen über die Trichome von Corokia buddleoides L. — Ak. Wiss. Wien. Math.-naturw. Cl. 1890. Crassulaceae. Brown, N. E.: Crassula recurva N. E. Br. n. sp. — Gard. Chron. VIH. No. 207. p. 684. Chodat, R.: Fleur des Sempervivum. — Compt. rend. trav. 79. sess. soc. helvét. se. nat. Lugano 1889. p. 26. Kerner, A. v. Marilaun: Die Bildung von Ablegern bei einigen Arten der Gattung. Sempervivum und bei Sedum dasyphyllum. — Österr. bot. Zeitschr. XL. p. 355—357. Murray, R. P.: Sedum pruinatum Brot. — Journ. de bot. IL p. 141—442. Pynaert, E.: Rochea (Crassula) jasminea >< coccinea Ed. P, — Rev. Hortic. Belge 1890. p. 12. Schonland, S.: Crassulaceae. — VxaLER-PnANTU'S Natürl. Pflanzenfam. UI. 2a, p, 23—38. Cruciferae. Beck, G. Ritter von Mannagetta: Einige Bemerkungen zur systematischen Gliederung unserer Cruciferen. — Verh. zool.-bot. Ges. Wien. XL. p. 13—20. "Cuboni, G.: Le forme teratologiche nei fiori di Diplotaxis erucoides DC. e loro causa. — N. giorn. bot. ital. XXI. p. 907—541. D'Arbaumont, J.: Note sur les téguments séminaux de quelques Cruci- feres. — Bull. soc. bot. France. XXXVII. p. 254. —— Nouvelles observations sur les cellules à mucilage des graines de Cruciféres. — Ann. se. nat, Bot. Ser. VIL. T. NL. fasc. 2/3. Davis, Ch. A.: The pinnatified leaves of Nasturtium Armoracia. — Bull. Torrey bot. club New York. XVII. p. 348. Day, D. F.: Subularia aquatica. — Bull. Torrey bot. club New York. XVII. p. 102. Grütter, M.: Über Lepidium micranthum Ledeb. — D. bot. Monatsschr. VIII. p. 79—80. Knuth, P.: Die Bestäubungseinrichtungen von Crambe maritima L. — Bot. Gentralbl. NLIV. p. 305—308. *Riidiger, M.: Uber Erucastrum incanum Koch. — Monatl. Mitt. aus d. Gesamtgeb. d. Naturwiss. Organ nat. Ver. Reg.-Bez. Frankfurt. VH. 1889—90. p. 168. White, F. B.: Variety of Cardamine amara. — Scott. Natural. 1890. No. 7. Pflanzengeographie und Planzengeschichte erschienenen Arbeiten. 73 *Wittmack, L.: Uber die Unterschiede des Samens des Gartenrettigs, Raphanus sativus L., von denen des Olrettigs, R. sativus L. var. oleifer Metzger (R. oleiferus DC.). Sitzber. Ges. naturf. Fr. Berlin. 1889. p. 143. Cucurbitaceae. Cogniaux, A.: Cucurbitacearum novum genus et species. Referat Bd, XII S. 7. Hooker, in Curtis, Bot. Mag. tab. 7109: Sicana sphaerica J. D. Hook. n. sp. Potter, M. C.: Additional note on the thickening of the stem in the Cucur- bitaceae. — Proc. Cambridge phil. soe. VII. Part H. ——— On the increase in thickness of the stem of the Cucurbitaceae. Referat Bd. XIII. S. 7. Sprenger, C.: Momordica involucrata E. Mey. — Bull. soc. tose. ortic. XV. 1890. p. 42. Dipsacaceae. *Favrat, L.: Diagnose du Cephalaria salicifolia, espece nouvelle. — Bull. soc. vaudoise sc. nat, 3e Sér. Vol. XXV. No. 100. 1889. p. 59. Dipterocarpaceae. Heim, M. F.: Sur un type nouveau de Diptérocarpées. — Bull. mens. soc. Linn. Paris. No. 109. 1890. p. 865. Baillonodendron malayanum Heim (Beccari Nr. 2468, 2533, 2993). Droseraceae. Hooker-Curtis: Bot. mag. tab. 7100: Drosera cistiflora L. Ebenaceae, Pucci, A.: ll Diospyros Kaki. — Bull. soc. tose. ortic. XVI. p. 168. Elaeagnaceae. Clarté, J.: Le goumi, Elaeagnus longipes; avantages de sa culture au point de vue utilitaire. — Rev. sc. nat. appl. XXVII. No. MA. *Siehe, W.: Shepherdia argentea Nutt. — Gartenfl. XXXVII. p. 625. c. 1 tab. Elaeocarpaceae. Schumann, K.: Elaeocarpaceae. — Encier-Pranti’s Natürl. Pflanzenfam. HI. 6. p. 1—8. Empetraceae. *Redfield, J. H.: Notes on Corema Conradii. — Proc. ac. nat. sc. Phila- delphia 1889. p. 135—136. Epacridaceae. Baillon, H.: Sur un Lysinema monstreux. — Bull. soc. Linn. Paris. No. 140. p. 879. 74 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Simon, F.: Beiträge zur vergleichenden Anatomie der Epacridaceae und Ericaceae. — Ensrer, Bot. Jahrb. XIII. p. 45—46. c. tab. Ericaceae. Ascherson, P., und P. Magnus: Die weibe Heidelbeere. Referat Bd. XII. S. 5. Bórgesen, F.: Nogle Ericinee-Haars Udviklingshistorie. — Bot. Tidsskr. Kjóbenhavn. Vol. XVIL p. 307—314. c. 8 Abb. Fliche, P.: Recherches chim. et phys. sur la famille des Ericinées. Referat Bd. NIT. S. 13. Hooker-Curtis: Bot. mag. tab. 7149: Rhododendron Boothit Nutt. Hooker: Icones plantarum, tab. 1941: Vaccinium exul Bolus. Oelze, Fr.: Beitriige zur chemischen Kenntnis der Familie der Ericineen, speciell der PreiBelbeere (Vaccinium Vilis idaea). — München 1890. 80, 96 S. Reuthe, G.: Erica andromedaeflora Andr. — Gartenfl. XXXIX. p. 25. m. Abbild. Sargent, C. S.: A curious form of Kalmia. — Garden and Forest. HI. p. 452. Erythroxylaceae. Burck: Opmerkingen over de onder den naam van Erythroxylon Coca in Ned. Indié gecultiveerde Gewassen. — Teysmannia 1890. Batavia. Morris, D.: On the characteristics of plants included under Erythroxylon Coca Lam. — Journ. Linn. soc. XXV. p. 381—384. c. fig. 2. Reiche, G.: Erylhroaxylaceae, — EnGLer-Prantr's Nat. PAF. IV. 4. p. 37—40. Euphorbiaceae. Christ, D.: Euphorbia Berthelotii C. Bolle. — Ensrer, Bot. Jahrb. XIII. p. 10—14. *Delpino, F.: Anemofilia e scatto delle antere presso il Ricinus communis. — Malp. III. p. 337—338. Green, J. R.: On the changes in the endosperm of Ricinus communis during germination, — Ann. of bot. IV. No. 45. —— On the germination of the Castoroil-Plant, Ricinus communis. — Proc. Roy. soc. London. XLVII. No. 287. Krause, E. H. L.: Wanderung des Tithymalus Cyparyssias. — Arch. Ver. Fr. Naturg. Mecklenburg. XLIH. p. 411—143. *Mohr, ©.: Croton alabamensis. — Garden and Forest. II. p. 592. Pax, F.: Euphorbiaceae. — Encirr-Pranti’s Nat. Pflf. UI 5. p. 1—96, Fagaceae. Borbás, V. von: Quercus Budenziana et species Botryobalanarum. — Természetrajzi Füzetek. XII. p. 26—33. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 15 Celakovsky, L.: Über die Cupula von Fagus und Castanea. — Jahrb. f. wiss. Bot. 1889. Clos, D.: Prétendue valeur spécifique du Quercus fastigiata Lamk. — Bull. soc. bot. de France. XXXVII. p. 224. *Delpino, F.: Galle quercine mirmecofile. — Malp. Ill. p. 349—352. Goiran, A.: Di alcune galle della Quercia. — N. giorn. bot. ital. XXII. 1890. p. 252—255. Hennig: Eiche mit wechselnden Blattformen. — Sitzb. naturf. Ges. Leipzig. XV/XVI. Hooker: Icones plantarum, tab. 1936: Fagus silvatica L. var. longipes. *Longo, A.: Ancora sulla Quercia Fragno. — Rivist. ital. soc. nat. Siena. t. IX (1889). p. 165—172. *Mattei, E.: Di due nuove Quercie orientali. — Riv. ital, soc. nat. Siena. IX. (1889). p. 281—282. Gentianaceae. Brügger, Chr., und C. Cramer: Uber eine monströse Gentiana excisa Presl. — Jahresb. naturf. Ges. Graubünden. XNXHI. p. 35—38. c. 4 tab. Góbel, K.: Über Limnanthemum. Referat Bd, XII. S. 30. Hooker, in Curtis, Bot. mag. tab. 7401: Chironia palustris Burch. Geraniaceae. Lundstróm, A. N.: Om fróspridningen hos Geranium bohemicum L. — Bot. Notis. 1890. p. 241—246. ExctER-Pna TUS. Nat. PAF. IV. 4. p. 1—14. Reiche, G.: Geraniaceae. Gesneraceae. Hooker: lcones plantarum, tab. 1944: Oreocharis Henryana Oliv. Hooker, in Curtis, Bot, mag. tab. 7131: Episcia maculata J. D. Hook. tab. 7147: Primulina sinensis J. D. Hook. n. sp. Globulariaeeae. *Saint-Lager: Vicissitudes onomatiques de la Globulaire vulgaire. — Paris 1889. 22 S. 8°. Guttiferae. Baillon, H.: Le Garcinia Balansae, nouvel arbre à graines oléagineuses. — Bull. mens. soc. Linn. Paris 1890. No. 104. p. 827. Vesque, J.: Epharmosis sive Materiae ad instruendam anat. syst. nat. Il. Genitalia foliaque Garciniearum et Calophyllearum. Referat Vol. XII. p. 13. Zabel, H.: Hypericum Moserianum. — Gartenfl. XXXIX. p. 48. Hamamelidaceae. Hooker: Icones plantarum. tab. 1934: Sycopsis sinensis Oliv. 76 Ubersicht der wiehtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Standfest: Ein Beitrag zur Phylogenie der Gattung Liquidambar. — Denkschr. Ak. Wiss. Wien. Math.-naturw. Cl. LV. Hippocastanaceae. Vergl. Sapindaceae. Focke, W. O.: Der Farbenwechsel der Rosskastanienblumen. — Naturw. Wochenschr. V. p. 37. *Rieasoli, V.: Aesculus californica. — Bull. soc. tosc. ortic. XII. 1888. p. 369. Sargent, C. S.: Aesculus Parry: A. Gr. — Garden and Forest. 1890. p. 356. Humiriaceae. L Reiche, G.: Humiriaceae, — ENGLer-PranrL's Nat. PAF. IV. 4. p. 35—37. Icacinaceae. Robinson, B. L.: On the stem-structure of Jodes tomentella Miq. and certain other Phytocreneae. Referat Vol, XII. p. 29. Juglandaceae. Bailey, L. H.: The false Shagback Hickory, Hicoria microcarpa. — Amer. Gard. XI. p. 386—389. Mohr, C.: Hickoria (Carya) olivaeformis Raf. — Pharm. Rundschau, Bd. VIII. No. 3. New York 1890. Raimann, R.: Eine neue Frucht des Wiener Marktes (Carya olivaeformis). — Wiener illustr. Gartenztg. 1890. Heft 6. Labiatae. Baillon, H.: Les quatre divisions stylaires du Cleonia. — Bull. mens. soc. Linn. Paris 1890. No. 103. p. 824. Borbás, V. v.: Symbolae ad Thymos Europae mediae, praecipue Hungariae cognoscendos. — Math. és term. kózlem. XXIV. II. Budapest 1890. —— Mentha Frivaldskyana Borb. ined. Meg. a Rokonfajok. (Mentha Frivaldskiana Borb. et species affines: Series Mentharum verticillatae nudicipites atque spicato capitatae). — Természetr. Füz. XII. p. 78 83. Braun, H.: Über einige Arten und Formen der Gattung Mentha, mit be- sonderer Berücksichtigung der in Österreich-Ungarn wachsenden Formen. — Zool.-bot. Ges. Wien. XL. Abh. p. 351—508. c. tab. 9. Braun, H., und G. Sennholz: Calamintha mixta (C. alpina >< Acinos). — Österr. bot. Ztschr. XL. p. 158—460. Correns, C.: Zur Biologie und Anatomie der Salvienblüte. Referat Vol. XIII. p. 6. Day, D. F.: A note on the regularity of flowers in Calamintha Nuttali/ Benth. — Proc. Amer, Assoc. advanc. sc. Salem. XXXVI p. 281. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 71 Grevillius, A. Y.: Om en fascierad form af Sideritis lanata L. — Bot. Not. 1890. p. 83—88. Kronfeld, M.: Imbrophile Labiaten. — Bot. Centralbl. X. No. 9. Meigen, Fr.: Über zwei Pelorien von Galeopsis Tetrahit L. — D. bot. Monatsschr. VIII. p. 158. Rechinger, K.: Ballota Wettsteinii n. sp. — Österr. bot. Ztschr. XL. p. 153 —154. c. tab. Schulze, M.: Thymus Celakovskyanus. — Sitzber. bot. Ver. Gesamtthür. 1890. p. 39. Seignette: Recherches anatomiques et physiologiques sur les »Crosnes du Japon«. — Bull. soc. bot. France. XXXIV, p. 189—194. Sprenger, CŒ.: Due Salvie. — Bull. soc. tose. ortic. XV. p. 270. Verschaffelt, J.: De verspreiding der zaden bij Brunella vulgaris, B. grandi- flora, Salvia Horminum und S. lanceolata. Referat Bd. XII. p. 34. Lauraeeae. *Soderini, E. V.: Del lauro e delle sue varietà. — Bologna 1889. Leguminosae. Baillon, H.: Sur le Pambotano (Calliandra Houstoni Benth.). — Bull. soc. Linn. Paris. No. 103. p. 824. Baker, J. G.: Lathyrus Sibthorpii Baker. — Gard. Chron. Vol. VIL. No. 180. p. 704. Chodat R.: Sur la famille des Cramériaeées. — Commun. helvét. sc. nat. Davos 1890. Coulter, J. M.: Pithecolobium texense Coult. — Bot. gaz. XV. p. 269. 13. sess. soc. ‘Delpino, F.: Acacie africane a spine mirmecodiate. — Malp. HI. p. 352 —353. *——— Nuova pianta a nettarii estranuziali (Glycine sinensis). — Malp. IIl. p. 345—347. Gardiner: On the germination of Acacia sphaerocephala. — Proc. Cambridge phil. soc. VII. fasc. 2. Glaab, L.: Beobachtungen über die Entwickelung des Blüten- und Frucht- standes von Trifolium subterraneum L. — D. bot. Monatsschr. VIII. p. 20—22. Haberlandt, Œ.: Das reizleitende Gewebesystem der Sinnpflanze. Referat Bd. Xll. S. 48. Haussknecht, C.: Über Melilotus albus >< officinalis (Schoenheitianus Hausskn.). — Mitt. bot. Ver. f. Gesamtthür. 1890. Hoffmann, E.: Die Bestandteile der Hauhechelwurzel (Ononis spinosa). — Wiesbaden 1890. 89. 13 S. (Dissertation.) Hooker: Icones plantarum, tab. 1946: Apios macrantha Oliv. 78 Ubersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Korschinsky, S.: Astragalus Zingeri n. sp. — Acta hort. Petrop. Xl. No. 7. p. 1—2. Laurent, E.: Sur le microbe des nodosités des Légumineuses. — Compt. rend. de l'Acad. d. scienc. d. Paris. CXI. p. 754. ‘Lojacono Pojero M.: Prima nota in risposta alla rivista critica delle specie italiane di Trifogli della sezione Chronosemium dei Professori GinELLI e Betti. — Nat. sicil. IX. 1889. — Seconda nota ebenda. Malladra, A.: Sul valore sistematico del Trifolium ornithopodioides Sm. — Malp. IV. p. 168—192, 239—250. c. 1 tab. "Mattei, G. E.: Monografia della Vicia Faba. — Bologna. 1889. Mattirolo, P., el L. Buscaglioni: Ricerche anatomo-fisiologiche sui tegu- menti seminali delle Papilionacee. Nota preventiva. — Atti acc. se. Torino. XXIV. 1889. Parry, C. ©.: A handsome Astragalus. — West American Scientist. VII. p. 9—10. Prazmowski, A.: Die Wurzelknéllchen der Erbse. Teil II. Die biologische Bedeutung der Wurzelknüllehen. — Landwirtsch. Versuchsstat. XXXVIII. p. 5. Prillieux: Anciennes observations sur les tubercules des racines des Lé- gumineuses. — Compt. rend. séances ac. se. Paris. CXI. p. 998. Russell, W.: Sur les faisceaux corticaux de quelques Genista. — Bull. soc. bot. France. XXXVII. p. 433—435. Sagorski, E.: Über den Formenkreis der Anthyllis Vulneraria L. nebst einigen Betrachtungen über polymorphe Arten. — D. bot. Monatsschr. VIH. p. 129—440. Sturtevant, E. L.: History of garden vegetables. Lima Bean, Phaseolus lunatus L. — Amer. Naturalist. XXII. p. 665. Taubert: Leguminosae novae v. minus cognitae austro-americanae. 1. Referat Bd. XII. S. 34. "Ugolini, G.: Della Sophora. — Bull. soc. tose. orticolt. XIV. p. 44. Vilmorin-Andrieux: Les Légumes usuels. Tome I. — Paris. 1890. 80. 302 pp. c. fig. Vuillemin, J.: Sur la structure des feuilles de Lotus. — Bull. soc. bot. France. XXXVII. p. 206. Wettstein, R. von: Untersuchungen über die Section Laburnum der Gattung Cytisus. — Österr. bot. Zeitschr. XL. p. 395—399, 435 — 439. mit 4 Taf. —— Über Cytisus Alschingeri Vis. — Verh. zool.-bot. Ges. Wien. XL. Sitzber. p. 63—64. —— Über Cytisus Laburnum L. — Verh. zool.-bot. Ges. Wien. XL. Sitzber. p. 45—46. Pülanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 79 Wittmack, L.: Lotus peliorhynchus Webb, eine neue Ampelpflanze. — Gartenfl. XXXIX. p. 601—603. c. tab. Linaceae. Hooker-Curtis: Bot. mag. tab. 7136: Reinwardtia tetragyna Planch. Reiche, G.: Linaceae. — Encier-Pranti’s Nat. PAF. IV. 4. p. 27—35. Loganiaceae. Flückiger: Gegenwärtiger Stand unserer Kenntnisse des Curare. — Arch. d. Pharm. 298. Bd. p. 78—84. *Mueller, F. von: Description of a new Logania. — Vict. Natur. 1889. (vergl. Bot. Centralbl. XLI. p. 28). Tschireh, A.: Indische Fragmente. I. Strychnos Nux vomica. — Arch. d. Pharm. Bd. 228. Ileft 5. Loranthaceae. Engler, A.: Über die Familie der Loranthaceen. — 67. Jahresb. schles. Ges. p. 147—150. Keller, R.: Die Coniferenmistel. — Bot. Centralbl. XLIV. p. 273—283. Kronfeld, M.: Viscum album auf der Eiche. — Biol. Centralbl. X. No. 9 25. Lindman, C. A. M.: Einige Notizen über Viscum album. — Bot. Centralbl. XLIV. p. 241—244. Loew, E.: Notiz über die Bestäubungseinrichtungen von Viscum album. Referat Bd. XIL S. 64, — — Über die Metamorphose vegetativer Sprossanlagen in Blüten bei Viscum album. — Bot. Zig. XLVII. p. 565—573. Tubeuf: Über das Sehmarotzen von Loranthaceen auf den eigenen Asten. — Bot. Centralbll. XLI. p. 80—82, 134—135. ——— Uber Viscum album auf der deutschen Eiche. — Bot. Centralbl. XLI. p. 439—437. Lythraceae. Sehrenk, J.: On the floating-tissue of Nesaea verticillata (L.) H.B.K. — Bull. Torrey bot. club New York. XVI. p. 345—323. c. tab. 3. Magnoliaeeae. Holm, Th.: Notes on the leaves of Liriodendron. — Proceed. U. St. Nat.- Mus. of Washington. XIII. p. 15—35. c. tab. 6. Krasser, F.: Uber den Polymorphismus des Laubes von Liriodendron Tuli- pifera L. — Zool.-bot. Ges. Wien. XL. Sitzber. p. 57—62. Malpighiaceae. Vergl. südbrasilianische Provinz. Niedenzu, F.: Malpighiaceae. — Ensuer-Prante’s Nat. Pflf. IV. 4. p. 41 — Th. 80 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Niedenzu, F.: Über eine neue Einteilung der Malpighiaceae. — Ber. deutsch. bot. Gesellsch. VIII. p. 190—494. Malvaceae. Baker, E. G.: Synopsis of genera and species of Malveae. — Journ. of bot. XXVII. p. 45 ff. Fitzgerald, R. T.: Pavonia hastata Cav. — Journ. of bot. XXVIII. p. 247 —248. Garcke, A.: Wieviel Arten von Wissadula giebt es? LXII. p. 143—124. Goethart, J. W. C.: Beitriige zur Kenntnis des Malvaceen-Androeceums. — Bot. Zeit. XLVII. p. 337M. c. tab. 4. Schumann, K.: Malvaceae. — EnGuer-Pranti’s Nat. PAL III. 6. p. 30—53 Sprenger, C.: Gossypium Comesii n. sp. — Bull. soc. tose. ortie. NIV. p. 308. c. tab. Zischr. f. Naturw. Melastomaceae. Vergl. Calycanthaceae. Britton, N. L.: Rhexia aristosa n. sp. — Bull. Torr. bot. club. New York. XVII. p. 44. c. 4 tab. Menispermaceae. Hooker: Icones plantarum, tab. 1938: Cyclea ramosa Oliv. Moraceae. *Briosi, G., et F. Tognini: Contributo allo studio dell’ anatomia comparata delle Cannabinee. Nota preventiva. — Atti istit. bot. Pavia. Vol. Il. 1889. p. 3. "Bureau, O.: Sur un figuier à fruits souterrains. — Journ. de bot. 1888. p. 243—246. c. tab. 4. Cunningham, D.: On the phenomena of fertilization in Ficus Roxburghi Wall. Referat Bd. XII. S. 84. "De Toni, G. B.: La Maclura aurantiaca. — Padova 4889. 89, 6 S. “King, Œ.: The species of Ficus of the Indo-Malayan and Chinese-Countries. — Calcutta 1889. Macchiati, L.: Sessualita, anatomia del frutto e germinazione del seme della Canapa (Cannabis sativa). — Bull. staz. agr. Modena. N. Ser. X. 1890, c. # tab. E Myricaceae. “Schneider, G.: Über den Talg der Myrica cerifera. — Diss. Stuttgart 1888. 89, Myrtaceae. Vergl. Calycanthaceae. Bingham, R. F.: Eucalyptus and the honey bee. — Bull. Santa Barbara soc. of nat. hist. I. p. 39. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 81 Lignier, O.: Recherches sur l'anatomie des organes végétatifs des Lécythi- dées, des Napoléonées et des Barringtoniées. — Bull. scient. de France et de Belgique. 1890. p. 291. c. tab. 4. Macias del Real, A.: Estudio quimico-farmacéutico del Eucalyptus globulus, é indicación de algunas otras especies del mismo género, importantes bajo el punto de vista de la aclimatacion. — Madrid 1890, 4. 48 S. “Müller, F. v.: Notes on a new species of Eucalyptus (E. Maideni) from Southern New South Wales. — Proc. Linn. soc. N. S. Wales. Sept. 1889. Wittmack, L.: Callistemon lanceolatum Smith. — Gartenfl. XXXIX. p. 294 — 296. c. fig. Nepenthaceae. Hooker-Curtis: Bot. mag. tab. 7438: Nepenthes Curtisii Mast. Masters, M. T.: Nepenthes stenophylla Mast. n. sp. — Gard. Chron. Vol. VIII. No. 192. p. 240. Nyctaginaceae. Le Roux, M.: Le mécanisme de la pollinisation chez certaines Nyctaginées, par Ant. Hemert. — Bull. soc. Linn. de Normandie. Caen. Ser. IV. Vol. HE. p. 229. Pierre, L.: Sur le genre Eggersia. — Bull. mens. soc. Linn. Paris. 1889. Nr. 99. p. 787. Nymphaeaceae. *Arcangeli, G.: Sulla struttura del seme del Nuphar luteum Sm. — N. giorn. bot. ital. XXI. No. 4. * Sulla struttura dei semi della Victoria regia Lindl. — N. giorn. bot. ital. XXI. No. 2. *— Sulla struttura dei semi della Nymphaea alba, — N. giorn. bot. ital. XXI. No. 4. * Sul germogliamento della Euryale ferox Sal. — N. giorn. bot. ital. XX. No. 4. * Ulteriori osservazioni sull’ Euryale ferox Sal. — Atti soc. tose. di sc. nat. Pisa. IX. fase. 1. *Barber, C. A.: On a change of flowers to tubers in Nymphaea Lotus var. monstrosa. — Ann. of bot. IV. No. 13. Lawson, G.: On the Nymphaeaceae. — Trans. R. soc. Canada VI. p. 97—123. * Morong, Th.: A new Water lily (Castalia Leibergi n. sp.) — Bot. Gaz. 1888. p. 124—425. c. tab. 1. Olacaceae. Baillon, H.: Observations sur quelques nouveaux types du Congo. — Bull. mens. soc. Linn. Paris 1890. Nr. 409. p. 872. Opilia congolana n. sp. Oleaceae. Clos, D.: Phillyrea, Phyllirea, Philyrea. — Bull. soc, bot. France. XXXVII. p. 440. Botanische Jahrbücher. XIIT. Bd, (6) 82 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Hooker: Icones plantarum tab. 1929: Fraxinus plalypoda Oliv., tab. 1930: Fr. retusa Champ. var. Henryana. Kolb, M.: Syringa Emodi var. rosea. — Neubert's deutsches Garten-Mag. XLII. p. 257. Kronfeld, M.: Die Heimat des Flieders. — Wien. ill. Gartenz. 1890. No. 2. 3 S. Schaar, Ferd.: Die Reservestoffbehälter der Knospen von Fraxinus ex- celsior. — Sitzb. Ak. Wiss. Wien. Math.-naturw. Kl. XCIX. Abth. I. c. tab. 4. Onagraceae. Biedermann, D. von: Lopezia racemosa. — Gartenfl. XXXIX. p. 403—405. c. fig. Greene, E. L.: Vegetative characters of the species of Cicuta. — Pittonia II. part 7. p. 1—11. Heim, F.: Sur des fleurs monstrueuses de Fuchsia. — Bull. mens. soc. Linn. Paris 1890. No. 105. p. 833. Léveillé : Observations physiologiques sur un Oenothera des Neilgheries. — Bull. soc. bot. de France. XXXVI. p. CCXIV. Marshall, E. S.: Epilobium notes for 1889. — Journ. of bot. XXVIII. p. 9—10. Nathorst, A. G.: Om de Fruktformer af Trapa natans L., som fordan funnits i Suerige. — Bih. till K. Sv. Vet.-Akad. Handl. XII. Afd. HI. No. 40. 40 S. c. tab. 3. Trelease, W.: A new Epilobium. — Zoë I. p. 210. Orobanchaceae. Beck, G. von: Monographie der Gattung Orobanche. Referat Vol, XII. p. 38. "Colenso, W.: Orobanche Hydrocotylei, a description of a species of O. (supposed to be new) parasitical on a plant of Hydrocotyle. — Trans. New-Zeal. inst. 1889. p. 41—43. * Hovelacque, M.: Caractères anatomiques des organes végétatifs des Rhi- nanthacées et des Orobanchées. — Bull. soc. d'ét. se. de Paris 1889. Oxalidaceae. Reiche, G.: Oxalidaceae. — Enauen-Pranti’s Nat. PAS, IV. 4 p. 15—23. Papaveraceae. Adermann, Fr.: Beiträge zur Kenntnis der in der Corydalis cava ent- haltenen Alkaloide. — Diss. Dorpat (Karow) 1890. 8°. 49 S. M 4.—. Baker, J. G.: Papaver pilosum and Heldreichii. — Gard. Chron. Vol. VIII. No. 191. p. 914. Brandagee, T. S.: Deformed flowers of Dendromecon. — Zoë. I. p. 16—48. "Clavaud: Sur les Fumaría de la section Capreolata et Agraria. — Act. soc. Linn. Bordeaux. XLII, Proces-Verbaux. p. 27, 69. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 83 Danckwortt, W.: Beiträge zur Kenntnis des Morphins, sowie der Bestandteile der Eschscholtzia californica. — Tübingen (Moser) 1890. 89. .@—.70. Hooker, in Curtis. Bot. mag. tab. 7107: Papaver rupifragum Boiss. et Reut. var. atlanticum Ball. Hooker: Ic. pl. tab. 1937: Dicentra macrantha Oliv. Jost, L.: Die Erneuerungsweise von Corydalis solida. Referat Vol. XII. p. 83. Léger, L. J.: Sur la présence de lacticifères chez les Fumariacées. — Compt. rend. séanc. acad. se. Paris 1890. 4. Déc. —— L'appareil lacticifère des Fumariacées. — Bull. soc. Linn. de Nor- mandie. Ser. IV. Vol. IV. p. 101. Selle J.: Die Alkaloide der Wurzeln von Stylophorum diphyllum. — Arch. d. Pharm. Bd. 228. p. 96—109. —— Ueber die Alkaloide von Chelidonium majus. Ib. p. 441—462. Passifloraceae. Baillon, H.: Sur l’inflorescence des Tryphostemma. — Bull. mens. soc. Linn. Paris 1889. No. 98. p. 779. Eibel: A. E.: Passiflora incarnata L. — Neubert's Deutsch. Gartenmagazin. IX. p. 19. Hooker-Curtis: Bot. mag. tab. 7115: Passiflora Miersii Mast. Russell, W.: Recherches sur la vrille des Passiflores. — Bull. soc. bot. de France. XXXVII. p. 189. "Sprenger, C.: Passiflora incarnata L. — Bull. soc. tose. ortieolt. XIII. 1888. p. 334. Phytolaccaceae. Lacour-Eymard: Note sur le suc et la matière colorante du Phytolacca. — Journ. de Pharm. et de Chimie. XXI. No. 5. . Pirolaceae. Genty, P. A.: Note sur le Pirola media Sw. (P. convallariaeflora Gty.), plante rare nouvelle pour la flore jurassique et la flore francaise. — Bull. soe. bot. de France. Ser. II. T. XII. p. 21. Oliver, F. W.: On Sarcodes sanguinea. Referat Vol. XII. p. 84. Pittosporaceae. * Ricasoli, V.: Il Pittosporum phyllireoides DC.-Bull. soc. tose. orticolt. XHI. 1888. p. 328. c. tab. Plumbaginaceae. * Arcangeli, G.: Una lettera del Dottore E. Levier sull Armeria majellensis Boiss. — Atti soc. tose. sc. nat. Pr. verb. Vol. VI. Nov. 1888. Pax, F.: Plumbaginaceae. — ENGLER-PranTL's Nat. PAF. IV. A. p. 146—125. Wilson, J.: Mucilage and other glands of Plumbagineae. — Ann. of. bot. 1890. c. tab. 4. DN 84 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 üher Systematik, Podostemaceae. DG Warming, E.: Podostemaceae. — EnGLer-PranrL's Nat. PAT. HI, 2a. p. 41—22. Polemoniaceae. Baillon, H.: Histoire des plantes. T. X. Monographie des Polémoniacées. — Paris 1890. Mac Donald, F.: Geographical distribution of Phlox bifida. — Bull. Torrey bot. club New-York. XVII. p. 285. Polygalaceae. Chodat, R.: Monographie des Polygalacées. |. Partie. Genre Polygala. — Gompt. rend. trav. 72. sess. soc. helvét. sc. nat. Lugano 1889. p. 16. Polygonaceae. Cicioni, G.: Osservazione sopra una monstruositä del Polygonum dumeto- rum L. — N. Giorn. bot. ital. Vol. XXII. 1890. p. 432—133. Dammer, U.: Zur Kenntnis von Podopterus mexicanus M. B. — ENGLER, Bot. Jahrb. XII. p. 486. Leroy: Le Saxaoul. — Rev. se. nat. appliquées. 1890. Lindau, G.: Monographia generis Coccolobae. — ExGier, Bot. Jahrb. XI. p. 106—229. c. tab. Parry, C.: Chorizanthe; Review of certain species hereto-fore improperly characterized or wrongly referred, with two new species. — Proe. Davenport acad. V. p. 174—170. Schelle, E.: Coccoloba pubescens L. — Neubert’s deutsch. Gartenmagazin. IX. p. 17. Primulaceae. Baillon, H.: La fleur et la graine de l'/Jollonía palustris. — Bull. mens. soe. Linn. Paris 1890. No. 107. p. 854. | Borbás, V. v. : Soldanella lranssylvanica (S. montana X pusilla). — Termész. Kózlóny. XI. Fritsch, C.: Ueber Calycanthemie bei Soldanella. — Zool. bot. Ges. Wien. XL. Sitzungsber. p. 52. Gandoger, M.: Cyclamen saldense Pomel. — Bull. soc. bot. France. XI. p. 132. Haussknecht, C.: Ueber zwei neue Androsace-Arten aus Nord-Amerika. — Mitt. bot. Ver. f. Gesamtthür. 1890. Martelli, U.: Rivista monografica del genere Androsace in rapporto alle specie italiane. — Firenze 1890. 89, 40 S. Mathieu, C.: Die Spielarten der chinesischen Primel. — Gartenflora XXXIX. p. 179—184. Pax, F.: Primulaceae. — VxctgR-PnaNTL's Nat. PAF. IV. 4. p. 98—116. Stenzel: Ueber gefüllte Blüten von Cyclamen. — 67. Jahresb. schles. Ges. p. 159—160, Pülanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 85 Thomas, F.: Zur Calycanthemie von Soldanella. — Sitzb. zool.-bot. Ges. XL. 8. 67. Widmer, E.: Primula collia n. sp. — Neuberts deutsch. Gartenmagaz. IX. p. 48. Wittmack, L.: Cyclamen persicum giganteum splendens fl. pl. — Garten), AXXIX. p. 489—490. c. tab. Proteaceae. Ettingshausen, C. von: Ueber fossile Banksia-Arten und ihre Beziehungen zu den lebenden. — K. K. Ak. Wiss. Wien. Math.-naturw. Cl. 1890. Hooker-Curtis: Bot. Mag. Tab. 7127: Hakea laurina Br. ——— Tab. 7095: Protea nana Thunb. Rafflesiaceae. Haak, J.: Observations sur les Rafflesias (Rafflesia Patma Blume). Amster- dam 1890. 89. Ranuneulaceae. Ascherson, P., und P. Prahl: Anemone nemorosa L. var. coerulea DC. Referat Bd. XIII. S. 28. Freyn, J.: Beitrige zur Kenntnis einiger Arten der Gattung Ranunculus. Ii. Ueber hybride Ranunkeln. — Bot. Centralbl. XLI. p. 1—6, 33—37, 73—78, 129—134. Gérard, M.: Communication sur la famille des Renonculacées. — Bull. trim. soc. bot. Lyon 1889. p. 63—64. Grütter, M.: Noch einiges über unsere Pulsatillen und deren Bastarde. — D. bot. Monatsschr. VIII. p. 40—41. Hargitt, C. W.: Preliminary notes on Isopyrum biternatum. — Bot. gaz. XV. p. 235. * Hartwig, J., und F. C. Heinemann: Die Clemalis; Einteilung, Pflege und Verwendung der Clematis, miteinem beschreibenden Verzeichnisse der bis jetzt gezüchteten Abarten und Hybriden. 2. Aufl. — Leipzig 1889. Hedlund, T.: Nagra jakttagelser rörande Ranunculus (Batrachium) pau- cistamineus Tausch, Tullb. — Bot. Not. 1890. p. 20—22. Hooker: lc. pl. tab. 1935 Calathodes palmata Hook. f. et Thoms. —— tab. 4945 : Clematis formosana. O. Kuntze. Hooker-Curtis: Bot. mag. Tab. 7130: Aconitum Fischeri Reichb. Tab. 7152: Thalictrum Delavayi. Franch. | Huth, E.: Revision der Arten von Adonis und Knowltonia. Referat Bd. XIII. p. 19. Janozewski, E.: [tudes comparées sur le genre Anemone. I. Fruit. II. Ger- mination. — Bull. intern. acad. sc. de Cracovie. 1890. Déc. 6 pp. Sur l'autonomie spécifique de Anemone montana Hoppe. — Bull. soc. bot. France. XXXVII. p. 159. 86 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Korzchinsky, S.: Ueber eine hybride Anemone Ost-Russlands (Anemone coerulea DC. >< ranunculoides L.) — Bot. Gentralbl. All p. 387—393. Lezius, O.: Untersuchung einer angeblich von Aconitum sinense abstammen- den, aus Japan importierten Sturmhutknolle. — Dorpat (Karow) 1890. 89. M 9.—. Malinvaud, E.: Questions de nomenclature: Récentes vicissitudes du Ra- nunculus chaerophyllos et du Globularia vulgaris. — Bull. soc. bot. France. XXXVII. p. LXXXI. "Picone, J.: Studii sulle foglie delle Ranuncolacee. — Atti soc. ital. se. nat. Milano. XXXII. 1889. p. 141—418. u. XXXIII No. 2. Rein: Ueber Ranunculus bullatus. — Verh. nat. Ver. preuß. Rheinl. Westf. u. Reg.-Bez. Osnabrück. XLVI. Sitzber. p. 37—38. Ross, H.: Ueber Helleborus Bocconi Ten. und H. siculus Schiffn. — ENGL., Bot. Jahrb. XIII. Beibl. p. 40. Schneider, A.: Ueber das Damascenin, einen Bestandteil der Samen von Nigella damascena L. — Dresden 1890. 89, 44 S. Strähler, A.: Ueber Pulsatilla vernalis, patens und pratensis. — D. bot. Monatsschr. VIII. p. 17—19. Ulrichs, C. A.: Die gelbe Schnee-Ranunkel der Appenninen. — Gartenll. XXXIX. p. 14—12. Rhamnaceae. Blane, E.: l'arbre des lotophages, Zizyphus Spina Christi Willd. — Rev. des eaux et foréts. 1889. Parry, C.: The North American genus Ceanolhus. With an enumerated list and notes and descriptions of several pacific coast species. — Proc. Davenport acad. V. p. 169—174. Rosaceae. Vergl. Westindien. Archer Briggs, T. R.: Rosa micrantha Sm. var. Briggs’ Bak. — Journ. of of bot. XXVIII. p. 350. — — Rubus erythrinus Genev. — Journ. of bot. XXVII. p. 204—206. Rubus silvaticus W. et N. — Journ. of bot. XXVIII. p. 274—976. Babington, C. C.: Rubus dumnoniensis n. sp. — Journ. of bot. XXVIII. p. 338—339. Bailey, L. K.: Crataegus coccinea L. var. macrantha Dudl. — Americ. Gard. XI. p. 513—544. Best, G. N.: Remarks on the group Cinnamomeae of the North American Roses. — Bull. Torr. bot. elub New York. XVII. p. 144. Blocki, Br.: Rosa ciliato-sepala n. sp. — Bot. Centralbl. XLI. p. 309—310, Chastaingt, G.: Variabilité, observée dans Indre-et-Loire, des caractères morphologiques de quelques formes, dites espèces secondaires, de Rosiers appartenant aux sections des Synstylae DG. et Caninae DG. — Bull. soc. bot. France. XXXVII. Compt. rend. p. 69. Pllanzengeographie und Pllanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 87 *Correvon, H.: Il genere Acaena. — Bull. soc. tose. orticolt. XXIII. 1888. p. 334. Cottet: Note sur le Rosa resinosa Sternb. — Bull. trav. Murithienne. XVI —XVIIL. p. 22—24. Crépin, Fr.: Les Roses récoltées par M. Dat Sintesis dans l'Arménie turque en 1889. — Compt. rend. soc. roy. bot. Belgique. 1890. p. 6- * ——— Observations sur le Rosa Engelmanni Wats. — Bull. soc. bot. Belgique. T. XXVIII. Il. 4889. p. 93—95. *___ Recherches pour établir exactement les époques de floraison et de maturation des espèces dans le genre Rosa. — Bull. soc. bot. Bel- gique. T. XXVIII. IL 1889. p. 60—64. *_ Sketch of a new classification of Roses. — Journ. roy. hort. soc. London. Xl. Part HI. Focke, W. O.: Short descriptive notes on three Rubi. — Journ. of bot. XXVIII. p. 165—166. Fritsch, C.: Beiträge zur Kenntnis der Chrysobalanaceen. Il. Referat Bd, XII. S. 34. Gelert, O.: Batologische Notizen. — Bot. Centralbl. XLII. p. 393—397. Gelmi, E.: Über Rosa canina und R. glauca der tridentinischen Alpen. — D. bot. Monatsschr. VIII. p. 149—422. Halaesy, E. von: Neue Brombeerformen aus Osterreich. — Osterr. bot. Zeitschr. XL. p. 431—434. Hooker-Curtis: Bot. mag. tab. 7096: Rosa berberifolia Pall.; tab. 7119. R. multiflora Thunb. Hooker: le. pl. tab. 1947: Rubus malifolius Focke; tab. 1948: R. simplex Focke. Koehne, E.: Die Gattungen der Pomaceen. Referat Bd. XII. S. 15. Kraetze, F.: Die süße Eberesche, Sorbus aucuparia L. var. dulcis. — Wien. 1890. 89. *Masters, M. T.: Remarks on the Morphology of Rosa berberifolia Pall. — Bull. soc. bot. Belgique. T. XXVIII. I. 1889. p. 135—142. Murbeck, Sv.: Potentilla, Grupp Axilliflorae Lehm. — Bot. Not. 1890. p. 193—235. Porter, T. C.: Prunus allegheniensis. — Garden and Forest. lll. p. 428. Sargent, C. S.: Pirus arbutifolia. — Garden and Forest. HI. 1890. p. 416. *Seignette, A.: Note sur les tubereules du Spiraea Filipendula et du Veratrum album. — Bull. soc. bot. France. XXXVI. p. 241—245. Watson, S.: On the genus Eriogynia. — Bot. gaz. XV. p. 241. c. tab. Wolf, E.: Spiraea opulifolia L. var. heterophylla fol. aur. marg. — Gartenfl. XXXIX. p. 9—10. m. 2 Abbild. Zimmeter, A.: Beiträge zur Kenntnis der Gattung Potentilla. — Progr. Oberrealschule Innsbruck 1888—89. 88 Übersicht der wiehtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Rubiaceae. Degen, A. von: Zwei neue Arten der Gattung Asperula L. — Österr, hot. Zeitschr. XL. p. 13—17. A. hercegovina n. sp., A. pilosa (Beck). "Delpino, F.: Anemofilia dei fiori di Phyllis Nobla. — Malp. HH. p. 348 — 349. Jacquemont, E.: Etude des Ipecacuanhas, de leurs falsifications et des substances végétales qu'on peut leur substituer. — Paris. 1890. 80. Landrin, E.: Sur la composition de quelques sortes de quinquinas de l'Amérique du Sud, quinquina dit »Silver Crown « quinquina rouge, quinquinas jaunes plats. — Journ. de Pharm. et de Chimie, XXII. No. 12. Solereder, H.: Studien über die Tribus der Gaertnereen Benth.-Hook. —- Ber. deutsch. bot, Ges. VIII. p. (10) — (100). Rutaceae. Bonavia, E.: The cultivated Oranges and Lemons ete. of India and Ceylon. Vol. L. H. — London. 8°. c. Atlas. *Giacosa e Soave: Studii chimici e farmacologici sulla corteccia di 'Xantho- xylon senegalense. — Ann. chim. e farmacol, 1889. n. 4. Ross, L. 8.: On the structure and development of the lemon. — Bot. gaz. XV. p. 269. Salicaceae. Anderson, C. L.: A monoecious willow. — Zoë I. p. #1. Bolle, ©.: Die Eukalyptusweide (Salix adenophylla Hook.). — Gartenfl. XXXIX. p. 204—207. Erck, C.: Beobachtungen und Bemerkungen über die Capreaceen und deren Bastarde. — D. bot. Monatsschr. VIII. p. 23—25, 140—150. Hooker: lc. pl. tab. 1943: Populus lasiocarpa Oliv. Jüderholm, E.: Om Salix Lapponum >< repens Wimm. — Bot. Not. 4890. p. 81—82. Rüdiger, M.: Eine neue einheimische Pappel, Populus Viadri Rüd. — Gartenfl. XXXIX. p. 447—448. Schatz: Salix caprea >< purpurea mas. — Mitt. bad. bot. Ver. No. 75. p. 201—203. Skàrman, J. A. O.: Om Salix hastala X repens nov. hybr. — Bot. Not. 1890. p. 132—134. Strähler, A.: Salicologisches. — D. bot. Monatsschr. VIII. p. 30. "Ugolini, G.: Del Gattice (Populus alba). — Bull. soc. tosc. ortic. XIV. 1889. p. 216. c. tab. "White, B.: Notes on some willows in Edinburgh University Herbarium. — Trans. and proc. bot. soc. Edinburgh. Vol. XVII. p. 441—443. Pflanzengeographie und Pllanzengeschichte erschienenen Arbeiten, 89 Santalaceae. Baillon, H.: Le Santal de Madagascar. — Bull. mens. soc. Linn. Paris. 1890. No. 106. p. 842. Santalina madagascariensis n. g. el sp. Le fruit du Santalina. — Ebenda Nr. 107. p. 853. Lignier, O.: Observations biologiques sur le parasitisme du Thesium divari- calum. var. humifusum. — Bull. soc. Linn. Normandie. Caen. Ser. IV. Vol. IL p. 268. Sargent, C. S.: Buckleya distychophylla. — Gard, and Forest. IL. p. 236. Sapindaeeae. Baillon, H.: Les fleurs màles du Podoon. — Bull. soc. Linn. de Paris. No. 102. p. 815. Les rapports du Podoon et du Dobinea. — Bull. soc. Linn. Paris. No. 105. p. 834—835. Hooker: lc. pl. tab. 1928: Tapiscia sinensis Oliv. Radlkofer, L.: Conspectus tribuum generumque Sapindacearum. — Schrift. d. k. bayr. Ak. München. 8°. 24 S. — — Uber die Gliederung der Sapindaceen. Referat Bd. XII. S. 78. Sobiranski, W. von: Über das »Timbo« (Paullinia pinnala), ein brasiliani- sches Fischgift. — Tübingen (Moser) 1890. 89. 19 S. .# —.90. Sapotaceae. Delpino, F.: Funzione della corolla di Bassia latifolia Roxb. — Malp. IV. p. 23—24. Engler, A.: Beiträge zur Kenntnis der Sapotaeeen. — Excrer, Bot. Jahrb. Xll. p. 496—525. Sapolaceae. — Encirr-Pranti’s Nat. PAS IV. 1. p. 126—123. Pierre, L.: Notes botaniques: Sapotacées. — Paris 1890. 89. p. 1—68. Sarraceniaceae. Hooker, in Curtis: Bot. mag. tab. 7093: Heliamphora nutans Benth. Saxifragaceae. *Anderson, F. W.: The fruit of Ribes aureum Pursh. — Bot. gaz. XIV. p. 289. * Arcangeli, Œ.: Sopra un caso di sinanzia osservato nella Saxifraga (Ber- genia) crassifolia L. — N. giorn. bot. ital. XXI. No. 3. Cutick, Wm. C.: Ribes aureum. — Bot. gaz. XV. p. 24. Engler, A.: Saxifragaceae. — ExGzer-PranrL's Nat. Pflf. HI. 2a. p. 41—93. Ford, H. C.: Lyonothamnus aspleniifolius. — Bull. Santa Barbara soc. nat. hist. I. p. 56. Franchet, A.: Monographie du genre Chrysosplenium. Referat Bd. XII. S. 35. 90 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Hooker: le. pl. tab. 1934: Schizophragma integrifolia Oliv. Leist, K.: Beiträge zur vergleichenden Anatomie der Saxilrageen. — Bot. Gentralbl. XLII. p. 100 fT. "Sargent: Philadelphus Lemoine’. — Garden and Forest. 1889. Dec. Szyszylowiez, J. von: Zwei neue Weinmannien aus Südamerika. — Österr. bot. Zeitschr. NL. p. 41—42, W. Karsteniana, W. Mariquilae. Wettstein, R. v.: Zur Morphologie der Staminodien von Parnassia palustris. — Ber. deutsch. bot. Ges. VIII. p. 304—309. c. tab. 1. Wheelock, W. E.: A descriptive list of species of the genus Heuchera. — Bull. Torrey bot. club New York. ANIL. p. 191. Yatabe, R.: À new genus of the order Saxifragaceae. — The bot. maga- zine No. 46. p. 1. Tokyo 1890. Zabel, H.: Philadelphus microphyllus Gray. — Gartenfl. XXXIX. p. 39—40. m. Abbild. Scrophulariaceae. Baillon, H.: Sur P’Ellistophyllum. — Bull. soc. Linn. Paris. No. 103. p.817 HIN. Cockerell, T. D. A.: Notes on Castilleia. — Bull. Torrey bot. club New York. XVIL p. 34. Correns, C.: Zur Biologie und Anatomie der Calceolarienblüte. Referat Bd. XIII. S. 6. Hemsley, W. B.: Paulownia Fortunei Hemsl. n. sp. — Gard. Chron. Vol. VII. No. 172. p. 448. Hooker: lc. pl. tab. 1940: Dermatobotrys Saundersii Bolus. Hooker-Curtis: Bot. mag. tab. 7106: Lathraea clandestina Linn. Tab. 7132: Pedicularis megalantha Don. Koch, L.: Zur Entwickelungsgeschichte der Rhinanthaceen. 9. Referat Bd. XIII. S. 5. Lee, Cl. W.: Notes on Glossostigma elatinoides Benth. — Trans. New Zeal. inst. Wellington. XXI. p. 108—109. "Mac Leod, J.: Veronica arvensis en V. serpyllifolia, twee planten wier zaden door den regen uitgestrooid worden. — Bot. Jaarboek. I. 1889. p. 94—99, Maximowiez: Diagnoses plantarum asiaticarum. VIL tab. IV, VI et VII (Pedicularis). Sargent, C. S.: Leucophyllum texanum. — Garden and Forest. IL p. 488. Townsend, J.: Notes on a new subspecies of Euphrasia officinalis L. — Journ. of bot. XXVIII. p. 162—165. Selaginaceae. Sprenger, C.: /lebenstreilia comosa Hochst. var. serratifolia Reg. — Bull. soc. tosc. ortic. XV, 1890. p. 82. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 91 Simarubaceae. Boerlage, J. G.: Samandura of Samadera? eene quaestie of het gebiet der botanische nomenclatuur. — Need. kruidk. Archief. Ser. II. Deel V. Stuk 3. Halsted, B. D.: Note upon Ailanthus. — Bull. Torr. bot. club New York. XVII. p. 102. Solanaceae. Arcangeli, G.: Sulla struttura del frutto della Cyphomandra betacea Sendtn. — N. giorn. bot. ital. XXII. 1890. p. 275—279. *Briosi, G., et T. Gigli: Intorno alla struttura anatomica ed alla compo- sizione chimica del frutto del Pomodoro (Lycopersicum esculentum). Nota preliminare. — Rendic. acc. sc. Bologna 1889. Collin, E.: Sur le rhizome de Scopolia carniolica. — Journ. pharm. et chimie. XXI. No. 5. Halsted, B. D.: Notes upon stamens of Solanaceae. — Bot. gaz. XV (1890). p. 103—406. c. tab. 4. Heckel, E.: Une nouvelle espèce de l'Afrique tropicale, Solanum Duchartret. — Rev. gén. bot. H. No. 14. Hemsley, W. B.: A tree Solanum (S. macranthum). — Gard. Chron. Vol. VII. No. 160. p. 75. Pezzolato, A.: Caratteri botanici del Tabacco e descrizione delle specie e delle varietà che si coltivano per uso del commercio. — Roma 1891. Fasc. I. c. 5 tab. *Pueci, A.: Dalura sanguinea R. et P. — Bull. soc. tose. ortic. XIV. 1889. p. 380. c. tab. Schmidt, E.: Über die Bestandteile der Wurzel von Scopolia atropoides. — Arch. pharm. Bd. 228. p. 535. Siebert: Notiz über die Bestandteile von Anisodus luridus. — Arch. d. Pharm. Bd. 228. p. 145—146. Staphyleaceae. Grilli, M.: Staphylea colchica Stev. -— Bull. soc. tose. ortic. XV. p. 235. c. À tab. Sterculiaceae. Garcke, A.: Uber einige Arten von Melochia. — Eneuer, Bot. Jahrb. XII. Beibl. No. 27. p. 29—32. Schumann, K.: Sterculiaceae. — EnGLer-PranTL's Nat. Pflf. IIT. 6. p. 69 —96. Vilmorin, H. de: Sur la conservation du Melhania melanoxylon Ait. — Bull. soc. bot. France. XXXVII. p. 132. Tamaricaceae. Vilbouchevitch, J.: Les Tamarix et leurs applications. — Rev. se. nat. appliquées. 1890. No. 17/18. 92 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, - Ternstroemiaceae. Baillon, H.: Remarques sur les Ternstroemiacées. — Bull. soc. Linn. Paris. No, 110. p. 873—874. Thymelaeaceae. Celakovsky: Über eine neue mitteleuropäische Daphne. Referat Bd. XII. S. 3. Springenfeldt, M.: Beitrag zur Geschichte des Seidelbastes, Daphne Mezereum. — Dorpat (Karow) 4890. 8%. 140 S, Æ 2.—. Tiliaceae. Baillon, H.: Observations sur quelques nouveaux types du Congo. — Bull. mens. soc. Linn. Paris. 1890. No. 109, p. 868. Beschreibt Brazzeia Tholloni n. sp. und Oubangia africana n. g. el sp. Hemsley , W. B.: On an obscure species of Triumfetta. — Journ. of bot. NXVII. p. 4—2. c. tab. Hooker: Ic. pl. tab. 1926: Tilia Tuan Szyszyl.; tab. 1927: T. Henryana Szyszyl. Schumann, K.: Tiliaceae. lENcLER-PnawTUs Nat. PAL HI. 6. p. 8—30. Tremandraceae. "Szyszylowiez, J. von: La place de la famille des Tremandracées dans la classification naturelle. — Archiv. slav. de biologie. t. III. fase. 4. Tropaeolaceae. Reiche, G.: Tropaeolaceae. — Excuer-Pranti’s Nat. Pflf. IV. 4. p. 23—27. Ulmaceae. Taubert, P.: Die Gattung Phyllostylon Capan. und ihre Beziehungen zu Samaroceltis Poiss. — Österr. bot. Zeitschr. XL. p. 406—410. Umbelliferae. Coulter, J. M., and W. Rose: A new genus of Umbelliferae. — Bot. gaz. XV. p. 15—16. c. tab. 4. Finselbach: Beitrüge zur Kenntnis der Anordnung der Saftschlüuche in den Umbelliferen. — Arch. d. Pharm. Bd. 928. p. 493—495. Le Grand, A.: Sur le Bupleurum glaucum DG. et son prétendu synonyme Semicompositum L. — Bull. soc. bot. France. XXXVI. Compt. rend. p. 67. Schröter: Notice préliminaire sur l'anthése de quelques ombelliferes. — Compt. rend. trav. 72. sess. soc. helvét. sc. nat. Lugano. 1889. p. 27. *Staes, G.: De bloemen van Daucus Carola. — Bot. Jaarboek. I. 1889, p. 124—140. c. tab. IV. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten, 93 Urticaceae. Hassack, K.: Ramie, ein Rohstoff der Textilindustrie. — Mitt. aus d. Lab. f. Warenkunde an d. Wiener Handelsakad. (Jahresb. d. Wien. Hand.- Akad. 4890). Utriculariaceae. *Dangeard, P. A.: Recherches de morphologie et d'anatomie végétales. 2. Pinguicula. — Le Botaniste 1889. Góbel, K.: Über Utricularia. Referat Bd. XII. S. 29. Kamienski, F.: Recherches sur la famille des Utriculariées (Lentibulariées;. — Mém. soc. nat. Nouvelle-Russie. T. XV. Pars I. p. 179—240. Verbenaceae. Baillon, H.: Les affinités des Verbénacées. — Bull. soe. Linn. Paris. No. 440. p. 874—875. Sur un nouveau Baillonia. — Bull. soc. Linn, Paris. No. 140. p. 880. Hooker-Curtis: Bot. mag. tab. 7444: Clerodendron paniculatum L. Kolb, M.: Clerodendron Balfouri. — Neub. deutsch. Gartenmag. XLIII. p. 129. Violaceae. Baillon, H.: Observations sur quelques nouveaux types du Congo. — Bull. mens. soc. Linn. Paris. 4890. Nr. 409. p. 874. Vausagesia africana n. g. et sp. Borbás, V.v.: Kahl- und behaartfrüchtige Parallelformen der Veilchen aus der Gruppe »Hypocarpeae«. — Osterr. bot. Zeitschr. XL. p. 116 —448, 466—168. *Calloni, S.: Contributions à l’histoire des Violettes. — Bull. trav. soc. bot. Genève. No. 5. 1889. p. 229—244. *Meehan, Th.: Sterility of violets. — Bot. gaz. XIV. p. 200. Rand, E. L.: Note on Viola pubescens. — Bull. Torr. bot. club. New York. XVII. p. 38. Sprenger, C.: Viola cucullata Ell. var. alba. — Bull. soc. tose. ortic. XVI. p. 443. c. fig. | Voss, W.: Über die geographische Verbreitung von Viola Zoisii Wulf. — Mitt. Musealver. Krain. HI. p. 362—364. Woerlein, G.: Viola Caflischii n. sp. nebst Bemerkungen über die Be- stimmung und das Vorkommen einiger Veilchenarten in Bayern. — Jahresber. bot. Ver. Landshut 1889. Vitaceae. *Baccala, D.: Piccolo contributo allo studio dell anatomia della Vilis vini- fera. — Lanciano. 1889. c. 2 tab. Baillon, H.: Sur la Vigne d'Alfissach. — Bull. mens. soc. Linn, Paris, 1890. Nr. 106. p. 844. 94 Übersicht der wiehtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Girerd, F.: Vignes américaines. Le guide pratique pour greffer; porte- greffes; hybrides et hybridations. — Lyon 1890, 8°. 48 pp. Grimaldi, C.: Dell’ ibridismo delle viti amerieane. — Milano. 1890, Ponsot, et A. Petit: Les vignes américaines. Catalogue et manuel, — Bordeaux et Paris. 4890. 80, "Ryder: The hypertrophied hairs on Ampelopsis. — Proc. ae. nat. sc. Philadelphia. 1889. p. 155. Thümen, Fr. von: Die wichtiesten der direct tragenden amerikanischen Weben, nebst einer kurzen Anweisung für die Cultur. — Arch. f. Landwirtsch. X. Zygophyllaceae. Engler, A.: Zygophyllaceae. — VNcrER-PnaNTUs Nat. PAE IV. 4. p. 74—93. Anhang. Schriften, welche sich auf mehrere Pflanzenfamilien beziehen. Arcangeli, G.: Sulle foglie delle piante aquatiche e specialmente sopra quelle della Nymphaea e del Nuphar. — N. giorn. bot. ital. XXII. p. 441—450. Battandier: Note sur quelques genres des Synanthérées. — Assoc. franc. p. l'av. des scienc. 4889. Baumgarten, P.: Jahresbericht über die Fortschritte in der Lehre von den pathogenen Mikroorganismen, umfassend Bacterien, Pilze und Proto- zoen. 4. Jahrg. 1888. — Braunschweig (I. Bruhn) 1889, 89, #14.—. Brandza, M.: Sur l'anatomie et le développement des téguments de la graine chez les Géraniacées, Lythrariacées et Oenothérées. — Bull. soc. bot. France. 4889. p. 417—423. De Candolle, Cas.: Recherches sur les inflorescences épiphylles. — Mém. soc. de phys. et d’hist. nat. de Genève. Vol. supplém. 4890. Nr. 6. Garcke, A.: Über anfechtbare Pflanzennamen. — ENcLER, Bot. Jahrb. XII. p. 456. Goiran, A.: Sopra diverse forme appartenenti ai generi. Scolopendrium, Crocus, Acer, Ulmus, Linaria. — N, giorn. bot. ital. XXII. p. 422—426. Greene, E. L.: New or noteworthy species. VI. — Pittonia. ll. p. 43. Hansgirg, A.: Über die Verbreitung der reizbaren Staubfiiden und Narben, sowie der sich periodisch oder blos einmal öffnenden und schließen- den Blüten. — Bot. Centralbl. XLII. p. 409—416. Hartig, R.: Die anatomischen Unterscheidungsmerkmale der wichtigeren in Deutschland wachsenden Hölzer. — München (Rieger) 4890. 3. Aufl. 89. M 14, —. Haussknecht, C.: Referat über die auf der Frühjahrshauptversammlung zu Rudolstadt 1890 vorgelegten und besprochenen Pflanzen. — Mitt. d. geogr. Gesellsch. zu Jena. Referat Bd. XIII. S, 2. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 95 Haussknecht, C.: Ueber kritische und in Bezug auf geographische Ver- breitung interessante Pflanzen. — Mitth. d. bot. Ver. f. Gesamt- thüringen. 1890. 5 S. Sisymbrium persicum Spreng., S. Kochii Petri, Lepidium affine Ledeb., Silene am- pullata Boiss., Crataegus tanacetifolia Lam., Codonocephalum | Peacockianum Aitch. el Hemsl., Parietaria alsinefolia Del., Salir purpurea L. var. amplexicaulis Bory. Hempel, G., und K. Wilhelm: Die Bäume und Sträucher des Waldes, in botanischer und forstwirtschaftlicher Beziehung geschildert. — Wien (Hülzel's Verlag) 4890. 49, m. 60 Tafeln. Lief. 1—4 à 4 2.70. Hooker: le. pl. tab. 1950: Eucommia ulmoides Oliv., genus anomalum, in- certae sedis. Hovelaeque, M.: Sur la nature végétale de l'Aachenosaurus multidens G. Smets. — Bull. soc. belge de géol. Bruxelles. IV. p. 59—72. Huth, E. : Systematische Übersicht der Pflanzen mit Schleuderfrüchten. — Samml. naturw. Vortr. IHI. 7. Berlin 1890. 89. 23 S. 5 Abbild. —— Weitere Bemerkungen über Schleuderfrüchte. — Mon. Mitt. a. d. Gesamtgeb. d. Naturwiss. Frankfurt a. O. VIII. p. 23. —— Uber geokarpe, amphikarpe und heterokarpe Pflanzen. Samml. nat. Vortr. Hl. 40. Berlin. 1890. Johow, Fr.: Die chlorophyllfreien Humuspflanzen nach ihren biologischen und anatomisch entwicklungsgeschichtlichen Verhältnissen. — Puixcsu. Jahrb. XX. 1889. p. 475—525. c. tab. 4. ‘Karner, W.: Über d. Abbruch u. Abfall pflanzlicher Behaarung u. d. Nach- weis von Kieselsäure in Pflanzenhaaren. — Nova Acta Leop.-Gar. Bd. LIV. Halle (Leipzig, Engelmann) 1889. M 2.—. *Keller, L.: Anatomische Studien über die Luftwurzeln einiger Dikotyle- donen. — Diss. Heidelberg 1889. 8°. Keller, R.: Über Erscheinungen des normalen Haarverlustes an Vege- tationsorganen der Gefäßpflanzen. — Nov. Acta Leop.-Car. Bd. LV. Halle (Leipzig, Engelmann) 1890. 4 3.—. Mell, P. H.: A microscopic study of the Cotton plant. — Americ. monthl. microscop. journ. XI. p. 97. Pfeiffer, A.: Die Arillargebilde der Pflanzensamen. — Excr., Bot. Jahrb. XII. p. 492. Rosenplenter, B.: Über das Zustandekommen spiraliger Blattstellungen bei dikotylen Keimpflanzen. — Dissert. Berlin 1890. 89. 43 pp. 1 tab. Rouy, G.: Remarques sur la synonymie de quelques plantes occidentales. Bull. soc. bot. France. XXXVII. p. XIV. Sargent: Portions of the Journal of André Michaux, botanist, written during his travels in the United States and Canada, 1785 to 1796. — Proc. Amer. phil. soc. Philadelphia. XXVI. No. 129. 96 Ubersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Simek, F.: Die Keimpflänzchen einiger Caryophyllaceen, Geraniaceen und Compositen. — Progr. Prag. 1890. 89, Snow, F. H.: On the discovery and significance of stipules in certain dico- tyledonous leaves of the Dakota rocks. — Trans. Kansas acad. of se. XI. p. 33. "Wilson, W. P. : The production of aerating organs on the roots of swamp and other plants. — Proc. ac. nat. sc. Philadelphia. 1889. B. Artbegriff, Variation, Hybridisation, Biologie. Ballif, O.: Le piante carnivore insettivore. Le Sarracenie. — Bull. soc. tosc. ortic. XV. 4890. p. 48. Burek, W.: Über Kleistogamie im weiteren Sinne und das Knight-Darwin- sche Gesetz. Referat Bd. XII. p. 30. ——- Eenige bedenkingen tegen de theorie van Weismann aangaande de beteekenis der sexueele voortplanting in verband met de wet von Knight-Darwin. Referat Bd. XIII. S. 6. Delpino, F.: Anemofilia di Bocconia frutescens, Dodonaea viscosa, Erica scoparia, Mercurialis perennis. — Malp. IV. p. 24—28. ——— Apparecchio florale staurogamico della Barnadesia rosea. — Malp. IV. p. 28—30. —— Fiori monocentrici e policentrici. — Malp. III. 1890, 14 S. 8°. —— Note ed osservazioni botaniche. Decuria I. — Malp. IH. 1890. 23 p. 8°. con 1 tav.; Decuria Il. Malpighia IV. 1890. 34 p. 8*. con À tav. *Favrat, L.: Note sur la floraison d'un certain nombre de plantes, en décembre 1888 et janvier 1889. — Bull. soc. vaudoise des sc. nat. Je Ser. Vol. XXV. No. 100. 1889. p. 75 —78. Focke, W. O.: Versuche und Beobachtungen über Kreuzung und Frucht- ansatz bei Blütenpflanzen. — Abh. nat. Ver. Bremen. Xl. p. 413 —491. “Henriques, J. A.: Estudos phaenologicos. — Bol. soc. Broteriana. Vol. VII. 1889. p. 87—92. Kirehner, O.: Beitrüge zur Biologie der Blüten. — Progr. landw. Akad. Hohenheim. Stuttgart 1891. 89. 73 S. 'Klebs, Georg: Zur Physiologie der Fortpflanzung. — Biol. Centralbl. IX. 1889. Kórnieke: Uber autogenetische und heterogenetische Befruchtung bei den Pflanzen. — Verh. nat. Ver. preuß. Rheinl. Bonn. ALNU. Korr.-Bl. p. 84—99. Ludwig, F.: Neue Beiträge zur Pflanzenbiologie. — Biol. Centralbl. X. No. 4. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 97 Lundstróm, A. N.: Über einige neuere Untersuchungen über Domatien. — Bot. Centralbl. XLI. p. 246—248. *Mae Leod, J.: Aanteekeningen omtrent den bouw en de bevruchting van eenige bloemen der Belgische flora. — Bot. Jaarboek. I. 1889. p. 100—123. * —— Statistische beschouwingen omtrent de bevruchting der bloemen door de insecten. — Bot. Jaarboek. I. 1889. p. 19—-90. e. tab. IH. Malinvaud, E.: Un mot sur l'utilité des expériences de culture pour la vérification des espèces dans les genres critiques. — Pourquoi les recherches sur les Menthes, commencées suivant cette méthode en 1881, n'ont pas été continués. — Bull. soc. bot. France. XXXVII. Compt. rend. p. 81. Massalongo, C.: Note teratologiche. — N. giorn. bot. ital. Vol. XXII. 1890. p. 9—48. c. tab. I. ‘Meyer: Uber den Hermaphroditismus der. von Ustilago befallenen Lychnis dioica. — Schrift. nat. Ver. d. Harzes in Wernigerode. IV. Bd. 1889. S. 58. Saint-Lager: Sur la variabilité de l'espèce. — Bull. trim. soc. bot. Lyon. No. A. Janvier—Mars 1889. p. 23—29. Schimper, A. W.: Uber Schutzmittel des Laubes gegen Transpiration, besonders in der Flora Java’s. Referat Bd. XIII. S. 49. Schlechtendal, D. von: Teratologische Aufzeichnungen. — Jahrber. Ver. f. Naturkunde zu Zwickau. 1889. S. 1—141. Taf. I u. Il. Schulz, A.: Beitriige zur Kenntnis der Bestäubungseinrichtungen und der Geschlechtsverteilung bei den Pflanzen. — Bibl. bot. Heft 10 u. 17. Cassel (Fischer) 1889/90. 4°. A 36.—. *Staes, G.: De Waterplanten. — Bot. Jaarboek. I. 1889. p. 167—185. c. tab. VIL. Verschaffelt, E. en J.: De transpiratie der planten in koolzuurvrije lucht. — Bot. Jaarboek. Il. Gent 41890. 20 p. 8° met 2 PI. Warming, E.: Om Skudbygning, Overvintring og Foryngelse. — Festskrift nat. Foren. Bestaaen. Kjóbenhavn. 1890. p. 1—106. Weed, W. H.: Formation of Travertine and Siliceous Sinter by the vege- tation of hot springs. — 9. ann. rep. U. St. Geol. Survey. 1887—88. p. 619—682. C. Allgemeine Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte. Bescherelle, E., et R. Spruce: Hépatiques nouvelles des colonies francaises. Referat Bd. XII. S. 81. Blytt, A.: Kurze Übersicht meiner Hypothese von der geologischen Zeit- rechnung. — Geol. Fóren. Förhandl. No. 427. Bd. XII. Heft 4. p. 35—57. Botanisehe Jahrbücher. XIII. Bd. (1) 98 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Dieck, G.: Phänologie und Acclimatisation. — Illustr. Monatsschr. f. d. Ge- samt-Int. d. Gartenbaues. Drude, O.: Handbuch der Pflanzengeographie. Referat Vol. XIII. p. 22. Ettingshausen, C. Frhr. v., und F. Krasan: Untersuchungen über die Ontogenie und Phylogenie der Pflanzen auf paläontol. Grundlage. — Denksehr. d. math.-nat. Cl. d. K. K. Ak. d. Wiss. Wien. 1890, Kaiser, P.: Die fossilen Laubhülzer. I. Nachweise und Beläge. Referat Bd. XII. S. 62. Kalantar, A.: Der Einfluss der Sonnenbeleuchtung in der Steppe auf die Pflanzenwelt. — Arb. Kaukas. landw. Ges. XXXV. p. 426—434. (Russisch.) Stuttgart 4890. 8°. Kerner v. Marilaun, A.: Studien über die Flora der Diluvialzeit. — Sitzb. Akad. Wiss. Wien. Math.-naturw. Kl. XVIII. p. 7—33. Kolb, M.: Die europäischen und überseeischen Alpenpflanzen. Unter Mitwirkung von L. Osnisr und J. Kerrerer. Lief. 4—4., Stuttgart (Ulmer) 1889. 80, à Lief. Z 1.—. Kostytseheff, P. A.: Der Zusammenhang zwischen den Bodenarten und einigen Pflanzenformationen. Sitzprot. bot. Sect. 8. Vers. russ. Naturf. u. Ärzte in St. Petersburg. 5. Abt. 4890. (Beil. z. Scripta bot. hort. Univ. Petrop. HI. 4890. Fase. 4. p.37—60.) (Russisch mit deutschem Resume). La Mance, S.: The Pampas grass. — Vick's monthly magaz. Xlll. p. 146. Nathorst, A. G.: Bemerkungen über Prof. Dr. O. Dnupr's Aufsatz: Be- trachtungen über die hypothetischen vegetationslosen Einöden im temperierten Klima der nördlichen Hemisphäre zur Eiszeit. — Exct., Bot. Jahrb. XIII. Beibl. p. 53. Nehring, A.: Über Tundren und Steppen der Jetzt- und Vorzeit, mit be- sonderer Berücksiehtigung ihrer Fauna. — Berlin (Dümmler's Verl.) 1890. 80, M 6.—. Penhallow, D. P.: Notes on Devonian plants. Referat Bd. XH. S. 62. Potonié, H.: Führer durch die pflanzengeographische Anlage im Kgl. bot. Garten zu Berlin. — Berlin (Dümmler's Verl.) 4890. 8? m. 2 Tafeln. MA, Schimper, A. F. W.: Über Schutzmittel des Laubes gegen Transpiration, besonders in den Floren Java's. Referat Bd. XIII. S. 19. Stache, G.: Die liburnische Stufe und deren Grenzhorizonte. Heft I. Abt. 4. Geologische Übersicht und Beschreibung der Faunen- und Floren- reste. — Abh. geol. Reichsanst. XIII. Heft 4. "Ward, L. F.: The geographical distribution of fossil plants. — 9. ann. rep. U. St. Geol. Survey 1886—87. p. 669—960. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 99 D. Specielle Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte. I. Nördliches extratropisches Florenreich. Flora von Europa. Du Buysson, R.: Monographie des eryptogames vasculaires d'Europe. II. Filicinées. — Moulins 1890, 8°, Gandoger, M.: Flora Europae terrarumque adjacentium. T. XVIII—XXII. — Paris 1890. 8°. Nyman, C. Fr.: Conspectus Florae Europaeae. Supplementum II. Pars altera. p. 225—404. — Orebro 1890. 89. Richter, K.: Plantae europeae. pars I. — Leipzig 1890. Referat Vol. XIII. p. 4. Rouy, G.: Diagnoses de plantes nouvelles pour la flore européenne. — Bull. soc. bot. France. XXXVII (1890). p. 162. Vaslit, F. H.: The European Daisy. Zoë. I. p. 48. A. Arktisches Gebiet. Aa. Östliche Provinz. a. Fossile Flora. Schenk, A.: Jurassische Hölzer von Green Harbour auf Spitzbergen. — Öfvers. Kgl. Vetensk. Akad. Förhandl. Stockholm 1890. Schmalhausen, J.: Tertiäre Pflanzen der Insel Neusibirien. Referat Vol. XII. p. 44. b. Lebende Flora. *Saccardo, P. A.: Mycetes sibirici. — Bull. soc. bot. de Belgique. XXVIII (1889). p. 77, avec 3 tab. Ab. Westliche Provinz. a. Fossile Flora. Nathorst, A. S.: Über die Reste eines Brotfruchtbaumes, Artocarpus Dicksoni n. sp., aus den cenomanen Kreideablagerungen Grönlands. Konigl. Svenska Vet.-Akad. Handl. XXIV. No. 4. b. Lebende Flora. Lange, J.: Planter fra Nordgrönland indsamlede af Dr. Sören Hansen. — Medd. bot. For. Kjóbenhavn. Il. No. 6. Nathorst, A. G.: Kritiska Anmürkningar om den Grünländska Vegetationens Historia. — K. Svensk. Vet.-Ak. Handl. XVI. Afd. Ill. No. 6. Rosenvinge, L. K.: Karplanter fra det sydlige Grónland. — Medd. bot. For. Kjóbenhavn. II. No. 6. Vasey, G.: List of the plants collected in Alaska in 1888. No. VI. — Proceed. Nation, Mus. XII. No. 772. E # 100 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, B. Subarktisches oder Coniferengebiet. Ba. Nordeuropiiische Provinz. Island und Farüer. Bennett, A.: Further records from Iceland. — Journ. of bot. XXVIII. p. 78—84. Grönlund, Chr.: Karakteristik af Plantevaexten paa Island, sammenlignet med. Floraen i flere andre Lande. Med 4 Kort. -— Festskrift nat. For. Bestaaen. Kjóbenhavn. 1890. p. 107—146. Skandinavien. a. Fossile Flora. Sernander, R.: Über Pflanzenreste in den marinen Ablagerungen Skandi- naviens. — Bot. Centralbl. XLI. p. 139—142, 199— 202. ——- Nagra bidrag till den norrländska kalktuff-floran. — Bot. Not. 4890, p. 134—442, —— Om förekomsten af subfossila stubbar pa svenska insjüars botten. — Bot. Not. 1890. p. 1410—20. b. Lebende Flora. Andersson, N. L.: Bidrag till Vesterbottens váxtgeografi. — Bot. Not. 1890. p. 36—38. Andersson, O. Fr.: Bidrag till kännedomen om Sveriges chlorophyllophy- ceer. T. Ghlorophyllophyeeer fran Roslagen. — Bihang till Kongl. Svensk. Vet.-Akad. Handl. XVI. Afd. III. No. 5. 20 pp. e. tab. 4. Arnell, A. H. W.: Om de skandinaviska Thyidia tramariscina. — Bot. Not. 1890. p. 73—80. Baenitz, ©.: Cerastium Blyltii Baen., ein Cerastium-Bastard des Dovre-Fjeld in Norwegen. — Österr. bot. Ztschr. XL. p. 365—367. Berg, A.: Kritik öfver några växtformer, beskrifna af Fr. Brux. — Bot. Not. 1890. p. 22—94. "Bird, G.: Notes on some of the rarer plants found on the Dovrefjeld, Nor- way, in July 4888. — Trans. and proc. bot. soc. Edinburgh. Vol. XVII. p. 440—415. —— Rarer plants of Dovrefjeld. — Trans. bot. soc. Edinburgh. XVIII. Fasc. 3. Elfstrand. M.: Botaniska utflygter. I. Sydvestra Jemtland och angránsande del af Sédra Throndhjems amt sommaren 1889 jemte beskrifning pa ätskilliga derunder päträffade Hieracia och Carices. — Bihang till Kgl. Svenska Vet.-Akad. Handl. XVI. Afd. 3. No. 7. 94 S. c. tab. "Elgenstierna, C.: Nagra för Vestmanland nya växtlokaler. — Bot. Not. 1889. p. 248. Fries, Th. M.: Strödda bidrag till kännedomen om Skandinaviens barrträd. — Bot. Not. 4890. p. 250—966, Pilanzengeographie und Pllanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 101 Hagen, J.: Ad bryologiam Norvegiae contributiones sparsae. — K. Norske Vid. Selsk. skrift. Trondhjem. 1890. p. 1—9. *Henning, Ernst: Agronomiskt-växtfysiognomiska studier i Jemtland. — Stockholm (Norstedt & Léner) 1889. Kaurin, Chr.: Addenda et corrigenda ad Enumerationem Bryimearum Dovrensium auctore N. C. Kinpperc. — Christiania Vidensk. Selsk. Forhandl. 1889. No. 11. , et J. Hagen: Supplementum indieis muscorum frondosorum alpium Lomsfjeldene et Jotunfjeldene. — K. Norske Vid. Selsk. skrift. Trondhjem 1890. p. 1—12. Melander, C.: Anteckningar till Vesterbottens flora. — Bot. Not. 1890. p. 236—239. Samzelius, H.: Vegetationsiakttagelser inom Pajala socken af Norrbottens län. — Bot. Not. 4890. p. 174—188. Neue Formen: Betula intermedia Thom. f. media, Cerastium Laestadianum Samz. n, hybr. (C. alpinum L, >< vulgatum L.), Rubus pajalensis Samz. n. subhybr. (R. arcticus L. >< castoreus Laest.). Starbäck, K.: Anteckningar öfver några Skandinaviska Pyrenomyceles. — Bih. Kongl. svensk. Vet. Akad. Handl. XIV. Afd. HI. No. 5. Stock- holm. ——— Bidrag till kännedomen om Sveriges Ascomycetflora. — Kongl. svensk. Vet.-Akad. Handl. XVI. 4890. Afd. HI. No. 3. —— Über zwei am »Slottsbacken« in Upsala wachsende Phanerogamen. — Bot. Centralbl. XLI. p. 200—201. (Pastinaca sativa L. forma; Campanula rapunculoides L.). *Stenström, K. O. E.: Värmländska Archieracier, anteckningar till Skandi- naviens Hieracium-Flora. — Upsala 1889. 76 S. 8°. *Trail, J. W. H.: Galls of Norway. — Trans. and proc. bot. soc. Edinburgh. Vol. XVIL. p. 482—486. Nordrussland. *Antonoff, A. A.: Uber die im Gouv. Witebsk wildwachsenden Arznei- pflanzen und über ihre Anwendung als Volksmittel. — Witebsk 1888. 89. 43 pp. Ihne, E.: Phünologische Karten von Finnland. Referat Bd. XII. S. 80. Kihlman, A. O.: Pflanzenbiologische Studien aus russisch Lappland. Ein Beitrag zur Kenntnis der regionalen Gliederung an der polaren Wald- grenze. — Act. soc. fauna et flora fennica. VI. Helsingfors. ———, und J. A. Palmen: Bericht einer naturwissenschaftlichen Reise durch Russisch Lappland. Referat Bd. XII. 5. 34. Die Expedition nach der Halbinsel Kola im Jahre 1887. Referat Bd. XII. S. 34. 102 Ubersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Ganz Russland. Arnold, Ph, K.: Der russische Wald. Bd. I. 317 S. (Russisch. ) St. Petersburg 1890, 80, "Genko: Die Wälder des europäischen Russlands. — Russ. Revue. 1889. Heft 3. Koppen, Fr. Th.: Geographische Verbreitung der Holzgewiichse des euro- päischen Russland und des Kaukasus. |l. Teil. — Petersburg. Kusnetzoff, N. J.: Übersicht über die pllanzengeographischen Arbeiten in Russland im Jahre 1889. — Jahrb. d. K. russ. geogr. Ges. 1890, p. 191—174. (Russisch.) Meinshausen, K, F.: Die Sparganien Russlands. — Bull. soc. nat. Moscou. 1889. p. 167. Milatin, S. N.: Materialien zur Kalkflora des russischen Reiches. — Mat. z. Kenntn. d. Fauna u. Flora d. russ. Reiches. Bot. Abt. Heft 4. p. 959—167. Moskau 1890. (Russisch.) Bb. Nordsibirische Provinz. Ditmar, K. von: Reise und Aufenthalt in Kamtschatka in den Jahren 1851 bis 4855. — St. Petersburg (Leipzig, Voss’ Sort.) 1890. 89, 1. Teil. MAI. Herder, F. von: Plantae Raddeanae apetalae. H. Polygoneae a cl. Dre. Radde et nonnullis aliis in Sibiria orientali collectae. — Acta hort. Petrop. XI. p. 185—272. Koslowsky, W.: Materialien zur Alpenflora Sibiriens. Teil Il. — Mem. Naturf, Ges, Kiew. XI. p. 4—36. c. tab. (Russisch). Lindberg, S. O. und H. W. Arnell: Musci Asiae borealis. Beschreibung der von den schwedischen Expeditionen nach Sibirien in den Jahren 1875 und 1876 gesammelten Moose mit Berücksichtigung aller früheren bryologischen Angaben für das russische Nord-Asien. L Teil. Leber- moose. — K, Svenska Vetensk.-Akad. Handl. XXIII. p. 4—69. Bc. Nordamerikanische Seeenprovinz. a. Fossile Flora. Dawson, J. W.: On the plants from the Erian and Carboniferous, and on the characters and affinities of palaeozoic Gymnosperms. — Canad. rec. of sc. IV. p. 1—98. Dawson, W., and D. P. Penhallow: On the pleistocene flora of Canada. — Bull. geol. soc. Amer. I. p. 311—334. b. Lebende Flora. Vergl. westl. Prov. des arkt. Gebietes. Bailey, L. H.: The Carices of the upper half of the Keweenaw Peninsula. — Bull. Torr. bot. cl. New-York. XVII. p. 61. Campbell, R.: Notes on the flora of Cap à L'Aigle. — Canadian record of sc. IV. p. 54—68. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. ` 103 Claypole, K. B.: Notes on some of the plants found in Muskoka Lake. — Bull. Torrey bot. club New-York. XVII. p. 104. Fletcher, J.: Flora Ottawaensis. — Ottawa naturalist 1890. No. 5. Hill, E. J.: Notes on the flora of the Lake Superior region. — Bot. gaz. XV. (1890), p. 440, 159, 304, 324. Kindberg, N. C.: Bidrag till kännedom om Canada-omrädets mossllora. — Vetenskaps akad. Upsala. 1890. New Canadian Mosses. — Ottawa natural. IV. p. 64—65. Mackenzie, J. J.: A preliminary list of Algae collected in the neighbour- hood of Toronto. — Proceed. Canad. inst. XXV. No. 153. p. 270—274. Macoun, John M.: Catalogue of Canadian plants. Part. V.: Acrogens. — Geol. and nat. hist. survey of Canada. — Montreal 4890. — — Contributions to Canadian Bryology. — Bull. Torr. bot. club New- York XVII. p. 83, 271. — — List of mosses collected in the neighbourhood of Ottawa. — Ottawa naturalist. IL p. 149. — — List of plants collected by Dr. G. M. Dawson in the Yukon distriet and adjacent northern portion of British Columbia in 1887. — Ann. rep. geol. survey Canada Ill. p. 215. — List of plants collected on the Rupert and Moose Rivers, along the shores of James Bay and on the Islands in James Bay, during the summers of 1885 and 1887. — Ann. rep. geol. survey Canada. Ill. p. 631. Northrop, J. and A. B.: Plant notes from Tadousac and Temisconata County, Canada. — Bull. Torrey bot. club New-York. XVII. p. 27. Pearson, Wm. Hy.: List of Canadian Hepaticae. — Geol. and nat. hist. surv. of Canada. Montreal 1890. Provancher, L.: Liste des plantes rencontrées aux Isles de la Madeline. — Le naturaliste canadien. XIX. p. 346. C. Mitteleuropäisches und aralo-caspisches Gebiet. Ca. Allantische Provinz. Südliches Norwegen. * Trail, J. W. H.: Enumeration of fungi collected in Hardanger in 1887. — Trans. and proe. bot. soc. Edinburgh. Vol. XVII. p. 487—495. Fungi of Hardanger. — Trans. and proc. bot. soc. Edinburgh. XVIII. Fase. 3. England , Schottland , Irland. nebst Inseln. a. Fossile Flora. Stirrup: On an alleged recent discovery of a fossil forest in Scotland. — Transact. Manchester geol, soc. XX. No. 14. 104 Übersicht der wichligeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Walkden: On the Stigmaria ficoides found in a mine at Over Dawen, Lan- cashire. — Trans. Manchester geol. soc. XX. No. 16/47. b. Lebende Flora. Vergl. Bryophyta. Barrett-Hamilton, G., and L. S. Glascott: Plants found near Kilinallock, Co. Wexford. — Journ. of bot. XXVIII. p. 87—89. Beeby, W. H.: On the flora of Shetland. — Scott. naturalist. 1890. Jan. — Rumex propinquus J. E. Aresch. in Britain. — Journ. of bot. XXVIII. p. 247. Rumex propinquus in Shetland. — Scott. natural. 1890. No, 7. Benbow, J.: Middlesex plants. — Journ. of bot. XXVIII. p. 120. Bennett, A. W.: Freshwater Algae and Schizophyceae of Hampshire and Devonshire. — Journ. Roy. mierose. soe. 1890. p. 141—490. c. tab. 4. “—— On the occurrence of Calamagrostis stricta var. borealis. Hartm. in Scotland. — Trans. and proc. bot. soc. ?dinburgh. Vol. XVII. p. £16—417. Butler, C.: New stations of Irish plants. — Journ. of bot. XXVIIL p. 361—362, Cooke, M. C.: Introduction to Fresh-Water Algae, with an enumeration of all the British species. — London 1890, 8°. *Craig, W.: Excursion of the Scottish Alpine Botanical Club to Sutherland and Caithness in 1888. — Trans. and proc. bot. soc. Edinburgh. Vol. XVII. p. 379—380. Druce, OG. C.: Notes on Oxford plants. — Journ. of bot. XXVIII. p. 227—944. — Notes on Scotch plants. — Journ. of bot. XXVIII. p. 39—47. — — Spergula pentandra in Ireland. — Journ.of bot. XXVIII. p. 343—345. Spergula pentandra L. as an Irish plant. — Ann. of bot. IV. No. 45. Farquharson: Ferns and Mosses of Alford district. — Scott. naturalist. 1890. Jan. Flower, T. B.: Lepidium Draba L. in South Wales. — Journ. of bot. XXVIII. p. 218. Focke, W. O.: Notes on English Rubi. — Journ. of bot. XXVIII. p. 97— 103, 129—135. Galpin, W.: An Account of the flowering Plants, Ferns and Allies of Har- leston [Norfolk]. London 1890. 80, 457 S. Groves, H. and J.: Notes on the British Characeae for 1887—1889. — Journ. of bot. XXVIII. p. 65—69. e. tab. Hind, W. M. and C. Babington: The flora of Suffolk. London 1890. 8°. Johnstone, Th.: Ajuga pyramidalis, in Dumfriesshire. — Trans. and. proc. bot. soc. Edinburgh. Vol. XVII. p. 389. Lankester: British Ferns: their classification, structure and functions. — London 1890, 80, Pilanzengeographie und Pllanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 105 Lett, H. W.: Mosses, Hepatics and Lichens of Mourne Montains. — Proc. R. Irish ac. 1890. June. Linton, E. F. and W. R.: Aberdeen, Torfar and Dumfries Plant-notes. — Journ. of bot. XXVIII. p. 167—164. Marshall, E. S., and F. J. Hanbury: Notes on llighland plants. — Journ. of bot. XXVIII p. 179—484. Massalongo, Œ.: Nuova abitazione della Lejeunia Rosselliana G. Mass. — N. giorn. bot. ital. XXII. 1890. p. 295—296. Massee, G.: A monograph of British Gasteromycetes. Ann. of bot. IV. No. 13. Matthews, W.: County botany of Worcester. — Midlands naturalist. 1890. No. 7. Me Ardle, D.: Additions to the Irish Moss Flora. — Journ. of bot. XXVIII. p. 237—239. —— Hepaticae of Longhbray, Co. Wicklow. — Journ. of bot. XXVIII. p. 356—361. Painter, W. H.: A contribution to the flora of Derbyshire. — London. 1890. 89. Roberts, W.: Introduced plants in West Cornwall. — Journ. of bot. XXVIII. p. 366—367. Roper, F. C. S.: Crepis taraxacifolia in Sussex. — Journ. of bot. XXVIII. p. 248. Roy, J.: Desmids of Alford district. — Scott. natur. 1890. Jan. Fresh-water Algae of Enbridge Lake and vicinity, Hampshire. — Journ. of bot. XXVIII. p. 334—338. Sciadium Arbuscula in Britain. — Scott. natur. 1890. Jan. Scully, R. W.: Plants found in Kerry 1889. — Journ. of bot. XXVIII. ` p. 140—116. —— Hepaticae found in Kerry 1889. — Journ. of bot. XXVIII p. 200—203. Stewart, S. A.: Botany of South Clare and the Shannon. — Proc. R. Irish acad. 1890. June. Stirton, J.: Scottish species of Grimmia. — Scott. naturalist. 1890. Jan. Trail, J. W. H.: Revision of Uredineae and Ustilagineae of Scotland. — Scott. naturalist. 1890. No. 7. and W. Phillips: Fungi Records for Clyde. — Scott. natural. 1890. Jan. Scottish Discomycetes. — Scott. naturalist. 1890. Jan. Turnbull, R.: Index of british plants according to the London catalogue. (8th ed.). 8°. White, F. B.: Flora of Rivershingles. — Scott. natural. 1890. No. 7. White: hevision of the British Willows. — Journ. Linn. soc. Bot. XXVII. White, W.: Some North Devon Rubi. — Journ. of bot. XXVIII. p. 29—23. Whitwell, W.: Lepidium Draba L. in Wales, Lepidium ruderale L. in Gar- narvonshire, Chara fragilis Desv. in Denbighshire. — Journ. of bot. XXVIII. p. 188—189. | 106 Übersieht der wiehtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Frankreich. a. Fossile Flora. Lecornu, L.: Sur le bassin silurien de la Bréche au Diable. — Bull, soe. Linn. Normandie. Caen. Ser. IV. Vol. IV. p. 49. Zeiller, R.: Flore houillére de Commentry. — Bull. soc. géol. France. Ser. Hl. T. XVII. —— Kitudes des gites minéraux de la France. Bassin houiller et permien d'Autun et d'Epinal. Fase. Hl. — Paris. 4890. 4°. c. Atl. b. Lebende Flora. "Arnaud, Ch.: Lettre à M, Malinvaud (Découverte du Ceterach officinarum var. crenatum Milde). — Bull. soc. bot. France. Nl. p. 431. Bailon, H.: Les herborisations parisiennes. Recherche, étude pratique et détermination facile des plantes qui eroissent dans les environs de aris. — Paris 1890. 8°, Barnsby, D.: Florules d'Indre-et-Loire. De Tours à Chäteau-la-Vailliere par Luynes et Cléré. Fase. HI. — Tours 1890. 89. 19 pp. "Bel, J.: Les Champignons supérieurs du Tarn. Vol. I. — Paris. 1889. 80. Bonnier, G. : Observations sur les Berbéridées, Nymphéacées, Papaveracées et Fumariacées de la flore de France. — Rev. gén. de bot. Il. No. 18,22. Boyer, L.: Les champignons comestibles et vénéneux de la France. — Paris 1890. 80, 157 pp. avec 50 pl. col. Briard: Champignons nouveaux du départ. de l'Aube. — Rev. mycol. XII. p. 131. Camus, E. G.: Formes de Primula observées dans les environs de Paris. — Bull. soc. bot. France. XXXVII. p. 154. —— — Orchidées du Gers. — Bull. soc. bot. France. XXXVII. p. XCV. —— Plantes de Neuvy-sur-Barrangeon, Cher. — Bull. soc. bot. France. XXXVII. p. 245. —— Quelques faits nouveaux sur la flore des environs de Paris. — Bull. soc. bot. France. XI. p. 401. —— et L. Legué: Note sur les Primula des environs de Paris. — Bull. soc. bot. France. 1890. p. 171. Chastaingt, G.: Résultats d'études nouvelles relatives aux flores rhodolo- giques des départements de l'Indre et d'Indre-et-Loire. — Bull. soc. bot France. XXXVII. p. 192. Chatin, A.: Le Limodorum prés des Essarts. — Bull. soc. bot. France. XXXVII. p. NCV. ‘Clavaud: Sur les Zannichellia du département de la Gironde. — Act. soc. Linn. Bordeaux. XLII. Procès-verbaux. p. 67. * —— Sur le Vicia aquitanica. — Act. soc. Linn. Bordeaux. XLII. Procès- verbaux. p. 27, 69. M Sur une station du Rubus gratiflorus. — Act. soc. Linn. Bordeaux. XLII. Procès-verbaux. p. 27, 69. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 107 Clos, D.: Répartition en France des Crataegus monogyna Jacq. et oxyacan- thoides Thuill. — Bull. soc. bot. France. XXXVII. p. 121. Corbière, L.: Excursion botanique du Mont-St.-Michel à Granville, 4—7 août 1888. — Bull. soc. Linn. Normandie. Caen. Ser. IV. Vol. III. p. 63. ——- Muscinées du département de la Manche. — Mém. soc. sc. nat. el math. de Cherbourg. XXVI. p. 195—368. c. tab. Cuzaeq, P.: Le Pin maritime des Landes de Gascogne. — Bayonne. 89. 72 S. D'Alzae de la Douze: Extrait d'une lettre sur quelques plantes du Périgord. — Bull. soc. bot. France. XXXVII. p. 227. Delaeroix, G.: Note sur quelques champignons inférieurs nouveaux re- cueillis à l'Exposition universelle de Paris de 1889. — Bull. soc. mycol. France. X. ‘De Loynes: Le Barbula tortuosa dans la Gironde. — Act. soc. Linn. Bordeaux. XLII. Procès-verbaux. p. 82. Dubalen, P. E.: Listes de quelques espèces de champignons observés dans le département des Landes. — Dax 1890. 80, Flahault, Ch.: Herborisations algologiques d'automne au Croisic (Loire- infér.). — Bull. soc. bot. France. XXXV. p. 377—384. Franchet, A.: Flore de Loire-et-Cher. — Blois 1890. 8°. Gandoger, M.: Plantes de Payzac (Dordogne) et du Cap Ferret, Gironde. — Bull. soc. bot. France. XXXVII. p. 247. ‘Gentile, A.: Petite flore manuelle contenant l'analyse et la description som- maire des plantes vasculaires de la Sarthe. 2e éd. — Le Mans 1889. 8°. Hue: Les Pertusaria de la flore francaise. — Bull. soc. bot. France. XXXVII. Compt rend. 1890. p. 83. ——— Lichens de Canisy et des envirous. — Journ. de bot. 1890. Hy, F.: Sur la présence en Anjou de l'Equisetum littorale Kuhlw. — Bull. soc. bot. France. XXXVI. p. 312—314. — Sur les Equisetum de la section Hippochaete croissant dans l'ouest de la France. — Bull. soc. bot France. XXXVII. p. LI. ——— Sur quelques Characées récoltées à la session de la Rochelle. — Bull. soc. bot. France. XXXVII. p. XLVI. Letaeq, A. L.: Note sur la géographie botanique des environs de Sées. — L'annuaire normand. Caen. 1890. ——— Note sur le gui de chéne et sur quelques stations du gui dans le dé- partement de l'Orne. — Bull. soc. Linn. Normandie. Caen. Ser. IV. Vol. HI. 1890. p. 174. ——- Note sur les mousses et les hépatiques des environs de Bagnoles, et observations sur la végétation bryologique des grés quartzeux siluriens dans le département de l'Orne. — Bull. de la soc. Linn. de Normandie. Caen. Série IV. Vol. II. p. 34—50. Magnier, Ch.: Scrinia florae selectae. Fasc. VII—IX. 89. p. 157—176. — St. Quentin 1888—1890. 108 Ubersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Mangin, L.: Liste des Péronosporées recueillies aux environs de Paris en 1890. — Bull. soe. bot. France. XXXVIL p. 280. Micheletti, L.: Notizie sul Lepidium virginicum in Francia, fornite da E. Brtarp. — N. giorn. bot. ital. NNI. 1890. p. 283—985. Richon, Ch.: Catalogue raisonne des champignons qui croissent dans le département de la Marne. — Vitry-le-Francois. 1890. 80, 604 S. avec tab. 4. Rolland, L.: Essai d'un calendrier des champignons comestibles des en- virons de Paris. Suite 1. — Bull. soc. myc. France. V. 4. p. 18—38. Thériot: Herborisations bryologiques dans les vallées de Saint-Aubain- Routot et d'Oudalle. — Bull. soc. Linn. Normandie, Sér. IV. Vol. IV. p. 95. Belgien. a. Fossile Flora. "Verschaffelt, Ed.: De flora van het steenkooltijdperk. — Bot. Jaarboek. I. 1889. p. 488—217. c. tab. VIII—IN. b. Lebende Flora. Vergl. Fungi. "Cluysenaar, P. G.: Compte-rendu de la XXVIle herborisation de la soc. R. de bot. de Belgique (aux environs de Huy et à Profondeville). — Bull. soc. bot. Belgique. XXVI. Il. 1889. p. 144—154. De-Wildeman, E.: Chrytridiacées de Belgique. — Ann. soc. belge de microsc, Mémoires. XIV. p. 5. "Durand, Th.: Les acquisitions de la flore Belge. — Bull. soc. bot. Belg. T. XXVII. I. 1889. p. 245—260. Flahault, Ch.: Note sur les Nostocacées hétérocystées de la flore Belge. — Bull. soe. bot. Belg. XXVII. IL p. 171—179. "Lochenies, G.: Notice sur le Schoenus ferrugineus L., espèce nouvelle pour la flore de Belgique. — Bull. soc. bot. Belg. T. XXVIIL II. 1889. p. 160—162. *Marchal, E.: Champignons coprophiles de Belgique. V. Note sur le Bommerella trigonospora E. March. — Bull. soc. bot. Belg. T. XX XVI. Il. 1889. p. 261—271. avec 4 pl. Vandenberghe, A.: Bijdrage tot de studie der Belgische kustflora. — Salicornia herbacea. — Bot. Jaarboek. Il. Gent 1890. 33 p. 8° met 2 PI. *Wevre, A. de: Note sur quelques Mucédinées de la flore de Belgique. — Bull. soc. bot. Belg. T. XXVII. 11. 1889. p. 128—133. Cb. Subatlantische Provinz. Niederlande. Abeleven, Th. H. A. J.: Flora van Nymegen. Il. Plantae cellulares. — Need. kruidk. Arch. Ser. Il. Deel V. Stuk 3. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 109 Borgman, A.: De hoogvenen van Nederland (Die Hochmoore der Nieder- lande). — Winsum 1890. 8°. Butaye, R., en E. de Haas: Lijst der planten de Oudenbosch en om- streken. — Need. kruidk. Arch. Ser. II. Deel V. Stuk 3. Destrée, C. E.: Premiere contribution au catalogue des champignons des environs de la Haye. — Need. kruidk. Arch, Ser. Il. Deel 5. Stuk 3. Oudemans, C. J. A.: Contributions à la flore mycologique des Pays-Bas. — Need. kruidk. Arch. Ser. II. Deel V. Stuk 3. Vriese, H. de: Bijdrage tot de flora van het Gooi. — Need. kruidk. Arch. Deel V. Stuk 3. Niedersachsen. Litteratur und neue Zugänge zur Flora des niedersächsischen Bezirks im Jahre 1888 im Ber, d. deutsch. bot. Gesellseh. VII. p. (95)—(96), zusammengestellt von Fn. BucHENAU. Burchard, O.: Beiträge und Berichtigungen zur Laubmoosflora der Um- gegend von Hamburg. — Jahrb. d. Hamburg. wiss. Anstalten. VIII. Focke, W. O.: Beiträge zur nordwestdeutschen Flora. — Abhandl. nat. Ver. Bremen. XI. p. 433—438. — — Die Herkunft der Vertreter der nordischen Flora im niedersächsischen Tieflande. — Abhandl. nat. Ver. Bremen. Xl. p. 423—428, Haussknecht, C.: Kleinere Mitteilungen (über die Flora von Magdeburg, Cuxhaven und Helgoland). — Mitt. d. bot. Ver. f. Gesamtthür. 1890. Klebahn, H.: Erster Beitrag zur Schmarotzerpilzflora Bremens. — Abh. nat. Ver. Bremen. XI. p. 325—343. Krause, E. H. L.: Die Westgrenze der Kiefer auf dem linken Elbufer. — Kat... Bot. Jahrb. NUL. Beibl. p. 46. Mejer, L.: Die Auffindung zweier Vacciniumbastarde in Nord west-Deutsch- land. — 38. u. 39. Jahresb. naturhist. Ges. zu Hannover f. 1887/88 und 4888/89. p. 35—38. Noeldecke: Flora des Fürstentums Lüneburg. Referat Vol. XII. p. 10. Steinvorth, H.: Die fränkischen Kaisergärten, die Bauerngärten der Nieder- sachsen und die Fensterflora derselben. — Jahreshefte naturw. Ver. für d. Fürstentum Lüneburg. XI. 1888/89. p. 34—66. —— Fremde Flora in der Nähe von Wollwäschereien. — Jahresh. naturw. Ver. für d. Fürstentum Lüneburg. Xl. 1888/89. p. 127—129. —— Linnaea borealis Gron. — Jahresh. naturw. Ver. für d. Fürstentum Lüneburg. XI. 1888/89. p. 127. — — Vaccinium intermedium Ruthe. — Jahresh. naturw. Ver, für das Fürstentum Lüneburg. XI. 1888/89. p. 125—126. EN 110 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1590 über Systematik, Schleswig-Holstein und Dänemark. a. Fossile Flora. Conwentz, H.: Über die Verbreitung des Suceinits, besonders in Schweden und Dänemark. — Schrift. naturf. Ges. Danzig. VII. Heft 3. p. 465 —176. c. tab. 4. b. Lebende Flora. Litteratur und neue Zugänge zur Flora von Schleswig-Holstein im Jahre 4888 in Ber. d. deutsch. bot. Ges. VII. p. (92)—(95), zusammengestellt von P. Prant und C. T. Tim. *Buchenau, Fr.: Die Pflanzenwelt der ostfriesischen Inseln. — Abhandl. nat. Ver. Bremen. XI. p. 245 A. *Dalla Torre, K, W.v.: Uber die Flora u. Fauna der Insel Helgoland. — Ber. naturw.-medic. Ver. in Innsbruck. XVII. Jahrg. 1888/89. p. 1—31. Fiseher-Benzon, R. von: Zur botanischen Litteratur Schleswig-Holsteins, der angrenzenden Gebiete und Helzolands. — kiel (Univ.-Buchhdlg.) 1890. 89, Æ —.50. Jensen, Chr.: De danske Sphagnumarter. Referat Bd. XIII. S. 24. *Kiaerskou, H.: Er Brassica oleracea L. nogensinde funden vildtvoxende i Danmark? — Bot. Tidskr. XVI. p. 178. Knuth, P.: Grundzüge einer Entwickelungsgeschichte der Pflanzenwelt in ene Holstein. Referat Bd, XII. Sommerwanderungen auf Sylt. — D. bot. Monatsschr. VII. p. 192—125. Mortensen, H.: Tisvilde Hegn. Referat Bd. XII. p. 24. Prahl, P.: Kritische Flora der Provinz Schleswig-Holstein, des angrenzenden Gebiets der Hansestädte Hamburg und Lübeck und des Fürstentums Lübeck. Theil II. 2. Hälfte. — Kiel (Univ.-Buchh.) 89. 1890. ,#5.—. Raunkiaer, C.: Dansk Exkursions-Flora eller Nogle til Bestemmelsen af de danske Blomsterplanter og Karsporeplanter. — Kopenhagen 1890. 80. *——— Notes on the vegetation of the North-Frisian Islands and a contri- bution to an eventuel flora of these islands. — Bot. Tidskr. XVII. 3. p. 179. —— Vesterhavets Öst- og Sydkysts Vegetation. [Die Vegetation der Ost- und Südküste der Nordsee]. — Festskr. i Anledning of Borchs Kolle- giums 200-Aars Jubilaeum. Kjöbenhavn. Rostrup, E.: Usiilagineae Daniae. Referat Vol. XIII. p. 21. Sonder, Chr.: Die Characeen der Provinz Schleswig-Holstein und Lauen- burg nebst eingeschlossenen fremden Gebietsteilen. Kiel 1890. 8°. 66 S. (Dissertation). Warming, E.: Botaniske Exkursioner. I. Fra Vesterhavs-Kystens Marskegne. — Vidensk. Meddel. naturh. Foren. Kjóbenhavn. 1890. p. 206—239, c. tab. 2. Pllanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 111 Mecklenburg und. Pommern. * Arndt, C.: Seltene Pflanzen der Bützower Flora. — Arch. d. Ver. d. Freunde d. Naturg. in Meckl. XLIII. S. 175—487. Krause: Die fremden Bäume und Gesträuche der Rostocker Anlagen. — Arch. Ver. Fr. Naturg. Mecklenburg. XLIII. p. 197—240. Südliches Schweden. Andersson, G. O.: Bidrag till Sódermanlands Hieracium flora. — Bot. Notiser 1890. p. 88—94. Kellgren, A. G.: Nagra viixtfysiognomiska anteckningar fran norra Dals- land. — Bot. Not. 1890. p. 4—8. ——— Studier öfver Ombergsflorans papilionaceer. — Bot. Not. 1890. p. 121—132, Nathorst, A. G.: Om de Fruktformer af Trapa natans L., som fordom funnits i Suerige. — Bit. till K. svensk. Vet.-Akad. Handling. AH. Afd. HI. No. 10. Starbäck, K.: Ascomycetes fran Oland och Ostergótland. — Kongl. svensk. Vet.-Akad. Handl. XV. Afd. HI. No. 2. Westerlund, C. G.: Bidrag till kännedomen om Ronneby-traktens Fauna och Flora. — Upsala 1890. 173 S. 8°. Bornholm. Nathorst, A. G.: Sur la présence du genre Dictyozamites Oldham dans les couches jurassiques de Bornholm. — Bull. de l'acad. R. danoise d. sc. et d. lettr. 1889. p. 96—104. c. tab. Cc. Sarmatische Provinz. Baltischer Bezirk. a. Fossile Flora. Caspary, R.: Einige fossile Hölzer Preußens. Nach dem handschriftlichen p KÉ o Nachlasse des Verfassers bearbeitet von R. Triepet. — Abh. zur geol. Specialk. v. Preußen u. d. thür. St. IX. Heft 2. Atlas c. 15 tab. Conwentz, H.: Monographie der baltischen Bernsteinbiume. — Danzig (Leipzig, W. Engelmann) 4. 1890. .# 50.—. b. Lebende Flora. Litteratur und neue Zugänge zur Flora des baltischen Bezirks im Jahre 1888 in Ber, d. deutsch. bot. Ges. VII. p. (81)—(82), zusammengestellt von Tu. Marsson. Litteratur und neue Zugänge zur Flora von PreuBen im Jahre 1888 im Ber. d. deutsch. bot. Ges. VIT. p. (77) —(80), zusammengestellt von J. ABROMEIT, Abromeit: Bericht über die 27. Gesamtsitzung des PreuBischen Botanischen Vereins zu Graudenz am 2. Oktober 1888. — Schrift. Physik.-ókon. Ges. Königsb. i. Pr. XXX. 1889. p. 43—72. Ascherson, P.: Über das Vorkommen der Scopolia carniolica Jacq. in Ost- preuBen. — Sitzber. Ges. naturf. Fr. Berlin 4890. p. 59, 81. 112 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Froelich, G.: Bericht über seine Exkursionen in den Kreisen Pr. Stargard, Berent und Konitz. — Schrift. physik.-ökon. Ges. Königsberg i. Pr. XXX. 4889. p. 52—55. Grütter, M.: Bericht über seine Exkursionen bei Luschkowko im Kreise Schwetz. — Schrift. physik. -ókon. Ges. Königsberg i. Pr. AAA. 1889, p. 55. Lakowitz: Die Vegetation der Danziger Bucht. — Festgabe für die Teiln. d. HE D. Fischereitages zu Danzig. Danzig 1890. p. 47—74. Loew : Moorbildung und vorherrschende Windrichtung an ostbaltischen Seen. — Humboldt 1890. No. 9. Praetorius: Zur Flora von Gonitz. Referat Bd. XII. S. 59, Rothert, W.: Über die bei Riga gefundenen Myxomyceten, — Scripta bot. hort. univ. Petrop. 4890. 13 S. *—— Uber die Vegetation des Seestrandes im Sommer 1889. — Corr.-Bl. naturf. Ver. Riga. XXXII p. 37—45. Sanio, K.: Zahlenverhältnisse der Flora Preußens. II. Erster Teil. Phanero- 128. Seharlok: Mitteilungen über bemerkenswerte Pflanzen der Graudenzer gamen. — Verh. bot. Ver. Prov. Brandenburg. XXXII. p. 55 Umgegend, nebst Ergebnissen mehrjähriger Beobachtung an culti- vierten Exemplaren. — Schrift. physik.-ókon. Ges. in Königsberg i./Pr. AAA. 4889. p. 46—52. *Spribille, F.: Verzeichnis der in den Kreisen Inowrazlaw und Strelno bisher beobachteten Gefäßpflanzen. — Progr. d. Gymn. zu Inowraz- law. 4888 und 1889. Tanfilieff, G.: Sur l'exstinetion de la Trapa natans. — Rev. sc. nat. soc. natur. Pétersbourg. 1890. No. 4. Polen und Mittelrussland. a. Fossile Flora. Tondera, F.: Übersicht der in den Steinkohlenlagern von Doorowa und Golonog im Königreiche Polen gesammelten fossilen Pflanzen. — Anzeig. d. Ak. d. Wiss. in Krakau. 1890. 3 s. (Polnisch, mit deutschem Resumé). b. Lebende Flora. Golenkin, M. J.: Materialien zur Flora des südöstlichen Teiles des Gou- vernements Kaluga. — Mat. z. Kenntn. d. Fauna u. Flora d. russ. Reiches. Bot. Abt. Heft 4. p. 171—931. Moskau 1890 (russisch). Gordjagin, A.: Botanisch-geographische Untersuchungen in den Kreisen Kasan und Laischev. — Arb. Naturf. Ges. f. Univ. Kasan. XXII. Meft 2. 92 S. 8" (russisch). Gutwinski, R.: Materyaly do flory glonów Polski. (Materialien zur Algen- flora von Polen). — Kosmos XIV. Heft 9. Pilanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 113 Korzschinsky, S.: Über Entstehung und das Schicksal der Eichenwälder im mittleren Russland. — Eneu., Bot. Jahrb. XIII. p. 471. Kossmowsky, K. A.: Botanisch-geographische Skizze des westlichen Teiles des Gouv. Pensa und Verzeichnis der dort wildwachsenden Phanero- gamen und Gefäßkryptogamen. — Mat. z. Kenntn. d. Flora u. Fauna d. russ. Reiches. Bot. Abt. Heft 4. p. 3—92. Moskau 1890 (russisch). *Nawaszin, S.: Über die geographische Verbreitung der Sphagnumarten in der mittleren Zone Russlands. — Arb. d. St. Petersb. Naturf.-Ver., Abt. f. Bot. XX. p. 37 (russisch). Paezkosky, J.: Die Pllanzenwelt des Gouvernements Moskau, oder Iu- striertes Handbuch zur Bestimmung der im Gouvernement Moskau vorkommenden Pflanzen. — Moskau 1890, 8? (russisch). Petunikoff, A.: Illustriertes Handbuch zur Bestimmung der im Gouverne- ment Moskau wildwachsenden und angebauten Pflanzen. — Moskau 1890. 89. 357 S. (russisch). | Selenzoff, A.: Uber Klima und Flora des Gouvernement Wilna. — Scripta bot. horti univ. Petrop. HI. fase. 4. p. 24—64 (russisch). Shiliakoff, N. P.: Einige Worte über die Flora der Shiguli-Berge in der Nähe der Stadt Samara an der Wolga. — Sitzungsprot. d. bot. Sect. d. 8. Vers. russ. Naturf. u. Arzte in St. Petersburg. 5. Abt. 4890. (Beil. zu Seripta bot. horti univ. Petrop. Ill. fasc. 4. p. 89—94) (Russisch m. deutschem Resumé}. Märkischer Bezirk. Litteratur und neue Zugänge zur Flora des Märkisch-Posener Bezirks im Jahre 4888 im Ber. d. deutsch. bot. Ges. VII. p. (82)— (85), zusammengestellt von P, ASCHERSON. : “Ascherson, P.: Die Verbreitung von Achillea cartilaginea Ledeb. und Polygonum danubiale Kern. im Gebiete der Provinz Brandenburg. — Monatl. Mitt. naturw. Verein Frankfurt a. O. 1889. *Rüdiger, M.: Beitrüge zur Baum- und Strauchvegetation hiesiger Gegend. — Monatl. Mitt. aus d. Gesamtgeb. d. Naturw. Organ d. naturw, Ver. des Reg.-Bez. Frankfurt). VII. 1889/90. p. 125—429, 156—460. *Warnstorf, C.: Riccia Hiibeneriana Lindenb., in der Mark aufgefunden. Schrift. d. naturw. Ver. d. Harzes in Wernigerode. IV. Bd. 1889. S. 43—45. Schlesien. Vergl, niederrheinisches Bergland. Litteratur und neue Zugänge zur Flora von Schlesien im Jahre 4888 im Ber. d. deutsch. bot. Ges. VII. p. (85)—/88), zusammengestellt von E. Firk, Fiek, E.: Über neue Erwerbungen der schlesischen Flora. — D. bot. Monatsschr. VIH. p. 98—400. —— Resultate der Durchforschung der schlesischen Phanerogamenflora im Jahre 4889. — 67. Jahresb. schles. Ges. p. 161—188. Figert, E.: Botanische Mitteilungen aus Schlesien. Ill. Typha latifolia >< angustifolia. — D. bot. Monatsschr. VIIL p. 55—57 Botanische Jahrbücher. XIII. Dd, (8) 114 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Figert, E.: Botanische Mitteilungen aus Schlesien. IV. Salir pulchra Wimm. — D. bot. Monatsschr. VIII. p. 84—85. Sehube, Th.: Zur Geschichte der schlesischen Florenerforschung bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts. Referat Bd. XII. S. 59. Schube, Th., und E. Fiek: Resultate der Durchforschung der Schlesischen Phanerogamenflora im Jahre 1889. Referat Vol. XII. p. 59. Seidel, O.: Tafeln zur Bestimmung der Gefäßpflanzen Schlesiens. — Frankenstein i. Schles. (Philipp) 1890. 8°. 139 S. MÆ 2.50. Cd. Provinz der europäischen Mittelgebirge. Südfranzösisches Bergland. Martin, B.: Florule du cours supérieur de la Dourbie depuis sa source a l'Espéron, Gard, jusqu'au confluent du Trévézel prés de Cantobre, Aveyron. — Bull. soc. bot France. XXXVIL Compt. rend. p. 50. Migout, A.: l'lore du département de l'Allier et des cantons voisins. 2 éd. Moulins 4890, 89, Vogesenbezirk. Vergl. Fungi. Schirmer, H.: Das Wachstum der Laubhölzer auf dem Vogesensandstein der Pfalz. — Neustadt a. H. (Gottschick-Witter) 1890. 8%. 4 4.—. Zahn, H.: Juniausfliige in die Flora von Weißenburg i. E. — Mitt. bad. bot. Ver. No. 81. p. 249—955. Schwarzwaldbezirk. Litteratur und neue Zugänge zur Flora des oberrheinischen Bezirks im Jahre 1888 in Ber, d. deutsch. bot. Ges. VII. p. (100)—(102), zusammengestellt von K. Mrz. Burchard, O.: Ilerbststudien eines Bryologen. — D. bot. Monatsschr. VIII. p. 1—4, 52—55. Hildebrand, F.: Über das Vorkommen von Campanula rhomboidalis L. in der Flora von Freiburg. — Mitt. bad. bot. Ver. 1890. p. 937—939. Kneueker, A.: Das Welzthal, ein Beitrag zur Flora unserer nórdlichsten Landesteile. — Mitt. bad. bot. Ver. No. 74 u. 72. 1890. p. 165 —174. Maus, H.: Beitrige zur Flora von Karlsruhe. — Mitt. bad. bot. Ver. No. 73 u. 74. 1890. p. 184—191. Riuber, A.: Eine kleine Pfingstexcursion an den Kaiserstuhl. — Mitt. bad. bot. Ver. 1890. p. 239—242. Schatz: Die badischen Ampferbastarde. 7. Rumex conglomeratus >< obtusi- folius. 8. Rumex crispus >< nemorosus. — Mitt. bad. bot. Ver. No. 73 u. 74. 4890. p. 192—195. Winter: Flora von Achern. — Mitt. bad. bot. Ver. No. 76—79. p. 205—934. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten, 115 Zahn: Altes und Neues aus der badischen Flora. — Mitt. bad. bot. Ver. No. 76—79. p. 234—936. Niederrheinisches Bergland. a. Fossile Flora. *Sehleehtendal, D.: Bemerkungen und Beiträge zu den Braunkohlenfloren von Rott am Siebengebirge und Schossnitz in Schlesien. — Zeitschr. f. Naturw. Halle. LAIT. p. 383—394. c. tab. 2, 3. ? b. Lebende Flora. Litteratur u. neue Zugänge zur Flora des niederrheinischen Bezirks im Jahre 4888 im Ber. d. deutsch. bot. Ges. VIT. p. (98)—(100), zusammengestellt von L. GEISENHEYNER. Drecker, J.: Schulflora des Reg.-Bez. Aachen. — Aachen (Barth) 1890. 8 9, M 2.—. Franck, H.: Flora der nüheren Umgebung der Stadt Dortmund. 2. Aufl. — Dortmund (Köppen) 1890. 80. 476 S. 4 1.50. Geisenheyner, L.: Einige Beobachtungen in der Gegend von Kreuznach im Sommer 1889: 1. Lycium rhombifolium Dippel. — D. bot. Monats- schrift. VIII. p. 85—87. Haussknecht, C.: Kleinere Mitteilungen (über die Flora von Niederhessen). — Mitt. bot. Ver. f. Gesamtthür. 1890. "Wagner, H.: Flora des unteren Lahnthales, mit besonderer Berück- sichtigung der nüheren Umgebung von Ems. 2 Thle. — Bad Ems (Sommer) 1889. ,4 3.60. ——- Flora des Regierungsbezirkes Wiesbaden. T. I. Analyse der Gattungen. — Ems (Sommer) 1890. 89, 64 S. 41 tab. Æ 1.90. Bezirk des schweizer Jura. Briquet, J.: Recherches sur la flore du district savoisien et du district jurassique franco-suisse avec apercus sur les Alpes occidentales en général. — Enxster, Bot. Jahrb. XII. p. 47—105. c. tab. 2. auch apart: Leipzig (W. Engelmann) 1890. Æ 2.—. Paillot, J., et X. Vendrely: Flora Sequaniae exsiccata ou herbier de la flore de Franche-Comté. — Mém. soc. d'émulation du Doubs. 1889. Besancon. *Simon, F. J.: Quelques plantes nouvelles pour la région jurassique. — Bull. soc. bot. Belgique. T. XXVII. IL 1889. p. 87. Deutsch - jurassischer Bezirk. a. Fossile Flora. Sandberger, F. von: Bemerkungen über die fossile Flora des Infralias- Sandsteines von Burgreppach bei Hassfurt. Sitzber. phys.-med. Gesellsch. Würzburg. Jahrgang 4889. p. 458—160 und 4890. No. 10. Cu 116 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, b. Lebende Flora. Litteratur u. neue Zugünge zur Fi»ra von Württemberg und Hohenzollern im Jahre 1887 u. 4888 im Ber. d. deutsch. bol. Ges. VII. p. (403)—(106), zusammengestellt von J. HEGELMAIER. Arnold, F.: Die Lichenen des friinkischen Jura. — Denkschr. K. bayr. bot. Ges. zu Regensburg. VI. Bd. 1890. Hegelmaier, F.: Zur Kenntnis der Formen von Spergula L. mit Rücksicht auf das einheimische Vorkommen derselben. — Jahresb. Ver. vaterl. Naturk. Württemberg. XLVI. Kessler, Chr.: Der Staffelberg in Oberfranken. — D. bot. Monatsschr. VIII. p. 29—30, 80—83. Nürnberger bot. Verein: Beiträge zur Flora des Regnitzgebietes. — D. bot. Monatsschr. VIII. p. 42—46. Rieber: Beitrag zur Flora von Württemberg und Hohenzollern. — Jahresh. Ver. vaterl. Naturk. Württemberg. XLVI. p. 285—287. Schultheiss, Fr.: Sporadische Pflanzen der Localflora Nürnbergs. — Jahresb. naturh. Ges. Nürnberg. VIII. p. 79. Hercynischer Bezirk. a. Fossile Flora. Kunisch: Über Fischabdrücke und einige Pflanzenreste (Calamiten und Walchia piniformis) aus dem unteren Rotliegenden vom Westabhange des »Gottlob bei Friedrichroda in Thüringen. — 67. Jahresb. schles. Ges. p. 84—85. Potonié, H.: Der im Lichthof der Kénigl. geolog. Landesanstalt und Berg- akademie aufgestellte Baumstumpf mit Wurzeln aus dem Carbon des Piesberges. — Jahrb. preuß. geol. Landesanst. 1889. b. Lebende Flora. Litteratur und neue Zugänge zur Flora des hercynischen Bezirks im Jahre 4888 im Ber. d. deutsch. bot. Ges, VII. p. (90)—(92), zusammengestellt von C. HaUsskNECHT. Litteratur und neue Zugänge zur Flora von Westfalen im Jahre 4887 u. 4888 im Ber. d. deutsch. bot, Ges. VII. p. (96)— (98), zusammengestellt von A. Kanscn. Appel, O.: Caricologische Notizen aus dem hereynischen Gebiete. — Sitzb. bot. Ver. f. Gesamtthür. 1890. p. 41. Goburgs Cyperaceen. — D. bot. Monatschr. VIII. p. 102—106. *Beckhaus, K.: Geographische Übersicht der Flora Westfalens. — 17. Jahresb. westf. Prov.-Ver. f. Wissenschaft und Kunst. 1888. p. 120—430. Bliedner: Verzeichnis in der Flora von Eisenach neuerdings wieder nach- gewiesener oder zum ersten Male beobachteter Pflanzen. — Mitt. bot. Ver. f. Gesamtthür. VIII. Heft 3—4. p. 26—27. *Forcke, H.: Nachtrüge zu Sporteper’s Verzeichnis der in der Grafschaft Wernigerode und nächster Umgegend wildwachsenden Phanerogamen und Gefäßkryptogamen. Schriften d. naturw. Ver. des Harzes in Wernigerode. IV. Bd. 4889. S. 46—53. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 117 Haussknecht, C.: Kleinere botanische Mitteilungen. — Mitt. geogr. Ges. f. Thüringen. Jena. VI. p. 7. —— Kleinere Mitteilungen (über die Flora von Thüringen). — Mitt. d. bot. Ver. f. Gesamtthür. 1890. *Holtmann, M.: Weitere Beiträge zur Flora von Westfalen. — 17. Jahresb. westf. Prov.-Ver. f. Wissenschaft und Kunst. 1888. p. 130—143. Enoll, M.: Verzeichnis der im Harze, insbesondere der Grafschaft Wernige- rode bis jetzt aufgefundenen Lebermoose. — Schrift. naturw. Ver. d. Harzes. Wernigerode. V. p. 1—8. Lotsy, J. G.: Beitrüge zur Biologie der Flechtenflora des Hainberges bei Göttingen. — Gottingen (Vandenhoeck & Ruprecht) 1890. 89. 47 S. M d.—. Roll, J.: Die Thüringer Laubmoose und ihre geographische Verbreitung. D. bot. Monatsschr. VIII. p. 155—157. Rottenbach, H.: Seltene Farne Thüringens. — D. bot. Monatsschr. VIII. p. 41—42. *Sehulz, A.: Die floristische Litteratur für Nord-Thüringen, den Harz und den provinzialsüchsischen wie anhaltischen Teil der norddeutschen Tiefebene. — Halle (Tausch & Grosse) 1889. 89. Æ 1.50. Schulze, E.: Florae hereynicae Pteridophyta. — Schrift. naturw. Ver. d. llarzes. Wernigerode, V. p. 9—47. Obersüchsischer Bezirk. Litteratur und neue Zugänge zur Flora des obersächsischen Bezirks im Jahre 4888 im Ber. d. deutsch. bot, Ges, VII, p. (89)—(90), zusammengestellt von P. AsCHERSON. Hiittig, H.: Ein Beitrag zur Flora von Zeitz. — Zeitz 1890. 4°. (Programm.) Ludwig, F.: Nachtrüge zur Flora von Ida-Waldhaus bei Greiz. — D. bot. Monatsschr. VIII. p. 25—28. —— Uber einige neue Funde seltener Pflanzen im Greizer Walde. — Mitt. Verband. vogtl. Gebirgsver. Vl. No. 2. S. 4—93. Neumann, F.: Beitrag zur westlichen Grenzflora des Kónigreichs Sachsen. — Isis. Dresden 4890. Abh. 7. Seurich, P.: Beitrüge zur Kenntnis der Flora von Sachsen. — 11. Ber. d. naturw. Ges. Chemnitz. p. 155—157. Wünsche, O.: Beitrüge zur Flora von Sachsen. — Jahrber. Ver. f. Natur- kunde zu Zwickau. 1889. S. 29—35. Bühmisch - mührischer Bezirk. a. Fossile Flora. Bruder, G.: Livistona macrophylla, eine neue fossile Palme aus dem tertiären Süßwasserkalke von Tuchorschitz. — Lotos. XXXVII. p.37 —ÀA4. tab. I, I. 118 Ubersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, b. Lebende Flora. Litteratur und neue Zugänge zur Flora von Böhmen im Jahre 1888 im Ber. d. deutsch. bot. Ges. VII. p. (109)— (112), zusammengesellt von L. CELAKOVskY. Litteratur und neue Zugänge zur Flora von Mähren im Jahre 4888 im Ber. d. deutsch, bot. Ges. VII. p. (442)—(145), zusammengestellt von A. Oporny. Celakovsky, L.: Referat über die floristische Durchforschung von Böhmen. — Österr. bot. Zeitschr. XL. p. 345. Fiek, E.: Referat über die floristische Durchforschung von Osterreichisch-Schlesien. — Österr. bot. Zeitschr. XL. p. 279. Oborny, A.: Referat über die floristische Durchforschung von Mähren, — Österr, bot. Zeitschr, XL. p. 204, 419, Borbás, V. von: Mitteilungen über die Flora von Bóhmen. — Osterr. bot. Zeitschr. XL. p. 133. Hansgirg, A.: Prodromus ceskych ras sladkorodnich. — Arch. f. d. naturw. Durchf. Bóhmens. VI. 1890. Heft 6. c. tab. —— Über einige neue bóhmische Süßwasseralgen. — Sitzber. bóhm. Ges. Wiss. Prag. 1890. c. tab. 4. Kreisel, H.: Die Samenpflanzen in der Umgegend Jägerndorfs. — Jügern- dorf 1889. 80. Programm.) *Makovsky, A.: Beiträge zur Flora von Mähren. — Verh. naturf. Ver. Brünn. Bd. XXVII. 4888. Sitzber. p. 44. Sabransky, H.: Batographische Miscellaneen. I. Zur Flora des bayrischen Bóhmerwaldes. — D. bot. Monatsschr. VIII. p. 5—-9. Schierl, A.: Mitteilungen über die Flora von Mähren. — Österr. bot. Zeitschr. XL. p. 26. Schiffner, V.: Beiträge zur Kenntnis der Moostlora Böhmens. (Erste Fort- setzung.) — Lotos. XXXVIII. p. 1—36. Spitzner, W.: Beitrag zur Flechtenflora Mährens und Ostschlesiens. Strauch-, Blatt- und Gallert-Flechten. — Verh. naturf. Ver. Brünn. XXVIII. Tomaschek, A.: Floristische Funde. — Verh. naturf. Ver. Brünn. XX VII. p.29. À Uber einige seltene Pflanzen aus der Flora Mährens. — Verh. naturf. Ver. Brünn. Bd. XXVII. 1888. Sitzber. p. 29. Riesengebirgsbesirk. Hantschel, F.: Botanischer Weeweiser im Gebiete des nordbühmischen ixcursionsclubs. — Leipa 1890. 16°, 260 S. Schneider, G.: Die Hieracien der Westsudeten. Heft I. Die Piloselloiden 462. — Hirschberg (Heilig) 4890. 8°, (Zwischenformen). p. 145 AM 1.50. Flora von Deutschland. Litteratur und neue Zugänge zur Flora im Jabre 1888, im Ber. d. deutsch. bot. Ges. VIL p. (73)— (153), zusammengestellt von P. AscHERSON u. A. Bruhin, Th. A.: Die linicolen und Luzerne-Unkräuter Deutschlands und der Schweiz. — D. bot. Monatsschr. VIII. p. 100—102. Pflanzengeographie und Pflänzengeschichte erschienenen Arbeiten. 119 Garcke, A.: Flora von Deutschland. 46. Aufl. — Berlin (Parey) 1890. 8 9, geb. M 4.—. Hahn, E.: Der Pilzsammler oder Anleitung zur Kenntnis der wichtigsten Pilze Deutschlands und der angrenzenden Länder. 2. Aufl. — Gera (Kanitz Verl.) 1890. 8°. c. tab. 32. geb. Æ 6.—. Hesse, R.: Die Hypogaeen Deutschlands. Natur- und Entwickelungs- geschichte, sowie Anatomie und Morphologie der in Deutschland vor- kommenden Trüffeln und der diesen verwandten Organismen. Eine Monographie. — Halle a. S. (Hofstetter) 1890. 4°. Lief, 4 u. 2. à M 4.80. Karseh, A.: Vademecum botanicum. Handbuch zum Bestimmen der in Deutschland wildwachsenden, sowie im Felde etc. cultivierten Pflan- zen. Lief. 40.. — Leipzig. Koch, W. D. J.: Synopsis der Deutschen und Schweizer Flora. Ill, Aufl. herausgeg. von E. Harrier, Lief. I. — Leipzig (Reisland) 1890. 8°. à Lief. 4 4.—. l *Kraepelin, K.: Excursionsflora für Nord- und Mitteldeutschland. 3. Aufl — Leipzig (Teubner) 1889. 8°. Æ 3.—. Rabenhorst’s Kryptogamenflora von Deutschland, Osterreich und der Schweiz. Referat Bd, XIII. S. 4. AuBerdem: Migula, W.: Die Characeen, — RasENnonsTs Kryptogamentl. Bd. V. Lief. 4. Limpricht, G.: Die Laubmoose. — RasENuonsT's Kryptogamenfl. 2. Aufl. Bd. IV. Abt. 2. Lief. 44. Rehm, H.: Pilze, Discomycetes. — Rasexuorst's Kryptogamenfl. 2. Aufl. Bd. I. Abt. 3. Lief, 33, Schambach: Zusätze und Bemerkungen zu Garcke’s Flora von Deutsch- land. — D. bot. Monatsschr. VIII. p. 54—52. Tubeuf, K.: Samen, Früchte und Keimlinge der in Deutschland heimischen oder eingeführten forstlichen Culturpflanzen. — Berlin (Springer) 1890. 89. 454 S. 179 Abb. 4 4.—. Wohlfarth, R.: Die Pflanzen des deutschen Reiches, Deutsch-Osterreichs und der Schweiz. 2. Ausg. — Berlin (Nicolai's Verl.) 1890. 89. Æ 6. Zahn, H.: Berichtigungen und Ergänzungen zur 16. Aufl. von Dr. A. GanckE's Flora von Deutschland. — D. bot. Monatsschr. VIII. p. 142—415. Ce. Danubische Provinz. Bayrischer Bezirk. Litteratur und neue Zugünge zur Flora von Bayern im Jahre 1888 im Ber. d. deutsch. bot. Ges. VI. p. (106)—(408), zusammengestellt von K. PRANTL. *Allescher, A.: Verzeichnis in Süd-Bayern beobachteter Pilze. Il. Nachtrag zu den Basidiomyceten und I. Nachtrag zu den Gymnoasceen und Pyrenomyceten. — 11. Ber. bot. Ver. Landshut (Bayern) für 1888/89. p. 1—66. * Verzeichnis der bisher in Süd-Bayern beobachteten Peronospora- éeen. — 11. Ber. bot, Ver. Landshut (Bayern) für 1888/89. p. 67—83. 120 Übersieht der wiehtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Braun, H.: Über einige in Bayern und dem Herzogtume Salzburg wachsende Formen der Gattung Rosa. — 44. Ber. bot. Ver. Landshut (Bayern) für 1888/89. p. 85—122. Britzelmayr, M.: llymenomyceten aus Südbayern. T. VI. Berlin (Fried- länder & Sohn) 1890. 8°. e. tab. 64. Lickleder, M.: Die Moosflora der Umgegend von Metten. T. I. Metten 1890. 8°. 628. mit 4 Taf. *Progel, A.: Flora des Amtsbezirkes Waldmünchen. I. Teil. Nachträge und Berichtigungen. — 14. Ber. bot. Ver. Landshut (Bayern) für 1888/89. p. 123—153, —— Ergänzungen zur Flora des Isargebietes (aus der Umgegend Münchens). Angaben von den Herren Eat. von Bary, BERNHARD Meyer, Josepn Meyer, Martin Scuinnert und J. N. Sciant. — 11. Ber. bot. Ver. Landshut (Bayern) für 1888/89. p. 154—127. Weinhart, M.: Beiträge zur Flora von Schwaben und Neuburg, ins- besondere der Umgebung von Augsburg. — 30. Ber. d, naturw. Ver. f. Schwaben u. Neuburg. p. 277—982. ‘Woerlein, G.: Viola Caflishii m. nebst Bemerkungen über die Bestimmung und das Vorkommen einiger Veilehenarten in Bayern, — 14. Ber. bot. Ver. Landshut (Bayern) für 1888/89. p. 159—174. Mührisch -üsterreichischer Bezirk. a. Fossile Flora. Wettstein, R. von: Uber die fossile Flora der Hüttinger Breccie. — Sitzber. Akad. Wiss. 1890. p. 239. b. Lebende Flora. Litteratur und neue Zugänge zur Flora von Ober-Österreich im Jahre 4888 im Ber. d. deutsch, bot, Ges. VII. p. (120)—(124), zusammengestellt von F. VIERHAPPER. Litteratur und neue Zugänge zur Flora von Nieder-Osterreich im Jahre 1888 im Ber. d. deutsch, bot. Ges. VII. p. (446)—(119), zusammengestellt von G. BECK VON MANNAGETTA. Beck, G. von: Referat über die floristische Durchforschung von Niederösterreich. — Österr, bot, Zeitschr. XL. p. 277, 385. Dörfler. J.: Referat über die floristische Durchforschung von Oberösterreich. — Österr. bot. Zeitschr. XL. p. 239, 457. Angerer, L.: Beitrag zur Laubmoostlora von Oberösterreich. — Österr, bot. Zeitschr. XL. p. 297 —300. Beck, G. v.: Die Nadelhülzer Niederósterreichs. Referat Bd. XII, S. 63, —— Flora von Nieder-Österreich. Referat Bd, XIH. S. 34. —— Uber das Vordringen östlicher Steppenpflanzen in Österreich. — Mitt. Sect. Naturk. öst. Touristen-Club. Wien 1890. —— Zur Pilzflora Niederösterreichs. V. Referat Bd. XII. S. 5, Pilanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 121 Borbás, V. v.: Mitteilungen über die Flora von Niederösterreich. — Österr. bot. Zeitschr. XL. p. 27, 387, 427. Dörfler, J.: Beitrag zur Flora von Oberösterreich. — Verh. zool.-bot. Ges. Wien. XL. Abh. p. 594—610. — — Mitteilungen über die Flora von Niederösterreich, — Österr. bot. Zeitschr. XL. p. 248. Fritsch, C.: Mitteilungen über die Flora von Niederösterreich. — Österr. bot. Zeitschr. XL. p. 277. —— Über die Auffindung der Primula longiflora All. in Niederösterreich. — Zool.-bot. Ges. Wien. XL. Sitzber. p. 51—52. Hackel, E.: Mitteilungen über die Flora von Niederósterreich. — Osterr. bot. Zeitschr. XL. p. 428. *Heimerl, A.: Die niederósterreichischen Ascoboleen. — Wien 1889. Höfer, F.: Mitteilungen über die Flora von Niederösterreich. — Österr. bot. Zeitschr. XL. p. 428. Kerner, J.: Mitteilungen über die Flora von Oberösterreich. — Österr. bot. Zeitschr. XL. p. 27. —— Mitteilungen über die Flora von Niederösterreich. — Österr. bot. Zeitschr. XL. p. 209. *Niessl, G. v.: Beiträge zur Flora von Marbach unweit Persenbeug an der Donau. — Verh. naturf. Ver. Brünn. Bd. XXVII. 1888. Sitzber. p. 32—33. Rechinger, C.: Mitteilungen über die Flora von Niederösterreich. — Öst. bot. Zeitschr. XL. p. 248. “Steiger, R.: Uber das Vorkommen von Galinsoga parviflora bei Auspitz in Mähren. — Verh. naturf. Ver. Brünn. Bd. XXVII. 1888. Sitzber. p- 34. Stockmayer, S.: Beiträge zur Pilzflora Niederösterreichs. — Verh. zool.- bot. Ges. Wien. XXXIX. Abh. p. 387—398. Wettstein, R. v.: Mitteilungen über die Flora von Niederósterreich. — Osterr. bot. Zeitsehr. XL. p. 248. —— Uber die einheimischen Betulaarten. — Verh. zool. bot. Ges. Wien. XL. Sitzber. p. 68—69. Wiesbaur, J.: Mitteilungen über die Flora von Öberösterreich. — Österr. bot. Zeitschr. XL. p. 132. -—— Über das Vorkommen der Veronica agrestis L. in Ober- und Nieder- ósterreich. — Verh. zool.-bot. Ges. Wien. XL. p. 8—9. Zahlbruckner, A.: Beiträge zur Flechtenflora Niederósterreichs. III. — Verh. zool.-bot. Ges. Wien. XL. p. 279—290, 122 Ubersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Ungarischer Bezirk. a. Fossile Flora. *Roth, L. von: Pflanzen aus dem alluvialen Kalktutfe des Thales Valea mare im Comitate Krassó-Szörény. — Bericht Königl. ungar. geol. Anst. für 1888. p. 93—94. (Ungarisch.) — — Pflanzen des unteren Rothliegenden von Csiklovabánya im Comitate Krassó-Szörény. — Ber. Königl. ung. geol. Anst. für 1888. p. 78 —79. (Ungarisch.) Staub, M.: Beitrüge zur fossilen Flora der Umgebung von Munkacs. — Földtani Közlöny XN. 1890, 1—3. 8° 9S. — Dicksonia punctata Stbg. sp. in der fossilen Flora Ungarns. — Földtani Közlöny. XX. p. 174—182 (ungarisch), p. 227 —233 (deutsch). c. tab. 4. —— Die fossilen Holzstämme Ungarns. — Termeszettudo Küzlüny. Suppl. VIII. p. 182—191. (Ungarisch.) —— Kleinere phytopaläontologische Mitteilungen. — Földtani Közlöny. XIX. Budapest 1889. S. 444—4149 (ungarisch). S. 457—460 (deutsch). — — Sabal major Ung. sp. aus dem Marosthale. — Földtani Közlöny. XIX. Budapest 1889. S. 258—265 (ungarisch), S. 299 (deutsch). b. Lebende Flora. Borbás, V. von: Referat über die floristische Durchforschung von Croatien, Slavonien Ost. bot, Zeitschr. XL. p. 477, 380. Braun, H.: Referat über die floristische Durchforschung von West- und Mittelungarn. — Ost, bot. Zeitschr. XL. p. 27, 66, 136, 243, 464, Simonkai, L.: Referat über die floristische Durchforschung von Ostungarn. — Osterr. bot. Zeitschr, XL. p. 206, 423. und Fiume, Báumler, J. A.: Beiträge zur Cryptogamenflora des Presburger Comitates. Heft II. — Verh. Ver. Natur- u. Heilk. Presburg 1890. p. 64—126. Borbás, V. v.: Mitteilungen über die Flora von Ostungarn. — Ost. bot. Zeitschr. XL. p. 425, —— Spiraearum hungaricarum enumeratio. — Magyar Növénytani Lapok. NIH. 1890. p. 65—78. (Ungarisch.) — — Violarum species hungaricae novae. — Magyar Növénytani Lapok. XIM. 1890. p. 78—81. — — Hazai szegfüveink mint kerti virágok (Die ungarischen Nelken als Gartenpflanzen). — Természetrajzi Füzetek. X. 1889. p. 241—224 (ungarisch). p. 243—247 (deutsch). Bresadola, G.: Champignons de la Hongrie, récoltés en 1886—89 par M. le prof. V. Grescuik. — Rev. Mycol. XII (1890). p. 101, 179. Csató, J.: Füvészetti kirándulás az Arpásra. Excursio in Alp. Arpás. — — Magyar Növénytani Lapok. XIV. No. 5. *—— Kirándulás a Királykóre. (Exeursio in alp. Királykó). — Magyar Növénytani Lapok. NIL 1889. p. 53—60. Pllanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 123 Demeter, K.: Bryologische Notizen aus Ungarn. — Sitzber. med.-naturw. Sect. siebenbürg. Museumsver. XV. Heft 4. Gönczy, L.: llauptzüge der Flora des Udvarhelver Comitates. — Ertesitó XV. Heft 1. Revue. S. 148. Halasz, A.: Enumeratio plantarum vasculosarum oppidi Mako ab ipso auctore collectarum. — Mako. 16°. 30 p. Holuby: Floristische Litteratur des Trencsiner Comitates. — XI. u. XII Jahresb. d. naturw. Ver. d. Trenes. Com. 8?. 18 S. ——— Kurze Nachrichten (über die Flora des Trencsiner Comitates). — XI. u. XII. Jahresb. d. naturw. Ver. d. Trencs. Comit. 89. 4 S. Richter, A. V.: Növénytani közlemények Felsó-Magyarhoifból. (Bot. Mitt. aus Oberungarn.) — Természetrajzi Füzetek. XII. 1889. p. 174—196. c. 2 tab. (Ungarisch. Revue in deutscher Sprache p. 234—242.) *Schilbersky, K.: Der Budapester Standort der Nymphaea thermalis. — Természet. kózl. 1889. Schröter, J.: Pilze Serbiens. I. — Hedwigia. XXIX. Heft 2. Simonkai, L.: Bemerkungen zur Flora von Ungarn. XIII. 4. Trifolium perpusillum Simk. 2. Sedum (Procrassula) deserti-hungarict Simk. — Ost. bot. Zeitschr. XL. p. 333—334. ——— Quercus et Querceta hungarica. — Akad. math. et termesz. 1890. 4°. 40 S. 10 Taf. —— Ujdonsagok hazánk flórájából. (Novitates ex flora hungarica). — Természetrajzi Füzetek. XII. 1889. p. 4 u. 157—163. Zapalowicz, H.: Röslinna szata gór pokucko-marmaroskich. (Die Vege- tationsdecke der pokutisch-marmaroscher Alpen.) — Sprawozdanie- komisyn fizygografieznéj. (Ber. d. physiograph. Commission.) T. XXIV. Krakau 1889. 396 S. 80. Ruméinischer Bezirk. Bornmüller, J.: Zur Flora Ost-Bulgariens. Eine neue Graminee: Diplachne bulgarica Bornm. — Bot. Gentralbl. XLI. p. 162—167. *Brandza, D.: Contributioni noue la flora Romanici. — Analele academiei Romane. Ser. Il. T. XI. Bucarest 1889. 8°. * Plante noue pentru Flora Dobrogei. — Analele academiei Romane. Ser. II. T. XI. Bucarest 1889. 8°. Huffel: Les foréts de la Roumanie. — Bull. du minist. de l'agricult. Paris 1890. Javascheff, A. J.: Beitráge zur Kenntnis der bulgarischen Flora. — Perio- diCesko Spisanie na Bulgarskoto knizovno druZestvo. XXVII. 1888. p. 294-4314. XXXII/XXXIIHI. 1890. p. 287—309 (bulgarisch). Kowatscheff, W.: Beiträge zur Bulgarischen Flora. — Trud IL p. 42—52 (bulgarisch). 124 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Kowatscheff, W.: Trapa natans in Nord-Bulgarien. — Trud Il. p. 244 — 248 (bulgarisch). Velenovsky, J.: Plantae novae bulgaricae. — Mitt. bóhm. Ges. Wiss. 1889. p. 28—39, 1890. p. 39—59. Cf. Russische Steppenprovinz. Chmielewsky, W.: Beitrige zu Kenntnis der Algenflora des Gouvernem. Charkow. — Arb. Naturf. Ges. Univ. Charkow. XXIII. p. 79—105 (russisch). Eismond, A.: Verzeichnis der in der Umgegend der Stadt Kischineff im Jahre 1888 gesammelten Pflanzen. — Denkschr. Neuruss. Naturf.- Ges. XIV. p. 209—230, Odessa (russisch). Lipskii, W.: Forschungen über die Flora Bessarabiens. — Schr. Nat. Ges. Kiew. X (russisch). Lukascheff, J.: Verzeichnis der im Gouvernement Jekaterinoslaw ge- sammelten Pflanzen. — Nachr. d. Univ. Kiew. XXX. No. 4. 36 S. (russisch). Paczosky, J.: Descriptio plantarum novarum vel minus cognitarum Chersonens. — Denkschr. Kiew. Naturf. Ges. N. p. 421—436. c. tab. 2. Jergeny, die Grenze der europäischen und asiatischen Pflanzenwelt. — Bote f. Naturgesch. 1890. No. 9. p. 402—412. St. Petersburg (russisch). —— Materialien zu einer Flora des südöstlichen Steppenteiles des Gouv. Cherson. — Mem. d. Naturf.-Ges. zu Kiew. XI. 135 S. (russisch). Palimpsestoff, J.: Waren die Steppen Südrusslands seit urvordenklichen Zeiten Steppen und existiert keine Möglichkeit, sie zu bewalden? — Mem. d. K. landw. Ges. f. Südrussland. 1889. Heft 3 (russisch). Radde, G.: Karabagh. Bericht über die im Sommer 1890 im Russischen Karabagh in Gemeinschaft mit J. VALENTIN ausgeführte (botanisch- geologische) Reise. Gotha 1890. 49, 56 S. m. 4 Karte. 'Sehesterikow , P. S.: Verzeichnis der phanerogamen Pflanzen der Um- gegend von Odessa. — Jahresber. d. Odessaer Gartenb.-Ges. 1889 (russisch). Sehmalhausen, J.: Berichtigungen zu dem Referate des Herrn J. Knapp über W. Lieski’s Forschungen über die Flora Bessarabiens. — Bot. Gentralbl. XLIH. p. 92—93. Winkler, C.: Decas VI Compositarum nov. Turkestaniae nec non Buchariae. Referat Bd. XII. S. 34. —— Plantae Turcomanicae. Compositae. Referat Bd. XII. S. 34, Pflanzengeographie und Pllanzengeschiehte erschienenen Arbeiten. 125 Cg. Provinz der Pyrenden. Belloc, E.: Diatomées observées dans quelques lacs du Haut Larboust Région d'Ov. — Le Diatomiste. 1890. p. 17. Bonnier, G.: Étude sur la végétation de la Vallée d'Aure, Hautes-Pyrénées (Suite et fin). — Rev. gen. de bot. 1890. No. 17 et 48. Miègeville: Note sur quelques plantes des Pyrénées. — Bull. soc. bot. France. XXXVII. p. 138. Ch. Provinz der Alpenlünder. a. Fossile Flora. Ettingshausen, C. v.: Die fossile Flora von Schoenegg bei Wies in Steier- mark. Teil I. Wien (Tempsky) 1890. fol. . 4.40. Früh, J.: Zur Kenntnis der gesteinbildenden Algen der Schweizer Alpen mit besonderer Berücksichtigung des Säntisgebirges. — Abh. schweiz. paläont. Ges. Zürich 4890. 4. 32 pp. c. tab. 4. Kraëan, F.: Über die Vegetationsverhältnisse und das Klima der Tertiär- zeit in den Gegenden der gegenwärtigen Steiermark. Referat Bd. XI. S. 99. *Portis, A.: Nuove località fossilifere di Val di Susa. — Boll. com. geolog. d'Italia. 1889. n. 4—6. Rothpletz, A.: Uber Sphaerocodium Bornemanni, eine neue fossile Kalk- alge aus den Raibler Schichten der Ostalpen. — Bot. Centralbl. XLI. p. 9. *Santelli, E.: Rapport sur le bassin anthracifére de la Thuille en vallée d'Aosta. 1889. b. Lebende Flora. Litteratur und neue Zugänge zur Flora der Schweiz im Jahre 1888 im Ber. d. deutsch. bot. Ges. VII. p. (430)—(134), zusammengestellt von J. JAGr. Lilteratur und neue Zugänge zur Flora von Tirol und Vorarlberg im Jahre 4888 im Ber. d. deutsch. bot. Ges. VII. p. (427)—(430), zusammengestellt von K. W. v. DALLA TORRE, und L. Graf SARNTHEIM. Litteratur und neue Zugünge zur Flora von Salzburg im Jahre 1888 im Ber. d. deutsch. bot. Ges. VII. p. (422)—(425), zusammengestellt von K. Fritsch. Fritsch, K.: Referat über die floristische Durchforschung von Salzburg und Kärnthen. — Ost. bot. Zeitschr. XL. S. 280 bez. 283. Sarntheim, L. Graf v.: Referat über die floristische Durchforschung von Tirol und Vorarlberg. — Ebenda S. 347. Wettstein, R. v.: Referat über die floristische Durchforschung von Krain und Steier- mark. — Ebenda S. 349 bez. 175 u. 379. Amann: Mousses nouvelles des environs de Davos. — Commun. 73. sess. soc. helvét. sc. nat. Davos 1890. * Arvet-Touvet, C.: Les Hieracium des Alpes françaises ou occidentales de l'Europe. — Ann. a. la soc. Linn. Lyon. Vol. XXXIV. 127 S. Barla, J. B.: Flore mycologique illustrée. Les champignons des Alpes maritimes. Fasc. IV. — Nice 1888—1890. 4°. ` 126 Übersicht der wiehtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Bernouilli, W.: Plantes rares ou nouvelles du Simplon de Zermatt et d'Anniviers récoltées en 1885—88. — Bull. Murith. XVI—XVII. p. 17—21. Blane, L.: llerborisation au mont Salève. — Bull. trimestr. soc. bot. Lyon. VII. No. 3. p. 76—81. Boeckeler, O.: Über eine neue Carerart vom Rigi und eine zweite wieder aufgefundene Scuxunr’sche Art von den Südalpen. — Bot. Centralbl. XLI. p. 134—136. *Bonardi, E.: Diatomées des lacs de Delio et de Piano, — Compt. rend. trav. 72e Sess. soc. helvét. sc. nat. Lugano 1889. p. 21. Borbás, V. v.: Bemerkungen zu Neuman, WaursrEpT und Munnkck's »Violae Sueciae exsiccatae « — Bot. Centralbl. XLII. p. 9—12. —— Mitteilungen über die Flora von Kärnten. — Ost. bot. Zeitschr. XL. p. 27. —— Mitteilungen über die Flora von Steiermark. — Ebenda p. 132. ——— Mitteilungen über die Flora von Tirol. — Ebenda p. 135. Briosi, G.: Aleune erborizzazioni nella valle di Gressoney. — Milano 1890. 4°. 45 pp. "Cermenati, M.: La Valtellina ed i naturalisti. fase. II. Botanica. — Sondrio 4888. "Chodat, R.: Observations sur quelques plantes de Marécage. soc. bot. de Genève. No. 4. 1888. p. 343—325. avec tab. Cobelli, G. v.: Mitteilungen über die Flora von Tirol. — Ost. bot. Zeitschr. XL. p. 30, 65. Dalla Torre: Juniperus Sabina L. in den nördlichen Kalkalpen Tirols. — Ost. bot. Zeitschr. XL. p. 264—265. Favrat, L.: Note sur les Potentilles et quelques autres plantes du Valais. — Bull. trav. Murithienne, XVI—XVII. p. 3—10. —— — Note sur quelques plantes trouvées en 1889 et sur l'Étang de Sauva- belin. — Bull. soe. vaudoise se. nat. Vol. XXV. p. 216—218. Fischer, L.: Zweiter Nachtrag zum Verzeichnis der GefiBpflanzen des Berner Oberlandes. — Mitt. Naturf.-Ges. Bern 1889. p. 109. Fliche: Influence de l'humidité fraiche sur la végétation des bords du lac de Come. — Bull. soc. se. Nancy. Ser. II. tome IN. fase. 24. Bull. trav. Franzoni, A.: Le piante fanerogame della Svizzera insubrica, enumerate secondo il metodo Decandolliano. Opera postuma ordinata e annotata dal Dr. A. Lexticenm con note ed aggiunte di L. Favrar. — Neue Denkschr. allg. schweiz. Ges. gesamt. Naturw. XXX. Partie I] Fritsch, C.: Beiträge zur Flora von Salzburg. Il. Referat Bd, XII. S. 5. Gandoger, M.: Voyage botanique au Mont Cenis, Italie. — Bull. soc. bot. de France. XXXVII. (1889.) p. 196. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 127 *Gandoger, M.: Voyage botanique au Mont Viso. — Ebenda p. 437. Genty, P. A.: Note sur un Iberis méconnu de la flore helvétique. — Bull. soc. bot. de France. XXXVII. p. 236. Gremli, A.: Neue Beiträge zur Flora der Schweiz. V. Referat Bd. XII. S. 65, —— The flora of Switzerland; transl. from the 5th edit. by L. H. Parrson. — London 1890, 8°. *Hackel, E.: Die Grüser in den Alpen. — Mitt. Sect. für Naturk. ósterr. Touristen-Club. 1889. No. 12. Hansgirg, A.: Beiträge zur Kenntnis der SüBwasseralgenflora von Kürnthen, Krain, Istrien und Dalmatien. — Sitzber. bóhm. Ges. Wiss. Prag. 1890. Imhoff, O. E.: Notizie sulle Diatomee pelagiche dei laghi in generale e su quelle dei laghi di Ginevra e di Zurigo in ispecial modo. — Notarisia 1890. n. 996. Jaccard, H.: Herborisations dans les Alpes de Rarogne. — Bull. trav. Murithienne. XVI—XVIII. p. 44—16. Keller, R.: Beiträge zur schweizerischen Phanerogamenflora. I. Rhodo- logische Notizen über das Gebiet des Medelser und Tavetscher Rheines. — Bot. Centralbl. XLII. p. 33—37, 65—69, 97—104, 129—134. Kernstock, E.: Lichenologische Beiträge. I. Lichenenflora von Pinzolo in Südtirol. Il. Nachtrag zu des Verf. Arbeit über die Flechten von Bozen. — Abh. d. zool.-bot. Ges. Wien. XL. (1890). S. 347—350. Kneueker, A.: Botanische Wanderungen im Berner Oberland und im Wallis. — D. bot. Monatsschr. VIII. p. 47—51, 152—153, 183—184. Kolb, M.: Alpenpflanzen. 5.—8. Lief. (Schluss). — Stuttgart (Ulmer) 1890. gr. 8. compl. M 8.—. *Lentiechia, A.: Espèces et variétées de Phanérogames nouvelles pour le Tessin et pour la Suisse. — Compt. rend. trav. 72e ser. soc. helvet. sc. nat. Lugano. 1889. p. 24. —— | primi fiori del Canton Ticino. — Riv. ital. sc. natur. Siena. IX. (1889). p. 137, 284; X (1890). p. 43. Magnus, P.: Ein neues Unkraut auf den Weinbergen bei Meran. — Ost. bot. Zeitschr. XL. p. 439—444. ——— Erstes Verzeichnis der ihm aus dem Canton Graubünden bekannt gewordenen Pilze. — Jahresb. naturf. Ges. Graubünden. XXXIV. *Manzini, V.: Su alcuni fiori alpini. — Cronaca soc. alpin. friul. Udine. 1889. Mari, G. L.: Saggio di un primo catalogo dei Muschi del Canton Ticino. — Bellinzona 1889. Mattirolo, O.: Un' escursione botanica nel gruppo del Viso. — Boll. Club alp. ital. XXI. Murr, J.: Beiträge zur Kenntnis der Hieracien Nordtirols. — D. bot. Monatsschr. VIII. p. 108—112. 128 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Murr, J.: Neue Veilchen für die Flora von Innsbruck. — Ots. bot. Zeitschr. XL. p. 134—435. Nägeli, O., und E. Wehrli: Beitrag zu einer Flora des Kantons Thurgau. Verzeichnis der Gefäßpflanzen des Bezirkes Frauenfeld, des Hinter- thurgaues und des Untersees. — Mitt. Thurgau. naturf. Ges. IX. p. 121—478. Payot, V.: Notice sur la végétation de la région des neiges; ou florule du Jardin de la Mer de Glace, du glacier d’Argentiere au centre du massif de la chaine du Mont-Blanc. — Bull. soc. bot. France. Sér. Il. Tome XII. p. 32. —— — Premier supplément aux espèces, variétés et localités nouvelles découvertes depuis la publication en 4886 de mon Catalogue bryolo- gique autour de la chaine du Mont Blane et des Alpes Pennines. — Rev. bryol. 1890. p. 22. Rhiner, J.: Exploration botanique des cantons primitifs depuis 4884. — Compt. rend. trav. 72. sess. soc. helvét. se. nat. Lugano 1889. p. 20. Roux, M. N.: llerborisation à la Salette. — Bull. trim. soc. bot. Lyon 1889. p. 45—55. l — Sur une herborisation au mont Seneppé (Isère). — Bull. trim. soc. bot. Lyon. No. 4. Janv.—Mars 1889, p. 8—14. Ruppen, A.: Quelques plantes rares de la vallée de Saas et d'Anniviers. — Bull. trav. de la Murithienne. XVI—XVII, p. 25—26. *Saint-Lager: Note sur quelques plantes de la Haute-Maurienne. — Paris 1889. 8°. 12 pp. Sauter, F.: Pflanzenphysiognomie des Kollererberges bei Bozen. In Teicher: Der Rothenstein oder Kollererberg bei Bozen. — Bozen 1890. 80. Ss. 9—12. Schaffer, J.: Mitteilungen über die Flora von Tirol. — Öst. bot. Zeitschr. XL. p. 136. Schröter, L.: Sur le climat des Alpes et son influence sur la végétation alpine. — Compt. rend. trav. 72. sess. soc. helvét. se. nat. Lugano 1889. p. 40. —— Taschenflora des Alpenwanderers. 2. Aufl. — Zürich (Meyer & Zeller) 1890. 8°. e, tab. 18. geb. Æ 5.—. *Schroter et Fischer: Rapport sur une excursion botanique à la Grigna de Mondello. — Compt. rend. trav. 79e sess. soc. helvét. se. nat. Lugano 1889. p. 28. Sennholz, G.: Mitteilungen über die Flora von Tirol. — Ost. bot. Zeitschr. XL. p. 136. Sommier, S.: Plante del Jardin della Mer de Glace. — N. giorn. bot. ital. XXI. 1890, p. 251— 252. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 129 Stebler, F. G., und C. Sehróter: Beitrige zur Kenntnis der Matten und Weiden der Schweiz. . Referat Bd. XIII. S. 43. Studer, B.: Beitrüge zur Kenntnis der schweizerischen Pilze. a. Wallis. Mit einem Nachtrag von E. Fiscner, — Bern (Wyss) 1890. 89. 41. Studer-Steinhäuslin, B.: Eine Pilz-Excursion in die südlichen Seitenthiiler des Oberwallis. — Mitt. naturf. Ges. Bern. No. 1495—1244. p. XVII. Tanfani, E.: Una gita nelle alpi cadoriche. — N. giorn. bot. ital. Vol. XXI. 1890. p. 105—417. Enthält eine Aufzählung der Pflanzen vom Monte Croce an der ital.-tirol. Grenze. Thomas, Fr.: Uber das Vorkommen von Exobasidium Warmingti Rostr. in Tirol und Piemont. — Verh. K. K. zool.-bot. Ges. Wien. 1889. Vierhapper, Fr.: Prodromus einer Flora des Innkreises in Oberösterreich. V. (Schluss.) — Progr. d. Gymn. zu Ried 1889. *Vogl, B.: Flora der Umgebung Salzburgs, analytisch behandelt. (Fort- setzung.) — Progr. d. Coll. Borromaeum. Salzb. 1888/89. Voss, W.: Naturhistorisches aus den Karawanken. — Mitt. Musealver. Krain. lll. p. 365—369. —— — Mycologia carniolica. Ein Beitrag zur Pilzkunde des Alpenlandes. l. — Mitt. Musealver. Krain. II. p. 229—306. Walz, R.: Zur Flora des Leithagebirges. — Verh. zool.-bot. Ges. Wien. NL. Abh. p. 549—570. "Witlaezil, E.: Thier- und Pflanzenleben auf den Gletschern. — Mitt. D. u. Ost. Alpenv. 1889. Nr. 22. Wolf, F. O.: Notice sur quelques plantes nouvelles et rares pour le Valais. — Bull. trav. de la Murithienne. XVI—XVII. p. 27—35. Zimmeter, A.: Mitteilungen über die Flora von Tirol. — Ost. bot. Zeitschr. NL. p. 208. Ci. Provinz der Apenninen. *Arcangeli, G.: Sopra alcune piante raccolte nel Monte Amiata. — N. giorn. bot. ital. XXI. No. 4. *Budden, R. H.: L'Edelweiss dans l'Appenin toscan. — Bull. assoc. pro- tect. plantes. Geneve 1889. p. 41. Cavara, F.: Di una rara specie di Brassica dell Appenino emiliano. — Malp. IV. p. 124—131. c. 1 tab. Cicione, G.: Sopra aleune specie trovate in quest anno nell’ Umbria. — N. giorn. bot. ital. Vol. XXII. 4890. p. 70—76. Grilli, C.: Licheni raccolti nell’ Appenino Marchigiano. — N. giorn. bot. ital. XXII. 1890, p. 285—288. Milani, G. B.: Elenco di piante del Principato ultra. — Avellinos 1890, 89, Terracciano, N.: Le piante dell isola minore nel lago Trasimeno. — N. giorn. bot. ital. XXI. Botanische Jahrbücher. XIII. Bd. (9) 130 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Ck. Provinz der Karpathen. a. Fossile Flora. Raciborski, M.: Flora retycka w Tatrach (Über eine fossile Flora in d. hohen Tatra). — Tomu XXI Rozpraw wydzialu mat.-przyr. ak. um. w Krakowie (Deutscher Auszug im Anzeiger, Krakau, Oct. 4890). —— Flore fossile des argiles plastiques dans les environs de Cracovie. l. Filicinae, Equisetaceae. — Anz. d. Akad. d. Wiss. in Krakau. Jan. 1890. —— O neyktorych skamienialych drzewach okolicy Krakowa. (Über einige fossile Hólzer der Umgebung von Krakau). — Sprawozd komisyi fizyjograf Akad. Umiej. T. XXIII. —— Über die Permocarbonflora des Karniowicer Kalkes. — Anz. d. Akad. d. Wiss. Krakau. 1890. No. Al. b. Lebende Flora. Knapp, J. A.: Referat über die floristische Durchforschung von Galizien u, Bukowina, — Ost. bot, Zeitschr. XL. p. 344, 344. Baumler, J. A.: Fungi Schemnitzenses. Ein Beitrag zur ungarischen Pilz- flora. H. — Verh, zool.-bot. Ges. Wien. XL. p. 139—148. Bauer, K.: Beitrag zur Phanerogamenflora der Bukowina und des an- grenzenden Teiles von Siebenbürgen. — Ost. bot. Zeitschr. XL. p. 248—221, 268—271. Breidler, J.: Beitrag zur Moosflora der Bukowina und Siebenbürgens. — Ost. bot. Zeitschr. XL. p. 148—159, 191—495. Dörfler, J.: Beiträge und Berichtigungen zur Gefüfkryptogamenflora der Bukowina. — Ost. bot. Zeitschr. XL. p. 196 ff. —— Uber das Vorkommen von Aspidium Luerssenii Dórfl.(— Asp. lobatum Sw. >< Braunii Spenn.) und einiger anderer Farne in der Bukowina. — Verh. zool.-bot. Ges. Wien. XL. Sitzber. p. 43. Gutwinski, R.: Zur Wahrung der Priorität. Vorläufige Mitteilungen über einige neue Algenspecies und -varietüten aus der Umgebung von Lemberg. — Bot. Centralbl. XLII. p. 65—73. —— Materialien zur Algenflora von Galizien. T. I. — Sprawozdan Komisyi lizyjograficznej Akademii Umjejetnosci. XXV. Majerski, A. von: Zwischen Vlava und Lówenstein. — Jahresb. naturw. Ver. Trenesiner Comitat. XI. u. XII. Porcius, F.: Diagnosele cryptogameloru vasculare care province spontaneu in Transilvania. [Diagnosen der in Siebenbürgen wild wachsenden Gefäßkryptogamen]. — Hermannstadt 1889. 8? (rumünisch]. Procopianu-Procopovici, A.: Beitrag zur Kenntnis der Orchidaceen der Bukowina. — Verh. zool.-bot. Ges. Wien. XL. p. 185—196. Sagorski, E., und G. Schneider: Flora der Centralkarpathen mit specieller Berücksichtigung der in der Hohen Tatra vorkommenden Phaneroga- men und Gefäßkryptogamen. — Leipzig (Kummer) 1891. 80, M 20. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 131 *Zapalowiez, H.: hóslinna szata gor Pokucko-Marmaroskich. [Die Vege- tation der pokutisch-marmaroscher Alpen]. — Krakau 4889. 8°, Cl. Provinz der bosnisch-herzegowinischen Gebirge. a. Fossile Flora. Krasser, Fr.: Über fossile Pflanzenreste aus Bosnien. — Ann. Nat. Hof- mus. Bd. V. Notizen. p. 90—91. b. Lebende Flora. Beck, G. v.: Referat über die floristische Durchforschung von Bosnien-Hercegowina. — Ost. bot. Zeitschr. XL. p. 246. ——— Flora von Südbosnien und der angrenzenden Hercegovina. H. Bd. [V. Theil]. — Ann. K. K. nat. Hofmus. Wien. V. p. 549—-578. ——— Interessante Nadelhólzer im Occupationsgebiete. — Mitt. d. Sect. f. Naturk. d. Österr. Touristenclubs. I. p. 41—43. Brancsik: Sammelausflug nach Bosnien im Jahre 4888. — XI. u. XII. Jahresb. d. Naturw. Ver. d. Trenes. Comit. 89. 31 S. Fiala, F.: Beitrüge zur Flora von Bosnien. — Glasnik zemaljskog muzeja u Bosnii Herzegovini. III. —— 0 nekim endemiénim biljkama u okuripanim zemljana. — Glasnik zemaljskog muzeja u. Bosni i Hercegovini IV. p. 416. c, tab. col. Enthält die Beschreibung von Crocus Vilmae sp. n. Formánek, E.: Beitrag zur Flora von Serbien, Macedonien und Thessalien. — D, bot. Monatsschr. VIII. p. 65—72, 461—175. —— Zweiter Beitrag zur Flora von Bosnien und der Hercegowina. — Ost. bot. Zeitschr. XL. p. 73—106. Vandas, K.: Neue Beitrüge zur Kenntnis der Flora Bosniens und der Her- cegowina. — Sitzungsber. böhm. Ges. Wiss. 1890. p. 249—285. Wettstein, R. v.: Das Vorkommen der Picea Omorica (Panc.) Willk. in Bosnien. — Ost. bot. Zeitschr. XL. p. 357—364. —— Über das Vorkommen von Trochobryum carniolicum in Südserbien. — Ost. bot. Zeitschr. XL. p. 170—171. Zahlbruckner, A.: Prodromus einer Flechtenflora Bosniens und der Herce- govina. — Ann. naturhist. Hofmus. Wien. Bd. V. p. 20—48. Cm. Provinz des Balkan. Gheorghieff, St.: Beiträge zur Flora von Südbulgarien (Thracien). — Sbornik za narodni umoti dorenija, nauka i kniznina, herausgeg. v. Minist. d. Unterr. in Bulgarien. Sophia. Bd. I. Halaesy, E. v.: Beiträge zur Flora der Balkanhalbinsel. — Ost. bot. Zeitschr. XL. p. 37-—44, 144—116, 464—166, 404—406. Neue Arten: Asperula puberula Hal. et Sint., Euphrasia olympica Hal. et Sint., Cirsium Heldreichii Hal., Polygonum longipes Hal. et Chart, Galium Baldaccii Hal., Hyperi- cum orbiculare Hal., Celsia roripifolia Hal. EN 132 Übersicht der wiehtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 üher Systematik, Cn. Provinz des Kaukasus und Elbrus. Kusnetzoff, N. J.: Pflanzengeographische Erforschung des nördlichen Abhanges des Kaukasus. — Mitt. russ. geogr. Ges. XXVI. p. 1—19 (russisch). —— Reise in den Kaukasus im Sommer 1890. — Mitt. d. Kais. russ. geogr. Ges. XXVI. 89, 19S. D. Gentralasiatisches Gebiet. "Barclay, S. A.: A descriptive list of the Uredineae occurring in the neigh- bourhood of Simla (Western Himalaya). Part IL — Calcutta 4889. Flanford, H. F.: A list of the ferns of Simla in the NW-Ilimalaya between levels of 4500 and 10500 feet. — Journ. asiat. soc. of Bengal 4890. p. 294—3145. c. tab. 6. Freyn, J.: Plantae Karoanae. Aufzählung der von Ferb. Kano im Jahre 1888 im baikalischen Sibirien, sowie in Dahurien gesammelten Pflanzen. — Ost. bot. Zeitschr. XL (1890). p. 7—43, 42—48, 124—196. Gutwinsky, R.: Algarwm e lacu Baykal et e peninsula Kamtschatka a clariss. prof. Dr. B. Dysowskr anno 4877 reportatarum enumeratio et Diatomacearum lacus Baykal cum jisdem Tatricorum, Italicorum atque Franco-Gallicorum lacuum comparatio. — La nuova Notar. Ser. II. p. 300. —— O pionowem rozsiedleniu glonów jeziora Bajkalskiego. (Über die senk- rechte Verbreitung der Algen in der Tiefe des Baikalsees.) — Kosmos 1890. No. 11/12. 8 S. Maximowicz: Enumeratio plant. in Mongolia lectarum. Referat Bd. XII. S. 8. —— — Flora tangutica. Fasc. 1. Referat Bd. XII. S, 6. Prein, J. P.: Materialien zur Flora des Kreises Balagansk im Gouvernement Irkutzk. — Mitt. d. ostsibir. Abt. d. Kais. russ. geogr. Ges. XXI. No. 4. Irkutzk 1890. 8?. 19 S. (russisch). Sorokine, N.: Matériaux pour la flore eryptogamique de l'Asie Centrale. — Rev. mycol. XII. p. 3, 49. — — Nouveaux matériaux pour la flore eryptogamique de l'Asie Centrale. — "Toulouse 1890. c. tab. 36. E. Makaronesisches Ubergangsgebiet. F. Mittelmeergebiet. Fa. Iberische Provinz. “Colmeiro, M.: Enumeracion y revision de las plantas de la peninsula hispano-lusitana é islas Baleares. — Madrid 4888. Tome IV. 8^. 762 S. Tome V. 4889. 89. 1087 S. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 133 Colmeiro, M.: Resumen de los datos estadisticos concernientes a la vege- tación espontánea de la Península Hispano-Lusitana é Islas Baleares. — Madrid 1890. 80. Coutinho, A. X. P.: As Juncaceas de Portugal. — Bol. soc. Brot. VIII. p. 72—1 27. *Daveau, J.: Promenades botaniques aux environs de Lisbonne. — Bull. l'assoc. pour la protect. des pl. 1889. — — Sur quelques espèces critiques de la flore portugaise. — Bull. soc. bot. France. XXXVII. p. 270. *Debeaux, O.: Synopsis de la flore de Gibraltar. — Act. soc. Linn. Bordeaux. XLII. p. 121—378. Henriques, J. A.: Additamento ao catalogo das Amaryllideas de Portugal. — Bol. soc. Broter. VI. *———— Flora lusitanica exsiecata. Centuriae VII et VIII. — Bol. soc. Bro- teriana. Vol. VIIL. 2. 1889. p. 93—109. Lagerheim, G. de: Contributions à la flore mycologique de Portugal. — Bol. soc. Brot. VIII. p. 128—140. Lázaro 6 Ibiza: Datos para la flora algologica del norte y noroeste de España. — An. soc. españ. de hist. nat. XVIII. Madrid. Mariz, J. de: Subsidios para o estudo da flora Portugueza. — Bol. soc. Brot. VIII. p. 159. *Piccone, A.: Elenco delle Alghe delle crociere del Corsaro alle Baleari. — Genova 1889. Willkomm, M.: Illustrationes florae Hispaniae insularumque Balearium. Lief. XVI. Stuttgart. 4°. ——— Lief. XVII. p. 99—112. tab. 147—455. Stuttgart (Schweizerbart) 1890. à Lief. Æ 12.—. Neu: Daphne cantabrica Willk. —— Über neue und kritische Pflanzen der spanisch-portugiesischen und balearischen Flora. — Ost. bot. Zeitschr. XL. p. 143—448, 184—186, 215—218. —— Vegetationsverhältnisse von Traz os Montes. — Bot. Centralbl. XLI. 369—373, 104—405 ; XLII. p. 5—9, 37—42, 69—73. Fb. Ligurisch-tyrrhenische Provinz. a. Fossile Flora. Boulay: Flore pliocene des environs de Theziers, Gard. — Avignon et Paris (Klincksieck) 1890. 80, 74 S. *Clerici, E.: Contribuzione alla Flora dei tufi vulcanici della provincia di Roma. — Boll. soc. geolog. ital. Vol. VII. fase. 3. Roma 1888. De Stefani, C.: Le ligniti del bacino di Castelnuovo di Garfagnana. — Boll. R. comit. geolog. d'Italia. Ser. I. Vol. VIII. p. 242—244. *De Stefani, S.: II lago pliocenico e la lignite di Barga nella Valle del Serchio. — Boll. R. comit. geolog. d'Italia. 4889. n. 9—10. 134 Übersicht der wiehtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, *Lanzi, M.: Le Diatomee fossili della Via Aurelia. — Atti Acc. Pontif. N. Lincei. Vol. XLII. 1889. —— Le diatomee fossili del Gianicolo. — Atti Acc. pontif. Nuovi Lincei. XLII. fase. 7. p. 5. Le Diatomee fossili del Monte delle Piche e della Via ostiense. — Atti Acc. Pontif. N. Lincei. Vol. XL. 1888. Marion: Sur la flore turonienne des Martigues, Bouches-du-Rhône. — Compt. rend. des séances de l'Acad. des scienc. de Paris. CX. No. 94. Meschinelli, L.: La flora dei tufi del Monte Somma. — Rendic. Ace. sc. Napoli. Ser. If. Vol. IV. p. 145—120. ‘Santelli, E.: Rapport sur le bassin carbonifère miocénique — de l’Acqua nera —Sassofortano e Carpella (Roccastrada, Grosseto). — Milan 1889. * Saporta, M. de: Dernières adjonctions à la flore fossile d'Aix en Provence, précédées de notions stratigraphiques et paléontologiques. — Paris. 80, avec 33 tab. *Squinabol, S.: Contribuzione alla Flora fossile dei terreni terziarii della Liguria. P. H. Caracee-Felci. c. 12 tab. — Genova 1889. —— Di un tipo paleocenico di Quercinea ritrovato nel miocene inferiore di S. Giustina e di aleune altre piante rare del medesimo giacimento. — Atti soc. ligustica sc. nat. e geogr. Vol. 1. 1890. n. 1. b. Lebende Flora. *Arcangeli, E.: Sopra aleune Epatiche raccolte in Calabria. — N. giorn. bot. ital. XXI. p. 535—537. *Arcangeli, G.: Le piante fino ad ora raecolte in Gorgona. — Ricerche e lavori istit. bot. Pisa. Fase. IL 1888. p. 409. *Armitage, E.: Appunti sulla flora dell’ isola di Malta. — N. giorn. bot. ital. XXI. p. 495—499. Baccarini, P.: Primo catalogo di Funghi dell’ Avellinesc. ital. XXII. p. 347—375. Barla, J. B.: Flore mycologique illustrée. Fasc. 4. Genus Tricholoma. — Nizza (Impr. Gilletta) 1890. An. S. 49—62. 9 Taf. "Pastor, V.: Flora ligustica. Le Composite. Parte IH (Cicoracee). — Genova 1889. 89. 80 S. "Berlese, A. N.: Pugillo di Funghi fiorentini. — Atti soc. veneto-trent. sc. nat. — Padova. Vol. X. fasc. 2. 1888. c. 6 tab. *Boudier ct Patouillard: Note sur deux nouvelles espèces de champignons des environs de Nice. — Journ. de bot. 2e année. 1888. p. 45. c. 2 tab. Brizi, U.: Muschi nuovi per la Provincia di Roma. — Malp. III. p. 88— 89. N. giorn. bot. Jatta, A.: Monographia Lichenum Italiae meridionalis. — Trano 1890, 4°, 261 S. 9 tab. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten, 135 *Lanzi, M.: I funghi della Provincia di Roma. Fasc. IV. Agarici, Clitocibe. — Atti accad. pontif. N. Lincei. XLI. 1888. —— | funghi della provincia di Roma. Fase. V. — Mem. acc. pontif. N. Lincei. Vol. V. 1889. c. 4 tab. Le Grand, A.: Contribution à la Flore de la Corse. — Bull. soc. bot. France. XXXVII. p. 17. Lojacono-Pojero, M.: Notizie (Rosa montana Chx. in Sicilien). — Nat. sic. VIII. p. 54. — Schizzo orografico della Sicilia e itinerario botanico dell’ isola. — Nuova rivista forestale. XIII. Disp. 5. ——— Terzo elenco briologieo di Sicilia. — Riv. ital. se. nat. Siena. X. p. 54—57. Marós, H.: Descriptions des cepages principaux de la région méditerranée de la France. Livre I. — Montpellier, Paris (G. Masson). Fol. 20 pp. c. tab. 10. Micholetti, L.: Nuove stazioni toscane di piante già facenti parte della flora toscana. — N. giorn. bot. ital. Vol. XXII. 1890. p. 96—104. Nardy: Le Cocos australis sur le littoral méditerranéen francais. — Revue des scienc. nat. appliquées. XXXVII. No. 6. Nicotra, L.: Elementi statistici della flora siciliana. — N. giorn. bot. ital. XXII. p. 473—526. *Piccioli, L.: Guida alle escursioni botaniche nei dintorni di Vallombrosa. — Firenze 1888. Pichi, P.: Elenco delle Alghe Toseane. — Atti soe. tose, se. natur. Pisa. Mem. IX. 1888. Pirotta, R., A. Terracciano et U. Brizi: Flora della Provincia di Roma (in E. Ansa TE : Guida della Provincia di Roma. Roma 1890. p. 171—225). *Rossetti, C.: Contribuzione alla Flora della Versilia. — Atti soc. tose. sc. nat. IX. 1888. —— Epaticologia della Toscana nord-ovest. — N. giorn. bot. ital. XXII. p. 305—346. Saccardo, P. A.: Fungi aliquot Mycologiae Romanae addendi. — Ann. ist. bot. Roma. IV. p. 192—1499. c. tab. 4. *Shuttleworth, R., A. Huet etc.: Catalogue des plantes de Provence. Résultats des herborisations faites pendant plus de dix années dans les départements des Bouches-du-Rhône, du Var et des Alpes-Mari- times. Pamiers 1889. | Sommier, S.: Nuove stazioni di piante in Toscana. — N. giorn. bot. ital. XXII. p. 376—380. Tanfani, E.: Florula di Giannutri. — N. giorn. bot. ital. XXII. 1890. p. 153—246. *Terracciano, A,: La flora della Basilicata, Contribuzioni. — N. giorn. bot. ital, XXI. p. 500—507, 511—947. 136 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Terracciano, N.: Intorno ad alcune piante della flora di Terra di Lavoro. — Mem. aec. se. Napoli. Vol. IV. Ser. II. App. 2a 1890. —— Synopsis plantarum vascularium Montis Pollini. — Ann. ist. bot. Roma. IV. p. 1—491. c. tab. 4. Terrenzi, G.: Contribuzione allo studio della flora narnese. Terni 4890. Tornabene, F.: Flora Aetnea seu descriptio plantarum in Monte Aetna sponte nascentium. Vol. Il. Catinae 1890. 80, 661 S. "Voglino, P.: Contribuzione allo studio della Flora micologica del Circon- dario di Alba. — Alba 1888. Ganz Italien. a. Fossile Flora. Squinabol, S.: Alghe e pseudoalghe fossili italiane. — Parte I. Atti soc. lig. sc. nat. e geograf. Vol. L 1890. n, 1—2. b. Lebende Flora. Bottini, A.: Appunti di Briologia Italiana. — N. giorn. bot. ital. XXI. 1890. p. 259—266. Brizi, U.: Note di Briologia italiana. — Malpighia. LV. p. 262—282. ——— Note di Briologia italiana. I. Elenco di alcuni Muschi di Lombardia e Piemonte. IIl. Nota di alcuni Muschi dei dintorni di Osimo (Marche). — Malp. IV. p. 350—363. —— Contribuzione all Epaticologia italiana. — Malp. HI. p. 414—425. ‘Caruel, T.: La Flora italiana et ses critiques. — Bull. soe. bot. France. XXXVI. 1889. p. 257. Cesati, Passorini, Gibelli: Compendio della Flora Italiana. Fasc. 37. Goiran, A.: Di una nuova stazione di Viscum laxum Boiss. et Reut. — N. giorn. bot. ital. XXII. 1890. p. 255—256. “Lojacono-Pojero, M.: Prima nota in riposta alla rivista critica delle specie italiane dei Trifogli della sezione Chronosemium dei signori Prof. GIBELLI e Deux. — Natural. sicil. Palermo. VIII (1889). Martelli, U.: Sull' origine dei Viburni italiani. — N. giorn. bot. ital. XXII. p. 954—556. Massalongo, C.: Di due epatiche da aggiungersi alla flora italica. — N. giorn. bot. ital. XXIL. p. 549—550. *Mattei, E.: hicerche intorno alla nuova Quercia italiana. — Riv. ital. sc. nat. Siena. IX. 1889, fasc. NIV. "Mieheletti, L.: Ancora sulla subspontaneità del Lepidium virginicum L. in Italia. — N. giorn. bot. ital. XXL p. 593—524. Sulla revisione delle specie della flora italiana. — N. giorn. bot. ital. Vol. XXII. 1890. p. 94—96. Über Myosotis intermedia, Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten, 137 Parlatore, F.: Flora italiana continuata da F. Carver. Vol. IX. P. I. (Ruti- flore, Cruciflore, Tiliiflore). — Firenze 1890. Pirotta, R.: Le specie italiane del genere Helleborus Adans. secondo il Dr. V. ScuirrNER. — Malp. IV. p. 251—253. Tanfari, E.: Rivista delle Sileninee italiane. — N. giorn. bot. ital. XXII. ' p. 431—439. | Terracciano, A.: Specie rare o critiche di Geranii italiani. — Malp. IV. p. 193—238. Terracciano, N.: Dell’ Allium Rollii e delle spec. affini. — Malp. UL. Le Viole italiani della sect. Melanium. — N. giorn. bot. ital. XXI. ——— Addenda ad Flor. italicam. — Malp. Il. Fe. Marokkanisch-algerische Provinz. Battandier: Note sur quelques plantes d'Algérie rares, nouvelles ou peu connues. — Bull. soc. bot. de France. XXXVI. p. CCXVIII. Clary, Br.: Contributions à la flore d'Algérie, quelques plantes oranaises. — Bull. soc. bot. de France. XXXVII. p. 269. Debeaux, N.: Plantes nouvelles de l'Algérie et du bassin méditerranéen. — Revue bot. VIII. 1890. p. 264. Mathieu, A.: Les foréts de la province d'Oran. Pellerin: La culture de l'arachide en Tunisie et le système van den Bosch. — Bull. soc. géogr. comm. Paris. XI. 1889. No. 4; XII. 1890. No. 4. L'Algér. agricole. Alger. Fd. Östliche Mediterranprovinz. Freyn, J.: Plantae novae orientales. — Öst. bot. Zeitschr. XL. p. 399 —404, 441—447. Nadji, Abdur-Rahman: Die orientalischen Digitalis. — Salonique 1889 (türkisch). Fdl. Adriatische Zone. a, Fossile Flora. Masearini, A.: Le piante fossili nel travertino ascolano, — Boll. R. comit. geol. d'Italia. Ser. Il. Vol. IX. p. 90—102. b. Lebende Flora. Vergl. Alpenländer und ganz Italien. Litteratur und neue Zugünge zur Flora des ósterr. Küstenlandes im Jahre 1888 in Ber. d. deutsch. bot. Gesellsch. VII. p. (125)—(126), zusammengestellt von J. Freyn. ` ^ Freyn, J.: Referat über die floristische Durchforschung von Istrien mit Triest, Görz und Gradisca. — Ost. bot. Zeitschr. XL. p. 350, 372. Wettstein, R. v.: Referat über die floristische Durchforschung von Dalmatien. — Ost. bot. Zeitschr. XL. p. 209, 425. *Ambrosi, F. R.: Le piante crittogame vascolari del Trentino. — XIV. Ann. soc. alpinisti trident. per l'anno 1887—88. Rovereto 1889. 138 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Baldaeci, A.: Nel Montenegro. Cenni ed appunti intorno alla flora di questo paese. — Malp. IV. p. 331—339. * Sguardo sulla Flora di Corfù. — Riv. ital. soc. nat. Siena IX. 1889. | p. 135. *Berlese, N. A.: Excursion mycologique dans le Frioul. — Bull. soc. mycol. France. V. 1889. c. 4 tab. , € P. Voglino: Fungi anconitani. — Atti soc. ven.-trent. sc. nat. Padova. Vol. X. fasc. 2. 1888. c. tab. * , € Bresadola: Micromycetes tridentini. — XIV. Ann. soc. alpinisti trident. 1889, c. 6 tab. Brizi, U.: Elenco di aleuni Muschi di Lombardia e Piemonte. — Malp. IV, p. 350—357. . —— Nota di alcuni Muschi dei dintorni di Osimo (Marche). — Malp. IV. p. 358—363, Cavara, F.: Matériaux de Mycologie Lombarde. — Toulouse, Rev. myc. 1890. Cobelli, G. de: Contribuzione alla flora dei contorni di Rovereto. — Progr. Reale scuola sup. Elisabettina di Rovereto. 1890. 89, 82 pp. Del Testa, A.: Contribuzione alla flora dei dintorni di Cesena. — Atti soc. tose. sc. nat. Pisa. Proc. verb. Vol. VII. p. 30—43. De Toni, E.: Nota sulla flora friulana. Ser. Il. — Cronaca soc. alp. friu- lana. VII/VIII. Udine 1890. Ser. III. — Malp. IIl. p. 396—403. De Toni, G. B.: Frammenti algologiei. III. La Sphaeroplea annulina (Roth) Ag. nella regione parmense e la sua distribuzione geografica. IV. Di una seconda località italiana per la Palmella miniata Leibl. — La Nuova Notarisia 1890. p. 56, 144. *Föherezeg, J.: Vältozäsok Fiumei Kertemben 1887 Ota. (Mutationes in horto meo Fiuminensi ab anno 1887). — Magyar Nóvénytani Lapok. XIII. 1889. p. 49—53. Goiran, A.: Della Malabaila Hacquetii Tausch e della Senebiera Coronopus Poir. nel Veronese, e della Fragaria indica Andr. nel Bergamasco. — N. giorn. bot. ital. XXII. p. 453—456. —— Delle forme del genere Potentilla che vivono nella provincia di Verona. Contrib. I. Della presenza di Sibbaldia procumbens nel M. Baldo. E di Fragaria indica nella città di Verona. — Ebenda p. 526—540. —— Di una nuova stazione italiana di Galinsoga parviflora ed Eleusine | indica; e della Presenza di altre plante esotiche nelle vicinanze di Verona. — Ebenda p. 296—299. ——— Sopra Acalypha virginica L. considerata in ordine alla diffusione nel Veronese, — Ebenda p. 134—436. —— Sulla presenza di Orchis provincialis L. sui monti Lessini veronesi. — Ebenda p. 550—551. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 139 Heldreich, Th. v.: Die Flora des Parnassos. — Schrift. Ges. Parnassos. Athen 1890. Kuntze, M.: Einiges über die Flora und Fauna der Umgebung von Cam- piglio und einiges über Geologie, Flora und Fauna der Umgebung von Arco, in J. Meurer: Madonna di Campiglio, Arco, Riva, Gardasee ete. Wien 1889. 8?. p. 82—86, 114—417. Levi-Morenos: Nuovi materiali per la diatomologia veneta. — Atti R. istit. venet. XXXVIII. p. 133—443. Marchesetti, C.: La Flora di Parenzo. — Atti Mus. civ. st. nat. Trieste. VIII (1890). p. 25—122. *Micheletti, L.: Sulla presenza dello Smyrnium perfoliatum L. e del l'Osyris alba L. nel monte Murello. — N. giorn. bot, ital. XXI. p. 524—526. Sulla Rudbeckia che cresce lungo l'Olona. — Ebenda Vol. XXII. 1890. p. 136—112. Moser, L. C.: Der Karst in naturwissenschaftlicher Hinsicht geschildert. — Triest 1890. 80. 42 S. Philippson, A.: Der Wald in Griechenland. — Naturwiss. Wochenschr. 1890. p. 334. Pirotta, R.: Sulla presenza in Lombardia della Commelina communis L. — N. giorn. bot. ital. Vol. XXII. 4890. p. 143—144. Prillieux, A., et Du Bois: Les plantes alimentaires spontanées en Grèce. — Rev. sc. nat. appliquées. 1890. No. 22. Saccardo, P.: Sull introduzione del l’Ailanthus glandulosa in Italia e parti- colarmente nel Veneto. — Atti e mem. acc. Padova. Vol. VI. Disp. 3. Studniezka, C.: Beiträge zur Flora von Süddalmatien. — Verh. zool.-bot. Ges. Wien. XL. p. 55—84. Terracciano, A.: La flora delle isole Tremiti. — N. giorn. bot. ital. XXII. p. 383—390. —— La flora del Polesine. — Ebenda p. 391—396. Le piante dei dintorni di Rovigo (centuria 4*). — Ebenda p. 414—420. Testa, A. del: Contribuzione alla Flora dei dintorni di Cesena. — Atti soc. tose. sc. nat. Processi verbali. Vol. VII. p. 30—43. Vesely, J.: Ein Ausflug in die Krivoscije und auf den Orjen. — Wien. illustr. Gartenzeit. 1890. Oct. 6 S. Fd Hl. Pontische Zone. Vergl. Provinz des Balkan. Aggjenko, W. N.: Nachtrüge zur pflanzengeographischen Skizze der Taurischen Halbinsel. — Arb. St. Petersb. naturf. Ges. XX. p. 37—41 (russisch). Istvanffi, G.: Ruméliai Algák, Frivaldszkyimre gyüjtéséból. Algae nonnullae a beato E. Frivarpszky in Rumelia lectae. — Termész. Füz.. XIII. Partie 2/3. p. 67—77. 140 Ubersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Patschosky, T.: Zur Flora der Krim. — Denkw. neuruss. naturf. Ges. Odessa. XV. p. 57—87 (russisch). *Sehawroff, N.: Einige interessante Nutzpflanzen Transkaukasiens. — Arb. landwirtsch. Kaukas. Ges. XXXIV. p. 438—455 (russisch). Kreta. Heldreich, Th. de: Note sur une nouvelle espèce de Centaurea de l'ile de Grete. — Bull. soc. bot. de France. XXXVII. p. 242. Ostermeyer, Fr.: Beitrag zur Flora von Kreta. — Abh. d. zool.-bot. Ges. LX. S. 291—300. Fd IH. Anatolisch-persische und südliche Zone. *Aitchison, J. E. T.: À summary of the botanical features of the country traversed by the Afghan Delimitation Commission during 1884—85. — Trans. and Proc. bot. soc. Edinburgh. Vol. XVIL p. 421—434. Ascherson, P.: Fundorte von Lasiospermum brachyglossum DC. var. sinai- cum Asch. et Hoffm. und Convolvulus Schimperi Boiss. Sitzber. Ges. naturf. Fr. Berlin 1890. p. 57. *—— Über das Vorkommen von Lasiospermum brachyglossum DC. auf der Sinai-Halbinsel. — Ebenda 4889. p. 454—155. Barbey, W.: Lydie, Lycie, Carie. Etudes botaniques. — Genf 1890. 49, 82 S. c. tab. 5. Gotthardt, W.: Das jahreszeitliche Verhalten der Vegetation und die Bodencultur Irans. — Festschr. z. 350jähr. Jubelf. Gymnas. Weilburg, dargebr. von d. landw. Schule zu Weilburg. 1890. Haussknecht, C.: Botanische Forschungsreisen (in Kleinasien). — Ost. bot. Zeitschr. XL. p. 392—393. —— Uber neue Arten aus Kleinasien. — Mitt. d. bot. Ver. f. Gesamtthür. 1890, G. Mandschurisch-japanisches Gebiet (einschl. nördliches China). a. Fossile Flora. Nathorst, A. G.: Beiträge zur mesozoischen Flora Japans. Referat Bd. XII. S. 61. —— Om förekomsten af Dictyophyllum Nilssonii Brongn. sp. i Kinas kol- fórande bildningar. — Kongl. Vetensk.-Ak. Fórhandl. Stockholm 1890. No. 8. p. 409—410. Petit, P.: Diatomées nouvelles des lignites de Lenday (Japon). — Journ. de Microgr. 1890. No. 2. p. 47. —— Note relative aux Diatomées fossiles du Japon de M. M. Brun et Trwrtnr — Ebenda p. 148. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 141 b. Lebende Flora. Forbes and Hemsley: Enumeration of all the plants known from China. Referat Bd. XIII. S. 2. Makino, T.: Illustrations of the flora of Japan, to serve as an Atlas to the Nippon Shokubussushi. Vol. I. No. 1—6. — Tokyo 1890. 4. tab. 41. (japanisch). Notes on Japanese plants VIII. — The bot. magazine No. 45. p. 24. Tokyo 1890. ——— Orders and genera of Japanese plants. — Ebenda No. 45. p. 24, No. 46. p. 48. Maximowicz: Plantae chinenses Potaninianae nec non Piasezkianae. Referat Bd. XII. S. 35. Mayr, Heinr.: Monographie der Abietineen des Japanischen Reiches (Tannen, Fichten, Tsugen, Lärchen und Kiefern), in systematischer, geographischer und forstlicher Beziehung bearbeitet. — München 1890. 4°. 104 pp. c. tab. col. 7. Miyabe: The Flora of the Kurile Islands. Referat Bd. XII. S. 23. Miyoshi, M.: On some Lichenes collected in the province of Tosa. — The bot. magazine No. 44. p. 24. Tokyo 1890 (japanisch). Nylander, W.: Lichenes Japoniae. Accedunt observationes de lichenibus insulae Labuan. — Paris 1890. 80, 126 pp. Shirai: Polyporus officinalis (Eburico) found at Nikko. — The bot. Maga- zine No. 44. p. 15. Tokyo 1890 (japanisch). Tanaka, N.: Mycographia Nipponica. Illustrations of edible, poisonous and parasitic fungi of Nippon. Tokyo 1890. 40. (Text japanisch.) —— On Hadsudake and Akahatsu, two species of Japanese edible Fungi. — The bot. magazine. No. 45, Tokyo 1890. p. 2. — — On some Japanese Peronosporeae. — Ebenda No. #4. p. 26 (japanisch). Tashiro, J.: Plants of Nakanoshima in the Kagoshima prefecture. — The bot. magazine No. 44. p. 9; No. 43. p. 9. Tokyo 1890. *Watanabe, H.: Das Chrysanthemum indicum (Kiku) in Japan. — Gartenfl. XXXVIIL p. 617. Yatabe, R.: A new Japanese Primula. — The bot. magazine No. 45. p. 4. Tokyo 1890. —— Two new species of Japanese plants. — Ebenda No. 44. p. 2. c. tab. 2. , Yoshinaga, U.: Additions to the list of the filices of Tosa. H. — The bot. magazine No. 45. Tokyo 1890. p. 33. H. Gebiet des pacifischen Nordamerika. Vergl. Fungi und Filicinae. Bingham, R. F.: Medicinal plants growing wild in Santa Barbara and vicinity. — Bull. Santa Barbara soc. natur. hist. l. p. 34. 142 Übersicht der wiehtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Brandegee, K.: Notes on West American plants. I. — Zoë I. p. 82. Brandegee, T. S.: A collection of plants from Baja California. — Proc. Calif. acad. sc. IIl. p. 447—216. Cottonwood from Baja California. — Zoë I. p. 274. —— Flora of the Californian islands. — Ebenda p. 129—148. The plants of Santa Catalina Island. — Ebenda No. 4. p. 407. Britton, N. L.: Contributions to the Texan botany. — Trans. New York acad. sc. IX. p. 181—485. Plants collected in Arizona by A. Mearns. — Ebenda VIII. No. 4. Canby, W. M.: Some western plants. — Bot. gaz. XV. p. 150. Cockerell, T. D. A.: Contributions towards a list of the fauna and flora of West Mountain Valley, Colorado. — West Am. se. VI. p. 153. *Curran, M. K.: Miscellaneous Studies. — Proc. Calif. Ac. Ser. III. Vol. I. “ Papaveraceae of the Pacific Coast. Ebenda. * Plants from Baja California. Ebenda. Ellis, J. B., and B. M. Everhart: Notes on a species of Coprinus from Montana. — The microse. X. p. 129—431. c. tab. 4. Fewkes, J. W.: On certain peculiarities in the flora of the Santa Barbara Islands. — Amer. Naturalist. XXIV. p. 215. Ford, H. C.: The indigenous shrubs of Santa Barbara County. — Bull. Santa Barbara soc. nat. hist. I. p. 29. Freyn, J.: Ranunculaceae aus dem westlichen Nordamerika. — D. bot. Monatsschr. VIII. p. 73—79, 176—182. Greene, E. L.: Native shrubs of California. III. — Garden and Forest. Ill. p. 198. —— New or noteworthy species VI. — Pittonia Il. Part 7. p. 143—144." Harkness, H. W.: Fungi collected by T. S. BranpeGee in Lower California. — Proc. Calif. acad. sc. II. p. 234—232. Hill, E. J.: Pinus Banksiana at the west. — Bull. Torr. bot. club New York. XVII. p. 64. —— The revised manual of some Western plants. — Ebenda p. 169. Jennings, H. S.: Some parasitic fungi of Texas. — IX. Bull. Texas state agric. experim. station 1890. Kellog and Greene: Illustrations of West American Oaks. Referat Bd. XIII. S. 27, Merriam, C.'H.: Results of a biological survey of the San Francisco moun- tain region and desert of the Little Colorado in Arizona. Washington 1890. 89, Oreutt, C. R.: Fild notes from the Colorado desert. — Garden and forest. IH. p. 558. Parish, S. B.: Notes on the naturalized plants of Southern California. — Zoe. Ll. p. 56—59, 122. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 143 Parish, S. B.: The palms of the Californian border. — Garden and forest. III. p. 542. Pringle, C. G.: Notes on Mexican water lilies. — Garden and forest. IIl. p. 415. Semler, H.: Die Veründerungen, welche der Mensch in der Flora Cali- forniens bewirkt hat. — Prrerm. geogr. Mitteil. XXXIV. Heft 8—10. *Seymour, A. B.: List of Fungi collected in 1884, along the northern Pacific railroad. — Proc. Boston soc. nat. hist. Vol. XXIV. p. 182—191. Shinn, C. H.: In a Californian Cañon. — Gard. and forest. lll. p. 211. Underwood, Lucien M.: Notes on the heterosporous Fern allies of the Pacific coast and Mexico. — Zoë. l. Nr. 4. p. 99. San Francisco 1890. Yates, L. G.: Ferns of the Channel islands. — Bull. Santa Barbara soc. of nat. hist. I. p. 8—10. J. Gebiet des atlantischen Nordamerika. a. Fossile Flora. Cragin, F. W.: Contributions to the palaeontology of the plains. I. — Bull. Washburn college labor. natural hist. H. p. 65—68. Kain, C. H., and F. A. Sehultze: On a fossil marine Diatomaceous deposit from Atlantic City. N. J. — Bull. Torrey bot. club New York. XVI. p. 74, 207. c. tab. 3. *Knowlton, F. H.: Description of fossil woods and lignites from Arkansas. — Ann. rep. geol. surv. Arkansas. Il. p. 249—260. ct tab. 3. Fossil wood and lignite of the Potomac formation. — Bull. U. S. geol. surv. 1889. No. 56. c. pl. 7. Peticolas, C. L.: Notes on the fossil Diatom deposit from artesian wells at Atlantic City, N. J. — Microscop. journ. NI. p. 32. —— Notes sur le dépôt fossile de Diatomées marines d’Atlantic City. — Journ. de microgr. XIV. p. 346. Weed, W. H.: The Diatom marshes and Diatom beds of the Yellowstone National Park. — Bot. gaz. XIV. p. 447—4120. White: Cretaceous plants from Martha's Vineyard. — Am. journ. of sc. XXXIX (1890). No. 2. p. 93. Woolman, L.: Geology of artesian wells at Atlantie City, N. J. — Proceed. ac. nat. sc. Philadelphia 1890. I. p. 132—144. Enthilt eine Aufzühlung der daselbst gefundenen Diatomeen. b. Lebende Flora. Vergl. Fungi. Anderson, F. W.: A preliminary list of the Erysipheae of Montana. — Journ. of mycol. V. p. 488. Bebb, M. S.: White Mountain Willows. — Bull. Torr. bot. club New York. XVII. p. 149. 144 Übersicht der wichtigeren und umfassen deren, im Jahre 1890 über Systematik, Bessey, Ch. E.: The grasses and forage plants of Nebraska. — Rep. Nebraska state board of agric. 1889. p. 41—33. Britton, E. G.: A handbook of the mosses of North-eastern America. — Bull. Torrey bot. club New York. XVII. p. 260. Britton, N. L.: Catalogue of plants found in New Jersey. Referat Bd. XIII. S 48. Calkins, W. W.: Notes on rare East Tennessee Lichens, — Amer. natural. XXIV. p. 1078. Carleton, M. A.: Characteristic sand-hill flora. — Trans. Kansas acad. sc. XII. part I. p. 32—34. Craig, M.: A catalogue of the uncultivated flowering plants growing on the Ohio State University grounds. — Bull. Ohio agrieult. exp. stat. 1. p. 49—110. *Day, D. F.: Subularia in America. — Bull. Torr. bot. club New York.4889. No. 11. Deane, W.: The flora of the summit of Mt. Monaduock, N. IL, in july. -— Bull. Torr. bot. club New York. XVII. p. 316. Egerton, J. B.: Botrychium simplex Hitch. in Maryland. — Bull. Torr. bot. club New York. XVII. p. 177. Ellis, J. B., and W. A. Kellermann: New species of Kansas Fungi. — Journ. of mycol. V. p. 442—444. *Evans, H. F.: The relation of the flora to the geological formations in Lincoln county, Kentucky. — Bot. gaz. 1889. p. 340. Fairman, Ch. E.: Fungi of Western New York. — Proceed. Rochester ac. of sc. 1890. p. 43—53. c. tab. 9. Graves, C. B.: New localities for Ligusticum scoticum and Desmodium sessili- [olium. — Bull. Torrey bot. club New York. ANIL p. 319. Heilprin, A.: Explorations on the Westcoast of Florida and in the Okee- chobee wilderness. — Trans. Wagner inst. of sc. of Philadelphia. 1. Hitchcock, A. S.: A catalogue of the Anthophyta and Pteridophyta of Ames, Jowa. — Contrib. from the Shaw School of botany. Nr. 7 (St. Louis Ac. of se. V. 3). Kellermann, W. A.: An artificial key to the Kansas grasses, — Transact. of the Kansas acad. of se. XI p. 87. Leiberg, J. B.: Noles on some of the rarer plants found in the Blue Earth and Pipestone Counties, Minnesota. — Bull. Minnesota acad. of nat. sc. IH. p. 37—38. Macmillan, C.: Notes on some phanerogams of Central Minnesota. — Bot. gaz. XV. p. 331. Me Donald, F. E.: Additions to Illinois Flora. — Bull. Torr. bot club New York XVII. p. 156. Mohr, K.: Die medicinischen Pflanzen von Alabama. — Pharmaz. Rundseh. VHI. p. 257. Pllanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 145 Mohr, K.: Vegetation in Southern Alabama. — Gard. and forest. Ill. p. 212. Newhall, C.: The trees of North-eastern America. — New York, London 1890. 8% 264 S. *Porter, C.: A list of the Carices of Pensylvania. — Proc: ac. nat. sc. Philadelphia 4887. p. 68. Rand, E. L.: Pinus Banksiana on the Maine coast. — Gard. and forest. H. p. 579. further notes on the flor a of the Rangeley Lakes. — Bull. Torr. hot. club New York. XVII. p. 32. Rusby: General floral characters of the region where Dr. Mearns’ collections were made. — Trans. New York ac. of sc. VII. No. A. Schuette, J. H.: Wald und Marsch um Greenbay, Wisconsin. — Jahresh. naturw. Ver. f. d. Fürstentum Lüneburg. XI. 4888/89., p. 101—4112. Seribner, F. L.: Key to the genera of the native and cultivated grasses of Tennessee. — Bull. Tennessee experim. stat. 1889. | Smith, J. G.: Grasses of Box Butte and Cheyenne Counties, Nebraska. — Am. natural. XXIV. No. 278. p. 484. Stosson, A. L.: l'ersonal observations upon flora of Kansas. — Trans. kansas acad. of se. XI. p. 19. Swingle, W. T.: A list of the Kansas species of Peronosporeae. — Trans. Kansas acad. of se. XI. p. 6: Vail, A. M.: The Alleghanies of Virginia in June. IH. p. 367—368, 391—392. Ward: Origin of the plane-trees. — Amer. natural. Sept. 1890. Webber, H. J.: A preliminary enumeration of the rusts and smuts of Nebraska, — Bull. agric. experim. stat of Nebraska. IX. p. 43—82. — — Catalogue of the flora of Nebraska. — Rep. Nebraska st. board of agricult. 1889. p. 35—162. | Weschke, C.: An enumeration of the medicinal: plants of the State of Minnesota. — Pharmaceut. Rundschau. VII. p. 155—157. *Wheeler, W. M.: Additions to the flora of Wisconsin. — Proc. nat. hist. soc. Wisconsin. Apr. 1889. p. 230—231. ——— First supplement to the flora of Milwaukee County. — Ebenda p. —930. Williams, T. A.: Notes on the. Canyon flora. of Northwest Nebraska. — Amer. natural. XXIV. p. 779. Garden and forest. 229 Ganz Nordamerika. Vergl. Bryophyta und Cyperaceae. Atkinson, G. F.: Monograph of Lemaneaceae of United States. — Ann. of bot. 1890. c. tab. 3. Botanische Jahrbücher. XIII Bd. (10) 146 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Barnes, Ch. R.: Artificial keys to the genera and species of Mosses recog- nized in Lesquereux and James’ Manual of the Mosses of North America. — Trans. Wiseons. ac. of sc. arts and letters. VII. p. 42—81. — Notes on North American Mosses. — Bot. gaz. NIV. p. 44 —45. Brandis, D.: Der Wald in den Vereinigten Staaten von Nordamerika. — Verh. naturhist. Ver. preuß. Rheinl. Bonn. XLVI. p. 265—306. Britton, N. L.: New or noteworthy North American Phanerogams. Ill. — Bull. Torrey bot. club New York. XVIIL p. 310. Coulter and Evans: A Revision of North American Cornaceae. — Bot. gaz. XV. Coulter, J. M., and J. N. Rose: Notes on North American Umbelliferae. — Bot. gaz. XV. p. 259. e. tab. Coville, F. V.: Revision of the United States species of the genus Fuirena. — Bull. Torrey bot. club New York. XVII. No. 4. c. tab. Eckfeldt, J. W.: A further enumeration of some Lichens of the United States. — Bull. Torrey bot. club New York. ANIL p. 255—257. Farlow, W. G., and A. B. Seymour: A provisional host-index of the fungi of the United States. Part Il. Gamopetalae—Apetalae. — Cam- bridge 4890. p. 53—133. Horsford, F. H.: Notes on American plants. — Garden and forest. Ill. p. 240. "Kessler, W.: Forstliches aus Amerika. Beobachtungen und Schilderungen von einer Reise durch Mexico und Nordamerika. u. Jagdw., herausgeg. v. DANCKELMANN. 1889. Zeitschr. f. Forst- Mae Millan, C.: Note on the eastward extension of Pentstemon albidus. — Bull. Torrey bot. club New York. XVII. p. 260. Mayr: Die Waldungen von Nordamerika. Referat Vol. XI. p. 42. Millspaugh, C. F.: Contributions to North American Euphorbiaceae, — Proc. Calif. acad. se. I. p. 217—230. Morgan, A. P.: North American Fungi. — Journ. Cincinnaty soc. nat. hist. Vol. XII. p. 463—173. *Peck, Ch. H.: Boleti of the United States. — Bull. New York State Mus. INS). p. 73—166. *Renauld, F., et J. Cardot: Mousses nouvelles de l'Amérique du Nord. II. — Bull. de soc. bot. Belgique. T. XXVII. 4889. 1. p. 121—424. e. tab. Röll, Jul.: Vorläufige Mitteilungen über die von mir im Jahre 4888 in Nordamerika gesammelten neuen Arten und Varietäten der Laub- moose, — Bot. Gentralbl. XLIV. p. 385—3914, 447—494. Sargent, C. S.: Notes on North American trees. XVIL — Garden and forest. HH. p. 260; NVIH und XIN l. c. p. 331, 344. Pilanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 147 Sargent, C. S.: The Silva of North America. A description of the trees which grow naturally in North America, exclusive of Mexico. Vol. I. Magnoliaceae—lIlicineae. — Boston 1890. 4°. Thaxter, R.: On some North American species of Laboulbeniaceae. — Proc. Amer. ac. of arts and se. XXV. p. 5—44. Warnstorf, C.: Contributions to the knowledge of the North American Sphagna. — Bot. gaz. XV. 4890. p. 49, 127, 189, 217, 242. Watson, S.: Contributions to North American botany ANIL 4. Miscellaneous notes upon North American plants, chiefly of the United States, with descriptions of new species. 2. Descriptions of new species of plants, from Northern Mexico, collected chiefly by Mr. C. G. PiicLE, in 1888 and 4889. — Proc. Amer. ac. arts and se. XXV. p. 124—465. II. Das paläotropische Florenreich oder das tropische Florenreich der alten Welt. A. Westafrikanisches Waldgebiet. Baillon, H.: Observations sur quelques nouveaux types du Congo. — Bull. soc. Linn. Paris. No. 107. p. 868—872; Nr. 109, No. 110. p. 876 —879. Bresadola, G.: Fungi kamerunenses. Referat Bd. XII, S. 65. et C. Roumeguére: Nouvelles contributions à la flore mycologique des Hes Saint-Thomé et du Prince, recueillies par Moller, Quintas et Newton. — Bol. soc. brot. Coimbra. VII. p. 159—177 u. Revue mycol. XH (4890). p. 4 u. 25. Büttner, R.: Neue Arten von Guinea, dem Congo und dem Quango. IE Referat Bd. XII. S. 23. Heckel, E.: Les végétaux utiles de l'Afrique tropicale. IH. Le Maloukang ou Ankalaki de la côte occidentale de l'Afrique (Polygala butyracea). — Bull. soc. geogr. de Marseille. 1890. Ledien: Erlebnisse an der Westküste des tropischen Afrikas. — Sitzber. Gesellsch. Isis. Dresden 4889. p. 33. *Saccardo, P. A., et A. N. Berlese: Mycetes aliquot guineenses. — Rev. myc. XE 4889. p. 204. ——— Mycetes aliquot guineenses, a clar. Morrer et F. NEWTON lecti in ins. S. Thomae et Principis. — Bol. soc. brot. Vol. VH. 2. 1889. p. 140—114. B. Afrikaniseh-arabisches Steppengebiet. Avetta, C.: Quarta Contribuzione alla flora dello Scioa. — N. giorn. bot. ital. XXII. 1890. p. 234. —— — Quinta contribuzione ... — Ebenda p. 242—247. (10*) 148 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Caruel, T.: Un piccolo contributo alla flora Abissina. — N. giorn. bot. ital. XXII. p. 456—457. Castaing, A.: Essai de culture du ricin indigène à Saint-Louis, Sénégal. — Le monde de la se. et de l'industrie. 4890. No. 4. *Castracane, F.: Il tripoli africano della valle inferiore del Dabi fra Assab ed Aussa. — Atti ace. N. Lincei. NLIE. Sess. IH. 4889. Costa Botelho: Agricultura no districto de Benguella. — Bol. da Sociedade de geogr. d. Lisboa. Ser. VIII. No. 3/6. Deflers, A.: Voyage en Yemen. Journal d'une excursion botanique faite en 1887 dans les montagnes de l'Arabia heureuse. Referat Bd. XI. S. 443. Dove, K.: Kulturzonen von Nordabessinien. — Prrermann’s Mitt. 1890. Krgänzungsheft No. 97. Gotha (J. Perthes). „4 2.60. Feistmantel, O.: Ubersichtliche Darstellung der geologisch-paliontolo- gischen Verhältnisse Südafrika's. 1. Die Karooformation und die die- selben unterlagernden Schichten. — Abh. Kgl. böhm. Ges. Wiss. Prag. VIL Folge. Bd. II. Henriques, J. A.: Catalogo de Plantas da Africa Portugueza, colhidas par M. R. pe Canvaruo (Zambezia); J. Camnoso (C. Verde); F. NEWTON (Ajuda e Angola); F. Quintas (Principe); J. Ancmierra (Quindumbo); D. Manta J. Cnaves (Congo); padre J. M. Antunes (Huilla). — Boletim da soc. Broteriana, Coimbra VII. p. 224—240. Hösel, L.: Studien über die geographische Verbreitung der Getreidearten Nord- und Mittelafrikas, deren Anbau und Benutzung. — Mitt. Ver. f. Erdkunde Leipzig. 4889. p. 145—198. Mit 1 Karte. “Hoffmann, F.: Beiträge zur Kenntnis der Flora von Central-Ostafrika. — Jena (Dabis). Diss. 4889. 89. Æ 1.90. Jatta, A.: Seconda contribuzione ai licheni raccolti nello Scioa dal Marchese Antinori. — N. giorn. bot. ital. Vol. XXII. 4890. p. 5141—52. Müller, J.: Lichenes Africae tropico-orientalis. — Flora. Jahrg. 73. p. 334 —347. Müller, K.: Die Moose von vier Kilimandscharo-Expeditionen. — Flora. Jahrg. 73. p. 465—499. Paillieux, A., ct Du Bois: De quelques plantes alimentaires de l'Abyssinie. — Rev. sc. nat. appliquées. XXXVIL No. 16. Schinz, H.: Beiträge zur Kenntnis der Flora von Deutsch-Südwestafrika. IV. Referat Bd. XII. S. 40, Schweinfurth, G.: Surcertains rapports (botaniques) entre l'Arabie heureuse et l'ancienne Égypte, résultant du dernier voyage au Yémen de l'auteur. Geneve 1890. 89. 14 S. Scott-Elliot: Ornithophilous flowers in South Africa. Referat Vol. NI. p. 82. Pilanzengeographie und Pllanzengeschichte erschienenen Arbeiten, 149 Thode, J.: Die Küstenvegetation von British-Kaffrarien und ihr Verhaltnis zu den Nachbarfloren. — Enexer’s bot. Jahrb. XII. p. 589—607. C. Malagassisches Gebiet. *Baillon, H.: Histoire naturelle des planjes de Madagascar. — T. IL. Partie 3. Atlas. 44 planch. Paris 1889. 4 9. — —— Liste des plantes de Madagascar. — Bull. mens. soc. Linn. Paris 1890. Nr. 102. p. 810, Nr. 106. p. 846, Nr. 407. p. 849, Nr. 108. p. 860. Enthält folgende neue Arten: Givotia madagascariensis, Croton Humblotii, C. Cam- penoni, C. Hildebrandtü, C. Elaeagni, C. Bakerianus , C. Greveanus, C. subaemulans, C. slanneum, C. Catati, C. calomeris, C. dissimilis, C. Microprunus, C. heterochrous, C. hypo- chalibaeus, C. macrochlamys, C. Macrobuxus, C Baker: lerns of North- West-Madagascar. Referat Bd. XIII. S. 28. — — Further contributions to the flora of Madagascar. Referat Bd. XII. S. 94. Fritsch, Karl: Zur Flora von Madagaskar. — Ann. K. K. nat. Hufmus. V S. 492—494. Wien 1890. Klatt, F. W.: Compositae Hildebrandtianae in Madagascaria centrali collec- tae. — Enger, Bot. Jahrb. XI. Beibl. Nr. 27. p. 24—28. Massee: New Fungi from Madagascar. Referat Bd. XII. S. 28. Melvill, J. C.: Notes on a small collection of Mosses from Mauritius. — Mem. and proc. Manchester lit. and phil. soc. Ser. IV. Vol. 1. .? Baroni, C. Elliollianus, C. inops. p. 4—3. Stephani, E.: Hepaticae africanae novae in insulis Bourbon. Maurice et Madagascar lectae. — Bot. gaz. XV. p. 281. c. tab. 2. D. Vorderindisches Gebiet. Barclay, A.: On some rusts and mildews in India. — Journ. of bot. XXVII. p. 257—262, c. tab. Bonavia, E.: The cultivated Oranges and Lemons ete. of India and Ceylon. — London (W. H. Allen) 1890. 8°. 2 vols. 30 s. Clarke, C. B.: On the plants of Kohima and Muneypore. Referat Bd. XII. S. 86. Dymock, W., C. J. H. Warden and D. Hooper: Pharmacographia indica. History of the principal Drugs of vegetable origin, met with in British India. — Bombay 1890. 2 Vols. 8°. Hooker, S. fil.: Flora of British India. Vol. V. Chenopodiaceae—Orchida- ceae. 1890. 8°. Hope, C. W.: A new Lastrea from Assam. — Journ. of bot. XXVIII. p. 145—147. Three new Lastreas from Assam. — Ebenda p. 326—329. Prain, D.: A List of Laccadive plants. Referat Bd. XII. S. 43. 150 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Prain, D.: Novitiae indicae. |l. An additional species of Ellipanthus. — Journ. asiat. soc. Bengal 1890. Calcutta. 3 S. c. tab. E. Gebiet des tropischen Himalaya. H Ostasiftisches Tropengebiet. Baillon, H.: Le Pentanura du Yunnan. — Bull. soc. Linn. Paris. No. 103. p. 812. Baker: Tonquin Ferns. Referat Bd. XIL. S. 81. Balansa, B.: Catalogue des Graminées de l'Indo-Chine francaise. Referat Bd. XIL S. 64, Graminées de l'Indo-Chine francaise. — Journ. de bot. 1890. Bescherelle, E.: Flore bryologique du Tonkin. — Journ. de bot. 1890. Christ, H.: Une nouvelle fougere du Tonkin francais, Cyathea Boni Christ. — Journ. de bot. 1890. Collett and Hemsley: On a collection of plants from Upper Burma and the Shan States. Referat Vol. XII. p. 29. Drake del Castillo: Flore du Tonkin. — Journ. de bot. 1890. April. Franchet, A.: Les Mutisiacées du Yun-nan. — Journ. de bot. IL p. 65—71. Neue Gattungen und Arten von Yun-nan. Referat Bd, XII S. 63. — — Plantae Delavayanae. Plantes de Chine recueillies au Yun-nan par l'Abbé Deravay. Fase. M. p. 161— 240. tab. 21— 45. — Paris 1890. 89. Karsten, P. A., et C. Roumeguóre: Ghampignons nouveaux du Tonkin recemment récoltés par M. B. Baransa. — Rev. mycol. XIE. p. 75. Patouillard, N.: Contributions à la flore mycologique du Tonkin. — Journ. de bot. 4890. No. 1. ——— Quelques champignons de la Chine récoltés par M. l'abbé Denavay. — Rev. mycol. NIL p. 133. Pierre, E.: Flore forestière de la Cochinchine. Fase. 2-15. PI. 147—940. — Paris (Lib. Doin) 4890. gr. fol. Warburg, O.: Die Flora des asiatischen Monsungebietes. Eine pllanzen- geographische Studie. — Verh. Ges. deutsch. Naturf. u. Ärzte. Allg. Teil VIEL 1890. *—— Über seine Reisen in Formosa. — Verh. Ges. f. Erdkunde. Berlin 4889. No. 8. G. Malayisches Gebiet. Vergl, Bryophyta. Baker: Vascular Cry plogamia of New-Guinea collected by Sir W. Mac- GREGOR. Referat Bd. XIIL S. 80, Beccari, O.: Malesia. Vol. HL. Fase. 5 (Triuridaceae, Phoeni, Pritchardia). Pilanzengeographie und Pllauzengeschichte erschienenen Arbeiten. 151 Bode, A.: Gärtnerische Mitteilungen aus Singapore und Umgebung. — Gartenfl. XXXIX. p. 268—274, 322—326. Boerlage, J. G.: llandleiding tot de kennis der Flora van Nederlandsch Indië. Deel I. Stuk 4. Referat Bd. XII. S. 77. Karsten, G.: Uber die Mangrovevegetation im malayischen Archipel. — Ber. deutsch. Ges. VIII. p. (49)—(56). c. tab. 4. King: Materials for a flora of the Malayan Peninsula. — Journ. asiat. soc. Bengal. LVIH. part Il. Martin: Botanisches aus Sumatra. — Neuserrs deutsch. Gartenmagazin. IX. p. 25 und Illustr. Monatsh. IX. p. 104. Müller, F. v.: Brief report on the Papuan Highland Plants, gathered during Sir Wıruram Mac Grecor’s expedition in May and June 1889. Record of hitherto undescribed plants from Arnheim’s Laud (Contin.). — Roy. soc. N. S. Wales 1890. 5. Nov. (Abgedr. in Bot. Gentralbl. XLV. p. 29—31). Calophyllum Soulattri Burm., Corchorus capsularis L., Sterculia Holtzei n. Sp., Goodenia Pumillo R. Br., Utricularia capilliflora n. sp. Records of observations on Sir Wittiam Mac Grecor’s Highland. — Plants from New-Guinea. Müller, O.: Bacillariaceen aus Java. 1. — Ber. deutsch. bot. Ges. VI. p. 318—330. c. tab. 4. Tschirch, A.: Indische Skizzen. — Naturwiss. Wochenschr. V. p. 14. Warburg, O.: Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. — ENGLER, Bot. Jahrb. XII. p. 230. Weber-Van Bosse, A.: Études sur les Algues de l'Archipel Malaisien. Referat Bd. XI. S. 28. U. Araucarien-Gebiet. Bailey, F. M.: A synopsis of the Queensland. flora; containing both the phaenogamous and eryptogamous plants. Suppl. HT. — Brisbane 1890. 89. 135 pp. c. tab. 21. Baillon, H.: Observations sur les Sapolacees de la Nouvelle-Calédonie. — Bull. soe. Linn. Paris. No. 441. p. 880—888, No. 12. p. 889—890. —— Sur quelques Melodinus néo-calédoniens. — Bull. mens. soc. Linn. Paris 1889. Nr. 99. p. 785. — — Sur trois Slephanotis néo-calédoniens. — Bull. soc. Linn. Paris No. 103. p. 811. J. Polynesisches Gebiet. Drake del Castillo, E.: lllustrationes florae insularum Maris pacifici. Fasc. Vl. p. 405—246. c. tab. 40. 4°. Paris. Remarques sur la flore de la Polynésie et sur ses rapports avec celle des terres voisines. — Paris (G. Masson) 1889. 4°. 152 Übersieht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Guppy: Dispersal of plants as illustrated by the Flora of the keeling or Cocos Islands. — Victoria Institute 1890, Hemsley: Report on the botanical collections from Christmas Island. Referat Bd. XII. S. 92, K. Gebiet der Sandwich-Inseln. A A Sinclair: Indigenous Flowers of the Hawaiian Islands. — Boston 1890. HI. Südamerikanisches Florenreich. A. Gebiet des mexikanischen Hochlandes. Vergl. Gebiet des pacilischen Nordamerika. Coulter, J. M.: Upon a collection of plants made by Mr. G. ©. Neatvey in the region of the Rio Grande, in Texas, from Brazos Santiago to El Paso County. — U. S. dep. agric. Div. of botany. Contrib, from the U.S. Nat. Herb. 11. 4890. p. 29. Mathsson, A.: Reisebericht eines Cacteensammlers in Mexiko. — Gartenfl. ANNIN. p. 463—467, 496—500. Maury, P.: Nota acerca de las Ciperaceas de Mexico. — La Naturaleza. I. p. 294. —— Note sur les Cy peracées du Mexique. — Bull. soe. bot. de France. NNANV, p. 173—177. Pringle, C. G.: Notes on the ligneous vegetation of the Sierra Madre of Nuevo Leon. — Garden and forest. HI p. 337—338, 362—363. Vasey, Geo.: Grasses of the Southwest (desert region of Western Texas, New Mexico, Arizona and Southern California). Part I. — U. S. dept. of agr. Bull. Nr. 12. 1890. — — List of plants collected by Dr. E. Parmer in 1890 in Lower California and Western Mexiko. — Contrib. United States Nation. Herb. 1890. IH. p. 63—90, Vasey, G., and J. N. Rose: List of plants collected by E. Parmer in 1888 in Southern California. — U. S. Dep. of Agriculture. Div. of Botany. Contrib. from the U. S. National Herbarium 1. p. 1—8, —— List of plants collected by E. Parmer in A889 in the region of Lower California. — l. e. p. 9—28. —— Plants collected in 1889 at Socorro and Clarion Islands. Referat Bd. NII. S. 4. “Watson, S.: Descriptions of some plants of Guatemala. — Proc. Am. ac. arts and se. Boston. Vol. XXIIL 4888. p. 283—287. '——— Some new species of Mexican plants, chiefly of Mr. C, G. PiixGLE's collection in the mountains of Chihuahua, in 1887. — Ebenda p. 276 — 283. —— Upon a collection of plants made by Dr. E. Parmer in 1887, about Guaymas, Mexico, at Muleje and Los Angeles Bay in Lower California, Pflanzengeographie und Pllanzengeschichte erschienenen Arbeiten, 153 and on the Island of San Pedro Martin in the Gulf of California. — Ebenda XXIV. p. 36—82. Wright, W. G.: Mexican notes. Il. Zoë I. Nr. 4. p. 102. B. Gebiet des tropischen Amerika. Ba. Provinz Westindien. | Dolley, Ch. S.: The botany of the Bahamas. — Proc. acad. nat. se. Philad. 1889. p. 130—134. Eggers, H.: Die Mahagoni-Schlügereien auf Santo-Domingo. —- Globus LVI. p. 193—195. , Reise in das Innere von St. Domingo. — Prrermann’s Mitteil. 1888. — Supplement til St. Groix's eg Jomfruöernes Flora. — Vidensk. Medd. fra den nat. Foren. i Kjóbenhavn. 1889. p. 141—924. — — Westindische Pflanzenfasern. — Naturw. Wochenschr. V. p. 341. Focke, W. O.: Die Rubusarten der Antillen. — Abh. naturw. Ver. Bremen. NI. p. 409—412. Gardiner, J., and L. J. K. Brace: Provisional List of the plants of the Bahama Islands. — Proc. acad. nat. se. Philadelphia 4889. p. 349—407. *Móbius, M.: Über einige in Portorico gesammelte SüBwasser- und Luft- algen. — Medwigia 4889. Heft 9/10. Bb. Subandine Provinz. *Alfaro, A.: Lista de las plantas encontradas hasta ahora en Gosta Rica y en los territorios limitrofes, extractada de la Biologia centrali-ameri- cana, — Annal. mus. Nac. Republ. de Costa Rica. 1. p. 1—101. *Sievers, W.: Die Cordillere yon Mérida. — Prxck's geogr. Abh. Bd. II. No. 1. Wien 1888. 8°. —— Die Sierra Nevada de Santa Marta und die Sierra de Perijá. Kap. V: Vegetation und Agrikultur. — Zeitschr. Ges. Erdk. Berlin. XXI. p. 141—159. Be. Nordbrasilianisch-quianensische Provinz. Bd. Südbrasilianische Provinz. Chodat: Revision des Malpighiacées du Paraguay. — Commun. 73. sess. soc. helvét. sc. nat. Davos. 1890. *Micheli, M.: Contributions à la flore du Paraguay. IL Supplément aux Légumineuses par Marc Micuert; I. Polygalacées par Rosenr Cuopat; Mém. soc. de phys. et d'hist. nat. de Genève. Tome XXX. Genève 1889. — Cypéracées par Dat Maury. Tome XXXI. Geneve 1890. Ridley: Notes on the Botany of Fernando Noronha. Referat Bd. XII. 5. 87. 154 Ubersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Schwacke, W.: Kin Ausflug nach der Serra de Caparaó (Staat Minas, Brasilien) nebst dem Versuche einer Vegetationsskizze der dortigen Flora. — EnGrer, Bot. Jahrb. XU, Beibl. No. 28. p. 4—10. ——- Eine brasilianische Gunnera (G. manicata Linden). — Ensver, Bot. Jahrb. XII. Beibl. Nr. 98. p. 1—3. Ganz Brasilien oder ganz Südamerika. Britton, N. L.: Plants colleeted by Rusby in South America, — Bull. Torr. bot. club New York 4889. No. 12. —— An enumeration of the plants collected by Dr. H. Russy in South- America 1885/86. — Ebenda. New York. XVIL p. 9, 53, 94, 214. 281. Martius, Eichler, Urban: Flora brasiliensis Fasc, 107. Musaceae, Zingi- beraceae, Cannaceae, Marantaceae exp. G. O. PETERSEN. Referat Bd. XI. S. 9. — Fase. 108. Cactaceae exp. C. SCHUMANN. Möbius, M.: Algae brasilienses a el. Graziov collectae. — Notarisia V. p. 4065—1090. Raunkiaer, C.: Symbolae ad floram Brasiliae centralis cognoscendam, edit. E. Warming. Particula ANN, Sapotaceae. — Vidensk. Medd. fra den nat. Foren. Kjöbenhavn 4889. p. 4—10. e. tab. I, H. Petersen, ©. G.: Ebenda Part. AAA Additamenta ad Seiamineas. in Florae brasiliensis Vol. CVII tractatas. — Vidensk. Medd. nat. Foren. kjöbenhavn 1889. p. 327—336. Taubert, P.: Plantae Glaziovianae novae vel minus cognitae. — ENGLER, Bot. Jahrb. XIL Beibl. No. 27. p. 4—20. e. tab. Warming, E.: Symbolae ad floram Brasiliae centralis cognoscendam. Part. XXXII Vochysiaceue, Trigoniaceae, Ternstroemiaceae, Rhizoboleue, Dichapetalae, Turneraceae, Hederaceae, Melastomaceae. — Vidensk. Medd. fra den nat. Foren. Kjóbenhavn 1889. p. 22. —— Ebenda Part. XXX. Annotationes de Caricaceis, Rubiaceis, Sterculia- ceis, Tiliaceis, Bombaceis. — Ebenda p. 336—357. Wainio, E. A.: Etude sur la classification et la morphologie des lichens du Brésil. — Helsingfors 1890. C. Andines Gebiet. a. Fossile Flora. Engelhardt, H.: Chilenische Tertiürpflanzen. — Abh. d. Gesellsch. Isis in Dresden 4890. Abh. 4. Referat Bd, XII. S. 64. Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 155 b. Lebende Flora. Baker: New plants from the Andes. Referat Vol. XIE p. 84. *Gómez Vidaurre, F.: Historia geografica, natural y civil del Reino de Chile. Vol. I, II. — Santiago de Chile 1889. Lagerheim, G. de: Contribuciones à la flora algológica del Ecuador. — Quito 1890. 8°. 16 pp. *Murillo, A.: Plantes médicinales du Chili. — Paris, Expos. univ., section chilienne. 1889. 8°. Niederlein, G.: Resultados botánicos de esploraciones hechas en Misiones, Corrientes y paises limitrofes desde 1883 hasta 1888. I, Hl. — Bolet. mensual del Mus. de Productos Argentinos. Vol. IH. No. 31. p. 272 —3 4T. Poortman, H. A. C.: Une excursion botanique dans les Andes. — Bull. assoc. d. anc. élèves de Te. @hortic. de Vilvorde. 1890. Bruxelles. 89. 44 pp. *Sodiro, L.: Gramineas Ecuatorianas de la provincia de Quito. — Ann. Univers. Quito 1889. IV. Altoceanisches Florenreich. A. Antarktisches Waldgebiet Südamerikas. Franchet, A.: Mission scientifique du cap Horn. Referat Bd. XII. S. 62. Jatta, A.: Licheni patagoniei raccolti nel 1882 dalla nave italiana Caracciolo. — N. giorn. bot. ital. Vol. XXIL. 4890. p. 48—51. Neumayer, G.: Die internationale Polarforschung 1882-83. Referat Bd. XII. S. 17. *Spegazzini, Carolo: Fungi Puiggariani, Pugillus I. — Bolet, de la acad. nac. de eiene. de Córdoba. Buenos Aires 1889. B. Neuseelündisches Gebiet. Chapman: Description of a new species of Ce[misia. Referat Bd. XI. S. 85. Cheeseman, T. F.: Notice of the discovery of Asplenium japonicum, a fern new to the New Zealand Flora. — Trans. and Proc. New Zealand Inst. XXII. p. 448-449. Colenso: Descriptions of some newly-discovered indigenous cryptogamic plants. Referat Vol. XII. p. 86. ——— Descriptions of some newly-discovered phaenogamie plants, being a further contribution towards the making-known the botany of New Zealand. Referat Vol. XII. p. 86. 156 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Colenso: Descriptions of two newly-discovered indigenous cryptogamic plants. Referat Vol. XII. p. 86. Hamilton, A.: Notes on some New Zealand Ferns. — Trans. and proc. New Zealand Inst. XXII. p. 493. Kirk, D.: Description of a new species of Chenopodium. Referat Vol. XIL p. an, —— On the occurrence of a variety of Mitrasacme montana Hook. fil. in New Zealand. Referat Vol. XII. p. 85. —— The Forest Flora of New Zealand. — Wellington 4889. fol. 345 S. 142 Taf. Petrie: Descriptions of new native plants. Referat Vol. XIIL p. 85. C. Australisches Gebiet. Bresadola, J., cl P. A. Saccardo: Pugillus Mycelum australiensium. — Malp. IV. p. 289—304. c. 1 tab. Ludwig, F.: Uber einige neue Pilze aus Australien. — Bot. Gentralbl. XLII. p. 5—9. "Maiden, J. K.: The useful native plants of Australia including Tasmania, — Sydney and London 1889. 8° 696 S. Müller, F. v.: Descriptions of new Australian plants with occasional other annotations. — Victorian Naturalist: Juli 18590 (Abgedruckt im Bot. Centralbl. XLII. p. 2767): Polygala Tepperi, P. steno- clada u. a. A., Helipterum Vitzgibboni, August 4890: Eriostemon Carruthersi, Bassia Luehmanni, Helipterum Jesseni. September 1890: Bassia Tatei, Scleranthus minusculus, Micrantheum demissum, Hemi- genia Biddulphiana, Oktober 1890 (Abgedr. im Bot. Centralbl, XLIV. p. 236—7): Eucalyptus Bauerleni, Helipterum Troedelii. December 1890: Lepidium Merralli, Astrotricha Biddulphiana, Thismia liodwayi (Abgedr. im Bot. Centralbl. XLV. p. 63). *—— Description of a new species of Chloanthes (Chl. Techiana) from Western Australia. — Victor. naturalist. Octob. 1889. —— Note on a New Victorian Orchid (Corysanthes unguiculata R. Br). — Ebenda Aug. 1890. '——— Description of an Orchid, new for Victoria. — Ebenda Dec. 1889 (vergl. Bot. Gentralbl. XLI. p. 122. Prasophyllum Frenchi). —— — Descriptions of hitherto unrecorded Australian plants. — Proc. Linn. soc, New South Wales. Ser. IL. Vol. V. p. 15—22, 186—188. Neue Arten: Eriocaulon Carsoni, Boronia Adamsiana, Portulaca cyclophylla, Acacia Merralli, Hydrocotyle corynophora, und über Hansemannia K, Schum. * Iconography of Australian Salsolaceous Plants. |. Decade. — Mel- bourne 1889. 40, Pflanzengeographie und Pflanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 157 Mueller, F. v.: List of plants collected during Mr. Tırrkens’ expedition into Gentral-Australia. — Transact. Roy. soc. South Australia. 1890. p. 94—109. ——— Record of two New Victorian Highland Composites. — Viet. Natur. 4890. Febr. [Helichrysum Stirlingi, Aster Frostii ; s. Bot. Centralbl. XLI. p. 398—399. ] —— Notes on a new species of Eucalyptus, E. Maideni, from Southern New South Wales. — Proc. Linn. soc. of New South Wales. Ser. II. Vol. IV. p. 1020. —— Select. Extra-Tropical Plants. 7 edit, — Melbourne 1890. 8 0, Supplemental notes to the List of plants, collected in Central-Australia. — Trans. Roy. soc. of South Australia 1890. Oct. Helipterum Fitzgibboni n. sp. Saccardo, P.: Fungi aliquot australienses. — Hedwigia 1890. Heft 3. Du. E. Gebiet der Kerguelen u. d. Amsterdam-Inseln. F. Gebiet des Kaplandes. Bolus: Contributions to South-African Botany. ` Referat Bd. XII. S. 90. Mae Owan: New Cape plants, chiefly from those distributed by Mrs. Mac Owan and Borus. Referat Bd. XII. S. 92. Marloth: Some adaptions of South African plants to the climate. — Scott-Elliot, G. F.: Ornithophilous flowers in South Africa. — Ann. of bot. 4890. c. tab. A. G. H. Gebiet von Tristan d'Acunha und St. Helena. Stizenberger, E.: Die Lichenen der Insel Ascension. — Flora. Jahrg. 73. p. 184—487. Geographie der Meerespflanzen. - Agardh, J. G.: Species Sargassorum Australiae descriptae. Referat Bd. XII. 5. 52. Bornet, E.: Note sur deux algues de-la méditerranée, Fauchea. und Zosterocarpus. — Bull. soe. bot. de France. 1890.. p. 139—148. c. tab. 4. | Castracane degli Antellminelli, Fr.: Osservazioni sulla vita del mare fatte a Fano nell Astate del 1889/90. — La nuova Notar. Ser. I. p. 293. E ME *Cleve, P. T.: Pelagiske Diatomeer från Kattegat. — Kopenhagen 1889. ' *Evans, W.: On the occurrence of Zostera nana Roth in the Firth of Forth. — Trans. and proc. bot. soc. Edinburgh. Vol. XVII. p. 445—446. 158 Übersicht der wichtigeren und umfassenderen, im Jahre 1890 über Systematik, Foslie, M.: Contribution to knowledge of the Marine Algae of Norway. I. East-Finmarken. — Tromsö Museum Aarshefter. NHI. Hückel, E.: Planktonstudien. Vergleichende Untersuchung über die Be- deutung und Zusammensetzung der pelagischen Fauna und Flora. — Jena (G. Fischer) 1890. M 2.—. Hauck, Ferd.: Algues marines du nord de Portugal. — Bol. soc. brot. Coimbra. VII. p. 436—458. Holmes, E. M., and E. A. L. Batters: A revised list of British Marine Algae. — Ann. of bot. V. 47. p. 63. 1890. M 9.—., Holmes, E. M.: Marine Algae of Devon. — Journ. of bot. XXVII. p. 147 —148. Imhof, O. E.: Notizie sulle Diatomee pelagiche dei laghi in generale e su quelle dei laghi di Ginevra e di Zurigo in special modo. — Notar. V. p. 996. Jack, J.: Marine Algae of the Arbroath district. — Journ. of bot. XXVIII. p. 10—15. Johnson, F.: Flora of Plymouth Sound and adjacent waters. — Journ. marine biol. assoc. of the U. Kingdom. 1. 3. p. 986—307. Kjellman, F. R.: Handbok i Skandinaviens Hafsalgflora. I. Fucoideue. Referat Bd. XI. S. 55. —— The Algae of the arctice sea, — Konigl. svensk. Vetensk. - Akad. Handl. An 344 S. c. 34 tab. —— Über die Algenflora des Beringsmeeres. Referat Bd. XII. S. 57. —— Uber die Beziehungen der Flora des Beringsmeeres zu der des Ochots- kischen Meeres. — Bot. Centralbl. NLI. p. 167—470, 198—199. Knuth: Die Algenflora der westlichen Ostsee. — Humboldt 1890. No. 3. "Piecone, A.: Alcune specie di Alghe del Mar di Sargasso. — Mem. acad. Lincei. VI. 1889. *— — Alghe della Crociera del »Corsaro« alle Azzorre. — Genova 1889. *——— Manipolo di Alghe del Mar Rosso. — Mem. acad. Lincei. VI. 4889. Geschichte der kulturpflanzen. Bessey, Ch. E., and Herb. J. Webber: Report of the botanist on the grasses and forage plants and the catalogue of plants. — Rep. Ne- braska state board of agric. for A889. Lincoln 4890. Bolle, C.: Wann erscheint die Weymouthskiefer zuerst in Europa? — Garlenfl. XXXIX. p. 434—438. Borbás, V. v.: Zur Geschichte der Blumen. *Boulger, G. S.: The uses of plants: A manual of economie botany, with special reference to vegetable products introduced during the last fifty years. — London (Roper & D.) 1889. 8% 6 s. Pflanzengeographie und Pllanzengeschichte erschienenen Arbeiten. 159 *Dippel, L.: Handbuch der Laubholzkunde. Teil 1. Monocotyleae, Sym- petalae. — Berlin (P. Parey) 4889. 89. M 15.—. Hick, F.: Heimat der angebauten Gemüse. — Mitt. aus d. Gesamtgeb. d. Naturw., herausgeg. von E. Hurn. Frankfurt. VII. 1889/90. p. 247 — 250, 976—279. ——— Nihrpflanzen Mitteleuropas, ihre Heimat, Einführung in das Gebiet und Verbreitung innerhalb desselben. — Stuttgart (Engelhorn) 1890. 80. M 2.70. Jackson, J. R.: Commercial botany of the nineteenth century: a record of progress in the utilisation of vegetable products in the United Kingdom and the introduction of economie plants into the British colonies during the present century. — London 1890. 8°. 166 pp. Kôrnicke: Über die wilden Stammformen unserer Kulturweizen. — Verh. nat. Ver. preuß. Rheinl., Westf. u. Reg.-Bez. Osnabrück. XLVI. Sitzber. p. 24. *Mayr, H.: Die Waldungen von Nordamerika, ihre Holzarten, deren An- baufähigkeit und forstlicher Wert für Europa im Allgemeinen und Deutschland insbesondere. — München (Rieger) 1889. 448 S. 89. c. 10 tab. ,Z 18.—. Pradas: De la culture du prunier dans le canton de Geneve et du séchage des fruits. — Bull. inst. genèvois. XXIX. *Schweinfurth, G.: Über Ficus Sycomorus aus altägyptischen Gräbern. — Sitzb. nat. Fr. Berlin 1889. Tubeuf, K. v.: Samen, Früchte und Keimlinge der in Deutschland heimi- schen oder eingeführten forstlichen Culturpflanzen. Berlin (Springer) 1890, 89. M 4. —. Wittmack, L.: Die Nutzpflanzen der alten Peruaner. Referat Bd. XII. S. 60. A * * Druck von Breitkopf & Hartel in Leipzig. Engler Bot Jahrb Mil Bd. p— E. Gilg,ad sicc. del. Verlag v Wilh. Engelmann, Leipzig. Lith Anst Julius Klinkhardt Leipzig Engler Bot. Jahrb, XM Bd. KE Gilg, ad sten del. Verlag vMilh.Engelmann, Leipzig Lith. Anst. Julius Klinkhardt Leipzig. Engler. Bot. Jahrb. NMBA. Verlag Wilh Kngelmann, Leipaig. E Gilg ads16c.del. ~ Die natürlichen Pflanzenfamilien ~ nebst ihren Gattungen und wichtigeren Arten insbesondere den Nutzpfauzen. In Mit PE Lieferungen mehreren Tausend s (3 Bogen) Lex. 8? Abbildungen. i ; Probebogen CR E? durch alle Buchhand- der S y lungen wie direkt D ains QC. c vom Verleger a franko und gratis. Bearbeitet unter Mitwirkung zahlreicher hervorragender Fachgelehrten von A. Engler und K. Prantl ord. Prof. der Botanik und Direktor des Prof. der Botanik und Direktor des botanischen Gartens zu Berlin botanischen Gartens zu Breslau. Bisher erschien: I. Teil. (Im Erscheinen.) 1. Abteilung (Lfg. 36): Acrasteae, Phytomyxinae, Myxogasteres. : 2. Abteilung (Lfg. 40, 41,46, 60): Conjugatae : Desmidiaceae, Zygnemaceae, Mesovarpaceae. Chloro- d dree? Volvocaceae, Tetrasparaceae, Chlorosphaeraceae, Pleurococcaceae, Protococcaceae, Hydrodic- aceae, Ulvaceae, Ulothrichace.:, Chaetophoraceae, Mycoideaceae, Cylindrocapsaceae, Oedogoniaceae, oleochaetaceae, Cladophoraceae, Gomontiaceae, Sphaeropleaceae, Botrydiaceae, Phyllosiphonaceae, Bryop- sidaceae, Derbesiaceae, Vaucheriaceae, Caulerpaceae, Codiaceae, Valoniaceae, Dasycladaceac, Characeae. Phaeophyceae: Ectocarpaceae, Choristocarpaceae, Sphacelariaceae. - . IL Teil in sechs Abteilungen. (Vollständig.) TY Mit 3537 Einzelbildern in 803 Figuren, 3 Vollbildern, sowie Abteilungsregistern. ST Lex. 8, In 6 Abteil. geh. Einzelpreis M. 66.—, Subskriptionspreis M. 33.—. In einen Band gebunden ' Einzelpreis M. 69.50, Subskriptionspreis M. 36.50. Die sechs Abteilungen sind auch einzeln erhiltlich und zwar: 1. Abteilung: Cycadaceae, Cordattaceae, Coniferae; Gnetaceae, Angiospermae, Typhaceae, Pan- « danaceae, Sparganiaceae, Potamogetonaceae, Najadaceae, Aponogetonaceae, Juncaginaceae, Alismaceae, Butomaceae, Triuridaceae, Hydrocharitaceae. Mit 1149 Einzelbildern in 191 Figuren, 1 Holzschnitt- itafel und Register. M. 17.—. 2. Abteilung: Gramineae, Cyperaceae. Mit 426 Einzelbildern in 120 Figuren, 1 Holzschnitt- tafel und Register. M. 9.—. "ex s 3. Abteilung: Palmae, Cyclanthaceae, Araceae; Lemnaceae. Mit 562 Einzelbildern in 109 Figuren eo und Register. M. 11.—. Wh" d Abteilung: Flagellariaceae, Mayacaceue, Xyridaceae, Rapateaceae, Philydracege, Restionaceae, Centrolepidaceae, Eriocaulaceae, Commelinaceae, Pontederiaceae, Bromeliaceae. Mit 262 Einzelbildern in 41 Figuren und Register. M. 5.—. 5. Ébteilung : Juncaceae, Stemonaceae, Liliaceae, Haemodoraceae, Amaryllidaceae, Velloziaceae, “Taccaceae, Dioscoreaceae, Iridaceae, Mit, 352 Einzelbildern in 105 Figuren und Register. M. 10.—. 6. Abteilung: Musaceae, Zingiberaceae, Cannaceae, Marantaceae, Burmanniaceae, Orchidaceae. Mit 782 Einzelbildern in 237 Figuren, einem Vollbild und Register. M. 14.—. ' III. Teil. (Im Erscheinen.) 1. Abteilung (Lfg. 14, 18, 20, 30, 32, 35): Sawruraceae, Piperaceae, Chloranthaceae, Lacistema- ceae, Casuarinaceae, Juglandaceae, Myricaceae, Leitneriaceae, Salicaceae, Betulaceae, Fagaceae, Ulma- ceae, Moraceae, Urticaceae, Proteaceae, Loranthaceae , Myzodendraceae, Santalaceae, Grubbiaceae, Olacaceae, Balanophoraceae, Aristolochiaceae, Rafflesiaceae, Hydnoraceae. Mit 1038 Einzelbildern in Sr 190 Figuren, 2 Vollbildern und Register. M. 18.—. AES 1. Abteilung b (Lfg. 31, 33): Phytolaccaceae, Nyctaginaceae, Aizoaceae, Portulacaceae, Caryo- S. phyllaceae. Mit 193 Einzelbildern in 33 Figuren und Register. M. 6.—. 2. Abteilung (ës, 16, 19, 29, 55, 57, 58): Nymphaeaceae, Ceratophyllaceae, Magnoliaceae, Lactori- daceae, Trochodendraceae , Anonaceae, Myristicaceae, Ranunculaceae, Lardizabalaceae, Berberidaceae, Menispermaceae, Calycanthaceae, Monimiaceae, Lauraceae, Hernandiaceae, Papaveraceae, Cruciferae, Tovariaceae, Capparidaceae, Resedaceae ,: Moringaceae, Sarraceniaceae, ‘Nepenthaceae, Droseraceae. ‘ Mit 733 Einzelbildern in 168 Figuren, 1 Vollbild und Register. M. 18.—. es 2. Abteilung a (Lief. 51, 53, 56): Podostemaceae, Crassulaceae, Cephalotaceae, Sazifragaceae, Cunoniaceae, Myrothamnaceae, Pittosporaceae, Hamamelidaceae, Bruniaceae, Platanaceae. Mit 484 Ein- CG zelbildern in 75 Figuren, 1 Vollbild und Register. M. 9.—. FE 3. Abteilung (Lfg. 24. 59): Rosaceae, Connaraceae. E 4, Abteilung (Lfz. 47, 52): Geraniaceae, Oxalidaceae, Tropaeolaceae, Linaceae, Humiriaceae, Erythroxylaceae, Malpighiaceae, Zygophyllaceae, Cneoraceae. RD bteilung (Lfg. 42, 44, 59): Huphorbiaceae, Callitrichaceae, Empetraceae, Coriariaceae. i 6. Abteilung (Lfg. 49, 50): Elaeocarpaceae, Tiliaceae, Malvaceae, Bombaceae, Sterculiaceae. ; IV. Teil. (Im Erscheinen.) ; : 1. Abteilung (Lfg. 37, 38, 45): Clethraceae, Pirolaceae, Lennoaceae, Ericaceae, Myrsinaceae, T Primulaceae, Plumbaginaceae, Sapotaceae. 4, Abteilung (Lfg. 61, 62): Rubiaceae. 5. Abteilung (Lfg. 34, 36, 39, 43, 48, 54): Cucurbitaceae, Campanulaceae, Candolleaceae, Calycera- à ceae, Compositae. Druck von Breitkopf & Hartel in Leipzig. P MM Pee